Dreizehnter Jahrgang. Sonntags-Beiblatt zur Augsburger Pojheitung. l3. November ^t«. 1853, Dieses Blatt erscheint regelmäßig alle Tonntage. Der lialbjährlge Abovvementsprei» 4tt kr., wofür «« durch alle königl. bayer. Postämter und alle Buchhandlungen bezogen werden kaun B r e s e i a. BreScia, 30. Oct. Der hochwürdigfte Herr Bischof von BreScia hat nach semer Rückkehr aus Rom einen Hirtenbrief an den KleruS und die Bevölkerung seiner Diöcese gerichtet, dem wir nachstehende Stellen entnehmen: . . , Unser Herz überfluthete von freudigen Gefühlen, als wir, Geliebteste, mit unserer auch eure Huldigung und die Betheucrungen unserer gemeinsamen kindlichen Ergebenheit und herzlichen Anhänglichkeit an den Mittelpunct der katholischen Einheit zu den Füßen des Stellvertreters Jesu Christi niederlegten. Auf diesem Bande der Einigkeit, Geliebteste, beruht die Hoffnung des Heües für Hirten und Heerde, da die Kirche Christi, von der das Heil erhofft werden kann, auf diesem Fundament begründet ist; ibr göttlicher Gründer sagte: auf diesen Fels werde ich meine Kirche bauen. Darum ist auch jede andere Gesellschaft, die nicht durch dieses Band zusammengehalten wird, eine Vereinigung voll Irrthümer, und alle Kirchen, die nicht auf der Basis deS Glaubens Petri aufgeführt sind, sind Tabernakel der Sünder. Geliebteste, wir werden in diesen trüben Zeiten nie aufhören, euch diese Wahrheit zu wiederholen, in diesen Zeiten, in welchen die Hölle mit allen ihren Ränken und Fallstricken dieses Band zu schwächen und zu sprengen sich bemüht, indem sie sich für sicher hält, eine Nation zu überwältigen und über sie zu triumphiren, sobald sie dieselbe vom Centrum der katholischen Einheit losgerissen hat. Geliebteste! Wer hätte wohl je geglaubt, daß Zeiten kommen werden, in denen die Hirten unserer Kirchen sorgsam und eifrig darüber wachen werden müssen, daß nicht der Glaube aus den Herzen der Gläubigen gerissen, daß nicht die Sohne der Kirche entfremdet werden, die von ihr nur Beweise der zärtlichsten Mutterliebe erhalten haben? Wahrlich, nie hätten wir auch nur zu argwohnen vermocht, daß sich solches in unserm so frommen Italien ergeben könnte, dessen schönster Schmuck und kostbarstes Erbtheil der katholische Glaube ist. Das aber, dessen Eintreten man mit Hilfe der göttlichen Güte nie erwartet hätte, ist, weil Gott eS so zuließ, eingetroffen, vielleicht, um die Gläubigkeit der Frommen zu beurkunden, vielleicht — was wir mit bitterm Schmerze sagen — der Züchlrguug unserer Sünden halber. Gott hat eS in unsern Ländern zugelassen, die der auserwählteste Antheil der Kirche sind, in denen eS Gott gefallen hat, jenen unerschütterlichen Thron der Wahrheit zu errichten, vor dem alle Völker der Erde sich in Ergebenheit in den Staub nieder strecken. Eine Propaganda, von der wir nicht wissen, wie zahlreich und ausgedehnt sie ist, bemüht sich mit allen Künsten der Gottlosigkeit in den uns benachbarten Staaten die Reihen der wahren Gläubigen, die da kämpfen unter der Standarte der katholischen Kirche, zn lichten und die Zahl jener Abtrünnigen zu vermehren, über welche die Braut Christi nun schon seit mehr als drei Jabrhunoerten bittere, überaus schmerzliche Thränen vergießt. Auch in unserm Lande sucht sie ihre Netze auszuwerfen, den 362 Unvorsichtigen Schlingen zu legen und Irrthümer und Schismen zu verbreiten, was auch den minder Scharfblickenden bereits wahrnehmbar geworden seyn muß. Nie zuvor hat man wie in unsern Tagen eine solche Fluth protestantische Bibeln hereinbrechen und gleich einem reißenden Strome unsere Provinzen überschwemmen gesehen; mit diesen Bibeln kamen Bücher aller Art und periodisch erscheinende Druckwerke, die in mehr oder weniger versteckter Weise das Gift des Jndifferentismus in NeligionSsachen einflößen, mit ihnen kamen serner alle Arten von Kupferstichen und Bildern, die der Scham Trotz bieten und zur Verhöhnung und Geringschätzung alles dessen anregen, was unsere allerheiligste Religion Geheiligtes hat. Nie znvor hat ein solches zur Schau tragen der Verachtung jener Gesetze stattgefundn!, kraft welcher die Kirche mit weiser Strenge den G.