tti-. 18 3. Mai 1894. Napoleon und Madame de Sta6l von Friedrich Koch-Breubcrg. Zur Zeit, da mit Ausnahme Schwedens kein europäischer Staat eine Gesandtschaft in Paris unterhielt, lebte Herr von Staäl als politischer Vertreter dieses nordischen Reiches in der noch von Blut triefenden Stadt. Seine Gemahlin, eine Tochter des bekannten Necker, war ihm dahin gefolgt, denn sie liebte ihr Vaterland und besonders Paris über Alles. Nach dem schauerlichen Sturze Nobespierres, dem es nicht gegluckt war, sich eine Pistolenkugel durch den Kopf zu jagen, ehe er seiner schrecklichen Macht beraubt selbst unter dem Fallbeil enden muhte, traten in der Seinestadt wieder Elemente in den Vordergrund, welche bestrebt waren, feinere Sitten und den Sinn für das Schöne zu pflegen. Madame Tallien, von ihren Verehrern Nvtre-Dame de Thermidor genannt, eröffnete im Luxembonrg ihren Salon und bildete hicdurch gewissermaßen eine neue französische Gesellschaft. Ihr folgte die schöne Madame Näcamier, in deren Salon man in Bezug auf das Ne- stanriren noch viel weiter ging, denn wer hier sich einsund, der war nur äußerlich republikanisch, im Innern trug er sicher auf dem Herzen eine weiße Kokarde. Die Dritte im Bunde war Frau von Staäl. Bei ihr beschäftigte man sich nur mit Wissenschaft und Kunst. Einige Zeit darauf lernte diese geniale Frau den jungen General Napoleon Bonaparte kennen, d. h. sie überschüttete ihn mit überschwänglichen Briefen, während er ihr auswich. Der geistreiche Blaustrumpf, so viel Verstand ihm auch zu Gebote stand, hatte sich bei seinem Bestreben, das Herz des jungen Helden zu erringen, gänzlich verrechnet. Zu dem Sieger von Arcole und Marengo, zu dem heißblütigen Corseu mit den Flammen- augen, sagte sich Frau von Staäl, paßt nur ein Weib, wie ich es bin. Ich allein vermag ihn zu verstehen, zu besingen, zu lieben und anzubeten. General Bonaparte dachte jedoch anders. Die Dankbarkeit der Franzosen hatte ihn damals noch nicht mit Macht und Ehren überschüttet — im Gegentheil, die Regierung war ihm mit Mißtrauen begegnet, schien ihn absichtlich zu vergessen und ließ ihn als armen General mit kärglichem Halbsold unbeschäftigt in Paris leben. „Ein Landhänschen und einen eigenen Wagen" zu besitzen, das bildete den höchsten Wunsch Napoleons, dem er allerdings bald darauf einige umfangreichere zugesellte. Als dann Barras der siegreichen Convention mittheilte, wie hauptsächlich die Umsicht des jungen Generals Bonaparte dazu beigetragen, daß die Ruhe in der Hauptstadt wieder hergestellt sei, da belohnte die Regierung Napoleon durch Belastung in der Commandantenstellnng, welche er während des Aufstaudcs inue gehabt hatte. Kurz darauf trat ein Jüngling bei dem General Bonaparte ein und begehrte den Degen seines von der Republik ermordeten Vaters. Obwohl diese für die damalige Zeit noch sehr kühne Sprache sofort gerügt wurde, so gefiel der Jüngling, Eugen Vicomte de Beauharnais, doch dem General so gut, daß er nicht allein seinem Begehren willfahrte, sondern sich auch seiner Frau Mama empfehlen ließ. Einige Tage darnach gab Barras ein glänzendes Fest, und dort dankte die schöne Mutter Napoleon für die Gunst, welche er ihrem Sohne erwiesen. Das vornehme, echt weibliche Wesen der Aristokratin, welche eine Schwester des hübschen, kühnen Jünglings zu sein schien, machte aus Napoleon den tiefsten Eindruck, den je ein Weib in seinem Herzen hervorzurufen vermochte. Diese reizende Dame fesselte nur durch Bescheidenheit, durch Liebenswürdigkeit, durch ein Etwas, das volle Hingabe und aufopfernde Liebe verrieth — und das, so fühlte Napoleon, das war allein ein Weib für ihn. Da der General sich am 9. März 1796 mit der Vicomtesse von Beauharnais vermählt hatte, so besang Madame de Staäl im Sieger und Helden von Arcole und Marengo einen vcrhciratheten Manu, sie schrieb sonach die glühendsten Briefe an einen glücklichen Gatten, doch das machte der genialen Frau nicht viel, sie ging sogar noch weiter, denn sie hatte es sich in den Kopf und in das Herz gesetzt, daß nur sie allein zu dem Helden paßte. Die Briefe des Blaustrumpfes gefielen nicht nur nicht dem General, sie erfüllten ihn mit Widerwillen. Jetzt an die Spitze einer Armee gestellt, beschäftigte sich Napoleon mit Schlachtenplänen und vergaß es gänzlich, die eben Epoche machenden Werke seiner persönlich immer noch unbekannten Verehrerin zu lesen. Er wußte sohin von Madame de Staäl nur, daß sie eine überspannte Frau sei, in deren Salon sich die Schöngeister begegneten, und daß sie mit dem Mädchennamen „Necker" heiße. Das war ihm allein genug. Der frühere Minister Necker wurde gerade von Napoleon in der ungünstigsten Weise beurtheilt. Der allein hat die Revolution auf dem Gewissen! Das war ein Ansspruch Bonapartcs, während Frau von Staäl sich sehr viel darauf einbildete, die Tochter dieses Mannes zu sein. Nicht gerade in zarter Absicht und mit einen! nicht mißznverstchenden Achselzucken zeigte Napoleon die überschwänglichen Briefe seinen Bekannten mit den Worten: Verstehen Sie diese Narrheit s Weder die sehr kurzen, gleichgültig abgefaßten Antworten des Generals selbst, noch das Gerücht, daß Napoleon mit Josesinen sehr glücklich lebe, vermochten es, der Schrcibwuth der Dame Einhalt zu thun. Eines Tages erhielt Napoleon folgende unglaubliche Taktlosigkeit von ihrer Hand: „Es war ein ausgemachter Irrthum der Vorsehung, daß eine so schöpferische wie glänzende Natur, wie sie in Bonaparte vorhanden, mit einem so schwachen und bescheidenen Wesen, wie es Joscfine ist, vereinigt worden." Dann folgte der alte Spruch, daß Staäl, geborene Necker, für ihn allein geboren sei. Da ging Napoleon die Geduld aus. Er zerriß den Brief, warf die Stücke in's Feuer und meinte: Was! diese Närrin wagt es, sich mit Josesinen zu vergleichen? Ich antworte überhaupt nicht mehr auf ihre Briefe. So mußte Frau von Staäl den einzigen Trost missen, der ihr geblieben. Die meist etwas lakonischen Antworten des jungen Helden blieben aus. Nun aber, es kann dies gerade nicht weiblich zartfühlend genannt werden, erpichte sich die Dame erst recht darauf, Napoleon selbst zu sprechen. Als ihr dies gelang, war der junge Held natürlich schon weit auf seiner Siegeslaufbahn vorgeschritten. Er war jetzt Consul geworden und bewohnte die Tuilerien. Diese Joscfine, meinte wohl Madame de Staäl, kann ihn nicht mehr fesseln, denn einen großen Verstand hat sie nie gehabt, und dazu macht sie ganz