Prr!« I» Augsburg für stch allein (ohne A. Poßzeitnng) jährlich Istlr kr. Durch die P»st kaun birst« Wochenblatt »ur »eu Abonnenten brr Post- jkitung bezöge« werben, und erhöht sich der Prei« nach Verhältniß der Entfernung Sonntags-Beiblatt zur Augsburger Postzeitnng. Fär sich allein, ohne die Augsburger Post« zeitnng, find diese Blätter nur im Wege de« Buchhandel« zu beziehen und kosten in » ganz Deutschland, der Schweiz u. s. w. jährlich nur L fl. SOkr. oder I Thlr. Nennter- Jahrgang. 1^2 8 SS. 184S. Hermann von Dteari, durch Gottcö und des heiligen apostolischen Stuhles Gnade Erzbischof von Freiburg, dem hochwürdigen Klerus seiner Erzdiöcese Gruß und Frieden in Christo, unserm Herrn! Hochwürdige Brüder im Herrn! Aus dem Hirtenschrciben, daS die zu Würzburg versammelten Erzbischöfe und Bischöfe an den gesummten hochwürdigen Klerus ihrer Diöcesen am 15. November v. Js. erlassen haben, habet Ihr bereits ersehen, daß die Oderhirten Deutschlands zur Wiederherstellung der von der Kirche vorgeschriebenen Diöcesansynoden sich die Hände gereichet. Die Bischöfe haben cS erkannt, baß durch die freiere Lage, in welche die Kirche durch die neuesten Zeitereignisse gekommen, eS möglich geworden, daS alte ehrwürdige Institut der Diöcesan- Synoden wieder inS Leben zu rufen, in der Art und Weise, wie es in der Kirche von Alters her bestanden, und wie eö die frömmsten und erleuchtetsten Vorsteher der Kirche zum unaussprechlichen Heil und Frommen ihres Klerus und ihrer Heerben angewendet; sie haben es erkannt, daß der lebendige Contact Leö Bischofs mit seinem Kleruö in Diöcesan- Synoden das Band der Liebe und Einigkeit zwischen beiden fester und inni- ger knüpfe, und daß durch diesen lebendigen Contact deS Vaters mit seinen in Christo innig geliebten Söhnen der Eifer und die Begeisterung für den -'heiligen Glauben, für die christliche Sitte, für das Heil der Seelen mehr angefacht, gesteigert und geträsliger werve, als es durch d>-„ seitherig-», mehr bureankralischen Verkehr zwischen Oderhirten und Hirten geschehen?- So wird denn, hochwürdige Brüder und Priester der Erzdiöcese Freiburg, auch Uns bald die hohe Freude zu Theil, Euch um U»S in Einheit und Liebe zu versammeln. Wir gedenken, so Gott Gnade verleiht und Tage des Friedens, im nächsten Fiübjahr Unsere Suffragane zu einer Provincialsynode zu rufen, und mit der Hilfe deS Allerhöchsten werden Wir sofort im Verlaufe des Jahres die Diöcesansynode feiern. Indem Ww Euch, hochwürdige Brüder! dieses mittheilen, können Wir nicht umhin, vorläufig die kirchlichen Grundsätze, die bei der Abhaltung der Diöcesansynoden von den Bischöfen beobachtet werden müssen, in Kürze darzulegen, da seit vielen Jahren bei dem — oft ungestümen — Begehren der Synoden häufig Ansichten und Wünsche sich geltend machen wollten, die außerhalb dem Kreise der kirchlichen Bestimmungen liegen, und daher auch für UnS nie als maaßgebend erscheine» können. Wir halten es vor Allem für nothwendig, den kirchlichen Begriff ' einer Diöcesansynode festzustellen. Wenn Wir die in dem berühmten Werk deS Papstes Bencdict XIV. äo 8xnoc!o clioLCLsona niedergelegten Bestimmungen zusammenfassen, so erscheint