Zwölfter Jahrgang. Sonntags-Beiblatt zur Augsburger Pojtzeitung. L9. Februar S. 185S. Dieses Blatt erscheint regelmäßig alle Sonntage. Der halbjährige Abonvementsvrei« TO kr., wofür es durch alle königl. bayer. Postämter und alle Buchhandlungen bezogen werden kann. Hirtenbrief deS Hochwürbigften Herrn ErzbifchofS von Köln. Johannes, der heil, romischen Kirche Cardina l - Pri e st er von Geissel, durch GotteS Barmherzigkeit und des heiligen Apostolischen Stuhleö Gnade Erzbischos von Köln, desselben Apostolischen Stuhles geborner Legat zc. :c., der hochwürdigen Geistlichkeit und allen Gläubigen der Erzdiöcese Gnade, Frieden und Segen von Gott dem Vater durch unsern Herrn JesuS Christus! Abermals hat der heilige Vater zu Rom seine obersthirtlicbe Stimme von der Höhe seines apostolischen SitzeS erschallen lassen. AIS oberster Wächter deS Heilig- thumS bestellt, daß er den Völkern im Kreislaufe der Zeit den kommenden Tag deS Heils, oder die hereinbrechende Nacht deS geistigen Unglücks ansage (Js. 2l, tl), hat sein, die katholische Welt überwachendes Auge den Zustand der Kirche unter den Völkern erwogen. Was er gefunden an heiligen und gnadenvollen Früchten eines wieder gebesserten Lebens, welches das früher von ihm verliehene große Jubiläum bei Unzähligen in allen Ländern hervorgebracht, gereichte ihm zur Beruhigung und Freude. Aber dennoch blieb sein väterliches Herz fortwährend mit Schmerz und Trauer erfüllt. Wie könnte daS auch anders seyn in unsern verhängnißvollen Zeiten, in denen sein prüfender Blick der Verwirrung, der Verkehrtheit unv der Verderbniß so viel trifft, daß seine Seele darüber von heiliger Besorgniß erfüllt ist? Er hat darum an alle Patriarchen, Erzbischöfe und Bischöse der katholischen Welt ein apostolisches Rundschreiben erlassen, ihnen seinen Schmerz und seine Besorgnisse mitzutheilen, damit sie mit ihren Gläubigen die Uebel dieser Zeit und die auS ihnen drohende Gefahr erkennen, und mit ihm die Mittel ergreifen, dem Verderben entgegen zu treten. > Und waS ist eS, waS sein apostolisches Herz beängstigt, geliebte Erzdiö- cesanen? Welche Uebel erblickt sein prophetisches Wächterauge? Er bezeichnet sie mit hohen, ernsten Mahnworten. ES ist die Verkehrtheit dieser Tage, in denen die Feinde GotteS und der Menschen die Gemüther verwirren, die Sitten verderben, die Religion untergraben und, alle Bande zerreißend, die göttliche und menschliche Ordnung umzustürzen suchen. ES ist die Geistesverblendung so Vieler, welche die Kirche und ihren apostolischen Mittelpunct anfeinden, die Tugend und Ehrbarkeit hassen, das Laster unter dem Namen der Tugend predigen, mit zügelloser Frechheit sich Alles erlauben, jedes Ansehen und jede Gewalt übermüthig mißachten, alles Heilige und Gesetzliche verspotten, die arglose Jugend verführen, und durch verderbliche Bücher, Schriften und Zeitblätter, in denen die Sünde gelehrt wird, die Geister vergiften und die Seelen morden. Es ist insbesondere der todbringende Unglaube und die religiöse Gleichgilttgkeit, in welche in unsern Tagen so Viele versunken sind (Lpist. Lao^ol. 66 ?ii?. IX.); der Unglaube, welcher alles Göttliche und Heilige verläugnet — die Gleichgiltigkeit, welche lau und kalt für alles Gute erstirbt: Das ist eS, was das Herz des heiligen Vaters bekümmert und seine Seele mit Schmerz erfüllt. Mit Recht, geliebte Erzdiöcesanen! denn eS gibt kein größeres Uebel, als der Abfall von Gott, der Unglaube. Schon an einer andern Stelle haben Wir Euch die wichtige Wahrheit anS Herz gelegt, daß nur die Religion die Grundlage alles Gedeihens seyn könne, und ohne sie nimmer und nirgendwo Heil und Segen zu finden sey. Wir wiederholen Euch heute diese große Wahrheit und ibre Bestätigung auS dem apostolischen Munde deS Hohenpriesters, welcher da als oberster Hüter und Herold der Wahrheit unter den Völkern gesetzt ist. Es ist ein Gesetz der ewigen Gerechtigkeit, und eS ist unabänderlich: der Abfall von Gott, der Unglaube, ist des Verderbens Quelle und Vollmaaß. Für den Menschen, der von Gott abfällt und dem Unglauben fröhnt, gibt eS