Vierzehnter Jahrgang. Sonntags-Beiblatt zur Augstmrger PostMtung. 12. Februar S^- 7.. 1854. Dieses Blatt erscheint regelmäßist alle Sonntage. Der halbjährige Abonuement«prei« Tt> kr., wofür e« durch alle lonigl. bayer. Voi^äinter und alle Anchhaudlnngen bezogen werden k^uv. Die Akademie der Propaganda am 8. Januar 1834. Rom, 10. Jan. Zu den großartigsten Bildungsanstalten der Welt gehört unstreitig die Propaganda. Die Stiftung rührt zwar von Gregor XV. her, aus dem Jahre 16Z2; aber die Ausführung kam erst unter dem uachfolgeudcn Papste Urban VlII. zu Staude, weßhalb das Institut auch LoIIegium Hirlianum genannt wird. Die Oberleitung führt eine Cougregalivn, welche aus dreiundzwanzig Cardinälen besteht mit dem Präftcten an der Spitze und mit emem Präfecten der Oecouomie. Secrctär ist ein Prälat, der Sr. Heiligkeit wöchenilich Bericht erstattet; er steht in unmittelbarer fortwährender Verbindung mit den sogenannten Wnutali oder jenen Priestern, welche mit den Missionären in allen We.Itheilen correspoudireu. Die Milsiomire gehen a»6 der Bildungsanstalr hervor. Knaben mit zwölf Jahren werden schon aufgenommen — aus den verschiedensten Ländern, besonders aus solchen, wo keine höhern Schulen bestehen. Manche treten erst später ei». Auf die fünf Jahrgänge deS Gymnasiums folgen zwei Jahrgänge der philosophischen Studien und vier Jahrgänge Theologie. Gegenwärtig befinden sich 106 Alumnen an der Anstalt. Sie tragen einen schwarzen, offenen, rochgesütterten Talar. Ihre ConversatimiSsprache ist die iialieuische. BiS zum Jahre 18^8 lcüeten Jesuiten dir Schulen und daS Alumnat; Weltpriester traten an ihre dnrch den Stnrm der Revolution erledigten Stellen und haben sie jetzt noch innc. — Eine klare Vorstellung von der merkwürdigen Zusammensetzung dcö Alumnats gewährt besonders die öffentliche Akademie in der Octave deS EpiphaniafesteS. Die Weisen deS Morgenlan! es, diese Erstlinge deö HeidcnrhumS in der Anbetung Christi, werden als das Sinnbild der Bekehrung des HciocnihumS durch die ganze Octave in der Kirche 8. ^nelie-r clella Vallv gefeiert durch Hochämter in lateinischem und orientalischem Ritus und mit Predigten in italienischer, französischer, englischer und deutscher Sprache. Auch Protestamen finden sich zahlreich bei diesen Vorträgt» ein und sie hören vielleicht nie so unumwunden die Wahrheit, als an diesem Triumphseste der katholischen Kirche. Die erste der beiden den scheu Predigten hielt der Fürst Hohcnlohe, die letzte der vier englischen wild Se. Cmmenz der Cardinal Wiscman hallen. Im schönsten Cinklange mit dieser golteSnensllich-n Feier steht die Akademie der Propaganda. Die Capelie der Anstalt war mit rothen, boroir- ten Tapeten geschmückt, wie cS die römische Fcstsitte mit sich bringt. Den Hochaltar verhüllte eine Tapelenwand, die mit dem Bildnisse Sr. Heiligkeit t'io IX. geznrt war. Die Tribune deö Hochaltars besetzten in dichter Menge die Alumnen, Gäste füllten die Capeile; die ersten S tze nahmen der Cardinal Wiseman und der ehrwüidige Capuciner-Cardinal ein. Andere Carvinäle befanden sich in einem Oratorium. Gegen drei Uhr machte ein lateinifcher Prolog den Ansang. Der Redner, ein Korse, behauptete, die astronomischen Untersuchungen über den Stern der Magier seyen ein neuer 50 Beleg der schönen Uebereinstimmung der ächten Naturwissenschast und der Lehre der Offenbarung. Nun folgten meist poetische Vorträge, und zwar zuvörderst in asiatischen Sprachen. Ein Alumnus auS Dublin tcclamirte ein hebräisches Gedicht über den Spruch des heiligen Leo: „0 cooea (llerociis) stultae aemulationis impietas, czuae perturbancium putss ciivinum wo suroro eonsilium!" Zwei schlanke Alumnen auS Mossul sprachen all- und neu-chaldäisch, syrisch und arabisch; einer auS DamascuS sprach alt-armenisch, einer auS Konstantinopei neu-armenisch. Ein Giorgio de Crnz auS Nangoon im Virmancnreiche trug mit dein Motto: ,,^o pregoero per I» Lina!" ein chinesisches Gedicht vor — mit einer Gemüthlichkeit und einem Wohllaute über alle meine Erwartung. Die Einsilbigkeit