gehörige Schulden. Als der Empfang stattfand, hatte die Tochter Neckers wieder auf etwas vergessen. Napoleon liebte es nämlich sehr, die Damen einfach und geschmackvoll gekleidet zu sehen, die Staöl dagegen erschien in einem ganz absonderlich aufgeputzten Costüme. Das allein erschreckte den jeder Zeit etwas kurz angebundenen Consul. Dieser mochte wohl seine liebenswürdige, etwas. abergläubische Josefine mit der Geist und Witz sprühenden Dichterin verglichen haben, und es muß jedenfalls für die Staöl sehr von Nachtheil gewesen sein, daß die Gattin bei dieser ersten Zusammenkunft gegenwärtig war. Napoleon, unartig wenn er einer Dame ein Kompliment sagen wollte, wurde stets grob, wenn das, was er zu sagen hatte, kein Kompliment genannt werden darf. Später, als Kaiser, wollte er einst der schönen Herzogin von Chevreuse etwas recht Liebes sagen. Was doch Ihre rothen Haare schön sind! kam's bewundernd von den schmalen Lippen, denn er hatte sich nicht Zeit genommen, seine Worte so zu setzen: Ihre Haare sind doch vom wunderbarsten Nothbraun i Die Herzogin erwiderte schnippisch: Möglich! Aber ich versichere, daß ich zum erstenmale im Leben Aehn- liches höre. Die Antwort Napoleons aber, welche er Frau von Staöl beim Empfang in den Tuilerien gab, ließ an Grobheit nichts zu wünschen übrig. Es war nicht zart von ihr, daß sie vor Josefinen fragte: welche Frau in seinen Augen als die bedeutendste erscheine? Er, wie erwähnt, schon etwas schlechter Laune, gab zurück: Die, welche dem Staat die meisten Kinder gibt! Das war hart, denn Madame hatte zu dieser Audienz all ihren Enthusiasmus im Herzen mitgebracht und sah sich nun verschmäht, gröblich verletzt. Eine eitle Frau verzeiht das nicht, und eitel war Madame de Staöl. Die Herzenswunde wäre wohl eher vernarbt, die verletzte Eitelkeit verzieh nicht. Niemals vergaß sie ihm diese Antwort, und damals verließ sie als seine Feindin die Tuilerien. Er sollte sehen, daß die spitze Zunge, die scharfe Feder einer geistreichen Frau nicht minder mächtig als irgend ein politischer Feind seien. Beißende Witze und boshafte Bemerkungen regnete es von da über Napoleon und dessen Familie, und stets wußte sie es so zu gestalten, daß sie dem ersten Consul zu Ohren kommen mußten. Aber auck der große Mann war eitel und vergaß Kränkungen nicht leicht. Ließ er doch bald darauf als Kaiser den Papst und den ganzen Krönungsstaat warten, nur um vor der großartigen Ceremonie den alten Advokaten Nagideau vor sich zu sehen, denn dieser hatte dereinst Josefinen in geringschätzendem Tone abgerathen, den armen General zu heirathen, und das hatte Bona- parte im Vorzimmer gehört und bis dahin nie ein Wort darüber verloren. (Schluß folgt.) Ueber die frühchristlichen Thiersymbole von Achmim-Pauopolis in Oberägypten und in den Katakomben. Studie von vr. Gustav N. Müller, Museumsbevollin. und Herausgeber der „AntiquitätcinZcitschrift" in Straßburg i. E. V o r e r i n n e r u n g. Wie nicht nur meine „Antiquitäten-Zeitschrift", sondern auch Fach- und Tagesblätter mittheilten, ist der verdiente Monograph des römisch-byzantinischen Todten- feldes von Achmim, das in der profanen wie kirchlichen Archäologie eine epochemachende Periode bezeichnet, ist mein Freund Robert Forrer persönlich nach Oberägypten gereist, um etwas nachzuholen, was von den ersten „Ausbeutern" der Necropole unverantwortlich versäumt, von keinem Museum merkwürdigerweise nachgeholt worden ist, nämlich: die wissenschaftliche Untersuchung der Lokalität und der Fund um stände. Forrer brachte damit allen Forschern, allen staatlichen und privaten Besitzern von Achmimfunden — besonders der kostbaren Textilien! — ein großes Opfer. Ueber die speziellen Ergebnisse seiner Expedition will ich Ihnen ein andermal berichten; es genüge, die Etappen ihrer Erfolge kurz mit den Worten anzudeuten: systematische Ausgrabungen, eingehende Untersuchung des Terrains und der Lokalgeschichte, Entdeckung unberührter Mumiengräber und Auffindung eines neuen Gräberfeldes! Hingegen habe ich heute den vielen Freunden, die meine Mittheilungen über Achmim gefunden haben, besonders Ihren theologischen Lesern einen Excurs zu bieten, der nicht für sich, wohl aber für sein Thema und seine neuen Beiträge reges Interesse zu erbitten wagt. Kein Gebiet der altchristlichen Kunst ist auf Achmim ohne Aequivalente zu entsprechenden Katakombendarstell- nngen geblieben, keines hat vielleicht wichtigere Aufschlüsse dorten erhalten, als das der Symbolik, und hier wiederum jenes der christlichen Thiersymbole. Ich ziehe vor, anstatt lange Vorbemerkungen zu schreiben, in rnsciias rao zu gehen, und mache den Leser, um ihm größeren litterarischen Apparat zu ersparen, nur auf die zwei bedeutsamsten Quellen aufmerksam, auf die ich meine Ausführungen des öfteren zurückleiten muß. In erster Linie meine ich die bekannte „Ncal- Encyklopädie der christlichen Alterthümer" von F. X. Kraus mit den Beiträgen vieler Archäologen und Kirchenhistoriker, wie de Waal, Münz, Heuser, Peters, Kellner, Krieg, Schilt u. a., und dann Forrers hervorragenden III. Achmim-Band „Die frühchristlichen Alterthümer von Achmim-Panopolis", zu beziehen durch die Verlagsanstalt Concordia in Bühl (Baden) zum Preise von M. 35.—. Ich greife in der folgenden Untersuchung nur die bekanntesten Thiersymbole aus der Fülle von Material heraus, das ich in einer umständlicheren Abhandlung zu behandeln gedenke. Indessen hoffe ich, schon mit dem hier Vorzutragenden manchen Freunden der christlichen Kunst einen Gefallen erweisen und mehr thun zu können, als „ub LliHuiä äixisss viäaar". Der Adler. Während die biblischen Schriften im Adler ein Sinnbild a) der Liebe Gottes, tt) der Macht und Stärke, o) der Schnelligkeit, ä) des hochfahrenden Sinnes und e) der Erneuerung und Verjüngung erblicken, hat die altchristliche Kunstsymboltk hauptsächlich die letzte Bedeutung zu sich herübergenommen. Auf den Begriff der geistigen Wiedergeburt durch die Tanfe und der Erhebung zu Gott ist die Sitte zurückzuführen, das Bild des Adlers als En- kolpion oder als Fibula zu tragen. Im Adler sahen die Neophyten ein Bild ihrer eigenen sittlichen Verjüngung. Ein weiterer Schritt war es, diese geistige Erneuerung auf die körperliche in der Auferstehung zu übertragen, wie dies Ambrosius ausspricht und ein römischer Sarkophag bildlich zum Ausdruck bringt, dessen Mittelrelief die Kreuzigung und die Auferstehung 139 Christi symbolisch