Dreizehnter Jahrgang. Sonntags-Beiblatt zur Augsbnrger Polheitung. tl. September M- 1853. Dieses Blatt erscheint regelmäßig alle Bonutage. Der halbjährige Abonuementsprel« Tit kr., wofür es dnrch alle könial. bayer. Postämter und alle Buchhandlungen bezogen werde» kaun. Ein Hirtenbrief an das Landvolk. Der nenernannte Fürstbischof von Wien, Joseph Othmar v. Rauscher, hat beim Antritte seiner hohen Würde an das Landvolk insbesondere einen Hirtenbrief gerichtet, der wie Alles, was ans der Feder dieses Kirchenfürsten kommt, ein Muster apostolischer Svrache ist und namentlich durch edelpopulären Ton sich auszeichnet. Der Hirtenbrief lautet: „Joseph Othmar, von GolteS und deS apostolischen Stuhles Gnaden Fürsterzbischof von Wien, Doctor der Theologie ic. :c., Ritter v. Rauscher, dem frommen Landvolke der Erzdiöcese Wien Heil und Segen vom Herrn I Alle gute Gabe kommt von Gott, dem Vater der Lichter, und Gott der Allmächtige bedarf der Menschen nicht, um seine Gaben mitzutheilen; darum ermahnt unS der Apostel und sagt: „Wenn ihr Alles gethan habt, so sprecht: Wir sind unnütze Knechte." Allein wenn auch Gott uns nicht braucht, so brauchen doch wir Gott; der Vater im Himmel bedient sich also der Menschen als seiner Diener und Werkzeuge, damit sie ihre Treue bewähren und sich Etwas fürs ewige Leben verdienen können. Er gibt dem Einen Ueberfluß an zeitlichen Gütern, damit er den Dürftigen zu Hilfe komme; er verleiht dem Andern Verstand, damit er die Unwissenden belehre. Er hat die Eltern bestimmt, um das Kind zu behüten und zu Pflegen. Er hat den Kaiser bestellt, damit er die Gerechtigkeit aufrecht halte und den Frieden beschirme. So hat es denn Gott auch gefallen, Bischöfe einzusetzen,. welche die christliche Gemeinde in Allem, was daö ewige Heil angeht, leiten und über dem Schatze deS Glaubens und der Liebe, welchen der Heiland'unS gebracht hat, mir aller Sorgfalt wachen sollen. Damit ich diese Pflichten in der ganzen, großen Wiener Diöcese erfülle, hat Gott mich zu Euerm Erzbischofe gemacht. Ich habe schon viele brave Landleute gesehen und möchte herzlich gern Euch Alle personlich grüßen und segnen. Weil aber dieß nicht so schnell seyn kann, so will ich für den Ansang durch die Buchstaben zu Euch reden und Euch einige sehr heilsame Dinge zu Gemüthe führen. Ihr habt, liebe Christen, wohl schon oft gehört, wie Einer oder der Andere gesagt hat: Man lebt nur einmal! Ihr habt eS wohl auch schon selbst gesagt. Dieser Spruch wird häufig sehr übel angewendet. Ein Hausvater hat ein paar Gulden beisammen. Sein Gewissen ermahnt ihn: Lege dir's zurück; es ist gut, einen Noth- Pfennig zn haben, und dann werden ja auch deine Kinder bald wieder Kleider und Schuhe brauchen. Aber er spricht: Ei was, man lebt ja nur einmal; er geht ins Wirthshaus, trinkt und spielt und in einem oder zwei Abenden ist das ganze Geld verflogen. Er hat vielleicht noch dazu Schulden gemacht. Einem Mädchen wird von einem jungen Menschen der Antrag gemacht, mit ihm auf den Tanzboden zu gehen. Ei, denkc sie, ist eS denn recht, daß ich so ganz allein mit dem Burschen gehe? Er ist ein lockerer Geselle; er hat mir schon gar sonderbare Dinge vorgeredet. Aber 290 sie spricht: Ei waö, man lebt ja nur einmal! Und sie geht auf den Tanzboden und ehe sie wieder nach Hause kommt, hat sie vielleicht ihre Unschuld verloren. Dennoch weiß auch ich Euch keine bessere Ermahnung zu geben, als wenn ich Euch zurufe: Christen man lebt nur einmal! Von diesem kurzen Leben hängt viel, hängt Alles ab. Wenn wir hler aus Erden den Einsprechungen deS heiligen Geistes und den Ermahnungen unseres Schutzengels getreu bleiben, so werden wir in das himmlische Jerusalem eingehen und Gott von Angesicht zu Angesicht schauen. Wer aber mit einer Todsünde auf dem Gewissen vom Leben scheidet, der wird daS furchtbare Wort vernehmen: Geht hin in das ewige Feuer, welches den Teufeln und seinen Engeln bereitet ist: denn wie der Baum fällt, so bleibt er; fällt er gegen Mittag, so bleibt er gegen Mittag; fällt er gegen