Zwölfter Jahrgang. Sonntags-Beiblatt zur Augsburger PollMnng. 8. August M »2. 185L. Dieses Blatt erscheint regelmäßig alle Tonntage. Der halbjährige Abonnementspreis T. C.-M.) unv gab mir hierüber besiegelte Zuschriften. Allein mein Geld war ausgegangen; solches von ChartuM zu erwarten, war unmöglich, weil inzwischen das Wasser unfahrbar geworden wäre. Der Mudir fand leicht Hilfe. „Nimm das Geld, sagte er, aus der Regierungöcasse; Dein Herr, den ich kenne, soll es der Casse von Chartum wieder zurückerstatten." ES waren aber nur 1790 Piaster vorhanden, die nicht einmal für die Zieher hingereicht hätten. Wieder half der wackere Mudir aus der Verlegenheit. „Gib, sagte er, den Ziehern schriftliche Anweisungen auf die Regierung, diese wird dieselben auszahlen und die Noten nach Chartum zur Einlösung senden." So meiner peinlichen Bedrängniß entrissen, lud ich den guten Mann zum Mittagmahlc, bei welchem er auch erschien, mit den üblichen Salven empfangen. Er bewunderte unser Schiff. „Ein solches Schiff, ein eisernes Schiff, sagte er, ist noch nie in unsere Gegenden gekommen; dasselbe hat unerhörtes geleistet." Beim Essen erzählte er uns seine LevenSgeschichte, hörte manche Frage über die Regimentseinrichtung. Er lud uns wieder ein, und bei zwanzig Schüsseln, die unter dem Gastmahle rasch sich drängten, bekam ich den besten Begriff von türkischen Tafeln. Nach der Beurlaubung ordnete ich Alles zum Ausbruch, worauf der Mudir mir noch seinen besten ReieS sammt einem Soldaten sandte, der den Auftrag hatte, für Zieher zu folgen und uns an die Hand zu gehen. DaS Schiff wurde aus dem Nebenarm des Nils in den Hauptarm gelenkt, am 16. Januar aufgebrochen, um gegen die dritten Nilkatarakten zu steuern. Der Winv war günstig, majestätisch bewegte sich das bewunderte Fahrzeug vorwärts, bis eS, vom Winde erfaßt, den Augen der Zuschauer, welche den Abschied winkte», entschwand. Kein Fels hinderte den Lauf, nur etwa eine verborgene Sandbank, wobei das getrübte Wasser durch Auffahren bis auf das Verbeck spritzte, verursachte ein leichtes Hinderniß. Dann trat Windstille ein, so daß wir erst am 18. Januar Abends sechs Uhr unter den hohen Felsen von Altdongola kamen. — In der Frühe erhob sich ein günstiger Wind, der uns vor eintretendem Mittag nach Ebdadba, der Einbruchsstation nach Chartum, und dem fünfzehn Tagereisen entfernten Kordofan brachte. Hier änderte sich die Richtung des Stromes, und mit diesem Tage begannen alle Unannehmlichkeiten einer langen und gefährlichen Fahrt. — Am Nachmittage sahen wir noch daS letzte Schiff unter englischer Flagge, welches unsere Begrüßung wiederholte; denn sonst segelt um diese Zeit von Meravi bis Berber niemals ein Schiff. Den 21. Januar standen wir vor Ambukol, von wo wir in das Land der Scheikien eintraten. Ein mäßiger Bergrücken bildet die Gränze. An dem ehemaligen Königssitze Hanik vorüber, wo jetzt nur Steingerölle, erreichten wir noch vor Abend Meravi. Da vergingen unter Strickflechten von Palmenfasern und andern Vorbereitungen für die Katarakten zwei Tage. Nachdem wir am 27. die schönen Ruinen von Djebel Barkal passirt hatten, trat uns am 28. das schöne Bild von Baten el Hagiar wieder lebhaft vor Augen, mit dem einzigen Unterschied, daß dort der Wind konnte benutzt werden, hier aber die Fahrt mit der Stärke des WindeS schwieriger wurde. Auch die Scenerie änderte sich. Bisher Palmen, Ebenen, blühende Inseln, zahlreiche Bewohner; von da an Felsen, Gebirgszüge, nacktes Gestein, Schwärme von Wildtauben und Schwalben, dazu daS dumpfe Tosen und Brausen der Brandungen. Am 29. zeigten sich die Vorboten der ersten Katarakten. In den folgenden Tagen