darstellt. Ein Bild im Oosmotariurn I?ri8oil1rro zeigt zwei Adler auf zwei Erdkugeln im Begriffe, zu den ewigen Höhen sich emporzuschwingen. Mindestens so alt aber als die Bedeutung der Verjüngung und Erneuerung ist die andere, die den Adler, der gegen die Schlange kämpft, als Symbol des Lichtes faßt, das die Finsterniß besiegt. So gibt die Apocälypse dem mystischen Weib, das der Drache verfolgt, „zwei Flügel eines großen Adlers". Gerade diese apocalyptische Symbolik aber beweist, daß wir den Kampf des Adlers nicht nur als den des Lichtes gegen daS Dunkel, als den Christi gegen die Holle zu deuten haben, denn die Schlange ist, wie vorab Achmim beweist, keineswegs das einzige Gegenstück. Man darf von der allgemeinen zu einer mehr speziellen Deutung übergehen: der Adler symbolisirt das Gute, die Tugend, die das Laster, das Böse bekämpft und kümpfend besiegt. Wohl könnte man versucht sein, im folgenden Bild einen Beleg für die andere Auffassung zu finden, wonach der Adler auch ein Symbol derer ist, die ungerechtes Gut verzehren, aber seine Stelle in einem Cyclus von Darstellungen beweist schlagend, daß es nur im obigen Sinne auszulegen, daß ferner im Adler als „dem Guten" das Christenthum, im andern Thiere, einem Wolf, als dem Bösen, das Heidenthum zu verstehen sei. Die Darstellung fallt in die konstantinische Epoche, in die Zeit des eben erst erfolgten äußeren Triumphes des Christenthums, der ohnehin zu Achmim einen förmlichen Chorus von Jubelbildern hervorgerufen hat. Sie reiht sich auf einem 15 curr langen Clavusstück unmittelbar an jene merkwürdige Figur an, die N. Forrer in Folge einer Personalverschmelzung als „Christus-Georg" gedeutet hat, weil der Drachen- tödter mit Lanze und Kreuz dem sonstigen Christustypus von Achmim sich nähert. Ich glaube aber, Forrer hätte ruhig an Christum ausschließlich denken dürfen, denn gerade seine zum Vergleich herangezogenen zwei Thonlampen von Achmim zeigen unverkennbar als den Sieger über den Drachen den genügend charak- terisirten Erlöser selbst. In unserm Falle nun reiht sich an die Drachenscene das Bild eines Adlers, der sich in einen Wolf einkrallt. Es ist diese Darstellung nur eine Variation der vorhergehenden, wie Forrer mit Recht bemerkt. Wenn aber der geschätzte Achmimforscher also schließt: „Diese Darstellung wurde bis in das Mittelalter hinein vielfach angewendet und findet sich noch an Kapitälen von südfranzösischen Kirchen bis ins X. und XI. Jahrhundert. Dort sitzt der Vogel bald auf einem Hasen, bald auf einem Schafe, einem Hunde, einem Wolfe oder einem Hirsche. Diese zahlreichen Variationen beweisen, daß man den ursprünglichen Sinn der obigen Symbole bereits zur Carolingcrzeit vergessen hatte und an Stelle des Wolfes nach Belieben andere Thiere setzte" — so fragen wir: Wer sagt uns denn, daß nur der Wolf in Verbindung mit dem Adler symbolischen Sinn habe? Und woher wissen wir, daß ursprünglich dieser symbolische Sinn gerade auf dem Wolf beruhte? Erscheint doch letzterer gleichzeitig mit dem Drachen in derselben Bedeutung wie dieser! Vielmehr wäre zu bedenken, daß auch die späteren Variationen eine alte Symbolik wiedergaben, denn alle die von Forrer genannten Thiere sind in hohem Grade symbolisch. Allerdings besagt der Adler mit Hase, Hirsch, Hund und Schaf etwas Anderes als mit dem Wolf, weil erstere Thiere mehr oder minder ein Gutes symbolisircn. Der Adler, den wir ja auch als Sinnbild ungerechten Raubes kennen, bedeutet da, wo er den Hasen, den Hirsch, den Hund oder das Schaf bedroht, nichts Anderes als das Böse, das dem Christen nachstellt, wie ein Dieb in der Nacht, als den bösen Feind, der die harmlose Seele zu umstricken sucht, oder etwas Aehnliches. Man braucht sich über diese heterogene Bedeutung des Adlers nicht zu wundern, wenn man erwägt, wie schon in den ersten christlichen Jahrhunderten auch der Fisch, im Gegensatz zum Jchthys-Christus, hin und wieder zum Symbol des Satans geworden ist. So war ja auch die Schlange neben ihrer Bedeutung als Sinnbild des Bösen, des Verführers, eine Erinnerung an den in der ehernen Schlange des Moses symbolisirten Erlöser. Nirgends häufiger als im Gebiet der Symbolik gilt das Wort von den Dingen, die — zwei Seiten haben. (Fortsetzung folgt.) Zur Chronologie des heiligen Willibald. Von Adam Hirsch mann, Pfarrer in Schvnfeld. (Fortsetzung.) Es mag mit Recht auffallend erscheinen, daß der Benediktinermönch Willibald kaum ein Vierteljahr nach seiner Abreise von der ewigen Stadt zum Priester geweiht worden, da er doch, seitdem er deutschen Boden betreten, fast immer auf Reisen sich befand, somit zur Vorbereitung auf diese hehre Würde keine Zeit übrig hatte. Darum muß diese Ordination in spätere Jahre verlegt werden, auf den 22. Juli 742, erklärt Herr S. Fassen wir vor allem die geographische Entfernung zwischen Rom und Freising inS Auge, so finden wir Rom etwas unter dem 42. Breitengrade, während Freising fast auf der Halbscheide des 48. und 49. Grades liegt, so daß sich eine Differenz von 6*/z Graden ergibt. Die Entfernung zwischen je 2 Breitengraden zn 15 geographischen Meilen — 30 Stunden genommen, ergibt in unserem Falle 195 oder in runder Summe 200 Wegstunden als Resultat. Nehmen wir an, daß der hl. Willibald täglich einen Marsch von 8 Stunden zurückgelegt habe, und wir werden nicht zu viel behaupten, wenn wir unseren Pilger auf einem Pferde oder Maulesel reiten lassen, so hat er in 25 Tagen das Ziel seiner Reise erreicht; bis 24. Mai konnte er wohl auf deutschem Boden sich befinden, wenn er auch an den longobardischen Hof nach Pavia einen Abstecher gemacht hatte. Innerhalb der Frist vom Ausgange des Monats Mai bis 22. Juli konnten leicht an der Seite des nordgnuischen Grafen Suidger, der seinem Gastfreunde wohl das nothwendige Gespann zur Verfügung gestellt haben wird, die Strecken zwischen Freising und Eichstätt und dem unbekannten Aufenthaltsorte des Grafen zweimal durchmessen werden. Außerdem darf man die stets wiederkehrenden Klagen des hl. BonifatiuS über den furchtbaren Pricstermnngel in den deutschen Landen nicht vergessen. Berichtet ja doch der Metropolit selbst, daß er gezwungen war, sogar einen nikolaitischen Priester auf seinem Posten zn belassen, da er anderweitig nicht besetzt werden konnte (öjo. 91 l. o. I, 377); erzählt uns ferner die Nonne von Heidenheim, daß Wynnebald sieben Kirchen in Thüringen zu bedienen hatte (LI. 6-. XV, 1, 109). Unter solchen Umstünden finden wir die Eile begreiflich, mit welcher dem 40jährigen Willibald die Priesterweihe 140 ertheilt wurde. Oder war denn nicht die priesterliche Würde das erste Erfordernis), um als Abt eines neu- zugründeuden Klosters, als Missionar einer erst zu or- ganisirendcn Christengemeinde mit Erfolg wirken zu können? Ist es unter solchen Umständen auch nur wahrscheinlich, daß der hl. Bonifatius die Ertheiluug der Priesterweihe an Willibald bis zum 22. Juli 742 hinausgeschoben habe? Man hält uns die Vorschriften des KirchenrechteS entgegen, wornach der St. Magda- lcnentag, welcher im Jahre 740 auf einen Freitag gefallen ist, kein kanonischer Weihetag gewesen sei. Ist vielleicht der 9. Sonntag nach Pfingsten des Jahres 742, welcher damals mit dem 22. Juli zusammentraf, ein kanonischer Ordinatioristag?