äubigcn heilsame Enthaltsamkeit vorschreibt, gefährliche Lectüre so untersagt, wie eine zärtliche Mutter giftige Stoffe von ihren Kindern fern hält. Fast unerhört war in früherer Zeit von christlicher Lippe die Lästerung: daß zum Seelenheil natürliche Rechlschaffenheit im Lebenswandel genüge und eS übrigens gleichgiltig sey, welchen Glauben der Mensch von Gott und dem künftigen Leben habe, daß die heiligen Institutionen der Kirche und die von ihr gutgeheißeneu religiösen Anordnungen veraltet seyen und außer Gebrauch kommen müssen, und was dergleichen Gottlosigkeiten mehr sind. Wenn in früherer Zeit irgend ein zügelloses Individuum dergleichen hören ließ, so waren Hunderte bereit, ihn zn widerlegen nnd zu beschämen; jetzt findet sich dagegen kaum vielleicht Einer, der sich vor Gott im Geiste darüber kränkt. Um euch vor der Gefahr zu schützen und im Glauben zu kräftigen, Geliebteste, gibt eS nur ein eben so sicheres als nothwendiges Mittel; gleich Söhnen au der Mutter so au der Kirche und ihrem sichtbaren Oberhaupte zu hängen, dem römischen Papste, der kraft göttlicher Mandate das Steuer des mystischen Schiffes handhabt, in welchem allein wir vor Schiffbruch gesichert sind. Was uns noth thut, ist, nach keinem andern Führer und keiner andern Lehre zu verlange« , als uach jener der Kirche, die da ist die Säule uud Feste der Wahrheit. Vou ihr allein sollen wir in unsern Zweifeln, unsern Bestrebungen und Forschungen uns Licht und Belehrung holen, als von einer unfehlbaren Lehrerin, zu der Gott gesagt hat- Wer ench hört, hört mich, wer euch verachtet, verachtet mich; wer aber mich verachtet, verachtet den, der mich gesandt hat. Laßt euch nicht durch die gottlosen Sophismen derjenigen verlocken, die ihre Empörung gegen die Kirche durch einen Appell an die heilige Schrift bemänteln. Ohne die unfehlbare Belehrung der Kirche ist dieses göttliche Buch nur ein todter Buchstabe, ein versiegeltes Buch, das, der Auslegung des Laien überlassen, zum Steine des Anstoßes und zur Veranlassung deS Ruins wird. Hat man in Wirklichkeit wohl je gehört, daß ein König ein Gesetzbuch Behufs der Regierung seiner Unterthanen gegeben und dann dessen Anwendung der Privateinsicht der Einzelnen überlassen hätte? Sagt selbst, müßte nicht, falls ein Gesetzgeber sich je eine solche Thorheit zu . Schulden kommen ließe,'das Gesetz aufhören, Norm für die friedliche Ausübung der gegenseitigen Rechte und der getreueu Pflichterfüllung zu seyn und dagegen Veranlassung zum verderblichsten Zank und Hader werden? Weun eS aber dergestalt mit einem von Menscheil gegebenen Gesetzbuchs das doch über das allgemeine Verständniß nicht weit hinausgeht, sich verhält, sobald eS der Auslegung der Unterthanen überlassen wird, wie wird es erst mit einem göttlichen Buche seyn, wie die Bibel ist, in welcher die von aller Ewigkeit her in Gott verschlossenen Geheimnisse enthüllt werden, in der eine Lehre gelehrt wird, welche so hoch über dem natürlichen Lichte der Vernunft steht, als die Weiechett Gottes die Kurzsichtigkeit des menschlichen Verstandes überragt? Es wäre thörichte Gottlosigkeit, anzuuehmen, daß Gott, die höchste Weisheit, durch welche die Könige regieren und die Gesetzgeber Recht sprechen, den Menschen habe ein Gesetzbuch geben wollen, damit dessen erhabene Vorschriften von Jedermann nach Gutdüukeu ausgelegt, dessen Mysterien durchgrübelt, dessen Anordnungen willkürlich zur Anwcndltng gebracht würden. Wenn es dahin kommt, daß man derlei, von Menschen, die sich als erleuchtet rühmen, vorgebrachten Widersprüchen Glauben 363 schenkt, so ist dieß nur ein demüthigender und furchtbarer Beweis der Entartung, zu welcher unsere menschliche Vernunft durch Leidenschaft gebracht wird, Oder steht nichl in demselben Buche, auf dessen Autorität man sich beruft, geschrieben, daß keine Prophezeiung der Schrift eigene Auslegung gestaltet? denn die heilige Schrift ist keine menschliche Erfindung, die heiligen Männer Gottes haben nur inspirirt vom heiligen Geiste gesprochen. Wer