Aro. 37. 12. Sept. 1869. Augsburger Sonntags-Blatt. Rabe ist Glück, wenn sie ein Ausruhen ist, wenn wir sie gefunden, nachdem wir sie gesucht; aber Ruhe ist kein Glück, wenu sie unsere einzige Beschäftigung ist. Börne. Die Hand. Historische Novelle von Ludwig Habicht. (Fortsetzung.) Boleslaus fühlte, daß eS jetzt die Entscheidung gelte, daß er mit seinem eigenen Kinde um die Liebe Margarethens kämpfen müsse. Er legte liebevoll den Arm um ihren blendend weißen Nacken und flüsterte ihr, in schmeichelnd zärtlichen Worten, — mit dem Feuereifer der Liebe seine Pläne und Hoffnungen zu, wie er an diesem Entschlüsse die Stärke ihrer Liebe proben und nie, nie dieses so große Opfer vergessen würde. Wohl führten dies unschuldige Schweigen des Kindes, diese blauen, freundlichen Augen noch eine beredtere Sprache, aber dennoch vermochte das junge Weib dem Zauber, den Boles- lans gewandtes, herzgewinnendes Wesen auszuüben vermochte, auf die Länge nicht zu widerstehen, und sie lispelte ihm endlich wehmüthig zu: „Du hast mich überwunden, ach, wüßtest du, was meinem Herzen dieses Opfer kostet! Aber trennen wir uns nicht hier — nehmen wir den Kleinen bis zur Grenze mit, lassen wir ihn nicht hier zurück, ! denn das alte Weib hat längst verlernt, Kinder zu hegen und zu pflegen." Sie wollte aus dem Schiffbruch ihres Glückes wenigstens ein Paar Trümmer, einige Stunden mehr des Zusammenseins mit ihrem Kinde, retten. Aber Boleslaus entschlossene Seele mußte auch diesen letzten Widerstand hinwegräumen. „Nein, Geliebte, das wäre thöricht. Sieh', in dieser tiefen Waldeseinsamkeit, da ist unser Geheimniß vor aller Nachstellung, allem tückischen Zufall sicher; weißt du, ob sich auf der Reise wieder eine so passende Gelegenheit darbietet, das Kind unterzubringen? Danken wir vielmehr dem Schicksal, das uns diese stille, so ganz für unser Vorhaben geeignete Hütte finden ließ. Glaube mir, — die Alten sind gerade die besten Kinderwärterinnen, und dann soll Georg zu deiner Beruhigung hier bleiben. Du weißt, er ist - ein anstelliger Junge, — und wird den Kleinen nicht aus den Augen lassen. — Sei ohne Sorge!" Wie konnte ihr weiches, nur dem Gefühle folgendes Herz, diesem weitausschenden Verstände gegenüber, weiteren Widerstand leisten! Auch die Aussicht auf diesen letzten, wenn auch schon halb getrübten Wunsch, ließ sie sich aus den Händen winden, und sie lispelte kraft- und tonlos, wie ein aus den Grundfesten herausgebrochenes Menschenherz, daS sich dann ruhig dem Drängen äußerer Mächte überläßt: „Nun, wie du willst!" Er schritt, glücklich am Ziele zu sein — hastig hinaus, um sofort das Nöthige zur Reise anzuordnen und mit der, — nahe ihrer Hütte Kräuter suchenden Alten das Weitere zu verabreden. Margareth erhob sich, wollte ihm folgen — ihn zurückrufen, aber schon war er in der Thür verschwunden. Sie wankte zurück auf ihren Stuhl, preßte mit Inbrunst ihr geliebtes Kind an das Herz, als wollte sie sich fest an dasselbe anklammern, legte eS dann in sein Körbchen und versank in ein tiefes, schmerzlich bewegtes Hinbrüten. 