Nro. 196. Freytag, den 16 Aug. Anno 1811. Augsburgiſche Ordinar Poſtzritung, Von Staats, gelehrten, hiſtoriſch. u oͤbonomiſchen Neuigkeiten. Mit abllerhschſten revR“ſt,ien Gedruckt und verlegt von JZoſeph Anton Moh, wohnhaft auf dem obern Graben is den ſogenannten Schneidhaus. Wien, den o. Aug. Die zur Veraͤußerung der Staatsgoͤter aufgeſtellte Kommiſſton hat neuerdings mehrere ſolcher Gter zum Berkauf ausgeboten. Dieſe liegen in Oeſterreich, in Galliz en und in andern Provinzen der Monarchie. Die Bezaͤh ung dafür geſchieht in Einloͤſungsſcheinen, die ſofort auf der Stelle vernichtet werden.— Ihre.k. Ma⸗ jeſtaͤten befinden ſich jetzt zu Laxemburg, nachdem Sie erſt durch einen Theil von Oberſtehermark eine Reiſe gemacht hatten. Ihre kaiſerl. Hoheiten, der Großher—⸗ zog von Wuͤrzburg, und der Erzherzog Palatinus ſind gleichfalls zu Laxemburg ange⸗ kom nen.— Her erſcheint eine militäriſche Zeitſchrift, von der bereits 6 Hefte ge— druckt ind. Eine Geſellſchaft von k. k. Offtziers beſorgt die Redaktion derſelben. Ihr Zweck iſt, den jungen Militaͤrs eine belehrende, und folglich auch nuͤtzliche Lektuͤre in die Haͤnde zu liefern.— Heutiger Curs auf Augsburg 270 kurze Sicht.(W..) Hermannſtadt, den 30. Jul. Der ruſſiſche Generaliſſimus, Graf Kutuſow, der bekanntlich nach der Schlacht bey Ruſchtſchuck ſein Hauptquartier nach der Feſtung Giurgeop auf dem linken Do⸗ nauufer verlegt hat, laͤßt die Vorſtaͤdte um dieſen Platz herummiederbrennen, und Giur⸗ gewo ſelbſt auf mehrere Monate mit Lebensmitteln verſehen. GeneralLanugeron kom⸗ mandirt die Korps, welche die Wallachey gegen die Streifereyen der Tuͤrken ſchuͤ⸗ tzea ollen.— Die Tuͤrken fangen an die von den Ruſſen in der Elle geſprengten Feſtungswerke von Ruſchtſchuck wieder herzufellen, und die muhamedaniſchen Eid⸗ wohner daſelbſt treffen Anſtalten, ihre niedergebrannten Saͤuſer wieder aufzubauen. Die griechiſchen Enwehner von Ruſchtſchuck aber wurden durch die Ruſſen meiſt auf das linke Donauufer abgefüͤhrt.— Aller Wahrſcheinlichkeit nach duͤrfte der dießſaͤh⸗ rige Feldzug zwiſchen den Ruſſen und Tuͤrken noch ſehr intereſſonte Auftritte lefern. Denn der Großvezier iſt ein ſehr thaͤtiger, feuriger Mann, in ſeinen deſten Jahren, und nicht ein abgelebter Greis, wie ſein Vorgaͤnger Juſſuff Paſcha, der jetzt auf der Inſel Secio im Arch pelagus lebt, wohin er verwieſen worden. Von dem Berhaben des Kaiſers Mahmud, ſelbſt ins Feld zu ziehen, iſt es Itzt wieder ganz ſtille.(W..) Preßburg, den 6. Aug. Die Vorkehrungen zu dem bevorſtehenden Reichstage ſind nunmehr meiſt vollen⸗ det. Außer den Reichsſtaͤnden duͤrften auch mehrere vornehme Fremde ankommen. Die Herren Phyſiker Dr. Kraskowitz und Maͤmner, die am 3. Jun Peſt eine Lu tfahrt hielten, werden dieſes Schauſpiel waͤhrend des Reichstages auch zu Preß⸗ burg geben. Was man vorlaͤufig uͤber die Reſultate des ungariſchen Landtages wiſſen will, gehoͤrt Alles unter die zu voreiligen Angaden— Die in Ungarn, Sie⸗ benbuͤrgen ꝛtc. beſindliche kak. Regimenter liegen ruhig in ihren Standtquaärtieren; auch der laͤngs der tuͤrkiſchen Graͤnze gezogene Truppenkordon iſt gat nicht zahl⸗ reich.