Vierzehnter Jahrgang. So ttntags-Beiblatt zur Augsburger PoKzeitung. 15. Januar M"'- 1854. Dieses Blatt erscheint regelmäßig alle Sonntage. Der halbjährige Ab»nnementsvre>> Til kr., wofür es Knrch olle kvmgl. baver. Pniiämter vnd all« Buchhandlungen bezogen werden kann Allocution Sr Heiligkeit Papst PiuS SX., gehalten in dem geheimen Consiftorinm am 19. December 1853. Ehrwürdige Brüder! Von dem erhabenen apostolischen Stuhle anS, wie von einer Burg und Zinne des katholischen Glaubens, haben Unsere Vorgänger, die römischen Päpste, gemäß der ihnen von Gott gegebenen Gewalt, die ganze Kirche zu leiten, auch der morgenländischen Kirche ihre väterliche Obsorge zugewandt und nichts unterlassen, waS zu ihrer Beschützung und Unterstützung gereichen konnte. Welchen Fleiß und welche Sorgfalt und welche Mühe sie darauf verwendet, um zu bewirken, daß diejenigen, welche von den Völkern des Morgenlandes durch ein trauriges Schisma von der römischen Kirche getrennt sink», sich dieser wieder willig anschlössen und mit dem höchsten Hirten auf Erden, dem römischen Papste, wie Glieder mit dem Haupte sich vereinigten, das brauchen Wir, ehrwürdige Brüder, nicht weitläufig auseinander zu setzen; denn eS ist ench wohl bekannt und durch zahllose geschichtliche Dokumente bezeugt. Diesen herrlichen Beispielen väterlicher Obsorge nacheifernd, haben Wir bereits im zweiten Jahre Unseres Pontificats an alle Morgenländer ein apostolisches Schreiben erlassen, worin Wir sie eindringlich und liebevoll ermahnt haben, znr Gemeinschaft dieses heiligen Stuhles zurückzukehren und sich fest an ihn anzuschließen, und Wir haben die Nothwendigkeit dieses Anschlusses durch viele triftige Gründe bewiesen, deren Wahrheit einleuchtend ist, waS auch mehrere schismalische Bischöfe in einer Schrift dagegen vorzubringen gewagt haben, worin sie das Gift ihrer eingewurzelten Bitterkeit gegen den apostolischen Stuhl ausgegossen haben. Diese Schrift werden Wir, um die Irrthümer uud die Hartnäckigkeit der Schismatiker zu widerlegen, beantworten lassen; mittlerweile aber werden Wir nicht aufhören, für ihrer aller Heil den himmlischen Vater des Lichtes zu bitten und anzuflehen, iuvem Wir nicht von der christlichen Liebe ablassen, welche geduldig und gütig ist. Von dem Geiste dieser Liebe gleich Unö beseelt, haben Unsere Vorfahren die heiligen Gebräuche, welche die morgenländische Kirche anwendet, und von welchen sie erkannten, daß sie dem vrthoooren Glauben nicht wioersprecheu, nicht nur nicht verworfen, sondern geglaubt, daß dieselben, als durch das Alter ihres Ursprungs empfohlen und als großen Theils von den heiligen Vätern ausgegangen, zu bewahren und beizubehalten seyen; ja, sie haben sogar durch weise Konstitutionen bestimmt, daß eS niemand erlaubt seyn solle, die morgenländischen Riten ohne Erlaubniß des Papstes zu verlassen. Sie wußten nämlich Wohl, daß die'unbefleckte Braut Christi mit einer wunderbaren, die Einheit nicht beeinträchtigenden Mannigfaltigkeit geziert ist, daß die Kirche, durch keine Ländcrgränzen beschränkt, alle Völker, Nationen und Stämme umschließt, welche durch die Einheit und Uebereinstimmung des Glaubens verbunden sind, wenn sie auch verschieden sind in Sitten, Sprachen und heiligen Gebränchen, 18 welche jedoch die Mutter und Lehrerin Aller, die römische Kirche gutheißen muß. Dieses wohl erkennend, hat Unser Vorgänger GregoriuS XVI. glorreichen Andenkens den Walachen von griechisch-katholischem RituS in Siebenbürgen seine oberhirtliche Wachsamkeit und Sorge zugewandt, und um sie aufzurichten und zu trösten und im katholischen Glauben zu bestärken, für sie eine besondere kirchliche Hierarchie von griechischem Ritus zu gründen gestrebt; was aber, durch die Zeitumstände und andere Schwierigkeiten verhindert, dieser Unser Vorgänger in der gewünschten Weise nicht hat ausführen können, das haben Wir, ehrwürdige Brüder, zur besondern Freude Unseres Herzens großentheils vollbringen können. Zuerst, wie billig, danken Wir dafür dein Vater der Erbarmungen, durch dessen himmlische Hilfe es UnS gegeben ist, ein