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(Aus dem Hirtcnbricf des Fürstbischofs ven BrcSlau.) »N7>ll!< «'s ,(.^ .IL ,0L .^L) lchomll'^V Änu .^„llZlnT Den von Adams gefallenem Stamm als neues Individuum sich ablösenden, aus der unreinen Wasscrumhüllung des Mutterleibes hervorgehenden und darum mit der Erbschuld befleckten 'Menschen empfängt in Christi Namen der reine Mutterschooß der Kirche und gebiert ihn aufs Neue zu einem schuldbefreiten Daseyn aus dem geheiligten Taufwasser und aus dem heiligen Geiste. Wie die schwere dicke Erdenluft, die zum ersten Male in die sich entfaltenden Lungen des Ncugebornen eindringt, um die junge LebenS- flamme anzufachen, sogleich auch als schmerzlicher Wehcschrci wieder auSgestoßcn wird, wc-l der neue Ankömmling sogleich das Elend des Verbannten fühlt: so dringt im Sacrament der Wiedergeburt der heilige Geist belebend in die Seele des Täuflings, uud regt hier den ersten Pulsschlag des geistigen Lebens gchcimnifzvoll an. In dem Lallen des neuen Kindes Gottes, in seinen unaussprechlichen Seufzern vernehmen dann die Himmlischen den siißcn Ruf: Abba, Vater! (Röm. 8, 15. 26.) und die Engel, die Gottes Angesicht schauen, tragen ihn wie Wcihrauchvuft vor Seinen Thron. Darum heißt die Taufe mit Recht, waö sie ist: die Wiedergeburt aus dem Wasser, und dem heiligen Geist. Wie durch die Geburt die physische LebcnScinigunz mit der Mutter l^Eoa), so wird durch die Wiedergeburt dir psychische, solidarische Schuld, verband mit Adam gelöst; der Getaufte steht, gehalten durch die Gnade der Wiedergeburt, sittlich rein auf sich selber zu neuer Sclbftcntschcidnng, neuer Frciheitsvrobc; die Makel des Falles ist an ihm getilgt. Aber noch bleibt die Narbe und mit ihr eine empfindliche Schwäche. >^ ...... ,^ . .,,,,„ Wo für den Heranwachsenden das Leben ernster, der Kampf heißer und gefährlicher wird, tritt die treue. Mutter, die Kirche, wieder herzu und salbt mit dem Salböl der Firmung den jungen Kämpfer. Geschmeidiger werden nun seine Glieder, leichter entschlüpfen sie dem Angriffe des Feindes; des Salböls Duft kräftigt seine Lebensgeister: lauter Sinnbilder lcr im Sacramcnte wirksamen innern Gnade des siebcnkräfligen heiligen Geistes. Von der Hand t>eS Bischofs empfängt er dann noch den Ritterschlag des christlichen Streiters, und tritt nun geistig gewappnet auf den Kampfplatz, des LcKnSuhjtrKiM S7tt--G Hu-»»!! 776-7M 7Zj ,i,>Li«uö)T nz4nZkn5>i,!/:ilz 5sÄ zchnnK ?nu ::zZ Aber der Kämpfer ist doch nicht immer siegreich; die vernarbte schwache Stelle wird häufig getroffcu; betäubt und verwundet sinkt er nur zu oft unter den feindlichen Streichen bewußtlos zu Boden. An Christi Statt und aus Seinem Auftrage eilt nuu die treue Mutter herbei, bringt durch eindringlichen Zuruf den Gefallenen zum hellen Bewußtseyn zurück, läßt die empfangenen Wunden sich aufdecken, reinigt nnd pflegt sie nach Befund und Bedarf mit scharfen, ätzenden oder gelinden Mitteln, legt heilsamen Verband an und entläßt dann, den Verband rechtzeitig lösend, den Geheilten zum neuen Kampfe. Auch hier wieder das tiefste Erkennen der menschlichen Natur und ihrer Bedürfnisse! — Die nach innen eiternde fressende Wunde muß geöffnet werden im Bekenntniß, damit das Gift sich nach außen