Mitlernacht, so bleibt er gegen Mitternacht, Wir leben nur einmal und was wir in diesem Leben versäumen, das können wir in Ewigkeit nicht wieder nachholen; waö wir in diesem Leben verlieren, das können wir in Ewigkeit nicht wieder gewinnen. Wenn man Euch in ein großes Haus voll Gold und Silber fuhren und sagen würde: Eine Stunde hast du Zeit, alles Gold und Silber, was du in dieser Stunde fortträgst, das gehört dir! sobald aber die Uhr geschlagen hat, ist eS damit vorbei; würdet Ihr Euch schlafen legen oder ein Stück Brod herausziehen und in aller Bequemlichkeit essen? Ich denke wohl, Ihr würdet .Euch die Mühe nicht reuen lassen, zuzugreifen und so lange die zugewiesene Stunde währt, weder ans Essen, noch ans Schlafen denken. Nun wohl! Gott hat dich in das Leben gesetzt und spricht: so lange dieß zeitliche Leben währt, kannst du dir Schätze erwerben, welche kein Dieb zu stehlen und keine Motte zu zernagen vermag, kannst du theilhast werden ver Verheißungen Jesu Christi. Sobald ich dich aber abrufe, ist es mit dem Erwerben und Einsammeln vorüber; was du hier hast gewählt, es sey Fluch oder Segen, das wirst du behalten in alle Ewigkeit. Sollen wir uns , die Mühe reuen lassen, diese kostbare, unwiederbringliche Zeit gm zu benutzen? Das sey ferne von unS; denn das wäre eine Thorheit, welche wir in der ganzen Ewigkeit fruchtlos bereuen würden Was sollen wir also thun? Sollen wir Alle in die Wüste gehen, wie der heilige Johannes der Täufer gethan hat? Das sollen wir nicht. Auch unsere liebe Frau, die Königin der Heiligen, die Mutter unseres Herrn hat dieß nicht gethan, und auch der heilige Joseph, den der Sohn Gottes wie einen Vater ehrt, hat es nicht gethan, Beide leblen in einem kleinen Hause zn Nazareth still und einfach von ihrer Hände Arbeit und äußerlich an ihnen war gar nichts zu bemerken, was von der Lebensart gewöhnlicher Menschen abwich. Ein jeder diene Gott an dem Orte, wohin die Fürsehung ihn gestellt IM, mit reinem Herzen, „Ein jeder beharre in dem Berufe, zu welchem er berufen ist;" spricht der Apostel Paulus. Erfüllt Eure BernfSpflichten mit einer guten Meinung, dann habt Ihr Alles gethan, was nothwendig ist, um ein Kapital, das im Himmel Zinsen bringt, anzulegen und könnet, wenn der Herr ruft, mit Vertrauen sagen: Herr, laß deinen Knecht in Frieden fahren! Vor langer Zeit — es sind schon dritthalbtausend Jahre her — geriethen in der großen Stadt Rom die Einwohner mit einander in Zwiespalt. Es ging, wie es bei Streitigkeiten häufig geht; genau genommen, hatten beide Theile Unrecht. Die Einen verlangten Unbilliges und die Andern wollten nicht einmal das Billige geben. Endlich thaten die Aermern sich zusammen, schlugen auf einem Berge il)r Lager auf und sagten unter einander, sie wollten mit den Obrigkeiten und mit den vornehmern Leuten gar nichts mehr zu thun haben, sondern sür sich allein lebe». Da kam ein kluger Mann und erzählte ihnen folgendes Gleichniß: Die Glieder des menschlichen LeibeS fingen einmal zu zanken an, Der rechte Fuß sprach: Warum sollen wir zwei immerfort euch alle tragen. Die Hände können auch einmal mit uns abwechseln oder unserthalb magS der Kopf probiren, wenn nur wir Ruhe haben. Der linke Fuß stimmte ihm bei. Die Hände schrieen aber noch lauter. Wir wollen nicht ohne Ende für euch Andere arbeiten. Wendet euch deßhalb an den Bauch; er ist lange genug müssig gewesen. Aber auch der Magen war nicht zufrieden. Meint ihr, sprach er, es ist so leicht, Alles zu verdauen, was der Mund verschlingt? Warum soll denn ich allein für euch die Küche abgeben? Seht euch um einen Andern uml So schrieen die 29t Glieder durcheinander und trotzten und wollten nicht nachgeben. Die Füße rasteten, die Hände rasteten, der Magen aber nabm keine Speise mehr an. WoS geschah? Der Magen schrumpfte ein, die Füße und Hänic verloren ihre Kraft, der ganze Leib sank in tödtliche Ermattung hin. Wollt ihr, daß es euch auch so ergehe? sprach der kluge Mann, und die streitenden Theile versöhnten sich. Dieß Gleichnis) enthält eine gute Lehre, welche