Vierzehnter Jahrgang. Sonntags-Beiblatt zur Augslmrger PostZeitung. 26. März ^ RS 1854. DteseS Blatt erscheint regelmäßig alle Sonntage. Der halbjährige Aboauementsprei« kr., wofür e« durch alle köuial. baver. PoKämter uud alle Buchh-mdluiiqeu bezoqrn werden kanv. DaS Christenthum in Abyssinien und der letzte Märtyrer daselbst aus Oesterreich. *) I. Unter den Psalmen Davids ist unS auch daS freudige HuldigungSlied eines begeisterten Jsraeliten auf Salomo, da er die Regierung antrat, im 71. Psalme aufbewahrt. Aber so grcß auch Israels Erwartungen von Salomo'S Weisheit und Regententugenden seyn mochten, in diesem Fciergesange sind dennoch Erwartungen ausgesprochen, die wohl kein blos irdischer Friedensfürst oder Salomo erfüllen konnte. „Er wiid Recht sprechen den Armen im Volke, und helfen den Kindern der Dürf- ligkn, und demüthigen die Unterdrücker derselben. Er wird bleiicn, so lange Sonne und Mond währer, von Geschlecht zu Geschlecht, Er wird herabkonumn, wie der Regen auf eine Wiesenmatte, und wie der Thau die Erde befeuchict. Da wird in seinen Tagen die Gerechtigkeit und Fricdensfülle sprossen, bis daß der Mond vergeht. Von Meer zu Meer wird er herrschen, vom Fluß bis zu des Erdballs Gränzen. Die Aethiopier werden vor ihm sich niederwerfen, und obgleich früher seine Feinde, nun aus Gehorsam den Boden küssen. Die Könige von TarsiS und die Inseln werden Gaben bringen, Arabiens und Seba'S Fürsteil mit Geschenken huldigen: der Eide Herrscher alle ihn anbeten, ihm dienen alle Nationen; — und er wird der Gegen« stand ihres GebeteS immerdar, und ihrer täglichen Lol preisung seyn." In diesen Worten des gotlbegeistcrtcn Sängers schimmern freilich Hoffnungen, die erst in JesnS Christus, dem großen Salomo oder FricdenSfürsten für die Menschen, die eines guten Willens sind, festen Ankergrund fanden, deren volle Erfüllung aber erst jener auch von uns Katholiken ersehnten unv stets angcstreblen Zeit aufbehalten ist, wo Ein Hirt unv Eine Hecrde seyn wird. WaS die Aethiopier betrifft, die nach dieser Prophezeiung Christo dem Herrn huldigen sollten: so begegnet u»S schon in den Jahren 3-t und 35 nach Christi Geburt, als die jugendlich kräftige Kirche noch nicht lange ihre Aeste und Sprossen über Jerusalems Mauern hlnauSgeirieben hatte, ein Abgesandter derselben. In jenem Vor- sprunge HochasrilaS, den w.r Habcsch oder Abyisinien, die Allen aber Aelhiopien nennen, hallen sich lange vor Christi Geburt jüdische Ansiedlungen gebildet. Die vielen mit Engpässen versehenen Waldgebirge dieses Landes, welche stufenweise von schneebcrccklen Gipfeln bis ins liefere Nilland sich niedersenken, die dazwischen liegenden graö- und gerrcidcrcichen Hochebenen mit dreimaliger Ernte und milder und erquickender Alpenluft, die engen Thäler, von wasserreichen Flüssen durchströmt; die vier Tagereisen lange heiße dürre Salzstäche, welcher als Küsteusaum die östlichen Gränz- -) Ocstcrr. Volksfr. 98 gebirgc noch vom rothen Meere sondert, boten den so ferne von Sion sich niederlassenden Söhnen Israels gesicherte Wohnsitze. Selbst in unsern Tagen wohnen mitten in jenem Lande, in der gebirgigen Provinz Samen, zahlreiche Juden, hatten lange, bis 180», ihre eigenen Fürsten, und nähren sich, außer dem für sie unwiderstehlichen Handel, auch vom Baue der Häuser und Hütten. AuS jener Gegend nuu, die viel ausgedehnter ist als die österreichische Monarchie, kam um die Zeit der Steinigung des heiligen StcphanuS der Kämmerer der Königin Kandazeö nach Jerusalem, Jehova dort im Tempel anzubeten. Auf seiner Rückreise im Wagen den Propheten Jsaias, diesen Evangelisten des alten BunveS lesend, ward er durch GottcS wunderbare Fügung vom Diacon Philippus belehrt, bekehit und getauft, und zog dann seinen Weg fort zur fernen Heimal,mit Freuden. — Solches ist Alles lebendig und mit nnnachahmlichcr Anmuth geschildert im achten Kapitel der Apostelgeschichte zu lesen. Unsern Lesern wir!) der genauere Inhalt auch ohne die wohlfeile Großmulh einer martyriumssüchtigcn Miß Cnnniugham bekannt seyn. — Wir fügen nur noch bei, daß fromme