kln. 23. Mge zur ßilgsömger WKlilg. « Lia NarrevKviliM kap8t Lev'8 XM. ^äiulpioi clmsliLnvl'um elegis. tlb vuno, Virgo xotöns, viotrioss ts auspics palwas Llaiori xleetro eoueinuissL iuvat. — kor to NÄMMo almas vietvria uuneia paais klus LLinol aä votoros risit araica xatrss. Oallia, tu to8ti8: metuouäuo arto waligna Vis iukornu tibi struxerat iusiäias. Lu^us, vlira virtuto, siäs splenässasrö visa, Ilou priseum misers iam äsous sxueras! Immuncka lats orroruiu vitiigus saatslias Illuvio, gouto8 äöpopulauts tuas. L6kult ab Virgo: meritis, piaiats voreuäuw kiuibus llisxauis aävocat ipsa Virum; Oui rossas blanäo ouiu truäorot ors aoronas, Haso, ait, daso 6a1Iis arvaa salutis oruut. Ilisco armis pugnas ooourit 6usmanius Iisros, Ilao arto ouisus olara tropasa tulit. Oooubuoro llostss; rursumyus eüulsit avita kulellrior iu Oallis oanäiäioi'^us üäos. — 1o8tor ot loniis guas csruis «Rellinaäas" uuäis, ^.ttouito guvuäam Zesta uiri puZna mari. Ltuut ox aävsrso iustruotas lougo orämo puxpss, lu sasva Lräosouut praslia iam rusro. Iltra^uo fort aoivs signum; krroo oolo8to Runas tristo raiuax illa bioornis liabsb. Ilt rauoo 8ouuoro tulias, oouourritur; iuZous 6outiuuo aä ouoli tollitur astra traZor. Lsra touaut, rodoat Iitu8, mioat iZuibus asi^uor; Iwxaviüi dao illao äaut torg, iussa äuoo3. Ooukruotv lutors et remis uou uns, äolriseit dlavis et imrneusi ZurZitis iwa xetit. laotata kvrrisono inorZuntur eorpora xouto, Iluwano sxuinsns unäs oruore rudot. ^noexs stat fortuns: pari virtuto xersota, Line inäo eventu puZus itersts pari. Iambus iterum tentsnäs aoios, oum porcita 5at0 Rssoio Mv olsssis kuroics, sollioito. kulss repento motu, reluZit xroäuoors puZNLM, Lt c^uainvis rnulto milito prsovsliäu. Loäoro viss looo, et soso, inirabilo äiotu! Ultra 6kristisäuiu äeäore in arditrium. InZeminst tuuo viotor io, uomon^us Ll^RILD, Lonolamst rosonis unäic^ue litoribus: Oonolsraant xopuli portoutum, Virgiuis a-Imse kstrstum äis boUixotoutis oxo; kornuliäso iviprimis, i^uois miruru ox kosto triuwplruw kutiäioa oäixit praosoius ore ?IV8. Inäo <^uios ot psx Duroxso aclserts ruonti, Inäs stotit xutriao Iloligionis Iioiws. LinZuIs tzuiä inomoroin? rnsM sore xoronnia, Virga Lxlouäiää, virtutis staut monumonts tuao. — Rune yuoHuo Lliristiadiiw xiotas clo msrmorotewplum konoro katrousi iu litore äoproperst. Rio VirZo tomxluiu tonest Regina,, tuinonti Rio praeoinota rosis imporot ipsa raari. * * Vorstehendes Gedicht hat uns Herr geistl. Rath I. Hecher, Hofprediger und Kanonikus in München, in freier Übersetzung also wiedergegeben: Der Helferin der Christen. DaS höchste Preislied soll Dir nun erklingen, O Jungfrau, unerreicht an Huld und Macht, Ob all des Ruhmes, den Du halfst erringen Der Christenheit in mancher heißen Schlacht; Auf Dein Geheiß erhob die Adlerschwingen Gar oft glorreicher Sieg und hat gebracht Den Vatern einst ersehnte FriedenSknnde: Du hattest ihn gesandt zur rechten Stunde! Du, Frankreich, tritt als Zeuge in die Schranken? Es schmiedete der Hölle Nachtgewalt Zu Deinem Unheil schreckliche Gedanken. Du, einst der Glaubenstugend Hort und Halt, Du solltest schmuckberaubt zum Grabe wanken; Es schien Dein Volk im Wahn sich zu verbluten, Zu enden in der Sünde schmutzigen Fluthen. Doch sich, die Jungfrau half! Aus Spaniens Gauen Rief sie herbei den hocherlauchten Mann, Der mit dem Rosenkränze voll Vertrauen Zu brechen kam des Unheils wilden Bann; Und seine Waffe