der Wörter machte sich jedoch manchmal durch gesonderte Tonstöße genügend bunerkbar. Ein Georgier sprach über den kindlichen Glauben der Waisen des Morgenlandes; Giovanni Mac Jessey auS Bombai declamirte persische Verse; derselbe trug mit zwei College» auS Cork und Calcutla eine hinvostanische Ekloge vor. Der dreizehnte Vortrag war singalisch, der vierzehnte birmanisch, der fünfzehnte bengalisch, der sechzehnte türkisch. Von den Sprachen Europas waren vcrireicn: die alt-griechische, die neu-griechische, die laieinische, französische, italienische, portugiesische, illyrische, cellische, holländische, lappländische, deuische (auch der Schwcizcrviateli), die dänische Sprache, die russische, die englische (Versi Inglesi, Versione Irlimeleso, poesig Lco^eso), die schwedische, die ungarische, die romanische, rhalische, die walachische. Verzeihen Sie die Unordnung; die Aufzählung hielt sich mit geringer Ausnahme an die Reihenfolge der Vorträgt. — Sprachen von Afrika bildeten die dritte Abtheilung. Drei braune Egyptier trugen in kräftigem Tone eine koptische Ekloge vor. Ein vierter Egypiier, Antonio Raccrb von Nedi, gab eine Protc deS Thebenischen; der Abyssinicr Maria TeSfage von Adua sprach zuerst äthiopische Verse, dann vrosa ^msrioii. Der Spruch: „Lentes, czuue l'o non rwverunt, in^oeavunt Iv, et ponuli, cl 1'e eontugienl" wurve in der Sudansprache von einem Moh-en ausgeführt, dessen Schwärze die des Abyssi- nicrS noch weit übertraf. Zum Schlüsse traten noch sieben junge Eleven zugleich hervor, und jeder richtete an die Versammlung einen besondern Spruch des Dankes. Ein kleiner stämmiger Amerikaner von eiwa zwölf Jahren, mit rothen Wangen und röihlichen Haaren, erweckte durch die Frische des Voriragcö und durch den unbefangensten Frohsinn bei den Zuhörern allgemeine Heilerleir. Die gesammte Feier dauerte anderthalb Stunden. Unter allen diesen Sprachen tönten mir die äthiopische und indische am weichsten anS Ohr, so daß ich gerührt wurde, obgleich ich keine Sylbe verstand. — Die Aluiniien hielten ihren Tcrl in der Hand, und mehrere machten im Augenblicke veS Nothfalls davon einen flüchtigen Gebrauch. Vielleicht die allerbesten Dcclamaioren waren gerade die zwei Candidaten auS dem österreichischen Kaiserftaate: Giacomo Motter von Trient, der mit hinreißender Begeisterung in einer italienischen Ode die Hoffnungen der katholische» Kirche anösprach, und Franz Nichter von Hermannttaot, ver seiner Heimat und den Lieben daselbst ein Lebewohl zurief, welches in mir selbst ein Heimweh erweckte: aber eine hehre Stimme mahnte zum Op>cr der Trennung und das Glaubenöbanner sügie sich in seine Hand. In fernste Länder will er es tragen. Die Wogen dcö Meeres tosen empor; reißende Tdicre drohen in der Wüste; Dolche und Marterwerkzeuge erscheinen. Aber der jnnge Missionär blickt zum Himmel, schwingt daS Banner und cill in die Weite. Vlüiend sinkt er nach gesegnerei» Wirken zusammen. Die Seele wiro srei und schwebt in die wahre Heimat und findet dort die Lieben wieder. — Welche Gnade und welche Wonne ist eS, Katholik zu seyn! (Salzb, Kbl.) Die Kirchenstürme «nd ihre Folgen. Da die katholische Kirche als göttliche Anstalt zur Fortsetzung des ErlösurigSwerkeS Christi im Geschl.chie den weltlichen Staatsbehörden gegenüber eine beziehungsweise unabhängige Stellung in der menschlichen Gesellschaft einnimmt, welche sie, ohne 51 sich selbst aufzugeben, den oft wunderlichen Zumuthungen einer sich breit machenden StaatSweiShcit niemals zum Opfer bringen darf; so mußte eS im Laufe der Weltgeschichte wohl wieder zu den traurigsten Konflikten zwischen der geistlichen und weltlichen Regierung kommen, sobald die christlichen Grundsätze in einer Staatsverwaltung widerchrit-lichen politischen Maaßregeln gewichen waren, — Je nach der Verschiedenheit der Zcitverhältnisse und der Eigenihümlichkeit der geschichtlichen Beziehungen eines Volkes hat auch das Streben, die Kirche in das Joch deS StaatswagenS zu zwängen, eine verschiedene Färbung angenommen. In dem einstigen