זמ־זד Geschichte der seit drei hu ndert Jahren in Breslau befindlichen Stadtbuchdrucker ey als ein Beitrag zur allgemeinen Geschichte der Buchdruckerkunst. Vorrede. Da der erste Anblick gegenwärtiger Schrift, ausser ihrer merkwürdigen Veran- isissung, und ihrem für die Geschichte der Buchdruckerkunst sehr erheblichem Inhalt, ohne Zweifel der Erwartung aller derjenigen Genüge leisten wird, welche die ganze Unternehmung genehmigt, unterstützt und an der Ausführung nicht gezweifelt haben: so würde es in jener Rücksicht kaum nöthig gewesen seyn, sie noch mit. einer eigentlichen Vorrede zu versehen, am wenige**™ mit einer von mir abgefaßten; •venn ich mich von öffentlicher Theilnahme an dieser Fcyer gänzlich ausschließen gewollt oder gekonnt hätte. So aber durfte bey mir keines von beyden statt finden. Die Ursache davon ist aus der beygedruckten Stammtafel zu ersehen, auf welcher die Nahmen von zwey verstorbenen Baumannischen Nach- kommen vorkommen, deren Andenken mir bis an das Ende meines Lebens eben so theuer bleiben wird , als es mich zur Hochachtung und Freundschaft gegen alle lebende verpflichtet, Eben so gehöre ich zu den wenigen Augenzeugen , welche die vormalige mehr oder weniger eingeschränkte Verfassung dieser Officin seit den Jahren, in welchen Straubel Factor war, mit ihrem itzigen ausnehmend ausgebreitetem und 1 verbessertem Zustande vergleichen können. Es bedarf daher die Unternehmung ihres itzigen Besitzers, Hrn. Johann August Earths, keines- weges meines Lobes oder meiner Empfeiung, dass er mit unermüdetem Eifer, ansehnlichem Aufwand, und nach seinem eignen Plan, eben in diesem J. 1804 eine besondre Jubelfeyer wegen Aufnahme der Buchdruckerkunst in der Hauptstadt Schlesiens veranstalten wollen ; weil in ihr vor zoo Jahren das erste sehr merk"' würdige Buch von Conr ad Baumgarth e η gedruckt worden ll .Abth. S.ף , Cris- pinus Scharffenberg vor 250 Jahren eine neue seitdem privilegirte Stadtbuch- druckerey H Voire d e. druckerey angelegt hatte S. 22, und diese vor 215 Jahren an George B.aumann d-en ältern gekommen war S. 28, bey dessen Nachkommen sie bis auf diesen Tag bestehet. Mit der eigentlichen Ausführung des angezeigten Plans, vornehmlich mit der Einrichtung und Abfassung gegenwärtiger Schrift, haben Hr. Barth selbst, als Redacteur Γ Hr. Geiser, Mittagsprediger bey hiesiger Hospitalkirche zur Heil. Dreyf. als Geschichtschreiber, und Hr. Paritius, König!. Cammer-Con- ducteur sich beschäftigt; von welchen letzterer die äusserst mühsame Vergleich ung der vornehmsten Quellen und möglichst sorgfältige Sammlung theils von Fami- liennachrichten, theils von einer grossen Menge von Aufschriften so vieler Bücher über sich genommen hat, die zu Breslau bis zum J. 1650 gedruckt worden, in welchem Baumann der jüngere gestorben war. Denn dass Hr. Panzer in seinen allgemeinen Annalen der Buchdruckerkunst mit dem 3 1550 ־ geschlossen üat, aas Kun״ ta h ev Annalen einer einzigen Officin nicht zur Norm gemacht werden. Man hat vielmehr, nicht allein zur Ehre beyder Baumänner die Gränze der Notizen bis auf 1C49 S. 52 erweitert, sondern nach für gut befun- den, S. 58-66 dergleichen von manchen Büchern und Schriften mitzutheilen, die in der Folge mit dem Impressum der Baumannischen Erben und deren Factoren Gründer, Jacob, Rörer, Jancke und Straubel erschienen sind. Es hat zwar Runge in seinem zu erwähnenden Actu oratorio S. $2 schon von allem, was Β au man η der jüngere in einer Reihe von 32 Jahren gedruckt hat, ge- aussen: se nescire, ubi incipicndiim aut desinendum sit; indessen könnte, was S. 43 und S. 52 geendigt worden, die Veranlassung seyn, dass dieses Verzeichniss und rückwärts die Verzeichnisse von dem, was ältere Buchdrucker besorgt haben, durch besondre Supplemente erweitert und so dieses bestimmte Ganze zur möp•- liebsten Vollständigkeit gebracht würde. Allein von 1650 β auf eine, ähnliche zu. denken, würde eine Arbeit seyn, bey welcher man siel müsste träumen las- sen, es nur so weit bringen zu können, als es dem Hrn. Hofbibliothecar Günther in Sammlung der Nachrichten zur Geschichte der Oelsnischen Buch- druckerey, ßuehdrucker und ihrer Schriften im islen St. der Litter. Beyl. zu den Schles. Prov. Bl. d. J. S. 1 -16 möglich gewesen war. Diese Vorrede. πι Diese Bemerkungen vorausgesetzt: so werde ich mich nach der Ordnung des Inhalts beyder Abtheilungen dieser Schrift noch auf einige anderweitige Zu- Sätze einschränken. Den mit Absicht auf 3 Kupferplatten mitgetheilten Proben von Schrei- beschriften aus Originalurkunden vom Jahr 800-1430 hätte vielleicht eine noch ältere aus der ältesten Handschrift der 4 lateinischen Evangelien auf ?erg. auf hiesiger öffentlichen Rehdigerischen Bibliothek können vorgesetzt werden, welche zuverlässig in das yte Jahrh, gehört, mithin eben so alt ist, als die Evangelici in des Bianchirli Evangeliario quadruplici; wiewohl schon in diesem Werk, vor- nehmlich in Mabillons Diplomatik und dem grossen diplomatischen .Werk der Benedictiner u, a. m. dergleichen Schriftprobe vorkommt. Desto merkwürdiger ist die auf der 3ten ?latte befindliche Copie von Guttenbergs erstem Druck mit Holzplatten, in welchem di-? schriftzüge ohnstreitig aus gleichzeitigen Missalen entlehnt sind» Ein nick unerheblicher Zusatz hierzu würde gewesen seyn, dass auf ge- â achter Bibliothek sich ein Abdruck einer in eine Holztafel geschnittnen Deut- sehen Schrift von 12 Zeilen auf einer Quartseite mit folgender darüber gedruck- ten Aufschrift befindet: Typus Tabulae ligneae, cui litterae, vel potius lineae integrae, imculptae. Insigne primae Artis Typographicae inventionis monumentimi, quod in sua osservai Bibliothecâ Zach. Cour, ab Uff enbach. Der Besitzer hatte diesen Abdruck dem zuletzt hiesigen Elisab. Prorector und Rehdig. Bibliothecar Deichsel verehrt, s. Deichseis Reisen in Bernoulli's Archiv III. Th. S. 181, und es .werden mehrere von ihm ähnliche Abdrücke erhal- ten haben. Ohne aber erst die 12 Zeilen dieses Fragments hier abdrucken zu las- sen: so hat sich der Besitzer wegen dessen hohem Alterthum sehr geirrt. Es ist die deutsche Currentschrift, aus welcher sie bestehet, viel zu jung, und, alles zugestanden, aus dem. 1 6ten Jahrh. Ferner enthalten diese 12 Zeilen ein Stück aus Euther s Uebersetzung 1 Mos. 1, fangen sich an aus vs. 10 mit den Worten: Thieren, vnnd mit Gevögel — und endigen sich mit den Worten aus vs. 24: Vnnd Golt Vorrede Golt sprach , die. Mes kommt mit der Ausgabe Wittenb. 1546 wörtlich überein. Was es aber mit dieser Tafel sonst für eine Bewandtnis habe: dieses zu untersu- eben, mag ich keine Stunde verschwenden. Genung, dass diesen Abdruck kein Aufse- her der Bibliothek für das ausgeben kann, wofür sie in der Aufschrift gehalten worden. Der Druck der Kurzen Geschichte der Erfindung der Buchdruckerkunst ist die vornehmste Zierde dieser Schrift. Es haben diese Typen, den Anfangsbuchstaben dazu genommen, ohne sicherst auf Hogarths Schönheitslinie zuberuffen, eine so schöne Form, dass Hr. Barth für seine Kosten, die er darauf verwandt hat, vollkommnen Beyfall verdienet. Sie ist aus der spätern sogenannten lateinischen Antiqua und der deutschen Fractur zusammengesetzt und einer vor unterschiednen Jahren anderwärts projectirten vorzuziehen. So gebühret Hrn. Barth der Ruhm, dass er der erste Deutsche Buchdrucker ist, welcher mit dergleichen schönen Ty- pen nach 330 Jahren seine Officin versehen hat, üb״• deren künftigen Gebrauch sich manche Vorschläge machen liessen, die aber nicht hieher gehören. Ueber die Verschönerung der neuesten beym Pränumerantm-Ferzeichniss gebrauchten Typen mögen Augenärzte bestimmter urtheilen, sehnliche lateinische, wo nicht noch kleinere , sogar Griechische , hatte der Buchdrucker Job. Janno- nius zu Sedain als Typos novissimos bey seinen sehr seltnen Ausgaben vom Virgil 1 625 auch 1628, Horaz 1627 und Neuen Testament 1628, alle in klein 16, ge- braucht. Im Virgil von 1628 kann ich noch in einer Entfernung von | Fuss ohne Hinderniß lesen, weil die Typen stumpfe Ecken haben und das Papier gar nicht blendend weiß ist. Allein auf solchem noch dazu geglättetem , sind diese Typen mit scharfen Ecken wahre Augentödter. Auf jeden Fall ließe sich eine itzt ge- wohnliche Speculation auf eine Suite von neuen Ausgaben der Lateinischen Clas- siker mit diesen Typis novissimis t^ratislaviensibus in Uhrtaschenformat machen, welche die elegante Welt mit Beyfall aufnehmen würde , oder auf eine Ilias in nuce. Was die zweyte Abtheilung befrist: so ist wegen der gesammelten Nach- richten von den gedruckten Schriften schon einiges oben bemerkt worden. Die vornehmste Quelle, aus welcher die Geschichte Schlesischer Buchdrucker u, Officinen und die Notizen bis auf Baumann den ältern zu schöpfen waren, konnte keine andre seyn, als des seel. Prorect. beym Mar, Magd, Gymnasia Christian Runge ׳ schon Vorrede. ν schon 1737 gehaltner so genannter Prämial-Actus, der in Lateinischen und Deut- sehen Gesprächen bestanden hatte. Er stehet ganz abgedruckt in .dem ßrcslaui- sehen Jubel Gedächtnifs der Buchdruckerkunst 1740, 4. S. 51-110; wohin auch an- dere in dieser Sammlung hier und da mitgetheilte Nachrichten gehören. Runge war einer von wenigen, der sich durch seine mit grossem Verstände ausgearbei- rete meistens kleine Schriften , vornehmlich aber durch seine Privatvorlcsungcn (nach älterer Sitte), um die Schlesische Geschichte, sonderlich deren Litteratur in ihrem ganzen Umfange, ausnehmend verdient gemacht hatte. Andere benutz- te gedruckte und handschriftliche Hülfsmittel findet man in den Anmerkungen angezeigt. Zu letzteren gehören die unbeschreiblich mühsamen Sammlungen des der Aufklärung der Schlesischen Geschichte und Litteratur viel zu früh in diesem J entrissenen seei. Ober-Amis-Archivar. R ο ρ pa η, welchem Hr. Rect. Band tke in den Prov. Blättern ein verdientes Denkmal errichtet hat. Die in Kupfer gestochne Copie des 4ten Holzschnitts aus der Legende der heil. Hedwig von 1504, ist ein Meisterstück der Kunst- Wenn sich nicht die Kennzeichen einer abgedruckten Kupferplatte im Papier zeigten: so würde sie je- dermann beym erstem Anblick für einen Holzschnitt halten müssen. Die beyläu- fige Anmerkung S. 5. f. war von mir eher eingesandt worden, als ich den l. hai• ben Bogen erhalten hatte , aus welchem mir noch ein fünftes Exemplar von diesem Hauptbuche bekannt ward, welches itzt die Herren P.P. Capuziner bey uns besitzen. Von den bey Dy on und Lybisch gedruckten Schriften sind mir erst vor kurzem, als S. 7—13 schon abgedruckt waren, von dem musterhaft thäti- gen und einsichtsvollen Aufseher der vortreflichen Herzoglichen Bibliothek zu Oels, Hr. Günther, in Beziehung auf hiesige Unternehmung, 15 von beyden genannten gedruckte Schritten vorgelegt worden, 6 von D) on und 9 von Ly- bis oh, von welchen ich 8 Schriften als ein Supplement würde angezeigt haben, wenn nicht voraus zu sehen wäre, dass, zugleich wegen den bekannt gemachten Nachrichten von den Buchdruckereyen in den übrigen Städten Schlesiens, ein be- sonderes Supplement zu gegenwärtiger Schrift möchte ausgearbeitet und nach ei- niger Zeit herausgegeben werden. Kein Schriftsteller kann bey dergleichen litte• rarischen Unternehmungen der Sammlung von Supplementen überhoben seyn. Vor- VI Vorrede. Vorläufig kaiìti ich nicht umhin, den patriotischen Liebhabern solcher Un- tersuchungen , wegen den bey Dyon und L) bisch gedruckten Schriften, zum wenigsten, was ich beobachtet habe, anzuzeigen, dass auf den Einfassungen der Titel be\ den Dyon s che η unten 2 Löwen, den L y bischen aber entweder oben oder unten d^s Haupt Johannis des Apostels aus dem Breslauischen Wa־ pen zu sehen sind; woraus, wenn auch der Nahme des Buchdruckers fehlt, die- ser sich ohne Zweifel ergiebt, wenn alles übrige gleich ist. In der kurzen Biographie des seel. D. Grass S. 68 ist Z. 6 so zu verbes- Lern : Diese (Medicin) trieb er mit grösstem Eifer, zuletzt als Gehülfe seines Leh- rers, D. Jamperts, disputiate über eine von ihm selbst verfertigte Diss. de noxio Coloris r/sectu ex aestuosis capitis Integumenti^ producto unter Büchners Vorsitz Î758 P>'° Gradii Doctoris, und würde sich nach seiner Rückkunft mit der medi- ethischen Praxis vornehmlich beschäftigt haben, selbst um in der Folge, nach sei- nes Vaters und Grofsvaters Beyspiel, sich zum Ztadtphysicat zu qualificiren, wenn nicht seine Mutter aus Besorgntss ihm die Besuche des Krankenhospitals wider- rathen und die Uebernahme der Officin dringend empfolen hätte, mit welcher er in Ansehung der Kunst selbst als Meister vollkommen bekannt war. Mehr nicht von ihm und über ihn in Beziehung auf seine Officin. Die Publicität muss ihre Gränzer. haben. Genung, dass die Wünsche S. 72 für den durch folgende Zeiten fortwährenden blühenden Zustand dieser uralten privilcgirten itzt Grass- und Bar thischen Stadtbuchdruckerey aus meinem Herzen geschrieben sind, Breslau den 16. August 1804. M. Johann Ephraim Schei bei 7weyler Insp. der Eresi. Schalen Λ. C. Rector des Klisnb. Gyinn. Si rei i txieçlie r Prof. der Bf *them• I)ey beyden Gymn. Aufseher der öffent!. Uclidig. EiM. Der Kön. Preuss. Acad. der Wi--s. zu Berlin Mitglied, der K .ÖU. Grossjjrit. Scciet. der Wiss. tu Giittiitgcn Carre?!», ele. ---<-o^σ^^ --- Erste « » I η 11 a 1 t. Drei Platten Schreibschriften aus dem 8. g. !0· 11· 12· 13· und i^ten Jahrhun- dert bis auf die Zeit der Erfindung der Buchdruckerkunst. Auf der letzten ein Probeabdruck von Gutteubergs erstem Druck mit Holzplatten. Sämmtlich von Originalurkunden aus einem grossen und wichtigen Archive treu copirt. Kurze tìes filicine der Erfindung der B u ch dru c k e r kun s t , nach den neusten Quellen bearbeitet. Die Typen wurden treu nach Fusts Bibel vom Jahr 1462 copirt, in Stählstempel geschnitten und nachgegossen• Johann Pusts und Peter Schüffers Bildnisse, nach zwei sehr alten Gemälden in Kupfer gestochen. Das Pränumer anten ver?eichniss mit ganz kleinen m01km ״n Lottern. Es fol^t deshalb am Schlüsse der ersten Abtheilung , um den Unterschied des alten und neuen Drucks desto anschaulicher zu machen. λο~ι ? οα til :t aittir cum li xxcrxx ψ ■■β epa ums affìrmairt. at èvM c gt0W χγηιο adtta d encrera! ridice _pc4tdttr M? (>>κ>0״αο inpu cfß aqut aquaruq ae< ?át 1y eo^i vcj~1m //6V _ //Λ 1 nâe י u que J( ־ |ur1 |G ■zfyeÌin\-e (6- — ι λ .1 כש^כ ) 11 (^ ף ־ 5 ף r -1Jc> (!«jflrA 1111)11 c ־ (?e_T (1 .יוי>י <7.׳ £'.JlV_/£f«' 03e[tf ־ (?e Ptu ־־í; T>e5 ^ot- 111cf ;r e-nucvA'«? 5a־) tvu |hu ~{>et1 cv-C &Gf ׳ v ־ ^o?^ >,.^ss a ^fc.^c Avo -trj5c -wcfV/ fof !à( 7 \ י נ Λ ?μ|> 3 sfecer ^^ תריינ fuPfc; &r «38ve ־־ &v« to(V ^gc <«׳ίΛ t J JO— l'ito 0. och öemhjzewete tàldâs ιυίρ nmiê irmNgrsAbovklscl^ M àvelPhmâttlrA^èMlrvm ^ààWW- <2 00■/■■ / .?> ׳ _ i.-ih3-0 à φ epe c^ì meligli qc ^rJ7 vi /f/^O í^âtí ν- e^ ^-cvoaPt c6*v ״^NpT9c 6 >vc5 ^e>^^ t ^e a a i j- w é ^utfenS &?yu éfâ^ò *2)?*acfc ^íâ'J^Á^Á/^n^ qwmntâVMMM ״ 5emWWMW às HMMSmMMlkjMà âMHM mmìMo W â0 ôttmlèà ^MlS SsM K u r ζ e Geschichte der Erfindung der B u c 11 d r u c le e r k u n s 1% ווו tiefes öunkef t>erbullte ^abr bunkerte lang die älteste f&efcbícbfe von der Erfindung der B1icbdn ׳ ckerK1m|>. 60 traten mannicb* ||1 faltige -Schwierigkeiten m den 'Weg. in |J das Cbaos versebiedener Meinungen nur einiges Liebt 511 bringen. Die t )at !ptursacben sparen Vorzüge iieb die. daß, Augenzeugen und Zeitgenossen diesen wichtigen Degenstand zu nacblâjzig behandelten und uns wenig oder nicbts darüber binterlieszen . und spätere jporseber entweder aus trüben Quellen schöpften oder durcb einen bloszen Lcbein irre geführt wurden. (211 r feit den Bemühungen mehrerer verdienstvoller Männer um diesen Zweig der löefchicbte deut^ à scber Erfindungen . eines ך . & Breitkopfs. Bucbdruk. ft kers in Leipzig . eines à I&. ΛΥ. Panzers in Nürnberg. φ η es pros. JB. jp ί 1 c b e r ô in àinz. eines p. p 1 a e i d. L p r e n- gers. Bibliothekar der Abtey Banz« eines Prof. Hoblers \ u. a. kann es uns gelingen . ietzt niebreres mit Ziwerläszig^ Kelt zu bestimmen. Lie- diese würdigen jporseber des Alter* tbums . vermochten es nämlicb. nicht sowobl die grosze Menge der über diesen Degenstand gegen das 6nt>e des acht* zehnten Jahrhunderts berausgekommenen -Schriften sammt den Veberresten der ältesten Druckereien mit der gröszten Venauigkeit zu vergleichen und ztt prüfen . sondern auch die Resultate ihrer vieliäbrigen Untersuchungen um vor Augen zu legen . um ein unsterblich deutsches Verdienst gegen unge* gründete Anfalle anderer 'Volker zu vertheidigen. Aus die* sen reinen Quellen find wir וווו -Stande, den Lesern dieser «Schrift, die eigentlich nur der speciellen !Öefcbicbte der er* sten Areslauischen Bucbdruckere)) bestimmt ist. m einer kur* zen Uebersicht die föescbicbte der Erfindung dieser in der ZTbat nützlichsten aller !Künste mitzutheilen. 6er Zustand der Litteratur war bis in die Mitte des fünf zehnten Jahrhunderts überaus traurig . und doch ging schon den ^Vi ssen schaften und Künsten eine neue Q)orgenrc>tbe auf. (?och immer las man die "Werke berühmter Oänner nur in Abschriften . die mit groszer ())übe und vielem Zeitaufwande gemacht wurden, daher auch so kostbar waren, dasz nur sehr begüterte Personen sich eine eigne Bücherfammlung anlegen Konnten, !dazu kam noch der Umstand, dasz diese Abschrift ten grösztentheils die Arbeiten müßiger Monche und Ì5eístîí* eben waren . die um diese Zeit fast im alleinigen Besitz der -9chreibekunst sich befanden und oft entweder den Inhalt der Handschriften oder die -Sprache der Originale . die sie ab» schrieben, nicht verstanden. Aus diesem Vebel giengen mancherlei der Litteratur sehr nachtheilige Minderungen her* vor. ^ie Schreibfehler verunstalteten die Originalschriften so sehr, dasz selbst die gelehrtesten Manner Mühe hatten, den ׳ $mn des geschriebenen zu entratbsehr ein Umstand » der die grosze Lumme der noch vorhandenen Varianten erklärt. Andrerseits blieb eine Menge von -Schriften ungebraucht» die darum . weil sie die AVöncbe nicht verstanden oder verstehen und bekannt machen sollten . ganz in Vergessenheit gene* then und mit der Zeit verlobren mengen. 65 war daher eine besondre Leitung der Vorsehung, dasz AU eben der Zeit. als wahre Gelehrsamkeit nach einem langen todten ähnlich en Lchlummer in Europa wieder aufzuleben an- fieng. eine Zíé Ipofe* tafeln mit den eingefchnittenen Buchstaben zu einzelnen 7Zy* pen zu zerschneiden, um diefe nicht blos zu einem Buche, fondern zu mehrern Büchern zu gebrauchen. Er fchritt mu* thig ans "Werk, zerfägte feine tafeln . band die einzelnen Buchstaben zufammen. und feine ersten 'Versuche gelangen, ^etzt schnitt er nichts als wettern . erst aus ipol5 . dann aus Bley, und endlich aus Metall. "Welche Jpreude mufzte der emsige âann über diefe fchöne Erfindung empfinden \ öoch er ahndete noch nicht den grofzen Legen derselben. Leine ersten ßrucke waren indefz mit vielen Unbequemlichkeiten verbunden, ôíe eine verursachte ihm die Verbindung der Çypen. tiefer suchte er dadurch abzuhelfen . dafz er die ein* zelnen Buchstaben mit Köchern versah und diefelben dann mit einem jpaden oder örath an einander reihte. Eine zweite be׳ traf die Druckfarbe, weil man sich damals zum Abdruck der Ü^olzbilder noch einer der jointe ähnlichen jplüßigkeif bedien^ te. Oiefe verdickte er . fo gut er konnte . und so gieng feine Arbeit so ziemlich glücklich von statten. -Sollte er indefz feine gemachte Erfindung im Drofzen treiben, fo konnte diefz nicht ohne eine ansehnliche Vnter^ ftützung an Öelde gefchehen׳ denn das Lchnittwerkzeug. die ß>refjen. die Z^ypen und das Pergament, worauf man damals allein druckte . erforderten eine beträchtliche Lum^ me. Auch hier trat eine wunderbare Leitung der Öinge ins Mittel. Duttenberg ward im 1» 1450 mit einem reichen Bürger zu Mainz. Samens Johann j^uft bekannt, einem habsüchtigen und fchlauen Manne» der die von ienem ge* auch t>íe -Sache zu &eítfâu#íg lind längst von BreífKopf u. a. gründlich behandelt, als daß wii* fie erst wiederholen dà fen. Bis in die späteste Zeit wird unserm *Vaterlande Deutschland und dem unglücklichen . aber unsterblich ver dienten f&utfenberg die 6hre dieser wichtigsten aller findungen . mit beweglichen Buchstaben zuerst gedruckt zu haben, allein bleiben. £>ie ersten auf diese Art gedruckten Bücher erregten nicht geringes Erstaunen . indem man sie noch immer als ungemein schöne, mittelst einer neuen . noch geheimen Kunst verser* tigte Abschriften betrachtete. Jpust reiste damit, besonders in Frankreich, herum, kam selbst nach (צ ari 6 und liesz sich für eine Bibel 100 bis 200 dulden bezahlen, welche Lumme da< mais für äuszerst geringe gehalten wurde, öurch die 'Ver* mehrung dieser Bücher verloren natürlich die zum üheil fefo* verhaften . zum ^heil schlecht geschriebenen Abschriften der Oönche nach und nach ihren "Werth und fanden zuletzt keine Käufer mehr. !dieser Mangel an Absatz brachte die erbitterten Monche so gegen jpusten auf. dasz sie ihn auf alle nur mögliche Art verfolgten. Besonders suchten sie sich dadurch zu rächen, dasz sie ihn für einen Betruger und -Schwarzkünstler erklär* ten. seine in der Hhat schwarze Kunst fllr die Eingebung eines bösen Geistes ausschrieen . mit dessen Ibülfe er sie noch ietzt ausübe. ss ?eid und Verläumdung gaben den -Stoff zu dem so bekannten Mihrchen von D. }pausten, der in so vie* fen Schriften und Schauspielen als ein wahrer Zauberer dar* gestellt ist. *** Bis obngcfäbr ums labr 1460 war blos /^ainz der allei* nige >Vobnsitz der Buchdruckerkunst, und jpusts und -Scböf* fers Pressen die einzigem die imföange waren ׳ allein von die* sein ^abre an verbreitete sieb die neue Erfindung . zum ZTbeil selbst durcb Duttenbergs Q)ttwir kurig. wegen ihrer föemeni* mitzigkeif schnell in ganz Oeutscbland und wurde auch bald in Italien und jprankreicb mit vielem Lifer betrieben. öenn man bat -Schriften aus diesen Ländern . die nicbt weit über dieses ^abr binausreicben. Veberall. wo sie be* kannt wurde . eilte man. die ^Veà berübmter und beliebter -Scbnftstelfer durcb ibre foidfe gemeinnütziger zu machen. Auch trug sie nicbt wenig dazu bei. dasz man ietzt weit eisn* ger Bücher las. sammelte und überhaupt mehr an derîittera* tur gefallen fand, als vorher. freilich druckte man an* fangs. ausser der lateinischen Bibel, nur sehr unbedeutende "Werke, die für die allermeisten Hejer von keinem putzen wa* ren. Indesz war es schon f&ewinn genung . dasz man wenig* stens im -Stande war. dem Publikum in der Folgezeit die Lcbriften grojzer Alten nach und nach in die Ibänt>e zu ge* ben. $0 ׳ ward auf diese "Weise der Gelehrsamkeit und den Künsten eine neue Bahn gebrochen . auf welcher sie auch nachher so rühmlich fortgeschritten sind. (20cb gemeinnütziger wurde diese Kunst durch den De* brauch des Lumpen * oder Leineripapiers. welches um eben diese Zeit in Deutschland eingeführt wurde . ohne dasz man mit Dewiszheit angeben kann . welchem Hände die 6bre die ser Erfindung gebührt, oder in welche Zeit sie fallt. öerm hatte man sich» wie überall י bis zu Ende des dreizehnten 1abrbunt>erts im -Schreiben des Pergaments aucb zum Buch> drucken bedienen Atollen . so würden die Bücher einen weif bobern Verkaufspreis gehabt haben * als ietzt . da man sie auf Lumpenpapier druckte. ßöuttenbergs |2ame und seine Kunst bleibe und blübe daber bis in die spätesten Zeiten, als ein immerwährendes öenkmal einer bobern Aussiebt über unsere Angelegenheiten und als ein redender Beweis des seelerbebenden f&laubene. dasz das menschliche !Öefeblecht von -Stufe zu -Stufe empor steige und vollkommner werde ! -- ! 1J ^J1x^r>^r1j-ifu^j (?acbstebendes -Signet mit der darüber befindlichen 10n* terscbrift setzten fust und -Scboffer gewöhnlich unter die in ihrer Officin gedruckte Werke- allemal auf das letzte Blatt und zur Auszeichnung roth gedruckt. Oiese Copie ist eben- falls von dem Exemplar der oben genannten faustischen Bibel vom *Jahr 1462 genommen. ..................... per lobez fust ciué etpetrü schoiffber de gernsbe^m ........................... Annodili. Q?, cecc.lxii. Zur Erklärung der Bildnisse fpusts und 5 cb offers. --<- <3V7VpvQ ^:w »»:*■ ->- 6ín Originalgemälde von jpu st und 5 c b 0 ff e r giebt es eigentlicb nícbt. £>íe wabrscbeinlicbste Abbildung derselben ist nocb der ^Dolzscbnitt. den jpiscber ווו semen Beiträgen von neuem nacbstecben liesz. die^uder m einem bölzernen I&estell fand . an welcbem unten mit erbabener Lcbrift auf das 10015 gearbeitet war : 10. fTOßZ. C ׳ ]V. MABIOpC. das man mit vieler WabrscbeinlicblCeit fur ein Familienstück bält. Allein gegenwärtige Darstellungen sind triebt blosze Ideen, "Wir verdanken sie zweien sebr alten Ibofegem/ilden . die in un.- fr er Offizin scbon seit » inKlers und Β au mann s des Aek tern Zeiten als ein scbâtzbares Familienstück aufbewabrt ψύχ* den. Oolorit und Umgebung lassen auf die Jähre 1480 bis 1500 scblieszen und sind entweder von Win Kl er oder fpä* terbin von Baumann nacb Breslau gebracbt worden, !die Besitzer unsrer BucbdrucKere)) bielten sie immer in grojzen Cbren. Wottacb sie aber copirt seyn mögen« ist uns bis ietzt unbekannt- כ >י ->רv5 ^ovל\ov7χ0 ^cז \σ^ovכ\σ^c^^ machte Erfindung dazu benutzen sollte, sick Ansebn und fteícbtbum zu verschaffen, dieser gab ibm einen *Vorschuß . zuerst von ßoo Hulden וויו ï&oît). die er selbst von Andern ent. lehnte, um das zum Druck bestimmte Werk zu vollenden. Nachdem aber auch diese -Summe nicht hinreichte, so erhielt Duttenberg noch andere ßoo Dulden von {pusten als Darlehn . doch mit der Bedingung . dajz er demselben sein DrucRenperK* zeug zum Unterpfand verschriebe. Duttenberg that es in der fZotb und begann nun sein Werk mit neuen Kräften. Jfcie Arbeit. womit er steh zuerst beschäftigte . war ein Psalter, den nachher die Sage zu einer ganzen Bibel gemacht hat. Ein neuer gunstiger Umstand kam in Kurzem der von Duttenberg gemachten Erfindung noch zu Ibülfe. Oies ,par der Beitritt peter -Zeh offers von Hern she im. aus dem Darmstadtischen. Dieser àann ,par eigentlich ein -Schon* fchreiber und hatte sich lange Zeit in £>arw aufgehalten . um Handschriften zu copiren. Er scheint um das *Jahr 1450 oder 51 mit Jpust und Duttenbergen bekannt geworden zu seyn. Als ein sinnreicher Kopf sah er bald ein. dass das Ausschneiden einzelner Buchstaben in fcJofz oder Metall viel zu langweilig und dabei kostspielig war. indem eine Menge Alasse dabei ver* !obren gieng. Er gerieth daher auf den neuen glücklichen bedanken. -Stempel (Punzen oder ^>atritzen) von -Ztahl auszusebneiden und diese dann in !Kupfer (zu Matri zen) abzuschlagen und darauf die zum gebrauch bestimmten wettern auszugieszen. Durch diese Erfindung ward sehr viel gesponnen. Q)an konnte theils in kurzem viele )Lettern her* beisebaffen . theils die gebrauchten und abgestumpften zu neuen umgießen, fu st war so erfreut über diese Erweiterung einer Kunst* von der er sieb in Zukunft so viele Tortbeile ver* spracb. daß er seinem Debülfen dafür zur J&elobmmg seine einzige ZTocbfer Ob ristin e zur Cbe gab. ein Oàdcben. das sieb längst den sebönen und unternebmenden Scböffer ge* wünscht batte. Kaum batte fu ft auf diese Weise Leböffern gewonnen» der ibm nun zur Fortsetzung seiner örucfcerey nützlieber . als Duttenberg zu seyn sebien . so fing er mit diesem AVisbelligRei* ten an. theils in der Absiebt, ibm die Cbre der Erfindung streitig zu maeben. da sie bereits Auflebn zu erregen anfing . theils den dadureb zu boffenden gewinn allein an sieb zu zie* ben. Hie Vrsaebe dazu gab die vorbin erwähnte, ibm ge* Üebene -Summe !Beides, die nebst Zinsen und !Besuebgeld be* reits sebon auf 2020 Dulden angewaebsen war. frust erinnerte ihn daran und forderte baldige Bezahlung. Vuttenberg Konnte sie niebt leisten, denn sein Werk war erst bis zum zwölf* ten bogen gedieben. Hieß bewog ienen . ibn zu verklagen . und aufstrenges stecht zu dringen. Das Ende des Prozesses lief dabin aus. daß Duttenberg sein gesammtes ftruekwerk* zeug, laut Ver sehr eibung an jpusten abtreten . seine sebon zwölf fertigen Bogen ibm überlassen und dessen !!-)aus auf im* mer meiden solle. Diese !Trennung gesebab im *J. 1455. ber unglüekliebe Duttenberg! baß man do eb zu allen Zeiten verdienten Männern mit VndanK lobnte ! Wohin er sieb naeb seiner Entfernung aus fuftô baufe begeben . ob naeb pariern, oder naeb Bamberg. oder naeb f2ürn* berg. oder in eine andre Ltadt. weiss man niebt mit De* KHKvK sein Aufenthaltsort x>.% 1456 bis 1464 ist unbekannt. Entschieden aber ist . dasz er im !J. 1465 vom OhurDrsten von Mainz Adolph unter die ÜDofdiener aufgenommen ward, und als solcher sick von neuem mit ÖrucKarbeiten beschäftigte, irozu ibm sein freund D. G on rat) bomery allen siruckap» parat mit der Bedingung ankaufte . dasz derselbe nach seinem Cot>e nieder an ihn . als Eigenthum zurück fallen sollte . weh ches auch wirklich geschah. Es ist erwiesen . dasz Dutten> berg . mit diesen neuen Hülfsmitteln versehen . auszer mehre- ren andern Büchern, sehr wahrscheinlich auch das be* kannte Catholicon, dessen frischer erwähnt und beson- ders die Randes Verordnungen und andere dergleichen ôffenf* liehe Bekanntmachungen seines Ohurfürsten druckte. Wenn und wo er endlich gestorben . hat uns die Deschichte nicht aufbehalten. Von seinen Arbeiten erwähnt Mischer in der Beschreib bung einiger topographischen Seltenheiten dreier fragmente seiner Ausgaben desöonafs* wovon das zweite unverkenn* bare Merkmale des ersten Versuchs mit beweglichen Buchsta- ben zu drucken und das dritte -Spuren enthält, dasz es schon mit metallnen aber nur geschnittnen . nicht gegosznen !Typen gedruckt sey. Mach Vuttenbergs Entfernung vollendeten jpuft und Lchöffer den von jenem angefangnen Psalter, der im \ 1457 fertig wurde und schon 1459 eine neue Ausgabe erhielt, ftas - Werk ist ein Meisterstück der Kunft und die erste Ausgabe de£ selben so selten geworden . dasz man sogar die Exemplare zählt, deren es bis jetzt nur noch si e b en giebt. Eins befindet sich in der ßücbersannrilurig des IByinnasiunis zu §Y ei berg in Sachsen• ein zweites auf der Kaiserlichen Bibliothek zu ^»Vien ein drittes imKlosterftotb bei Vemmingen• ein vie r* tes unter den Büchern des iDofratb Huva in Mannover• ein fünftes besasz Oiradotde profond zu Paris' ein sechstes in der churfürstl. Bibliothek zu Λ schaffen bürg u. ein siebentes hatte die 1011 ז verflf ätsbibliotbek zu à a i n z . vurde aber im J. 1793 vom Neneral Gustine nebst der Tibet von 1462 abgeholt und ist leider nicht an die ^ationalbiblio^ thek gekommen . vielleicht also verlohren gegangen. sfusi und Schöffer druckten ietzt gemeinschaftlich und eines ihrer ersten Verke. das sie ohne Aeihülfe Guttenbergs vollen» deten. ipar eine Bibel• von 1462. Tin Exemplar derselben sin» det sich auf der churfurstl. Bibliothek zu Dresden« feie XfTypen dieser I»ibel haben die fiorin derer, die unsre Reser hier vor sich sehen . nach dem hier genannten Originaldrucke genau copirf. nur dajz ^pir einige -Itaben. z. B. k. ä. ö. ü. noch aus eigner Erfindung hinzugefügt haben» weil iene Bibel lateinisch ist und diese Buchstaben nicht hat. Êen !deutschen machen mehrere ßationen die Erfindung der Buchdruckerkunst streitig. Lo schrieben sie viele Pelebiv ten schon den S i n e se n ׳ einer dem &änen jAiklas Jenson• ein anderer den Italienern, dem Goldjchmidt Bernhard (pennini' mehrere den !!Holländern . dem vorhin ermähnten îfor en z Rost er. andere und z>rar ein ganzes Jahrhundert früher, dem Ludwig voti Talbecke zu• so stritten sich auch verschiedene Städte um diesenfjtubm. àainz. Strasz bürg und it) a r l e m : allein der kaum dieser Lchrift ist zu eng. Prà'numeranten ־ Verzeichnis s. ü- . Excellenz der wirkl'ch geheime in Schîe. 6ien dirLgironde Kr»»gs - und Staats - Mi- nister Herr Graf vo» H o y m. 6 Espi. Bautzen. Herr C a r u s . Ka^mann. _ Gravî, Cberamts - Advocat. — H a r t n a .ר n,\ Mitglieder der Euch- _ K i c Γ fi i n g,/ drucker, Gesellschaft. — Κ 1 i en , Candidat. _ L e h n a π η , Mitglied der Buchdrucker Geselïcheft. — M i e Hi , Diaconus. — Monte, Buchdrucker. z Expl. !— Moiie, Ernst, Buchdrucker Mitglied — No ac k ן Vicarius. _ Ρ e te r s o h η , Kirclienvorstelier. — Il ο lin e , Postmeister. — Β ü de , Aputheker. — S eh t í ζ e', Buchhändler. — Thonaschke, Kaufmann. — Ti c :ze , Buchhändler. Berlin. Herr Β e r ft , Kriegsratli. 