Arey-Hnttr Jahrgang. Sonntags-Beiblatt zur IlM MNQ. lll» ö,aim mc> jU/^! zW!^ Augsburger Postzeitung. 7Ztt»ck Szie iii SV - „ ^. - SU. März M"-- 12. 1853. «I» V'N Dieses Blatt erscheint regelmäßig alle Sonntage. Der halbjährige Aboouement«prel« TV kr., wofür e« durch alle köuigl. bayer. Postämter uud alle Buchhandlungen bezogen werden kann. Bericht über die von ?. X. Wenninger 8. ^. im Jahre 1852 abgehaltenen Missionen in den Vereinigten Staaten Nordamerikas. (Schluß.) Ich kehrte nun so schnell als möglich nach New-OrleanS zurück, um womöglich noch ein Dampfschiff z-.: erreichen, welches mich zur festgesetzten Zeit nach Jndiana zurückbrachte, uw die versprochene Mission in der Umgegend von EvanSville abzuhalten Es ist nie gut, wenn eine schon angesagte Mission nicht zur bestimmten Zeit beginnen kann. Die göttliche Vorsehung fügte eS ganz unvermuthet, daß ich gegen alle Hoffnung dennoch zur rechten Zeit noch eintreffen konnte, wenngleich nicht ohne Gefahr. Ich kam nämlich auf ein Dampfschiff, welches ohne mein Wissen auf einer Wettfahrt begriffen war, und zwar mit eben dem großen Dampfboot, welches mich nach New-OrleanS brachte. DaS Schiff, auf dem ich mich jetzt befand, hieß Rennthier und wollte es an Schnelligkeit dem andern zuvorthun. Eine Menge von Dampfschiffen fliegen auf solche Weise jährlich, ja man möchte sagen alle vierzehn Tage, in die Lnft, oder rennen an Baumstämme an und versinken. Es wäre Tollkühnheit gewesen, ein solches Boot vorsätzlich zn besteigen; allein da ich das Wettfahren erst am Bord deS Schiffes auf der Reise selbst erfuhr, wollte ich eS auch nicht mehr verlassen, sondern machte die schnellste Fahrt von New-OrleanS bis EvanSville, die je bis dahin gemacht wurde. Ich war doch froh als ich das Boot verlies — und noch froher, da ich gerade noch znr rechten Zeit eintraf. Vier Gemeinden vereinigten sich zur Mission in einer großen Landkirche. Ich hatte den Trost, bei fünf und zwanzig Personen auch hier auS verschiedenen Secten in die heil. Kirche aufzunehmen. Ich besuchte dann auch jede der Nebenstationen, welche sich zur Hauptmission vereinigten, um ihnen bei ihren Kirchen daS MissionSkreuz, das sie sich wohl verdienten, aufzupflanzen. Es war gerade die Bittwvche und somit für mich und das Volk besonders erbauend, an jedem dieser Bitttage ein neues MissionSkreuz zu erheben, da eS vier Gemeinden waren, die nicht weit von einander entfernt lagen. DaS vierte richtete ich am Himmelfahrtstage deS Herrn selbst auf. Wie freudig und trosterfiillt blickte daS Volk mit mir unter dem Kreuze versammelt dem Herrn in den Himmel nach, und mit welch dankerfülltem Herzen konnte ich gerade an diesem Tage von dem tiefgerührten Volke Abschied nehmen, in der Hoffnung, dieselben als treue Jünger dcs Kreuzes in dem Himmel wiederzusehen. — Merkwürdig ist eS übrigens, wie sehr sich ein protestantischer Pastor ereiferte, um den Eindruck zu hindern, welchen die Mission auch auf die in jener Gegend wohnenden Protestanten machte. Der einfältige Mann glaubte wohl, ich müßte immer in Jndiana bleiben. Hätte er sich besser erkundiget, so hätte er sicher erfahren, daß mein Aufenthalt in den ganzen Vereinigten Staaten ist, wo mich gerade die größere Ehre und das Heil der Seelen hinruft. ^gnny,(!»»T. Mn^k^M Ich ging nicht nach Missouri, sondern zurück nach Cincinnati, wo ich die letzte Woche im Monat Mai zu seyn versprach, um den mir so lieben Monat Mai unter den Gläubigen jener Stadt zu Ehren Maria zu beschließen; waS ich auch wirklich that, indem ich täglich in der hl. Philumenenkirche zu Ehren der seligsten Gottesmutter daselbst predigte. Ich begab mich hierauf nach Wisconsin, um die daselbst im vorigen Jahre abgehaltenen Missionen fortzusetzen, was ich denn auch mit Gottes Beistand wirklich that. Ich fing zu Kanossa an, einer Stadt am Ufer des Sees Michigan gelegen. Es war gerade das Frohnleichnamsfest, und ich hatte den Trost, zum erstenmal, seit die deutsche katholische Kirche dort steht, das allerhciligste Sacrament in Prozession durch die Straßen der Stadt zu tragen. Es ist dieß immer ein Tnumph des hl. Glaubens, besonders an Orten wie