Ueberlieferungen der christlichen Vorzeit erzählen, dieser äthiopische Hofdeamte habe den Samen dcS göttlichen Wortes sodann in seinem Vaterland ausgestreut, und später den heiligen Apostel Matthäus gastlich ausgenommen, als ihn die göttliche Vorsehung nach Aethiopien zur Previgt des Evangeliums rief. Wir überlassen eS einer hochmüthigen Kritik, diese und ähnliche Sagen chemisch zu zersetzen und zu verflüchtigen, und an dem bleibenden Reste nach ihrer Weise sich zu erbauen und zu erquicken. Wie cS der Pflanzung des Christenthums iu den nächsten Jahrhunderten daselbst erging, darüber fehlen uns die Nachrichten. Wissen wir doch in unsern Tagen, bei . so vielen Reisemitteln und so sehr gesteigerter Reiselust so wenig über jene Gegenden; was Wunder also, wenn in so früher Zeit Nacht und Dunkel über dasselbe sich vor den Auzcn der nördlichen Welt gelagert hat. Erst gegen das Jahr 327, iu den Zeiten des großen KirchenlchrcrS AthanasiuS, fällt wieder ein freundlicher Lichtstrahl der Kircheugcschichre auf das den Augen der christlichen Welt fast entschwundene äthiopische Gebiet. Obgleich das bisher Gesagte nur eine freilich sehr lose gezimmerte Brücke seyn soll, um zu einem Märtyrer auS Oesterreich zu gelangen, welcher in Sibyssinien für ChristnS sein Leben opferte, so wird, wie wir hoffen, der christliche Leser die Geduld nicht verlieren, wenn wir nuu auf der Brücke noch etwaö verweilen. Wie bekannt bieten sich ja die schönsten Aussichten sehr oft auf Brücken dar. — Im Anfange des vierten Jahrhunderts unserer Zeitrechnung hatte Meropius, ein reicher und gelehrter Mann auS TyrnS, mit seinen zwei hoffnungsvoll hcranblühenden Neffen Frnmentius und EvesiuS eine wissenschaftliche Reise nach Persieu und Indien unternommen. Die beiden Knaben waren fromm und christlich erzogen, kundig der griechischen Sprache, und selbst auf den Reisen benutzte der Oheim die freie Zeit, sie noch weiter zu unterrichten. Auf der Rückreise aus Persien landete das Schiff an der abyssinischen Küste des rothen MeereS, um dort frisches Wasser einzunehmen. Mit!l>rwcile ging MeropiuS mir den Knaben und einem Theile der Reisegenossen ans Land. Sie entfernten sich von der übrigen Gesellschaft, und lagerten sich unter einem schattigen Baume, und weil sie körperlich so wohl sich fühlten, so lasen sie, den Geist zu erquicken, in einem Buche. Da fiel unerwartet ein Blitzstrahl aus heiterem Himmel in ihren frohen Kreis, ein Tropfen bittern WermuthS füllte schnell den ganzen Becher ihrer reinen Lnst. Rohe räuberische Bewohner der Gegend stürzicu herbei und mordeten die Fremdlinge. Der beiven Knaben aber ward geschont, denn ihr junges Leben erregte selbst der Barbaren Mitleid oder Gewinnsucht. Sie käme» an den,Hof des Fürsten nach Auruma, der gerührt durch ihre schöne Gestalt, in welcher eine noch schönere Seele sich spiegelte, sie lieb gewann, und lur, vor seinem Tode ihnen die Freiheit schenkte. Dankbar blieb das Brüderpaar auf den Wunsch, der verwittwcien Königin noch einige Zeit im Lande, sie bei der Regierung, welche dieselbe statt ihres unmündigen SohueS führte, dmch Rath und That zu unterstützen Aber die Sehnsucht nach einer christlichen.Umgebung, 99 nach christlichem Gottesdienst, regte sich mehr und mehr im Herzen der beiden Brüder, denn entweder war in diese Gegend des weiten Aerhiopiens das Christenthum in der apostolischen Zeit nicht gedrungen, oder zu fern nnd abgerissen vom erwärmenden Mittelpunkte wieder erloschen. Ost und oft fragte FrnmcntiuS die fremden Kaufleute, welche bisweilen daö Land besuchten, ob sie Christen seyen. Wie groß war seine Freude, als ihm endlich einmal seine Frage bejaht wurde! Wie alte Freunde nahm er sie auf, und weinte Thränen der Rührung, als er nach christlicher Weise mit ihn?» beten konnte, nnd ersuchte sie beim Abschiede, ja bald und recht oft wieder zu kommen, denn seine Sor,-e werde es seyn, für den Ban eines christlichen Gotteshauses im Lande zu sorgen. — Als endlich der jurwe König volljährig geworden, verließen die Brüder daS Reich. EvesiuS, den die Liebe zum Vaterlande und