34. Montag, den 9. febr. Anno 1795. 6. Augſpurgiſche Ordinari Poſtzeitung, Von Staats, gelehrten, hiftorisch. u. oͤkonomiſch. Neuigkeiten. Mit Ihro Roͤm. Kayſerl. Majeftåt allergnädigſtem Privilegio, Verlegt und gedruckt von Joſeph Anton Moy, wohnhaft auf dem obern Graben, in dem ſogenannten Schneid=Haus. Schreiben aus Wien, den 28. Jan. Noch iſt der Proceß der Staatsgefangenen zu Ofen nicht beendet, weil neuerdings gegen zehn Verſchworne eingebracht worden. Jeder Staatsgefangener hat ſein eigen Zimmer und doppelte Wache. Jeder iſt in der Mitte des Zimmers ſo angekettet, daß er nur ein paar Schritte gehen kann. Die ſchrecklichen Folgen, die dieſe Verſchwoͤrung wenn ſie zum Ausbruch gekommen waͤre, wuͤrde verurſacht haben, entwickeln ſich immer mehr. Die erſte Frage im Katechismus der Freyheit und Gleichheit war: Wer biſt du? uͤnd die Antwort darauf war; ich bin ein Thier. Was fuͤr ein Thier?— Ein ſolches, das unter der Laſt eines — — ſeuftzt. Dieſe Anworten auf die beyden vorgelegten Fragen, die ſo ganz unter dem Schein der Unbedeutenheit gethan wurden, waren das verabredete Zeichen, woran ſich die Verſchwornen erkaunten. Jeder Neuaufgenommene mußte verſprechen, daß er der Geſellſchaft wenigſtens zwey Glie der verschaffen wolle. Kein Glied kannte das andere und nur an den Fragen lernte man ſich kennen. Regensburg, den 30. Jan. Durch eine Reichsddietatur gelangte den 24. dieſes ein Memorial des Fuͤrſtbiſchoſs von Speyer gegen die Einquartierung des Prinz Conderſchen Corps an das Reich, nebst einem hiezu ausgetheilten Promemo rig, worinnen die Gruͤnde, wegen weſcher ſich der Fuͤrſtbiſchof, durch dieſe Eingquurtierung äußerſt beſchwert haͤt, umſtaͤndlicher und mit Belegen ausgefüͤhrt werden. Sie beſtehen im Weſentlichen darinn: 1) das Condriſche Corps iſt kein Theil der kayſerl. und Reichs⸗Truppen, welche der Fuͤrſt ſelbſt in Bruchſal, der ihn zuſtehenden Reſidenzfreyheit ohnerachtet, willig auſgenommen hat; 2 ) Dieſes Corps ſey aͤuſſerſt undiſciplinirt ; 3) erreqe die Erbitterung des Fendes am heftigſten und ſetze alſo den noch wenigen uͤbrigen Theil des ſpeyriſchen Gebiets der aͤuſſerſten Gefahr aus Conſtantinopel den 10. Dec. Schon lange war die Pforte auf alles, was in Pohlen vorgeht, ſehr aufmerkſam. Zu Aufang dieſes Monats kam die unerwartete Nachricht, daß die Pohlen von den Ruſſen aͤberall geſchlagen und Warſchau ſelbſt erobert ſey Der Divan hielt hierauf lange Counfe renzen. Der ruſſische Geandte hier uͤber aufmerksam, verlangte am 5. dieß vom Reis Effendi eine Audienz, und erhielt fie. In dieſer verlangte er zuerſt, daß die Pforte nicht laͤnger ſaͤumen moͤchten den ruſſischen Kaufleuten fuͤr die im letzten Krieg weggenommene Schiffe eine Entſchaͤdigung von andert halb Millionen Thalern zu bezahlen. Sodann gieng er den pohlniſschen Angelegenheiten uͤber, und erklaͤrte: Seine Monarchin hoffe, daß die Pforte fich weder oͤffentlich noch heimlich für das Intereſſe der Polacken verwenden werde, Der tuͤrkiſche Miniſter antwortete: Der Großſultan, ſein Herr, wuͤnſchte, daß dem Blutvergieſſen in Pohlen ein Ende gemacht wuͤrde, und glaubte, daß die pohlniſche Conſttitution vom 3. May 1791. von den benachbarten Maͤchten ſollte reſpectirt und ga rantirt werden. Der ruſſiſche Miniſter mochte ſeine Gebieterin hievon benachrichtigen, indem man von derſelben eine baldige und beſtimmte Antwort er warte. Am folgenden Tag hatte der Reis Effendi uͤber den nemlichen Gegenſtand eine Conferenz mit dem preuſiſchen Miniſter, der ſogleich einen rier nach Berlin abſchickte. Antwort der beyden Höfe von Petersburg und Berlin wird der Krieg oder Frieden abhangen, indem der Großſultan ſchlechterdings nicht zugeben kann, daß Pohlen getheilt and gänzlich vernichtet werde. Der franzöſiſche Gesandte Dechorches ermangelt auch nicht, die Pforte in dieſen Geſinnungen zu beſtaͤrken; die tuͤrkiſche Laud⸗ und Semacht wird mit groͤſtem Eifer vermehrt. und uͤberall ſieht man franzöſiſche Schiffbau⸗ und Exerciermeiſter . Gleichwohl unterlaͤßt Selim der dritte nicht, in groſſem Glanz zu leben. Er baut herrliche Pallaͤſte, und legt neue Gaͤrten nach dem europäiſchen Modegeſchmack mit Schneckenbergen an Schreiben von der hollaͤndiſchen Graͤnze, den 27, Jan. Der General Pichegruͤ iſt im Haag angekommen, von da der Erbſtatthal— ter bereits nach Scheveningen abge— gaͤngen, um ſich am Bord einer Fre— gatte nach Eugland zu begeben. Man weiß aber noch immer nicht mit Zu— verlaͤßigkeit, ob die Abfahrt, des Ei— ſes wegen, wuͤrklich vor ſich gegangen. Eben ſo unſicher ſind auch noch die Nachrichteu von dem eigentlichen We— ge, welchen die Erbſtätthalterin ge— nommen hat, um aus Holland zu ent— kommen. Die erſtern Nachrichten ſa— gen, daß ſelbige mit der Gemahlin des Erbprinzen und deſſen jungen Prinzen von Scheveningen zur See nach Eng— land gereiſet ſey. Neuere Nachrichten melden, daß ſie uͤber die Suͤderſee von Enkhuyſen nach Staveren und von da nach Braunſchweig abgegangen ſey, wovon aber noch die Beſtaͤttigung zu erwarten. Amſterdam, den 20. Jan. Heute erlieſſen die hier angekomme— unen frauzoͤſiſche Volksrepraͤſentanten ei⸗ ne Proclamation an die bataviſche oder holl uciſche Nation, worinnen ſehr hef⸗ tige Anfuͤhrungen gegen den Statthal— Von der Peters Der ranzofiſche Geſand⸗ macht. ter vorko mmen, und dann folgendes geſagt wird: Wir kommen euch nicht unters Joch zu briugen die—— ſche Nation wird eure Unabhaug igkeit reſpectiren. Die franzoͤſiſche Truppen ſollen die ſtrengſten Maunszucht hal⸗ ten. Es ſoll die Sicherheit der Perſo— nen und Guͤter gehandhabt werden. Der Gottesdienſt ſoll ungeſtoͤhrt bleiben. — Die Geſetze, Gewohnheiten, und Ge— braͤuche ſollen nach wie vor gehandhabt werden. Das bataviſche Volk ſoll al⸗ lein die Einrichtung ſeiner Regierungz veraͤn dern, und verbeſſern kdunen 8 Franzoſen wollen alſo uns Hollͤnder als Alliirte, Freunde, und Bruͤder be— handeln.— Geſtern erſt iſt der Statt⸗ halter aus dem Haag abgereißt, nach— dem er zuvor ſeine Statthalte ſtelle, und alle bekleidete Aemter und Waͤr— den feyerlich niedergelegt hatte.— Hier herrſcht vollkommene Ruhe und groſſer Jubel uͤber unſere neue Regie— rung.— Da die engliſche Truppen auf ihrem Ruͤckzug aus Holland ſengten, und brennten, ſo iſt auch mancher Ma— rodeur von den Bauern todt geſchlagen worden; und die franzoͤſiſche Truppen haben die engliſche Mriergarde groͤß⸗ tentheils aufgerieben 1600. Mann fielen in franzoͤſiſche Gefangenſchaft. Haag, den 17. Jan. Die Staaten von Holland haben al⸗ len Commandanten die Befehle zuge— ſchickt, den franzoͤſiſchen Truppen kei⸗— nen Widerſtand mehr zu leiſten. Zu Leyden, Harlem und in andern Staͤd— ten ſind die 1787. nach dem Einmarſch der Preuſſen abgeſetzten Rathsperſonen wieder eingeſetzt, und die bisherigen abgeſetzt worden. In allen hollaͤndi— ſchen Staͤdten bewaffnet ſich die Buͤr⸗ gerſchaft. Roveredo, den 28. Jan. Zu Inchruck werden die Flaͤnzendſten Zo retan gen in der Reſidenz zum Em— pfange des Kurfuͤrſten on der Pfalß ge⸗ Sie Ankunſt iß auf be 13. Fehr. vetgeſetzt. Der en. oͤnigl. 8 a alle Koͤſten aus fuͤt Iſnn und Beir thung. Der Kur fuͤrſt logirt bis zur Ver⸗ maͤhlung im Landhauſe die eeſſin, welche in Begleitung hres Valers des Pa se. Zu 5 22 EEE TEE Ersberzogs Ferdinand und der Gräfin Falk soaieri als ihrer Ma und Vertraufin anfomme, fleigt in der Nefidenz ab. Das Hoigefolae und den ganzen Dofitant bringe der furjärflide Brautigam mit. Der Sralat von Wildau verrichtet Die Traus ng. Im großen Niefen: Saale, der mit Frettern und Suche Bidet wird, werden pie Tafeln und Gefellfhaften gehalten. ticherhaugt fell diefes Deylager mit grof fe Vracht vor fiih gebe, Ueber 40,050 filberne und goldıne Weizen werden uns er d98 Bolt ausgewerfen. Paris, ven)2h, Fu Eines unferer.afi Berrachtummgen über Den Seieden angekhndiger. Der. Bearfafer_ bes weißt, daß wir uanferm Eroberungen uns geachtet der Handelsyerbindung mit unz fern Nachbarn zu Anfchafjung der, See Hensmittel bei und bemerft, DAß einige ein Bolitifer ihnre Dariner N, Daß er auf diefe. Weife die Beoiirfniffe der Nation aufdedfe.. Er führt alfe fert; Das Yugenmerf. der verbundenen Mid: 37 1% te war, Franfreid, einzufplieffen.. Ex äft wahr, diefer Plan it nicht nur nie Jungen„„ fondern welt haben fogar. ‚auf allen Seiten iyre Gränzen befest,! deffen find wir dennoch in einen fand der Belagerung„ und die Zufuh: der Lebensbenürinige ft und ebgefl ten. Diele einge uns zur" ins terbaltung einer Menge Hon Menfchen., und der Mittelpunkt leidet den bitterftet” Mangel durch. Die ENFENR asıtfoı eritpel angeheure Bepirfnifie Der Armeen. Eroberungen verminz dern zwar bie priigfende Kaft dieier use gaben, alleine, fie ‚reichen doch bey weis gem nicht him folhe unfüslber zu mas chen, Der fruchtbare Theil der Dfalz, welchen wir befigen, mag zum DBeweif dienen. Diefes verheerte Yand hat nur nach einem geringen Theile unfere Erz forderniffe befriedigen Fünnen. Bir ha: ben feine Quellen erfhöpft, und ons nen weder Pferde, noch Kleidungsftüde noch Nahrungsmittel daher ziehen. Wir -find son der Unwahrheit des Sates überzeugt, daß Franfreich dur) und für fi) felbk beftehen nn Eh entfichen Blätter bat 7)# . ift ausgemacht, daß Franfreid), befam derö zu Zeit ded Kriegs, einen Then der Bedurfniffe von auffen ziehen muß, und eben fp wahr ift es, daß auufer Klima Feine Metalle hervorbringt, wele che der Erwerb= und der Kunftfleiß und der Schiffebau erfertert. benz Echifsbaupolz;, mie denen Wollen. aus Epanien, und mit der, Seide ‚aus Piez niont hat es gleiche Bewandnif. Frank reic) bedarf alfo De& fremden Handels, und gleichwohl haben’ wir jest mir jes ven mit der Echweiz,, welcher. dartın befteht, Daß wir Durch deren Vermitte lung felbft von unfern Feinden folche Gegenftände beziehen, fir welche wir ech Mansgab der Schwürigfeiten und Länge des Transports ungeheure Preifs fe zu geftehen_möüffen. bes teuren wir die eroberte Provinzen, DA wir täglic) den Erwerbgeift und Dex Gerinnfucht unferer Itachbarn einen uns gleich drüd’endern Tribut zahlen müffen. Dafel allein hat fiher fhon 5. und 6. nal mehr vom und gezogen, als. wir von den eroberten Chinfürftenthimern zu erpreffen vermoghten, und e& ift Deßs wegen für uns-fehrwefentlich die Grämz son unfers Handeld zu erweitern. Da zur Emmen uns nur 2. Mittel führen. Ehre, anfehnliche Flotte und ein vorläus figer Friedeinitt Deutfthland, Spanien ıc Kurzgefaßte Nachrichten.» Die Großfirftin von Rußland hat eine Prinzeßin zum Welt gebohren,— ip Mien Foften-2. Cyer 7, Kreußer, Ehen dafelbft ift auh am 23. Jar der ungarifche Nobelgardift Nichelly son unbekannten Bößteichtern Jammers ich ermordet wordch, Zu Toufon werden die unermeßlichiten Norkeprungen zu einer Expedition. ges gen Gorfifa getroffen. Die dafige E6= care erwartet nun noch eine Dipffion son der Brofterfiotte,, die bereits im das mittelländifche Meer eingelaufen it, Am 21. Kan ift zu Nom der Kardke al Corfini in einem Alter vun 59 Ya zen geforben.— Aus Eatalonien., tele che ipanifhe Brevin; gegentwartig Den Angriffen der Srangoien ai keiten außs gefegt ift, Famien zu Ende Ds Decembre 4 Depntirfe nah Madrid; diefe erflär: ten, daß Die Arenin; Catalonien, bereif fen» fich felbft.gegen Die Franzufen zu ver: theisigen, dagegen aber verlangte fig, richt unier Den. fyankfchen Generälen ji fiehen. Der Sof IE. noch über die zu ers theilende Antwort unkhläffie— Dir Ei Hang hat auf den Deapn grofle Berhev rungen angerichtet, Mehrere Saiffe giens gen zu Grunde, verfchiedene Menfihen Fas men um, und bey Srankfarı ii das Ufer vor Eisfhildern, die zo bis Jo Gthuhe king und. breit find, bedicke.