« 93 . 1896 . „Augsburgrr Postxeitung". Dinstag, den 10. November Für die Redaction verantwortlich: Dr. Theodor Müller in Augsburg. Druck und Verlag des Literarischen Instituts von Haas lichen Schmerzen ihrer Dienerin wenig achtete, so war ^ deren Antlitz doch so arg entstellt, daß sie unter keiner Bedingung ihren Gästen diesen Anblick zumuthen mochte. Was war da zu thun? Frau von Bornfeld lebte keineswegs in so sehr glänzenden Verhältnissen; außer den beiden Dienerinnen hatte sie nur noch eine alte praktische Köchin, die sich aber durchaus nicht zur Bedienung der Gäste eignete. Dann mußte diese auch nothgedrungen im Hause zurückbleiben, um eilig ein feines Abendessen zu bereiten, falls, wie die glückliche Mutter zuversichtlich erwartete, Herr Wilmer mit ihrer Tochter als Brautpaar heimkehrte. „Emilie ist sehr geschickt und flink, sie wird mit der Bedienung bei Tisch gut allein fertig", schlug Lydia vor, die selbst über ihr geschwollenes Gesicht sehr bekümmert war und sich auf diesen Tag im Walde nicht wenig gefreut hatte. „Das wäre schon gut", seufzte die Wittwe, „aber wer soll jetzt mit Emilie hinausfahren? Es ist die höchste Zeit, daß sie hinfährt, denn sie darf keine Minute verlieren, um zur rechten Zeit fertig zu werden. Aber sie kann ohne Hilfe die vielen Vorbereitungen im Försterhause nicht allein schaffen, und es ist viel zu spät, um an fremde Hilfe zu denken." Plötzlich schien ihr ein glücklicher Gedanke zu kommen, denn die Falten ihrer Stirn verzogen sich, und ein Lächeln umspielte die scharfgeschnittenen Mundwinkel. 714 Mit fliegender Hast eilte sie die Treppen hinan, erst im obersten Stockwerk vor einem kleinen Mansardenzimmer Halt machend. Hier war das Arbeitszimmer, in dem sämmtliche Costüme ihrer Töchter nnd ihre eigenen verfertigt wurden. Nicht von bezahlten Händen einer Schneiderin, von den geschickten und fleißigen Fingern einer „armen Verwandten", die Frau von Bornfeld „aus Mitleid" in ihr Haus aufgenommen hatte. War es wirklich nur Mitleid? Rosalie von Bornfeld legte sich diese Frage wohl täglich — so oft sie daran erinnert wurde — vor, aber jedesmal schüttelte sie das müde Haupt — und mit bleichen, eingesunkenen Wangen und thränenfeuchten Augen nahm sie dann ihre Arbeit wieder auf. So lange der Onkel noch lebte, war das Loos der armen kleinen Waise noch erträglich gewesen, denn er schickte das zwölfjährige Mädchen in eine gute Pensionsanstalt, besuchte sie dort von Zeit zu Zeit und gab ihr, wonach sich ihr gutes Herz sehnte, väterliche Liebe. Aber als vor drei Jahren der Onkel plötzlich starb, änderte sich die Sachlage für die arme Waise. Die Wittwe erklärte, den Pensionspreis für Rosalie nicht mehr bezahlen zu können oder zu wollen, sie sei alt genug, um sich selbstständig ihr Brod in der Welt zu verdienen. Aber die Penstonsvorsteherin hatte das Kind lieb gewonnen, sie behielt ihren Zögling unentgeltlich noch ein Jahr, bis das Lehrerinnenexamen gemacht war, und half ihr dann zu einer Stellung als Gouvernante bei einer reichbegüterten Familie. Die arme, junge Erzieherin! Sie war so klein und schwächlich, daß sie mit ihren achtzehn Jahren selbst noch wie ein Kind aussah. Sie war talentvoll und strebsam, leider mangelte ihr aber gänzlich die Aufrechthaltung der Disciplin ihrer zwölfjährigen Schülerin gegenüber, und nach kaum sechs Monaten sah sie sich von ihrer Stellung entlassen. Die Pensionsvorsteherin nahm sie nun selbst in ihr Haus, um die jüngeren Zöglinge zu unterrichten, aber hier ging's nicht besser, Rosalie war selbst noch zu sehr Kind und konnte sich keine Autorität verschaffen, und schon nach wenigen Monaten mußte sie das Anerbieten ihrer Tante annehmen, in deren Hause sie jetzt Aufnahme fand. „Bleibe dort, bis Du ein wenig älter geworden bist", hatte ihre mütterliche Freundin beim Abschied tröstend gesagt, „Du weißt, Rosa, Du siehst noch allzu kindlich aus. Ein Jeder, der Dich nicht kennt, hält Dich kaum für fünfzehn Jahre alt." Das war vor einem Jahre geschehen. Rosalie hatte im Hause ihrer Tante ein Heim gefunden, aber es war für die arme Waise