8. Ireitag, den 26. Januar 1894,' Für die Redaction verantwortlich: Philipp Frick in Augsburg. Druck und Verlag des Literarischen Instituts von HaaS L Grabherr in Augsburg (Vorbesitzer Dr. Max Huttlcr). Auf verwegener Wahn. Kriminalnovelle von Gustav Höcker. (Fortsetzung.) Der Advokat hatte während Frau Ritter's Rede, durch welche sie sich mit ihrer früheren Behauptung in entschiedenen Widerspruch setzte, nicht wenig die Ohren gespitzt. Die Hoffnung, aus diesen vorsichtigen Leuten etwas herauszubringen, war ihm bereits geschwunden. Jetzt ging ihm plötzlich die Erkenntniß auf, daß dieser verschlossenen Frau die Oppositionslust gegen ihren Ehegemahl die schweigsame Zunge löste. Er versuchte daher weiter zu experimentieren und wiederholte, sich diesmal an den Gärtner wendend, was er schon vorhin gegen dessen Frau geäußert hatte, daß nämlich Schönaich vielleicht unschuldig sei; die Unnahbarkeit Frau Rollenstein's schließe ja die Möglichkeit nicht aus, daß Jemand, der vielleicht schon längst mit dem Plane des Verbrechens umgegangen sei, sich unter der Maske eines Käufers hier eingeschlichen und durch geschickt gestellte Fragen die Gelegenheiten zur Ausführung seines mörderischen Vorhabens ausgekundschaftet habe. Herr Ritter schüttelte mit überlegenem Lächeln das Haupt. — „Wir sprechen mit unseren Kunden nicht mehr, als was zum Geschäft gehört," entgegnete er. „Hihi!" kicherte die Gärtnersfrau mit einem bös- haften Seitenblick auf Anna. „Wir sind nicht die Leute," fuhr Ritter fort, „die sich aushorchen und übertölpeln lassen. Die selige Frau Nollenstein haben wir immer hoch geehrt, und weil wir wußten, daß ihr nichts verhaßter war, als in der Leute Mund zu kommen, so haben wir — weder meine Frau, noch ich, noch meine Schwester, die hier steht — auch niemals geduldet, daß ihre Person in's Gespräch gezogen wurde." „Na, ich habe doch wahrhaftig auch noch Ohren und Augen!" lehnte sich Frau Ritter, die Arme in die Seiten stemmend, gegen die Behauptung ihres Eheherrn auf. „Verstehe ich mich auch nicht auf's Kauderwälsch, wie Deine hochgelehrte Schwester, so merkte ich doch, wovon die Rede war. Er stellte mit bezauberndem Lächeln allerlei leicht hingeworfene Fragen und sie antwortete auf jede derselben, und dabei blickten Beide fortwährend nach Frau Rollenstein's Fenstern. Und als diese dann selbst herabkam, um ihren gewohnten Spa- ziergang durch den Garten zu machen, da hat er die alte Dame fast mit den Augen verschlungen! Ich glaube ja nicht, daß sich dahinter eine schlimme Absicht versteckte, denn darnach sah mir der Mann nicht aus, wenn Du aber sagst, daß unsere Kunden sich mit uns nur über Geschäftliches und nicht auch über andere Dinge, für welche Neugierige sich interessiren, unterhalten können, so hättest Du Deine Schwester davon ausnehmen sollen." Volkmar bückte sich uach dem Beete herab und schien den eben vernommenen Worten wenig Aufmerksamkeit zu schenken. Dabei entging ihm nicht, wie Anna plötzlich blntroth geworden war. „Wovon sprichst Du denn eigentlich?" frug mit einem Schafsgesicht der Gärtner seine Frau. „Wer hat denn gefragt und wer hat geantwortet?" „Du wirst Dich wohl noch auf den fremden Herrn erinnern können," sagte sie, „der in der Woche vor dem Morde hier war —" „Der sich die Fächerpalme bei Seite stellen ließ?" „Ja, und sich nicht wieder hat blicken lassen. Er kaufte ein Bouqnet und wählte die Blumen dazu mit Deiner Schwester selbst aus. Erst sprach er deutsch, aber da ich mir in der Nähe zu schaffen machte und ihm im Wege zu sein schien, so fing er englisch an, und englisch war's, denn es kam das Wort „las" öfter vor, und so viel verstehe ich auch davon." „Meine gute Frau, müssen Sie wissen, ist nämlich ein wenig mißtrauisch," wandte der Gärtner sich lächelnd an Volkmar. „Wenn in Gegenwart meiner Frau meine Schwester mit Jemand englisch oder französisch spricht, fuhr der Gärtner zu Volkmar gewandt fort, so denkt sie gleich, es geht über sie her oder es wird irgend eine Verschwörung gesponnen. — Was hast Du denn damals mit dem Engländer gesprochen, Anna? Besinne Dich einmal und sag's uns, damit Sophie sich beruhigt." Anna warf den Kopf in den Nacken. „Wie soll ich mir von jedem Herrn, der hier Blumeneinkäufe macht, merken können, was er mit mir spricht?" entgegnete sie trotzig. „Oh, oh!" höhnte Frau Ritter, „wenn Einem Jemand so gleichgültig ist, daß man nicht mehr weiß, was man mit ihm gesprochen hat, so geht man nicht nachher herum wie ein Traumbuch und macht sich auch noch Ponyfransen! Anna lachte laut auf, aber es war ein gezwungenes 46 Lachen, und dabei glühte ihr Antlitz wie Purpur. Sie warf einen raschen Blick auf den fremden Käufer, und als sie seinem scharf forschenden Auge unter der goldenen Brille begegnete, wandte sie sich mit einer unwilligen Bewegung ab und machte sich in einem andern Theile des Gartens zu schaffen. Volkmar hatte sich den Anschein gegeben, als nähme er von diesem kleinen Familienstreite keine Notiz, und die Gärtnersfrau hatte in ihrem gehässigen Eifer gegen ihre Schwägerin seine Gegenwart fast vergessen. Er ließ sich jetzt von Ritter in die Gewächshäuser führen, kaufte noch einige kostbare Zimmerpflanzen, bezahlte seine Rechnung mit klingender Münze und verhieß seine baldige Wiederkehr, da er mancherlei seltene Gewächse gesehen habe, die er ebenfalls zu besitzen wünsche. Um durch Nennung seines Namens und Standes sich bei den Gärtnerslenten nicht verdächtig zu machen, nannte er die Adresse eines ihm befreundeten Kaufmanns, an welchen die heutigen Einkäufe zu schicken seien. Er war mit dem Resultate seiner Nekognoszirung über Erwarten zufrieden. Die Thatsache, daß ein Fremder kurze Zeit vor der Ermordung Frau Rollenstein's sich angelegentlich über dieselbe erkundigt hatte, stand fest. Dieser Fremde hatte die gewünschte Auskunft nicht bei der älteren Frau gesucht, sondern diese umgangen und sich an das weniger erfahrene Mädchen gewendet und dieß offenbar mit allen Künsten der Galanterie umstrickt, um zu seinem Ziele zu gelangen. Der Umstand, daß