Dreizehnter Jahrgang. ' Sonntags-Beiblatt zw Augsburger PostMung. --- 24. April. 17. 1853. Diese« Blatt erscheint regelmäßig alle Souutage. Der halbjährige Abouuementsprei« kr., wofür e« durch alle königl. bayer. Postämter und alle Buchhandlungen bezogen werdeit kaun' ...... »,....... > > . ^ > .--^. ,......... Rom» Rundschreiben des Papstes Pins IX. an die Cardinäle, Crzbischöse und Bischöfe Frankreichs. ?ius ??. IX. Geliebte Söhne und ehrwürdige Brüder, Gruß und apostolischen Segen. Inmitten der vielfachen Bedrängnisse, die von allen Seiten her ans Uns lasten, in der Fürsorge für alle Kirchen, mit welcher Uns trotz Unserer Unwürdigkeit der un- erforschliche Rathschlnß der Vorsehung in diesen s^> harten Zeilen betraut hat, in welchen die Zahl derjenigen so grosi ist, von denen der Apostel sagt: „8snsm cioctrinsm non zustinent, secl scl 8us ciesiäeria oogeervsntes sidi msgistros a veritste auciitum svertunt et seciuetor?« proLeiunt in pe^us, errorem mittentes," werden Wir von der grüßten Freudigkeit durchdrungen, wenn Wir Unsere Augen und Unsern Geist auf die berühmte, durch so viele Namen verbcrrlichre, um Uns wohlverdiente französische Nation richten. Es gereicht Unserm Paterherzen zum größten Troste, wenn wir gewahren , wie in jener Nation mit göttlicher Hiife die katholische Religion und ihre heilsame Lehre täglich mehr erblüht, auflebt uud d^minirt und mit welcher Sorgfalt und welchem Eifer ihr, Unsere geliebten Söhne und ehrwürdigen Brüder, die ihr zur Theilnahme an Unserer Fürsorge berufen seyd, euch bemüht, euer Amt zu erfüllen und über die Unversehrtheit und das Wohl der geliebten, cuerer Obsorge anbefohlenen Heerden zu wachen. Dieser Unser Trost wird um so mehr gesteigert, als Wir auö den ehrfurchtsvollsten Schreiben, die ihr an Uns richtet, immer mehr und mehr ersehen, mit welcher kindlichen Frömmigkeit, Liebe und Ergebenheit ihr stolz darauf seyd, UnS nachzufolgen, und diesem Sitze Petri, dem Cenlrnm der katholischen Wahrheit und Einheit, dem Hanpte, der Mutter und Lehrerin aller Kirchen, welcher Lehrerin aller Gehorsam uud alle Ehren gebühren, mit der, wegen ihrer vornehmsten Vorzüglichkeit, sich alle Airchen einigen müssen, das heißt, alle, die aller Orten gläubig sind. Von nicht geringerer Freudigkeit werden Wir durchdrungen, wenn Wir sehen, daß'ihr, ohne Unterlaß eingedenk eueres ernsten bischöflichen Amtes und eurer Aufgabe, alle Sorgfalt geistlicher Hirten und alle eure Wachsamkeil thätigst zur größeren Verherrlichung Gottes und im Kampf für die Sache seiner heiligen Kirche aufbietet, auf daß die Priester eurer Tiöcesen ihres Berufes von Tag zu Tag würdiger werdend, dem christlichen Volke mit dem Beispiele aller Tugenden vorangehen, sich ihren Amtspflichten eifrigst unterziehen, damit die eurer Obhut anvertrauten Gläubigen täglich mehr genährt durch Worte des Glaubens und gestärkt durch die Gaben der Gnade, zunehmen in der Erkenntniß Gottes und auf dem Pfade beharren, der da führet zum Leben und damit die armen Verirrten auf den Weg des Heils zurückkehren. Mit gleicher Seelenfreude haben Wir zur Kenntniß genommen, mit welcher Raschheit ihr Unsern Wünschen und Crmahnungen nachgekommen seyd und euch be- müht habt, die Provinzialconcl'll'en abzuhalten, damit in euren Diöcesen der Glaube unverletzt und ganz erhalten, eine gesunde Doctrin gelehrt, die Ehre deS Gottesdienstes vermehrt, die Institution und Disciplin -,cS Klerus gekräftigt und Sittenreinheit, Tugend, Religion und Frömmigkeit aller Orten in glücklichem Fortschritte angeregt und befestigt werde. Wir sind über alle Maßen erfreut, inne zu werden, daß in sehr vielen Diöcesen, in denen sich bis jetzt besondere Verhältnisse nicht entgegenstellten, die Liiurgie der römischen Kirche durch euren besondern Eiser Unserm Wunsche entsprechend wieder eingesetzt wurde. Diese Sache mußte Uns um so angenehmer seyn, als Wir wußten, wie in vielen französischen Diöcesen in Folge der wechselnden Zeitverhältnisse keineswegs jene Anordnungen beobachtet wurden, welche Unser heiliger Vor- gänger PiuS V. sürsichtig und weise in seinem apostolischen Schreiben vom 