Werk zu vollbringen, von dem Wir hoffen, daß eS zur Förderung der katholischen Religion und zum großen geistigen Nutzen jenes Volkes gereichen werde. Gebührendes Lob spenden Wir demnächst Unserm geliebtesten Sohne in Christo, Franz Joseph, dem Kaiser von Oesterreich und apostolischen Könige von Ungarn und Böhmen, der UnS nicht allein darum gebeten, sondern auch Eifer, Sorgfalt und Mühe und Alles überhaupt an den Tag gelegt hat, was von einem frommen und für die Beförderung des Glaubens eifrigen Fürsten zu erwarten war. Wir dürfen aber auch nicht ohne Lobspruch übergehen den Erzbischof von Gran, welcher zur Förderung dieser so heilsamen und zur Erhaltung der katholischen Einheit so nützlichen Angelegenheit nach Kräften mitgewirkt hat. Nachdem wir darum die Ansicht einiger auS eurem Kollegium, ehrwürdige Brüder, vernommen haben, denen Wir eine so wichtige Angelegenheit zur genauen Prüfung übertragen haben, haben Wir auf ihren Rath zwei Bisthümer griechisch-katholischen RituS errichtet, Lugos im Temeswarer Banat und Armenopolis in Siebenbürgen, als Suffraganbisthümer der Kirche von FogaraS, welche schon früher einen bischöflichen Sitz gehabt und iu der letzten Zeit von Uns den Titel Alba Julia erhalten hat und welche Wir zu einem Erzbisthnm erhoben haben. Wir haben diesem Erzbisthume außer den beiden neu errichteten Bisthümern auch noch das früher unter dem Erzbischof von Gran stehende BiSthum Groß-Waradei'n als Sussraganbisthum untergeordnet. Wir bezweifeln nicht, ehrwürdige Brüder, daß nach Errichtung dieser neuen Kirchenprovinz von Fogaras und Alba Julia das den katholischen Glauben bekennende Volk der Walachen und Siebenbürgen, durch die neue Wohlthat des apostolischen Stuhles gerührt, enger mit demselben werde verbunden werden, und daß dieser Theil der Heerde des Herrn, nachdem die Zahl der Hirten vermehrt ist nnd wenn dieselben pflichtmäßig wachen und Unsere Sorgfalt hinzutritt, die Wir nie unterlassen werden, sicherer und geschlitzter seyn werde gegen die List nnd den Trug der Schismatiker, welche keine Gelegenheit vorübergehen lassen, die Gläubigen von der Gemeinschaft dieses heiligen Stuhles loszureißen und in den Abgrund deS ewigen Verderbens zu stürzen. Möge Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, verleihen, daß die, welche in die Irrthümer der Schismatiker verstrickt sind, von dem Lichte der himmlischen Gnade erlcuchiet, in den Schooß und die Arme der katholischen Kirche zurückkehren, daß sie Alle in der Einheit des Glaubens zusammentreffen und daß wir alle Ein Leib seyen in Christo, die Einheit bewahrend im Bande des Friedens. DaS wünschen Wir von Herzen gemäß Unserm innigen Verlangen nach dem Heile der Seelen, uns Wir bitten den Herrn, der allein Wunderbares wirkt, daß er das begonnene Werk durch seine Kraft vollende. Ehrwürdige Brüder, nicht wenig hat zum Troste Unserer Seele ferner das beigetragen, was Wir mit göttlicher Hilfe im Staate Guatimala in Amerika zum Heile der Religion zum leisten vermocht haben. Es hatte nämlich kaum Unser geliebter Sohn, der ausgezeichnete und ehrenwerthe Mann, Raphael Carrera, Präsident jenes Staates, Uns ersuchen lassen, daß Wir Unsern Geist auch der Ordnung in den Angelegenheilen jener Kirche zuwenden mögen, als Wir auch schon von Unserm geliebten Sohne Jakob, der heiligen römischen Kirche Diacon, Cardinal Antonelli, der UnS in den StaatSgeschäften zur Seite steht, verlangten, daß er mit dem ebenfalls geliebten Sohne, dem Vertreter des Staates Guatimala am heil. Stuhle, Ferdinand 19 Lorenzana, die Ausführung dieser hochwichtigen Angelegenheit übernehme. Dem gemäß wurde am 7. Oktober v. I, eine Convention zwischen ihnen eröffnet, welche Wir der besondern Congregation Unserer ehrwürdigen Brüder und eurem Kollegium zur reislichen Erwägung vorlegten. Von dem, was in jener Convention zur Zier und zum Frommen der katholischen Kirche festgestellt wurde, glauben Wir, daß ihr es bereits aus Unserm apostolischen Schreiben vom August l. I. wisset, in welchem wir alle einzelnen Puncte der erwähnten Convention aufzählten und mit