entleere. Das sicbcrisch aufgeregte Blut, das schmerzlich gegen die entzündete Wunde drängt, muß beruhigt, d. h. die Gewissenequal gehoben werden, durch objective Versicherung, durch vricstcrlichcn AuSspruch der Sündenvergebung, welche die innere Einigung des kranken Gliedes mit dem Leibe Christi uud so den ruhigen Pulsschlag des geistigen Lebens wieder herstellt. So bindet und lös't die katholische Kirche aus Christi Vollmacht im Sacrament der Buße. Allein dcr Mensch bedarf auch der Nahrung; er hat kein Genügen in sich selbst, er muß fremde Stoffe aus der Natur, seiner leiblichen Nährmutter, iu sich aufnehmen. Die Natur lebt dadurch in ihm, wie er in der Natur, und beider LcbeuSprvccß ist ineinander verschlungen, ist ein stetes wechselseitiges Sich-Hingcbcn und Durchdringcn. Ihren reinsten, edelsten NahrungSstvff bietet sie ihm in Weizen und Wein, in dcr höchsten Reife und Steigerung ihrer vegetabilischen Kräfte. — So auch dcr geistige Mensch; er selbst genügt sich nicht, kann weder sich selbst behalten, noch erhalten; er muß sich einem Andern hingeben, ein Anderes empfangen. Christus, der Erlöser, gibt sich ihm leiblich und geistig, wirklich und wesentlich, und nimmt ihn zugleich in Sich auf in dem heiligen Abendmahl untcr den Gestalten des Brodes und Weines: „Wer mich ,ißt,, der bleibt in Mir und Ich in ihm." (Joh. 6, 57.) Diese völlige Hingabe Christi an die einzelnen Gläubigen setzt aber nothwendig seine erlösende Hingabe an und für die gcsammte Menschheit voraus: der Leib, dcr gegessen, das-Blut, das getrunken wird, ist hingcgcbcn, vergossen für die Erlösung dcr Welt. Darum ist das Abendmahl mit dem Opfer ^ln'Zil ux ii!i!L d,>M^ »i7s 7lis. izi^ ^iss!7g 7ivl ckü-^zl ?!!ii llji'lt unzertrennlich verbunden; und wie das irdische Daseyn und Lebens sich selbst vor Allem opfernd wie Christus für die Gemeinde, in die Zcitfolgc verfließt, und ein Tag den andern, eine Genera-!Der geistig Zcugenve entsagt der leiblichen Zeugung wie Christus; tion die andere verdrängt, so wird täglich in der Zeit und für! seine Braut ist die Kirche, seine Familie die Gemeinde; er gehört die Zeit das außer der Zeit ein für alle Mal gültige blutige;zu den Verschnittenen um des Himmelreichs willen. (Match. 19, Kreuzopfcr unblutig wiederholt, erneuernd für die mit der Zeit! 2l). — 1 Cor. 7, 32.33.) Denn das Priesterthum des neuen strömende Menschheit das blutige, um so jevcn Pulöschlag einer ^ Bundes sollte nicht wie das in dem Geschlechte AaronS sich forttäglichen Erdumwälzung, jede TageSwclle im Zcitenstrome gleich-^ pflanzende des Alten, Eigenthum und Vorrecht einer Familienkastc, sam mit dem Opferblutc der Erlösung zu durchdringen und zu ^sondern in der Universalität des Christenthums allen geistig Bc- särben, damit der versammelten Gemeinde Christus der Gekreuzigte ^ gcibtcn und Berufenen zugänglich, und darum leiblich unvererblich als Gegenstand ihrer Liebe täglich vor Augen, sein heiliges Kreuz- seyn. Deßhalb heißt es „ein ewiges Priesterthum nach der Ord- opfcr immerfort sühnend zwischen Himmel und Erde schwebe (Ga- nung Mclchisedcchs, der, ohne Vater, ohne Mutter, ohne Ge« later 3, 1.), „nd so die Erde auch für die Himmlischen die Si° schlechtofolge, Priester war, nicht nach der Vorschrift