man sich auch heut zu Tage noch zu Nutzen machen kann. Die menschliche Gesellschaft hat wie der menschliche Leib sehr verschiedene Glieder und kann nickt bestehen, wenn nicht alle ihre Glieder, jedes an seinem Orte, in ihrem Beruft thälig sind. Die Landleute können nicht selbst ihre Kleider und Schuhe machen oder gar das Tuch für die Kleider weben und daS Leder für die Schuhe gerben. Das würde schlecht ausfallen. Laudleute und Handwerker köunen nicht alle Gesetze studiren und die vielen Schreibgeschäftc verrichten, welche bei der Verwaltung der öffentlichen Angelegenheiten nothwendig sind. Der Landmann, der Handwerker, der Beanuc kann nicht in eigener Person für die Erhaltung der Sicherhett und die Vertheidigung des Vaterlandes sorgen. Dagegen kann aber auch der Hanewerker, der Beamte, der Soldat nicht zugleich den Äcker pflügen und den Garten bearbeiten. Die verschiedenen Stände der mxnschlickcn Gesellschaft gehören zusammen, wie im menschlichen Leibe Kopf und Magen und Hände und Füße. Darum will Gott, daß Jedermann an dem Orte, wohin ihn die Fürsehung gestellt hat, mit Fleiß und Treue sein Tagewerk vollende. Er dient dadurch allen Andern und alle Andern dienen ihm, und wenn er seine Berufsgeschäsle aus Liebe zu Gott verrichtet, so dient er zugleich Gott dem Herrn und wird dafür das ewige Leben haben. Ihr Landleute thut, wie Adam, unser Aller Stammvater, gethan hat, Ihr bauet das Feld, daß es Frucht bringe durch Eurer Hände Arbeit und den Segen des Vaters im Himmel. Das ist mitunter ein beschwerlicher Beruf. Im Sommer brennt die Sonne heiß und Regen und Schnee darf man auch nicht scheuen, wenn man Etwas vorwärts bringen will. Von früh Morgens bis spät Abends ackern oder dreschen, daS Getreide schneiden oder das Heu mähen, ist keine Kleinigkeit. Aber den Beschwerden und Leiden kann der Mensch in diesem sterblichen Leben eben so - wenig entgehen als dem Tode. „Die Erde soll verflucht seyn um deinetwillen und im Schweiße deines Angesichtes sollst du dein Brod essen!" so sprach der Herr zu Adam. Dieß ist auch für uns gesprochen. Derjenige, an welchem daS Worr des Herrn nicht buchstäblich erfüllt wird, der hat andere Arbeiten zu verrichten, welche "oft schwerer sind, als hinter dem Pfluge stehen und das Korn einbringen. Wer aber im Müßiggänge dahinlebt, der wird cS inne, daß man der Anordnung Gottes nicht ungestraft widerstrebt. Es plagt ihn die Langeweile, hundert unnütze nnd gefährliche Gedanken kommen ihm, die Leidenschaften reißen ihn mit sich fort und verleiten ihn zu Thorheiten und Sünden. Nur allzu oft sind solche Leute unglücklich in der Zeit und nock unglücklicher in der Ewigkeit. Der Tod des Selbstmörders ist der schrecklichste Tod, weil der Mensch sich von der Z.^idc beladen vor Gottes gerechten Richterstnhl drängt; aber nur jene sterben dieses Todes, wclcheu das Lebeu unerträglich scheint. Wo sind nun mehr Selbstmörder zu finden? Unter den Leuten, welche fleißig arbeite», oder unter den Leuten, welche bloß essen, trinken, spielen uud allen ihren Lüste» uachgeheu? Wenn aber der Beruf des Landmannes auch seine Beschwerden hat, so ist er doch ein wichtiger und ein schöner Berns. Er ist ein wichtiger Bcrus, weil er gleichsam die Grundlage der menschlichen Gesellschaft bildet. Essen muß man alle Tage und die meisten Menschen wollen drei Mal oder noch öfter in Tage essen. Wenn aber der Landmann nicht das Feld bestellen, den Garten pflegen und die Heerden hüten würde, so müßten alle übrigen Huuger leiden. Ihm selbst würde es dann freilich auch nicht besser gehen. Der Beruf des Landmanncs ist ein schöner Beruf: denn oer Landmann lebt und wirkt in Gottes freier Natnr und kann recht eigentlich sagen, daß alle Freuden und Leiden, welche sein Stand iM't sich bringt, von Gott dem Herrn kommen. So viel auch die Menschen erfunden haben, gutes und schlechtes » 292 Wetter zu machen haben sie noch nicht erfunden und werden eS auch nicht erfinden. Wenn im Winter der Schnee die Saaten bedeckt und bewahrt, wenn im Sommer Regen und Sonnenschein