die Diöcesansynode^ als „die von dem Diöcesan-Bischofe oder von dem durch diesen Beauftragten rechtmäßig zusammengerufene Versammlung von Priestern, Klerikern, und den dazu Verpflichteten der Diärese zur Festsetzung und Bekanntmachung derjenigen Anordnungen, Bestimmungen und Vorschriften, welche der Bischof zur Erhaltung, Beförderung und Herstellung der kirchlichen Disciplin, als zur Heilung, Zurechtweisung oder Bestrafung der Gebrechen, Vergehen und Verbrechen, zur Beförderung der christlichen Sitte, zur Belehrung der Unwissenden unter seinem Klerus und Volk als nützlich und nothwendig anerkennt, und in der auch die von der Provincialsynode erlassenen Decrete zur Befolgung und Beachtung publicirt werden." ^ 1) 8. llonc. I'rict. 8oss. XXIV. csp. 2 cko rek. 2) Lk. lib. I, csp. I, §. 4 (8)-uociu8 üioecessua liisce verbis clescribitur: Iwgilims congregalio ab Lpiseopo eoaeta ex presb^teris et LIericis suao clioe- cesis, aliisve, qui acl eam seceUere tenentur, in gua cle bis, guae curae pasto- rsli incumbunt, agenclnm et üeliberguäum est), und bcs. lib. Vl. cap. I, §. I et 4 (die Stelle folgt weiter nuten). Sehet, gclicbteste Brüder in Christo! das ist der kirchliche Begriff ein.^Diöcesansynode. Nur eine solche wünscht die katholische Kirche, nur eine nach den Bestimmungen der Kirche gehandhabte wollen und werden Wir feiern, denn zum Gehorsam gegen die Kirche sind Wir durch Eid und Gewissen gebunden Nur solche Synoden haben jenen Nutzen, den Vene« dict XIV. im oben erwähnten Werke ') mit so viel Wärme schildert. .In den Synoden wird," — so sagt eine Cölner Piovincialsynode von» Jahr 1549 bei Gelegenheit deS Beschlusses, die Diöcesansynoden wieder inS Leben zu rufen, — „die Einheit wieder hergestellt, da bestrebt man sich, den Körper in seiner Unversehrtheit zu erhalten; wo das, was bei der Visitation nicht erzweckt wurde, durch gemeinschaftliche Bestrebungen erzielt wird; wo über das Haupt und die Glieder, über den Glauben und Frömmigkeit, über die Religion und den Gottesdienst, über die Sitten und cte Zucht, über den Gehorsam, über Alles, was für ein gutes christliches Leben nützlich oder nothwendig ist, gehandelt und festgesetzt wird, so daß in aller Wahrheit gesagt werden kann: das Heil der Kirche, der Schrecken ihrer Feinde, oie Stützen des katholischen Glaubens sind die Synoden, die man mit Recht die Nerven deS kirchlichen Lebenö nennen könnte. Denn durch Vernacbläßignng der Synoden zerfällt die kirchliche Ordnung, wie wenn der menschliche Körper von den Nerven abgelöst wird." — „Mir," s-gt ein berühmter Bischof von Verona, „pflegt kein Tag angenehmer zu s,y-., alö der Tag der Synode, keiner, der bei den großen Beschwerden, Ze^ mein Amt mit sich führet, meine Seele mehr tröstet und erquickt. -Denn an viesei» Tage glaube ich meine Augen, meine Ohren, meine Hände, meine Füße zu sehen." Benedict XIV. bemerkt, um den Nutzen der Diöcesansynoden kennen zu lernen, dürfe man nur die Acten derselben durchsehen, namentlich derjenigen, welche der heilige Karl BorromäuS in Mailand gehalten; man werde sehen, daß hier Decrete von der höchsten Weisheit und Klugheit zu finden, für Ort und Zeit wohl