wurden zwei gefährliche Puncte — die Katarakte Kab el Abd und der gefürchtete Fels Morsann, der bei hohem Wasser schon manchem Schiff den Untergang bereitet — glücklich zurückgelegt; wir standen an dem Schellal Kendi, den wir auf einem Nebenarm? zu umschiffen gedachten. Er wurde am 1. Februar glücklich durchschnitten; nach vier Stunden standen S5Z wn oberhalb des Katarakten, wo der Strom sich theilt. Bei zweihundert Schritten weiter hinaus kamen wir in die Strömung, das Seil war schlaff, die Strömung riß daS Schiff mit sich, das Seil entwischte den Ziehern, und nun drehte sich jenes und wurde mit aller Gewalt gegen einen FelSrücken getrieben, an welchem der gefährlichste Gtromwirbel des ganzen Katarakten sich zeigt. Die Gefahr war augenscheinlich, Alle bestürzt, als plötzlich das Schiff in der Mitte der Strömung in geringer Entfernung von dem gefahrdrohenden Felsen wie gebannt stehen blieb. Alles staunte; eine höhere Hand hatte eS gehalten. Unter Freudengejauchze eilte Jeder, daS RettungSscil auszuwerfen, um das Schiff aus der Strömung an das Ufer zu ziehen; Alle strengten aufs Aeußerste sich an, um jene zu pafsiren. An der Gränze von Dongola, am 3. Februar, hoffte ich einen ReicS nebst den schriftlichen Befehlen für die Zieher zu finden. Nichts war vorhanden. In dieser kritischen Lage erschien ein Melek, welchen der Ruf: „ein Schiff kommt", herbeigelockt hatte. Dieser versprach, für Alles zu sorgen. Der Mann hielt auch Wort. Die Strömungen von Umboterka wurden somit ohne Schwierigkeit durchfahren, die Zieher kamen und gehorchten ohne Zuschrift, auch der Schellal Gjemel machte kein Hinderniß; ich glaubte, es könne nicht anders, als gut gehen, als des Nachmittags vom 4. Februar daS Schiff aus bloßer Nachlässigkeit in eine Krümmung an einer kleinen Strömung bog, die dessen Bordcrtheil an das rechte, daS Hintertheil an das linke Ufer drängte, dieß so fest, als wäre eS angewachsen, zugleich aber als Sperre daS Wasser staute. Ich durchblickte die Gefahr, befahl drei Matrosen, das Steuerruder zu heben, aber bevor sie an die Arbeit sich machen konnten, schwankte das Schiff und das acht Centner schwere eiserne Ruder war entzwei. Ohne rasches Handeln wäre die Hälfte der Matrosen, wie sie nachher selbst gestanden, davongelaufen. Ich ließ eilendS die Schiffsschmiede aufschlagen. Erst aber mußten Hämmer geschmiedet wer, den, da unter der langen Fahrt die meisten verschwunden waren. Die Einen brannten Kohlen (die aber nicht ausgiebig genug waren), Andere hämmerten, die Matrosen zogen abwechselnd den Blasbalg. Der Wind wehte und wirbelte den Staub auf, daß man kaum auf dem Eisen die Hitze sehen konnte. Um die mächtigen Stücke schweißen zu können, war aber daS Feuer nicht stark genug. Der Versuch deS LöthenS wurde gemacht; dieser ging nicht rasch von statten; das Ruder blieb gebrochen, wie zuvor. Zuletzt rief ich: Heute noch muß das Ruder fertig sey», morgen ' gilts die Fahrt. Die abgebrochenen Theile wurden nun festgenietet, und bevor die Sonne sank, verklangen die letzten Hammcrschläge; das Ruder war mit festen Ringen gebunden. Drei Tage hatte in der dachlosen Werkstätte am Rande der Wüste die Riesenarbeit gedauert. (Fortsetzung folgt.) Zum BonifaeiuSverein. AuS dem Ausweise des Generalvorstandes vom BonifaeiuSverein entnehmen wir Folgendes- Seit der Gründung des Vereins im Herbste 1349 bis zum Schlüsse des Jahres 1851 betrug die gesammte Einnahme 22,419 Thaler, 23 Silbcrgroschen, von welcher Summe 1462 Thaler, 23 Silbergroschen beim Generalvorstande zu Padcrborn eingingen, die übrigen 20,957 Thaler bei den Diöcesan-Comii^: Cöln, Münster, Paderborn, Trier, BreSlau, Freiburg, Fulda, Limburg (Nassau), Mainz, Roltenburg, Luxemburg und Linz. Die Ausgaben beliefen sich in Summa auf 13,819 Thaler, 28 Silbergroschen, wovon auf Unterstützungen verwendet wurden in Summa 12,186 Thaler, 9 Silbergroschen, und zwar für die Diöcese Cöln: zur Errichtung von Schulen und Kirchen auf 50 Stationen, und somit bleibt nun nach Abzug der Ausgaben von den Einnahmen mit Ende des Jahres 1351 ein Cassarest mit 8599 Thaler, 25 Silbcrgroschen, wovon sich 901 Thaler, 19 Silbergroschen in der Cassa des Generalvorstands befinden, der übrige Theil in den Cassen der betreffenden Diöcesan-Comitös, unter welchen auf Münster die größte Summe kommt SS4 mit 2279 Thulern, 3 Gilbergrosche». „Diese Uebersicht," bemerkt der Generalvorstand, „ergibt, daß im Ganzen bis zum Anfang des laufenden Jahrs lö Missionen und 7 Schulen ganz oder doch hauptsächlich aus den Mitteln des BonifaciusvereinS neu gegründet und außerdem eine bedeutende Anzahl von bestehenden MissionSstellen entweder mit baarem Gelte oder mit Büchern und Kirchenvaramenten unterstützt wurden. — Wenn dabei der bei weitem größere Theil der Gelder aus die Diöcesen Breslau und Paderborn verwendet ist, so findet das in den örtlichen Verhältnissen seine vollkommene Rechtfertigung, indem zu diesen beiden Diöcesen der bei weitem größere Theil des MissiouSgebieteS deS Vereines in Deutschland gehört. — Ersichtlich ist übrigens aus diesem Ueberblicke über den Stand des Vereines, daß derselbe, wenn auch immerhin eine erfreuliche und ermuthigende, so doch bei weitem »och keine befriedigende und keine der außerordentlichen Wichtigkeit seines Zweckes angemessene Betheiligung gefunden hat. Selbst in solchen Diöcesen, in venen verhältnißmäßig -sehr große und erfreuliche Betheiligung stattfindet, ist das wünschenswerthe und thun- liche Maaß derselben bei weitem noch nicht erreicht. (So ist, um uns nahe liegende Beispiele zu nennen, in der Diöcese Münster, die nächst Linz die größten Beiträge geliefert hat, von 350 Pfarreien der Verein erst in 150 eingeführt; in der Diöcese Paderborn bei 398 Pfarreien und Missionen in 136.) — In einigen wenigen Fällen mag diese Nichtbetheiligung durch besondere Umstände wirklich entschuldiget seyn; in den allermeisten Fällen liegt ihr Grund in mangelnder Kenntniß von dem Zwecke und der Bedeutung, ja vielleicht von dem Bestehen deS Vereines oder gar in mangelndem Eifer und Ausdauer für die gute Sache desselben; was wenigstens den Trost mit sich bringt, daß ihm noch reiche Quellen sich öffnen können und werden. Indem wir daher denen, welche bisher die Ausbreitung des Vereines oft mit großen Opfern sich haben angelegen seyn lassen, im Namen der heiligen Sache des Vereines und im Namen der für den Glauben neu erwärmten und für das Heil wiedergewonnenen Seelen unsern wärmste» Dank aussprechen, können wir nicht umhin diejenigen, welche bisher sich nicht betheiligt haben, zu einem gleichen Eifer aufzumuntern, in der festen und wahrhaften Ueberzeugung, daß eö gegenwärtig kaum eine heiligere und wichtigere Angelegenheit für nnS gibt, als die Sache des BonifaciusvereinS. — Der Schutz und die Billigung des hochwürdigsten Episkopates ist ihm auch in der aufmunternd- stcn Weise zu Theil geworden und waS die Hauptsache ist, das größte Lob und die Empfehlung des heiligen Vaters, so wie auch die gnädige Verleihung der erbetenen Ablässe, nämlich: eines vollkommenen Ablasses 1) am 5. Juni, als dem Feste deS heiligen BonifaciuS; für die Diöcesen, wo dieses Fest weder im Chöre noch öffentlich gefeiert wird, an dem nächsten auf den 5. Juni folgenden Sonn- oder Festtag. 2) Am Feste des heiligen FranciScuS Seraphicus, als dem Stiftungstage deS Vereines. 