eine harte, traurige Zeit gewesen. Vom frühen Morgen bis zum späten Abend hatte sie einen Tag wie den andern ununterbrochen in der kleinen Mansarde gesessen und die Garderobe ihrer glücklicheren Cousinen gemacbt. Sie hatte rastlos gearbeitet wie eine Magd für tägliches, kärgliches Brod und dabei täglich anhören müssen, daß sie nur „aus Mitleid" im Hause geduldet wurde. Es war kein Pfennig in ihrer Tasche, sie hatte kein freundliches Wort von ihrer Tante noch ihren drei Cousinen gehört. Schnell entschlossen trat jetzt Frau von Bornfeld bei ihrer armen Nichte ein und befahl ihr kurz und bündig, sogleich mit dem Hausmädchen hinauszufahren, um im Forsthause an den Vorbereitungen zu der Festlichkeit zu helfen. „Natürlich hilfst Du nur, ehe die Gäste erscheinen, die Bedienung bei Tisch übernimmt Emilie allein", sagte die Wittwe in ihrer hochmüthigen, herben Weise. „Du hältst Dich dann später in dem Hintergrund und kannst Dich im Walde aufhalten, bis wir Deiner bedürfen." Die arme Rosalie I Diese Demüthigung erschien ihr unerträglich. Sie bat, flehte, von dieser Aufgabe befreit zu werden, ihre Tante war jedoch unerbittlich. „Du solltest dankbar für dieses Vergnügen sein", fuhr die Tante entrüstet fort. „Im Walde ist's um diese Jahreszeit jetzt ganz herrlich, und es wird Dir schon gut dort gefallen. So — nur schnell — Emilie wartet bereits auf Dich, thue nur ganz, wie sie sagt, sie hat die nöthigen Anweisungen." Es blieb kein Ausweg. Mit Thränen in den Augen half sie Emilie, die hurtig und geschmackvoll die große Veranda vor dem Forsthause in einen feenhaften Blumengarten verwandelte und die Tische für die Gäste bereitete. »Ist Frau von Bornfeld schon hier?" Bei dieser unerwarteten Frage sah die arme Rosa erschreckt auf und sah vor sich einen jungen, breitschulterigen Herrn stehen, der gewiß schon lange dem Treiben auf der Veranda zugeschaut hatte und jetzt diese Frage an die fleißigen Mädchen richtete. Es war der reiche Gutsbesitzer Wilmer. Er hatte sein Pferd an einen Baum gebunden und war unbemerkt dem Forsthause zugeschritten. „Meine Tante wird gleich hier sein", versetzte Rosa verlegen, „es ist Alles zum Empfang der Gäste bereit." „Sind Sie eine Verwandte von Frau von Bornfeld?" »Ich heiße auch Bornfeld", stammelte das jnnge Mädchen. „Sie sind gewiß zum Sommerfest gekommen", meinte er lächelnd und wunderte sich im Stillen, daß das junge Mädchen nur ein schlichtes, abgetragenes Wollkleid trug, und daß die Tante ihr zu diesem Tage kein neues Kleid angeschafft habe. „O nein, ich wohne immer bet ihr." „Aber ich sah Sie dort niemals", beharrte er weiter. „Ich bin sehr beschäftigt. O, dort kommen die Wagen schon!" fuhr sie erschreckt fort, als in der Ferne eine Staubwolke sichtbar wurde. „Bitte, Herr Wilmer, bleiben Sie nicht hier, meine Tante möchte eS nicht gerne sehen, wenn Sie bei mir sind." Herr Wilmer war zu sehr Gentleman, um das junge Mädchen in diese Verlegenheit zu bringen, daher wandte er sich um, ihr noch die Worte zurufend: „Wir sehen uns beim Essen wieder." Etwas entfernt von der Veranda stand Emilie, das Hausmädchen. Herr Wilmer kannte sie, und rasch auf sie zutretend, fragte er im Flüstertöne: „Wer ist die junge Dame dort?" „Sie ist die Nichte meiner Herrin, und das Blut kocht in meinen Adern, wenn ich ruhig mit ansehen muß, wie schändlich das arme Ding behandelt wird", gab sie ebenso leise zurück. „Sie wird nur aus Mitleid im Hause gehalten, aber sie arbeitet unverdrossen für das tägliche Brod. Keine Magd würde sich das gefallen lassen, was dem armen Fräulein Rosa aufgebürdet wird! Man hat sie hierher gesandt, um mir zu helfen, obgleich sie viel besser ist. wie alle ihre Cousinen." »Ist Fräulein Georgine nicht freundlich gegen die arme Cousine?" Emilie zuckte verächtlich die Schultern. „Sie behandelt sie wie eine Sklavin", gab sie bitter zurück, „ich 715 wollte lieber die allergeringste Stellung in der Welt einnehmen, als dort im Hause eine arme Verwandte zu sein." Herr Wilmer war nicht gerade verliebt in Georgine von Bornfeld, aber er war hoch in den Zwanzigern und zu dem