^ ^s- - D-i/./^ der .MM ^ » »-i ^> Augsburger Zweite Zahreshälftr. ?Ä »Ä- ^M^W ^st^^^M M ? 4S. ^ Danklied nach der heiligen Communion. O! weil ich Ihn nur habe, Des holten Bräutigam, Welch' eine Speis' und Labe, So süß und wundersam! Er wohnt in meiner Hütte, Er ruht in meiner Brust; — Welch eine Huld und Güte, Welch eine Himmclslust! — O könnt' ich j'tzt lobpreisen In mächt'gcn Töncn Ihn! Ich säug' in Jubilwciscn Durch alle Wellen hin. Jesus, der mich erkoren Und jetzt daZ Brautkleid bot, Er ist gar hoch geboren, Ein wahrer Gott von Gott. Wo kann gesunden werden Ein Mann, so reich, wie Er! Von Himmel und von Erden Ist Er der hohe Herr! Mein JcsuS ist gar mächtig, Was Er nur will, er kann's! Schau an! die Schöpfung Prächtig Hat er gebildet ganz! Poftzeitung. IS Kct. 1845. Wie prangt an Tugcndbelle, Dir süße Bräutigam! Ist selbst des Guten Quelle Uno aller Tugend Stamm! Er strahlt vor allen Schönen Wie goloucs Sonnenlicht! Die Engel selbst sich sehnen Zu schau'» sein Angesicht! So — was ich such' und wähle DaS hat mein Bräutigam, Der mich, sie ärmste Seele, Zur Braut heut liebend nahm! O Seligkeit in Schmerzen. Jesus? du Süß gleit! O bleib' in meinem Herzen Jetzt und in Ewigkeit! Du seyst fcrtan mein Leben, Mein Fuß soll mit Dir geh'«. Mein Mnnd soll Dich erh.ben, Auf Dich mein Auge sch'n! Bis ich auf HimmelSauen In ew'ger reinster Lust, Dich «»verhüllt darf schauen, AuSruh'n an Deiner Brust! — S i g h a r l. Ei» Dissidenten - „Gottesdienst" in Al;ei. Vom DonncrSberg, 1. Oct. Ich begab mich am 28. vorigen Monats in Die Nachbarstadt Alzci, um daselbst bei der Erthcilung dcö heiligen Sacrainentes der Firmung durch den hoch- würdigsten Bischof von Mainz gegenwärtig zu seyn und so einer Feierlichkeit anzuwohnen, die für diese Stadt unter den dermalen daselbst obwaltenden religiösen Wirren von mehrfacher Bedeutung seyn musztc. Nachdem ich diesen meinen Zweck erreicht, die schöne Ordnung, den kirchlichen Sinn der katholischen Alzcier bewundert und die treffliche Rede des hochwürdigstcu Bischofs, die bei all ^Zeichen der Erlösung äußerlich zu machen, wie es Art der Röm- linge ist, worauf unter schmelzenden Accorden die Gemeinde ihr schmachtendes „Amen" aushauchte. Jetzt hörte man ein einleitendes Lied mit einer dem neuen Mainzer Choralbuche entnommene»! Melodie; der Geistliche spricht nunmehr das Sündenbekenntniß in pomphaften Phrasen und intonirt sein „Herr erbarme dich unser," das der Chor unter Begleitung hinkend und lahm nachschnitte; dann ein abermalig Lied um gnävtge Erbarmung, in das mein jovialer -Legleiter mit mir herzlich einstimmte (versteht sich in dem Sinne, daß der Herr recht bald die Fülle seiner Gnade über die Irregeleiteten herabsenden w lle, zur Erkenntniß der Wahrheit, ihrer cmschieccn katholischen Fassung nicht ein, auch nur im Ent->die sie von sich gestoßen in frevelndem Höhne). Winter singt nun ftrntcstcn die abgefallenen Neuerer kränkendcS Wort enthielt, mit-, sein „Eh'e sey Gott in der Höhe" und der Chor antwortet: angehört, — die weitere Schilderung will ich einer geübteren Feder> „Frjcde Den Menschen" :c., unbekümmert darum, daß gerade er überlassen, — begab ich mich in eine-, Gasthof und vernahm da-^ und Consorten von demselben Schlage Unfrieden ausstreuen; wieder selbst, daß auch die T»sse»ters Nachmittags „Gottesdienst" abhal-!cin Lied verkündend dcö Allmächtigen Ehre, wobei Winter, als lcn würden. Begierig mit eigenen Augen zu sehen, mit eigenes r,c Gnneindeglieder ans dem Geleise kamen, mit einer Achilles- Ohren zu hören: beschloß ich der Versammlung anzuwohnen und ^stimme cingriff und sie so viel als thunlich