3) An dem Tage, wo das Gedächtniß der unbefleckten Empfängniß der Mutter deS Herrn begangen wird. 4) Am Feste der Reinigung der seligsten Jungfrau Maria, oder auch innerhalb der Octav dieser Feste — für alle Vereinsgenossen, Welche außer den gewöhnlichen zur Gewinnung eines vollkommenen Ablasses nothwendigen frommen Werken, nämlich außer dem würdigen Empfang der heil. Sacra- mente der Buße und deS AltarS und den »ach ver Meinung der Kirche zu verrichtenden Gebeten täglich ein „Vater Unser" und ein „Gegrüßt seyst du Maria" mit der Bitte: „heiliger BonifaciuS, bitte für uns", beten und jeden Monat ein wenn auch noch so geringes Almosen z» dem Zwecke deS Vereines geben oder dasselbe, wenn auch nicht jeven Monat, doch jährlich oder vierteljährig oder halbjährig für den entsprechenden Zeitraum entrichten. — Ferner eines Ablasses von 109 Tagen für die, welche eine ganze Woche hindurch an jedem Tage andächtig und reumüthig das Vater Unser und Gegrüßt seyst du Maria beten und ein Almosen geben." Die Rehabilttirung der Lignorianer in Eggenburg. ES war im Frühlinge des Jahres 1348, unglückseligen Angedenkens, als bald L55 nach der brutalen Vertreibung der Redemptoristenpriester in Wien eine bewaffnete Schaar von Studenten und Nationalgcirden, welcher sich mehrere andere anrüchige Individuen angeschlossen hatten, von der Aula nach Eggenbnrg entsendet wurde, um das dortige Kloster aufzuheben. ES geschah dieses noch vor der Publication deS Auf- hebungSdecreteS, eS ward weder der Bischof von St. Polten noch daS KreiSamt oavon verständigt, und die Anführer dieser bewaffneten Horde, welche mitten in ^zer Nacht ankamen, sogleich alle Thore und die Glockenthürme besetzten und die Cassen uu> andere werthvolle Gegenstände in Beschlag nahmen, und den Mitgliedern der Congregation ein kleines Reisegeld mit dem Befehle einhändigten, daß sie binnen einigen Tagen das Kloster zu verlassen haben, konnten vor dem zufällig in der Gegend anwesenden Kreiscommissär nur eine vom Minister PillerSdorf unterzeichnete Schrift vorweisen, die sie sich wahrscheinlich erpreßt hatten. Zum Glücke ließen sich die Führer dieser sonderbaren ErecutionStruppe bewegen, am nämlichen Tage wieder abzuziehen, sonst wäre ein Zusammenstoß mit dem Volke, welches die sogenannten Fr Iheitshelden mit bedenklichen Blicken betrachtete, möglich gewesen. Die Stadt Eggenburg sendete eine Deputation, a.n deren Spitze vr. Mcl. Fink, nach Wien und St. Polten, um die Erlaubniß zu erbitten, daß der Gottesdienst in der Liguoriancrkirche nicht unterbrochen werde, und es wurde gestattet, daß drei Priester, aber ohne ihr Ordenskleid zu tragen, dort sich aufhalten dürfen. Se. k. k. apostolische Majestät haben das AufhebungSdecret gegen Jesuiten und Liguorianer zurück- zu nehmen geruht, und dadurch sind nun die Redemptoristen in den Stand gesetzt, von ihrem Hause in Eggenburg wieder Besitz zu nehmen und nach den Regeln ihres Stifters darin zu leben. Seine Excellenz der apostolische Nuntius hat am 1. August in Eggenburg die feierliche Wiedereinführung der Sohne deS heiligen LiguoriuS in ihr, ihnen wieder ganz zurückgegebenes Kloster vorgenommen; wo sie nun nach ihrer Ordensregel leben und besonders durch Missionen segensreich wirken können. (Oest. V.Fr.) Rom. Rom. Der im letzten öffentlichen Conststorium von Sr. Heiligkeit mit dem Purpur geschmückte Cardinal Morichini, als früherer Nuntius in München, auch in Deutschland sehr bekannt, hat von der ihm als Titel überwiesenen Kirche und dem Spitale von St. Spl'rito feierlichst Besitz genommen. Bekanntlich ist dieses Spital das größte der Welt, und da eS an