^) Herr S. gibt den AnsnahmSfall selbst zu. Wenn aber der päpstliche Legat besondere Vollmachten von Nom besessen hätte? Schon unterm 1. Dezember 722 erhielt der soeben zum Bischof geweihte Winfried von Papst Gregor II. die Fakultät: OräiirationeZ vero xrosläbw'oruw ssu äwacworuw Hon uisi Fvarti, 86ptiwi st äsaiwi msiwiurn fo- zunÜ8, 86b ob iuFrssoo guacira.F68iwa.Ii aigua woäi- airbo V63pors savdati novsrit Lslsdraucias (Dp. 18: bow. I, 267—268). Mit Hilfe dieses Privilegiums konnte Willibald am Freitag Nachmittags) ordinirt werden. Darum halten wir mit Hauck (K.-G. Deutschlands I, 489) den 22. Juli 740 als Wcihetag^) des hl. Willibald fest. Doch verfolgen wir den Bericht der Nonne weiter. Nach Ablauf eines Jahres berief Bonifatius den hl. Willibald zu sich nach Thüringen. Dieser kam dem Auftrage sogleich nach und fand im Hanse seines Bruders Whnncbald gastfreundliche Aufnahme, welcher jenen seit 18'/g Jahren, seitdem er von Nom abgereist war, nicht mehr gesehen hatte. Sie freuten sich über das Zusammentreffen. Es war Herbstzeit, als Willibald nach Thüringen kam. Sogleich setzte ihn der Erzbischof Bonifatius unter Mithilfe des Bnrchard und Wizo in die bischöfliche Würde ein. Willibald blieb eine Woche dort und kehrte hierauf wieder an seinen früheren Wohnort zurück. Willibald zählte, als er an dem Orte, welcher Sulzeprucge genannt wird, zum Bischöfe gesalbt wurde, 41 Jahre, und es war Herbstzeit, fast zur nämlichen Stunde (als er geboren war), 3 Wochen vor Martini: 8ta.timgU6 v6N6rauäu8 illo vir Ooi lVillil>a.Iäu8 86- cwnäuw fassioiwm mrnoti viri (Lcwikabii) in Hr^riir- F6Lw vonislwb 6b in äowo Irairw wri s. V^mw- lwläi lwoxitalitabw waiwioiww lwlwlwb, gut illuw fum priu8 8 aiworuw axabiv sb non äiwiäio aä 60 gnoä äo Ilowa. iwigostab uoir viäib. Bleiben wir einstweilen bei dem letzten Satze stehen. Wie übersetzen wir die Zeitbestimmung: Whnnebald hatte °) Die jetzt geltenden kanonischen OrdinationSkage sind die O.natemperiamStagc, der Samstag vor dem Passionssonntage, nicht vor dem Palmtage, wie Herr S. angibt: Labbatum Litisntss, vor dem Osterfeste: Labdatum «anetum. Silber- nagel, Lehrb. d. kath. K.-NechteS S. 144. H Dass im Mittelalter die Weihen nicht immer in Per-- bindnng mit der hl. Messe ertheilt wurden, geht aus den Statuten der Shnode von Mainz im Jahre 1049, welche nnter dem Vorsitze deö Papstes Leo IX. gefeiert worden ist, hervor. Hefcle, Conc.-G. IV, 735. Kirchenlexikon IV, 1272. °) Das Gnndekariannm (Ll. 6. 8. 8. VII, 248) hat den Eintrag: XI. Xal. llnA. orcliuatio s. IVillibaiai. Vor Einführung des römischen Nitns unter Bischof Johann Christoph von Westcrsletten 1612—1636 wurde der 22. Juli alö Ordi- nationstag des hl. Willibald im Ofsicinm des Tages com- mcnivrirt. , seinen Bruder nicht mehr gesehen: 8 annoruw 8jwbio ! eb irono äiwiäio, seitdem er von Nom abgereist war? Mabillon (^.oba. 8. 8. IV, 345 A. 2) übersetzte diese jedenfalls eigenthümliche Zeitbestimmung mit 8 und 91/2 — 17*/z Jahren; ebenso Popp, Brückl, Stamminger (l?rauo. 3 . I, 474) und neuestens auch Holder-Egger, welcher zu dieser vielumstrittenen Stelle bemerkt (LI. 6l. XV, 105 A. 2), daß durch einen Abschreiber ein Irrthum sich habe Angeschlichen, indem zu lesen sei: .. . Fui illuw fallt xriu8 X ob VIII aniwruw sxubio ob rwiw äiwiäio . . . rwn viäib, welcher ihn seit 18ffz Jahren nicht mehr gesehen hatte. Greiser dagegen (bow. X, 766), Hauck (K.-G. I, 460) und Herr S. übersetzen die Stelle mit 8^2 Jahren, indem sie die Sachlage dahin erklären: Willibald und Whnnebald haben sich um Ostern 735 zum letzten Male in Nom oder auch in Monte Cassino gesehen, ehe letzterer mit dem hl. Bonifatius in die deutsche Mission abging. Gegen diese Auffassung erheben sich jedoch verschiedene Bedenken. Vor allein die Frage: Mit welchem Rechte wird ein Zusammentreffen der Brüder im genannten Jahre 735 angenommen, da weder im Hodo- eporikon, noch in der Vita des hl. Whnnebald, noch in jener des hl. Bonifatius ein Anhaltspunkt hiezu gegeben ist? Nettberg (K.-G. Deutschlands II, 358) war der Anschauung, der hl. Bonifatius habe schon bei seinem zweiten Aufenthalte in Rom (c. 722) seinen Blutsverwandten aus England, Whnnebald, für die deutsche Kirche gewonnen, dieser sei jedoch erst 731 nach Deutschland abgereist, da er vorher die Einwilligung seines Bruders, welcher sich nach dem Oriente begeben hatte, erholen wollte. Hauck (K.-G. I, 459 A. 4) hat mit Recht diese mehr als sonderbare Interpretation verworfen, indem er betont: es sei nicht nothwendig, einen persönlichen Verkehr, eine mündliche Besprechung zwischen den beiden Brudern anzunehmen, es genüge ein schriftlicher Gedankenaustausch. Bonifatius habe erst bei seiner dritten Nom- fahrt 738/39 Whnncbald für sich und seine Missions- thätigkcit gewonnen, ein persönliches Zusammentreffen sei durch den Text: illuw faw xriuo VIII aurwruw gpablo eb ucwo äiwiäio nicht gefordert: 8ffz Jahre vor seiner Abreise von Nom, Sommer 739, hatte Willibald seinen Bruder zum letzten Male gesehen. Aber weder Ncttberg noch Hauck haben die entscheidende Stelle aus der Vita des hl. Wynnibald richtig aufgefaßt. Dieser Biographie, welche gleichfalls wie das Hodo- eponkon von der Heideuheimer Nonne verfaßt worden ist, entnehmen wir die Thatsache, daß Whnnebald im 19. Lebensjahre mit seinem Vater und seinem Bruder Willibald nach Nom gezogen ist. (Whnnebaldistgeboreni.J.701, wie aus oux. 9 der Vita erhellt.) In Rom nahm er die Tonsur und widmete sich dem Dienste Gottes und dem Studium der Psalmen. Nachdem er 7 Jahre in der ewigen Stadt zugebracht hatte, kehrte er wieder in