8. Juli I5v8 festgesetzt hatte, welches mit den Worten beginnt: „i)uo6 » Aobis Postulat." Wenn Wir aber nun auch alles dieses nicht ohne große Seelenlust und zu eurem besonderem Lobe freudig erwähnen, so können Wir doch andererseits nicht Unsere schwere Trauer und Betrübniß verhehlen, die gegenwärtig an Uns nagt, nachdem Wir in Erfahrung gebracht haben, welche Zwistigkeiten der alte Feind unter euch anzuregen sucht, um die Eintracht euerer Gemüther zu schwächen und zu untergraben. Kraft der Pflicht Unseres apostolischen Amtes und in der großen Liebe, mit der Wir euch und jene gläubigen Völker umfassen, schreiben Wir ench daher diese Epistel, in welcher Wir aus der innersten Tiefe Unseres Herzens zu euch, geliebte Söhne und ehrwürdige Brüder sprechen und euch gleichzeitig ermähnen, auffordern und bitten, daß ihr das Band der euch umschlingenden Liebe täglich enger knüpfet und befestiget und eimnüthig gegenseitig alle Zwistigkeiten, welche der alte Feind anzuregen strebt, eurer ausgezeichneten Tugend gemäß zu entfernen und ganz zu beseitigen bemüht seyn und Sorge tragen sollet, in aller Demuth und Sanftmuth in Allen die Einheit des Geistes im Bunde des Friedens zu erhalten. Durch solche Weisheit werdet ihr darthun, daß Jeder von euch sehr gut wisse, in welchem Grade die priesterliche und gläubige Einheit der Gemüther, deS Willens und Urtheils zum Gedeihen der Kirche und zur immerwährenden Förderung des menschlichen Heils nothwendig und ersprießlich sey. Wenn ihr diese Eintracht des Gemüthes und Willens stets unterhalten mußtet, so sollt ihr dies gegenwärtig mehr als je mit allem Eifer thun, da durch den trefflichen Willen Unseres geliebtesten SohneS in Christo, Napoleon, Kaisers der Franzosen und durch die Thätigkeit seiner Regierung die katholische Kirche sich bei euch jetzt des Friedens, der Ruhe und der Begünstigung erfreut. Diese glücklichen Umstände in diesem Reiche müssen euch antreiben, daß ihr in Allem einträchtig dahin strebt, daß die göttliche Religion Christi und ihre Lehre und Sittlichkeit und Frömmigkeit überall in Frankreich tiefe Wurzeln schlagen, daß mehr und mehr für einen guten und lautern Unterricht der Jugend gesorgt wird und so leichter die feindlichen Angriffe abgewehrt und unterdrückt werden, die sich in den Bestrebungen derjenigen kund geben, welche die beharrlichen Feinde der Kirche und Christi Jesu waren und sind. Darum, geliebte Söhne und ehrw. Brüder, fordern wir euch auf'S dringendste auf, daß ihr bei der Vertheidigung der Sache der Kirche und ihrer heilbringenden Lehre und Freiheit vor Allem euch bestrebt, mit der größten Einmüthig- keit Alle in derselben Weise zu reden und zu denken, und daß ihr mit allem Vertrauen euch an UnS und diesen apostolischen Stuhl wendet, um alle Fragen und Controversen jeder Art ganz zu beseitigen. Zunächst, da ihr wißt,, wie wichtig für das Heil der Kirche und des Staats eine gute Erziehung namentlich' des Klerus ist, laßt nicht ab, mit einträchtigem Geiste eine so wichtige Angelegenheit zu besorgen. Fahret fort, wie ihr thut, Alles aufzubieten, daß die jungen Leute in euren Seminarien zu aller Tugend, Frömmigkeit und kirchlicher Gesinnung srüh herangebildet werden, daß sie in der Demuth wachsen, ohne die wir nie Gott gefallen können, und daß sie zugleich in den schönen Wissenschaften und in den ernstern, namentlich den kirchlichen Wissenschaften, vor aller Gefahr jeglichen Irrthums geschützt, so sorgfältig unterwiesen werden, daß fit nicht allein eine wahrhast elegante und beredte Sprache auS den besten Werken 181 der h, Väter und aus den von aller Makel gereinigten berühmtesten heidnischen Schriftstellern sich aneignen, sondern auch namentlich eine vollkommene und gründliche Bildung in den theologischen Wissenschaften, der Kirchengeschichte und dem Kirchenrechte aus den von diesem apostolischen Stuhle approbirten Auctoren sich erwerben. So wird der französische KleruS, welcher so viele durch Geist, Frömmigkeit, Gelehrsamkeit, kirchliche Gesinnung und besondern Gehorsam gegen diesen apostolischen Stuhl ausgezeichnete Männer aufzuweisen hat, immer reicher