schuf den Feinden Grauen, Der fromme Held den schönsten Sieg gewann. Und prächtiger als je in Frankreichs Grenzen Sah er des Glaubens lichte Banner glänzen! Und sind nicht Zeugen auch die Echinaden, Umspült von Joniens inselreiche« Meer, Drauf sich der Seeschlacht Wettersturm entladen, Da sich gemessen einst der Christen Heer Mit dem der Gläubigen des Omejjaden? Von Schiffen.war kein Raum der Fluthen leer: Dort weh'n Maria's Fahnen von den Masten, Und hier des Halbmonds grause Hörner glasten. Es ruft zum Kampfe der Drometten Dröhnen, Und bis zum Himmel donnert das Geschütz; Die Ufer hallen wieder, und es stöhnen Die Wasser, drüber zuckt der Schüsse Blitz, Dazwischen die Commandorufe tönen; Die Nuderknechte stürzen hier vom Sitz, Dort zieht die See geborstne Schiffe nieder Und treibt in blutigem Schaum der Todten Glieder. Noch schwankt der Sieg; es halten sich die Waage Erfolg und Muth, auf jeder Seite gleich; Doch plötzlich jetzt, als wie mit einem Schlage Kehrt sich zur Flucht der Türke schreckensbleich Und überläßt, trotz aller Stärke zage, Dem Christenheere Beute überreich Und nun erhebt das Jauchzen sich der Sjeger, Die Jungfrau preisen laut der Jungfrau KrieMh 178 Und ihres Jubels Schall tönt weit und weiter, DaS Ufer hallt davon, und rings im Kreis Erheben alle Völker siegesheiter Sich zu der Gottesmutter Lob und Preis, Vor allen Nom, wo schon der Kirche Leiter Zum voraus seh erblüh'» des Sieges Reis, Wo Pins schon das Wunder hat verkündet, Das in der „Kriegesmächtigen" Hilfe gründet. Seither nun ruhet vor des Halbmonds Dräuen Europa in des Friedens fich'rem Hort, Es kann des heimischen Glaubens sich erfreuen. Soll mehr verkünden noch des Sängers Wort? Nein, Jungfrau, Deiner Hilfe Mäler reihen Allum sich durch die Welt wohl fort und fort, Und eher wird das Erz wie Sand zerstieben, Eh' Dir versagt die Christenheit ihr Lieben. Auch jetzt erbau'n Dir fromme Christenhände Ein Marwortempelhaus auf Patras' Grund; Dort sei Du Königin, und milde spende Von Deiner Gnadenfülle Stund' um Stund'; Begränzt mit Rosen schirme die Gelände, Und Ruh' gebiete siegreich stets Dein Mund, Wenn sturmgepeitscht die Mccreswogen schwellen: Du sprichst ein Wort, und stille ruh'n die Wellen! Der Bilderzaulier und die modernen Zauberer in Frankreich. Von Charles Saint-Paul. (Fortsetzung.) II. Die modernen Zauberer in Frankreich.*) Die Pariser Gesellschaft für physiologische Psychologie beauftragte mit Fortsetzung der Studien über Hypno- ttsmus und verwandte Phänomene, die von der berühmten Londoner „Society for Psychical Research" eingeleitet wurden, eine Commission, die aus den Herren Sully- Prndhomme von der französischen Akademie, G. Ballet, Professor an der medizinischen Facultät in Paris, Beannis, Professor der Medizin in Nancy, Charles Nichet, Professor der Medizin in Paris, Oberstlieutenant Albert de Rochas, Administrator der polytechnischen Schule, und Marillier, Professor an der Leola lsiraticfuo äss Kautos Ltuäes, bestand. Von den Forschungen dieser Herren erregten nun besonders die des Obersten de Rochas großes Aufsehen. Sie schienen in gewisser Hinsicht die Behauptungen des bekannten Experimentators Baron Neichcnbach bezüglich eines von ihm entdeckten verbindenden Fluidums, das er „Od" nannte, zu bestätigen. Dieselben wurden bekanntlich bisher vielfach bestritten. Rochas bemerkte, wie er behauptet, daß Personen in der Hypnose die Berührungen der sie