griechisch-morgenländischen Kaiserreiche richteten die gekrönten Erben der heidnischen Cäsaropapie bei ihren niederholten Angriffen auf die Selbstständigkeit der Kirche ihr Augenmerk vorzugsweise auf die Unterjochung deS römischen Stuhles,*) weil sie wohl erkannten, daß sich mich die Glieder nicht naturgemäß bewegen können, sobald daS Haupt in ftiner eigenthümlichen Wirksamkeit gehemmt ist. Und als dieß despotische Unternehmen nicht gelingen wollte, schritt man zur Schöpfung eines neuen Primates zu Konstantinopel, nachdem man sich zuvor von der Gemeinschaft mit Rom losgetrennt hatte; welcher Primat als politische Schöpfung sich dann auch seinem Urheber durch kirchliche Fügsamkeit dankbar bewies. Und weil diese kirchlichen Fesseln, in welche der DrSpotiSmns der griechischen Kaiser die mrrgenländische Kirche schlug, so Volks thu ml ich werden konnten, daß der Versuch zur Wiedervereinigung der morgenländischen Christenheit mit der abendländischen an der sittlichen Veri'unkenheit der ersteren scheiterte, so verfiel dieser abtrünnige Theil der Christenheit einem Gottesgerichte, welches die wilden Söhne MohamedS an demselben vollzogen. — Eine ähnliche Obmacht über die Kirche strebten auch einige deutsche Kaiser an, welche durch kirchliche Vermittlung die preisgegebene abendländische Kaiserwüide geerbt hatten, und nun zum Danke dafür die Kirche anfeindeten, als sie ernste Miene machte, sich in ihrer Selbstständigkeit und Würde als moralische Richtcrin der Nationen zn behaupte«. Doch war der Kampf der sränkisch-salischen und hohenstaufi cken Kaiser nicht so sehr gegen das Papstthum als solches, als vielmehr gegen einzelne hervorragende Persönlichkeiten, die dazumal den römischen Stuhl einnahmen, nnd deren Energie bei Wahrung wohlerworbener kirchlicher Rechte und bei der Durchführung kirchlicher Maaßregeln ihnen lästig war, gerichtet. Die Negation der göttlichen Einsetzung deS PapsttbumS blieb dem stürmischen ReformationSzeitalter vorbehalten. Der auf dasselbe folg.nde Kampf für und gegen die katholische Kirche spaltete anck Deutschland in zwei feindliche Parteien, deren offene und geheime Befchdung die Zerstörung der deutschen NeickScinheit vorbereitete. Doch erst dann wurde der organische ReichSverband vollständig gelöst, als ein geborner Schutzhe.r der Kirche, ein dcuischcr Kaiser, vom Jrrlichte der rationalistischen Aufklärung deS philosophischen Jahrhunderts geblendet, durch seine kirchenfcindlichen Verordnungen und Maaßregeln auch die noch treu gebliebenen Theile der kaihol. Kirche Deutschlands in moralische Fesseln schlug. Der Klageruf der leidenden Kirche war zugleich der Grabgesang der d utschen NeichSciuheit und Freiheit! Und obwohl man die bittere Erfahrung gemacht hatte, daß dem kirchlich-revolutionären Zeitalter der Reformationsepoche nnd AufklärungSpcriode die politisch-revolutionären Stürme der Neuzeit auf dem Fuße gefolgt waren, so dachte man doch in der politischen Rcst.uirati'onsepoche am Schlüsse der europäischen Freiheitskriege nicht daran, der schwergekränk-en Kirche Deutschlands Genugthuung zu leiste», und ihren wohli'egründeten Forderungen gerecht zu werde». Der in den achtziger Jahren deS verflossenen Jahrhunderts in Deutschland gegen die katholische Kirche begonnene, durch die Krieg?jahre unterbrochene, und vom französischen Usurpator fortgesetzte Kampf, wurde vielmehr nach wiederhergestelltem Frieden von den Regierungen der deutschen Groß- und Klein« staaten, welche die Erbschaft deö deutschen Reiches angetreten hatten, wiederum auf« Man denke z. B. nur an die barbarische Behandlung, welche Martin I. von Kaiser Con- sianz ll. erdulden mußte, weil er sich bei den inonothclctischcn Streitigkeiten nicht den launenhaften Einfällen dieses leidenschaftlichen Kaisers fügen wollte. A. d E, 52 genommen, und mit List und Gewalt fortgeführt, bis ein neues Gottesgericht ihr.cn ein gebieterisches Halt zurief. Während nun die Regierungen der deutschen Grcßstaaten, durch Erfahrungen klug gemacht, der Kirche gereckt zu werden anfangen, fchen wir