zur rechten Zeit kommt, wenn die Bäume voll Früchte sind und das Gelreide mit schweren, vollen Aehren die Felder bedeckt, so hat doch gewiß der himmlische Vater diesen Segen gegeben und die Gnade nnv Kunst der Menschen hat nichts dazu gethan. Wenn aber der Frost den jungen Saaten schadet, wenn der Hagel die Blüthen zerschlägt, daß die Bäume kahl und leer dastehen; wenn anhalrende Regengüsse das Gelreide zu Grunde richten oder die Dürre das Gras nicht wachsen läßt, so ist dieß offenbar eine Schickung GotteS und die Bosheit der Menschen hat nichts dazu beigetragen. Deßwegen wird der Landmann schon durch seine täglichen Sorgen und Arbeiten kräftig ermahnt, immer andächtig zum Himmel emporzublicken und seinen Gott und Herrn stets vor Augen zu haben. Dieß thut denn auch der christliche Landmann gern und bei jeder Gelegenheit. Der christliche Landmann verrichtet, sobald er erwacht, andächtig sein Morgengebet und macht vom Herzen eine gute Meinung. Mein Gott, sagt er, ich opfere dir auf alle meine Gedanken, Worte und Werke; Alles, was ich heute thun oder leiden werde, aus Liebe zu Dir will ich es thun und leiden. Die heilige Schrift sagt von dem Propheten EliaS, welchem Gott durch einen Engel Speise sandte: „Und in der Kraft dieser Speise ging er vierzig Tage lang bis hin zum Berge GotteS." Eine gute Meinung, die man in der Früh recht kräftig erweckt, ist eine Himmelsspeise, die Einem den ganzen Tag hindurch Kraft geben kann, vor Gott mit unbeflecktem Gewissen zu wandeln. Gut begonnen ist ha b gewonnen. Wenn dann der christliche Landmann an sein Tagewerk geht, so opfert er Gott seine Arbeit auf. Dazu braucht er keine lange Zeit. Die Gedanken sind schnell wie Blitz. Bei der Arbeit denkt er öfters an Gott. Thut Ihr dieß, meine lieben Christen? Derjenige, der eS bis jetzt nicht gethan hat, fange noch heute cS zu versuchen an. Es wird ihn in der Arbeit nicht aufhalten, sondern fordern. Die Gelegenheit kommt wie von selbst. Durch die Schöpfung, sagt der heil. Paulus, ist daS, was an Gott unsichtbar war, nämlich seine Macht und unerschassene Herrlichkeit, sichtbar geworden. „Ihr aber habt GotteS Schöpfung im Garten, auf dem Felde, im Weinberge immer vor Augen und zwar so, wie sie aus seiner Hand hervorgegangen ist, nicht so wie die Menschen sie sich für ihre Zwecke zurecht gerichtet haben: denn freilich ist Alles, was wir sind und haben und sehen, Gottes Scböpfung; wenn alle Könige der Erde ihre Macht vereinigen würden, so könnten sie nicht das kleinste Bäumchen hervorbringen; man kann bloß den Same», den man nicht gemacht hat, ausstreuen, und wenn Gott das Gedeihen gibt, wächst ein Baum empor." Wenn ein Landmann seine Berufsarbeit auf diese Weise verrichtet, so wird sie ein Gottesdienst, und wer seine Berufsarbeit in einen Gottesdienst zu verwandeln weiß, der ist gut darai,. Durch ihn wird erfüllt, was der Apostel uns anempfiehlt. „Ihr möget essen oder trinken oder waS immer thun, so thut Alles zur Ehre Gottes." Wenn er sich, nachdem er das Tischgebet verrichtet hat, niedersetzt, um sich durch Speise und Trank zu erquicken, so wird der Herr JesuS unsichtbar bei ihm seyn, so wie er sichtbar mit seinen Jüngern beim Mahle saß. Mit dem Herrn kommt auch die wahre Freude. Darum ermähnet der heil. Paulus die Christen: „Ihr sollc euch immerdar freuen." Wenn man hungrig ist und ein ruhiges Gewissen hat, so schmeckt Einem die einfachste Kost besser, als die kostbarsten Speisen denen schmecken, welche weder Hunger, noch ein ruhiges Gewissen haben. Wenn fromme Eltern nach vollbrachtem Tage in der Stube sitzen und den Kindern etwas erzählen oder sich von ihnen aus einem guten Buche etwas vorlesen lassen, oder wenn einige rechtschaffene Nachbarslcute zusammenkommen, so haben sie gewiß mehr wahres Vergnügen, als die Leute, welche im Wirthshause bis in die Nacht hinein lärmen, trinken und spielen. Die Seelenruhe und Zufriedenheit, welche Gott seinen getreuen Dienern schenkt, läßt sich nicht mit Gold erkaufen; denn sie ist besser, als alles Gold. Aber der Freudentag des christlichen Landmannes ist der Sonn-- und Feiertag. 