Dreizehnter Jahrgang. Sonntags-Beiblatt H ,»N»HZ7H??« Ut n«'«riiG ir»»V mu ,,1»Sttr^«stZ? ^»N snäkiK li^IT n»ni» 11 »>>j»l^H nnuN «i nz^« uz KnuHMiitnA wis ,Va;üi(tt >Hd>» 7» 7kttt iMkM lchin M t»U^>7^iiu MnuqnAchT mßng Zli . ' ! 10. Jul^Ä ^mt .ikD 2». un-Zi 18.'»^ ^ ^ / ^ / ^ _ ^ ' !u i:??s)l>l^ > Diese« Blatt erscheint regelmäHia alle Sonntage. Der halbjährige Ab>?nucmcnt«prc>< ^Iv kr., wofür e« durch alle köm'gl. bayer, Postämter und alle Buchhandlungen bezogen werden kaun Die Religion muß der industriellen Thätigkeit die rechte Richtung >,ch»7 xNitniv ux >cht»ai und Weihe geben^i^z? ^cklxtt Hirteirbrief des Cardinal-ErzbischofS von Lyon dtchm MWMliM^«^^ s.ii^iyNNfV .lyS?» ,»! «i v»un.,-2 >l»,^ qza in70»y)??)Zkitt NZIII) riikr TiNlXi NZVI^I? ;«?I!NZI»IM ^>? Ihr könnet neue VerfahrungSarten erfinden und so Eure Industrie aus die Stufe der Vollkommenheil erheben, der Ihr schou so lange nachstrebt. Ihr könnet die Kraft Eurer Maschinen vcrvoppeln und wider alle Erwartung deren Gang beschleunigen. Ihr könnet die Natur in Eueru Schmelztiegeln und Glntöfen bezähmen; ihr werdet aber anch Euer Leben verschwenden bei all diesen Versuchen, all diesen Arbeiten, all diesen Ideen Eures Geistes, ohne daß diese Vervollkommnungen der Materie Euch eine Stunde wahrhaften Glückes verschafften, da alle Eure Geschicklichkeit Euch nicht schützen kann vor täglicher Untreue, nicht vor der Bitterkeit deS Undanks, nicht vor den giftigen Pfeilen deS NeioeS, nicht vor dem Unwillen, Euch durch glücklichere Unternehmungen und glänzendere Erfolge übertroffen zu sehen. Jeder arbeitsvolle Tag wird über Eurem Haupte Sorgen häufen und die Betrügereien vermehren: (lorporalis oxer- ^itati» iui moclilieum utilis est^-V). Doch lasset die Religion in Eure Werkstätten eindringen, öffnet ihr den Eingang in Äure Magazine und Hüttenwerke, sie wird die Treulosigkeit außer Fassung bringen, sie wird mit ihrem Rathe die Trägheit, die Widersetzlichkeit und den Beirug entfernen. Und eine mächtige Hülfe für Euern Handel geworden, führt sie Euch das Vertraue» wieder zu, solltet Ihr eö verlöre« haben und gründet das Ansehen Eurer Häuser auf eine feste, nicht wie einst wankende Basis: t'ivtss sä omnis utilis est^k). z q>UU »nitdfbW t»1 Mit der Religion werdet Ihr den Reichthum zu genießen wissen, nach dem schönen AuSspruche deS heilige» Paulus: 8eio et ukuncisro die schwerste uno 5. ««>! 6>m bm(L m, «ucha»Ä,H ") Tim' IV chon ,!'^. chon DNM ,«« >iE Idick. 5) Phil. lV. tS. ' m1-.fi? (' S19 nothwendigste Kunst, welche nicht Jedermann im Glücke besitzt: das heißt, Ihr werdet einen guten Gebrauch von Enrem Vermögen machen, indem Ihr Euern Ueberfluß in den Schooß der Armen werfet, indem Ihr auS Euern Häusern den zügellosen LuruS, - den Ruin derselben — verbannet, und um Euch her Sparsamkeit ohne Geiz herrschen lasset und Euch vor jener dreifach bösen Lust verwahret, welche der heilige Apostel Johannes so treffend schildert. Mit der Religion werdet Ihr arm zu seyn wissen: 8cio et esunrv 5) Stets von ihren Eingebungen geleitet, werdet Ihr niemals den Unglücklichen auf Kosten der Gerechtigkeit und Nächstenliebe zu besiegen suchen. Und wenn an Eurer Seite sich ein Wetteifer