nichts Heiliges mehr; für ihn hört alleö auf, waS die Religion heiligt und schützt: Familie, Eigenthum, Vaterland. Die Familie, in welcher der Unglaube wohnt, kann auf die Dauer nicht gedeihen; früher oder später wird die Gottvergessenheit auch die Unsittlichkeit, daS Laster und den Ruin ins HauS bringen. Die Gemeinde, in welcher der Unglaube mächtig wird, kann nicht bestehen; sie wird in Rohheit und Sittenlosigkeit, in Zwietracht und Parteisucht zerrüttet werden, und in fortschreitendem Unheil zerfallen. Ein Volk, in welchem der Unglaube die Herrschaft gewonnen, geht dem Verderben entgegen. Der Unglaube untergräbt alle Grundlagen der Gesellschaft, er predigt und übt, statt der Zucht und Sitte, Ausschweifung und Unzucht, statt der Wahrheit, Redlichkeit und Treue — Lüge, Trug und Meineid, statt deS Rechtes und der Gerechtigkeit — Bedrückung und Gewalt, und alle menschliche und göttliche Ordnung unterwühlend, frißt er, wie ein tödlicher Krebs, um sich, bis er zuletzt, in seinen von Gott abgefallenen Anhängern mächtig geworden, weder Gott noch der Menschen Ansehen mehr scheuend, zu Tage tritt und in offener Empörung alles Bestehende umstürzt. DaS ist deS Unglaubens Auögang. So will eS das Gesetz der ewigen Gerechtigkeit, und so lehrt eS die Geschichte aller Zeiten. Immer und überall, wo der Unglaube mächtig wird, da bricht auch mit Macht das Verderben herein. Hat nicht dieses Gesetz der ewigen Gerechtigkeit in den jüngsten Tagen in einem Nachbarlande wiederum eine neue Bestätigung erhalten? Haben wir nicht vernommen, wie dort an einigen Orten die auS Unglauben und Gottvergessenheit geborene Zügellosigkeit mit allen Schrecken sich erhob und während der wenigen Tage ihrer Herrschaft alle Gräuel beging? War eS nicht, als wenn dort der Engel der Offenbarung den Abgrund, daraus Scorpionen emporstiegen, geöffnet hätte (^poo. 9, 3)? War es nicht die Losung des Fürsten der Finsterniß zu Plünderung und Mord, zu allen Gräuelthaten, zur Vernichtung alles Heiligen? War eS nicht ein Vorbild des unsäglichen Jammers, der mit dem allgemeinen Umstürze kommen mußte, der Vorläufer der Alles unter die Füße tretenden Barbarei? — Ja, eS war sie selbst schon, wie sie ist, habsüchtig, blutgierig und unzüchtig, offen und ohne Scheu. — Gott ließ sie eine kurze Zeit schrankenlos walten, damit daran die Völker und Fürsten wiederum lernen sollten, in welchen Abgrund der Abfall von Gott führe, und wie überall und allzeit die Wahrheit deS Gesetzes der ewigen Gerechtigkeit sich bewähre, daß der Unglaube aller Uebel Quelle sey und deS Verderbens Vollendung. Und dieser großen Wahrheit hat der heilige Vater lebendige Worte verliehen. AuS obersthirtlichem Herzen hat er von der Zinne der Kirche apostolische Mahnworte an die Bischöfe gerichtet, damit sie ihre Gläubigen aufs Neue unter der Fahne des Glaubens sammeln, sie aufrufen, den Unglauben abzuthun, und sie ermuntern, in erneuerter Gottesfurcht die drohenden Gefahren abzuwenden, und gegen das herein, brechende Verderben ihre ganze Hoffnung auf den Herrn zu setzen, bei dem allein Hilfe und-Heil zu finden ist l^pist. Lno^cl.). Ist denn aber der Glaube und die Gottesfurcht auch unter unS so sehr erloschen, ist der Abfall von Gott, der Unglaube so allgemein und mächtig unter unS 67 geworden, geliebte Erzdiöcesanen? Ist nicht in der letzten Zeit Vieles unter uns besser geworden? Hat man es nicht erkannt in den Höhen und in den Tiefen, daß gegen die drohenden Erschütterungen dieser Zeit nur ein Heilmittel zu finden ist, die Religion? und hat man es nicht laut ausgesprochen, daß die Religion wieder die Grundlage alles Gedeihens werden müsse? Hat nicht der Glaube selbst in den ver- hängnißvollen Ereignissen, welche seinen gänzlichen Untergang herbeizuführen schienen, neue, tiefere und fruchtbringendere Wurzeln unter unS geschlagen? Gottlob, eS ist so, geliebte Erzdiöcesanen, und eS gereicht uns zum oberhirtlichen Troste, dessen Zeugniß ablegen zu können. Die Religion hat einen neuen Aufschwung genommen, der Glaube hat sogar neue Blüthen und Früchte unter uns