berechnet, und geeignet, die Kleriker in ihrer Pflicht zu erhalten und die verdorbenen Sitten deS Volkes zu bessern, so daß man die Diöcesansynoden anerkennen müsse als eine kräftige Stütze, die in einer Diöccse schwankende Disciplin aufrecht zu halten. Wenn Wir den kirchlichen Begriff der Diöcesansynoden, und daS, was über deren Nutzen gesagt wurde, scharf inS Auge fassen, so erscheinen viele Ansichten, die man sich in neuerer Zeit von ihnen gebildet, als völlig irrige. Keineswegs nämlich treten die Diöcesansynoden in das kirchliche Leben, wie die Landtage oder die constiluirenden Versammlungen in das politische. Keineswegs wird durch sie der Episkopat in seinen von Gott ihm verliehenen Rechten und schweren Pflichten, die Kirche zu regieren ^), beschränkt und beeinträchtigt, keineswegs wird durch sie eine sogenannte Repräsen« taliv-Negierung in die Kirche eingeführt. Die Bischöfe haben juro clivino ihre Gewalt und könnten sie, ohne aus der Gemeinschaft der katholischen Kirche zu fallen, keineswegs theilen mit sogenannten Repräsentanten deS Kleruö und des Volkes, als welche man hin und wieder die auf der Synode Versammelten betrachten will. Der weltliche Fürst, dessen Gewalt« sphäre nicht unmittelbar durch die göttliche Offenbarung bezeichnet ist, kann wohl seine Gewalt theilen mit den Vertretern seines Volkes; nicht aber der Bischof. Bei allen, noch so tief eingreifenden Veränderungen der politischen Verhältnisse und Verfassungen bleibt die Kirche fest und unangetastet stehen, die Hierarchie kann keineswegs, so lange man in der Gemeinschaft der katholischen Kirche bleiben will, umgestürzt werden. Und so erscheint auch bei der Berufung und Abhaltung der Dyöcesansynoven der Bischof immerhin als der Inhaber und Träger der Jurisdiktion, von 1) lud. I, cop. 2. 2) ^.ct. XX, 26. Lone. Iricl. 8es5. XXIII, csp. 4 cke 8scr. Oreiin. 3 » dem jede andere kirchliche JuriSdiction in der Diöcese auSfließt; die auf der Diöcesansynode versammelten Kleriker sind nicht im Besitz einer legislativen Gewalt, ilnien steht, nach der einstimmigen Lehre aller Katholiken, mir ein votum clolilxwativum, nie aber ckocisivum zu. Dem Bischof liegt die kirchliche Gesetzgebung ob, dabei aber wird er den Rath, die Wünsche, die Borschläge, die Bi?ken seines Klerus berücksichtigen. Immerhin muß demnach festgehalten werde» an dem, waS Benedict XIV. cke 8zn. ckiVeeos. Iil>. III. e. 12 , §. 7 st:s. lilr. XIII. o. 1 und 2) sagt: „/» 8'i/7tocko ckswce- snntt so/ns /s/resco/rns esst ^'ne/ew est /eArsstn/or', r/rse suo »romr'no ckec,e/a /eie/t est e/tenr/rvC ns/errr/sirrtt eonsö/ürm ew/-ose«/, non /amen ooe/r/ar- r//nck see/a/." Die Diöcesansynode» sind demnach keine Mittel, durch Welche gewisse schiSmatische Bestrebungen durchgeführt, der Kirche der Cba- rakter einer Demokratie aufgeprägt, willkürliche, der kirchlichen Einheit Widerstrebende und verderbliche Neuerungen gemacht, die Bande des Gehorsams und der Disciplin gelockert und aufgelöst, die bischöflichen Rechte geschmälert, die oberhirllichcn Anordnungen durch Stimmenmajontät der Versammelten nnnullirt werden könnten. ') O nein, die Diöcesansyno- den erscheinen UnS, nach Erlangung