H n » ^»S- ' Deii., der ' », MW s . ,«UM. ^^^HM R«gSb«rger ' . ' - -.^ ^,>« ich habe nach ihrer Entlassung Erkundignngen über sie eingezogen, harten und verstockten Herzens, mit dem schweren Gedanken, daß sie bleibt gut. Es ist noch Keiner von der Krankenstube entlassen, seine Sünden ihm AllcS, sein Glück auf Erden, die Ruhe seines «der nickt einen guten Eindruck mitgenommen hätte; ich habe oft Gewissens, die Hoffnung und Zuversicht in die Ewigkeit geraubt,! Gelegenheit gehabt, das in der seelsorglichen Behandlung der Geist er der Verzweiflung nahe, und schreckt ihn der bange Zweifel, j fangencn zu erfahren. Und wenn die Kranken auf der Genesung ob seine Seele noch Gnade vor dem Richterstuhlc GotteS finden^sind, so ist eS eine Lust zu sehen, wie die Schwestern bald ihre kann: sieht er dann an seinem Bette sitzen die barmherzige Schwe-! schwachen Kräfte zu kleinen Arbeiten zu benutzen wissen, z. B. bei ster, die auch Alles verloren, aber freiwillig Alles aufgeopfert hatten Frauen: Da haben sie eine Arbeit für das HauS oder die um Gottes und der Tugend willen, und ihm zu helfen, die jeden! Kirche unter Händen, etwas zu nähen oder zu stricken. Setzen Augenblick bereit ist, jede seiner Mienen und Geberdcn bewacht, ^sie sich damit neben die Kranken und sagen: Es ist so schön, ob sie ihm nickt eine Erleichterung , einen Trost spenden könne: etwas zum Nutzen des Hauses, das sie pflegt, oder für die Ehre Gottes thun zu können; wie gern greifen diese dann nach der Arbeit u. s. w. Mit welchem Danke und welcher Liebe die Ge. fangenen gegen ihre Wohlthäterinnen, wie sie die Schwestern oft nennen, erfüllt sind, davon habe ich oft rührende Beweise gesehen. Ich trat einmal auf das Lazarett) der kranken Männer, und fand sie zu ungewohnter Zeit zum gemeinschaftlichen Gebete um ein Crucifix gelagert. Die eben das Bett verlassen dursten, lagen knieend versammelt, die andern hatten fromm ihre Hände auf dem Bette gefaltet: das ganze Lazareth betete. Ich fragte nach der Ursache, und erfuhr: die eine Schwester war krank geworden, sie hatten sie den Tag über nicht gesehen, und beteten zu Gott um ihre Genesung. Welche Freude, als sie nach einigen Tagen wieder unter sie trat. Es ist einleuchtend, was ein jolcher Geist, der nun auf dem Lazarethe herrscht, für einen moralischen Einfluß im Ganzen üben muß. Ich muß aber hierbei bemerken, daß die Behandlung der Kranken seitens der Schwestern durchaus nicht zu weich, oder gar sentimental ist: wer die Schwestern so beurtheilen wollte, der könnte sie schlecht. So besorgt und voller Theilnahme sie für die Kranken auch sind, so Wissen sie doch jedem unbilligen Begehren derselben mit Entschiedenheit entgegen zu treten, und etwaige vorkommende Störungen und Unordnungen auf den Laza- rethen mit Ernst abzuwehren und zu beseitigen. Ich habe öfter gesehen, wie eine Schwester die Sträflinge um sich zusammentreten ließ, um ihnen eine angemessene Strafrede zu halten. Eben so wenig hat ihre Tugend und ihr Seclcneifer mit Frömmelei und falscher widerlicher Bekehrungssucht etwas gemein. Wäre das, so würde ihre Wirksamkeit auf die Gefangenen sicher geringeren oder wohl gar keinen Erfolg gehabt haben. Denn Nichts entdeckt der ohnehin so mißtrauische Verbrecher leichter, als Absichtlichkeit, und durch Nichts nimmt man denselben mehr gegen sich ein, als durch diese. Wo sie mit dem, dem Weibe eigenen, durch Uebung bei ihnen geschärften Takte sehen, daß ein Wort des Trostes oder der Erbauung oder der Ermahnung am rechten Orte seyn und Eingang finden möge, da wird es gesagt, und sein Erfolg der göttlichen Gnade und der ferneren Behandlung des Geistlichen überlassen." Italien. Bedeutung der Glocken. (Kath. Blätter aus Tirol.) Rom. Am 3. Mai zog eine seltene Feierlichkeit