werden an kundigen und eifrigen Arbeitern, die, mit Tugenden geziert und mit heilsamer Wissenschaft ausgerüstet, euch bei der Pflege des Weinbergs deö Herrn unterstützen, die Gegner bekämpfen und nicht allein die Gläubigen in Gallien in unserer h. Religion bestärken, sondern auch dieselben bei den fernen und ungläubigen Völkern ausbreiten können, wie das euer Klerus zu seiner eigenen Ehre, zum Wohle der Religion und zum Heile der Seelen bi'Sheran zu thun bemüht gewesen ist. Und weil ihr euch mit Uns sehr betrübt über so viele schlechte Bücher, Broschüren, Zeitungen und Flugblätter, welche der giftige Feind GotteS und der Menschen überall und unaufhörlich ausstreut zum Verderben der Sitten, zur Erschütterung der Grundfesten deö Glaubens und zur Bekämpfung aller Lehren unserer h Religion, darum, geliebte Söhne und ehrw. Brüder, lasset in eurer bischöflichen Obsorge und Wachsamkeit nie ab, einmüthig die eurer Sorge anvertraute Heerde von diesen giftigen Weiden mit allem Eifer fernzuhalten und sie gegen die Fluch so vieler Irrthümer durch heilsame und geeignete Ermahnungen und Schriften zu unterweisen, zu schützen und zu stärken. Wir können hier nicht umhin, euch an die Ermahnungen und Rathschläge zu erinnern, womit Wir vor vier Jahren die Bischöfe der ganzen katholischen Welt dringend aufgefordert haben, ohne Unterlaß durch Geist und gesunde Wissenschaft ausgezeichnete Männer zu ermähnen, geeignete Schriften herauszugeben, um das Volk zu belehren und die Finsterniß der sich cinschleichendeu Irrthümer zu zerstreuen. Darum bitten wir euch, indem ihr die todtbringende Pest schlechter Bücher und Zeitungen von den eurer Sorge anvertrauten Gläubigen fernzuhalten sucht, zugleich die Männer wohlwollend zu behandeln und zu begünstigen, welche, von katholischer Gesinnung beseelt und in den Wissenschaften der Literatur bewandert, dort Bücher und Zeitungen schreiben und drucken lassen, um die katholische Lehre zu vertheidigen und zu verbreiten, um die ehrwürdigen Rechte und die Verfügungen dieses h Stuhls zu vertreten, um die demselben Stuhle und seiner Aucto- rität feindlichen Meinungen und Ansichten zu widerlegen, um die Finsterniß der Irrthümer zu zerstreuen und die Geister der Menschen durch das liebliche Licht der Wahrheit zu erleuchten. In eurer bischöflichen Hirtensorge und Liebe werdet ihr diese gutgesinnten katholischen Schriftsteller ausmuntern, mit noch größerem Eifer fortzufahren, die Sache der katholischen Wahrheit mit Eifer und Geschick zu vertheidigen; ihr werdet sie mit väterlichen Worten weise ermähnen, wenn sie bei ihnr schriftstellerischen Thätigkeit einmal fehlgreifen. — Ihr seyd serner weise genug, um wohl zu wissen, daß die bittersten Feinde der katholischen Religion alle stets am heftigsten, wenngleich fruchtlos, gegen diesen Stuhl des heil. Apostelfmsten gekämpst haben, wohl wissend, daß die Religion selbst nicht fallen und wanken könne, so lange dieser Stuhl stehe, der auf den Felsen gestützt ist, welchen die stolzen Pforten der Hölle nicht überwältigen (Auß. in ?sslm.) und durch welchen die christliche Religion ganz und vollkommen gesichert ist (Mt. sxn. ^vsnn. Ltp. sä üormisci. ?.). Darum, geliebte Söhne und ehrw. Brüder, fordern Wir euch dringend auf, daß ihr gemäß eurer ausgezeichneten Treue gegen die Kirche und eurer besondern Pietät gegen den Stuhl Petri nie ablasset, einmüthig und einträchtig alle eure Sorgfalt und Thätigkeit darauf hinzurichten, daß die Gläubigen in Frankreich die Hinterlisten, Irrthümer und Fallstricke feindseliger Menschen sorgfältig meiden und mehr und mehr in kindlicher Liebe und Hingebung sich an diesen apostolischen Stuhl fest und enge anschließen und es sich zum Ruhme anrechnen, demselben mit der größten Bereitwilligkeit gebührend zu gehorchen. Mit allem Eifer eurer bischöflichen Wachsamkeit wirket darum in Wort und That dahin, daß die Gläubigen diesen heil. Stuhl mehr und mehr von Herzen lieben und achten und mit M vollem Gehorsam aufnehmen, und erfüllen, was derselbe lehrt, bestimmt und anordnet. Wir kounen hier aber nicht umhin, euch den tiefen Schmerz auszudrücken, den Wir