hervorgebracht. Unser Herz wallt auf in heiliger Freude, wenn Wir auf das blicken, waS in den letzten Jahren unter unS entstanden ist. Wir sehen die Väter der Gesellschaft Jesu, als außerordentliche Sendboten des Evangeliums in der Mutterkirche und in den Kirchen anderer Städte Unseres ErzbiSthumS, wie mit Feuerzungen durch ihr die Geister durchleuchtendes und die Herzen entflammendes Wort die im Glauben Erkalteten und im Tode der Sünde Erstorbenen zum neuen christlichen Glauben und Leben erwecken. Neben ihnen sehen Wir die Priester des heiligen Vincenz mit unermüdlichem Eifer die Städte und Dörfer durchwandern, und in den geistlichen Uebungen der heiligen Mission die Gläubigen durch daS Wort des Herrn und die heiligen Sacramente zum christlichen Kampfe gegen das Böse und zur Ertragung der Mühseligkeiten deS Lebens ausrüsten. Wir sehen die frommen Schwestern „vom Kinde Jesu," wie sie an mehreren Orten die innige Liebe zu dem göttlichen Kinde, dem sie sich geweiht, auf die armen Kleinen, welche der Tod, oder der Eltern sittliche Verderbniß zu Waisen gemacht, übertragen und sie mit Muttersorge zu gesitteten Menschen und Christen erziehen. Wir sehen die „armen", an Schätzen der aufopfernden Liebe so reichen „Schwestern des heiligen FranciScuS" mit vollster Hingebung dem segensvollen Berufe sich widmen, am Krankenbette wachend und wartend, den Leidenden jeder Art Pflege und Trost zu bringen. Wir sehen die „Frauen vom guten Hirten" mit ausopferndem Mitleid die aus dem Sündcnpsuhle der Unzucht reuig sich Erhebenden in ihr stilles Asyl aufnehmen und sie durch Buße,' Gebet und Arbeit zu einem sittlichen und ehrbaren Leben zurückführen. Wir sehen die Töchter „der heiligen Theresia vom Berge Carmel" in der frommen Abgeschlossenheit in immerwährender Anbetung das Erbarmen GotteS über die sündige Welt und seinen Segen über die ganze Christenheit herabflehen. Und als jüngste, eben jetzt aufsprossende Blüthe am Baume der Kirche in Unserm Erzbisthume, erwarten Wir die „Schwestern der christlichen Liebe vom heiligen Vincenz", welche dem gleichen Berufe der Kindererziehung und der Pflege der armen Kranken sich zu weihen bestimmt sind. An der Seite dieser gottgewcihten Klostergemeinden sehen Wir den Xaveriusverein seine reichen Spenden zusammentragen, auf daß damit, als mit einem wahren Gottesalmosen, in den entferntesten Ländern über dem Weltmeere die unsterblichen Seelen auS der Nacht des Heidcnthums zum Lichte des Evangeliums erweckt und durch die heilige Taufe zur Kindschaft GotteS gewonnen werden. In gleichem Geiste sehen Wir den Verein „der heiligen Kindheit" die armen verlassenen Heivcnkindlein, welche die grausamste Unnatur der eigenen Eltern schon an der Schwelle des Lebens dem Tode freiwillig Preis gibt, nicht bloß für daS körperliche, sondern auch für daS geistige Leben in Christus retten und erkalten. Den BonifaciuSverein sehen Wir den katholischen Brüdern, denen eS an Mitteln zur Gründung von Schulen und Kirchen gebricht, mit werkthätiger Liebe zu Hilfe kommen. Den Vincentiusverein sehen Wir in die Wohnung deS Armen und Kranken Speise und Kleidung, und damit zugleich daS ächte Almosen, das theilnehmende Wort deS Rathes, des Trostes und der Liebe tragen. Und neben diesen größern Vereinen sehen Wir auch andere, die da und dort, von christlichem Sinne beseelt, zum Baue eines Spitals, oder zur Gründung eines Waisenhauses, oder anderer Anstalten der Nächstenliebe sich verbunden. — DaS alles hat in den letzten Jahren der werkthätige Glaube in Unserm Erzbisthume hervorgerufen, geliebte Erzdiöcesanen! Und «8 wahrlich, das sind ächte Blüthen am Baume des Glaubens, reiche goldene Früchte, gereist an der Sonne der christlichen Liebe. Dank und Segen sey dafür Allen, die dazu mitgewirkt und mitwirken. — O möchten doch diese Glaubensblüthen immer mehr unter Euch gepflegt, immer eifriger von Euch unterstützt werden, zu einer stets reichern, segensvollen Ernte! Aber dennoch, wenn auch Vieles unter unS besser geworden, so ist in dieser an Widersprüchen und Widerstreit so reichen Zeit Vieles