xnuWW ,icl .zcknoiZ' mi t^bin cknls ,„^aKZn,kiN i ^ 4 ^ ^« HH« ^M. ^ ^ ,»^« ni>Ä n.;>:».'.'«5 «Ä:tl',s.ck'iU,1»g (liiu intsvch'jn ^»S" B der. tt?ii^ i«t»g du» a-ru n»!i» .iiunT n?ü noigilM ^ck nzllnö si^ 7Z>j?'/I I? ,« , N',?ii!ißt»A n »7 nuclt ,»ttf>l>! nniiWM) stz,t«j M t« ^ « tÄ/» »,ch'?n,W i-ck tiir.l , ^ V / FR ^ 4 A ^ ^ i,ct ni MhklM chup ?,^In ,-n^-sn,ö?»<> iiUüt S-iij nnvS^ts-i^ 7,öÜ^ck Poftzeitung »»M sKijUvtz »sii, »jj »»igilK zchsÜ^iZI^ziD l> 5Ntt??i , a,ssojchs,g susi»M jj,s> ss> ^'niivck l ZjtZiiK «(L .l^zfs n,ch^5i,;T' »ittÄ i?Sü „IG musii in» s. März ,u ZA5jsn,chir>M.,i-l,utl nnvl »ft n,»?»^ . n^^M«) An Jesus. n,tchslch^ n»llo chi n^,i??/i>U)ij?y^ iMick'MoZ »nnt!? ,KMll!' ÄZOllki^ -..if^Z'j Dein süße- Antlitz niemal- seh'n? zchl'iÄ ,NZt!I!l,nitN »Ä^ „Sey Du die Blum' in meinem Garten, „Sey meiner Seele Pflegekind, „Da soll sie treulich Deiner warte« „Und wiegen Dich im Arme lind. IlZII NIZl iun „Sey Du die Hoffnung meines Leben-, „Sey meinem Herzen Speis' und Trank, „O sey die Krone meines Streben-, j/,Nlti'i»^ ,!» 6»„ -K > " > „Dann werd' ich sitzen auf dem Throne, , . , ' ^ ' „Und werd mein c,g ner Herrscher seyn z „Die Sünde stürz' ich da»» vom Throne, „Dann kehrt Dein Friede bei mir ein.« ?>a MMK „O, misj?K' zjct zss j7Z/ji»ll tk^> ?i,W tti,^ nn Ali) cktt^A dock Fr. Xav. Schumacher. - nzchl-nW e,Ä znnis n7(WI^K»n anu m/cnt fortfährt, so wird die Religion vernichtet. Denn die ewige Dauer einer menschlich gemachten Religion kann niemand garantircn, nnd ob es der Mühe werth sey, sich einer zeitlichen Religion zu unterwerfen oder nur anzuschließen, das ist noch sehr die Frage. Also gar kein Fortschritt? wird man fragen. Ja wohl, ein Fortschritt des Menschen zum Gntcn durch Besserung, dnrch Uebung der Tugenden, welche die Religion Jesu vorschreibt, kei- aus der gewissenhaften Befolgung der Gebote Christi ergeben sich iene Eigenschaften und gesellschaftlichen Tugenden von selbst, ohne Religiosität sind sie aber weder von Bedcntnng, noch von Dauer. Diejenigen Katholiken, welche sich nicht von der Religion des Fortschrittes bethvrcn lassen, thun recht daran; sie halten an Christus nnd seiner Kirche fest, die bessere Führer sind, als der Wind der Tagespreise. Wir stören diese nicht in ihrem politischen Treiben, sie sollte auch die Katholiken ruhig bei ihrer Religion belassen. Das jnnge England. (Der Katholik,) Während das junge Deutschland die Verbesserung des Vaterlandes nach juughegel'schcn Philvsophcmcn und in der Emancipation des Fleisches zu erstreben sucht, eigentlich aber nichts weiter darstellt, als den bodenlosen Sumpf einer nach allen schlechten Richtungen hm und zum allgemeinen Verderben wirkenden Presse, sehen wir in England die Jugend glücklicherweise ein weit ehrenhafteres Ziel verfolgen. Davon gibt nns folgende Darstellung, welche wir a»S dem Magazin für die Literatur des Auslandes entnehmen, ein höchst erfreuliches und für Deutschland sehr beschämendes Beispiel. Zugleich ersehen wir hieraus, wie intensiv und stark jene neue in der englischen Hochkirche entstandene Bewegung ist und wie sie selbst schon ans das übrige gesellschaftliche Leben einen bedeutenden Einfluß äußert. Selten beginnt, heißt es in dem gedachten Aufsatze des Magazins, eine nenc politische Partei ihre Wutsamtcit so vorherrschend mit poetischen Productcn, als dieß bei dem sogenannten „jungen England" der Fall ist. Zu den bedeutendsten Vertretern