der kirchlichen Freiheit und Selbst- ständigkeit, deren Ermangelung am meisten der Einführung dcS Institutes seither im Wege gestanden ^), als das kräftige Mittel, die an vielen Orten so tüf gesunkene Disciplin wieder herzustellen, den ächt kirchlichen Geist zu wecken und zu befestigen, Ordnung und Einheit in das religiöse Leben deS Klerus und dcö christlichen Volkes zu bringen. Wie die Neu- belebung des Synodalwcsens ein Product deS erwachten Geistes der Freiheit und Selbststänsigkeit der Kirche ist, so wird hinwiederum gerate dieser Geist durch dasselbe Stälkc, Festigkeit, Energie und Wirksamkeit erhalten. Auf diese Weise wird durch das Institut der Diöcesansynoden eine wahre durchgreifende Reformation des Klerus und dadurch die des Volkes hervorgebracht. Daß eine solche Reformation deS Klerus und des Volkes vonnölhen, daran wird wohl Niemand zweifeln, der nur mit einiger Demuth in sein Inneres blickt, und die gegenwärtigen Zustände, wenn nur oberflächlich, betrachtet. Beherrscht denn nicht zahl lose Gemüther ein neues Heidenthum, in seinen Erscheinungen und Früchten oft viel fürchterlicher, denn das alte? Und woher dieß? Gestehen wir eS! Eine Hanptursache liegt darin, daß die ewigen Wahrheiten deS Christenthums oft von solchen, die mit dem heiligen Lehramt betraut sind, nicht mit der gebührenden Wissenschaft, Kraft und dem rechten Ernst verkündet, nicht mit Sorgfalt erklärt und nicht mit apostolischer Aufopferung vertheidigt werden! Am Salz der Erde fehlt es oft! Die Priester sollen die Walt auS den Jrrgängen dcS Unglaubens zurückführen zum Kreuze Christi; allein bei manchen ist leider des Glaubens Licht selbst erloschen! — Wie viele Seelen schmachten heut zu Tage unter der unerträglichen Tyrannei deS Egoismus. Die Priester sollen in den erkalteten Herzen wieder anfachen daS Feuer der göttlichen Liebe; allein unreine Sinnenlust und eitle Weltliebe hat in manchem priesterlichen Herzen selbst jedes höhere Gefühl ertödtet. Die Stimme solcher tönt wirkungslos in der Gemeinde. Eine Hauptaufgabe unserer Zeit ist es, durch Mildthätigkeit, durch Werke der Barmherzigkeit und durch Opfer der Liebe die Kraft des Christenthums zu offenbaren, und dadurch der Noth und den Drangsalen zu steuern; allein manche Priester, berufen, Vorbilder zu seyn christlicher Liebe und Hinopferung, verschließen in unbeschreiblicher Härte ihr Herz der Noth ihrer Brü- der und Schwestern in Christo, nicht mehr eingedenk jener heiligen conones der Kirche, die den Kleriker über Verwendung seines Einkommens belehren und zur besonderen Liebe der Armen und Leidenden verpflichten. DaS sind Erscheinungen — wer will sie in Abrede stellen! Es thut Unserm väterlichen Herzen, hochwürdige Brüter, wehe genug, baß sie vorhanden. Die große Anzahl der würdigen, glauberfüllten, gottbegeisterten, opferwilligen Priester, die in Unserer Erzdiöcese zur Verherrlichung GotteS und zum Heil der Seelen wirken, empfinden mit UnS tiefen Schmer; hierüber, und Alle kommen darin übercin, daß eine Hauptaufgabe, die dringendste, die erste, die einfluß- und segensreichste der Diöcesansynoden ist: die Reformation des Klerus, die Erweckung deS wahrhaft