empfanden, da neulich unter andern schlechten Schriften ein in französischer Sprache geschriebenes und zu Paris gedrucktes Buch an Uns gelangte mit dem Titel: 8ur la Situation präsente 6e I'Lglise ZsIIiogne relstivement gu clroit coutumier, — dessen Verfasser dem, waS Wir so sehr empfehlen und einschärfen, geradezu widerspricht. Wir haben dieses Buch Unserer Congregation des Inder zur Verdammimg übergeben. — Ebe Wir aber unsern Brief schließen, geliebte Söhne und ehrw. Brüder, erklären Wir euch nochmals, daß Wir aufs sehnlichste wünschen, daß ihr alle Streitsragen beseitigt, welche, wie ihr wißt, den Frieden stören, die Liebe verletzen und den Feind.en der Kirche Waffen in die Hand geben, sie anzufeinden und zu bekämpfen. Darum muß eS euch sehr am Herzen liegen, unter euch und mit Allen den Frieden zu erhalten, wohl beherzigend, daß ihr dessen Diener seyd, der nicht ein Gott der Zwietracht, sondern ein Gott des Friedens ist und der nie unterlassen hat, seinen Jüngern dey Frieden so dringend anzuempfehlen, einzuschärfen und vorzuschreiben. Christus hat ja, wie ihr alle wißt, „alle Gaben und Belohnungen, die er verheißen, nur bei Bewahrung deS Friedens versprochen. Wenn wir Erben Christi sind, müssen wir im Frieden Christi bleiben, wenn wir Kinder Gottes sind, friedfertig seyn. . . . Friedfertig müssen die Kinder Gottes seyn, sanft von Herzen, einfach in Worten, einträchtig in der Liebe, treu durch die Bande der Eintracht mit einander verbunden" ((^pr. un. eccl.). Von eurer Tugendhaftigkeit, Religiosität und Pietät hegen Wir die zuversichtliche und zweifellose Erwartung, geliebte Söhne und ehrw. Brüder, daß ihr diesen Unsern väterlichen Ermahnungen, Wünschen und Anordnungen freudig gehorchen und alle Keime der Uneinigkeit ganz vertilgen und so Uns re Freude vollkommen machen, daß ihr, mit aller Geduld einander ertragend, in Liebe und eininüchig sür den Glauben des Evangeliums wirkend, fortfahren werdet, mit immer größerm Eiser über die eurer Sorge anvertraute Heerde zu wachen und alle Pflichten eures wichtigen Amtes zu erfüllen zur Vollendung der Heiligung zur Erbauung des Leibes Christi. Seyd fest überzeugt, daß Uns nichts angenehmer und erwünschter seyn wird, als Alles zu >hun, wovon wir erkennen werden, daß es zu eurem und eurer Gläubigen größerm Nutzen gereichen könne. Unterdessen bitten nnd flehen Wir in der Demuth Unseres Herzens zu Gott, daß er die Fülle aller himmlischen Gnaden steiS über euch ausgießen und eure oberhirtlichen Sorgen und Arbeiten segnen möge, auf daß die eurer Hut anvertrauten Gläubigen mehr und mehr würdig wandeln, Golt in Allem woh gefällig und in allen gnlen Werken fruchtbar. Als Unterpfand dieses göttlichen Schutzes und als Zeugniß der innigsten Liebe, womit Wir euch im Herrn umfangen, ertheilen Wir von Herzen euch, geliebte Söhne und ehrw. Brüder, und allen geistlichen und gläubigen Laien eurer Diöcesen den apostolischen Segen. Gegeben zu Rom bei St. Peter, am 21. März 1853, im 7. Jahre Unseres Pontificats. kius??. IX. Die Marien-Mai-Andacht. DaS Ziel aller Anbetung in der katholischen Kircke ist Gott allein, der drekeinkge Gott; daher heißt die gesammte kirchliche Fei r, sie mag eine besondere Veranlassung haben, welche sie will, — Gottesdienst. Alles Beten, Singen, Feiern und Weihen in der Kirche hat keinen anderen höchsten und letzten AuSgangöpunct als den ewigen Gott. Gleich den Strahlen der Sonne, die, mögen sie auch nach allen Seiten und Enden auölaufen, leuchten und wärmen, doch immer im Mittelpuncte des S>nnen- balleö vereinigt bleiben, reichet die kirchliche Feier mit ihrem Glänze und Erhebung bis zur Verehrung cineS jeden Heiligen hin und bleibet doch geeint in der alleinigen Anbetung deS dreipersönlichen GotteS. Ebenso wenig als das Licht, so von der Sonne sich auf Himmel und Erde und auf den kleinsten Gegenstand dieser Erde ergießt, der Sonne selbst Eintrag thut, — und ebenso wenig als man die von der Sonne erleuch. 