hier, wo erst seit kurzer Zeit eine deutsche katholische Kirche steht. Die Herzen der Gläubigen wurden dadurch um so besser für die Benützung der hl. Mission gestimmt. Wir zogen auch in Prozession durch die Stadt auf den katholischen Friedhof, laut für die Ruhe der Verstorbenen zu beten. Am Schluße pflanzte ich unter Kanonendonner und großem Freudenjubel in der Stadt neben der Kirche das schön verzierte MissionSkreuz auf. - Ich feierte darauf das Fest des heiligsten HcrzenS Jesu in der Marienkirche zu Milwaukie, und ve- nützte diese schöne Gelegenheit, um die zahlreiche katholische Gemeinde jener Stadt zum erstenmal wieder seit der Mission des verflossenen Jahres anzureden. Noch an demselben Tage begab ich mich in die St. Bonifazkirche, außer Milwaukie neun englische Meilen gelegen, um von dort auS alle Gemeinden bis an den See Winebago mit Missionen zu bereisen; ich besuchte ununterbrochen vierzehn Gemeinden und pflanzte an eben so vielen Kirchen als Andenken daran das hl. Missionskreuz auf. DaS an der St. NüolauSgemeinde steht aus einem Hügel und erhebt sich mit Weißblech belegt 53 Fuß über die Erde; ein herrlicher Anblick. Selbst die protestantischen Amerikaner bewundern es, und blicken es gerne und mit Ehrfurcht an. Ich begann wie gesagt mit den Gemeinden der St. Bonifazkirche, wo der in Bayern bekannte vr. Paulh ueber verweilt. Sein Eifer bewirkte nun den Ausbau einer sehr großen und schönen Landkirche zu Ehren des hl. Bonifazius. Die Gemeinde- gliedcr daselbst sind beinahe alle aus Bayern. Die angränzenden Stationen leitet ein anderer Priester auS Bayern, nämlich Herr Veit er. Es war gerade an der Zeit, daß ich die Missionen in jener Gegend begann; denn Wisconsin ist nun vorzüglich der Sammelplatz der einwandernden Deutscheu, da das Clima denselben hier sehr gut taugt. Diese Fluch von Einwanderung bringt aber auch nur gar zu viele Religionsfeinoe aus Deutschland Hieher, die hier aus alle Weise durchzuführen trachten, was ihnen in Deutschland mißlang. Sie gehen geradezu darauf aus, nicht nur den Glauben, sondern allen Sinn für Religion ans den Herzen der Menschen zu reißen. Solche Schandblätter wie Milwaukie hat keine Stadt der Union. Damit begnügt sich ihr Gottes- und Christushaß nicht. Sie schicken noch Emissäre durchs Land auS, das Volk zu verführen. Einer dieser, der berüchtigste, Namens Schröder, kam gerade um die Zeit der Mission in jene Gegend; und auch anderwärts traf ich ihn Der beste Commcntar zur Betrachtung von den zwei Fahnen, wenn ich von einer Seite die Fahne Christi aufrichte, und das Volk ausfordere, Gott zu dienen, und diese Emissäre die Fahne des Lucifers schwingen und das Volk zum Abfall auffordern. Eine Mission ist der beste Damm gegen diese Gefahr, daher ihre große Erbitterung dagegen; indeß das Volk kennt die Stimme des Herrn und folgt ihr. Auf dem Lande machen diese Religionsfeinde bei der Wachsamkeit der Priester Gott Lob und Dank noch wenig Gewinn. Wenn dieser Mann nichts anders kann als über Priester schimpfen, sagte ein gemeiner und nicht gerade eifriger Katholik von eben diesem Schröder, dann sollte er mir lieber meine Hosen flicken. Bei jeder Mission bekehren sich auch gewökmlich einige oder auch mehrere Protestanten, und helfen besonders gerne bei Aufrichtung der MissionSkreuze, waS kein übles Anzeichen ist. Namentlich war mir hier und zwar in der St. Laurentiuskirche die Bekehrung einer alten protestantischen Frau ein merkwürdiger Beleg für daö Geheimniß der Gnadenwahl. Es strömten zu dieser Mission 9l Leute von dreißig Meilen im Umkreise zusammen. Man sagte mir jedoch, eS sey ein Mann, von dem cS vorzüglich zu bedauern wäre, daß er verstockt bliebe, und sich an das gute Beispiel der Uebn'gen nicht kehre. Ich empfahl demnach bei der feierlichen Abbitte vor Jesu im allerhciligsten Sacramente besonders diese Seele dem Herrn. Ich nannte natürlich Niemanden ausdrücklich, sondern flehte blos die Erbarmung für eine noch verstockte Seele laut an. Diese Protestantin, eine schon 76 Jahre alte Frau, hört daS Bittgebet, und meinte, sie sey wohl diese noch unbekehrte Seele, für die man bete. Die Gnade