innern, geistlichen, glaubenSvollen und liebethätigcn LebenS der Priester. Dadurch wird die Reformation deö Volkes allein angebahnt, daran knüpft sich diese naturgemäß und leicht, wie der heilige Papst Pius V., eine Seite des pric- sterlichen Wirkens im Auge habend, ausgerufen: Oen/an r'ckoner eon/es- Ltt-nr, occe omnrnm kö/rmsstsanoTstrnr /-/euer ne/onma/r'o. Z Aus dem bezeichneten Zwecke der Diöcesansynoden leuchtet klar hervor, warum die Kirchenversammlung von Trirent (8e88. XXIV, e. 2 cke res.) so sehr auf die Abhaltung derselben gedrungen, weil ja gerade eine Hauptaufgabe der versammelten Vater eS war, eine Neugestaltung des Klerus und dadurch eine wahre Reformation der Christenheit zu bewerkstelligen. Denn ewig wahr ist es: „Xilril est, czuock nlios magis all snetatem et Dei enltum nssickue iustruat, guoin eorum vitn et exempluin, czui so clivino ministerio ckeckieaiunt, euin enim n rebus sneeuli in rckliorem suhlet! loeuin eonspieiantur; in eos, tainguain in speeulum, religui oeulos eonjieiunt, ex iisgue sumunt ^uock imitentur" sÜono. Trick. 8es8. XXII, map. 1 cke rel.). Aber eben so klar ist eS, daß allen jenen Gcijtlichen, die ihrem heiligen Dienste nicht mit voller Seele sich weihen, und einen ihrem erhabenen Berufe entsprechenden Wandel nicht führen wollten, die Diöcesan- synoden bald als ein lästiges Institut erschienen. Daß in neuerer Zeit vielfältig gerade von solchen am heftigsten, am ungestümsten die Synoden verlangt wurden, hat seinen Grund nur darin, weil man unter einer Diöcesansynode etwas ganz Anderes dachte, als sie nach den kirchlichen Bestimmungen ist, weil man durch sie nicht sich selbst, sondern die Kirche ändern, und wie man zu sagen pflegte, bessern wollte, nicht eingedenk der Wahrheit jenes herrlichen AnSsprucbs deS Aegidius von Viterbo auf dem fünften Laterancoucil: „7/omr'nes /-er saena r'mma/am' /ar es/, narr säen« /romrTres" etc. Die Wünsche Aller dieser werde» durch die Diöcesansynode, die Wir veranstalten, nicht befriedigt; denn Wir halten, wie oben schon bemerkt wurde, an den kirchliche» Bestimmungen fest. Nach diesen werden auch Wir die zur Synode Verpflichteren berufen, und dabei durch Nichts der Idee einer Repräsentativ. Regierung in der Kirche Vorschub leisten. Wenn, weil wohl in Rücksicht der Seelsorge und anderer geistlichen Berürfntsse der Gläubigen, für deren Befriedigung der Bischof auch während der Synode zu sorgen verpflichtet ist, nicht alle durch daS kirchliche Recht zur Synode Verpflichteten b) dabei erscheinen können, etwa dem Klerus 1) Die auf der Synode Versammelten haben jedenfalls als Norm und Richtschnur ihres Verhaltens die nachfolgenden drei Entscheidungen des Papstes Pius VI. zu betrachten, wie sie in seiner für die ganze katholische Kirche mit gesetzlicher Anetorität bekleideten Bulle „.lue/ore»! /eckest" cntliatten sind: IX. Vrt Onctrina, grüne staluil: ,,IIvlorinationein sbusunm circa ecclesiastieam ckiscipbnam in sz'nockis ckioecesa- uis ,nl> episcv>>o et yarocbis acguabler geirrter«; ac stabibri «telrere, nc sine übertäte ckecisionis inckebilam köre subjectionem suggestionibns et jussianibns cgiseopnrnm/ste/eier, /e»i<-r eeesta, c/re»<'»/)er /ist aur/ori/at/s /uesic« , 7-e§!mrnre> -recrerrc/rlr, .eiebcerneecer. /«rcei.e /erlernst «!o znckiees lickei, et simnl innnitnr juckicium in eansis ückei ipsis coingetere jnre yrirzrrio, et gnielem etiam yer orckinationem acceplv: rb'a/.cer, /errierari/er, nrck/rin. /i/erairr/err/ .