—— ——— Nro 45. Samſtag, den 2r. Febr. Anno 1798. Augſpurgiſche Ordinari Poſtzeitung Von Staats, gelehrten, hiſtoriſch. u oͤbonomiſch. Neuigkeiten. Mit Ihro Voͤm. Bayſerl. Majeſtat allergnaͤdigſtem Privilegio. Verlegt und gedruckt von Joſeph Anton Moy, wohnhaft auf dem obern Graben, in dem ſogeraunten Schueide⸗-Haus. Wien den 14. Febr. hre Majeſtaͤt die Kayſerin iſt nun wieder zur allgemeinen Freude ganz hergeſtellt, und wird naͤchſtens dem Goitesdienſt offentlich beywohnen auch wieder im Theater erſcheinen. Der Leibartzt von Laghuſius als Ordinarius iſt dafuͤr mit einer goldenen Uhr en email ſammt Kette, alles praͤchtig mit Perlen beſetzt dann 200. Dukaten, der Hofmedicus Baron Quarin aber mit 100. Dulkaten beſchenkt worden.— Des Donaueis ſteht ohngeachtet des ſchon ſeit 10. Tagem angehaltenen Thauwetters noch unbeweglich und erſt noch geſtern giengen die ſchwerſten Waͤ⸗ gen bey Preßburg daruͤber. Heute ugt es jedoch ſtark zu krachen an; ſodaß man fuͤrchtet, die Bruͤcken duͤrf⸗ en heute Nachts weggetragen und da— durch die Gemeinſchaft mit. Bohmen abgeſchnitten werden. Indeſſen iſt die ndtchige Vorkehrung auf alle Faͤlle ge⸗ twoffe. ⸗ Die Execution der Mor⸗ der des Garde Rittmeiſters Veghelyi— ſoll kuͤnftige Woche fuͤr ſich gehen. Maͤnchen, den 19. Febr Den I8. dieß um 5. ein Viertel Uhr Nachmittags hatte hieſige Haupt-⸗ und Reſtdenzſtaͤdt die unbeſchreibliche Wonne Se. churfuͤrſtl. Durchlaucht. unſeren gnaͤdigſten Landesherrn Karl Theodor mit Hoͤchſtdero durchlauchtig— ſten Frauen Frauen Gemahlin Maria Leodoldina von Oeſterreich in hoͤchſter⸗ wuͤuſchten Wohlſeyn unter allgemeinem Jubel aus Innsbruk zuruͤck in ihren Ringmanern ankommen zu ſehen. Paris, den 6. Feb Um die Gemuͤtherr nun zu beruhis ten unter den Ruinen einer oder gen, verbreitet man die Hollaͤnder muͤßten gegen 800. Mill id n en baar Geld zahlen, und 4000. Millionen Aßignaten uͤbernehmen, wobey wir zwar 80. Procent verliehren, allein doch baar Geld dadurch bekommen. Oer Krieg in den Autilliſchen Inſeln iſt fuͤr jede Parthie ſo ſehr menſchenfreſſend daß 7. Achttheile der Truppen, die wir dort hatten, und nach und nach noch hingeſchickt haben, aufgerieben ſind.— Um die politiſche und geiſtli— che Vorurtheile der belgiſchen Nation zu vertreiben, ſollen faͤhige junge Leu— te ausgeſucht, und in die Normalſchu— len nach Paris geſchickt werden.— Das Publikum erwartet mit groſſer Sehnſucht den Bericht der Commißion uͤber den Barrere, Collot, Billand, und Vadier Je laͤnger dieſer verzo— gert wird, deſto groͤßer wird die Kek— heit der Schreckenverbreiter und Blut⸗ ſaͤufer. Aus ihren Drohungen, und den Unruhen, die ſie im mittaͤglichen Frankreich verbreiten, laͤßt ſich ſchlieſ⸗ ſen, daß ſie ein neues Complot im Werke haben. Jene Angeklagte muͤſ⸗ ſen alles anwenden, um ſich zu retten— und dieß kbonnen ſie blos, wens alles uͤbern Hanfen geworfen wird, und mit— der andern Reglierungsverfaſſung. Ihrem Vorgeben nach, ſind ſie es allein, die Frankreich gerettet haben, ohne in Betrachtung zu ziehen, was der Muth unſrer Truppen, das Genie ihrer An— fuͤhrer und die Spannkraft des Volks bewuͤrkt haben. Sie beweiſen durch ih⸗ re elende Vertheidigungen, daß mau mit Huͤlfe der Verbrechen dahlm gelau⸗— gen kann, gar keine Gewiſſensbiſſe mehr zu haben. Paris, den 8. Febr. Die Nationalconvention iſt mehr als jemals auf ihrer Hut, denn die Jako— biner gehen mit neuen Verſuchen um, ihre Lieblinge Barrere, Collot'Her— bois ꝛc. zu retten.