deS Herrn rührt« sie so heftig, daß sie ganz zerknirscht mich aufsuchte, und um die Ausnahme in die heil. Kirche anhielt, wenngleich ihr dieser Schritt viel Verfolgung von Seite ihrer Verwandten kostete. Sie achtete alles dieß nicht, und lief mir noch zu Fuß zur nächsten MissionSstation nach, um dieselbe noch einmal mitzumachen. Jener Verstockte, für den ich eigentlich betete, blieb unbekehrt. Gott nahm daS Gebet für diese Seele an, an die Niemand dachte. Eben so merkwürdig war mir die Bekehrung von einigen Familien in der JohanniSgemeinde bei Kalumet. Eine noch bei dem Beginn der Mission und länger her geistesverwirrte Person, eine Mutter jener Familie, bekam während der Mission ihren gesunden Ver- stand wieder und bekehrte die übrigen. An der St. Nicolauskirche, wo das oberwähnte hohe MisstonSkreuz steht, wohnt nun auch eine kleine Colonie der Schulschwestern von Milwaukie. Es trug sich da bei der Mission folgender Fall zu. Ein Eheweib und ein Jüngling behaupteten bei der Generalcommunion.der Ehemänner und eben so bei jener der Eheweiber das Jesukind sichtbar in der Hand deS Priesters gesehen zu haben, welches, als ich auf meinen Knieen das Volk anredete, und zur Vergebung aller Beleidigungen vor der hl. Communion aufforderte, das Haupt freudig gegen die Gemeinde neigte, als diese mit lauter Stimme den Act der Versöhnung aussprach. Als man mir davon sagte, erwiederte ich: allerdings geschehe dieß nicht nur hier, sondern überall auf unsichtbare Weise, wo immer Menschen aufrichtig vor Christus die Besserung des Lebens und ihre herzliche Versöhnung versprechen. Die letzten Stationen in dieser Gegend für die Misstonen dieses JahreS waren Fond du lac und Oslosch. Oskosch gränzt an die Station der bekehrten Indianer auS dem Stamme der MenominiS, welche der hochw. Bondewell leitet. Fond du lac wird großentheilS von Franzosen bewohnt. Diese lieben überhaupt wie ich bemerkte die Seeufer. Es trug sich hier zu, daß gerade die Methodistenprediger ihre Conferenz abhielten, und sich dabei in großer Zahl einsanden. Diese Herren waren nicht wenig überrascht, als sie das über 30 Fuß lange MisstonSkreuz von den Franzosen, unter Kanonenschüssen auf den Schultern durch die Straßen in Procession einhcr- tragen sahen. Wenngleich diese Secte sonst den katholischen Ceremonien spinnenfeind ist, flößte ihnen diese Feierlichkeit Ehrfurcht ein. Mehrere zogen ihre Hüte, und einer derselben sagte zu einem beistehenden Katholiken, als daS Kreuz auf einem zehn Fuß hohen Piedestal aufgepflanzt war: Ich weiß nicht, eS ist mir, als ob ich das wahre Kreuz erblickte, und unsern Herrn selbst daran sähe, wenn ich dieses Kreuz anblicke. ES ist mit Goldstrahlen verziert, und trägt in Goldbuchstaben die Worte am Querbalken: „Wer ausharrt bis ans Ende wird selig."*) Von Fond du lac ging ich an den See Michigan, um dort die französischen und deutschen Gemeinden zu besuchen, die ?. Bruner auS der Gesellschaft Jesu leitet. Er baut in jener Gegend fünf Kirchen und Kirchleins, wo früher nicht eine einzige stand. Ein großes Glück für jene verlassene Gegend. Ich gab in zwei dieser Kirchen den Deutschen und Franzosen die Mission, und besuchte hierauf noch vier andere deutsche Gemeinden in Wisconsin. ES ereignete sich dabei bei der Aufpflanzung deS MissionS, »mt l M , M HMg M ztnn5i cki , . -KL" ZW'i z-ttMkE: nnni nä ') Ich predigte zugleich englisch unter dem Kreuze und hatte unter anderen auch die genannte» 50 Prädicantcn zu meinen Zuhörern. Sie standen kopfhängi'g da, wie einst die Pharisäer unter dem Kreuze, und nur zu sehr daran gewohnt, dem hl. Geiste ihr Herz zu verschließen. Manchem mag e» vielleicht doch genützt haben. 