die deutschen Kleinstaat«» einem pflichtgetrcnen Episkopat gegenüber die Consequenzen dc6 StaatSkirchciuhumS selbst auf Kosten der Ruhe und Ordnung ihrer Staaten ans die äußerste Spitze treiben. Zu schwach, den Kampf gegen das kirchliche Oberhaupt aufzunehmen, geht ihr ganzes Streben auf die Unterdrückung deS kirchlich-gesinnten KleruS ihrer Territorien. Und doch sind sie nur die Wurfschaufel in der Hand deS Herrn, der im Sturme der Verfolgung seine Tenne von der aufgehäuften Spreu reinigt. Jeder kirchliche Conflict mit einer kirchenseindlichen Staatsbehörde ist ja ein kategorisches Ultimatum, welckeS der göttliche Weltrcgent einem Volke zur letzten Enlscheidnng vorlegt. Stellt sich die öffentliche Meinung im Volke auf die Seite der Kirchenverknechter, so geht es seiner politischen »nd socialen Auflösung unaufhaltsam entgegen; widersteht eö dagegen der Versuchung zur Spaltung und Trennung, so wird sein Kern durch das neu erwachende kirchliche ^cbcn erfiischt und erneuert, so daß eS neu erstarkt durch seine sittliche Kraft jevem äuß rn und innern Feinde seines gesellschaftlichen LebeuS Trotz bieten kann. Das ist ein uraller Crfahrungssatz der Geschichte, dessen Wahrheit auch der Auö- gaug deS unheilvollen Conflictes in der oberrheinischen Kirchenprovinz neuerdings bestätigen wird. (W. K.-Z.) Der heilige FranciscuS als Patron deS Vereines gegen Thier- qualerei. Unter allen Heiligen hatte vielleicht keiner eine so innige und zarte Liebe zu allen Geschöpfen, aiö der große OrdcnSmann des Mittelalters, der heilige Franz von AM, Cr verachtete auch die Kleinsten und Geringgcachteisten nicht, sondern erinnerte sich ihres gemeinsamen Ursprungs; uuv nannte sie seine Brüder und Schwestern. Im Fri.dcn mit allen Wesen, gewissermaßen zur ersten UnschuldSzeit zurückgekehrt, floß sein Herz über von Liede, nicht allein für die Mcnschen, sondern auch sür alle Thiere, die weiden, die fliegen und die kriechen. Wo die Augen Anderer nur vergängliche Schönheit crblicklcu, eindeckte er mit höherer Scharfsicht die ewigen Beziehungen, weiche die sächliche Welt mit der siltlichcu Ordnung verknüpfen, und die Geheimnisse -der Nainr wie des Glaubens. Als Beleg hicfür wollen wir einige Züge aus dem Leben deS heiligen Franciöcuö zusammenstellen, und dadurch die Uebcrschrist dieser Zeilen rechtfertigen. Wir benützcn dabei das dem sei. Cardinal Diepenbrock gewidmete Buch: „J-aliens Franci^caner-Dichter im 43ten Jahrhunderts, von Ozanam." Manchmal lobte der Heilige stundenlang den Kn-stfleiß der Bienen, und ließ ihnen, selbst alles cnibehrcnd, im Winter Honig und Wein spenden, damit sie nicht vor Frcst umkämen. — Seinen Schülern stellie er als Mnster den Fleiß der Lerchen, die Unschuld der Turteltauben auf. — Nichts kam aber seiner Zättlichkeii sür die Läuim.r glcich, die ihn an die Demuth und die Sanfimuth deS Heilandes erinnerten. Die Legende erzählt, er habe, als er mit einem Ordensbruder in der Mark Ankona wandcrie, einen Menschen getroffen, der zwei kleine Lämmer an einem Stricke aufgehängt auf der Schulter trug. AIS er ihr Blöcken vernahm, wurde cr auf'ö Innigste davon gerührt, und näherte sich dem Manne, zu dem er sagte: „Warum quälst du die Lämmlein, indem du sie also gebunden und aufgehängt trägst?" Dieser antwortete ihm, cr brauche Geld, und trage sie auf den nächsten Markt, um sie den Metzgern zu verkaufen, die sie schlachten würden. Da ries der Heilige: „DaS wolle Gott verhüten, nimm lieber diesen Mantel, den ich umhabe, und schenke mir dafür diese Lämmer!" Dieß gefiel dem Andern sehr, er gab ihm die Lämmer, und nahm dafür den Mantel, der groß und viel wcrthvoller war, und den ein gläubiger Christ dem Heiligen am nämlichen Morgen wegen der großen Kälte erst verliehen hatte. Da 53 hielt nun FranclScuö die Lämmer in seinen Armen, ohne zu wissen, was er mit ihnen machen solle, gab sie aber, nachdem er darüber mit seinem Reisegefährten zn Rathe gegangen war, ihrem ersten Besitzer zurück, indem er ihm daö Versprechen abnahm, sie niemals zu verkaufen und ihnen kein