die angelsächsische Heimath zurück, um unter seinen Verwandten und Lands- leutcn neue Werbungen für das monastische Leben zu machen. Mit herzlicher Freude wurde Whnnebald in England aufgenommen; sogleich aber begann er, seine Brüder und Schwestern, sowie Andere seiner Verwandtschaft zu ermähnen; die Flecken und Höfe durchwandernd, begeisterte er Viele für das Leben der Vollkommenheit (LI. 6-. XV, 108 eax. 3). Dann kehrte er wieder mit 141 Zustimmung seiner Freunde, mit Hilfsmitteln seitens der jüngeren Genossen ausgerüstet, in Begleitung seines Bruders nach Nom zurück. (Lt trmo itsrnin, liosutia. xoskulnka, eum eonsilio aniioorulli st cum juniorum sudsiäris Irntrs sno oonrits, oaoros itarnna s. kstri xorgfuirers xroporaffat xresiäia.) So kam Wynnebald zum Zweiten Male nach Nom: ssounäo vias aä Hoinarn s. I?6krigu6 basilioam veniodat, und führte ein sittcnreiues Leben. Was ist nun das für ein Bruder, der ihn über das Meer nach Italien begleitete? Der hl. Willibald? Unmöglich; denn dieser weilte damals entweder noch in Konstantinopel oder, falls wir Wynnebalds Aufenthalt in England längere Zeit währen lassen, wenigstens in Monte Casstno; wie auch Greifer schon hervorgehoben hat (tom. X, 791). War es der hl. Sola, der Gründer von Solen- hofen? Weder die Nonne von Heidenheim noch Ermanrich von Ellwangen, welcher vor dem Jahre 842 Sola's Leben aufgezeichnet hat, kennen ein derartiges Verwandtschafts- verhältniß. Es war ein dritter Bruder des hl. Willibald und Wynnebald, dessen Namen uns die Geschichte leider nicht überliefert hat. Da kam nun, erzählt die Nonne von Heidcn- heim, der hl. Bonifatins nach Rom, um Unterstützung an Priestern für die deutsche Mission zu suchen. Sobald er den Aufenthalt Wynnebalds, der durch die Bande des Blutes ihm verwandt war, in Erfahrung gebracht hatte, lud er ihn ein, als Mitgchilfe seine Stütze und sein Trost werden zu wollen. Was that Wynnebald? Oon- Isskirnguo trntrsm suuiu proprinni soä ab alias osns co§nnto8 atgus ainiaos sodriis salntationnni verdis ooinpelladib atguo liaontiam postnlavit. Ilt, buno ills vum alignLnto collo^nnr coinitatn ineffcnrvsrakikLr (N. 6-. XV, 109). Er theilte den bonifatianischen Antrag sofort seinem eigenen Bruder, den sonstigen Bekannten und Freunden mit und erhielt ihre Zustimmung. In zahlreicher Begleitung trat er die Reise an. Diese Anfrage nun an den hl. Willibald in Monte Casstno, sei es auch nur auf schriftlichem Wege, wie Hanck meint, richten lassen, heißt dem Zusammenhange, dem inneren Jdeengange der Erzählung Gewalt anthun. Wynnebald besprach sich mit seinem ungenannten Bruder, der wohl in einem der römischen Klöster sich befinden mochte, und mit sonstigen Landsleutcn, deren es damals gar viele in Nom gab, aber nicht mit dem hl. Willibald. Der Jngolstädter Jcsnite Greiser hat diese Stelle ganz richtig auf den anonymen Bruder bezogen (tarn. X, 791 L); darum ist es um so auffallender, wie er gleichwohl ein Zusammentreffen der beiden Brüder Willibald und Wynnebald 8*/z Jahre vor des ersteren Bischofs- consecration statniren mochte, wie Mabillon Mit Recht bemerkt hat (TVot. 8. 8. IV, 345 A. 2). Ob der dritte Bruder mit nach Deutschland gezogen, läßt sich mit Sicherheit nicht entscheiden; während Mabillon (I. xloratiou Drurä ffulzc 1893 S. 245 gezeichnet 0. R. 6.). Bei diesem Anblick und bei dieser Entdeckung ist es leicht verzeihlich, wenn bei dem Historiker und Excgcten der Philologe zu kurz kommt. Champollion las nämlich ganz richtig in einem Ringe dieser Städtenamen: lluäasi walölr, übersetzte es aber mit „König von Judah" und glaubte in dem Gefangenen, der diesen Schild trägt, ein Porträt des Königs Noboam erkennen zu müssen. Ihm sind auch andere gefolgt, z. B. Vigouroux, und selbst der nüchterne Bädeker (Ebers, Dümichen und Eisenlohr, drei berühmte Acgyptologen, sind die Verfasser desselben) meint, daß man lluäast malolr mit „König von Juda" übersetzen darf. Ich will hier aber keine philologische Abhandlung schreiben, möchte aberbemerken, daß weder der Zusammenhang der Inschrift, noch die Grammatik eine derartige Uebersetzung duldet. Wir haben hier, wie in den andern Schilden, eine Festung vor uns, die allerdings noch nicht sicher identificirt ist. Was die Porträtähnlichkeit mit König Noboam anlangt, so verschwindet dieser schöne Traum, wenn man die andern Köpfe betrachtet, da einer genau wie der andere geformt ist. Trotzdem wir also keim Porträt des Sohnes Salomons vor uns haben, so ist doch dieses Denkmal von unschätzbarer Bedeutung für die biblische Wissenschaft und auch von apologetischem Werthe, da wir hier die Genauigkeit der biblischen Angaben selbst in kleinen Dingen bewundern und beweisen können. Da dieser Schild, der 3. in der 3. Reihe (die ganze Darstellung hat 120 Namen), so große Berühmtheit erlangt hat, habe ich von ihm noch bei später Abendstunde beim Mondschein einen Papier-Abdruck genommen, sowie noch von zwei erreichbaren Namen: Abklatsch, Photographie und Augenschein bestätigen die Gleichförmigkeit der Profile auf's vollkommenste. Noch weiter rechts an derselben Mauer ist das Epos des ägyptischen Homer Pentaur zu lesen, wenn man den angehäuften Schutt wegräumt. An der Wand, welche sich im rechten Winkel anschließt, ist ein Vertrag des Königs der Cheta, Chetasar, mit Namscs II. in Hieroglyphen überliefert. Derselbe datirt vom 21. Tybi des 21. Jahres des Namses II. und ist in Tanis abgefaßt. Vielleicht ist diese Inschrift bestimmt, bei der Entzifferung der noch immer unent- räthselten chetitischen Schriftzeichen als Schlüssel zu dienen. Es wären noch zahlreiche, interessante Inschriften und Denkmäler im Karnaktempel zu besprechen; aber das Angeführte wird genügen, um eine Idee von der Pracht, Schönheit und Bedeutung dieses noch im Verfalle großen Banwerkes zu geben. Jerusalem, Kloster St. Etienue, im Februar 1893. Dr. Seb. Euringer. Recensionen und Notizen. Die Mutter Gottes von Lourdes. Vollständiges Gebet- und Untcrrichtsbnch mit Novcncnandachten zur Mutter Gottes von Lourdes für alle Verehrer Mariens von AlfonS Schwarz. Pfarrer in Ottenbach (Württemberg). Mit Approbation des Bischofs von Nottenburg. Stuttgart, Süddeutsche Verlagshaudlung (D. Ochs), 688 S., geb. von 2 M. an. Beicht- und Communionbuch für Erwachsene. Versehen mit einem Anhang der nothwendigsten Gebete von Alfons Schwarz, Pfarrer in Ottenbach. Mit bischvff. Approbation. Stuttgart, Süddeutsche Verlagshaudlung (D. Ochö), 266 S., gcbd. von 1 M. an. Unsere Zeit leidet gewiß keinen Mangel an Gebet- und Erbauungsbüchern, und wir wären die letzten, die eine Vermehrung derselben wünschten, wenn diese nicht zugleich eine Verbesserung derselben wäre. Das trifft bei den beiden vorstehenden zu. Deßhalb bringen wir sie zur Kenntniß der Leser der „Postzeitung". 