92 kreuzes zu Jefferson folgender merkwürdiger Fall. Ein protestantischer Jüngling mengte sich unter die Katholiken, und ladete einen Pöller mit Koth, was sehr gefährlich ist. Als man denselben loSbrannte, zersprang er in viele Stücke, doch kein Katholik wurde verwundet, auch jener nicht, welcher den Pöller losbrannte, sondern ein Stück flog über die Leute gerade auf den mulhwilligen Protestanten, der den Pöller so boshaft geladen und verwundete ihn an der Schulter. Wir pflegten ihn dessenohngcachtet liebevoll im Pfarrhause, und es mag ihm und semer Mutter für die Seele genübt haben, da Gott ihn äirßerlich auf solche wohlverdiente Weise züchtigte. Ich brachte, bevor ich mich zu dieser Mission verfügte, das Rosenkranzfest in der Marienkirche zu Milwaukie zu, und predigte am Fest deS hl. Franziskus im Klöfter- lein des dritten Ordens und bei den Schulschwestern der Novizinnen, und richtete noch ein Missionskreuz in einer bayerischen Gemeinde bei Milwaukie auf, so daß ich im Ganzen in diesem Jahre 22 Misstonskreuze blos in der Diöcese Milwaukie aufpflanzte. Da ich eben so viele im verflossenen Jahre errichtete, so stehen bereits in dieser Diöcese 44 Missionskreuze, die ich als eben so viele Erinnerungen an die daselbst gegebenen Missionen hinterlassen. Ich feierte das Fest der Allerheiligen zu Chicago. ES lag mir daran, dieses Fest und Allerseelen daselbst zu feiern, denn eS war die Jahreszeit der daselbst abgehaltenen letzten Misston. Das Volk strömte eifrigst zusammen und war zu eifrig, denn eS brach in der St. Josephskirche eine überfüllte Tribüne zusammen, wobei eS Hunderte von Todten hätte abgeben können; Gott ließ eS indeß nicht zu; eS wurde Niemand ernstlich beschädigt; die Tribüne stürzte nur von einer Seite los; wäre die andere auch gesunken, dann wäre es allerdings böse gewesen.'Das Volk, nicht abgeschreckt, kam Nachmittags noch zahlreicher in die neu erbaute St. Michaelskirche. Von da gingen wir nach altdeutscher Sitte am Allerheiligentag Nachmittags auf den Gottesacker und ich erneuerte daselbst über den Gräbern die im verflossenen Jahre gefaßten Vorsätze der heiligen Mission. Von Chicago rief mich ein dringendes Schreiben nach Madison Jndiana. ES war ein anderer Priester aus Bayern, der nach dem Beistand der Mission rief, Herr Schafsroth, ein junger eifriger Mann Gottes. Er schrieb mir, die Besten seiner Gemeinde wären die Lauen und Indifferenten, der übrige Theil seyen ReligionS- spötter. Acht Priester seyen schon davon gelaufen, er werde ihrem Beispiele folgen, wenn ich nicht sogleich käme. Da mußte ich wohl Alles aufbieten, um bald zu kommen, und Gott fügte es, daß ich gerade durch Cincinnati reiste, als unsere Väter daselbst das Triduum der Seligsprechung deS seligen?. Claver feierten. Da die Collegien- kirche nicht zugleich die Deutschen mit den Englischen fassen konnte, versammelte ich die ersteren in der Philumenenkirche, und gab dort unter großen Zusammenlauf deS Volkes den Deutschen das Festtriduum. Es wohnen in Cincinnati beiläufig 40,000 katholische Deutsche.*) Nach dem feierlichen Schluß dieser Ablaßtage eilte ich nach Madison, und fand die Gemeinde wie der Pfarrer sie mir geschildert. Ich erinnere mich nicht, anßer Ncw-OrleanS eine solche Gleichgültigkeit in Dingen der Religion angetroffen zu haben. Es schien, als gäbe es in Madison kein Kirchengebot, am Sonntag die hl. Messe zu hören. Der Pfarrer sagte mir, von dem Feste miteingerechnet bis DreisaltigkeitSsonntag habe er nicht so viele Communicanten gehabt, daß der hl. Communiontisch mehr als viermal Alle zusammengenommen voll geworden wäre. Welch ein Trost für mich und ihn zu sehen, wie das Volk zu den Generalcommunionen der einzelnen Stände zusammenströmte. Ich sagte dein Pfarrer, wie sehr es mich sreue, ihn so heiter und wohlgemuth zu sehen. Wie sollte ich nicht froh und fröhlich seyn, wenn ich sehe, wie zahlreich das Volk mit Thränen der Andacht zur hl. Communion herbeiströmt, das ich vor wenigen Tagen noch so lau und kalt gesehen. Am Schluß bei seiner Dankrede sagte er: Ich wollte, ich könnte es durch die ganze Stadt hin« *) Ich «erfaßte auf dem Schiff bei metner New-Orleansreise ein AndachtSbüchletn zu Ehren diese« Selig m Vorautficht dieser Feierlichkeit, da» mir nun gut zu statten kam. > .mArch tg»»^ (dz? ZKizIlzi« n ausrufen, wie glücklich ich mich fühle, meine Gemeinde so ganz verwandelt und so guter Stimmung zu sehen, dem Herrn nun mit Eifer zu dienen. Ich kehrte getröstet nach Cincinnati zurück, um daselbst meine Erercirien nach Ordensvorschrift für mich selbst zu halten. Es war mir dazu diese