2 Expl. — K. o n ו g , Anton Balthasar, Ordrnsrath. Bernstadt. Herr Auersbach, Cantor- — Flicker, Rector an der Fürstl. Stadt . Schule. — Gessler, Graf von , ans Langenhoff. ׳— Κ Ü h η e 1 , Her/.ogl. Forttverwalter. — Pesche], Cand. Theol. und HaUilcli- rer zn Nauke. B r e s l a u. Zlerr A h b t , Hnttenrstth. — A 1 1 m a c h e r , J. A. , Kaufmann- — Andrea, Geheimenrath und Cammer- Director. ~. Andretzky, Christoph Gotttren, Reichkramcr. — Auras, Joli. Friedr. m— Aval, von , König]■ Kriegsrath 2ter Accise und Zoll - Director. — Baldowsky, Joh. Carl, Krelschmer- Eltester. ?ran Baldowsky. Herr Bändel, Friedrich Willhelm , Zbn- me rme ister. —» Bändel, Johann Christoph , Zimmer• Herr B a n â t k e , Rector. — Β λ r t e c h, Wagen - Gewicht Revisor und Wa^enmeister. — Beer senior , Johann G ottlieb , Kauf- — Beer, Sensal- — B e r g c r , General Fiscal. — B e r n a u , Instrumentmacher. — B i e h r a c h und Weiss enlorn, K a 11 fmann. — Bismark, von , Geheim or Ober Fi- nanz-Rath und Cammer -Präsiden!. — 11 o c Ji , Friedrich Willhelm , Kaufmann — Bohrn, Johann Lndewig , Kaufmann. — Β ö 11 m e r , Kaufmann. — β ö h η i s c h , Doctor und Professo!- der Theologie. — Borner, Immaniiel Carl Heinrich. — Bottncr, Stadtzoll - Inspector. — Borrmann, Gottfried Willhelm, Dest illateur. — B r ä f s , P. J. H. » Professor. — B r e d e , Willhelm , Kaufmann. — Brosemann Wittwe und Sohn, Kauf- — Brüh we in, Buchhalter. — B r u η , C. F. — Brunner t. — Burghardl, Cammer- Secretair. — Callenberg, Johann Ernst , Kauf- — C a r m e r , Friedrich Graf von. — Caspary, Carl Willhelm , Kaufmann. — Clans, Carl Philipp , Goldai he ite r. — Clausen, Carl Friedrich , Kriegs - und Domai nen - Bath. _ C r a k a u , Daniel , Kaufmann. , _ Cramer, Carl Gottloh• __ Daneyke. _ De rei, C, W. H., Buchhändler. _ Deutsch ma n n et Comp. Kaufmann. _ Do m p i g , Assessor. 2 Expl. _ D o s e r , Raths - Aeltester. _ E c k a r d t , Joh. Christ. , Kaufmann. _ Eichhorn, Commercici! - Ralh. E k m a η η , Lehrer zu St. Eliíahet• _ EU del! Just it 2 - Commissari us. _ Ε n d 1 e r > Kupferstecher. _ E r χ 1 e b ο 11 , Morgenprediger ζη St. Η ie ronymi. ״ p e n t ζ e 1 , Diaconus. _ Fiedler, Johann George , Destilll- _ Fischer, Cammer Calculator. _ Fischer, H e y η und Söhne , Kaut- Fischer, Subçenior. s Fischer, Wolfgang Adam , Kaufmann _ Fri ehe, Franz, Factor der Krentz. Buchdr. 2 Expl. _ Freitag, Ob. Acc. Amts - Cassirer. _ Freudrnberg. — F r i ν d m a η η , S- — Friese, Medicinal - Rath. — F r i e s ט e r , F. W. , Kaufmann. Herr F r i l s c h , Johann Anton , Schul-Rectcr und Stifts Verwalter, bey Mater dolo. — F r i t s c h , Carl Heinrich , Kaufmann. -— Fro ]loss, Kaufmann. — G a h 1· 1! y u c , Acc. und Zoll . Stadt- Inspector. — Gack, Kaufmann. — G e 1> a u e r , Daniel , a 3 ״ Je ?chen. — G e h u h r und Frit s c h , Kaufmann. _ G e h r , Adoîph , B1uhh ;ind]er _ G e i s 1 e r , Stifts · Prior -m Sande. . __ G e p p e r t ! י׳יזו λ r e s i π , Kaufmann. - ο די ! n n r ΰ , Doctor und Ober - Consisto, rial Rath, z Expl. — Gerste, Carl Christian . Kaufmann. — Gieschart, Johann Friedrich , Zim. mermeister. — G ! Γ s m a n n , Ferdinand Gottlieb, Goldai be i t er. — Gol d fuss , Carl Friedrich Leopold v. Kriegsralh. _ Gottsrhalk, Gottlieb Willhelm, Kaufmann. _ Gottschling, Joh. Gottfried, Kauf- . Frau Grafs, Doctor. Herr Grauer, Cassirer. — G r o g e r , Stifts . Capitular am Sande. — G r ο 1 1 m η ε- _ Grosse, Friedrich Gottlieb , Kauf- — Grund, Bernhard Joseph , Kaufmann. _ Grnnwald, Stadtgericht 5 . Asse - sor. _ Günther, J. H., Kaufmann. _ Günther, Joh. Willli. , Apotheker. _ G ü n t z c 1 , Joh. Willi,, Kaufmann. _ G n s t c h c , Pastor in Schweinitz bey Gninherg. _ }( . י a i c . Professor. — Haberkern, Johann Gottlob , Kauf- ״ H a h i c h t , Chr. u. Benj. Kaufmann. _ H S n e 1 , Regiments - Chirnrgus. _ Hansel, Johann Gottlieb , Destili»- — Hagen, Diaconus. _ H a s e 1 i eh. _ H a n c k , Marcus , Κ an fmann. _ Η a u g w i t ζ, Otto Graf von. _ Haiigwitz, von , Ober-Amtsrath• _ H a y n , Schaffner zu St. E: isabet !1■ __ Heilmann, Ob. Acc. Amt ן Case ire r. — H e i n r i c i , Gebrüder , Reich ramer. — H e n n i g , Cammer -Sekretär. — Η e n n i g , Christian Gott lob , Kauf. — Hentschel und Fu ss, Kaufmann. — Hermes, Pastor und Doctor Phil. 2 £. — Herrmann, Zeitunerträger . — H e y d e , Prof. der Naturpe;c 11. — Hillbach, Christian Göttlich, Zim- me Meister. — H i I 1 i g e r . Carl Gottlieb , Kaufmann. » Hitcclier, Acc. und Zoll . Stadt - In- epector. Herr l - Hei r IT 0 c 11 b e r g , Graf von, auf T ־ î !r . ׳ tcn- rtcin. 2 Expl. — Hoffmann, Fr. , Prof. d. TheoL ». d. Univers. — Hoff !m 11 η . Gebrüder, Kaufmann. _ Hoffmann, Mailler. — H ο 1 1 m a n n , 0. H. , Kaufmann. Tran. II o m h ο 1 d t , Jenny von. Herr H ii b η e r , Joseph , Fürstbischösl. Ο. C. Rati! und Erzprieçter ad St. Ν ! t. u- — H β b n e r , Job• Daniel, Gericht s :choll ru St. Vinccnz. — Hühner, Johann Gottlieb, Kauf- — J n c k e 1 , Chimrgns. — J λ c k e 1 , Joli, Samuel , Cammer-SeCrC- tair und Rcgist. — J a n c k e , Johann Gottlob. — I m h o f f , Rendant. — ö r g , Johann Andrem - De; t ilia teTir. — J ο ו g , Mattina», Bücke r - El tes ter. — I tzingitr, Christian Friedrich, Kauf- — Jung, PioseàîOr d. Gesch. und Kilter• Hiilfs - Wiss. und zur Zeit Dckanua d. philosophischen Fa cui tät. — J u n g n i t ι , üoetor und Professili der Ρ liilosophic . — Jungs Ei bin und W i n c k 1 e r, Kauf- — J 11 5 I , Kaufmann in Gnadenfrey. — Karger, Carl Gottfried , Destillateur. — K*rst» n ,J. W. , Kaufmann. _ K e y 1 , RUgtfier und Diakonus. — Kiee-u, Carl Gotl^.i. . r-, ״״״ Pr . con- troll. Assistent. _ Kleinpächter, der Vater נ Kauf- — Κ 1 i n g e r t , Mechanicus. —. Kloofs. — K 1 o s e , Candidat, z Expl. — K 1 o s e , Carl Wilhelm , Kaufmann. — Κ 1 ο s e , Gottlob Ferdinand , Kaufmann« — Κ 1 o 5 e ,un. , Carl , Kaufmann. — Κ 1 ο ε e , Stifts Capitular am Sande. — Κ 1 n g ο , J. G. Kaufmann■. — Knfihl. — Kühler, Prof. Theolog, u. Rector des — König, Anlon , Medailleur. >— Κ ο ρ נ s c h , Commcr. icn-R ttli. — Ko r f e r , Doctor Medicinale• — Korn, Job. Christ, sel. Sohn, Lan f. _ ft ן ■ acker, Johann Gottlieb , Kaufmann __ Κ r ρ t s c 11 m c r , Canale y - Directo > . _ Kretschmer, Ernst Gottlieb, Kauf- _ Krieg; Johann Gottlieb , Zimmcrmeì- __ Krieger, Stück - und Giockengieseer — Kr i e 1 e und Jäkel, Kaufmann. — Krug, Daniel Einst , Kaufmann. — K r π t t g c , Medicinal - Rath. — Kühn, Johann Daniel Aug ! tin , Ba- che rniciste r. _ Kuh, F. TV. , Kaufmann. — K u h n r a t h , G. II. , Kaufmann. — Kuller. — Kümmel, Samuel Gottlieb, Müller- _ Kunkel. _ K n n t ζ e , Christian Fried ich , Kauf- — Κ u r c ? , Handlungsdiener. — Kusche, Caiumer-Calcu ator. — L ä m m c h e η , E. F. , Reichkrämer, — L a η d e c k , Kan fmann. — Langer, Buchhal ier — Leg en batter, Anton » Professor nnd P. ediger a. d. Univers. — Lehmann, Job. Gotti. , Rath nnd Reichkrämcr. — Le ins z, Johann Jacob, Goldarbeiter — L e s c h m a η η , üb. Acc. un i Zoll Amt Buchhalter. — Leuckart, ff. ל׳ ■ D. , Senator und Buchdrucker in Helmstadt» H>rr I e n r k a r 1 . F. E. C. , Buchhändler• — Lt־ y d in g, Ob. Zoll-Verwalter. — L i n d e n z w e i g , zweiter Provincial Arci.-o-und Zoll Rendant. — Lindner, George Samuel , Zimmer- — L üb b e r t. Kaufmann. — M a d e r , Johann George , De.-t illat eur. — Ma ti rus. Johann Valentin, Kauf- — M a i s a η , Kaufmann. — M .1 1 t z a η , Graf von. = Expl. — M a r n i t z , Plombeur im Ober - Accise- λ ill t■ — Martin, Pastor zu St. Chri-tophori. - — Mayer, Johann Gottlieb Willlielm, Kaufmann. — M 1! i נ t e r ί , C D. sel• Sohn und Comp. Kaufmann. — Mentili] Senior. — Mentzel, Ober-Syndicns. — Merkel, Ohe ,--Landíchafts-Syndicns. — Merz, Acc.-und ZoU-deis Calculator — M 1 c h a h e 1 1 e s , Samuel Gottfried, — Mit I mann und Beer, Kaufmann. _ Μ ο 1 i 11 a r i , Kaufmann. — Moll, Johann , Zimmermeister. — Montnurin, von , Dnhmherr. — Müller, Ernst , Buchdrucker Mitglied — Müller , B* S. , Reichkrämer. — Müller, Cammei' -Secrctair. — Müller, Candidat de- Pied. Amt?. — Mü 11 er, Christian Gottlieb , Kauf- Müller )un. , F. W. , Kaufmann. — Müller, Kaufmann. — Müller, Morgenprediger. — Münster, Prediger. — M y s z k ο w s k y de Myrow, Dohm- capitular. — N a m i k o w s k y , Cari Friedrich, Gold- arbeiter. _ !s e a n d e r , Pfarrer zn Polonitz. — N e u g e b a u e r . — N c ii 111 a n D , Kriege! ־ und Domainen- Rath. — Neumann. __ N e u s t ä d t e r , Commercien-Rath. — N i t s c h e , Fricdr. Willh. — N i t 6 c b k e , Cassirer. — Nits e h k e , Kaufmann. — D e 1 s m ü 1 1 e r , Candidat des Prediger — 0 pVt ζ , Candidat des Prediger Amts. — 0 p i t z , Kaufmann. — Oswald, KriegyraHi. — Otto, Friedrich Gottlieb, Kaufmann. — Otto, Rendant. — Pappenheimer, Salomon Seelig- — Pariti«•! CammerConducteur. — Fatila Van!! Wachsbleicher. — Ρ e 1 k a , Doct. der Theolog, und Fürst- bischöflicher Rath. — Penne, Lieut, von. — P a tri* — Pfeiffer, Coffe tier. — P f ì ( ζ 11 e r , seel. Söhne, Kaufmann. — P i s c h a r I , Willlielm Dietrich , Zini- mermei ter. — P o h 1 e und R tì h 1 i c k e , Kaufmann. — Ρ ο I a e K e , Joh• Fried! . Kaufmann. — P o t s d a m in e r , Ldbel Levin. — Prätorini, Leopold , Kaufmann. —׳ P r e u ss , E. E. , Kaufmann. — P u c h e r , A. C- , K- u fmann. ■— P n r r m a 11 !, , Johann Cari , Kaufmann. — Quatfulinsky, Kaufmann. — R ä dI e r , Johann Friedrich , Kauf- — ft ahn e r j leb n n Gottlieb , Kauf- — R ä m b a c h , Probst. — R a 11 d n e r , David Gottlieb , Silberar- heiter. — Rauphaclij Kaufmann. Herr Reiche!, Johann Friedrich , Kauf- — Bembovsk y, Pastor. — K c n c k , Wolfgang , Ziinmerme ister. — ft e η e e q , Johann Michael , Zimmer/. _ Bey 111 an η , Diakonus. — Beisel, Geheimer -Rath und Cammei' . Director. — Richter, Joh. Β. , Kaufmann, ft i e c k r Carl Friedrich. _ B i e d e 1 , J us til /commissari u--. — R i c g e r , Ober Ace Amt-- ConlroNeur. — Π ο ρ ρ a η , Carl Ehren fried , Kaufin., un . — B o s e b r a e k » Johann Heinrich, Ζ im- mermeister. _ ft Ο • e n b au m■, Friedrich , Destilla- _ Rude, Fnnz , ad St. Ma thiam Sub- _ Büffer, Friedrich Willhelm , Gold« arbeiter. 2 Exvl• _ Büger, Johann Gottlob, Kaufmann. _ Kuntechkc, Daniel , Zimmermeister. _ Sadici, Prediger bei St. Miitthiam. —. S a n d r e z k ι , á.׳af von , Krieges - und Doniaiiieu-Batli. — Sattler, Snbsen; 0 r. — S c h a t ζ e 1 , aus Mjiitsch. ׳ — Schäfer, Mittag Lediger bei St. Lai- — Scheffler, Ober Post-Director. — S c h e ρ ρ , Prediger de, Aimenhauses- — S c h e i be I , Reclor. — Sch-i •b ft 1 ! Kau fmann. — Schiller, Johann Mic'tael , Kalif. — Schiller, Kaufmann. — Schimonsky, von, \TeÌhhi ;chûff. 2 E.vpl . — Schlegel, Kaufmann. — Schleuder, J. S — Se 11m 1 l ζ , Johann Samuel. — Schmidt und Sohn , Kanfminn. — Schmidt, J. C. R. !— Schmidt, Johann , Kaufmr!1n. — Schmolle , David , Kaufmann. — S c h n a i d e r et Comp. , Kaufmann• — Lchöpe, Canon icus. -— Scholtz, Gebrüder, Κ au fui» nn. — Scholtz, J. F. und Comp. . Kaufmann . — Scholtz, J. F. nnd Sohn , Kaufmann- — S c h ο 1 ζ , Bernard , Kaufmann. — S c h ο 1 ζ , Ecclesiast. — S c h ο 1 ζ, Professor an d• t. d. Univ. verb. G y m 11. — S c h o 1 ζ , Senior. ■— Schreiber, Commi 5 -ion ?-Rath. — Schreiber, Friedrich Engelhardt, Kau fmann. ■— Schreiber, Gottlieb, Kaufmann. — Schuster sen , Kau fmann. — Schwartz, Joh. Christian , Kauf- — Schwarz, C. Η. , Kaufmann. — Schwind, General-Chi! urgns. — Sckeyde, König!■ SchuJ-Direttcr und Canonicus bey d. heil . Creutz. — Seeberg, C. F. , Goldarbeiter. — Seeling, Johann Conrad. — S e g 11 e r , Prediger. י — S e 1 b 5 t h e r r , Accise und Zoll Direct. CanzI. Direct. — Selbst h err, Gebrüder , Kaufmann. י — L e y I e r , Gebrüder , Kaufmann. — S i η g t h a 1 e r , Ernst , Kaufmann. — Six, Carl Einst, Zimmermeister. à Spill er. — Starci!, Johann Georgs , Kaufmann. — S t e i η b e r g , Acc. Calculator. — Steiner, Canonicus und Lanzler »Λ d. Univ. Steiner, C. E. , Kaufmann. — Steinmetz, Gottfr. Willh. Bäcker- — S 1 c m ρ e 1 1 , Samuel Je r e mi as u. Comp. Kaufman η. — S t i e n a u e r ; Carl Samuel Eackermeì- Herr Hen- Stolti, C. S. _ Strauss. Kaufmann• , — Streit, Camm־jr-Canz!ey-Dlrccior. — Sturm, Acc. und Zoll-Stadt-Inspcctor — S u_e si , Carl August , Kaufmann. — Itmnt, Samuel , Sdtnllolurex in Ta- e chenbe r g. — Thiele, Fastor ?.u Seien It?. — Thilo, August , Königl. Acad. Mahler. — Τ 11 o m a 5 , Ratlin-Calculator. — Trost., Carl Ignatz, Kaufmann. — U b e r , Johann Göttlich , Ko. Pr. Hof- und Criminal- Aatli. — Vogel und Hoffmann, Kaufmann. — Vögten, Laron von, Dohm - Capitular. — W a c h η e r , Johann Gottloh , Kauf- — Wachtel, Johann Theodor » Kauf- _ \\- a I η e r ,"Victor , Kaufmann. _ Wal p e r t, C. F. , Kaufmann. _ Walter, Joseph , Re fei endar in». — W a 1 t h o r , Christian Friedrich , Kauf- !— Weher, Johann , Kaufmann. — W e h s k y , G. G, Kaufmann. — We idi n g• r t Kaufmann. — Weiser, J. G. Samuel , Kaufmann. — W ο i sa , Geh rüder , Kaufmann. — Weiss, Johann Friedrich Gottlieb, Kau imaiin. — W0 .Ì• 1 ! Johann Gottfried , Kaufmann. — ïï e n t ι e 1 , General - Lotterio ־ Inspec- — W e n t ζ e 1, Joli. Franz et Comp., Kauf- — Went z s I , Gh. Acci se-EinnehmCr. — W e o t h , J. G. , Destillateur. —- Wicke 2te. — W i e d e m a 11 η , C W. , Kaufmann. >— Wie dem an η, Johann George, Destil- — Wiener, J, G. , Kaufmann. — W 1 e s η e r , Administrator zu Κι -iMo- ־ witz. — W i g g e r t. — Wild, Acc. und Zoll - Oher-Calculaíor . — W i n k ] e r , Johann Gottfried , De -til- — W i s a y o k 1 , Cassirer. — Witte, Rath., — Wohlfahrt, Johann Ernst , Zimmer• — Wolf, Kaufmann. — Works. 2 Expl. — Wully, Carl Friedrich , Gûídarheiter. — W y h e c k y , Joseph. — Z i e p n 1 t , Fried. ich Eenj. , Kaufmann — Zi m m ermann, Camme r Calculator. — Zirzow, Has. at h und D. Mei. — Z o h e 1 , Johann Gott lieh , Kaufmann. — Zolfi e 1, Ephr. Gotti. Kaufmann. Β e g■ Herr Ander, Diakonus an der Hanptk iirhe . — Α ρ ρ e 1 t , Buchdrucker-Mitglied. — Β a r t h , Christian Samuel. — Berger, Kriegs und Steuerrath. — E g e η , Privatlehrer. — F a 1 c h , Buchdrucker. — Fie h i c h , Lehrer am Gymnasium■ — Geliert, August , Gymnasiast. — G 1 a w n î g , Ernst , D. K. Host ath sen. und Physicis. — H e u s e r » Professor am königl• Gym- — J e m k e , Carl , Gymnasiast. — K a u 1 f e r s c h , F. M. , Ober-Amts. Cal- — K a u m e r , Obri stlieutenant von. — Krautwadel, Prediger zu Schöpplo- witz un d Ncudoif• — Krieg, Carl Heinrich , Prediger ζτι — Kurz, Joh. Heinr. ; Lehrer am Gym- aasiwu. Lot II eisen. Μ λ η η 1 i η g , Erdmann Adolph , Predi- ger . n Bankan. Μ η 1 I c r , Ober-Amtmann. Müller, Professor der Ma them, und Physik. Rcinisch, Buchbinder. S a 1 ì 3 c 11 , Mori z von , Gymnasiast- S a η er m ana, Professor am Gymna. sium. 4 Expl. Schärf f , Prediger. S c h λ 1 s c h a■ , von , Referendarins. Schmidt, Friedrich von , Gymnasiast S c h m i c d e r , Friedrich , Hector des Gymnasiums. Schoiz, Di rector. ׳ T a c k e ρ e , Georgn von , Gymnasiast, ϋ 1 b ri eh , Joh. Friedr. , Md. Κ. Viet seh, Hof-und Criminal. Bat h. Wohlfahrt, Buchdrucker.* 2 Expl. B u lau. Herr F r λ π c k 0 , Kaufmann. — Franckenberg, Rcichsgraf von, auf ' War than. — Ys 0 lim a η η . Senator. C r e u t z b u r g. Herr Geiger. — Ν ο u g c b a u 0 r , Pastor. D e s d e n. Herr L i p s i u s , Johann Gottfried , Secretair dor chnrf. Bibliothek. — M e in 11 o 1 d , Cari "Christian , Hofbuch- — M i 1 h a u s e e , Carl August , Assistent der Haiipt-Auiwcchselungs Casse. Feste e r g. Herr Baron, Moses Naphtal , PapicrfabrL G i e r s d 0 r ff Herr S odo I », Chri. Friedrich, Papierfahr G l a t z, Herr F ä r s * e r , Doctor- ־ — -F o i c h t n e r, Gold, un d Silberaibeitcr. — Krause, Senator. — Milan, Hector Gymna.'ii. — N. K. Pfarrer in Glatz. — P o m p 0 j u s , Franz , Buchdrucker. 2 E. — Šchellwitz, Major vom t — Zur son , Maj 0 r ν on. G l ο g a u. Herr M iiiOV, König!. Geh. Ob. Finanz- Rath und Cunmer-I 'i -iisident von. — ϋ η ruh, K6nigl, Kriegt '5-uiirt Domaiucn- Rath von. Goldberg, Herr Evier, Proconsul. Herr Κ 1 i t scher, C. F. — Raechke, Doctor und Κ re ií-Fhyiica 1' — Richter ícii . , C. F. Gottesbgrgt Hon■ Mo n s e , Senator. G r e ifft e r Herr E 1 ii m c 1 , J. S. , Kaufmann. — B r it c !1 im ! י , M. C. , Kaufmann. — Dressier, Kaufmann. — G a 1 k e , J. G. , Kaufmann. י — Grab-, Bürgermeister. — Hürden, D. , Kaufmann. — Κ 1 a g e , J. β· , Kaufmann. , — Korscheck, Doctor Medicin»«!. ץ ■ Münze r, Doctor Medicina«,. — S c h i o d 0 w i t ζ , G, enzjii ger- Inspector. — S i n , 1 ] ך i 11 e , Bttrgécineil ter. — T s c 11 i 1■ c h , Kaufmann. Γ- W î μ g e 1 t , C. B. , Kaufmann. — Zimmer, C. F. , Kaufmann. Ha beiseli we, r d t, Herr Seliger, Florian , Böttcher. ; Expl. Η α γ n a it, Herr B e m d t , Cantor. // i r s c h b e r g- Herr B u c 11 s , Daniel Grìttlieh von. — Fiedler, Kaufmann. — Fuchs, Buchbinder. י— G e b a n 0 r, Kau fmann. — Geier, Augni , Cammer.Rath. — George, Cintor in War 1״b run n. — Göttlicher, Ohi-r-Directur in H . nu Λ — Hartmann, in Hcssdorff. — H an κ 1 e u t e r , Doctor. — Jen seh, Comme 1 -tien- Ra 1 11. — John, J. J. , -jn Waimbrunn. — Κ 1 e η η e r , Curatili in Warmdrnnn. — KÖ rjj c r , ProiCCtOr. — K r ahn , Stadi buclidnicker. 2 Expl* — L e t ε c h , Pa.-tor Primai ins. — Meissner, Diakonus. — M e n z e I , Kaufmann. — M o r g e n h e s .- e r , Kaufmann. — P e s c 11 e I , Buchbinder. 2 Expl! _ Ρ r e I I e r , Christ. Me Ich. , in Schrei- — Put/, Stadt - Pfarrer, — ?achei, Buchila] ter. — S c h ■i t t r , Commer;îen-Rntl1. — Schür t n e r , Apotheker in Warmbrnn. — S c h w נ n c h c n , Fi iedr. Bernli. von, — Siegelt, Can > or in He rm: dorff. — Τ i e t zo , Ju. tit- Commi.sarins. — Werner, Kaufmann. ־ — W i 1 d נ Justitz-Aasessor in Hormsdorf. J a u e r. Herr S c 11 1 8g« ] , Buchdrucker» K a l i s c h, Herr Frane, Controll-A.sistent. — G i e h 1 , Cammer. Calculator. flcrr Lange, Cammer-Calcnlator. _ M i η Λ e 1 , Cammor-Calculator. _ Moritz, Doinaincn-hcimtc. _ Hotel, Cammer-Cslcnlstior. _ Ο e 11 1 e r 5 , Camir .01- - Re gii tra tor · AsEÎS- __ Ritter, Re2:iernn£--Rcferrmlaviu$. __ Surre, Cammer-Dircctor und Geheimer Krieg־-nnd DomainenRath. _ Wince, Regier ungs-Canzcley-Aí-istent Κ ?׳ o b s d o r f• Herr N e π m .ר n n , Wundartit. Lande shut. Bibliothek, Evangel. Kirchen. Here li o Jim, Heinrich, Kaufmann. _ C r a m o r jiiii. , Kaufmann. _ Dutten h oser, Kaufmann. — F 1 -n g e 1 , Job. 1 ?e ter , Kaufmann. _ Gärtner, Ferdinand , Kaufmann, — Karge, Senior Ministeri!• — Merker sen., Kaufmann. — M c r k e r , Jacob , Kaufmann. — Müller, Imminue: , Kaufmann — R e u s c h e 1 , I Idephons, Prälat in Gru 5 »an. 2 Expl. — S c h ο 1 t ζ , Carl Benjamin , Buchbinder. — Sehne 11 a r d, Theodor , Kaufmann. L a u b a n. Herr Scliarff. C. A. TV. , Buchdrucker, ζ E. Leipzig. Herr Ncnbcrt• Buchdrucker. L i e g n ì t z. Herr Henkel, Buclulrucker-MHgiied. — Η ilsch er, Katechet. — Ketzler, B11 ebd. ucker-Mitglied. — K n o t he , Jiistitz · A .Bes .-or. _ König, Diakonus 7u St. Poter n. Paul. _ M a t e r 11 e , At :1t »r .1 th. _ Mo s ebner, Bnchdiucker-Mitglied. _ Γ a η ρ a s c h e , BÚchtfrKeketì _ Buffer, Kaufmann. __ S c ]1 a 1 t e s , Vorsteher des Erziehung;- — Streit, Stadt-Director. — Suker, Justitz-Aiieeior. Lissa, Pollin. Herr Bretzel. Cantor- — Kl au t ■ c h, Cassen - Controlleur zu L ò w e n b e r g. Herr B u c h w st 1 Ί . Oberami mann in Logau. - C h a p p i u s , Major von. Die Loge zum TVegwiser. Herr Ludwig, Jus 1 1 lz-C0mmi5 ;ar1U3. — Neumann - Rertor. _ Z i e g 1 β r נ von - aK ^ Plagwilz. M a g d c b U r g. Herr TV a g n e r , Christian Friedrich, Factor in der DeiUirückschen Buelidruckcrei. N i m p t s c h. Kerr P c d e 1 1 , Justîtiarìus. Ο e l s. Herr E e r g Ί I , C. B. , Candidat Theologiae- — B o r β i n s k y , C. G., Buchdrucker Mit- glied. — Bräune rt, Doctor Medicinae. — C h 1 e h u s, C. TV., Senior n-Archidiakoniiz — C 11 ri ot, J. G. , Herz. Caminer-Meiât e r — Dominici, E. S- , Herz. Braunschw. Oel.-n. Hof-un d Stadt-Prcdiger. — Fischer, C G., Doctor Medicinae• — Fischer, Fun d at ion -.Leli rs r. — Fülle, COnrector am Herz. Seminario. — G c r f t m a n u, J. C. . dritter College am Herz. Seminario. — G ii 11 1 her j C. E. , Prorector tun Herz. Seminario. — Günther, Herz. BibI iothekar. — He rm e 5 , P. G. L. , vierter College am Herz, Seminario. — JI e y d e r , Pastor zu Raackc. — H i o r t , E. C. S. , Privatlehrer. — Hühner. Ε. Α., Stadt-Director- nu d König!. Justitz-Commissarinfi. — J o 11 n , G. B. Kaufmann. — Kessel, von , auf Raacke. — Klinker(, J. C, Kiinigl. Jnïtitz-Com- mi--arius und Stadt-Prätor. — L e e 11 r , Probst zu St. Mar. u. George, u. dee Herz. Seminari! Rector. — Liebich, J. TV ■ , Kaufmann. — Lindner, Cammer-Rath. — Lindner, Diaconus — Lucas, F. A. , Kaufmann. — Ludwig, S. G., Herz. Hof-Duchdruk- ker■ — M a t t h ä y , TV. E. , Doctor Medicinae. — Nickel, J- E. F. , Kaufmann. _ Β ί m ρ 1 e r , F- TV. , Katechet. _ Sclieibnsr, Her/. Cammer-Asse s 50r. — S c h 0 1 t ζ , C. F. , Kaufmann. — Seeliger, C E., Candidat Theoîogiae. — S t 1־ η ν ο , C. G-, Herz. Cammer Secretar — T h a 111 e ί m , C. E. , Herz. Hofrath. — Τ ü c 11 s e η , J. W. L. , Herz. Cammer- Canzlcy-Director. — W e b e r , D. G. , zweiter College am Seminario und Cantor. O h l a U. Herr H e n t s r. h e I , Stadt - Director- — Münsterberg, Steuer-Ein η olirne r. — R a u c 11 m a η 11 , Accise - und Zoil-Ein- nehmer. — R o s I , von. — Stiller, Curatns. — Τ r e b 1 i η ! Stadt-Inspector. — Wiese, Apotheker. O l d e s c h i n. Herr M a j u n c k e , Franz , voci. Theolog, u. Pfarrer. Ρ a ?1 g e 1. Herr A n î 0 c k , von, auf Fange!. Ρ e i l a u ל Ober- Herr , K o t t w i t ζ , Baron von , Lande s-Al íe- ster auf Obcr-Peilaii■ P I ess, Fürst von An h alt-Pie ss, Herr Β e r e n s , Stallmeister. — Keysei it/., Königl. Creis-Physicu;, Fürstl. Leibarzt. — Kleinich, Bürgermeister. — Passeck, Amtmann. , — Ρ faff, Doctor. — S chasse r, Justitz nnd Kammeikour• mi- , ion - Rath. — S k n t 5 c h , Fabi-ch , Banquier. — S t e p h a 11 y , Qua r t i!■ , me if te r. — S u p p i k , Cammer-Can-elliet. — Tomi t ins ! Schnllehrer. — Vogel , Apotheker. P r e i c h a u. tíerr Kl impel, Wirtlischafts. Schreiber. Rattibor. Herr B ö g n e r , Franz Julius , Buchdrucker. — D o m a c k , Buchdriicker-Mitglied. — Kettemb eil, Buclidruc ke r-Mit glied. — Lecittl, Buchdrucker. Mitglied. — Werner, Crei ;-Physic11s. — Werner, Oeponom• ■— Z y lie ; EucJidmcker-Mitglied» R a w i c ζ, Herr A r n i m , von , KÖnigl. Oberförster in Amt Herrnstadt. — Bach, Pastor und Schul - In spec tor. — Frank, Stadt-uiid Policy.Director. — G I a t ζ e 1 , Haulehrer. — Hahn, Secretai! nnd Aetnar ins zu Rei- sen in Sîîdpreusîen. sBxpl• — Krüger, RectOr zu Osti Owe. — Ludwig, Stadtbuchd. ucker. — Ν engebau er, Ratlimann , Servii-und Fourage - Rendant Mi Ostiowe — Schnitz, Vorwerks - Besitzer• R e i c h e n b a c h, Herr Eiter jun. , Fabriquant. — Firle, Petuquier miri Handelsmann. — Göltzncr, Stadt - Cliiinrgns — Hoffmann, Ju-títiarins von H'eigels- do i ff. — K r i c h 1 e r , Canonicus regularis Ordì, sanct. Sepnlcliri nnd Probst zu Reichen- bach. — Richter, Kaufmann — Sadebeck, Kaufmann. — Schlägel, Stadt - Director. — Τ j e d e , Pastor. Rogan* Herr Pet er?. Pastor. Fran von Schickfuss, geh. Freyin von Richthosen. 2 Expl. S a a l f e l d. Herr Wiedemann, J. M. G. Her?.. Sachs. Lohurg Saatfeld. Hof-liuchdrucker. 5 a g a η. S u g a yii Herr Λ a a h e , Buchdrucker• — S c h e 1 ζ , Pastor. — Schlegel, KectO>׳• SchZeibitz. Herr von por cade, OLristlìeutcnanl , auk ScKeifcitz. Schönwald au. Herr Sicher, Papìcrsahricant. Schweidniîz. Herr Borger, Justitz-Commisíions-Ralh. — , ע i e s t e r f L- ] ri , Buchdrucker• — H o p p e , Buchdrucker-Mitglied• — K a 1 i η נ c h , Rat hm a n η . — Kunowskí; Creîi-IiiFpcctor und Fait■ — Leo, Ratliraann. — Neumann, Commissions-Rath• — PriUraayr, Canonícus• — Rüdiger, Conrad Benj. , Papierfalm- Kant. S p r 0 t t a u. H«rr Kli che , Joh.j S tistfl probst u. Pfarrer. S t ohn $ d 0 rf. Herr Graf von der Re η ss , der Zf!:tc! , aus Stphnidòrf• צ Expl. S t r i e g a u. ?ran Buhner, Syndic«•, auf HuKn und Platsdikau. Herr Β ii ז g e 1 , Acciáe-Einuphmer u. Senator. — Burg h aufs, Rclchsgraf von , ans Laasan etc — C h r i s t i a n i , CKmmerer und Senator. — H Sal'• eh β f Pa •to r. — Κ Ι ο a ss, Ami ;Verwalter■ — Pi e i s s η e r , Kaufmann. — S ο 1 Í1 r i μ , Apotheker. — Tsc hammer, Lande:- Alte = ter von, auf Dromuiädorf. Th 0 m a s τυ aid au ך Ober- Herr S l î g I e r , Anton , Kramer* 2 EzUl• T r a c h e n b e r g. Herr K a n o 1 d , Chr. Friedr. , Polizei-Bürger. TV a l d e n h u r g. Herr A d .1 m ן Franz, Brauer in Allwaiter• Herr Be er. — Berger, Iraner. — Fischer, Pfarrer. — Ο amp er ! Emit He in rich , d. g. L. — G e ì e I e r , Johann , Cantor. — G u de r , Christian Gottfried , Pastor. — Η a y η , J. S. — Herrfort h, Rendant. — Hinze, A. H. , Docl. Leihmedicus und Bruniienary.t. — J ο )1 η , C. G. — K S m le, Johann Friedrich , Schicht- — L î e r e s , von , auf Dittmansdoif. — Richter, Apotheker. — Seiler, Christian, BlMtl In Fürsten- ;tein . — Τ ü p se r , G. — Trogisch, Gotllieh , Kaufmann in Ditterihach. — Wunderlich, Acc. Einnehmer. — Z i c h נ g , David. TV a r s c h a u. Herr Eisner, Muïik-Dircctor» Z i t t a u. Herr Schöps , Buchhändler• Z o b t e η* Herr Wilde, Cculiollcur. N a c 11 t r a g. B r c s l a u. Sensi von Γ j I s n e 11 , Ki 'inigl. Treni. Obrìstwachtineietcr , geli. Kriegsrath u. erster Stadt-und Polli*] -Director• M fi] Lar, Benj■ Gottlieb, Ri t binan» . Ρ 11 L u r i.u e , Koni gì · Hofrath u. Rath- linmhach, Fr. Gotthilf , Canzclcy- H o y ο 11 j Cammer - Rath. Β. η »! b Ά c 11 , Carl Gottfr. , Assessor. Λ amba eli, Frîedr. Willi., Crim. Wot. Ratickc, Heiiir. Samuel , Bathmann. Jungfer, Joli. Fricrlr. Rathmanli. K e s b e 1, Carl Gottlieb , Rathmann. K r n u s e , Raths · Secretair. Lange, L. , Synditns._ V i e t s c 11 , Salz - In ;pet tor. A r u d t , Stadtgerichts - Referendarius Geier, Stadtgericht? - Hefcrendariiis. Grützner, Fr. Ι,βορ. , instil ζ - Com• uiî seariiis. £ t z l e r , Professor bey M Magdal» Hei r Martini, Carl Goti fried Willie!7», Stadtgerichts - Secretair. — H e i 11 r i ih, ProfeSiOr. — S e h n ni in e 1 , Profs.- eor u. ProreçtOr. — Woltersdorf', Prorector. — Geiser, Mittagsprediger. — E h e 1 1 , Canimer - Secretair. — Rhode, Professor. — Deutsch, Mus ten s• — Schnabel, Musik . Director. — 0 è 1 ן ο e r , Prosettori g Expl. — Reiche, Professor. — Cramer. · — Larti! )lin- , C. Frîedr-, Buchhändler. — Korn, Wilhelm Gottlieb, Buchhändler nu d Buchdrucker 2 Expl■ — F r a 11 j e 0 k , Buchdrucker in Crulsbad. — Bu £ HO i j Waìjcnhaus - Director ■ ill Biiuzlau- — Neu m ן η η und J a h 11, Buchdrucker iíi Laurtcshut. — S ì e g e r t, Eucìiliautller in Liegttitl» Herr t ! n 3 n e r , Bficlifritekex in Bn&dfln. —, f chnii !elder, Job. Christoph , ZíiïT• mermeifter. — Seide!, Amanuensis. — S u s c h k y , Amanuensi?. — B o h g o t t , Johann^Ephraim Erslmann, Gold - und SU he rai bri ter ans Kuuens* Die G ü n t 11 c r s c h e , (ihr. Frîedr. , Camiucr• Buchdruckerey zu Glogau. Herr M e u s e 1 ! Carl Gottlit-b t Factor zu Glogau. — N i e g i s c 11, Buchhändler und Bacii- drucke! in Glogau — H e n s e 1 , Privatlehrer 2η Ilirschherg. — F e η A 1 e r ! Fr. , Cammei- - Zoll . Depu- tat. Regi, tralor in Kaliseh. — Steiner, Kaufmann zu Reichenbach. — Rosenkranz, Buchdrucker in Neisso 2 Espi. — Selb 3 t h e r r , Geheimer - Rath ill — von Soffel 2u Frieilrichsecîí. -^vx^wviav, Geschichte der ersten Breslauis chen Buchdruckerey. — !■■י ruijyv ^x ^inruxr t —■ 13 i e vorzüglichsten Städte Deutschlands hatten bereits ansehnliche Druckereyen. Ausser Mainz und Strassburg, das damals noch zu Deutschland gehörte, wurden bald zu Augsburg, Bamberg, Coin, Erfurt, Frankfurth am Mayn, Leipzig, Lü- beck, Nürnberg, Wien, Regensburg, Magdeburg, Ulm und Prag, selbst in min- der grossen Orten Ossi einen angelegt, von denen wir noch zum Theil merkwür- dige Überreste ihres Fleisses haben. Nur der Hauptstadt Schlesiens mangelte es bis zum Jahre 1503 noch immer an einer so heilsamen Anstalt. Wir lassen es dabei unentschieden , ob nicht schon zu Liegnitz 1481 der bekannte Dialogus Fratris Herrmanni im Druck erschien, worüber man indess, wie wir weiter unten zeigen werden, noch in Zweisei ist. Und dennoch bedürfte nicht leicht eine Stadt einer Druckerey , als Β resi au. Das seit Guttenbergs und Faust's Er- findung verbreitete grössere Licht über alle Theile der Gelehrsamkeit und Wissen- Schäften und das dadurch immer mehr herrschend gewordene Bedürfniss zu le- sen, zu forschen und sich mitzutheilen, wurde auch in Breslau allgemeiner. Mehrere Fürsten , Vornehme und Reiche, namentlich Geistliche, besassen schon zum Theil ansehnliche Büchersammlungen, die aus den neuen Officinen Deutsch- lands hervorgegangen waren. Auch wollte den Mönchen in den Klöstern das ι ehmals 2 Geschichte der ersten Eresi. Buch druck er ey» ehmals gewöhnliche Abschreiben der Manuscripte nicht mehr behagen. Doch kein Schlesier mochte es versuchen, in der Hauptstadt selbst eine Druckerey anzulegen. Sey es , dass das Wagestück in Absicht auf den dazu erhaltenden Vor- theil zu gross war, oder die Schlesier überhaupt die Kunst selbst noch nicht ge■ iiug kannten. Der erste , der sich dazu verstand , war ein Ausländer. I. Conrad Β annidarti! en, (jebürtig von Rothenburg oder Rothenberg. Dass er wirklich der erste Buchdrucker gewesen, erhellet daraus: dass, wenn einer vor ihm in Bres- lau gedruckt hätte, man sonst nicht das Viaticum Vratislaviense in Venedig 1499 und 1501, sondern lieber in Breslau würde haben drucken lassen. Zuerst druckte er zu Ollmütz in Mähren Henrici Institoris Sermones adversus Waldenses mit deut- scher Schrift in Folio, zwei Alphabete stark, welches Werk 1502 den 20. März; fertig wurde ; woselbst er sich zu Ende schreibt: per Magistrum Conr aduni Baumgarthen impression smit féliciter Anno Saluiis nostro MCCCCCII. xx. Martii, Ein Exemplar davon ist zu Breslau in der Neustadt auf der Bibliothek der Kirche zu St. Bernhardin zu finden. In Breslau druckte er zuerst 1503. *) J 5°3׳ Carmen clcgiacum Laurcntii Corvini Novoforensis כ de Apolline et novein Musis. Am Ende steht: Impressum in festa urbe Vratislaviensi per me Conra׳ dum Baumgarthen de Rothenburga Anno Domini M. CCCCC III. die xx. Mensis Aprilis. SigiS' 3) S. Schlesisches Historisches Labyrinth. Bresla« nnd Leipzig 1737 in g. — Breslauisches Jubelgedächtniss der vor 300 Jahren erfundenen Buchdruckerkunst. Breslau 1740. in 4· — Runge Collegium Silesiacum. Mscpt, — Walther, Silesia Diplomatica. Breslau 1741 in 4. — Handschriftliche Nachrichteil. —- Kun.djma .m1s berühmte Schlesier iti Münzen• Breslau imd Leipzig 1738. in 4· 14 Conrad Bauiiigartlien. Z 5 0 3 ב • Sigismundi Fagiluci Extemporalitâtes Vratislaviae. Μ.Ό. III. die XII. Aprilis■ Dieser Fagiluci wird auch Bu eh w al d genannt und soll ein Bres- lauer gewesen seyn. Diese beyden Schriften, wie auch dio folgende, welche er 1504 gedruckt, sind unter die grössten Seltenheiten zu zählen. • Das merkwürdigste Buch, das aus Conrad Baumgarthens Officin hervor- gieng und überaus correct und mit scharfen Lettern gedruckt ist, war: !504. Die Legende von der heiligen Ilcchvig, davon der vollständige Titel also lautet: z ) ALhy hebet sich an dy grosse legcda der hailigsten frawen Sandt hedwigis^ eyne geborne furstyn von Mehrmu vndeyne gewaldige herczogynne In polen vnnd Schlesyen welch legenda vil schöner Historien, Inn sich beschleusset. vnd biß Heer alleyne bey etzlichê geistlichen Cloestere/ vnd Erbaren purgeryn czu Breszlaw, kostparlichen vnd vor gros cleynot ist ghehalden wurden, v !1d nw durch mich Conradu Baumgarthen gote czu lobe gedruckt, der czal Cristi vnszers Herren M:ccccc. vnnd. iiij. in Folio. Auf der letzten Seite stehet: Gedruckt vn volendet In der konigklichen Srat Breszlaw, Durch mich Conradum Baumgarthen, Am mitwochen vor Zohannis des teuf- fers, Nach Cristi geburdt Tausent funffhundert vnd ym vyrden yare ׳ Darunter des Buchdruckers Wappen, in dessen Schilde eine Garten-Planke mit offner Thüre von sechs zugespitzten oben angenagelten Brettern, hinter denen auf einer Erhöhung ein abgekappter Stamm mit drei Ästen und Blättern; auf dem ge- ,, schlossnen 2) S. Schlesisches liistoribxhes Labyrinth. Ssi 528. 