entspinnt, welcher Eure industrielle Stellung gefährdet, so möchtet Ihr nicht über einen Rivalen trinmphiren, würde dadurch sein guter Ruf geschwärzt, oder auf schlechte» Wegen einem UnglückSfalle entrinnen. Mit der Rcljgion verstehet Ihr arm zu seyn, durch Ergebung in den Willen eines GotteS, welcher selbst die Armuth kannte, unv sehet ohne Bangigkeit, ohne Ungestüm, ohne Mnthlvsigkeit dem Glücke entgegen, das die Vorsehung schenkt wem sie will, und dem Sieg, den sie gibt wann sie will. Daö ist die Kunst, mit welcher die Religion allein vertraut machen kann, uud die wegen des Stolzes selbst bei den Christen so selten ist. DaS sind Früchte der Gnade, welche Ihr, gelicbteste Brüder, von der Frömmigkeit ernten werdet, wenn sie Eure Scelenkräfte beherrscht, wenn sie ihren lieblichen Duft über Euer Leben ergießt: ?iöt-»s a,s ,m:„zil!' . ' Aus Auftrag: Allibcrt, Sccr. AM «uwm ,»>chtn h'Al Um Zug l-ktn L'nliss v's .,50'.'ll) h'ft^ .t/.cs's nx ts» .Ä-, .hn»!n»?A —s«zg»'i i»? „i »!m»m nett 6k! Der Tod eineS ausschweifenden Lüstling». ! ) Fürst Hohcnlohe theilt folgende Geschichte mil: AIS ich zu li. als geistlicher Rath angestellt, außer meinen Nicariatsgeschäften auch den Verrichtungen der Scclsorgc oblag, theils auf der Kanzel, theils im Beichtstühle, theils auch in Gefängnissen, Hospitälern und bei Krankenbesuchen, trng eS sich im Jahre 18!9 zn, daß Ii. den ich früher aus öffentlichen Promenaden und in Vereinen kennen gelernt hatte, an den Folgen seiner Ausschweifungen, mit Lungensucht und Abzehrung behaftet, rettungS- los auf das Krankenbett geworfen ward. Der würdige Stadtpfarrer k^, in dessen Kirchenspiel wohnte, machte dem hochwürdigen Generalviear die pflichtschuldigste Anzeige darüber, uud fügte die Bemerkung bei: ^5 habe sich geäußert, erließe keinen Pfaffen vor sich kommen. Hierüber nun erbat er sich VerhaltnugSregcln. Der hochwnrdigc Generalviear, nachmaliger Bischof von Wnrzburg, Freiherr von y "I" > i'illh—>"I.""1<) .«ZlN?1 II? !>z^. Iliii II« i, II: zy»?«) Phil. IV. 12. Tim. IV. s.tim 5- z,F")^ibichgk!,.a ,6b„H -l) Kath, V°lkSs«°nd. 220 Groß, besprach sich hierüber mit dem allgemein geachteten Bruder des L. >V^, was in dieser Sache sich thun ließe. Letzterer äußerte sich, er habe mehrmals aus dem Munde seines Bruders gehört: „Dem Hohenlohe bin ich gut und könnte zu ihm als Menschen Vertrauen haben!" — Vielleicht würde Hohenlohe durch einen Besuch etwas ausrichten. Mein verehrter Generalvicar machte mir darüber eine vertrauliche Mittheilung, und ich unterzog mich mit Freuden einem Geschäfte, von dem ich mit GctteS Beistand eines gute» Erfolges mich gewärtigtc. Doch ach, gar sehr fand ich mich getäuscht, wie der weitere Verlauf der Geschichte es beweisen wird. Ich besuchte also äußerte ihm meine herzliche Theilnahme, sprach mancherlei über seine kränkelnden Umstände, und dabei blieb eS bei diesem ersten Besuche, wo er bei dem Abschiede mir den Wunsch eröffnete, eS würve ihn freuen, wenn ich ihm ein Stündchen schenken möchte, wo wir vertraulich plaudern könnten. Ich versprach eS ihm und ging. Da ich bei seinem würdigen Arzte mich erkundigte, wie lange die Krankheil wohl noch daueru könne, bekam ich die Antwort, daß sie längstens