Leid zuzufügen, sondern sie zu behalten, zu füttern und rechte Sorge für sie zu tragen. — Solche fast brüderliche Liebe zu den Geschöpfen erwarb aber mich mit Gewalt, früh oder spät, Gegenliebe, und die einfachen Erzählungen der Zeitgenossen bestä>izen cS, daß die Thiere den Heiligen umgaben, um ihn zu bewundern und ihm zn dienen, gleichsam als ob sie in dem abgemagerten und durch Fasten und Nacktwachen erschöpf-en Büßer von Assist, fast nicht mehr die irdische Gestalt, sondern nur noch daS Abbild GotteS erblickien. Die Hasen und die Fasanen flüchteten sich in die Falten seines GewandeS, und wenn er bei einer Trift vorbeigehend die Schafe nach seiner Gewohnheit mit dem Schwesternamen begrüßte, sollen sie ihre Häupter erhoben haben und ihm gefolgt seyn, indem sie ihre erstaunten Hirten verließen. Er selbst fand^, bereits längst den Genüssen der Menschen entfremdet, süßes Vergnügn an diesen Festen, welche ihm die Thiere deS Feldes bereiteten. — Eines Tages, da er durch das Thal von Spoleto schreitend, nahe bei Bevagna an einen Platz kam, wo sehr viele Vögel, besonders Sperlinge, Krähen und Tauben nisteten, verließ er, in seiner großen Liebe mich für die vcrnunstlosen Geschöpfe, auf kurze Zeit seine ans der Straße wandelnden Gefährten. Da sah er, wie er näher kam, daß die Vögel ihn erwarteten, und grüßte sie nach seiner Gewohnheit. Bewundernd, daß sie bei seinem Anblicke nicht davon geflogen waren, srente er sich innig, und bat sie demüthig, das Wort GotteS zu vernehmen. Er sprach zu ihnen: „Ihr Vog-lein, meine Brüder, ihr besonders müßt curcu Schöpser loben und ihn stets lieben, denn er hat euch Fevern gegeben, um euch zu decken, Flügel, um zu fliegen, und Alles, dessen ihr bedürftig scyv. Er hat euch unter allen Werken seiuer Hände besonders geadelt, und euch eure Wohnung in dem reinen Striche der Lust bereitet." Wie er selbst berichtet und seine Gefährten bestätigen, nahmen die Vögel bei liefen Worten jeder seine eigenthümliche Stellung an, und schlugen mit den Flügeln. Er aber ging mitten unter ihnen hin und her, und streifte sie dabei mit dem Saume seines Gewandes. Darnach aber segnere er sie, und gestattete ihnen, nachdem er daS Zeichen des KreujeS über sie gemacht hatte, davonniflicg/n, worauf er sich innerlich sehr gelrcstet wiever zu seinen Schülern begab. — Kurz vor seinem Tode hatte er noch die Freude, ein großes Festmahl zu geben, zu dem er die Thiere cinlnd. ES war am Wcihnachtstage in Grecio, daß er diesen Sieg der Einfalt, der Armuth und der Demuth feierte. Man halte in der Mitte eines Gehölzes einen Skall errichtet, und in diesem war Hen, ein Oeche'lcin und ein Eselein, während die Krippe als Altar diente. Die Franciscaner strömten aus vielen ihrer Klöster in der Nachbarschaft herbei, und sehr viele Umwohner wallten mit brennenden Fackeln, geistliche Lieder singend, von den Bergen herab. Diese Nacht, von der daS Licht der Well ausgegangen ist, sollte keine duiu.e seyn. Der heilige FrcmciscnS diente freudenvoll als Diaconus bei der heiligen Messe, und sang feierlich das Evangelium, Er predigte dann dem Volke von der Geburt Christi und der hohen Bestimmnng Bethlehems u, s, w. Seit diesem Tage ist eS, daß sich mit päpstlicher Gutheißung die schöne Sitte, erst in Jialien und dcwn auch in Deutschland nnd Nier-erlanv verbreitet hat, ans Weihnachten Krippen zu bauen, und an denselben bei dem vom Christkinde ausgehenden Lichtglanze zu opfern. — Wie Bonavcntura erzählt, sangen die Lerchen ans dem Dache deS Hauses, worin die Leiche des heiligen FranciScus lac>,> mit den Brüdern Trauerlieder. Ist daS zu wundern? Wohl mag es nicht an Solchen fehle», welche vornehm auf des Kindische herabsehen, was man vielleicht in dieser Freundschaft deS heiligen Franciscus für die Lämmer und die Tauben findet; allein derselbe Manu, der einfältig genug war, den Vögeln zu predigen, rief die Bürger auf den Märkten von Padua, Brescia, Cremona und Bologna zusammen, nnd sing seine Ne?en an sie mit dem Wunsche deS Friedens an; dann ermähnte er sie, die