Entschluß gekommen, möglichst bald zu heirathen. Georgine schien ihm eine praktische Hausfrau; ihr freies, offenes Wesen gefiel ihm, sie war gastfrei und mitleidig gegen Arme, und so glaubte er, mit ihr vereint glücklich durch dieses Erdenleben zu Pilgern. Ja, er war sogar entschlossen, das bindende Wort noch heute bei dieser Festlichkeit von ihren eigenen Lippen zu hören, aber die Worte der Dienerin machten ihn stutzig und gaben ihm zu denken. Nicht, daß er auf ein müßiges Geschwätz der Dienstboten irgend welches Gewicht legte, aber das kummervolle, bleiche Gesichtcken der armen Verwandten, das schlechte, abgetragene Kleid zeugten gegen die Familie von Bornfeld. Er war ein häufiger Gast in dem Hause der Wittwe, hatte aber noch niemals die arme Verwandte gesehen, das war ein neuer Beweis einer ungehörigen Zurücksetzung. Aber Herr Wilmer war ein kluger Weltmann, der seine Gefühle geschickt zu verbergen verstand. Mit ausgesuchter Höflichkeit begrüßte er seine Wirthin, ohne den Eindruck werken zu lassen, den er soeben empfangen hatte. Frau von Bornfeld strahlte vor Freude, als sie ihn sah, besonders als sie das liebliche Eriöthen ihrer Tochter Georgine beobachtete, die ihn geschickt an ih>e Seite zu fesseln verstand. Lachend, scherzend und plaudernd setzte man sich zu Tisch; eine ältere Dame ließ wohlgefällig ihre Blicke üver die reichbesetzte Tafel schweifen, dann erbleichte sie jäh und stieß den heiseren Schreckensruf aus: „Ach, wir sind dreizehn!* Man scherzte belustigt über die Angst und den Aberglauben der alten Dame; ein Jeder wußte von Beispielen zu erzählen, wo diese gefürchtete Zahl Tischgenossen vereint beim fröhlichen Mahle beisammen gewesen, ohne daß ein Unglück eingetreten sei. Herr Wilmer schlug vor, sich getrennt von der Gesellschaft an ein Seitentisckchen allein setzen zu wollen, doch Georgine widersetzte sich diesem Plane ganz energisch, denn ! sie hielt ihn heute für ihr ganz spezielles Eigenthum. ! Daher flüsterte sie ganz leise ihrer Mutter ins Ohr: „Rosalie muß sich mit zu Tische setzen Du siehst, es ist keine andere Hilfe!" Die arme Verwandte weigerte sich, aber ihre Wünsche blieben unberücksichtigt. Am Ende der Tafel wurde ihr der Platz angewiesen, und mit verschleierten Blicken schaute sie auf ihr dunkles Kleid herab, das einen schreienden Kontrast zu den duftigen, reich mit Spitzen garnirten Sommerkleidern der anderen jungen Damen bildete. Eine der reichsten und schönsten Damen des Festes war Comtesse Alice von Rohberg, eine Cousine des Gutsbesitzers Wilmer. Diesem gelang es, der gefeierten Schönheit einige Worte zuzuflüstern, worauf sich dieselbe von ihrem Cavalier am Ende der Tafel an Rosa's Seite führen ließ. Sie nahm sich der armen Waise so freundlich und liebevoll an, scherzte und plauderte mit ihr wie mit einer alten Bekannten, und achtete wenig der zürCardinal Prinz Hohenlohe ch. nenden Blicke, die die Wirthin vom andern Ende der Tafel der kleinen heiteren Gruppe -»schleuderte. Herr Wilmer wich nicht von Georginens Seite, und auch nach beendetem Mahle, als sich die jungen Leute im Walde amüstrten, während die älteren zu einer kurzen Siesta sich ins Forsthaus zurückzogen, wäre er gern in ihrer Nähe geblieben, um jetzt die verhängnißvolle Frage an sie zu richten, wenn die junge Comtesse ihn nicht durch einen bezeichnenden Wink an ihre Seite gebannt hätte. „RosalieI" rief jetzt die Tante in herrischem Ton, „komm' sofort her, ich bedarf Deiner Hilfe." „Bitte, lassen Sie die Kleine bei mir", nahm Comtesse Alice das Wort, „sie hat noch nie hier diesen Wald gesehen, und ich möchte mit ihr jenen Hügel dort besteigen, von dem man durch eine herrliche Aussicht reichlich belohnt wird. Roland", wandte sie sich dann an Herrn Wilmer, „leiste Du in unserer Abwesenheit Frau von Bornfeld Gesellschaft, wir werden uns nicht allzu lange entfernen." Bereitwillig und als liebenswürdige Wirthin verzichtete Frau von Bornfeld auf die Hilfe ihrer Nichte, ganz besonders da Herr Wilmer sich von den Damen trennte und jetzt auf ihren Wunsch Georgine aufsuchte. „Es ist besser