Nro. 2o> Mittwoch, den 2?. Jan. Anno 1812» IlugsburgischeOrdinariPostzeitung Von Staats, gelehrten, historisch- u. ökonomischen Neuigkeiten. Mir allerhöchsten ?'v/ e ^ e». Redaktenr : E. Frhr.-v. Setda. Gedruckt N.verlegt von Joseph AntouMyy, wohnhaft auf dem obern Graben in dem sogenannten Schneidhaus. München, den 21. Jan. Se. Majestät der König hat unter den zu Präsidenten der Kammer derAbgs-- »rdneten vorgeschlagenen 6 Mitgliedern den Ministerialrath, Freyherrn von Schrenk jum ersten, und den Staatsrath und Avpellativnsgsrichts. Präsidenten vvn Senffert zum zweyten Präsidenten ernannt. Die Kammer hat heute Früh zu ihrem ersten Sekretär für die Dauer.dieser Sitzung den Abgeordneten Hacker mit 78 Stimmen, und zum zweyten den Abgeordneten Schulz mit 53 Stimme« gewählt. Uebermorgen werde» die Wahlen zu des Ausschüssen beginnen. — In der Kammer der Reichsräthe sind die meisten Stimmen unter den drey zur Stelle des zweyten Präsidenten vorgeschlagenen Mitgliedern derselben, anfdeu Fürsten von Oettingen- Wallsrstein gefallen, »nd zu Sekretäre» die Grafen von Leyden und von Giech gewählt worden. Augsburg, den 22. Jan. Nachdem durch eine königl. allerhöchste Entschließung vom 10. dieß das Ergebniß' der wiederholten Ersatzwahl für die hiesigen Magisiratsstellen genehmigt worden, so hatte heute Vormittags um 10 Uhr in dem großen Saale des Rathauses die feyerlcchs Einweisung und Verpflichtung des als erster» Bürgermeisters bestätigten, bisherigen königl-Regicrungsassessors, Herrn Barth, und der übrigen neuerwählten Magistratspersoncn, so wie die Eidesleistung der neuerwählten Ge- mei!Ä?eb«vollmächtigtcn Statt. Der königl. Her-r Wahlkommissär sowohl, als der angehende erste Herr Bürgermeister hielten bey dieser Handlung, deren Festlichkeit Augsburgs Bewohner durch eine sehr zahlreiche Gegenwart erhöheten, angemessene Reden. So möge denn unserer Stadt Wohlfahrt durch den stets wachen Blick der magistratischen Sorgfalt, und durch eine umsichtige und einträchtige Verwaltung je mehr und mehr empor blühen! Der abgehende erste Bürgermeister von Caspar, welcher die Stelle eines solchen nur für die ersten 3 Jahre übernahm, so wie die mit ihm zugleich ausrretenden Magistratsräthe, Dr. Geist, Deuringer, Frommel, Hederer und Wagner nehmen den Dank und die Achtung aller derjenigen mit sich, welche unbefangen das Schwierige ihrer Stellung beurtheilten, und den regen Sinn für das allgemeine und der Stadt Beste, die Einsicht, Rechtlichkeit und nnermüdete Thätigkeit dieser Männer zu kennen Gelegenheit hatten. Wien, den 15. Jan. Gestern wurde hier die Generalversammlung der Staatsbank gehalten, wobey auch der Bankier Moriz v. Bethmann aus Frankfurt' a. M. zugegen war. Der Dividend des zweyten Semesters 1821 warf sich für jede Aktie auf 11 fl. kurrent, oder 13 st. 12 kr. rhl. aus, so da? jede Aktie, mit Inbegriff des Dividenden des «.rsten Semesters zu 3 fl. kurrent und des Interesse zu 30 st. kurrent, im verflossenen Jahre 4yfl. kurrent ertrug. JmganzenJahreHerdiente diese Bank 3,061,000 fl. kurrent, woran nach Abzug der Unkosten und der Zurückläge in den Neservefoud 2,055,000 fl. kmrent zur Vertheilung kamen. Voriges Jahr stand eine solche Aktie in 530 fl. kurrent, und n»N sieht pe über 63vfl. Ein Beweis, wie vortheilhaft eine solche Staatsbank sowohl für den Staat als für das handelnde Publikum isi, daS dadurch Gelegenheit hat, seine Gelder leicht umzusetzen. Odessa, den 2. Jan. Die von Konstantinvpel gekommene Nachricht von Einstellung der