— In Bourdeaux, welche Stadt ſeit dem Aufang der Re⸗— volution vieles gelitten, herrſcht Hun⸗— gersnothweil die gefrorne Garoune die Zufuhr abgeſchnitten hat.— Gegenſdie frauzoͤſiſche Poſtaͤmter, die doch miei— ſteus mit Jakobinern beſetzt ſind, lauf— fen von allen Seiten groſſe Klagen ein. Man erdfnet die Briefe, uunterſchlaͤgt ſie, und ſtiehlt die darinn beſindlichen Aſſignats.— In Belgien werden ge⸗ genwaͤrtig die ruͤcktaͤndigen Contribu— tionen durch Executien eingetrieben; in Bruͤgge ſind 52. bemittelte Perſonen arretirt, und nach Lille geſchickt worden, wo ſie ſo lange bleiben ſollen, bis al⸗ les bezahlt iſt.— Die Breſterflotte ſoll im Kanal durch Sturm viel gelit⸗ ten haben; man wuͤnſcht, daß ſie bald wieder in dieſem Hafen aukommen moͤchte. Genua, den 6. Feb— In Toulon iſt eine gewaltige See⸗ und Landmacht zur Abfahrt und zur Eroberung von Corſika hereit, oder wahr⸗ ſcheinlich iſt ſie ſchon abgeſegelt. Die Seemacht beſteht aus 15. Linienſchif⸗ fen, 16. Fregatten, und einigen hun— dert Transportſchiffen. Die engliſche Flotte, welche zu Fiorenzo in Corſika ligt, hat kuͤrzlich durch ſtuͤrmiſche Wit— terung gelitten; an Linienſchiffen duͤrf⸗ te ſie der franzoſiſchen emlich gleich ſeyn, und es iſt ein fuͤrchterliches See— treffen zu erwarten, wenn beyde Flot— ten, wie es nothwendig iſt, aufeinan⸗— der ſtoſſen. Von dieſer Seeſchlacht wird hernach das Schickſal von Corſika ab⸗ hangen. Werden die Englaͤnder geſchla⸗ gen, ſo hindert die Franmzoſen unichts mehr, auf dieſer Inſel zu landen, wo ſie nech einen groſſen heimlichen Au— hang haben. Kuͤrzlich hieß es, der Koͤ— nig von Neapel wolle ſeine nicht unbe— traͤchtliche Seermacht zu den Englaͤndern ſtoſſen laſſen, aber vielleicht hat es mit derſelben die nemliche Bevpandnis, wie mit den 16000. Mann Landtruppen, die nach der Lombardey marſchiren oll ten. Wenigſtens hat man uoch uſcht gehoͤrt, daß die neapolitaniſche Staͤdre abgeſegelt ſey, um ſich mit der engli⸗ ſchen, die ihrer wohl beduͤrftig waͤre, zu vereinigen.— Jetzt erſt fehen die Englaͤnder recht deutlich ein, welch ei⸗ nen groſſen Fehler ſie Anno 17932 3u Toulon gemacht haben. Im Soptem— ber ergab ſich ihnen dieſer hoͤchſtwich⸗ tige Seehafen. Sie thaten, was ſie immer konnten, um eine zahlreiche Be⸗ ſatzung in denſelben zu legen. Euglaͤu— der, Spanier, Napolitaner, und Pie— mouteſer traſen hier zuſammen und gleichwohl wurde die Beſatzung nicht zahlreicher, als ungefaͤhr 2000. Mann— Haͤtte das ſuͤdliche Frankreich an dem Aufſtaud von Toulon gegen die Natio— nalkonveution Antheil genbmnen, ſo waͤre dieſe Beſatzung