umgebenden Luft empfanden, wie wenn sie selbst berührt worden wären. Er nahm an, daß diese Beobachtung auf Ausstrahlungen eines flnidischen Stoffes während der Hypnose zurückzuführen wäre, und nannte diesen nach Neichen- bach „Od". ') Zum Schlüsse des ersten Artikels ist noch folgende Note nachzutragen: „Eine genauere Behandlung des Themas hat Rochas in seiner Schrift »lUlünvoütemont- (Paris, Chamucl 1895) geliefert. Die Experimente sind im Allgemeinen auch in der Studie „Auslösung der Sensibilität und Bilderzauber" von Thomassin in den «Psychischen Studien" (Juli und August MS) besprochen. Er will nun ferner entdeckt haben, daß dieses „Od" von Flüssigkeiten nicht nur aufgehalten, sondern auch aufgesaugt werde. Wenn er z. B. ein Glas Wasser in die Nähe des Körpers der Versuchsperson hielt, so sbe- mcrkte dieselbe Berührungen der Luft hinter dem Glase nicht mehr, jedoch empfand sie jede Berührung des Wassers. Je weiter man das Glas von der Versuchsperson entfernte, desto schwächer wurde die Empfindlichkeit seines Inhaltes. Die Berührung desselben empfand die Hypnotisirte aber immer an der Körperstelle, die mit dem Orte, an welchem der Experimentator das Glas in das den Körper umgebende Fluidum gebracht hatte, in einer Linie war. Rochas erinnerte sich nun an die Berichte über den Bilderzauber. Er machte, wie er behauptet, um sie zu prüfen, scherzweise eine Wachspuppe und hielt sie eine Zeit lang in die Nähe der Hypnotisirten. Sodann stach er sie mit Nadeln. Und nun soll wirklich die Versuchsperson Schmerz gefühlt haben. Er schnitt ihr ferner einmal während der Hypnose Haare ab und knetete dieselben in den Kopf der Wachsfigur ein. Einer der anwesenden Herren, Mitarbeiter der Zeitschrift „KoZmos", verbarg letztere an einem Orte, wo weder Rochas noch die Versuchsperson sie sehen konnte. Diese wurde geweckt und unterhielt sich eine Zeit lang mit den Anwesenden. Plötzlich griff sie an ihren Kopf und fragte, wer sie an den Haaren gezogen habe. Es stellte sich heraus, daß in demselben Momente die verborgene Puppe an den Haaren gezogen worden war. Rochas machte sodann auch noch einen Versuch mit dem weichen Bromgelatineüberzng einer Photographischen Platte. Er hielt dieselbe in die Nähe der Hypnotisirten, brachte sie dann in den Apparat und nahm ein Bild auf. Seiner Behauptung zufolge empfand die Versuchsperson, falls dieses an irgend einem Punkte berührt wurde, abermals genau an dem diesem entsprechenden Körpertheile Schmerz. Dieses Experiment soll auch einige Tage später mit dem gleichen Bilde gelungen sein. Einmal stach Rochas heftig mit der Nadel in die rechte Hand deS Bildes, worauf die Hypnotisirte laut aufschrie und, als sie erweckt wurde, sich auf ihrer Hand rothe Male zeigten. Diese Experimente, die meist in Gegenwart einiger Herren von der polytechnischen Schule und einiger Vertreter der Presse stattfanden, wurden selbstverständlich lebhaft erörtert. Man wußte nicht, wie man sich derartige Behauptungen des bekannten Experimentators erklären sollte. In Brüssel wurden die Versuche von Herrn von Arsac wiederholt, der darüber im Journal „Paris- Bruxelles" berichtete. Dieser behauptete jedoch, ebenso wie später ein Dr. Hart, dessen Experimente übrigens von mehreren Psychologen als unwissenschaftlich bezeichnet wurden, 2) daß alles nur durch Suggestion zu erklären sei. Er habe gefunden, daß die Versuchsperson immer nur dann Schmerz empfand, wenn der Hypnotiseur in das Bild stach. Wenn andere Personen die Versuche vornahmen, so war äußerst selten ein Erfolg zu verzeichnen, niemals aber, wenn dieselben die Nadel ins Bild einstachen, ohne dabei den Zweck, die Ucbertragung der Schmerzen, zu kennen. Rochas erwiderte auf diese Behauptungen, es würde -) Z. B. in einer Schrift: »vs l'Uxpßrimoneatiou äous I'Iktuäo äs l'II^Motiswo ä xrogos «los xrstsuäuss ex- Iwrieiiees äs oontrots üs Ll. Hark äs Lonärss- von Görard Eneausse. >.' . . ' . 