einer flcisch- gmrtur trage, womit wir sie hicnicdcn bezeichnen: eine Kugel undilichen Bestimmung, sondern in der Kraft eines unvergänglichen das Kreuz darauf. So wiro, weil mit dem rund um die Erde ^ Lebens." (Hcbr. 7, 3. Iti.) Darum soll der Priester Alles, wandernden Tage anch das katholische Opfer in ununterbrochener! auch das Theuerste auf Erden, verlassen, um Christo nachzufolgen Folge sich um sie herumzieht, des Propheten MalachiaS alte Weis-! (Luk. 44, 26.), um, wie Er, frei von allen die Ausübung sagung buchstäblich erfüllt: „Vom Aufgang der Sonne bis zum! heiliger Pflichten hemmenden Familienbcmdcn .. Cor. 7, 33.), Niedergang ist Mein Name groß unter den Völkern, und an allen! mit Christus sagen zu können: „Wer ist mein Vater, meine Mut- Orten wird Meinem Namen cm reines Opfer dargebracht." (Ma-Ztcr und wer sind meine Geschwister?" u. s. w. (Matth. 12, 48.) lachias 1, 11.) — Aber auch das eigene Wort des Herrn:!Aber nicht entfremdet soll er hierdurch seinem Lande und Volke „Schct, Ich bin bei euch alle Tage, bis ans Ende der Welt" ^ werden, sondern nnr mit Christus um so größerer Aufopferung (Matth. 28, 20.) wird in diesem Sacrament auf eine besondere und Hingebung für dasselbe fähig. — So pflanzen denn Christi wunderbare Weise, die im Manna der Bundeslade deutlich vorge-! Sendung, Hauch und Vollmacht (Joh. 2V, 21. 22.), so pflan- bildct war, erfüllt. Unter dem Schleier der Brodcsgcstalt verbor-^zcn die heiligen Flammen des ersten Pfingstfestes in der katholi- gen, scheint zwar wie dortmals in dem sturmbcdrohlen Schifflcin ' schen Kirche von Haupt zu Haupt, von Geschlecht zu Geschlecht, i^Matth. 8, 24.) der Herr anch hier zu schlummern, so still, so ^ wie in geschlossener elektrischer Kette sich fort durch die Auflegung regungslos, so gehcimnißvoll ist Alles ringoumhcr, gleich der ein-!der Hände im Sacrament der Priesterweihe, samen Lampc vor dem Hciligthnm. Allein auch hier heißt es wie ^ Als der Vater der Gemeinde ist aber der Priester auch ihr im hohen Lubcslicde: „Ich schlummere, aber mein Herz wacht." Tröster in aller Noth, zumal in der höchsten letzten Noth deö (Hohcl. 5), 2.) Er hört alle Seufzer und Klagen seiner Getreuen, Todes. In Christi Namen sendet ihn die Kirche an das Kranken- Er hört ihren Nvthschrei, Er weiß um die Gefahr des schwan-^ bett eines jeden ihrer Kinder, das heilige Ocl der Stärkung zu kcndcn Schiffes; Ein Wort — unv Wind und Wellen gehorchen gießen in die erlöschende Lcbenoflammc. Dunkel ist'S und kalt Ihm, und cö wird wieder Friede und Stille. und öde in der Nähe deö Todes; darum Oel, welches Licht und In dem Strome der Zeit aber, der das Schiff der Kirche Wärme beschließt und sinnbildct, und Gebet, welches den Ange- trägt, gehen die Jndividueu und die Generationen unter und ver- sichts des Todes einsam Verlassenen in Gottes und guter Geister schwinden von der Erde. Darum hat das alte Wort: „Wachset! Nähe bringt. Neue Kämpfe, ungeahnte, gibt es hier mit den und mcbrct euch!" seitdem der Tod dazwischen getreten ist, für die auflösenden Kräften der Natur, mit den feindlichen des GcistcrrcichS; Erde die Bedeutung erhalten: Wachset und ersetzet euch! Gerade! darum noch einmal eine Salbung für den christlichen Athleten. — das geschlechtliche