52) und S. 651 bis 684, wo diese L««׳ gende nach allen Blättern besclniebea ist* 4 Geschichte der ers Leu Bresl. Buchdrackerey. schlossnen Helm aber wiederum besagter Stamm befindlich. Den Titel ziert ein viereckigter Holzschnitt, welcher die in einem Zimmer sitzende H e d wi g mit einem langen Oberkleide darstellt. Das Haupt ist in einen langen Schieyer gehüllt und mit einem Nimbus versehen. Den Kopf deckt ein Fürstenhut. In der rechten Hand hält sie einen Rosenkranz, in der linken aber eine Kirche. Oben über ste- bet ein Wappen mit getheiltem Schilde, dessen rechte Seite ein rothes Feld mit einem weissen Queerbalken in der Mitte, die linke aber zwei schwarze Löwen mit aufgehabner rechter Vorderpfote und Schwänze in gelbem Felde vorstellt. Das Buch selbst hat viel schöne Holzschnitte, die Thaten der heiligen Hedwig vorstellend. Die Schreibart des Textes .scheint ein paar Jahrhundert älter zu seyn, als der Druck; der Verfasser aber ist ganz unbekannt. Die Orthographie des Drucks ist vollkommen der Gewohnheit der damaligen Zeiten gemäss, nach- lässig und ungleich. Die Buchstaben haben die Form der alten Mönchsschrift. Man findet deren zweierlei, kleinere und grössere. Die kleinern gleichen unsrer Schwabacher Schrift; die grössern aber sind jetzt nicht mehr so gebräuchlich. Überdies findet man dabei einen grossen Mangel der grössern quadrirten An- fangsbuchstaben; denn nur blos auf dem ersten Blatte ist ein dergleichen grosses A befindlich, sonst aber sind sehr öfters im Buche selbst, hin und wieder zu Anfang eines neuen Satzes, wohl ein grosser viereckigter Platz gelassen, aber der darein gehörige Buchstabe von der kleinsten Schrift genommen. Das Format ist klein Folio. Nach der Signatur bestehet es aus A - M und AA - DD Ternen; EE Quaterne, a Terne, und b Duerne, zusammen aus 57 Bogen oder 114 Blättern, ohne Custodes und Seitenzahlen, mit gespaltnen Columnen. Von diesem Drucke gab es schon 1737 nur noch zwei compiette und ein defectes Exemplar. Das erste besitzt die Elisabetanische Bibliothek. Das andere befindet sich in der Bibliothek der Herren Dominicaner zu St. Albrecht, so aber auf dem allerletzten Blatte mit dem erstem nicht übereinkommen soll. Das letzte defecte Exemplar besass Hr. Runge, damaliger Prorector am Maria Mag- dalenischen Gymnasium; jetzt aber befindet es sich auf der Bibliothek der Her- ren P. P. Capuciner zu Breslau. In diesem Abdrucke finden sich die in dem oben angeführten Exemplare fehlenden grossen Anfangsbuchstaben, roth gemahlt. Als ι. Conrad Baumgartlieii. <־; Als eine Probe des Styls und Inhalts dieses merkwürdigen Buclies lassen wir hier einige Überschriften der Bilder und den Schluss folgen: Neben einem Bilde : ״ Alhy herczog Heinrich mit dem barthe genant eyN hcrczog der ganczen Schlesye vnnd dy heylige Furstinne sancta hàigk wy sy vndcrcmmndec gclo- bcnn enthalduge mit feyrharlichcr gcbenedeyunge des Tisschosss' völget W noch. Über einem Bilde: „Alhy bestellet dy heylige frauwe Sancta Hedwick allenn armenn leutenn dy czu yr kummenn Sy seynn geystlich ader wertlich erbare vnnd beqweme Herberge." Auf einem künftigen Blatte über einem Bilde : ,/Alhy her Günther dy Cj yt Apt czu lewbiv vnnd yr beychtuatcr was, der gab yr czwenn newe schueim, vnnd gebot yr dy czu tragenn, bey dem gehorsam. Am Ende der Biographie: „Alhy vorschyde sandt Hedwigk In gegenwertikeyt der vor- genantten heyligen, vnd yr sele wardt gefuret von den heyligen Engelnn In die ewigen selikeith' Am Schlüsse des ganzen Buches: ,,Alhy endet sich die schone vnd lypliche legenda der heylige frauwen Hedwigis Etwan herczogin in gantz Polan vnnd Schlesien, vol tu- ge 'tlicher wergk , welche got der herre als den lichten Morgenstern , In die fynster gewolke diser werlde, vnsz czu simderlichen tröste uff gehn vnd erscheynen lysz Mitsampt yrer heyligencrhebunge, vnd der Babstlichen bullen, auch mit wunderlichen vnd wahr- hafftigen Historien vnnd wundertzeichen dy sich begeben haben vor , vnnd nach yrem abscheyden von diszer werlde, czu Lobe got dem almechtigê vn czu sundcrlicher ere er- bitunge der heiligen frawenn Hedwigis, czutrost vnd czu besserunge allen Cristgleubi- gen menschen dy sy lcszen, ader hören lesen auf guter meinuge Aus; welcher legenda vn Historien dy dan mit grosein vorgewantem fleysse etzlicher erbaren burger der ko- niglichê fìat* Breslaw' gerechtfertiget vnnd geczewgct ist' Jdermcnniglichn abnemê vnd erlernen kan׳ was ym dynet czuerfolgnge der ewign selikeit' zu welcher vnsz׳ dy heylige fraw sant hedwigis Mith yrer fleyssiger vn stetter vorbethe hilsflich sey. Amew Mit dieser Legende *) — aus welcher wir dem Leser in einer genauen Copie den vierten Holzschnitt mit Überschrift im beiliegenden Blatte liefern — scheint Baum gar the η in Eresian seinen Druck beschlossen zu haben, wel- ches *) Anm. Der um die Geschichte der Buchdruckerkunst höchst verdiente Herr Panzer führet in seinen Annalen der Deutschen Litteratur, Nürnb. 1788! med -4• S. 265 den ganzen Titel dieses merkwürdigen Buches genau an, und ertheilet S. 2G6 eine Anzeige von dessen In- halt, die er mit folgendem Urtheil ansänget: „Eine Legenda , wie alle Legenden , nur aus- 2 ״ führlicher / 6 Geschichte der ersten Brest. Buchdrnckerey. dies dadurch noch mehr bestätiget wird , weil 1500 zu Crac au das Missale Vratisla- viense gedruckt wurde. Vielleicht ward sein Unternehmen nicht hinlänglich genug unterstützt.-. Man hat Nachrichten, dass er nachher 1507 zu Frankfurt!! an der Oder nnd zuletzt 1514 in Leipzig gedruckt habe. Nach Baumgarthens Abgänge liessen die Breslauer an andern Orten dink- Icen, wie solches ein Buch bezeuget, welches in der Bibliothek bei St. Adel- bert verwahret wird, dessen Titel also lautet: 1521. „Das Büchlein lernet uns Got lybe haben vber alle Ding." Zu Ende des Buchs steht: ,,Aws Beger etzlicher andechtiger Bürgcryn zu Breßlaw vff gut deutsch dieses Landes zu Besserunge vndt seligkeyt viel frommer vnd andcchtigen Menschen vordeutzt und gedruckt zu Nürnberg durch Adam Dyon mit Kost vndt Darlegen Anthoni Mynzen- bergs von Breszlaw, geschehen ym Jare nach der Gepurt Christi tawsend fünfhundert vnd yn dem zwclfften, uff den acht vnd zwenczigsten tag des Monats May volendct.^ Vielleicht kam Adam Dyon durch den Druck dieses Buchs mit Breslau in Verbindung. Er verliess daher Nürnberg, kam hieher und war also der zweite Breslauische Buchdrucker, ,, fiihrlicher und weitläuftiger , als die von gemeinem Schlage." Ganz anders urtheilt der patriotische Schlesier, dem die Geschichte der Plastischen Herzoge in ihrem ganzen Um- fange die wichtigste ist, sonderlich der Hedwig , wie man aus Klos es Briefen von Bres- lau I.B. 1787. 8. S. 353- 4 J 5 ersehen kann. Er bedauret daher , mit jedem Kenner der Geschichte T am meisten des Mittelalters , dass aus einem ungegründeten Eifer die Fortsetzungen der höchstwichtigen Actorum Sanctorum, wo nicht in Ansehung der schon gesammleten Materialien gänzlich cassirt, doch seit vielen Jahren unterbrochen worden , für deren 15. Octob. als den Todestag dieser vortreihehen Herzogin, man schon die Haupturkunden in Breslau gesammlet hatte. Die erheblichste Anzeige aber des Hrn. Panzers ist, dass von diesem höchstseltnen Buche die Ebnerische Bibliothek in Nürnberg ein viertes Exemplar besitze. Denn ausser dem ersten auf der össentli- chen Rehdigerischen Bibliothek bey der St. Elisabetkirche , befindet sich ein zweytes Auf der Klosterbibliothek bey St. Albrecht, welches Bunge in seinen Analectis Sile- siacis I. Abth. Leipz. 1733· 8. S. 21. und aus diesen Vogt im Cat. Libr. rar. p. 333. «.nzeiget. Ein drittes Exemplar habe ich in der schönen Büchersammlung eines mei-' zier Schulfreunde vor 50 Jahren gesehen ; von welchem ich aber nicht weiss , wohin es nach dessen ausser Breslau erfolgtem Ableben gekommen sey. Wie viel Exemplare mag Λνοΐιΐ die Unwissenheit zernichtet haben, da dieses Zernichtens itzt kein Ende ist! - M. Joh. Ephr. Scheibcl. 2. Adam D y ο η. "Von seinem Leben ist uns alles unbekannt. Nur soviel können wir ans dorn Obigen scbliessen , class er zuerst in Nürnberg druckte. In Bréslau druckte er, so viel uns von seinen Arbeiten habhaft wurden: 1Z1Z. Das ist ein Anschlag eins Zugs wider die Turgken , vnd alle die wieder den Christlichen Glauben seind. 1 Bogen. 1522. Laurentii Corvini Cursus S. Bonaventurae de Passione Domini Ao 1522. Die erste Ausgabe soll schon vom Jahre 1521 seyn. Dies Buch ent- hält die Hör a s C 'emonie as , welche in der Kirche zu St. Elis abet abgesungen werden. Ï524. Das Tauffbuch deutsch Breflisch, in 4. 2 Bogen. J524. Pelri Mosellani Pacdologia , iam iterimi in pucrorum usimi edita. 4, Ohne Jahrzahl : Eyn wahrhafftig geschieht wie Caspar Tawber Burger zu Wienn yn Osterreich fur eyft Ketzer, vn zu dem todt vcrurtaylt vnd auß gefürt worden ist. — Herr gib mich nicht in den wille' meiner feynde, dann es seind falsch zeugen wider mich auf ge- standen, vn reden freuel on schew. Psalmo 26. 2^ Bogen 4. 1524. Ein Madat Zhesu Christi an alle seyne gctrewê Christen. Im 1. 5. 2 .4. Ja?. 2| Bogen. J525. Eyn gesang Buchlèen Geystlicher Geftge, Psalmê, eynê ytzlichen Christen fast nutz- lich bey sich zu haben, in stetter vbung vnd traä)tung Auch ctzliche geftge, die bey den vorige nicht sindt gedruckt, wie du hyndenn im Register dises Buchleyns findest. Mit dysen vn der gleiche Gesenge sollt man byllich die Jungen jugendt aufferzyhen. Am Ende steht: Gedruckt yn diser königlichen stadt Breslaiv durch adam dyon ausz gegangen am mitwoch nach osternn. MDX.ì'V. 3. 4i Bogen. Zu diesem Buche schrieb Luther eine Vorrede, die vielleicht sonst nir- gends abgedruckt ist und manchem Verehrer dieses entschieden grossen Mannes nicht unwillkommen seyn wird. Hier ist sie ; Vorrchde Z Geschichte der ersten Bresl. Bachclrnckerey. „Vorrehde Martini Luther. Das geystliche lieber singen gut vnnd Got augeneme sey acht ich sey keinem chrtfietm vevborgcnn dieweil yedermann nicht alleinn das Exempel der Propheten vy konige im alten te- stament (die mit singen vn klinge mit Lichten vnd allerley seytenspiel Gor gelobt haben) son- dern auch solcher brauch sonderlich mit psalmenn gemeiner christêheit von anfäg kund ist. Ja auch S. Paulus solchs 1 Cor. 14. eynsetzt vn zu denn Colossern gepeut von hertzen dem Herrn singen geistliche lieber vn psc -lmenn Zluff das dadurch Gottes wort vnnd christliche lere aufs allerlei weise gctribcn vn geübt werdenn. Demnach hab ich auch sampt etlichen» andern zü gute' ansang vn vrsach zu geben de- nm die es besser vermugen etliche geystliche lieber zu samen bracht das heylige euangeliö so itzt gottes gnaden wider auffgäge ist zu treibe vn in .Hwanck zu bringen dz wir auch vns mochte' rhumen wie Moses in sehn gesang thut Exod. 15. dz christus vnscr lob vn gesang sey vn nichts wissen sollen zu singen noch zu sagen den ihesu christü vnsern heyland wie Paulus sagt ! Cor. 2. Vnnd sind dazu auch in vier stymc bracht nicht aus anderer vrsach denn dz ich gerne wolte die jugent die doch sonst sol vnnd mus in der Musica vnnd andern rechten kunst crtzo- gen werden etwas hette damit sie der but lieder vn fleyschlichen geftnge los wurde vnnd an derselben stat etwas heilsames lernete vn also das guete mit lust wie den jungenn gepurt ey» gienge. Auch dz ich nicht der meynung bin das durchs Euangelion foste alle faste zu boden geschlagen werden vn vergehe wie etliche abergeystlichen furgebcn Sondern ich wolt alle fünfte süderlich die Musica gern sehen im dienst des der sie geben vnnd erschaffenn hat. Bitte der- halbenn einn iglichcr frumer christ wolt solchs ym lassenn gefallen vn wo ym Gott mehr odder des gleichen verleyhet helfenn foddcrn Es ist sonst leyder alle wellt allzu las vnnd zu vergessen die arme jugent zu zihen vnnd leren das man nicht allererst darff auch vrsach dazu geben, Gott geb vnns seyne gnade. ׳׳ Es enthält die meisten noch jetzt vorhandenen Lutherischen Lieder und zugleich die Noten dazu. Diese scheinen Holzschnitte zu seyn. Diese Officin druckte also das älteste Breslauische protestantische Ge- sangbuch. -Z2Z. 2. A d a m ]) 7 o n־ g 1525. Bone Β. Ilairico ynn Diedmar v'bràd sampt dem zehndê Psalmen ausgelegt durch Martinus Luther. 4. 3 Bogen. 1525. Eynn Sendtbriff Herrn Johans Bugcnhagcn Pomcrn , Pfarrer tzu Wyttenberg vber eyne Froge vom Sacrament. Item eyn VnterrichL von der Beychte vnnd Christlichen absolution. Eyn betrachtung des vater vnscr. 8. \ Bogen. 1Z2Z. Eyn christlich Bekenntnus oder beycht auß der heyligen schrift getzogenn welches der Mensch Got tagliche vn offtmals auß grundt seynes hertzen thuen soll. Vnd dabey eyn Sermon vom Gebet M. Luthers, vnnd das te deum laudamus. 8. 1 Bogen.- 1527. Des Erleuchten Hochgebornen Fürsten vnd Herrn Herrn Fridrichs Herhegen in Schlesien, zur Ligm'tz, Briegk 2c. Grund Vrsach vnd Entschuldigung auff etzlicher Vorunglimpffen von wegen der Predigt des heiligen Euangelii. 1529. Johannis Mctzlcri Grammatica graeca. lg 51, Consilium de Peste. !ZZI. Eine Bäcker-Taxe in Form eines Patents. Unten stehen zwei Wappen-Schilde neben einander. In dem ersten das Breslauische Wj in dem andern das Haupt Johannis des Evangeli- sten, am Halse mit einer Krone herunterwärts verbrämt und darunter: Gedruckt yn der königlichen Stadt Breslaw durch ?C&am Dyon Im jar MDxxxj. Adam Dyon scheint in den Jahren 1531 bis 1534 gestorben zu seyn, weil seine Frau als Inhaberin der Druckerey im Jahr 1534 ein Buch unter folgendem Titel druckte: 1534· Acht nützliche vnd fast trostliche predigten, wie sich eyn Christen, ynn kranckens und stcrbens nöten Halden sol, Auff das Euangelium, von dem sehr kranckeir weyb, vnd gestorbenen tochter Jairi des obersten der Schulen, von dreyen Euan- gclisten beschrieben. Johannis Henckel. Breslaw 1534., Am Ende steht: Ge- druckt yn der königlichen Stadt Breslaw durch die Adam Dyonin Im Jar M .D.XXXiiij. in 4. 13 Bogen. ■ ο Dieses 10 Geschichte der ersten Eresi. Buch dru ckerey. Dieses ist bis jetzt das letzte Bach welches von A. Dyons Druck aufgesunden worden. Aameik. Es ist sehr zu bedauren , dass Herr Panzer das hiesige Jubel -Gedächtniss der Buchdruckerkurist von 1740 nicht benutzt hat, besonders den in dieser Sammlung befindlichen Actum Oratorium des seel. Runge, in weichern ausdrücklich S. 86 an- gezeigt wird , was Dyon schon 1512 zu Nürnberg gedruckt habe. Piunges ausnehmen- der Fleiss in Sammlung seiner Nachrichten ist mir aus zuverlässigen Versicherungen sehr wohl bekannt, und seine Verdienste um die Schlesische ältere Litteratur sind von ent- schiednem Werth. Daher wundert es mich auf der andern Seite, dass Herr Panzer bey seinem unermesslichen Fleiss und ausserordentlichen Genauigkeit, sogar an Ort und Stelle weder m seinen Annalen der ältern Deutschen Litteratur, 1788· noch in der älte- sten Buchdruckergeschichte Nürnbergs 1789· auch nicht in den Zusätzen zu den Anna- len 1802· gar nicht in dem Hauptwerke der Annal typogr. dieses Adam Dyon, als eines Buchdruckers zu Nürnberg, nur mit einer Sylbe Erwähnung gethan hat. Dieser auffallende Umstand würde die Rung es ehe Nachricht wenigstens unge- wiss machen, wenn nicht die Zuverlässigkeit der Anzeige von der Schrift selbst sich auf dasjenige gründete , was in der Vorrede darüber wird beygebracht werden. Schei bei. Z. Caspar II ο» Caspar L y b i s c h. *) "War der dritte Buchdrucker B r e si au ' s, ah e r nicht Adam Dyons Nachfol- ger. Er legte 1520, eilt' Jahre später, alsDyon, eine eigne Buchdiuckerey an, so dais in dieser Zeit zwei Buchdruckereyen in Breslau waren. Woher er war, ist unbekannt. Seine in Breslau gedruckten Bücher, soviel man derer zusam- menbringen konnte, sind folgende: 1520. M. Arsacii Sehehof eri Monachiensis Palinodia. 1521. Ρ otri Mosellani Pacdologia. 1523. Schuczred, des Erbate Raths, vnd ganczen Gcmaind der Königlichen Stadt Brcßlaw von wegen der newen Wähle ihres newen Hyrten. Am Ende steht: Gedruckt in der Königlichen Stadt Breßlaw durch Caspar Lybisch im Jare M-D.XXiij. 4. 1| Bogen. 152Z. Den außerwelten lieben Freunden Gotis, allen Christen zu Righe, Rcucl vn Tarbthe ynn Licff!and, meynen lieben Herren vnd Brüdern yn Christo. Mar. Luther. Eccl. Wyttem. M.D.xxiij. 4. ZZZZ. Eyn Sermon Docto. Marti. Luther am gruenen Donnerstag. Breßlaw. 4. 1523. ^Eyn Sermon von den syben Broten, Marci am Vüj. Gepredigt durch D. M. Luther zu Wittemberg. 4. 1 Bogen. 1523. ^Eyn Sermon am Sontage nach der Hymelfart Christi. Geprediget durch D. M. Luther zu Wittemberg. 4. 14 Bogen. 1523, *C-yn Sermon Auff den Sontag Cätate, gepredigt durch D- M. Luther. 4. 1 Bogen. Am Ende steht: Gdruckt tzu Brcslaw durch Caspar Liebi^ch. __ 1523. *) Die obigen Quellen und Christ. Ezéchiel Silesia !iterata. Tom. IV. 4. Mspt. **_) Die mit einem * bezeichneten Schriften befinden sich auf der Bibliothek der Kirche zu St. Bernhardin in der Neustadt« 12 Geschichte der ersten BresL Buchdruçkerey. 1523. ^Das Euangelium vom sisthfang Pctri gepredigct durch D. M. Luther zu Wittem-- berg. M.D.xx.iij. 4. 1 Bogen. 1523. ^Ausilegung vnnd grundt des czweê. drey?, vnd vir vnd funfftzigstcn Artickels. Hern,. VlrychS Zwinglicks von Zürich. Von der Beycht MDXXIII. Breslaw. 4. i^Bog. 1523. ^Außlegungc des Euangelii -an des newen Jares tag Luce am andern. Martinus Lu- thcr. Breslaw. M.D.xxiij. 4. 2 Bogen. *Das Euangelium Matthei ahm Vij. Hütt euch vor den falschen Propheten. Ge- predigt durch Doct. Martinü Luther tzu Wittcmberg. V. D. M. I. Ε. (i. e. ver- bum Domini manet in determini) 4. il Bogen. 1524. Paulus Cachinnius Vratislaviensis , Petro Risinio Cracoviensi, pro Ioanne Plesso Parodio suo. Am Ende steht: Vralislaviae apud Casparem Ly- bisch. Anno M.DXXIUL Diese Schrift ist in Ehrhardts Presbyterologie im ersten Theil, erste Abtheilung Seite 493. bis Seite 505. abgedruckt zu finden, ;1524. Ein nutzbar Edell Buchleinn von Bereytunge zum sterben mit vndericht wie sich in den Anfed)tungen doftlbst zu haldenn sey, aup dem Latein, mit eyll vnd einseitig gedeutscht durch Balten Krautwald von der Neysse: Gedruckt zu Breslaw im Jar M.D.xxiiij. 4. 5524. Außlegung vnnd grundt des sybcn, Acht, Neun, vü Viertzigsten ArtickelS Herren Ulrichs Zwinglicks von Zürich, Vom Ergernus. MDXXIIIL Breslaw.- 4. !; Bg. 1524, ^Das vbell gewonnen gutt nicht templen, klöstre', münche, Pfaffen noch nòne', sünd' den dürfftige' sol gegeben werden, so es dem rechten besitzer nicht wid'kert werden mag. Herr Vlrich Zwinglick vonn Zürich. V. D. M. I, E. 4. - -J524, Das Gloria in excelsis Deo. D. M. Lucher. Wittembcrg. Breslaw. 4. Am Ende steht: Gedruckt tzu Breplaw durch Caspar Lybisch. Ihm jar Tausend funfhun- dert vnd vi^rzwenbig. 1524. ^Eyn Sermon Auff den andern Oster Feyertagk vnd Hauptstuck vnsi -rs Glaubens be- treffend, erstlich durch D. Martin. Luther, anßgcgange, ganz hcylsam vnnd nutz- lich zu lesen. Breslaw. 4. 2 Bogen. !׳z24. Ermanung des mysszbrauchs Etzlicher furnemstenn ?trrickel des Euangelii, auß welcher vnverstant der gemein man in fleischliche freyheit vnd ivrug gefuret wirt. Caspar Schwenckfelt 5. Caspar L y b i s c 11. 15 Schwenckftlt von Osskgkì 4. Am Ende steht: Gedruckt zu Breslaw. durch Caspar Libisch, 6^ Bog.ul Im jar M.D.XXIIII. Auf dem letzten Blatt sind elliche Druckfehler angezeigt; indessen der auf dem Titel doch verges- sen worden, wo anstatt: Artickell, Artickell stehn geblieben. Man hat bisher immer dafür gehalten, dass Caspar Lybisch mit dem Jahre 1524 aufgehört habe zu drucken, und dass nach ihm Adam Dyon gefolget sey. Allein dies ist unrichtig. Nach dem Obigen hat zwar Adam Dyon eher in Breslau gedruckt, als Caspar Lybisch, doch nachher auch mit ihm zugleich. Es findet sich auch in den Signatur-Büchern der Stadt Breslau, dass Caspar Lybisch den 15. July 1531. für Margareth Holt zs ehr e y b erin Bürge worden. Ohn- streitig gehören ihm also auch noch folgende Bücher zu: 1535. Keyserlicher Majestet eroberung deS Königreichs Tunisi, wie die vergangener Tag von Rom, Neapls vnd Venedig ken Augspurg gelanget hat, vnd von Genua den 12. Augusti Hieher geschriben ist. Gedruckt in der königlichen stadt Breslaw den 28. Augusti 1535. 4. ι Bogen. ־ Die Vignette ist der doppelte kaiserliche Adler. Er hat auf der Brust in einem Herzschilde das Ungarische und Östreichische Wappen, ersteres mit Queerbalken, letzteres mit schrägen Balken. Darüber steht: Plus Vktra. 1Zz6. Concilium. Des allerheyligsten vnsers Herrn Herrn Pauli des dritten durch Gottliche Vorsehung Bapsts, Bulle, Der Bestimmung vnd ansaczung des heyligen Gemcynen Concili!. 4. 1| Bogen. Darunter ist von einer alten Hand geschrieben : Diczes Buchleim ist gedruckt worden inn Breczla den 20 Augusti 1536. 1536. Ueber den 29. Psalm, von Ambrosius Moibanus. Breslaw. 1536. Z. Dass Lybisch auch noch nach dem Jahre 1536 gedruckt habe, erhellet aus einer Nachricht aus den Signatur-Büchern der Stadt Breslau d. d. 15. Januar 1539, wie folget: 4 14 Geschichte der ersten Eresi. Buchdrackerey. „Wir Rath m an ne 2c. 2c. bekenne!»/ daß vor vns erschienen der Ehrsame Magister An- dreas Wmckler Schulmeister zu St. Elisabeth vnd hat gutwillig zugelassen, demnach der Ehrbar Caspar Liebisch zuvor eine Druckerey allhier angerichtet, als er Im an derselben vermög seines Priuilegien nicht hintern will, also daß gedachter Caspar Liebisch nicht lateinisch hinter seinem Vorwissen drucken soll ausgenommen Matemati- cam, deutsche Historien vnd Sermonen, welches obbemelter Caspar Liebisch so zugegen stundt also angenommen hat. Den iZ. Januar 1539." 1540. Das kleglich ansuchen des ausschus der funff Niderösterreichischen Lande, vnd der Fürstlichen Graffschafft Görtz , vmb hülff vnd beystandf inn jrer höchsten not, wider den wütenden Tyrannm vnd erbfeindt ver Christenheit den Türcken, an die Herrn Fürsten vnd Stände der ober vn nider Slesien, aufs nechstgehalte- neu Fürstentag Montags nach des newen jars tag, inn jetzigem viertzigsten jare der mindern zal, zu Breßlaw, beschchen, aus verwilligung hochgedachter Herrn Fürsten vnd Stände in Druck gegeben, vnd mcnniglichen zu wissen, zu erwegen, vnd zu behertzigen genöttig. 4. 4 Bogen. Am Ende steht : Gedrückt zu Breßlaw , 2c. 1540. Wahrscheinlich auch ein Druck von Lybisch, weil Winkler auf jedes Werk, das er druckte, seinen Namen hinzusetzte. Was und wie lange noch Lybisch gedruckt habe , besonders aber wenn er gestorben, kann wegen Mangel an Nachrichten nicht angezeigt werden. 4· M. Andreas !5 4> M. Andreas Wingler (Vingler, Vi ne fe ler, Wingkler, Wiiickler.) ל Wurde in dem Dorfe Winkel bei Eisleben in der Grafschaft Mansfeld 1498 den 15. September gebolaren. Wer sein Vater war und ob er auch Winkler geheissen , oder nur von seinem Geburtsorte , nach damaliger Gewohnheit, den Namen Winkler angenommen, ist unbekannt. Er studirte auf der Universi- tät zu Crac au, von da er 1520 nach Eresiai! kam und hier bei der Schule zum heiligen Leichnam Lehrer wurde. Als diese aber wegen der Pest im Jahre 1523 eingieng, wurde er 1525 der erste Rector bei der Schule zu St. Elisabet. Im Jahr 1535 den 14. April nahm er in Wittenberg unter Philipp Melane h thon die Magisterwürde an und nahm einige seiner academischen Freunde zu Collegen nach Breslau mit. Dem Rectorat stand er bis zum Jahr 1569 vor und starb 1575 den 27. Juny im 77. Jahre seines Alters. **) Um dem Mangel an guten Schulbüchern abzuhelfen, legte Winkler im J. 1538 eine eigne Buchdruckerey in Breslau an in der jetzigen Wohnung des Pro- rectors , zu welcher ihm der Rath unter dem 23. December 1538 die Erlaubnis auf zehn Jahre ertheilte, doch so, dass er Lybischen noch neben sich dulden sollte, wie wir es bereits vorhin angeführt haben. Im Jahr 1541 den 4, Decem- ber ertheilte ihm Kaiser Ferdinand der Erste, damals noch Romischer Kö- nig, ein besonderes Privilegium über einige Bücher. Der Magistrat verlän- gerte diese Verleihung den 30. Januar 1546 auf 6 Jahr und ferner den 2. Febr. 15493 von denen wir das von 1546, welches wir im Originale besitzen, wort- lieh mittheilen. m _____. - Wir *) S. Christ. Ezéchiel Silesia !iterata. Tom. I. S. 564· Mnscpt. in 4 *0. — Kund- manns Schul - Münzen. Breslau 1741. in 4 *0. und Polii Tagebuch 1612. in Folio. **) Andre sind über seinen Todestag streitig und setzen den ig. April, den 28. und 29. Mai zu seinem Sterbetage an. Ρ oli us aber, als ein gleichzeitiger Schriftsteller, setzt ist seinem Hemerologium den Todestag ebenfalls auf den 27. Juny< 16 Geschichte der ersten Bresl. Buchdruck erey. ^?ir Ratkmanne der Stadt Bresslau Bekennen vnnd thun kbunnb Offcnndlich mit diesem brine fur yber- meniglich das an Bnnâ gelanget hat Der Ersame Wslgelerte Magister Andreas Minkler, schulmaister Jw S. Elisa- bet alhic Demnach wir ime den Drey vnnd AwannMistenn tag Dccembris vergangenen acht vnnd drcissigistenn Jarcs der minor, Zal Au auffrichtung einer new.enn Chalcographi vnnd Buchdrugkerry cttlichc frcihait awf Achcnn Jar lanngk verliehen, (welche lawtct wie hernach folget. Wir Rathmannc der stad Bresslaw Bekennen vnnd thun khund offcnndlich mit disem brine fur ydcrmeniglich vor vnns vnnd »unsere nachkommen Daß wir inn crwegung vnnd betracht forderlich zw crhcl'ung, leb vnnd aufncmen dieses gemeinen nutzes welchem! wir inn allewege zufordernn schul- dig vnnd pflichtig sein dem Erbarnn Wolgclcrtenn magistro Andrée Winngklec, schulmaistcr Aw Sanct Elisabeth alhic, auch auf sein demütiges tuten vnnd ansuchen» crlawbt vnnd vorgunstcc habenn , daß er eine Chalcographi «der Wuchdrugkercy mit gutenn vnnd aufgelesenen Citerei!, derer etliche Proben er Vnns vorgeleget, alhic aufeichtcnn magk. Vnnd demnach solche khnnst vnnd nrbait grosser anläge vnnd anderer gewisser Awthat bedorffende. Habenn wie ime zw bcistewer einer bckwchmc» stcUcnn, hicrtzw die Er ausschenn vnnd erforschen!: mag, dartzu wir ime nach moglickeit helfnn wollen!!, Funfftzehcnn gulden, den Guldcnn zw vier vund drcissig groschenn Zum ersten» vnnd anhe- ben, aus! gutwillizkait reichen lassenn. Nachmaln habenn wir yhne, mit volgenndcr freiheit begenadet bcgabett vnnd versehen» Thun daß hiemit wissenndlich in» vnnd mit krasst ditz vnnsercnn briues Also vnnd erstlich daß wir nach vnn- sere uachlhomnicnc , von» data in» Zehcnn iaren, kcincn alhie neben yme Buchdrukkerey auftzurichtcnn erlauben», nach vcrgonstigcn wollenn Also daß er zw seiner »otdurfft wie imc daß am bckwemisten fuget vn»d schigklichenn dunket drugkcnn, vnnd dassclb ann Tag geben magk, Udoch jnn allwegnn daß zuuor all daß Jcnigc so er zudrukenn im Killen« vnnd vohrsatz ist, denen Personen so wir vnnsers mitcls vnnd sunst vnnserer vorwanntcn alß Eognitorcs hiertzu bestellen», vnd vorordnen werden,! zuuor gcnugsan! angetzaigt vnnd vorgetragenn werd, vnnß dauon alsdann wo eS vonn nothcnn bericht zugeben, deß wir auch hienebenn, seiner schigkligkait v »nd pflichten!!, damit er vnns vor- wanndt, sich in drugkcnn, vohrsichtig vnnd gcburlicher weise daß zuuorantwortcnn ist wollen vertrawet vnnd heimgc- stalt Habcnn, Zum anndcrnn wollen» wir gemeltcm Andreen Win'gkklcr auf daß er auch vnnser gönnst vnnd gutwillig- kait mit der that cnntpfinnde vnnd seiner anläge, arbait vnnd Kunnst crgctzligkait bekommen möge, gleicherweise vorgunstet vnnd zivgesagct haben daß er Bor die Jugennd den Donatum vnnd Grammaticam beisammen, Tcrcntium dergleichen etliche aufgelesene Episteln Ciccronis vnnd den Katechismum , so zuuor auff diese weise nie gedrukt, «des sonndcrlich frey habe, aufs ncw vnnd zirlichste zudrukenn, vnnd zuuorkauffenn Daß auch binnen!! der Zeit der Zehenn Jar, keinen! der solche angetzaigtc büchlcnn nachdrukenn wurde bey vnns, keines wcgcs heimlich aber offcmUlich ver- ke !1fcnn , ader fcilhabcnn sol, Mit diesem anhanng aber, daß wir adcr »misere hierzw vorordennte inn solcher buch- îcnn vcrkauff nach gelegcnnhcit dcr Icit, ein maß vnnd Ziel setzen solle»» vnnd mogcnn Des Zw vrkhunnd habenn wir vnnscr Stadinngesiegl ann dicscnn brif hengen lassenn Geben» den Drey vnnd Iwanntzizistenn tag des monats De- ccmbris Nach Christi vnsers Herrenn vnnd Seligmachcrs gcburt Funfft-ehennhundert vnnd im acht vnnd drcissigistcnn Lare. ) Die aber nu fast zw ort vn»d cndc liessen!! , daß wir ime geruchtenn dieselbe verliehene freihait nach auf cttlich- Jar zuerlengernn vnnd crstregkci!» , Also Habcnn wir scine zimliche biet erhört v»nd daß cr seinem scha- denn , so cr anfcnnklich dartzw angcwannd dcster besser nachkomcnn , vnnd crgetzligkcit habenn indge vnnd inn anschunz scincS flcisscs vnnd muhe so cr bey d iuzennd thut vnnd thun sol, Vnnd dieselbe freyhcit nach yrem ausganng yme vnnd seinen erben aufs new ganntzer sechs iar lanngk gegeben» vnnd vorlichen, Bcrlcihenn vnnd geben yhnc dieselb hie- mit vnnd in» krasst ditz briues alles nach lawt vnnd innehält dcr vorigen oben inserirtcn Gratien Vnnd sonn- dcrlich belangcnnde den artigkel, wclchcr vermag, daß cr wider vonn fremde» nach einheimischen buchdrugkcrnn, wideu diese vnnsere vnnd Zuuor verliehene Gcnade mit cingriffcn ad vbcrfuhrung nicht solle bcdrannzct werden ganntz treulich vnnd ohn alles gefehrd. Czw vrkhunnd habenn wir vnnser Stadinngesiegl ann diesen brif henngcnn lasscnn Ge- bcn», den drcissigistenn tag des monats January Annorum Christi X V C vnno im sechsvnndvirzigisten Jare, Winklers letzter Druck ist vom Jahr 1555. Zu seinem Signet führte er ein Wiukelmaas ; wobei oben die Buchstaben A. W. und unten I. V. R, stehen. Er 4· M. Andreas Winkler. jj Er bediente sich zuerst der Cursiv-Schrift, wie sie Aldus Manu ti us zu. Venedig aufgebracht hatte, nach dessen Exempel er auch am ersten die Grie- chischen Lettern einführte. Sein Druck auf gutem Papier ist rein , sauber und ziemlich correct, so dass er dem Aldinischen wenig nachgiebt. Sein Bildnifs befindet sich auf der Bibliothek zu St. Elisabet und der Ku- pferstich , gleichzeitig gestochen, stellet ihn dar im Schulhabit und einer Mütze auf dem Kopse. Oben über dem Bilde siehet: Viua Imago. Viri. Clariss. M. An- dreae. Wingleri. Neben dem Kopfe steht sein Wappen, ein horizontal getheiltes Schild, im obersten Felde 3 Sterne, im untersten ein Winkelmaas, oben auf dem Schilde ein geschlossner II elm mit seinen Decken und darauf zwei Adlers-Flü- gel. Unter dem Bilde steht: /. VP\ , ך ] R. Darunter diese Verse : Quem Pietas^ Musae, Charitcs , luxer e abijsse Win gier um Andream, pieta tabella refert Lustra decent, tribus et bis } ludo praefuit, annis y Informans studijs, corda tenella , bonis. Eresia dédit tumulimi : putriam sed Saxonis ora, Extendit famam ciocia schola , orbe , Scnis. Vixit annos, 6 ך Mort. V. Cal, Junij. Ao. 1575. Nepos F. F, *) Von *) Als eine Probe des deiitsclien Styls damaliger Zeit , lassen wir hier einen Theil von. Winklers Testament folgen : A n meine K i n d e r a l l e s a 1st f. *) „Ich bitte euch liebe Kinder vnd Eidam àsampt, wollet das Wenige, das mir sauer „worden, eine lange Zeit ohne Zanck vnd Wider Willen annemen vnd Gott vmb gute Nah- ,,rung vnd sein Segen bitten, vnd euch Vnrcr einander lieben, den vnerzogcnen Kindern helf- „fen vnd Rathen, vnnd Thomas Glotzen geben meine tägliche Kleidung vnd Wammcs vnd 2 ״ Gulden. Er hinteiliess deren acht, aus zwei Ehen. Ans der ersten Ehe zwei Töchter, Namens Elsa und Eva. Elsa war verheirathet an Herrn Caspar, Capian zu Elisabeth, die andre, Eva an Herrn Veiten Krampitz, Pfarrern zu Langenöls. Aus der zweiten Ehe zwei Sühne und vier Töchter. Sie hiessen ihrem Alter nach: Andreas M. und Prediger zu Kaschau ; Maria, Frau des Kretschmers Christoph Stephans; Aga- the, Frau des Schneidermeisters Heimich Bcrnets; Nicol aus; Anna und Martha. Die 3 letzten waren noch unmündig als er starb. 5 18 Geschichte der ersten BresL Buchdrackerey. Von den in Winklers Officin gedruckten Büchern sind folgende bekannt; !538♦ Methoclus Grammatices Donati. 539 ג · Elemento latinae Grammatices Philippi Mdanchfhonis, Syntaxis Melanchthonis cum Prosodia. Farrago Epistolorum Ciceronis^ Plinic, Longolii et aliorum. !540. Aphthonii Progymnasmata. Michaelis Verini Hispani Disticha de Moribus. Methoclus Grammatices Donati, editto lI d ׳ K 1541. Evangelici Dominicalici in versiculos versa , Auctore Johanne Spangenbergio. *Divi Aurelii Augustini Soliloquio , in Dei cum cognitionem, turn amor em saluberrime introducentia, Ludovici Vivis Precationes sclectiores, cum Com- meritorio ad Orationem Dominic Quibus acljectae sunt aliorum non con ׳ temnendae meclitationes, 12. 