-eebcce.eirei, cketrei/eeee.e /irrn//»// ckr/in/- teerttiien /irckie/oriettnic ckuezninstrueienr ecestcriae, ack rarrru.c crrnrieee. XI. Vrt. 8entonti<> ennncinii8, veteri »injornin institnto ab ayostolicis n.rgrie temjrorilrns ckuct», >>er nieliora eecle^iav saecula servato, recegtirm knisse, ,,nt etecreta, sut elellnitiane.n, ant sentontiae otiam mnjorrim 8eeii»m nnn acceptarentur, nisi recognitae kuissent et apgrobatae a sznueto ckioeeezana:" Deil.eer, temer-eer-ia. ckeroAernr zrro .euer Acneree/r/eile erbeckreerkreie ckedtteee eorie/rtu/rerriibu» erperrsttt/ecs.e, term et jentente!»- erd /rrererre/rreer Luz-errerr-e tc§rtrrner poterterte rnarierntrbu»', sc/«lLmer /<-cc»r et /rerere^rrn. 2) Man vergl. das Brevc Pius VIII. pom 30. Juni 1830 an die Bischöfe der »berrheinische» Kirchenprovinz. 1) Benedict XIV. sagt in dem ersten Capitel des VI. Buches seines Werkes cks tHnoel. ebneres. §. I: „generatim asseriinns, ctebere Idpiscopum in sua 8znocio constituere, griao ack vitra coercencka, virtutein yromovenckam, cko>»ravatus po- gnb innres relormanckos et ecclesiasticam ckisciirbnam ant restituenckam, aut lbvenckam, necessaria et utilia esse jnckicaverit.^ Er will deßhalb, eaß der Bi- schof vor Abhaltung der Spn.de sich eine genaue Kenntniß der Mißnande seiner Diöccse derschaffe, insbc andere möge der Bischof eiforschen, ,,guaenam grroack ackministratio- nem 8»crainentornin, verbi ckivini graeckiestionem, ckierum kesioruin cultum et observationem vickeartnr corrigencka et ernenckancka " — §. 4 sag Bcnedrct X> V.: ,,In eunstitntione eckila a üione X. in lloncilio üateranensi ckieitur, lHnockns cogi, ut ckcpraoerter ccrrrstAerrikier: guae verbs exyenckens ürasmns llbosiier in tract. cke jniisck. ete. ait: üpisenpabs 8zmockus instituta est chnatuor ex causis, e qnikns nimm bie ckesignat pontitex: primo, nt cke>>ravala corii^antur; secun- cko, »t ignvrantes instrnantnr; terti», ut regnlae worum, statutague kormeu- lur: guarto, »t guae in provineiali 8^n«rcko ckecreta sunt, in üyiseuyali zrubli- centur. — §. 5: In /^rnte/icer/i rermerrr» ita Idpiscopus praesentes allngnitur: Venerabiles consacerckntes et lratros nostri carissimi yraeinissis Oeo precibus, oportet, nl ea, guae cke ckivinis okliciis, vel sacris orckinibus, ant vtiam cke nnstris moribns, et neeessiiatibus ecclesiastieis a nobis conlerencka sunt, cum caritate et benignitate nnusgnisgne vestruiu suscipiat, summague reverentia, qusntum valet, ckomino ackjurante, yercipiat, vel guae cmenckatinns ckigna sunt, omni elovotione nnusguisgue llckelitvr stuckeat emenckare." Im Capitel 2 dcsiel- ben Buches bemerk! Bcncdi l XIV , der Brsa os solle besonders „ckecreta llune. Trick, jnnuere, novis sanctionibns bileire, eoriimeino observationem nrgere." 