179 durch solche Beobachtungen nur die Nothwendigkeit des „Rapportes", der psychomaguetischen Beziehung zwischen Hypnotistrtem und Hypnotiseur, erwiesen, man könne daraus aber keineswegs folgern, daß sie nur auf Suggestion oder Gedankenübertragung zurückzuführen seien. Ihm selbst sei niemals ein Experiment der Gedankenübertragung geglückt. Die Versuchsperson habe nie wissen können, wohin er stach, und doch den Schmerz an der Körperstelle gefühlt, die der Stelle des Bildes, in die gestochen wurde, entsprach. Es ist im Allgemeinen zu dieser Frage zu bemerken, daß die Experimente des Obersten Rochas viele Aehnlich- keit mit denen haben, die Dr. Luys, Mitglied der französischen Akademie und Chef der Salpotriöre, sowie Dr. Garard Encausse, Chef des hypnotherapeutischen Laboratoriums der CharitZ anstellten?) Aus denselben könnte die Folgerung gezogen werden, daß eine magnetische Uebertragung nicht nur von Schmerzgefühlen, sondern auch von Ideen ohne Verbal- oder Mentalsuggestion möglich ist. So wurde z. B. von den genannten Experimentatoren einem Hypnotisirten ein magnetisirter Eiscnreif auf den Kopf gesetzt, den vorher ein an Verfolgungswahn Leidender getragen hatte, was er nicht wußte. Obwohl er nun bis zu diesem Augenblicke ganz glücklich und vernünftig zu sein schien, wurde er plötzlich traurig und ängstlich und schrie, er werde verfolgt und gequält; kaum aber war ihm der Eiscnreif abgenommen, so wurde er wieder vollkommen ruhig. In diesem Falle kann wohl keine Suggestion stattgefunden haben. Es wird sich also eher durch eine Kraft erklären lassen, die wir noch nicht genügend kennen. Bei Rochas' Experimenten nun ist allerdings die suggestive Beeinflussung nicht ganz ausgeschlossen. Da aber die Suggestion allein nicht zur Erklärung ausreichte, wie aus den Berichten ersichtlich ist/) war es für ihn naheliegend, die Verbindung durch die „psychomagnetische Kraft" anzunehmen?) (Fortsetzung folgt.) ') l>u transksrt L ätstanes L l'aiäo äos oouronnss aimaiitees gar Oörarcl Lneausss. bw eoUaboratiou avev ls Dr. IniZ's. ?aris, 1893. Rochas will ferner noch beobachtet haben, baß nach dem Erwachen der Hypnotisirten auch meist das „sensible Ob" aus der Flüssigkeit oder aus dein Stoffe, von dein es aufgesogen war, entschwand. Einigemale soll es ihm allerdings gelungen sein, dasselbe längere Zeit hindurch aufzubewahren. So hatte er. wie er in seiner Schrift »I/blnvorrtsinsnt« (Paris, Chamuel) bemerkt, einmal eine starke Lösung von untcrschwefligsaurcm Natron „empfindlich gemacht", indem er sie in die Nähe der Hand einer Hypnotisirten hielt. Diese wurde wieder geweckt. Kurze Zeit darauf machte sich ein Gehilfe, ohne ihr Wissen, daran, die Flüssigkeit zu krystallisiren. Kaum war dies geschehen, so zog sich der Arm der Versuchsperson zusammen, und sie erlitt heftige Schmerzen. Etwa zwöls Tage darauf nahm Nochas die krystallisirtc Flüssigkeit wieder und stieß mit einem Messer