desselben gehören auch zwei junge Männer, die bisher fast nur durch literarische Leistungen für ihre Partei gewirkt, und die auch durch ihre Jugend noch mehr als Herr d'Iöraeli berechtigt sind, das junge England zu reprLscntircn. Der älteste der beiden Schriftsteller ist noch nicht achtundzwanzig Jahre alt. Beide gehören der Aristokratie an. George Sidncy Smith ist der älteste Sohn des ViScount Strangford, Lord John ManncrS ist einer von den Söhnen des Herzogs von Ruttlanv. Auch sind ncswegS aber ein Fortschritt dnrch Aenderung dieser Religion, beide seit drei Jahren Mitglieder des Unterhauses. Die Bücher, Denn in dem wechsclvollcn Leben des Menschen ist gerade Eines ^ um derentwillen sie eine nähere Besprechung verdienen, sind i nothwendig, das nicht wechselt, Eines, welches das Unrecht der > Kngluncl's l'iusl (Englands Zuversicht) nebst anderen Gedicht n Welt, das dicßseitö nicht gesühnt wird, jenseits berichtigt, Eines, l von Lord John Manners nnd die Ilislorie s-znoies (historische Was dein gefallenen »»glücklichen Menschen die Heilmittel anbietet ^ Phantasien) von Smith. und gewährt, sich mit Gott wieder auszusöhnen. An dieser! Ein einziger Gedanke durchdringt die Gedichte des Lord John Grundlage darf aber nichts verrückt werden, denn der Mensch! Manners: dieß ist ein religiöser Gedanke, aber mit der Nüance, kann allein seiner Seele nicht helfen, er kann seine Sündhaftigkeit nicht mit einer selbstgemachten Religion heilen. Christus ist der Seelcnarzt, seine Heilsmittel, die Sacramcnte, müssen wir brauche», wc»» unsere Seele genesen soll, an ihn müssen wir glauben, nicht an uns, wenn wir ans dem rechten Wege bleiben wollen. Es verräth eine große Unkcnntniß der katholischen Religion, Wenn man den Katholiken zumutstet, sie sollen dieselbe den Zeit, ansichten unterwerfen und nach jeweiliger Eingebung der Mode ändern. Das wäre ein Fortschritt zum Verderben. Man mag ihn mit den schönsten Vorspiegelungen von Menschenwürde, Sitt- ichkeit, Humanität, Höhe der Zeit u. s. w. anrühmen, wie man die England eigenthümlich ist und die besonders die junge Schule auszeichnet. Lord John Manncrs hat an der Religion nicht das k'esumzen, was sich der Poesie zunächst darbietet, den Rausch der Extasen, die Pracht der Hymnen, die Schmerzen, die von der Resignation hingenommen u-d von der Hoffnung beschwichtigt werden. Lord John Manners hat eS weniger mit der Religion als mit den Instituten der Religion zu thun, mit der äußeren Form, die ihr in England zur politischen Hülle dient, er hat vorzüglich eine Demonstration zu Gunsten dessen gemacht, was die Engländer die bestehende Kirche, tiw estÄltlitjlrecl cliureli nennen. Für ihn ist Ungl-rnä's l'rust (Englands Zuversicht) die Kirche. Man sieht überhaupt aus den Pocsieen des Lord John MannerS, daß das junge England in der Politik ein Resultat der religiösen Bewegung ist, die vor zwölf Jahre» an der Universität Oxford sich zu entwickeln begann. Diese puseyistisch-katholische Scbule von Oxford ist selbst aus den politischen Umständen hervorgegangen. Die Lage der cmglicanischcn Kirche bietet heute einen merkwürdigen Contrast, verglichen mit dem, was sie vor zwölf Jahren war. Man befand sich damals unter dem Eindruck der Emancipation der Katholiken, die utilitarischen Ideen und der philosophische Liberalismus, die in der Neformbill ihren Sieg feierten, verfolgten damals einen aufsteigenden Weg; die alten schon