so", dachte die Mutter und zog sich dann auch zu einem ruhigen Schlummerstündchen in das Forsthaus zurück. Herr Wilmer durchstreifte eine kurze Zeit allein den Wald, dann sah er die hellen Gewänder der jungen Damen durch das dunkle Waldesgrün schimmern, hörte ihr silberhelles Lachen, die witzigen Scherzworte der sie umgebenden Herren, und als er, selbst unbemerkt, sah, daß Georgine den Mittelpunkt dieser kleinen Gruppe bildete, zog er sich schnell zurück, um von der anderen Seite den Hügel zu besteigen, auf dem er seine Cousine mit der armen Rosalie wußte. Ein ganz unerwarteter Anblick bot sich auf der Spitze des Hügels seinen Blicken dar. In seiner malerischen Tracht stand ein junges Zigeunermädchen den beiden Damen schweigend gegenüber. Jetzt nahm es die Hand der jungen Comtesse und schaute prüfend hinein. „Da komme ich gerade zur rechten Zeit", scherzte Herr Wilmer, „läßt Du Dir die Zukunft vorhersagen, Alice? Ich hätte doch nicht gedacht, daß Du an solchen Unsinn glaubst." Die junge Zigeunerin warf dem Störenfried einen zürnenden Blick zu, doch ließ sie sich in ihren Beobachtungen der Handlinien nicht stören. „Sie haben anstatt Gold und Reichthum Liebe gewählt", sagte sie in ihrer weichen, melodischen Stimme, die nur den südländischen Zigeunern eigen ist, „Sie werden niemals Ihre Wahl bereuen, denn das Herz, dem Sie vertrauen, ist treu wie Gold." (Fortsetzung folgt.) - - Goldkörner. Ehrlich ist ein hohes Wort und bedeutet sehr viel. viel mehr, als die Meisten gewöhnlich dareinlegen. Arndt. -— l' > iüiiiiüiWW !!!!!!!!!!> öHHiÜii'iÜ!,!!! Hm-iiüW M WWW Fahrübuin Lii ÄÜ! iUiKüV M Abwehr eines durch einige Reiter mal Aas bayerische AadfaHrerdetachement. NaO m üb> «ent DMA HAiZMWMWD Zahrübmin Linie. mSWUMm LN ter matn überraschenden Kavallerie-Angriffs. NachpAentaufnahmen von M. Stuffler in München. WWMM ' - r -q « I»! > - 2 US- WM -K^MWHWM iMWWkWWW iiKMÄKM-DMMLA MÄi LÄ ßMW DWH SM MBW DDM UWM WsWW «W WM MjM 718 Erinnerungen an Ungarn. (Schluß.) Als Pußtaerinnerung möchte ich noch etwas aus dem Leben der Dame des Hauses in Kürze anführen. Vor Jahrzehnten waren einzelne Comitate durch Räuberbanden unsicher gemacht, und so mußte sie sich einmal in Abwesenheit ihres Gemahls und in Ermanglung jedes andern männlichen Schutzes dazu bequemen, ein ge Räuber zu bewirthen und sogar noch mit dem Anführer zu tanzen. Hierauf zogen dieselben friedlich von bannen. Ein paar Jahre meines ungarischen Aufenthaltes brachte ich in einer Stadt zu, welche der kleinen ungarischen Tiefebene angehört, und hatte von hier, wie auch später von Pest aus, schöne Landaufenthalte. In den mir bekannten ungarischen Städten, namentlich in Stuhlweißen- burg und Pest, wurde — namentlich in Geschäften — viel deutsch gesprochen. Natürlich würde man sich da und dort ohne die ungarische Sprache schwer zurechtfinden, namentlich in den echten Magyarenstädten, wie z. B. Dcbreczin, Szegedin rc. Bei Gelegenheit eines Landaufenthaltes kam ich auch in die schöne, wcinreiche Gegend von Erlau und konnte einen Theil der herrlichen Karpathen, nämlich das Matra- Gebirge erblicken. Bei sonntäglichen Kirchenbesuchen sah ich dort auch alte Ungarn, welche Mäntel aus Thierfellen trugen; die gefetteten Haare hingen ihnen in langen Strähnen herunter. Die Kleidung der Ungarn im Allgemeinen ist da und dort, in Wort und Bild schon geschildert worden. Man kann sich somit eine Vorstellung machen von der Pracht der Magnaten, deren manch einer bei festlichen Gelegenheiten sogar noch am Sporn einen Diamanten tragen soll, ebenso wie man sich die malerische Tracht des Volkes vergegenwärtigen kann. Die Ungarinnen auf der Pußta trugen beim Kirchengange, selbst um die Weihnachtszeit, kurze, helle Röcke; doch ich erinnere mich, daß es damals auch milde Winter waren. In kleineren ungarischen Städten gibt es sehr viele Zigeuner, so daß ihnen gleich ganze Gassen und Viertel eingeräumt sind. Wenn man ausgeht, sieht man sich oft von einem Schwärm hübscher, aber zerlumpter Kinder umringt, welche betteln. Am besten thut man dann, wenn man den zudringlichen Begleitern