nicht, wie eS seyn soll. Wir wollen nicht weiter davon reden, wie neben dem blüthenreichen Baume deS Glaubens auch der Giftstrauch des Unglaubens unter uns noch fortwuchert. Wir wollen nicht davon reden, wie Manche unter unS, nachdem die Sendlinge deS Unglaubens ihre Fahne zur Zenrümmerung alles Heiligen emporzutragen sich nicht mehr getrauen, nun auch nicht mehr ihren Unglauben öffentlich zu bekennen wagen. Die Macht der Ereignisse hat ihnen die Zunge gelähmt und den Mund geschlossen. Sie sind verstummt, unbekehrt. Aber neben diesem, in der Tiefe wühlenden Unglauben gibt eS ein anderes beklagenSwertheS Gebrechen, welches nicht minder wie der Unglaube die Quelle vielfachen Verderbens ist. ES ist dieses deS Unglaubens gleichgeborne Zwil- lingSschwester, die Gleichgiltigkeit im Glauben, die Lauheit in der Religion. Wir müssen eS mit Schmerz bekennen: eS ist Vieles faul unter uns, und am Baume deS christlichen Lebens ist Manches verdorrt und abgestorben. Die Lauheit ist aber um so gefährlicher, weil sie den Schein deS Lebens an sich trägt, während in ihrem Innern der Tod waltet; die Gleichgiltigkeit ist um so beklagenSwerther, weil sie, sich selbst und Andere betrügend, unter dem Scheine der sittlichen Gesundheit um so sorgloser und gewisser inS Verderben führt. Diese Gleichgiltigkeit im Glauben hat sich, wie ein enödtender Winterfrost, um so viele Herzen gelagert, daß sie in Trägheit und Kälte erstarren. Sie hält Unzählige umfangen, die eS sich nicht gestehen, nicht einmal wissen, da ihnen daö Gefühl dafür erstorben ist. Sie schlafen den Schlaf der religiösen Erstarrung, in welche der eisige Hauch der Gleichgiltigkeit sie versetzt hat. ES kann UnS, wenn Wir umherblicken, nicht entgehen, wie diese Gleichgiltigkeit weit verbreitet ist. Werfen Wir den Blick in daS Innere so mancher Familien, wie finden Wir da nicht selten daS christliche Leben hinter jenem der alten bessern Zeit zurückgeblieben! Jener alte gläubigfromme Sinn und jenes felsenstarke Gottvertrauen, welche mit der ehrenfesten Biederkeit und mit der stillen gemüthlichen Ruhe der Zufriedenheit durch Eimracht und Liebe ein christliches HauS, wie ein heiliger Zauber, erfüllten und es zu einem Wohnsitze deS Friedens und Glückes heiligten, ist dem gegenwärtigen Geschlechte vielfach unbekannt. Da waltet jetzt in manchen Familien ein anderer Sinn als jener, welcher daS ganze katholische Familienleben durchdrang und, dasselbe im Geiste GotteS und der Kirche ordnend, heiligend und ver, schönernd, überall sich kund gab. Da glauben die Eltern, sie hätten alle Pflicht erfüllt, wenn der HauSvater in rühriger Geschäftigkeit auf Erwerb und Gewinn sinnt unv seine Anstrengungen belohnt sieht, wenn die Hausmutter daS Erworbene ordnet und erhält, und wenn sie beide die Kinder mit Sorgfalt zu gleichem Erwerbe und Gewinne heranziehen und daS Gesinde in Ordnung halten. Eine solche Familie wird als eine musterhafte gelobt und glücklich gepriesen. Da ist Erwerb, Gewinn und Genuß daS Erste im Hause, aber daS Letzte ist die Religion. In dem Hause ist die fromme Sitte deS GebeleS veraltet; da weiß man nichts mehr von einer gemeinsamen oder gesonderten Erhebung der Seele zu Gott, und oft wird da in langen Monaten nicht einmal ein frommes Wort mehr gehört. DeS L:ibeS Sorge beherrscht Alle; was der Erde ist, wird errungen; darüber hinaus geht kaum noy ein Wunsch; man fühlt dazu nicht einmal das Bedürfniß; die religiöse Gleichgiltigkeit waltet im Hause. Laue Eltern, laue Kinder und laue Dienstboten bilden da eine Familie, die, wenn sie auch noch nicht dem Unglauben verfallen ist, doch ihm schnell entgegeneilt. Da ist wohl der Anschein deS christlichen Lebens, aber nicht das Leben selbst. DaS Gedeihen deS HauseS ist trügerisch, eS ist ohne Grundlage. Laß Dich nicht täuschen, Du christlicher HauSvater, und Du, christliche Hausmutter, der Flor Eures Fami- «9 lienwesenS ist nur scheinbar; eS fehlt ihm der Felsengrund der Religion. Ihr glaubt ihrer nicht zu bedürfen, weil ja Euer Gewerbe blüht und Eure Geschäfte gedeihen schon seit Iahren, obgleich