diesem Tage, so weit der Zustand der Kranken eS irgend gestattete, ganz geöffnet war, so hatten wir Gelegenheit, dasselbe in seinen ei»nil»en Theilen näher kennen zu lernen und seine Großartigkeit zu bewundern Man hat wirklich eine kleine Reise zu machen, um dort zu Ende zu kommen; ein Saal reiht sich an den andern; immer wieder eröffnet die Thür den Anblick eineS neuen, und hat man an der einen Seite auch die Apotheke, die Badezimmer u. s. w. durchwandert, so beginnt an der gegenüberliegenden Seite der Straße die Sache von Neuem in nicht minder großartiger Anlage. Dazu hat man nicht eine, sondern drei, oft vier Reihen von Betten auf beiden Seiten in den Sälen vor einander gesetzt und so findet man sich fast in einer Stadt von Kranken, und zwar, wie in Rom nicht anders seyn kann , aus vielen verschiedenen Nationen. Der deutsche Pönitentiär von St. Peter, den wir an dem Bette eines deutschen Kranken trafen, erzählte unS später, wie er sich vor längerer Zeit auch einmal am Lager eines Deutschen befunden hätte, als ganz plötzlich und unerwartet Se. Heiligkeit Papst Pius IX. vorgefahren sey, um sich von dem Zustande deS HsspitalS zu überzeugen. Der heilige Vater habe sich dabei auch dem Bette des Deutschen genähert und sich mit der ihm eigenthümlichen Freundlichkeit und Herablassung nach den Umständen dieses Kranken näher erkuridigt. Als der Papst hörte, daß derselbe ein deutscher Pilger und in Folge der Anstrengungen der großen Reise auf daS Krankenlager niedergeworfen sey, suchte er ihn selbst zu trösten, versicherte ihm, daß der liebe Gott, zu dessen Ehre er die Mühseligkeiten und Beschwerden einer bedeutenden Reise getragen habe, um die Gräber« .jl .d :756v^a/^dstvij>ij.' IIV ^ s z : 7v?»l>«»» z^^iiii^iiiltiftnn. »56 der Apostel zu besuchen, ihn gewiß nicht verlassen und ihm zur Rückreise in sein Vaterland neue Kraft geben werde, er möge deßhalb den Muth nicht sinken lassen und lebendig auf ihn vertrauen. An diese Ermahnung schloß der heilige Vater die Benediction und zog dann auö der Tasche seines weißen Talars einen römischen Scudo hervor, den er dem Kranken überreichte. Niemals wirkte in St. Spirito eine Medizin so stark als dieser Besuch PiuS IX. Kein Mensch war glücklicher, als der deutsche Pilger; vom sichtbaren Stellvertreter Christi an seinem Krankenlager besucht und so begnadigt zu sey», das war ein Glück, worin er sich nickt zu finden vermochte; den Scudo, so versicherte er, den er aus der Hand des heiligen VaterS selbst empfangen habe, würde kein Mensch in der Welt ihm mit Hunderten bezahlen können; er war bald wieder gesund. — Was übrigens das Spital selbst betrifft, so hat eS sich von dem Scklage, den es von den Republikanern durch Verjaguug der Religiösen, welche den Krankendienst besorgten, erlitt, noch nicht ganz erholt, indem noch immer die Mehrzahl der Krankendiener dem Laienstande angehört. Welch' ein Contrast darin liegt, daß im Mittelpuncte der katholischen Welt und in dem größten Hospitale des Christenthums Weltleute für den Lohn der Welt, für Geld die K»anken verpflegen, daS sieht jeder, und daß darin der Grund zu vielen Klagen liegt, wird Niemand auffallend finden, der die Dienste kennt, die in Hospitälern geleistet werden müssen. Um so erfreulicher ist es daher, daß der heilige Vater der Stiftung jetzt einen so rüstigen Präfecten gegeben hat, und es steht zu erwarten, daß der Cardinal Morichini eS als seine besondere Aufgabe betrachten wird, den durch die republikaniscken Unruhen eingerissenen Uebelständen für die Zukunft vorzubeugen. (M. S.-Bl.') HuftM .t'.ttil, ' hijNNülh' schMfjhyk .",> /!,.!.'77: ->"^> tt» Klausen. ikljll INjll u-i «MM