2 ) Wie sehr die Seelsorge bei der Abhaltung der Synode berücksichtigt werden müsse, geht hervor aus dem, was Benedict XIV. I. e. bb. III, c. 12, §. I sagt: „ja ckioecesana 8vnocko« multo magis excusancki sunt paroeki, gtios non pro- pria seck snarum ovinm necessitas remoratur: et enim non sulum non repre- benckencki, seck plniiinum cornmenckancki sunt, si ickeo ckunitaxat 8zenockum nun aececkant, gnia ab«im non babent sacerckotem, quem sibi in animarnm eura snbstitnant; ickgue praeserlim, cum in ;>aro< bia rezieriuntur intirwi tam gravi morbo laborantes, ut pruckenter timeatnr, ne sint cito ckeeessnri: gnanta enim ratio a garockis, priusgnam ack 8vnockum se accingant, babencka sit cke aegro- tis, guos in parocbia relingusnt, sstis agerte eckisserunt ss. Iseclesiarum Vnti- stites." 3) Im pontik. rom. heißt eS: „8aoerckotos et LIerici universi, gui ack 8znockum eine gewisse Wahl überlassen werden sollte, so müßte jedenfalls das bischöfliche Recht der Berufung dabei gewahrt, und jeder Gedanke einer Stellvertretung und namentlich einer Repräsentativ'Regierung entfernt werden. Hochwürdige Brüder! Erneuern wir im Geiste und nach den Vorschriften unserer heiligen Kirche das ehrwürdige Institut der Diöcesansyno- den: deS Segens Fülle wird sich über Klerus und Volk dadurch ergießen. Prägen wir Lurch Einhaltung der kirchlichen Bestimmungen den Versammlungen die erhabene heilige Würde auf, vie auf allen Handlungen der Kirche ruht; der heilige Geist wird sofort in allen Versammelten walten und mächtig wirken. Die Diecesansynvde wird das kräftigste Mittel seyn, uns im Glauben zu stärken, die Gnade, die durch Auflegung der Hände unS zu Theil geworden, zu erneuern, ^ uns zur Verwaltung unseres erhabenen Berufes zu begeistern, den Geist der Liebe und brüderlichen Einheit zu wecken und zu befestigen. Gnade, Heil und Segen, wenn wir Alle den Willen unserer Kirche vollziehen, Wehe aber uns, wenn wir von ihren heiligen Satzungen abweichen wollen. Nehmet, geliebte Brüder! diese vorläufige Verständigung mit dem Geiste der Liebe auf, mit dem Wir sie geschrieben. Nach Abhaltung der Provincialsynoke wird ras Weitere Euch mitgetheilt werden. Die Gnaee Jesu Christi sey mit Euch Allen. Gegeben Frei bürg, am Tage des heiligen PolycarpuS, den 26. Januar l849. Hermann, Erzbischof von Freiburg. Das Gleichgewicht in -er kirchlichen Regiernngsforin. *) Die kirchliche Regierungsform muß sich bei genauer Betrachtung in ihrer Idee und in ihren Grundrissen als die herrlichste und beste darstellen. Wenn die Glieder der Kirche, die einzelnen Ober- und Unterbehördcn, die Priester oder die Laien nicht überall den Geist der Kirche in ihrer Regiecke jure vel eonsueiullino venire tenentur, conveniunt in civilste vol slio loco, proul pontikox oiclin.iverit." Bciikdiet XIV. zählt im III Buch die vocsnlli gch 8znockum auf Es sind b>svvde»s die csnoniei ecelesi.ie estliechrglis, »ud psroeüi el I liest, (alle, die pe, guae oo semper, eolli- rnsiiinl, »t animsrum 8sluiem piomoveeciit, eos msxime intere88v oportuit, lpiibu8 sligus ckowiriici gregis purtio traelita erst eiistockienckii." I. c. csp. ö, 8. 