schon seit Jahren Ihr nur in religiöser Gleichgiltigkeit und Lauheit erwerbet und schaffet. Aber wie wirv eS seyn, wenn auch für Euch die Tage deS Unglücks kommen? Und sie können kommen, ja, sie kommen wohl gewiß, früher oder später; denn sie bleiben für Niemand auS. Wie werdet Ihr dann bei Eurer, durch lange Jahre sortgesetzten Gleichgiltigkeit die Schläge deS Mißgeschicks ertragen? Wie werdet Ihr unglücklich seyn, wenn Euch der Welt Segen verläßt, nachdem Ihr den Segen GotteS nie gesucht habet! Wenn Ihr auch Eure Kinder zu solchen erzogen habt, die, wie Ihr, mit Geschick und Fertigkeit die Güter der Welt zu erringen verstehen, werden sie, die Ihr so gleichgilrig und lau in der Religion erzogen habt, die Prüfungen bestehen, die ihnen das Leben auflegt? Werden sie sich bewähren in der Stunde der Versuchung, wenn die Sünde mit ihrer Verführung ihnen nahe tritt, wenn der Reiz deS unter Blumen verdeckten Lasters sie verlockt, wenn der Vortheil deS verborgenen Verbrechens sie blendet? Wie leicht erlebt Ihr Eurer Kinder Fall und Verderben! DaS wird Euch dann zwiefach schmerzlich seyn, weil Ihr selbst solches angebahnt habt durch Eure ohne Glauben und Gottesfurcht in lauer Gleichgiltigkeit geleitete Erziehung, durch Euer eigenes glaubenöleereö, in öder Erstarrung tödtendeS Beispiel. Und gesetzt, Gott läßt Euer und Eurer Kinder Glück bestehen bis zu Ende, so läßt er eS bestehen in seinem Zorne, Euck zur Strafe, weil Ihr in träger Verstockung allen seinen Mahnungen taub geblieben seyd; er läßt Euch und Euren Kindern den Genuß der Erdengüter bis zu Ende, weil Ihr Euer ganzes Herz an sie gehängt. Aber dieses Ende wird zuletzt einmal kommen. Wie werdet Ihr dann die Heimsuchung der Todesstunde bestehen? Da werdet Ihr doch einmal scheiden müssen von Allem, wofür Ihr Euer ganzes Leben eingesetzt habt. Da werdet Ihr inne werden: Ihr habt für die Erde gesäet, und darum auch nur für die Erde geerntet; für den Himmel habt Ihr in Eurer lauen Gleichgiltigkeit nichtS gewirkt, er kann und wird Euch auch dafür nichts bieten. Ihr habt mit Euren Kindern Euren Lohn dahin! (Schluß folgt.) Die Bibliothek eines Landgeistlichen. (Schluß.) So ist die Stellung deS Weltgeistlichen in jeder Beziehung schwieriger als die deS OrdenSgeistlichen, während der Letztere weit mehr Stützen seiner Frömmigkeit und weniger Gefahren hat. WaS soll nun hier helfen? Wir antworten: Frömmigkeit und Studium. Beide find den Mönchen zur strengen Pflicht gemacht; eS ist ihnen sogar die Zeit dafür genau vorgeschrieben; dem Weltpriester sind sie noch nöthiger, um so weniger hat er Ursache, sie zu vernachlässigen. Von der Frömmigkeit gibt man auch diese Nothwendigkeit allgemein zu; wir gehen deßhalb darüber hinaus. Aber daS Andere, baß daS Studium dem Weltgeistlichen unter allen Umständen nicht bloß nützlich sey, nicht bloß eine angenehme Beschäftigung gewähre, sondern absolut nothwendig sey für sein Seelenheil und die Wohlfahrt der ihm Anvertrauten, will man weniger zugestehen, am wenigsten beim einfachen Landgeistlichen. Man läßt nämlich zweierlei unbeachtet; einmal, daß auch der reichste Schatz erschöpft wird, wenn stets nur hinweggenommen, nie aber hinzugethan wird, und zweitens, woran man noch weniger denkt, daß jede Kraft in der Welt ihre Entwicklung und entsprechende Anwendung verlangt. ES ist dieß ein Drang, den Gott selbst in seine Welt gelegt hat, der sich darum auch immer geltend machen wird, wie in der Natur, so im Geiste: in jedem Gebiete in seiner eigenthümlichen Weise. Dort in der Natur beruht diese Entwicklung auf dem Gesetze des Nothwendigkeit; hier beim Geiste kann die Freiheit sie beherrschen, gewaltsam den strebenden Geist in träger Ruhe fesseln, oder 70 vielmehr sein Streben auf einen nicht entsprechenden Gegenstand lenken. Aber nicht ungestraft geschieht daS; der Geist findet keine Beruhigung, seine Kraft keine hinreichende Beschäftigung; darum richtet er sich zerstörend gegen sich selbst, und daS ist der tiefste Grund des Weltschmerzes und der innern Zerfahrenheit und Unzufriedenheit, daS Nichtentwickeln