Vierteljähriger Abou- nementsprcis im Bereiche von ganz Bayern nur 20 kr., ohne irgend einen weiteren Post-Aufschlag. Auch von Nicht-Abonnenten der Postzeitung werden Bestellungen angenommen. onntags-Aeiblatt zur Augsburger Poftzeitung. Auch durch den Buchhandel können diese Blätter bezogen wer» den. Der Preis beträgt, wie bei dem Bezug durch die Post, jährlich 1 st. 20 kr. Neunter Jahrgang. M 32. A2D. December ^ Wer ist mein Nächster? Eine dürftige und hochbejahrte Wittwe, Namens Lctellier, hatte nach dem Tode ihres ManncS, eiiuS Arbeiters zu Dreur*), in einen Winkel der Bretagne, ihren Geburtsort, sich zurückgezogen. Hier harrte sie mit großer Sehnsucht dem Besuche ihres Enkels entgegen, der in der Linie diente, als des Einzigen, der von ihrer Familie übrig geblieben war, als sie im Juni d. I. ein Schreiben erhielt, worin er ihr meldete, Laß er zu Versailles, wo sein Regiment in Garnison lag, im Spital sich befinde. Sie wartete eine Woche um die andere; nachdem aber zwei Monate verflossen waren, binnen welchen von dem jungen Soldaten keine weitere Nachricht zu ihr gelangte, entschloß sich die arme, 82jährige Frau die Wanderung nach Versailles zu unternehmen, und so einen Weg zurückzulegen, der mehr als hundert französische Meilen beträgt. Gegen Ende des August war sie bei frühem Morgen in dem Dorfe Marolles angelangt; sie halte nun schon vier Fünftheile deS Weges vollende!, aber ihr Reisegeld war bis auf zwei Sous herabgeschmolzen. Sie klopfte an die Pforte einer Herberge, um etwas Suppe zu bekommen; da aber der Preis derselben, um den sie vorsichtig sich erkundigte, ihre ll.btttel überstieg, so war sie weise genug, „sich in die anerkannten Verhältnisse zu fügen;" sie blieb draußen auf einem Steine sitzen, und stillte ihren Hunger an einem Stück- lein trockenen Brodes. In diesem Augenblicke kam cer Steuer-Einnehmer deS Ortes vorüber; der Anblick des aiinen Mütterchens erweckle seDe Theilnahme, und nachdem sie auf seine Fragen Auskunft gegeben, nahm er sie mit in die Wohnung, ließ ihr eine Tafle Milchkaffe reichen, und schenkte ihr zwei Franken als Reisegeld. Einige Tage nachher, auf ihrer Rückkehr von Versailles, stellte sie dem Einnehmer wieder sich vor, um ihm zu danken, und Abschied zu nehmen; sie war sehr betrübt, denn sie halte ihren Enkel nimmer im Leben gefunden. Der edle Mann ward von herzlichem Mitleid bewegt; er trug der greisen Pilgern, an, einen Tag in seinem Hause auszuruhen, und als sie daselbst plötzlich unwohl sich fühlte, behielt und Pflegte er sie bis zu ihrer Wiederherstellung; worauf er ihr eine Summe von 40 Franken mit auf den Weg gab, die er in der Gemeinde für sie gesammelt. Kaum war die greise Frau in Drcur angelangt, als sie schon zu einem Notar sich begab, zu dem sie sprach: Ich besitze ein kleines HauS, und außerdem eine auf Grund und Boden versicherte JkihrcSrente von 00 Franken; da ich alle meine Anverwandten verloren habe, so wünsche ich, daß mein kleines Vermögen rißch meinem Tode dem Herrn B. Einnehmer zu MarolleS, anheimfalle. Wenige Minuten darauf war dieser letztere zum rechtmäßigen Erben der alten Mutter Letellier eingesetzt, die, nachdem sie dieses Zeugniß ihrer Dankbarkeit sicher gestellt, ohne Verzug auf den Heimweg sich begab. Wie jener Wohlthäter, den sie früher nie gekannt, sich ihr als Nächster bewährte, so wollte auch sie jetzt an ihm wie seine Nächste und Blutsverwandte