das römische Volk und die anwesenden Fremden in die weltberühmte Basilika Santa Maria Maggiore. Der heil. Vater weihte nämlich in Höchsteigener Person in dieser Kirche die vor einem Jahre gesprungene, Heuer nun neu gegossene, und an Werth und Gewicht vermehrte große Glocke. Nebst 20 Kardinälen und dem päpstlichen Hofstaate wohnten auch viele Bischöfe der morgen- und abendländischen Kirche, und eine große Menge hoher Herrschaften, für welche an beiden Seiten dcö Mittelschiffes Tribunen errichtet waren, der Feierlichkeit bei. Am Schlüsse der Ceremonie verkündete die Glocke zum ersten Male mit ihrer rein klingenden Stimme den Gruß des Engels. Die Glocken haben in der katholischen Kirche ein bedeutungsvolles und einflußreiches Amt. Schwebend in der Höhe zwischen Himmel und Erde, durchdringen und übertönen sie mit ihrer metallenen Stimme bald erhebend bald niederdrückend, balv begeisternd bald erschreckend, immer jedoch mahnend und predigend, das einförmige und eitle Brausen und Lärmen der unter ihnen sich herumtreibenden Menschheit. Bald ist ihr feierlicher Schall ein schwaches Echo der seligen Sicgeslieder, die aus dem himmlischen Jerusalem in unser Thränenthal herniederschallen, und in unsern Herzen das Heimweh nach der jenseitigen theuren Heimath anregen; bald ist ihr Ruf eine herzzerreißende Klagestimme, die uns die Seufzer unserer leidenden Brüder drüben verkündet, uns den Ernst und die Schrecknisse des Todes und Grabes prediget, und mit den Thränen und Seufzern der verlassenen Theuren vereinigt ein ernstes Grablied singt; bald verbreiten sie ihren feierlichen Klang über Städte und Dörfer, über Berge und Thäler, und verkünden der unter der schweren Last der Arbeit, Leiden und Sorgen gedrückten Menschheit die hohen Festtage dcö Jahres, diese so angenehmen und lrostvollcn Rast- und Nuhcpuncte auf der mühevollen Pilgerreise durch dieß Leben, und rufen mit der Stimme des guten Hirten die gläubige und hcilbegierige Heerde Christi in die Kirche zur stets offenen Gnadenquellc dcö lebendigen Wassers; balv aber hört man sie wieder in der bangen Stunde der Gefahr, wenn Donner rollen und Blitze sich durchkreuzen, oder das feindliche Schwert cntgegcnblinkt, oder die schreckliche Wuth der entfesselten Elemente wild zerstörend um sich greist, gleich einer um ihre Küchlein besorgten Henne, ihren Mark und Bein durchdringenden Angstschrei Ausstößen, und die Sorglosen an die Gefahr erinnern, die Erschreckten aber zum Gebete und Vertrauen auf Gott ermuntern; die Glocken sind es, die dem durch den nächtlichen Schlas erquickten irdischen Waller den neuen Tag verkünden, und ihm beim ersten Erwachen die Wohlthat der Erlösung in's Gedächtniß rufen, und die heiligsten Namen Jesus und Maria zum Ohr und Herzen sprechen, so wie sie wieder am Abende jedes Tages der scheinenden Sonne noch den Gruß des Engels an Maria hinter die Berge nachrufen, und dem ermüdeten Arbeiter von der Hitze und Last des irdischen Tagewerkes zur Erquickung und nächtlichen Ruhe winken. Sie haben das ehrenvolle Amt, alle Tage den an- und abwesenden Brüvcrn in der Kirche und zu Hause, auf dem Felde und auf den Höhen der Berge den hoch heiligen und höchst wichtigen Augenblick zu verkünden, in welchem der Erlöser in der Hand des Priesters gleichsam neuerdings Mensch wird, und für das Heil seiner Erlösten sich opfert; — sie sind, mit Einem Worte, die theilnehmenden Zuseher der irdischen Ereignisse, und dle mitfühlenden Verkllnder unserer frohen und lcidcnoschwcren, trüben und heileren Stunden von der Taufe an bis zum Grabe, — das kräftige Sprachorgan, durch welches der stäte Rapport des Himmels mit der Erde, der Zeit mit der Ewigkeit unterhalten wird. Ist nun dieses das Amt, und die durch die heilige Weihe noch