Kupfermünzen zuwirft und sich dann während ihrer lustigen Balgerei rasch aus dem Staube macht. Die Zigeunermusik hat ihren besonderen Reiz; ich hörte sie immer mit Vergnügen. Nicht selten werden die Zigeuner beauftragt, da und dort ein Ständchen zu bringen; sie lassen sich auch nicht leicht eine Gelegenheit entgehen, Geld zu verdienen; am 1. Mai z. B. erscheinen sie schon am frühesten Morgen und ziehen von Haus zu Haus. Eine schöne Sitte ist es, daß sie am hl. Weihnachtsabende vor allen christlichen Häusern ein einfaches, aber sinniges Weihnachtslied vortragen. Aber nicht nur beim Volke spielt die Zigeunermusik eine Rolle, auch in. den höchsten Kreisen wird sie beigezogen, wenn es sich um festliche Gelegenheiten, Hausbällc und dergleichen handelt. In manchen ungarischen Städten spielen die Zigeuner täglich auf dem Bahnhöfe, während die Passagiere zu Mittag speisen; einzelne berühmte imuckav haben auch schon größere Reisen untcrnommem und sich vor den höchsten Herrschaften hören lassen. Die meisten Zigeuner, welche ich sah, waren arm und zerlumpt, doch kamen aus ihren Wanderungen auch solche, welche reichlich mit silbernen Münzen geschmückt waren. Aber auch mit diesen läßt man sich nicht gerne ein, da sie sich als zudringliche Wahrsager erweisen und immer gut bezahlt sein wollen. Da das Leben in kleineren Städten nicht viel Bemerkenswerthes bietet, mögen der Hauptstadt Ungarns noch einige Erinnerungszeilen geweiht sein. Imposant ist hier der Anblick der Donau, welche majestätisch zwischen den vereinigten Städten Pest nnd Ofen dahinfließt. Die Verbindung ist durch hübsche Brücken hergestellt, worunter mir besonders die Kettenbrücke in Erinnerung geblieben ist. An den Quais herrscht reges Leben, namentlich gegen Abend, wenn der von W'en kommende Dampfer erwartet wird und die Ofener Berge in schöner Beleuchtung den landschaftlichen Reiz erhöhen. Die hochgelegene Burg ist die Residenz des Königs, welcher alljährlich dort Aufenthalt nimmt. Die jetzige Krönungsstadt ist Ofen; der Hügel, auf welchem der König bei Gelegenheit der Krön- ungsfeierlichkeitcn steht, um seinen Schwur zu leisten, wird aus der Erde von sämmtlichen ungarischen Comitaten aufgeworfen. Ofen liegt sehr malerisch und ist nach dieser Richtung hin dem flach gelegenen Pest vorzuziehen, auch hat diese altehrwürdige Stadt, welche schon als römische Colonie stark befestigt war, heiße Quellen. Während das rebcn- bedeckte Hügelgebiet der Umgebung von Ofen mit Dörfern dicht besäet ist, reicht die Pußta bis in die unmittelbare Nähe von Pest. Der Blocksberg gehört zu den nächsten und beliebtesten Ausflügen im Ofener Gebiete; an den Osterfeiertagen ist dort immer für Volksbelustigungen gesorgt. Doch hat auch des Pester Stadtwäldchen seine Reize und wird von Jung und Alt gerne besucht. Es ist dort allem Möglichen Rechnung getragen, was die Schaulust anregt und die Behaglichkeit fördert; zur Winterszeit ist da auch für den Eislauf-Sport gesorgt. Ein weiterer beliebter Ausflug ist die nahe gelegene, reizende Margarethen-Jnsel, welche unter anderen Annehmlichkeiten auch Badegelegenheit bietet. Sowohl Pest als Ofen haben herrliche Kirchen und großartige öffentliche Gebäude. In Ofen wohnte ich einmal dem sonntäglichen Gottesdienste in der schönen Rauchfangkehrer-Kirche an. Dieselbe hat ihren Namen daher, weil die Kosten zu ihrem Bau größtentheils von der Zunft der Kaminkehrer aufgebracht wurden. An der Ausschmückung der Sophien-Kirche in Pest wurde zur Zeit meines dortigen Aufenthaltes noch gearbeitet. Mit Vorliebe besuchte ich die Scrvitenkirche, da dort auch in deutscher Sprache gepredigt wurde. Hier machte ich auch eine erhebende Aufcrstehungsfeier mit. Während bei uns die feierliche Procession in der Kirche stattfindet, bewegte sie sich in Pest von einem Gottcshause zum andern mit militärischer Begleitung. Da bei der Rückkehr Dunkelheit eingebrochen war, machten die vielen, im Lichterglanz erstrahlenden Fenster einen weihevollen Eindruck. An kleineren Orten läßt bei dieser kirchlichen Feierlichkeit die Zigeunermusik ihren ganzen