Feindschaften auszulöschen und Sühnverträge unter 84 einander zu schließen, und Viele umarmten sich, das bereits vergossene Blut verwünschend. So erscheint der heilige FranciscuS von S!ss>si als Orpheus dcS MittelalterS, die Wildheit der Thiere und die Härte der Menschen bändigend. — Wenn eS nun schon in unserm jetzigen Zeitalter einen Verein gegen Thicrquälerei geben muß, so könnte man ihm keinen bessern Patron wünschen, als den heiligen FranciScuS, Dadurch würde die Humaue Grundlage dcS Vereines in eine christliche verwandelt werden, und von dieser christlichen Gesiuuung ließe sich mehr Wirksamkeit erwarten, als von der Vcrihciluug preisgekrönter Traclätchen. Bilder und wahret das unschuldige Gemüth der Jugend — und die Thicrquälerei wird von selber aufhören. (Oest. Vfr.) Vereinigte Staaten von Nordamerika. In Cincinnati sand am Neujahrsfeste eine herrliche Fei>r statt. Es wurde nämlich, wie uns der „Wahrheitsfreund" berichtet, die heilige DreifaltigkeitSkirche an dem genannten Tage vom hochwürdigsten Herrn Erzbischof Purcell feierlich eingeweiht. Der päpstliche Nuntius hielt das Poutificalamr. Ihm assistirten der hochwürdigc Superior der FranciScaner von St. Bernhard als Erzpriester, P. Unterthiener, 0. 8. k°. von der St. JohanncSkirche, als Diacon, und der hochwürdige Herr Hengchold von der St. Philomenarkirche als Snbdiacon. Der hochwürdigste Erzbischof Purcell und der hochwürdigste Bischof von Samt Palais von VinzenneS waren im bischöflichen Ornate anwesend; Caplan des ErzbischofS war der hochwürdige Herr Hammer von der St. Marienkirche, uud Capian des Bischofs der hochwürdige Herr VoohrS, bisher Vorsteher im hiesigen St. AloysiuS-WaiseubauS. Ceremoiiienmeister war der hoch- würdige Herr LiierS von cer St. JosephSkirche. Ferner waren von den Herren Geistlichen anwesend: Hochwvrden Herr Kröger und Ritter von der heiligen Drei- saliiglcilökirche, Hochwnrten Herr Kühr von der Muttergotteskirche in Covington, Hochwürden Herr Hahn von der St. Pauluökirche, Hochwürden Herr DesalaerS von der St. Michaelskiiche, und Hochwürden Herr Elkmann von der St. Marienkirche. Die Festrede hielt (nach d.'in Evangelium) der hochwürvigste Gencralvicar Ferneding über den Tcrt Luc. 19: „Hente ist diesem Hanse Heil widerfahren." Es war «ine wahre Festrede, durch und durch vom kirchlichen Geiste und von kirchlicher Freude durchweht. Ehe der NuntiuS den apostolischen Segen ertheilte, hielt auch er eine kurze Anrede in deutscher Sprache, in welcher er unter Andern» sagte, daß er willens gewesen, früher von Eincinnati abzureisen, aber sich gern habe cnifbaltcn lassen, der Einweihung der wieder aufgebaute» erste» deutschen Kirche hiesiger Stadt beizuwohnen. Er freue sich, hier geblieben zu seyn, und eS gereiche seinem Herzen zu einer großen Freude und Tröstung, so viele gute deutsche Katholiken versammelt zu sehen und in ihrer Sprache anreden zu können. Die vielen großen und prachtvollen Kirchen der Stadt seyen das sicherste Zeugniß für den Glauben und die Opferwilliakeit für die Sache dcS Glaubens von Seile der Kaiholilen. Diese große und prachtvolle Kirche, welche so eben wieder zum Dienste des Allmächtigen eingeweiht worden, sey ein weiterer Beleg hiezu. Zwar sey die Kirche im Innern noch nicht vollendet und ermangle noch manchen Schmuckes, daS werde aber ÄlleS nachgeholt werden, wie man von den Denischcn EiminualiS gewohnt sey. Düse Kirche, wie sie jetzt dastehe, könne füglich als ein Bild für jeden Christen bezeichnet werden. Denn obgleich man im Verbände der wahren Kirche lebe, so gebe es doch immer im Innern des Christen — im lebendigen Tempel dcS heiligen Geistes, wie die Schrift den Christen nennt — noch manches auszubauen und auszuschmücken, ja daS ganze Leben hindurch, so lauge der lebendige Bau stehe, dürfe von der wcitcrn Ausschmückung nicht abgelassen werden. Dieser Schmuck bestehe in Uebung aller christlichen Tugenden. Hierauf folgte der bischöfliche Segen. Der hochwürdigste Erzbischof Purcell hielt dann auch noch eine Ansprache an das versammelte