Zeit um so gelegener, weil ich diese Erercitien am Vorabend deS Festes deS hl. XaveriuS beschließen konnte, der an demselben Tage einst vor 300 Jahren seinen Lauf als Vorbild aller Missionäre so selig und verdienstreich vollendete. TaveriuS starb am 2. December t552, mithin gerade vor 300 Jahren. Konnte mir eine Ausmuuterung gelegener kommen als gerade diese. Als mein Ordensbruder und Namensheiliger ist mir sein Tugendvorbild um so wichtiger, aber freilich auch um so beschämender. Ich reiste noch an demselben Tag dem Fest deS hl. XaveriuS nach Eleveland, um allva in der neueingeweihten Kathedrale der Deutschen die Mission zu geben. Diese Mission gewährte mir als die letzte in diesem Jahre vorzüglichen Trost. Die Beichtväter mußten sammt mir bis Mitternacht und darüber die Beichtstühle besetzt halten, um der Menge zu genügen. ES wurde die hl. Communion selbst um 4 Uhr Nachmittags ausgetheilt, welches in Amerika höchst ungewöhnlich ist. Selbst protestantische Frauen brachten ihre Männer bis zur Kirchthüre, damit dieselben gewiß ihre Beichten verrichteten. DaS Kreuz, das ich hier aufrichtete, war das sechsunddreißigste, das ich in diesem Jahr aufgepflanzt, und zwar in den entferntesten Puncten von New-OrleanS bis Lac Winnebago und von St. Louis bis Cleveland, wobei ich oft inmitten der vielen Reisegefahren der göttlichen Vorsehung doch inbrünstig dankte, die durch Eisenbahnen und Dampfschiffe die Schritte ver Missionäre beflügelt. Es hat dabei jedoch ein Missionär allhier auf ungebahnten Waldwegen oft genug Reminiscenzen der alten und gleichsam antediluvianischen Zeit. Die WeihnachtSfeicrtage brachte ich in Eincinnati zu. ES gereicht Amerika ,ur größten Ehre, und es ist einer der schönsten Vorzüge der Kirche in Amerika vor Deutschland und Frankreich, wenn man die Menge der beichtenden Männer und Jünglinge betrachtet. Ich hatte während dieser Feiertage wieder Gelegenheit, dieß zu meinem großen Troste zu bemerken. Ich predigte noch am Schluß deS JahreS in der St. Philumenenkirche, und jeder, der aufmerksam und theilnehmend diesen Bericht gelesen, wird leicht entnehmen, mit welchen Gefühlen deS DankeS und deS Lobes ich das „großer Gott wir loben dich" ?e veum Isuäsmus angestimmt. Gott gebe mir doch noch viele solche Jahre zu seiner größeren Ehre und zum Heile unzähliger Seelen. Ich hoffe, viele, viele heilige Schutzengel haben daö »großer Gott wir loben dich" mit uns vor dem Throne Gottes dankend und jubelnd gesungen, Cincinnati, 3. Januar 1853. F. X. Weninger, 8.1. Die GonntagSfeier. AuS dem dießjährigen Fastenhirtenbrief deS hochwürdigen Herrn Bischofs von Würzburg. Jeder Tag und jede Stunde unseres Erdenlebens ist - ein Geschenk des Herrn, eine kostbare Gabe Dessen, der auS freier Liebe uns erschaffen, die Zeit hienieden als Zeit der Vorbereitung unS zugewiesen, und unS zu jenem wunderbaren Lichte, zum Lichte ewiger Herrlichkeit berufen hat. Jeder Tag und jede Stunde soll dem großen Ziele unS näher führen, jeder Uhrschlag ruft die Erinnerung an unsere ewige Bestimmung unS von Neuem in die Seele; und wohl Dem, der seine Tage hienieden dem Herrn zu heiligen sich bestrebt, um einst dort oben an jenem großen Festtage Antheil zu erhalten. Gehört also an sich schon jeder Tag dem Herrn, und soll eben deßhalb jede Stunde deS Erdenlebens ihm geweiht und geheiligt werden, so hat eS dem Allerhöchsten gefallen, zu Ehren seines heiligen Namens und zum Heile unserer Seelen doch noch in der Woche einen Tag auszuzeichnen, der durch besondere Feier ihm gewidmet und geweiht seyn soll, und gleichwie er für gut befunden hat, dqS Werk der Welt« g« schöpsung in sechs Tagen zu vollbringen, und am siebenten zu ruhen, so hat er schon im alten Bunde, um den Abdruck dieser göttlichen That im menschlichen Erdenleben wieder zu geben, die Ordnung und Besorgung der gewöhnlichen Anliegen und Geschäfte deS Lebens den sechs ersten Tagen der Woche zugewiesen, für den siebenten aber eine besondere Feier, die Sabbatsfeier angeordnet. „Gedenke, daß du den Sabbat heiligest," spricht Gott der Herr. „Sechs Ta^e sollst du arbeiten und alle deine Geschäfte verrichten. Am siebenten Tage aber ist der Sabbat des Herrn, deines Gortes; an diesem sollst du kein Werk verrichten. . . . Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde erschaffen, und das Meer und Alles, was darin ist, und am siebenten Tage hat er geruhet. Darum hat der Herr den Tag deS Sabbats gesegnet und ihn geheiliget" (Lxocl. 2V, 3 — tt.) Während also der Mensch zwar keinen Tag und keine Stunde der Ehre seines Herrn und dem Heile seiner Seele entziehen und durch Sünden und Laster entweihen und entheiligen darf, vielmehr alle seine Lebenslage durch Uebung der Tugend und Gerechtigkeit für Gott zu gewinnen sich bestreben soll; während aber im Lichte dieser göttlichen Anordnung auch die sechs Werktage der Woche als Nach- klang und Widerschein des großen Werkes der sechs SchöpfungStage ihre Weihe und Bedeutung empfangen, und für den Menschen, der berufen ist, im Schweiße deS Angesichts sein Brod zu essen, selbst jede irdische Arbeit, nach GotteS Willen und zu Gottes Ehre verrichtet, ihren Werth und ihr Verdienst sür die Ewigkeit erhält; während der Mensch dann aber doch wieder an sechs Tagen der Woche mehr äußeren Geschäften und zeitlichen Sorgen zugewendet ist; so soll er am siebenten Tage ruhen, soll den Sabbat heiligen, soll Einkehr in sein Inneres nehmen, und im unmittelbaren Umgange mit Gott und in der Erwägung seiner ewigen Bestimmung die großen Anliegen deS Heiles seiner Seele ordnen. „Gedenke, daß du den Sabbat heiligest." Diesen Tag hat der Herr gesegnet; er ist das Abbild der ewigen SabbatSruhe-, in welcher der Allerhöchste, unendlich selig, sich selbst befitzt und genießt; er ist das Wahrzeichen der großen Hoffnung für uns Alle, jenen ewigen Sabbat einst mitzufeiern, wenn eS mit GotteS Gnade uns gelingt, die Erdenwallfahrt glücklich zu vollenden. Nachdem aber mit der Auferstehung deS Herrn und mit der Sendung deö heiligen Geistes für die Kirche deS neuen Bundes die Entfaltung einer neuen Festcrdnung begonnen, und durch göttliche Anordnung das Gebot der Sabbatsfeier vom Samstage auf den Sonntag übergegangen; nachdem ferner die heilige katholische Kirche kraft von Gott ihr verliehener Vollmacht zur Fei?r der Geheimnisse deö Lebens, Leidens und Sterbens Jesu Christi, und zur Verehrung seiner Heiligen, besonders seiner glorreichen Mutter, der allerseligsten Jungfrau Maria, noch verschiedene andere Festtage eingesetzt, daS Gebot der SabbatSruhe, der Enthaltung von knechtlicher Arbeit, auch auf diese übertragen, und für alle Sonn- und Festtage deS JahreS die Gläubigen noch insbesondere zur Anhörung der heiligen Messe unter schwerer Sünde verpflichtet hat, so gilt die Vorschrift deS dritten Gebotes: „Gedenke, daß du den Sabbat heiligest," in der Kirche deS neuen Bundes sür alle Sonn- und Festtage, und findet eben dieses Gebot der neutestamentlichen SabbatSfeier seinen weiteren und vollen Ausdruck im ersten und zweiten Kirchengebote: „Da sollst die eingesetzten Feiertage halten." Und: „Du sollst alle Sonn- und Feiertage die heilige Messe mit Andacht hören." Und wie heilsam, geliebteste Diöcesanen! ja wie nothwendig ist dieses Gebot sür unS! WaS müßte aus unserer Seele werden, wenn nie im Leben eine Festfeier daS Getriebe und Gewirre irdischer Geschäfte unterbräche! Welch ein Segen aber müßte sich auch über uns und über die Welt ergießen, wenn alle Menschen, wie sie sollten, die heilige Kirche GotteS erkannten, und nach ihrer Vorschrift und in ihrem Geiste die Sonn- und Festtage heilig hielten! Der Mensch nämlich ist nicht ein rein geistiges, ein rein vernünftiges Wesen, die vernünftige Seele desselben ist in den sinnlichen Leib gehüllt; und während die Schwere seines natürlichen Gewichtes erdwärtZ zieht, sind seine Sinne den Eindrücken dieser Welt geöffnet, und werden, sich selbst überlassen, bald eben so viele Fesseln bilden, die ihn an die Erde ketten. Dazu kommt das Uebergewicht der Sinnlichkeit, 95 die Folge deS Sündenfalles, — die Augenlust, die nach irdischen Gütern geizt, — die Fleischeslust, die nach sinnlichen Gelüsten jagt, — die Hoffahrt des Lebens, die, statt die wahre Größe, die Größe in Gott zu suchen, an eitler