angegriffenen Privilegien der Kirche sahen noch gefährlichere Stürme gegen sich heranziehen; eine parlamentarische Commission, welche für die Beaufsichtigung der Kirchenangelcgcnhciten ernannt worden, in der aber die Laien die Mehrheit bildeten, schien der geistlichen Unabhängigkeit der Kirche Gefahr zu bringen, indem sie an ihrer weltlichen Einrichtung rüttelte. In diesem Moment war cS, wo den Angriffen des philosophischen Geistes und der diss ntirendcn Sccten gegenüber einige Clcrgymen der Universität Oxford, die Herren Puscy, Palmer, Williams «nd Newman, sich in dem Bestreben vereinigten, die anglicanische Kirche auf die Basis der römische» zurückzuführen, die vergessenen Principien, welche jene mit dieser gcmci»schastlich hat, wiederherzustellen, ihr den Glanz der alten Tradition wiederzugeben, auf welcher die englische Kirche beruht, die, obwohl sie von der Gemeinschaft mit Rom getrennt ist, gleichwohl Anspruch macht, den Fundamcntal-Charak- ter des Katholicismus in sich zu bewahren. Sie schrieben erst kleine Abhandlungen, in welchen die Hauptpuncte des Glaubens und der Verfassung der anglicanischcn Kirche einer neuen Prüfung und Erklärung unterworfen wurde«: diese Brochürcn, die anonym und unter der Bezeichnung lor tlro ^imos erschienen, machten großes Aufsehen. Mitten in der Polemik, die sich um sie erhob, verbreitete sich der Geist, der sie eingegeben, bei einem Theile der UnivcrsitätS-Jugend, des jüngeren Klerus und der höheren Classe Englands. Die Schriften der ersten Theologen der anglicanischcn Kirche, in denen man den Geist des Katholicismus, je näher man der Epoche Heinrichs VIII. kommt, desto lebendiger wieder findet, sind von neuen: gedruckt und publicirt wordcu. Man hat neue Ausgaben von den Werken der alten Kirchenväter veranstaltet; noch in diesem Augenblicke gibt man das Leben der Heiligen heraus, die der Zeit angehören, wo England mit Rom in Berbindung war, geschricbeu in dcn Gesinnungen der mittelalterlichen Jahrhunderte; — doch schon fängt auch der oppositionelle Sturm an, ein furchtbares Ungcwitter heraufzuführe«, in welcher Beziehung wir namnUlich nnf einige der letzten Blätter des whiggistischen Morning Chronicle verweisen. Zu den Büchern, welche jene Bewegung hervorgerufen, gehören auch die Poesien des Lord John MamicrS. Der Enthusiasmus desselben sür die Kirche läßt sich aus ein doppeltes Motiv, auf ein doppeltes Element zurückführen. Lord John Manncrs liebt in der Kirche die Hüterin der edlen und heiligen Tugenden, die das religiöse Gefühl unterhält, und dann liebt er die Kirche wegen der Wohlthaten, die sie über sein Vaterland verbreitet hat, also aus patriotischer Dankbarkeit. Die letzte Nuance, welche vielleicht die Gefühle des Lord MannerS beherrscht, wirft auf seinen Cultus für die Kirche eine historische Fa-bc; cr macht gerne die Vergangenheit der Kirche zum Gegenstand seiner Betrachtung. Auch sind er und seine Freunde weit entfernt, das Urtheil der Protestanten in Bezug auf die Religion des MittclaltcrS zu unterschreiben, sie erblicken vielmehr in dieser Epoche die schönsten Zeiten des Christenthums. Ja cr wünscht nicht bloß die Rückkehr des alten Glanzes der Kirche, sondern auch die Vereinigung der Kirchen, die im Episkopat die apostolische Tradition bewahrt haben. Er hofft, daß sein „wicdergcborncr Glaube England an die Spitze der katholisch n Kirche stellen wird, er möchte cS gerne mit cincm heiligeren