133 teten Körper trotz ihres Glanzes für die Sonne selbst halten wird, ebenso wenig schwächt die Verehrung Maria'S und aller Heiligen die Anbetung Gottes, und Niemand wird bei ruhiger Betrachtung und Erwägung so einfältig seyn, die Verehrung der Heiligen für Anbetung zu halten. Die Kirche hat nie befürchtet, daß aus der Verehrung Marias und der Heiligen irgend ein Nachtheil oder Mißbrauch entstehen könnte, und hat daher jene Ver, ehrung für heilsam und gut erklärt. In dieser Verehrung nimmt die Marien-Andacht während des Mai-Monates einen vorzüglichen Platz ein. Diese Andachtsweise hat die Kirche durch Ertheilung reichlicher Ablässe genehmigt und alle Verehrer Marias M eifrigen Theilnahme aufgefordert. Im päpstlichen Erlasse des heil. Va!crS PiuS VII. heißt eS: „Allen Gläubigen, welche in der Kirche oder im Verhinderungsfälle zu Hause im Kreise der Ihrigen während des Monats Mai die hl. Jungfrau durch Huldigung, Gebete und andere Tugendübungen ehren werden, sey für jeden Tag dieses Monats ein Ablaß von 30(1 Tagen, und einmal im Monate, an jenem Tage nämlich, an welchem sie das hl. Sacrament der Buße und des Altars empfangen und für die Angelegenheiten der Kirche nach der frommen Meinung Sr. Heiligkeit beten würden, ein vollkommener Ablaß verliehen, welche Ablässe auch den Seelen im Reinigungsorte zugewandt werden können." So sollen sich nach der Erklärung deS Oberhauptes der Kirche besonderer Gnadengaben erfreuen: der Pfarrer, welcher seine Kirche zur Abhaltung der Marien- Mai-Andacht öffnet, die Gemeinde, welche daran Antheil nimmt, besonders alle jene Personen, welche durch Gesang, durch Bestreitung der Kosten, durch eine Unterstützung in irgend einer Weise zur Verherrlichung dieser Andacht nach Kräften beitragen. Verargen wirv diese Marienverehrung Niemand, der ruhig die Worte der hl. Schrift erwägt: „Von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter." Gott will, daß alle Menschen selig werden. In seiner unendlichen Güte schuf Er die Menschen nach seinem Ebenbilde, invcm Er ihnen die Freiheit gab, sich selbst für die Seligkeit deS Himmels zu entscheiden. Rührend ist das Bemühen Gottes, selbst noch die durch die Sünde gefallenen Menschenkinder zu retten und auf ihre gemißbrauchte und verdertne Willensfreiheit so einzuwirken, daß diese mit Hilfe der Gnade durch die Erlösung Jesu Christi das Heil der unsterblichen Seele wirken kann. Unter den Mitteln, diesen Gnadeneinfluß zur Rettung deS g/fallenen Menschen auszuüben, steht die hl. Jungfrau oben an. Sie hat der Herr auSerwählt, um unS durch sie das Höchste und Theuerste zur Rettung von dem ewigen Tode zu geben, was Er ^esaß, seinen eingeborenen Sohn, unseren Erlöser von Tod und Sünde. Zugleich aber sollte in Maria uns auch ein Vorbild gegeben werden, dem die gefallenen Menschenkinder nachstreben und nachfolgen könnten. Auf diesen beiden Puncten beruht die Marienverehrung der Katholiken, die sich dabei auf die beständige Ueberlieferung und die Lehre der Kirche, wie auf das Wort deS hl. Geistes in der Schrift berufen: „Von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter." Denn diese Seligpreisung, von welcher die heil. Jungfrau, erfüllt vom hl. Geiste, redet, ist eben die Verehrung, die wir ihr zollen. Wir preisen Maria selig, weil der Herr Großes an ihr gethan hat. Wir bewundern so gern die Werke GorleS, wie sie in ihrer Erhabenheit und Majestät unS überall umgeben. Und diese Bewunderung erzeugt eine gewisse Verehrung. Wie sollten wir nun nicht Maria bewundern und verehren als das kostbare Werk, das seine Allmacht und Liebe geschaffen hat? Ist sie, die Mutter unseres Erlösers, nicht ein unendlich lieblicherer Hossnnngöftern, zu dem wir irrenden Erdenpilger hinaufblicken können, als die Sterne am Firmament alle zusammengenommen? Und wenn wir nun zu diesem Gotte preisend mit Andacht und Verehrung emporblicken dürfen, warum sollten wir nicht zu jenem Sterne emporschauen, der als lieblichster Morgenstern uns den frohen Morgen der Auferstehung in Christo Jesu verkündet, der als schönster Abendstern unS den Quell aller Ruhe, den Herrn brachte, der da sagte: „Folget mir nach, und ihr werdet Ruhe finden für Eure Seelen." Warum sollten wir nicht voll Ver- 134 ehrung zu diesem Friedenssterne emporblicken, der sich