seinen Verwandten zog. reiste nach Tyrus, wo er später zum Priester geweiht wurde, Frumentius aber ward durch Gottes Geist zu einem höhern Ziele getrieben. Ihm lag daö traurige Schicksal der Aethü'pier schwer am Herzen, die er in der Finsterniß des Heiventhumes hatte zurücklassen müssen; er wollte sie dem himmlischen Vaterlande gewinnen. Er wendete sich nach Alerandria in Egypten an den heiligen Alhanasius, schilderte ihm den Zustand AbyssinienS, und bat ihn, Vorsorge für die Bekehrung dieses Volkes zu treffen, das durch seine Lage nach Älerandria um geistliche Hilfe angewiesen sey. Aihanasiuö, gewohnt in wichtigen Angelegenheilen nicht blos seinem Ermessen zu folgen, sondern in wahrhast christlicher Demuth den Rath Vieler zn hören, versammelte seinen Klerus, und forderte HrumeittiuS auf, sein Anliegen vorzutragen. Als dieser nun voll Begeisterung schilderte, welch' reiche Ernte in Abyssinien zu machen sey, wenn ein vom Geiste Gottes beseelter Mann dort mit Macht und Kraft das Evangelium verkünden würde, da rief AthanasiuS, ihn mitten in seiner Rede unterbrechend, freudig aus: „Wo wäre ein Mann zu finden, auf dem so augenscheinlich GotteS Geist ruhte, wie aus dir, FrumcniiuS; nud wer in der Welt wäre geeigneter zu diesem großen, evangelischen Werke?" Und so ward denn Frumentius zum Bischöfe geweiht, und als Glaubenöbote nach Äelhiopien gesendet, wo er segensreich wie ein Apostel wirkte. Seil jenen Zeiten blieb bis in unsere Tage die abyssinische Kirche mit der von Ezvptcn in Verbindung. Leider daß sie, obgleich dem MohamedaniSmuS sieghast widerstehend, in Irrlehren und unstatthafte mosaische Gebräuche und Ansichten verstrickt wurde, welche dem Ausblühen eines wahrhast christlichen LebenS hemmend im Wege stehen. Mit der übrigen christlichen Welt ans weiter Entfernung nur durch eiu einziges schwaches Band, die Ernennung vcS Abnna ovcr obersten Geistlichen, welche durch den koptischen Patriarchen in Egypten geschieht, in Verbindung stehend, blieb daS christliche Abyssinien fast neun Jahrhunderte für Europa in Dunkel gehüllt. Da traten gegen Ende dcS löten Jahrhunderts die Portugiesen, und unter ibrem Schutze im löten Jahrhunderte die Jesuiten in nähere Berührung mit dem merkwürdigen Lande und Volke. Ihr eifriges Bestreben war cS, das Volk auS Aberglauben, Irrlehre und Unsittlichkeir zu befreien, und in enge Verbindung mit Rom zu bringen. Es kostete dem Orden viele Mühe, Schweiß, Drangsale und Blut. Schon schien der Sieg errungen, der Hof war zum katholischen Glauben bekehrt, die zweifache Natur in Christo überall verkündet, die Mönche und ihre Mißbräuche vom Hofe entfernt, ein Patriarch vom Papste ernannt: da brannte der Fanatismus dcS alten Irr- und Aberglaubens wieder auf, das Reich zitterte in seinen Grundfesten, das Blut von vielen Katholiken ward in einem grausamen Bürgerkriege vergossen, die Jesuiten selbst wurden verjagt oder getövtct (1632). Wohl ließen auch im 18ten Jahrhundert die römischen Päpste Abyssinien nicht ganz auS ihren Augen. Aber auch damals vermehrten ihre Versuche, dort den römisch-katholischen Glauben auszubreiten, nur die Zahl der Märtyrer. Dieß war auch unter Clemens XI. der Fall, im Jahre 1711. Liberatus Weis, ein Priester der damaligen österreichischen Provinz des FranciScancr- OrdenS, und apostolischer Präscct der katholischen Missionen in Abyssinien, starb damals mir zwei Ordensbrüdern daselbst den Martyrerlod. Pater TheodosiuS Wolf, ihr Ordens- und MissionSgenosse auö dem Kloster zu St. Pölten in Oesterreich, der 100 durcb dreizehn Jahre in jenen Gegenden wirkte, und viele Heiden und Muhamedaner zur Erkenntniß deS Evangeliums brachte, und der zu Lanzendorf bei Wien, nachdem er vier Weltrheile durchgewandert, und seine Kräfte erschöpft im Dienste des Herrn, reich an Verdiensten starb, hat in einem lateinischen Briefe den Martyrertod seiner oben erwähnten Miibrüder beschrieben. Da dieser Brief in weiteren Kreisen wohl weniger bekannt ist, als er eS um seines Gegenstandes willen verdiente, und die Blicke der Katholiken in unsern Tagen wieder mit