Namen als dem der Herrin der Meere geehrt sehen, mit dem Namen, den Rom in seiner blühenden Jugend trug, und den der Glaube von Ufer zu Ufer fortpflanzte, dein Namen einer Mutter der Kirchen." In einem, an Rom gerichteten Gedichte macht cr dem Papstthum Vorwürfe, die gcwiß in dcm Munde dcs Engländers bedeutsam kliugcu: „Herzloses Rom! groß ist deine Sünde, daß du «och nicht das grausame Urtheil, unter welchem wir in dcn fremden Länder« schmachten, widerrufen hast.....In reineren Tagen blieben die Kinder der Kirche fest gegen das Schisina und die Häresie. Aber jetzt wie ist mein Herz so betrübt!"..... Nach solchen Aeußerungen ist Lord John MannerS nur conscquent gewesen, wenn cr im Unterhause die Negierung aufforderte, diplomatische Verbindungen mit Rom wieder anzuknüpfen. > 7,,?!,agt die StaatSzcitung der kathol. Schweiz: „Die Könige von Frankreich, Spanien und Portugal, von drei gottlosen, mit Freimaurern und mit der autichristlichcn Secte einverstandenen Minister», Choiscul, Arenda uud Pombal, aufgehetzt, ließen sämmtliche Jesuiten, die sich in ihre» Reichen besanden, medr als 4000 unschuldige uud würdige Geistliche, unter dcn lügenhafteste» und widersprechendste» Vonvändcn, auf die himinclichreiendstc Weise, ohne Untersuchung, ohne Verhör, ohne Urtheil theils einkerkern und hinrichten, theils an einem und demselben Tage aus dem Lande dcportircn und an srcmdcu Küsten aussetzen. Aber die Nemesis blieb nicht aus, und traf schon die Söhne und Sohnssöhne dieser verblendeten Könige. Zwanzig Jahrc hernach ward der gutmüthige, aber allzuschwachc Ludwig XVI. nicht durch Jesuiten, sondern durch ihre Feinde vom Throne gestürzt, sogar dnich Hcnkershcinde auf's Schaffott geschleppt, und hatte dieses traurige Schicksal gerade sciucu gcpricscucn Concessionen, seiner falsche« Friedensliebe zu verdanken, die den Ruchlosen keinen Widerstand leisten wollte und, um das Blut von wenigen Missethätern zu schonen, dagegen das Blut von Millionen rechtschaffener Menschen in großen Strömen vergießen ließ. Die Könige von Portugal und Spanien wurden ebenfalls durch Freimaurer, d. h. durch die Todfeinde der Jesuiten, aus dem Lande gejagt. Der rechtmäßige Erbe des portugiesischen Thrones, welcher zu spät dem Uebel wehren wollte, obschon von dem treuen Volke beharrlich unterstützt, ward durch drei Mächte, die seine Freunde hätten seyn sollen, die aber unter dem Joche der Freimaurer stunden, aus seinen: Reiche vertrieben und konnte seine Zuflucht nur in Rom bei dcm von seine«, Vater und Großvater so schr gekränkten und beleidigten Haupt der Christenheit finden. Karl X., König von Frankreich, welcher zwar wider seinen Willen uud seine bessere Einsicht sich durch die uugestümen Forderungen der revolutionären Partei, durch Furcht und faischc Fiic- dcnShoffnuugcn dic Aufhebung aller Jcsuilencollcgicn abtrotzen ließ, ward gerade ein J chr nachher von eben dieser jcsuilcnfcindlichen Faction nebst seiner ganzen Familie aus dcm Lande seiner Väter verjagt; die Jesuiten hingegen blieben ruhig in Frankreich zurück, und wenn sie auch noch keine förmliche Collcgien halten, so dürfen fie doch Privatunterricht geben und üben ungehindert alle ihre geistlichen Verrichtungen aus. Auch hat die jetzige Regierung Frankreichs noch kein Dccrct erlassen, daß die zahlreichen französischen Jünglinge, welche bei den Jesuiten zu Freiburg studircn, deßwegen von allen geistlichen und weltlichen