Feindseligkeiten zwischen den Persern und Türken macht hier außerordentliche Sensation, und dürfte auch in Petersburg Aufmerksamkeit erregen. Ohne Zweifel haben die englischen Agenten in Pcrsicn alles Mögliche gethan, um dieses Ziel zu erreichen. Am meisten bedauert man das in Folge dieser Umstände, vielleicht selbst von seinem Vater, beschlossene, und wie einige Briefe wissen wollen, bereits erfolgte tragische Ende des persischen Prinzen Muhamed Ali Mirs., Kerman-schah, eigentlichen Thronfolgers von Persien, den aber sein Vater durch einen Machtspruch von der Succession ausgeschlossen hatte. Dieser hoffnungsvolle Prinz soll plötzlich in seinem Lager tod gefunden worden seyn, und hierauf die Perser, nach Abschluß eines Vertrags, eilig ihren Rückzug angetreten haben. -Da der Schah von Psrsien das Benehmen seines Sohnes langst mißbilligt hatte, so waren diese Zwisiigkeiten natürlich beygelegt, und zugleich für die Zukunft ein machtiger Prätendent an die Krone Pcrsiens auf ewig zum Schweigen gebracht. Es heißt, seine Mutter und seine männliche Nachkommenschaft seyen ebenfalls auf unbegreifliche Art in seinem bey Schiras gelegenem Harem rimgekommen. So vereinigen sich zu Gnnsten der Türken alle nur erdenklichen Ereignisse, und es ist daher kein Wunder, daß der Muselmann die Christen nur immer mehr verachtet, und sich für ein auserwähltes Volk hält! Er glaubt in seinem Nedermuthe, alle Christen seyen nur zu seinem Dienste auf der Welt. Die hier befindlichen griechischen-Ausgewanderte» sind durch, diese Ereignisse sehr gebeugt, wozu die Ankunft des französischen Botschafters, Latour-Mau- bourg, in Konstantinvpel, den sie als einen neuen Associe der Pforte ansehe.«, auch etwas beyträgt. Von der Donau, den 14. Jan. Nachrichten aus Widdin zufolge hat die Bewaffnung der Türken in Bosnien einige Unordnungen hervor gebracht; übrigens isi diese Provinz ruhig. Bey der letzten Einnahme von Kassandra durch die Türken (das sie aber bald darauf wieder verloren) eroberten dieselben nur 2 Kanonen und machten 200 Gefangene, die sogleich geköpft wurden. In Salomchi herrscht anscheinend Ruhe. Die Ruhestörer werden streng bestraft. Turin, den Z.Jan. Das Syndikat von Genua macht bekannt, daß zufolge eines Reglements des Divisions-Kommandanten alle in Genua wohnenden Offiziere und Adelichcn sich Sinnen 5 Tagen zu einem deßhalb eröffneten Protokolle erklären müssen, ob sie gesinnt seyen, sich gemäß des ßönigl. Edikts vom n.Dez. znr Eidesleistung nach Turin zu begeben. Im Entstehungsfalle haben sie ihre Entschuldigungsgründe schriftlich vorzulegen, welche alsdann der Generalkommandant der höchsten Entscheidung vorlegen wird. — Der nämliche Sturm, der bey uns so große Schäden nnd Verwüstungen anrichtete, hat auch an den Küsten der Normandie seine verheerenden Wirkungen geäußert. Das schlimme Wetter nahm dort am 21. Abends seinen Anfang, und am 25. war die ganze dortige Küsiengegend mit Schiffstrümmern, Waare» und Leichnamen bedeckt. Ans denHäven vonHavre, Fekamp, St.Ma- lo, Calais, Brest :c. laufen mit jedem Augenblicke Trauernachrichten ein. Rom, den 5. Jan. Mit Billeten des Staatssekretariats wurden die Kardinäle Galetti, Castig- tiolli, de Gregorio und Nivarola zu Mitgliedern der Kongregation der Ablässe und der Reliquien, u»d Monsig. Peter Marini zum Mitgliede der Kongregation der Peterskirche ernannt. — Am 27. Dez. brachen aus dem Kerker zu Vetralla acht theils zur lebenslänglichen, theils zur zeitlichen Galeerensirafe verurtheilte Ver- b?echer