srcmmer Begeisterung tief binab nach Afrika gerichtet sind, so dürste eine Uebersetzung und Mittheilung desselben nicht überflüssig seyn. (Schluß folgt.) Die Zeit der Fasten in Pari». Der Erzbischof von Paris hat in seinem dießjährigen Hirtenbriefe ein warnendes Wort in Bezug auf die „Ignoranz in ReligionSsachen" gesprochen, und verschiedene Mittel unv Wege angegeben, theils daS Uebel zu heben, theils seinen weiteren Fortschritt wenigstens zu h>mmen. Die Predigten fehlen übrigens in der Hauptstadt wahrlich nicht und daS Wort GotteS zählt hier würdige und zahlreiche Vertreter. Aber oft verfehlen die besten Mittel thre Wirkung, wenn nicht äußere günstige Umstände hinzukommen. Der Erzbischof sagt in seiner Anrede an die Gläubigen selbst: „Nirgends ist wohl für die Verkündigung des göttlichen Wortes treuer und reichlicher gesorgt, als in Paris. Dennoch glaube man >ja nicht, daß nichts mehr zu thun übrig bleibt. Und weil noch so viel Böses neben dem Guten, daß wir von Herzen anerkennen, besteht, so sollen wir alles Mögliche thun und kein Mittel unversucht lassen, eine noch größere Anzahl Zuhörer um unsere Kanzeln zu versammeln. Und sollte man nicht auch bis in jene dunkeln Winkel von Paris, wo so viele verirrte Seelen fern von der Sonne der Wahrheit leben und sterben, einen belebenden Strahl senden können?" .... Ti se Ausgabe versucht nun der Erzbischof zu lösen, indem er für die Dauer der Fastenzeit in allen Pfarrkirchen einen Religionsunterricht anordnet, der merbodi- schcr, vollständiger und umfassender als bis jetzr geschehen, die christkatholische Lehre verkündet, der zugleich bei den Halbunterrichteten die Kenntnisse ben'cktigt und erweitert und der endlich die ganz Indifferenten zum Nachdenken uud zur Bekehrung aufmuntert. So hat denn der Erzbischof außer den großen Cons.renzcn, die jährlich in Nvtre-Dame stattfinden, ähnliche Zusammenkünfte für jeden Sonntag Abend in den andern Hauptkirchen, so namentlich in St. Sulp'ce, in Ct. Eustache, in St. Mar« guerite und in St. G6nevieve, angeordnet. Bei Hofe hält der gewöhnliche Hosprediger des Kaisers, der Abbv Couriier, die Fastenpredigttn, uud nachdem am letzten Sonntage der Bischof von AdraS die Messe gelesen, begann der ebengeuanute Redner in Gegenwart beider Majestäten den CycluS seiner Voriräge mit einer Predigt über die erste der acht Seligkeiten: „Selig sind die Armen im Geiste, n. s. w", welche Aufgabe bei einem so besonder» Auditorium derselbe sehr gut gelöst hat. Der Abbö Comtier ist ein vonrcffiicher Redner, der trotz seiner hohen Gelehrsamkeit sehr einfach spricht. Seine ganze Ausdrucksweise ist unzezien unv klar und man hätte kaum eine bessere Wahl treff.n können für einen Vertreter der heiligen Wahrheiten eben an diesem Orte. — In Notre-Dame predigt der Pater Wir, der wirklich keinen leichten Stand hat, wenn man bedenkt, daß vor ihm Laccrdcure und Raviguan auf derselben Kanzel gepredigt haben. Teniroch weiß der Pater Mlir seine Aufgabe glücklich zu lösen und ein zahlreiches Auditorium, unter welchem man stets den Erzbischof selbst bemerkt, ist hier versammelt. Im vorigen Jahre hatte derselbe Redner sich die Bekämpfung der Irrthümer der sogenannten modernen Wellphilosophie zum Thema gewählt; dießmal spricht er über den Einfluß des Christenthums zur Hebung der großen socialen Uebel. Vorzugsweise wird er dabei daS materielle Elend der Zeit in'S Auge fassen. — Per berühmte Pater Ventura predigt in St. LouiS d'Anlin, 101 und man erstaunt immer wieder von Neuem, wenn man hier einen Fremden ein so vollendetes Französisch sprechen hört. Dabei entwickelt der Pater Ventura eine bewunderungswürdige Kenntniß sämmtlicher heiligen Schriften, und hat außerdem etwas ungemein Herzliches und GemüthvollcS in seinem Vortrage; nur manchmal dürften uns die allzu großen Gegensätze des Hochp'oe>i'chen und einer gar zu sehr au's Rauhe streiscnden Natürlichkeit befremden. — Der Abbe Combalot läßt sich in St. Thomas Aquin hören, ebenfalls ein ausgezeichneter Kauzelreduer. Ihm kommt namentlich eine langjährige Erfahrung zu statten, und