noch sechs Wochen sich hinaus ziehen könnte, was zu dem Plane stimmte, den ich mir entworfen hatte und mir daher willkommen war. Nachdem ich ihn bereits zum drittenmale besucht hatte, und ihn gerade schwach und schlecht fand, äußerte er sich, auf seine zwei Pistolen über dem Bette hknblickend: Wenn das Ding noch lange fortgeht, werde ich der Sache ein schnelles Ende machen! Nicht doch, lieber VV^, sprach ich, das kann nicht Ihre ernste Willensmeinung seyn; ich halte Sie für zu edel, als daß Sie einer solchen Schwäche je fähig seyn könnten. Ausharren im Unglücke ist groß, edel, und lohnt sich hier und dort! Nur schwache Seelen können Zu einem solchen Mittel ihre Zuflucht nehmen, was entweder Geistesschwäche oder HerzcnSverhärtung beweist; keines von beiden liegt, wie ich hoffe, in dem Charakter meines lieben ^Vk Warum denn nicht zur Religion seine Zuflucht nehmen, die eine so milde, eine so liebreiche Trösterin in allen Lagen und Leiden des Lebens ist? Freund! erwiederte er — das ist für mich zn spät! Als ich noch ein Knabe war, da wurde der Katechismus mir mit Schlägen eingebläut, in spätern Jahren vergaß ich das Erlernte allzuleicht; und im Gewühle des Lebens mochte und wollte ich der Religion nicht gedenken. — Glauben Sie mir, antwortete ich hierauf, je mehr Sie sich von ihr entfcrnm, um so näher will sie sich an Ihr trostbcdürftigeS Herz legen; denn ich kenne Einen, der das liebreiche Wort nicht minder von Ihnen als von uns Allen sprach: „Ich bin gekommen zu suchen was verloren warl" — Lieber Fürst! sagte er, ich danke Ihnen für Ihr Wohlmeinen, doch lassen wir das, — eS ist zu spät. Ist'S etwas, so steht'S nicht gut mit mir; ist'S nichts, warum mir Grillen in den Kopf setzen? — Somit schloß sich für dießmal unsere Unterredung, ich schied bekümmerten Herzens von ihm. Nach acht Tagen trat ich wieder zu seinem Krankenbette nnd fand ihn munter und weit aufgeheiterter als je. Er erzählte mir mit vielem Witze alle seine LiebeS> intrignen, die ich geduldig anhörte, und entwarf Pläne für die Zukunft. Hierauf »ahm ich das Wort und sprach mit Würde und liebevollem Ernste: Sie haben nuu, lieber >V5, dem Manne, dem Sie Ihr Vertrauen bewiesen, alle Ihre Schwächen und Gebrechen cutdeckt; wäre eS nicht gut, wenn Sie das Nämliche offen und mit Vertrauen dem Priester bekennen möchten, der Nachsicht mit Menschengebrechen hat, und kein Süudenzähler, wohl aber, nach seines Meisters Willen, e'n Sündenvergeber im Namen GotteS sür Sie werden möchte? Versuchen Sie es nur, sich in Jesu liebende Arme zu werfen; er nimmt Sie gewiß mit Huld und Gnade ail, denn sein Blut floß ja so gut für Sie, wie für uns Alle — :c. Doch Alles war fruchtlos. Mich macht das unruhig! erwiederte er, lassen Sie mich iu meiner gewohnten Art und Weise zu denken. Freund, sprach ich, gerade dieß ist meine Absicht, Sie unrnhig zu machen, damit nach solcher Unruhe wahre Ruhe in Ihre. Seele einkehre, die Sie mit Gott aussöhne und Eins mit sich selbst mache. Ich werde ^herzlich für Sie beten, damit Gott Ihnen diese Gnade verleihe. — Sie sind ein guter Mensch, sprach er; ich danke Ihnen, fürchte aber, daß eS sür mich zu 22 t «^»i»«M »,,, i^»,«t. ,t»,>»Mu»>^^. >1> «<^.»H7uV*? — Gut! war