Unserer apostolischen Autorität bekräftigten. Wir haben es für nöthig erachtet, euch das Gesagte mitzutheilen, damit Wir euch, ehrwürdige Brüder, die ihr an Unsern täglichen Sorgen Theil nehmet, auch Unserer Freude theilhaftig machen, so oft sich etwas znr Verherrlichung deS göttlichen Namens und zur Verbreitung des wahren Glaubens in beglückender Weise ergeben hat. Unsere Freudigkeit wird aber auss Aeußerste durch die überaus herbeu Uebel getrübt, von denen, wie UnS berichtet wurde, die allerheiligste Religion in einigen nördlichen Reichen heimgesucht wird. Wir wollen hier mir eines erwähnen und können es nicht mit Stillschweigen übergehe», daß, als die Regieruug desselben Staates Unserm und deS apostolischen Stuhles am kaiserlichen Wiener Hofe Nuntius eröffnet hatte, sie werde ihre Beschwerden vor diesen selben Stuhl dringen, sie doch dieß wever gethan, noch abgelassen hat, die Kirche zu quälen, sie hat sogar die geweihten Priester, welche sich weigerten, von ihren Amtspflichten abzuweichen, theils mit Geldstrafen belegt, theils in Bande geworfen. In diesen Widerwärtigkeiten hat sich die unbesiegte Geisteskraft und Festigkeil deS gesammten Klerus sowohl, als der hochw. Bischöfe und vorzugsweise des den Andern mit dem Beispiel vorangehenden Erzbischoss von Freibnrg in wunderbarer Weise glänzend beurkundet. Fest an dem Vorsatze haltend, dem Kaiser zu geben was deS Kaisers ist, und Gott waS GottcS ist, hat er sich durch Drohungen nicht erschüttern, durch die Furcht vor Gefahren nicht abschrecken lassen, die Rechte der Kirche und die Obliegenheiten seines HirtenamteS tapfern Muthes zu wahren. Indem Wir diese ausgezeichnete Standhaftigkeit in Ausrechthaltung der Sache der Kirche mit gebührendem Lobe rühmen, ermähnen Wir den ehrwürdigen Bruder, den Erzbischof von Frciburg und die Gefährten seiner Tapferkeit, den Muth nicht sinken zu lassen, sondern sich in der Kraft des Herrn zu stärken, der seiner Kirche verheißen hat, zu jeder Zeit gegenwärtig zu seyn uud der denen, die für die gute Sache kämpfen, Krone und Palme vorbehält. WaS übrigens die Kirche mit dem Apostel der Völker von jener gelehrt hat, daß nämlich höher gestellten Gewalten Gehorsam gezollt werden müsse, daS lehren und daran halten auch Wir uud mit Uns die katholischen Bischöse; wird aber etwas anbefohlen, was gegen die götllichen Gesetze und die geheiligten Rechte der Kirche verstößt, die ihr von ihrem göttlichen Stifter überliefert wurden, dann muß Gott mehr gehorcht werden als den Menschen, wie der Apostel schon durch sn'u Beispiel bekräftigt hat und wie auch Wir es mit den geheiligten Hirten der Kirche lehren und einschärfen. Ehrwürdige Brüder, das Gesagte ist ungemein herbe und belästigt die Sorge Unseres Geistes im höchlten Grade; nicht mindere Bcangstignng verursachen Uns aber die Verhältnisse der Kirche in Ostindien. Ihr wisset sehr gut, daß Unsere Vorgänger und auch Wir, indem Wir dem von ihnen gegebenen Beispiele nachfolgten, je nach den Zeitverhältnissen durch geheiligte Bischöfe und apostolische Vicare und durch evangelische Arbeiter für die hirtliche Leiiung der Gläubigen sorgten. Es standen aber verderbte Menschen ans, die ihren Nutzen und nicht den Nutzen Jesu Christi suchten und unter den nichtigsten Verwänden bemüht waren, Unvorsichtige irre zu führen und die katholische Bevölkerung von der Unterwürfigkeit unter die gesetzlichen Hirten abzuziehen. Sobald dieß zu Unserer Kenntniß gelangt war, wendeten Wir väterliche Ermahnungen an, widerlegten die nichtigen Beweisgründe, mit denen Jene ihren Zwiespalt zu vertheidigen suchten und ließen nicht ab, die Störer der katholischen Einheit von ihrem ruchlosen Raihschluß abzuschrecken. Als Wir erkannten, daß sie hartnäckig in ihrem Vorhaben verharrten, daß das Uebel täglich mehr um sich greife, versuchten Wir durch abermalige apostolische Schreiben, sie zu bessern Gesinnungen zurück zu bringen; Wir erklärten 20 auch, daß Wir die vorzüglichsten Förderer des Schismas, wenn sie sich nicht innerhalb einer gewissen Zeit eines Besser» besännen, mit dem Schwerte der