er englisch sprach, weckte in dem Juristen den bereits niedergekämpften Argwohn gegen Jesko von Harnisch auf's Neue. Von dem Mädchen selbst Näheres über die Persönlichkeit jenes Bouguetkäufers und über die Fragen, welche dieser an sie gerichtet hatte, zu erfahren, schien dem Rechtsgelehrien hoffnungslos, dazu war sie ihm gleich von Anfang an zu animos entgegengetreten, und daß er nachher den für sie so peinlichen Gesprächsgegenstand angeregt hatte, konnte sie nur noch unversöhnlicher gegen ihn stimmen. Auch wiesen die hämischen Anspielungen Frau Nitter's und Anna's wiederholtes Errathen darauf hin, daß ihr der „Engländer" ein tieferes Interesse eingeflößt haben mußte; um so weniger würde sie sich bewegen lassen, den Inhalt ihrer Unterhaltung mit ihm profanen Ohren preiszugeben. Aber es war schon ein großer Gewinn für Volkmar, daß er in Frau Ritter Anna's natürliche Feindin erkannte und zugleich auch das Mittel gefunden hatte, aus dieser Alles herauszubringen. Er brauchte das, was er wissen wollte, zwischen ihr und ihrem Manne nur zu einer Streitfrage zu machen, um der sonst so verschlossenen Frau selbst das tiefste Geheimniß zu entlocken. — Als Siglinde sich von dem Rechtsgelehrten nach Hause begab, war ihr Muth von neuem belebt, die Sache ihres Vaters ruhte nicht mehr auf den Schultern eines schwachen Mädchens, sondern sie war jetzt den besten, erprobtesten Händen anvertraut. Die Lage des Vaters glich derjenigen eines Schwerkranken, und Siglinde fühlte jene Erleichterung, die das Eingreifen eines geschickten Arztes und sein beruhigender Zuspruch gewährt. Aber das menschliche Gemüth, welches unter dem Druck einer Hangen Entscheidung steht, ist einem schroffen Wechsel zwischen Hoffnung und Zweifel unterworfen, und als Siglinde wieder in ihrer Wohnung angelangt war, machte ihre gehobene Stimmung dem früheren Kleinmuth Platz. Die Gestalt des Vaters wandelte nicht mehr durch diese Räume, in denen Siglinde selbst nur als geduldeter Gast weilte: er war daraus geschwunden, wie ein Todter, den man nach dem Kirchhofe getragen hat, und wie die Todten niemals wiederkehren, so benahm ihr die erschreckende Aehnlichkeit dieses Vergleiches und die sie umgebende Leere auch die Hoffnung, den unglücklichen, alten Mann jemals der Freiheit wieder zurückgegeben zu sehen. Hatte Doktor Volkmar etwas Anderes thun können, als ihr Trost und Muth zuzusprechen? Glich er, der Jurist, hierin nicht auch wieder dem Arzte, welcher den Angehörigen eines hoffnungslos Erkrankten bis zum letzten Augenblicke schonend verschweigt, daß eine Rettung unmöglich ist! Und gerade er, der ihr einst in Nacht und Nebel als Netter erschienen war, der sich mit so zarter Sorgfalt ihrer angenommen hatte, — er wäre wohl der Letzte gewesen, ihr eine schreckliche Wahrheit, die ihr das Herz brechen mußte, in's Gesicht zu sagen. Wie er mit feinfühliger Hand ihr die Verbände um den verletzten Fuß gelegt hatte, daß sie die Berührung der schmerzhaften Stelle kaum gemerkt hatte, so zart schonend war er jetzt auch mit der blutenden Wunde ihres Herzens umgegangen, — und zwar um so schonender, je unheilbarer sie ihm erscheinen mochte. Der schmerzliche, kummervolle Zug, der sich um ihre Lippen gelegt hatte, während sie dasaß und sich diesen trüben Gedanken hingab, wich allmählich einem freundlicheren Ausdruck, ja ihr Mund begann zu lächeln, ihr Auge blickte träumerisch. In jenem raschen Uebergange der Stimmungen, wie er kindlich reinen Naturen eigen ist, hatte sie sich in jene Stunde zurückversetzt, wo er sie, die Verirrte, aufgefunden, und wie ein hilfloses Kind sicheren Schrittes nach der Bauernhütte getragen hatte; noch jetzt begann ihr das Herz höher zu schlagen in der Erinnerung an den Augenblick wo sie sich aus dem Dunkel der Nacht in die blendende Helle des Herdfeuers versetzt sah und sich nach dem ersten verstohlenen Blick, den sie auf ihren Beschützer warf, von dem Eindruck des Bedeutenden und Ueberlegenen, der sich in jedem seiner Züge wie in seiner ganzen Erscheinung aussprach, überwältigt fühlte. Sie hatte es gleich damals geahnt, daß sie es mit einem Manne zu thun habe, dessen Wirken in hervorragender Weise dem geistigen Gebiete angehöre und der vielleicht einen berühmten Namen trug, aber sie hatte sich nicht träumen lassen, daß er der vielgenannte Rechtsgelehrte sei, dessen schlagfertige Rede die Gerichtssäle ihrer Heimathsstadt beherrschte. Nie mehr war sein Bild aus ihrem Herzen gewkchen; ihn wiederzusehen, war seitdem das Ziel ihrer stillen Sehnsucht geblieben, und oft hatte sie sich jene angstvolle Stunde, wo sie sich in hilfloser Verlassenheit den Schrecken der dunklen Nebelnacht preisgegeben sah, wieder zurückgewünscht, nur um ihrem Netter noch einmal ins Antlitz blicken, ihm noch einmal ihren Dank stammeln zu können. Unwillkürlich schrak sie zusammen, als die Thür sich öffnete und Martha in's Zimmer trat, eine Visitenkarte zwischen den Fingern haltend. „Der Herr wünscht Ihnen seine Aufwartung zu machen," sagte das Mädchen, die Karte überreichend. „Jesco von Harnisch," laS Siglinde. Das war ein rauhes Erwachen aus ihren glückseligen Träumereien, welche sie auf Augenblicke all ihr Unglück hatten vergessen lassen. Vor diesem Besuche 47 hatte sie sich schon längst gefürchtet. Wie ein Reif im Frühling, der Knospen und Blüthen abtödtet, war ihr dieser Name auf's Herz gefallen, als sie ihn zum ersten Male von den Lippen ihres Vaters hörte. Und nun war der Mann selbst erschienen und seine Anwesenheit mußte zu Erörterungen führen, die ihr, dem alleinstehenden Mädchen, peinlich waren. »Ich lasse Herrn von Harnisch bitten," sagte sie unter einem bangen Seufzer zu Martha, sich in's Unvermeidliche fügend. Herr von Harnisch trat ein. Er war unleugbar eine schöne Erscheinung, hoch und schlank gewachsen, mit dunklem Vollbart. Sein tiefbraunes Auge hatte etwas Faszinirendes, was auf viele Frauen einen unwiderstehlichen Zauber ausübt, von dem sich jedoch das lautere, reine und keusche Wesen Siglindens abgestoßen fühlte. Der Besucher vermochte