Professor v.Schuize-Gaevernitz 20. Januar 1925. Freiburg i. B. Schwaighofstraße 9 Sehr geehrter Herr Doktor! Vielen Dank für Ihr Schreiben vom 9. Januar. Es ist wirklich bewundernswert mit welcher Mühe and Sorgfalt Sie an die schwierige Aufgabe meiner Bio graphie und Bibliographie herantreten, und wie gut es Ihnen gelingt die Grundgedanken herauszuarbeiten. Was die Photographie anbetrifft, so bin ich gerne bereit dieselbe mit meiner Unterschrift zu ver sehen und möchte Sie deshalb nur um Einsendung derselben bitten. Nun zu den erbetenen Angaben: Meine Vermählung fand am 1. August 1897 statt. Die kauf männischen und englischen Beziehungen der Familie meiner Frau waren von ganz geringem Einfluss auf meine Lebensgestaltung und so bitte ich dieselben besser nicht zu erwähnen. Mein Sohn Gero, geb. 27. Sept. 01. ist zur Zeit im Bankfach in New York tätig. Das Thema seiner Disertation [sic!] war: „Die Englische Creditpolitik 1914-18.“, Berlin, Späth und Linde 1924. Ihr beigelegtes Blatt habe ich einer genauen Durchsicht unterzogen. Einige wichtige Aufsätze waren unerwähnt geblieben -- ich habe Ihre Fragen sorgfältig beantwortet. Was das Verzeichnis meiner Bücher an belangt, so handelt es sich bei den Übersetzungen um die Namen der Übersetzer. Die der Verleger fügte ich noch zu. Ebenfalls finden Sie in den Anlagen die Angaben derjenigen meiner Werke und Aufsätze, welche sich in Vorbereitung befinden. Auch sende ich Ihnen auf Ihren Wunsch hin eine Anzahl von Zeitungsartikeln und Reden und auch einige Artikel über meine Tätigkeit. Hinsichtlich der meine Schriften sich stützenden Schriftsteller und Politiker gebe ich noch Auskunft, vgl. Anlage. Ich bitte möglichst vollständige u. wortgetreue Wiedergabe. Ich hoffe, dass ich Anfragen beriedigend beantwortet habe und bin mit besten Grüssen. Am 30. Januar halte ich einen Vortrag in der Universität zu Ber lin über Amerika und hoffe Sie dann vielleicht zu sehen. Hoffend, dass ich Ihre Anfragen befriedigend beantwortet habe, bin ich mit Grüssen Ihr Schulze Gävernitz