nicht selbst gemacht, den uns der Herr an unsern Lebenshimmel gesetzt hat, um unS an den ewigen Frieden zu erinnern, den uns die Erlösung gebracht? Es ist die Dankbarkeit gegen Gott, die unS in Maria das Werk seiner Allmacht und Gnade bewundern und verehren läßt. Daß diese Verehrung keine Änbetung ist und auch keine seyn kann, liegt klar zu Tage, ebenso wie unsere Verehrung aller anderen Werke Gottes keine Anbetung derselben ist. Nur der Thor und der Barbar könnte über dem Werke Gottes den Herrn und Schöpfer selbst vergessen, nicht aber der Christ, der mit Herz und Mund bekennt: „Es gibt nur einen Gott, den wir anbeten." Und nicht blos, weil Gott Maria zu einer so hohen Würde erhoben, zur Mutter des WelterlöserS gemacht hat, verehren wir Maria, sondern auch weil wir in ihr selbst ein erhebendes und stärkendes Vorbild erblicken, dem wir freudig und mit Vertrauen nachfolgen können. Der Mensch bedars auf seinem Lebenswege eines Leitsternes, der ihm voranleuchtet auf dem oft recht dunklen Pfade der irdischen Verbannung; er sieht sich gern nach einem Beispiele um, an dem er sich erbaut, an dem er sich in den Stunden der Prüfung emporrichtet und hält. Wer die Bedürftigkeit eines solchen Vorbildes läugnet, kennt entweder gar nicht die Bedürfnisse des menschlichen Herzens, oder er würdigt sie nicht nach ihrer Stärke. Daß Christus hier das leuchtendste, aber zugleich auch das unerreichbarste Vorbild ist, wissen wir recht wohl; ebenso wie in seiner Nachfolge Ruhe und Friede für die Seele liegt. Aber gerade diese Nachfolge des Herrn in der rechten Weise ist schwer, und bedürfen wir bei derselben ganz besonderer Aneiferung und Erfrischung. Wir müssen ein Wesen aus unserer Mitte haben, an dem wir lernen können, wie süß es sey, dem Herrn nachzufolgen. Wer könnte dieses Wesen besser seyn als gerade Maria, welche bis an ihr Lebensende treu und ergeben dem Herrn nachfolgte — von Bethlehem nach Nazareth und von Nazareth nach Jerusalem, von der Krippe zum Kreuze? Niemand konnte besser dem Herrn unserem Gotte dienen als Diejenige, welche die Magd des Herrn hieß und von Gott selbst ausgewählt wurde, den Erlöser an ihrem Herzen zu bergen und ihn auf den -Armen zu wiegen. Und sollten wir nun Diejenige, welche uns so helden- müthig vorangegangen ist aus dem Wege nach dem Ziele unseres Lebens, nicht mit aller Demuth und Inbrunst verehren? Noch mehr! Die Liebe stirbt nicht, sondern dauert über das Grab und lebt. Wer Gott so treu und innig im Leben liebte wie Maria, dessen Liebe zu den Mitmenschen muß eine übergroße seyn. Wie innig muß uns daher Maria, die Mutter der schönen Liebe, lieben I Und wir sollten nun Diejenige nicht ehren, welche uns so innig liebt? Oder ist es ein Abbruch der Liebe zu Gott, wenn wir Maria lieben? Schadet unsere Liebe zu den Eltern und Freunden der Liebe zu Gott? Ist diese nicht vielmehr die Quelle gerade von jener? Ach, das menschliche Herz darf und muß lieben; wo keine Liebe — da ist Tod. Liebt Maria uns: warum sollten wir sie, die von Gott so sehr geliebte, nicht wieder lieben? Und diese Liebe erzeugt Verehrung. Die Liebe Marias aber wird ebenso wenig wie jede andere treue Liebe unthätig seyn, sondern sie muß wirken, und Gott ist es, der ihr den Wirkungskreis zuweist. ES ist dies die Fürbitte für uns, die immer aus der Liebe entspringt. Die Mutter, die ihre Kmder liebt, ist eine beständige Fürbiiterin für diese Kinder. Ist dieses nun der Fall: warum sollte unsere Verehrung Marias nicht auch noch so weit gehen, daß wir ihre Fürbitte in Anspruch nehmen und zu der süßen Jungfrau emporrusen. Das ist kein Mangel an gläubigem Vertrauen auf Gott, denn gerade dieses flößt uns jenes Hingeben an Maria ein. Eben weil wir wissen, daß Gott uns so unendlich viel durch die heil. Jungfrau Maria gegeben hat, wenden wir unS mit solchem Vertrauen zu ihr. Und in diesem vertrauungsvollcn Hinwenden liegt der Haupttheil unserer Marienverehrung. Diese ist also nichts weiter als die alleinige Anbetung unseres GotteS, der uns in Maria die Mutter unseres Erlösers, das Vorbild der Nachfolge Christi und eine Fürbitterin am Throne der Gnade