kennt aber nicht die bösartigen Künste solcher Verführer? Sie treibt nicht der Eifer für Wahrheit oder für die Bibel, wohl aber Haß gegen die christliche Religion, deren Ende in der Welt sie anstreben; daö höllische Werk dünkt ihnen aber ein Leichtes zu seyn, falls eö ihnen nur früher gelungen, die Völker gegen die unfehlbare Belehrung der Kirche aufzuwiegeln. Diese Schlußfolgerung, Geliebteste, ist keineswegs thöricht; ist nämlich einmal die Kirche verläugnet und die Glaubensnorm auf das bloße Buch der Schrift beschränkt, so ist auch die religiöse Anarchie bereits vollständig hergestellt. Außerdem, daß sich au einigen Stellen des göttlichen BucheS »ach Zcugenschaft des Apostel Petrus selbst „eiuige schwer verständliche Dinge finden, welche von den Unwissenden und Unbeständigen (wie eS auch mit den übrigen Schriften der Fall ist) zu ihrem eigenen Ruin verkehrt ausgelegt werden", .außerdem, daß nicht ÄllcS in der Bibel verzeichnet ist, was Gott den Menschen geoffenbart hat, wird eS, sobald einmal die unfehlbare Belehrung der Kirche verworfen ist, ihren Feinden ein Leichtes werden, die in den Händen deS Volkes befindliche heilige Schrift zn fälschen oder deren Sinn je nach den Leidenschaften zu entstellen oder ihres Ansehens und ihrer Anziehungskraft zn entkleiden und so den Menschen dahin zn bringen, daß iimi keine andere Führung dleibt, als die Eingebungen einer anmaßenden Vernunft, die für sich allein zu schwach ist, um die Leidenschaften des entarteten Herzens zügeln zu können. Gelicbtcfte! Euer Gemüth schauert vor solcher Ruchlosigkeit zurück; wir sind dessen gewiß. Euch ist der Glaube eurer Väter theuer, gleich eiuer kostbaren Erbschaft. Ihr habt uns immer Beweise kindlicher Anhänglichkeit an die allerheiligste Kirche Jesu Christi gegeben und darum hegen wir die Zuversicht, daß die Feinde derselben nichts gegen euch vermögen werden. Wir haben Seine Heiligkeit dessen versichert, als wir von euch, als von gehorsamen und ergebenen Söhnen sprachen. Ungcmein erfreut war sein väterliches Herz, als er von uns hörte, wie lebendig sich der Glaube in euch aus Anlaß der öffentlichen Gebete regte, zu denen wir euch in seinem Namen für die Kirche bei Gelegenheit der geheiligten Pastoralvisitation aufforderten. Geliedteste! In derselben Weise aber, in welcher der Feldherr, obwohl überzeugt von der Tapferkeit seiner Soldaten, wenn die Stunde der Schlacht angebrochen ist, nicht unterläßt, sie zum mulhigeu Kampfe anzuspornen, werden auch wir, obwohl freudig in der Hoffnung, daß euch der Herr stelS im Glauben und in der kindlichen Ergebenheit für seine Kirche stärken werde, da wir euch von tausend Fallstricken und Gefahren umgeben sehen, in jener Liebe, mit der wir euch als Söhne in Christo umfassen, euch mit dem Apostel ermähnen: „Wachet, seyd standhaft im Glauben, legt an die Rüstung Gottes, damit ihr bestehen könnet gegen die Fallstricke deS Satans, Damit ihr widerstehen könnet am Tage der Gefahr . . . deckt euch mit dem Schilde deS Glaubens, mit welchem ihr abstumpfen könnet alle brennenden Pfeile deS Bösen. . . Gott aber ist getreu; er wird euch stärke» und schützen vor dem Bösen. Wir setzen im Herrn in euch das Vertrauen, daß ihr thuu und ausführen werdet, was wir euch anordnen." Ehrwürdige Brüder und Mitarbeiter im Weinberge des Herrn! wiederholet öfter diese warmen Anempfehlungen des Apostels den eurer Obhut anbefohlenen Gläubigen. Vor Allem wachet unablässig, daß in dem euch zur Obsorge und Pflege anvertrauten evangelischen Acker nicht heimlich der Böse sich einschleiche, um den Samen des Unkrautes auszustreuen; hierunter verstehe ich die Emissäre jener Partei, die kein Mittel scheut, um die Völker zur Rebellion gegen die Kirche Christi und deren Oberhaupt zu reizen. Nächst Gott beruht unsere Hoffnung für die Unversehrtheit und daS Heil dieser unserer geliebtesten Diöcese auf euch. 364 Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sey mit euch Alle», zum Unterpfande dessen wir euch vom ganzen Herzen den Pastoralsegen spenden. Gegeben zu BrcScia in unserer