hinreichend gewe— ſen, ſobald aber die Franzoſen Zeit ge— wannen/ 60,000. Maun in die Nach⸗ barſchaft von Toulon zuſammen zu zie⸗ hen, da haͤtte man den Gedanken, das eben uicht feſte Toulon gegen eine ſot⸗ che uͤberlegene Macht zu behaupten aufgeben, und ſaͤmmtliche Schiffe M— gatzine, und Vorraͤthe noch zu rechter Zeit hinwegfuͤhren, und die Einwohner in Sicherheit bringen ſollen, anſtatt daß man am 17. Dec. nur in der Eil einen geringern Theil der Schiffe und Magatzine in Brand ſteckte; wobey aber immer noch ſo viel uͤbrig blieb doß die Franyzoſen nun wieder eine fo an— ſehliche Seemacht in nemlichen Hafen ausruͤſten konnten Sehreiben von der pohltiſchen Graͤnze, den 6. Feb,* Der Koͤnig von Pohlen hat unterm 18 Jan. folgendes Schreiben aus Grodno au den noch zu Warſchau beſindlichen engli ſcher Geſandten, Herrn von Gardiner, erlaſſen: Mein lieber Gardiner! 3* „Da meine Rolle und Ihre Rolle bey mir ihrem Eude ſehr naht zu ſeyn ſchet⸗ nen, und da ich nicht mehr hoffe, Sie wieder zu ſehen, ſo iſt es mir wenigſteus daran gelegen, Ihncu Lebewohl! zu ſa⸗ gen Fund zwar vom Grunde meines Her⸗ ſens. Sie werden in meinem Herzen Ih⸗ den Plaß bis uu me nem Tode behalten, und ich hoffe das man uns wenigſtens da wieder aſammen treffen wird, vwo richtſchaffene Scelen und gute Herzen ach, meger Mehnung nach, auf immer cinigt iindeu muͤſſen. Alles, was zu der wohnchen Caquette gehoͤrt, iſt durch en rauriges Schickſal ſo derangirt und nterbrochen, daß wahrſcheinlich meder Sie doche ch die diplomatiſchen Geraͤu⸗ che erfuͤlen koͤnnen. Immer aber wird wahr blaben, daß ich Ihren Koͤnig und Ihre Nalion liebe und ehre. Dieß verdee Sie hueu ſagen. Immer wird es dahr bla en deß ich wuñ chle, daß Sie das Andenken und die Zußeigcung gegen Ihren Freund behalten. Kanu ich nicht Aehr ſabſt mit Ihnen reden, ſo muͤſſe wenigſtens mein Sildniß fuͤr mich zu ih⸗ nen reden. Stanislaus Auguſt, Koi.“ Antwort des eugliſchen Geſandten, Herrn von Gardiner. Sire! Dlief, welchen Ewr. Maͤjeſtaͤt mir bie Ehre erwieſen haben unterm 18. dieſes aus Groduo an mich zuu ſchreiben, und den ich geſtern erhalten habe, hat dch bis zu Thraͤnen geruͤhrt, und ich ein⸗ pfiude noch die verurſachten Bewegungen dffe ben, die ich unmoͤglich beſchreiben kana. Ich danke Eipr. Meßaͤt unend⸗ ich ſuͤr das Geſchenk, welches Sie mir ablrfandt habeu. Es iſt mir, Sirc, dop⸗ pa ſdaͤtzbar, indem es enes Theſls aus den Haͤnden Ew. Majeſtaͤt ſommt, und audern Theils Ihrem Bilde ſo aͤhnlich iſt. Es war ikdeß dicht noͤhig, Stre, etwas a haben, um Sie in ein Andenken zu⸗ Ad bringen. Das Bildniß Ewr. Ma— ANat/ die Botre ichken ihres Charakters, Ihre befondere Guͤte gege mich gad Ihr Aucluͤck, Sire, ſind ſo in mein Herz ein⸗ gegraben, daß ſie nie daraus verloſcht Derden koͤnnen. Moͤchte der gerechte Him⸗ mel Ewr Majeſtaͤt kemftig ein Schickſal verleihen, das Ihrer Tugenden wuͤrdig waͤre und mochte er die Ruhe in Ihrer Seele wieder herſtellen, die nach ſo dielen Slurmen ſo noͤthig iſt! Meine Gebethe/ Sire find beſtaͤndig fuͤr das Wohl Ewr. RMoeſtaͤt gerichtet, und ich bitte Sie, zu geruhen, dang und wann an eine Perſon denken, die beſtaͤndig die Empfikdun— en der lieſſten Ehrerbielung und der voll⸗ kommenſten Hochſchaͤzung gegen Sie be⸗ haͤlten wird. Geruhen Sie bch Exre—⸗ die Berfcherung der wirklichen Ergcbeu⸗ het anzunehmen womit ich die Ehre ha⸗ be/ zu ſecyn— Sitre!