Menschenehre ihr Gefallen hat. Gäbe eS da keine von Gott gesetzte Kirche, kein Priesterthum, kein Opfer und keinen Altar, keine Lehrstätte christlicher Weisheit und keine Predigt vom Tage der Ewigkeit; würde nie die Glocke läuten, um zum Tempel deS Höchsten zu rufen; fände nie der Mensch sich aufgefordert, das AlltagS-Kleid deS irdischen GeschäftSIcbenö ab- und daS Festgewand anzulegen, um dem Herrn und seinen Heiligen den Tag zu weihen; käme ihm nie eine Mahnung zu, den Blick nach Oben zu erheben, und wäre er also wirklich so unglücklich, nur die eine Sorge zu kennen, wie er sich kleiden und womit er sich nähren solle; — dann wehe dem Menschen, der am Ende doch vom Brode allein zu leben nicht vermag, sondern vor Allem jenes Wortes bedarf, das aus dem Munde Gottes kommt! Bald würde die Ewigkeit seinen Blicken ganz entschwinden, die Zeit und ihre Vergänglichkeit, die Erde und ihre Armuth dessen sich ganz bemächtigen, der unsterblich und für Gott erschaffen ist, Finsterniß und Nacht die Seele umfangen, der Sturm der Leidenschaft sich entfesseln, die Uebermacht ungezähmter Begier- lichkeit die Geißel schwingen, und eine Fluih von Sünden dem Unglückseligen den Abgrund ewigen Verderbens bereiten. Nun ist der Herr in die Welt gekommen, zu suchen und selig zu machen, waS verloren war; der gute Hirt ist durch die Wüste gegangen, um Verlorne Lämmer aufzusuchen, und um also vor so großem Seelenverderben seine Heerde zu verwahren, hat er in götilicher Hirtenliebe, wie im alten Bunde durch den Mund seines DienerS MoseS die Sabbatfeier, so im neuen Testamente durch den Mund seiner heiligen Kirche die Feier der Sonn- und Festtage angeordnet. „Gedenke, daß du den Sabbat heiligest." „Du sollst die eingesetzten Feiertage halten." „Du sollst an allen Sonn- und Festtagen die heilige Messe mit Andacht hören." An diesen gottgeweihten Tagen soll also vor Allem der Lärm irdischer Geschäfte ruhen, soll der Mensch nicht, wie Martha, sich um Vieles kümmern, sondern vielmehr nur darauf denken, mit Maria den besten Theil zu wählen, und also für das Eine, das Noth thut, vor Allem zu sorgen. In feierlicher Stille heiliger FesttagSruhe, wo die Erde schweigt, und daS Reich der Ewigkeit um so lauter zum Herzen spricht, soll der Mensch den Blick nach Oben wenden, soll klarer, als an andern Tagen es ihm möglich wird, die Wahrheit sich vor die Seele führen, daß für ihn hier keine bleibende Stätte, daß er hier Fremdling und Wanderer, daß seine Heimat der Himmel ist, und daß also zuletzt das Heil in Einem liegt, die Wanderschaft dorthin mit Christus zu machen. So wird die heilige Sabvaisruhe für sich schon zur lautesten und eindringlichsten Predigt, zeigt die Bedeutung des Lebens hienieven im hellsten und schönsten Lichte, und gießt Segen und Weihe über die Erde aus. Neben dem Gebote der Enthaltung von knechtlicher Arbeit, wie der gewöhnliche Ausdruck diese bezeichnet, verpflichtet die Sonn- und Festtagsseier zur andächtigen Anhörung der heiligen Messe, und eS hat uns die katholische Kirche diese Verpflichtnng unter schwerer Sünde auferlegt, so ferne nicht Krankheit oder sonst ausreichend entschuldigende Verhinderungen uns von der Verpflichtung befreien. Es ist aber die heilige Messe daS Opfer unseres Herrn am Kreuze, dort in blutiger Weise von ihm dargebracht , um die Welt dem Vater zn versöhnen, und hier auf dem Altare von ihm in unblutiger Weise durch den Dienst und die Vermittlung deS von ihm geordneten Priester- thumö unter den Gestalten von Brod und Wein erneuert. Die heilige Messe ist also jenes große Opfer, in dem die Welt ihre Erlösung finret, die Grundfeste der HeilS- ordnung deS neuen Bundes, der wesentliche Gottesdienst der neutestamentlichen Kirche, der Mittelpunkt christlicher Andacht und christlichen Lebens, der Quell, aus dem die Heiligen Gerechtigkeit und Leben trinken, der Ursprung und die Vollendung unserer Seligkeit. In diesem Opser erfüllen sich die Hoffnungen des alten Bundes, aus ihm entspringen alle Gnaden, die im Schooße der heiligen Kirche sich ergießen, aus ihm strömt Erlösung in den ReinigungSort zum Troste der dort leidenden Seelen hinüber, 96 