in Ordnung zu brin- bceilc mich, Ihnen das Resultat mitzutheilen. Auf das Local des abzuhaltend,» „Gottesdienste gen suchte; er sang sodann der Gemeinde sein: „Herr sey mit euch" aufmcrk-^und diese erwiderte: „und mit deinem Geiste." Darauf folgte sam gemacht, fand ich dasselbe auf Alzci'S westlicher Seite in «ein Lied, Evangelium und Epistel und eine tief ergreifende Prc- cincm Gart'N^äuochcn, das ehedem zur Freimaurerloge gedient digt. Die Vernunft wird darin zur Göttin erhoben, nach weiland haben soll. In diesem kaum 70 — 8» Personen fassenden Ge. französischer Manier in den neunziger Jahren und haarscharf mit bäudc bemerkte ich an einem mit Vorhängen verhüllten Fenster Conclusionen ohne Prämissen bewiesen, d^ß Vernunft-und Christus- eine Art von Altar, auf welchem das Bild des gekreuzigten Hella des umritt.n zweier Leuchter aufgestellt war, zur Rechten ein fiändcrartigcs Kainclchen, zu beiden Seiten des Eingangs je vier Reihen von Bänken und vor denselben mehrere lehnlose Stühle, zum Sitz für die weiblichen Dissidenten - Notabilitäten Alzer's (wie ich nachher wahrnahm) bestimmt. In einer Seitcnlogc, so früher als Vogelbauer benutzt wurde, befand sich ein Kanapee, auf Religion identisch und Derjenige, der sich der Vernunft nicht bediene, ein Sklave sey und bleibe sein Leben lang, indem er so seinen Sinn dem Machwerk römischer Pfaffen gefangen gebe. Den Einwurf, ob nicht auch die Menschen ohne Christus zu dieser Vci> mmftrcligion — m Offenbarung durch Christus — hätten gelangen können, beantwortclc der Pre-dicant dahin, daß dieß wohl hätte geschehen können, aber doch erst nach langer Zeit, vielleicht nach dem ich Platz nahm, um bei ziemlich günstigem Herbstwetter den! mehreren Jahrtausenden. Zuletzt ergeht denn mit majestätischem Winter abzuwarten. Nach Verlauf einer Viertelstunde, während! Pathos, unter Flammcnblicken, mit schwülstigen Worten die Aus- wclcher sich ohngcfähr liö — 70 Menschen, Darunter zwei Drit-I forderung, sich frei der Vernunft zu bedienen — zufällig aber tel müßige Zuschauer, halbnackte Buben, zierlich gekleidete Herren, Bursche mit langröhngen, dampfenden TabackSpscifen versammelten, zündete ein armer Schlucker die beiden Wachslichter an, zu bedeuten das neue Licht, das jetzt in der durch römisch-katholische Pfaffen herbeigeführten Nacht dcö abergläubischen Götzendienstes leuchten sollte; endlich erschien denn auch mühsam und keuchend der sogenannte Pfarrhcrr der DiffcntcrS, bekleidet mit der Soutane, ein schwarzes Kävpchcn auf dem 5eopfc, und er sah eben nicht aus, als habe ihm die Last des Römerjochö bedeutend zugesetzt. Die Gcmeindcglicdcr waren gerade in traulicher Unterhaltung begriffen; Herren bccomplimcutirlen die anwesenden Damen und pflogen schmeichelnde Gespräche, ein andachtcrweckcndeS Vorspiel der beginnenden Komödie! Nachdem Winter seine compendiöse Bibel auf ein in der Mitte des rothbchängtcn AltartischcS befindliches Ruhekissen niedergelegt und ein wenig ausgeschnauft hatte, begann der feierliche Act, während dessen der neue Pontisex gegen die Zuhörer sich wandte. Als Fiihrcr dabei diente mir eine Broschüre, die ich mir Eingangs des Gartenhäuschens für 12 Kreuzer gekauft, was, wie mir der Verkäufer bemerkte, theuer sey, da die Gemeinde cmnvch klein, unansehnlich und arm wäre. Die andächtige E» bauung verlief also. Ein nobler Stutzer brachte unter dem Arme in einem Kästchen ein Instrument (vielleicht auch Ronge's Erfindung), wahrscheinlich mit Saiten überzogen, das klavicrartige Töne hören ließ; nachdem dasselbe gestimmt, räusperte sich Winter und begann: „Im Namen des VaterS' natürlich