eine angenehme Ueberraschnng, welche die berückende Schönheit des jungen Mädchens auf ihn hervorbrachte, nicht zu verbergen. „Sie finden mich allein, Herr von Harnisch, und unter sehr unglücklichen Umständen," sagte Siglinde, nachdem er ihr gegenüber Platz genommen hatte. „Es bedarf keines Wortes, Fräulein Schönaich," entgegnete er in rücksichtsvollem Tone und mit einer sanft abwehrenden Bewegung seiner Hand, „ich. kenne Alles aus den hiesigen Zeitungen." „Ich bedaure," bemerkte Siglinde, „daß Sie sich bereits ein Mal vergeblich hierher bemüht haben." Da der Besucher sie fragend anblickte, so fügte sie hinzu: „Vor einigen Tagen, während ich gerade verreist war." „Nein, mein Fräulein," versetzte Harnisch, „ich betrete dieses Haus zum ersten Male." „Wirklich?" frug Siglinde überrascht. „Mein Mädchen erzählte mir nach meiner Rückkunft, es sei ein fremder Herr dagewesen, und die Beschreibung, die sie mir von ihm gab, stimmt mit Ihrer Persönlichkeit überein." Herr von Harnisch schüttelte deu Kopf. „Allerdings bin ich schon vor fünf Tagen hier angekommen. Ich hielt es jedoch für passend, die erste aufregende Gemüthsstimmung, in welche die Ereignisse Sie versetzt haben mußten, vorübergehen zu lassen, ehe ich mich Ihnen vorstellte, was meinen späten Besuch hoffentlich entschuldigen wird." Siglinde scheute den Augenblick, wo er auf den Kernpunkt feines Besuches zu sprechen kommen werde, und suchte denselben durch Nebendinge hinauszuschieben. Daher sagte sie: „Auf Ihrer Ueberfahrt von England nach Calais sind Sie einer schweren Lebensgefahr entgangen. Ich las den Zusammenstoß der beiden Dampfer in der Zeitung und fand Ihren Namen in der Liste der Geretteten. Gestatten Sie mir, Sie zu beglückwünschen." Harnisch verneigte sich dankend. „Ja," nickte er, „die Elemente schienen sich gegen mich verschworen zu haben. Das unfreiwillige kalte Bad in dem tückischen Kanal hatte mir zudem ein Fieber zugezogen, welches mich acht Tage laug in Calais zurückhielt. Auf meiner Weiterreise drohte mir in dem Hotel, wo ich übernachtete, auch noch Feuersgefahr," fügte er lächelnd hinzu. „Der Kellner, der mir in mein Zimmer hinauslenchtete, kam mit dem Lichte dem Vorhang zu nahe, dieser sing sogleich Feuer, welches sich rasch verbreitete und zu einem so gründlichen Zimmerbrande anwuchs, daß die Feuerwehr herbeigerufen werden mußte." „Wann übernachteten Sie in Köln?" frug Siglinde. Der Gefragte mochte dies für müßige Neugier halten, aber es lag ein tiefer Grund vor. Sie hatte Doktor Volkmars furchtbaren Argwohn gegen Harnisch sehr wohl durchschaut. Herr von Harnisch zählte an den Fingern. „ES war in der Nacht vorn 21. zum 22.," gab er zur Antwort. Damit war Volkmar mit seinem Verdachte geschlagen, denn gerade in dieser Nacht ist Tante Nollenstein ermordet worden. Es trat jetzt eine Pause ein. Vergebens suchte Siglinde nach einem neuen Anknüpfungspunkte, um der gefürchteten Gesprächswendung auszuweichen. Harnisch ließ jenes verlegene Näuspern hören, womit man sich auf eine wichtige Rede vorbereitet. Siglinde wußte vor Beklommenheit nicht, wohin sie blicken sollte. „Ich darf wohl annehmen, Fräulein Schönaich," begann er, „daß Ihr Herr Vater Sie über den Zweck meines Besuches bereits unterrichtet hat." „Allerdings," antwortete Siglinde, ihre Geistesgegenwart zusammenraffend, aber seitdem hat, wie Sie wissen, die Sachlage eine unerwartete Wendung genommen, und ich glaube, daß damit auch der Zweck Ihres Besuches hinfällig geworden ist." „Wie darf ich das verstehen?" frug er etwas stutzig. „Daß wir gegenseitig vergessen können, was einst zwischen unsern Vätern vorgefallen ist, finde ich begreiflich. Daß Sie aber die Tochter eines Mannes, welcher unter dem Verdachte des Mordes verhaftet ist, noch zur Gattin begehren können, glaube ich nicht." Der Ausdruck befremdeter Enttäuschung in seinem Gesicht sagte ihr, wie sehr sie sich in ihrem Glauben irrte. „Ich zweifle ernstlich an seiner Schuld," entgegnete er im Tone fester Ueberzeugung. „Der Vater einer solchen Tochter kann unmöglich ein Mörder sein; dafür werde ich meine Hand in's Feuer legen. Aber selbst das Unwahrscheinliche, das Unmögliche, er sei schuldig, angenommen, so würde mich dies keinen Augenblick abschrecken können, um Ihre Hand zu werben, öcnn diese Hand ist rein von Blut und an die Theorie der Vererbung habe ich niemals geglaubt. Ich würde Ihnen mit Freuden meinen Namen geben, ich würde Ihnen die Welt, die Sie in thörichtem Vornrtheil ansstößt, ersetzen, und der verlassenen Tochter eines Unglücklichen Stab und Stütze sein." Siglinde würde diese Worte geglaubt haben, wenn sie aus Volkmar's Munde gekommen wären. Harnisch gegenüber aber mußte sie an die Million denken, womit der Besitz ihrer Hand eine so edle Selbstverleugnung belohnen würde. Sie wurde ihrer peinlichen Lage mehr und mehr Herr und fand den Muth ihm Alles zu sagen, was sie ihm sagen mußte. „Wodurch Hütte ich ein so großes Opfer verdient?" frug sie. „Was könnte mir einen so hohen Platz in Ihrer Meinung über mich verschafft haben? Sie kennen mich noch nicht, sondern sehen mich heute zum ersten Male. Sie haben Jahre vergehen lassen, ohne sich um das Mädchen zu bekümmern, mit deren Hand —" „Eine so reiche Erbschaft verbunden ist, wollen Sie sagen," nahm er ihr das Wort von der zögernden Lippe. „Sie wollen mir vorwerfen, daß ich erst den Zeitpunkt 48 habe herankommen lassen, wo die Erbschaft zum Abfallen reif war. Sie haben Recht, Fräulein Schönaich, mir dies vorzuhalten. Ich will offen sein. Ich nahm mir Zeit, ich hegte gegen Sie jenes Vorurtheil, welches man gegen Personen zu haben pflegt, an die man, ohne sie nur zu kennen, durch Zwang, durch grillenhafte Testa- mentsbestimmungen gebunden werden soll. Da wittert man irgend eine Schattenseite und der nächste und natürlichste Zweifel ist der, ob das Glück, welches einem Geld und Gut in den Schooß wirft, in seiner Verschwendung so weit gehen sollte, auch noch Schönheit, Jugend und Liebenswürdigkeit hinzuzufügen. Auch ich zweifle an der Vollkommenheit meines