16 Bogen. Am Ende steht : Vratislaviae ex Officina Andr. Vinckleri MDXLL 2Z4I' 2 ״ Gulden. Denn dieweil das Kindlein meiner Tochter gestorben, hat er euch nicht weiter „anzusprechen. „Nujic cCtíníttìs servititi tiium in pace etc. etc. ,,In pace in ipsuvi dormiam , et requiescam etc. etc. „Nudus extractus sum ab vtero matris , nudus eo sub terram. Non habemus hic .,,civitatem permanentem , sed futuram quaerimus : Sufficit mihi Domine , tolle ani- y .rnam meani, neque enim melior sum\ quam patres mei•■ Seciirus moritur , qui seit se morie renasci Nec ea mors dici , sed mage vita potest. „Ego sum resnrrectio et vita, cpii credit in me vivet ,· nec moritur in aeternuffi. Misericordia Domini piena est terra. Im Testament setzte er seine zweite Frau',- Namens Anna, eine Tochter Melchior Seidels, zur Erbin des Mobiliars tmd der Druckerey ein, doch an letzterer sollten zugleich die drei noch unerzogenen Kinder Theil nehmen : und empfiehlt sie dem Ma- gistrat als Obervormund in folgenden Worten : „im günstigen Bedenken, daß ich den lieben Schulen vnd Eurer Herrschaft geliebten Kin, „dem vnd andrer Jugend arm und reich, sowohl den Frembden vnd Einheimischen noch „über die 60 Jahre lang treulich, ohne Ruhm geredet, so viel mir nur möglich, vnd „der liebe Gott verliehen hat, nicht allein in der Schulen mit treulichem Unterricht, son- „dem zur hohen Schule vielmal gefördert, vnd also meine sürnehmliche Zeit vnd Alter in '„diesem meinem Beruf nach dem Willen Gottes zugebracht."' 4♦ M. A 11 cl r e a s W i n k I e r. ig 1541. Vom Türcken. Wer er sey, vnd wie sich ein fremer Christ beim ewigen verdam- nié seiner seelen für jme hüten sol, Auch wie man mit ernst, zu Gott wider seine Christmorderische Tiranney beten sol. An die Erlauchte Hochgcborne Fürstin vnd F. F. Anna, Gcborne von Sagan, Hertzogin zu Münsterbcrg jnn Schlesien zur Olse :c. Ambrosius Moibanus. Gedruckt czu Brejzlaw durch Andream Wingk- ler. Im jar M.D.XLj. 1541, Eine Schrift wider den Türcken, oder wie ein schrecklich Bild auß des Türcken Ty- ranney unter andern Königreichen der Welt in Göttlicher Schrifft, uns Christen zu einer Unterweisung fürgemeldet, durch Ambrosi Moibanum. 8. Epistola de Consecrations Palmarum et aliis Ceremoniis Ecclesiasticis y ad Reverendum in Christo Dominum Johannem Episcopum Nicopolienscm et Suffraganeum Vratislaviensem. Vratisl. apud Andream Wingklerum. 3. Ad Clarissimum Principem eundemque Reverendissimion Dn. Dn. lialtasarem a Promnitz Episcopum Vratislaviensem Epistola Gratulatoria. Adjecta est Epistola Philippi Melanchthonis ad eundem Episcopum. Vratisl. apud An- dream Winglerum. §. Resolutio Quaestionum j. An Communio Infantimi quae apud quosdam s er- vatur probetur Ecclesiae. 2. An P. P. debeant mutare , cullus , cessanti- bus aut prohibentibus Episcopis aut Dominis superioribus. g. Virgilii Hang, Erotemata Musicae Practicae. P. Tcrentii Comediae juxla doctiss. virorum recognitionem , quarti diligentis- sime excusae. Z. Praefixa est epistola D. Ambrosii Moibani de alendis humanioribus disciplinis in scholis et collegiis ecclesiasticis. Colloquia evangelica duo, quibus pueriles animi exemplo Pueri Je .su ad pie- tatis Studium invitantur. Auctor. Ambrosio Moibano. Z. cum Praesatiun- cula Johannis Moibani ad probe indolis puerum Johannem Hessum ornatis- sime Viri D. Joh. Hesso filium. 1542· Matthiae Aucti, primi Physici Vratislaviensis . Pest Vnterricht» Selectiores Odae Horatianae. Langii Paraenesis hypomelra, 3543. Evangelia Graeca. Grammatica Graeca, Epistola 20 Geschichte der ersten Bresl. Buchdrackercy. 1544· Epistola Consolatoria scripta ad Christianos fratres, qui hoc calamitoso tempore Turcarum tyrannido affliguntur et opprimuntur. Z. 1544. Tlicobaldi Billicani Epitome Dialcctices. Nicolai Winnmanni , Rector is Scholae Nissensis, Dialogi. 1545. Mcthodus Grammatices Donati. Editto tertia. 1546. Laurentii Vallcnsis de Rebus gestis Ferdinandi 'Arragonorum'et Siculorum Regis Libri tres, e Manuscripto primwn editi. Bonaventuri Rosleii Grammatographia. 1546. Calechismus Ambrosii Aloibani, cum Orations puellari Elisabetae Wingleriae, י 547 נ Jani Dubravii Libellas de Piscinis. 1548* Hicronymi Wildenbergii Philosophiae rationalis Epitome. Joliannis Langi Carminum Lyricorum Liber. S Compendiarli quinque Articuli totius Christianae Catechescos Jacobi Crellii versibus graecis elegiacis redditi. 1 549 s Friderici Dedekindi Grobianus de morum Simplicitate, Farrago Epistolarum etc. editio IF". Eines Erbarn Radts der Königlichen stadt Breslaw satzung vnnd ordnung, belan-» gend die Mcuerer, Czimmecheeuer, das Gesind, Magd, vnd Knecht, Taglöner, Nörmeister, Born vnd gruntgräber, Holtzheuer vnd Fusboten. 4. *550 ׳ Mctzleri Grammatica Gracca. Gcorgii Fabricii Elegantiae pueriles e Cieeronis epistolis. *ΔΗΜΟΣΘΕΝΟΤΣ ΟΠΓΟΣ ΤΗΝ ΦΙΛΙΠΠΟΝ ΕΠΙΣΤΟΛΗΝ ΛΟΓΟΣ + Demo- sthenis contra Philippi epistolam oratio. Vratislaviae in officina Andrcae Fingieri. Anno MDL. 1550. Oratio de liter is et praecipue graecis dicta in Schola Vratislauiana a Fride- rico Stapliylo. Anno Do. MDL. vni. Calend. Augusti. Fr atislauiac in officina Andreae Fingieri. Z. *) . __ 1 551* Anm. Aus dieser Oratio gehet folgendes hervor: dass Herr Strobel in Miscellaneen lit- terarischen Inhalts 1 Bdh. No. 1. pag. 38 beschuldiget die Unschuldigen Nachrichten und wucherisch Gel. Lexicon einer Unrichtigkeit, welche sagen: Staphylus sey Professor 4» M. Andreas W inkier. 2 1551. Der Khuniglichcn Stad Breßlaw aufgerichtete Feurordnung. Am Ende sieht: druckt zu Breslaw durch Andrcam Winglcr. Im Jahr 155 1. 4. 3| Bogen. Petri Vincentii Collectio Epigrammatum Mclanchthonis. Melanchthonis Grammatica. Johannis Ludovici Fivis epislolae duae de ratione studii puerilis. !552. Antonii Schori de ratione discendae docendaeque Linguae Latinae Libcllus. Elementale Graecum ex Aldo Manutio de Literis ac Diphthongis Graccis. *ΙΣΟΚΡΑΤΟΤΣ ΠΡΟΣ ΔΗΜΟΝ1ΚΟΤ πεξί τον ßctfiKetistV ·παψΜτικος λόγος β, Isocr at is ad Nicoclem de regno parenetica י oratio secunda. Vr atislaviac excudebat Andreas Vuinglerus MDLII. *553· Johannis Cratonis a Crafftheim, Ordnung der Präservation, wie man sich zur Zeit der Infection verwahren, auch Bericht wie die rechte Pestilentia erkannt und curirt werden soll. 4. 1555* Vorstehende Ordnung. 2te Auflage. Johannes Sprembergers , Kurtz er und gründlicher Bericht, Rath und Hülfe Wider die Pestilentzialische Krankheit. 4. Gemeine Fürpit auff die Sontage vnd grossen Festen durchs Jahr. 4. Diese Breslauische Kirchen-Agende ist vorher bald zu Anfang der Re- formation in Breslau, zu Wittenberg durch Hans Luft gedruckt worden. 2| Bogen. Professor der griechischen Sprache am Gymnasio zu Breslau gewesen. Aber Herr S tro- bei beschuldiget sie mit Unrecht einer Unrichtigkeit, weil Staphylus allerdings yon 1550 im July bis 1552 Professor war. S. Martini Hankii Propagatorcs Eruditionis a me ad annum usque 1760 continuato s Fol. 8. wo es heisst: dimissus abiit. Diese Oration beweiset unwidersprechlich , dass er wirklich Professor Linguae grae- cae gewesen, bis er in einer Krankheit das h. Abendmahl sub una specie von dem Praelaten ad S. Matthiae empfangen und seinen Abfall öffentlich bekennet hat. //. s. 6 5. Crispinus 22 Geschichte der ersten Eresi. Euchdruckerey♦ 5. Crispin u s S c 11 a r f f e n b e r g. *) VVahrsc .heinlich ein Abkömmling der S c 11 a r ff enb er g e, die lange vor ihm und zu seiner Zeit in Cracau druckten, von denen Matthias, Marcus und Stanislaus bekannt wurden. Crispin Schar ff enberg übernahm und kaufte die Druckerey nicht vom ?vector Winkler, wie man bisher immer geglaubt hat, sondern legte vielmehr eine ganz neue an, Wie aus folgender Stelle eines Privilegi! erhellet, das nach- her George Baumann d. d, 26· Januar 1596 vom Kaiser Piudolph dem Zwei- ten empfing: „Demnach verstoßenes 1553 Jars unsere vorgehend« Rathmanne alhier den Erbahrn vnd „Kunsireichcn Crispinum Scharffenberg seeligen vnd seine Erben, Znsonderer bettach- „hing, das er nit mit weniger Mühe vnnd Vnkosten vnnd Darlagen,' eine DrUk- „kerey alhier angerichtet vnd ins Werck gebracht, mit einem sondern Privilegio vnnd „Befrein g begäbet vnnd Vorsehen, welches er sich auch vnnd sein Sohn Hannß „vor männiglichen ungehindert gebraucht 2c. Folglich druckte er eine Zeitlang mit Winklern zugleichj oder dieser überliess ihm nachher aurli zugleich seine Officin: denn' es ist uns nicht möglich gewe- sen, einen spätern Druck als den vom Jahre 1555 aus Winklers Druckerey auf- zufinden, Scharffenberg sorgte für gute und reine Schriften ; sein lateinischer Druck ist besonders sehr sauber. Zu seinem Signet hatte er einen rauhen Felsen oder scharfen Berg nebst den Anfangsbuchstaben seines Namens C. S. Er starb den 12. December 1576, als er sich in der Badstube auf dem Sande in eine Wanne gesetzt, am Schlage und wurde auf einem Wagen todt in sein Haus auf der Altbüsser Gasse gebracht. Die merkwürdigsten seiner Drucke, soviel uns deren zur Hand gekom- znen , waren folgende; __________ 2ZS6. *) L. die vorigen Quellen* 5. Crispiiius Scliarffenberg. 23 1 555♦ Ein Schlksisch Singe Büchlein aus Göttlicher Schrift zusammengetragen durch Valen- tinum Triller von Gora, Pfarrherrn zu Pantenau im Nimptschen Weichbilde. 4. 1556. Simon Musaei Auslegung des ersten Psalm 1556. 4. 6\ Bogen. In diesem Buche nennt sich Mus aus Doctor und Breslauischer Superin* tendent, welches die Ursache war, weshalb er wegziehen musste. 1 557־ Grammatices Thomae Linacri per Quaestiones et Tabulas explicatio. In dieser Schrift findet sich Crispin Scharfsenbergs oben angeführtes Signet, 1561· Liber Primus de Febribus Auctore. Bartholoméo Reusnero Lembergio. Vra- tislaviae. Excudebat Crispinus Scharffenberg. Anno Domini MDLXI. Z. 1563. Gebet wider den Türcken. 156z. 4. Neuaufgelcgt 1566. 1563. *Index omnium scriptorum R.ev, Patris D. Martini Lutheri aecomodatus et ad XIX Tomos Vitebergenses et XII. Ihenenses turn Vcleris turn recen- tioris editionis omnibus studiosis librorum Lutheri perutilis per Sigismuii- dum Suevum Freystadiensem. Vratisl. ex officina Crispini Scharffenberg. 1563. Rechnung auff den Linien vnd der Federn-, Auff allerley Handtierung, Gemacht durch Adam Risen. Auffs new mit Fleis durchlesen vnd zurecht bracht. 1563. 8. Am Ende: Gedruckt zu Bresslaw, durch Crispinum Scharffenberg M. D. LXIII. 1l| Bogen. Auf dem Titel Adam Bis ens Brustbild mit der Um• schrift: ANNO 1.5,5.0 ADAM RIES SEINES ALTERS im LVIII. J564. Oratio Ministrorum Eccles, Gratis, habita ad Sacratijs. Regem Div. Maxi- mil. II. in die 27. Dcccbr. 1563 paulo ante quam Regia ipsius Maj. Vra- tislaviae disceder et ן cum responsione Regiae Maj. per Dn. Vice - Cane, D. Zäsium 1564. J564. Mart. Helwigs Erklärung der Schlesischen Mappen. 8׳ 1564. Virgilii Bucolica. 1564. Artickel des Fürsten-Tages. 1564. Breßlauisches Donnerwetter. 1565. Rechne Büchlein auff allerley Handthierung durch Johann Segkerwitz zur Zeit zu Breplaw Rechnen-Meister auffgesetzt. Breßlaw. 8. 3565. Christianismus, d. i. kurtze vnd einfeltige Beschreibung der Haubtstücke Christliche? Religion, für die einfeltigcn gestellct vnd zusammengetragen von George Roth, Hoffpredigern zu Brieg in Schlesien. Bresölaw. Z. 10 Bogen. 24 Geschichte der ersten Eresi, Buchdruckerey. 1565. Bresilauische Hochzeit Ordnung. 4. 1566, Ein Bitgesang zu Gott Vater, Sohn vnd heiligen Geist inn gegenwärtiger Türcke» Noth. Im thon, ?tus tiefer not!c. vor der Predigt zu singen Anno 1566. sampt zweyen schönen Gebeten gegen den Erbfeind den Türckcn, Gott vmb Hü!ff anzuruffen. !566. Ein andechtig Christlich Gebet, zu ע riser m HErrn JHESV Christo vmb errettung seiner werden Christenheit widerten Türckcn. Seinen lieben Kirdbkindcrn gestel- let, durch M. Joachim Specht derer von Groß Glogaw Prediger inn Prostà 1566. 8. 1 Bogen. 1566. Christliches Gebet wider den Türcken 8. ! Bogen. 1566. Ein ander Christliches Gebet wider den Türcken 8. ! Bogen. 1566. Bekandtnuß vom Heiligen Nachtmal des HErrcn JHEsu CHRISTI. Tilemanni Heßhusij, der H. Schrifft Doktor. Darauß zu lernen, waS ein Christ vom Hochwirdigen Sacrament des Leibs vnd Bluts Christi halten vnd glauben sol. Breßlaw. M.D.Lxvj. Am Ende: Gedruckt zu Bresslaw durch Crispinum Scharf- fcnbcrg. *) Hinten ein Holzschnitt, die Einsetzung des heil. Abendmals vorstellend. 1567. Becker Ordnung. 4. 1567. Kurtzer vnterricht, wie man sich zur Zeit der Pestilentz halten soll. Bresslaw M.D.L.XBJJ. 8. 2 Bogen. 1563, Ein Gebet in diesen gcfcrrlichm leufftcn in Kirchen vnd Hcusern zu sprechen. Brcs- .־ law 1563. 8. ! Bogen. _ *) Anm. Wie tolerant man damals gegen die R eformir.ten daclite, davon aus diesem Buche eine kleine Probe. „Zum vicrdten 2c, Dörffen vns deswegen auch keine Vbiquistas heisscn mit jhrem „schandmaul, sonder das Lehren, Glauben vnd bekennen wir, ob wol Christus wahrer „Mensch ist vnd bleibt, vnd sein Hcyliger Leib im Himel droben zur rechten Gottes sitze, „so kan er doch gleichwol sein Leib hie auch auf Erden an vielen orten nach seiner cinse- „tzung vnd Worten im Abendmal außtheilcn, leiblich vnd wesentlich, nicht allein die krafft sei- , ncs Leibes, denn er ist allmechtig vnd wahrhastig. Paulus sagt, er hab Jhesum Christum „mit seinen Augen gesehen, nach Christi Himelfart. Nun frag ich die Caluinistcn: Ist Chri- „stus von der rechten Gottes hernieder gestiegen, oder ist Paulus mit seinem Leib, zur „rechten Gottes vber alle Himel hinauf kommen? Weil der keines ist, so folget, das Chris „stus zur rechten Gottes sitzend, allhie auf Erdev mit seinem Leib auch sein kan. 5. Crispinús Scliarffenberg. 25 1563. Newe Infections Ordnung > 4. 1568· D. Joh. Sprcmbergers Bericht von zweyerlcy Geschlecht der Pestilcntischen Fe- bern. 2c. 4. 1563. D. Casparis Kegeleri, ein nützliches und tröstliches Regiment, Wider die Pesti- lenz. 4. 1563. *Sine Trostschrift an die lieben Christen zu Breslaw. Johann Pftffinger. D, 8. 2 Bogen. 1568. Ein Gesangbuch der Brüder in Böhmen. 8> 1569♦ Schreib - Calender auff das 1570. Jar, welches ist ein Embolism alis mit xiii. new en Mondschein. Durch Thomam Petricouium der freyen Künste vnnd Ertzney Doctorem, gestellet auff den Meridian der Kayscrlichcn Stadt Bresslaw. Ge- druckt zu Bresslaw, durch Crispinum Scharffenberg. 4. 34 Bogen. 1570. Martin Hellwig von allerlei Stunden Zeigern. 1570. Petri Vincentii Schulordnung. 4. 1 57 2 • Hojsmanni Epicedia. 4. 1573. Maurer Ordnung. 4. !573׳ Newe Hochzcitordnung. 1573. Newe Boten Ordnung. 4/ 1573. Newe Feuer Ordnung. 4.. 1574. Newe Feuer Ordnung. 4. 1574. Bcrneuerte vnd vermehrte Statuten vnd Ordnungen. 4. ZZ74. Gnomae sive Scntcntiae Morales tyronibus Uteratüm pracscribendac iuxla seriem Alphabcticam collectae et Germanis vcrbis citra figuras expositae a Mart. Hellivigio Nisseno., Z. 1 576.. Schützen Ordnung im Schüß Werder. 4. Catechismi Capita Dece??! Primiun Quibusdam Thcmatis. Deinde etia?n Col- loquiis puerilibus illustrata , Juuentuti Vuratislauiensi proposita. Ambrosius Moiba ?1us. Accessit et puellae cujusdai?! Oratiuncula y in ?lativitate Jcsu Christi publicc dicta, cw ?1 piis quibusdam precatiunculis. Cum Praefa- tione Philippi Mela ?1ch. Recognita omnia ab ipso Authore. Vratislaviae Excudebat Chrispi ?1us Scha?ffenbcrg. η 6. Johann 26 Geschichte der ersten Eresi. Buchdruckerey. 6. Johann S c 11 a r f f e n b e r liiia Solin des Vorhergehenden, druckte schon bei Lebenszeiten seines Vaters als Compagnon desselben. Denn man findet Bücher mit der Unterschrift: Ge- druckt durch Crispinum vnd Johann Scharffenberg. Kaiser Rudolph II. bestätigte ihm das Privilegium seines Vaters im Jahr 1577. Von seinen frühern Lebensumständen ist uns nichts bekannt. Seit dem 22. Sept. 1578 hatte er zur Ehe M a gdalena, Sebastian Schromms, Fürst- bischöflichen Raths , Tochter. Er starb den 19. August 1586 im 36. Jahre sei- nes Alters. Dass sein Name noch 1588 auf den Büchern gelesen wird, lässt sich daraus erklären, dass nach ihm noch seine Frau, als Erbin und Inhaberin der Druckerey die Arbeiten in der Officin durch Factore fortsetzen liess. Das väterliche Signet veränderte er in einen feisichten Berg, auf dessen Gipfel eine Flamme und in derselben die zwei Gesetztafeln zu sehen sind, mit der Umschrift: Mons acer et ardens y welches in seinen meisten Büchern befindlich ist, In seiner Officin, die er wahrscheinlich zuerst in das Haus No. 400 auf der Reisergasse verlegte, das noch heut den Namen der alten Buch dru c k e r e y fühlt, sind die Breslauischen Statuten und Ordnungen aufgelegt worden; sowohl in Quarto als auch in Folio. Das merkwürdigste Buch, welches in seiner Officin gedruckt ward, ist un- streitig: Das Schlesische Wappenbuch Anno ChristiSalvatoris 1578 m Folio ohne Titel und einige andre Nachricht. Die Familien sind nach dem Alphabet geordnet und es befinden sich deren 782 darinnen. Die Wappen selbst sind sauber in Holz geschnitten. Von seinen übrigen Schriften sind uns noch folgende bekannt worden: *577» J°h anncs Cratonis Panegyricus Maximiliani II. 4. *579 0 ' , 3 ! ־ eli Sphaera, cum intcrpretatione Thomae Linacri. 8♦ !581· Jcicobi Monavii Symboluni, 8■ Must ris Sci lohte Bregcnsis Constilutiones. 4. jfjj* Bogen. ZZZ2. ■M. Lucas Poüio. (Sieben Predigten vom ewigen Leben der Kinder Gottes. 8. 1532. 6. Johann Scliarffenberg. 27 582. Chrüfophori Winter i fahr ilium Silesia e Officinarum et Fodinarum descriptio- vcm nutricam, a Melchior e Severo denuo luci publice expositam. 4. Andreac Calagli Suggestum Magdalaeum Cannine hexametro descriptum. 4. 582. Schreib Kalender, auffö 1583. Jar, Durch M. Petrwn Slouacium, der löb- lichen Vnivcrsitet zu Krackaw Astrologum, gestellet auff den Meridian der Kay- serlichen Stadt Bresölaw. Cum privilegio Sacratifi. Rom. Caos. Majest. 4. 34 Bogen. 584. New vnd Älter Schreib Kalender, auff das 1585. Jar. Durch D. Petrum SIo- uacium, der löblichen Vniversitet zu Krackaw verordneten Astrologum, gestellct auff den Meridian der Kayserlichen Stadt Brcsslaw. Cwn priuilegio Sacratiss, Redn. Cacs t Majest. Am Ende: Zu Bresslaw bey Johann Scharffcnbcrg. 4. 33 Bogen. 585. *hxe\) Christliche andechtige Gebet, inn diesen gcfehrlichen Sterbcnsleufften, Gott dem Allmechtigen vmb Abwendung der gegenwärtigen wolverdienten straffen der Pestilentz anzuruffen. --86. ^Gebet vnd Dancksagung der Brcßlischen Kirchen vor die gnadenreiche erledigung der geschwinden seuche der Pestilentz, Gestellet durch Esaiam Heidenreich der Heili- gen Schrift Doctorem. 586. Christliche Leichpredigt vber den sccligen ?lbschicd Weyland des Durchlauchtigen Hoch- gebornen Fürsten vnd Herrn, Herrn Gcorgii Hertzogs in Schlesien, zur Lieg- nitz vnd Brieg, so den 5. May 1586. zu Nacht zwischen 11 vnd 12 der Hal- ben Vhr zu Brieg in Christo seeliglich entschlaffen, ex Textu 1. Thess. IV. 13— 18· gehalten von M. Laurentio Starck, Fürst!. Briegischen Hoffprediger vnd General- Superintendens. Bresslaw. 4. 5 Bogen. 587. Lamentii Scholtzii M. D. Jlortus Vratislaviae situs et rarioribus plantis con- situs, carmine celebratus, cum Catalogo botanico. Vratislaviae. ÇathedraUs Ecclesiae Wratislaviensis Statata Synodalia antiqua, item Acta et constitutiones Synodi Dioecesanae Anno Domini 1587· *) Einfältiger vnd gründlicher Bericht warumb auff diesem Jammerthal so viel Wehkla- gens Noth vnd Fährlichkeit in deutschen Verschen, von Michael Reinhart dein ältern von Haßfurt, Mittbürgern in Breßlaw. Breßlaw 1587. 3. Statuta et decreta antiqua S. Orclinis Praemonstratcusis. 1588· 4· I Alph. 4 B, 589· Laurentii Scholtzii Med. D. Aphorismorum Medicinalium Seclioties octo Vra- tisluviac 1589· per haeredes Joh. Scliarjjcnbergii. *) Vide Ezéchiel. Silesk litt. Tom. 1. p. 427. x. m. !03. N> I. 28 Geschichte der ersten Eresi- Buchclruckerey. 7. George B a 11 m a η η der Ältere. "Ward 1564 in Erfurt geboren, woselbst sein Vater, gleiches Namens, eben- falls Buchdrucker war. Wenn er nach Breslau kam, haben wir nirgend aufsin- den können. Im Jahr 1589 heirathete er des verstorbenen Johann Scharf sen- bergs hinterlassne Wittwe, die schon genannte Mag dale na geborne Schromm, wodurch er Eigenthümer des Hauses und der Druckerey wurde. Ausser diesen wenigen Nachrichten aus seinem Leben ist uns nur noch sein Todestag bekannt. Er starb im Jahr 1607 den 9. März im 43. Jahre seines Alters. *) Nach seinem Tode wurde die Druckerey von seiner hinterlassnen Wittwe, theils unter dein Namen George Baumann, theils der Baumannischen Er- ben fortgesetzt, bis sie der Sohn des Verstorbenen im J. 1618 übernahm. Sein schöner Druck und Verlag fand grossen Beyfall, so dass seine Pressen nie müssig waren, obgleich damals zu Öls, Neisse, Görlitz auch gut bestellte Druckereien sich vorfanden. Überhaupt war er ein unternehmender Mann, der viel für den Flor und die Verschönerung seiner Officin that, zu welchem Be- huf er auch eine eigne S c h r if t gie s s e 1׳ e y anlegte. Vorzüglich berühmt ward seine Officin durch folgende Merkwürdigkeit. Aus ihr gieng der erste Arabische Druck nach Deutschland aus, zu einer Zeit, da nur in Rom, Paris und Ley den Arabische Lettern anzutreffen waren. Der nach- *) Nicht 1610 wie S ti es im Schlesischen Historischen Labyrinthe S. 533 und aus ihm Kundmann in den berühmten Schlesiern in Münzen S. 413 λν ollen , sondern an obigem Jahre und Tage , wie sowohl das Todtenbuch zu St. Elisabet als auch die Leichenpredigt, welche M. Caspar Wolfahrt George Baumann dem Jüngern den 6ten Januar 1650 zu St. Barbara gehalten, bezeugen. Noch finden wir von ihm angemerkt, dass er 1601 im Zwinger König ward und an den Vogel daselbst eine Medaille mit seinem Signet verehrte , welches ein ausgebautes Haus vorstellet, vor welchem ein Mann mit einem Winkelmaas stehet mit der Um- schrift : Georg Bawmann. Typographus MDCI. Auf dem Revers steht folgendes : Audi, Vide, Tace, Si Vis Vivere In pace. 7י George Baumann der Altere. 29 nachmalige- Rector des Elisabetanischen Gymnasii, Petrus Kirstenius, Philo- sophiae et Medicinae Doctor , liess nämlich diese arabische Leitern auf eigne Ko- sten giessen , als er aber 1616 nach der Schwedischen Universität Upsal berufen wurde , nahnj er sie dahin mit und vermachte sie nach seinem Tode der Uni- versität. In der Zuschrift des crsien Theils seiner hier gedruckten Arabischen Grammatik an den Rath der Stadt Breslau freuet er sich ausscrordentlich , diese Ehre seiner Vaterstadt eigen gemacht zu haben. Von Kaiser Rudolph dem Zweiten empfing Baumann 1596 ein Pii- vilegium , welches wir hier von Wort zu Wort hersetzen. OT 4 Xvir Rudolfs der Ander Bon Gottes Gnaden Ertpehtter Mimischer Khaiscr Zu allen Zeiten Mchrer dc» Neichß in Germanien zu Hungern Behaimb Dalmaricn Croaticn 2 c. Kbunig ErtzHertzog zu Oesterreich Marggraff zu Marhern, Hertzog zu Lätzenburg vnnd in Schlesien, Marggraff zu Lausitz etc. Bekennen vnd thun khundt Jeder- Nlânnistlich/ Nachdem vns Georg Baumann Buchdrucker in vnscr Stad Prcßlaw gchorsainblich berichtet, wie das er nach tödlichem abgang weiland Hannsen Scharffcnbcrgs die Wuchdruckercy daselbst mit denen Anno Away vnd Fünfzig durch die Rathinanne zu Preßlaw beschehcner Bcgnadungcn, vnnd vnserer Anno Sieben vnd siebenzig darauf erfolg- ter Confirmation, durch kräftige Verträge an sich bracht, nicht weniger auch also sein Borfahr von Ihnen den Rathmannen zu Preßlaw ein sonderbahres ^rivilsAMM vnnd Freyheit erlanget, welches von Wort zu Wort als» lautet: Wir Äathmanne der Stadt Preßlaw, bekennen vnnd thun kundt öffentlich hiemit vor Jcdcrmanniglich, Deninach verflossenes Tauscnt Fünf Hundert vnnd drey vnd Fünfzigsten Jars unsere vorgehende Rathmanne 0161« den Erbahrn vnnd Kunstreichen Crispinum Scharffenbcrg seeligen vnd seine Erben, In sondcrer Betrachtung , das er nit mit weniger mühe vnnd Bnkosten vnnd Darlagcn eine Druckerey allhir angerichtet, vnnd ins Werk gebracht mit einem sondern Privilegio vnnd Bcfreyung begäbet vnnd Vorsehen, welches sich auch er vnnd sein Sohn Hanns! vor mân- niglichen vngehindcrt gebraucht vnnd aber diese beide Pcrsohnen mit Tode Verblichen, die Druckerey aber vermag aines kresstigcn Wchscn Vertrags an Ecoraium Baumann vnd sein itziges Eheweib Magdalcna komben. Darauf vnnß dann nun crmeltcr Bauman alles gchorsamben vleises ersucht vnnd gcbettcn, weil er solche Druckerey mit andern newcn schonen schrifftcn allerley Art zu vermehren vnd zu Verbessern gedächte, daß rater Inen, damit sein müh vnnd Vn- ? sten nit vergebens angewendet würden, andere auch durch Ihren aigcnnutz Ime an solchem seinem nützlichen Vor- haben vnnd arbeit nit einigen Einhalt vnnd Hinderung beyfügen mochten, gleiä)fals mit vebcrmcssigcr Bcfreyung vnnd Immunitet bedcnckcn vnnd vorsehen wollen, weil wir dann solch ansehnlich vnnd nützlich werk durch welches alle gutte Künste vnnd andere nützliche sachen dem Menschlichen geschlcchte an Tag gegeben vnnd befördert werden, so Viet an vns ist, zu befodcrn vnns schuldig und willig befinden, Alß haben wir nach Zeitigem Vorgehabtem Rathe vnserer Verordneten Schöppen Ime Georg Baunian solche bcfreyung gleichfalls mit theilen Vnnd zulassen wollen, Also vnnd dergestalt, daß wir, vnd unsere nachkommend.', ausserhalb seiner BuchdrUckcrey faine andere Jemanden a »zu- richten oder Ime zu verfang sich derselben zu vnterfangcn verstatte» wollen , sondern Er mag sich derselben seines gcfallcns Zu seinem und der scinigen nutz vnnd bestem verweigerlichcn gebrauchen , doch daß er sich in allwcgc bein seinen Bürgerlichen Pflichten, damit er vnß Berwannd der Famos schrifften die Ime zu drucken gegeben werden möchten, heimblich vnnd öffentlich zu drucken enthalte auch vnnß oder vnscrn Hierzu deputirten Pcrsohnen dcs was Ime alhir oder von frembdcn orte zn drucken vorkombt inn allewege ehe vnnd Zuvor eß ins Werk gerichtet wird Vor- bringe , Als dann wir Jhme , wcß er sich zu verhalten haben wird Ordnung geben zu wollen wissen. Glcichcrgcstalt wollen Wir Ime auch vergunst vnd zugelassen haben, daß er für die Gemeine Studierende Jugent, allerley schülbü- 6 )er vnnd Tractctlein alß den Donatimi vnnd Grammaticam beysammen so woll Tercnty Comcdias vnnd etzlichc ausserlesene Epistolas Cicerois, so wol den Catechi.smum vnnd andere, so der Schulen notturfft erfo- -dern würde in der beqvemsten Form, wie es ihme am besten gelegen drucken vnnd zu feilem kauff setzen möge, dar- 8 oO Geschichte der ersten Eresi. Bucîidrackerey. (in Ime die hirkgen vnnd andere Vuchführcr keinen einhalt thun, viel weniger Inen mit ftembdcn Exemplarieïl zu vberführen, oder dieselben alhir oder sonstcn in vnserer Jurisdiction Zu verkauften vnnd zu di s trahira befugt sei» solle»/ doch daß er wann er aus ol׳czedachtcn stücken , maß drucken will, solches den Buchführern , damit sie sich in derselben Materien mit frembden Exemplarien Zur vnnot nicht belegen, anzaige, Sie auch in den! knuff?, vber die gebühr nicht vbersehc, dabcz er dann auch zu seinem selbst eignen besten darob zu sein wird wissen, damit alles vnnd Jedes so bein seiner Officin ausgehet Correct vnnd fleisig verrichtet kaincr Vorsichtigkeit gesparct vnd allerhand Verdacht vnnd Vnrichtigkcit verhüttet werde. Dargcgen damit er solcher seiner Mühe aine ergdtzlkhkeit ha- bet», vnnd Nnscrn guttcn Willen im Wcrck spüren möge, haben wir vnß dahin erkläret, daß er solche gedruckte SSüchcr sampt dem Kapirkauff vnnd Bauden gelde inn vnd zwischen den Jahrmärcktcn Zohifrcy aus vnd einzuführen, vnnd feil zu haben befugt .sein solle Zllles treulichen sonder Gefährde. Au Vhrkundt haben Wir vnnser Stadt Insigel hirauf drucken lassen Geben den Achten Tag des Monats Augusty Nach Christi Geburth im Funfzchenhundert Neun- tzigstcn Javc. Vnnd vnß darauf in vnterthänigkeit gcbetten, weil Ime von etzlichen allerley Eingriff, Insonderheit der Calender vnnd Allmanach, die er mit grossen vnkosten von den Crackischcn vnnd andern Astrologen altem Brauch nach an sich brachte , bcschehe , daß Wir nicht allein mehrgcdachtcr der von Prcßlaw gegebenes Privilegium zu Consirmiren , sondern Ime auch weitere Gnaden aus Kaiserlicher Müdigkeit gcncdigst mitzutheilen geruhen wolten. Wann Wir dann nun gnedigst angesehen sein demüttige vnd vleisige Bitt, auch betracht das gatte nützliche Werck , so zu gutter Policey vnnd Ordnung dienet, so wol auch die vor Ine einkommende Inter- cessiones , Alß haben wir mit vorgehabtem zeitigen Rath , vnnd Rechtem Wissen mehrgemeltem George Baumann, sollich sein von dem Rath zu Presila» habendes vnnd hirinne inserirtes Privilegium nicht allein in allen Worten, Puncten, Clauselln vnnd Artickcln Coni 'irmirt vnnd bestctigt, sondern , it!me auch noch ferner die Freiheit gege- ben vnnd Verliehen , daß Ime kain Buchdrucker vnnd Buchführer , die Allmanach oder Calender so woll Richard] Bârtli'olinj Aústriàdúrá libros , Item Conradi Celtis , Casparis Ursinj Vclij , Georgi] Logi , welche er mit sonderlichen Kosten crkauffen vnnd erlangen würde nicht nachdrucken vnnd Ime zu schaden einführen solle , Wo sich auch ain Formschneider oder Briffmahlcr neben seiner Druckerei) zu Prcßlaw würde einlassen, daß derselbe kain aignc Preß oder Buchstaben, daraufi dann allerley Vnrath mit schwach Reden, vnnd andern sachen , die Ime Zue- genießen werden mbchten erfolgen würde , nicht halten , sondern da sie von Figuren oder Schrisstcn waß in Druck verfertigen wollen, seiner Officin sich gebrauchen sollen ; Consirmiren und bcstetigen Ime demnach, sollich sein Privilegium , sambt denen bàrin!» begriffenen vnnd ob angedcutcn Begnadungcn alß Regierender Khünig zu Bc- haimb vnnd Oberster Hertzog in Schlesien hirmit wissentlich in Crafft diß BriffS. Mainen, setzen vnnd wollen, daß er also derselben vnser Confirmation vnnd gegebenen Bognadungen von männiglich vngehindert genisscn und gebrauchen soll vnd mag. Gebittcn darauf allen vnd Jden vnscrn Vnterthancn, waß Würden, Standes Ambts oder Wcscnß die in vnserm Khünigrcich Bchaimb vnnd desselben Incorporirten Landen sein, auch vnsern Obern vnnd andern Haubtlcuten, Insonderheit allen Buchdruckern Formschncidcrn vnnd Buchführern, daß Sy vsstgemclten Wauman bcj dieser vnser Confirmation vnd newgegebenen Freyheit geruhiglich verbleiben lasset, bey Vermeidung vnserer schweren Straff vnnd vngnad Vnd einer Pecn Fünff Marckh Lötiges Goldes, die ein Jeder so offt Er dar- wider handelt, halb in vnser kammer vnd den andern thail mehrgemeltem Bauman vnnachlâslich zu bezahlen verfal- lcn sein soll, das mainen Wir Ernstlich. Zu vrkundt mit vnserm Kayscrlichen anhangenden Jnsicgel verfertiget. Geben auf vnserm Khüniglichcn Schloß Prag : den Sechs vnd Zwantzigsten Tag des Monats January. Nach Christi vnserS Lieben Herren vnd Seclizmachcrs Geburth Funftzchenhundcrt vnnd Sechß vnnd Ncuntzig. Vnserer Reiche, des Romi- schen im Ain vnd Zwantzigsten, des Hungerischen im Vier vnnd Zwantzigsten vnnd des Beymischen auch im Ain vnd Zwanzigsten Jahr. R u d o l f f» Ad mandatum Sacrae Caes Mtis proprium H: M ü l l n e r. Nach η. George Baiimaiin der Altere. Zi Nach Baumanns Tode suchte seine Wittwe eine Erneuerung und Be- stätigung dieses Privileg!! bei dem Rathe zu Breslau nach, die sie auch den I. August 16 12 empiì eng; worüber ihr Kaiser Matthias d. d. Linz d. 1. May 1614 die Confirmation ertheilte. Von seinem Druck sind uns folgende Schriften bekannt worden. l5go. M. Andrene Calagli, Duo Epithetorum Tomi, Me propriis nòminibus hic appellati- vis adjiciendorum omnium. Tom. I. in Folio. 3 Alphabete. 5 Bogen. 159 1. Der Kayserlichîn Stadt Breßlaw Vornewerte Gerichts Ordnung vnd Process. Anno MD .I5XXXXI, Am Ende steht: Gedruckt in der Kaiserlichen Stadt Breßlaw, durch Gcorgium Bavmann, I. Im Jahre 1Z91. in Folio 2z^ Bogen. 1591. Der Psalter Gesangswcise, in verständliche deutsche Reime, vnd auff allerley vnd fn vnscrn Kirchen gebräuchliche Thon oder Melodeycn gesetzt vnd in Druck verfertiget, durch Joachim SartoriuM/ Canterem zu Schweidnil;, Breßlaw in 8- 1 Alphabet. 6 Bogen. IÇ91. Sententiae Salomonis Juxta Hebraicam Veritatem Summa cura rcddhac. Authore Philippo Melanchthone. Vratislaviae In Officina Typographica Georgi] Baumanni , I. 1592· Η0Π us Doct. Lavrentii Scholzii Medici et Philosophi: Qvern ille colit Vratislaviae, situin intra ipsa Civitatis Moenia , celebratus Cannine , M. Andreae Calagli Vratisl. Vratislaviae in officina Typographica Georgii Baumanni, I. Anno Christi 1592. in 4Í0. 2J Bogen. 1593. Arithmetica historica, die löbliche Rechenkunst durch alle Species vnd vornehmste Regeln, mit denkwürdigen Historien vnd Exempeln erkläret von Sigismundo Sucvo. Breßlaw 4. ι Alphab. 17I Bogen. 1593. M. Martin Hellwig von allerley Stundenzeigern. 