ohne das waren Leute da, die auf ihrem Antlitze deutlich lesen ließen, daß sie'von ihrer Vernunft noch gar wenig Gebrauch gemacht, zu« mal sie nicht sehr reichlich damit bestellt schienen; — mit lächelnder Freude wurde das hohe Glück verkündet, mit dieser Himmclstoch- ter „Vernunft" nun frei schalten zu dürfen, frei von knechtischem Geistesdruck, der bisher mit Centnerschwere auf ihr gelastet. „Lasset die Anderen, so schloß der Redner in seinem LicbcScifcr, lasset die Anderen äußerlich Triumphe feiern; wir feiern unseren Triumph im Innern, dieweil unsere Vernunft nicht mehr sklavisch niedergehalten ist, wir uns frei machen dürfen von Allem, was römische Priester der Christusreligion beigefügt haben." Nach einem abermaligen Liede folgte endlich das Glaubensbekenntnis;, das mit denselben Worten ungefähr also lautet: „Ich glaube an Gott Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde, ich glaube an Jesus unseren Heiland, ich glaube an den heiligen Geist, Nachlaß der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben." Nach angestimmtem dreimal Heilig wurde das Gebet des Herrn verrichtet und nach einem Schlußgcsange der Segen ertheilt. Alles Dieses geschah, während die Gemcindeglieder bcauem da saßen mit verschlungenen Armen und Beinen. Nach Beendigung der Andacht (!) forderte ein Mann mit grauem Haupte, vermuthlich ein Vorstandsmitglied, auf zu einer Confcren; zurückzubleiben und es blieben nach Entfernung der Zuschauer etwa zwanzig Herren und Damen zur Berathung zurück. Vergleicht mau nun diese Parodie einer Gottesverchrung und Predigt nach neugebackenem Ritus, und den Leiter und Wortführer derselben, den Expfarrcr Winter mit einem Artikel im Frankfurter > offenen Glaubensbekenntnisse ab, denn gewiß würde man eine Masse Journal (vom 27. September d. I. zweite Beilage), so muß es^von 8000 Menschen an der Ausübung desselben nicht hindern, allerdings klar werden, Wer Haß erregt, muß es jedem Unbe-^Da es sich in den Paschalikö Jakova und Ipek dermalen darum fangen.» in die Auqen springen, Wer bemüht ist, von der Kanzel handelt, Rekruten auszuhcbe», zu welchen keine Christen einverleibt herab Lügen und Entstellungen vorzubringen und wer durch boshafte werden, traf es sich, daß Viele davon ansgchvbcn wurden, welche Ausfülle andere Konfessionen zu lästern sucbt. Möge doch der nur dem Scheine nach Muselmänner sind. Um dem Dienste zu Referent jenes Aufsatzes die dem Expfarrer Winter zugegangenen entgehen, erschienen dießmal Viele derselben kühn in der Zirchc zu Ordinariatscrlasse, die derselbe doch gewiß g-lesen hat, da er Jakova, den apostolischen Präftcicn, Dionisio d'Afragala, auffor- aphoristische Sätze aus denselben citirt — ganz und unvcrstümmelt dernd, sie in den Eaialog der übrigen Katholiken einzutragen, abdrucken lassen, und es wird sich jeder Billigdcnken^c überzeugen, Der hiervon unterrichtete Seraskicr ordnete eine Zusaminentrctnng daß die oberhirtliche Stelle auf eine Weise zu dem Verirrten ge-!an, wobei einerseits die JmamS und andererseits für die heimlichen sprechen, wie mir eine sorgsame Mutter zu ihrem geliebten, auf Katholiken in Jakova der benannte Prüftet, für jene von Ipek Jrrgängc gerathenen Kinde sprechen kann; so wie hinwiederum aber der Missionär Deodato aus Cartacciana, erschienen. Die Jeder, der den Erpfar-cr kennt un? ganz Alzei cS recht wohl zu ^ Erklärung der Missionäre, daß sie und die Pfarrer gedachte Jndi- würdigcn weiß, wenn eS in diesem Aufsätze heißt, es habe dieser viduen als Katholiken anerkennen, und daß, wenn diese die Mo- scin Amt freiwillig nietergelegt :c. Wir kennen den Grunv, schcen