in dieselbe. Die Frau, mit der er die früheren Experimente vorgenommen hatte, befand sich im Nebenzimmer und unterhielt sich dort, ohne zu wissen, was geschah, mit einigen Personen. Da schrie sie plötzlich laut auf und fiel in Ohn- nacht. sie sagte später, sie habe den Messerstich gefühlt, und bestimmte den Experimentator, das Experiment nie mehr zu wiederholen- Baron Dr. du Prek, der bekannte deutsche Vorkämpfer des OccultismuS und Spiritismus bat in der Zeitschrift „Sphinx" (1893) eine längere Abhandlung über diese „Psychomagnetische Kraft" publizirt, in welcher er umfassendes Material aus der Geschichte des Hypnotismns und Magnetismus sammelte, um dieselbe nachzuweisen und ihre Eigenschaften genauer festzustellen. St. Zenv. (Schluß.) In der That finden wir die Zenoburg als Residenz der Landesfürsten urkundlich wiederholt beglaubigt. Vorzüglich war es König Heinrich von Böhmen, der sie zu seinem Lieblingsaufenthalte machte. Zwei seiner Kinder, Luiipold und Adelheid, fanden in der Kapelle 1341—1359 ihr Begräbniß. Im Jahre 1347 wurde diese Burg von König Karl von Böhmen aus Rache gegen die Gräfin Margarethe Maultasch beranut und verbrannt; im Jahre 1486 aber die Ruine dem Bertholt» Feierabend mit der Verbindlichkeit, sie wieder aufzubauen, zum Lehen verliehen. Der Aufbau unterblieb, so daß von der einst so berühmten Burg heute nichts mehr übrig, als die Thürme und Capelle. Zenoburgs Ruinen gehören derzeit der Familie von Braitenberg in Bozen, welche wenigstens die Kapelle vor gänzlichem Verfalle zu bewahren sucht. Eingehend findet sich dieselbe beschrieben und abgebildet (Portale) bei Atz, Kunstgeschichte Tirols, Bozen 1885, sowie in dessen „Kunstfreund von Tirol" 8. Jahrgang 1892, Nr. 7 u. 8. a Inwieweit eine andere uralte Schloßkapelle, nämlich St. Zeno auf Reifeustein, beim Uebergcmge über den Jaufen von Sterzing (dem römischen Vipitcnum) aus, oder das eine und andere St. Zcnno-Kirchlein im Vintsch- gau (Naturns, Burgcis, Täufers), ferner zu Servaus im Oberinnthale zu St. Corbinian in Bezug steht, mag dahingestellt bleiben. Auffallend an diesen ist, daß sie zumeist an römischen Straßenzügen und ehemaligen römischen Kastellen sich finden. In Freising selbst sind noch heutigen Tages St. Zeno nebst St. Valentin aus der Zeit Corbinians her Patrone des dortigen Domes. Gleich Corbinian ließ sich dessen zweiter Nachfolger auf dem bischöflichen Stuhle in Frcising, Josef (749 — 764), die Ausbreitung des St. Zeno-Cultes angelegen sein. Aus diesem Grunde — da über seine Herkunft nichts Näheres bekannt ist — wurde er hin und wieder für einen Veroneser oder Etschländer gehalten. Ihm verdankt die St. Zeno-Kirche in Jsen ihre Be- gründung und Ausstattung, in dieser seiner Lieblingsstiftung liegt er auch begraben. Ueber das seltsame romanische Portal mit seinen hochinteressanten Scnlpturen hat seinerzeit Dr. I. Sighart (Mittelalterliche Kunst in der Erzdiözese München-Frcising) eingehend berichtet. Das Tympauon zeigt Christum als Weltrichter mit aufgeschlagenem Buche in der Linken, unter seinen Füßen Schlange und Basilisk. DaS Münster selbst, in verkleinertem Maßstabe ein Nachbild des Domes zu Freising, ist eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit hochliegendem Chöre und drei Abfiden, einer Krypta, deren Gewölbe auf zwölf stumpfen Würfclsäulen ruhen. Um die Erbauung desselben erwarb sich der zweite Augustiner-Chorherren-Propst Ulrich (1180 bis circa 1210) unsterbliche Verdienste. Das Stift konnte noch vom 31. August bis 15. September 1760 das tausendjährige Jubiläum seines Bestehens feiern und bei diesem Anlasse auf gloriose Namen sich berufen, die zum Stifte in innigster Beziehung gestanden. So sollen hier nicht nur der spätere Erzbtschof Arno von Salzburg und ebenso die aus Schwindkirchen gebürtigen Bischöfe von Vizenza Andreas (st circa 820) und Franko (st circa 848) ihre Bildung erhalten haben, sondern auch die heilige Chunigundis einige Zeit in Jsen sich aufgehalten haben. Unter den Pröpsten stiegen sechs (Gerald, Konrad II., Johann Grünwalder, SixtuS von Tannenberg, Leo Lösch 180 und Ludwig Josef von Weiden) zu Bischöfen von Freising empor; auch Kardinäle, wie Melchior Klcscl und Ernst Albert Graf von Harrach, hatten die Propstei Jsen inne. Unter dem Propste Damian Hugo Graf von Lehrbach (1793—1802) und dem Dechant Andreas Göttner wurde das Collegiatstift Jsen, aus 9 Kanonikern bestehend, aufgelöst, das Vermögen eingezogen, die Kirche zur Pfarrkirche bestimmt. Ein herrlich gearbeiteter rothmarmorner Taufstein, eine reiche Anzahl alter Grabsteine, worunter besonders der des Bischofes Josef, im Jahre 1473 durch den Decan Christian Stark gesetzt, sowie ein Oelberg sind die einzigen Reliquien aus der Glanzzeit des Stiftes von hohem künstlerischen Interesse, die sich erhalten haben. Vieles wurde bei der Säcularisation verschleudert, ein silbernes Standbild des Stiftspatrones St. Zeno kam erst vor Kurzem um hohen Preis in das Germanische Museum zu Nürnberg. Das ehrwürdigste und berühmteste, dem hl. Zeno auf bayrischem Boden geweihte Baudenkmal indeß befindet sich zu Reichenhall. Es verdankt sein Entstehen Kaiser Karl dem Großen und fand an Kaiser Friedrich Rothbart einen eifrigen Gönner und Wohlthäter. Gleich St. Corbinian war auch Kaiser Karl während seines längeren Aufenthaltes in Südtirol und der Lombardei Zeuge des großen Ansehens und der innigen Verehrung gewesen, die der Heilige in jenen Gegenden genoß. Bei seinem Kriegszuge durch das Rendenathal, aus dem Sulzberg kommend, hatte er nach Einnahme und Zerstörung einer Bergveste in Pelug bereits dem hl. Zeno ein Gotteshaus gebaut. Nun verhalf er auch den Bewohnern Neichenhalls zu einem solchen. Während seines Aufenthaltes daselbst im Jahre 803 fand wieder eine jener Ucberschwemmungen der Saale statt, unter denen die Stadt so häufig zu leiden hatte. Nun sollte durch Errichtung eines Tempels zu Ehren St. Zenos, des bekannten Patrones in Wassernöthen, künftigen Gefahren vorgebeugt werden. Im Jahre 1095 veranlaßte der Erzbischof Thiemo von Salzburg die Priester an dieser Kirche zu einem gemeinschaftlichen Leben unter einem Vorstände. Sein Nachfolger, Erzbischof Konrad von Abcnsberg, ein großer Eiferer für Klosterdisciplin, begründete sodann 1120 das Augustiner-Chorherrenstift, welches bis zum Jahre 1802 bestand. Lanzo wird als erster Propst genannt. Aus jener Zeit stammt noch das gegenwärtig arg lückenhafte, löwengeschmückte, romanische Portal, mit dem Bilde der Gottesmutter und zweier Bischöfe im Tym- panon. Beim großen Stadtbrande 1512 sank auch das ehrwürdige Münster von St. Zeno in Asche; aber der thatkräftige Propst Wolfgang Lueger (1515—1526) ging muthig an den Wiederaufbau. Die noch gegenwärtig stehende 300 Fuß lange und 90 Fuß breite, 6000 Personen fassende Kirche ist sein Werk. Anstatt der bisherigen flachen