(.B Paris, den 9 Aug. Am 5. dieß haben Ihre Majeſtaͤten der Katſer und die Kaiſerin die Inſtitute zu Ecoduen und St Denis beſucht, die der Monarch ur Erziehung ſoſcher Toͤchter, deren Vaͤter Mitglieder der Ehrenleglon ſind exrichtet hat. Der Großkanler der Ehrenlegion hatte die Ehre Ihre Majeſtaͤten daſelbſt zu empfaung n, und Aller⸗ ⸗ hoͤchſtdie ſelben aͤußerten den Vorſteherinnen beyder Inſtitut⸗ Ihre Zu friedenheit ber den guten Unterricht, welchen die zahlreichen Zoͤglinge genießen.— Ueber die Ver— handlungen des Nationalkonziliums iſt bisher nichts zur Keuntniß des Publikums gekommen.— Zu Cherburg gehen dieſen Sommer die Arbeiten mit den groͤßten Thaͤ⸗ tigkeit fort. Der große Damm, welcher den Haven deckt, iſt ſchon ſo weit vorge⸗ ruͤckt, daß auf demſelben z ſtarke Forts zu ſeinem Schutz erbaut werden koͤnnen. Der neue Haven, welcher durch Menſchenhände gegraben wird, iſt zu neun Zehentheilen beendigt. In dem Baſſin und in dem Vorhaben werden 30 Linienſcheffe Platz ha⸗ ben. Zu Ende des naͤchſten Jahres duͤrfte Cherburg mit den gewaltigen Feſtungs— werken, die es auch von der Landſeite erhaͤlt, volleadet ſeyn. Die Englaͤnder ken⸗ neu alle Nachtheile, die ihnen durch den Haben von Cherburg erwachſen, genau; ader ſie ſind nicht im Stande, die ſelben zu verhindern. Vom 10. Aug. Ihre kaiſerl. Majeſtaͤten haben ſich nach Rambouillet begeben, um daſelbſt einige Tage zu verbleiben.— Das Befinden des Koͤnigs von Rom koͤnn— te nicht erwuͤnſchter ſeyn.— Die große Tuchmanufaktur zu Audrimont bey Verviers iſt adgebrannt. Der Schade wird auf 200,000 Franken geſchaͤtzt.(.d..) London, den 34. Jul. Unſere oſtindiſche Kompagnie befindet ſich in einer eben ſo großen Verlegenheit als der ganze Handelsſtand. Vormals ſchrieb ſie alle Jahre vier, auch mehr oͤffentliche Berkrufungen 53, wobey aus Holland, Frankreich, Deutſchland, und aus audern Laͤndern ſehr ſtarke Kommiſſtonen einliefen. Jetzt koͤnnnen dieſe Verkaufungen we— gen der Sperre des Kontinents nicht mehr Statt haben, und wenn ſie auch ausge⸗ ſchreben werden, ſo finden ſich keine Liebhaber ein. Die Magazine der Kompagnie ſind deßwegen mit ungeheuren Vorraͤthen von Waaren aller Art, als Thee, Indi— go⸗ daum wollenen Zeugen) ꝛc. angefuͤllt. Die Schulden der Kompagnie belau⸗ fen ſich auf z0 Millionen Pfund Sterling, und wenn die Stockung im Abſatz fort⸗ dauert, ſo wird ſie bald nicht mehr im Stande ſeyn, die Zinſen derſelben zu dezah⸗ len; auch die halbjaͤhrige Dibidenden werden ſehr ſchlecht ausfallen. Bisher erhielt die engliſch⸗ oſtindiſche Kompagnie ans ihren Beſtzungen in Oſtin⸗ * ndien jaͤhrlich mehrere hundert tauſend Stuͤck feine Baumwollent den Namen Maſulipatnam, Guine's ꝛc. bekannt ſind. Sie kommen von der Kuͤ— ſte Koromandel, welche gropßen Theils von Spinnern und Webern bewohnt iſt. In Deutſchland/ in der Schweiz, Franreich ꝛc. wurden dargus die ſchoͤnſten Zitze berferrigt. Dieſer Verkehr hat nun bey der Sperre des Koutinents gaͤnz⸗ uͤch aufgehoͤrt. Es gab deutſche Fabrikanten, die vormals bey den Verkaufun⸗ zgen, welche die oſtindiſche Kompegnie zu London ausſchrieb, auf einmal 50,000 Ind mehr Stoͤcke ſolcher Baumwollentuͤcher erſtanden. Vom 2. Aug. Das Befinden des Koͤnigs zu Windſor iſt leider noch immer das Naͤmliche. In der Nacht auf den 1. dieß haben Se. Majeſtät keinen Augenblick ge⸗ ſlafin. Lauge kann dieſer betruͤbte Zuſtand nicht mehr andauren.