und die Herrlichkeiten deS ewigen Lebens weisen auf dieses Geheimniß als auf ihren Ursprung und ihre Vollendung hin. Die unermeßlichen Reichthümer wohl kennend, die in diesem geheimnißvollen Opfer verborgen liegen, sendet nun die Kirche zwar mit jedem Tage ihre Priester zum Altare, um zu beten und zu opfern für die Sünden des Volkes, und die Segnungen deS Himmels auf die Erde herabzuziehen. Au jedem Tage sind die Pforten ihres HeiligthumeS der Welt geöffnet, sie kennt keine seligere Freude, als ihre Kinder in seinem Innern zu versammeln, und wer seinen Gott in Wahrheit sucht, wird, auch wenn kein Gesetz gebietet, wo möglich mit jedem Tage aus eigenem HerzenSdrange und voll der Sehnsucht hin zum Tempel eilen, weil dort auf dem Altare das Opfer seiner Erlösung, sein Leben und seine Liebe liegt; aber auch nie wird er von bannen gehen, ohne neuen Segen und neuen Frieden mit nach Hause zu nehmen. Wie aber die Kirche in ihren Anordnungen mild, und in ihren Forderungen voll der Nachsicht ist, Dem ähnlich, der gesagt hat: „Mein Joch ist süß und meine Bürde ist leicht;" wie sie, wenn auch nur ein Verlangen im Herzen tragend, der Welt das Heil zu geben, doch wieder, vom Geiste göttlicher Weisheit geleitet, nie vergißt, der Schwäche unseres Geschlechtes und den Anforderungen der irdischen Lebensverhältnisse die gebührende Rücksicht zuzuwenden; so hat sie das Anhören deS heiligen Meßopfers nur für die Sonn- und Festtage förmlich vorgeschrieben, nnd hat aber auch zugleich, um nach anderer Seite hin der Lauigkeit und dem Gottvergessen einen Damm zu setzen, zur Haltung dieses Gebotes unter schwerer Sünde verpflichtet. (Schluß folgt.) Rom. Schon seit Ende Dec. hält sich hier der vr Levi JveS aus, der erste anglikanische Bischof, der dem Lichre der Wahrheit folgend in den Schooß der wahren Kirche Christi zurückgekehrt ist. Herr Jveö war Bischof der anglic. Kirche in den Vereinigten Staaten und stand seit einiger Zeit an der Spitze der Puseyiteu in Amerika. Da er sich nicht begnügte, die Grundsätze und Meinungen, welche er vertrat, in seinem eigenen Leben in Ausübung zu bringen, sondern dieselben in der Verwaltung seines AmteS befolgte, und deßhalb nicht bloß manche Gebräuche der kathol. Kirche für den öffentlichen Gottesdienst in seinem Sprengel vorschrieb, sondern auch ein Kloster gründete, und sogar das ehelose Leben seiner Geistlichkeit dringend empfahl: gerieth diese in immer größere Bewegung, Manche Mitglieder derselben untersuchten die Gründe, die ihrem Bischof zu solchem Verfahren bewogen, mir aufrichtigem Verlangen, sich zu belehren, und kamen zur Erkenntniß der Wahrhei; viele von ihnen sind bereits zur katholischen Religion übergetreten. Aber die größere Anzahl zeigte sich in hohem Grade unzufrieden mit den „Neuerungen" ihres Bischofs, und nach manchen geheimen Antrieben, die unwirksam bleiben, forderten sie ihn gegen Ende deS JahreS 1851 vor eine Synode, die theils aus Laien, theils auS Geistlichen bestand. ES war zwar dem Herrn JveS nicht schwer, sich zu vertheidigen, und seine Freisprechung von seinen eigenen Gegnern zu erwirken; aber dieser Vorfall trug nicht wenig dazn bei, ihn über das Haltlose, sowohl der Grundsätze und Lehren, als auch deS Ansehens und der Verwaltung der anglicanischett Kirche vollends aufzuklären ES hatte im Laufe deS JahrcS 1852 wehrere Unterredungen mit dem katholischen Erzbisch of voit Ncw'Dork, und dem vr. ForberS, Pfarrer in derselben Stadt, der einst selbst Puseyst und vr. JveS Beichtvater gewesen war. JveS entsagte den Irrthümern der Kirche, welcher er angehört hatte, und legte vor dem Erzbischof von New-Uork im Monat Oktober das katholische Glaubeusbekenntniß ab; hielt jedoch einstweilen seine Bekehrung geheim. Bald darauf trat er die Reise nach Rom an, um dort vor dem hl. Vater selbst sein Beke'nntniß öffentlich zu erneuern. Am 26. December fand dieser rührende Act in der Kapelle seiner Heiligkeit statt, und nach der Ablegung des Glaubensbekenntnisses erhielt Hw INS von der Hand des Papstes daö Sacrament der Firmung. (M.S.-Bl.) SKrdnÜ«vrMch«r RedacteSr: L. Schönchen. Verlags - Jichaber: F. C. Kre m er.