Osterjubel ausklingen. — Cäcilien-Musik ist's freilich nicht, aber jedenfalls auch gut gemeint. Nach jahrelangem Aufenthalte in Ungarn kehrte ich nach Deutschland zurück, und freue mich heute noch der Eindrücke, die ich im Lande der Magyaren gewonnen habe. 719 Das Fahrrad in der bayerischen Armee. (Mit Illustrationen.) Die Frage, ob Radfahrerabtheilungen im Kriege mit Vortheil Verwendung finden können, wird in den Armeen heute heftiger umstritten wie je. Die einen wollen ganze Corps bis zu 10000 Mann und darüber auf Fahrrädern fortbewegen und sehen hierin das Problem berittener Infanterie gelöst, die andern, allen militärischen Neuerungen, wie der Verwendung des Luftballons, der Brieftauben, der Kriegshunde und so weiter, feindlich gegenüberstehend, bewahren ihre schroff ablehnende Haltung auch jener Frage gegenüber und erklären alle derartigen Versuche für ebenso kostspielig und aussichtslos, wie etwa die der Franzosen mit ihren berüchtigten Mitrailleusen vor dem großen Kriege. Es ist anzunehmen, daß die Wahrheit in der Mitte liegt, und es bleibt daher das Verdienst vorausblickender höherer Truppenführer, daß der Entscheidung der Frage nach der Möglichkeit und den Grenzen der Verwendbarkeit radfahrender Infanterie-Abtheilungen durch praktische, dem Ernstfälle angepaßte Versuche näher getreten wurde. In der französischen wie in der österreichischen Armee wurden in den letzten Jahren derartige Versuche angestellt. In der deutschen Armee war es zuerst Graf Waldersee, der kommandirende General des IX. preußischen Armeecorps, welcher während der Manöver des vergangenen Jahres eine Radfahrer-Truppe, mit Gewehren ausgerüstet, bildete und ihr eine bestimmte Aufgabe zuwies. Alle diese Versuche krankten jedoch an dem einen Umstände, daß die Abtheilungen für den bestimmten Zweck jeweils erst kurz vorher aus Einzelfahrern gebildet und hierbei die Qualität und Art der Räder, sowie die Fahrfertigkeit und Ausdauer der Fahrer und deren Kenntniß in der Behandlung der Maschinen fast gänzlich außer Acht gelassen wurde. Die Uebungen des im verflossenen Sommer durch den kommandirenden General des königlich bayerischen I. Armeecorps, Prinzen Arnulf von Bayern, versuchsweise gebildeten Radfahrerdetachements, von welchen eines unserer Bilder eine Fahrübung, das andere die Abwehr eines durch einige Reiter marktrten überraschenden Kavallerie- Angriffs veranschaulicht, waren auf eine sicherere Basts gestellt. Zur Entscheidung der Frage nach der Beschaffenheit eines kriegsbrauchbaren Militärrades, und ob Pneumatikoder Polsterreifen, fand im Mai vergangenen Jahres bei München eine Tag und Nacht fortgesetzte Probefahrt mit Rädern verschiedener Systeme statt, bei welcher eine Strecke von — hin und zurück — 20 Kilometern fünfzigmal hintereinander gefahren wurde, so daß di: Räder im ganzen 1000 Kilometer liefen — eine Entfernung, welche der Stromlänge des Rheines vom Bodensee bis zur Nordsee gleichkommt. Als Fahrer standen 36 ausgesuchte Mtlitär- Erzdischof vr. Johannes Christian Uoos j-. radfahrer zur Verfügung, welche mit Ablösung fuhren; die Fahrtcontrolle geschah durch 9 Offiziere. Die Fahrt selbst dauerte — nur durch den Wechsel der Fahrer und das Nachsehen der Maschinen unterbrochen — 81 Stunden, das ist 3 Tage und 9 Stunden, und geschah auf ausgesucht schlechtem Wege und von Anfang bis Ende bei strömendem Regen. Der Ausbildung in der Kenntniß der Maschinen und der Behandlung derselben vor, während und nach der Fahrt diente im November vorigen Jahres ein Cur- sus, zu dem 12 Offiziere und 24 Unteroffiziere — alle des Radfahrens vollkommen kundig — kommandirt waren. Diese, für die Folge als Lehrer bestimmt, sollten die im Cursus erworbenen Kenntnisse in die Armee hinaustragen. Die Uebungen bestanden im Unterrichten im Saale und in bei Tag und Nacht unternommenen Ausfahrten, bei denen die zu Hause erlernte Zerlegung und Wiederinstandsetzung der Maschine im Gelände praktisch angewendet wurde. Erst nach diesen Vorbereitungen wurde im Sommer dieses Jahres versuchsweise ein Radfahrerdetachement zurVer- wendung in