apostolische» Autorität vom Leibe der Kirche abschneiden und sie fortan als gänzlich abgeschieden von der Gemeinschaft mit den Gläubigen betrachten wurden. Hierdurch haben Wir das Gnte erreicht, daß ein nicht unbedeutender Theil der christlichen Bevölkerung den Trug der Ausständigen anerkannte und sich wieder der Autorität der gesetzmäßigen Bischöfe und dem Glauben zuwendcle. Mögen jedoch Jene, die noch in dem schmählichen Zwiespalt verharren, namentlich die durch irgend eine Würbe ausgezeichnet sind, auf Unsere Stimme hören, möge es Unö gegönnt seyn, jene verirrte Heerde in den einzigen Echafstall zurückzuführen, außerhalb dessen das Heil nirge-idö gefunden werben kann. Es wird 'sich jedoch, ehrwürdige Brüder, eine andere Gelegenheit ergeben, ausführlicher hierüber zu euch zu spreche», da ihr einsehet, daß dieß eine hochwichtige Angelegenheit ist, in welcher es sich um das Heil der Seelen handelt und welche daher sehr viel Ueberlegung, Berathung uud Sorgfalt erheischt. Mittlerweile versichern Wir, daß Wir nie hinter Unsern Amtspflichten zurück bleiben und Alles eifrig vollführen werden, weiß Wir, nach Anrufung des Beistandes der göttlichen Weisheit zur Abwendung der Seuche des um sich greifenden Schismas und zur Zurückführuug der Völker znr katholischen Einheit für zweckdienlich uud heilsam anerkennen werde». Ein weilerer Beweggrund deS Schmerzes erwuchs 'Uns auS dem unglücklichen Änsgang der geheiligten Mission, welche der ehrwürdige Bruder Vinceuz, Bischof von Arkadiopolis, kraft Unserer Autorität an den Beherrscher von Hayti ans der gleichnamigen amerikanischen Insel überuomnien hatte. Wir vermögen nicht leicht zu schildern, mit welchem religiösen Eifer der erwähnte Bischof den ihm gewordenen Auftrag zu erfüllen bemuht war; da jedoch dem besagten Fürsten nnd seiner Regierung eine falsche Ansicht von der Kirche Christi und den geheiligten, so sehr zum Besten der Seelen unternommenen Expeditionen innewohnt und da ferner ein großer Theil dcö dortigen Klerus es nur mit widerstrebendem Gemüthe erlrug, zu strengerer, dem geheiligten Amte geziemender Zucht zurück gerufen zu werden, so war jener vortreffliche Bischof, bedauernd, daß seine Bemühuugeu gänzlich vergeblich gewesen uud nachdem er von Unö die Erlaubniß dazu erhalten halte, genöthigt, den Staub von seinen Füßen zu schütteln und jene Gegend zn verlassen. Der Religion werden serner sehr bedeutende und nie genug beklagte Nachtheile von einigen Geistlichen zugefügt, welche allzuleicht aus ihre« Diöcesen entlassen wurden und sich lodann nach einigen Gegenden Amerikas begaben, wo sie wegen deS Bedürfnisses der geheiliglen Priesterdienste gewöhnlich leicht ohne Bcurkunvnng des Wissens uud vcr Rechlschassenheil aufgenommen zn werde» pflege» und dann ganz andern Dingen nachstreben, als der Leitung der Menschen zum wahren Glauben. Endlich, ehrwürdige Brüder, glauben Wir euch in der heutige» Versammlung noch mittheilen zu müssen, daß die Seitens der piemontesischen Regierung über ReligionSangelegenheiten begönne»?» Verhandlungen noch unterbrochen sind und in der Schwebe sich befinden, so daß eS unnütz erscheinen könnte, daß Wir Unserm geliebten Sohne, den, zur Vollführung dieser Verhandlungen bestimmten Cardinal, Vollmachte» gegeben haben. Ans diesem Grnnde haben Wir auch Unsern geliebten Sohn, den Cardinal, welcher den öffentlichen EtaatSgeschäften vorsteht, beauftragt, jene Regierung zu befragen, was denn eigentlich ihre Absichten nach so langem Schweigen seyen. Wir haben nämlich gerechlen Sinnes die UnS von jener Regierung vorgelegen Bitten bezüglich der Verrinzcrung der Feste i» dem gesammten Reiche des durchlauchtigsten Königs von Sardinien entgegen genommen und sie auch bewilligt und zwar nicht nur, um die Noth jeuer Armen z» erleichtern, die von ihrer Hände Arbeit zn leben genöthigt sind, jondern auch um ei» Beispiel der Langmnth zu geben, damit jene subalpinische Regierung um so mehr angeregt werde, wieder gut zu machen, wo.S sie gegen den apostolischen Stuhl und gegen die verletzten und zu Grunde gerichtete» Rechte der