Verhältniß aber ist in den Fall der Menschheit! Der Kranke genes't oder er stirbt, je nach Gottes heiligem Nath- aufS tiefste mit hineingezogen und verschlungen, wie die gräulichen schlusse: in beiden Fällen hat ihn die trcne Mutterhand der Kirche Ausartungen desselben bei allen Völkern zeigen. Deßhalb bedürfte entweder zurückgcleitet von dem dunkeln Thore des Todes oder ihn in dem Werke der Erlösung die Quelle der geschlechtlichen Erneue-! hindurchgeführt in ein anderes Leben, wo sie ihn auch dann nicht rung eines besondern höher» Schutzes und Segens, einer beson- vergißt, sondern immer noch mit ihren treuen Fürbitten und dern Heiligung, damit alle Gefahr der Entartmig möglichst bcsci- Segnungen ihn begleitet. tigt, der Vercinignng ein höheres Mittel und Band als das der l Das ist in wenigen schwachen Zügen — (denn wer vermöchte gefallenen Natur gegeben und für die höheren Pflichten des gott-/diese heiligen Geheimnisse der erlösenden Liebs ganz auszuforschen ähnlichen Bcrnss der Menschenbildung höhere göttliche Gnade und^und ciuözusvrechen?) — die Bedeutung der sieben heiligen Sacra- Kraft verliehen werde. Deshalb erhob Christus die Ehe in seiner mente, in deren Besitz und Spendung die katholische Kirche allem Kirche zum Sacrament, indem Er sie durch des Apostels Mund Spotte und Widersprüche zum Trotz mit ruhiger Sicherheit sich zum Abbild seiner heiligend.» Verbindung mit der Kirche erklärte; behauptet, getragen durch die allmächtige Kraft des göttlichen Ge- und von da an ist jedes Braut- und Ehepaar, in welchem sich berS und durch den kindlichen Dank der Millionen treuer Empfän- dicseS Abbild rein darstellt, ein ehrwürdiger, rührender Anblick für ger, die da wissen und täglich von Neuem inne werden, welche Engel und Menschen/ j reiche Quellen unaussprechlichen Trostes und Heiles ihnen hier Nicht bloß eine leibliche Zeugung aber gibt'S, sondern anch geöffnet sind. Zwar fließen diese Himmelsguellcn durch menschliche eine geistige, »nd durch diese, in der göttlichen Annahme an Kin-^Canäle als ihre Träger; aber die göttlichen Gaben sind der Will» dcsstatt vorgebildet, werden geistige Kräfte und Vorrechte geistig kür menschlicher Thätigkeit eben so entrückt, wie in der Natur die übertragen und fortgepflanzt zum Dienste der Gesammtheit. Der befruchtenden Einflüsse der Sonne, des Thaues und NcgcnS, und sie Empfangende, diesem Dienste sich Widmende leistet aber dafür sind darum an sich unabhängig von der Würdigkeit des zeitlichen auf die Ausübung niederer Kräfte und Rechte Verzicht, um ungc-! Spenders, dessen eigene Armuth GottcS Reichthum nicht beschrän- tbcilt und leiblich wie geistig frei für sein heiliges Amt zu lcbcn/ken und das Anrecht des empfangenden Gläubigen, der hier der Gläubiger des Priesters wird, nicht verkürzen kann. Das ist das sogenannte opus opsratum, d. h. die göttliche, dnrch sich selbst geltende That. In dem Empfänger aber fordern die Sacramcnte nicht minder, wie der zu befruchtende Acker: emsige Vorbereitung, reges Verlangen, demüthiges Empfangen, treues Bewahren. Und das ist das opus operinitis, d. h, die Mitwirkung mit der Gnade. Gewiß eine vor aller Vernunft sich rcchtfertigenve, und doch so oft mißverstandene und gelästerte Lehre! — Besonders