4. (Siehe Crisp. Scharssenberg unterm Jahr 1570.) J 593־ Orario de divo Joanne Baptista, à Jona Hempclio Falcoberg. Silesio, versibus heroi- cis. Vratislaviae. in 4Í0. 1593. Eigentliche Beschreibung des großen vnd vngeheuren Hagels, welcher zu Namslaw in Schlc- sien den 15. Juny diß 1593 Jahres mit großer Macht vnd Anzahl gefallen, vnd an Ge> trayd, Bieh vnd Dächern großen Schaden gethan. Breßlaw in 4to. J594. In Laurentii Scholzii Med. Vratisl. Hortum Epigrammata Amicorum. Vratislaviae in £\to. il Bogen. 1595. Astrolabium Tetragoniim. Ein vierecketes Astrolabium Ist ein feines, nützliches Instrument, In welchem schöne Astronomische Obseruationes begriffen sein , vor den gemeinen Man, So auch zu den Astronomischen Künsten, eine lust vnd liebe treget, fast lustig vnd lieblich, auff 52 Geschichte der ersten Eresi. Buchdruckerey. auff vnsers Poli.Arctici Höhe, 5.1 grad, 10 minut.: gerichtet. Aus cincm alten Exemplar, Jtzo gebessert vnd gemehrct Durch Zachariam Bornman, Illuministcn zu Brcsslaw. druckt zu Bresslaw, durch Georgium Bawman Anno 1594. 4· Z Bogen mit einer Ku- psertaftl. *) 1595. Iulianisch vnv Gregorianisch, d. i. Alt vnd Newer Numeration Schreib Calender, auff das Schalt Jahr so gczchlct wird nach Christo Jesu vnsers Herrn vnd Heilandes Geburt 1596. durch Christoph Sarcephalum, 4 Dedicirt Harrn Joachim Maltzan Freyherrn von War- tcnbcrg. 2c. 1596. New vnd Alter Allmanach vnd Schreib -Calender ?c. des 1597 Jahres, in 4*°· dedicirt Herr Haubtmann vnd Nathmannen der Stadt Brcßlaw. 1596. Afe All« Bilder dcS Himmels, sampt deren Sternen artlich in Kupffcrstich gebracht, durch die Longitudinem vnnd Latitudinem darbey auch die Magnitudines , vnd wie man die Sternen vnd Bilder des Himmels durch ein Instrument leichtlich erlernen kan , Allen Lieb-- habcrn der Astronomiae dienstlich. Durch Zachariam Bornman, Jlluminisicn zu Breßlaw. Gedruckt zu Brcßlaw bei Gcorgio Bawman. Anno Domini MDXCYI 4. 2 Bogen und 23 Kupfertafeln mit Sternbildern. 1596. Vorreden vnd Beschluß vber das erste Theil der heyligen Bibel, nehmlich vber das Alte Te- stament, gcstellet durch Franciscum Bierling. Folio- 1596. Vorreden vnd Beschluß vber die Capittcl dcS Ncwcn Testaments, gcstellet durch Franciscum Vicrling. Folio. 1597* Breve sed exquisitum vcreque Philosophicum Judicium , doctrinis mysteriisque variis resertis Excellentissimi Phüosopiii et Medici. D. Joh. Montani Strigoviensis Silcsii de vera nativa omnisque artis et fuci experte Terra Sigillata ibidem per divina?!! gra- tiam a se invenia , publicatum nunc. in communem Christiani orbis vtilitatem et vl htccin datum cura et studio Senatus Strigovìensis. Vratislaviae 4. 3 Bogen. *597■ Zachariac Herrmanni Sententias ex Patribus collectas. 1597. Compendium dialectices traditimi in sclwla Wratisl. ad D. Elisabetae a Clariss. Viro M. Petro Vincentio , Rectore cum praefatione Autoris. Wratislaviae in Z. 6 Bogen. 1.597- W״ Andreae Calagli Synonyma Latina vocum phrasiumque orationis , tam prosac, quam ligatae , ex classicis selecta Autoribus. Accefserunt et voces aUjue Phrases Polonicae. Vratislaviae. Z. 1597. M. Andreae Calagli Latina Vocum Phrasiumque optimarum Synonyma e quatuor dun- taxât Autoribus ר Plauto , Terentio , Caesars, Cicerone. Vratisl. Z. 13 Bogen. 1593. *) An merk. Die erste Ausgabe ist 1584· in Breslau gedruckt worden, wie Ezéchiel in seiner Silesia !iterata Mnspt. erwähnt. η. George feaumami der Ältere. 33 1598· Johamiis Metzlcri Grammatica graeca , cum vcteri pracfalione cjusdem. Vratìsìaviae in 8· 13 Bogen. 1599. Kurtzxr Bericht, Wie man sich in diesen Sterbenslcufftcn, mit Gebrauch der Artzney verhak- ten soll. Gedruckt zu Brcsslaw, durch Georgmm BawmaM Im Jahr M D .XLIX. Am Ende steht: Dieser Kayserlichcn Stadt Brcsslaw, bestalte Leibärzte. Sygmutt Woyssîl II. Caspar Packysch, D. in 4 l °. 2 i Bogen. 1599. Sieben Predigten vom ewigen Leben der Kinder Gottes, gehalten von Luca Pollione. 3. ι Alphabet, 3 Bogen. 1599. Schöne vnd andechtige Gebete den Kranken vnd Sterbenden fürzusprechen von Zacharias Hcr^ mann 8. 17 Bogen. 1600. Joh Turnovi Rcliquiarum. 8· 1ÓC0. M. Lucas Walthers Leichpredigt beim Begräbnuß Herrn Adam von Reibnitz vnd Rathen, starb den Zisten October 1599. ex Psalmo XIII. 4. 8 Bogen. 1600. Duodecimo Domiciliorum coclcstium Tabula nova diligcjitissimo calculo suppotata α Christophoro Sarcephalo. 4· 1600. Christoph Sarcephalus, New vnd Alter Numerations Almanach aufs Jahr 1601. 4. De- dicirt an Herrn Conrad Saurmann von vnd auff Jeltsch κ. 1600. Deßelben ?lllmanach aufs Jahr !601. 4. Dedicirt an Herrn Abrahain Jcnckwih Haubt- mann vnd Raths Eltisien. 1601. 3îew vnd Alter Numerations Allmanach stuffs Jahr 1602 durch Christoph Sarcephalum Sii. L. C. et Mathem. Stud, vnd verordneten Bibliothecarium bei der Kirche zu St. Maria Magdalena in Breßlaw. 4. D. Herrn Conrad Saurmann von vnd auff Jeltsch. 1602. Der Kaiserlichen Stadt Breßlaw Fewer Ordnung, Auffs New vmbgcfcrtiget vnd gebessert. Anno MDCII. Am Ende: Gedruckt in der Kayserlichen Stadt Vrcsslaw durch Georgium Bawmann. Im Jahr 1602. Folio. 11 Bogen. 1602. Christoph Sarcephalus, New vnd Alter Numerations Allmanach vnd Schreib Calender auffs Jahr 160Z 4. Dcd. Herrn Haubtmann vnd Nathmanncn der Kayserlichen Stadt Breßlaw. 160Z. Desselben Schrcibcalcnder auffs Jahr 1604. Ded. Herrn Johann Schwabe von Buchen auff Vncristcn, Raths Eltisten in Breßlaw. 1603. Ncchenbüchlein auff allerley Handthicrung- Durch Johann Seckgcrwitz, zur Zeit zu Breslaw Rechenmeister, für seine Schüler, ordentlich aufs einfältigest gestellet. Auffs new mit fleis gebessert vnd Corrigiret. Anno MDCIII. Am Ende: Gedruckt zu Vresslaw, durch Gcor- giuin Bawmann 8. 3 Bogen 7 Blätter. 9 160Z. 54- Geschichte der ersten Bresl. Buchdruck erey» 1603. Lucas Pallio vom jüngsten Gericht Zehen Fasten Predigten Anno 1580. Auch von der Hölle 2 Predigten ί. I. 1579 gehalten, aus dem rechten Original itzo zum andermal in Druck gegeben. 8. * Alphabet 4 Bogen. !(;03. Lehr - Trost - Warnung - Beicht - und Gebetbüchlcin für die Jugend und gemeinen LcMe zir- sammengezogen durch Franziscum Vierling 8- 1 Alphabet 6 Bogen. 1603. Von der Grossen Conj unction Oder Zusammenkunfft der beyden-Ober Planeten Saturni vnd Jovis, welche wiederumb nach verlauffcnen XX Jahren diß herzunahende Jahr Christi MDCIIII mit angehendem ersten Politischen Teil, nemlich mit des Winters Anfang, im Fewrigen Triangel geschieht: Von derselben Periodischen vnd sonderbaren effect vnd Wir- kung : Auch daneben von anderley Bösen Constellationen , wirckenden Finsternissen, vnd allerhand Zufällen bemeldtcn Jahres: Historischer vnd Astrologischer Bericht Durch M- Jaco- bum Güntherum Celichium S. Med. et Matheniatic. Gedruckt zu Bresslaw , durch Eeorgium Bawmann. 4. 21 Bogen. 1604. Christoph Sarcephali Schreib- Calender aufs Jahr 1605 in 4 t0 • Ded. Daniel Hescler auf Polokowitz Raths Verwandten. 1605. Sarcephali New vnd Alter Allmanach vnd Schreib Calender auffs Jahr 1606 4. Ded. Herrn Johann Georg von Zedlitz auff Mertzdorff vnd Blumcnaw. 1605. Eines Erbarn Rathes der Kayserlichen vnd Königlichen Stadt Bresslau, Vmgefertigte Gassen- meistcr vnnd Baw: sowohl der Maurer, Zimmcrleute andern!zum Bawwesen gehörenden Werckleute, Ordnungen. Anno MDCV. Am Ende : Gedruckt zu Bresslaw, durch Ge- vrgium Bawmann. Im Jahr !605. in Folio. 11 Bogen. 5606» Sarcephali Schreib Calender auffs Jahr 1607 in 4to. An merk. Diese Calender sind bis 1522 hier gedruckt worden und werden in den folgenden Jahren nicht mehr mit aufgeführt werden. 5607. M. JOHANN. PARITI. Diaconi ad D. Muriam Magdalenam , Breslae Silcsiorum ? Symholum : Fiat Divina Voluntas. Ex Christi Salvatoris gemitibus , nec non Ex ejusdem praeceptis Oratoriis et salutaribus institutis formatimi : Piis amicorum me- ditationibus , diversis carminimi generibus riformatimi : Centuria Prima conforma- turn. Anno N0L0 : si non VIs MoDcrator poLo. Vratislaviae , Tjpis Georgi. Bau- manni. Am Ende : !Vratislaviae , Ex Officina Calco graphic a Georgi Baumann. Anno reparatae salutis 1607■ 8■ 32 Bogen. !607· D • Daniel Rindfleisch und D. George Rumbaums, Kurtzer Bericht, weß man sich anjetzo vorstehenden Sìcrbenslâufften verhalten solle. In 4to. ZÜ07. Compendium Pliilippomclanchthonianae et Diale cticae י cum perspicua par , apJira si , et Grammaticae , adjeclis in utrumq ; tabellis methodicis : cum notis brevibus , ratio- nein quorundam , quae dubid videri poterant , reddentibus. In usum tyronum Lo- gices \ 7» Georg Baum aim der Ältere. 55 gì'ces , concinnatimi opera M. Joli anni s ah Hoeckelshoven Scliolac Ma g d alene ac apud Fra- tìslavìenses Moderatoris. Brcslae Typis Georgii Baumanni An. MDCVII. Q. 16 Bogen. Î607. Virzehn Predigten an etlichen Sonntagen vnd zur andern Zeit in der renovirten Kirchen zu Nvtensirben im Breslauschcn Fürstenthum gethan durch M. Zachariam Herrmann , Dic- nern des göttlichen Worts bei St. Maria Magdalcna. Breßlaw in 41 :0. 1608· Iti omnes Comoediarum P. Tcrentii Sccnas Argumenta quondam ad D. Mar. Magd al. Discentihus a. M. Helwigio Ludimagistro tradita, Vratislaviae , mine primum pu- blicata a M. Andr. Calagio Vratisl. Poeta Caesareo Coronato. In g. 2 Bogen. 1608· Tria Specimina character uni ar ubico rum, Petri Kirstenii, Vratisl. Phil, et Me.- dic. Doctoris , sive Oraiio Domini Jesu Christi, qua nulla ardentior exaudita est, in coelo et in terra, quam describit S. Johannes, cap. \ך , ex vetusto codice manuscripto Arabico Caesar io, transcripta. Et Regii David is , Ρ sal- mus quiiiquagesimus , vel secundum He b r a e 0 s , quinquagesimus primus. Ac tan- don primum (hier das arabische Wort) Suureta, libri, vulgo, Alkoran dicti, quod nonnulli Symbolum M ahliumm e eli cum vacant, ex collatione Sex Exem- plarium manuscriptorum, editimi. Cum priuilegio. Brcslac, typis Ar able is. ac sumptihus Authoris. In officina Baumanniana. Anno GerManI Arablae stVDIa. Captent. In Folio von 11 Seiten. 1608· Petri K i rstenii Vratisl. Phil, et Med. D. Grammatices, Arabicae, Liber I. Sive Orthographia et prosodia Arabica. Cum Privilegio. . Brcslae. Typis Arabicìs et sumptib. Authoris. In officina Baumann. Anno DoMInc Christe Venl. In Folio von 105 Seiten. 1608· E j u s d cm Vitae Evangelistarum quatuor: ruine primum, ex antiquissimo codice Mfso. Arabico Caesario , erutae. Ad Kudolphum II Imp er at or em. Cum Privi- legio. Breslae , typis Arabicis ac sumptibus Authoris. Anno McDICI Verl. Li Folio von 56 Seiten ohne vier Seiten-Register. 160g. Christliches Trostschrciben oder Predigten auff Weynachten, Ostern, Pfingsten, κ. gcsiellet von M. Joachim Pollione Psarr zum heyligen Geist vnd ©. Bcrnhardm in Brcßlaw- 8. 15 Bogen. 1609■ Schema Characterum Arabicorum Petri Kirsteni Vratisl. Phil, et Med. D. Elc- memorimi linguae Arabicae. In calce: E MIC ant faC IL e s LIngVae ArabICac Cha- raCtcrcs. ι Bogen in Folio. Ein Anhang der obigen arabischen Grammatik desselben Verfassers. 160y. Liber secundus de Canone Canonis a filio Siria, studio sumptibus ac typis arabicis Petri Kirsteni Ph. et Med. D. V. Qua potuit fieri fide, ex Asiatico Asricano exem- plari Mss. Caes. Arabice per partes editus, ct ad verbum in latin, tramlalus notis- 116 ף , 56 Geschichte der ersten Eresi. Biichdruckerey. que textum concernentïbus illustrants. Breslae cum privilegio ad 20 annos. Anno MeDICInae Arablae restltVtae. In Folio von 132 Seiten ohne 28 Seiten Register. Gog■ Pctri Kirsteni. Vratisl. Phil, et Meà. Doctoris Decas Sacra Canticorwn et Car- minum Arahicorum , ex aliqvot MSSis. Cum Latiníi, ad verbum interpreta- tione. Accessit ηιιόη ; Schema , priore luculentius , Characterum Arahicorum. Cuni Privilegio ad 20 Annos. Breslae , Typis Arabicis , ac sumptibus Authoris. In Officina Baumannia. Osta a le nobls serVes IDIoMata Christe, g. 6 Bogen. 609. Eigentlicher vnd Kurtzer Bericht, Was !nassen das Jüngst, aus Falckonettcn, in der Kay- scrlichen vnd Königlichen Hauptstadt Breslaw in Schlesien, den 5. Septembris, Anno 1609. von einem Erbarn Rath angcsteltcs Schüsscn, Bey welchem sich 544. Schützen, Bür- ger vnnd deren Söhne, so ihre Mündischc Jahre erreichet, gebrauchen lassen, Mit Ruhm vnd gutem Lov der Schützen volbracht, vnd zu Ende gclaussen in Deutsche Reyme gcstellet. Gedruckt zu Bresslaw, durch Georgium Bawmann. Im Jahr 1609. In 4.Î0: 2 Bogen. Anmei'k. Auf dem Titelblatte ist das Falkonett - Scliiessen auf einem illurninirten, sehr mittelmässigen Holzschnitte abgebildet. *) 1610. *) Wie erbaulich diese Reims sind , davon nur einige zur Probe, Nachdem der Dichter sich über die Entstehung dieses Volksfestes weitläuftig aus« gelassen hat, kömmt er zur Beschreibung des Falkonettschiessen selbst. Denn als ein Ebl, Hochwciscr Raht, Den Büvgern zugelassen hat, AuS Stücken sich zu exercirn : Bald thet man auff den Schüsiplah führn, Schon Falckoneten new gemacht, Mit jhnen all zughör ward bracht: Ein jeder aus dem Stücke fchoê, Wclchs ihm zukommen war durchs LoZ : Die Kugel man ohn Futtr labte, Sonst nichts als Hcw zum Vorschlag hatte, Ei dorfft auch niemand auff der seiln, Der andern Part das Stück dcschreitn, Auch ward durch Ordnung fein vorsehn, Das niemand dorfft in Schranckcn gehn, Denn nur die, welche sotten schüssn, Bnd dems die Eltstcn sonst zuliessn, Wer wieder Ordnung was fürnahm Ein straff zu lohn Er bald bekam: Wenns nun dem Stücke fehlt an nicht, Und manns nach dem Zelt hett gericht, Die Dromel bald ein Losung gab, Eh man dasselbe Stück brand ab: Damit die Ziclcr kondten wissn, Das man darauss bald würde schiessn ? Siebn η, George Baumarm der Ältere. 37 1610· Pétri Kirstcjìi Fratislavicnsis Philosophiae et Medicìnae Doctorìs Liber de Vero Usu et Abusu Medicina?. Una cum Prarfatione Faculiaiis Medicac in Academia Li- psiensi. Breslac , cum Privilegio Cacsareo ad 20 unnos. Sumptibus Author is. Aiuto Est Mea CFra DeVs. g. io Bogen. In diesem Buche sind viele Stellen mit arabischen Lettern gedruckt. 1610■ E j us dem Liber Secundus Grammaticcs Arabic ac , sine Etymologia Arabica . Dres- lae , cum Privilegio Caesar io ad 20 Annos. Studio , typis ac sumptibus Authoris■ Anno Est Mea CVra DeFs. 41 Seilen. In Folio. !610- Ejusdem Liber t ertili s etc. etc. 3ך Seiten. In Folio. Nebst 17 Seiten Index. Am Ende findet man : Giarrumia Arab. Latin. Breslae. 1610· Oralioncs duae Introductoriae in Gymnasio TVratislaviensium cum a Magnifico et incly- to S en at u introduceretur Scholarum sfratisi. Rector Petrus Kirstenius Phil, et Med, D. quarum prior habita est a M. loh. Scholtzio Past, ad D. Mar. Magd, vigilantis- s imo ^ posterior a novo Rectorc d. g־. Aug. Ao. 1610· Ascesserunt carmina gratula- toria quaedam Amicorum, jussu Senatus Fratisl. impressum. Breslae. 4. 13 Bogen. 1610- D. Eliae Bonvinii Liber de Tiieriaca. 8. 1610- Montani Tractatiis de Terra Sigillata Strigovicnsi. 4, Siehe auch das Jahr 1697. 1611. Petri Kirstenii Philosophiae et Mcdicinae Doctoris Notae in Euangclium S. Matthaei, ex collatione textuum Arabic or u hi , A e g y ρ ti ac. He brae. S y r i a c q r. G r ac- cor. Latinorum. Quae non modo Studiosis linguarum, sed et cuilibet vero eh ristiano erunt vtilissimae. Vna namque eademque opera ad notas hasce ad hi- bito textu Graeco, omne.s hoc textus velut legere, horumquc diversitates cogno- scare poterà. Cum privilegio Caes. ad 20 Annos. Breslae, typis Arabic is ac sum- tibus Autoris, in officina Baumanniana. Anno In qVo notae hlstorlae sanCtl Mat- thael cDItae. In Folio von 140 Seiten ohne 8 Seiten Zuschrift und Vorrede. 1611· Ejusdem epistola S. Jud ac yJpostoli, ex Mss. He i d elb er g en s ί Arabico ad ver- bum translata additis notis ex textuum Graecorum et versionis latin a e valga- ris collatione. Cum Privilegio ad 20 Annos. Breslae typis Ar ab ici s et sumptibus Autoris. In officina Baumanniana. Anno IMpressIs BresLae his notis cphtoLao IVDae. In Folio von 17 Seiten. A n m» Siebn hundert Elen in das Fcldt, Bnd fünfzig, ward gemahlt ein Gzelt/ Neun Eln in die Hohe gemessn, Acht aber ist es breit gcwcsn, Nach diesem Ziel haben sie müssn, Ihr zwen vnd zwen mit einander schüssn. u. s. w. 10 38 Geschichte der ersten Breslauischen Buchdruckerey. Anm. Uebét die sämmtlichen Schriften Kirstens kam zu Leipzig eine eigne Ab- handlung unter dem Titel heraus : Judicia e miiltis quacdam Virorum Reverèn- dorimi , Nobilissimorurn ac Clarissimorum de laboris Du. Vetri Kir s lenii Vr a t i s l αν ie n s i s , Philosophiae et Medicinae Doctoris , omniumque scholarum in patria turn Rectoris Inspectoi.is. Quäe Lip si a e excudebat L aurentiu s Cob er. Typis Tobiae Bey cri. Anno M.DC.XL S. J. B a 11 m g a r t e n meint in seinen Nachrichten von merkwürdigen Büchern , 6 Band 31 Stück S.15., dass sie Kirsten selbst durch seinen Schwager, den Mauritius Schröter zu Leip- zig, in der Absicht habe drucken lassen , um seine Arbeiten anzupreisen und den Verkauf derselben zu befördern. 1611· G nomologia Latino - Germanica super Lcctiones Ev angelicas, turn diebus Dominicis., turn praecipue totius Anni festis y in Ecclesia pro Concione explicare solitas , Aneto- ' rum, XV. Quorum nomina versâ pagella indicantur, publicata studio et opera Casparis Cunradi Phil, et Med. D. Cum Gratia et Privilegio. Vratislaviae sub in- cude Typographica Georgi Baumanni, Impcnsis Martini Gnieseri. 1611■ 8· 1 Alpha- bet 3j Bogen. 1611■ M Valili. Osten , Meditatio natalis , andächtige Geburts Betrachtung oder nützliche Erinnes rung, was ein jeder getaufter Christ an seinem Geburtstage, eigne Binde Schnürlein be- denken soli. 8■ ך Bogen. 1611■ llymnorum et Threnodiarum Sanctae Crucis in devotam Passionis Jesu Christi Dei et Hominis Commemorationem fasciculus ad Hebdomadam magnam sua cuique melodia afficta. Adjectis aliis quibusdam lament ationibus et Cantionibus latino - Germanicisf Passionis tempore consuetis , a Samuele Beslero. Vratislaviae. Folio, g Eocen. 1612· E jus dem Gaudii Pasclialis Jesu Christi redivivi in gloriosissimae resurrectionis ejus laetam eclebrattonem relatio historica , a quatuor Evangelisti's consigliata et melodia harmonica adornata. Vratislaviae. Folio. 5 Bogen. 1612· Thronodiarum Sanctae Crucis in Salutiferam Passionis Domini nostri Jesu Christi recor- daiionem Continuano historica. Das heylige Leiden vnd theure Blutvergißen Jesu Christi für vnftre vnd der gantzen Welt Sünden, wie es die heyligen 4 Evangelisten Matthäus^ Marcus, Lucas vnd Johannes beschrieben, nach gewöhnlicher Passions Melodey, mit Fleiß vbcrseben, vermehrt, vnd in öffentlichen Druck verleget vnd geferliget durch Samuel Bes- lerum. Folio. Dcdicirt dem Bath zu Breslau. 1Ó12. Astra, alle Bilder des Himmels, von Zacharias Bornmann, 4. Siehe oben das Jahr 1596. 1612. Lucas Pollio, Predigten vom jüngsten Gericht. 3- 1 Alph. 3 Bogen. Siehe oben das Jal« 1603. 1612. M. Lucas Walthers Leichpredigt bei Beerdigung Frau Magdalcnä geb- Hessin von Stein Hcrm Georgi! Artzadt von Arnoldsmühle Haupfraw, starb den 27. August 1611. ex Apocal. XIV. 4. 6 Bogen. s6!2. 7♦ George Baumann der Alters. : י ־ 612 נ . Dies keti ntintii, frohlockende Gratulier Predigt, wegen Kaysers Matthiä Crönung zum Nö« mischen Kayftr, gehalten von Zacharias Hermann, Inspector vnd Pastor zu St. Elisa- beth. 4. 1612. Ausführlicher, Wahrer, vnd gantz gründlicher Bericht, Des Fürstlichen rechten Freyschüssens, Wclcher Massen vnd Weise, dasselbte nechst verstrichenen 21. May deß 1612. Jahres, stuff gnädigste Anordnung, Ihr Fürstl. Durchlaucht Caroli, Ertzhertzogens zu Oestreich !c. Bi- schoffs zu Vresslaw, 2c. von einem Ehrenvesten vnnd weisen Naht, der Bischoffiichen Stad Ncyß in Schlesien, ausgeschrieben, dann den 19. Augusti sich angefangen, gehalten, vnd endlichen den 23 Dits obigen Jahres, glücklichen seine Endschafft genommen, Dem Hoch- würdigsten, Durchlauchtigsten, Hochgebornen Fürsten vnd Herrn, Herrn Carolo, Ertz- hertzogen zu Oestercich, Hcrtzogen zu Burgundi, Steyr, Cärnten, Crayn vnd Würten- berg !c. Bischoffen zu Vreslaw, Grossen zu Hapsburg, zu Tyrol vnd Gvrtz, zc. Mei- nem gnedigsten Fürsten, Herrn auch mächtigen Patronen vnd Befördrn. Zu hoch besondern Ehren, Ruhm vnnd erhebung, Dediciret, vnd Gesyrächweiß in Deutsche Rithmologias verfasset, verfertiget vnd in Druck gegeben, durch Georgium Neuttern, Mitbürgern in . Breslaw, Auch der Armbrust vnd Büxenschützen in dem alten Schweidnitzin Zwinger, da- selbst Schreiber. Anno Gott sei an Itzo Üb, Ehr VnD Pxxlß gesagt , ftL$ einigen stiff- tern Deß Frievcns. 4. 1 Alph. 10 Bogen. ___ , _ .. 161Z. Anm. Das Werk selbst ist, wie das Obige, ähnlichen Inhalts , ebenfalls in deutschen Reimen abgefasst und äusserst sauber gedruckt. Der Text enthält einen fortwährenden Dialog zwischen einem Ni su s und E uria lu s. Der Verfasser verräth viel Bekannt- schaft mit der ältern und der Geschichte seiner Zeit, worauf häufige Anspielungen vorkommen. Die Feyerlichkeit selbst aber ist viel zu umständlich beschrieben, (Nus sin paar kleine Proben: Doch hab ich ein Bericht vernomniieit, Das von Ulysse thu herkommen. Der Gehrutlch, das man Naä)l>arn Schûssir Au halten pflegt, welchs ich zu wissn Euch machen »it, wie solches sich, Begeben hat bescheidcntlich. In dems ein gcwol 'Nbeit thct sein, Bnd bei den Heyden gar gemein. Daß man auff Begräbnissen groß, Anrichte Rennen vnd Gcschoß, Kampffspiel vnd Ritterliche Schimpff, Die Betrübten mir gutlem glimpss, Bon jhrem Trawren abzumahnen: Thet Ulysses den auch nachahmen, Homer Bnd ein Bogelschüssen anfielt, in Odyss. (Da dann mit Schoß manch freyer Hcldt) Bey /!ο Geschichte der ersten Eresi. Biiclidriickerey. 1613· Nova Tragicomocdia Tychcrmaea scu Stamatus. Acta Liferalibus in Gymnasio Vra- tislaviensi. Anno 1613· In calce: Vratislaviae In Officina Calcographica Georgi) Bauman. Anno MDCXIII 8· 4 Bogen. 1613. Eine Ncwc Tragico -Comoedia Tychcrmaea oder Stamatus genannt. Gehalten in der Faß- nacht im Brcßlischen Gymnasio. Gedruckt zu Breßlaw durch Georgium Vawmann. Anno 7613. 8. 3? Bogen• 1613. Ich. Grafo von Crafftheim, Ordnung der Präservativ» wegen Mangel der Excmplarien wie- derumd vdcrschcn vnd corrigirt. 4. !0 Bogen. 1613· Ilymnorum et Threnodiarum Sanctac Crucis in Salutarem Passionis Jesu Christi Dei et Hominis memoriam. Pars III a Samuele Beslero. Vratislaviae. Solio: 12 Bogen. 1613. D. Rindfleisches und D. Numbaums, kurtzer einfältiger Bericht, von der jetzt regierenden an- fallenden Seuche. Breßlaw. 4. !614. T/ieriobulia sive Animalium de B -Cgiis Praeceptis consultatio ad Ludovicum Hungarias et Bohemiae Regem. Auctore Johanne Dubravio J. C. Eq. Aur. Breslae ,׳ Typis Bau-! m anni'ani 's , Iinpensis Johannis Eiringi et Johannis Perferti 1614· 8. Bogen. _ '"'''-"■. _ 1 1614, Bey dem Begräbnis! gros vnd starck Patroclij , vnd ohn alls arg Solches tljet, vnd gcncht hat ahn, Ja auch das best darbey gethan. Dann vnter allen Schützen der best, Dieser Ulysses ist gewcst. Bon welchem dann alle Landschüssn Entsprungen, vnd noch thun herfliessn. u. s. w» Gegen das Ende : Herr Matthes Appel ein gut Mann, No. 3. Rentmcistcr aufs dem Schloß zum Han, 25 fl. V». That auch in dem rechten Freyschiessn, Fünff vnd zwantzig Ducatn geniessn. Die all Zhr Durchlaucht lassen schlagn, In der Stab Olß das mus ich sagn. No. 4· Herr Hans Schmettaw blieb nit datzinbn, Lin Ge- That sich vnter den Neissern findn, schir pro Hett er ein schlcchts geschossen nchr, 25 Ά. Vn. ZUNI besten er wohl kommen wehr. No. 5. Herr Hans Hcncke vom Guhr genaw, 24 fl. Vn. Geschossen hat , welchs ihn geraw, Das er nicht besser darin: No. 6. Andreas Keck hat zum gewihn, 1 Geschir Ein schön silbern Gcschir mit dem pro 24. Au Hauß er sich machte bequem, flor. Vng. Ein Schweidnitzer war, vnd junger Änab K, 7. Georg Baumann der Ältere, ז4 !614· Hymnoriim et Threnodiarum Sanctae Crucis in sacratissimam Passionis ac Mortis D. Ν Jesu Christi recordationem. Centuria Ad Hebdomadam Magnani Et sextam Septimanarum per Annum feriam , alias Passioni Dominicele Sacravi , sua cuiq ; me- lodia affida. Primum in ecclcsiarum usum , separatim et in Fasciculo , et in Ter- tia Hymnorum ac Threnodiarum parte , forma majori edita : Nane in hac minori, pietatis et Cantus Choralis amantium gratia auetior reddita, et in manu ale m fasci- culum redacta. A Samuele Beslero , Brega Silesio. Wratislaviae , Ex Officina Ty- pographica Georgi Β auman. Sumptibus ipsius Auctoris. Anno MDCXÎV. Z. 111 Bog. JÔïfy M. Georgii Seidelii Compendium Prosoeliae Latinae. Vratisleiviae. Z. iói .6. Wratislavia urbs augusta caesaria regia, metropolis Sile.siae eimplissima , ßorentissima, elegantissima, L. Programmatis mysticis ex doctrinis multangular ium erutifs. Car- mine elegiaco nec non Epigrammatis aliquot descripta , ejusdemque inclito Senatui et Spectabili Civitati in debita gratitudinis monumentimi dedicando consecrata a ChrU stophoro Schwartzbeichio. Vratislaviae. 4. 1616· Designationes Lectionum Duae, Una Generali s , Altera Spccialis. Puhlice propositae XX. Nov. a M. Thoma Sagittario. Vreitislaviae in Officina Typographien Baumaii- niana. Anno MDCXFL 4. 1| Bogen. 1616· Actus quasi Comicus De Neitivitate Jesuli Nostri exoptatissima , a M. Thoma Sagit- tario , Vratislavìeie Typis Baumannìanis. Anno 1616· 4. 6 Bogen. 1617. Leges Scholarum T'ratislauiensium renouatae ex Mandato Magnifici Nobilissimi et In- eluti Senatus consignatae et conscripîae. a M. Thoma Sagittario , earundem Rectore et Inspectore. Vratislauiae. Imprimebat Georgius Baumann A. 1617· 4· ιοί Bogen. !6 17. Geistliche Trauer vnd Klage Predigt vber den Abschied Frau Ursula Hasm, Georgii Menschn Dienern am Worte Gots zu Mittelwalde HaußEhre, welche den 17. May !617. gestorben vnd den 10. ejusclem begraben worden, gehalten ex Ezech. XXIV. zu Mittelwalde von David Wisäo , Pastor der Kirche Gottes zu Habelschwerde. Breßlaw, 4. 6 Bogen. «tsin .^uvvN .wj-jt• II L. George Geschichte der ersten Bresl. Buchdruckerey* ,\ .־"־\. ; ׳ - ׳ י George Bau ma η η der Jüngere. - < - 0/HAi0 ׳ -t:< -: ׳ >>-OVT\D\X> ->---- \ Ein Sohn des Vorhergehenden und der Magdalena verwittweten Scharffen- berg, gehohren zu Breslau den 4. Nov• 1592. Frühe Neigung zu einer Kunst, die sein Vater mit so vielem Glücke und Ruhme trieb, bewogen diesen, ihn in allen einem Buchdrucker unentbehrlichen Wissenschaften unterrichten zu lassen. Mit solchen Vorkenntnissen versehen, kam er ums Jahr 1606 in die Lehre zu dem damals so berühmten Buchdrucker zu Liegnitz Nicolaus Sartorius (eigentlich Schneider). Eier hatte er wäh- rend seiner Lehrzeit das Unglück, im J. 1607 seinen Vater zu verlieren. Dies hielt v indess seine Mutter nicht ab , ihn nach ausgestandenen Lehren in fremde Län- der zu schicken. Der junge Baumann benutzte diese Gelegenheit gewissenhaft und lernte die damals so merkwürdigen Osficinen in Holland, Brabant, und den benachbarten Provinzen genauer kennen. Drei Jahre war er auswärts, als seiner Mutter die Aufsicht über die Druckerey allein zu führen zu schwer fiel. Er kam daher 161Z in seine Vaterstadt zurück und betrieb nun mit seiner Mutter zugleich die Geschäfte der Officin. Im Jahre 1618 ward er endlich alleiniger Eigenthümer derselben und hei- rathetete bald darauf Maria geb. Reichel, eines Matthäi Lischkens, Bür- gers und Barbiers nachgelassne Wittwe, mit welcher er vier Töchter zeugte, davon aber nur zwei ihn überlebten. Nach îiner 22jährigen Ehe starb ihm diese Gefährtin seines Lebens im J. 1639. Sechs Jahre blieb er darauf Witt- wer und beirathete dann Maria Deichstädtern, mit der er aber nur vier Jahre, und zwar kinderlos, lebte, da ihn ein Schlagfluss, der ihn plötzlich den 8· George Bamliann der Jüngere. 45 I. Tarmar 1650 Abends zwischen ך und 8 Uhr überfiel, von ihrer Seite trennte, in einem Alter von 57 Jahren. Der Druckerey stand er 32 Jahre rühmlich vor *). Zu seinem Signet hatte er einen unausgebauten Pallast mit der Um- Schrift : Audi et tace et fer as. Georgius Baumann Junior. Seine Typen, die er sich in der von seinem Vater angelegten Giesserey selbst goss, waren schön und scharf und haben einige Ähnlichkeit mit den Un- gerischen. Er druckte auch griechisch. Von seinen Drucken haben wir folgende ausfinden können. 1Z1Z. Epithalamia iri cclebritate Nuptiarum Danielis Schwarzbachii F rati slavi ensis , Collega. in Gymnasio patrio jïdelissimo et foeminae Ursulae Enderri die 20· Fcbruarii. Brcs- lac. 4· 1 Bogen. 3618■ ' M. Thomae Sagittarii Scholarum Vratislaviensium Rectoris Consilium , Quomodo Loci Communes in studiis cujuscunq . generis sint constituendi et. colligcndi. Brcslae Typis Baumannianis. Anno 1618■ 8· 8 Bogen. !613׳ Großer Calender vnd ?lstrologische Práctíca auf das Jahr 1619. von Valentin Hanncke. 4. Diese Calender gehen vom Jahr 1615 bis 1622. Siehe C. Ezéchiels Silesia Lite- rata Mst. 1618· Cum Jehovah sacris ordinibus initiato Ecclesiastae Cygnco designato Joh. Albino, Chambo - Ρ alatino , mori s , amoris et honoiis ergo scriptae 1618· Vratislaviae. Ài 4 Bogen. 1618· Concensus Ecclesiastico-Domesticus. Kirchen vnd Hauß Musica Geistlicher Lieder, Auff den Choral Musicalischer Art Vierstimmig gesetzt vnd Componiret Durch Samuelem Bes- lerum, Bregensem SU. Der Schulen beym H. Geist vnd S. Bernhardin zu Brcßlaw Mo- deratorem. *) Stieff im schlesischen historischen Labyrinth S. 533 und ans ihm Kundmann in den berühmten Schlesiern in Münzen haben mehrere Unrichtigkeiten, seine Lebensuni- stände betreffend. Der Letzte lässt ihn erst 1630 die Druckerey übernehmen und Stieff sogar erst in diesem Jahre mündig werden, da er 1630 doch schon 38 Jahr alt war. Sein Leichnam ward den 5. Jan. zu St. Barbara beigesetzt und M. Caspar Wohl- fahrt, Archidiaconus und Senior zu St. Elisabet hielt ihm nach geschehener Beisetzung im Trauerhause eine Leichenrede , die wir auch nachher anführen , worinn er ihm das öffentliche Zeugniss eines biedern und zugleich religiösen Mannes ertheilt. Hier ist der Schluss dieses Panegyrikus : „Kurz, was sein Christenthum, Leben und Wandel betrifft, so hat er solches auch wohlgeführet , und sich als ein christ! i- eher Baumann verhalten." 44 Geschichte der ersten Eresi. Buchdruckerey. Geratorem. Ander Theil. Cantus A'ltus , Tenor, Bassus. Gedruckt zu Breßlaw durch Georgium Baumann. In Vorlegung deß Autoris. Av.no MDCXVIII. quer 4. jede Stim- mi besteht aus 7 Bogen. 1619. De Cometarum Signifie at ione Cl. Virorunt Aiidreae Pudithii Commentariolus .ei D׳ Thomae Erasti sententia. Elias Major Vratislaviensis denuo edidit et adjecit Tçaqc12: m £ov Ïtu acïuç KomiW t. Evan! gclistcn Johanne-. Durch Samuelem Beslerun! , der Schulen beym H. Geist vnd ©. Bern- hardin in BrefMaw Moderatoren! mit der Chorstimme vermehret, zum Druck verleget vnd gefer- tigct. AnnoM.DC.XXI. Gedruckt zu Brcfslaw , durch Georgium Bawman. Folio, n Bogen, Declaration vnd Ordnung in puncto deß bey dieser Stadt Breßlaw hergebrachten Jinis retra- ctus vnd EinstandrechtcnS. Gedruckt zu Vreßlaw. 'Fol. 2\ Bogen. Daniclis Bucrctii , Dan. F. JVratislamensis Epigrammatum Liter Singularis Ad No- bilissimum et Magnificam Dn. Isaacum Khlokherum. Anno MDCXXIIL Breslae Typis Georgi Baumanni. F. 2 Bogen. Daniclis Bucretii, Dan. F. Wratislaviensis ΕΙΚΟΝΩΝ sive Encomiorum Liber Singu- laris ad Magnif. et Nobilijs. Virum Dn. Christopliorum Georgium de Bergk , in Herrndorff et Claden, etc. Anno MDCXXIII. Vratislaviae imprimebat Gcorgius Baumann. Z> 2 Bogen. Jghannis Teutschmanni , Diaconi ad S. Bernhardim ׳', XXIV. pia et fructuosa ad Je- suvi suspiria, oder 24. Christliche in Gottes Wort gegründete, vnd zwar auf die Zahl des 1624. Jahres gerichtete, doch aber in jedes Jahr zu den jetzigen letzten vnd betrübten Zeiten zu gebrauchen, nützliche Hcrtzens -Seuffzerlein, sampt andern schönen Gebethlrin, zu dem lieben Jesulein. F. 1 Alphab. 14 Bogen. Gnomae sive Sententiae Morales, Tyronïbus Liter arum Praescribendae juxta Scricm Alphabetical!! collectae , et Grammaticis verbis citra figuras expositae a Mul tino llclvigio Ni/seno. Vratislaviae g. 4 Bogen, Auf diesem Titelblatt ist das oben be- schriebene Signet George Baumanns des jüngern zu sehen, Brcßlawische Infections Ordnung. 4. Σνν Bert)", Ρ raesidum Scholarum Vratislaviensium respective amica invitatio ex pater- na cohortatio ad actus promulgationis Legum Scholastic arum Benovatarum habendos Publication Dcßjenigen, in vntcrschiedencn Landcß Puncten, von den Herren Fürsten vnd Ständen, in Ober- vnd Nieder Schlesien, bey deren, nach dem Vollendeten Oberrecht Jubilate, vnd darauff folgenden Fürstentage, deß 1625. Jahres , gehaltenen Zusammen- kunfft, gefasseten Schlusses. Zu mânnigliches wisscnschafft gerichtet, vnd»in Druck gegeben. Gedruckt zu Breßlaw, durch Georgium Baumann, Im Jahr M.DC.XXV. 4, Bogen. (!5 λ. in Elisabcthana *i> ii t ii tz> g. in Bernhardina jjj //. circiter mediam nonam matutinis. pographica Georgi Baumanni. 