293 Von dem Tempel deS alten Bundes hat Gott gesprochen nnd verheißen: Meine Augen werden offen und meine Ohren aufgethan seyn für das Gebet dessen, welcher an die» sem Orte beten wird! Und dennoch war in dem All erheiligsten deS alten Bundes nicht« als eine Lade von Holz mit Gold überzogen sammt den steinernen Tafeln, welche MoseS auf Sinai empfangen hatte, und auf den Altären deS alten Bundes wurden nur Lämmer und Widder und Rinder zum Opfer dargebracht. Doch in unsern Kirchen ist Jesus Christus selbst unter der Gestalt deS Brodes gegenwärtig, auf unsern Altären wird in dem hochheiligen Opfer deS neuen Bundes der Sohn GotteS selbst dem ewigen Vatcr dargebracht für unsere Sünden und für die Sünden der Welt. Wenn nun schon das Gebet, welches ein frommer Jsraelit im Tempel zu Jerusalem verrichtet, so große Verheißungen hatte, wie groß und wunderbar müssen die Gnaden seyn, welche Gott in den Kirchen des neuen Bundes seinen getreuen Kindern mittheilt ! Wiewohl ich Euch wünschte, daß Ihr Alle den Herrn täglich in seinem Hause besuchen könntet, so weiß ich schon, das dieß auf dem Lande nicht so leicht geht. Aber am Sonn- und Feiertage ruhet die Arbeit und die Glocken ertönen und laden Alle ein, vor dem Allerhöchsten zu erscheine». Ihr müßt dabei manche Beschwerlichkeit überstehen. In der Stadt haben die Leute eS leicht; sie brauchen nur wenige Schritte über das glatte Pflaster zu machen, so stehen sie schon vor der Kirchthüre. Dagegen muß auf dem Lande manche Gemeinde in Schnee und Regen, über Berg und Thal Stunden weit gehen. Aber gerade in der Stadt sind die Leute oft am nachlässigsten im Kirchenbesuchc. Was man gar so leicht hat, das weiß man gewöhnlich nicht zu schätzen. Und dann hat der Herr, um das Himmelreich uns aufzuschließen, nicht nur viele saure Gänge gethan, sondern sogar sein Blut und Leben aufgeopfert. Etwas Weniges müssen wir uns schon auch gefallen lassen, um selig zu werden, und körperliche Beschwerden sind nicht das Acrgste, was der Mensch auf der Welt zu leiden hat. Aber freilich ist es nicht genug, pünctlich in die Kirche zu kommen; man muß sich auch die Zeit, welche man im Hause GotteS, in der Nähe deS hochwürdigsten Gutes zubringt, mit rechtem Eifer zu Nutzen machen. Wendet Alles, waS Ihr in der Predigt höret, sogleich auf Euch selbst an- denn sonst kann die beste und schönste - Predigt wenig nützen. Opfert die l-eilige Messe mit kindlichem Vertrauen für Euch selbst auf und für Alle, für die Ihr zu beten schuldig seyd. Betet vorzüglich bei der Wandlung Euren gegenwärtigen Gott und Erlöser mit tiefster Ehrfurcht an. Erweckt bei der heiligen Communion das innige Verlangen, daß daS Lamm GotteS auch zu Euch kommen und unter der Gestalt des Brodes bei Euch wohnen möge. Dieß darf aber nur der wünschen, welcher den ernstlichen Willen hat, dem Heilande in seinem Herzen eine reine Wohnung zu bereiten: darum erwecket über alle Eure Sünden Reue und Leid und nehmt Euch kräftig vor, Alles zu meiden, was mißfällig ist vor den Augen Eures himmlischen Vaters. Wenn der Sonntag auf diese Weise gefeiert wird, so geht von ihm ein Licht der Andacht und des Trostes auS, welches die ganze Woche hindurch leuchtet. Einst gab cS Leute, welche sich einbildeten, man könne die Kunst lernen, Zinn und Kupfer, Blei und Eisen in Gold zu verwandeln, und Manche ließen ihr ganzes Vermögen in Rauch aufgehen, um das Goldmachen zu erfinden. UnS Christen hat der Heiland die Kunst gelehrt, alle unsere Worte und Werke und sogar die Gedanken und Wünsche in etwas zu verwandeln, waS besser ist als Gold und Silber. Und dieß kostet kein Geld. Mühe kostet es freilich, aber doch weit weniger Mühe, als viele Leute an Thorheiten und Schlechtigkeiten wenden. Gott sieht daS Herz und verlangt nur das Herz. Deßwegen spricht sein Apostel: „Wenn ich all mein Gut den Armen austheilte und meinen Leib zum Verbrennen darböte, hätte aber die Liebe nicht, so, wäre ich doch nichts." Aber so wie nichts, waS wir