taktischer Beziehung gebildet. Das Detache- ment bestand aus 4 Offizieren, 54 aus dem ganzen I. bayer. Armeecorps besonders ausgewählten Unteroffizieren und Mannschaften, 1 Militärarzt und 1 Lazarethgehilfen — sämmtlich des Radfahrens vollkommen kundig. Die Führung war dem Hauptmann und Batteriechef Burckart des bahr. 3. Feld-Artillerie-Regiments übertragen, welcher auch die vorerwähnte Probefahrt und den Lehrcursus zu leiten hatte. Bekleidung, Ausrüstung und Bewaffnung der Mannschaften bestanden in Schirmmütze, Litewka, Tuchhose mit Gamaschen, Schnürschuhen, Mantel, Feldflasche, Brodbeutel, Tornisterbeutel, Leibriemen mit Seitengewehr und Meldetasche, Karabiner und 40 Platzpatronen. Die ersten Uebungen des Detachements bestanden in Fahrten auf Straßen und Wegen in Colonnen zu zweien und einem, ferner in Fahrten auf Wiesen- und Haide- boden in Linie (Abbildung 1). Die fernern Uebungen bezweckten, die Fahrer gewandt zu machen in der Fortbewegung abseits der Straßen, also auf Fußwegen, Feldrainen, Waldpfaden, Eisenbahndämmen und dergleichen. Ein Gegenstand besonderer Ausbildung war die Abwehr von Kavalleriepatrouillcn durch einzelne Radfahrer, die Abwehr größerer Kavallerieangriffe durch das ganze De- tachement (Abbildung 2). Nach diesen Vorübungen wurden taktische Aufgaben gelöst, bei denen meist die gegnerischen Truppen und Stellungen markirt waren. Solche Aufgaben waren Erkundung eines Gelände-Abschnittes, einer feindlichen Stellung, eines feindlichen Anmarsches, Besetzung eines weit vorwärts gelegenen DefileeS, Deckung eines wichtigen Bahnhofs oder Etsenbahnknotens gegen feindliche Kavallerie- 720 Unternehmungen, Zerstörung von Eisenbahnlinien und Telegraphen, Sprengung von Brücken, Wegnahme feindlicher Bagagen und Trains, Alarwirung eigener weit auseinander nächtigender Truppen, Wegnahme eines feindlichen Postens, Belästigung feindlicher Vorposten und Bivouacs und dergleichen mehr. Während die Durchführung derartiger Aufgaben durch Kavallerie die doppelte bis dreifache Anzahl von Reitern erheischt, außerdem in Folge der großen Entfernungen und des verrätherischen Geräusches der Pferdefortbewegung in den meisten Fällen von zweifelhaftem Erfolg sein dürfte, haben die angestellten Versuche mit aller Bestimmtheit erwiesen, daß Radfahrerdetachements — etwa in der Stärke von 80 bis 100 Mann — solche Aufgaben jederzeit und selbst bei den ungünstigsten Witterungs- und Wegverhältnissen zu lösen im Stande sein werden, jedoch nur dann, wenn sie als besondere Abtheilungen organistrt, ausgebildet und mit dem denkbar besten Pneumatikrade und dem Karabiner ausgerüstet sind. -- Zu unseren Bildern. Cardinal Gustav Adolph Hohenlohe, ^ der am 29. Oktober l. Jrs. plötzlich gestorben ist, war geboren zu Rotenburg in Mittelfranken am 26. Februar 1823. Als Jüngling kam er nach Rom, um sich in der Akademie für die Geistlichen von adeligem Stande für die Prälatcn-Laufbahn heranzubilden. Ptus IX. gewann ihn besonders lieb und zog Hn als wirklichen gebeimen Kämmerer an seinen Hof. Als dieser Papst am 16. Nov. 1848 aus Rom fliehen mutzte, folgte ihm Msgr. Hohenlohe nach Gaeta, wo er im Jahre 1849 in der Domkirche die Priesterweihe empfing. Gegen Ende 1857 wurde er zum geheimen Almosenier Sr. Heiligkeit und Titular- Erzbischof von Edeffa ernannt und Pins IX. selbst ertheilte ihm die bischöfliche Weibe. Am 22. Juni 1866 zum Cardinalpriester vom Titel 8ta Llaria in Iraspontina ernannt, wurde er im Frühjahre 1878 Erzpriestcr der Liberianischen Basilika (8ta. Llaria Naxiors) und am 12. Mai 1879 durch Option Suburbicarbischof von Albano. Jedoch verzichtete er im Konsistorium vom 10. Nov. 1884 auf dieses Bisthum, um in die Classe der Cardinalpriester zurückzutreten, wobei er den Titel von St. Callixtus erhielt, welchen er am 2. Dezember 1895 gegen denjenigen von St. Laurentius in Lucina vertauschte. Aus dem Leben des Kardinals verdient noch besonders hervorgehoben zu werden, daß Bismark im Jahre 1872, als eben die Kulturkampsgesetze in Vorbereitung waren, dessen Person und Würde in eigenthümlicher Weise zu