aus, eS wurden aber durch die Thätigkeit der PoUzeybehvrden und der Ka rabiniere schon am 31. in einem landlichen Wohnhause sechs derselben verhaftet , und wieder in ihr Gefängniß zurück geliefert. Havannah, den 28. Nov. Verschiedene Personen von Stand find von Mexiko hier angekommen, un» haben eine betrachtliche Menge Gold und Juwelen mit sich gebracht. Sie flohen darum ans Mexiko, weil sie glaubten, die Unabhängigen würden sie mißhandeln, und sie ihrer Habe berauben. Die Nachricht, die sie mitgebracht haben, ist von einiger Wichtigkeit, nämlich, daß das ganze Negierungssystem von den Patrioten ohne alles Blutvergießen eingeführt sey, und daß die Präsidenten der verschiedenen Departements ihre Stellen angetreten hätten. Unter diesen befanden sich auch einige, die unter der altspanischen Negierung in einer gleichen Anstellung geoient, sich aber jetzt mit den Freyheitsfreunden bereinigt hätten, indem sie wohl einsahen, daß Widerstand ganz zwecklos sey. — kaut Nachrichten aus Peru hatte» sich die Forts von Callao der chilischen Armee am 15. August noch nicht ergeben, und da General San Martin kein unnützes Blut zu vergießen wünschte, so hatte «r zwar der Stadt das Wasser abschneiden, aber sie noch nicht angreifen lassen. Barcellona, den 2. Jan. Barcelona hat am 30. Dez. seine Unabhängigkeit proklamirt. General Villa-- Campa versuchte vergebens sich dieser Veränderung zu widersetzen; er wendete sich an jedes Regiment besonders, um sie zum Gehorsam zurück zu führen; allein alle antworteten ihm mit dem Ausruf: Es lebe die Konstitution! Nieder mit den Ministern. Dieser General hat hierauf Barcellona verlassen. Der Aufstand wurde von dem Oberst Costa, Kommandant der Nationalgarde geleitet, der während der ganzen Zeit, wo Barcellona von der epidemischen Krankheit verwüstet wurde, die Ordnung und Ruhe aufrecht erhielt. Für Catalonien ist eine Aushebung vo« 30,000 Mann beschlossen worden. Spanische Gränze, den 9. Jan. Die schnelle Aufhebung des Gesundheitskordons und die übereilte Rückkehr der Einwohner nach Barcellona scheint diese Stadt mit einem wiederholten Angriff des gelben Fiebers zu bedrohen. Wenn die seit einigen Tagen eingetretene Kälte de» Fortschritten der Irankheit nicht Einhalt thut, so müssen wahrscheinlich die Einwohner Barcellona wieder verlassen. — Seit einiger Zeit waren zwischen Spanien und den unabhängigen südamerikanischen Staaten friedliche Unterhandlungen eingeleitet, und, dem Vernehmen nach, soll man im Begriff seyn, einen Vertrag abzuschließen. Brüssel, den 14. Jan. Die Grafin Survillers (vormalige Königin von Spanien und Gattin Joseph Bonaparte's) ist mit ihrer ältern Tochter hier eingetroffen, wo fich auch jetzt ihre Schwester, die Königin von Schweden und Norwegen, befindet. Es wird in hiesiger Stadt die Vermählungsfeyer zwischen der ältern Tochter Joseph Bonaparte's und einem von Rom hier ebenfalls angekommenen Sohne Lucian Bonaparte's Statt finden. Die jüngere Tochter der Gräfin Survillers ist nach den vereinigten Staaten von Amerika abgereist, wo sie sich in Zukunft bey ihrem Vater aufhalten wird. Joseph Bonaparte hat keine andern Kinder, als diese beyden Töchter, mithin ist die in öffentlichen Blättern, und namentlich in einem Korrespondenzartikel aus Rom in der allgemeinen Zeitung mitgetheilte Nachricht, als sey die Vermählung eineS Sohnes Joseph Bonaparte's mit einer Tochter Lucian Bonaparte's im Werke, unrichtig und auf diese Art zu berichtigen. Wie es heißt, wird sich der ältere Sohn