ohne eine gute, gottgefällige Meinung verrichten, vor Gott einen Werth und ein Verdienst hat, und wenn es auch noch so groß und wichtig aussähe, ebenso ist das Kleinste und Unbedeutendste vor Gott kostbar und verdienstlich, wofern wir es aus Liebe zu ihm verrichten. Wenn die Magd mit einer guten Meinung die Kühe melkt, so hat sie vor Gott etwas weit 294 Größeres gethan, als wenn Jemanv den Armen hundert, ja tausend Gulden ged.n, aber dabei nur Lob und Beifall der Menschen suchen würde. Damit, meine Christen, wollen wir ron nun an und zwar von diesem Augenblicke angefangen, eS recht ernstlch nehmen und dann werden alle Obliegenheiten unseres Berufes zu einem gottgefälligen Opfer werden, und wir dürfen nicht besorgen, daß wir vor GotteS Richterstuhl mit leereu Händen erscheinen möchten. Weil dieß aber etwas Großes und Wichtiges ist und wir schwach und hinfällig sind, so will ich mich nun an Einen wenden, welcher helfen kann und helfen will. Vater der Barmherzigkeit, gieße Deinen Segen auS über die christlichen Gemeinden, welche Du nach Deinem uncrforschiichen Rathschlusse mir anvertraut hast! Sende ihnen Deinen heiligen Geist, damit sie alle Arbeiten ihres Berufes zn Deiner Ehre anfangen und vollenden. Herr, ziehe ihre Herzen ganz an Dich, damit sie überall und in Allem Dir mit wandelloser Treue dienen mögen! Laß die Hausväter und Hanömülter die Kinder, die Du ihnen gegeben hast, zu Dciner Ehre erziehen, in ihrem Hause christliche Ordnung handhaben nnd Allen mit dem Beispiele der Gottesfurcht »nd Gewissenhafligkeil vorangehen. Segne auch den Fleiß ihrer Hände, damit sie das tägliche Broo für sich und die Ihrigen haben und Dich, den Geber, preiseil mögen! Beschütze die Jünglinge nnd Jnngsrauen, damit sie in Unschuld deS Herzens vor Dir wandeln und vor den Fallstricken der Versuchung bewahrt bleiben! Vereinige Alle in Eintracht, Frömmigkeit und Rechtschaffenhcir und mache sie würdig, nach vollbrachtem Lebenslaufe in Deine Herrlichkeit einzngehcn. Amen Gegeben zu Wien am Feste der Himmclfahrt Unserer Lieben Fran, den 15. Aug. 1853. Joseph Othmar. Missionsbericht. N BifchosShcim a. d. Tauber, 3. Sept. Gestern Morgen wandelte ich im schönen Thalc der Tauber zwischen anmuihigen Hügeln nach dem l'/z Stunden enr- senilen Werrbach. Wcrrbach liegt freundlich in der Mitie des ThalcS, wenige Stnnden von Wertheim entfernt, m>d ist diese Gegend an und für sich auch eine stille, den ^ Geist, der Ruhe sucht, einladend, so fand ich doch jetzt frisches Leben, und ein Wogen von Leuten, wie man es dort nicht gewohnt ist; aber ein Leben, daS die trauliche Stille nicht stört, ein Leben höhirer Krt, Es wird eben heil. Mission gehalten, welche schon am letzten Sonntag begann nnd Sonnrag den 11. September enden wird. Wie wurde ich so angenehm überrascht, in der schönen Kirche Pater Roh, diesen großen Mann, der sich um Augsburg Verdienste erworben, die nur der Himmel lohnen kann, im Beichtstühle zu sehen; ihm gegenüber saß »V Aller. Nachdem sich die Missionäre, die beiden Genannten nnd l'. Z weisig von früh Morgens ^'/z bis 9 Uhr im Beichtstühle abgemüdel hatten, wnrde von 9 - 10 Uhr ein feierliches Hochamt gc> halten; um 10 Uhr bestieg p. Aller die Kanzel und hielt eine tief eindringliche Predigt über die Habsucht; in ergreifenden Zügen schilderte er die Folgen dieses Uebels. Von 2 — 3^2 Uhr verkündete p Zw eisig das göttliche Wort; »nd behandelte ein Thema, „vitig linZuge", das in Ihrer Stadt, wenn ich mich recht erinne-e, und ich hörte in Jbrem schönen Dome alle Vortrüge, nicht Gegenstand einer eigenen Rede war. Es war mir dieser Vorirag von, hohem Interesse, denn er machte auf die Nothwendigkeit, „die Zunge wohl zu bewachen", wenn man sein ewigeS Heil nicht verscherzen will — in über,el!gendcr Weise aufmerksam. Um -1 Uhr wurde die Predigt im Freien gehalten. Faßt die Kirche viertausend Menschen, so können aus dem Platze vor der Kirche sie wohl achtzehntansend Menschen hören, nnd wenn, wie gcsttrn geschah, l>. Roh, dieser gewallige Redner, das Wort