890 Draußen war von dem umsichtigen Boleslaus bald Alles zur Reise geordnet. Er hatte den schweren Kampf, vor dem er sich selbst gefürchtet, glücklich bestanden, obwohl ihm nicht verborgen blieb, welch' tiefe Wunde er seiner Margarcth geschlagen. Aber solch' heftige, starrsinnige Charaktere stürmen rücksichtslos auf einen vor ihnen liegenden Punkt, unbekümmert, ob unter ihren Füßen liebende Herzen verbluten und für immer zu Grunde gehen. Sein Stolz, seine Ehre wären durch eine Entdeckung zu tief verletzt worden, und so mußte er Alles daran setzen, die Sache so lange in Nacht zu hüllen, bis es, nicht einem tückischen Zufall, sondern ihm selbst gefiel, den Schleier zu lüften. Er suchte dann die Alte, die Eigcnthümerin der Hütte auf. Es war durchaus keine Vertrauen erweckende Persönlichkeit. Ein ewig halb freundlich, — halb tückisches Grinsen spielte um ihren zahnlosen Mund, und die geröthctcn Augen zuckten fast immer unruhig hin und her. Ihr Gesicht verrieth jene schmutzige Selbstsucht, die für jeden, auch den geringsten Dienst, das zahlende Silber in die Hand gedrückt sehen will, jede Falte dieses verschrumpftcn Antlitzes schien nach Gelde zu geizen. Sie sammelte Kräuter, wahrsagte — und stand im Gerüche des Mchrkönnens als Brodesien," ihre Hauptbcdürfnisie aber verschaffte sie sich durch Halten einer Ziege. Bei dem jungen Manne hatte sie eine ergiebige Geldquelle entdeckt, und da sie hiernach ihre Freundlichkeit bemaß und ihr sogar eine tiefe Mcnschcnkenntniß nicht abzusprechen war, so hatte sie bei Margarcth ein recht Vertrauen gewinnendes Benehmen entwickelt und den ersten, üblen Eindruck ihrer Erscheinung durch den Hinweis auf ihr ehrfurchtfordcrndcs Alter zu verwischen gewußt. BoleslauS rückte mit seinem Vorschlage wegen Zurücklassen des Kindes auf kurze Zeit, vielleicht auf Monate heraus. Das Gesicht der Alten verklärte sich auf einen Augenblick wunderbar, „welch' neuer Dukatenregen!" mochte ihr Herz jubeln, wenn sie ein derartiges Mysterium zwischen der fünften und siebenten Rippe noch besaß, und dies nicht längst zum Pctrefact geworden, aber sie besann sich, und das Anfangs schmunzelnde Gesicht hing wieder verdrossen wie ein Waschlappen in taufend Falten herunter. Sie entgcgncte zögernd: „Junger Herr, ich bin alt und schwach, für meine Jahre wäre dies eine zu große Aufgabe." „Sperr dich nicht erst, Alte! Ich weiß, du hast dich in meine böhmischen Ducaten Vernarrt, — und willst nur durch dein Weigern ein Dutzend mehr in deine knöchernen Finger," erwiderte hochmüthig der junge Mann. Die Alte grinste freundlich, sich errathen zu sehen, denn solche Leute wissen doch fremden Scharfsinn zu schätzen, und bald war sie zur Erhaltung des Kindes über eine, beide Theile befriedigende Summe übereingekommen, die für das erste Jahr ausreiche» und dann erneuert werden sollte. Auch diese Sache war glücklich beigelegt. Dem Pagen wurde jetzt die Anweisung gegeben, bis auf weiteren Befehl zur Oberaufsicht des Kindes hier zu bleiben, und mit gewohnter Ergebenheit versprach er, dieser Pflicht treulich nachzukommen. Inzwischen sollte er die Pferde in Bereitschaft halten und die wenigen Nciscsachcn eiligst einpacken. Boleslaus kehrte in die Stube zurück, nicht frei von Furcht, daß die unendliche Liebe zu ihrem Kinde, Margaret!) von Neuem zum Hierbleiben gestimmt haben könnte. Er fand sie noch in der hinbrütenden Stimmung, in die sie nach seinem Weggänge verfallen, und stellte sich dicht vor die liebliche, jetzt in Schmerz und Qual zusammen- gekauerte Erscheinung. Selbst sein starres, hochfahrendes Herz konnte sich der Rührung nicht erwehren, — fast dünkte es ihn selbst zu