bei seiner volkSthümiichen Redeweise übt er groven Einfluß ans die Massen. Zwei Tage der Woche hat er besonders zum Religionsunterrichte für Damen bestimmt, deren Lieblingsprediger er seit Langem ist. — In Ste. Elisabethe predigt der Abbe Coquercau, der trotz seiner überhäuften Geschäfte als erster Aumonicr der Flotte, seinen Zuhörern nicht untreu geworden ist. Dieser ist ein sehr lebendiger, anziehender Redner, er hat die Welt gesehen und alle Lebenslagen kennen gelernt; seine Vorträge, die stets eine sociale Tendenz zum Hintergrunde haben, sind von großem praktischem Nntzen, Er zählt eine außerordentliche Menge von Zuhörern. — In St. Roch finden wir den Abbe Desplace, ein seltenes, schönes Talent, in seinem kräftigen, ungeschminkten Styl oft an die Kanzelredner deS 17ten Jahrhunderts erinnernd. — Der Doyen von Ste. Genevieve, der Abbe DuqueSnay, seil Kurzem auch Professor an der Sorbonne, predigt in Ste. Marguerite; im ehemaligen Pantheon predigen die Capläne abwechselnd. Abbe Duqueönay gleicht vielfach dem Vorhergenannten; auch er ist eine kerngesunde, gerade Natur, der so recht spricht, wie'S ihm um'S Herz ist, und der zugleich sehr populär sich ausdrückt. Deßhalb ist ihm auch das volkreichste Quartier, der Faubourg St. Antoiue, zugewiesen. Man muß auch durchaus den Adbv Duquesnay häufiger hören, um ihn lieb zu gewinnen, weil er für den Neuling etwas Hartes und Abstoßendes hat. Wir erwähnen hier aber seiner mit besonderer Vorliebe, weil er es ist, der ans die Vorstellungen des Abbe Cuny eine der Seitencapellen in Ste. Genevivve für den regelmäßigen Gottesdienst der deutschen Mission bewilligt hat. Der letztgenannte Priester, der sich mit seltener Hingabe ganz den „armen Deutschen" in Paris widmet, hat denn auch schon seit mehreren Monaicn ein zahlreiches Auditorium um sich versammelt. — Wir schließen hier, da eS den Raum unseres Berichtes überschreiten würde, wollten wir alle übrige Priester erwähnen., die für die Fastenzeit Conferenzen und Vorträge angekündigt haben, und unter denen sich übrigens noch Redner ersten Ranges befinden, wie z, B. Pater Lavigne in St. Sulpice, Pater Corail für die auswärtigen Missionen u. s. w. Genug, wir sehen aus dem Obigen hinreichend, daß wenigstens von der obersten Kirchen- bchörve des ErzbislhumS Ällcs gethan ist, die diesjährige Fastenzeit zu einer segensreichen zu machen. (D. VolkSh ) Griechische Prophezeiungen. Wenn der Sturm kommt, wirbelt Staub auf. So haben auch die politischen Ereignisse, die sich gegenwärtig im Orient entwickeln, die Erinnerung an manche alte Sage und Prophezeiung wach gerufen, an die man sonst schwerlich gedacht hätte. Man erzählt von einem griechischen Mönche, der zur Zeit der Eroberung Konstan- tinopels prophezeit h-ibe, daß die Türken nach vierhundert Jahren dieses Vesitzthum wieder verlieren winden, und zwar, wie man später hinzugesetzt zu haben scheint, durch die blonden Söhne deö Nordens. Ziemlich das Gleiche erzählt man von dem damaligen Patriarchen von Konstantinopel. An dem Hauplaltar der Sophienkirche von MohamedS eiserner Streilkolbe niedergeschmettert, habe er sterbend seinem Mörder geflucht und dessen Reiche nach vierhunderljährigem Bestehen ein schmähliches Ende geweissagt. Diese Vorherverkündigungen, von den Russen zu rechter Zeit wieder aufgefrischt, haben die Runde durch fast alle Zeitungen gemacht. Nichtsdestoweniger müssen sie mit großem Mißtrauen aufgenommen werden. Der angebliche griechische Mönch ist eine durchaus verdächtige Person; denn seiner Prophezeiung geschieht von 102 keinem gleichzeitigen Schriftsteller Erwähnung. Eben so scheint das, waö von Moha- medS Ercessen in der Sophienkirche und dem Morde des Patriarchen erzählt wird, lediglich eine Erfindung des Hasses zu seyn. Mohamed II. war zu verständig, um für seine Person gegen christ iche Kirchen und christliche Priester zu wüthen. Im Gegentheil, seine eifersüchtige Achtung vor dem herrlichen Dom, der, in eine Moschee verwandelt, das Monument seines Ruhmes werden sollte, war so groß, daß er beim ersten Betreten desselbrn einen