Aemtern ausgeschlossen seyn sollen. Der unlängst verstorbene König von Holland hat allein den Neu-Bcrncrn daö Beispiel eines solchen Dccrets gegeben; er wollte ebenfalls die Jugend seines Landes in anlichristliche Schulen zwingen, aber eS ist ihm übel bekommen: Katholiken und Liberale vereinigten sich; wiewohl aus verschiedenen Gründen und Absichten, gegen ihn; er ward zum Erstaunen der Welt sogar von seinen nächsten Freunden und Verwandten, dem Kaiser von Rußland, den Königen von Preußen und England, verlassen, verlor zwei Drittheilc seines Reichs, und seither blühen die Jesui- tcncollcgien in Belgien, wiewohl unter einem protestantischen und cvnstitutioncllcn König, mehr als in keinem andern Lande, sie sind sogar im eigentlichen Holland aufgenommen, und die katholische Kirche, welche man bckncchtcn wollte, ist freier, als sie vorher gewesen. Endlich wollen wir noch an ein ähnliches Beispiel auö der Schweiz selbst erinnern. Es hatte die weiland helvetische sehr radicalc Regierung in ihrer vollen Ccntralgewalt bereits dccrctirt, daß nicht bloß die Jesuiten, deren damals keine vorhanden waren, sondern sämmtliche katholische Priester dcvortirt, d. h. bannisirt und durch Landjäger oder Soldaten über die Glänze geführt werden sollen. Allein was geschah? Die Priester blieben alle im Lande, dagegen aber ward die helvetische Regierung sammt ihren Schreib- und Waffenknechtcn von ihren Sesseln in Bern herab bis an den Genscrsce geworfen; sie flehte kriechend um fremde Hilfe, fand aber selbst bei ihren Stiftern in Frankreich keine Gunst mehr, sondern ward aufgelöst und ist Todes verblichen; es mußten sogar auf französischen Befehl die von ihr aufgehobenen Klöster wieder hergestellt werden." Deutschland. Wir tragen zu dem Artikel der Postzeitung, welcher die Er- communication und Degradation Czerski'S betrifft, noch die (dort ausgelassenen) Stellen des Documentcs nach, welche die Ermah- uung an die Diöccsancn enthalten. Sie lauten wie folgt: „Wenn zu jeder Zeit, um so mehr in der gegenwärtigen, laßt uns jene wichtige Ermahnung des heiligen Apostels Petrus i'n's Auge fassen: Seyd nüchtern Brüder und wachet! Die Nüchternheit wird dazu beitragen uns wacksam zu erhalten; und die Wachsamkeit wird uns wahrnehmen lassen den Feind und Gegner, der stark und drohend um uns wie ein Löwe umhergeht und suchet, wen er verschlingen könne. 1. Pctr. 5, 8. Es ist kein geheimer, soudcrn ein offener Widersacher, der nicht schläft, «och müssig geht, sondern stets thätig ist, und alle Kraft aufbietet, um jenen Felsen, auf dem der Herr seine Kirche erbaut hat, zu zertrümmern und die Einheit derselben, die Einheit im Glauben und den heiligen Sacramcnten, wie auch in dem sichtbaren Oberhaupte der Kirche zu zerreißen und zu vernichten. Dieses Widersachers feurige Pfeile (Ephcs. 6, 16.) vermöge« wir nur durch die Kraft und Festigkeit unseres Glaubens auszulöschen. Wundert Euch übrigens nicht über alle diese gegen u»sere Kirche gerichteten Angriffe, und noch weniger ängstigt Euch darüber. Die von unserem Heilande vorhcrgcsagte Bestimmung dieser Kirche ist: stets zu leiden und mit Widerwärtigkeiten zu kämpfen. Aber Derselbe, der dieser Kirche Stürme und allerlei Ungemach vorhcrgcsagt, hat ihr auch seinen Schutz und ewige Dauer versprochen. Was die Hand des Allmächtigen gegründet und angeordnet hat. das vermag keine Macht der Menschen und selbst der Hölle umzuändern, noch viel