4. 1 Bogen. Schola. in calce : Vratislaviae , ex Officina Ty~ 1626. 8. George Baumaiin der Jüngere. 47 1626. Der Kayserlichen vnd Khoniglichcn Stadt Breßlnw Execution Ordnung, oder Hiilffs -process. Publiciret. Anno M.DC.XXVI. Fol. Z Bogen. 1626. Der Kaiserlichen vnd Khoniglichen Stadt Breslaw New vbersehene vnd verbesserte Becker Ordnung. Gedruckt zu Breßlaw durch Georgium Bauman , Anno Christi MDCXXVI. Fol. 2 Bog. !626. E. E. Rathes der Stadt Breßlaw Ordnung: Wie es nach nunmehr, Gott lob, gestilleter Infection mit ervffnung , sauberung vnnd reinigung der Häuser vnd dero Gemächer, 2Bie - auch der Bette, Kleider vnd Geräthe, vnd sonstcn gehalten werden solle. Gedruckt zu Breßlaw, durch Georgium Baumann, Anno Christi 1626. 4. 1 Bogen. 1626. Eliae Craetschmaris Horologium Zodiacale . 4. 1626. Deßclben New vnd Alter Calender auff das Jahr Christi 1627. auff den Brcßlawischen Hori- zvnt gerichtet. 4. dedicirt dem Rathe zu Schweidnitz. 3627. Treßlauische Nöthe Ordnung. Folio. !623. Der Kaiserlichen vnd Khoniglichen Stadt Breslaw New übersehcne, und verbesserte Becker- Ordnung. Gedruckt zu Breßlaw, durch Georgium Baumann. Anno Christi MDCXXVIII. Fol. 2 Bogen. 1629. Von Prüfung der Lehre Christliche Predigt Am Achten Sontage nach Trini tatis. An. 1629. gehalten zur Bernstadt, durch M. Georg Kirstenium giusti. Münsierbergischen Hoffpredi- gern vnd Pfarrern daselbst, 1; Johann. 4. Ihr lieben, glaubet nicht einem jeglichen Geist, sondern prüfet die Geister. Zu Breßlaw druckts vnd vorlcgts Georg Baumann. 3. 3 Bogen. j62g. Dionysii Catonis Disticha de Moribus ad Fdium. Ex mente Tos, Scaligeri potissimum et Casp. Bartìiii Germànice expressa a Martino Opitio ; Cum ejusdem excerptis ac notis brévioribus. Vratislaviae Typis Baumannianis , Irnpensis Davidis Mullcri. Z. ■ 6 ־ Bogen. Ohne Jährzahl , die Dedication ist blos 1629 datirt. 1629. Historia Inccndiorum, Historischer Brand - vnd Fcwcrspiegcl, Oder Ordentliche Erzehlunge, vieler schädlicher Fewersbrünste, so im Lande Schlesien, sonderlich zu Breßlaw, bald vom Wether, bald aus Verwahrlosung, bald von bösen Leuthen, Vnd solche alle vmb der Sünde willen , auffgcschürct, verursachet, vnd entstanden sind: Sampt kurtzer Beschrei- bung deß Landes, der Städte, vnd Oertcr, die den Brand - schaden empfunden, Mit angehcngtem Bericht, von der Oder, vnd anderer Schlesischcn Wasser Vrsprung, fort- vnd außgange, auch Zweyen nützlichen Registern : Männiglich für Augen gcstellet, von Nicolao Polio Wratislaviensi. Zu Breßlaw druckts vnd vorlegts Georg Bauman, Im Jahr, M.DC.xxix. 4. 1 Alphab. 6 Bogen. :1629. Seich Sermon, nach dem Christ - Adlichen Degräbnüß Jungfer Susannae geb. Eichhäuserm, Herr Staniêlai Eichhäuseri von Leonhartwitz, auff Proisch, Wcyda vnd Lilienthal, des Raths vnd Cämmerers in Bresslaw einigen Tochter, den 2, Septemb. 1619. gethan, von M. Joachim Fleischern. 4 5 Bogen. 48 Geschichte der ersten Bresl. Buchdruckerey. 1629. Carmen de subito et antehac Vratislaviae inaudito Incendio A. C. 1628■ 28 Junij Z circa meridiem fiora ι. in Novoforo cxorto et usq. in horam 14. continuato , quo ultra centum et octoginta Aedes in quatuor diversis locis sunt devastatae, piae posteritati pro memoria concinnatum, et Die S. Johanni Baptistae sacro , Patronis suis oblatum Ao. D. 1629. a M. Jeremia Tschondero. 4. 1 Bogen. 1630· Wratislavia , Urbs Augusta, Caesaria- Regia , Metropolis Silesiae Amplissima, Fio- rentis. Elrganlis. L. Ρ ar a gr animati s Mysticis ex Doctrinis Multangulariis erutis, Carmine elegiaco , nec non epigranimatis aliquot descripta ; Ejusdemq ; Inclito Se- fiatiti , Et Spectabili Civitati, In debitae gratitudinis monumentum dedicando con- sacrata, Autore Christophoro Schwartzbacliio L. L. Poèta Laureato Caes. Scholae Wrat. M. M. Collega. Typis exscripsit Georgius Baumannus. in calce haec verbo, leguntur; Trino, OMnIs Vnl Debita , SoLI bono, sit gratia In AXe IoVae, et gloria. 1630. Der Kayscrlichen Stadt Breßlaw, Fcwcr- Ordnung, Wie dieselbe aàrwerts vbersehen, auffs new vmbgcfertigct, vnd verbessert. Anno M .DC .XXX. Am Ende: Gedruckt zu ffiref« law/ durch Georgium Baumann. Folio- 13 Bogen. J630. Christliche Ehren Predigt der heyligcn Dreyfaltigkeit zu Lob vnd Prciß 1630. m der Fürstl. Vcrnstädtischcn Viclguter Kirchen am Fest der heyligen Dreyfaltigkeit gehalten durch M. Joachim Pollio. 4. 3 Bogen. ,630. Michael Dörings Phil, et Med. D. Appendix oder Anhang zu dem Ao. 1625. auff Befehl eines Edlen Raths der Stadt Breßlaw , wider die damalige Infection ausgegangenen Ve- richt. 4. 1631. Das Leben vnd die Geschichte der heyligcn Hedwigis, geborner Fürstin von Meranien, Groß- hertzogin in Polen vnd Schlesien. Hicbcvor außgegangen zu Breßlaw im 1504. Jahre: an- jctzo nach laut selbigen Ercmplares auch daselbst gedruckt durch GEORGIUM Baumann. 1631. 8- ι Alphabet 9 Bogen. *) 1631. Publication, Etzlicher vntcrschicdlichen Landes Puncten, weiche von den Herren Fürsten vnd Ständen in Ober - vnd Nieder-Schlesien, nach geendetem allgemeinem Fürsten Tage, bey jetzo hi en vom !6. Junii dieses 1631 sten Jahres in Breßlaw continuirter Versamblung, durch einhelligen Schluß, erlediget worden. Zu Mânnigliches Wissenschafft, auß dem Me- inorial ') Im vorliegenden Exemplare dieses Buches, dem E c cle s i as t e η Herrn H. S c h o 1 1 z ge- hörig, findet sich folgende merkwürdige Nachricht die obige Legende der heil. Hed- wig betreffend : „Autographum Vitac Hedwigis osservatili■ in Bibliotheca Ligniccnsi ad divum Petri et Pauli. " H. S. 8, George Baumanii der Jüngere. 49 moria!, de dato 26· Julij , extraliirct, vnd in öffentlichen Druck verfertiget. Gedruckt in der Kayscr : vnd Königlichen Stadt Dreßlaw, durch Gcorgium Bauniann- Fol. 4 Bogen. 1631. Christlicher, Hcrtzlichcr, vnd zu diesen vnsern noch vnfricdlichcn Zeiten hochnöthiger Frieden- wuntsch am heyligen newen Iahrstage in einer öffentlichen Predigt zu S. Bcrnhardin in Breßlciw gethan durch Johann Teutschmann. 8. 7 Bogen. 1Ó31. Hugo Grotius, von der Wahrheit der Christlichen Religion, auß dem lateinischen ins Dcut^- sche gebracht von Christophoro Colerò. 12. !632· Oratorium Exercitium■, in quo casus quidam j ìctus , actionis forensis modo tractabitur, ad d. XII. et XI. Cai. Qviuctil. publice habendum indicit M. E. Major. 4. 1 Bogen. 1632· M. Joach. Pollio Gratulation Predigt, darinnen abermals dem Kayser gegeben wird was des Kayscrs ist, vnd Gott was Gottes ist, wegen Glatz. 4· 4 Bogen. 1632. Christliche Predigt Bey Dedication vnnd Einweyhung der Ncwerbawtcn Kirchen zu Schwotsch, im Brcßlawischen Fürstenthumb gelegen. Am Tage Michaelis deß Scchzehnhundert ein vnd dreissigsten Jahres. Gehalten durch M. Michai-lcm Hermannum , Dienern deß Göttlichen Worts in Breßlaw zu S. Mar. Magdalena, vnd zur Heyligen Drcyfaltigkeit. Zu Preß- law druckts vnd vorlegts Georg Bauman, 1632· 4. 4 Bogen. *632. In Aedem Schwotianam Magnifici atq. Indiiti Senatus Vratislaviensis auspiciis et sum* ptibus, Dcnuo Instaurata??! , et Ipso die S. Michaelis A ?1n. Christian. clohcXXXI. turn Reverendi , Cla?:issimiq. Viri D ?1. M. Michaelis Hermann?, Ad D. Mariao Magdalenae , et ad S. S. T?-?nitatis , Verbi Ministri , Co ?1cione solemni, turn Fra- quentissi???? Auditori? hymnis et precib ?1s , U ?1i Trino Deo pie dedicatimi , Gratula- to?-?a , M??e?no??eutica , Votiva Ca ?-??1i?1a. Vratislaviae , Typis et I?npe??sis GeorGI Baumanni. 4. 2 Bogen. Es ist der Bogen E und F. von obiger Eitiweyhungs - Pre- digt. !633. Der Stadt Breßlaw vernewerte Ordnung, wie es nunmehr nach abermals mehrentheils gestiti* ter Infection, mit Eröffnung , Sauber vnd Reinigung der Häußer, Gemächer, Bette, leinen - gerate vnd sonst gehalten werden solle. 4. !633. Ncwe anmuttige Gebet in Reymcn auff Gefährliche Sterbcnßleufftcn gerichtet. Psalm icg. v.4. Ich aber bete κ. Gedruckt zu Breßlaw, durch Georgium Baumann, Im Jahr 1633. 4. 1634. Loci Com ??1unes Schlesischer Gravami??um. Zusammengetragen durch Christianum Trcwlich, vnd außgedruckt in Breßlaw Anno 1634. 4. 16i Bogen. !634. Außsatz , vnd Verordnung, Wie es, nach gclcgenheit jetziger Kümmerlichen, Mangelhafften Leuffte , bey Hochzeiten , Kindtauffen , vnd Bcgräbnüssen , alhier zu Breßlaw gehalten werden solle. Publiciret im Monat Majo. Anno Christi MDCXXXIV. Gedruckt zu Breßlay), durch Georgium Baumann. Fol. 2z Bogen. 13 50 Geschichte der ersten Breslamschen Buchdruclieref. ,655. Der Kayserlichen Stadt Dreßlaw Bothen Ordnung, Wie dieselbe ausss neue übersehen, vek- mehret vnd verbessert worden- Anno MDCXXXV. Gedruckt zu Breßlaw , durch Geor- gium Baumann. Folio. 3 Bogen. !636· Eliaè Riajoris Strena Musea , Dn. Johanni a Pein V. J. D. ei Rcip. Vrat. Syndico observantiae ergo Λ0. 1637■ i ncuTltß oblata. Vratisl. 1636. 4. 3 636- Davidis Schickfusii Currus triumplialis , qico morientium animae ex nebuloso mundi hujus domicilio in Serenisshnam beatorum Sedem transveliuntur. 8. 1637· Chrisostomi Scliultzii Oratio mauguralis , de causis propter quas Germania nostra tantis subjecta cladibus , in Splendidissimo Summorum et honoratissimorum Virorum Con׳ S €ssu. 4. 4 Bogen. J637• Christliche trcuhcrtzige Büß Predigt nach Anleitung der Prophetischen Ermahnung E־ai״e LV, 6. 7. Gastweise gehalten zu St. Elisabeth von Christophoro Gerhards. 12. 3 Bogen. . > 1638· Eine Hcrtzliche Klage vnd Christliche Vermahnung, Klage vber die Sünden, Vermahnung zur Buße vnd Bekehrung, von Melchior Ritter. Breßlaw. 8- 3 Bogen. 163c). ChristopJìori Coleri Dissertationes de antiqua et nova Germanoriun Possi, et utriusq', vindicibus Programma. 4. 1 Bogen. 1640· Carmina Secitlaria De Typographia , ante annos ipsos duccjitos a Germanis inventa. Curabat parker atq ; imprimcbat Georgius Baumann Typographus Vratislaviensis, Anno Christiano 1640. 4. 6 Bogen. 1640. Andreas TscherningS Lob der Vuchdruckercy. à Ende : Gedruckt zu Breßlaw , durch Ge- orgium Baumann. 4. 2 Bogen. 1640. Der Kayserlichen vnd Khoniglichcn Stadt Brcßlau Neu verbesserte Gesinde Ordnung. Publici- ret im Monath Augusto Anno M.DC.XL. Zu Brcßlau druckts Georg Vaumann. Folio. 2!- Bogen. 1640. Publication Deß, von den gcsambten Herren Fürsien vnd Ständen, in Ober - vnd Nieder- SchUsien, bey jetziger, den Acht;chendcn Octobris, wehrender Zusammenkunfft in Breß- law geschlossenen modi, die Ihr Kayserl. Maytt. vorwilligte Auffschläge, auff Wein, Bier, Meth, vnd Brandtewein, zu colligiren vnd Einzunehmen. Gedruckt zu Breßlaw, durch Eeorgium Baumann. Folio. 2־ Bogen. 1640. Der Kayserlichen vnd Khoniglichcn Stadt Breßlaw New verbesserte Ordnung, wie es bey Hoch- zeiten , Kindtauffen vnd Begräbnüssen hinfüro gehalten werden solle, Publiäret im Monath Aprili, A. C. MDCXXXX. Zu Breßlaw druckts Georg Baumann. Folio- 4 Bogen. 1641. New vnd Alter Schreib Kalender, Sampt Astronomischer Vorsagung, Astrologischcr Muth- massung vnd Historischer Auffmerckung. Auffs Jahr vnsers Herren Jesu Christi M.DC.XXXXH. Auff das Land Schlesien vornemblich gerichtet vnd gestcllet, Durch Georgiern Gebhardum Cruciburgensem Sileäum. Zu Breßlaw druckts vnd Verlegts Georg Baumaun. 4. 9 Bogen. 16i \1, \ 8. George Baumann der Jüngere. 51 164Î. Geldt - Anlöge, Deß Fürstcnthuml's Oelß; Wie solche wegen vnvmbgänglichtt vorgefallener ' Landesangelcgenheit, vber vorige Contributioncs eylfcrtig angeleget, vnnd dsobalbt ein- zubringen, auß Lanbeß Fürstlicher Macht publiciret werden müßen- Den 1. Octobr. Anno M.DC .XXXXI. Gedruckt zìi Breßlaw durch Georgium Baumann- goïto 2 Bogen. 1641. Danielis Csepconis Panegyricus , de asserto. Svidnicio, Illustrissimo Hcroi Georgio Ludovico Stahrembergio dictus. Folio. 4 Bogen. 1641· Monumentimi Gratitudinis fortissimi 's Patriae , contra Tartaros Propugnatoribus , cum primis a Illustriss. ac Celsiss, Principi ac Dno. D. Hcnrico II. s. pio Silesiac Duci, erection a Chrisostomo Scliultz. 4. 1 Alpliab. 1642· Fidelis admonitio ad Civcs Vratisl. Literatos in conclusione Demonstrationum Catholic carum a Coturio , Jesuita , ahjcctae fidei accusatos atq; ad suscipiendam Religio- nem pontificiam , modo hypoeritis familiari invitatos , in qua ex locis communibus potissimum et Confessione Catholic a. D. Gerhardt ostenditur , Coturium in suis de- monstrationibus quas Docat , Catholicis , nihil fere dixisse ר quod non ab aliis Jesu• itis dictum a nostris multoties refutation sue rit. Vratislaviae 8· 7 Bogen. Î642• Scutum fidei et bonae famae telis coturianis , pro vindicanda fideli admonitione Wra- tislaviensibus non ita pridem inscripta , objectum a M. Mich. Hermanne , e Socic- tate Jesum TVratislaviac sincere praedicanti , Pastore Neapel. Eresine g. !2 Bog. 1643. Johann HcermanZ Geistliche Hertzstärckung für Verfolgte, Weinende vnd Krancke, in 3. Pre- digten. 4. 1644. Dreyfache Erklärung der Zukunfft vnscrs Herrn vnd Heylandes, in Versen, von M. Abra- hani Paritius , PoEta Caes. Laureato. Vrcßlaw 1644. 8· !644. Joh. Hcrrmanni Praeceptorum moralium et sententiarum lib. III. Zuchtbüchlcin für die zarte Schul Jugend. Breßlaw 12. 1643. Joh. Heermanns Leichprcdigt, gehalten Frau Anna geb. Bcckin, Herr M. Henriei Klosii Nectoris zu S. Maria Magdalcna Ehefrau, welche den 5. December 1643. gestorben, in Text: Rom. VIII. 18. Breßlaw 1644. 4. 3 Bogen. 1645· Christopkori Coleri, Ex eminentis Viri Joh. Barclaji Icone animorum Novem hominem Genius oraloriis characterismis notatus. Breslae 1645. 4. 2 Bogen. 3646· Ρ rid. Eidus Vl.tiles Julianas, A. C. cIoIocXLVJ. Perquam- Reverendo , Excellentis- simo, Clarissimoq. Viro On. Ananiae Webero. S. S. Theol. Doctori; Vratislaviae in D. Elisabetae Templo Pastori merentissimo ; caeterarumq ; ibidem Ecclcsiarum et Scholarum Evangalicru am Inspector! vigilantissimo, Natalis L. Votiva Elegia pii affectas et officii ergo celebratus a Christophoro Colerò. Ibidem exscripsit Georgine Baumannus. 4. i Bogen. ׳1647 52 Geschichte der ersten Eresi. Buclidruckerey♦ 1647· Kurtzes, jedoch Wohlgegrundetcs Arithmetisches Handbuch, darinne 250. Tabellen zu besin- den zc. Verfertiget durch Gottfried Herrn, der Arithmetischen Kunst Liebhabern, vnd E. Gestr. Hochwcysen Nathß der Stadt Breßlaw Untcr-Nenthschreibern. Gedruckt zu Vreßlaw durch Georgium Baumann, in Vorlegung des Authoris, 1647· Folio. 39 Bogen. 1648. Schreib Kalender Auffs Jahr nach Christi Geburt, 1649♦ Mit Vermerckung etzlicher gewisser Tage, an welchen das Fürsten - oder Dberrecht, so wol das Königliche Mannrccht, Landt-- recht, Leuterungß Tage, Stadtrecht, Schöppenstube vnd Ferien bey Gerichten, die Grosse vnd Kleine Wolleschaar, in der Kayserl. vnd Königl. Stadt Breßlaw, wie dann auch das Landtrecht, so zum Neumarckt, pfleget gehalten zu werden. Allen Obrigkeiten, Doctorn, Eantzleyverwandten, Advocaten, vnd Kauffleuten, zu dienlichem brauch sonderlich zuge- richtet: Durch Valentini Hanckens Continuatorem (D. F. C. M. ) nunmehr ins Drey vnd Zwanzigiste Jahr. Zu Breßlaw druckts Georg Baumann. 8· !649. Panegyricus Gcne.thliacus Illustrissimo Celsissimoq ; Principi ac Domino, Dno. Gcor- gio Rudolpho, Duci Silesiae etc. cum Cclsitudo ejus Ao. 1649. 2? ' ^ anua> V Na- talcm suum LV. Vratislaviae Solemni ritu celebraret, dicatus consecratusq ; a Chri* stophoro Colerò. Vratislaviae. 4. 5 Bogen. 9. Die 9· Die Cjeorge Baumann der Jüngere hinterliess zwei Töchter als Erbinnen seines Hauses und seiner Druckerej^. Die älteste, Maria, heirathete den Breslauischen Kauf- und Handelsmann Heinrich Franke; die jüngste, Rosina, den Bürger und Buchführer Caspar Klosemann. Der Letzte übernahm die Druckerey, Schrift- giefserey nebst allem Zubehör. Der noch vorhandene Kaufbrief des schon oben genannten auf der Reifergasse gelegenen Hauses ist vom ?9. Januar 1650 datirt. Klosemann lebte aber nicht lange und seine Frau" ward nun als Erbin ihres Mannes alleinige Besitzerin der Oificin und des Hauses. Um diese Zeit im Jahr 1662' versuchte es ein gewisser Samuel Butschky, eine zweite Buchdruckerey in Breslau anzulegen. Die Sache kam bis vor den Kaiser. Die Baumannsche Of- klein wies? ihre Privilegien vor und Butschky ward abgewiesen, Rosina Klosemann blieb Wittwe bis zum Jahre 1657. In demselben verheirathete sie sich zum ζ weitenmal e mit dem Syndicus der Stadt Breslau Andreas von Assig und Siegersdorff Iuris Ftriusquc Doctor , doch so, dass sie als eine Baumannsche Erbin die Besitzerin der Druckerey blieb. Assig verkaufte mit Bewilligung seiner Frau das Haus auf der Reifergasse und verlegte die Officin auf die Mühl - oder Windgasse in das Eckhaus Nr. 291, worinn sie sich noch jetzt befindet. Andreas von Assig starb den 10. Mai 1676 und nicht lange darauf den 6. September desselben Jahres seine Frau. Letztere übermachte in ihrem Testa- mente vom 24. August 1676 {publicatum den 7. Sept. 1676 ) das Haus und die Druckerey ihrer Schwester Tochter, Maria gebohrne Franken, Christoph AI» brechts, Kauf-und Handelsmannes in Breslau, Ehefrau; „ohngeachtet " — heissp es im Testament — „drfunctus maritus sie gebeten, sich gegen seinen Sohn Jo- ,,hann, der ihr grossen Kummer verursacht, ferner wohlthätig zu erweisen und ),wenn er sich in sein Vaterland verfügen würde, da er in der Cron Schweden -.,Dienste stünde, ihm alles , was seines Vaters gewesen, zu verlassen, als die Bi- ,jbliothek und das Silberwerk." I/j. Diese 54 Geschichte der ersten Eresi. Euchclruckerey. Diese Frau Maria A lbr editin War den 25. März 1642 in Breslau ge- bohren, verheirathete sich mit dem genannten Christoph Albrecht den 30. Sept. 1659 und gebahr ihrem Manne zwei Töchter und vier Söhne, von denen drei Söhne schon in früher Jugend ihr Leben endigten. Ihr Mann starb 1682 den 8· April, 47 Jahre alt. Sie aber erreichte ein hohes Alter. Ihr Todestag war der 12. Januar 1729. Sie ward also beinahe 87 Jahre alt. Unter ihrer Direction erhielt die Officin ihren alten Flor. Albrechtin empfieng auch von Kaiser Joseph dem Ersten ein neues Privilegium dar- über, cl cl. Wien den 17. November 1707. Die Confirmation desselben ertheilte ihr Carl VI. d. d. Wien 20· Juny 1713. Letzteres ist auch besonders abgedruckt und mit dem Attest des Raths zu Breslau versehen d. d. 16. August 1713, Um sie in ihren Rechten völlig zu sichern, ertheilte ihr Carl VI. d.d. Wien 19. Ja- nuar 1714 ein zweites, worinn alle Privilegia vom Crispin Scharfsenberg an mit inseriret und bestätiget sind. Nach ihrem Testament vom 15. April 172Z (publication den 12. Januar I729) waren Erben ihre.-- hinterlassenen Vermögens: 1. die drei Kinder ihrer an den D. Samuel Grafs verheiratheten, aber verstorbenen Tochter Rosina, Namens: 1. Rosina verehlichte Sommer, 2. Samuel Grass, Med. D. und 3. Benjamin Grass, Adiocatus juralus; ferner 2) ihres verstorbenen Soh- nes Gottlieb Albrechts von Baumann auf Radaxdorff , kaiserlichen Raths hinterlassne vier Kinder, Namens: 1. Johanna Eleonora verehlichte von Bock, 2· Carl Gottlieb, 3. Johann Ernst und 4. Christian Wilhelm, Haus und Druckerey empfing aber D. Samuel Grass der Jüngere in Voraus. Dieser Samuel Grass, der Philosophie und Medicin Doctor, wie auch der Kaiserlichen Reichs-Akademie Naturae Curiosorum Mitglied, war den 14. De- cember 16Z4 in Breslau gebohren worden. Sein Vater hiess Sa mue 1 Grass und war Med. Doct. und hernach Proto-Pliysicus zu Breslau und seine Mutter die schon genannte Rosina gebohrne Albrechtin. Den 7. August 1715 verheirathete er sich mit Johanna Sophia, deren Vater George Eis fahrt, hiesiger Bürger Kauf- und Handelsmann war. Er zeugte mit ihr neun Söhne und zwei Töch- ter 9· Die Baumanns dien Erben♦ 55 ter. Die Druckerey übernahm er den 12. Januar 1729. Den 17. März 1738 -wurde er vom Rath zu Breslau zum Stadt-Physicus ernannt. Unter ihm begieng die Officin im J. 1740 den 24. Juny das dreihun- dertjährige Jubiläum von Erfindung der Buchdruckerkunst, wel- ches in allen grossen Städten Deutschlands, wo es Druckereyen gab, feyerlichst begangen ward. Auch hier wurde in allen Kirchen darüber gepredigt, als dem Andenken an eine Begebenheit, die einen so entschiedenen Einfluss auf die p e förderung wahrer Religiosität gehabt hat. Das hiesige Jubiläum wurde den 25. und 26. Juny in den Zimmern der Druckerey selbst mit einer stark besetzten Musik in Gegenwart des Magistrats, der Geistlichkeit, mehrerer angesehenen Kaufleute u. a. gefeyert. Alle dabei veranstalteten Feyerlichkeiten , sind in einer eignen Schrift beschrieben , die wir zum Theil zu dieser Biographie benutzt ha- ben und deren vollständigen Titel wir weiter unten anführen werden. *). Zum Gedächtniss dieser Begebenheit liess auch Grass eine Medaille prä- gen. Sie stellt auf der Vorderseite die Bildnisse Guttenbergs und Fusts mit denen darunter befindlichen Anfangsbuchstaben ihres Namens I. G. und /. F• vor, mit der Um- und Unterschrift : der Buchdruckesk-ünst Erfinder 1440 in Mainz. Auf der Kehrseite sieht man das Buchdruckerwappen , welches Kai- 8er Friedrich III. sämmtlichen Kunstverwandten ertheilte, in dessen Schilde ein doppelter Adler mit einem 'Winkelhaken und über dem gekrönten Helm ein Greifs mit zwei Druckerballen in den Klauen befindlich ist. Darunter folgende Schrift und das Datum: Als Guttenberg und Faust den Bächerdruck erdacht, Ward Wahrheit und Verstand in helles Licht gebracht. Drittes Jubiläum 1740 den 24. Junii. Die Medaille selbst ist von dem damals berühmten Breslauischen Medail- leur Kittel■ __ r Nach *) Noch lebt ein Veteran unsrer Stadt, der diesem Jubiläum als Jüngling beiwohnte. Es ist dies der verdiente Ecclesiast bei unserer Haupt-und Pfarrkirche -zu St. Elisabet Herr Hieronymus Scholtz, ein grosser Freund und Kenner der schlesischen Ge־ schichte , dem wir auch mehrere schätzbare Beiträge zu dieser Schrift verdanken. 56 Geschichte der ersten Bresl. Bache! ruckerey. Nach der Besitznahme Schlesiens von Friedrich dem Zweiten, Könige von Preussen, suchte Grass um eine Bestätigung seiner Privilegien nach und er- hielt sie d.d. Potsdam 20· November 1742. D. Samuel Grass starb den 28· November 1745 , alt 61 Jahre. Beinahe noch drei Jahre führte darauf seine hinterlassne Wittwe die Di- rection der Druckerey. Dann übergab sie dieselbe im J. 1748 ihrem zweiten Sobrio Carl Wilhelm Grass, mit welcher sie nun den Namen der Druckerey der Baumannschen Erben verlohr und von ihm den Namen der Grassi- sehen erhielt. Da die vorhin genannten Besitzer der Officin keine gelernten Buchdrucker waren, so war-man genöthigt, Fact ore zu halten, denen man die Aufsicht über die Arbeiten in derselben anvertraute und unter deren Namen die Bücher und Schriften aus der Presse kamen. Der Zeit nach waren es folgende: ϊ. Gottfried Gründer. Ein Anverwandter George Baumann des Jüngern, in dessen Lehre er auch gestanden. Er verwaltete sein Amt vom Jahr 1650 bis 1663, 2. Johann Christoph Jacob. Sein Vater war ein hiesiger Buchführer und hiess Christoph Jacob. Ersterer wurde gebohren den 22. November 1635, lernte die Kunst unter Gott- fried Gründern und stand nach seinen Reisen wieder unter demselben, bis er, da dieser im J. 1663 wegzog, vom Herrn von Assi g zum Factor angenom- men wurde. Er heirathete eine Tochter M. Johann Grünwalds , Namens Β ο - sine und erkaufte sich im J. 1673 eine eigne Druckerey in Brieg. Er starb den 19. September 1689· Nach ihm kam wieder der obige Z. Gottfried Gründer, Er verwaltete von neuem das Factorat von 1673 bis 1681. Ob er aber 1681 gestorben oder wieder abgegangen, weiss man nicht. Ein Gottfried Gründer druckte 1711 zu Brieg Herrmanns Maslo graphie: ob es viel- leicht sein Sohn war, ist ebenfalls unbekannt. Johann c). Die Baiimaníischen Erben. 57 4. Johann Günther lì ö r er. Gebürtig von Königssee aus der Greifschaft Schwarzburg in Thüringen, verwaltete das Factorat v. J. 16Z1 bis 1699, in welchem Jahre er im Monat April seinen Abschied nahm und in seine Vaterstadt zurückgieng. 5- Johann Jancke. Gebürtig von Lübben in der Niederlausitz, lernte die Kunst in Frank- furth an der Oder, conditionirte hernach in Wittenberg, Leipzig, Jena, Erfurt, Breslau, wo er im J. 1663 postuliret, in Biieg und wieder in Frankfurt!! an der Oder. Hier heirathete er und ward darauf nach Breslau verschrieben. Den 1. Mai 1699 trat er sein Amt als Factor an, welches er beinahe 19 Jahre ver- waltete und in dieser Druckerey zusammen 26 Jahre in Diensten gewesen. Er starb den 24. April 171Z. 6. Johann Theophilns Straubel. Gebühren den 24. Jan. 1677 zu Frankenhausen in Thüringen. Er war von 17 IO bis 171Z. Buchdrucker in Öls, woselbst er 1710 die grosse Pest mit über- stand und in dem Hause seines Prinzipals der Einzige war, der mit dem Leben davonkam, und eben so glücklich der ihm drohenden' Gefahr , lebendig begraben zu werden, entgieng. Den 24. Apr. 171Z ward er von Frau Maria Albrechtin in seinen Posten als Factor eingeführt und in Gegenwart ihres Sohnes, Gott- lieb Albrecht von Bau ma η η auf Bad ax d ors, des D. Samuel Grass und des Stadtvogts Zacharias Machnitzky, den Kunstverwandten der Officin vor- gestellet, deren Namen uns Straubel selbst, noch hinterlassen hat. Es waren: Johann Pretel, Christoph Se h lie ben, Christian Friedrich Güntzel, Christoph Sehe er, Heinrich Polack, Johann Schnitze, Heinrich Mühlstephan und Johann Jacob Heyer. Straubel verwaltete sein Amt über 35 Jahre mit vieler Treue und starb nach einer langwierigen, schmerzlichen Krankheit an einer gänzlichen Entkräftung den 6. Mai 1753 über 76 Jahre alt. Sein Leichnam wurde auf dem Kirchhof zu St. Elisabet begraben. Er gehörte zu den thätigsten und redlichsten Factoren der Officin und ward als ein from- mer und treuer Diener seines Herrn ungemein bedauert. !5 Die 58 Geschichte der ersten Bresl. Buchdruck erey. Die Officin selbst erhielt sich während dieser Zeit in ziemlichem Flor. Drei Pressen waren wenigstens beständig im Gange. Auch scheint die Liesse- rey noch eine Zeitlang bestanden zu haben; war aber unter Grass e η nicht mehr vorhanden. *) Von den durch die Baumannschen Erben gedruckten Schriften haben •wir noch folgende aufgefunden; Ohne Jahîzahl : In fatales Turris et Templi Elisahetani Vratislav. Casus. Entwurfs des' Thurns vnd der Kirchen zu St- Elisabeth in Dreßlaw Einfalls. Gedruckt zu Breßlaw in der Bau- mannischcn Druckerey durch Gottfried Gründern. Wahrscheinlich vom Jahre 1650 da die Thurmspitze 1529 herabfielden 10 und 15. August 1649 drei Pfeiler sammt der Orgel einstürtzten undum. dieses Jahr erst Gründer sein Amt als Factor antrat. 1650, Leich - Sermon , über den plötzlichen doch seeligen Hintritt, des vocyland Ehrenvesten, und Wolgeachtcn Herrn George Baumanns , Bürgers und Buchdruckers der Stadt Breßlaw : Welcher an dem Neuen Jahrs-tag dieses eingetrettenen 1650 Jahrs des Abends zwischen 7 und 8 Uhr, auß dieser mühseligen Welt abgeschieden, und den 5 Jenner, Christlichein brauche nach, bey der Kirchen zu St. Barbara beygesetzet worden. Bey hochansehliger und Volckreicher Sepultur gehalten von M. Casparo Wolfàhrt/ Archi-diacono und Seniore bey der Kirchen zu St. Elisabeth. 4. 1| Bogen- Hinter dieser Rede folget: Trost-Gcdancken , über dem wiewol plötzlichen icdoch secligcn Hintritte, des weyland Eh- rcnvcsten, und Wolgcachten Herrn George Baumanns, Bürgers und-Buchdruckers der Stadt Breßlaw: Ausgesetzt von M. Johann Friedrich Schröck, Diacono zu St. Elisabeth. 4. I Bogen- Dahinter folget : Diuturnae Memoriae Viri !!onestissimi, Integerrimique , Civis apud Vratislavicnses Laudatissimi; Typographi ibidem Solertissimi atque Assi- duissimi , Dn. Georgi Baumann, Ipsis Calendis Januariis Ami. clolocL. piam bea- tamo ; quamvis celerriiiio fato , mortem apti; ab Amicis, meritissimo Ipsius, consc- crata Epicedia. Ejusdem B. Baumanni Typis Vratislaviae impressit Gottfridus Grün- der, Defuncti Cognatus. 4. 3^ Bogen. Hinter diesem folgt: GedächtNÜß - Ruhm , auf Herrn George Baumanns, Bürgers und Buchdruckers allhier, zwar uhr-plötzlichen Doch seeligen Hintritt , In höchster eyl bey andrer Unmüsse entworffen von Christophoro Colerò. 4. ι Bogen. 1650, *) Sämmtliche zu diesem Abschnitte erforderlichen Nachrichten sind mühsam , theils aus Kundmann, theils aus handschriftlichen Aufsätzen und Notaten, theils aus Testa- menton , Kaufbriefen, Tauf-, Trau- und Todtenlisten und Leichenpredigten zusammen- getragen worden. 9· Die Baumaniisclien Erben. 59 1650. Apotecker Ordnung vnd Taxa, der Kayser - vnd Königlichen Stadt Breßlaw aufgerichtet vnd publich-t Anno 1650. Breßlaw, in der Vaumanuischen Druckercy, drucktS Gottfried Grün- der. Folio. 18 Bogen. 1653. I. N. I. Denck - vnd Danck-Mahl, Von Bekehrung dieser Landen, Aus dem Heyden ■■ zum Christenthum ; in kurtzen teutschen Gerichten auffgerichtet; Und von etlich" , hernach genau- dter, Freyherr - vnd Adelicher, Bey dem Gymnasio zu St. Mar. Magdal. in Breßlaw studierender Jugend, den 22. Mertz, deß 1653. Jahres, Zum Beschluß der Jahrmarckts- Fcycr, öffentlich dargestellet. Breßlaw, In der Baumannischcn Druckcrey, druckts Gott- fried Gründer. 4. 1654. Der Kavserlichen vnd Khbniglichen Stadt Breßlaw New Revidirte und verbesserte Mühlen-- Ordnung. Publichet den 16. May 1654. Breßlaw, M» B.iumannischer Druckcrey drucktS Gottfried Gründer. Folio. 1655- J■ N. J. Mnemosyne Diei Nominaiis hodie féliciter rever si, Viro - Juveni Eximio, Hu- manissimo , Doctissimo On. Ephraim Heermanno , Alhenaei, dum florehat , Glo- goviensis Con - Rectori solertissimo , etc. a nonnulLis Gymn. Vrat. M. Magdal. Alu- mnis d. IV. Non. Sept. A. Epochac C. clolocLV. Wratislaviae , Typis Baumannianis czprimebat Gottfried Gründer. 4. 1| Bogen. 1655. Lanx Satura De Pace Sacri Romani Imperli Religiosa, In Officina Ronarum Mentium Elisabetana , Stilo Et l'ilo Declamatorio VI. Kal. Junias Armi chlocLV. A luven- tute In Solemni Dislrihuendorum D071ativorum Panegyri Exhibenda , Directors Christoph. Colerò Eloquent. Histor. Et Politices Profess. Puh. Vratislaviae Typis Bau- mannianis exprimebat Gottfried Gründer. 4. 1 Bogen. 1657. ^'י D' üt '^ e Declamationum Nonnullarum Ex Epistolis Phalaridis , Agrigentinorum Tyranni , adornatarum , D. XIII. Septemb. An. Christ. cIoIocLVII. in Gymnasio Magdalenaeo habenda, ducto M. t Johann Fechneri. Wratislaviae Typis Bauman- nianis exprimebat Gottfried Gründer. 4. 1 Bogen. 1658· Honorifica Nommis Memoria, Nobilis , Clarissimi, atq ; Expefientisshni Viri, Dn. Blasii Gleyssenberg Leorini, Medic. Doctorandi , Olim apud Hainovienses in Ligni- censi Diicatu Physici Ordinarii; Hactenus autem in Incinta Vratislaviae Urbe per annos complures Medicinae Practici, Utrobiq ; et sollertis nec infelicis: derepente primum attonito corporis stupore peregre prostrati, et brevi post Pridie Calend. No- vembris Anno Christi 1658· aetatis autem ipso sexagesimo ad exitum jam properante Vratislaviae exstincti; non nullorum Carminum moiiumentis ab Amicorum affectu con- secrata. Vratislaviae , Typis Baumannianis exprimebat Gottfried Gründer. 4. \\ Bog, 1659. Auff den Tödtlichen Hintritt deß Wohl-Edlen, Gestrengen, und Hochbenambten Herrn Gre- gor Biebers, Deß Raths, und wohlverordneten Vauherrens, bey der Kayser- und König- lichen Go Geschichte der ersten Eresi. Enchd ruckerey. lichen Haupt-Stadt Breßlau; Wie auch !treuen Vorstehern der Kirche zu St. Mar. Mag- bß\. daselbst; . Welcher nach deß Allerhöchsten uncvforschüchem Rath und Willen, den !0. Jul. dieses (aussenden 1659. Jahres im 56· Jähr seines Alters, Kurtz für entstandener schrecklichen Feuers-Brunst, sich begeben; Zu schuldigen Ehren, und rühmlichem Angeden- ken v.vffgesetzte Grab-Gerichte. Breßlau, Druckts Gottfried Gründer, Baumannischer fao tor. 4. ι Bogen. 1660. Α. Ω. Nuptiis G-asto - Freiwàldianìs , Wratislauiae Silesior. III Febr. Ann. MDCLX. Féliciter Adornàndis •, Fnve71t.it/rn et Voventium Amicorum Fausta Acclamations , Con- scorata Epithalamia. Typis Baumannianis exscripsit Godofredus Gründer. 4. 1 Bogen. 1660. New - Jahrs - Lied, Aufs das י 6 נ este Jahr Christi, Dem allein unsterblichen Gokt zu Ehren, Und denn; Denen Wol - Edlen , Gestrengen, Eh>envesicn, Hoch- und Wolbenambten Herren N. N. Praesidi und Rathmannen , Der Kaiserlichen und Königliche« Stadt Breß- law. Seinen insondcrs Hochgeehrten Herren, und Hochwerthen Patronen- Auß schuldig- ster Submission übergeben Von Tobias Zeutschnern , Not. Caes. Pubi, und Organisten zu St. Mar. Magdal. in Breßlaw. Breßlaw, Gedruckt durch Gottfried Gründern, Bauman- Nischen ?actor. 