gegeben hat. Deshalb preisen wir Maria selig, welche der Engel die Gnadenvolle, Elisabeth die Hochgebenedeite des Herrn, 13S unser Erlöser Mutter nannte u, s. w. vom Kreuze herab auch uns zur Mutter gab. Diese Verehrung ist von Geschlecht zu Geschlecht, von Volk zu Volk gegangen durch volle 18 Jahrhunderte hindurch. Wo immer das Kreuz der Erlösung ausgepflanzt wurde, da erhob sich auch das Bild der süßen und keuschen Jungfrau, — nnd wo dem Gotte der Christen Weihrauchdüfte wallten, da erschollen auch die Hymnen Marias. Von Land zu Land, von Stadt zu Stadt, von Ort zu Ort zog die Verehrung Marias und erquickte jedes Herz, das sich vertrauend zu ihr wandte. Die Frauen, welche durch sie wieder zu ihrer Würde erhoben worden waren, dienten ihr mit der zartesten Innigkeit deö Herzens. Die Männer huldigten ihr als ihrer Königin. Die Mädchen erkoren sie sich zur liebreichen Schützen» ihrer Unschuld, und die Jünglinge weihten ihr ihre Studien und all ihr jugendliches Streben. Ihre Kapelle und Dome erhoben sich allenthalben, sowohl in dem feurigen Süden, als in dem ernsten Norden. Ihr Name prangte allenthalben. Und wie cS war, so ist es noch. — Millionen Frauen und Männer sind noch treue Verehrer der Jungfrau Mutter. — Sie grüßt demütbig und freudig jedes Kiud; zu ihr blicken bekümmerte Eltern am Krankenbette ihrer Lieben, ihr empfiehlt sich der Alpenhirt, wenn er zur Höhe steigt, und der Alpenjäger, der zum Abgrunde klimmt; — ihr huldigen die barmherzigen Schwestern in den Spitälern nnd die Armen in ihrem Siegesläufe; — ihr widmen noch Fürsten, wie ehedem, kostbare Weihgeschenke, — und das arme Volk unterhält noch daS Lämpchen vor ihrem süßen Bilde. Ach, meine Geliebten! selbst noch in den Städten, wo der katholische Glaube verschwunden, verkünden von den ehemals katholischen Kirchthürmen herab dreimal des Tages die Glocken daS „Ave Maria" und preisen mit eherner Zunge so lange jene hl. Jungfrau selig, bis wieder Söhne und Töchter Marias entsprossen und den „Engel des Herrn" beten. DaS Geetenwefen i« Pommern. Die N. P. Z> berichtet darüber aus Köslin, Der Schlawer und besonders der Rummelsburger Kreis unseres Regierungsbezirks sind seit langem als Herd einer tiesen religiösen Bewegung bekannt, welche ihre Theilnehmer vorzugsweise in den niedern Ständen sucht. Es läßt sich nicht leugnen, daß mit ihr, auch wenn ihr zuweilen in einzelnen Stücken die Lauterkeit der Lehre (der Katholicismus) sehlt, sast durchgängig ein christliches und reines Leben verbunden ist, das zugleich in sich die einförmige Rauigkeit und den stummen Ernst jener Sand- und Moorgegenden abspiegelt. Es ging schon seit einigen Tagen in der Gegend das Gerücht, daß der Bauer Carl Ziemcke zu Klein-Schwirsen (Rummelsburger Kreises) in seinem Hause religiöse Versammlungen hielte. Man sprach von acht bis zehn Personen, welche bei ihm zusammenkämen. Die Behörde hielt eS endlich für ihre Pflicht, über diese Zusammenkünfte sich zu unterrichten. Die Mutter der Frau des Ziemcke, welche der Sache fern stand, regte diese Untersuchung zum Theil selbst an. Ziemcke gab offen über sein religiöses Leben Auskunft. Er hat früher zu der Secte der Taufgesinnten (Baptisten) gehört und hat endlich die Bekanntschaft eines Schneiders QuardocuS aus Bublitz gemacht, der früher auS einer Wiedertäufergcmeinde jener Gegend ausgestoßen war, weil er ein von einem Glaubensbruder ihm gegebenes Darlehen nicht zurückgezahlt hatte. QuardocuS scheint mit seiner Frau von Ort zu Ort gewandert zu seyn, um Gläubige sür eine „neue Lehre" zu gewinnen, deren Apostel er sich nannte. Er ist dann auf einem solchen Zuge zum Bauer Ziemcke gekommen und hat denselben für seine Religion gewonnen. Das „Gebet" ist die ausschließliche Beschäftigung dieser eigenthümlichen Secte gewesen, und sie soll zum Beweise sür die Schristgemäßheit dieses Cultus das Wort angeführt haben: „Betet ohne Unterlaß!" QuardocuS hatte die Ehrfurcht des Ziemcke in noch höherem Grade zu erwecken gewußt, als er ihn durch Händeauflegen von einer schweren Krankheit befreite. Diese Krankheit, welche keinen bestimmten äußern Charakter trug, hat wohl die Richtung des Ziemke entschieden. Er hat in ihr „Gesichter gesehen und Offenbarungen gehabt, M ^ , V » ,n ',?