weniger zu vernichten. Die Kirchcngeschichte stellt uns mehrfach sehr traurige Beispiele von Abfall und Verläugnung der himmlischen Wahrheit vor; aber sie berichtet gleichzeitig die schrecklichen Folgen hie- von. Wenn die verstoßene und verhöhnte Religion von den Menschen ihr leuchtendes Antlitz wegwendet, alsdann irrt die menschliche dieses Lichtes beraubte Vernunft blindlings in den Finsternissen einsam umher und wie verloren weiß sie nichts recht zu beginnen, indem sie alles verwirrt, zertrümmert und vernichtet. Ein Mensch ohne Religion ist jener Frucht ähnlich, die vor der Reife vom Baume abgeschüttelt der Fäulniß und Zernagung durch das Gewürm anheimfällt; nur mittelst der belebenden Strahlen des Glaubens gedeihtt diese Frucht zur Reife, schmücket den Baum und zur gehörigen Zeit gepflückt, wird sie zur Frucht des Lebens. In jedem Lebensalter, in jedem Zustande der menschlichen Gesellschaft, in allen Veränderungen des unstäten Geschicks, ist die Religion eine Leuchte deö Verstandes, ein Quell des reinsten Glücks, der untrüglichsten Hoffnung und Freude, wie auch ein Anker der Beseligung. Laßt uns also an diesem Anker festhalten, damit wir nicht zu Grunde gehen in den Abgründen, die unsere Gegner vor «ns bereiten! Laßt uns alle zur alten Frömmigkeit unserer Vorfahren zurückkehren, zur Festigkeit ihres Glaubens und dem Eifer für Erhaltung desselben! Laßt uns unsere Herzen zuwenden der Furcht Gottes, dem Eiser für seine Ehre und für Aufrechthaltung seiner uns gegebenen Gebote und Lehren; denn dadurch werden wir verdienen, daß Gott über uns die Gaben seiner Barmherzigkeit ergießen wird, und unsere Widersacher werde» erstaunt sprechen: Darum ist Gott geduldig mit ihnen und ergießet über sie seine Barmherzigkeit. Gccl. 18, 9. Da aber unsere Religion unS jedes Nachcgefühl verbietet, vielmehr »ns befiehlt die Feinde zu lieben und Gutes zu thun Denen, die uns hassen und verfolgen, so wollen wir demüthig und vcr- trauungsvoll uns dem Gnadenthrone unseres Gottes und Herrn nahen und Ihn anflehen: daß Er unseren Feinden ihre Schuld verzeihe. Laßt uns also Ihn flehentlich bitten für unsere unglücklichen Brüder, welche durch List des Satans und durch Betrug seiner Abgesandten neuerlich in so tiefe Finsternisse des Irrthums verfallen sind, daß der Herr sie erleuchten, zur Besinnung und Bekehrung führen und seiner Kirche zurückgeben wolle. Laßt unS bitten, daß er auch die gegenwärtigen Anfeindungen und Angriffe gegen seine Küche entkräften und ihnen keine Ucbergewalt über sie gestatten, vielmehr diese seine Kirche mit seinem mächtigen Arm beschützen und verthcivigcn möge. Laßt unS vorzüglich diesen himmlischen Hausvater bitten, Er wolle Arbeiter schicken in seinen Weinberg, der heute bei uns unter einer solchen Fülle der Ernte so verwaist ist, — Er wolle uns versorgen mit solchen Priestern, die da wirklich sind, was sie seyn sollen, das Licht der Welt und das Salz der Erde. Laßt uns Brüder, spreche ich nochmals mit den Worten des heiligen Apostels, — laßt uns nüchtern und wachsam seyn, damit der Feind nicht komme und Unkraut säe zwischen deu Waizen. Laßt unö ihm stets Widerstand leisten durch Standhaftigkeit im Glauben, unv unser ganzes Lebensziel sey dahin gerichtet, auf daß Gott sey Ehre i« der Höhe und auf Erden Friede den Menschen , die eines guten Willci-s sind. Luc. 2, 14. Verantwortlicher Redicteur: L. HchHnchen. Verlag«-Inhaber: F. S. Kremer.