1. Las diene, 1'rill. ieffimm : „rstione tarnen paroeliiaiium, ant alisrum secularinin eeeie8iarun>, ctiam annexaium, chebeantii, gui iüarum cursm gerunt, guiciingne illi 8nnt, 8zwocko intere88e ;8c8s. XXIV, cap. 2 cle rok.ss — Betreffs der Laie» führt Benediet XIV. -lili. III, cap. 9, §- 81 eine Entscheidung der Eon- greg. (ionc. Irill. an, die in eansa Oriolen. 8xn. gefragt murre: nck ^i/ne-chunt evears /afev.e, .er evnnrn conui/ro «kr ve/rt," responllit: „Lpf^cupn», „on pck»»e." Er stetil sefert felgcnde leitende Grundsätze hierüder auf: „Xv8 8tatniinu8: primum, jus commune otisistere I.aici'8, no 8znot: 8ecnnelnm, »on vlnUante liae juris soveriiale, alignich niliilo minn8 6880 chelerenchum ennlrariao coiisuetiickini, 8i alicubi jam invalue- rit: tertiuin, eliamsi Inijusmolli consuetocko nnnllnm üit inelucta, possv Lpis- cnpnm ex aligno grsvi nigenligne eauxa all 8nam 8^nollum Iaico8 allmittero, tarne?» -" incligeat; eewinnllo gnippe pvt68t ee>8 ante 8)'nollum conüuiere: guintnm llemnm, cavenllnm e88e Ir>>i8eupi8, ne 8ine vera et -zravi neee88itate Iaicv8 all 8vn»llum arc«88ant, pnullaiim enim pv88ent iili, enn8netnllini8 eilrtentn, ju8 intervenienlli 8ilri lleincep8 arro^are." 1) B-nedict XIV. bemerkt st. c. Ich. III, c. 12, 8- D, daß deßhalb, weil der Bischof allein in der Diö »sansynode llullex et I.eZisIatoe sey, die Zulassung ron Stellvertretern derjenigen, die nicht erscheinen sännen, für die Synode vvn keinem Nutzen sey „Vll tiaee, aut in prociiralurem eiigitur, gni aliax non e88vt Zz'nollo interkutu- ri»8; et hie pickest repelli tamgusn, extrsneus; aut eligitor, gui jam 8>iu juro 8)nollo inlervenit; el die eerte nun pvl68t unum coN8ilium 8vo, aüull st)8enti8 nomene, Lpi>co>io praetrero; eague >>roplvr inutile et 8upervaeaneum e8t, ut ali8enti8 guogoe per8vnam in Z^nocio peseseicket." 2) Hierycr gehöre z. B.. was Beuckict XIV. (I. c. Ich. IV, e. 1, 8- 4) sagt: evitanlla8 turl>a8 et prseeavenllu8 tumullo8, gui eerte lierent, 8i singulis lle dlleru venia llaretur reeiamanlli allver8u8 llecreta, guae in 8) null» promnl- ßantur, 8utet epücopus aiiguem c»n8tituere totius llleri prucuraturem, gui vmnium nomine, ea tame» gua llecet molleatia et reverentia llieat in 8^nollo, slleru llisplicent, gnaeguv ex Ü8, guse aut 8tatula aut 8tatuenlla 8unt, chilneilinra et asfiera villeantur; aimulgno mullum 8uxZerat, guo illa emolliri, Klerus uplaret: uinieia porru, guae nomine LIeri petierit, 8cripta trallat 8^nulli 8ecretsriu. 8 e' töricht Benediet von den 08tiarü, gui pra«8int Lccle8iae janui8 et Iaic>8 8>ne 8trep»tu ingre88um prolrilreant, et cum incipienlla e8t 8vnullu8, t-celexiae lure8 ul)8erent. 3) Waü besonders durch das Ablegen der prole88io llllei geschieht. 4i Es werden zu diesem Zwecke conse88arij aufgeilettt (I, e. 8-5) und eonciona- tore8; all noc electi, ut totins — „P iuö-Verein" sie jene nannte». Die sie an heh'rem Sonnen-Glänze Der Kirche zogen, daß der Chiistenheit Sie werd' das Banner bess'rer Zeit. Darum herbei zur wundersamen. Zur heh ren Pflanze, die im Garten Der Kirche Gottes wuchs. — „Es schaartcu »Um selbe sich in Gottes Namen „(Wird einst die Zukunft sagen) von nah und weit „Der Kirche Söhne und — errangen beff're Zeit." A. voll Lachemair. Verantwortlicher Redacteur: L. Schönchen, Verlags »Inhaber; F. C. Kremer.