Kirche i» jenem Reiche mir Unrecht gcihan hat. Wenn nun auch das von Uns Erwartete sich nicht verwirklicht hat, so wird es Uns doch gewiß nicht reue», bis cm 2t die Gränzen der Milde und Langmuth gegangen zu seyn. So viel wollen Wir jedoch erklärt wissen, daß Wir keine Art von Forderung annehmen werden, die Wir der Würde und den Rechten dcS apostolischen Stuhles und dem Gewinne der Religion nicht zusagend finden. Ihr seht, ehrwürdige Brüder, daß von Tag zu Tag zur Aufregung der Kirche neue Stürme entstehen und wüthen, UnS, die Wir am Steuerruder scheu, liegt das Streben ob, mit eurer Mithilfe der Wuth der Wmde Trotz zu bieten. Fahrt fort, wie ihr bis jetzt gelhau, iu den Arbeiten auf so schwierigem und gefährliämn Wege, Beistand zu leisten. Soll Unser Strebeil aber, gedeihen, so müssen Wir die Hilfe desjenigen anrufen, welcher dem Meere nnd >den Winden gebeut. Möge er sich durch gemeinsames Flehen erbitte» lassen uud die ersehnte Ruhe gewähren, möge er gnädig wollen, daß die nach fortwährenden Stürmen ruhende Kirche den sichern Hafen erreiche. Der rechte Wegweiser im neuen Jahr. In vielen Marktflecken uud Dörfer» besteht der Gebrauch, daß der Nachtwächter iu der Nenjahrönacht bei allen Häusern berumgeht, vaS neue Jahr ansingt und seine Sprüche hersagt. Nun so wünsche ich auch Dir, lieber Leser, ei» gutes, glückseliges neues Jahr, uud uicht mir das, sondern auch eine glückselige Ewigkeit. Aber mit dem Wünschen ist die Sache noch nicht abgethan, sondern es fragt sich noch: waS muß ich denn thun, daß ich dieselbe auch wirklich erreiche? Viele glauben dieselbe auf einem Wege zu erlangen, wo sie durchaus nie dazu kommen. Ich will nun jetzt Dein Wegweiser seyn, und Dir zuerst zeigen, welche Wege Du uicht gehen sollst. Erstens sollst Du nicht gehen den Thier weg. Sieh, das Thier ißt und trinkt, legt sich nieder und veroaur, uud so geht's von einem Tag zum andern. Das Thier ist eben nur für die Erde geschaffen, und seine höchste Seligkeit ist der Genuß, Da gibt es nun auch viele Meuscheu, welche im Essen, Trinken, Wollust und Bequemlichkeit ebeu thuu, was der Leib vermag, ja leider noch mehr. DaS ist freilich gar sonderbar, wenn der Mensch, dieses stolze Geschöpf, deu schmutzige» Weg deS Thieres wandelt. Daß das Borstenthier in der Pfütze nud Kolhlache sich wälzt, uud daran seine Freude hat, das wird Niemanden ärgern, und kein Mensch hall sich dawider auf. Aber daß der Mensch, dieses so vornchme Geschöpf nnd Ebenbild Gottes, oft in den Straßen hcrumwackett, wie wcun er Quecksilber im Hirn hätte, das ist mehr als abscheulich, ja mehr als thierisch. — Ich habe einmal einen altdeutschen schwank gelesen. Darin heißt es: Gott Bater und der heilige Pcirnö seyen einmal zu einem Schmied gekommen und haben ihm erlaubt, daß er sich drei Gnaden ansbitte. Da sprach nun der Schmied unter andern auch diesen aus: „daß, waö er immer in sein Käppchen l'!''eiu^ünsche, auch darin seyn müsse." Wie nun die Zeit kam, wo er die Reise in die Ewigkeit antrat, da ging er zum Himmelsthore uuo bat den Pförtner St, PetruS um Einlaß, Petrus aber sagte: Das kann nicht seyn, dn paßt nicht hierher. Da ersuchte er den Petrus, er möchte ilnn doch wenigstens sein Käppchen in den Himmel hineinwerfen lassen, DaS gab Petru ! zu; aber kaum war eS darin, so wünschte sich der Schmied in sein Käppchen hinein, und im Nu saß er im Himmel d'riu. Nicht wahr, so etwas ließest Du dir auch gefallen? Aber so geht es dort nicht; da hilft keine List uud keiu Beirug; den» Gott kennt Dich durch und durch. Es geschieht in der Regel, daß die Sckuaps- und Bier- nnd Weinsänser plötzlich eines nnverschencn Todes abfahren, Waö glaubst Du mm, wenn Einer so hinüberzieht in die andere Welt, St. PeirnS werde ihn einlassen? — Also aus dem Wege der Geimßsncht uud Wollust geht's zum Himmel uicht. Kein Säufer und Fresser, deren Gott, wie St. Paulus sagt, der Bauch ist, d. h. die ihrem Leibe göttliche Ehre erweisen, indem sie auf jeden seiner unmäßigeu Winke folgen, dagegen aber GotteS Gebot außer Acht lassen, ja gerade das Gegentheil thun, was Er