— Der Ach in Doland ifl.-in gesffer Syrge, Kas von den Sranzofen anfgeitellte Gleichheitsfye flem möchte feinem bisherigen Dafenn ein Ende machen. Den Endesuntersefegtenift zur haben, der. frifehe und arrechtperfertigie. vegita- Bilifche Febensbaifem. Die Würflamkeit diefes Eöfllihen Balfans nur in Klürke angezeigt. I) Bor den Ihwachenr Me gen, Unverdanlichkeit, Dlahungen, Rus lief, ei vertreibt die Dünfte ine Haupt, mie auch alle Alrten Falter Sieber und Die Schfuht. 2) Zueptens if er gut tote der den Schwinoel Zirrern der Glkeder, Schlagfüß, fhmweren. Athınr,, bejenders yon fohleimmiger Urfad: 3) Berimmt er alle Erfältungen der Säfte. des Kür: pers, und ergukft Die Lebensarifier. 4) Die unrichtige and verfiopfte Nxinigung bringt in Drdnung. 6).2le wirderng: türlihe Anslehrungen des menjehlichen Körpers, als geidene rer, Gantenfias, weifen Stu, Nadufhmeiß ic ıc.. hebt er, ohne das irgend ein Uebel zerücföfeibt, wie ed gemühnlich nach bivfen ftopfenden Mitteln, de nicht mif-reinigenden vers bunden find, fotie das Meinige gefehicht, 6 Wenn dur Gemüthsleidenfchaften, gleichem Gef und Körper webreit find, fo it ein wenig erböhere Pafız, nah Bes Ihaffenheit oer Oefchwindigieit oder ange fanskeit des Daifes fehr zuträglide. 7) Al fe reumatjche Schmerzen, fie haben ih: ven Sie. in irgsm einem: Theile, tu fie wollen, hebt er. gewiß, in Diefer Krank heit, aber muß man etwas längere Zeit gebrauchen, old in ansern, die niche fo tief firen._ 9) Zur Prafervation bey hevrz fohenden Kranfheiten, bey Veränderung derer Yahreszeiten, und überhaupt bey: der Empfindung eines wider natärlichen Zufindes der, menfhlihen Mafine ill er als ein fehr gutes Mittel anzuven: Den 9) Eine mirhahrige Erfahrung bag dei Befißer” Eefonders. axgeigt, dat ee Aufferlich feine beiten Wirkung: üufere, beionders bey Magenframpf, Dunen Zur ungen in Glleogra, undsalle snfeitiche Schurerzen, fieipig mie dem Soaklem ges_ Kisbeir,. ein aufßeroraentlih: Hilfsmittel 10) Sn Dauea, Schneiden 7 Ohetfihun: gen, Brennen, Hrilet und lindert ge: [dwind. 11) Er halt das Orfiht, und den menfchlichen Korper bey guten An: fehn und erwänfchter Dauer, bis ins fpätefte Alter, 12) Die Gabe davon ift nach Beichaffenheit de$ Mlters and Ten: praments einzurichten, Man ninmmt ihn Morgens und Abends von 10. big 35. Tropfen, in langwierigen Krankheiten, such Mittags, auf Zucer; Eaffe, There, Ken Mein, oder Bier, nad Bu fhaftenheit dir Berfon oder Krankheit. Das fund des Ballamıs Fojet 3. fi. 30. fr. Daschalbe Diund.1. 30. Fr Das viertel Pfund 2, fl. 30. fr. dad Loth Gläßel 20. fr. bashalb Loth ı2. fr. Brie fe und Gelder bittet man fih Boltfrey aus, in Augsburg ift zu Haben, bey Ans dress Müller, Dandelsimann in der Tas Fobervorfiadt, bey den zwey Brücklen. Da Schon in dem mafchendamifchen prdinari Zeitungsblatt Pro. 24. offentlich bifankt gemaspi worden, daf als, jtogfer Derjieigerungstag Mitwoh der ı7, digg Monats angefeget fege, um Die auf dem alldiefigen SKornniarkt befindlich große ojenwirthichaftstehaufung„ befichend in 4 heißbaren Zimmer, 2 Rebensimmerla, 4+ Orfiind 2 Dieufibothen: Kammern, dann Präuhaus und aller Zugehör zum Sudwefen, 3 Keller, Stadel und Sta lungen, wie auch einer fhönen Wirth: fehafts» Einrichtungen: dann Henger, Me er und Wiefen zu Haltung 4 Brerd, und 15 Stüf Hornviche an den Meijibierhens den zu verkaufen; US mird hiemit Mi niglich zn dem Erde Fund gemacht, daf Mimoh der 25te.dieh der dritte und legte Termin eye, 100 die Berfleigerung feicher Stück werde vorgenommen werden; Dapıro fih- Raufufige an gefagtem Tag, auf Hifigem Narhhaus melden, und das Endiihe gemwärtigen Fönnen, Geben Granig- Stadt Füffen am 5. Hornung 1795. Fofeph Martin, Amtsburgerineifter, So). Prp Wanfmiler, Stadtfhrsiber, 40. Mittwoch, den 18 hHe Anno 17095. — Ordinari Poſtzeitung Von Staats, gelehrten, hiſtoriſch. n. dͤkonomiſch. Neuigkeiten. Mit Ihro Roͤm. Rayſerl. Majeſtaͤt allergnaͤdigſtem Pri valegao. Berlegt und gedruckt von Joſeph Anton Moh, wohnhaft auf dem obern Grahen, in dem ſogenannten Schneid⸗ Haus. Muͤnchen, den 16—* Den 13. dieß fruh um halb 8. Uhr haben Se. churfuͤrſtliche Durchlaucht uͤnſer gnaͤdigſter Landesherr die Reiſe nach Junsbruck zur Vermaͤhlung mit der Erzherzogin Maria Leopoldina kd⸗ aigl Hoheit unter tauſend Segens wuͤn⸗ ſchen Hoͤchſtdero getreueſten Untertha— nen anzutretten geruhet. Die Reiſe geht den erſten Tag uͤber Wolfraths— hauſen, Benedietbeuern bis Mitteun— wald · Koͤlln, den 2. Feb⸗ So verhaßt ehedem der, nun ſelbſt in anleech verabſchente und verwuͤnſch⸗ te Roberspierre mit ſeinem J Anhang die franzdſiſche Nation im Aus⸗ land machte, eben ſo ſehr ſuchen jetzt dle Franzoſen ihren ſonſt ſo liebenswur⸗ digen Charakter wieder anzunchmen, —* Europa davon Beweiſe zu geben. Jhr Betragen in Holland iſt bisher uͤber ⸗ Erwartung beſcheiden. So lange die Englaͤnder in Holland ſtunden er⸗ Heben ſich von allen Seiten laute Kla— 8 gegen dieſelben, und bey ihrem «zug nach Deutſchland, der in guoſ⸗ ſer Unordnung erfolgte raubten die erſtreuten Parthien wie in einem feind⸗ chen Lande Die Franzoſen halten die ſtrengſte Mannszucht, und ein Sol⸗ dat wuͤrde hart geſtraft wenn er ſich unterſtuͤnde ſelbſt einen erklaͤrten ſatte halteriſch geſtnnten Hollaͤnder zu belei⸗ bdigenn—Al der General Vichegruͤ im Haag eingezogen war, verlangten der ruſſiſche ud portugieſiſche Geſandte gen, und die Wiuterquartiere beziehen, oder den Winteneldzug gegen die Al⸗ irte ſaſeten ucte vnn ſch daſelbſt fuͤr ſich, ihr Gefolg, und Pa— piere Reiſepaͤſſe und erhielten ſie auf der Stelle. ganzen Friesland usbereitet— AI iſ mn angetaſtet werden, bloß die Guͤter der Englaͤuder werden unter das National— Se genommen. Dieß berſichern die neueſten Briefe aus Holland, und in kurzem duͤrfte auch der freye Poſten—⸗ lauf wieder hergeſtellt ſeyn, weil die Fran zoſen wohl viſſen, daß Hollaud ohne freye Handlung nicht beſtehen kann. —Die bey der Beſetzung unſerer Stadt unter franzoͤſiſches Siegel geuommene deutſche Kaufmanusguůter werden nach und nach wieder frey gegeben. In Schwaben ſind bereits Briefe aus Amſterdam, und andern hollaͤn⸗ diſchen Plaͤtzen Adoch uͤber dan angeko mmen ine den. Febr Am 30 Jan. deſetzten die Franzo⸗ ſen alle Staͤdte an der Iſel newlich Zuͤtphen Zwoll ꝛc. wo ſie uͤberall uit Freudensbezeugungen von den hollaͤndi⸗ ſcheu Natrioten empfangen wurden; die Statthalteriſch geſinnte Parthey kann jetzt nicht zuders thun, als bey einem Hlechten Spiel eine gute Miene ma— chen. Man will behaupten, daß die Helfte der franzoͤſiſchen Nordarmee, die in Holland eingedrungen iſt, ſich auf die Seite der Ifn gewendet hat; dieſe kann man auf wenigſtens o 80. Mann—— waͤhrend daß ſich die andere Helfte Ii Beſetzung von der on Ho l a uad, und mit Eroherung von. Seelanb beſchͤftigte Ob die eine Elonne* ſich uͤber die Provinzen Oberyſſel ingen, und mit der Eroberung dieſen 3 begnuͤ⸗ ſlens entſcheiden. Die Englaͤnder ziehes nach Oſtfriesland, die Heſſen und Hanuo— veraner ſetzen ſich hinter die Eim s und die kayſerl. Trupßen ziehen laͤugſt der Lippe von Weſel bis Muaͤuſter ei— nen Cordon. So bald die preußiſche Armee unier dem Moͤllendorf aus der Gegend von Frauf⸗ furt am Riederrhein angekommen ſeyn wirde, ſollen die kayſerl. Truppen ſich alle am Ober- und Mittelrhein concen⸗ triren. die Preuſſeu, und die uͤbrigen Alliir—⸗ en aber auf der Elbe und der We— Er Zufuhr erhalten. Dieſe neue Ein— richtung und Vertheilung der Armeen ſcheint fuͤr die Zukuuft viele gute Fol— gen zu verſprechen, und mauche bis— herige Nachtheile zu hebeu. Weſel, den 4. Febr. Seit dem die Franzoſen uͤber die Iſſel ge⸗ gegangen ſtad, eht ſich der Krieg nun auch an das rechte Uſer des Rheins, und da unſe⸗ re Feſtung ganz in der Naͤhe des Kriegsthea⸗ ters iſt, ſo werden hier die Vorſichts und Vertheidigungs-Aaſtalten verdoppelt, um nicht von den Feinden uͤberraſcht zu werden. Aus allen Umfaͤnden laͤßt ſich ſchleſſen, daß die Franzoſeun Holland nicht als in erobertes Land, ſondern als eine alliirte Macht be⸗ handlen wollen. Sie werden alſo keine Con⸗ Eibutionen und Requiſitivnen vornehmen, aber ſie werden wahrſcheinlich auch nicht er⸗ manglen, die Hollaͤndiſche Land- aud See⸗ macht, und jene unermeßliche Vorraͤthe, und Magaiue aller Art, die ſich in den 7. Pro⸗ vinzen befinden, ſo anzuwenden, daß die Fran⸗ Hſiſche Republik davon einen weſentlichen Nu en ſiehe, und die patriotiſche Parthie n Holland, welche die Franzoſen als ihre Er— retter auſieht, wird es billich inden, daß der Dienſt, weichen die Franken ihrem Vater⸗ ſand leifleten, durch eine recht großmuͤthi⸗ ge Summe Geldes belſhnt werde. Al— Jein wie werden nun die Allirten, Falls Fein Friede erfolgt, die 7. Probinzen an⸗ hen; und behasdeln? Söobald ſie mit Feankreich allirt ſud, ſo konnen ſie nicht Als neutral rachtet werden. Englaud wird alſo nicht ſaͤumen, ſich ihrer Colo⸗ nien zu bemaͤchtigen, und die Pordſee durch eine maͤchtige Flotte zu ſperren. Die allirien Truppen aber werden der unter druͤckten ſtatthalteriſchen Parthie in Hob— Jand zu Huͤfſe kommen, und wenn das Feldzug Holland als ein feindliches Laud erobern ſachen. Daun duͤrften die 7. Propinzen ein Theil des Kriegstheaters heerden, Vielleicht aber helfen nun die Hollaͤnder ſelbſt nachdruͤcklich am Frieden arbeithen. Feldmarſchall von* Dieſe werden auf der Donau, Gluͤck ihnen guͤnſtiger iſt, als im vorigen 7 VParis, den 4. Feb. Einer unſerer geſchaͤtzten Schriftſteller hat uͤber unſere Beſihnehmung der 7. vereinigten Provinzen folgende Betrach— tungen bekanut zemacht; Holland iſt erobert, behandeln d es klug und ge— recht, ſo i es fuͤr uns, behandeln wir es aber tyrauniſch und hahſichtig, ſo iſt es fuͤt Eugland erobert. England freut ſich vielleicht jezt uͤber die Un⸗ faͤlle ſe ner Allirten. Es zieht jetzt die hoilaͤndiſchen Schiſleute, dab auten, Reichthuͤmer, Fiſcherey und Hand ung an ſich, und wahrſcheinlich haͤt es ſei— nen Flotten die Befehle ſchon zugeſchickt, die hollaͤndiſchen Colenien wegzuneh— men. Der Handel von Norden, und der Alleinhandel mit Gewuͤrzen, die Goldgrube der Hollaͤnder wird bald in engliſchen Haͤnden ſeyn. England will und hoft es, daß wir Holland enorme Contributionen auflegen, daß wir alles in Requiſition ſetzen, daß wir die Hand⸗ lung ſperren, es zwingen, am Krieg gegen die Allirten Autheil zu uehmen, und die ſtatthalteriſche Parthey zu ver— folgen. Was werden wir aber durch die Contributionen gewinnen? Mau fuͤhre 10. Milliouen hollaͤndiſche Duka— ten nach Paris, und verwahre ſie mit 20. Schluͤſſeln, in wenigen Monaten werden ſie uͤber Genuag und Baſel ins Ausland waundern! Nehmen wir Hol— land und Amſterdam den Handel, ſo hoͤren ſie ploͤzlich auf zu ſeyn, was ſie ſind. Zwingen wir die Bataver zun Krieg, ſo ſind ihre Iuſeln, und ihre Seehaudlung verlohren. Verfolgen wir die Katthalteriſche Parthie, ſo jagen wir vlele tauſend fleiſſige Kaufleute und Fabrikanten nach Cuglaud, wohin ſie ihr Geld bereits in Sicherheit gebracht haben. Kommen wir mit Contributio⸗ nen und Regquiſitionen, ſo ſchreyen die Patrioten uͤher Untreue und Barbarey- Sveſſer waͤre eb alſo fuͤr Fraukreſch unere —E — ααα — Armeen toͤren als Eroderer in Hollanz e mgagzogen/ ſo haͤtte man ihnen ſreywilleg J roſſe Summen Geldes angebothen Nun em men ſe als Allirte/ und befoͤrdern die bhlaͤndiſche Kebblutin und haben/ wenn Hir politiſch haudetn wollen gesanudene Haͤnde. Rur dang iſt die Eroberung von Hollaud ſchaͤtzbar wenn ſie den driedeu beſordern hanu dieſer iſt die groͤſte Er— pberung, welche die Siege unſeter Ar— meen machen koͤnnen. Der Krieg den wir t einer Millionen Franzoſen fuͤhren, koſt uns zͤhrlich, das Blut unſerer Bar⸗ ger Wgerechleet, 3000 Mihltonen Livresj um dieſe Summen durch Couttiduttouen u erheben, mußten wir balb Eurbpaner⸗ bobern. Die biseherlgeu aus Deuſchiuud grzegeken Contridativnen reichten haum zu, am ſo viele Perſonen zu beſechen, die wir in Aus and aaf unſerer Seite haben —— —wEDE ααα —— —* * 8 * *— *8* muͤſſen. Das hier haͤufig in den Theaters x. aufgeſtellte Bruſtbild des Schrekens⸗ maunnes Marat, der ein eigentlicherabgott * der Jakobinen ſt, wird zett beſchimpft, und umgeworfen.