eifrigen Muselmann, der den marmornen Fußboden ausbrach, mit seinem Säbel nachdrücklich daran erinnerte, wie er zwar Beute und Gefangene den Soldaten bewilligt, öffentliche und Privatgebäude aber dem Fürsten vorbehalten habe. Und als er bald nach der Einnahme der Stadt die Wahl und Einsetzung eines Patriarchen vornahm^ vernachläßigte er dabei keine der Ehrenbezeugungen, die in dem Ceremonie!! deS ehemaligen byzantinischen HofS vorgeschrieben waren. Auf seinem Thron sitzend, übergab der Sultan dem Gennadios den BischofS- oder Hirtenstab, daS Symbol seiner geistlichen Würde, begleitete ihn dann bis anS Thor des Serails, machte ihm ein reichgeschmücktes Pferd zum Geschenk, und befahl den Wksireu und Bässen, ihn in den zu seinem Aufenthalt bestimmten Palast zu fuhren. Wir erwähnen dieß nur beiläufig, um anzudeuten, wie wenig die Erzählung, die den Eroberer Konstantinopels in der Sophienkirche herumwüthen und den Patriarchen am Altar niederschlagen läßt, mit den Thatsachen der Geschichte sowohl als mit Moha- medS Charakter und Politik übereinstimmt. Ist aber die Ermordung des Patriarchen ein Märchen, so fällt natürlich auch die dem Sterbenden zugeschriebene Prophezeiung in Nichts zusammen Man geht gewiß wenig fehl, wenn man beide Weissagungen, sowohl die deS Mönchs als die des Patriarchen, für leere'Erfindungen einer spätern Zeit erklärt. — Damit so!! indeß nicht gesagt seyn, daß es unter den Griechen wirklich keine Prophezeiungen über das endliche Schicksal des Reichs und der Hauptstadt gegeben habe. Im Gegentheil, wenn wir byzantinische Chronisten durchblättern, so finden wir deren genug verzeichnet; aber sie fallen meist in frühere Perioden. Eine der merkwürdigsten ist unstreitig die, welche NiketaS ChoniateS spax. 4!3—4Z3), der zu Anfang deS 13ten Jahrhunderts schrieb, und der ungenannte Schriftsteller cle ^ntiquitst. On5l., der um das Jahr 1100 lebte und mit dem unS Banduri (Imper. Orient, lom. I. p. 19!8) bekanntmacht, mittheilen. Dieselben erzählen nämlich, daß auf dem Forum deS Taurus eine eherne Reiterstatue gestanden habe, die aus Antio- chien dahin gebracht und von der es ungewiß gewesen sey, ob sie den Bellerophon oder den Josua habe vorstellen sollen. Auf diesem Denkmal nun (das, beiläufig gesagt, später von den Lateinern eingeschmolzen wurde) habe sich eine geheime Inschrift befunden, die eine Prophezeiung enthalten habe deS Inhalts: daß die Russen (o«, in den letzten Tagen Herren von Konstanti'nopel werden sollten. Diese Weissagung, vor achthundert Jahren ausgesprochen, zu einer Zeit, wo Europa die Russen kaum dem Namen nach kannte, und von zwei ziemlich gleichzeitigen Schriftstellern verbürgt, die wir heute noch besitzen, könnte allerdings überraschen, wenn man nicht die Geschichtsperiode in Betracht zöge, in der dieselbe entstanden ist. Es war die Zeit der Scezüge, welche die Russen oder Waräger (Zc^c^/m) gegen Konstantinopel unternahmen. Die Geschichte meldet von vier solchen Zügen. Der erste wurde von dem Fürsten von Kiew 865, der zweite von Okp 904, der dritte von Igor, RurikS Sohn, 941, der vierte »ud letzte von Jaroslaw, JgorS Enkel, 1043 unternommen. Zwar gelang cS den nordischen Barbaren nicht, die seste Hauptstadt deS byzantinischen Reichs einzunehmen; aber sie jagten doch den Griechen bedeutende Angst ein, und diese Angst gebar offenbar obige Prophezeiung. Die Griechen waren nämlich, wie bekannt, ein eben so wundersüchtigeS und leichtgläubiges, als ein phantasiereiches Volk. Was sie hofften uud fürchtete», dachten sie nicht in Abstraktionen, sondern in Bildern, bekleidete» es mit den bunten Farben der Einbildungskraft und gäbe» ihm den Anstrich des Wunderbaren und Gcheimnißvollen. Aus dieser Eigenthümlichkeit deS griechisch-byzantinischen BolköcharakterS flössen die zahlreiche» Legenden, Wuudergeschichten und Prophezeiungen, deren jedes Jahrhundert, jeder wichtigere Abschnitt im Staatsleben neue 103 hervorbrachte. Im neunten, zehnten und eilften Säcnlnm waren eS, wie gesagt, die Russen, die durch ihre wiederholten Seezüge den Griechen die