— Am 3. Jul. iſt Abmiral Keats auf dem Krlegsſchiff Wilford zu Gibraltar angekommen. Von da deglebt er ſich nach dem mittell aͤndiſchen Meer, um den Admiral Cotton imKommando Iber unſere dortige Flotte abzuloͤſen.— Die Infurrektlon gegen das Mutterlande pa⸗ mnen geht zuCarraccas und in andern Probinzen vonSuoͤda eltka unaufhaltſam fort. Gaeral Stewart it mit bielen andern verwundeten engliſchen Offiziers nach einer Fahrt von 13 Tagen von Liſſabon zu Portsmouth angekommen. Dieſe brachten Adlis Neues von Erheblichkeit ait. Lord Welliagton hatte ſein Hauptquartier noch u Pertalegte, und weder von der einen, noch von der andern Seite war etwas un⸗ ommen worden. Die große Hitze macht alle Kregsoperationen unmoͤglich.— Deſer Taen entſtand in einem hieſtgen Theater ein gewaltiger Laͤrm. Dee Anwe— ſenden berianaten gleich nach dem erſten Aktt, daß das beliebte Volkskied: Godsave e Kug, Gott erhalte den Koͤnig) ſollte abgeſung n werden. Ein Geutlemen wei⸗ ſcher, die unter * * gerte ſich, den Hut abzunehmen. Daruͤber kam es zu einem Streit, der beynahe ei— ne Stunde anhielt. Es ſehlte auch nicht an toͤchtigen Stoͤßen. Ged..) Koppenhagen, den 3. Aug. Wir ſind bieher von den engliſchen Kriegsſchiffen wenig beunruhigt worden. Taͤglich kommen hier viele Schiffe an. Seit 4 Tagen liefen deren 79 ein, und 07 ſegelten ab⸗ ohne vom Feind inkommodirt zu werden. Auch der große Belt iß in dieſem Augenblick von feindlichen Kriegsfahrzeugen frey. Wir wiſſen nicht, wo Admiral Saumarez gegenwaͤrtig ſeine Station aufgeſchlagen habe.(K..) Riga, den 28. Jul. In den ruſſiſchen Haͤven en der Oftſee ko nimen jetzt Schiffe verſchisdener Natio⸗ nen an. Dieſe neh nen kadangen bon Setreide, Hanf-SFlachs und von andern ruſſt⸗ ſchen Artikeln ein, und ſo geht der Handel jetzt ziecalich lebhaft. Da aber aus dem Innern von Rußland eine Menge Landesprodukte zugefuͤhrt werden, ſo ſteigen die Pretſe derſelben nicht. In Getreide geſchehen ſtarke Einkaͤufe, weil von der dießgaͤh⸗ rigen Aernte aus mehrern Gegenden ſchlimme Berichte eingehen.(H..) Berlin, den 6 Aug. Am 4. dieß, als am Geburtstag unſers Koͤnigs, hielt der Feldmarſchall Graf von Kalkreuth, als Gouverueur von Berin- üͤber die ſaͤ umtliche hieſige Buͤrgermi⸗— liz Muſterung. Dieſe iſt geſchmackvoll unifornirt, und zahreich.— Die freygege⸗ bene Ausſuhr des Getreides, des Bauholzes, und anderer Artikel aus den königl preußiſchen Staaten bringt wieder einiges Lebenz in den Handel.— Die vor einiger Zeit entſtandenen Geruͤchte von einem neuen Kriege im Rorden,- haben ich, wie es zu erwarten war, nunmehr gaͤnzlich verloren. Auch unter den preußſchen Regimen tern herrſcht, ſeitdem die Kuͤſten laͤngs der Oſtee bon Stettin bis Memel gegen die Englaͤnder gehoͤrig beſetzt ſind, gar keine weitere Bewezung. Leipzig, den 9 Aug. Daer Feſtungsbau von Torgau geht raſch voon Statten, weil bey demſelben mehrere tauſend Arbeiter angeſtellt ſind. Natur und Kunſt vereinigen ſich, dieſen Patz zu einer Feſtung vom erſten Rang zu machen. Demenigen Einwohnern, de⸗ ren Haͤuſer, Gaͤrten, oder Felder den aufzuf hrenden Werkern Platz machen mußten, iſt vor der Hand eine Entſchaͤdigung von 27 500 Thalern angewiefen worden...) Aachen, den. Aug. Die von hier nach Paris abgegangene Deputation