seine kurze Antwort. — Ich: das finde ich eben nicht; Sie sehen übel aus. Er (in den Spiegel blickend) : Pah! ich habe ja rothe Röschen auf den Backen; wird schon besser werden, und diesen Sommer werde ich mich in Karlsbad ganz herstellen! — Ich wünsche eS von Herzen; aber ich muß Ihnen gestehen, ich fürchte daS Gegentheil. Ausrichtig gesagt, Ihre Lage ist bedenklich, eS wäre sehr zu wünschen, daß Sie auf die Ankunft deö Herrn sich bereiteten, Ihre Lampe mit Oel füllen und sich reuig in die Arme Ihres erbarmenden GotteS werfen möchten, der ja den Tod des Sünders nicht will, sondern daß er sich bekehre uud lebe! Theurer ^V*, ich bitte, ich beschwöre Sie, widerstehen Sie doch nicht mit solcher Verhärtung der Gnade, die sich Ihnen naht. Denn auch GotteS Langmuth hat ihre Gränzen, und wenn seine Erbarmung nicht angenommen wird, muß seine Gerechtigkeit Platz greisen. Der Herr kann im Sturme kommen und Sie unvorbereitet vor seinen furchtbaren Nichtcrstuhl rufen! — In Wuth gcrathend schrie er: Packen Sie sich zum Teufel und lassen Sie mich in Ruhe! Soll ich crepiren, nun denn, so will ich crepiren, von Pfaffereien aber will ich nichts wissen. — Gut, ich werde gehen, sprach ich; doch will ich zuvor meine Schuldigkeit thun. Und ich betete: Herr, habe Erbarmen mit diesem verblendeten Bruder, und ruse ihn nicht mit Sünden beladen, wie er ist, vor dein Gericht! Nette, o rette seine Seele! denn nur du kannst sie retten! ^V* leben Sie wohl! vor GotteS Gericht sehen wir uns wieder! — Dieß war mein letztes Wort. Ich sah ihn nicht wieder; denn um 4 Uhr Nachmittags, einen Fluch auSstoßend, überfiel ihn der Blutsturz — und stehend fiel er todt zusammen. Siehe hier, o Christ! ruse ich Dir am Schlüsse dieser abschreckenden Geschichte noch einmal zu, siehe hier das Ende eines SünderS; wie er lebte so starb er; und Gott, der ihm gewiß öfters im Leben seine Gnade angeboten zur Bekehrung, verweigerte ihm dieselbe in der entscheidenden Stunde des Todes. I»? ZVI^HMj , lfl«kONl,iH»>» Il7Z»?I Z?piisI1g>i«"c> 11^ 1«» »,v>». , , , " . »MO? .k!,nnoz,iZ,5»! 7'i5iin! ,ul,bik!? Mk iztjölk 7,a HilU^uX ZI« »V» mz,»H»'i« «tw«,h .t,twfi,K»uv Wilhelm Sedlaczek. Am 30. Juni d. I. starb in Klosterueu bürg Wilhelm Sedlaczek, Ritter deö kaiserl. österreichischen Leopoldordens, Sr. 5. k. apostolischen Majestät Rath, Probst und lateraiiensischer Abt des Chorherrnstiftes ' Klosterneuburg und als solcher Oberst- Erblcnrd-Hofcaplan M Erzherzogthum Oesterreich unter der Enns, gewesenes Mitglied 2L4 des Kollegiums der niedervsterreichischen Herren- Stände, emeritirter k. k. Hosprediger und Religionslehrer der durchlauchtigsten Prinzen weil, Sr. kaiserl. Hoheit des Herrn Erzherzogs Carl, Mitglied der k. k. Landwirthschafts- und Gartenbaugesellschaft zu Wien zc. :c. Sedlaczek wurde zu Selowitz in Mähren, dem Hauptorte einer Sr. k. k. Hoheit dem durchl. Erzherzoge Carl gehörigen Herrschaft, am 6. Juli 1793 geboren, und war demgemäß nahe daran, sein sechzigstes Lebensjahr zu vollenden. Er trat nach vollendeten philosophischen Studicu am 1. November 1810 in das Stift Klosterneuburg ein, Kudirte daselbst Theologie an der theol. Hausanstalr und legte 1813 Profeß