merkwürdig aber ist es auch, daß die vier Dinge, die den Menschen dem Thiere am nächsten bringen: Geboren werden, Essen, Zeugen und Sterben, durch die in der katholischen Kirche daran geknüpfte sacramcntalische Gnade ihn am höchsten über sich selbst himmelwärts erheben, so daß in dieser göttlichen Hcilsökonomie dieselben Ketten, die ihn zum Sklaven der Natur knechten, durch die Gnade gebrochen und veredelt, als Ehrenzeichen aus der Brust des frcigewor- denen Kindes Gottes glänzen. So reich an Weisheit und Erbarmung, so erfinderisch ist die erlösende göttliche Liebe, Wie sie sich in der katholischen Kirche offenbart I Das tausendjährige Jubiläum zu St. Georgenberg in Tirol. 5 Vom Lech. Am 29. des vorigen Monats ging in dem Nachbarlande Tirol, zu St. Gcorgcnbcrg, eine seltene religiöse Feier, daö tausendjährige Jubiläum der dortigen Wallfahrt zu dem Bilde der schmerzhaften Gottesmutter unter der Linde, zu Ende. Ratholv, ein bayerischer Ritter von Aibling, hatte sich um die Mitte des neunten Jahrhunderts in die Einsamkeit zurückgezogen, und in der Nähe von Schweiz eine Höhle in der fast unwegsamen Thalschlucht zu seiner Wohnung gewählt, wo er nach mchrcrn Wallfahrten nach Rom und Campvstcll ein Bild der schmerzhaften Mutter Maria unter einer Linde aufstellte, bald aber eine Capelle darüber errichtete, und als Priester die hl. Geheimnisse den dort sich versammelnden Bergbewohnern feierte. Mehrcrc andere ihm gleichgcsinnte Männer bauten sich Einsiedeleien um die seinigc herum, und als diese Wohnungen dem Andränge der frommen Pilger nicht mehr genügten, beschloß man einen größern Bau auf einem benachbarten, über 359 Fuß den unten vor- bciflicßenden Wildbach überragenden Hügel auszuführen, der auch bei wunderbarer Leitung von Oben und unter freundlicher Beihilfe der benachbarten Ritter von SchlitterS, Frcundsberg und Seebcn, die gleichfalls für sich selbst dort Wohnungen erbauten, zu Stande kam. Da der Gründer seine erste Capelle dem hl. Georg, dem Kirchenpatron seines Geburtsortes gewidmet hatte, so erhielt dieser Ort den Namen St. Georgcnberg. Als Rcginbcrt, ein Ordenöpricster des Benedictinerstiftcs Ad- mont, dann Abt zu St. Peter in Salzburg, im Jahre 1125 Bischof zu Briren geworden war, gestaltete er die Wohnungen der Ritter auf St. Georgenberg in ein Kloster um, und gab den damaligen Bewohnern die Regel des hl. Benedict, welche Anordnung von Papst Jnnocenz II. im Jahre 1138 bestätiget wurde. Als aber diese Abtei, nach mehrmaliger Zerstörung durch Brand, auch von andern Unglücksfällen heimgesucht worden war, entschloß man sich nach dem vierten Brande im Jahre 17l)5 das neue Kloster nicht mehr auf dem St. Georgenberg, sondern in dem eine Stunde entfernten, am Fuße des Berges gelegenen Ficcht zu erbauen, jedoch blieben auf dem St. Georgcnbcrge immer mehrere Ordcns- pricstcr aus dem Stifte Fiecht, um den geistigen Bedürfnissen der Wallfahrter zu genügen, die stets in großer Anzahl den St. Georgenberg besuchten, wenn gleich jetzt nicht mehr, wie früher, ganze Pfarrgemcindcn aus 4 BiSthümcrn mit dem Kreuze dorthin wallfahrteten, unter welchen in vorigen Zeiten alljährlich auch die Bewohner von Aibling sich befanden. Nachdem seit ein paar Jahren von dem gegenwärtigen Kisten Abte