bischöflichen Residenz am 20. October 1853. i Girolamo, Bischof. Hirtenbrief des Fürstbischofs von BreSlau. (Schluß.) Aufwärts die Herzen! Ihr Armen und Niedrigen, welche die Sorge weckt am Morgen und der Kummer begleitet am Abend. Wie auch könnte ich Eurer vergessen, denen der Herr zuerst das Evangelium gepredigt, deren Armuth Er geweiht dnrch seine Armuth; die Er das Kreuz tragen gelehrt durch sein Vorbild! Wie könnte ich Eurer vergessen, die den verlockenden Stimmen falscher Propheten am meisten ausgesetzt sind; die der finstere Geist der Empörung zuerst sammeln will um seine schwarze Fahne; denen er einen Himmel auf Erden verheißt, und dafür den Trost des Glaubens, den Frieden der Tugend und den ewigen Himmel raubt. O höret nicht auf seinen Lügenruf. Wer nicht mehr arbeiten will, verletzt das Gesetz der Liebe und der Freiheit. Wer schlecht arbeitet, übet Betrug und Ungerechtigkeit. Wer in wenigen Stunden den Erwerb ganzer Tage vergeudet, erschöpft die Wohlthaten der Mildthätigkeit und beraubt seinen Mitmenschen. Wer sich in seinem Elende von Gott wendet und von der Kirche, verschließt sich den besten Quell der Labung und macht die Wiederkehr jener schönen Tage der ersten Kirche unmöglich, von deren Kindern die Schrift sagt: „Es war kein Dürftiger unter ihnen." Erhebet Euren Sinn und Eure Hand nie wider-die Unterschiede des Standes und Besitzes: Ihr werdet sie nimmermehr aufheben, sondern Euch der letzten Zuflucht und Hilfe berauben. Streckt Eure Arme nie aus nach fremdem Eigenthum; eS wird Euch in Hand und Herz brennen bis zu dem Tage des Gerichtes. Blicket vielmehr mit kindlichem Vertrauen zu Dem auf, der auf Erden nicht hatte, wohin er sein Hanpl legen konnte, und doch „selig prieS die Armen, die Hungernden, die Dürstenden, die Weinenden und Trauernden," auf daß sich auch seine Verheißung an Euch bewähre: sie werden „gesätliget, getränkt, getröstet werden und das Himmelreich erben." Aufwärts die Herzen! Ihr christlichen Familien! Von Gott gegründet und von Gott geschlossen ist Euer Bund ein heiliger, ein unauflöslicher, daraus das Menschengeschlecht sich erneuert. Ju Eurer Mitte steht die Wiege des Sterblichen. In Eurem Schooße empfängt er die ersten Lehren von Gott und Unsterblichkeit. Unter Eurem Schutze und Unterrichte gewinnt er die ersten Kenntnisse seines edlen Ursprunges, seiner erhabenen Pflichten und seiner heiligen Bestimmung. Aber die Würde EnreS Bundes sank mit jedem Rütteln an seiner Unauflöslichkeit, und seine Heiligkeit entwich mit jedem Einflüsse, welchen man Fleisch und Blut, Ehrgeiz und Habsucht darauf einträumte. DaS Leben der Kirche zeichnete sich nicht mehr ab in dem Leben der Familie. Ein christliches Zeichen nach dem andern entschwand ans ihrer Mitte. Der häusliche Herd hörte auf, eine Stätte der Frömmigkeit, der Tugend, des Friedens und der liebsten Freuden zu seyn. Und doch ruht hier die Zukunft der Menschheit. Doch wird hier Segen oder Fluch ausgesäet für Kirche und Staat. Doch liegen hier die Keime von dem Wohle oder Wehe später noch unbekannter Geschlechter. O, daß Ihr doch erkennen möchtet und zwar in diesen Euren Tagen, was zu Eurem Frieden dient! Einst hatte die Kirche, ausgeschlossen van der politischen Gesellschaft, keine audcre Heimat auf Erden als die Familie; bald wird sie vielleicht ihre Zuflucht wieder dort suchen müssen, wo sie ihr erstes Asyl gefunden hat. Gatten, Väter und Mütter, ihr seyd Euch dem Christenihume schuldig; -es hat die Familie gegründet und die Familie geht mit ihm unter. Darum begreift Eure große Mission in dieser Zeit. Sammelt Euch mit den Enrigen wieder um den verödeten Hausaltar. Macht Eureu Kindern die Frömmigkeit ehrwürdig durch Euer Beispiel und lehret sie gehorsam an 365 der Hand der Kirche wandeln durch Euer Vorbild. Bewahret, ich bitte Euch, das heilige Feuer, das einst von der Familie ausgegangen ist über die abgöttische Welt, damit es nun aus Eurer Milte aufleuchte über eine von dem wahrhaftigen Gotte abgefallene Welt. Aufwärts die Herzen! rufe ich auch Euch zu, Ihr Krieger des HeereS! Denn der