— Zu und um Lyon iſt die bieherige Theurang auf dem Muutt, in eine Jungersuory auszuar— — Paris, deu 6. Feb. Man weldt nun, daß unſere groſſe breſter Flotte nicht, wie ev anfauglich hieß, nach dem nuttetlaudiſchen Meer geſegelt iſt, pudern daß ſie im Raugl, kreuzt, Am eine groſſe eugliſche Kauf⸗ fahrteh lotte aufzufaugen, bie nachſtens in den eugliſchen Haͤfen ankomnmen ſollte Sie hat aber bereits durch Sturm iu etwas gelitten, und man iſt wegen derſelben nicht ganz auſſer Sorgen, da der Kanal bey der gegenwaͤrtigen ſtuͤr⸗ nuſchen Jahreszeit eine geſaͤhrliche Mee⸗ resgegend iſt. Auch kouute wohl die eengliſche Flotte ausgelaufen ſeyng, um ſich mit ihr zu meſſen.— Nach Pri⸗ aatbriefen b Amerika haben die Ne⸗ ers auf der Inſel St. Lucia einen ubs der ganzen Juſel vertrieben: nur unoch ein Fort iſt in ihren Haͤnden Dieß waͤre alſo die zweyte Inſel, die uns die Esnglaͤnder abgenemmen, und die wir durch Regers wieder exhalten. Doch ufſtand gemacht und die Englaͤndet hat die Rationalkoubentlon noch keine offtelellen Auzeigen hieruͤber.— Die Gaſſenjungen von Paris ttreiben jetzt mit Marats aufgeſtellten Bruſt⸗ bildern ihren Spott, einige derſelben haben ſie in Abtritte geworffen, mit dem Zuſaͤtz hier Marat, iſt dein Pau— theon! die oͤffentliche Meynung verab⸗ ſcheut jetzt das Andenken dieſes jakobi⸗ niſchen Blutmenſchen, und Ungeheuers; ſeiue Moͤrderin Corday wird bewuit⸗ dert, und ſeine verabſcheute Aſche duͤrfte unicht mehr lange im Pautheon bleiben? Sle tranũt Gloria aundi! Die ſpauiſche Feſtung Roſas haͤlt ſich noch nmer; die Witterung verurſacht unter unſern Armeen an der ſpaniſchen Graͤnze vie⸗ le Kraukheiten. Die Natibnalkonventivn hat noch nichts uͤber Holland beſchloſſen, und die Frage wie man dieſes eroberte Land behaudeln ſolle, iſt von den Re— gietungẽcomites der Nationalkonvention noch gar nicht zur Berathſchlagung vors gelegt worden. Dieſe Frage iſt ſehr delicat und hat zwey ſehr verſchiede— ne Seiten, man ſeht Keim Publi— kum als eisen Probierſtein an, au wel⸗ ch ie Nattonalkouventien ihre Rlug⸗ hat Probiren Knne. Wenn ſie wit wahrer Politik verfahren will, ſo iſt der Fong in Holland nicht ſo groß, als n beym erſten Anblik glaubte. Von der Brandenburgiſchen Graͤnze, den 7Feb Da die Franzoſen nun auch uͤber die Hſſol gegangen ſind, und ſich alſo das Keoegetheater dem weſtpphaͤliſchett Kreis gewaltig naͤhert, ſo konnnen dadurch die weſtphaͤliſchen Staaten des Kduigs von Peuſſen faͤmmtlich in die Gefaͤhr von den Feinden beſetzt zu werden, o wie ſie bereits die Helfte des Herzog⸗ hums Cleve das Faͤrſtenthum Moͤrs. und die Hertſaft Geldern Genſeits des Rheins) Handen haben. Da⸗ n konmt noch die gewaltige Revolu— on in Holland, und die Emigratioe der ſtatthalteriſchen Famille, wodurch der glorreiche Feldzug der 20,000. Preuſſen Rund 787 unter dem Her⸗ zog von Braunſchweig, mit welchem der etzige Kodnig von Preuſſen ſeine Re— gierung gleichſam erdfnete, mit allen Linen Folgen gaͤnzlich vernichtet wird. Dieſe beyden Umſtaͤnde duͤrften nun den Berlinerhof, wenn der Friede nicht er— ſolgt nothigen, an dem Kriege einen weſentlichern Antheil zu nehmen, und den groͤſen Theil ſeiner Kriegsmacht an den Niederrhein zu ziehen, welches unn ſo eher geſchehen loͤnnte, da etzt die Alniſchen Aigelegenheiten groͤſten⸗ cheils beendigt ſind, und Eugland ſich ge⸗ wiß bereit finden laſſen duͤrfte den groſ ſern Theil der dazu erforderlichen Kriegs⸗ Sſten durch Sabſidien zu leiſten. Auch Ruͤßlaud ſcheiut geneigt zu ſeyn den Konig von Preuſſen in dieſer Unterneh⸗ mung auf eine oder die audere At zu auter ſtuͤgen. Ja es heißt ſogar der Prinz Heinrich der jetzt das ganze Verttauen des Koͤnigs geuießt, daucfte entweder das Commando einer Armee von 100 00. Preuſſen uͤbernehmen, oder doch vom dem Koͤnig zuun den wich⸗ uigſten Staatsangelegenhtiten gebraucht werden. Am 2. dieß ſpeißte der Ko— nig bey dem Prinzen Heinrich, und der Ring den er m an ſeinem Geburtstag verehrte, wird 30,000. Thaler geſchaͤtzt Baſek den 10. Febr. Es iſt zbedauren, daß das Frie⸗ densgeſchaͤfte, welches glaͤcklich eingan keitet, und im beſtenn Gang war, durch den Toð des wuͤrdigen Grafem von Golz zwan nicht uuterbrochen, aber doch um einige Wochen verzoͤgert o den. Mam hoft, der Kbnig von Preuſſen werde bald einen eben ſo wuͤr⸗ lige Mann als Bevollmaͤchtigten zur Fortfetzung der Fiedeus Negecia tiouen ieher ſchicken Die dffent iche Mey⸗ vnng vereinigt ihren Wunſch in der VPerſon des Grafen von Herzberg, der gegenwaͤrtig zu Berlin in philoſophi⸗ ſhRuhe lebtt, und der als ein Lieb⸗ ng und Bertrauter Friederichs des Einzigen auch in einer vorz aglichen Ach⸗ tung bey der franzoͤſiſchen Ration ſteht. Man kann es als zuverlaͤßig anneh⸗ meun daß der preupßiſche Legations⸗— Sechetain Harnier, der ſelbſt in Parxis war, die erſte Aeuſſerung der 3. Re⸗ gierungs Comites na h Berlin bringt, wo er ſchon vor einigen Tagen ange⸗ kommen ſeyn muß. In Fraukreich iſt man faſt durch gehends der Meynung, daß die Nationakkonvention ſich werde billich, und zum Frieden bereit finden laſſen, weun man ihr annehmliche Frie— densbedingungen vorlegt. ben die ä Armeen allerdings groͤſſe Eroberungen gemacht, und die⸗ ſe gehdren in die eine Waagſchaale, aber in der audern Waagſchaale liegen die verlohrnen franzoͤſiſchen auswaͤrti⸗— gen Beſitzungen, der Ruin aller Fabri— ken, Manufacturenn, und der Haud— lung von Fraukreich, die ungeheure Menge Aßignats, die ſteigende Theu— ruung und der Mangel an Lebensmit⸗— teln, und der daraus entſtehende Wunſch der franzoͤſiſ chen Nat ion nach ei— nem baldigen Frieden, den die Volks— Repraͤſentanten in einer Republik nicht unbemerkt laſſen duͤrffen. Die framzd— ſiſche Nation ergriff die Waffen nicht um Eroberungen zu machen ſondern fuͤr Freyheit und Unabhaͤngigkeſtſt. Kurzgefaßte Nachrichten. Nach einem von der pohlniſchen Graͤn⸗ ze ſich verbreitenden Gerucht ſon die Reiſe des Koͤnigs von Pohlen und die Reiſe des Herzogs von Curland Bezug auf einander haben, und hierunter ein Geheimniß verborgen liegen, deſſen Auf⸗ klaͤrung man von der Zeit erwarten muß. Indeſſen ſchreibt man auch aus Mitau, daß der Herzog nach Peters⸗ burg ſey entboten worden. In Elſaß werden die Kriegsruͤſtun— gen ſtark betrieben, und alle waffen— faͤhige Mannſchaft von 16. bis 40. Jahren in Regiſtion geſetzt Mittoch, den Febr. werden im Findelgaͤßel bit. A. Nro. 4489. einige Sil⸗ erſtüct, Boggelhauben uud Coſeitlei⸗ dungen, Waſch, Secten, Zinn, Kupſer und anderes Kuhelgeſchirre ein Muſchel⸗ ſchutlen drey verſchiedene gang neu fa⸗ conire vom Wagnet fertige Chaſen auch, verſchiedenes Schreinwert und ardere nutzbare Fahrniße gegen bagte Zahlung —A —2 Zwar ha⸗e —w α — e————— —— —— — Mro. 43. Don ner ſtag„den 19. Febr. Anno 1798. Augſpuriſche 8 dinari Poſtzeitung Von Staats, gelehrten, hiſtor iſch. u. oͤkr nomiſch. Neuigkeiten Nit Ihro Roͤm. Rayſerl. Majeſtaͤr aller gnaͤdigſtem Privilegio. Berlegt und gedruckt von Joſerh Anton Mop, wohnhaft auf dem — obern Graben, in dem ſogenannten Schneid Haus wWien, den 10. Febr. Ne Berichten aus Ofen hat es ein Boſewicht verſucht, den Pulver— thurm daſelbſt anzuzuͤnden. Der Ent⸗ wvirf wurde aber entdeckt, und ſeit— dem ſind die Wachen verdoppelt. Von den daſelbſt ſeit 6. Wochen in Ver— haft genommenen ſind bereits mehrere eder in Freyheit geſetzt; ihre Zahl aber iſt durch neu eingebrachte erſetzt worden. Einer der Gefangenen hatte ſich mit einem Stuͤckchen ſeines Trink⸗ Glaßes ſchou die ſiebente Blutader auf⸗ geſchnittene, und erſt bey Zerſchneidung dieſer letztern vor Schmerzen zue ſchreyen Agefangen. Er iſt uun beynahe ganz wieder geheilt ʒ von dieſer Stunude aber belommen ſaͤmmtliche Gefangene bleyer⸗ ne Becher In Betreff der Theilneh⸗ uer an der angeſtifteten Berſchwoͤrung im Ungarn, iſt der Kayſer von 17 Eo nitatem erſucht worden, keinem Par⸗ don zu geben. Die hier geſchehene Ernordung des Rittmeiſters von der ungariſchen Nobelgarde, Barons von Veghely, geſchahe ſelbſt durch 2. No⸗ bel Reden, Namens Oeadody und Semes. Dieſe Greuelthat war um— ſo abſcheulicher, als ſie von Perſonen erabt wordem, welchen die ehrenoolle Bewachung des Sonverains anver⸗ rrqut iſt Der Miuiſter, Graf Lehrbach Ex⸗ odellenz, iſt von hier gerade nach Inns⸗ hruck abgereiſet, um der dort den 124 zukuͤnftigen Monats vor ſich gehenden Vermaͤhlung des Churfuͤrſtens von der Pfalz mit der Maylaͤndiſchen Erzher⸗ gin beyzuwohnen. Dieſer ſeinem Honarchen und der Monarchie treue Staalbniann hat wiederum Beweiſe ſei⸗ ner eyxorobten Geſchicklichkeit im Nego⸗ ren gegeben.— Die hier von Hol⸗ land engegangenen Nachrichten haben einen guſſerordentlichen Staatsrath ver⸗ anlaßt. Gleich nach Beendigung deſ⸗ ſelben ſind mehrere Couriere au die AMmee am Rhein nach Petersburg und London abgegangen.— Der Cabinets⸗ nunſter, Graf von Colloredo, liegt krank darnieder. Regensburg dem 14. Feb. Der Suf der Poſtem wird jetzt durch ein plotzlich eingefallenes mit Regen vermiſchtes Thawetter nicht wenig erſchweret. Der Donauſtrom, der durch die Sttenge des diesjaͤhe igen Winters eine ſo dicke Eismaaße erzeugte, daß ſchwer beladene Waͤgen daruͤber fahren kanten, hat ſich zwar ſchon ſeit ein daar Tagen geodffnet, und das Eis ſich gebrochen, auch ſind von den obern Ge⸗ enden viele Eiswaͤnde abwaͤrts gelom⸗ Nen, allein von unſerer koſtbaren ſtei⸗ nen bis zur hoͤlzernen Bruͤcke ſtocken dieſelbe, das Waſſer ſchwellt immer Hher an und es laͤßt ſich ſewohl fuͤr de Muͤhlwerke als die Gebaͤude des tern Worths keine geringe Gefahr Ind Seſchdigung beſorgen. Dieſe ab⸗ zuwenden, oder wenigſtens zu vermin⸗ ind ſtern Nachmittags ein paar Kauvnen auf den Bruderworth gefuͤhrt, und aus denſelben in die ſich angehaͤufte Eisdecken ſcharf, aber bis⸗ her ohne Erfolg gefeuert worden. Schreiben aus Innsbruck den 66. Febr. Ann 13. dieß Nachts um halb ſteben Uhr zogen die hoͤhen Herrſchaften aus May⸗ and ner mimatiſcher Muſik, durch die ihnen exrichteten Trumphbogen hicr ein: *— Houte fruůh gegen d⸗ Uhr ſuhren Ihro koͤnigl. Hoheit der Erſherzog Ferdinand mit dem Oberſthofmeiſter unſerer Erzher ogin Gra⸗ ſen vvn Spaur, und dem General Gra— ſen von Collbredo dem Kurfurſten von Pfalzbayern bis Zirl entgegen, wohln be⸗ xeits quch unſer Herr Gouvernceur, und die 2 kayſerl. Geſandten vorausgegangen waren. Um 5 Uhr ruͤckten unſere 2 Ba⸗ taillons von Neugebaur, und Wilhelm Schroͤder aus, um Spalier zu machen; bey Hef ſormirten die Cavaliers ein Spa⸗ lier. So bald der Kurfuͤrſt mit ſeiner Suite zu Krogebiten angekoͤmmen war;, wurden von unſern Stuͤcken und Moͤrſern die Zeichen gegeben. Um halb ein Uhr geſchahe der ſeyerliche Einzug. Der Kur⸗ fuͤrſt ſaß rechter Seits, der Erzherzog Fer⸗ dinand aber liinker Hand: voraus ritte der Poſtmeiſter von Zirl, neben dem Kur⸗ fuͤrſten der eommandirende Oberfllient. von Meugebaur Baron Balteſer, der Stallmeiſter unſerer Erzherzogin,, and der Leibeurier des Erzherzogs Ferdinand; lin— ker Hand 2 bayeriſche Leibcuriers, und ſo— dann felgten die uͤbrigen Wagen. Der Kurfuͤrſt von Pfalzbayern ſieht ungemein munter und geſund aus.