Auditorium, und machte beson- Zö derS auf die Verleumdungen aufmerksam, welche von Seite der Presse und eines Theiles des PublicumS gegen den apostolischen NnntiuS in diesem Lande verbreitet worden seyen und noch heule wiederholt würden. Es sey dieses die größte Schmach, welche der schuldige Theil der Presse und deS PublicumS auf sich geladen habe zc. Am Abend überreichte daS Baucomittee dem Herrn Nuntius eine Dankadresse, welche mit einem sehr schonen Gedicht begleitet war. S Gegenüber dem schmachvollen Treiben der italienischen Flüchtlinge und der Echmähblätter verdient daS Benehmen deS protestantischen PublicumS gegen den päpstlichen NnntiuS Monsignor Bcdini doppelte Aneikennnng Der Bürgermeister von New-N rk lud den Gesandten deS heiligen StubleS amtlich zur Besichtigung der öffentlichen Anstalten der Ciadt ein, eine Ehre, welche nur den auSgezeichuelsten Gästen widerfährt, und die Stadtbchörden halten hi'czu Wagen zur Verfügung gestellt. Am 10. November begann der NuniiuS vom Palaste des ErzbischofS von Ncw-Aork auö, der ihn begleitete, seine Rundfahrt unter zahlreicher Begleitung, die immer sich vermehrte, so daß zuletzt der Zug zwanzig Wagen zählre. Der Nuntius besuchte die Blinden- und Tanbstummen-Anstalt der Siadt, dann die zahlreichen WohllhätigkeitS- Anstalten auf den Inseln Raudalt, Ward und Blackwell. — Die beiden Prälaten stellten den zehn Gouverneurs und den Commissarien für die Einwanderer den Geistlichen vor, welcher mit der Seelsorge für die Katholiken auf den drei Inseln beauftragt ist, und empfahlen denselben ihrem Schutze In den Krankensälen richtete der NuutiuS wohlwollende Worte an die Krankenwärter, besonders an jene, welche ihm alö den Katholiken feindselig bezeichnet worden, und die sich durch diese Aufzeichnung geehrt nnd versöhnt fühlten. Auf der Insel Ward halten die Commissarien ein prachtvolles Gastmahl zu fünfzig Gedecken veranstaltet, wobei eö natürlich an Toasten und Reden nicht fehlte. Der Nuntius ergriff selbst mchrmal daö Won und wurde mit größter Aufmerksamkeit gehört. Besonders klalschle man Beifall, als er am Schlüsse der Danksagung für die Ausbringung seiner Gesundheit saate: „Da Sie Alle den Papst als den heiligen Vater bezeichnen, wollen wir hoffen, daß er cincö TageS Sie Alle seine Kinder nennen kann." Am merkwürdigsten aber ist der Besuch in Kaughuaweya, ciuer Niederlassung von bekehrten Mitten. Sie waren seit längerer Zeit mit ihrem Pfarrer, einem würdigen Priester, der schon eiuuuddrcißig Jahre unter ihnen arbeitet, im Zwist, uud alle Versuche zur Herstellung des Friedens waren bisher vergeblich. Tic Gegenwart deö päpstlichen NuutiuS stellte ihn her. Wir theilen ein Bruchstück auö der Rede mit, in welcher diese Gläubigen ihre Reue an den Tag legren und Besserung versprachen. „O Varer, sagten sie, deine Worte sind uuö lief ins Herz gedrungen; wir werden sie niemals vergessen, weil du vom großeil Valer kommst, dem wir alle Liebe uud Ehrfurcht schuldig sind. Wir sind fest einschlössen, deinen Ermahnungen zu folge», zweifle nicht daran. Du hast uns Liebe nnd Einigkeil mit unserm Hirten gepredigt, uns wir werden sie haben. Du darfst diese erfreuliche Nachricht dem großen Vater bringen, welchen wir Alle, obgleich in Weiler Ferne, alö Kinder verehren. Du wirst damit sein Herz trösten und wir werden unserm Worte treu sey». Du rufst uuS im Namen dessen, welcher der Vater von uns Allen ist, auf den gnten Psav zurück, und mir gehorchen. Wir werden niemals dieses schönen TageS und deiner Worte vergessen." Doch auch an feindseligen Demonstrationen durfte eS nicht gänzlich fehlen. Monsignor Bedini war nach Cincinnati gekommen, um dem Erzbischof Purcell einen Besuch abzustatten. Ein unter dem Namen Freimännergesellschast (societ^ c>l d'reemen) bestehender Club von Deutschen zog am 23. December, etwa fünfhundert Mann stark, voil seinem Versammlungslocale nach dem von dem Erzbischofe bewohnten Hause; eS wurden Drohungen laut, welche die persönliche Sicherheit deS NuutiuS gefährdet erscheinen ließen. Die