handeln. (Oest. V -Fr.) Schreiben des Missionars Maximilian Gärtner in Nordamerika. Sac-Prairie, 25. Sept. DaS verehrte Schreiben vom 2. April lief eben ein, als am 11. Mai die Post unsern Brief bereits versendet hatte; wir verschoben die Antwort, weil unser hochwürdigster Herr Bischof Henny bereits Anzeige von seiner glücklichen Landung in New-Dort und baldigen Heimkehr gemacht hatte, in Hoffnung nähere Auskünfte über die dortige Heimat zu erhalten. Am Vorabende deS heiligen PfingstsefteS *) Wird gesprochen: Drö. (26. Mai) bewillkommte man den allvcrchrtcii Oberhirten wieder feierlich m seinem Sitze, und die folgende Woche schaarte sich schon derDiöcesan- Kleruö, so viel Ihunlich war, um ihn. Ausweichen, Wolljacke — gleich dem Lorv-Mayor in London — sitzend kam auch ich am Herz-Je,»feste in Milwaukie an, eilte zur neuen schönen Marien-Kirche der Deuische», hielt auf Einladung des Herrn Pfarrers Heiß das Hochamt i'.ü.i roelitu, und wohnte hierauf einer Versammlung der Katholiken bei, in welcher der Neubau einer zweiten deutschen Kirche — näher den, Hafen der Stadt — beschlossen wurde. Die nöthigen Mittel hiezu verschaffte eine Collecle unter Leitung deS hochwürdigcn Herrn Dr. Salzniann (auS Linz), dessen geistlicher Obsorge die neue Kirche untergestellt werde» soll. Der hochwürtigste Bischof erfreute mich deö andern Morgens mit vielen Beweisen seiner Gewogenheit, vorzüglich aber duich Bebändigung der vom Hvchwürvigeii Herrn CanvuikuS Tuilie in Bliren ihm für unsere Mission zugewiesenen reichen Spende von 600 fl. R. W., wofür wir unsern schuldigen Dank schon längst abgestattet haben am Altare Desjenigen, der derlei in seinem Namen und zu seiner Ehre gebrachte Opfergabe» hundertfältig zu vergelten weiß. Da die heurige Ernte nur zu den mittelmäßigen gehört, Hilfen-- früchte und Kartoffeln aber auS Mangel an Regen und in Felge eines am letzten Juli eingefallenen starken Frostes gänzlich mißrathen sind, begreift es sich leicht, wie jehr erwünscht ,,»S diese auswärtige Hilse gekommen ist, zumal von den hiesigen Gemeinden noch immer kein namhafter Beitrag beanspruch, werden kann. Die auswärtigen Stationen thun zwar ihr Möglichstes; allein die Reisekosten zehren jedesmal die Hälfte der von ihnen gespendeten Gaben auf. Aneikaunte Thatsache ist cö, daß kaum einer der hiesigen Diöcesan-Priefter so mühsame geistliche Dienste zu leisten hat, als bisher uns zu Theil geworden sind, und Laß wir also der Sache deS Herrn wohl nicht aus zeitlichem Jnter.esse diene». Nun zum rückständigen Missionöberichte! Während Mitbruder Ädalbert in den drei Biltlagen im hiesigen Seeftorgöbezllke die vorgeschriebenen Andachten hielt, rüstete ich mich zum Aueinarlche nach Madison, und kam am 15. Mai nach Jcffer- son, wo dießmal eine unverhoffte Freute meiner wartete. Eine deutsche Ealviiilstin hatte mir nämlich ihren entschiedenen Willen eröffnet, daS katholische Glaubensbekenntniß anzunehmen und öffentlich abzulegen. Die Gründe ihres Verlangens lagen, wft ich mich nach einer genauen mit ihr vorgenommenen Prüfung überzeugte, in offenbarer Gnade von oben, in aufmerksamer Anhörung meiner früher hier gehaltenen Predigten, im herzlichen Gebete, besonders zur Mutter des Herrn, in ernster Erwägung der Todes stunde, und in dem sehnlichen Wunsche ihre vorausgegangenen zwei Kinder dorr jenseits wieder zu finden. Nach ihrer Aussage trug hiezu eine Erscheinung, die