hart, und mildere, weichere Gefühle zitterten durch seine Seele. „Wie glücklich, wie unendlich glücklich würde sie sein, wenn ich ihr diesen Schmerz ersparte!" sagte er leise vor sich hin, da erwachte das junge Weib aus ihrem Hinbrüten und fragte: „Kommst du schon wieder?" Er dachte der Anstrengung, — die er schon 291 gemacht, des Schmerzes, den er ihr bereits verursacht, alle Triebfeder«, die ihn zu diese« Schritt bewogen, spielten von Neuem und mahnten ihn au sein Ziel. — Die gute Stimmung war verloren. „Ja, Margareth, es ist Zeit!" Die Alte und Georg wurden gerufen, und mit der letzten Anstrengung ihrer Kraft empfahl die junge Mutter ihnen die Sorge für ihr Kind, und ließ sich von Beiden zuschnüren, heilig darüber zu wachen. Alles war jetzt zur Abreise bereit. Sie kniete noch einmal vor dem schlummernden Kleinen, ein inbrünstig Gebet für sein Wohl stieg aus dem Innersten ihrer Brust, und ihn — dem Schutze des Höchste» empfehlend, schwankte sie am Arme des Geliebten hinaus, einen letzten Blick auf die alte, räucherige Hütte werfend, in der sie so glücklich wonneselige Stunden verlebt, und die jetzt ihr Ein und Alles umschließen sollte. Er hob, die wie eine geknickte Blume Zitternde, in den Sattel — und wollte die Pferde in Trab setzen, da rief die Unglückliche hastig: „Bringt mir noch einmal meinen armen Ludwig!" „Aber, du holst dir ja nur neue Schmerzen," entgegnete Boleslaus — „willst d» denn ewig Abschied nehmen?" „O, nur noch ein einzig Mal — nur einen Augenblick will ich ihn sehen, nein, bei deiner Liebe, schlepp mich nicht eher hinweg, bis du mir die Bitte erfüllt." So unmuthig Boleslaus über diese neue Zögerung war, die ihm wieder gefährlich schien, so sah er doch ein, daß er ihrem Wunsche willfahren müsse, um nicht Alles z» verderben, und er befahl deßhalb der Alten, das Kind zu bringen. Um Margareth aber zur Sicherheit wenigstens im Sattel zu behalten, stieg er selbst vom Pferde und reichte den Kleinen hinauf, der, erwacht, die Händchen nach der Mutter ausstreckte. Noch einmal preßte sie ihren einzigen theuren Schatz an die von tausendfachem Weh zcrquälte Brust; heiße, bittere Thränen perlten aus den dunklen, schönen Augen, und rollten auf das Gesicht des Kleinen. „Ach, mein Kind — mein Kind," klagte sie mit herzzerschneidender, weicher Stimme, „diese Thränen sind die einzige Mitgäbe deiner Mutter, verzcih's ihr Gott!" Der Kleine wurde zurückgetragen; Boleslaus schwang sich wieder in den Sattel — gab seinem Pferde die Sporen, und so lange und sehnsüchtig auch das junge Weib zurückblickte, bald war die Hütte ihrem Auge gänzlich entschwunden und sie — getrennt —- vereinsamt — verlassen! Boleslaus fühlte wohl Mitleid für ihre Qual, aber die Freude über das erreichte Ziel kämpfte in ihm alle VorwurfS-Gedanken nieder. Das Kind ist ja nicht verloren, beschwichtigte er sich selbst, die Alte wird es, schon um ihres eigenen Vortheils willen, sorgfältig halten, selbst wenn Georg nicht immer dort bleiben könnte. Arme Margareth! Die Alte und der Page sahen den Fortreitenden lange nach. „Ein hübsches Pärchen," meinte die Erstere, „und gewiß ganz was apartes." „Hm! durchaus nicht," entgegnete Georg trocken, „sehne mich nach anderem Dienst, möcht' einmal bei einem Grafen sein!" Die Alte kicherte und sagte vor sich hin: „Der kleine Gelbschnabel will mir Sand in die Augen streuen, aber