— Ehor. Majeſtaͤt de Gardine Enbohé extraordinglre und bevolmaͤch⸗ lugter Riaiſter Sr. buttiſchen M aje ſta Zugleich anterm 8. Jannar haben Se— pohlaiſche Majcſtaͤt von Grodus ſelgendes SGreiben au den uech u Warſchau be⸗ fuduchen paͤbſtl. Nuutius ,Herrn Litta, Erzbiſchof von Theben erlaſſen: Ke weniger Auſchetn dazu iſt, daß wir unſete poliuſche Verhaͤltniſſe nach den bis⸗ her ſtatt gehabten Gebraͤuchen gegenſettig Ndigen konnen, deſto augelegner iſt es mir⸗ Ew. Eminenz wenigſtens auf die einzige Iet, auf welche ich es noch thun kaun, mein Bedauern zu erkennen zu geben, daß ich kur ſo kurze Zeit Ihre Anweſenheit n Pohlen and aue liebenswuͤrdigen und hoͤchſt ſchaͤbbaren Eigenſchaften habe ge⸗ Aeen lbonnen, die ihnes allenthalbez, woe Sie ſad, oder bekaͤnnt werden moͤgen— Kebe und Hochſchaͤhung erwerben werden. Wie auch das Schickſal, das mener war—⸗ tet, ausſahlen, und wo auch immer ich mich auſhalten mag ſo werde ich ſtels Neine kindache Ehrerbietung gegen unſern gemeinſchaſtuichen Vater und meine zaͤrtliche Freund gaſt gegen Six beybehalten. Seyn Sie, h bitle die Oolmeiſcher meiner Geſnnukgen bey Sr. Heiligkeit und hal⸗ ten Sie Sich von meinen Geſinnungen ge⸗ gen Sie ſelbſt gauf immer uͤber eugt. Wenn diner meiner Wuͤnſche erfuͤllt wird, ſo ge⸗ be ich die Hoffnung nicht ganz auf noch perſoͤnlichn Segen Pius VL. uu erhalten, uͤnd den ſo wuͤrdigen Enbiſchef ven The⸗ ben zu umarmen Ich erſuche Sie in⸗ wiſchen, das Bildniß deſſen auſbewahren, der ſich aufrichtig neunt Igr affectionirter Stamslaus Auguſt, Roĩ.“ Antwort des Runtius, Herrn Litta, auf vorſtehendes Schreiben: Sire! Die guͤtigen Geſinnungen, welche Ew. Majeſtaͤt geruhen, mir in Ihrem Schrei⸗ ben ennen zu geben, uͤgen zu mei— ner ewigen Dankbarkeit das Bedauern hin— u, daß ch nicht langer das un chaͤcbare Gluͤck genießen kann Ihnen meine Auf—⸗ wartung zu machen. Bey dieſer ſo em⸗ ————* ———— pfindlichen Beraubung, bitte ich Ew. Ma—⸗ eſtaͤt meinen aufrichtigen und ehrerbietig⸗ en Dank fuͤr das keiche Geſchent gnaͤdigſt nzunehmen, womit Sie mich zu beehren gernhet haben. Ich werde dieſes Pfand Shes Wohlwolleus mit dem Bildniße Ew. Majeſtaͤt aufs ſorglaͤltigſte aufheben, melches lehtere nebſt dem Aundenken an Sie nie aus meinem Herzet wird sgee boͤſcht werden. Ich werde uͤbrigens die Hflicht erfuͤlen, dey Sr. Heiligkeit der SBoll enſche der kidlichen und de igioͤſen Ergebendeit En Majeſtaͤt zu eyn Ich kann Sie verſicherx daß, wenn der hei⸗ ige Baiter die Wanſche Em Majeftaͤt er⸗ ſaͤhrt er vollkommen mit Ihnen in der Heffnung einſtimmen wird, Ihnen in der Paͤhe de Ber cerrungen ſeiner gerſoönlt⸗ Hen ebe eheien uu können. Wie wuͤr⸗e de ich den Menbliuck