Weg der Waffen, ans welchen Euer Kaiser und Euer Vaterland Euch rufen, ist nicht nur cm Weg der Ehre vor den Menschen, er soll auch ein Weg der Ehre vor Gott seyn; und nicht nur iu den Kampf um zeitliche, sondern auch um ewige Güter soll er Euch führen. Warum stellten selbst die heidnischen Römer die Zeichen ihrer Götrerverehrnng an die Spitze ihrer Legionen? Warum trugen die Jsraeliten in ihren Schlachte» die eherne Schlange voran? Warum empfingen die christliche» Krieger in alter Zeit ihre Fahnen an dem Fuße der Altäre? Um sich daran zu erinnern, daß auch der Krieg eine SIrt Gottesdienst seyn soll; daß der Herr der Heerschaaren der Hcrr der Schlachten ist; daß jede wahre Tapferkeit in der Religion ihren Ursprung finde. Es gibt keinen traurigern Wahn, als den eines Soldaten, der sich überredet, mir dem Wesen eines Kriegers vertrage sich das Wesen der Frömmigkeit nicht, und die Tugend des Helden fty eine andere a!S die Tugend des Christen. Wer seinen Schwur bricht, den er im Taufbunde abgelegt, für dessen Fahneneid gibt es keine Bürgschaft. Wer keine Treue hat für seinen Gott, der hält auch nicht gelreu zu seinem Kaiser. Wer keine Liebe hat für die Kirche, dessen Liebe für daS Vaterland ist gar zweifelhafter Natur. Tapfer sollt Ihr seyn gegen die Feinde des Staates, aber der größten Tapferkeit bedarf es gegen die Feinde Eures ewigen Heiles. Rein und blank sollt Ihr Eure Waffen halten, ein schimmernd Rüstzeug für Gesetz und Ordnung, aber rein nnd blank muß auch Euer Gewissen seyn, daß Ihr frisch und fröhlich in den Kamps zieht, auch in den letzten, der Euch vor GotteS Thron führt. Hoch gelten soll Ench Euer Ruhm als Streiter eines sieggewohnten HeereS, am höchsten aber der Ruhm als GolteSstrcitcr sür ewige Triumphe. Aufwärts die Herz enl rufe ich auch Euch zu, Ihr Bürger des Staates, Ihr Unterthanen des Kaisers, Ihr Kinder eines Vaterlandes? „Es gibt keine Gewalt, a>S von Gott, und die, welche besteht, ist von Gott geordnet;" schreibt der hl. PauluS. „Wer sich demuach der obrigkeitlichen Gewalt widersetzt, der widersetzt sich der Anordnung Gottes, und die sich widersetzen, ziehen sich selbst Verdammniß zn." In diesem Worte ist beschlossen, was Ihr dem Kaiser, der von Ihm gesetzten Obrigkeit und der Ordnung des Staates schuldig seyd. Darum verschließt Euer Ohr denen, die verkehrten Geistes lehren, daß die obrigkeitliche Gewalt nicht von Oben, sondern von Unten komme, die Euch mit falschen und gehässigen Anklagen Eure Obrigkeit verdächtigen und eine Stimmung in Euch erzeugen und uuterhaiten, welche jede gedenkbare Art von Regierung unmöglich macht. Von Bürgersinn und Bürgerpflicht und Bürgerlreue wird in unsern Tagen viel geredet, auch geschrieben; und oft von denen am meisten, die in der Zeit der Gefahr gar keine Stimme vernehmen ließen und sich am kläglichsten erwiesen haoca. Auch Schein und Flitterwerk wird viel getrieben mit dem, was sie ihre Vaterlandsliebe nennen. Aber in prunkhaften Vereinen, in Zweckessen und Reden nnd Gelagen offenbart sich diese Liebe nicht, auch noch nicht in der Errichtung von Statuen und Ehrendenkmalcn. Aber darin zeigt sich Euer Patriotismus, daß Ihr Euren Kaiser liebet und getreu zu ihm haltet in Noth und Tod; daß Ihr Eure Obrigkeit ehrt in guten und schlimmen Tagen, und sür Gesetz und Ordnung eintretet auf jede Gefahr hin; daß Ihr immer und überall, auch wo eS Opfer, und die schwersten Opfer kostet, dem allgemeinen Wohle Euren persönlichen Vortheil nachsetzet imd — wie der heilige Augustin sagt: mit vollkommener Genauigkeit, „jedem gebet, was ihm gebührt: sey eS Ehre, sey es Vertrauen, sey es Achtung, sey eS Furcht, sey eS Trost, Warnung, Ermahnung, Tadel, Erhebung, Züchtigung; indem Ihr zeigt: daß dies AlleS'nicht Allen gebühre, wohl aber Allen die Liebe und Keinem ein Unrecht." Aufwärts die Herzen! rufe ich Euch zu, katholische Christen allzumal! 