4. ~ Bogen, enthält 10 Verse auf 4 Stimmen gesetzt. *Ohne Jahrzahl. *Concert, Nun danckct alle Gott, der grosse Dinge thut, zc. Mit 4. Vocal- vnd 10. Instrumental - Stimmen, sampt dem Lasso Continuo , Gott forderst zu Ehren, Und denn Denen Wol -Edlen, Gestrengen, Edlen, Groß-Achtbaren, Hoch -vnd Wolge- larlcn, Ehrendesten, Hoch - vnd Wolbenahmten Herren N. N. Praesidi, Rathmanncn vnd Syndicis, Der Kaiser - vnd Königlichen Stadt Breßlaw. Seinen insondcrs Hochge- chrtesten Herren, vnd Hochgeneigtcn Maecenaten, Componici, Dedkiret, vnd dienst- fertigst offériret Von Wolff- Ernst Rothen. Breßlaw, Gedruckt durch Gottfried Gründern Baumannischen Factorn. Fol. 6 Dogen. 1661· J> -V. J. Solemnitas Parnassio. Onomasteriis Excellentiss. Clari fs. Doctissimiq ; Viri, Do- mini M. Eliae Majoris. P. L. C. Gymn. ad D. EUsab. quod est Vratislaviae Recto- ris et Prqfessoris etc. A nonnullis Nominis ejus Cultoribus Bonarumq; Artium yllu- mnis A. Redempti Orbis cIdIdcLXI . cl. XX. Julii etc. W r atislaviae , Typis Baumannia- BIS exprimebat Gottfried Gründer. 4. 2\ Bogen. !661. Capitulation, Von Anno 1645. Wie solche anjctzo zu Einbringung Einer - von der SRSm: Kaiserlichen auch zu Hungarn vnd Böhaimb Königl. Mayt. Anserem Altergnädigstem Kaiser, König, vnd Herren, an die Hochlöbl. Herren Fürsten vnd Stande, Aliergnadigst begehr- ten Eventual -Tûrácn Hülffe , an statt eines andern »freigestelleten modi Extraordinarii, in diesem Hcrtzogthumb Ober - vnd Niedcr-Sckiesien , praetkiret werden soll. Im Jahr *661. Breßlaw, gedruckt durch Gottfried Gründern, Vaumannischen Factom. Folio. 6 Bogen. 1653. r). Die Bau ïnk nu s eh eri Erben. 61 V* 1663. 166= r 66 κ 1 66s 1663· De Gratitudine Oratio Laudatoria etc. Clicns subjectissimus Paulus Paulini , Cihinio- Transilv. Ad Aed. D. Mar. Magd. Choral. Anno a cunis Christi MDCLXIII. Yra- tislaviae , Typis Baumannianis , exprimebat Gottfried Gründer. 4. 1\ Bogen. Carmina bondé Famae bonaeq ; Mente sacra etc. Focminae Mariae natalibus Herman- niac , M. Johannis Balthasaris Cargii , Templi Gymnasiiq; Elisabcthani apud Vrat. Cantoris et Collegae Conjugis etc. quae obiit An. cloIocLXIII. ipsis Nonis Sextilibus intra horam XI. et XII. nocturnam An. aetatis climacterio XLIX. Vratislaviae Ty- pis Baumannianis exprimebat Johan. Christoph Jacob. 4. 3 Bogen. Der Kayserlichen vnd Khoniglichen Stcidt Breßlc-w New auffgclcgt vnd cingenchte Ordnung, Wie es bey Hochzeiten, Kind-Tauffen vnd. Begräbnüssen Hinfüro gehalten werden solle. Auffs neue püfcliciret im Monath Januario A. C. MDCLXV. Breßlaw , druckt? Johann Christoph Jacob, Baumannischer Factor. Folio. 4 Bogen. Discursus Politicus , seu Famularis Prodromus, Novorum Chronicorum Ducatus Sile׳ siae , etc. etc. ab Ephraim Ignatio Nasone, J V. P. Wratislaviae Impensis Gode- friâi Jonischi, Bibliopolac. Typis Baumannianis , Excudebat Johannes Christoph. Jacob. M. DC. LXV. 4. 6\ Bogen. Fama Posthuma Virtutis et Honoris Episcoporum Vratislaviensium , Virtuti et Honori Reverendissimi ac Celsissimi Principis Domini , Domini Sebastiani Dei et S. Sedi* Apostolicae gratia Episcopi Vratislaviejisis , Sacrae Caesareae Rcgiaeq; Hungariac ac Bohemiae Majestatis Consiliarii, et Supremi in utraq; Silesia Capitancatus Ad- minislratoris, cum Solenni ritu in Silcsiae Antistitcm consecraretur, Oblata A Caesarco Regioq; Collegio Vratislaviensi Socictatis Jesu. Anno MDCLXV. Wratis- lavine , Typis Baumannianis imprimebat Johannes Christophorus Jacob. Folio. 26 Bg. Alimonia Menstrua, Monathliche Seelen Nahrung , Oder Andacht-Übungen, jedes Monath Gottseeliglich zu gebrauchen, beschrieben durch Β. P. Bartholomaeum Christelium Soc. Jesu. Cum Superiorum Facilitate. Brcßlau, druckts Johann Christoph Jacob, Bau- mannischcr Factor. 166Ü. 12. 1 Alpliab. 19Ϊ Bogen. R. P. Petri Canisii Socictatis Jesu Theologi, Catechismus Graeco- Latinus. Nane ücrum in Gratiam Studiosae Juventulis , opera Georgii Mayer Socictatis Jesu edi- tus, denuo accuratius revisus. Anno 1666· Vratislaviae , Typis Baumannianis ex- primebat Joh. Christoph. Jacob. 12· 5 Bogen. GcrManVs VratlsLaVIae DcCor , consistens in Palatinis et Palatiis utrobiq; Magnisi- cis , Quem Stylo Artificis Phidiaco, et Filo Poëtae Pythico καϋ0ύ :ααιν adumbratum Ad Patres Patriae Maecenatcsqice Verendos officiosissimi amandat Georgius Schöbet, J. U. C. Vratislaviae In Haeredum Baumannianorum Typographia exprimebat Joh. j H Christoph. 1666. 1666. 1667. 62 Geschichte der. ersten Eresi. Buchdruckerey. Christoph. Jacohi. Anno clolocLXVII. Folio. 15 Bogen. Mit den Bildnissen der da- mais lebenden Raths - Glieder. j66j- Phoenix Redivivus , Ducatuum , Svidnicensis , et Javroviensis. Der wieder-lebendige Phönix, Der beyden Fürstenthüincr, Schwcidnitz, Und Zauer. Autore, Ephraim Igna- tio Nasone, ICto, Suprema« , Regiaeq; Curiae , Ducatus Silesiae, Concipista, Brcßlau, In der Baumannischen Erben Druckerey, Druckes Johann Christoph Jacob, Fa- ci or. Im Jahr 1667. 4. 1 Alphab. 20 Bogen- 1668· Der Kayserin Bet-Buch, (mit Holzschnitten) Breßlaw, in der Baumannischen Erben Dru- ckeren druckts Johann Christovh Jacob, Factor. 1663. 2 ג . ! Alphab. 4z Dogen. ?663. Der Kaiserlichen vnd Khöniglichen Stadt Breßlaw Auffs neu umgcfcrtigte, vermehrte und verbesserte Bau-Ordnung. Gedruckt und puhliciret im Jahr 1668. In der Baumannische» Erben Druckerey, druckts Johann Christoph Jacob, Factor. Folio. 14 Bogen. 2671. Beylagen zu dem Nesselrode Hatzftldischen Stami Causae gehörig. Breßlau, In der Bauman- nischen Erben Druckerey druckts Joh. Christoph Jacob, Factor. !671. 4. 4 Bogen. 1672. Der Kayser - und Königlichen Stadt Breßlaw Auffgerichte Wechsel -Ordnung. Anno !672!. Brcßlau. In der Baumannischcn Erben Druckerey, Druckts Johann Christoph Jacob , Factor. Folio. 3 Bogens 1673. Ob Ein Jedweder in seinem Glauben die Seligkeit erlangen könne? Berathschlagung Weiland Deß Wol-Ehr-würdigen V. Julii Caesaris Coturii, Societatis Jesu. Nunmehro Aiiß der Lateinischen in Teutsche Sprache übersetzet Von Ephraim Zgnat. Naso von Lowenfels. Breß- lau. In der Baumannischcn Erben Druckerey druckts Johann Christoph Jacob, Factor. 1673. 12. 14 Bogen. 3673. Vellus Aureum Quindecim Romanorum Rcgum et Caesarum, Gloriosissimac Archidu- calis Domus Austriacae , Ob Solennia Nuptialia Inter Augusti 'ssimum et Invictissi ׳ mum Caesarem Leopoldum , et Serenissimam Archiducem Austriae Claudiam Felici- totem ן Graecii in Styriae 15. Octobr. celebrando. , In contestationem laetitiae pii■* blicae cornpendiosissime concinnatimi, Anno quo DoMVs AVstrla noVa beatVr feLI- Citate. Vratislaviae In Haercdum Baumannianorum Typographia exprimebat Goda, fredus Gründer. 8 2 ׳ Bogen. 3676. Der Kayscrlichcn vnd Khöniglichen Stadt Brcßlau, Statuts und Ordnungen, auffs Neu umbgcfcrtiger Anno M.DC.LXXVI. Breßlau, in ver Baumannischen Erben Druckerey druckts Gottfried Gründer. Folio. 11 Bogen. »676. Publication Der Gesindes - Ordnung , Wie solche Von denen Hoch - und Löbl. Herren Für- sten und Ständen im Hertzoglhum Ober - und Nieder -Schlesien, hiebevor den 1, Martii An. 1652, den 20. Octohr. Anno 1653, und 16 Julii An. 1654, als auch nechsthilî «iederumb den 18 ׳ Septembr. dieses ablauffcnden. !Kosten Jahrs beschlossen, erfrischet, geschärffet, cj. Die Batimannsclieii Erben. 6Z geschärffet, und vermehret worden, und im Lande bey denen Wirthschafften »nnachblciblich gehalten werden sol. Ausgefertigt den 9. Novembr. Anno 1676. Breßlau, In der Bau- mannischcn Erben Druckercy druckts Gottfried Gründer. Folio- 4 Bogen. 1680. Der Hoch - und Löblichen Herren Fürsten Und Stände im Hcrtzogthum Ober - und Nieder- Schlesien Neue Infections- Drbniing, t )e dato Breßlau den 14. Februarii 1680. Gedruckt zu Breßlau, In der Baumannischen Erben Buchdruckern), durch Gottsried Gründern. Fol. 9 Bogen. 1680. Medicinifyti Pest Consilium , entworffen von denen Breßlauischen Physicis im Jahre Christi M.DC.LXXX. Gedruckt zu Dreßlau In der Baumannischen Erben Buchdruckerey durch Gottfried Gründern. Folio. 12 Bogen. j684> Capitulation in Anno 1684· Wie solche zu Einbringung Einer von der Rom. Kaiserlichen auch zu Hungarn und Böhaimb Kvnigl. Mayt. Vnserm Allcrgnädigsten Kaiser, Künig, und Herrn, an die Hochlöbl- Herren Fürsten und Stände, Allergnädigst begehrten Türckcn Hülffe, anstatt eines andern freygestellten modi Extraordinarii, in diesem Hertzogthumb Ober - und Nieder - Schlesien practiciret werden soll. Breßlau, gedruckt durch Johann Günther Rörern, Baumannischcn Factorn. Folio. 6 Bogen. *Ohne Jahrzahl. Wollständige Kirchen - und Haus -Music, Darinn außerlcscne Gesänge, Psalmen und Hymni, auff die gewöhnliche Sonn - und Fest-Tage, auch sonst in allerhand Anlic- •gen nützlich zu gebrauchen, in guter, richtiger Ordnung begriffen; Durch D- Martin Lu- thern, und andere Gottfürchtige Männer gestcllet; So mehrenthesls Anno 161 r. zu Gör- litz in Druck außgegangen: Anjetzo aber zu deß Allerhöchsten Lob und Ehr, auff instänvi- gcs Anhalten Christlicher Hertzen, zum Siebenden mal außgcfcrtiget, und mit vielen Geist- reichen Gesängen, nebst ihren Mclodcyen, vermehret und gebessert. Sampt Dreyen nutz- baren Registern. Cum Gratia et Privilegio. Breßlau, In der Baumannischen Erben Druckerei druckts Johann Günther Rörer. 8. 2 Alphab. 22 Bogen. *) 1638· *) Aus der Vorrede dieses Bucv« erg i e b t sich, dass schon Crispin Schar fe nberg, uncí George Baumann, Vater ן ) 1 ז־ Sohn, das in Breslau eingeführte Ge. ־ anabuch der evangelischen Gemeinden gedruckt ^e. Hier ist die darauf sich beziehende Stelle: „Unter welchen denn mit Wahrheit zu rühmen, « {<8t allein die vor geraumen Jahren allhier in GOTT seelig verstorbene Herr CrispmuS Scharffenderg, uno j ״ ״ . @ eorge Baumann, der esime, son- der» auch dieses Sohn, Herr George Baumann, SSeriiV, Buchdrucker aUbier, und nach seinem see- ligeN Ableben, denen Eydam Herr Caspar Kloßmann, SSuchvífcrcr, M mläje nach und nach unter- fchiedne dergleichen Lieder mühsam zusammen und in Druck bracht, vori^mlich aber, das nicht unbekannt- vollständige Gesangbuch, unterm litui vollständige Kirchen und J?^e Knöphe, insonderheit die von Gold- und Silber - Stück , oder auch ״ ur von dergleichen eingetragenen Zeugen gemachte Mütz - Lodern , Kiippe- 1 י υηΛ Lžitze י wie auch die goldene Ketten und Armbänder, ausedriicklW 1 untersaget, und sollen Sie mehr nicht, als Taffet, und ferenti», halbseidene Zeuge, ein paar Schnur Perlen umb den Und weilen nicht wenig-"- rühmlich ist, cin Werk in seinem Wohlstände zu erhalten, als anzugeben! Al« hat ingleichen der &p*&1 Weiland Erbe und Besitzer der Baumannischen Buchdruckern), Herr C h ri- stoph Albrecht, U>trger und Handels-Mann dißfalls nicht minder seinen Christlichen Eysscr verspüren las- sen, indcme durch setae und dessen hinterlassnen Frauen Wittib Beförderung, diese sogenannte Kirchen und ■patijš- Music, nicht alleine zum neuntenmale in Druck befördert, sondern auch mit vielen Geist- rei- chcn Gesân -zcn vermehret worden. y 9· Die BauDianii s chen Erben. 65 den Halss , doch die nicht allzu kostbar , und Punge mit Steinen zum höchsten 3 o. Fl. r. werth, wie amh Silberne oder vergoldte Gürtel zu tragen befugt seyn. Jedoch wird der Krätschmer- und Part - Crämer ־ Aeltcsteu , wie auch der Reich-Gramer Ehe - Conior/innen eine goldene Kette zu tragen srcygelas'sen. Zum Vi er dt en, Werden dem Gesinde, alss Kauffrnanns - und Herren Dienern, Handwerks ־ Gesellen , Dienst - Weibern und Mägden, nicht allein alle obige und bey No. 1. 2. und 3. genannte Stücke ernstlich verbothen , sondern auch keine andere Kleidung, als von Wolle, und zum höchsten von Camel - Haaren, wie auch endlich ein Silberner Gürtel erlaubet. Und nachdem auch Fünfftens durch die stets veränderliche Mode das gemeine Weibs - Volk den Vor- nehmen Personen alles gleich machen, und dadurch der in einem gemeinen Wesen nöthige Unterscheid in den Ständen zerrittet werden wil ; Als verbitten Wir hiermit nachdrücklich, dass kein Handwercks Weib, Tochter oder einiges Dienst - Mensch einen Manteau, oder aufgesteckten Schlaff-Rock zu tragen, sich nicht unterstehen sol. Zum Achten dem Luxui , und der Pracht der Wagen, länger nicht nachzusehen, sondern solchen zu restringagli die Nothwendigkeit erfordert, so verordnen Wir, dass keiner, als die Doctor es , Kauffmanvs - Aeltesten , Kirchen-und ?10- spital - Vorsteher , Bürger Capitain, und diejenigen Gelehrte und Kauffleule, so zwanzig Jahr lang Bürger allhier seyn, sich der Wagen bedienen mögen, doch sollen dieselbigen nicht vergoldet, und nur mit Leder, Wollenen Tripp, oder einländischem Tuch gefüttert seyn ; Wie denn auch denen Gast-Wirthen vor ihre Gäste einen Wagen zu halten unbenommen verbleibet. Desgleichen stehet denen Zunsits - und Handwercks - Persohnen , so ihre Nahrungen mit Pferden treiben müssen , alss Krätschmern , Färbern , Fleischern , Tuch- scheerern, Hirdlern., und Lehn-Kutschen , jedoch nur zu ihrer Nahrung, kei- nes Weges aber vor ihre oder der ihrigen Persohnen, Pferde zu halten, frey, denen andern allen werden die Pferde und Wagen verbothen. Letztlichen, und zum Neundten, hat auch der Ueberfluss und Hossarlh bey Hochzeiten und Kindtauf- sen, dergestalt über hand genommen , dass verschiedene Persohnen ihr Vermö- gen so Sie zusammen bringen sollen , und sich bey diesen kummerhafften Zei- ten, damit hätten nähren können, theils aufs die Hochzeiten, theils aufs dis Kindtauffen und Sechswochen - Bette verwendet; Dannenhero verordnen Wir hiermit ernstlich, das bey Vermeydung empfindlicher Strasse bey den Hoch- zeiten kein Uberhufs mehr sol gebrauchet, noch die Sechswochen - Bette mit so kostbaren Seidenen Vorhängen, und überflüssigen weissen Spitzen nicht be- hangen noch bebrämet werden sollen. 706. Nachrufs der Ehren Leopoldi I. Magni, Oder Historische Lob - und Gedenck-Nede, κ. enf* worffcn von Gottfried Schultzen, Phil, et Med. Doct. und Practice. Breßlau, in der Taumannifchcn Erben Druckerey druckts Zoh. Jancke, Factor. 4. ! Alph. 22 Bogen. I? !740- 66 Geschichte der ersten Bresl. Buchdruckerey. 1740. Gcrmanum Typogtttphiäe Decus In Actu Publico Ob Distribuendo. Magnìfici Senatus Praemia Solenni Die XVI. Junii A. C. MDCCXL Hor is Locoque Consvrtis A Jv- ventvte Gymnasii Elisabetani Selecta Consider andum Significai Johann Gottlieb Deich- fei, Pro -li. Prof. et Bibliothec. Elisab. Vratislaviac In Officina Baumanniana Ty- pis Exprimebat loiiannes Theophilus S tranbei , Factor. Fol. ι Bogen. 1740. Brcßlauischcs Jubel-Gcdächtnüß Der vor Dreyhundert Jahren erfundenen Buchdruckcrkunst, In einer Vollständigen Sammlung alles desjenigen Wodurch im Jahre Siebenzehnhundert und vierzig In den Drey Evangelischen Haupt - und Pfarr-Airchen der Stadt Breßlau Am Feste Johannis in denen ordentlichen Predigten, und zuvorher in beyden Evangelischen Gymnasiis daselbst, Auch sonst von andern gelehrten Federn, Bey der öffentlich darüber angestellten Freuden-Bezeugung Der in Breßlau über Zwcyhundert Jahre schon blühenden Baumanni- schen Buchdrucker«) Das danckbare Andencken dieser edlen Erfindung zum Preise Gottes Ein- stimmig erneuert worden. Breßlau in der Daumannischen Erben Buchdrucker«) ; druckts Johann Thcophê Straubcl, Factor, 1740. 4. 12 Bogen. Die 2 Actus 14 Bogen. Die Carmina ך\ Bogen. 1742. Die zu Pohlnisch Wartenberg in Schlesien Den 4. Novembr- Anno 1742. frühe zwischen 2. und Z. Uhr aus Verwahrlosung entstandene heftige Feuers-Brunst , Welche diese arme Stadt bis auf den vierdten Theil in die Asche gelegct. Nach den wahrhasten Umstanden beschrieben von Daniel Gomolckcn Bürger und ( 3 »raupn«• allda, Welcher auch selbst mit abgebrannt. Cum Censura. Dreßlau, in der Baumannischen Erben Buchdrucker«), druckts Joh. Thcoph Sträubet, Factor. 8· 1 Bogen. !744. Almae Matri Studioruin Academiae Regiomontanae Friderici II. Potentissimi Borussiae Regis, Electoris Brandenburg! ci , Supremi Silesiae Ducis, Rel. Secularia Sacra altera vice An. MDCCXLIV. die XXVII. Augusti féliciter celebranti, publica haec gaudia pie gratulantur ad eorum Societatem honorifice ab eadem invitati Gymnasii Wratislaviensium Elisabetani Rector et Professores publici. Wr at! slavi ae , in Ossi, cina Baumanniana , exprimebat Joh, Theophil. Straubcl , Factor. Folio. 2 Bogen. 10. Carl ך6 io. Carl Wilhelm G r a ss. Der Sohn des Vorigen, gebohren den 14. Januar 1724, ward von seinem Vater schon in der Kindheit zum Buchdrucker bestimmt und lernte die Kunst in Lau- ban bei dem Buchdrucker und Buchhändler Nicolaus Schiller vom Jahre 1739 bis 1742 und pöstulirte *) den 30. Juny desselben Jahres. Von hieraus gieng er nach Leipzig in die Breitkopfische Officin, worinn er so lange conditionirte, bis ihn seine Mutter nach Hause berief. Nachdem er ihr eine kurze Zeit zur Seite gestanden hatte , überliess ihm diese den alleinigen Besitz der Druckerey im J. 1748· Allein er starb schon acht Jahre darauf, den 9. November 1756, beinahe 33 Jahre alt. Nach seinem Tode übernahm seine Mutter von neuem die Officin, bis sie solche im October 17587 ihrem jüngern Sohne Friedrich Sigismund über- gab. Sie starb den 27 März 1768. Die Officin beschäftigte sich jetzt weniger mit grossern Werken und schränkte ihre Arbeiten mehr auf städtische Geschäfte ein, die ihre Pressen hinlänglich im Gange erhielten. Sie druckte namentlich die seit dem Jahre 1740 unter preus- sischem Schutze eingeführte politische Zeitung, das durch D. Burg veranstaltete neue *) Das Postulat, Aufnahme in die Mitgliedschaft oder den Gesellen• Stand , war ein seit der grös־ern Verbren., ng ( \ ex Kunst, vcn fast allen Buchdruckereycn in Deutschland und andern Ländern angL״ ommener Gebrauch; eigentlich aber ein Nachtrag des Lehrgelds und zum Besten 5 ar ìirmern Jünglinge, welche sich der Kunst widmeten, eingeführt. Die Ausgelernten bilrtLv״ n c } ne besondre untergeordnete Klasse , waren von den Vorrechten der P os tulirt en ausschlössen und überdies mit einer wöchentlichen Abgabe belegt. Hielten sie um das Postula. an f üc ] er m j t andern Worten , entrichteten sie das Nachzuzahlende, so erfolgte ihre Aufnu\ nle i n einem feierlichen Actus, De- position genannt. Der um die Kunst so hochv^ r ]i e nte I m m a n u e 1 Β reit hop f liess durch seinen Hausgenossen und Freund Professor Schwabe an die Stelle der al- ten Deposition, die grösstenteils aus ungereimten und lächerlichen Ceremonien zusam- mengesetzt war , eine neue verfertigen, welche nachher von allen Ofikinen angenom- men wurde. Cß Geschichte der ersten Eresi. Buchdruck erey. neue Gesangbuch der evangelischen Gemeinden in Schlesien und ausserdem die in den hiesigen Gymnasien und Lehranstalten sowohl deutschen, als lateinischen und polnischen Schulbücher, Programme, die deutschen und latein. Evangelien, Kate- chismen, Spruchbücher und andre Schriften der Art, die zu bekannt sind , als dass wir sie erst hier dem vollständigen Titel nach anführen dürfen. - <-<3>o\cr*cr>&^cr\cr*jj\a>1cr>>£^^ - li. Friedrich Sigismiuid Grass. - ο — - > > - σ - ״ י ■ > — ο - D r jüngste Sohn des obigen D. Samuel Grass, gebohren den 1. Mai 1736. Auch er ward von seinem Vater der Buchdruckerkunst gewidmet und deshalb im J. 1749 (den 5. Juny) in der hiesigen Officin zur Lehre aufgenommen. Da die Druckerey aber besonders für seinen Bruder bestimmt war , so gieng er nachher auf das hiesige Elisabethanische Gymnasium und an Michaelis 1755 nach Halle, um Medicin zu studiren. liier empfieng er am Ostern 1758 das Doctordiplom und kam darauf nach Breslau zurück, woselbst ihm seine Mutter nach dem Ableben seines Bruders im October desselben Jahres die Druckerey übergab. Den 15. Mai 1770 verehlichte er sich mit Caroline Sophie gebohrne Opitz, einer Urenkeltochter der Schwester seines Vaters, der ältesten 1'ochter des Kaufmann Lari Engelhard Opitz und Sophie Elisabef gebohrne Mül- ler, mit der er drei Kinder zeugte: 1. Friedrike Sop^ íe den 19. Sept. 1771 , 2. Carl Samuel geb. den 1Z. Nov. 1772, gelben den 12· April 1773. und Juliane Willhelmine Elisabet, geb. ׳ «Ö 2 · Nov1 77 6 ׳ • Er starb den 1Z. April 17ZZ. Nach seinem Tode setzte seine stinterlassne Wittwe die Druckerey fort, bis sie dieselbe den 15. Januar 1756 an den nachfolgenden, jetzigen Besitzer der- selben abtrat, der sie bis •7a m Jahre 1802 unter der Firma betrieb: ,,Grasses seeligen Erben und ßarth", und von diesem Jahre: Grass und Barth. G r a ss il. Friedrich Sigismund Grass. 69 Grass und seine Gaítin druckten ebenfalls keine grossem Werke und be- gnügten sich mehr mit dem Druck der vorhin genannten Schul-und Erbauungs- bûcher und der hiesigen städtischen Gelegenheitsschriften, die ihren drei Pres- sen Beschäftigung genug verliehen. Die nähere Aufsicht selbst war einem Fac- tor übergeben. Diese waren: 1. Gottlob H e y 11. Gebühren den 12. Juny 1709 in Sagan, ward 1756 Factor und starb den 2. August 1794, alt 85 Jahr 2. Johann August Earth. Empfieng das Fa ctorat den 23. März 17ZZ, und verliess Breslau den 5 Mai 1790. Ihm folgte 5· Johann Gottlieb Langn er. Gebürtig aus Lissa im jetzigen Südpreussen, trat sein Amt, als Factor, den 17. Mai 1790 an und legte es am !. Mai 1797 nieder. Nach diesem erhielt es zum zweitenmal 4. Johann August B a r t h. Und behielt es so lange, bis er eigner Besitzer der Officin ward, ג 18 12, Johann 7 0 Geschichte der ersten Bresl. Buchdruckerey, 12. Johann August Bart 11. (jebohren den 1. August 1765 zu Κ önigswarthe bei Bauzen. Sein Vater, dasiger Schlossvervvalter und Occouom, hiess: Johann Β art 'fa und war gebür- tig aus Braune bei Camenz und seine Mutter: Maria Dorothea gebohrns Jäger. Nach dem Willen seines Vaters sollte Barth ein Kaufmann werden, der Sohn hingegen zeigte mehr Lust zum Buchdrucker. Die Umstände begün- stigten auch seine Neigung. Er kam im J. 1782 nach Bauzen zur verwittweten Frau Johanna Eleonora Scholtzin in die Lehre, in eine Officin, welcher damals dsr jetzige Besitzer derselben, Herr George Gott h old Monse, als Factor vorstand. Unter der weisen und väterlichen Leitung dieses Mannes hatte er jetzt schon Gelegenheit, sich nicht blos die mechanischen Fertigkeiten seiner Kunst, sondern auch so manche wichtigere Kenntniss seines Berufs zu eigen zu machen. Hier war er 4^ Jahr Lehrling und trat dann als Geselle 1787 zu Bres- lau in dieselbe Officin ein, die nun seinen Namen führt. Aber das Schicksal war ihm damals noch nicht günstig. Er verliess daher Breslau drei Jahr darauf, nachdem er die letztern zwei Factor gewesen war, und ging über Berlin, Harn- burg und Kiel nach Kopenhagen. Am ersten und letztern Orte conditionirte er eine Zeit lang und nahm dann seinen Weg nach Hamburg wieder zurück, wandte sich nach Groningen und arbeitete daselbst. Im J. 1792 sah er Am- sterdam, Rotterdam und Dortrecht und langte nach einer langen und beschwerlichen Fahrt in London an. Hier suchte er Heidingern, einen ge- bohrnen Ölsner, auf, an den er durch Kr eutzern, dem bischöflichen Hof- buchdrucker zu Breslau, empfohlen worden war, welcher daselbst eine Druk- kerey und einen Buchhandel etablirt hatte, jetzt aber Bibliothekar eines reichen Lords war. London war der Ort, an dem Barth sein Künstlertalent zu erwei- tern Gelegenheit fand und er benutzte sie, sich mit den Vortheilen der en gli- sehen Setzer und Drucker bekannt zu machen. An Ostern 1794 verliess er wie- der England, sah mehrere deutsche Städte, brachte in Wismar eine Drucke- rey 12. J ο 11 a π η ■ A u g 11 s t B a r 1 11. 71 rey in Ordnung und verschaffte sich in Halle bei Hendel deutliche Begriffe vom Notendruck. Schon entschlossen, in G übe η eine eigne Druckerey anzulegen, empfing er zu Anfang des Jahres 1797 von der verwittweten Grass zum zwei» tenmal den Ruf zum Factorat in ihre Officin. Barth, eingedenk des Verspre- chens, das er vormals dem D. Grass auf seinem Krankenlager gegeben hatte: „seine Frau und Kinder nach seinem Tode nicht zu verlassen 1 ' nahm ihn an. Man war mit seiner Amtsführung so zufrieden, dass er ein Jahr dar- auf Compagnon und das zweite Schwiegersohn seiner Principalin wurde, indem er sich mit der ältesten Tochter des Hauses, der schon vorhin genannten Frier derike Sophie, den 22· Mai 1799 verheirathete. *) Noch vor seiner Verheirathung erkaufte Barth den 1. April desselben Jahres Haus und Druckerey. Kaum besass er diese, so dachte er auf eine zweckmässige Verbesserung derselben. Er vergrößerte das Arbeitszimmer durch das ehemals daran anstossende Waarengewölbe 5 vermehrte die Anzahl der Pressen von 3 gangbaren auf Z) legte eine neue Schriftgiesserey an 3 veranstaltete die erste schlesische Notendruckerey; etablirte eine Kupferdruckerey 3 bestimmte ein eignes Gewölbe zur Verlagshandlung und dem Comtoir und brachte das, sei- nein Vorfahren dem Hrn. v. Assig zugehörige nachher aber veräusserte auf der Engelsburg sub Nro. 2Z7 bel egene Haus, wieder zu dem Hauptgebäude. Den ι. Juny dieses Jahres vereinigte er seine Officin mit der Druckerey der hiesigen katholischen Leopolds - Universität durch einen rechtskräftigen Pachtvertrag, die bisher unter der Leitung und Aufsicht des Königlichen Dire- ctors der katholischen Schulen Hrn. Zeplichal gestanden hatte. Barth druckte während seiner Direction bis zu diesem Jahr 164 grös- sere Werke, ausser einer Menge k1 t i nerer Schriften, als Gedichte, Programme, Predigten, An - und Abkündigungen u. d e rgl. Bis י) A n m. Vollständiger hat Hr. Prorector Se hummel Bartlis Biographie in seinem „Breslauer Almanach für den Anfang des neunzehnten Jahrhunderts. Erster Theil. Breslau bei Grasses Eiben und Barth, Seite 32 —38" geliefert. 2 ך Geschichte der ersten Eres]. Buchdrackerey. Bis in die spätesten Zeiten blühe eine Anstalt, die so klein in ihrem Ent- stehen, so unerschütterlich in ihrer Dauer war, und jederzeit für Breslau und seine Bewohner, wo nicht ein mitwirkendes Mittel zur Beförderung ihrer Cultur, doch ein wohlthätiges Werkzeug zur Verbreitung so manches Angenehmen und Nützlichen ward. Gott bewahre sie auch in Zukunft vor allen Unglücksfällen. Nur ihm und seinem allmächtigen Schutze sey sie daher anempfohlen! Barth beschäftigt gegenwärtig ein Personale von 43 Personen, von welchen wir die Mitglieder der beiden Officinen hier namentlich aufführen. --- A. S t a d t b u c h d r u c k e t e y. Carl Caspar Nòàck, Factor, gebohr. in Bauzen den 25. März 1769. Johann Samuel Hilgjier , Factor, geb. in Kunitz bei Liegnitz den 22. März 1765. Johann Caspar Erbrich-, Schriftgießer -Factor , geb. in Wiesa bei Neustadt den 6■ Febr. 1764, Christian Philipp Hartmann, Corrector, geb. zu Halle im Magdeburgischen d. 26. Mai 1765. Immanuel Gottlieb Leupert , Buchhalter , geboluen in Dittmannsdorf den f. März 18 01 ך Fault, Friedrich Wilhelm; aus Breslau. Riedel , Christoph; aus Rudolstadt. Franke, David Heinrich; aus Halberstadt, Schüler, Johann Christian; aus Dresden, Freyberg, Johann Friedrich; aus Leipzig. Seyfert , Carl Heinr. Leberecht; aus Bibra Gcmeinhardt , George Christ. Salomon ; aus in Thüringen. Hof im Fürstenthum Bayreuth. Siebert, Johann Friedrich; aus Crossen. Gläser, George Gottlob; aus Breslau. Sommer, Johann Gottlieb; aus Wittenberg. Kl ar ne r , Christoph Friedrich: aus der Harte Swarra, Johann; aus Meschwitz bei Bauzen. bei Waldheim in Sachsen. Vater, Johann Carli aus Leipzig. Leuckart, Johann Rudolph Gottfried; aus Zäschmar , Job- Carl Sigismund ; aus Breslau, Helmstädt im Braunschweigischen. Zimmer, ïiiedr. Wilhelm; aus Oberschlesien, Axel-Lilie, Andreas Francisais; aus Görlitz, Zim ״ >* rmam ל Johann Heinrich Gottlieb; aus Moscr, Franz; aus Ödenburg in Ungarn. Berlin• B. U n i ν e r c 1 í S t s b u c h d r u c k e r e y, Johann Jacob Grell, Factor, ΰ^■ ìn Breslau den 3, Mai 1764. Gläser, Joli. Gotti. Ferdin-'tid ; aus Breslau. Krone, Johann Friedrich; aus Berlin. Hübner, Johann Carl Βαή■; aus Breslau, Prost, Joh. Wenzel; aus Dux in Böhmen- -0־\OVCAO-*:<■"■:- ►3- A n H a n g. Beiträge zur Geschichte der übrigen Buchdruckereyen in Schlesien. Β c u t h c 71. George Freyherr yp'o. Schöne ich, dieser um Beuthen so verdiente Mann , stiftete hier ums Jahr 1 600 ein acade misch es Gymnasium und zum Be- sten desselben auch ei״e Druckerey. Ihr stand im Jahr 1616 zuerst J ohann D örs- fervor. Ais aber nach dem darauf erfolgten Tode des Stifters das Gymnasium im 30jährigen Kriege wieder aufgelöst wurde, hörte zugleich die Officin mit auf. B r e s l a u. Die Bischöfliche Drucfcerey auf dem D 0 h m e. Ein Glätzischer Typograph Andreas Fr anzi se us Pega war im Jahr 1699 ihr Stifter. Er empfing den Titel eines Bischöflichen Hefbuchdruckers und druckte zuerst 1702. Ihm folgte sein Eidam Caspar Rudolph Müller 1714 und diesem Carl Friedrich Hilsen, welcher den 22· Nov. 17^9 starb und die Officin seiner Wittwe Maria Clara hinterliess. Diese besass sie 4 Jahre und verehlichte sich 1743 mit Johann Franz Kreutzer, geb. den 14. März 17 izj. zu Tiiomasdorf bei Frey- walde Oestreischen Antheils. Kreutzer betrieb die Officin 53 Tahre und starb 1795 den 30. April, Zz Jahre alt. Seine hinterlassne Wittwe Jo s epha Kr eut z ern ward Erbin der Druckerey und verwaltete sie 4 Jahre■ Sie starb den 3. August 1800 und hinterliess sie ihren Töchtern, die sie jetzt durch den Factor Franz Joseph Fri eb e fortsetzen und betreiben lassen. Die Λ" o r n s c 11 e Officin. Wilhelm Gottliieb Korn, hiesiger Kaufmann und Buchh ändkv י geb. den 24· Decbr. 1739, etablirte diese Druckerey im J. 1793. Sie hat 9 Pressen, vovon 7 gangbar sind und beschäftiget jetzt 22 Personen, ohne die Lehrlinge. DerFdctor ist August Ludwig Kuh le mann, aus Veràen bey Bremen. 19 Ue 74 Geschichte der Schlesischen Buchdruckereyen, Dip U מ i ν e 1׳ s i t ä t s b u c 11 d r u c k e ι e ץ. Ward mit Bewilligung Kaiser Carls des Sechsten im J 1726 errichtet. Ihr 81 ister war F. Francisais Hertzig Λ ein Jesuit und Can ζ ler der Universität. Er starb den 27. März 1732. Nach ihm besassen sie folgende Mitglieder desselben Ordens : Korcisz, Hobel, ligner , Jorath, Steger, Habendorf, Nestroy , Bahr, Enzendorf, Mcissncr und Director Zeplichal. Factor e waren: Gabriel Olbr ich, Caspar Bräuer, Franz Moraucr , Friedrich Köhler, Joseph Briegcr , Christoph Schiunke und Jacob Grell. Im Juni 1804 vereinigte sie /. A. Barth mit der hiesigen Stadtbuchdrucker ey. Brieg. Die F a 1 c h s c 11 e Officin. Der Stifter und ersten Besitzer der zweiten Druckerey dieser Stadt war Gottfried Borner, vor dem Jahre 1750 Buchdrucker in Schlichtingsheim in Grosspohlen, dann Factor in der hiesigen Trampischen Officin. Da Tramps jüngster Sohn postuline, wandte sieb Börner nach Oppeln, errichtete hier eine Presse zum Behuf verschiedener Arbeiten der damals hier befindlichen Königlichen Preussischen Oberamtsregierung ; erhielt auch darüber ein Privilegium v. Jahr. 1755. Da aber nach dem siebenjährigen Kriege die Königliche Cammer nach Brieg verlegt ■wurde, zog auch Börner hierher. Er starb 1792 den 14. Januar, als der älteste Buchdrucker Schlesiens, 82 i Jahr alt. Nach ihm besass die Officin sein Sch-.vieger- söhn Philipp Eberhard F a 1 ch und dann 1795 dessen Sohn Carl Gottfried Falch, der sie mit neuen Schriften und einer ζ weiten Presse vermehrte. Die Wohlfahrtsche Stadtbuchdrtickerey. In Brieg errichtete Caspar Siegfried, vormals in Ne i sse, i. J. 1611 die erste Buchdruckerey , di-? "1 dem gegenwärtigen Pfarrwittwengestifte auf der Milchgasse befindlich war. Von Siegfrieds hinterlassnen Wittwe kaufte sie August Gründer, gebürtig aus Br^slau, vorher in Neisse, im J. 1621 und vermehrte sie mit einer zwei- ten Presse. Nach ihm folgte 1640 Balthasar Klos, welcher sie aber nur kurze Zeit betrieb und darauf 1648 an Christian Tschorn überliess. Von 1673 bis 1691 besassen solche Il -tnns Christoph und sein Sohn Christian Jacobi. Der Letzte hinterliess eine Wittw- , welche Gottfried Gründer 1701 heirathete. Nach Gründer kam die Officin !73! an Gottfried Tramp, dessen Sohn Johann Ernst Tramp sie 1759 übernahm u״ cl im April 1801 starb. Tramps Wittwe heirathete den gegenwärtigen Besitzer der- / selben / i A η 11 a n g. Bunzlau — Glatz. 