befiehlt — die 22 können in'S Himmelreich nicht kommen, sagt derselbe Apostel. Und eben so nicht die Unreinen, die Unzüchtigen nnd Ehebrecher. Oder wie dürfte sich ein solcher neben den heiligen Aloisius im Himmel hinstellen, der mehrere Jahre bei der Königin von Spanien Edelknabe war, aber ein so reines Herz hatte, nnd in diesem Puncte so vvrsichlig war, daß er während seines Aufenthaltes am spanischen Hofe die Königin niemals anschaute und immer mit gesenktem Blicke einherging, so daß er nachher nicht einmal sagen konnte, wie die Königin aussah? — Oder wie dürste sich ein frecbeS, unverschämtes Frauenzimmer auch nur einfalle» lassen, dereinst neben jenen lilienreinen Jungfrauen sitzen zu dürfen, die sich lieber die Zunge abbissen und dem Wüstlinge in'S Gesicht spieen, als ihrer Unschnle- Gewalt anthun ließen? Nein! Da wären alle Heiligen nnd Märtyrer Thoren gewesen, wenn sie viele Jahre sich Gewalt anthaten und wider ihre bösen Leidenschaften stritten und kämpften, — wenn man ans eine leichtere Manier und trotz allen möglichen Sünden inS Himmelreich gelangen könnte. Du darfst also nicht nachahmen das Thier, welches seinen brennenden Begierden freien Lauf läßt, eben weil cö ein Thier ist. Aber was das Essen und Trinken anbelangt, da will ich Dir daS Thier als Muster anempfehlen. Sieh, daS Thier ißt und trinkt nur, bis es satt ist; eS rührt auch nichts Schädliches an, davor warnt es schon sein natürlicher Instinkt. Darum bleibt es in frischer, freier Natur immer gesund und wohl, weil es sich des Guten nicht zu viel thut. Aber den Menschen befallen wegen seiner Unmäßigkeit nicht nur manche Krankheiten und Katzenjammer, sondern auch in der Seele nagt es wie ein Wurm. Also nicht einmal eine zeitliche, dauernde Se!igkeit kannst Du auf diesem Wege erlangen. Ja, je mehr der Mensch ißt nnd trinkt nnd sich gütlich ihnt, desto weniger ist er damit zufrieden; wenn er ganze Fässer voll hinunterschluckt, so ist das mir ein Tropfen Wasser auf einen heißen Backstein. Höre noch! wenn Du nur zum Genusse ans dieser Welt wärest, dann hätte Dir Gott nicht einen geraden, aufwärts zum Himmel gerichteten Leib, nicht Verstand, Vernunft und eine unsterbliche Seele gegeben, sondern Haare wie dem Roß nnd dem Ochs und dem Esel, vder Borsten und einen Rüssel znm Wühlen in der Erde wie einem andern schmutzigen Thier. Ich will Dir noch einen andern falschen Weg beschreiben, aus dem man ebenfalls nicht zur Seligkeit gelangen kann. Viele streben nämlich nach Ruhm, Ehre, Ansehen und Reichthum. Viele kennen nämlich kein höheres Glück, als wenn sie Gemeindcrath, Bürgermeister, Deputirtcr, Minister, König oder Kaiser werden könnten, — oder wenn sie nur einen Teich voll Kronenlhaler hätten. Dagegen sage ich: einmal geschieht es nur selten, daß Einer etwas HoheS wird. Und wenn er das auch erreicht hat, wornach ihn so sehr gelüstet, ist er dann wahrhaft glücklich? Nein! DaS will ich Dir in einigen Erempeln nachweisen. Lange schon vor Christi Geburt lebte ein gewaltiger König, Alexander der Große hieß er. Der hatte ungeheure Eroberungen gemacht, und doch weinte er wie ein kleines Kind, weil er nicht die ganze Welt erobern konnte. Dieser König war also bei all' seinem Reichthum und all' seiner Pracht nicht glücklich. Zuletzt wurde er noch vergiftet und seine Feldherren theilten dann daS große Reich unter sich. So hat also jeder Reiche und Vornehme seine Neider, nnd lachende Erben warten täglich auf seinen Tod. — Napoleon hatte sich vom gemeinen Soldaten zum Kaiser emporgeschwungen. Ganz Europa zitterte damals vor ihm, denn er vertheilte die Königreiche nach Belieben und zerstörte Alles mit Gewalt, was seinen ehrgeizigen Plänen im Wege stand. Aber wie ist es ihm ergangen? Er stürzte herab von seinem Throne und wurde auf einer einsamen Felseninsel als Gesangener bewachr, und starb verlassen von Allen. — Kaiser Carl V., der vor dreihundert Jahren lebte, besaß die schönsten und reichsten Länder, er war Herr über zwei Welttheile. Es war sprichwörtlich: „daß die Sonne in seinem Reiche nie untergehe." Und doch fühlte er