erhobene Würde jeder kirchlichen Glocke überhaupt, und einer großen Hauptglockc insbesondere, so genießt doch Maria Liberia unter ihren vielen Schwestern in der weiten christlichen Welt ein ganz eigenes Ansehen, da sie die erste und vornehmste aller Marienkirchen der christlichen Welt schmücket, und ihr die Ehre zukommt, täglich den sieben Hügeln Romö das Lob Mariens und den Gruß des Engels zu verlunvcn. Uebrigcns hat dicse Glocke noch eine besondere Bestimmung. Sie wird täglich zwei Stunden nach Ave Maria, welches im höchsten Winter auf 7 Uhr, im höchsten Sommer auf 10 Uhr hinausgeht, eine Viertelstunde lang gelautet, damit die Jäger und Hirten, die auf der unabsehbaren Fläche der römischen Campagna im nächtlichen Dunkel herumirren, und in großer Gefahr stehen, sich gänzlich zu verirren, und Gesundheit und Leben einzubüßen, an dem Schalle dieser Glocke sich zurechtfinden, und demselben nachgehend die gehörige Richtung gegen Rom wieder finden können. So ist sie also auch ein Zeuge der alle möglichen Leiden umfassenden, und in Rom so schön sich entfaltenden christlichen Liebe, und zugleich cm schönes Bild der heiligen Mutter der Kirche, welche vom festen Thurme ihrer allumfassenden Liebe herab mit Schmerz und Mitleid hinausblickt in die tiefe Nacht der Sünde und des Un- und Irrglaubens auf die so vielen Unglücklichen, die im schauerlichen Dunkel hcrumtappend Gefahr laufen, sich immer mehr von ihrem einzigen Ziele zu entfernen, und in bodenlose Abgründe zu stürzen, und bis zu der Zeiten Ende mit rastloser Liebe bemüht ist, mit Millionen Stimmen und Millionen hilfreichen Händen die Verblendeten zu retten. Cormenin über den Satz: der Papst ist ein auswärtiger Souverän. Ich kann nicht mit Stillschweigen einen der meist schismati- schcn Einwürfe übergehen, welche mir gemacht worden sind. Die Ehre seiner Erfindung gebührt, ich sage cS, weil ich gegen Niemanden ungerecht seyn will, dem — vcrurtheiltcn Handbuch-- schreibcr. „Wenn ihr dem Papst gehorcht, gehorcht ihr einem auswärtigen Souverän." Souverän! Ihr wollt sagen: Souverän der Bischöfe? Nicht wahr, ihr weigert euch, dem Papste unter- thcinig zu seyn? Sagt es gerade heraus, daß man es wisse, was euch Schrecken einjagt, die Kanones der Kirche oder die Kanones des Papstes? Ich glaube, ihr fürchtet euch vor jenen sowohl, wie vor diesen! Auswärtiger Souverän! Ja wenn der Papst über das Zeitliche zu befehlen hätte, er ist aber nur Herr der Katholiken in geistlichen Angelegenheiten! Ist der Papst es, welcher mir das Billet übersendet, daß ich ungehindert bei den Wachen vorüber in den Palast des Bürgerkönigs treten kann? Ist er es, welcher den Gewählten ermächtigt, in der Deputirtcn-Kammer Platz zu nehmen? Hab' ich dem Papste meine monatlichen Steuern zu bezahlen? Will man keine geistliche Einheit mehr? Ihr antwortet mir, das sey eine Frage, wie jede andere. Gut, wenn dieß eine Frage ist, wie andere Fragen sind, wenn man keine geistliche Einheit mehr wünscht, wenn man will, daß ein Franzose Papst seu» müsse, wen nehmen wir dazu? Nehmen wir Duvin zum Papste! Warum sollte auch Dupin nicht unser Papst seyn, in seiner dreifachen Eigenschaft als Franzose, Häretiker und Gallicancr? Wie weit wird es noch mit uns kommen, wenn wir uns im Geistlichen abgränzen? Ist Gott ausschließlich Franzose? Ist er nicht eben sowohl Italiener, Spanier, Holländer, Jrlcindcr, Oestcrrcicbcr? Wir sind allzu gute Franzosen, um Gott zu gehorsamen. Er ist ein 'Ausländer! Da sagt mir einer: Habt auf Maistre Acht, habt wohl auf ihn Acht! hat er nicht den Papst gebeten, einen Fürsten in Deutschland im Zeitlichen abzusetzen? Da seht ihr, wie weit man mit euren päpstlichen Grundsätzen kömmt! Ich führe euch nicht so weit. Bin ich für die Uebertreibungen verantwortlich, welche Maistre vor 50 Jahren in die Welt hinansgeschlieben hat? Ich habe an meinen Fehlern zu tragen genug. Wenn Maistre royalistischcr als der König, und ultra- montaniscbcr als der Papst war, so haben weder der Papst noch der König, noch ich die Schuld daran. Laßt Maistre neben *> Duvin. _ Verantwortlicher Rcd.