Besorgnis) einflößten, daß es den verwegenen Abenteurern am Ende doch gelingen dürfte, das sinkende Reich über den Haufen zu warfen. Ihrer Gewohnheit gemäß kleideten sie diese Befürchtung in die Form einer Weissagung. Später verschwand die Furcht vor den Russen. Neue Feinde traten in den Vordergrund, und damit änderten sich auch die Vorherverkündigungen der Seher, Je nachdem Konstantinopel von den Normannen, Lateinern, Bulgaren oder Türken bedrängt wurde, tönte auch die Prophetenstimme anders. Im Gefühl der eigenen Schwäche, gegenüber der rohen Kraft der anstürmenden Feinde, schrieben die Griechen bald dem einen, bald dem andern Volk den zukünftigen Unier- gang deS Reichs zu. Als eine merkwürdige Fügung deS Zufalls dürfte eS aber immerhiu erscheinen, daß nach einem Kreislauf von beinahe tausend Jahren eö jetzt abermals die Russen sind, welche Konstantinopel zittern machen, freilich nicht mehr daö christliche Konstantinopel der Griechen, sondern die Metropole eines islamitischen, aus Asien eingedrungenen ErobererstammeS, der das Griechenreich vernichtete. — Auö der Menge von Prophezeiungen, welche in den verschiedenen Zeitaltern die Phantasie der Griechen beschäftigen, wollen wir beispielsweise nur zwei auSheben, von denen die eine erfüllt worden, die andere unerfüllt geblieben ist. Um die Mitte des 12ten Jahrhunderts hatte eine Malronc einen Traum oder vielmehr ein prophetisches Gesicht, «sie sah auf dem Forum des Taurus ein zahlreiches Heer versammelt und auf der Theodosischen Säule (einem 147 Fuß hohen Pfeiler von weißem Marmor) einen Mann sitzen, der die Hände zusammenschlug uns laut aufschrie. Die Sache scheint damals Aufsehen gemacht zu haben und unter dem Volk bekannt worden zn seyn; denn der Dichter Tzctzes nimmt ausdrücklich Notiz davon (Lliilias IX, 277). Fünfzig Jahre später, 1204, nachdem die Lateiner Konstnnlinopel zum zweitenmal erstürmt halten, wurde der Usurpator Aleriö MurzuphluS, aus dem Hanse Dukas, der Mörder der Kaiser Jsaak AugeluS und AlcriS Angelus, von dieser Säule herabgestürzt und auf dem Pflaster zerschmettert. Dabei war nicht nur das abendländische Heer, sondern auch eine zahllose Menge von Griechen anwesend, welche letztere allgemein in dem schrecklichen Schauspiel die Erfüllung jener alten Prophezeiung erblickten. Denkbar ist es freilich, daß die lateinischen Kriegsfürsten von der alten Sage vernommen und mit Rücksicht daraus vaS entsetzliche Sirasuriheil über den Usurpator ausgesprochen hatten! Ein zweites Beispiel ist folgendes: Zur Zeit der Türkengesahr entstand die Prophezeiung, daß die Türken zwar eines Tages in die Stadt eindringen, aber die Christen nur bis aus den Platz vor der Sophienkirche verfolgen würden. Dort werde am Fuß der Säule Konstantins ein armer Mann sitzen, Zn diesem werde ein Engel treten und ihm ein Schwert in die Hand geben, mit den Worten: „Nimm dieses Schwert und räche daö Volk deS Herrn!" Auf diese belebenden Worte hin würden die Türken sogleich die Flucht ergreifen und von den siegenden Griechen aus dem Abendland uud ganz Anatvlien bis an Persiens Gränzen gejagt werden. AIS die Türken nun wirklich mir stürmender Hand in Konsteintinopel eindrangen, waren, wie DukaS (Kap. 39) berichtet, Tausende von leichtgläubigen Christe» sowohl in der Sophienkirchc, als auf dem Platze vor derselben versammelt, um die Erfüllung dieser Weissagung mit anzusehen. Aber eS erschien weder Mann, noch Engel, und die En täuschten mußten sich gefallen lassen, Gefangene der wilden Sieger zu werden. — Endlich müssen wir noch einer Prophezeiung gedenken, welche Bezug auf die Türken hat, nnd ebenfalls von einem byzantinischen Schriftsteller berichtet wird. Cedrcnuö sagt nämlich (tom. II, p. 79!): Umer den Türken gehe die Sage: eS sey vom Schicksal bestimmt", daß der Stamm der Türken von der nämlichen Mucht vernichtel werde, womit Alexander von Macedonicn die Perser vernichtet habe. (^e^-ero ?"ot^xol? ^o^vi,', e»^ TreTr^co^e^ov x«rtt0r»«s/^>'«t T^ov^xc-)»' ^e^os ^?rö r^e,' lotcr^S 6^«^!