Glückes. Ich will nicht leugnen, daß ich den Weg über das Meer, ja selbst noch den Gang nach diesem Hause mit dem Vorurtheil eines Verkauften angetreten habe, — aber ich bin auf's Angenehmste enttäuscht, denn ihr erster Anblick — ich gestehe es unumwunden — hat mich gründlich bekehrt!" „Dennoch muß ich mich von Ihrem Edelmuthe, mir selbst als der Tochter eines Mörders die Hand reichen zu wollen, leider beschämen lassen," entgegnete Siglinde. „Allerdings war ich bereit, die Ehe einzugehen; da mein Herz dabei nicht in Frage kam, so konnten mich natürlich nur äußere Beweggründe zu einem solchen Entschlüsse bestimmen." „Das finde ich ganz unbegreiflich," gab Herr von Harnisch zu, sehr gespannt auf das Weitere. (Fortsetzung folgt.) -IWU-»- In allerliebster Gesellschaft. Eine Humoreske von Element Kleeberg er. (Schluß.) Mein Freund war eine ausnehmend weiche Seele, er stellt sich, seit ihm Muße geworben, der ausübenden, allgemeinen Wohlthätigkeit zur Verfügung. Er war ein Apostel der Humanitas, ihr Obersamaritan, ihr Sprecher, ihr Sammler, darum dieser Dolch durch sein Herz, als er sah, wie ein Cigarrenspitzchen auf so himmelschreiende Weise zu Grunde gehen sollte, dieser Meilenstiefel-Tritt über den Platz, dieser plötzliche Hebelgriff. „Aber," sagte ich zu ihm — „Nichts aber", schnitt er ab, „nichts, mein Lieber. Weiß, was Du einwenden willst, käm' auf ein Spitz- chen nicht an, da kleidet man kein Heidenkind, ja wenn jedes Blatt, jed' Gräslein, jedes Steinchen, der Tropfen, der Strahl so sagen würde, wo wären da Habanakisten, die Prärien, der Chimborazo, das Stille Meer und die glühende Sonne. Freund, der Champagner und Bock, ein ungestilltes Sehnen blieb's, wenn jede Perle und jedes Hopsenzäpfchen renitent wäre. Doch, wie kommst Du denn eigentlich in meine Hemisphäre?" fragte er dann nach einer kleinen Pause, mir gleichsam Zeit lassend, mich von seiner Strafpredigt zu erholen; „Du, dem doch an der andern Halbscheibe der Stadt der Wigwam liegt. Vielleicht, ja ich hab's, recht hast, es logirt sich schöner, billiger, gesunder auf dem Hochplateau, als unten in der Jsargrube. Du willst also Nechts-Jsarathenienserwerden?" „Wer sagt Dir denn, daß ich hier außen —" „Halt ein — nicht noch einmal das unglückseligste Wort, das Dir je über die Zunge gerumpelt. Hier außen! Irorribilo äiatu! Du hast's gesprochen. Lernst 6t vmissuin volut irrsvooabils verbum — sagt unser Horaz, den wir auf der gemeinschaftlichen Bank trakttrt haben. — Ja. Du hast's gesprochen, und unwiderruflich ist das einmal gesprochene Wort, aber ich will mildernde Umstände zubilligen — ohne Ueberlegung. Hier außen. Ha, ha, ha — als ob der große Puls der Stadt an der großen Zehe schlüge. Wohin ziehen sich die Adern und Venen Monacos? Hinauf zum Herzen, und dies ist der Hosbräuhauskeller, der Obertempel des Gambrinus. Hier ist die Aorte, das wahre Leben, Hoch und Nieder, Klein und Groß saugt in langen Zügen aus seinem Quell. Die ächte Intelligenz in Politik und Wissenschaft, in Kunst und Gewerbe, selbst in der Theologie, thront nur hier. Das lebendige Wort ist's, das bei breitem Stein alle Phasen des Denkens in gemüthlichster Form offen legt, darum diese nie endenden Karawanen, zu denen die nach der Kaaba Mekka's kaum der Schatten einer Wallfahrt sind." Wir waren bislang auf einem Fleck stehen geblieben. Mein Spezi bot sich an, mich auf meiner Wallfahrt, denn natürlich sei doch der „rothe Tempel" mein eigentliches Ziel, zu begleiten. Ich sagte zu. „Kann ich doch bei dieser Gelegenheit den Fortschritt der Bauten und etwa auch", fügte ich gleichgiltig bei, „meinen Buben wieder finden." „Deinen Buben?" „Der mir in der Neichenbachstraße durchgebrannt und per Trambahn hieher kutschirt ist." Der Spezi blieb wieder stehen und schaut mich lange an. Ich benutzte diesen Umstand, von einem mir eben entgegenkommenden Herrn Feuer zu erbitten, scheint's, über die hofbräuhausliche Preisrede hatte ich vergessen, weiter zu rauchen. Ich zündete gemächlich an und dankte höflichst, den Herrn noch fragend, wo er sein so famos riechendes Kräutlein kaufe. Es entstand da eine längere Discussion; er bezog sein Rauchzeug tausendweise, mehrere theilten sich darein, und wenn ich von der Gesellschaft sein wollte, würde er mich mit Vergnügen bedenken. Ich benamste ihm dann meine Sorte, die nicht minder hochfein wäre, und erlaubte mir, einige rauchende Ningelein unter seine behutsam prüfenden Nüstern hintänzeln zu lassen. Wir wechselten hernach unsere Karten und Cigarren und verabschiedeten uns freundlichst. „Hör' einmal", sagte nun mein Spezi, „Deine Fisch- blütigkeit ist classisch. Nun komm, ich helf' Dir Deinen Buben suchen." „Nur nichts überhudeln, man wird den Deserteur schon irgendwo aufgreifen, da ist mir nicht bange." „Aber mir." Er schlug ein rascheres Tempo an. Wohl oder übel, ich mußte mit ihm Schritt halten. „Eine Schlappe, wirklich," fuhr er fort, „wenn die Polizei ihn aufgriffe und ihn ausschellen ließe." „Ha, ha, ha, die Unkosten." „Du lachst dabei? Nein, nein, nein, das ist das Wenigste, das Meiste ist die Volksstimme, die Dich ver- urtheilt. Nichts für ungut, ich meine, Du bist halt ein bischen zu streng, wenn ich Kinder hätte, ein Wink, ein Blick, Schläge helfen nichts, nichts, und unsere Kinder sind auch keine Hunde, und die schlechteste Erzieherin ist die Peitsche. Da gibt's so Altweiber-Sprüche: Wo nicht herrscht der Ochsenziemer, Wird die Jugend immer schlimmer! Ich aber sage: Immer schlimmer, immer dümmer Macht des Vaters Ochsenziemer. 