^tcur: L. Schönchen. seinem abgesetzten oder abzusetzenden kleinen Fürst.» ruhig im Grabe schlafen und laßt uns von unsern Angelegenheiten sprechen! Zum Beispiel wäre es eine höchst einflußreiche Sache, offen mit dem Ministerium des Cultus zu brechen, wie es ein excentrisches Kirchcnblatt gerathen hat, oder allmälig, wie ein berühmter Dichter") vorschlagen möchte. Dieß wäre eine Uebertreibung ... In Frankreich würde der Bruch zwischen Staat und Kirche große Nachtheile sür den Katholicismus nach sich ziehen, und ich bin überzeugt, daß jeder Bischof und auch der Papst meiner Meinung sey. Der «Staat muß der Kirche alle Freiheit lassen, und die Kirche darf sich nicht in Sachen des Staates mengen; beide haben ihre Bahnen nicht über-, sondern nebeneinander. Ein Austrctcn aus der Bahn führt zum Kriege zwischen den zwei Gewalten. Wer aber Krieg zwischen Kirche und Staat wünscht, ist ein schlechter Bürger, ist ein schlechter Christ. Meine Gesinnung ist: Staat und Kirche solle» in gegenseitiger Unabhängigkeit, aber in Freundschaft leben. Dieser Grundsatz wird von allen verständigen Menschen getheilt, und jedes edle Herz muß ihm Beifall zollen. Menschen, welche aufrichtige religiöse Gesinnung haben und die Verbindung zwischen der Kirche und dem Ministerium des Cultus aufgelöst sehen möchten, wissen nicht, was sie begehren: sie nehmen nicht wahr, daß sie denen einen neuen Vorwand leihen, welche den Klerus jedes Gehaltes aus der Staatscasse berauben wollen. Ida von St Elme. Die jüngst zu Brüssel im Spital verstorbene Verfasserin der „Memoiren einer Zeitgenossin", Frau von St. Elme (nicht Eldme, wie es durch einen Druckfehler in der Postzcitung hieß), war im Haag geboren als Tochter protestantischer Eltern. Nach dem Tode ihres ersten Gatten kam sie nach Paris, wo sie ihres „Esprit" und ihrer Schönheit wegen viele Bewunderer fand. Sie schloß nicht sehr chrenwerthe Verhältnisse mit den ersten Generalen der Republik und des Kaiserreichs, machte mehrere Feldzügc mit, predigte auf diese Weise lange Zeit praktisch die Emancipation der Fraucn und warf sich später auf die Theorie, indem sie sich zum St. SimonismuS bekannte. Tröstlich ist hingegen ihr Ende, das uns belgische Blätter schildern. Für menschliches Elend hatte sie stets eine mitfühlende Seele und unterstützte in den Tagen ihres Glanzes mit beträchtlichen Summen die Hilfsbedürftigen. Vielleicht haben die Gebete dieser ihr die Gnade der Erkenntniß erwirkt. Denn in den spätern Jahren ihres Lebens reifte in ihr der Entschluß, katholisch zu werden, heran, und sie führte denselben in Brüssel aus. Lange Zeit vor ihrer letzten Krankheit schrieb sie an den Ncdcmtoristcn Pilat, um sich den Unterricht in der katholischen Religion zu erbitten. Nach ihrer Bekehrung und besonders in ihrer letzten Krankheit offenbarte sie den lebendigsten Glauben, sie ertrug mit erstaunenöwerthcr Geduld die furchtbaren Schmerzen ihrer Krankheit und that ihren Mund nicht auf, als um ihre Umgebung zu erbauen. Aller Welt wünschte sie es wissen zu lassen, daß sie ihre Schriften widerrufe und ihre Vergehen verfluche, die sie gerne mit ihrem Blute ausgesühnt hätte. Sie pneö Gottes Bnrmhcrzigknt, die sich an ihr erwiesen habe, und iu ihren letzten Augenblicken drückten sich Reue und die Hoffnung aus, daß sie jetzt in ein besseres Leben hinübcrtrctc. Lamartine? Nach der Ucbcrtr.igung der Pass. k. Kirchcli zt g, Verlags-Inhaber : F. C. Krem er. ^ <