das ist ja Kies aus dem Bober," — und sie schien ihn vorläufig nicht zu beachten. Das junge Blut langweilte sich zum Sterben in dieser öden, traurigen Einsamkeit. Zwar hatte er Anfangs in übersprudelndem Muthwillen allerhand Allotria getrieben, — aber mit bleiernen Flügeln zog Tag an Tag langsam vorüber. Das war kaum zum Aushalten, — und um seinem Groll in etwas Luft zu machen, warf er eines Tages, 292 ' nachdem er seiner Hausgenossin in der Hütte das Oberste zu Unterst gekehrt, ihre sorgfältig aufgespeicherte Kräutersammlung der genäschigen Ziege vor, die sie mit gesundem Appetit verspeiste, oder doch unter die Füße-Krat. Die Alte war außer sich, als sie den Frevel entdeckte — ihr kostbarster Schatz auf so schnöde Weise vernichtet, — das forderte auf der Stelle Vergeltung. Sie versuchte in höchster Wuth, dem tollen Burschen ein Stück Holz an den Kopf zu werfen, doch — dieser fand noch schnell genug die Thür, und das schlichte Wurfgeschoß begrüßte nur sehr unfreundlich die alte Ziege, die so eben den Kopf neugierig zur Thür hereinsteckend, ihre gewöhnliche Morgenvisite machen wollte, und ganz verwundert über solch' ungewohnten Empfang ein kläglich-vorwurfsvolles Meckern hören ließ. Das hieß den Zorn der Alten auf die höchste Spitze treiben. Um ihn verkühlen zu lassen, suchte Georg für heute das Weite und wanderte gemüthlich, unterweges noch sich seines gelungenen Streiches freuend, dem nächstgelegenen Städtchen Sprottau zu. Er mußte sich ja für die verlebten Waldgefängnißtage schadlos halten, und machte sich dort in munterer Gesellschaft nicht wenig lustig. Er hatte nebenbei nach seiner schnurrigen Wirthin, die ihm vollends mit ihrem verdrossenen, häßlichen Gesicht das Leben dort in der Hütte unerträglich machte, gefragt — und erfahren, daß sie sich der Kunst des „Wahrsagens" befleißige, und sich darin eines nicht geringen Rufes erfreue. DaS schien dem jungen Burschen Spaß zu machen, und heimgekehrt, — sagte er in lustiger Weinlaune zur Alten: „Ich muß dich mal mit anderen Augen ansehen, seitdem ich weiß, daß in dir alten Schachtel eine Prophetin steckt." Die Alte murmelte etwas von „dummer Schlingel," --- „alberner Junge" in den Bart, und das ist durchaus nicht figürlich zu nehmen, denn ein ziemlich deutlicher, schon über die Periode des PflaumenS hinweggeschossener Bart — überschattete wirklich ihre mageren, zusammengekniffenen Lippen. „He, Alte, was grunzt du denn? Sag' mir lieber die Zukunft her, könntest den Bettel umsonst thun, in Anbetracht unseres so friedlichen Zusammenlebens, aber ich will mit deiner Vorliebe für das Glänzende Mitleid haben, hier ist Geld — nun prophezeihe!" herrschte er ihr übermüthig zu. Sie sträubte sich Anfangs dagegen, plötzlich schien sie sich eines Bessern zu besinnen. Sie hatte längst bemerkt, wie ungern Georg zurückblieb, welche Sehnsucht nach dem lustigen Leben in Prag ihn verzehrte, seine baldige Entfernung paßte in ihre Pläne — und dazu konnte sie jetzt durch ein aufmunterndes Wort beitragen. Das Kinderwarten und pflegen war ihr bald beschwerlich geworden — es kostete ja so viel Milch, „wer kann wissen, ob der Fremde je wieder etwas von sich hören läßt, und mehr Geld schickt, denn solche Herren haben wunderliche Launen," — calkulirte die Alte, lieber den Jungen bei der ersten besten Gelegenheit irgend Jemand in die Hände