sich nicht glücklich. Da legte er nun seine Regentschaft nieder, entsagte allen seinen Reichthümern und begab sich in ein Kloster. Hier beschäftigte er sich mit Verfertigung von Uhren; aber weil er nicht machen konnte, daß nur zwei 23 Uhren immer gleichmäßig mit einander gingen, so war er auch hier unzufrieden. Sieh' also, mein lieber Leser! es ist eine Täuschung, wennDn glaubst, Reichthum, Ehre, Ansehen und Macht mache Dich glücklich; oder wenn Du glaubst, in diesem oder jenem Staude wärest du zufriedener. Ja und wenn Du auch die ganze Welt gewinnest, aber an Deiner Seele Schaden leidest, was dann? — Zum heiligen Philippuö Neri kam einst ei» Jüngling, dem die Eltern erlaubt hatte», daß er studiren dürfe. Der Jüngling erzählte ihm das in voller Freude. PhilippuS höric ihm gelassen zu und fragte nun am Ende: Und was dann? Der Jüngling erwiderte: Nun dann werde ich Advokat, Und was dann? fragte Philippuö abermals. Dauu werde ich mir schon Ehre, Ansehe» und Geld verschaffen; und dann kann ich in Kutschen fahren, hcirnthen und vergnügt und fröhlich leben. Ganz kalt fragte der Heilige weiter: Und was dann? Der Jüngling bedach-e sich, sein Gesicht wurde ernst, denn es kam ihm der Gedanke an Tod und Grab und Ewigkeit. Und so ist schon Manchem seine Hoffnung und sein Traum zu Wasser geworden. Ach! magst Du auch noch so springen und ringen nach dem schimmernden Plunder der Welt, das bringt Dir doch kein Glück und keinen dauernden Frieden. Aber, wirst Du nun fragen, welches ist der rechte Weg? Das wird Dir der am besten zeigen können, der denselben schon gegangen ist. Wenn Du eine Reise antrete» willst, dann erkundigst Du dich bei dem, der schon einmal dort gewesen ist, wo Du hin willst. Nun, so muß mcm's auch machen mit dem rechten Weg zu einer glückseligen Ewigkeit Es ist aber vor 1854 Jahren ein kleines armes Kind zu Bethlehem ans die Welt gekommeu, welches heute bei seiner Beschneiduug Jesus genannt wurde. Dieses Kind war Gottes Sohn; er kam vom Himmel und ist wieder, nachdem er nnS den rechten Weg zum Himmel gclehret, dorthin zurückgegangen. Nun höre, waS dieser JesuS sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Lebe». Niemand kommt zum Vater, als durch Mich. — Wer glaubt und getauft ist, wird selig werden." An Jesus also müssen wir fest glaube», auf ihn müssen wir unsere Hoffnung setzen, Ihn müssen wir lieben und aus Liebe seine Gebote befolgen, dann ko'imen wir nicht fehl gehen. Er sagt zwar, daß der Weg, den Er uns führen will, rauh, dvrnicht nnd schmal ist, voll Selbstverläugnung und Kreuzigung, Aber Er ist uns mit seinem Beispiele vorangegangen, und er ruft u»S hinwiederum zu: „Kommet Alle zn mir, die ihr mühselig uud beladen seyd, ich will euch erquicken." Also ihm nach, liebe Christenseele! Schon viele Hunderte uud Tausende sind diesen Weg gegangen. Damit sie aber leichter gehen konnten, nahmen sie nur das Nothwendigste mit. Hab' und Gut haben viele ganz zurückgelassen. So hat z B. Sanct Wendelin, der ein königlicher Prinz war, seinen Thron verlassen und sich sein Brod vor den Thüren erbettelt, nur um das arme Leben Jesu recht nachzuahmen. Dafür aber hat er einen herrlichen Thron im Himmel erhalten. Ahmen wir die Heiligen Gottes nach. Ich will aber damit nicht sagen: daß Du all' dein Hab' und Gut verlassen und betteln gehen sollst, nein! das kannst Du Alles behalten; aber das sage ich Dir: Hänge nur Dein Herz nicht an die Welt und das Irdische, wie ein heiralhSsüchligeS Mädel Alles ihrem Herzallerliebsten anhängt und dafür zuletzt oft nichts hat als Armuth, Spott und Schande. Schau, der liebe Jesus sagt: „Wo Dein Schatz ist, da ist auch Dein Herz." Hast Du also Gott zu Deinem Schatz und Liebhaber erwählt, so wirst Du auch uach dem Tode zu ihm kommen; hast Du aber Deine Schätze in der Welt, so wird eben Deine Seele an diesen hängen bleiben. Vergiß also nie, daß Du nur Verwalter aller zeitlichen Güter bist und Alles zurücklassen mußt. Jn'ö Grab bekommst Du höchstens ein alteS Hemd; keinen Heller kannst Du mitnehmen. Sey also kein Narr und mach's ja nicht wie jene