1. Das Marien-Lourdesgebetbnch ist, obwohl in 3000 Exemplaren bestehend, schon nach 7 Monaten vergriffen gewesen. Gewiß ein Beweis für den Werth des Buches! An die zweite Auflage hat der Verfasser nochmals die bessernde Hand angelegt, so daß alle Wünsche befriedigt sind. Das durch reichen und kernigen Inhalt, durch gründliche und populäre Unterweisung über die wichtigsten Punkte der Glaubenslehre und des Glaubenslebens, durch Originalität der Form und Anlage sich auszeichnende Buch zerfällt in drei Haupt- theile. Der erste, historisch-apologetische Theil (inKleindruck gesetzt) bietet in markigen Zügen eine lebensfrische Darstellung der Geschichte von Lourdes und eine überzcugungSvolle, nur auf glaubwürdigen, von competenten Autoritäten bestätigten Thatsachen beruhende Vertheidigung der wunderbaren Vorgänge daselbst (S. 3—62). Diese Einleitung kann nicht ohne mächtigen Eindruck auf die vertrauensvolle Verehrung der Mutter Gottes bleiben. Den zweiten Theil bildet das eigentliche Gebet- und Unterrichtsbuch (S. 65—647). Neben den gut gewählten Gebeten und Andachten ist ein sehr zweckmäßiger und so recht für das praktische Leben berechneter Unterricht über 143 Meßopfer, Beicht- und Cömmnnion, Ablaß und Rosenkranz eingeflochtcn. Unter den vier Meßandachten ist die erste durchaus neu und originell: Der Wortlaut der pricsterlichen Meß- gebete ist in Kleindruck vorangestellt, worauf je die schöne, durchaus gelungene Erklärung desselben in Gebets form (in größerem Drucke) folgt. Dadurch wird der sachgewandte Verfasser einer bekannten Bestimmung des allgemeinen Concils von Tncnt vollauf gerecht. Die beigefügten Andachten für die einzelnen Wochentage und für die Fastenzeit (Kreuzweg, Leiden Christi) machen das Gebetbuch „vollständig". Vortreffliche „Belehrungen für Kranke und Leidende" nebst den Gebeten für Sterbende und Abgestorbene, für den Verein der christlichen Familie haben auch Aufnahme gefunden. Der dritte Theil (S. 651—698) umfaßt eine gründliche Lehre über Wesen und Eigenschaften der Novencn und gibt dazu eine praktische Anleitung. 2. Auf den vielfach geäußerten Wunsch von Laien hat der Verfasser das Beicht- und Communionbuch separat herausgeben lassen. Die Beichtandacht ist in ihren Gebeten herzlich innig, mit ihren beiden Beichtspiegeln (für öfters und nur einmal im Jahre Beichtende) sehr lehrreich und durch ihren ausführlichen Unterricht über die wichtigsten Bestand- theile (Reue, Vorsatz, Bekenntniß) eminent praktisch. Aus berechtigten Gründen sind die wesentlichen Punkte der Unterweisung durch fetten Druck hervorgehoben. Die beigefügten Morgen-, Abend-, Meßgebete, Stationenandachtcn und Litaneien erhöhen die Brauchbarkeit des Büchleins wesentlich, so daß es ein hübsches, sehr handliches Gcbctbüchlein ist, namentlich für Männer. Beide Büchlein empfehlen sich auch durch den billigen Preis und die schöne Ausstattung, und daö erste dürfte sich als Geschenk für Brautleute und Firmlinge besonders empfehlen! L. Pater Theodosius, ein menschenfreundlicher Priester. Von Dr. P. C. Planta. Mit dem Bild und Facsimile des k. Theodosius. Bern, Wyß 1893. (1 M. 80 Pf.) Ll. Wer kennt den Namen dcö k. Theodosius nicht, des Begründers der Krcuzschwestern, die in ganz Europa in der Zahl von Tausenden für das Wohl der Jugend, der Armen und Kranken wirken? Jeder, der seinen Namen kennt, wird aber erfreut sein, eine ausführliche Biographie des von Gott begeisterten und geführten Mannes zu lesen, der in dem kurzen Zeitraum von 12 Jahren, 1853—1865, so Großes schuf! Wie das kam, daß ?. Theodosius mit vier Ordensschwestern in Chur 1853 begann und schon 1865 bei seinem Tode über 400 segnen konnte, erzählt der Verfasser im ersten und zweiten Theile seiner Biographie, in der er die Thatsachen, die Gründungen in der Schweiz und Oesterreich mittheilt. Die Erzählung ist geschichtlich treu, indem der Verfasser auch die Hemmnisse nicht verschweigt, die theils von außen kamen, theils in der Art und Weise der Unternehmungen selbst lagen. Wenig glücklich war der vortreffliche Mann nämlich in der Gründung von Fabriken, der er allerdings auch seine christlichen Ziele zu Dienst nehmen wollte. Von einem anderen Hemmniß werden wir noch sprechen. Für die katholische Socialwirksnmkeit, deren Idee und Ziel ist aber vom höchsten Werthe der dritte Theil der Biographie, welcher sich „Des Pater Theodosius Welt- und Lebensanschauung" überschreibt, und aus den Schriften, Predigten und Reden des herrlichen Mannes die Summa der Grundsätze mittheilt, aus denen I?. Theodosius seine edlen, Gott und der Menschheit geweihten Werke schuf. Dieser Theil ist geradezu ein herrliches Programm für kathol.-sociale Lehre und Wirksamkeit. Wir begrüßten diesen Theil mit besonderer Freude. Und nun — der Verfasser, Herr NcgicrungSratb Dr. Planta in Chur, ist ein Protestant, der Wahrheit und Wohlthun liebt und Gerechtigkeit übt. Das zeigt er namentlich darin, daß er für k. Thco- dosius eintritt in der übelsten Affaire, die ihm 1857 begegnete, als ihn der Stadtrath wegen einer Rede in der Salzburger Katholikcnversammlung zu verfolgen begann und ihn nöthigte, die Großzahl seiner Ordensschwestern in Chur zu entlassen. Aber Gott der Herr fügte es zum Besten. ?. Theodosius hatte bereits in Jngcnbohl sich angekauft, und verlegte einfach dahin den Hauptsih des Ordens. Dort aber blühte er mehr auf, als in der Nähe des unfreundlichen Stadtrathcs von Chur. So waltet Gott mit Menschen, die ihm dienen! Ernpp (Dr. G.), Octtingische Geschichte der Ne- formationszeit. NesormationSgcschichte des Rieses von 1539—1553. Mit Bildern und Ansichten. Nörd- liugen, Tb- Reischle. 8°. 