mißbrauchen suchte. Während Cardinal Hohenlohe in Berlin weilte, erledigte sich der Posten eines preußischen Gesandten beim Vatikan. Ohne erst die übliche Anfrage an die Kurie zu richten, ob die gewünschte Person genehm sei, und ohne sich zu vergewissern, ob die Kurie einem Cardinal überhaupt gestatte, einen fremden Souverän bei ihr zu vertreten, wurde Cardinal Hohenlohe zum preußischen Gesandten beim Vatikan ernannt. Der Papst verweigerte selbstverständlich seine Einwilligung dazu, daß ein Cardinal die Vertretung einer fremden Macht beim Vatikan übernehme, und damit war die Bismark'sche Intrigue zu dessen großem Aerger gescheitert. Cardinal Hohenlohe ist seitdem wenig in die Ocffent- lichkeit getreten. _ Trrbilchof Johannes Christian Moos. -j- Am 22. Oktober starb zu Freiburg i. Br. nach längerer Krankheit Erzbischof Dr. Johannes Christian Roos. Derselbe war am 28. April 1828 zu Camp am Rhein geboren, studirte in München und Bonn und wurde am 22. August 1853 von Bischof Peter Joseph Blum von Limburg zum Priester geweiht. Im Jahre 1856 wurde er Pfarrverwalter in Hochheim. Vier Jahre darauf ernannte ihn der Bischof von Limburg zu seinem Sekretär. 1864 erhielt er die Professur der Moral und Pastoraltheologie am dortigen Priesterseminar. Nachdem er 1869 zum Domherrn und Stadtpfarrcr von Limburg berufen war, gelangte er im Februar 1885 auf den erledigten Limburger Bischofsstuhl. Bald nachher, am 2. Juni 1886, wurde er zum Erzbischof von Freiburg erwählt. Von den ersten Tagen seines erneuten Wirkens an war Erzbischof Roos bemüht, mit Ruhe und Festigkeit die Rechte und Freiheiten der Kirche in Baden zu reclamiren und seine diesbezügliche Thätigkeit war auch mit Erfolg gekrönt. Außerdem erwarb er sich große Verdienste um die Hebung des katholischen Lebens durch Förderung und Unterstützung des katholischen Vereinswesens, um die Vermehrung der Würde und Erhahenheit des Gottesdienstes, um die zahlreichen kirchlichen Neubauten und um die christliche Kunst. Ueber den Fortschritt der katholischen Bewegung und besonders über die Erfolge des badischen Centrums war er hocherfreut. Seinen Lieblingswunsch, die religiösen Orden in seine Erzdiöcese zurückkehren zu sehen, sah er nicht in Erfüllung gehen. Er wurde abberufen, nachdem er 10 Jahre lang das Haupt und die Zierde der Freiburger Kirche gewesen war. Möge ihm für seine Mühen und Sorgen, für seine Treue und seine Tugenden die Krone des ewigen Lebens zu Theil werden! * -- Aus der „Nachfolge ßhristi"?) Menschen wünschen und begehren Sonder Ordnung im Gelüsten: Wenn sie damit nur die Ruhe Nicht zugleich begraben müßten! Denn der Stolz hat keine Ruhe, Und der Geiz hat keinen Frieden; Doch der Armuth und der Demuth Ist ihr vollstes Maß beschicken. Thöricht ist, wer Hoffen, Lieben Will durch Kreaturen stillen, Weise, wer als arm will gelten, Andern dient um Christi willen. Auf dir selbst darfst du nicht stehen, Hoffnung nur auf Gott ist nütze, Thu' das Deinige: der Himmel Reicht zum Stab dir seine Stützei Baue nicht auf deine Klugheit, Noch auf and'rer Geistesstärke: Nur auf Gnade, die der Demuth Hilft, doch stürzt der Stolzen Werkei *) Siehe „Des gottseligen Thomas von Kempen Nachfolge Christi in deutschen Reimen" von Hermann Jseke. Verlag von F. W. Cordier, Heiligenstadt (Eichsfeld). Preis brosch. M. 3.—, Salonband M. 4.50. — -««WS- Zahlenräthsel. 123456789 Macht dir die Stimmung voll Sonnenschein, Scheucht dir hinweg der Grillen Heer, Doch allzuviel macht's den Kopf dir schwer. 2 3 4 4 8 9 als Dichter bekannt, Einst eine Waffe in eines Gottes Hand. 3 2 7 8 7 hat Jedermann, Stolz ist, wer viele nennen kann. 4 3 5 5 8 trägt der Schulbub meist, 5 3 6 8 manche Romanze preist. 3 9 4 8 8 des Landes Wehr, 6 9 3 7 ist gar nicht schwer. 7 3 1 2 8 7 trägt dich über'n Fluß, 8 6 6 8 der Bauer haben muß. 9 3 1 2 8 nimmt das Weltkind gern, Der Christ überläßt sie Gott dem Herrn. Auflösung der Schachaufgabe in Nr. 91: Weiß. Schwarz. 1. L. V3—87 beliebig. 2. D. ^.6—86 beliebig. 3. D. 66-83 (84) Matt. Zieht Schwarz 1. L. 85—86 folgt von Weiß: 2. D. L6—86:f rc. --EZH--