ergreift, dringt cS auch in die nah und sogar etwas sern gelegenen Häuser. In Inständigem Vortrage' zeichnete er daS schauerliche Bild dcr Uukcuschheit, Mir gewohntem Scharfsinne, mit tiefer Ueberzeugung bewies er die (^röße dieser Sünde, wie sie nur selten eine läßliche sey, wie dieses Gift, Alles verderbend, in die Familien eingedrungen, den Untergang be- 293 reite, und warnte mit Worten, die man hören muß, um so tief ergriffen zu werden, wie die Tausende der Zuhörer, Ist Werrbach auch nur ein großes Dorf, so ist wohl zu beachten, wie sich dort während der heil. Mission eine Unzahl von Menschen nah und fern einfindet. Auf morgen, Sonntag, sind bereits achtzehn Gemeinden der Umgegend allein angesagt; sie werden Kreuzzüge nach Werrbach bilden, um auch auS dem Heilbronnen der heil. Mission zn schöpfen. Ich weiß nicht, ob Sie oie anfangs höchst betrübende, aber später mit deS Himmels Gnade noch so segensreich gewordene Mission von Lenzkirch, von denselben Aposteln, die in Werrbach wirken, gehalten, näher kennen. So viel kann ich Ihnen mit Bestimmtheit sagen, daß das Lenzkircher Volk, auS fein geschliffenen Stroh- flechtern (nnd Uhrmachern) bestehend, im Gefühle seiner vermeintlichen Bildung anfangs sich nur schwach betheiligte, ja viele sogar „während der Predigten" in den Wirthshäusern blieben. Allgemein hieß es — wenn die Missionäre die Lenzkircher bekehren, so gehört ihnen der ganze Schwarzwald. Weil nun ?. Roh (jetzt Superior unter diesen) sah , daß das Mühen fast umsonst, hielt er mitten im Orte auf der Straße einen solch eindringlichen Vortrag, der bei der Kraft feiner Stimme in alle Häuser drang, daß die Hartnäckigen nun, ob sie wollten oder ui'cht, GotteS Wort hören mußten, und es zündete. Sie sagten unter sich: cS ist doch nichr dumm, was er sagt. Nun kamen sie auch in die übrigen Vorträge, und die heilige Misston endete in Lenzkirch wie an den meisten Orten in tröstlicher Weise. Pater Roh läßt Augsburg freundlich grüßen, und freut sich innig über die Rührigkeit, „den Sonntag nun mehr zu heiligen", wie wir aus den Blättern entnehmen. Nach vierzehntägizer Pause wird am 25. September von den oben genannten Patres 8. ^. eine Mission in Saalmünster (zwischen Hanau und Fulva) beginnen. Die Genannten sind für Baden, Nassau und die beiden Hessenlandc bestimmt, während I>. Pottgeifier, Zeit unv Fruzzini in Bayern Missionen halten werden. Ueber die erfreuliche Hammelburgkr Mission berichteten Sie bereits. - ' ' ' - Zur Generalversammlung in Wien. Der „Mainzer Katholik" füzt der Einladung des Vorortes zur siebenten Generalversammlung des katholischen Vereins in Wien folgende Betrachtungen hinzu: „Es sollen also am 3t). September und den folgenden Tagen zu Wien in der Kaiserburg jene großen, einfachen, lebensvollen Gedanken, in welchen alle wahren und erleuchteten Katholiken einig sind, und in denen sie die Prinzipien alles religiösen und gesellschaftlichen HeileS erkennen, vor der zahlreichsten nnd auserwähltesten Versammlung ausgesprochen werden, —eS sollen anSgesprochen werden die Ueberzeugungen und die Wünsche des katholischen Deutschlands." „Wohl sind eS nur Worte, aber Worte, die in dieser Zeit und an diesem Orte von weitgreisenden Wirkungen in den Herzen Vieler seyn können, die Tüchtigkeit und Beruf haben, in Wien, in Oesterreich, in ganz Deutschland mit Kraft und Liebe für die katholische Sache zu wirken. — Wir hoffen zuversichtlich, daß Gott diese Versammlung reichlich segnen wird." „Alles dieß legt aber auch den Katholiken aller deutschen Länder die Verpflichtung auf, durch tüchtige Männer an dieser Versammlung sich zu betheiligen. Und da möchten wir auf einen Umstand aufmerksam machen. Oertliche Verhältnisse, äußere Hindernisse, znm Theil auch menschliche Fahrläßigkeit und andere Ursachen sind schuld, daß bei weitem nicht überall katholische Vereine entstanden sind und noch bestehen, aber überall finden sich in Deutschland — Gott sey Dank — jetzt katholische Männer, hervorragend durch Einsicht und Charakter, die bei weitem nicht alle