sie nicht im Traume, sondern im ganz wachen Zustande gehabt haben wollte, vaS Meiste bei. Nachdem nämlich ihr erstes von mir katholisch getauftes Kind bereits vor einem Jahre gestorben, und sie mit dem zweiten der Entbindung nahe war, erschienen ihr vor ihrem Bette zwei Lichter, die nach kurzem hellen Glänze wieder verschwanden. Sie deutete dieß Phänomen alsogleich dahin, daß auch VaS zweite Kind ihr durch veu Tod würde entrissen werden. Und so geschah eö auch. Kaum hatte die ältere Schwester, eine erpichte Protestantin, das Kind in daS Bettchen gewickelt, mit der Versicherung, daß eS ganz wohl sey, erblickte die erschrockene Mutter in dessen Gestchtchen schon die Todtenbläffe, rief eiligst den Schwager, ihm die Nolhtaufe zu geben, und so wie eS diese empfangen, verschied eS. Den Schmerz der Mutter überwand der Trost, dort oben nun zwei Engel zu haben, die für sie beten würden. Natürlich knüpfte sich an dieses sonderbare Ereignis) das Verlangen nach gründlicherer Belehrung in der katholischen Religion, die ich ihr auch während meines Aufenthaltes zu ertheilen nicht unterließ. Am nächstfolgenden Sonntage sollte dir Ablegung deö Glaubensbekenntnisses feierlich » -'c > Ik >».. > 1 r lt 20b vorgenommen werden. Herzliche Theilnahme des katholischen Theiles der Bevölkerung, und begreifliche Neugier deS protestantischen hatten das möglichst gezierte Kirchlcin voll angeyn werben?! Verbannt von, Vcitcrlande deS Paradieses, werben sie gepeinigel werben in der ewigen Holle, werden niemals ein Licht sehen, niemals eine Erquickung erlangen/sondern Tausend der Tausende werden sie in der Hölle gepeiniget, niemals daraus befreit, wo der Peiniger nicht ermüdet, der Leidende nicht stirbt. Schreckliche Strafe der Hölle, wo die äußerste Finsterniß, wo kein Gcständniß, woraus für Niemand ein AuSgang ist! Wenn dich die Liebe Gottes vorn Bösen mcht abhalten kann, so schrecken dich wenigstens davon ab der Schrecken des Gerichtes, die Furcht vor der Hölle, die Stricke deS TvdeS, die Schmerzen des Feuers, der nagende Wurm, der stinkende Schwefel, die höllische Flamme und alle Uebel. O wie schlecht sind alle Schlechten gebettet! Sie sehen, um beschämt zu werden, und leben nicht, um nicht getröstet zu werden. Von wem werden sie gesehen? Von jedem Sehenden, so, daß nach der Menge der Schauenden ihre Beschämung groß ist. Und kein Auge von einer so großen Zahl der Sehenden ist ihnen lästiger, als das ihrige selbst. Sie haben nicht den Anblick- des Himmels und der Erde, den ihr finsteres Gewissen mehr fliehen will, als kann. Ich fürchte den nagenden Wurm und den lebendigen Tod. Ich fürchte, dem lebenden Tode und dem sterbenden Leben in die Hände zu fallen. Dieß ist der zweite Tob, welcher nie auf hört, sondern immer mordet. Jene Peinen und Qualen endiget kein Zeitraum, kann kein Geist hinlänglich begreifen. Wer dieß Alles, meine Brü- der, fürchtet, der hütet sich: wer cS vcrnachläßigct, der stürzt hinein. Die «HristlicHen Sehnlbrüder. DaS so allgemein gewordene Verlangen nach der Unentgelblichkeit deS Unterrichtes kann am besten befriediget werden durch die Einführung der Brüder der christlichen Schulen — gewöhnlich Schulbrüter gcnannt. Dieses Institut wurde von dem ehrwürdigen Johann Baptist Dr. von Salle, CanonicuS zu Rheimü, im Jahre 1680 gegründet, Ludwig XV. genehmigte es und durch die Bulle vom 26. Jän. 1725 wurde cS auch vom Papste