in Fiecht, Pirmin, die Uebcrrcstc der ehemaligen Klostcrgc- bäude wieder sehr zweckmäßig erneuert, und für die Bequemlichkeit ärmerer Wallfahrter ein ganz neuer Bau hergestellt war, beschloß dieser eifrige Beförderer der Ehre GotleS und des Seelenheils seines Mitmenschen, in diesem Jahre das Gcdächtnißfcst des tausendjährigen Bestandes der Wallfahrt auf dem Gevrgenbcrgc zu feiern. Er hatte hierzu von Sr. Heiligkeit dem Papste Gregor XVI. einen vollkommenen Ablaß erlangt, und nachdem durch die wohlthätige Theilnahme der Nachbarschaft die Kirche mit mancher neuen Zieide versehen, und besonder^ auf dieses Fest einfach ausgeschmückt worden war, begann die Jubiläumsfeier am Sonntage den 20. Nachmittags mit einer feierlichen Proccssion, bei welcher daö Aller- hciligste von dem hochwürdigstcn Abte in Begleitung einer zahlreichen Volksmenge aus der Stiftskirche in Ficcht hinauf auf den St. Georgcnberg getragen wurde. Auch Se. Erccllcn; der Herr Gouverneur, Graf v. Brandts, begleitete zur allgcmcincu Erbauung diesen ersten Wallfahrtszug, und wohnte noch der darauffolgenden Eiöffnungsrcde des Herrn Prälaten, und der musikalischen Litanei bei. Nachdem so die Feier ihren Anfang genommen hatte, wurde selbe durch die neun folgenden Tage in der Art fortgesetzt, daß täglich von Morgens 3 Uhr an die Beichtväter den unzähligen Wallfahrtcrn ihre Dienste widmeten; um 6 Uhr war das erste Hochamt, wobei das Allerhciiigste ausgesetzt wurde, das bis zum Schlüsse der Nachmittagöandacht ausgesetzt blieb. Um 8 Uhr wurde die erste Predigt, dann das feierliche Hochamt gehalten? um 2 Uhr war die zweite Predigt, dann die Abbetung des heil. Rosenkranzes und eine feierliche Litanei. Abends halb 8 Uhr wurde der Tag mit abermaliger Abbetung des hl. Rosenkranzes vor ausgesetztem hochwürdigsten Gute beschlossen, aber die Beichtväter rienten noch den unzähligen Büßern bis fast zur Mitternacht. Doch der fromme Eifer der Wallfahrter ließ sich nicht aus der Kirche verdrängen, welche die ganze Nacht über mit Besuchern angefüllt blieb. Täglich kamen auch mehrere Gemeinden in zahlreichen Krcuzzügen mit ihren Seelsorgern an, und am Sonntage den 27. Juli bezeugten die Bewohner von Aibling durch ihr Erscheinen, angeführt von ihrem würdigen Seelsorger, daß sie des frommen Rathold, ihres ehemaligen Mitbürgers, noch nicht vergessen hätten, und kehrten, erbauet durch die salbungsvollen Worte ihres Seelen- Hirten, und gestärkt durch den Empfang der heil. Sacramcnte der Buße und des Altars wieder in ihre Hcimath zurück. An demselben Tage hiclt das Pontisicalamt Sc. Gnaden der Hr. Prälat des CistercienscrstifteS Stams, und sprach am Nachmittage Worte der Erbauung zu der in der Kirche versammelten, dichtgedrängten Volksmenge. Am letzten Tage den 29. Juli feierten Se. Gnaden der Hr. Prälat des Prämonstratenscrstiftcs Wildau das Pontifical- amt, und beschloß am Nachmittage mit der letzten Predigt und darauffolgenden Litanei und dem feierlichen Te Deum, dem sämmtliche anwesende Priester beiwohnten, dieses religiöse Fest. Auö Nähe und Ferne war eine nnzählige Volksmenge herbeigeströmt, und die Zahl der Communicanlcn, nur auf St. Georgcnberg, überstieg 24 Tausend; Viele aber hatten schon in den benachbarten Kirchen, oder vor