— Geſtern war bey Hof die feyerliche Vermaͤhlung in der Stille als dieſe voruͤber war, gab der Oberſthofmeiſter von dem Balcon das Zei chen/ worauf dieſe frohe Begebenheit dem Volk mit 20 Kauonenſchuͤſſen bekaͤnnt ge— macht wurde. Heute iſt Freyball und freye Redoute. Morgen iſt fruͤh um 6 hr die Abreiſe feßgeſezt. Die hohen Herr⸗ ſchaften aus Maylakd geben denen NReu⸗ vermaͤhlten kurfuͤrſlichen Durchlauchten das Beglkite bis an die bayeriſche Graͤu⸗ ze, wozu 96 Poſtpferde in allen erſordert werden. Die Bagage geht uͤber Kufſtein nach der Reſidenzſtadt Muͤnchen.— Es hereſeht bey Hofe and in unferer ganzen Stadt allgemeine Froͤhlichkeit, und alles iſt nach Wunſch poruͤbergegangen. Die nun⸗ mehrige Frau Kurfuͤrſtin von eeee Durchlaucht iſt ungemein reitzend, einneh⸗ mend, und herablaſſend, und die braven treuecn Bayern bekommen an Ihr eine recht erwuͤuſchte Landesmutter. Auſpach, den 15. Febr. So eben geht die Nachricht ein, daß der allgemein geliebte, geſchaͤtzte, und verehrte Fuͤrſtbiſchoff von Wuͤrzburg und Vamberg geſtern in die beſſere Ewig— keit uͤbergegangen ſey. Maynz, den 10. Febr. Geſtern Mend um 10, Uhr ereigne⸗ te ſich ein betruͤbter Zu fa U. Ein ſten ertrunken ſind. groſſer Zuſammeufluß von Schueewaſ⸗ ſer ſtuͤrtzte gleich einem Wolkeunbruche durch Zahlbach gegen den errichteten Damm zwiſchen dem Linſenberg und dem Hauptſtein, vor welchem ohnedies ſchon uͤber 40. Schuhe Waſſer gelegen, brach hier ſeitwaͤrts durch, und riß das zur Wirthſchaft wohl eingerichtete groſ⸗— ſe Gebaͤude, der Sounengarten ge⸗ nannt, ganz zuſammen, ſo daß der Wirth kaum noch Zeit hatte, ſich und ſeine Familie durch die Feuſter im mitt— lern Stocke auf den Hauptſtein zu ret⸗ ten. Das Brauſen des Waſſers, wel⸗ ches durch die Wildgraͤben und Treu— cheen ſich wuͤthend fortwaͤltzte, war ſchreckbar. Erſt nach Mitteracht lief das Waſſer etwas ab. Heute fruͤh ka⸗ men daunn noch die traurigen Berichte dazu, daß 7. Soldaten auf ihren Po— Die Gegenden vom Bruch und Mombach ſind uͤberſchwemt. — Geſtern und heute hoͤrt man die Franzoſen entfernt dfters aus kleinem Gewehr feuern; was es zu bedeuten hat, weis man nicht.— Dieſen Abend um 5. Uhr brach plotzlich das Rheiu— eis vor unſerer Stadt los, als noch Menſchen und Vieh ſich darauf befan— den. Das Lamentiren war ſchrecklich, Ob Leute dabey verungluͤckt ſind, weiß man unoch nicht ſicher. Inzwiſchen lief das Eis ruhig und ohne den mindeſten Schaden ab. Das Waſſer wuchs da— bey ſehx langſam, und kan blos durch die Kauaͤle unter einige Stadtthore Weſel, den 5. Febr.* In Holland wird nicht die im Jahr 1786. und 1787. entworfene, ſondern eine der neuen franzoͤſiſchen aͤhnliche, Verfaſſung an enommen. Die Arti— kel eiger Kapitulation, welche man zu⸗ erſt angab, waren unaͤcht. Aun Geld⸗ eontribution haben die Franzoſen, bis jetzt, noch nichts bezahlt erhalten.— Die Geſchaͤfte und Verſammlungen der Kaufleute auf der Boͤrſe zu Amſter— dam und Rotterdam ſind nicht unter— brochen worden. Nur am Tage des Einmarſches, am 19. Jan. ſtund al⸗ ——— — les ftill, und das Baukgeld war auſſer Curs: am 20. Jan. ſtund es zu 60. am 23. Jan. ſchou wieder zu 754 Procent. Schreiben aus Amſterdam, den 29. Jam Die 6. Patrioten, welche wegen der bekannten Addreſſe vom 14. OSctober vorigen Jahrs hier ius Gefaͤngaiß ge— ſetzt worden waren, ſind am Tage der hieſigen Revolution ans ihrem Gefaͤng— niſſe freygelaſſen, in 6. Katſchen nach dem Stadthauſe gefuͤhrt und daſelbſt von dem auf dem Damme unzaͤhlig verſammelten Voelke mit groſſem Ju— bel empfangen worden. Die hollaͤndi— ſchen Reuter than hier in Amſterdam mit den franzoͤſiſchen Huſaren Dienſte. Alles iſt hier ruhig und febhlich, und die Straßen voll Volks. Die mieiſten Nordhollaͤndiſchen Staͤdte ſind der Re— volution beygetreten. Die letzte Poſt nach Bremen und Hamburg iſt am 22. Jan. von Amſſter dam abgegaͤngen; aber unter Wegs angehalten worden. Schreiben aus dem Muͤnſteriſchen, dem 4. Febr. Im Haag ſind bey dem Vordrin— gen der Franzoſen gegen Holland nur die Miniſter der neutralen Staaten zu— ruͤckgeblieben. Am 18. Jan. reiſete der Erbſtatthalteriſche Hof uͤber Schede⸗ ningen nach England ab, woſelbſt er auch glaͤcklich auzekommen. An eben jenem Tage giengen der Großbrittani— ſche Bothſchafter, Lord St. Helen s, der engliſche Min ſer Elliot und der kayſerl. konigl. Geſchaͤftstraͤger, Herr von Pelſer, nach England, der koͤnigl⸗ preußiſche Geſandte Graf von Keller, der Hannoͤveriſche Miniſter, Herr von Hinauͤber, und der koͤnigl. ſardiniſche Geſchaͤftstraͤger, Herr Kenti, aber nach Deutſchland ab. Letztere drey ſind veon Enkhuyſen in Nordholland nach Stoveren in Friesland uͤber den Zuͤ— derſee mit Eisboten, und zwar bis auf wenige Miunnten, ausgenommen, wo die Boots mit Rudern durch das gebrochene Eis fortgebracht wurden, zu Fuß gegangen. Schreſden aus Bremmen, den z. eb Hier ſollen Briefe aus London bis zum 18. Januar ſeya, die heimlich in Hol— land gelandet ind. Der Verluſt vos Holland, den man in England ſchon ſehr nahe ab hſoll keine große Beſtuͤrzung erregt haben; man ſprach von einem Em⸗ bar o auf, alle hollaͤndiſche Schiffe, und von Ausruͤſtung vpn Caper gegen die Hoſ⸗ aͤnder. Die große Conboy von 156 Schif⸗ fen, mit 6000 Mann Truppen au Bord, war nut gutem Winde nach Weſtindien abgegangen, und alles war heiter und froh und hoffte eine buͤhende Haudlung. Von der hollaͤndiſchen Graͤnze, den 3. Feb. Die Auffoderung, welche der fran— oſiſche General Daͤndels dem Aniſter⸗— ammer Kommaudauten Golofkin zu— ſchickte, lautete folgendermaſſen:„Ich befehle Dir, General, mit Deiner un— terhabenden Garuiſon ſogleich die Stadt zu raͤumen, denn ich bin Willens noch dieſen Abend in die Stadt einzuruͤcken.“ — Die Frauzoſen ſellen in Amſterdam d eine Aushebung von 6000. Rekruten verlangt haben.— In ſehr vielen Staͤdten hat der Erbſtatthalter und das Oraniſche Haus immer einen ſtarken Anhang behalten, und im allgemeinen iſt dieß bey den Landleuten, Fiſchern, Schiffern und andern Seeleuten durch— gaͤngig die Geſinnung.— Die Actib⸗ nen, welche ſeit dem Aufang des Jau. in Holland vorgefallen, haben den Fran— zofen 20000. Mann geloſtet, weil be— ſonders ihre Bleſſerte bey der groſſen Kaͤlte faſt alle geſtorben ſind.— Be—⸗ kanntlich kam eine Stunde nach der Abreiſe des Erbſtatthalters aus dem Haag ein Kogrier von den zu Paris befindlichen hollaͤndiſchen Commiſſarien am erſtgedachten Orte an, und uͤbete brachte die Nachricht, daß Fraukreich Willens ſey, unter folgeaden beyden Bedinzuggen mit Holland Frieden zu machen: 1T. Daß den Frauzoſen das Fort Crebecdur eingeraͤumt bleibe. 2. Daß die Revublick Holland mit Fraukreich eine Allianz ſchließe. Da aber bal darauf die frauzoſiſchen Truppen ſich bereits von Amſterdam und den mehre— ſten hollaͤndiſchen Staͤdtem Meiſter ge— macht hatten, und der Erbſtatthalter nicht mehr gegenwaͤrtig war, ſo duͤrf⸗ e das Scheckſal Hollauds nunmehr noch auf eine andere Art beſt mit werden, WVen Maſterdam iſt eine Staffette mit mehr als 40. Briefen mit Erlanb⸗ niß der Franzoſen durch gelom men wel⸗ che vermuthlich dieſe Briefe geleſen ha⸗ den. Sie enthalten aber nichts wie andels angobegenheiten. Alle Rechnuu⸗ gen wurden noch wie vorhin in baarem Gelde nicht in Aſſignaten, zu Am— ſterdam bezahlt. Straͤßburg, den 6. Feb. Matthien, der neulich zum Malre —nt wotden war, hat dieſe Stelle niedergelegn, welche hierauf Xaverius ler erhielt. Mehrere Mittlieden der Nationalkouventien zu Paris wa— den mt der Ernenuung des erſten, als eines Nichtdemekraten, wie ſie ihm hannten, nicht zufrieden. Paris den 6. Feb. Uner General Hoſten hat in Dor⸗ drecht, Sorkum und in daſer Gegend e mezuüche Magazine gefunden: und un hat man erſt angefaugen, die in Beſitz genommenen Schiffe auf ʒu zeich⸗ den. Ein einziges Magagin enthaͤlt 060. Saͤtke Haber, und 2 Mllis⸗ Icm Bund Fen, jeden zu 12. Pfüud; Bauntweine Kaͤſe Kaſſee xc. Mam Haud an einem Ort 151.3u Gorkum bnnd zu Lowenſtein 67. Kaneuen; Doldrecht 632. metallene Kanonen, und 37 bie 50. tauſend Flinten; zu Echornhofenn 5 Kandouen: und aus —— den andern benachbarden Orten weis er die Zahl neih nicht. Auf der Merve fand man 12. Kanonierſchaluppen, je⸗ de mit einer 12oder 24pfuͤndigen Ka⸗— none, 2 engliſche bewafſnete und be— manute Bricks. In eben dieſer GEe— gend findet man ungeheuer viele Fou⸗ rage. Sehr viele Munition fand mau zu Nieuport und Schoenhofen; an lez⸗ terem Ort befonders 2,113. Tlinten, 175. Faͤßchen Pulver, 31. metallene Kanouen, 4. Moͤrſer, 2. Haubitzen und 574 eiſerne Kanpnen. Zu Nieuport 7000. Pfund Pulver, 15. Kanonen von Metall, 2. Moͤrſer, q. Haubitzen, 54. eiſerne Kanonen, 600. Flinten und 20. Doppelhacken. Auch fand man zu Dordrecht vieles dort verborgene Klo— ſterſilber aus Belgien. ——— Dienſtag den 3. Maͤrz und ſolgende Taͤge wird in dem St Aegidy Benefi clachauſe nachſt bein Domkapitelſchen Werncker bey St. Barbara ein Hauß⸗ rath goͤffnet aud darinn ein ſibernes halbes Brettſpiel, ein chichtige cck, An Vorlegloͤffel, Caffeeloͤſſetl Minn⸗ ten und Siockuhren, inwand an Loden geblaicht und ungeblaicht, Leib Tiſch und Settwaſch, Choproͤcke, ſchware vnd an— dae Kleider, Bettet und Bertſtetten, Seſſel, Siſch, Schreib⸗ Commod und an⸗ en Kaͤſſten Spiegel, Mahlereyen und andere ſchoͤne Tafelu Zinn, vier zingene RHirchenleuch ter/ Kupfer, Meſſing Sel⸗ arktüg, Glaͤſſer, etwas an Neckarwein, einige Buͤcher, und andere Haußfahrniſſe an den Weiſtbietenden gegen baare Be— ahlung erlaſſen werden Uhm.—7* henn ſchwaͤbiſchen allge meinen Kreis · Convent die m zelde ſtehenden ſchwaͤbſſchen Truppen an Proviant, Fourage, dſpitaͤler und danu die und Unter⸗ Demnach bey nachſthevorſtehendem Verpflegung Sol nnd Streh accht, wentger der Fel Joliung der Kheis Artllerie⸗Zelten ebr. in Ulin zu melden/ ihre Euntwuͤ ee en viſen ogen, damt, e Haupt. Licitativn und Abſchluß laͤugſ mit voergenommen, werden, bönnrn. Den 27. Jan. 1795. nd Requißten⸗Fuhrweſcns, au Sonmermongte vcin May bis Rorender m Admodiativn gegeben, ugd dieſt chal⸗ Vn mut ain ⸗ oder mehrrren in den Holiſchen Kreiſes-Landen aegeſeſſenen tuůͤchti⸗ gen Enrepreneurs, welche zugleich geuugſane Sicherheit zu leiſten ics Staͤnde waͤren, nd ſch am billigſten behandeln laſſen uden Necords abgeſchloſſen werden ſolleu; ls ad ſolches des Eudes audurch oͤffentlich bekaznt gemacht, damit alle diejenige, welche ſich in eine dergleichen Admodiatihn Anzulaſſen geſonnen ſcyn wollen ſich den rſe und Bedingungen, auf welche ſie eik e e edee die ſan mte Admodiativn zu uübernehmen. grdaͤchten, n den m elé Zul alda befindkehen Fiebehorde uu uͤbergeben, und ſich dergeſtal⸗— die kuͤnſtige 7 ——— eIreyheag, den 20. Febr. Anno 7s Augſpurgiſche Ordinari Poſtzeitung Von Staats, gelehrten hiſtoriſch. u. dtonomiſch. Neuigkeiten. Mit Ihro Roͤm. Rayſerl. Majeſtaͤt aller gnaͤdigſtem Frivilegο Werlegt und gedruckt von Joſeph Anton Moy, wohnhaft auf dem dwern Graben, in dem ſogenaunten Schneid— Haus. Wien, den 14. Febr. bisherigen oͤffentlichen Verhandlungen ge⸗ Se dem borigen Monate werden treuen Hergang der Scaen uicht wohl uſtuiche Anſalten getroffen, die en ſſnd—Sarauf olat der benachbarten Diſtelete von Pohleu eiue Juhalt der ugſten Reichsgut achtens/ die i onen, u welchem Geſchaͤfte, ern ſiuche Ein leitung ju einern ee und nter andern dem Kreishauptmanne, een Suede—— us e Beanm von Appelshofen, und dem als an erden eſere— 73 oon ppelshofen une Woleun ee omnnch kayſert Schriftſteller bekannten Kreisſchuldire⸗ Nonßat duſſern daß vwar die Wieder⸗ Iappe von Bochnia, die noͤthie herſtebaung der Rahe durh inen baldi⸗ gen Inſtruetionen ausgefertigt. Der geu Frieden dem Vaterlaad und der bey dem Commando des Korps d Ar⸗ Menſchheit zu wunſchen ſey.