Lucian Bonapartes, nach seiner Vermählung mit der altern Tochter Joseph Bonaparte's, mit dieser ebenfalls nach Amerika begeben, und dort bey seinem Oheim seinen künftigen Wohnsitz nehmen. Schweizer Gränze, den 15-Jan. Mit den kirchlichen Angelegenheiten unserer östlichen Kantone ist es noch immer beym Alten; die deßhalb schon so langer Zeit angeknüpften Unterhandlungen mit dem päpstlichen Hof haben bis jetzt keinen Fortgang gehabt, und es scheint auch nicht, daß sie so bald zu Ende kommen werden. Einstweilen dauert der provisorische Zustand in diesen Dingen fort. Kurzgefaßte Nachrichten. Bey der zweyten Kammer der baierischcn Stande betragt die Anzahl der Deputaten 116. Jeder derselben hat des Tages 5 fl. Diäten; hiemit bettagen die .Diäten von der zweyten Kammer für jeden Tag 53o fl. und für einen Monat von zo Tagen 17,400 fl. Bey der ersten Ständeversammlung in Baiern haben diese Diäten sich auf eine Summe von izi bis 132,000 fl. belaufen. — AufHerrn Marchand, dem ehemaligen Redakteur des kurz nach seinem Erscheinen wieder verschwundenen „Elsaßer Patrioten" scheint ein Verdacht der Theilnahme an der Verschwörung in Belfort gelastet zu haben. Am 12. Jan. wurde eine Haussuchung bey ihm vorgenommen, bey welcher sich jedoch nichts Verdachtiges fand. (Bekanntmachung.) Das Kupferschmied Konrad Grubersche Gamanwesen in Füßen, bestehend in Haus, Stadel, Stallung, Werkstatte Nro. 12z. auf dem Brodmarkt, Gemeindenutzungen und Antheil an den noch unvertheilten Gemeindegründen, wird zum Dritten - und Letztenmal Freytag den i.Febr. d. 1.8al va rstikc-njone crv- üitoruiN öffentlich versteigert, wobey sich fremde Kaufslicbhaber mit Vermbgens- «nd Leumuthszeugnissen auszuweisen haben. Fußen, den 12. Jan. 1822. K. d. Landgericht.__v. Vok , Lan drichter. An die verehrliche Mitglieder der Harmoniegeselischaft. Zur Feyer des Namensfesteö Ihrer Majestät derKdnigin ist Montag den 28. dieß lich vertheilt worden. Das zu näherer Belehrung der Einlagen besonders abgedruckte Regulativ über den G?schafftsgang, so wie über die Jinsenberechnung, wird jedem Qnittungsbüchlein vorgebunden, und den Einlegern ebenfalls unentgeldlich behändiget »erden. Denjenigen, welche noch außerdem ein oder mehrere Eremplare der Bekanntmachung sowohl, als des Regulativs zu erhalten wünschen, belieben Beydes zusammen geheftet gegen Vergütung von z kr. zum Besten der Armen bey den Armenpflegrärhen, Herren Baumer Lit.D. Nro.277., Ottmann Lir. E. Nro. 18-, Wilhelm Lit. G. Äro.yo. und bey dem endesgenannten Kassier abholen zu lassen. Der Verein der «ugsburgischen Ersparnißkasse. Nebinger, Armenpflegrath und Kassier des Vereins. Es sind bey mir Endesunterzeichnetem frischer, rother, süßer nnd rezenter Tyroler Wein, wie auch gnte, reine, alte Würzburger, Neckar, Markgrafer, rothe und weiße Elsaßer, nebst noch einigen aiidern Gattungen französischer Weine erst vor wenigen Wochen angekommen, wozu ich mich bestens empfehle. Andreas Bourgoend, vormals Joseph Sebastiany, wohnhaft _ in der Sr. Annagasse Lir. D. Nro. 26z. Im Gasthof zu z Rosen ist ein großes, massives, ganz eisernes Gitter zu einen Springbrunnen oder anderer Einfassung, eine große eiserne Kufe mit eisernen Reifen, und eine Trnche auf einen Wagen, zu gar viel Gegenständen brauchbar, auch stark mit Eisen bes chlagen, z» verkaufen. _ , In dem Hause Lit.C. Nro. 102. im Spenglergaßchen ist eine Wohnung von 2 heizbaren nnd eben so viel .unheizbaren Zimmern, nebst eignem geräumigen Boden und übrigen Bequemlichkeiten auf nächstes Georgiziel zu vermiethen, mid bey dem Hauseigeuthümer daselbst das Nähere zu erfragen. __ H Ein geschickter Setzer kann sogleich bey uns in Kondition treten. München, den -S. Ja«. -»8s». Wolfische Zeitungsdruckere 9. Nro. 21. Donnerstag, den 24. Jan. Anno 1822. AugsburgifcheOrdinariPostzeitung Von Staats/ gelehrten, historisch- u. ökonomischen Neuigkeiten^ Mit allerhöchsten ^7 ^ ?