49 Ich für meinen Theil würde Eltern, die nach diesem Recept erziehen, unverweigerlich unter Staatscuratel stellen." „Gut." „Wo kommt da die Pietät, wo die Liebe zu den Eltern hin? — wo —" „Sehr gut!" „Wohin die Achtung vor den Mitmenschen? Die Humanitas ist ein schaler Begciff —" „Noch besser." „Eine tsrru iuooAnita,, eine kata ivor§auu im Mond." „Ausgezeichnet." „Ein leeres viersilbiges Wort." „Nicht zu widerstreiten: Hu ... mu .. nl.. tos." „Wenn man — darf ich's sagen? — seine eigenen Kinder so — so — so miserabel unliebenswürdig behandelt." „Zart, sehr zart — doch darf ich bitten, stehen zu bleiben, ich weiß nicht, wie Du Dir während des Sturmschritts nicht Knöchel und Lunge auskegelst. Hab' schon vom Zuhören Seitenstechen. Uebrigens muß ich Dir leider bekennen, daß Du kaum mehr aus einem alten Saulus einen jungen Paulus machen wirst." „Leider, leider —Er blieb stehen. „Und sag', hast Du schon einmal gesehen, daß ein Adler sein Junges hat fallen lassen? „Nein." „Ein Löwe sein Kleines gebeutelt?" „Nein." „Ein Tiger sein Kätzchen bei den Ohren genommen?" „Nie." „Daß ein Krokodil von ihren sechzig Eiern auch nur ein einziges verletzt hätte?" „In meinem Leben nie —" „Und Du! — Du! —" Ein heulendes Geschrei schnitt jetzt unbarmherzig den Text durch. „Das ist das Trompetcn-Solo unseres Jungen," fiel ich ein. „Ich kenne das, Instrument." Ungefähr zwanzig Schritte von uns hatte sich ein Hanfe Menschen angesammelt, aus der Mitte heraus kam das Geflenne. „Dein Junge!" — Weiteres bedurfte der Ober- samaritan nicht. In menschenfreundlichstem Laufschritt marschirte er dem Appell des Aermsten zu. Langsam trat ich nach, blieb aber wohlweislich plötzlich stehen, denn die langgestreckten Finger Karl's und die verächtlichen Blicke seiner Umgebung wiesen mir eine vorsichtige Reserve an. Ich hatte mich mit dem Gedanken getragen, Karl würde mir, sobald er meiner ansichtig, zu Tode froh entgegeuspringen, nun bemerkte ich das purste Gegentheil. Er scheute zurück. Der Menschenfreund machte sich in seine nächste Nähe, bearbeitete ihn, brachte ihn zum Stehen, garantirte, daß keine Strixen für die Flucht in Aussicht ständen, daß Alles verziehen sei, das Bübchen solle nur getrost zu mir zurückkehren. Doch 's Bübchen ist eigensinnig, um keinen Preis näherte es sich, mit meinem Freund will's gehen, nimmermehr mit mir. Es lasse sich nicht wieder bei den Ohren nehmen und die Haare «Meißen, und zu Tod schinden. Ein allgemeiner beileidsvoller Unwillens-Ausbrnch begleitete den schluchzenden Märtyrer. Nun trat ich selber in den Ring und befahl Karl, auf der Stelle mir zu folgen. Der Bube versteckte sich jedoch hinter meinem Spezi und heulte noch fürchterlicher. Das Publikum vermehrte sich und auch die Komplimente, die mein Ohr umschmeichelten. „O Väter gibt's, Rabenväter, Schindersknechte l Wenn unsereins einem ungezogenen Racker eine Dacht! gibt — da hast Du's — kommt gleich die Polizei wegen Kindermißhandlung; aber die gnädigen Herren-" „Ja Bauer, das ist 'was Anderes," mengte sich eine demokratische Stimme in's Concert, „die dürfen mit der Cigarr' im Maul ihre Kinder umbringen." „Und nachher," meinte eine ehrwürdige Matrone, „nachher können s' ihnen net g'nua lernen, und sperren s' ein und lassen s' Hunger leiden, daß d' Nippen krachen, und unter die Ersten müssen s' kommen, denen ihre Kinder", — „wenn's gleich um keinen Pfennig Hirn haben," pfefferte abermals der Demokratische darein, — „nur damit man glauben soll", fuhr eine andere, ziemlich bissig aussehende Dame weiter und fixirte mich vom Hut bis zum Stiefel, „g'scheidte Eltern, g'scheidte Kinder". Mein Spezi, dem sonst das Mundwerk unvergleichlich arbeitete, stand sprachlos. Auch er betrachtete mich, doch barmherzigeren Blickes, wie wenn's ihm auf der Zunge läge: „Hörst Du! Hörst Du! Volksmund, Gottesmund", und im Geiste schien er mir die zweiundsechzig unverletzten Krokodils-Eier noch ganz brutwarm Präsentiren zu wollen. „Es bleibt nichts anderes übrig", sagte ich endlich, meinem Freund auf die Schulter klopfend, „Du fährst mit dem Jungen per Expreßzng nach Hause." „Wie, ich?" „Zu seiner Mutter — bemerke nebenbei, daß ich nicht die Ehre habe, der Schöpfer dieses Marterkinbes zu sein." „Wie? was?" „Nur jetzt — bitte — nur jetzt keine Details —" „Aber ich kenne —" „Ich werde Dich meiner Base durch Vermittlung ihres Hausherrn, der nämlich Fernsprechstcll-Besitzer ist, telephonisch vorstellen. — Keine Einwendung — nichts, nichts, mein Lieber, Du bist das, der Verfechter der Menschlichkeit, Deinen rührenden Humanitätsprinzipien schuldig. Oder nicht, mein Obersamaritan? — Hier ist Raum für Deine Tugend." Und mein Freund konnte sich nicht selber verneinen. Er legte seine Hand in die des Bübchens und schritt mit ihm zum Bahnhof. In ziemlicher Entfernung ich ihnen nach. — Der Zug rollt herein und rollt wieder ab. Ich besorgte unterdessen die Vorstellung. Ich bin während dieser Zeit mit meinem braven Menschenfreund nicht mehr so recht in Allianz, den Spezicharakter habe ich ganz eingebüßt. Er scheint mir seine Expreßreise dick angekreidet zu haben; gleichfalls brach meine Base jeden Verkehr mit mir ab. Es thut mir leid, wer weiß, wie ihr Söhnchen mich schwarz gemalt hat. Nun, da sie auch hier noch eine eifrige Leserin Ihres Blattes ist, mag sie entnehmen, was ich ausgestanden mit meinem „allerliebsten Gesellschafter." --*- i » -« » - 50 Die Massai. Wir haben die — jetzt noch sehr zweifelhafte — Ehre, die so sehr gefürchteten Massai in Deutsch- Ost afrtka zu unsern „deutschen Brudern" zu zählen; und da dieses Volk, wie deutsche und englische Forscher berichten, ein ganz „eigenthümliches und merkwürdiges" ist, und selbst Msgr. Le Roh schreibt:*) das Volk der Massai verdiene eine eingehende Beschreibung: so wollen wir uns mit demselben auch etwas näher, als es bisher geschehen ist, befassen. Das Land der Massai hat den bedeutenden Umfang von 150,000 Quadratkilometer. Es beginnt im Norden Deutsch-Ostafrika's am 1. südlichen Breitegrad, am Ostuser des Victoria Nyanza-See's, wo die Grenze Deutsch-Ostafrika's ist, und reicht bis zum 5. Breitegrad hinab. Seine Ausdehnung von Osten nach Westen ist verschieden — etwa 15—25 deutsche Meilen (?). Die Massai sind einst vom Gebiete des obern Nil — an der Ostseite des Victoria Nyanza — herabgekommen, und gehören also zu den sogenannten „nilotischen" Völkern. Nach dem apostolischen Vicar Le Roy besteht das Massai-Volk aus zwei großen Familien: aus den eigentlichen Massai und aus den Kiwawi, welch letztere das Hochgebirg Leikipia zwischen