— daß ſich n Jaalien ſtehende Graf von aber viee Bebeutlichkeiten und Sowien e hat unter dem 3. Febr. berich⸗—— tet, daß nach mehreren Kundſchaftsbe⸗ Rajeſat Beruhignng gerraen wen. Iten nne Flotte d de x den ſichern Befehl erhalten hat, in dennt en d— nandtee den— letzten Tage des Monats Januar aus⸗ ſehen ou.— Daß Se Macſaͤt die ge⸗ zulaufen, daß ſie aus 15. Kriegsſchif⸗ wuuſchte Friedens⸗Einleitung nicht er— und mehreren auderen Fahrzeugen ſchocren oder verzoͤgern Jondern die an be lehet 26 000. Manu Landtruppen die dandgegrbege Baßs gitehmigen d vBocd hat und dieſe Flotte gegen ee e ſik Jin ſo 82646 zu bſende cznenug Corſika beſtimmt ſeyn ſoll. Daß ſie o eee ere—5* * 8 8 X? 7*** wirllich ſchen ausgelaufen ſey hat nd Miitken vorſehalten.— Da Waß man noch nicht erfahren. iand dann das Kayſers Mogeſtaͤt Réensburg den 17, Febr e denn ar hut halten, wenn ſich eine *—*5 e3—* 1 Das am ieſec derd die Rechs weſhenche Außedt u einem bllligen, ane— J n anftaͤndigen und guuchmachen J J* den raung 1795 hetret ges zu hoſfen ſey blete weyſelhaft— de ene des Fechstrieges uod beſon dahen die daich chlurmal ge Ruſung um. ders die Einleitung zu einem annehm ichen In adee arben y 234 Ne—⸗ 446*—*— 9—* Frieden. Voran gehet ein? dis Darſtellung aͤber die Euntſtrhung und ae i ne jebe Surde auf jeden dortſchritte der gegen das Feich begange worigen Fabe her ale Kſte auzubie. nen Frudersbruch uud Feindſeligk eg, n b die Ehande rande uͤnd d ine Benchung auf die e den den Umſturs der tchee Baſaſſung m— 4 April 1790 ene ſerl Commiſſigns Mem Fliedensſchluß— — 8— em Friede u unterzeichnen. SDekrete und darauf erfelgte Reich ggutach⸗ A8 ee u3*04 Frankfurt, den 15. Jeb. ——— ne Uebe Eyhrenbreitſte in vernimmt man in dem Reichstags Vrotokylle und den ewer uorendrrueuz man, enen Reich gutachten ige zuͤge wahr⸗ vaß General Bende kaͤrzlich wieder eommen ha den, welche mit dem den nen Ausfall gemacht und den drane —2—* *— zoſen eine große Anzahl Waͤgen mit Mundvorrath, worauf ſich auch Geld befunden haben ſoll, weggenommen ha⸗— be.— Von ſcuͤhlheim wird geſchrie⸗ ben, daß am 3. und 4. dieſes viele frauzoͤſiſche Truppen kheils oben heruu— ter hinter Kolln, theils aus Kolln den Rhein hinunter marſchirt ſeyen, und daß ſo auch dieſſeits die Truppenzuͤge gegen den Niederrhein anhalten.— Die Franzoſen treffen gegenwaͤrtig Au— ſtalten, ſich der Propiuz Seeland zu bemaͤchtigen, und ruͤſten zu dieſem En— de eine groſſe Anzahl kleiner Fahrzeu⸗— ge aus, auf welchen ein betraͤchtliches Korps Truppen eingeſchifft werden ſoll. — Alle hoͤllaͤndiſche Staͤdte ſiud mit Organiſirung ihrer neuen Regierungen beſchaftigt. Man ſpricht von der na— hen Zuſammenberufung einer Art von Nationalkouvention, welche die kuͤnfti— ge Staatsverfaſſung beſtimmen ſoll. Zu Amſterdam iſt der in Verhaft geweſene Penſionair Fiſcher zum Maire ernannt worden.— Das oͤerreichiſche Haupt⸗ quartier iſt von Bocholt im Muͤnſteri— ſchen weiter nach Dorſten verlegt wor— den.— Die engliſche Armee ſoll im letzten Feldzug bis auf 11000. Manu worunter uoch 2000. Hannoveraner be— grifſen ſind, zuſammeggeſchmelzen ſeyn. Maynz, den 12. Feb. Alle Rheiniuſeln ſiud ſo uͤberſchwemmt, daß man gar keine Batterien mehr dar⸗ auf ſiehet. Die darauf befindliche Trup⸗ pen haben ſich noch bey Zeiten gerettet, und voͤrher die Kanonen mit Stricken und Ketten feſtgemacht. Heute Nach— mittag bemerkte man, daß die Fran— zoſen au einer Batterie bey Marien⸗ born arbeiteten; durch einige Kanoneu— ſchuͤſſe wurden ſie davon vertrieben.— Die Franzoſen ſchießen ſtark in ihrem Lager; vielleicht ſprengen ſie Holz mit Pulver.— Verfloſſene Nacht und den heutigen Tag durch iſt uun auch das oberlaͤndiſche Eis gluͤcklich durchgegan⸗ gen; 2. Schiffmuͤlen habeu jedoch ſtark gelitten. Das Waſſer ſtieg dabey laug⸗ ſam bis 5. Uhr Abends, wodurch die untere Straſſen unter Waſſer geſetzt wurden. Inzwiſchen ſind wir doch jetzt aus all weiterer Gefahr. Das benach— barte darmſtaͤdtiſche flache Land hat hingegen durch einen Ausbruch des Mayns ſehr gelitten, indem dieſes, ſo weit das Aug reicht, gaͤuzlich uͤberſchwemmt und mit Eis bedeckt iſt.— Noch weiß man nicht ſicher, ob bey dem vorge— ſtrigen Eisbruche vor unſerer Stadt, Menſchen verungluͤckt ſind. Viele am Ufer ſich befundenen Zuſchauer wollen jedoch mehrere der Eispaſſirenden zu Grund haben gehen ſehen.— Nach— dem die in Frankreich geweſenen deut⸗ ſchen Geiſel in Freyheit geſetzt worden ſind, ſo geſchah dieſen Abend die wirk— liche Uebergabe der zu Roͤnigſtein bis— her aufbewahrten franzoͤſiſchen Anhaͤu— ger an den feindlichen Vorpoſten.— Geſtern und heute wurde wieder ver— ſchiedenemal auf die Feinde, welche ſich ſtaͤrker ſehen lieſen, mit Kanonen ge— feuert. Wuͤrzburg, den 15. Febr. Geſtern fruͤh um 2. Uhr ſtarb hier Frauz Ludwig Philipp Karl, Fuͤrſtbi— ſchoff von Bamberg und Wirzburg. Seine gelehrten Kenntniſſe, Seine Thaͤ—⸗ tigkeit, und Seine vielfaͤltigen men— ſchenfreundliche Anſtalten, ſo wie Sein Patriotismus fuͤr deutſche Reichs- und Kreisverfaſſung machen die Regierung dieſes angebetheten Fuͤrſten ſicherlich auch in kommenden Jahrhunderten un— vergeßlich. Von der Weſer, den 8. Febr. “Ein Courier aus Amſterdam bringt die wichtige Rachricht, daß die Franzb⸗ ſen ſich der ganzen hollaͤndiſchen Marine im Texl, Vlie und zu Helovetfluts, ver— ſichert haben. Der Capitain Hiſtory hat dieſe Revolution zu Helovetfluis bexeitet, wo er, nachdem er au Schiffe von 64 Kanonen und den aͤßrigen hollaͤn— diſchen Kriegsſchiffen die dreyfardige Flag⸗ ge aufpflanzen laſſen, ſih aller engli— ſchen Schiffe und eides Englſſchen guf 700000 Gulden geſchaͤtzten Magazins be⸗ maͤchtigt und die fran ſchen Gefangenen in A geſetzt hat Außer den in den Haͤven befindlichen hellaͤndiſchen Kriegs⸗ e rechnuet man, daß deren noch 28 is 30 in See ſind. Mas dieſe thun, und zu welcher Varthey ſie ſich ſchlagen wer⸗ den, ſteht zu erſegrten. Indeſſen rechnet man, daß die frer oͤſiſchen Marine durch dieſe Revolutibn der hollaͤndiſchen Marine eigen Zuwachs von 30 Linieuſchiffen er— halte.— Wan rechnet, daß 350 bis 400 eungliſche Kauffahrer in den hollaͤndi⸗ ſchen Haͤven eingefroren liegen, die ſaͤmt⸗ uch den Franzoſen in die Hoͤnde fallen muͤſſen.— Geueral Daendels ſoll der Staͤdt Amſterdam die ſchriftliche Verſi⸗ cherung gegeben haben, daß es ihr frey ſehe, Aßignaten an unhmen oder nicht. Die beiden aͤltern Soͤhne des hingerichte⸗ ten Herzogs von Orleauns ſind zu Bremen angelangt.— Im Haag iſt de Verſamm⸗ lugg der Generaſtaaten und die des Staatsraths ausein guder gegaͤngen, folge ch die Ukion vorlaͤufig qufgeloͤſet. Die fraͤnzoͤſſchen Commiſſa ien logiren dort imn Hotel des Statthalters. Hanunover, den 9. Feb. In den hieſigen politiſchen Nachrech— ten wird aus dem Brandenburgiſchen folgendes gemeldet: Briefe aus Berlin von guter Hand berichten als zuverlaͤſſig, daß die ganze preufſ ſche Armee unter dem Feld mar⸗ ſchall bon Mollendorf die Ordre erbhaͤlt, vom Oberrheiu nach Weſtphalen zu ma— ſchiren, und ſich an die engliſch-hanndver— ſche Armee under dem Geueral, Grafen v. Wallmoden, anzuſchlieſſen. Der Aufbruch ſoll noch in dieſem Monat ſo fort ge⸗— ſchehen, und der Konig iſt eutſchloß ſen, mit dem groͤßten Nachdruck gegen die Franzoſen in Holland zu agiren, Man rechnet, daß im Maͤrz eine Ar— mee von 120,000. Mann in Weſtpha⸗ len zu ſtehen kommen wird. Auszug eines Schreibens aus Muͤnſter, vom 7. Febr. Seit einigen Tagen leben wir hier in her groͤßten Beſorgniß. Das hanndver— ſche Hauptquartier iſt ſeit Mit:wochen hier. Vortgeſtern haben die Oeſterreicher Does— burg verlaſſen, welches ſogleich von den ran oͤſchen Vorpoſten beſetzt worden iſt. die Oeſterreicher haben die Lippe beſetzt; wie lange ſie ſich da halten koͤnnen, iſt ungewiß, weil es ihnen bald an Lebens mitt a mangeln wird— So eben koͤmmt die Nachricht, daß die Franzoſen alles, was ſe jenſeits des Rheins in Requiſfi⸗ tion zeſetzt, wieder frey gelaßſen haben; dahingegen ſoll das Coͤllniſche 8 Milio⸗ nen, Limburg und Juͤlich 15 Millihnen, ben. und Achen 2 Millisnen zahlen. Auch Auch heißt es, der Koͤnig ven Preußen haͤtte an verſchiedene Regimenter den Be—⸗ ſedl ergehen laſſen, au zubrechen, die Moͤllendorfſfche Armee wuͤrde am Nieder⸗ rhein zn kommen, und die Oeſterreichiſche ſich kach Maynz ziehen. Hamburg, den 10. Febr. Noch immer haben wir keine Poſten aus Holland, und eben ſo wenig aus Englaud, ſo daß wir alſo ſchlechter— diugs nicht wiſſen, was ſeit einem Mo— nat in Eugland vorgefaͤllen iſt. Ein Fall, deſſen ſich die aͤlteſten Perſonen hier nicht erinnern.— Im Haundori— ſchen wird ſtark ausgehoben, aber ei— ne Menge junger Leute fliehen deßwegeun auſſer Landes. Man fuͤrchtet ſehr, der Krieg moͤchte ſich auf den Fruͤh— ling nach Weſtphalen ziehen. Vor— zuͤglich ſcheinen die Frauzoſen ihre Ab⸗ ſicht auf das Churfuͤrſtenthum Hanno— ver gerichtet zu haben.— Die Soͤhne des ehemaligen Herzogs von Orleaus ſind hier augekommen. Warſchau, den 1. Febr. Der Koͤnig hat aus Grodno, unter dem 18. Jan. ſowohl an den apoſto— liſchen Nuntius, Litta, Erzbiſchoff von Theben, als an den engliſchen Miul⸗ ſter, Herrn Gardiner, nach Warſchau geſchrieben/ um ſich von ihnen, weil es in den gegenwaͤrtigen Umſtaͤnden nicht nach der eingefuͤhrten Gewohn⸗ heit habe geſchehen konnen, ſchriftlich zu beurlauben, und hat jedem eine brillantirte Tabatiere mit ſeinem Bild⸗ niſſe zum Andenken uͤbermacht. Bey— de haben unter dem 22. Jau. geant— wortet, um dem Koͤnige ihren Dank zu bezeigen.— Die Schulden des Koͤ— nigs belaufen ſich auf ohngefaͤhr 5. Millionen Gulden, daher Se. Maje— ſtaͤt zur Tilgung derſelben, Dero Luſt— ſchloß Laſienki, nebſt verſchiedenen koſt⸗ baren Geraͤthſchaften ꝛc. beſtimmt ha— Zu Grodnuo werden Se Maje— ſtaͤt auf Koſten der rußiſchen Kapſerin auf das praͤchtigſte bedienet, und taͤg⸗ lich zieht eine anſehuliche Wache im Schloße auf. F— i—— — Paris, den 6. Feb. Der Zentner Smirniſche Baumwolle gilt jetzt in Fraukreich 1800. Livres, die St. Domingo der Zentner 2100. bis 2600. Liores in Aſſignats. Die Fracht im Innern des Landes iſt aus RMangel an Pferden und Haber fuͤr die— ſelben auf einem ungeheuren Preis.— ———— Die hoͤchſte Kaͤlte, die wir hier im ge⸗ geuwaͤrtigen Winter hatten, war 184 Grade, im gaͤmzen Jahrhundert war ſie auch in den kaͤlteſten Wintern nicht uͤber 13, Grad geſtiegen.