ab. Im September 1816 ward er zum Priester geweiht, 1817 Professor der Moraltheologie im Stifte, 1819 Novi'zenmeister und wegen seines ausgezeichneten Prediger- talenteS von weil. Kaiser Franz 1820 zum Hosprediger an der Hofvurgcapelle zu Wien ernannt. Von da an gehörte Sedlaczek zu den ausgezeichnetsten Kanzelrednern der Residenz. Erzherzog Carl wählte den würdigen Mann gegen 1830 zu seinem Beichtvater, sowie zum Religionslehrer seiner jungern Prinzen und Prinzessinnen; diese Ausgabe erfüllte Sedlaczek im echt apostolischen Sinne der katholischen Kirche. Es konnte nicht fehlen, daß die steigende Berühmtheit deS ausgezeichneten Priesters die Aufmerksamkeit seiner StistSbrüder, die ihn mit Stolz den ihrigen nannten, auf ihn lenkten, als durch den Ende 1843 erfolgten Tod des AbteS Ruttenstock die Prälatenwürde der altehrwürdigen Schöpfung Leopold des Heiligen vacant wurde. Im Jahre 1844 wurde Sedlaczek als 58ster Probst deS Chorherrnstiftes Klosterneuburg gewählt und diese Wahl vom Landesfürsten bestätigt. In seinem neuen Wirkungskreise bewährte sich der sittliche Werth deS Verstorbenen auf's Glänzendste; seinen zahlreichen Unterthanen war er ein liebevoller Vater, seinen Stiftsbrüdern ein theilnehmender Freund, zahlreiche Beispiele davon leben im Munde der Mitwelt. Kaiser Ferdinand zeichnete ihn durch Verleihung des Ritterkreuzes des Leopoldordens aus. Selbst als die Ereignisse des Jahres 1848 den ehemaligen Verband mit den Stiftsunterthanen gelöst hatten, blieb seine Theilnahme an dem Wohl und Wehe derselben die nämliche. Seiner Haltung in dem genannten verhängnißvollen Jahre ist es größtentheilS zuzuschreiben, daß die Bewohner der alten Stadt Klosterncuburg vom Gifte deS Aufruhrs verschont blieben und von dort aus konnten jene kriegerischen Maaßregeln geleitet werden, welche den Fürsten Windischgrätz siegreich in die Mauern der verblendeten Hauptstadt zurückführten. Mit warmem Antheile betheiligte sich Sedlaczek nach Herstellung der Ruhe an allem, waS den Wohlstand seiner ehemaligen Angehörigen befördern konnte. Die erste Ackerbauschule in Oesterreich ans stiftlichem Grund und Boden (in Kritzendorf) ist zum großen Theile sein Werk; war ja die Bildung deS LandmanneS, auf eine den Forderungen der Neuzeit wie den ewig unabänderlichen Lehren deS Christenthumes gemäße Art das Ideal, welches ihm vorschwebte. Ein Freund der Wissenschaften, namentlich der Naturwissenschaften, welche, richtig verstanden, nur die Größe der Schöpfung erkennbar machen nnd demnach die christliche Ueberzeugung befestigen, verkehrte Sedlaczek gern mit Männern von Geist, und die wohlwollende Aufnahme, die jeden Gast von Bedeutung im Stifte erwartete, vermehrte den althergebrachten Ruhm der Gastfreundschaft, welcher Oesterreichs Präla- turen auszeichnete. Sedlaczek, von der Natur mit einer höchst einnehmenden äußeren Erscheinung ausgestattet, gewann die Herzen aller derer, die ihm nahten. Leider nagte der Wurm einer unheilbaren Krankheit an dem Leben des freundlichen ManncS, lange ehe er selbst es ahnte. (Lloyd.) _ iHqM ^üwji/ töluivM mchWoüiVt,. 1 Y.,I "-Hw-ttsHo««»? mchMninßö t»a Verantwortlicher Redacteur: L> Schönchen. Verlags-Inhaber: F. C. A^?mer.