gutgeheißen. AIS im Jahre 1792 alle , geistlichen Körperschaften in Frankreich unterdrückt wurden, durfte auch dieses Institut nicht mehr bestehen; allein seit 1804 kam cö wieder zum Vorschein und wurde sogar durch den Artikel 9 des Gesetzes vorn 17. März 1809 über die Organisation der Universität gesetzlich von der kaiserlichen Regierung anerkannt, von welcher Zeit an sich die christlichen Schulbrüder nicht bloß über ganz Frankreich, sondern auch über ganz Belgien und über einen großen Theil von Italien, ja selbst Amerika ausbreiteten. Ihre Aufgabe ist, die Jugend und vorzugsweise die Kinder der Armen und Handwerker unent gelblich christlich und bürgerlich zu erziehen; mit der Bedingung, daß ihnen von den Städten und Vereinen, die sie berufen, die zur Wohnung und zu den Schulen nothwendigen Räumlichkeiten gegeben nnd die zu ihrem Unterhalt erforderlichen, festbestimmten Geldbeträge gezahlt werden. Wie würde daher durch die Einführung der christlichen Schulbrüder in Wahrheit jenes allgemeine Verlangen nach der Unentgelblichkeit deS Unterrichtes realisirt werden! Und was das wichtigste ist, wie würde dadurch eine wahrhaft christliche Erziehung der Jugend wieder herbeigeführt und somit der Wahre Grund zur Verbesserung der socialen Zustände gelegt werden? In Koblenz fängt sich durch die unermüdliche Thätigkeit der beiden dortigen Pfarrer schon an ein Verein zur Berufung der christlichen Schulbrüder zu bilden. An Thcilnehmern wirb eS gewiß nicht fehlen; und wenn gleich eine Hauptschwicrigkeit in der Herbeischaffung der erforderliche« Mittel wegen der vielen anderweitigen Ansprüche, welche die herrschende Noth an die Vermögenderen stellt, bestehen wird, so ist nur zu bedenken, daß daS schnellste Mittel, der Noth abzuhelfen, nur in einer wahrhaft christlichen Erziehung gefunden werden kann, und auch diese Schwierigkeit wird'dann überwunden werden. Diaconissen und barmherzige Schwester». Von der Wupper, 6. Dec. Die asiatische GotteSgeißel, welche auch die protestantische Metropole deS Wupperthales nicht geschont, vielmehr eben so stark, als andere rheinische Städte heimgesucht hat, ist selbst von wohlthätigem Einflüsse auf die Werkthatigkeit der Protestanten gewesen; ist doch das Princip der „sols sielos" zu strohern und zu dürr, alö daß es in Menschenherzen, die nicht ganz von Gott verlassen nnd dem finstern Geiste verfallen sind, folgerechte Früchte bringen könnte. Der Versuch, nach dem Beispiele unserer barmherzigen Schwestern ebenfalls Schwestern der christlichen Liebe (also nicht der solo lickes) unter dem Namen „Diaconissen" heranzubilden, zeugt davon, daß man auf die Folgerichtigkeit der urprote- ftantischen Principien im Leben verzichten will und — muß. Diese Diaconissen sind hier wä rend der Herrschaft der asiatischen Seuche sehr thätig gewesen. Bei der Heftigkeit und schnellen Entwickelung der Krankheit war das Bedürfniß augenblicklicher unv rascher Hilfe sehr groß und daher die Anwesenheit dieser Krankenwärterinnen gewiß äußerst willkommen. Auch hat man über ihre Dienstferligkeit und Sorgfalt sich allmärtS rühmend ausgesprochen. Aber dennoch mußte der Unterschied zwischen diesen Kranken- wärlerinnen und zwischen den Ordensschwestern der katholischen Kirche jedem Kenner beider Institute gleich in die Augen springen. Die ersteren waren und sind nichts mehr unv nichts weniger als höchstens gute Krankenpflegerinnen, wie sie