/ e Z ?'e?/. Redakteur: E. Frhr. v. Seida. Gedruckt ». verlegt von Joseph Anton Moy^ wohnhaft auf dem obern-Gmben in dem sogenannten Schneidhaus. München', den 22. Jan.- Se. Majestät der König haben geruht, den, auf sein ausdrückliches Verlangen nach 40jährigen Dicnsiesjahren in den Ruhestand versetzten, rönigl. Appelia- ticnsgerichtspräsidenten, Freyherr» vonEgker, zum wirklichen geheimen Rath in den schmeichelhaftesten Ausdrücken zu ernennen, und ihm das Dekret tax - und sie- gclfren ausstellen zu lassen. — Man hat in den letzten Tagen 3 Nächte nach einander Feuer in den Umgebungen und in der Ferne der Stadt entdeckt. Am y. dieß brannte zu Neithof im Landgerichte Erding ein Haus mit Stallung und Scheuer ab. Das Feuer brach um Mitternacht mit solcher Heftigkeit aus, daß an keine Rettung zu denken war^ Nur ein Pferd, eine Kuh und ein halbes Bette konnte der Besitzer retten, alles übrige verzehrten die Flammen.- Man weiß nicht, wie dasselbe konnte veranlaßt- worden seyn.. Wien, öen is. Jan. Der österreichische Beobachter schreibt: In den neuesten Berichten aus Kon» siantixopel vom 25. und 29. Dez. finden sich noch folgende Data: Die persischen Truppen haben sich, in Folge der Befehle von Teheran, ans allen Punkten zurück gezogen; und durch die Dazwischcnkunft ci.^S bereits abg>.gansenenKommiiiärs der Pforte dürften die Zwistigkeiten, die sich nicht sowohl zwischen den Negierungen als zwischen den Granzbehörden erhi^^n, und zu militärischen Gewaltschritten Anlaß gegeben hatten, nun in Kurzem beygelegt werden. Die Pforte hat übrigens das bey dieser Gelegenheit den Pascha's versch-eoener Gränzsiatthalterschaften zur Last fallende fehlerhafte Benehmen ernsthaft gemißbilligt — In dem Arsenal der Marine und der Artillerie wird mit der angestrengteren Thätigkeit gearbeitet, um eine gewisse Anzahl von Schiffen auszurüsten, welche den türkischen Besatzungen in den Plätzen der Morea Mund- und Kricgesvorratbe, tvoran sie großenMangel leiden, zuführen sollen. Der Hauptplatz Napoli di Ronnmia ist bisher von dex Türken mit vieler Tapferkeit vertheidigt worden; die Griechen sollen aber neuerlich beträchtliche Verstärkungen an sich gezogen haben. Sie halten auch das Schloß von Lepan- ro enge blockirt. — Die Griechen sind nun wieder im Besitz von Athen, nachdem sie ungefähr sechs Wochen lang diesen Punkt hatten aufgeben müssen. Sie machen dießmal sehr ernsthafte Ansialten, sich der Zitadelle (der alten AkropoliF), ohne welche Athen eine unhaltbare Position ist, zu bemächtigen, und haben bereits einige der äußern Befesiigungs-Linien gesprengt. — Es ist dem Pascha von Salo- nick gelungen, nach Einnahme der Halbinsel Cassandra, mit den Bewohnern des Monte Santo (Berg Athos) eine gütliche Uebereinkunft abzuschließen. Die Griechen legen die Waffen nieder; dagegen ist stipulirt, daß kein bewaffneter Türke jenew Landstrich betreten wird. Die Pforte legt ans diese friedliche Unterwerfnng einen besondern Werth, weil der Monte Santo bekanntlich die größten Heiligthümer der griechischen Kirche einschließt, und als die Pflanzschnle der griechischen