dem Berge Kenia und dem Baringosee bewohnen und vom Nomadenleben zum seßhaften Leben übergegangen sind. Nach Karl Peters gehören die zahlreichen Bewohner des Ostabhanges vom Kilima-Ndjaro, die seßhaften W a r a m b o (mit ihren 30,000 Kriegern), auch zu den Massai, welche demnach aus drei großen Familien beständen. Die eigentlichen Massai wohnen im West- und Nordgebiete des Kilima-Ndjaro, ziehen aber weit gen Süden hinab. Sie sind in verschiedene Clane getheilt, welche ihre Abzeichen auf den Kriegsschilden haben. Jeder Clan hat seinen Namen. Die Regierung ist patriarchalisch. Sie sollen aber auch einen gemeinsamen Häuptling haben. Der gegenwärtige — Mbatian — ist ein hochbetagter Greis und steht bei dem Volke in hohen Ehren. Mbatian gilt dem Volke als ein mächtiger Zauberer, der durch seinen Stab allein seine große Viehheerde so beherrscht, daß er keiner Hirten bedarf; der Stab braucht nur vor der Heerde hergetragcn zu werden. Der „große und reiche Alte" wohnt am Nordabhang des Kilima-Ndjaro. Die Massai nennen seinen Namen hundert Mal des Tages; und bei ihrem Kriegsgesang heißt stets der „Kehrvers": „Wir bitten . Gott und Mbatian l" Mbatian wohnt an der Nordseite des Kilama-Ndjaro, den die Massai Dany Ebor, d. i. „Weiß-Berg" (Llont blano), nennen — aber auch Engadi, Engai, d. i. „Gottesberg". Die Massai sind ein Hirtenvolk und treiben weder Ackerbau noch Gewerbe und Handel. Allerdings sind sie gefürchtete Krieger, aber sie ziehen nicht aus, um Sklaven zu erbeuten, sondern Vieh. Zur Würde eines Clan- Häuptlings berechtigt weniger das Erbrecht, als Verstand, Muth, Reichthum und auch medicinische Kenntniß, sowie die Kunst das Wetter zu prophezeien. Dieses Hirteu- *) In: »Lu Xtllvm-dkcharo. ttkrtgns orientals.« Msgr. Le Roy war eine Reihe von Jahren Missionär im apostolischen Vicariat zu Sansibar, und ist nun apostolischer Vicar von Gabun in Westasrika. leben ist nicht, wie Manche glauben, ein Faulenzerleben, da gibt es viele und schwere Arbeiten und harte Tage. Nur die ältern Männer sind weniger geplagt. Sie haben hauptsächlich für das Auffinden neuer Weideplätze zu sorgen. Ihrer Abstammung nach sollen die Massai, wie auch ihre Körpergestalt und ihre Sprache andeuten, verwandt sein mit einigen Völkern am obern Nil, etwa mit den Latika und Bari. Da sie aber seit Jahrhunderten schon ein für sich abgeschlossenes Volksleben geführt, so sind sie zu einem eigenartigen Volke geworden. Ihre Hautfarbe ist schokoladebraun. Obgleich als Kinder „triefäugig und schmutzig," entwickeln sie sich zu einem schönen Menschenschlag, der von dem Neger- typus nichts an sich hat. Msgr. Le Roy schildert sie mit den Warten: „Die jungen Männer von 17 bis 30 Jahren sind das wahre Bild eines wilden Kriegers. Sie haben (messen) meist 6 Fuß — und manche mehr; ihre Glieder sind von einem vorzüglichen Ebenmaß; ihre Muskeln wie von Stahl; ihre Haltung ebenso kühn als edel. Dazu haben sie eine prächtige, fließende Sprache und ein Geberdenspiel, um das sie mancher Redner beneiden könnte. Ihre Haare sind lang und geordnet. Der Kopf ist bei manchen rund, bei manchen oval; die Nase gerade und gut entwickelt (!), die Lippen sind oft schmal; die Züge von jenen der Negerrasse ganz verschieden; die Kinnbacken aber treten vor und die Augen stehen etwas schief, wie bei den Mongolen." — Ihre Kleidung verfertigen sie aus Ochsenhäuten, welche derart gegerbt sind, daß sie so biegsam sind wie grobes Tuch. Sie schmücken sich mit Glasperlen und in überladener Weise mit Draht-, Eisen- und Metallringen. Große Metallringe umgeben wie ein Schilddach den Hals, und die ungeheuer breit durchlöcherten Ohren sind mit erstaunlich schweren Gehängen belastet. Der Metallschmuck eines Massai hat, ohne Gewand und Perlen, ein Gewicht von mindestens 12 Kilogramm; das gilt besonders von den Frauen, die sehr anständig bedeckt sind. Eine Besonderheit der Massai ist auch, daß sie nicht nackren Fußes gehen, wie die Neger, sondern Sandalen tragen. Zur Massai-Toilctte gehört besonders noch rother Ocker, eine weiße Farbe, Butter und Fett. Den Bart lieben die Massai nicht; denn sie rasiren sich, oder rupfen die Haare aus. — Ihr Hausgerüth besteht aus verschiedenen Schüsseln, Schalen und Töpfen. Auch verfertigen sie Säcke, Schläuche, Zeltdecken und hübsche Zaumzeuge. Ihre Nahrung ist sehr kräftig, denn es fehlt ihnen nicht an Milch, Butter und Fleisch. (Von Sitten und Gebräuchen.) Der Massai ist stolz. Kein Mann trägt je Etwas; selbst die Kuhhaut, die er fortzubringen hat, schleift er. Denn das Tragen ist eines Mannes unwürdig; das gehört dem Esel. Darum verachtet er auch die Träger der Karawanen und beehrt sie mit dem Namen Esel. — Die Geburt eines Kindes wird nicht festlich begangen; ein Knabe ist beliebter als ein Mädchen; denn ein Knabe kann einst Kühe rauben; ein Mädchen sie nur melken. Kinderword scheint bei ihnen nicht gebräuchlich, nur bei krüppelhaften Kindern mag er vorkommen. Zarte Pflege wird den Kleinen nicht zugewendet. Der Säugling wird alsbald in einen Sack gesteckt, den diL Mutter aus dem Rücken trägt. Sobald das Kind gehen, oder gar erst kriechen kann, wird es so viel als sich selbst überlassen. Gebadet oder gewaschen wird es nie, nur gut gefüttert. Später 51 macht sich der Knabe Bogen und Pfeil und wird Htrrsn- bube. Nun beginnt zunächst seine kriegerische Selbstbildung, nach den Mustern, die er bei den Erwachsenen gesehen. Hat der Knabe das 15. oder 16. Lebensjahr erreicht, so wird er der Beschneidung unterworfen. Dieser Act soll aber einen religiösen Charakter nicht haben. Dies erscheint uns zweifelhaft, wenn dabei auch keine religiösen Ceremonien vorkommen. Es ist immerhin ein noch abrahamitischer religiöser Ausfluß; vielleicht den heutigen Massai unbekannt (?). Wenn dieser Act keine religiöse Bedeutung hat, so bezeichnet er einen socialen Wendc- punkt im Lebensgang des jungen Massai: wir meinen die Einleitung in's mannhafte Alter der Krieger, das mit dem 17. Lebensjahre beginnt; dabei konnte die Beschneidung doch auch einen religiösen Charakter