160 S. W Der Verfasser hat sich die Aufgabe gestellt, mit Verwerthung eines reichen, unbenütztcn Materials, vor allem des Wallersteiner Archivs, die Neformationszeschichte des Rieses zu bearbeiten. In einem ersten einleitenden Kapitel (S. 1—15) gibt er zunächst eine Darstellung des Bauernkrieges im Niese, während das 2. u. 3. Kapitel (S. 15—132 bczw. S. 133—151) die Reformation des Rieses in der 1. Periode (1524—1517), den schmalkaldischcn Krieg und das Interim zum Gegenstand haben. Ein großer Tbeil des 2. Kapitels, namentlich der ganze § 1 (S. 15—74) beschäftigt sich mit der Eintheilung der Graf- schaft Oettingen zur Reformationszeit, vor allem aber mit der Familiengeschichte der damals lebenden Grafen, wobei cultur- hisrorischcn Notizen, die in der That sehr interessant sind, eine besondere Sorgfalt gewidmet wird; auch die übrigen Paragraphen des 2. Kapitels weisen zahlreiche familiengeschichtliche Bemerkungen auf. So wäre vielleicht der Titel „Octtingische Familien-, Cultur- und politische Geschichte zur ReformationS- zeit" bezeichnender gewesen für den Inhalt des Buches. Daö 3. Kapitel ist leider etwas flüchtig ausgefallen; bei aller Kürze, deren sich der Verfasser aus buchhändlcrischen Rücksichten befleißigen zu müssen glaubte, wäre doch größere Prägnanz möglich gewesen. Was die Darstellung anlangt, so ist dieselbe streng objectiv. Leider sind manche stilistische Unebenheiten und ziemlich viele Druckfehler sie hengeblieben, die indessen unter der Last des massenhaft vorgelegenen Aktenmatcrials — die Pedanterie, wenigstens den Fundort, wenn auch nicht den Lagerort, Seite für Seite des Buches anzugeben, hätte der Verfasser nicht scheuen sollen — entschuldbar sind. Störend wirkt z. B. beim Beginn der Seite 25 der Ausfall einiger Worte. Eine anerkennenswerthe Beigabe sind die Abbildungen (besonders der Schlösser Harburg und Wallerstein) und ein am Schlüsse angefügtes Orts- und Personenregister, in das aber leider die Namen der Glieder des öttingischen Hauses nicht aufgenommen sind. Die Bewohner des Rieses in erster Linie werden dem Verfasser für das mühevoll geschaffene, lehr- und genußreiche Werk herzlichen Dank wissen. Anzeiger des germanisch. NationalmuseumS. 1894. Nr. 1 — Januar und Februar. Nürnberg, Germanisches Museum. L*L Dem „Anzeiger", herausg. v. Hans Bösch, (enthalt, die Chronik des Museums) sind 24 Seiten „Mittheilungen aus dem germ. N.-M." beigegeben. S. 1—8: Bösch, Ein Pokal des Nürnberger Goldschmiedes Elias Lenker. Die Beschreibung und Abbildung eines prachtvollen, mit Plastik und Heraldik geschmückten Schaustückes aus dem Besitze Veit Holz- schuherö ungefähr v. I. 1573. — S. 9—22: Kamann, Aus dem Briefwechsel eines jungen Nürnberger Kaufmanns im XVI. Jahrhundert. Ein interessanter Beitrag zur Kenntniß der Lehr- und Wandcrjabre eines jungen Kaufmanns jener Zeit, wie nicht minder der Nürnberger Kultur- und Geschlcchtergeschichtc, in Briefen der Angehörigen an den 1510—43 vom Elternhaus entfernten Paulus Bchaim. (Schluß folgt.) — S. 22—24: Bösch, Zum Verkchrsleben im XV. Jahrhundert. Die Betrachtung zweier (rcproduz.) Holzschnitte vom Anfang der 70er Jahre des XV. Jahrhunderts mit Scenen aus dem Leben auf der Landstraße. _ Archiv für christliche Kunst 1894, Nr. 1-4. * Professor KepplerS Archiv für christliche Kunst eröffnet den Jahrgang 1894 mit einem Bericht über die Errichtung eines bischöflichen Kunstmuseums für die Diözese Not- tenburg. Stadtpfarrer Keppler-Freudenstadt beschreibt den herrlichen Tabernakelbau zu Weilderstadt, ein Werk des Frühbarock von der Hand dcS Stuttgarter Bildhauers Georg Müller (1611—24) und im Anschluß daran das einfachere Sakraments- bauö in Glatt (1550), endlich ein spätbarockes Altarkrenz (1711). Wieder ein Baustein zum Ehrentempcl der Renaissance, welche, soweit das kirchliche Kunstgebiet in Frage kommt, nur zu lange mißkannt worden ist. — Lehrreich und recht dankenswcrth ist der Bericht des Pfarrers Na ible üher die Restauration der Pfarrkirche zu Glatt (Schlußartikel). — Dem praktischen Zwecke wird ferner in hervorragender Weise dienen eine Reihe von Artikeln über „die Bemalung unserer Kirche n" aus der Feder des Herrn Professors Keppler selbst. Die zwei ersten Artikel in Nr. 3 und 4 lassen zur Genüge erkennen, daß hier prinzipielle Fragen von größter Tragweite in der dem Verfasser eigenen klaren und anschaulichen Weise zur Behandlung kommen. — Th. Schön, ein Beitrag zur Geschichte der Kirchenbaukunst im Mittclalter. Findlinge über einzelne Meister der Baukunst. — Ueber eine Monstranz in Renaissanceformcn, welche aus der Hand des GotdarbeiterS Ballmann in Stuttgart hervorgegangen ist und das schwierige Problem in befriedigender Weise 144 löst, berichtet ein Artikel in Nr. 4. Ebenda beginnt Pfarrer BuSl mit Veröffentlichung archivalischen Materials über die Bangeschichte der Prämonstratcnser-Abtei Wcissenau und ihrer Kirche im 17. u. 18. Jahrhundert.-Diese KunstZeitschrift muß ihrem ganzen Inhalt nach, abgesehen davon, daß sie eine Autorität ersten Ranges auf dein Gebiete der Kunstkritik zum Redacteur hat, dein Klerus aufs angelegentlichste empfohlen werden. Es wird darin für das Verständniß der kirchlichen Kunstwerke eine rcichfließende Quelle und für die Restauration von Kirchen zahlreiche praktische Winke finden. Der Preis der mit bildlichen Knnstbeilagen ausgestatteten Zeitschrift ist für Bayern halbjährig 2,20 M., also der denkbar niedrigste. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen entgegen. (Druck und Verlag: Stuttgart, Aktiengesellschaft „Deutsches Volksblatt".) Ett-Ahle. Oitmnias ss. Xominis ckosn, Ausgabe s. für 2 Vorsänger u. fünfstimmigcn gcm. Chor (2 Tcnörc), Part. 1,20 M., Singstimmen 80 Pf., Ausgabe d für 2 Vorsänger und Männerchor, Part. 1,20 M., Singstimmen 60 Ps. Alfred CvppenrathS Verlag, Regent-burg. chf: Nicht gerade selten findet man unter den Compositionen, die vor der „Reformation" der kath. Kirchenmusik entstanden sind, schone und musikalisch werthvolle Partien, und mit Bedauern muß sie der Cborrcgcnt bei Seite legen, weil in ihnen der liturgische Text meistens nicht vollständig enthalten oder, was noch schlimmer, in oft geradezu unglaublicher Weise maltrai- tirt und verdorben ist. Von solchem Vorwurf befreit zu werden, verdienen besonders die Werke Kaspar Ett'S, welche durch ihre Anmuth und religiöse Weihe sich als echt kirchlich gedacht und empfunden dokumentircn. Viele Sachen von ibm gab Witt neu heraus, nachdem er sie zürn Theil umgearbeitet und deren Text vervollständigt hatte. Diesem Beispiele folgend, unterzog A h l c die Ett'jche Namen-Jesu-Litanci einer gänzlichen Umarbeitung, versah sie mit dem neuen, von der 8. 