besuchen, es nur zur Vermeidung von Bcxalwncn geschieht^ r«Z8p. bald sieben Gründe nur zu gut und schweigen aus Liebe, machte einen üblen Eindruck auf den Scraskier, der nun die Mis- sind jedoch auch nicht abgeneigt zu revcn, wenn es seyn mnß — sionäre entließ und die Jmams zu sich beschied. Auf die Erklä- oder auch, wenn es nicht bald auf anderem Wege zur aUgemeinen rung der letzteren, daß die Tissiventcn als Muselmänner zu betrach- Offcnkundigkeit gelangen sollte, >oas in der Umgegend kein Geheim- tcn seyen, l^csz er die Häuvtcr derjenigen in Ketten werfen, welche niß mehr ist, so lange man es ihr auch zu verbergen wußte, den Katholicismus offen bekennen wollten. Man berechnet, daß Ihr aufgeklärten Disscnters freuet euch nur cuerer Accniisttion! ^ bei 150 Familien sich als katholisch erklärt borten. Eine chrer- Mancher von euch gab vor, nur wegen Winters aus der Kirche ^bietige, aber energische Erklärung von Seile aller znm Katholeees- auSgetectcn zu seyn; ihr habt ihn nun wieder, den ihr nicht mehr muö dermalen im Geheimen sich bekennenden Familien jener Gcgcn- wolltet und mit den unjierlichsten Präcicaten beehrtet, ihr habt den könnte dem Uebel ein Ende machen, da man einer so groszcn ihn nun wieder und sogar als Helden des Tages! Behaltet ihn, Menge ein offenbares Recht unmöglich verweigern könnte. Am kein Katholik beneidet euch, seyd aber schön ruhig, damit, was diel 15. August, als am Tage von Maria Himmelfahrt, ist endlich römisch-katholische Liebe mit Stillschweigen bisher übersehen, durch ^»ach vielen Iahren in einer bei Scutari liegenden katholischen solche Lobhudeleien provocirt nicht am Ende ans Tagesl'cht gcsör-^Kirche, welche die schismatischcn Griechen an sich reißen wollten, dert werde. (Katholik.) ^0^^^ wieder gehalten worden. Es war dieß ein Triumvh ,_, !des katholischen Glaubens, denn anstatt 20 oder 30, wie sonst, hatten über 1000 Katholiken sich daselbst eingefundcn. Aus den katholischen Missionen. " « ^ Der „0ssvrvatc.ro '1'r,'o«linc>" veröffentlicht folgende Nach- ^ herrliche Colonie von katholischen Priestern und Or- richtcn, welche ihm aus Scutari in Albanien unterm 20. ^"^emen ist dieser Tage wieder in die Welt ausgegangen, um August zugesendet wurden- „Während des Aufenthalts der Armee ^" H"°'"'"^ das Licht drS Eoang-l.ums zu bringen. Dr. Bravv. des Seraskiers in Jakova l,at sich ein für den Katholicismus wich-?^°f Wcstaustrali-n und Snffragan des Hockwürd-gsten Erz- tigcr Vorfall ergeben. Bekanntlich hatte schon General Piccolo-^ b''^ Polding, der m Angelegenheiten seiner^Misston eine mini bei Gelegenheit der Siege der kaiserlich österreichischen Waffengemacht, ist nämlich am 10. «evtember von unter der Anführung des Markgrafen von Baden im Jahre 1689 ^°"^" «"s wieder nach Australien zurückgek.hlt. Ihn begleiten zu Pristina mit den dem österreichischen Panier ergebenen katholi-!italienische, fünf französische nno drei irische Priester, nenn fchcn Volksältesten Unterrednogen gehabt, welche für dieselben er-i Studircndc der Theologie und sechs Ordensfraucn, im Ganzen spricßliche Folgen hatten, und bei jenem Anlasse waren viele Ein-! "^undzwanzig Personen. wohner vom griechischen Ritus nach Slavonien und Ungarn einge- -- wandert, so wie auch das Patriarchat der gnechisch-illyrischen Kirche,! Deutschland. welches bis zum Jahre 1776 in Ipek bestand, nach Carlowitz ^ Der hochwürdigstc Bischof von Fulda hat nachstehenden Erlaß verlegt wurde. Die Katholiken dagegen verblieben in den Pascha- an den Dechant und Pfarrer Schaum zu Hanau und den Pfarrer liks, in welchen sie geboren warm und bis zu welchen die öster