366 denn nur von Oben kommt uns die Hilfe und Gott allein ist unser Schutz und Schild. Von den Mächten der Welt verlassen, ihres reichen Eigenthumes bar, jedeS nationalen Einflusses ledig, hat die Kirche nur mehr ihre Wurzeln in dem Gewissen der Einzelnen, lebt sie an vielen Orten allein von den Almosen ihrer Kinder, und härtet sich in der Armuth und Verlassenheit, in dem Schweigen und Seufzen deS Gebetes für die schweren Kämpfe, die sie schon zu bestehen hat, und die schwereren, die ihrer warten. Wollt Ihr als ihre getreuen Kinder Euch bewähren: so zanket nicht und hadert nicht, wie sehr man Ench von vielen Seiten anch dazu herausforderte. Lasset Euch nicht erregen und erbittern, wie hart und schmerzlich Ihr Euch anch in Euren heiligsten Gefühlen und theuersten Besitzihümeru verkannt sehet. Lasset Euch aber auch nicht entmulhigeu und zaghaft machen, wenn schwere Heimsuchungen Eure Treue und Geduld prüfen und heiße Kämpfe und Opfer von Euch fordern. Ringet vielmehr darnach, täglich zu wachsen in der Erkenntniß des Glaubens und seiner göttlichen Wahrheit, welche unsere persönliche Würde und Beruhigung immer erheischt, die gegenwärtige Zeit aber gebieterisch fordert. Lasset Euch jeden Rath, jede Uebung, jedeS Gebot der Kirche wichtig seyn und lernet ihren Segen durch das Leben erproben, dann werdet Ihr inne werden: ob sie ans Gott sind, oder eitel Menschenwerk. Seh?t auf das Unsichtbare, nicht ans das Sichtbare, „denn das Sichtbare ist zeitlich, das Unsichtbare ewig. Wachet und achtet auf die Zeichen der Zeit und nehmt Euch das Verhalten der ersten Christen zum Muster, die, wie Ihr, von einer Welt umgeben waren, welche sich gegen den Glauben verschworen hatte, während sie selbst in ihren Grundfesten wankte und bald in Trümmer sank. Betet und erhebet Eure Herzen zu Gott früh und spät, für die Kirche nnd ihre Vorsteher, für den Kaiser und seine Regierung, für das eigene Heil und daS Heil alles Volkes, „denn das Gebet ist," wie der heil. Bonaventura sagt, „die Waffe der Christen. Wie der Krieger in seinen Waffen bleibt, so verharret der Christ im Gebete," bis der Kampf ausgekämpft ist und übergeht in den Sieg und die getreu erfunden sind bis ans Ende, um den Thrcn dtö Lammes versammelt, ihr Halleiuja singen im Chöre der Seligen. In diesem Hinblicke, Geliebteste! ende ich mein erstes Hirtenschreiben an Euch mit dem Worte, das eiust der heilige Gregor von Nazianz bei ähnlicher Veranlassung gesprochen: „Hier hast Du mich, o Vcrer! den gänzlich Ueberwundenen, mehr durch Christi Gesetz, als äußere Nöthigung Deiner Herrschaft unterworfen. Den Gehorsam bringe ich, gib den Segen. Führe mich mit Deinen Gebote», gehe voran mit Deinem Worte, stütze mich mit Deinem Geiste. Denn dcS Vaters Segen befestigt die Häuser der Söhne. Und o, daß wir befestiget würden, ich und dieses geistige Hauö, das ich mir erwählt habe, das ich mir zur Ruhestätte wünsche in die Ewigkeit der Ewigkeit, wenn ich hinausgehoben bin von dieser Kirche zur himmlischen und zu s.iner gefeierte» Schaar der CrstlingSblülhen, die in den Himmeln verzeichnet sind. Und dieß ist meine Bitte, eben so billig als geziemend: Der Gott dcö Friedens, der auö Beide» Eins gemacht, der uns einander geschenkt hat, der die Könige auf die Throne setzt, die Armen von der Erde erhöht nnd die Dürftigen aus dem Staube erhebt, der den David, seinen Diener, erwählte nnd von den Heerden hiuwegnahm, den jüngsten der Söhne Jesse'S, der zum Dienste des Evangeliums den Evangelisten das Wort verleiht mit großer Kraft: Er ftlbst möge halten unsere Rechte, nach seinem Willen uns führen und glorreiche Aufnahme bereiten. Er weide die Hirten und leite die Führer. Er verleihe Tugend uud Stärke seinem Volke und stelle sich dar eine glänzende Heerde, damit wir Alle, die Heerde und die Hiricn, in seinem Tempel Ihn verherrlichen in Christo Jesu, unserm Herrn, dem da sey jegliche Glorie in die Ewigkeit der Ewigkeiten. Seine Gnade sey mit Euch Allen. Amen. Gegeben Brcölau, am Feste des heiligen Lukas, dem Tag meiner feierlichen Cansekratwn, 1853. Heinrich. 