und Nichtverbrauchen einer vorhandenen strebenden Kraft. Wie aber wird diese Kraft unsers Geistes besser und angemessener beschäftigt, als durch Studium, und bei dem Geistlichen durch daS Studium der Theologie und alles Dessen, waS ihm hierin förderlich seyn kann? Freilich muß dann auch daS Studium in der rechten Weise betrieben werden, damit es nicht eher geisttödtenv als belebend und befriedigend wirde. Daher darf eS vor allen Dingen nicht Selbstzweck werden, sondern muß in bescheidener Weise stets Mittel zum Zweck bleiben, zu dem Zweck nämlich, den Geist Gott stets näher zu bringen, in die göttlichen Wahrheiten immer tiefer einzuführen, sie immer mehr in sich aufzunehmen und so den Geist förmlich zu nähren mit einer unendlichen und darum stets sättigenden Speise. Ist so der Vorwitz und die eitle Ruhmsucht im Haschen nach Gelehrsamkeit ausgeschlossen, dann tritt eine andere Gefahr gar nicht ein, daß nämlich Dinge studirt werden, die weder der eigenen Seele nützen, noch die Herzen Anderer erbauen können. Es ist klar, daß, wenn daS Studium so betrieben wird, ein reicher Schatz von Kenntnissen sich in der Seele anhäufen wird, und daß dann nie der traurige, aber gar nicht so seltene Fall eintreten kann, daß ein Geistlicher am Anfang seiner seelsorglichen Wirksamkeit blühend und frisch ist, aber bald wie Gras verdorrt, weil die Quelle versiegt, der Schatz erschöpft ist, weil er die Kraft, die er sich in der Zeit seines Studiums gesammelt, verbraucht, und im nachherigen Müßiggang alle Frische des Geistes und alle Lust an ernsten geistigen Beschäftigen eingebüßt hat. Welch ein trauriger Zustand! Da sind die Unwissenden, und kein Lehrer; da kommen die Sünder, und eS ist Keiner, der ihnen hilft mit gutem Rath; die Traurigen bleiben ohne gediegenen Trost, die Kinder bleiben in ihrer Unwissenheit, die Gemeinde wird lau und jedem Winde der Lehre zugänglich. Die Irrlehre erhebt das Haupt, und der Unglaube macht sich breit; die Guten wagen es nicht zu reden, denn der Hirt selbst muß verstummen; die Schwachen fallen elendiglich dem Verderben anheim. Und das Alles lastet auf der Seele des Einen Mannes, der die strengste Pflicht hat, Allen Alles zu werden, und die ihm anvertrauten Seelen Gott wieder zu bringen und wie sein Herr und Meister zu sprechen: „Vater, hier sind sie, die du mir gegeben; ich habe aus ihnen Keinen verloren! Keiner ist durch meine Schuld untergegangen!" Wie will er sich rechtfertigen, was will er entgegnen, wenn der Herr die Talente mit Zinsen zurückfordert? Und woher dieß zweifache Elend? Aus der verkehrten Ansicht, man habe genug gelernt, um Andere lehren, man habe genug studirt, um seinen Pflichten genügen zu können. Wie ganz anders sieht eS bei Denen aus, die das Studium stets fortsetzen und so stets neue Schätze sammeln, immer neue Nahrung zuführen, neue Lebenskraft gewinnen! Sie schöpfen aus einer Quelle, die nie versiegt, die dem Geiste ist, was dem Leibe die Luft, die ihm Frische, Leben und Wärme verleiht, die ihn bewahrt vor der Fäulniß der Trägheit, dieser fruchtbaren Mutter der schwersten Versuchungen und Sünden, und vor der Dürre der Geistesarmuth, dieser Quelle der Unzufriedenheit deS Geistlichen mit sich selbst, und der Gemeinde mit ihrem Hirten, dieser Mörderin deS religiösen EiferS und der kindlichen Hingabe an Gott; die ihn sähig macht, die Pflichten gegen seine Gemeinde treu zu erfüllen, sie zu nähren mit dein Brode, daS vom Himmel gekommen, zu tränken mit dem lebendigen Wasser und ihr zugleich mit dem guten Beispiel voranzugehen, daß sie recht erfasse die Worte: „Das Himmelreich leidet Gewalt, und nur die, welche Gewalt brauchen, werden es an sich reißen." Bei dem Studium selbst aber ist zweierlei wohl zu beachten: Einmal, daß es in bestimmter Ordnung, zu bestimmter Zeit geschehe, und daß keine andere höhere Pflicht uns mehr von der einmal festgesetzten Studienzeit rauben darf, als sie eben 71 für sich in Anspruch nimmt, so daß, wenn irgend etwas Wichtigeres uns aus unserer wissenschaftlichen Beschäftigung herausreißt, wir alöbald nach dessen