— In meh⸗ rern Gegenden von Frankreich ſind jetzt auf den Poſtaͤmtern faſt gar keine Pfer⸗ ʒe zu haben. In Lyon ko tet das Pfund Brod 36. und das Pfund Kuhfleiſch 50. Sols.(20. Sols machen 27. Kreu⸗ zer.) Aus der Veudee lauten die Nach⸗ chten fortdaurend nicht guͤnſtig. Die Rohaliſten trauen den Verſprechungen der Nationalkonvention nicht, und wol— len alſo die Waffen nicht niedetlegen« Es heißt ſogar, ſie wollen den Grafen von Ntois aAber England auf naͤchſten Fruͤhling zu ſich kommen laſſen, um hn an die Spizze ihrer Heere zu ſtel⸗ len.— Die Nationalkonvention hat vderordnet, daß der Kopf des Priuzen von Tahnont, den vie jalebiniſchen Schreckensmenſchem zu Laval guilloti⸗ met, und daun den Kopf in Weinſpi— ritus verwahrt, auf dem Rathhaus da— ſelbſt aufgeſtellt hatten, weggenommen und verſcharrt werden ſoll.— Es ge— hen jetzt eine Menge Franzoſen frey—— willig zu unſern Armeen um Kriegs⸗ dien de zu nehmen, damit ſie zu Hau⸗— ſe nicht berhungern. Denn bey den. Ameen heerſcht noch immer wo nicht Ueberfluß, doch wenigſtens kein Nan⸗ gel. Dieß iſt auch die wahre Urſache, wa⸗ rum die franzoſiſhhe Armeen, alles taͤglichen Abgaͤnge uagrachtet, immer ſort volhaͤhltz und h reich ſind. VBiele taͤuſend Fragzoſen nehmen Feywill g Kriegsdlenſte weil ſſe zu Hauſe kbeinen Verdienſt, und kein rod haben. Die Armeen aber muͤſ⸗ ſen immer vorrücken, und waͤre es zuch bloß deßwegen, um Lebeusmit⸗ J e hn. bekoemmen, weil alle ihnen im — ——— Ruͤcken ſegende Luder ausgemergelt ſind. Hieraus erhdellt die Gefahr, welche Deutſchland droht, wenn den zahlreſchen ſeindachen Armeeh nicht gzlcichfalls zahlreiche und ſtreitbare Heere entgegen geſeßzt werden. Stockholm, den 27. Febr. In unſerm Reiche werden gegenwaͤr—⸗ tig ſehr bedeutende Seu m men von Fleumnden, und beſonders Hollaͤndern, deponirt. Allen Anſtalten nach zu ur— thetlen, wird im kuͤnftigen Junius Mo— aat eine Zuſammenkunft zwiſchen dem Schwediſchen uud Daͤniſchen Hofe in dem zu haltenden Lager in Schonen Statt finden. Einige, die noch wei— ter gehen, behaupten, daß ſolche ſich auf den Durchgang einer rußtſchen Flotte durch den Sund beziehen werde. Kurzgefaßte Nachrichten, Bey der am 12. Jan. zu Peters⸗ burg Statt gehabten groſſen Befoͤrde— rung wurden der in Pohlen geweſene Herman Brauitzky uud der geweſene Kronfeldzeugmeiſter, Graf Felix Poto⸗ Fh, beyde Haͤupter der targowitzer Confoderation, zu Generals eu Chef, und der Generalmajor, Baron Spreng⸗ porten zum Generallieutenant ernannt. Am 7. dieß trafen 77. franzoͤſiſche Deſerteurs in einzelnen Parthien, wo⸗ anter ſich auch 2. Officiere befanden, n Mahnz ein; Letztere verlangten gleich nach ihrer Anku nf t mit dem Gouberneur zu ſprechen, welches auch bewilligt wurde. Am 8. wurden ſie auf ihr Verlangen, nebſt andern, zum. Condeiſchen Korps abgefuͤhrt.— Nach einer aus dem kayſerl. und Reichs Hanptquartier zu Heidelberg n Maynz eingetroffnen Erdre, ſoll ei⸗ e Aſte von den bey einem jeden Re⸗ zimente befindlichen Cadetten, nebſt Anzeige ihrer Auffuͤhrung ihrer Faͤhig⸗ keiten auch Beſtimmung, ob ße eini⸗ ge geometriſche Kenntuiſſe haben, ins Hauůptquartier nach Heidelberg abge⸗ ſchickt werden. Man vermuthet, daß einige der Geſchickteſten, bey der Er— richtung eines Telegraphen gebraucht werden ſollen. — —— ——— Nro 45. Samſtag, den 2r. Febr. Anno 1798. Augſpurgiſche Ordinari Poſtzeitung Von Staats, gelehrten, hiſtoriſch. u oͤbonomiſch. Neuigkeiten. Mit Ihro Voͤm. Bayſerl. Majeſtat allergnaͤdigſtem Privilegio. Verlegt und gedruckt von Joſeph Anton Moy, wohnhaft auf dem obern Graben, in dem ſogeraunten Schueide⸗-Haus. Wien den 14. Febr. hre Majeſtaͤt die Kayſerin iſt nun wieder zur allgemeinen Freude ganz hergeſtellt, und wird naͤchſtens dem Goitesdienſt offentlich beywohnen auch wieder im Theater erſcheinen. Der Leibartzt von Laghuſius als Ordinarius iſt dafuͤr mit einer goldenen Uhr en email ſammt Kette, alles praͤchtig mit Perlen beſetzt dann 200. Dukaten, der Hofmedicus Baron Quarin aber mit 100. Dulkaten beſchenkt worden.— Des Donaueis ſteht ohngeachtet des ſchon ſeit 10. Tagem angehaltenen Thauwetters noch unbeweglich und erſt noch geſtern giengen die ſchwerſten Waͤ⸗ gen bey Preßburg daruͤber. Heute ugt es jedoch ſtark zu krachen an; ſodaß man fuͤrchtet, die Bruͤcken duͤrf⸗ en heute Nachts weggetragen und da— durch die Gemeinſchaft mit. Bohmen abgeſchnitten werden. Indeſſen iſt die ndtchige Vorkehrung auf alle Faͤlle ge⸗ twoffe. ⸗ Die Execution der Mor⸗ der des Garde Rittmeiſters Veghelyi— ſoll kuͤnftige Woche fuͤr ſich gehen. Maͤnchen, den 19. Febr Den I8. dieß um 5. ein Viertel Uhr Nachmittags hatte hieſige Haupt-⸗ und Reſtdenzſtaͤdt die unbeſchreibliche Wonne Se. churfuͤrſtl. Durchlaucht. unſeren gnaͤdigſten Landesherrn Karl Theodor mit Hoͤchſtdero durchlauchtig— ſten Frauen Frauen Gemahlin Maria Leodoldina von Oeſterreich in hoͤchſter⸗ wuͤuſchten Wohlſeyn unter allgemeinem Jubel aus Innsbruk zuruͤck in ihren Ringmanern ankommen zu ſehen. Paris, den 6. Feb Um die Gemuͤtherr nun zu beruhis ten unter den Ruinen einer oder gen, verbreitet man die Hollaͤnder muͤßten gegen 800. Mill id n en baar Geld zahlen, und 4000. Millionen Aßignaten uͤbernehmen, wobey wir zwar 80. Procent verliehren, allein doch baar Geld dadurch bekommen. Oer Krieg in den Autilliſchen Inſeln iſt fuͤr jede Parthie ſo ſehr menſchenfreſſend daß 7. Achttheile der Truppen, die wir dort hatten, und nach und nach noch hingeſchickt haben, aufgerieben ſind.— Um die politiſche und geiſtli— che Vorurtheile der belgiſchen Nation zu vertreiben, ſollen faͤhige junge Leu— te ausgeſucht, und in die Normalſchu— len nach Paris geſchickt werden.— Das Publikum erwartet mit groſſer Sehnſucht den Bericht der Commißion uͤber den Barrere, Collot, Billand, und Vadier Je laͤnger dieſer verzo— gert wird, deſto groͤßer wird die Kek— heit der Schreckenverbreiter und Blut⸗ ſaͤufer. Aus ihren Drohungen, und den Unruhen, die ſie im mittaͤglichen Frankreich verbreiten, laͤßt ſich ſchlieſ⸗ ſen, daß ſie ein neues Complot im Werke haben. Jene Angeklagte muͤſ⸗ ſen alles anwenden, um ſich zu retten— und dieß kbonnen ſie blos, wens alles uͤbern Hanfen geworfen wird, und mit— der andern Reglierungsverfaſſung. Ihrem Vorgeben nach, ſind ſie es allein, die Frankreich gerettet haben, ohne in Betrachtung zu ziehen, was der Muth unſrer Truppen, das Genie ihrer An— fuͤhrer und die Spannkraft des Volks bewuͤrkt haben. Sie beweiſen durch ih⸗ re elende Vertheidigungen, daß mau mit Huͤlfe der Verbrechen dahlm gelau⸗— gen kann, gar keine Gewiſſensbiſſe mehr zu haben. Paris, den 8. Febr. Die Nationalconvention iſt mehr als jemals auf ihrer Hut, denn die Jako— biner gehen mit neuen Verſuchen um, ihre Lieblinge Barrere, Collot'Her— bois ꝛc. zu retten.— In Bourdeaux, welche Stadt ſeit dem Aufang der Re⸗— volution vieles gelitten, herrſcht Hun⸗— gersnothweil die gefrorne Garoune die Zufuhr abgeſchnitten hat.— Gegenſdie frauzoͤſiſche Poſtaͤmter, die doch miei— ſteus mit Jakobinern beſetzt ſind, lauf— fen von allen Seiten groſſe Klagen ein. Man erdfnet die Briefe, uunterſchlaͤgt ſie, und ſtiehlt die darinn beſindlichen Aſſignats.— In Belgien werden ge⸗ genwaͤrtig die ruͤcktaͤndigen Contribu— tionen durch Executien eingetrieben; in Bruͤgge ſind 52. bemittelte Perſonen arretirt, und nach Lille geſchickt worden, wo ſie ſo lange bleiben ſollen, bis al⸗ les bezahlt iſt.— Die Breſterflotte ſoll im Kanal durch Sturm viel gelit⸗ ten haben; man wuͤnſcht, daß ſie bald wieder in dieſem Hafen aukommen moͤchte. Genua, den 6. Feb— In Toulon iſt eine gewaltige See⸗ und Landmacht zur Abfahrt und zur Eroberung von Corſika hereit, oder wahr⸗ ſcheinlich iſt ſie ſchon abgeſegelt. Die Seemacht beſteht aus 15. Linienſchif⸗ fen, 16. Fregatten, und einigen hun— dert Transportſchiffen. Die engliſche Flotte, welche zu Fiorenzo in Corſika ligt, hat kuͤrzlich durch ſtuͤrmiſche Wit— terung gelitten; an Linienſchiffen duͤrf⸗ te ſie der franzoſiſchen emlich gleich ſeyn, und es iſt ein fuͤrchterliches See— treffen zu erwarten, wenn beyde Flot— ten, wie es nothwendig iſt, aufeinan⸗— der ſtoſſen. Von dieſer Seeſchlacht wird hernach das Schickſal von Corſika ab⸗ hangen. Werden die Englaͤnder geſchla⸗ gen, ſo hindert die Franmzoſen unichts mehr, auf dieſer Inſel zu landen, wo ſie nech einen groſſen heimlichen Au— hang haben. Kuͤrzlich hieß es, der Koͤ— nig von Neapel wolle ſeine nicht unbe— traͤchtliche Seermacht zu den Englaͤndern ſtoſſen laſſen, aber vielleicht hat es mit derſelben die nemliche Bevpandnis, wie mit den 16000. Mann Landtruppen, die nach der Lombardey marſchiren oll ten. Wenigſtens hat man uoch uſcht gehoͤrt, daß die neapolitaniſche Staͤdre abgeſegelt ſey, um ſich mit der engli⸗ ſchen, die ihrer wohl beduͤrftig waͤre, zu vereinigen.— Jetzt erſt fehen die Englaͤnder recht deutlich ein, welch ei⸗ nen groſſen Fehler ſie Anno 17932 3u Toulon gemacht haben. Im Soptem— ber ergab ſich ihnen dieſer hoͤchſtwich⸗ tige Seehafen. Sie thaten, was ſie immer konnten, um eine zahlreiche Be⸗ ſatzung in denſelben zu legen. Euglaͤu— der, Spanier, Napolitaner, und Pie— mouteſer traſen hier zuſammen und gleichwohl wurde die Beſatzung nicht zahlreicher, als ungefaͤhr 2000. Mann— Haͤtte das ſuͤdliche Frankreich an dem Aufſtaud von Toulon gegen die Natio— nalkonveution Antheil genbmnen, ſo waͤre dieſe Beſatzung hinreichend gewe— ſen, ſobald aber die Franzoſen Zeit ge— wannen/ 60,000. Maun in die Nach⸗ barſchaft von Toulon zuſammen zu zie⸗ hen, da haͤtte man den Gedanken, das eben uicht feſte Toulon gegen eine ſot⸗ che uͤberlegene Macht zu behaupten aufgeben, und ſaͤmmtliche Schiffe M— gatzine, und Vorraͤthe noch zu rechter Zeit hinwegfuͤhren, und die Einwohner in Sicherheit bringen ſollen, anſtatt daß man am 17. Dec. nur in der Eil einen geringern Theil der Schiffe und Magatzine in Brand ſteckte; wobey aber immer noch ſo viel uͤbrig blieb doß die Franyzoſen nun wieder eine fo an— ſehliche Seemacht in nemlichen Hafen ausruͤſten konnten Sehreiben von der pohltiſchen Graͤnze, den 6. Feb,* Der Koͤnig von Pohlen hat unterm 18 Jan. folgendes Schreiben aus Grodno au den noch zu Warſchau beſindlichen engli ſcher Geſandten, Herrn von Gardiner, erlaſſen: Mein lieber Gardiner! 3* „Da meine Rolle und Ihre Rolle bey mir ihrem Eude ſehr naht zu ſeyn ſchet⸗ nen, und da ich nicht mehr hoffe, Sie wieder zu ſehen, ſo iſt es mir wenigſteus daran gelegen, Ihncu Lebewohl! zu ſa⸗ gen Fund zwar vom Grunde meines Her⸗ ſens. Sie werden in meinem Herzen Ih⸗ den Plaß bis uu me nem Tode behalten, und ich hoffe das man uns wenigſtens da wieder aſammen treffen wird, vwo richtſchaffene Scelen und gute Herzen ach, meger Mehnung nach, auf immer cinigt iindeu muͤſſen. Alles, was zu der wohnchen Caquette gehoͤrt, iſt durch en rauriges Schickſal ſo derangirt und nterbrochen, daß wahrſcheinlich meder Sie doche ch die diplomatiſchen Geraͤu⸗ che erfuͤlen koͤnnen. Immer aber wird wahr blaben, daß ich Ihren Koͤnig und Ihre Nalion liebe und ehre. Dieß verdee Sie hueu ſagen. Immer wird es dahr bla en deß ich wuñ chle, daß Sie das Andenken und die Zußeigcung gegen Ihren Freund behalten. Kanu ich nicht Aehr ſabſt mit Ihnen reden, ſo muͤſſe wenigſtens mein Sildniß fuͤr mich zu ih⸗ nen reden. Stanislaus Auguſt, Koi.