fünf thörichten Jungfrauen, die zu faul und leichtsinnig waren, daß sie sich zur rechten Zeit mit Oel versahen und dann zu spät kamen und nicht mehr in den Hochzeitssaal eingelassen wurden. — Vergiß es nicht und denke oft daran in diesem neuen Jahre. Kein Name ist uns gegeben im Himmel und auf Erden, wodurch wir selig werden könnten, als der Name Jesus. An diesen Wegweiser halte Dich und sprich mit mir: „Der Erde Luft und Freuden, 24 — Pracht, Ehr' und Herrlichkeit — Will ich für immer meiden, — Ist Alles Eitelkeit. Die Seligkeit aber, die unö JesnS bereitet hat, ist unbeschreiblich groß. Höre! wenn alle Sterne deS Himmels lauter schnelle Schreiber, der ganze Himmel ein großer Bogen Papier wäre, daö Meer lauter Tinre und die Blätter aller Bäume lauter Schreibfedern wären, so würden doch alle diese Schreiber weder Kräfte, noch Hände, noch Tinte, noch Federn, noch Papier genug haben, um Euch nur den tausendsten Theil der himmlischen Freude und Seligkeit recht ^u beschreiben. Ja, ja, die Frommeu haben recht, wenn sie sagen: „Der Himmel ist Alles, Alles werth." Nun darnm gehe standhaft bis an Dein Ende jenen Weg, den unS derjenige gelehret und durch sein Beispiel gezeigt, dem wir auch im neuen Jahre zuruseu wollen: Gelobt sey Jesus Christus in Ewigkeit. (Oesterr.Volksfr.) Ungarn Tcmeswar, im Dec. Der von dem hochwürdigsten Fürstbischof von Lavaut, Anton Martin Slomschek gcgrüuderc Gebetsverein zur Bekehrung der schiSmatischcn Griechen unter An-usnng der heiligen Cyrill und Methud gewinnt immer mehr an Ausbreitung und läßt unö die segcnSvollsten Früchte hoffen. Nach dem letzten amtlichen Ausweis leben im Temescher Banal und in der serbischen Wojwodschafr 614,577 römisch Katholische, 11,612 griechisch Katholische, 679,556 Schismatiker, 50,911 Augoburger Confession, 26,127 Helvec. Cousessivn und 16,214 Indem Sie sehen auS diesem Ausweis, daß die Nichtuuirieu die zahlreichsten, die griechisch Unirtcn jedoch an Zahl die schwächsten sind. Eö wäre auffallend, daß nicht schon früher Uebertriite zur Union hier stattfanden, wcun man nicht wüßte, daß für die religiösen Bedürfnisse der Unirten nicht am besten gesorgt war. Als nun Seine k. k. apostolische Majestät für die im Baust zerftteut lebenden Unirteu die Errichtung eineö Bischofssitzes zn Lugos genehmigten, hat diese allerhöchste Entschließung gleich einem elektrischen Fnuken auf die Schismatiker gewirkt und schaarcuweise erfolgten die Uebertritte vom Schisma zur Union. Ganze Gemeinden wünschen in die alte Mutterkirche wieder aufgenommen zu werden. Es haben jedoch die Convertiten mit manchen Schwierigkeiten zu kämpfen. Nach den bestehenden Gesetzen gehört die Kirche der Nichtunirten in einer Gemeinde auch für den Fall noch immer den Schismatikern, wenn auch der mindere Theil, ja wenn auch nnr einige Familien im SchiSma zurückbleiben. Die Konvertiten haben demnach in vielen Orien kein Gotteshaus. Bei ihrem Eifer und Ausdauer versammeln sie sich nun in einem Privathauö oder in einer vorfindigen Capelle. Die im Bannt lebenden grieck. Unirten gehören, da der Bischofssitz in Lugos noch nicht besetzt ist, zur Großwaroeiuer Diöcese, wo ein unirter Bischof wohnt. Die weite Ausdehnung deS BiöthumS uuo vielseitigen Geschäfte erlaubten eö jedoch dem Bischof nicht, die zerstreuten Gläubigen zn besuchen. Unaussprechlich war darum die Freude dieser Gläubigen, als der hochw. römisch-katholische Bischof von Csanab, Aler an der Csajaghi, bei einer im heurigen Sommer im Bannt unternommenen Bisiialiousreise auch mehrere uuirte Gemeinden besuchte und sie zur Sündhaftigkeit und Ausdauer ermunterte. Die für den Bischofssitz bestimmte Stadt LugoS liegt im Krassoer Comitat und zählt 1885 römisch Katholische, 725 griechisch Unirte, 15,620 Schismatiker, 123 Augsb. und 86 Helv. Confession, endlich 383 Indem Dieß ist nun ein wahres Quodlibet von Konfessionen in einer Pfarre. Diese konfessionelle Verschiedenheit findet man jedoch nicht in Lugos allein, sondern im ganzen Bannt. (Salzb. K.-Bl.) Verantwortlicher Redacteur: L, Schönchen. Verlags-Inhaber: F. C. Kremer.