^', ö?rottt? o M«xi6c-^ ^/^v^c^os x^cov //x^c7«i>'.) Daß den Türken die Geschichte JSkander Tulkaruain (so nennen sie Alexander den Großen) bekannt war, kann nicht befremden; sie hatten sie, wenn auch mit manchem Märchen 104 verbrämt, von den Arabern erfahren. Die Länder, welche Philipps Sohn beherrschte, als cr den Perserzug antrat — Makedonien, Thränen und Thessalien — sind freilich noch in den Händen der Türken selbst. Gingen sie aber einmal verloren, dann könnte die Prophezeiung wohl Recht haben, daß derjenige, der in ihren Besitz gelangt wäre, bald auch Konstantinopel nehmen und der Macht der Türken in Europa ein Ende machen würde. Und in diesem Augenblicke erhaltm wir die Kunde von den Gährun- gen, Bewegungen und Ausständen in Thessalien und Macedonien, einer Fortsetzung der griechischen Kämpfe, welche die Pfone in acht Jahren nicht zu bewältigen vermochte. (A. Z.) Frankreich. Paris, 15. März. Wir können unö nicht versagen, den solgendcn Zug acht christlicher Nächstenliebe unsern Lesern mitzutheilen. Seit einigen Jahren bereits sieht man zu Anfang jedes Monates einen Herrn die verschiedenen Hospitäler von Paris besuchen, der seine Aufmerksamkeit vorzugsweise den dort verpflegten kranken Kindern zuwendet. Von den bereits in Genesung begriffenen wählt dieser Herr alsdann stelS zwanzig bis sünfundzwanzig aus und nimmt sie mit in die Provinz. Dieser Menschenfreund ist der Marquis de la Rochefoucauld, ein Sprößling deö alten bekannten Geschlechtes, der ans seinem Schlosse La Röche-Gnyon eine zahlreiche Kindercolonie gegründet hat. Die Kleinen, Knalen und Mädchen, werden hier verpflegt und erzogen. Drei barmherzige Schwester», mit dem nöthigen Hilfspersonal, stehen dem ganzen Werke vor. Die Kinder führen das beste und glücklichste Leben, das sich denken läßt. Sie werden in allem Nöthigen, in Rücksicht auf ihren künftigen LebenS- beruf, unlerrichlet; der würdige Pfarrer des OrleS nimmt hieran den thäligsten Antheil. An Seele wie an Körper auf diese Weise geueseu, werden sie später entlassen, um andern Zöglingen Platz zu machen- Schon seit einigen Jahren wirkte der Mar- qniS im Stillen uud hat so über dreihundert Kinder alljährlich einem gewissen Elende enirissm und brauchbare, fromme Arbeiter aller Art aus ihnen gebildet. Erst in neue- stcr Zeit wurde dieß Unternehmen zufällig bekannter und erregie daS verdiente Aufsehen. Um so größer ist daö Verdienst dieses Menschenfreundes, da das Vermögen desselben keineswegs f> bedeutend ist, um ohne bedeutende Geldopfer sein Werk fortzuführen. Jetzt aber, wo es bekannt geworden, beeilt sich Mancher, den Marquis zu unterstützen; man sendet ihm aus allen Gegenden Frankreichs zahlreiche Beiträge, oft mit Hast und Besorgnis!, als hätte man ein altes Vergessen gur zu machen. Der Stadtralh von Paris hat kürzlich eine bedeutende Summe geschickt, der Kultusminister und mehrere Bischöfe desgleichen; daö Ministerium deS Innern hat dem Marquis sogar einen großen Credit eröffnet. In ganz jüngster Zcic erzählte man der Kaiserin die Sache, die sich sogleich lebhaft dafür interessirte. Tief gerührt von den mitgetheilten Details über die kleine Eoionie soll sie anSgernsen haben: Auch ich will dazu beirragen; wie viel soll ich wohl hinschicken? Man erwiderte ihr: tausend Franken würben eine schöne Gabe seyn. Nein, entgegnete die hohe Frau, das Werk ist zu herrlich; ich gebe viertausend, uud alljährlich eine gleiche Summe. Dadurch ist nun dem Marquis ein weit größerer Wirkungskreis eröffnet, und schon in diesem Monat hat derselbe mehr als fünfzig Kinder abgeholt. Weniger für den Ehrenmann, der, anspruchslos und bescheiden, nicht nach dem lauten Lobe der Well verlangt, erzählen wir die ganze Geschichie, als vielmehr für das übrige Publicum, das sich hier auf'S Neue überzeugen kann, wie viel ein Einzelner im Guten vermag, wenn ihn Nächstenliebe und Gottverlraucn beseelen. Hier könnte man doch wirklich auerufen: Gehet hin und thut desgleichen! — Wir verdanken einem der AumonierS deS Kaisers, dem würdigen Abb6 Mullois, diese Mittheilung. (D. V.-H.) Verantwortlicher Redacteur: L. Schönchen. Verlags-Inhaber: F. C. Kremer.