“ Antwort des eugliſchen Geſandten, Herrn von Gardiner. Sire! Dlief, welchen Ewr. Maͤjeſtaͤt mir bie Ehre erwieſen haben unterm 18. dieſes aus Groduo an mich zuu ſchreiben, und den ich geſtern erhalten habe, hat dch bis zu Thraͤnen geruͤhrt, und ich ein⸗ pfiude noch die verurſachten Bewegungen dffe ben, die ich unmoͤglich beſchreiben kana. Ich danke Eipr. Meßaͤt unend⸗ ich ſuͤr das Geſchenk, welches Sie mir ablrfandt habeu. Es iſt mir, Sirc, dop⸗ pa ſdaͤtzbar, indem es enes Theſls aus den Haͤnden Ew. Majeſtaͤt ſommt, und audern Theils Ihrem Bilde ſo aͤhnlich iſt. Es war ikdeß dicht noͤhig, Stre, etwas a haben, um Sie in ein Andenken zu⸗ Ad bringen. Das Bildniß Ewr. Ma— ANat/ die Botre ichken ihres Charakters, Ihre befondere Guͤte gege mich gad Ihr Aucluͤck, Sire, ſind ſo in mein Herz ein⸗ gegraben, daß ſie nie daraus verloſcht Derden koͤnnen. Moͤchte der gerechte Him⸗ mel Ewr Majeſtaͤt kemftig ein Schickſal verleihen, das Ihrer Tugenden wuͤrdig waͤre und mochte er die Ruhe in Ihrer Seele wieder herſtellen, die nach ſo dielen Slurmen ſo noͤthig iſt! Meine Gebethe/ Sire find beſtaͤndig fuͤr das Wohl Ewr. RMoeſtaͤt gerichtet, und ich bitte Sie, zu geruhen, dang und wann an eine Perſon denken, die beſtaͤndig die Empfikdun— en der lieſſten Ehrerbielung und der voll⸗ kommenſten Hochſchaͤzung gegen Sie be⸗ haͤlten wird. Geruhen Sie bch Exre—⸗ die Berfcherung der wirklichen Ergcbeu⸗ het anzunehmen womit ich die Ehre ha⸗ be/ zu ſecyn— Sitre!— Ehor. Majeſtaͤt de Gardine Enbohé extraordinglre und bevolmaͤch⸗ lugter Riaiſter Sr. buttiſchen M aje ſta Zugleich anterm 8. Jannar haben Se— pohlaiſche Majcſtaͤt von Grodus ſelgendes SGreiben au den uech u Warſchau be⸗ fuduchen paͤbſtl. Nuutius ,Herrn Litta, Erzbiſchof von Theben erlaſſen: Ke weniger Auſchetn dazu iſt, daß wir unſete poliuſche Verhaͤltniſſe nach den bis⸗ her ſtatt gehabten Gebraͤuchen gegenſettig Ndigen konnen, deſto augelegner iſt es mir⸗ Ew. Eminenz wenigſtens auf die einzige Iet, auf welche ich es noch thun kaun, mein Bedauern zu erkennen zu geben, daß ich kur ſo kurze Zeit Ihre Anweſenheit n Pohlen and aue liebenswuͤrdigen und hoͤchſt ſchaͤbbaren Eigenſchaften habe ge⸗ Aeen lbonnen, die ihnes allenthalbez, woe Sie ſad, oder bekaͤnnt werden moͤgen— Kebe und Hochſchaͤhung erwerben werden. Wie auch das Schickſal, das mener war—⸗ tet, ausſahlen, und wo auch immer ich mich auſhalten mag ſo werde ich ſtels Neine kindache Ehrerbietung gegen unſern gemeinſchaſtuichen Vater und meine zaͤrtliche Freund gaſt gegen Six beybehalten. Seyn Sie, h bitle die Oolmeiſcher meiner Geſnnukgen bey Sr. Heiligkeit und hal⸗ ten Sie Sich von meinen Geſinnungen ge⸗ gen Sie ſelbſt gauf immer uͤber eugt. Wenn diner meiner Wuͤnſche erfuͤllt wird, ſo ge⸗ be ich die Hoffnung nicht ganz auf noch perſoͤnlichn Segen Pius VL. uu erhalten, uͤnd den ſo wuͤrdigen Enbiſchef ven The⸗ ben zu umarmen Ich erſuche Sie in⸗ wiſchen, das Bildniß deſſen auſbewahren, der ſich aufrichtig neunt Igr affectionirter Stamslaus Auguſt, Roĩ.“ Antwort des Runtius, Herrn Litta, auf vorſtehendes Schreiben: Sire! Die guͤtigen Geſinnungen, welche Ew. Majeſtaͤt geruhen, mir in Ihrem Schrei⸗ ben ennen zu geben, uͤgen zu mei— ner ewigen Dankbarkeit das Bedauern hin— u, daß ch nicht langer das un chaͤcbare Gluͤck genießen kann Ihnen meine Auf—⸗ wartung zu machen. Bey dieſer ſo em⸗ ————* ———— pfindlichen Beraubung, bitte ich Ew. Ma—⸗ eſtaͤt meinen aufrichtigen und ehrerbietig⸗ en Dank fuͤr das keiche Geſchent gnaͤdigſt nzunehmen, womit Sie mich zu beehren gernhet haben. Ich werde dieſes Pfand Shes Wohlwolleus mit dem Bildniße Ew. Majeſtaͤt aufs ſorglaͤltigſte aufheben, melches lehtere nebſt dem Aundenken an Sie nie aus meinem Herzet wird sgee boͤſcht werden. Ich werde uͤbrigens die Hflicht erfuͤlen, dey Sr. Heiligkeit der SBoll enſche der kidlichen und de igioͤſen Ergebendeit En Majeſtaͤt zu eyn Ich kann Sie verſicherx daß, wenn der hei⸗ ige Baiter die Wanſche Em Majeftaͤt er⸗ ſaͤhrt er vollkommen mit Ihnen in der Heffnung einſtimmen wird, Ihnen in der Paͤhe de Ber cerrungen ſeiner gerſoönlt⸗ Hen ebe eheien uu können. Wie wuͤr⸗e de ich den Menbliuck ſchaͤtzen an wel⸗ Hem ich das Guͤck haͤtte mich Etp. Ma⸗ Ifdt zu naͤhern, umn Ihnen noch einmal die ehrerbiekige und tiefe Devotion zu er⸗ kennen gegeben, womit ich bim Sire! Ew. Majeſtaͤt unterthaͤnigſt gehorſamſter Litta, Erzbiſchof von Theben“ Kurzgefaßte Nachrichteu Kosciusko wird auf der Feſtung zu Petersburg ſehr gut gehalten hat 3. Ammer im Hauſe des Commandanten, wied von zweyen ſeiner ehemaligen Leu⸗ te bedteut, uud hat ſeinemeigenen Feld⸗ ſcheer zu Wartung ſeiner Wunden, von welchen er wahrſcheinlich geheilt werden wird. Er hat die Crlaubniß, innerhalb der Feſtung ſpazieren gehm zu duͤrfen. Zwey oder drey audere Ge⸗ nerale werden ſtrenger bewacht, und haben Gitter vor den Feuſtern Die fauzoͤßſche Armee an der Graͤn⸗ ze von Italien wird auf 45000. Maun geſchaͤtzt bey welcher jetzt 17000. Franke unter denen nach oͤffentlichen Berichten das gelbe Fieber graßirt ſeyn ſollen· u Baſel kommen be⸗ reits eine Menge Schweitzer Soldaten von den Regimentern au, welche die Republik Holland imn Sold hatte, und die man etzt verabſchiedet. Nach Berichten aus Breſt vom 29. Jan iſt das ſchoͤne framgoſiſche Linienſchiff Reptum don 74 Ranonen 12. Stune den von dieſem Hafen durch Sturm geſcheitert, und der groͤſte Theil der Schiffsbeſatzung umgekommen. Schreiben ans Holland, den 6. Febr. Der Graf Bentink von Rhoon, von welchem man glaubte, daß er aus Hol⸗ ud entkommen ſey, der Großpenſio— nair van de Spiegel, und verſchiede— ne andere Herren ſind am 5. dieſes in ihrem Haͤuſern im Haag arretirt worden ⸗In der ganzen Republik Holland werden alle Perſonen maͤnnli— chen Geſchlechts von 17. bis 60. Jah⸗ rem aufgeſchrieben, vermuthlich um ei— ne Reſquiſition daraus zu formiren wie in Frankreich. Die Franzoſen ha— ben 20,000. paar Sſch u h e, viele Struͤmpfe Pautalons, Muͤtzen, De— cken und andere Waaren als Lieferun⸗— gen verlaugt. Wegen der Bezahlung jener Waaren ſoll innerhalb 2. Mona⸗ ten mit der Regierung Verabredung getroffen werden, auf welche Art ſel⸗ bige zu leiſte n ſeyen.·— Alle Einwoh⸗ ner in Amſterdam haben Einquartiraug; nur die Conſuls vonn Daͤnne mark und Schweden nicht.— Zu Am kerdam iſt uͤbrigens fortdauernd alles ruhig. — Morgem den 22. Hornung wird, ſo wie jeden ſoſgenden Faſtenſonntag in dem Soch⸗ graͤd. Fuggerſchen Sasl auf dem Zecug hausplatz Abends von 6. bis 8. Uhr ein groſes Concert gegeben. Der Preiß des Eintrittgelds iſt uͤr jene, welche ſich nicht hierzu abbonnirt haben; z30 kr. fuͤr die Perſon. — Donnerſtag den 20 Feb. und ſolgende Taͤge werden im Spoͤnglergaͤßle dit. C. Neb. 120. goldene e und Hals⸗ kreuzt, ilberne SHaur Zals und Slaͤſ⸗ ſelfetten Eſſ und affee fe Uberge⸗ ſahte Roſenkraͤnze elhzuben, Mou⸗ ſelin, Halstuͤcher, oge rss de Toure Corſetkrid angen mit und zyne Gold, ſilbernen Spitzen, Leid, Tiſh und Bett⸗ waſch, Better, Mahlerehen, Spiegel, Glaͤßtaſſen von Kloſterſrauen Arbeit, Sef— fel, Tiſſhe, langthuͤge Kaͤſten, Zun, Kupfer, ſo andere nuͤtzliche Hausfah niſſe an den Meiſtbiet, nden gegen baare Bee zah lakg aſten werden. 9 e— Nro. 46. Montag, den 43. Febr. Anne 1798. Augſpurgiſche Ordinari Poſtzeitung, Von Staats, gelehrten hiſtoriſch. u oͤkonomiſch. Neuigkeiten. Mit Ihro Roͤm. Rayſerl. Majeſtaͤt allergnaͤdigſtem Pravile gẽo. Verlegt und gedruckt von Joſeph Anton Moy, wohnhaft auf dem obern Graben, in dem ſogenaunten Schneid- Haus. Paris, den 8. Febr. Aus der Schweitz wird gemeldet, daß die Cantons eheſtens die frauzod⸗ ſiſche Republik anerkeunen werdeun, deshalb ein beſonderes Feſt veranſtal⸗ tet werden ſoll.— Durch die Ankunft des Baron von Stael ſinddie Friedens⸗ geruͤchte hier ſehr verſtaͤrkt worden. Man fagt, daß gedachter Barou hier Un⸗ erhandlungen pflege. Dieß ſcheint auch der Fall zu ſeyn. Denn er begiebt ſich des Abends oͤfters zu dem Wohl⸗ fahrtsausſchuſſe, mit deſſen Mitglie⸗ dern er lange Conferenz hat. Man ver— Betreff der Sendung des Baron St ah tatten werde.— Durch die Erobe⸗ rung von Holland duͤrfte, wie man glaubt, der Abſchluß des Friedens, we— nigſteus mit einer oder der andern Macht, beſchleunigt werden. Gegen Eigland aber ſoll der Krieg aufs nach— druͤklichſte fortgeſetzt werden, und der Wohlfahrtsausſchuß laͤßt in der Stille die groͤßten Vorbereitungen deshalb treffen.— Die Capitulation der hol— laͤndiſchen Feſtung Gertruydeuberg ent— haͤlt als Hauptbeding, daß die Garui⸗ fon als Kriegsgefangen in Holland blei⸗— ben ſoll. Auch die Feſtung Breda iſt ſchon geraͤnmt worden. Es befanden fich oſele Englaͤnder daſelbſt in Garni⸗ ſeur Die Raͤumung iſt ſehr geſchwiu⸗ de geſchehen.— Die Stadt Havre, welche bsher den Namen Havre Ma— rat fuͤhrte, hat ihren vorigen Namen, Haore de Grace, wieder angenommen. Man glaubt daß uͤberhaupt alle fran⸗ zͤſiſche Staͤdte, die ſich neue Namen gegeben, ihre alten Namen wieder an⸗ nehmen werden. Paris, den 9. Feb. Die Aukunft des Grafen von Carletti— als Botſchafters des Großherzogs von Toskana, erweckt unter dem hieſigen Publikum die Meynung, daß er ernſt⸗ hafte Friedensunterhandlungen vou ei⸗— nem groſſen Hof im Auftrag habe. Die—⸗ ſer Graf von Earletti hat ſeit dem An— fang der Revolution ſich als einen war—⸗ men Freund der franzoſiſchen Nation gezeigt, und deßwegen findet er hier zute Aufnahme· Es iſt wirklich an ſichert, daß der Wohlfahrtsausſchu dem daß di bmnen einiger Tagen einen Bericht in che An R ie Jakobiner hoͤchſtgefaͤhrli⸗ ur Ermordung eines lionalkonventien in gewiſ⸗ ſeu heimen Clubbs gefaßt hatten; ei⸗— nige dieſer Emporer ſind bereits arre— tirt, andern ſpuͤhrt man ſcharf nach. — Dieſer Tagen fand man das Bruſt— bild Maxats vor der Thuͤr eines Mez— gers aufgehaͤngt die Straſſenjungen machten ſich gleich daruͤber her, und warffen es nut Steiuen im Stuͤcken. Um nun dem fernern Unfug dieſer Art ein Ende zu machen, ſo hat die Na— tionalkonvention decretirt, daß keinem Burger die Ehre des Pantheons bewil⸗ ligt noch deſſen Bruſtbild oͤffentlich aufgeſtelft werden konne, als 10. Jah⸗ re nach ſenem Tode.— Einer der vorgeſteru arretirten Jakobſner Babeu⸗ bot der Wache 30,000. Livres wenn ſie ihn laufen lieſſe. Nicht um Mil⸗ lionen, gab dieſe zur Antwort, Auch bey den hieſigen Tagloͤhnern ſtellt ſich nach und nach wieder moraliſches Ge⸗ fuͤhl ein. Dieſer Tagen arbeiteteten vie⸗ e Tagloͤhner an Wegſchaffung des Sei⸗ ae⸗Eiſes. Der Aufſeher bemerkte, daß ſie ſich ſorgfaͤltig von einem unter ih⸗— nen abgeſondert hielten. Er fragte ſie um die Urſache. Dieſer Menſch, war die Autwort, hat am 2. und 3. Sept. 1792. den Heuker gemacht. Bekannt⸗ lich wurden an jenen 2. Schreckensta— 2 J 24* gen in den Gefaͤugniſſen von Paris uͤber 1I0,000. Gefangene ohne alle gerichtli⸗ che Procedur durch jakobiniſche Blut und Schreckensmaͤnner hingemordet. Paͤris, den 10. Febr. Lant dem Dekret der Nationalkon— vention muß nun wirklich die Aſche des Marats, verabſcheuten Audenkens,aus dem Pantheon weggeſchaft werden, ohnerachtet ſie in feherlichenn Zug der Beyſetzung derſelben beyg exxcchut hatte. — Der Badzuber in welchem Ma— rat ermordet wurde, und der auf dem Carouſſelplatz aufgeſtellt war, wird auch weggenonmen.— Eine unſerer heuti⸗ gen Zeitungen verſichert: der Friede mit den Deutſchen ſey der Abſchlieſſung nahe.— Noch immer iſt in der Na⸗— tionalkonvention, nichts vorgekommen, wie man Holland behandeln ſo uach mehrern neutralen vor⸗ zuͤglich nach Daͤnnemark uͤud—52 den ſind Berichte abgegangen, daß die hollaͤndiſche Schiffe ſich vor den eugli— ſchen Kapers in Acht nehmen ſollen.