Holzdecke erhielt dieselbe ein Gewölbe und M besondere Zierden die rothmarmorne Kanzel mit den Symbolen der vier Evangelisten, den Taufstein mit den Meliefbildern der 12 Apostel, sowie das herrliche gothische Morgestühl von Eichenholz. Auch ließ er in der Vorfalle die zwei riesigen Steintafcln mit der Vatexunser- -Md Decalog-Jnschrift herstellen. Besondere Beachtung verdient der Kreuzgang von St. Zeno. Außer den zierlich gekuppelten Säulen mit .seltsam geformten Kapitalen enthält derselbe eine große Anzahl hochinteressanter Grabsteine aus dem 13. und 14- Jahrhundert und das Neliefhjld von Kaiser BgM- rossa. Unter Propst Bernhard Elixhauser (1782 erwählt) fand auch dieses allehrwürdige Stift 1802 seine gewaltsame Auflösung, doch wurde nach einigen Jahrzehnten dem drohenden gänzlichen Verfalle der Stifts- gebäulichkeiten dadurch vorgebeugt, daß sie wieder in geistliche Hände kamen, indem am 5. Juni 1853 die englischen Fräulein davon Besitz ergriffen. Mit großem Kostenaufwande wurden die Bauschüden allenthalben, soweit es noch möglich war, reparirt und auch das Gotteshaus einer Erneuerung unterzogen, so daß St. Zeno nach wie vor seine Anziehungskraft ausübt, wenn auch vieles durch die Barbarei Anfang dieses Jahrhunderts unwiederbringlich verloren ist. Beatus Adalbertus ein Graf Zolle rn-Hohenberg-Haigerl och, Mönch, Priester und Prior in der niederbayerischen Benediktinerabtei Oberaltaich 1261 — 1311 von I. N. Seefried. (Fortsetzung.) Hl. Graf Alberts Verehrung im Kloster Oberaltaich nach seinem Tode. Dr. Schund in Tübingen hat die Verehrung, welche der selige Graf Albert von Zollern-Haigerloch, den er den Heiligen mit Pez hat und als Sohn deS Grafen Albert I. von Notenburg ausgegeben hat, in Oberaltaich genossen, nicht weiter verfolgt,") weßhalb wir das Fehlende kurz nachtragen wollen. Der im Jahre 1297 zum Abt von Oberaltaich gewählte Konrad III. war im Jahre 1311 nach seiner im gleichen Jahre erfolgten Resignation am 28. Dezember gestorben und vom Bischöfe Konrad zu Negensburg Heinrich II., Propst zu Ninchnach und Profeß von Nieder- altaich, per Compromissum") an dessen Stelle zum Abt ernannt und am Feste des hl. Apostels Iambus (25. Juli) in Negensburg confirmirt und benedicirt w orden. Als nun am 26. November 1311 Graf Albert heimgegangen war und die Brüder über den Ort seiner Beerdigung verschiedener Ansicht waren, hatte einer derselben (Hartwig) eine Erscheinung, welche sagte, die Leiche des Seligen müsse neben dem Altare des heiligen Bartholomäus auf der Südseite der Kirche beerdigt werden, woselbst Gott zur Kundgabe seiner Heiligkeit vielfältig Wunder wirken werde.") Diese Angabe und Ansicht drang im Hinblick auf eine dem Abte selbst zu Theil gewordene Vision (Sonnenkugelerscheinung am Begräbnißplatze) durch und veranlaßte Heinrich II., den seligen Albertus neben dem Bartholomüus- Altare, welcher auch hl. Kreuzaltar genannt wird, zu bestatten.") ") Geschichte der Grafen von Zvllern - Hohenbcrg S. 17 und 327. ") Die Chronik bemerkt hiezu S. 194 u. 195. Ein ganzer Convent, in dessen Gewalt eö stand, sich einen Abt seines Gefallens zu wählen, übertrug diese Befngniß freiwillig dem Bischöfe Konrad von Lnppnrg durch ein öffentlich gefertigtes Instrument. Vita cap. XXII. ubi Daus all llsclaranllam osus oanetitatsm mnttixliearo vult, llsvots xetentibus wirasuta, quae vivens et Immanam tauäem kuA'iens xauea kscit- ") Vita i. o. Lbbas praelliotas