ihrer Abreise in ihrer Hcimath die heil. Sacramcnte empfangen. So war dieses Jubiläum wohl ein wahres Freudenfest für Himmcl und Erde, und Unzählige werden, ausgesöhnt mit Gott, und mugcstärkt zur Tugend und Frömmigkeit, den St. Gcorgen- bcrg verlassen haben; auch hatte man, bei dem Zusammenflüsse einer so unzähligen Volksmenge, doch weder ein Unglück noch einen störenden Exceß zu beklagen, und so möge der fromme Urheber dieser seltenen Feier und seine religiöse Genossenschaft noch ferner die Früchte all des Guten genießen, das gewiß so viele fromme Gebete über sie herabgcflcht haben; aber auch die eifrigen Priester der Umgegend, die mit solcher Aufopferung und freudiger Bereit Willigkeit sich der so anhaltenden Anstrengung einer solchen Feier unterzogen, werden des Segcnö von. Oben nicht entbehren; endlich wird auch die ganze hl. Kirche, für welche nach der Meinung des hl. Vaters zur Gewinnung des vollkommenen Ablasses von so unzähligen Zungen gebetet wurde, bei diesem Feste nicht leer ausgegangen seyn, sondern bei ihren schweren Anliegen, besonders in neuester Zeit, auch in dieser Fürbitte wieder eine mächtige Stütze gewonnen haben. Ein Augenzeuge dieser Feier. n,ck pii? ^U5ni5 IckiZiF ni z^lit^IiilT 7? ? duo zgmi!i5?I?5L mchnr 77zH 71 Ave Wtaria! Gegrüßt seyst Du Maria!! - .'!.„,il^ijui:. 7ZÄ SMv,»zt/M^ lm,H zckZ75i.ttm-n>.Ä mZnzg Makellose HimmclSrose, . > I.'t^Zkt??, 't7>L zzOAiy gepriesen-^llZ^Ioi nu?u z-Z cklni »Zlz's "nzgil^ini.' nz4 rZiizvtchgM,e»j>jr ^Itt L dni^^E m? Ki^i)t Von der Engel mus di'! SvS tSHjgW^ MozMi^IIiL doÄ i,-Zvm .imvchoy 8 mU .ilzil-Z t^,y^un tchoSuL^^iittim-dlisd 7ZS >/s>u!chL) Ewig soll mein Herz Dich lieben, -- .'Z Zi: ^rud- Nimmcrmel'r Dich je betrüben, Nenn' auch mich nn„ Deinen Sohn, -c-uo 7ili7Z<.'/) lim 7-jis ?.c>! ,cy mcmcr Licbc Lohn! — 7,Io«Ichi,ll! Zia 7z?c> .nzss?Ichsz6 z!uG n,is^^7n«ch'^I nn^zys .tchon7,I!iM s,^ d^.^7AjM nztzil^nu ms Hon N'ililzjl 7>l duv -<öi-i -dls g,il WWWM'« 'mim-', 7,Ä choT ^10 N7,chu',z^ lim 7Z4Ü H/^-M^cl zchizv- . n,gnÜ7Ä7Zc- zchM ^ »1,71^ ni niÄniZMZÄ ZZLMM nzmo? . ZÜ.'.I.NZ^I^! Zt7oM i^kttimchvsi? mr/ÄteerchlhAir.-, >5irwiT sz^js,7^n,jz:,s,jZ N,ttzNi>7?^!chiZ ,N,II,MNMPtS,^Ms7Z!l ni 7Zt ux g-luuoäiZ 7Z(t nzsonT .ZÄ N,t7,i,', i!" »wifil-ivP So? uoaliW cMsi7z',n,!c7!',nom^(k tvünP .77üj! Slclle Tcincnr Sobn ui.S vor. ?er aus Allen Dich erior! - - . ^7ZL .tr>^T z^inttsg . Lnntiz7zS7^ -öW^-^F'Äs^Mt-'/i t(dm !tnU .N,7^.(^G «?nKM^MiMlN- .N,ßN.l7,T .-^7 .-SonG 7ZS tim k"»^i'^Mt Du ^u«e,i!litlL70Z-ln^il?iiHliMaÄiieivjskiiin7Zr,s,7ZLgim tio m, ö, ljt 7^0 -lnu NZLU,3 >n'/s,Y '"MÄgAMeA rn^ni-d ii-sschü,. mo Z7Z^T zNqüsiZzg NN70Ä -ch-is^nMMi^ 7,2 ni ziÄ ^7uj .n,'l7?iS U'ir.mizmmis! st->I?^ Immerdar N(I, !^r,nG sid'fiIritn7Mli7Zvs Wir nach Deinem Sohn mn meisten Dir die Wicht der Kleisten. -7(imzxj„is c,? >M» si-r- 2?v ,tl,ck,7Z'.' Ämi mck D.ch '.-crehr^ K-i hren Dir uns weih'n Dinker,ul.-e Kmder ,eyn. Sieh' mit Güte Aus d e Blüthe Deiner Binder, Die mit Freud' I hm Dich verehr'n in z'löigiw snl.II,', ,MshyU>Ä ,!T nx .wi! ,?5NA 7?Z 7,tN,/' 7^!l-!,:!^tt-,V ,l,!,^7,mck', '^^-M n-z? Mi- chij .gniMS noe n!M 7,ck!i7, y«6. ni, . S^iÄ zj!t ni d!7^n!ch76nL nztnuzn b,ck sttiM zi>t" -,», t'ins 7,Z ni zli!ü^ Ztt^ir.m'HZ^i-0^?Si^