Beendigung zu der festgesetzten Beschäftigung zurückkehren. Welche Zeit diese Studien in Vergleich mit den andern Berufsarbeiten in Anspruch nehmen sollen, oder allgemeiner, in welcher Weise die Tagesordnung eines Geistlichen bestimmt und gehalten werden müsse, daS zu zeigen, ist hier nicht unsere Aufgabe. Jeder wird dieß selbst bald finden können, geleitet von einem guten aöcetischen Buche, Wir haben uns den Zweck gesetzt, das Andere, was hier noch in Betracht kommt, hervorzuheben, nämlich, welche Bücher diesem frommen Studium zu Grund zu legen seyen, oder besser, wie die Bibliothek des Landgeistlichen, den wir hier besonders im Auge haben, beschaffen seyn müsse. Daß das ein Punct von großer Wichtigkeit sey und wohl werth, reiflich erwogen und allseitig besprochen zu werven, wird Jeder zugeben, der die Nothwendigkeit der wissenschaftlichen Beschäftigung bei dem Geistlichen eingesehen hat. Es ist hier bei dem Geiste, wie bei dem Leibe; so nothwendig diesem die Nahrung ist, eben so jenem; und so wenig es gleichgiltig ist, welche Speisen unser Leib zu sich nimmt, eben so wenig ist es gleichgiltig, womit wir unsere Seele nähren. Auswahl ist hier noch darum erwünscht, weil im Grunde wenige Bücher, wenn sie nur gut sind, ausreichen, und selten ein Geistlicher im Stande seyn dürfte, viele Bücher zusammen zu kaufen auf die Gefahr hin, auch vieles Unnöthige zu besitzen. Wir werden dasselbe in einem andern Artikel zuerst im Allgemeinen darzulegen suchen, mit welchen Studien vorzüglich der gewöhnliche, bloß in der Seelsorgc stehende Geistliche sich besassen solle, und dann im Besondern die einzelnen Bücher namhaft machen und ihrem Inhalt nach besprechen, auf welche diese Studien sich am besten gründen dürften. (Katholik.) Mission in Bensheim. Bensheim, 19. Febr. Unsere Mission nimmt einen herrlichen, großartigen Fortgang, denn der Eifer unserer Bevölkerung für dieselbe ist von der Eröffnung an bis auf diese Stunde in stetem Zunehmen begriffen, so daß die Kirche, ungeachtet ihrer bedeutenden Größe, die Andächtigen kaum zu fassen vermag und besonders Mittags und Abends im eigentlichsten Sinne deS Wortes überfüllt ist; Niemand will aber auch zu Hause bleiben und Wer es nur immerhin vermag, folgt dem Rufe der Glocken und eilt in das Gotteshaus, um hier sich an den Predigten der Missionäre zu erbauen und das schlummernde christliche Leben auf's Neue zu erwecken. Allein nicht nur unsere Bensheimer betheiligen sich auf so erfreuliche Weise an der Mission, sondern auch die ganze Umgegend sendet zahlreiche Gläubige; namentlich gilt dieß von Heppenheim und Hambach, aus welchen Orten täglich mindestens drei- bis vierhundert Personen nach Benöheim kommen, die dann nach der letzten Predigt AbendS acht Uhr unter religiösen Gesängen, begleitet von ihrem Geistlichen, wieder nach Hause ziehen. Ein Gleiches gilt von Lorsch, dessen Pfarrer jeden Tag mit einem Theile seiner Gemeinde sich an der Mission betheiligt. Nicht minder finden sich viele Bewohner von Darm st adt hier ein, waS besonders am letztvergangenen Sonntage der Fall war, an welchem Tage BenSheim überhaupt eine so große Menge von Fremden sah, wie wohl selten. Und dabei war die Kirche so gedrängt voll Menschen, daß es dem Prediger kaum möglich war zur Kanzel zu gelangen, und obgleich das Gotteshaus in allen seinen Theilen, selbst hinter dem Altare mit Zuhörern angefüllt war, wie noch nie, mußte dennoch eine große Anzahl der zur Mission Herbeigekommenen darauf verzichten, die Kirche selbst zu betreten. Dieses Herbeiströmen der Gläubigen auS den umliegenden Orten währte aber, wie schon angedeutet, bis zu dieser Stunde ununterbrochen fort, und so zog auch heute Morgen wieder eine große Procession von Heppenheim hier ein, der eine andere von GernSheim kommend folgte. Wenn nun schon dieses, in unsern Tagen fast wunderbar zu nennende Zusammenströmen so vieler von einem höhern religiösen Gefühle erfüllter und beseelter 72 Menschen ungemein erhebend wirkt, so wird der Eindruck ein unwiderstehlicher, wenn man die Hingebung und den apostolischen