6. U. 21. August 1862 approbirten Texte und bietet sie nunmehr irr zwei Ausgaben allen eifrigen Chören dar. Dieselbe ist nicht schwierig, dabei aber von vortrefflicher Klangwirkung. Den zwei Vorsänger», Tcuörcn (oder Sopran u. Alt), antwortet der Chor in kurz gedrängten, frischen Sätzen. Durch neun verschiedene Melodien bei den Vorsängern und beim Chöre ist einerseits reiche Abwechslung erzielt, andererseits das unruhige Vielerlei manch neuer Litaneien glücklichst vermieden. Ausgabe b dürfte wegen ihrer leichten Sangbarkeit und Frische bald gerne gesungen werden von jenen Chören, welche über einen einigermaßen gutbesetzten Männerchor verfügen. I. N. Ahle, Vier Motetten mit kanZo lin^na zur Prozession am hl. FrohnleickmamSfeste für 4 Männerstimmen. Op. 10. Part. 1,20 M., Singst. 25 Pf. Alfred CoppcnrathS Verlag, NegcnSburg. A Gerade noch rechtzeitig zum hl. Frohnleichnanissest e erscheinen diese 4 Motetten über die Texte, welche das Lituals IduA. für die Prozession vorschreibt (Homo guiäam; Itespexit Lilas; Lgc> snm pauis vitao; illisit mo vrvens später). Sie sind sehr einfach componirt und ganz für die Aufführung im Freien berechnet, deßhalb mit einstimmigen Einsätzen und wirkungsvollen unisono-Stellen. Die Nesponsorien bei jeder Station nach dem Evangelium find den Stimmen beigedruckt. Im Texte des 2. Motctts ist zu ändern tibit in dibit, martern in montew. OestcrrcichischesLiteraturblatt, herausgegeben von der Leo-Gesellschaft in Wien, rcdigirt von Dr. Franz Schnüren Nr. 4 und 5. Schwane I., Dogmengeschichte, I. (Hofkaplan Dr. A. Fischer-Colbrie.) — Hammcrstcin L. v., DaS preußische Schulmonopol. (Pros. Dr. C. Vidmar.) — Wintern L., Geschichte der Protest. Bewegung in Braunau. (Pros.?. O. Manul.) — Kist L., Studium und Studcntenleben vor 40 bis 50 Jahren. (—r.) — Minerva. Jahrbuch der gelehrten Welt, hrSg. von R. Kukula und 5k, Trübncr, III. Jahrgang. — Erdmannsdörfer B., Deutsche Geschichte von 1648 bis 1740.1. Bd. (Uuivcrsiiäts- Prof. Dr. Jos. Hirn ) — Mittheilungen des Instituts für östcrr. Geschichtsforschung. IV. Erg.-Bd. (t.) — Lateinische Literaturdenkmäler des XV. und XVI. Jahrhunderts, Bd. VII: Ellinger, Deutsche Lyriker d. XVI. Jahrhunderts. (Pros. Jac. Meister.) — Bartsch 5k., Deutsche Liederdichter des XII. bis XIV. Jahrhunderts. 3. Anst., besorgt von W. Golthcr. (—bl.) —Schlcssing A., Deutscher Wortschatz oder der passende Ausdruck. (R—n.) — Halka Alex., Mein Polen. Reise-Erinnerungen. (Geh. Rath Jos. Frh. v. Helfert.)— Nuhlaud G.. Agrarpolitische Leistungen dcö H. Pros. Dr. Lujo Brentano. (Finanzrath Dr. K. Schcim- pflug.) — Lentner F., Bcttclunfug und Betrelbetrug. (NotariatS- subslitut Dr. K. Platte.) — Wenzel I., Arbciterschutz und Centrum. (D.) — Vogel H. C., Ueber den neuen Stern im Fuhrmann. (L. de Ball, Dircctor der Kuffncr'schen Sternwarte.) — Welschinger H., Oo mareelial Xo^ 1815. (Sp.) — Omcis Th., Die Handelsdünger und ihre Rohmaterialien. (P.) — Kralik R-, Offenbarung. — Sprüche und Gesänge. (Schuürcr.) — Ebers Eg., Die Geschichte meines Lebens. Vom Kind bis zum Manne. (Sch—r.) — Egger F., Lnednridion IliooloAiae elo§matioas Aönoralis. (Theol.-Prof. Or. I. Grnber.) — Bcrger S„ Iliskoirs cks la. VuIZato psmlaub los Premiers siöeles än mo^en L§s. (Pros. Or. K. Wolke.) — Güttler C., Wissen und Glauben. (—ie.) — Ganser A., der reine EotteSbcgriff und dessen Wichtigkeit. (—ie.) — Faulmann C., Im Reiche des Geistes. (G.) — Specht K. A., Theologie und Wissenschaft. (Krcß.) — Quellen und Forschungen aus den: Gebiete der Geschichte, brSg. von der GörreS-Gcicllsch. I, 1 und II. — Schmilz Guil., Oommoutarii Xotarum ll'irouianarnm. (Univ.-Prof. Or. M. Gitlbaucr.) — Gcrok G., Carl Gerok, ein Lebensbild. (Sck.) — Rubens P. P., BorcaS raubt die Oreithyia. Das Venusfest. Gestochen von Sonucnlciter. (Univ.-Proi. Or. Laur. Müllncr.) — Tarncller I.» Die Hofnamcn deS BurggrafenamteS in Tirol. (N.) — Or. R.ich. Müller, Offizial an der „Albcrtina". — Grandjcan M., L. travers los LIpes -Intrieliionnes. (C. Seefeld.) — Doren A., Untersuchungen zur Geschichte der Kaufmannsgilden des Mittel- altcrö. (Or. Hs. Th. Seeigel.) — Demmin Aug., ErgänzungS- band für die vier Auflagen der KriegSivasfcn rc. (m.) — Jordan W., Liebe, was dri lieben-darfst. Schauspiel. Pichlcr F-., Der Müller am Anio. Eine altröm. 5ko>uödie. Wildermann F., Kaiser Maximilian von Mexiko. Trauerspiel. (Sämmtlich von Or. N. Kralik.) — May K, Gesammelte Neiseromane, Bd. 1—3. (—n.) — Spillmaun I., Die Wunderblume von Worindon. Historischer Roman. — Dazu in jeder Nummer Personalnachrichten, Inhaltsangabe von Fachzeitschriften, Bibliographie, Vorbereitete Bücher, Notizen. _ Alte und neue Welt. JllnstrirtcS kathol. Familicnblatt. 28. Jahrgang 1894. Jährlich 12 Hefte ä. 50 Pfg. Druck u. Verlag von Benzigcr u. Co., Einsicdeln. Inhalt des 8. Heftes: Die Maria-LcurdcS-Kapclle auf dem Flüeli bei Sächseln, Obwaldcn. Gedickt von Leo Fischer. — Domovina Anke. Von Baronin Ncyer-Prokcsch. — Kopenhagen und Umgebung. Von F. Esser, 8. ck. — Aus meinem Spruchbuch. Von L. Schmitt. — DaS Fest des heiligen BluteS auf der Neicheuan. Von Franz Wichmann. — Pfingstzauber. Von Frz. Ser. Lorent. — Vom „nationalen CultuS" im Elsaß. Von Bcda v. Ballheim. — Abcndglccken. Gedicht von F. W. Weber. — Die deutsche Sprache in. Lichte amerikanischer Kritik. Von E. Müller. — Eine Bcamtcngeschichte. Von Wilhelm v. Wartcnegg. — Vom mittelalterlichen Zoll bis zu den modernen Handelsverträgen. — Allerlei und BuntcS. — Rundschau (März 1894). — Bilder und Illustrationen. Stimmen aus Maria-Laach. Katholische Blätter. Jahrgang 1894. Zehn Hefte M. 10.80. — Frciburg im BreiSgau. Hcrder'sche Verlagshandlung. Durch dic'Post und den Buchhandel. Inhalt des 4. Heftes: Das Duell im Lichte der Vernunft. (A. Lehmkuhl 8.1.) — Eucharistie und Martyrium. II. (Schluß.) (C. A. Kellner 8. ck.) — Der historische Gehalt der päpstlichen Abtheilung auf der Weltausstellung in Chicago. (Fr. Ehrle 8. ck.) — Italienische Grabdenkmäler. (St. Beisscl 8.1.) — Felix Dahns ncncstcr Roman „Julian der Abtrünnige". II. (Schluß.) (W. streiten 8. ck.) Recensionen: Zsckokkc, Die theologischen Studien und Anstalten der katholischen Kirche in Oesterreich (O. Pfülf 8.1.); Panholzer, Johann Jgnaz von Fclbigerö Methodenbuch (N. van Ackcn 8. ck.); v. Wlislocki, Volksglaube und religiöser Brauch der Magyaren (I. Dahlmann 8.1.); Kralik, Das Mysterium von der Geburt des Heilandes (W. streiten 8.1.)— Einpfehlcns- werthe Schriften. — Miscellen. Vercintw. Redacteur: Phil. Frick in Augsburg. — Druck u. Verlag des Lit. Instituts von Haas L Erabherr in Augsburg.