haben und eine Art Weihe für die neue Lebeusperiode bedeuten. Nach der Beschneidung wird der Jüngling von seinem Vater mit Schild und Lanze ausgerüstet. Die Schilde tragen in rother, schwarzer und weißer Farbe die Abzeichen der Clane; die Lanze, prachtvoll, massiv aus Eisen, blinkt wie Silber. Dazu gehören noch die Kriegs- keule und das lange Kricgsmesser. Nun wird der angehende Krieger Mitglied des Kraal, der eigens für die jungen Mannsleute bestimmt ist, die hier bis zu ihrer Verheirathung gemeinsam leben und einer strengen Ordnung unterworfen sind. Ihre Kost besteht aus Milch, Fleisch und Blut; Pflanzenkost dürfen sie durchaus nicht genießen, auch keine berauschenden Getränke, und dürfen keinen Gebrauch vom Tabak machen. Hier ist die militärische Schule mit ihren technischen und taktischen Lehren, und praktischen Uebungen, wobei die wie fliegenden Eilmärsche, schlauen Scheinangriffe und wilden Erstürmungen eine große Rolle spielen; natürlich fehlen auch die Kricgsgesäuge und KriegStänze nicht. Was das BInitrinkcn anbelangt, so wird das warme Blut unmittelbar aus den Adern eines Ochsen genommen. DaS ist ihr LiebliugStrank (I). Medicinisch interessant dürfte es sein, daß dieser Lebensabschnitt mit einer MilchlH^beginnt; die jungen Leute leben nämlich von nichts, als von Milch, so lange sie es aushalten können. — Die jungen Krieger wühlen sich einen General und einen Redner. Ist ein Beutezug beschlossen, so gehen ihm voraus Tänze, Fest- schmaus und Gebete. Die Krieger sind derart ausgerüstet und fürchterlich hergerichtet, daß oft ein einziger genügt, die feindlichen Neger in die Flucht zu treiben. Es ist nur gut, daß die Massai keine Feuerwaffen besitzen und vor denselben eine höllische Furcht haben. Wenn sie einmal geworfen sind, so ist es ein Spaß, sie laufen zu sehen: Schild, Lanze, Keule, Kopfputz und Mantel (er ist weiß) werfen sie dann von sich und behalten überhaupt nichts mehr an sich, als die Sandalen. Was den Viehraub betrifft, so meinen sie wirklich, sie seien damit im Recht. Sie sagen nämlich: Gott habe ihren Vatern alles Vieh zur Hut übergeben, und da die Heerde endlich zu groß geworden, hätten sie einige Stücke den Nachbarstämmen überlassen; und so seien es nur die Nachkommen dieser geliehenen Kühe, von denen sie, die Massai, wieder an sich zu bringen suchten. Von den „Nachbarstämmen" aber haben sie einen ungeheuern geographischen Begriff. Was den sittlichen Zustand der Massai betrifft, so haben die jungen Männer vor der Heirath — gewöhnlich von 17—30 Jahren inclusive — eine solche sittliche Freiheit, daß man sie geradezu unsittlich nennen kann. Wenn der Krieger sich ausgetobt hat, wird er bedächtig und heirathet. Nach der Anzahl seiner Kühe nimmt er ein, zwei oder drei Weiber. Nun ist ihm erlaubt, auch Pflanzenkost zu genießen und Tabak zu rauchen und zu kauen. Die alten Männer schnupfen und haben ganz sonderbar geformte Dosen, welche sie an einer Halsschnur tragen. Die verheiratheten Männer werden friedfertig, wissen mit Anstand sich zu benehmen, zählen zu den Rathshcrrcn — und lassen das Honigbier sich gut schmecken. Was nun die Religion der Massai betrifft, so glauben sie an einen persönlichen Gott, den sie Ngai heißen; eigentlich Gar, das N ist Präfix und bedeutet „ein" — der (Gott). Sie kennen die Begriffe: gut und bös, glauben an die Hilfe Gottes, an die Kraft des Gebetes und des Opfers, und an das Fortbestehen der Seele nach dem Tode; auch glauben sie an die Nothwendigkeit der Sühne. Wenn Jemand gestorben ist, darf man seinen Namen nicht mehr nennen, damit der Geist nicht zurückkehrt und als Gespenst einhergeht. Ihre Glaubenslehren sind wenig entwickelt. Ihre Gebete und Opfer gelten wohl nur der Bitte, nicht dem Danke, und sind zumeist auf materielle Dinge gerichtet und auf Abwendung von Ungemach und Unglück. Sie haben eine Art Priester, denen sie außerordentliche Kräfte zuschreiben, und die sie sehr hochachten. Begreiflich sind sie, wie dergleichen Völker, auch sehr abergläubisch. So darf z. B. die Kuh nur zur Nachtzeit gemolken und die Milch durchaus nicht gesotten werden. Fetischhütten haben sie nicht, wohl auch keine Götzenbilder, auch keine Amulette, und an einen Teufel scheinen sie auch nicht zu glauben. Ueber ihren moralischen Zustand läßt sich nicht viel sagen. Sie lieben die Kinder und beten besonders um eine zahlreiche Nachkommenschaft. Die Jugend begegnet den Alten mit großer Ehrfurcht (und bet uns Christen?!). Au Streitigkeiten fehlt es begreiflich bei ihnen auch nicht. Wenn aber dabei ein Todesfall eintritt, so wird er als ein Unfall aufgefaßt und hat die That keine Strafe zur Folge; der Meuchelmord dagegen wird sehr streng bestraft. Die verstorbenen Kinder werden im Lager oder im Zelte begraben. Ein altmystischer, wenig bekannter Gebrauch ist es, daß die Massai beim Tode eines Erwachsenen eine Reinigung des Kraals durch das Eingeweide eines zu opfernden Ochsen vornehmen. Die Leiche wird unter einem Baume (ebenfalls mystisch) in sitzender Lage in eine seichte Grube gesenkt und mit Steinen und Kräutern bedeckt. Neben den Todten wird eine Schale Milch gestellt, und dann — „überläßt man alles Uebrige den Hyänen in der folgenden Nacht(!)". Was die Bekehrungsfrage dieses merkwürdigen Völkchens betrifft, so meint Msgr. Le Roy: „Es ist ein wahres Glück, daß dieses wilde Kriegervolk nicht den Islam angenommen hat; denn wenn sich dessen Fanatismus noch in seine Adern ergösse, so würden sie unbändig sein. Und so sei doch die Hoffnung nicht ganz ausgeschlossen, daß sie dereinst die besänftigende Lehre Christi annehmen. ll. 0. -- 52 Allerlei. Zur Hygiene des Cigarrenrauchens. Wie der B. Landesbote erfährt, haben auf Anregung der Fabrikinspektion die badischen Verwaltungsbehörden die Cigarrenfabriken veranlaßt, in die Fabrikordnnng eine Bestimmung aufzunehmen, welche dem Arbeiter das Benutzen des Mundspeichels beim Abschließen der Spitze der Cigarre untersagt. Der größte Theil der Raucher erfährt bei dieser Gelegenheit vermuthlich zum ersten Male, daß es bei der Herstellung des Glimmstengels, den er so behaglich zwischen den Lippen hält, nicht ganz appetitlich zugegangen sein könne. Um der Cigarre die haltbare Form zu geben und insbesondere das Aufblättern des Deckblattes zu verhindern, wird dieses beim Abschluß mit Kleister fixirt. Dabei haben viele Arbeiter die Gewohnheit, mit Speichel nachzuhelfen, auch die überflüssigen Tabaktheilchen abzubeißen und die Spitze des zu bedeckenden „Wickels", welche durch das Trocknen in einer Form hart geworden, zur leichteren Bearbeitung im Munde aufzuweichen. Den größten Nachtheil dieser Arbeitsmethode hat der Arbeiter selbst. Durch das beständige Belecken der Tabakblätter und des Kleisters ist er der Gefahr chronischer Nikotinvergiftung in hohem Grade ausgesetzt; Verdauung?