Polizeimannschaft, deren WachthauS sich dem erzbischöflichen Hause gegenüber befindet, schritt gegen die Tumultuanlen ein. ES kam zu einem 56 förmlichen Gefechte; viele Schüsse fielen; die Tumultuanlen ergriffen endlich die Flucht, verfolgt von der Polizeimanuschaft, welche etwa sechzig derselben gefangen nahm; vierzehn der Unruhestifter wurden verwundet, einer getödtet. Antwort des Erzbischofs von Utrecht aus die Adresse der katholischen Generalversammlung. Die Generalversammlung der katholischen Vereine Deutschlands, welche im September vorigen JahreS in Wien tagte, hat auch eine Adresse an daS hochwiirdige Episkopal Hollands volirt, um in derselben die lebhafteste Theilnahme für die Leiden rinn Kämpfe auszudrücken, welche die niederländischen Katholiken für die Rechte der heiligen Kirche mir so viel Muth und Ausdauer bestanden haben. Auf diese Adresse ist nun eiu Aniwortschreiben vom hochwürdigsten Herrn Erz- bischof von Utrecht, dem Metropoliten rer holländischen Kirchenprovinz, clei. Tilbnrg, den 3. Jänner 1854, eingelaufen. Der hochwürdigste Herr Erchischos sagt in diesem Antwortschreiben: „Die Errichtung der kirchlichen Hierarchie in Niederland ist ein hochwichtiges Ereignis), für welches man die göttliche Vorsehung nicht genn^ preisen kann. Nach mehr al' zwcihundcrtjährigen Kämpfen beginnen nun die religiösen Angelegenheiten dieses Landes, welche so lange auf verschiedene Weise verletzt waren, auf normaler Grundliige sich wieder hcrzusttllen, was bei dem so ausgezeichnet gläubigen Sinne dieses Volkes die besten Früchte hoffen läßt. Wie angenehm und tröstlich ist cö für mich, die unzweideutigsten Beweise von sein lebhaftesten Interesse zu sehen, welches die katholischen Brüder Deutschlands und Oesterr-ichs an den Wohlthaten nehmen, mit welchen der Himmel ihre Brüder in der Kircheuproviuz Niedcr- lanv begünstigte. Wir werden insgesammt, fest an den Mittelpunkt der Einheit uns anschließend, an diesen unverwüstlichen Felsen, dessen Grundfeste zu unterwühleu die Holle vergebens versucht, nicht aufhören, den ewigen Vater, von dem jede gute Gabe kommt, für die im verflossenen Jahre gütigst gespendeten Wohlthaten zu danken und unsere Bitten mir denjenigen unserer Brüder in Deutschland und Oesterreich zu vereinigen, damit alle Kinder der Kirche im Glauben verharren und der heiligen Fahne deö Kreuzes folgen, in welcher die Hoffnung unseres Heiles ruht." Trost am Grabe. Johanna von Orvietta, die damals im Orden des heiligen Dominicnö ein Muster vorzüglicher Heiligkeit wurde, besaß schon in ihrer frühesten Jugend einen sehr regen Geist unv gab oft so vernünftige Autworren, wie man sie nur vsn erwachsenen und iu der christlichen Vollkommenheit schon weit vorgeschrittenen Personen hätte erwarten können. Frühzeitig verlor das unglückliche Kind den geliebten Vatcr. Die trostlose Mutter nahm darum gar oft an Sonn- und Feiertagen das zarte Mädchen und führ e eS zum Grabe des uuver- gcßlichen VaierS, um da für seine unsterbliche Seele zu beten Einmal war die Mutter vor innerer Betrübniß ganz und gar außer sich und beklagte eS mit bittern Thränen, daß der Himmel so srühe schon ihrem Kinde den Vater nahm. Da ergreift Johanna die Hand der guten Muller und spricht: „Weißt du'nicht, Mutter! daß wir dort oben noch einen Varcr haben, den Himmelvaler, so gut und lieb? Hast du mich ja beten gelehrt: „Vater unser, der du bist iu den Himmeln!" — Diese einfache Bemerkung des frommen KindeS machle ans das niedergebeugte Mutterherz einen so gewaltigen Eindruck, daß die arme Willwe mit einem Blicke hnliger Freude zuerst gegen den Himmel und dann auf ihr Kind hinsah, dieses voll Liebe umarmte, ihre Thränen trocknete und künftighin nimmer murrte über die Fügungen der göttlichen Vorsehung. Die Zukunft bewies es aber auch, daß Johanna an G>)tl im Himmel einen gar sorgsamen nnd lieben Varer halte; denn unter dessen Gnade und Beistand wuchs sie zn einer herrlichen Blume heran im großen Garten Gottes. Verantwortlicher Redacteur: L. Schönchen. Äerlagg-Inhaber: F. C. Kremer.