ſchaͤtzen an wel⸗ Hem ich das Guͤck haͤtte mich Etp. Ma⸗ Ifdt zu naͤhern, umn Ihnen noch einmal die ehrerbiekige und tiefe Devotion zu er⸗ kennen gegeben, womit ich bim Sire! Ew. Majeſtaͤt unterthaͤnigſt gehorſamſter Litta, Erzbiſchof von Theben“ Kurzgefaßte Nachrichteu Kosciusko wird auf der Feſtung zu Petersburg ſehr gut gehalten hat 3. Ammer im Hauſe des Commandanten, wied von zweyen ſeiner ehemaligen Leu⸗ te bedteut, uud hat ſeinemeigenen Feld⸗ ſcheer zu Wartung ſeiner Wunden, von welchen er wahrſcheinlich geheilt werden wird. Er hat die Crlaubniß, innerhalb der Feſtung ſpazieren gehm zu duͤrfen. Zwey oder drey audere Ge⸗ nerale werden ſtrenger bewacht, und haben Gitter vor den Feuſtern Die fauzoͤßſche Armee an der Graͤn⸗ ze von Italien wird auf 45000. Maun geſchaͤtzt bey welcher jetzt 17000. Franke unter denen nach oͤffentlichen Berichten das gelbe Fieber graßirt ſeyn ſollen· u Baſel kommen be⸗ reits eine Menge Schweitzer Soldaten von den Regimentern au, welche die Republik Holland imn Sold hatte, und die man etzt verabſchiedet. Nach Berichten aus Breſt vom 29. Jan iſt das ſchoͤne framgoſiſche Linienſchiff Reptum don 74 Ranonen 12. Stune den von dieſem Hafen durch Sturm geſcheitert, und der groͤſte Theil der Schiffsbeſatzung umgekommen. Schreiben ans Holland, den 6. Febr. Der Graf Bentink von Rhoon, von welchem man glaubte, daß er aus Hol⸗ ud entkommen ſey, der Großpenſio— nair van de Spiegel, und verſchiede— ne andere Herren ſind am 5. dieſes in ihrem Haͤuſern im Haag arretirt worden ⸗In der ganzen Republik Holland werden alle Perſonen maͤnnli— chen Geſchlechts von 17. bis 60. Jah⸗ rem aufgeſchrieben, vermuthlich um ei— ne Reſquiſition daraus zu formiren wie in Frankreich. Die Franzoſen ha— ben 20,000. paar Sſch u h e, viele Struͤmpfe Pautalons, Muͤtzen, De— cken und andere Waaren als Lieferun⸗— gen verlaugt. Wegen der Bezahlung jener Waaren ſoll innerhalb 2. Mona⸗ ten mit der Regierung Verabredung getroffen werden, auf welche Art ſel⸗ bige zu leiſte n ſeyen.·— Alle Einwoh⸗ ner in Amſterdam haben Einquartiraug; nur die Conſuls vonn Daͤnne mark und Schweden nicht.— Zu Am kerdam iſt uͤbrigens fortdauernd alles ruhig. — Morgem den 22. Hornung wird, ſo wie jeden ſoſgenden Faſtenſonntag in dem Soch⸗ graͤd. Fuggerſchen Sasl auf dem Zecug hausplatz Abends von 6. bis 8. Uhr ein groſes Concert gegeben. Der Preiß des Eintrittgelds iſt uͤr jene, welche ſich nicht hierzu abbonnirt haben; z30 kr. fuͤr die Perſon. — Donnerſtag den 20 Feb. und ſolgende Taͤge werden im Spoͤnglergaͤßle dit. C. Neb. 120. goldene e und Hals⸗ kreuzt, ilberne SHaur Zals und Slaͤſ⸗ ſelfetten Eſſ und affee fe Uberge⸗ ſahte Roſenkraͤnze elhzuben, Mou⸗ ſelin, Halstuͤcher, oge rss de Toure Corſetkrid angen mit und zyne Gold, ſilbernen Spitzen, Leid, Tiſh und Bett⸗ waſch, Better, Mahlerehen, Spiegel, Glaͤßtaſſen von Kloſterſrauen Arbeit, Sef— fel, Tiſſhe, langthuͤge Kaͤſten, Zun, Kupfer, ſo andere nuͤtzliche Hausfah niſſe an den Meiſtbiet, nden gegen baare Bee zah lakg aſten werden. 9 e—