— Hannover, den 9. Febr. Der Schaufpieldireetor Großnann hat ſich in einem am verwichenen Montage zu Hannover aufgefuͤhrten Nachſpiel: Wer wird ſie bekommen 2 von einem Soldaten, ſo viele Ungereimtheiten und beleidigende Ausdruͤcke gegen das Pu⸗— blikum ſowohl, als ſogar gegen Koͤni— ge ꝛc. erlaubt, daß die Regieruug fuͤr gut gefunden hat, ihn heute bey Waſ—⸗ ſer und Brod auf 6. Tage nach dem Gefaͤuguiß zu ſchicken. Haͤag, den 6. Febr. Der General Pichegruͤ hat verlangt, daß innerhalb einem Monat auſſer 12000. Ochſen, 200,000. Centner Waitzen, 5. Millionen Rationen Heu, jede zu 10 Pfund, 5. Millionen Scheffel Haber, 150,000. paar Schuhe. 20, paar Stiefel 20,000. Roͤcke vo und Weſten von Tuch 40,.paar Hoſen, 150,000. lange Hoſen von grobem Zeug, 200,000, Hemden, und 50,000. Huͤte geliefert werden ſallen. — Durch die nele Obrigkeiten iſt bereits die Wuͤrde des Erbſtatthalters, und al— ler Adel auf ewige Zeiten in ganz Hol— laud aufgehoben worden. Wegen den Aßignats wird naͤchſtens von Seiten der Franzoſen eine Erdffnung geſchehen. Die Frauzoſen verlangen auch ein Ver— zeichniß ales Verndgens des Erbſtatt⸗ halters, das er zuruͤckgelaſſen, und ei⸗ ne Specifieation aller Guͤter, die den Unterthanen ſolcher Maͤchte zugehbdren, mit denen Fraukreich in Krieg begrif— fen iſt. Die bisherigen Directoren der oſtindiſchen Compagnie ſind bereits eut⸗ laſſen; alles ſoll ſo viel moͤglich, auf franzoͤſiſchen JFuß eingerichtet werden. Maynz, den 13. Febr. Das Waſſer faͤllt ſehr langſam, doch iſt es bereits aus der Stadt. Geſtern und heute ſind wieder mehrere Deſer— teurs gekommen. Die untere Hart— muͤhle iſt ganz zuſammengeriſſen, und e ohere ſo wie die neuen Aulagen auf⸗ m Sand auch ganz ruinirt. Heute wurde ein kayſerl, kdnigl. Officier mit einem Trompeter von dem hieſigen Gouvernement mit Depeſchen in das franzoͤſiſche Hauptquartier abgeſchickt. Nach Ausfage der Deſerteurs, iſt die franzoͤſiſche Armee nur 170 bis 18000. Mann ſtark.. So bald eine Bruͤche uͤber den Rhein kann geſchlagen wer— den, wird faſt unſere ganze Garniſon abgeloßt, unter andern werden die Sach— ſen die Pfaͤlzer abldſſen. Fraukfurt, den 16. Febr. Die Korps des Herrn Generallieu— tenants Grafen von Kalkreuth, beſte— hend aus 10. Eskadrous von Bahreuth⸗ 10. Eskadrons Koͤhler Huſaren, den Infanterieregimenterꝛ von Schladen und Maunſtein, nebſt einigen Faͤſelier— battallions, und das des Herrn Gene⸗ ralmajors von Ruͤchel, beſtehend aus 10. Eskadrons Goͤckiug(Ebenſche) Huſaren, aus ſeinem eigenen Regi— menten, daun einigen Fuͤſelierbattallions nebſt Vatterien, ſind im Begriffe, uͤber 4 — kangen⸗ Schwalbach und Meiuertsha⸗— gen, nach Hamm zu gehen. Die Hauptarmee des Herrn General Feld⸗ merſchalls Grafen von Maͤllendorf, wird ihren Weg uͤber Kafſſel nehmen, wobon bereits die erſten Colounen ſchon aufgebrochen ſind. Auf hoͤhes Verlangen. Innsbruck, den 16. Febr. Freytags den 13. dieß gernheten Ihre koͤnigl. Hoheit die Durchlauchtigſte Erz herzogin Maxia Eliſabetha ꝛc. in Beglei⸗ tung Dero Herrn Oberſthofmeiſters Gra⸗ 7 Leopod von Spaur dann des kapſerl. oͤnigl Herrn Commiſſaͤrs Graͤfen von Lehrbach Excellenz, und des hieſigen Herru Landes⸗Gouverneurs Freyherrn von Wald⸗ mannsdorf Excelen; in der Fruͤhe ſich zweh Poſten von hier, nach Staisach zu berfuͤgen, um alldort die Aukanſt des Durchlauchtigſten Erzherzogs Ferdinand konigi. Hoheit exc. ꝛc. Ihres geliebteſten Herrn Bruders, nebſt Seiner Durch⸗ ſauchtigſten Frau Gemaͤhliun, und Durch⸗ jauchtigſten Prinzeßinn Tochter Maris Lebpoldina, als verlobten Braut Sr. Churfuͤrſtl. Durchlaucht Carl Theodor ꝛc. Xab uwarten, und auf das zaͤrtlichſte zu empfangen. Abends um 4 Uhr langten faͤmmtliche koͤnigl. Hoheiten in Innsbruck An wo ſodann die hohen Gaͤſte nebſt Ih⸗ ren Hofkavalieren, in die fuͤr Hochſtſelbe bereiteten Zmmer eingefuͤhrt wurden, auch wurde an einer Tafel von mehreren Ge— becken geſpeiſet.— Am 14. als dem zur Ankunft beſtimmten Tage Sr. Churfuͤrſtl. Durchlaucht von Pfalzbayern Carl Theo— bor ꝛc. ꝛc. verfuͤgten fich des hieſigen Herru Gouverneurs Exeellenz in der Fruͤhe um Uhr, Se. koͤnigl Hoheit der durchlauch⸗ igſte Erſherzog Ferdingnd ꝛc. ꝛc. aber in Bealeitung des kayſerl. koͤngl. Herrn Com⸗ miſſaͤrs Excellenz, und des Titl. Herru Fuͤrſten Abani nach 9 Uhr nach dem eine Poſiſtativn entfernten Orte Zirh um all⸗ da den ankommenden hohen Gaſt und Braͤutigam zu bewillkommmen, und in hie⸗ fige Hofburg cen Die Ankunft Hochdeſſelben erfolgte um halber Uhr Mittags uunter Paradirung des hier anwe⸗ * kayſerl. koͤnigl. Mlitaͤrs und Ab— zuerung des groben Geſchuͤtzes, allwo der durchiauchtigſte Churfuͤrſt von ſeiner ho— hen Anverwandten unſerer geliebteſten Erz⸗ herzogin Maria Eliſabeth koͤnigl. Hoheit Gegenwart des ganzen hohenAdels an der Trepph auf das zaͤrtlichſte empfangen wurde. — Sodann begaben ſich Se. Churfuͤrſtl Durchlaucht nebſt dem Herru Sbecſthof⸗ meiſter zu Ihren koͤnigl. Hoheiten Erzher⸗ zog Ferbdingud, und Sr. Burchlaucht Frau Gemaͤhlin, welche ebenfalls Se. churfu rſtl. Durchl. mit n aet e Ruͤhrung em—⸗ pfiengen, und nachdem ſich der Herr Gherſt⸗ hoſmeiſter eutſernet hatte, fuͤhrten beide koͤnigl. Hoheiten Sr. Durchlaucht Ihrer Prizehin Tochter Koͤnigl. Hoheit zum er⸗ ſten Beſuch vor— Nach vollendeten Ce— remoniel erhoben ſich Ihre koͤuigl. Hohei⸗ ten von Mayland der durchlauchtigſte Churfuͤrſt Carl Theodor, und die durch⸗ lachtigſte Erzherzogin Maria Eliſabeih Abtiſſin zur Mittagttaſel. Die ganze Robleſſe berſammelte ſich bey Hoſe um lb Uhr Abends um den höchſten Herr⸗ aften die Aufwartung zu machen und Hoͤchſtſelben vrgeſtellt zu werden; daux begaben ſich ſaͤmmtliche hoͤchſte Herrſchaf⸗ ten in das praͤchtig beleuchtete Hoſtheater, allwo Hoͤchſtfelbe von dem zahlreich ver⸗ ſammelten hohen Adel cortegiret, und von dem geebrten Publikum unter Trom⸗ peten- und Paukeunſchall mit unaufhoͤrlichen Freudenzuruf e gen, und ſo auch gach Endieung des Stuͤckes mit kau⸗ ſend Segenswuͤnſchen nach der Burg bo⸗ gleitet wurden.— Geſtern am 15. nach dem Mittagseſſcn um halb s Uhr Abends ward zur Bermaͤhlung des hohen Braut⸗ paares geſchritten wo die durchlauchtig⸗ ſte Frau Mutter die koͤnigl. Braut zum Altar fuͤhrte. Die vrieſterliche Einſeg— mng verrichtete der hochwuůrdige Hert Praͤ⸗ ar Marecus aus dem Stifte der Praͤmon⸗ ſtratenſer Chorherxen zu Wilten in der Hofſburg im Baldachin⸗-Zunmer unteér Gegenwart des Herrn Stadtpfarrers, und nur in Beyſein der durchlauchtigſten Ael⸗ dern koͤmgl. Hoheit der erzherzoglichen Braut, uͤnſerer durchlauchtigſten Erzher⸗ ogin Maria Eiliſabeth ꝛc. und der Hof⸗ ſatten»x. ꝛc. um die Vollenduug dieſer Hoͤchſterwuͤnſchten Handlung feyerlicher zu begehen, warden nach erfolgtor Segens—⸗ ſprechung die Kanonen abermals aͤbge⸗ feuret; Abends war Soupfe, und nach⸗ dem die hoͤchſten Herrſchaſten in Ihre Ap⸗ partement begleitet worden, dieſer herrli⸗ che Tag beſchloſſen. ZJunosbruck, den 18. Feb. Von? dem fſeyerlichen Vermaͤhlungfeſte Sroſchurfuͤrſtlichen Durchlaucht von der Pfalz Carl Thcodor ꝛtc. ꝛc. haben wir noch nach utragen, daß, um das hießſe ver— ehrte Publikum an dieſer freudigen Crrignif auch Theil uehmen laſſen zu koͤnnen, am 16 dieß Freyredoute, gegeben wurde, und zuch freyer Eihntritt in das kayſ koͤnigh Hoftheater Jedermann ohne Auterſchied geſtattet war. Die neu vermaͤhlten chur⸗ ſſthhen Durchlauchten nebſt den Durch⸗ hauchu ſten Aliern donigl. Hoheiten und an ere Du chlauchtigk Erzherzogiun Ma⸗ Eiſabeto ꝛx begalben ſich Abends in de eeernchſt beleuchtete Schauſpielhaus, wo Hoͤchßdeſelben mit theilnehmendſter Freude unter lauteſtem Jubel und beglet⸗ Aaden Trompeten und Pauckenſchalle von den ahlreich verfamelten Auweſegden empfangen wurden. Nach einigen Ver— weilen erhoben ſich die Hoͤchſten Herr⸗ ſchaften in den Redoutenſaale, allwo mit einigen Cavaliers und Damen des hieſi⸗ gen hehen Adels von der Durxch auchtig⸗ ſſen Churfuͤrſtian engliſche Contrataͤnze getanzet vurden, nach deren Ende ſich die hochſten Hereſchaften zur Ruhe begäben. EGeſtern Fruͤhe Morgens nach 7. Uhr verſammelte iich der hieſige hohe Adel in den Vorzimmern Str. churfuͤrſtlichen Durchlaucht um bey Hochdero Abreiſe die BeurlaubungsCeamplimente abzuſtatten. Gleich darauf erſchienen Se. Durchlaucht mit Seiner geliebteſten Frau Gemahlin. Den Zus eroͤffneten der darchlauch igſten Eliſabeth koͤnal. Hehei oͤchſtder immtlichen Hausofficirren; dann folgte der hieſige hohe Adel, und let Se— churfuͤrſtliche Hurchlaucht ſeine hebens wur⸗ diſte Friu Gemahlinn ain Arm faͤhrend, an derer rechten Seite ſich Ihre koͤmgl. Hoheit Marig Elſabeth befand, und von welcher die Hoͤchſten Abreiſenden uͤber die Trepre bis zum Reiſewagen begleitet wur⸗ den o nach nochmals genommenen ruͤh⸗ zendſt arelchſten Abſchiede unter tauſend Segenswuͤnſchen die Reiſe angetretten wurde— Se— Durchlaucht von Pfalzbahern haben auch den kayſ— komglvoberoͤſterreichiſchen Appellations⸗ Regiſtratur Adjuſet Herrn Auton Joſeph von Dambeck, der in Hoͤchſtdero gehei⸗ men Kammer als Geſchaͤftskommiſflonaͤr angeſtellt geweſen, mit einer groſſen gold⸗ nen Medaille, worauf das churfuͤrſtliche Portrait zu ſehen, fuͤr ſeinen bewieſenen beſondern Dienſteifer beſchenkt um ie am den Has tragen zu koͤnnen. Kurzgefaßte Nachricehten. Die Franzoſen haben, um den Hol— laͤndern zu beweiſen, daß ſie keine Got⸗ —2* teßlengner ſind, an allen Kirch e u welcher Religion ſie auch ſeyn moͤgen, mit groſſen Buchſtaben in franzoſiſcher und hollaͤndiſcher Sprache auſchlagen laſſen: hier wird Gott verehrt. Buͤr— ger, wer du auch biſt, ſtoͤhre dieſe Andacht nicht! Aus den oͤſterreichiſchen Niederlanden ſind in Hollaud eine Men— ge Beſtellungen von Zucker, Caffee, und vielen andern Artikeln eingelauf— fen, worau es dieſen Provinzen fehlt, Muͤnchen, den 19. Febr. Bey der anheute vorgenommenen 370. Ziehung zu Stadtauihof ſind folgende fuͤnf Gluͤcks⸗Nunumern ausgehoben wor⸗ den, als;: 83. 71. 19. 14. 6 Die naͤchſte 750. Ziehung zu Muͤchen wird ohnfehlbar am Donnerſtag den 26. Febr. vorgenommen, wozu der Schluß am Mittwoch den 25. dieſes Abends feſtgeſetzt iſt, wornach ſich jedermaͤnnig⸗ lich mit den beliebigen Einſaͤtzen au den bekaunten Orten zu richten hat Vom 0 dieß Abends 8. Uhr 6 auf den 21. Fruͤh 10. Uhr lind aus einem a heſigen buͤrgerlichen Hauſe theus mittels eines Dietrichs, theils gewaͤltigen Auf⸗ bruchs eines Wohnzimmers und dartinn beftudlichen Schreibdaſten aus betzterm 268. neue Thaler, 15 fl. an diverſen Sor⸗ ten, a goldene Kette in pier Reihen, mit einem vergoldten Schloß detto in einer Laͤnge, 1 Uhr mit goldenen glatten Geheiß ſilberner Botlegoͤffel, 4 detto Eßloͤffel mit zwey paar Meſſer und Gabel mit ſilbernen Heſten, 2 paar Meſſer und Gablen, wovon eines mit Elfeubein, das andere mit ſchwarzen Heft, endlich ein Schaͤchte ein mit guten Perlen, diebiſcher Weiße entwendet worden. Wer hievon Endes unterzeichnetem Amt ſichere Anmzei⸗ ge, oder den Dieb ſelbſt nahmhaft ma⸗ chen, oder auch Stuͤckweiſe die entwen— dete reſpec. Gelder und Pretloſen eilie⸗ fern kann, wird nicht nur allein die Ber⸗ ſchweijgung ſeines Namens, ſondern auch vör die Stuͤckeinlieſerung ein proporttio⸗— nirtes Douceur, vor das ganz entkommene aber, wenn ſolches dem Amt verraͤtheg werden koͤnnte, zwanzig Duka en zugeſ chert. Augsburg, den 21. Feb. 1795. A. M. Precht von Hochwart Antsburgermeſter.