367 Von den Ursachen der vielen unehelichen Kinder. f Die vorzüglichste Ursache der so vielen unehelichen Kinder ist der Mangel der Jugend an Bekehrung zu Gott, und der unwürdige Empfang der heiligen Communion, der dieselbe Bekehrung fodert, wie der Empfang der heiligen Taufe, die mau in den ersten christlichen Jahrhunderten ohne vorhergehende Lebensbesserung nicht ertheilte; daher man bei dem heiligen Angustin, als er krank war, die Taufe verschob, aus Besorgniß, daß er aus Maugel an entschiedener Bekehrung die Pflichten deS Tanf- bundes nicht erfüllen würde. Eine solche Entschiedenheit, Gott über Alles zu lieben und den Werken des Satans zu entsagen, erhalten unsere Werk- und FeiertagSschüler durch den Empfang der heiligen Sacramente gewöhnlich nicht. Der erhaltene christliche Unterricht gibt ihnen nur eine angelernte Religion. Daß durch Unterricht und durch die empfangenen heiligen Sacramente in ihnen keine wirkliche Bekehrung zu Christus bewirkt wird, sieht man an der jährlich zunehmenden Verschlimmernng der Sitten unserer Feiertagsschüler, besonders zur Zeit des Herkules am Scheidewege, wenn bei dem immer völligern Erwachen der bösen Neiguugeu die Welt ihnen ihre Freuden anbietet. Ohne Selbstkcnntniß des innern sittlichen Verderbens, zu der man selbst durch Missionspredigten uud Belehrung, ohne Kirchenzucht, da, wo die häusliche, wie fast allgemein, mangelt, selten gelangt, erfolgt keine wirkliche Bekehrnng und dankbare Liebe zn Jesus durch Erneuerung des TaufbundeS. Die hie und da gewöhnliche tSrneue- rung desselben bei der ersten heiligen Communion bewirkt dieß als Andachtsübnng so wenig, als das öftere Beichten vor dem Erwachen der archcboruen Neigungen zum Böseu. Wie wenig unsere Jünglinge uud Jungsrauen als Feiertagsschüler wirklich zu Christus bekehrt sind, Christum statt der Kleiverhoffarl und andern Weltfreuden lieben, zeigt sich besonders in den Pfarreien, wo Tugendbündnissc bestehen, welche durch ihre Satzungen zur Erfüllung der Pflichten deS TaufbundeS ermähnen, Gott aus ganzem Herzen zu liebeu, und der Kleiderhoffart, den Bekanntschaften, Spiel- und Tanzplätzen zu entsagen. Weil man dieß nicht will, tritt selten ein Feiertagsschüler in ein Tugendbündniß, der im 19ten oder Ldsten Jahre nicht wieder austritt. Wären unsere Söhne und Töchter, die von keinem Tngendbündnisse wissen wollen, noch nicht getauft, und würde man ihnen ohne dieses öffentliche Versprechen, den genannten Werken des Satans zu entsagen, wie den ersten Christen die Taufe nicht ertheilen: so würden sie in diesem unbekebrten Zustande wie die unbekehrten Heiden den Empsang der Taufe auf das Todbett verschieben. Wird denn aber in diesem Zustande der Lauheit und Gleichgilligkeit für sein Seelenheil, und weil man sich vor der Welt schämt, Jesum nachzufolgen, nicht auch die heilige Commuuion unwürdig empfangen? Da JesuS lehrt: Wer sich meiner vor diesem sündhaften Geschlechte schämt, dessen werde auch ich mich am Tage des Gerichtes schämen. ES gehört daher, wie die vielfältige Erfahrung lehrt, die Einführung der Tugendbündnisse zu den heilsamsten Mitteln, unsere Jugend zur wirklichen Bekehrung zu bewegen, besonders da, wo Missionen nicht stattfinden. Dieß würde aber ungleich mehr der Fall seyn, wenn die oberhirllichen Stellen sie in allen Pfarreien einführen wollten, durch den Befehl, daß in jedem Jahre vor der Ostercommunion jeder Seelsorger die Jungfrauen und Jünglinge von achtzehn bis sechsunddreißig Jahren der Art zur öffentlichen Erneuerung deS Tanfbundes ermähnen soll, daß nur jene zur beili^en Communion zugelassen werden dürfen, welche ihrem Seelsorger öffentlich mir Aufzeichnung ihres Namens versprechen, daß sie der Kleiberhoffart, den Bekanntschaften, Trinkgelagen, Tanz- und Spielplätzen entsagen. So lange dieß nicht geschieht, werden die zur Bekehrung der Jugend so noihwendigen Tugendbündnisse, zum würdigen Empfange der heiligen Sacramente, nicht in allen Pfarreien eingeführt werden können, Zwietracht veranlassen, und nur wie eine Bruderschaft betrachtet werden, wobei man schließt, daß, wie Bruderschaften, so auch der Eintritt in ein Tugendbündniß zur 368 Erlangung der Seligkeit nicht nothwendig sey. Wer aber den Muth nicht hat, durch den Eintritt in solches