- und Cirkulationsstörungen kommen auch gerade bei Cigarrenarbeitern, bei sonst günstigen hygienischen Verhältnissen der Fabrikräume, sehr häufig vor. Für den Raucher ist die geschilderte Methode, auch abgesehen von der Möglichkeit einer Uebertragnng von Jnfektions- keimen durch die Cigarre, jedenfalls nicht appetitlich, und wenn auch das Köpfchen der Cigarre vor dem Rauchen abgeschnitten wird, so bleibt doch noch Kleister genug übrig, der von der Schnittfläche sich unmittelbar dem Munde mittheilt. Die erwähnte Verordnung der badischen Bezirksämter ist aus diesen Gründen gewiß freudig zu begrüßen; ob sie aber den beabsichtigten Erfolg in größerer Ausdehnung erreichen wird, erscheint sehr zweifelhaft. Die gerügte Methode ist der Bequemlichkeit und dem Bedürfniß nach rascher Arbeit entsprungen; der Lohn des Cigarrenmachers berechnet sich nach der gelieferten Stückzahl, und das Aufgeben der alten Methode würde eine Kürzung seines Lohnes bedeuten. Viel einfacher und sicherer wäre es, wenn man bei Herstellung der Cigarre von der Anwendung eines Klebemittels ganz absehen könnte, wenn die Fabrikation sich entschließen könnte, zu einer andern als der jetzt üblichen Form des Abschlusses überzugehen, welche den Kleister überhaupt überflüssig macht. Ein derartiger Versuch ist von einer Heidelberger Fabrik gemacht worden und hat auch den Beifall des badischen Fabrik- Jnspectors gefunden; in dieser Fabrik wird das überschüssige Deckblatt nicht ganz abgeschnitten, sondern umgelegt und mit einem feinen Gummiring an der Cigarre festgehalten. Dadurch ist dem Arbeiter jeder Anlaß genommen, mit dem Munde zu arbeiten, dagegen ist die Zeitersparniß nicht gering, so daß die Mehrkosten für Verwendung der Gummiringe nahezu vollständig ausgewogen werden. Die Cigarre ist appetitlich, sie bleibt fest und reinlich beim Rauchen, ihr Geschmack wird durch nichts beeinträchtigt. Dem Arbeiter ist nicht nur seine Arbeit erleichtert, er ist auch der Gefahr der Nikotinvergiftung entrückt. * Ein Arbeiter- oder vielmehr Gesellentag besonderer Art wird dieses Jahr in Nantes sich versammeln. ES ist der mittelalterliche Gesellenbund (sowx3All0llll3§s), der den seit 1886 zwischen seinen drei Zweigen geschlossenen Frieden besiegeln und die Erneuerung der alten Einrichtung vervollständigen soll. Die 6owx3.§llonna.§s ist eine Fortsetzung der mittelalterlichen Bruderschaften der Handwerker, besonders der viel reisenden Bauhnndwerker, und hat sich dann auf andere Gewerbe verpflanzt. Es gilt hauptsächlich, dem wandernden Gesellen überall Schutz und Arbeit, ein Heim (die Herberge) zu sichern. Der Gesellenbund hat einen gewissen religiösen Charakter beibehalten, die Mitglieder müssen nach Sainte-Baume (bei Marseille) wallfahrten und dort Stab mrd Bänder weihen lassen. Die Trennung in drei Zweige wurde durch verschiedene Ursachen herbeigeführt, dann aber mit Fabeln umgeben. Die Trennung sollte beim Bau des Tempels Salomonis stattgefunden haben, indem zwei Arbeiter, die Meister Jacques und Soubise, eigene Verbünde stifteten; die Kinder des Meisters Jacques klagten Soubise an, ihren Vater ermordet zu haben. Daher Streit und Kampf jedesmal, wenn Mitglieder der Verbände zusammentrafen. Der Hauptstamm sah Salomon und Hierum als Stifter an. Seit Jahrzehnten haben reichgewordene Compagnons für Aussöhnung und Erneuerung des Bundes gearbeitet und geschrieben. (George Sand erhielt von einem seiner Mitglieder, Agricol Perdiguier, die Aufschlüsse für ihren „OowxaAllon äu tour äs dralles".) Seit 1886 fanden Versammlungen statt und wurden die Kämpfe eingestellt, die Verbände der einzelnen Städte gründeten Anstalten zur fachlichen Ausbildung der Mitglieder u. s. w. Der Gesellenbund zeichnet sich durch festes, unverbrüchliches Zusammenhalten seiner Mitglieder aus, die durchweg zuverlässige Männer und geschickte Arbeiter sind. Ein früherer Kompagnon, der als reicher Brodherr in Orlsans starb, sicherte dem Bund ein Vermächtniß von zwei Millionen. Auch andere Schenkungen fehlen nicht. Es darf hervorgehoben werden, daß die vorschriftsmäßige Reise durch Frankreich (lour äs Kranes) Elsaß, Lothringen und Flandern ausschließt, daß also diese nicht als zu Frankreich gehörig angesehen werden. Dort hav,.^r.Bund nie Herbergen und Verbände gehabt. * Guter Rath. Doctor: „Es ist zum Verrücktwerden, nicht einen Hasen hab' ich bis jetzt umbringen können." — Förster: „Verschreiben Sie den Hasen 'was, Herr Doctor!" -^SSWS-- Räthsel. 1 19 7 17 2 19 16 7 eine freie Reichsstadt des Mittelalters, 19 13 7 1 t6 13 ein Königreich, 7 16 19 5 13 1 19 eine Stadt in Schlesien, 17 5 10 14 13 4 5 11 9 5 19 18 5 13 1 13 18 ein Offizier, 2 16 9 13 4 9 17 9 eine Stadt in Italien, 19 16 19 13 4 5 ein Aktenstück, 16 5 17 9 4 5 13 22 von Regenten bewohnt, 17 14 5 18 22 5 13 4 9 5 13 17 18 ein heidnischer Kultus, 5 17 10 9 12 14 ein Bewohner des Nordens, 16 5 1 11 15 ein Torf am Fuße des St. Gotthard. Die Anfangsbuchstaben von oben nach unten und die Endbuchstaben von unten nach oben gelesen, nennen die älteste katholische Zeitung Deutschlands. Auslösung des Telegramm-Räthsels in Nr. 6: Lass' sie kritteln, lass' sie lachen Schließ' voll Gleichmuts» deine Ohken; Wer es allen recht will machen, Geht zuletzt sich selbst verloren! --AMZS--