Eifer betrachtet, welchen die PatrcS Missionäre sowohl als unser Hochwürdigster Herr Bischof auf der Kanzel wie im Beichtstühle entfalten Letzterer erfreut unS mit seiner Gegenwart seit Freitag den 13. d. M., an welchem Tage er unvermuthet auf der Eisenbahn Abends in BenS- heim eintraf, sogleich zur Kirche eilte und seine Freude, dieselbe so voll von Andächtigen zu finden, unverhohlen ausdrückte. Seitdem ist der gefeierte Oberhirt unermüdlich thätig und weilt von Morgens fünf Uhr an bis zum späten Abende im Beichtstuhle. Ja, schon am frühen Morgen, lange vor Tagesanbruch ist unser Gotteshaus mit frommen Betern erfüllt, welche dem Meßopfer, das auf drei Altären zugleich gefeiert wird, andächtig beiwohnen, während Andere die Beichtstühle, sechs an der Zahl, umlagern. — Gestern Abend, nach der ergreifenden Predigt deö Pater Roh über die feierliche Abbitte, trat der Hochwürdigste Bischof, umgeben von zwölf Priestern, die sich überhaupt sehr zahlreich an der Mission betheiligen, zum Allare und betete zu Gott um Nachlaß der vergessenen Sünden und Vergebung der unwür« digen Communionen, ein Act, der alle Anwesenden auf das Tiefste rührte und erschütterte und der ganz dazu geeignet war, sich für immer dem Gedächtnisse einzuprägen. Heute sind unsere Jungfrauen eifrig beschäftigt, die Feier zu Ehren der Mutter GotteS durch Ausschmücken der Marienbilder u. s. w. zu verherrlichen und werden dieselben auf gleiche Weise dazu beilragen, den Schluß der Mission, die Aufrichtung deS MissionSkreuzeS nämlich, zu verschönern, Diese Schlußfeierlichkeit findet nächsten Sonntag auf unserm Kirchhofe statt und läßt sich mir Bestimmtheit voraussehen, daß die herbeiströmende Menschenmenge eine sehr bedeutende seyn wird. Bereits haben sich sechzig Jünglinge gemeldet, welche daS dreißig Fuß hohe MissionSkreuz an den Ort seiner Aufrichtung tragen werden. — Nach Allem, waS wir bis jetzt wahrgenommen, dürfen wir von dieser Mission die schönsten sittlichen Früchte erwarten, eine Hoffnung, die nur um so fester wird, wenn man die Aeußerungen der hohen Zufriedenheit mit dem bisherigen Erfolge der Mission auö dem Munde unseres Hochwürdigsten Oberhirten und der PatreS Missionäre zu hören bekommt. (M. I.) Mission in Neuß. Neuß, 2V. Febr. kmis eoronat opus. Dieses müssen wir auch von der am 15. d. geschlossenen hiesigen Mission sagen. Der Schluß hat ihr die glänzendste Krone aufgesetzt. Nach dem Vorgange vom 13., wo wegen Ueberfüllung der Kirche die Abendpredigt ausgesetzt werden mußte, war festgestellt worden, die Schlußrede nach der Einsegnung deS MissionSkreuzeS im Freien zu halten, und der Erfolg hat diese Vorsicht gerechtfertigt. Gewiß mehr als fünfzehn tausend Menschen waren auf dem geräumigen Platze, südlich von der Kirche, wo auf colossalem Felsenblock das MissionSkreuz den frommen Gläubigen zur Andacht und zu frommem Gebete ladet, versammelt. Als lauschte die Natur mit der frommen Schaar der Gläubigen dem begeisterten Worte deS hochwürdigen P. Haßlachcr, regte sich auch kein Lüftchen, und jedes Ohr hing an seinem Munde. Doch diese feierliche Stille unterbrach sein Lebewohl, dieses durchschnitt so die Herzen der Zuhörer, daß sie sich durch Thränen und Schluchzen Luft machen mußten. Aber diese Thränen waren der befruchtende Regen für die heiligen Entschlüsse, welche während der heiligen MissionSzcit gefaßt worden sind; die herrlichen Früchte, die mit jedem Tage zum Vorscheine kommen, geben hievon die schönsten Beweise. — Neuß wollte die frommen Väter nicht scheiden lassen, ohne ihnen, wenn auch nur in schwachen Zügen, seine Verehrung, Liebe und Dankbarkeit zu bezeigen, darum erschien nach dem Schlüsse der Mission eine zahlreiche Deputaten aus seiner Mitte und überreichte ihnen eine auf Seide gedruckte Adresse, der das dankerfüllte Herz die Sprache gegeben, und den Schluß machte der hiesige sieggekrönte Gesangverein mit mehreren herrlichen Liedern. Neuß hat sich bewährt alö treue Tochter der heiligen katholischen Kirche. (D. V. H.) Verantwortlicher Redacteur: L. Schöncheu. VerlagS-Juhaber: F. C. Kremer.