öffentlich zu versprechen, daß er den bemerkten Werken und Versuchungen des Satans entsagen wolle, wird wenigstens leicht in die schwersten Sünden fallen, und empfängt in dieser Unentschlossenheit offenbar, ohne Reue und Abscheu an den genannten Werken des Satans, nach dem Concilium von Trient (6. Siz. 6. Kap.) jede Communion unwürdig. Mangel an Abschen der Sünde, und was zur Sünde führt, wozu vorzüglich die Kleiderhoffart, Trinkgelage, Bekanntschaften, Tanzplätze veranlassen, die der Tauft gnade berauben, und die Ursache der so vielen unehelichen Kinder sind, sin'' auch die Ursache der so vielen unwürdigen Coinmunionen, welche die Beichtväter nur dann verhindern könnten, wenn Söhne und Töchter, Knechte und Mägde, wenigstens vor der Ostercommunion den Gelegenheiten zu Sünde öffentlich entsagen müßten. Schon Bourdaloue erklärte das öffentliche Versprechen, den Taufbund halteu zu wollen, als ein kräftiges Tugendmittel, und Furcht vor Weltmenschen, sich öffentlich zu bekehren, als List des Satans, um leichter zur Sünde verleiten zu können. Die Erhebung der Tugendbünduisse zur jährlichen öffentlichen Erneuerung deS Tausbuudes, mit Ausschließung jener von der Oftercommunlon, die dnrch Eintritt in ein Tugendbündniß den gefährlichen und sündhaften Wellfrenden nicht entsagen wollen, würde die Jugend zur bußfertigen Selbstkenntniß nnd Lebensbesscrnng bewegen, die ohne solche Zucht, wie oben bemerkt wnrde, nicht erfolgt. Dadurch wäre die Erhebung der Tugendbündnisse zur öffentlichen Erneuerung des Taufbundes nicht nur ein nothwendiges Tugendmittel zur Verminderung der so vielen unehelichen Geburten und unwürdigen Cvmmunionen; souderu auch zugleich eine sehr heilsame öffentliche Kircheuzucht, welche, im Heiligthume der Kirche geübt, die weltlichen Regierungen nicht beanstanden könnten. Bei dem Mangel der Bekehrung der Jugend sind unsere Tanzplätze eine der vorzüglichsten Ursachen der vielen unehelichen Kinder. Der Walzertanz, der unter Gebildeten in Bällen unschädlich seyu mag, ist bei dem rohen Landvolke eine Schule der Unzucht, selbst als Hochzeilseier, wo die meisten noch schuldlosen Söhne uud Töchter zu Bekanntschaften veranlaßt werden. Möchte dieß die oberhirt- lichen Stellen bewegen, zu verbieten, den Empfang des EhesacramenteS mit Tanzmusiken zu feiern. Priester Schmid erzählt in seinem historischen Katechismus: „Alle alten Rituale schreiben, daß nicht nur die Brautleute, sondern alle zur Hochzeit Geladenen bei der Brautmesse die heilige Communion empfangen haben." (3. B. S. 2W.) Fodert die Gnade des heiligen Sacramentes der Ehe, die Christus eriheilt, weniger Ehrfurcht als die heilige Communion? Findet man es nicht uuschicklich, am Communiontage zur Tanzmusik zu gehen? Wo die Hochzeit mit Tanzmusik gefeiert wird, werden gewöhnlich die Brautleute mit weltlicher Musik begleitet bis zur Kirchenthüre, zum Empfange eineö heil. Sacramentes, und zum heil. Meßopfer, wie einst die Heiden zu einem Bachussestc gingen, mit Jauchzen nnd Jubclgeschrei, wodurch wenigstens die fromme Gemüthsstimmung gestört wird, welche das heilige Meßopfer federt, und der Empfang deS heil. EhesacramenteS; denn in Deutschland ist es der allgemeine Volksglaube, daß die Eheleute die Gnade des EhesacramenteS bei der Kopulation erhalten, bei der gegenseitigen Erklärung, sich ehelichen zu wollen. Der heilige Gregor von Nazianz und andere heilige Väter erklärten, daß Christus und ein Flötenspieler beider Hochzeilfeier sich nicht vereinigen lassen. Was würden sie erst zn unsern heidnischen, in der Mitte deS vorigen Jahrhunderts ans Frankreich nach Deutschland gekommenen Walzertänzcn mit Personen deS andern Geschlechts gesagt haben? Da diese so sehr die Geschlechtslust reizen, hat im Jahre 1752 das hochwürdige erzbischöfliche Konsistorium zu Salzburg, auf Grund des Laudrechls vom 26. Febr. j. I. alleu Seelsorgern befohlen, die Gläubigen auf das Sitlenververbliche derselben aufmerksam zu mache», und diese Tänze bei strenger Strafe verboten. Verantwortlicher Redacteur: L. Schönchen. Verlags-Inhaber: F. E. Ä reiner.