> > welche ihn dann auch später nicht verließen." Auch hat er „gefühlt, daß der Teufel in ihm tvsete und redete" — ergibt sogar in räthselhaften, dunkein Tönen die Sprache' desselben wieder —, aber er will den Kampf mit ihm bestanden haben. — Es bildete sich bald eine aus zwölf Personen, die bereits früher sämmtlich aus der eräug. Landeskirche ausgetreten waren, bestehende Gemeinde, von der Ziemcke rühmt, daß sie voll des Geistes gewesen sey und in fremden Zungen geredet und gebetet habe. Ziemcke hat aus diesen Sprachen manche Worte wiederholt, die ganz unverständlich klingen. Die Gemeinde hat sich in vier Missionen getheilt, welche in nächster Zeir nach den vier Weltgegenden hin die Lehre verbreiten sollten. Von Wichtigkeit für die Kenntniß des inneren Lebens.dieser Secte ist die Weise, in welcher Ziemcke seine Frau „bekehrt" hat. Die Frau hat sich ihm öfters genähert, er aber habe stets in ihr den Teufel erkannt und nach diesem geschlagen und geworfen. Da sey sie von ihm gelaufen, bald aber freundlich zurückgekehrt, der Teufel hätte sie verlassen gehabt und sie sey plötzlich bekehrt qewesen. Späterhin, als die Gemeinde gebildet war, trat unier ihr ein Schneider auf, der nach ihrer Meinung das geistige Amt der Teufeis- Austreibung , verbunden mit einer überwältigenden Kraft, besessen hat. Die „Betge- nossen<", wie sie genannt, lebten, obwohl auS verschiedenen Dörfern, in dem Hause des Ziemcke, das gewöhnlich verschlossen und dessen Fenster verhängt waren, und man fand sie späterhin in einem stark erwärmten Stäbchen betend am Ofen sitzen. Äm 20. v. M. in der Nacht verließ ein Wagen das Gehöft des Ziemcke, auf welchem sich schwerkrank der Maurer Quardocns aus Bublitz, der Bruder d'eS „Apostels", befand. Er wurde »ach einem Abbau bei Treblin im Rummelsburger Kreise gebracht und liegt noch jetzr darnieder. Sein Körper zeigt schwere Verletzungen, und die Bct- genossen geben zu, ihn „gezüchtigt zu haben, weil der Teufel in ihm mächtig gewesen sey." Die Behörde ist nun eingeschritten und hat in dem Hause des Ziemcke auch noch eine Leiche gesunden. Sie lag in dem Stäbchen, in welchem sich die Gemeinde befand, auf dem Bette und war stark angeschwollen und mit braunen Flecken bedeckt, übrigens längst erkaltet. Es ist der Bauer Koschuick aus Latzig. Die Mitglieder der Secte haben sogleich offen gestanden, daß jener 'wm Teufel besessen gewesen und deshalb von Gott gezüchtigt sey. Gott würde ihn aber auch wieder erwecken. Die Semrer sind arretirt, die Gerichte sind in Thätigkeit. Mit irgend einer anderen kirchlichen Gemeinschaft haben diese Leute in aar keiner Verbindung gestanden, — ein Umstand, welcher nach den entstellenden Nachrichten provinzieller Blätter noch ausdrücklich hervorgehoben werden muß. Die „Belgenvssenschaft" war sirenge von allen' andern Leuten abgeschlossen und bestand nur auS 12—15 Personen. HlkÄ mui'!^ m (szH^-?,gW V-ll't»zA, uz. )wllsL-ö.,!i»I Augsburg. Augsburg, 14. April. Um dem Vereine der heiliaen Kindheit, welcher schon seit einigen Jahren in unserer Diöcese Wurzel faßte, eine sichere Grundlage zu geben, trat hier ein provisorisches Comite zusammen. Dasselbe hielt es sür dringendste Pflicht, vor Allem diestm Vereine die vberhirtliche Anerkennung zu erwirken, und wandte sich deßhalb an unsern hochwürdigsten Herrn Bischof. Seine bischöflichen Gnaden geruhten unterm 13. April, diesen Regeln die vberhirtliche Bestätigung huldvollst zu ertheilen, und zwar in folgenden Worlen: „Mit freudiger Theilnahme ertheile ich den voranstehenden im edelsten Geiste gefaßten Regeln für den Verein der heiligen Kindheit die vberhirtliche Bestätigung für daö Biöthum Augsburg, und bitte den göttlichen Kinderfreund, daß er alle Mitglieder dieses Vereines auf seinen Pfaden erhalten wolle, damit sie seiner Verheißungen theilhastig werden." AugSdnrg, 13. April 1853. Peter Richarz, Bischos von Augsburg. (A. St.u. L.-B.) —.—>-^—>—>->---— B«r«mtwortl!cher Redacteur: L. Scheuche». Verlag« - Jrchaber: F. C. Kremer.