auch anderwärts, wo die barmherzigen Schwestern in katholischen Orten nicht ausreichten, genugsam unter der verdienstsuchcnden Bevöckerung sich fanden; solche Kran ken Wärterinnen konnte man z. L. auch in Eiberfeld (unter Katholiken und Protestanten), in Düsseldorf und Köln für Geld finden. Aber der den katholischen Instituten innewohnende OrdenSgeift, der Geist jener aufopfernden Demuth unv Selbstverläugnung, welcher der Welt durchaus abgestorben nur der hingebenden Liebe in Christo lebt, gibt den Dienstleistungen der Ordensschwestern einen himmlischen Anhauch, einen gehcimnißvollcn göttlichen Segen, den weder gesalbte Bibekerte noch auch gewanele Dienstleistungen ersetzen können. Der katholischen Gemeinde hat eS deßhalb eine große Entbehrung seyn müssen, daß sie hier weder ein eigenes Krankenhaus noch auch geistliche Krankenschwestern zur Verfügung haue, sondern auf die gewöhnlichen Hilfsleistungen beschränkt war, an denen eS die bürgerliche Verwaltung, so weit eS in ihren Kräften und in ihrer Einsicht lag, nicht fehlen ließ. Auch geschah von Seiten der Begüterten viel, um den armen Kranken in dieser rapiden Noth zu helfen. So hatte ein FabrikhauS auf eigene Kosten einen Arzt weither kommen lassen, um dessen mit dieser Krankheit vertrauten Obsorge die eigenen (sehr zahlreichen) Arbeiter zu überweisen. Wenn daher der oben ausgesprochene Vergleich zwischen den Krankenpflegerinnen deS Protestantismus unv den barmherzigen Schwestern der Kirche nicht zum Vortheil der erstem auSschlug, so soll damit den deßfallstgcn Leistungen der Protestanten kein Vorwurf, sondern im allgemeinen darauf aufmerksam gemacht werden, daß die'eigentliche christliche Krankenpflege nur eine vollkommene seyn könne, wenn der aufopfernde Geist der Demuth, welcher in der Religion Jesu uranfänglich lag und liegt und in ken geistlichen Orden fort und fort rein sich darstellt, sie begleitet und durchführt; und daß jene, welche die Diaconissen, welche sich als gute Krankenwärtcrinnen (abgesehen von den oft nicht verhehlten Pietistischen Unnatürlichkeiten) im Aufwarten der Kranken gezeigt, den katholischen Ordensschwestern gleichstellen möchten, letztere gar nicht gekannt haben müssen. Man braucht nur Solche, welche die barmherzigen Schwestern in Berlin beobachtet, zu fragen, und man wird finden, daß selbst Protestanten dort den himmelschreienden Unterschied kennen und zugeben. Um so mehr fühlen wir aber auch hier das Bedürfniß, ein solches Institut für unser Wupperthal, daS doch an 15,000 Katholiken zählt, zu erhalten; wie denn schon unter ähnlichen Verhältnissen in der meist von Protestanten bewohnten Stadt Hamm durch den rührigen katholischen Pfarrer Belmann daselbst ein solches Institut, ohne alle materielle Mittel, bloß im Vertrauen auf die Vorsehung, gegründet worden ist. Bereits regen sich auch hier unter dem Einfluß unserer Geistlichkeit die guten Katholiken, um zu ähnlichen Instituten die ersten Bausteine herbeizuschaffen; und Gott wird seinen Segen diesem frommen Beginnen gewiß nicht versagen, wie er denn auch die numerisch geringen geistlichen Kräfte (eS ist in Elberfeld ein Pfarrer mit drei Caplänen) in den Tagen der größten Noth, die besonders unter den in den ärmeren Classen zahlreichen Katholiken ihre raschen Opfer suchte, wunderbar gemehrt und gestärkt hat. (Kath.) Verantwortlicher Redacteur: L. Schönchen. VerlagS-Jnhaberr F. C. Kremer.