schmuggeln, war doch dann die Summe für das erste Jahr reiner Verdienst. Aber zu diesem Zwecke mußte Georg vorher die Hütte räumen, und so trat sie jetzt schmunzelnd auf ihn zu, blickte mit den stechenden rothen Augen lange in die seinen, jugendlich funkelnden Augen, dann in die Hand, und sagte mit ruhiger, fast tonloser Stimme: „Du bist ein keckes, zuversichtlich Blut, hast gar viel lose Streiche gemacht —" „Alte! mein Sündenregister habe ich nicht gewollt," sagte er lachend, „prophezeihe! denkst wohl an den kleinen Spaß von heut' morgen?" Die Alte schien den Vorgang vergessen zu haben, denn sie fuhr ruhig fort: „Dein Geschick ist — nicht immer Kindsmagd zu spielen, du wirst bald die lästigen Fesseln abschütteln — die Liebe einer Fürstin gewinnen und sie doch verschmähen, aber reich und angesehen wirst du werden — schwinge die Flügel!" Sie sagte die letzten Worte mit klangvoller, ungewöhnlicher Stimme, daß sie einm tiefen Eindruck auf den Knaben ausüben mußten. Er stemmte die Arme auf den Tisch 293 uud starrte lange vor sich hin, plötzlich rief er aus: „Du hast Recht, Alte, ich muß fort, mag daraus werden, was da will. Der Junge wird auch ohne mich leben, und ich kann doch nicht seinetwegen hier in diesem verlorenen Winkel zu Grunde gehen." Die Alte bestärkte ihn nach Kräften in seinem Entschluß, — und schon am andern Morgen sagte er schnell entschlossen seinem düstern, und doch so grünen Waldgefängniß „Ade", um mit jubelnd befreitem Herzen in die Welt hinauszuwandern. Die Alte bat ihn beim Abschied noch einmal, doch den Namen des jungen GasteS zu sagen. Er bog sich in übermüthiger Laune vsm Pferd, und flüsterte ihr geheimniß» voll einige Worte in's Ohr. Sie verzog ihr Gesicht zu einem ungläubigen Grinsen, daß Georg davon belustigt, laut auflachend entgcgncte: „Glaub's nur, alte Hexe!" — und davon sprengte. „Schad't nichts, und wenn's auch wahr sein sollt', fort muß der Bankert doch! — Das wär' eine schöne Quälerei auf die alten Tage, dann will ich nur d'rauf sehen, daß ich ihn gut unterbring' und nicht aus den Augen verlier'. Es wird zwar Niemand nach ihm fragen, aber wenn's ja geschieht, — dann müssen sie sich doch wieder an mich wenden, und ich verdien' erst recht mein schönes Geld." Mit diesen vor sich hingemur- melten Worten kroch sie zur Hütte zurück. Ihr heimtückischer, nichtswürdiger Entschluß den Kleinen auszusetzen, stand fest und sie suchte nach irgend Etwas, das sie dem Kleine, zur Wiedererkennung mitgeben könne. Darüber sinnend, schritt sie an den Korb des kleinen Ludwig, der trotz dem Mangel mütterlicher Pflege ziemlich wohl aussah, und rief freudig aus: „WaS such' ich lange, trägt doch der Junge das beste Erkennungszeichen an seinem Leibe. Dies große Mal auf seiner Brust, das wie eine Hand aussieht, und jeden Finger deutlich zeigt, ist so selten und sonderbar, daß man ihn unter Tausenden wieder erkennen muß." „Und nun will ich für dich sorgen, mein Söhnchen," — fügte sie lachend hinzu, „meine niedere Hütte verträgt nicht solch' hohen Gast." (Fortsetzung folgt.) Ueber die Größe europäischer Kirchen. Seit einiger Zeit scheint es, daß die Größe der Kirchen besonders in Deutschland die Aufmerksamkeit der Gebildeten auf sich gezogen hat. Wir entnehmen dah-i aus dem siebenten Bande des Wicbeking'schen Werkes (urolntcoturc civil« theoreliguc ct pra- tikzuc nveo un stlus