Geistlichkeit- betrachtet wird- Modena, den 2. Jan. Nachdem am 13. Dez. v. I. zwischen diesem Hofe und jenem von Parma ein Granztraktat zur dauerhaften Bestimmung i>es beyderseicigen Gebietes abgeschlvs- sen worden war, so wurden die Traktats-Ratifikationen am Lc>. Dez in Reggi» zwischen den respektive» Bevollmächtigten ausgewechselt» Madrid, den 3. Jan. Die Kaoets und den 6.Aug. 1789 einstimmig zumPralaten erwählt-. Durch reinenChristuseiferauff der Kanzel und im Beichtstuhle hat er sich allgemeines Zutrauen , durch sanftes unh> liebevolles Betragen die innigste Verehrung Aller, die ihn kannten, in einem selte-- nen Grade erworben. Die katholische Religion, Wissenschaften^, Arme und vor- züglich die ganze Nachbarschaft leidet/durch sein zu frühes Hinscheiden unersetzlichem Verlurst. Seine Asche ruhe sanft, und sein Andenken bleibe ewig! (Gasthofs - Empfehlung.) Der Unterzeichnete hat die Ehre,, hiemit anzuzeigen, daß er mit dem Eintritts des neuen Jahres den hiesigen Gasthof zum Neuhause an sich gebracht habe. Er schmeichelt sich, durch prompte und billige Bedienung den gerechten Erwartungen, der ihn mir ihrer gütigen Zuspräche beehrenden Herren Gaste,, vollkommen zueutsprechen,. und empfiehlt sich auf das Angelegenste. Berchresgadrn, den 15. Jan. 1822. Anton Eisenmann , Gastgeb zum Neuhaus. Die in der Ludwigsstraße mir Lit.D. Nro. 186. 187. und 198. bezeichnete, gut gebaute Hauser, welche mit großen gewölbten Kellern,. Hof, Sralluug für 6 Pferden,. Remissen, 7 Getreidbdden und Wasserwerk versehen, sind täglich aus freyer Hand M verkaufen, worüber das Nähere im Hause Lit. F.-Nro. 266. 2 Stiegen hoch erholt- werden kaum ^____ Montag den 4. Febr. Vormittag von 9 bis 12 Uhr wird die wohlbekannte Wirthschaft zum wilden Mann Lit. A. Nro. 342. in der Bäckengasse, nebst Hofle und Sta-- del Lit. A. Nro. 351. und der am Afrawald gelegene Stadel mir z Wohnungen und einer Werkstatt mit Feuergerechtigkeit, nebst den vorzüglich guten Sommerkellern,- Gantner und Faßbbden, an den Meistbietenden versteigert werden. Sollte sich je-- doch früher ein Liebhaber zeigen, der den Kauf aus freyer Hand abschließen wollte,, so kann man sich deßwegen um die näheren Verhältnisse in dem Hause Lit. A. N0.126- oder bey dem geschrvornen Kaufler WelrLit.A. Nro.204. am Milchbergle des Nähern erkundigen, und sowohl das Jnventarinm der Wirthschaftsrequisiten, als die Hauser und Keller in beliebigen Augenschein nehmen. Jak. Welt, geschw. Käufler. Unterzeichneter giebt sich die Ehre, den Herren Stabs - und Oberoffizieren sowohl der hiesigen, als der auswärtigen Garnisonen bekannt zu machen, daß er alle Gattungen Pferdgeschirre und Sättel, und zwar Lbffelsärtel mir Bügelriemen um 21 fl., engUsche Peitschen um 19 fl. zo kr. per Stück, so wie auch Zaume verfertige. Er verbricht beste Qualitär von niederländischem Leder, prompte Ablieferung, und arbeitet »nter dem Fabrikpreise. Zugleich empfiehlt sich selber auch mit Säbelkuppeln von doppelten Borten und plattirrem Beschlag für die Herren Offiziers der Kavallerie um den Preis von i/r fl. zo kr. und ohne Garnitur um 9 fl. zy kr. Wer Sättel ins Quantum abnimmt, erhält selbe noch unter dem oben festgesetzten Preise. Augsburg, den 12. Jan.?822. Xaver Schweinhnber, Sattler im k. b. 4-ten C hev. leg.Regiments bnig . In der Maximilians - und Karolinenstraße, vom Weberhaus bis zum Obstmarkt- linker Hand, wird ein Laden zu vermietheu gesucht. Näheres zu erfragen Lir.C.No. 8 . 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