Mitglieder katholischer Vereine sind. Schon auf den früheren Versammlungen waren jeder Zeit solche Männer willkommen, bildeten ja schon ans der ersten Generalversammlung die Theilnahme der angesehensten von Frankfurt herübergekommenen katholischen Mitglieder deö 'damaligen Parlamentes den schönsten Glanzpunct jener Versammlung. Möchten 296 recht viele solche Männer auch jetzt nach Wien kommen. Dieses katholische Zusammen- seyn ist so segensvoll, und ist gerade dießmal so bedeutend, daß ein ernsteres Nachdenken wohl Manchem die Verpflichtung nahe legen dürfte, sich dieser Versammlung nicht zu entziehen." »ES ist Thatsache, daß man in Wien in allen Klassen der Gesellschaft dieser Generalversammlung mit großer Erwartung entgegensieht; was sie zur Belebung des katholischen Geistes in dieser katholischen Hauptstadt des ersten katholischen Reiches der Welt wirken wird, hängt zum Theile davon ab, ob recht Viele, die würdige Vertreter der katholischen Sache sind, die Liebe und die Hingebung haben werden, eine weite Reise und die mit einer solchen Versammlung verbundenen Anstrengungen nicht zu scheuen." „Der Kaiser hat dem SeverinuSverein daS Zeugniß gegeben, daß er schon viel des Guten gewirkt, und daß auch von der Generalversammlung nur Gutes zu erwarten sey. Gewiß, wer all' das Gute, das die bisherigen katholischen Versammlungen in Mainz, in Breslau, in Linz, in Regensburg, in Münster gewirkt haben, überschauen und inS Einzelne verfolgen könnte, der müßte Gott dafür loben. Wie viele tüchiige Männer sind durch diese Versammlungen zu größerer Glaubensfreudigkeit und kirchlicher Entschiedenheit geweckt, wie viele gute Werke und segensreiche Unternehmungen dadurch angeregt worden! Ist katholisches Leben und Wirken in einem Aufschwünge begriffen, den man vor einem Decennium noch nicht geahnt, so haben zwar viele Ursachen dazu mitgewirkt, aber immerhin bleibt eS wahr, daß diese katholischen Versammlungen ein höchst wichtiger Factor gewesen und auch noch serner seyn werden. Wir haben daher gewiß Grund zur Bitte, daß unsere Leser auch in ihrem Gebete die dießjährige so wichtige Versammlung Gott empfehlen möchten, damit er sich würdige, durch sie recht viel Gutes zu wirken. Möchte dafür auch Maria ihre Fürbitte einlegen, welche der Verein als seine erwählte Patronin verehrt." Amerika. Aus einem Hirtenbriefe deS Mons. Alemany, Bischofes von Monterey in Kalifornien, vom 1. Juni entnehmen wir folgende Stelle: „Im Anfange deS Jahres 1850 übernahmen die Katholiken von San-Francesco, welche mehr auf ihren Glauben als auf ihre Zahl sahen, den Bau einer hölzernen Kirche auf einem Grundstücke, welches sie in der Straße Vallejo erkauft hatten. Die Vergrößerung der Stadt und die wachsende Zahl der Gläubigen machten bald den Bau einer zweiten Kirche nothwendig; dieser Bau wurde im Sommer 1851 auf einem Grundstücke unternommen, welches die Herren John Sullivan, TimotheuS Murphy und John O'Farrell edel- müthig geschenkt hatten. Diese Kirche war kaum vollendet, als sie schon für die anströmende Menge zu klein wurde, man mußte, wie bei der ersten, eine Galerie anbringen. Im letzten Winter wurde die Kirche noch bedeutend erweitert. Deßun- geachtet sind unsere beiden Kirchen noch zu klein; sie können kaum die Katholiken fassen, welche an allen Sonntagen sich einfinden, und noch viel weniger die Menge derjenigen, welche die Feierlichkeit unserer Ceremonien anzieht und die Sehnsucht, die Erklärung unserer Lehren zu vernehmen." — Der Bischof macht dann bekannt, er wolle zu San-Francesco am Ende der Straße Dupont eine dritte Kirche bauen, und fordert die Gläubigen auf, für dieses nothwendige Unternehmen sich einige Opfer auszulegen. Die zu San-FranceSco erscheinende Zeitung, Catholic-Standard, meldet, daß acht Tage nach dieser Aufforderung des Bischofs Alemany schon 105,000 Franken gezeichnet waren, und daß der Betrag der einzelnen Zeichnungen zwischen 2000 und 5000 Franken beträgt. (Münst. S.-Bl.) Vera»tw»rUichn Redactem: L. Schöscheu. Verlags-Inhaber: F. C. Kremer.