iſt nun wieder zurück gekom— men. Sie hat der feyerlſchen Taufe des Konigs von Rom und der Eroͤffnang des geſetzgebenden Korps beyzewohnt. Als ſie ſich von dem Kaiſer beurtaubte, ſchenk ten Se. Majeſtaͤt Ihrer guten Stadt Aachen eine große goldene Medaille, die quch von unſern Nachkommen als ein Schatz verehrt werden wird. GA. J. Aus der Schweiz, den re. Mug. Die abwechſelnde Witterung, wo auf eine außerordentliche Hitze eine empfind liche Kaͤlte folgte, und andere Urſachen haben auch in unſern Kautons die rothe Ruhr, Rhevmatismen, Schlagfluͤſſe ꝛc. erſeugt. Auſmerkſame Arzte mochten die alte Erfahrung, daß die Ruhr etwas Auſteckendes hade.— Iu unſern Fabriken wird dieſen Sommer gar nicht ſtark zearbeitet, weil man ſich don den bevorſteenden Frankfurter und Leipziger Meſſen keine große Hoffnungen machen kanu.(A B Salbug, den 12. Aus. Die hieſigen wohlthaͤtigen Einwohner beeifern ich, den abgebronnten Einwpoh⸗ nern des Marktes Saalfelden Gutes zu erweiſen. Auf die erſte Rachricht bon den ſie betroffenen Ungluͤck gien zen von hier und auch aus andern denachbarte 1Gegenden Wa⸗ gen mit Lebensmitteln und Kleidungsſtcken dahin ab. Im hiekgen kbufgl Thea— ter wurde Jolanta zu ihrem Beſten gegeben, welche Vorſte ung zes Gulden dwarf. Vor Allen aber eilte unſer allgemein verehrter und gelie ter Kronprinz, die guten Saalfeldner werkehaͤtigſt zu unterſtuͤtzen.(S..) — Kurzgefaßte Nachrich ten. Am o Julß brannten zu Aurich unm ehemaligen Forſtenthum Oſtfriesland) ein Theil des Schloſſes die Kapelle, die Kaſerne, und 7 Haͤuſer ab. Zu gleicher Zeit zerſchmetterte een Hegelwetter, von einem heftigen Sturm begleitet, zu Eden alle Fenſer— Au Jul wmden zu Seidenwinkel bey Hoyerswerde 35 Haͤuſer und vollgefoẽte Scheunen mit viclent Vietß ein Raub der Flammen; eine bejahrte Weibs⸗ perſon berlor dabey d s Leben— Ein Pariſer Koͤnſtler hat eine neneOrgel erfunden, die er Orgus epresoit nennt, und die vonKennern ſehr geruͤhmt wird; ſie hat fuͤnft⸗ halb Oklaben ihre Toͤne ſind ſehr rein, kommen der menſchlichen Stimme naͤher⸗ aͤls die disherige Orgein, und koͤnnen nach Willkuͤhr modifizrt werden.— Am g Au uſt wurde eine Anzahl haͤbſcher Maͤdcheus zu Karlsruhe bey Ihrer kaiſerl. Hoheit der Großherzegen bon Baden zur Audien, gelaſſen. Dieſe oͤberreichten der neugebohrnen Prinzeſſin ein Koͤrbchen mit alle rley medlichem Spielwerk. Der A b Poßberwalter, Heinrich Karg, zu Feldkirch hat unter Vorbehalt der Ein⸗ willigung ſeiner Glaͤubiger ſelne dahier befindliche Poſtwirthſchaft und das dabey be⸗ findliche große Gut verkauft, ſich zahlungsunfähig erklaͤrt, und zugleich um eine guͤt⸗ iche Rachlaß verhandlung gebethen, welchem Geſuche auch willfahrt wird. Es wer— den demnach ſaͤmmtliche Glaͤubiger des beſagten Poſtberwalters Karg hiemit oͤffentlich aufgefodert, Donnerſtag den 29. Aug d. J beh unterfertigtem Landgerichte eutwe⸗ der perſoͤnlich oder durch hinlaͤnglich Bevoll maͤchtigte zu erſcheinen, ihre Foderungen unter Strafe der Ausſchließung vorzubringen und zu bdeweiſen, und uͤber ihren etwai⸗ gen guͤtlichen Nachlaß, ſo wie uͤber den geſchehenen eventuellen Gutsverkauf ſich zu Hrolokoll zu erklaͤren Fuͤßen, den zr. Juſ 1u811. RKob. Landgericht. Schill, Landr. 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