75 selben Christian Gottlob Wohls art im J. 1Z02. Die Officin führt zum Unter- schiede von der zweiten den Namen: der Stadtbuchdrucker ey. Bunzlau. Die Druckerey dieses Orts ward zum Besten des hiesigen Waisenhauses im J« 1774 mit 2 Pressen angelegt. Der erste Buchdrucker war R~eimers, vorher Buch- drucker in Löbau und nachher in Hirschberg. Das X) aisenhaus erkaufte seine Druk- kerey , die er nicht länger behaupten konnte und überliess sie unter ihrer Direction seiner Führung. Nach seinem Tode erhielt Holz er aus Sachsen seine Stelle, die nach dessen Abgange Johann Martin Lindner, aus Halle im Magdeburgischen, seit 4I Jahre bekleidet. D y h r n f u r t h. Der Name des ersten Buchdruckers dieser Stadt, der seine Officin im Anfange des 16. Jahrhunderts hier anlegte, ist unbekannt. Er war seiner Geburt nach ein Böhme und brachte seinePressen aus Holland hierher. Sein Factor war : Michael H 0 r a t i u s Wagner. Da aber das Unternehmen des Erstem nicht glückte , so ent- lernte er sich aus der Stadt und überliess den Juden den Platz , welche sich nach dem grossen Sturm in Öls (den 1. Sept. 1535) hierher begaben. Der erste Aufseher dieser zetzt neu angelegten ebräischen Officin war Babbi Sabbath aus, ein gelehrter Israeli!., dem sein Sohn Babbi Joseph and diesem sein SrJiwipsrer.^nhn der sie bis 1702 allhier fortsetzte und dann auf den Dohm nach Breslau zog. Nach diesem besass sie Carl Friedrich Hilsen, der auch in Breslau in der Bi- schöflichen Druckerey Peg a s Nachfolger wurde und beide Osficinen zum Nachtheile der Glätzischen verwaltete. Denn Hilsen versendete seine Lettern bald von Bres- lau nach Glatz, bald wieder von Glatz nach Breslau, wodurch verschiedene Defects veranlasst wurden. Nach Hilsen war Ao, ׳ Z ׳ c,-, man weiss jedoch nicht, in welchen Jahren, Buch- drucker zu Glatz. Diesem fui & 1 ־ τντ a 11 Ή ä ״ «-S c h w a b aus Tyrol, und diesem im J. 1763 Joseph Toichmann, der ersterm die Officin abkauite. Von Teichmann erkaufte sie im J. 1790 Franz Pompe jus, ein Schlesien Dieser ungemein betriebsame Mann , voll Eifer für seine Kunst, wandte alles an, diese in Verfall gerathene Druckerey wieder empor zu bringen. Zu diesem Zwecke legte er eine eigne Giesserey an, goss verschiedene Schriften selbst, liess andre neue Schriften kommen, etablirte drey Pressen und brachte es durch unermüde^en Fleiss in kurzer Zeit dahin, dass die von ihm gedruckten WerAe mit allgemeinem Bei- fall vor dem Publikum erschienen. Seit dem Jahre 1793 sind von ihm ausser ver, schie denen in seinem Verlage sonst gangbaren Artikeln 21 neue grössere Schriften gedruckt worden. Glogau in Nieder Schlesien. Den ältesten Buchdrucker Glogau's nennt Runge 3 er hiess; Joachim Funke, Und druckte ums Jahr 1606. Sein Nachfolger war Erasmus Rösner , der noch 167Z druckte, aber nachmahls als Protestant von hier vertrieben wurde• Im Jahre 1703 errich ־ I A n h a 11 g. Glogau. ηη entrichtete Johann Julius Hu η 01 d, katholischer Pieligion, eine neue Officin in dieser Stadt und blieb bis zürn Jahre 1741 hier, wo er sich sodann nach Schli chtings- heim und von da weiter nach ßojanowein Polen begab. Nach ihm kam Christian Gottfried Welcher nach Glogau, der ein Königli- ches Privilegium und den Character eines Königlichen Cammer-Buchdruckers cm- pfing; starb aber schon 1748· Seine hinterlassne Wittwe , eine gebohrne Steinberg, setzte das Werk durch einen Factor aus Nürnberg, Namens Wolfgang Michael Schweickhardt weiter fort und heirathete ihn ein Jahr darauf. Schweickhardt druckte nun unter seinem Namen und mit dem ihm überlassnen Privilegium und Charakter. Nach einigen Jahren entstand aber zwischen ihm und seiner Frau eine solche Unzufriedenheit, dass eine völlige Trennung erfolgte, die dahinauslief, dass genannte Steinberg die Druckerey zurückbekam und Schw. sich genöthigt sah, eine neue anzulegen. Dieser zog in Kurzem die meisten Königlichen Arbeiten an sich, dass endlich Jene gedrungen wurde, ihre Officin zum Kauf auszubieten. Der Käu- fer war der Buchführer Christian Gottfried Günther im J. 1763, der alles anwandte, diese gesunkene Officin wieder in Aufnahme zu bringen. Es gelang ihm so gut, dass der inzwischen mehr durch eignes Verschulden herab gekommene Schw. ihm die Sei- nige zum Kauf anbot. Günther nahm dies Anerbieten an, kaufte sie, und erhielt auch zugleich den von Schw. bisher geführten Charakter eines Königl. Cammerbuch- druckers. Noch grösser ward diese Officin, als Günther mit derselben die ehemals in Fraustadt und in Frey sta dt befindlichen Druckerey en verband, und jene 1789 von E. S. Platt und diese 1794 von Cars Friedr. Li s co vi us käuflich an sich brachte. Günthers Verdienste um diese Officin sind entschieden. Er beschäftigte 7 Drucker- und 5 Kupferpressen und lieferte mehrere sehr correcte Schriften. Er starb den 5. April 1802, alt 75 Jahr. Nach seinem Tode fiel die Druckerey nebst der Buchhand- lung an seine hinterlassene 3 Kinder Sophie Charlotte ChristaneFriedrike verehl. Nie- gisch, George Christian Gustav und George Heinrich Eberhard Günther, die sie gemeinschaftlich nach dem Willen ihres Vaters von Gottlob Niegisch, Buchdruk- ker und Buchhändler unter der Firma: ChristianFriedrichGünthersKönig- liehe privilegirte Camm er bu chdrucker ey , fortsetzen lassen. Ausserdem giebt es in Glogau noch ;*ine zweite Officin, der Neu - Günthe- rischen Buchhandlung gehörig. 20 Glogau 78 Geschichte der Schlesischen Buchdruckereyen,. G 10 g au in Oberschlesien. Auch hier gab es in den Jahren 1608—1640 eine Druckerey. Ihr Stifter war der damalige Besitzer des Orts, ein Graf Oppersdorf, und der Drucker hiess Michael R e h e h o r n. Die Zeit ihrer Dauer ist unbekannt. Hirschberg, Die hiesige Stadtbuchdruckerey wurde von Joh. Gottlieb Ο ekel im Jahr 1709 errichtet, welcher sie aber an seinen Bruder Christian Ockel abliefs und dafür die Druckerey seines Vaters in Schweidnitz übernahm. Im Jahre 1714 verkaufte Letz- terer die hiesige Officin an den eben bei ihm in Condition stehenden Dietrich Krähn, aus Alt-Stettin gebürtig, der sie bis an seinen Tod, der im ,1. 1738 erfolgte, geführt hat. Seine Wittwe wurde Erbin und unter der Factorie ihres einzigen Sohnes Imma- nuel Krähn ging das Werk im Segen fort. Als Jene starb, empfing dieser die Offi- ein, der sie mit guten Schriften vermehrte und verbesserte. Da auch er im J. 1787 den 13. Septb. mit Tode abging und 3 Kinder hinterliess, so setzte sie seine Wittwe unter der Factorie ihres ältesten Sohnes ImmanuelKrahn'sbisan ihren Tod, der den 9. Juny 1802 erfolgte, weiter fort. Der jetzige Besitzer ist der eben genannte, vormalige Factor derselben. Mithin hat diese Druckerey beinahe hundert Jahre den Krahnschen Namen geführt. H u n d s f e l d. Auch dieses Städtchen hatte einst eine Officin, in welcher nicht bloss deut- sehe, sondern auch hebräische Schriften gedruckt wurden. Der Name eines einzi- gen Buchdruckers dieses Orts ist bis auf unsre Zeiten gekommen, Er hiess: Paul Déliez, und soll auch die Breslauer (Novellen) Zeitungen eine Zeitlang gedruckt haben. Einen einzigen Druck dieses Mannes verwahrt die Elisabetanische Biblio- thek, dessen vollständigen Titel wir hier , der Seltenheit wegen, anführen: „Elmental; oder lcsebüchlen, Doraus meniglich, mit gutem gründ vnderwisen Wirt wie man deutsche buchten, Missiuen oder Sendbriuc, Schuldbriue, so mit ebrei- schen, ader Jüdischen buchstaben geschrieben werden. Auch die Zvl, Jar, Mo- nad, und anders zu gehörig lesen vnd versten sol. Jtz neu'tch an Tag gegeben. Gedruckt zum hundsftld durch paul hclicz M.D .xxxxiij. In 4. 2 Bogen. J a u e r. Nur die Namen der ersten Buchdrucker dieser Stadt, nicht die Zeit, wenn sie gelebt haben, sind uns bekannt. Doch gehören sie sämmtlich in den Anfang und die A η 11 a n g. Landshiit — Liegnitz» jg die Mitte des igteii Jahrhunderts • } denn man "weiss, dass vor dem Jahre 1698 keine Druckerei in Jauer war. Sie sind : Johann Christian Lorenz, Johann Gottfried W e- ber und Johann Christoph Jungmann. Weber druckte 1711 Dewerdecks Silesia Numismatica mit Kupfern. 4. Der thätigste unter ihnen aber war unstreitig Heinrich Christoph Müller, ein gebörner Thüringer, bekannt durch seinen Bibeldruck und mehrere gemeinnü- tzige Werke. Er hinterliess die Officin seiner Wittwe, welche sie unter dem Facto- rat ihres Verwandten Reichwein eine Zeitlang fortführte, nachher aber an L öp er aus Leipzig verkaufte, von dem sie der jetzige Besitzer derselben , Carl Joseph Schloegel, geb. 1781 zu Neisse den 2gsten September 1800 käuflich übernahm, Landeshut. Gottfried Wetzold war der erste Buchdrucker dieser Stadt , von welchem vor, in und nach dem Jahre 1720 mehrere Schriften bekannt sind. Nach ihm setzten sei- ne Erben die Officin weiter fort und darauf sein Sohn : Gottfried Wetzold bis zum Jahre 1755· Diesem folgte 1756 Johann Zacharias Deyboldt bis 1759. Von die- 8er Zeit an druckte bis ohngefähr 1765 Johann Heinrich Zipfel, und nach diesem N.Dörner. Im Jahr 1764 errichtete Johann Cari Müller eine neue Officin , ver- liess aber den Ort wieder in den Jahren 1767 — 68· Landeshut hatte von jetzt bis zum Jahre 1801 keine Druckerei. Die gegenwärtige ist ein Etablissement der Com- pagnie des Johann Christoph Neumann, aus Herzberg in Kursachsen, und Carl Heinrich J ahn, aus Zittau in der Oberlausitz. Liegnitz. Nach den Meinungen einiger älteren Litteratoren soll Liegnitz schon ums Jahr 1480 eine Officin gebäht haben. Sie gründeten ihre Behauptung auf den bekannten Dialogus Fratris Hermanni , einen vermeintlichen Liegnitzischen Druck vom Jahr 148I) welchen Joh. Saubert in seiner historia Bibliothecae Norimbergensis p. 141 als ein Eigenthum dieser Büchersarnmlung zuerst bekannt machte, die nachher aus ihm Michael M ai t. taire in den Annalibus typographicis P. I. p. 160· und Mar- chand in seiner histoire de ! , Origine et de premiers progres de ΐ Imprimerie. Haag. 1740· Ρ- 1, p. 76. anführten. Man hielt diese Nachrichten lange Zeit für wahr , we- nigstens für sehr wahrscheinlich, ohne sich nach diesem Drucke weiter zu erkundi- gen. Der in neueren Zeiten um die Geschichte der Typographie so verdiente Pan- 2er ward ebenfalls darauf aufmerksam, suchte an der Quelle nach und fand kein Buch mit diesem Titel und Druckort, so dass er genöthigt war in den annalibus ty- pographicis 80 Geschichte der Schlesischeii Buchdruckereyen. pographici's Vol. IV. p. 342 Sauberts Nachricht für eine Erdichtung zu erklären. Aucfi Runge, ein sehr bewährter schlesischer Litterator, hatte lange vor ihm dieselbe Meinung, Dieser, begierig, sich von dem Daseyn jenes alten Liegnitzischen Drucks genauer zu überzeugen , schrieb an seinen Freund Gustav Philipp Mörlius (Eccle- siarum Noribergensium. Antistcs) mit der Bitte, ihm denselben zur Ansicht auszubit- ten. Mörlius gab sich auf Runges wiederholtes Erinnern alle Mühe, den so gerühm- ten Dialogus zu finden ; aber vergebens, und äusserte die Meinung, Saubert müsste ihn vielleicht auf den mündlichen Bericht oder auf eine fehlerhafte schriftliche Nach- richt eines Andern angezeigt haben. ׳ Runge kam dadurch auf die sehr wahrscheinli- ehe Vermuthung, ob nicht dieses Buch durch einen Schreibfehler mit einem andern verwechselt worden wäre (wie auch Panzer glaubt) und vielleicht dasselbe sey, was man noch jetzt als eine Seltenheit auf der Hausbibliothek der reg. Chorherrn zu unsrer lieben Frauen auf dem Sande vor Breslau verwahrt und den Titel führt: Dyalogus fra- tris Bernardi Ordinis Carthusiensis immensam et innumerabilem immaculate Dei gemtri- cis Virginis Marie miser icor diam per multa miracula at que exempla elucidans nec non amplificam. Am Ende dieses Drucks vor dem Register steht: Ob reverentiam glorio- sissime Virginis Marie est coüectus pns Dyalogus. Et pr opter Specialem caritatem di- ledi spiritualis sdii sui juvenis Carthusiensis Christopheri per fruirem Bernhardum mona- chum prof essam ordinis Carthusiensis in domo passionis ihu Xpi prope Civitatem Lege- nitz. Et completus anno Dui M. CCCC. LXXXI. in vigilia assumptionis Virginis Marie. Und zu Ende des Registers : fitiitum est pns opusculum anno dui M. CCCCXCVII. Et impressum in foelici urbe Lyptzigk per me Melchior Lotter. (56 Blätter in 4). Diese Schrift steht in genannter Bibliothek unter den ascetischen Werken im Reposit. XV. Ser. II. N■ 30. und ist von den Verf. dieser Nachrichten genau nachgesehen wor- den. Nach Lei chiù s Bericht (in origine et Incrementis Typographiae Lipsiensis Lips. 1740, p. 67.) giebt es von diesem Buche noch eine frühere Ausgabe vom Jahr 1493. Aus allem diesen erhellet, dass diese Schrift zwar im Jahre 1481 in Lieg- nitz geschrieben, aber erst 1493 und 1497 in Leipzig gedruckt worden sey. (S. A st r ο nomi am S ile sìa cam et praeser tim Fastor um Calendar ium Conditores Süesia- cos a Juventute Mar. Magdalenea Praemiis S. P. Q. V. ornanda , Α. Ο. R.. MDDXLI. DXXVI. Januarii. exhibitum iri, DeTriga Langer or um Bolkenhuinensium. praefa- tus ד significat Christianus Rungius Pro-R.ect. et Prof. Vralislaviae in Officina Haere- dum Buumanniorum exprimebat Johannes Theophilus Straubel, Factor. 2 Bogen in Folio. S. 6־) Aller Wahrscheinlichkeit nach ist also das hohe Alter der Liegnitzischen Officiti ein blosser Irrthum. — Der Λ Λ η 11 a n g. N ei s s e. βι Der erste Typograph dieser Stadt, von dessen Arbeiten wir mit Zuverlässigkeit reden können, war Nicolaus Sartorius (eigentlich Schneider) gebohren 1560 zu Görlitz. Er trat 1576 bei Ambrosias Fritsch, Buchdrucker desselben Orts in die Lehre und gieng nach vollendeten Lehrjahren ^Jahre auf Reisen. Nach seiner Rück- kebr empsieng er das Factorat zu Zittau und heirathete hier Bernhard Schneiders hinterlassene Tochter Dorothea, mit der er 14 Kinder zeugte. Zwei Jahre darauf erhielt er vom Herzog von Liegnitz Friedrich IV. einen Ruf nach Liegnitz, den er annahm. Er starb den 1Z. Dec. 162!. Unter seiner Direction erlebte die Officin ihr goldnes Zeitalter, dass sie sowohl in Hinsicht der Mehrzahl der Schriften und der Schönheit der Typen die übrigen Schlesischen Druckereyen , die Breslauische ausge- nommen, weit übertraf. — Die Drucke , die wir von ihm gesehen haben , sind überaus correct und sauber. Ihm folgte Sebastian Koch, George Springer und diesem Zac h arias Sartorius, ein Sohn des Vorigen, (1668·) der in seinem Signet einen Schnitter führte, mit der Inschrift: Äliis serentibus , aliis melo. Nach ihm kam Wig'and Funke, Christoph Willing (1673.) und der Factor Jo hann Mathias Gichtel (1675·) sodann Joh. Gerlach Nerlich, Christoph W ä- t ζ ο 1 d, dessen Sohn Joh. Christo p h W ä t ζ ο 1 d und nach dessen Tode seine Witt- we mit ihren Söhnen. Der letzte Wätzold starb 17.fi. Diesem folgte Ρ e t ζ ο Id, ge- bürtig von Lauban, unter dem die Officin von ihrem alten Flore noch völlig herab- sank. Von letzterm kaufte sie der jetzige Besitzer derselben , P a p p a e s che , .2 ׳ eb. 1742. den 22. July in Lauban, wo sein Vater Organist war. Sie beschäftigt gegen- wartig zwei Pressen. Ne is s e. Wenn Pancratii Vulturini Pancgyricus Slesiacus 1521. 4, wovon das ein zi- g e noch übrig gebliebene Exemplar auf der hiesigen Elisabetanischen Bibliothek sich befindet, wirklich zu Neisse gedruckt worden, welches aber noch nicht ganz gewiss ist, da die Anzeige des Druckorts fehlt, so hätte die Neissische Officin ein ho- lies Alter. Der erste Buchdrucker, den mit Gewissheit seine Arbeiten verrathen, war Johannes Cruziger, (Creutziger, Kreuzträger) ein in seiner Kunst und selbst in den Wissenschaften sehr erfahrner Mann. Er druckte meist theologische Werke. Man hält die Constitutiones Synodi Comitatus Glacensis in Causa Rcligionis 7 welche 1559 erschienen , für seinen ersten Versuch. Sein merkwürdigster Druck ist wohl unstreitig die erste Schlesische Landcharte Martin Helwigs, der in Neisse 1516 gebohren ward und in Breslau als Rector der damaligen Magdaleneischen Schule !574 starb. Sie besteht aus zwölf hölzernen Tafeln und ist zuletzt das siebente Mal 82 Geschichte der Sclilesischen Buchdrackereyen. 6 ־־־ ן in tier Grassischen Officin abgedruckt worden, wo man sie noch fleissig aufbe- wahrt. (Umständlich beschrieben hat sie Herr Rect. M. Scheib el in den Beiträgen zur Topographie von Schlesien, im IV. Bande der neuen ökonomischen Nachrichten der Schles. Patriot. Gesellschaft 1 156 . 8 ■ 83 ־־ .) Die erste Ausgabe dieser Charte von Γ561 ist so selten , dass man nur noch die einzelen Exemplare derselben zählt, deren es fünf geben soll, wovon das Eine auf der hiesigen Maria Magdaleneischen Biblio<- ihek aufbewahrt wird. Die Nachfolger Crucigers waren Andreas Bein h e ekel (von 1586 bis 1600) Adam Thran, Caspar Siegfried, (bis 1614) Crispin Scharf- l'enberg, (bis 1615) Augustin Gründer, (bis 1624) Johann Schubart, (von 1624 bis 1649), Ignatius Constantin Schubart, (bis 1684), der eine Menge Schriften, dio Schefflerischen Streitigkeiten betreffend, druckte, Christoph L e rtz, (von 1684 bis 1693), Johann Joseph Krembssl und Wittwe, (1699) Joseph Schlägel (von 1707 bis 1739) und dessen Sohn Franz Joseph Schlägel, dessen hinterlassene Wittwe im Jahre 1798 Franz Rosenkranz heirathete und dadurch auch Besitzer der Officin ward. Ο e l s. Nach der BreslauischenStadtbuchdruckerey ist der Zeit nach die ehemals den Ju- den zuOels gehörige Officin, wohl entschieden, die älteste. Dies ergiebt sich aus dem melk würdigen Penlateuchus cum V Megilloth et Haphtaroth durch Dapictben Jonathan und Chajùn ben David SacJior , in Folio , auf dessen Titelblatte man die Worte liest : Gedruckt in der heiligen Synagoge zu Oels unter der Begierung des Herrn Herzogs Carl im Monat Abh oder August , nach der kleinern Zeitrechnung im hosten Jahre d. i. im Jahre Christi 15303 dessen Druck durch den schrecklichen Orkan vom 1 Sept. 1 535 nuterbrochen und zerstreut wurde und späterhin der so berühmte Hamburger Theologe und Literator Wolf in seiner bibliotheca hebraea P. IL Sect. V. ρ, 364. 386 beschrieb 3 worüber iudess noch die Meinungen getheilt sind, ob er ganz oder nur zum Theil vorhanden sey." Da nach dieser traurigen Begebenheit die Juden aus der Stadt vertrieben wurden, so hörten auch die Arbeiten ihrer Officin auf. Erst im Jah- re 1593 findet sich wieder ein Oelsnischer Buchdrucker, zugleich deutscher Schul- halter des Orts, Namens Caspar Richter, dessen von ihm sauber gedrucktes Zinfsbuch, der Verfasser io der umständlichen Biographie dieser Officin (Schles. Provinz. Blätter 1804. Jan. Anhang) rühmlich erwähnt, es vermuthen lässt, dass er vorher schon mehreres gedruckt haben müsse. Ihm folgte 1594 Andreas Eich- born und diesem 1605 Johann Bössemesser, welcher zuerst einen festgesetzten jährlichen Gehalt und den Titel eines II 0 f b u c h d 1 ־ uckers erhalten zu haben scheint. Er A η 11 a η g. Oppeln י — Rattibor. 83 Er starb 1639. und hinterliess seiner Wittwe die Officin. Diese setzt e sie zwei Jahre unter seinem Namen fort und heirathete dann Joseph Seysfert, gebürtig von Wit■ tenberg, welcher 1669 starb. Gottfried Günzel, der Schwiegersohn des Vorigen, erkaufte darauf die Officin von seinen übrigen Miterben im J. 1670, zog aber 1691 nachBreslau, worauf sie Heinrich Bockshammer übernahm. Nach ihm besass sie 1711 Johann Gottlieb Sträub el. Dieser verkaufte sie 1718 den 4. July an Gott- lieb Schlieben, der sie den 27. März 1725. wieder an Gottfried Weber abtrat. Dessen Nachfolger war 172Z Johann George Schreiber, den das Unglück betraf, sie bei dem allgemeinen Brande, der die Stadt im April 1730 zerstörte, untergehen zu sehen. Nach Wiederaufbauung der Stadt richtete Christian Gottsried Wel- eher eine neue Buchdruckerey ein, die nach seinem 1761 erfolgten Tode Johann Carl Η e y 1 durch seine Verbindung mit der hinterlassenen Wittwe des Verstorbenen -erhielt. Von diesem erkaufte sie den 10. Octobr, 1777. der gegenwärtige Besitzer der- selben, Sam. Gottfr. Ludwig, geb. den 5. Jan. 1749. zu Brieg, welcher durch seine rastlose Thätigkeit alles aufgeboten hat, diese unter seinen Vorgängern gesunkene Officin wieder empor zu heben. Seine Pressen haben bis jetzt 38 bedeutende Schris- ten geliefert. (Die von dieser Officin seit ihrer Entstehung gelieferten Arbeiten sin- det man umständlich in der vorhin genannten Nachricht.) Oppeln. Der Stifter der gegenwärtig seit dem Jahre 1802 hier befindlichen Officin ist Beilltz, Bürger und Buchbinder dieser Stadt. Rattibor. Der hiesige Kreisphysicus D. Werner fasste im J. 1800 zuerst den Enischluss, auch-in dieser Stadt eine Druckerey anzulegen. Er verband sich zu dessen Aussüh- rung mit dem Buchhändler Carl Heinrich Juhr, und beide empiiengen zu ihrem Etablissement die Concession einer Königlichen Kriegs- und Öomainen-Cammer zu Breslau. Im J. 1801■ trat der jetzige Besitzer der Officin , Franz Julius ßoegner an D. Werners Stelle, der ihm seinen Antheil daran abliess. Man druckte den 1. Octobr. !801. das erstemal; allein nach zehn Monaten überliess auch Juhr durch einen gerichtlichen Vertrag Boegnern sein Anrecht an diese Druckerey , und dieser druckt jetzt allein. Er beschäftigt zwei Pressen und 4 bis 5 Mitarbeiter. Reiclienhach, l)\ Geschichte der Schlesischen Eu eh drucke rey en ♦ \ Reichenbach. In dieser blühenden Handelsstadt des Schlesischen Gebirges etablirte im Jahre 1303 Christian Ernst Müller eine ganz neue Bachdruckerey. Er ward gebohren zu Gera im Voigtlande, gieng 1787 nach überstandnen Lehrjahren aus seiner Vater- sladt und kam 1793 nach Breslau, wo er zuerst in der Kornschen, dann in der Stadt- buchdruckerei bei Barth conditionirte. Die freundschaftliche Hand eines Gön- ners in Breslau bahnte ihm den Weg zu seinem Glücke, und einige Aussichten nebst Local-Vortheilen bestimmten ihn , diesen Ort, an welchem noch nie eine Buchdru- ckerey gewesen, zu wählen. Sagan. Die Zeit der Errichtung der Herzoglichen Buchdruckerey in Sagan ist unbe- kannt. Sie fällt entweder in das Ende des 16ten oder in den Anfang des 17ten Jahr- lmnderts. Die Officin ward dadurch bekannt, dass der weltberühmte Κ e pi e r, w el- eh en General Wallenstein, als Herzog zu Sagan auf Ferdinand II. Empfehlung in Schutz nahm, hier einen Theil seiner Schriften drucken liess ; zu welchem Ende die- 8er grosse Feldherr die mit dem Anfange des 30jährigen Krieges gesunkene Officin wiederherstellen liess. Die hier gedruckten Keplerischen Schriften sind zu merkwür- dig, als dass wir sie nicht ihrem vollständigen Titel nach anführen sollten: 1630. Tomi primi Ephemcridum Joannis Kepler i. Pars secunda ab A. 1621 ad 1628· Cum Privileg. Cacs. ad annos 15, impressu Sagani Süesiorum in Typograph. Ducali, Sujnptibus Authoris, Anno loo med. 4. 1 Bogen Zu- schrift an die Österreichischen Stände ob der Ens, datirt Sagan den 6■ Sept. 1630. Für jedes Jahr 4 Bogen. - .י 1630. Tomi primi Ephemeridum Joannis Kepleri Pars Tertia complexa annos a 1629 in 1636 in quibus et Tabb. Rudolphi jam per feeds et soda opera Clariss. Viri Du. Jacobi Bartschii Med. Doct. est vsus. Cum Privileg, u. s. w. 1630 med. 4. ι Bogen Zuschrift an den Herzog. Datirt den 6· July 1630. Eben so stark, (Der erste Band ist zu Linz gedruckt worden.) Nach Nie er ons Mem, Τ XXXFIII. p. 51. 52. sind noch zu Sagan erschienen: 1629· Ad epistolam Jacobi Bartschii , praejixam Ephemer id. a. 162g. . Respon- sio de computatione et editions Ephemeridum. Sagani Silesiorian. 1620. 4. 1630. A n h a n g. Schweidnitz — Striegau. 85 1630. Joannis Terrentii, Sec. .7. Epistolíum ex Regno Sinarum ad Mathemati- cos Europaeos missum cum Comment atiuncula J■ Kepleri et Apotelcsmatis Calculi Faidolphini ex Ephcmeride a. 1630. 4. %i Bogen. Von den beiden letztem ertheilt Kästners Geschichte der Mathema- tik, 4. Th. S. 299 bis 303 umständliche Nachricht. Sie fehlen noch in Hrn. Rect. M. Scheibeis Sammlung Keplerischer Schriften. Wenn diese alte berühmte Officin aufhörte und wie lange sie noch bestand , ist nicht möglich zu bestimmen. Die jetzt in Sagan vorhandene veranstaltete Johann Christoph Lauche, vom 1· Febr. 1 763 bis den 5. May 1764, Buchdrucker in Freistadt, an welchem letztem Tage durch einen schrecklichen Brand die ganze Stadt und mit ihr auch seine Officin zu Grunde gieng. Er wandte sich deshalb nach Sagan an den Prälaten von Feib i- ger, der ihm zur Errichtung einer neuen auch hinlängliche Unterstützung leistete und den Druck der hiesigen Schulschriften übergab. Lauche starb den 13. März 1782, worauf seine hinterlassene Wittwe die Geschäfte der Druckerey fortführte. Der jetzige Besitzer derselben Peter Heinrich B a ab e , geb. den 19. July 1774. in Magdeburg und daselbst auch die Kunst erlernt bei Joh, Valentin II e s s enl a n d, er- kaufte sie den 28· Febr. 1797. Schweidnitz. Johann Perfert, ein Breslauer Buchhändler, besass hier eine Officin in der Mitte des 17. Jahrhunderts, in welcher mehrere Bücher auf seine Kosten für den Buchhandel gedruckt wurden: ob Einer oder Mehrere noch vor ihm hier gedruckt haben, ist uns unbekannt. Im 18· Jahrhunderte befanden sich hier die Gebrüder Johann Siegismund und Christian Ockel. Von letzterm erkaufte sie Joh. Christian Müller, der Vater, von dem sie 1784 der Sohn gleiches Namens ererbte, und hier bis 1803· behauptete, in welchem Jahre er sich mit seinen Pressen nach Fried- land begab. Friedrich Ludwig Biesterfeld, gegenwärtig Buchdrucker in Schweidnitz, erlernte die Kunst zu Stollberg am Harze bei Friedrich Adolph L ö hr s , etablirte sich im Jahre 1801· und eröfnete seine Officin den 22: April desselben Jahres. S t e i η a u. Hier druckte zu Anfang des 17. Jahrhunderts Erasmus Rösner, welche Schriften , in welchem Jahre und wie lange ? kann man nicht bestimmen. 22 Striegau, Geschichte der Sclilesischen Buchdruckereyen» S t r i β g a u. Johann Gottfried Weber etablirte sich zuerst in Oels. Da er aber wegen der Auflage eines protestantischen Gesangbuches mit der Ortsobrigkeit in Unannehmlich- keilen gerieth, so verlegte er seine Officin einige Jahre darauf nach Jauer. Hier wohnte er bis zum Jahre 1715, in welchem er mit derselben nach Striegau zog, und daselbst im Jahr 1732· starb. Seine Wittwe führte die Druckerey mit ihren 4 Söh- nen unter demFactorat des ältesten Sohnes Johann Gottfried Webers bis zum Jahr 174S■ fort Ih diesem Jahre erkaufte sie ihr jüngster Sohn , Johann Sigismund We- ber, und behielt sie bis zu Ende des Jahres J783 , worauf sie wieder dessen einziger Sohn, Carl Sigismund Weber, den r. Jan. 1784· übernahm und sie bis zu seinem im Frühlinge 1804 erfolgten Tode fortführte. Jetzt betreibt dessen hinterlassene Wittwe unter dem Beistände eines Factors die Geschäfte der Officin. Τ r ο ρ ρ a u. Auch diese Stadt hatte im 17. Jahrhundert eine Officin, wovon uns nur ein Besitzer bekannt ist mit Namen : Johann Wenceslaus Schindler. Er druckte noch 1726· — Der jetzige Buchdrucker daselbst heisst Trassier, und besitzt noch in Brüiin und Crac au ansehnliche Officinen, die zusammen mehr als zwanzig Pres- sen beschäftigen. Lob der Buchdruckerhunst VOIl George Gustav Fülleboru in Musik gesetzt von J. Eisner, Musikdirektor in Warschau. Clavicembalo. Moderato. -«-0 ■ Seèe^e ; ζ 1 -80 -1—!— Η wß m ■ m -Um I h- K i — r -banü ---- m c/ l> dolce. h •-•- a — ■ β- j — ρ —9-- --- 1 -- ן— 1 , m -m 0 ffîS ^s β -0 « 0 D «. ־רי ־־ו ־ fe^^D^BIM^^BB ^^MD WD^M^M^M י י ~ ?=״Ξ£ î. 8f־ à 7 zp: ri :0=0 =3 m W i iâ" Œ=4s; -rt■ ΐ- —-- t— --- :p=î- ::=r =pL=?=p t=zE=ÎSErf: ià׳ -4- Auf und stimmt ein Lied der -A— A- כוV— + ::=d: h -- 1 — ו -- 4 — 0 —+—ו —>—! -- \- 0 — ■á —é — ·— ·— JZ0— 0—0-— á 5 - q — ח =ף = ^ = : — i_z=z=z =S=: » - M — m -*— 4-«—»—»--- Lie - der, ei - nen ju - bein - den Pä - ÊU +-4 i =ö ^ Bï :ע =3 =0: tas= * W& ^ ^^——ψζ r־r ΓΤ =ί= M j— fc r =V K :o: -- 1- ΐ: J—J. 5z =ä: s — 4 —»—ן - rl pu ־0־ « — I- ־0־ ־ 0 ־ -T- -m- :p: :t: Kunstge - 710í - iß« , ed - le -4 -h -«-' — I- à Br« in, 0 d er, un- sr er Kunst zu Eh- ren ן i γ ! - J־ - al --1-- >- ־•-'-ú -é-J—% — m — J — J— —«- - 1 -י״יי ^־ה ־ו— 0 ־ 1 «j -y -h -Ο -- -»יי^ -- ״קד 3ϊΞΞ=^Ϊ ־e- ־*st- 53 -S 3 :a: -ë־ ΪΞίΐΞ־£_*:Ξ =5: ־ + — t- ási ־ ־ 0 -β- O Chor. η J4 3 s 4- 4- 1 ״׳ ψ Blich ο Kunst in al Λ * ־ i4 ־־ ι Ά î 4- à t =s -¥=*.- ,ז - l = 1j *=fcp ׳z=í 1 4 t 1 Π Ì ^=f ^ŽF =k len Landen, A - י י von der Ο - der bis zum £ ׳x -ë׳- φΣ± 1 יז y— :p: t: r» R ^Si -i ■++■ _^_.-״:^. t ç .-z;■^-^^.. 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T _^^_«,.J H-H -f^^i: -- î~ Π * ן # ■ •— 1 - ׳ 3 * — 4 — -0- -M 4- ■ft? -D— D' t=P feptí i-Œ j4uf und stimmt ein Lied der Lieder Einen jubelnden Ρά α η, Kunstgenossen, deutsche Brüder, Unsrer Kunst zu Ehren an! Nur des Despotismus Freunde, Die im schwarzen Bunde stehn, Nur des hellen Lichtes Feinde Kannen diese Kunst uns sclimälm. € h 0 r. Blüh, ο Kunst, in allen Landen Von der Oder bis zum Belt! Kunst, die zu dem Heil der Welt G ut te nb er g und Faust erfanden. Denn der weisen Vorwelt Spuren Wären aus der Zeit Ruin Ohne Pengel und Puncturen Nimmer bis zu uns gediehn. Seht, der Weisesten Orakel Und der Dichtkunst Meisterstück Zieht in Schaaren vom Tenakel Durch die Welt im Augenblick, C h r. Slitte, wenn die Ballen pochen! Stille, wenn der Deckel fallt! Horcht, es wird zur halben Welt liier ein grosses Wort gesprochen! *> fc> Ueber Berge , Thal und Meer 6 Eilet schnell von Ort zu Ort Tausendfach das Wort der Lehre Und die neue Zeitung fort. Was die Menschen , eure Brüder, Auf der ganzen Erde trift. Meldet diese Kunst euch wieder Schneller y als die schnellste Schrift. Chor. Sie erzählt der Türken Kriege Und Brittannicis ■Parteyn, Und vom Padus bis zum Rhein Frankreichs leichenvolle Siege. Und des Herrschenden Befehle Kommen kaum aus seiner Hand, Macht sie ohne Schwerdt und Kehle Unsre K un st sogleich bekannt. Alle Fehler, alle Mängel, Was die Staaten drückt und neckt, Wird durch Ballen und durch Pengel Allen Augen aufgedeckt. Chor. Eilt ihr muntern Drucker - Chöre, Färbet, rollet, presst und schiebt l Munter, dass es Bogen giebt Und dis Welt die Wahrheit höre! Schmiedet , giftige Kabalen, Still und heimlich euren Plan! Bergt euch vor der Sonne Strahlen! Hier wird alles aufgethan. Unsre Kunst kann mächtig retten, Mens chenr edite stellt sie her : Mancher Thorheit Zentnerketten Macht ihr Zauber minder schwer. Chor. In den hochbeglückten Landen, Wo die Drucker kunst gedeiht. Weilet die Gerechtigkeit, Wird der Bosheit Werk zu Schanden. Welches Krösus Schatz erschwänge Sich zur Lust, zum Unterricht Guter Bücher eine Menge, Hülfe diese Kunst ihm nicht! Dass die Armen, wie die Reichen Sich der Musen Dienste weihn, Nicht vor schnödem Golde weichen, Dankt ihr dieser Kunst allein. Ι Chor. Wenig fordert sie zum Lohne, ■ י . Sendet um geringes Geld Mild und freudig durch die Welt . Meisterwerke jeder Zone. Huldigt ihr, der Tonkunst Sühne Und der Sänger frohe Schaar ! Seht, sie stellt euch eure Töne In den schönsten Formen dar. Stets die Schriften zu verschönen, Machen Meister sich zur Pflicht: Langer sollt ihr uns nicht höhnen, Stolze Britten, länger nicht. Chor. Welche Schärfe, welche Fülle{ Preiset jeden, der gewandt Schöne Formen sich erfand Ungern, Göschen, B a sker ville! Macht ein Finsterling uns hange, Will uns neues Dunkel drohn, Allen Listen, allem Zwange Spricht die Kunst ■der D r u ck er Hohn, Ό arum stimme, sie zu preisen, Wer die Menschen liebet, ein! All ihr Guten, all ihr Weisen, Schliesset euch an unsre Reihn. C h o r. Blüh, 0 Kunst, in allen Landen Von der Oder bis zum Belt! Kunst, die zu dem Heil der Welt Guttenberg und Faust erfanden. 7 / Baumannsche Stammtafel George B a u 111 a η η ; Uror, Susanna, Bürger und Buchdrucker der Stadt Erfuer. Magdale na Ba uman N , ge- tauft Zi July 1590. George Baumann, gebohren in Erfurt 1564. hernach Buchdrucker in Brcslau , starb 1607. den 9 März, im 43. Jahre, copuli*{ 8· Februar 1589· mit des Johann Scharffenbergs Buchdruckers in Brcslau hiinerlaßenen Wittwe Magdalena geb. Schrom, des Furstl. Bischdsl. Ralhs Seba- stian Schromö, und Anna •5> a chsp i e g e ln , Tochter. --- — ——. ' George Bau m an 11, geb. in Brcslau 1592. 4 November/ Bürger und Buchdrucker, Uror ι. Maria geb. Reiche!, verwitw. Lischke cop. 1618 stirbt 1639. Uror 2. M aria Deickstâdtcr, cop. 1Ü45. mit dieser zeugte er keine K ndcr. stirbt 1650. ι Januar , alt 5? Jahr, 3 Wichen 2 Tage. Susanna Baum an !1, ge- lauft 19 August !595- Maria Baumann, getauft den 25. December 1613. starb 1655 ׳ den 19. August, alt 67 Jahr weniger 13 Wochen. / «..·■£ ־.׳ Mar -tu s , Heinrich Franke, Bürger Kauf und Handclsnann in Breêlan, geb. 1592. 3 May, starb 1(177. 5· Julii. Sie haben zusammen 15 Kinder gezcuget, UM von den Lebenden 77 Kinder und Kindes-Kinder erlebt. , 1 Rosina Bau m a n n , gerauft den 3. März 1621. starb 1676. den 6. September, alt 55 Jahr, 26 Wochen. Maritus ι. Caspar Klosemann, Bürger und Buchführcr in Breslau, sein Vater hieß George, und seine Mutter Anna B 0 w i t z. Maritus 2. Andreas von Assig, und Siegersdorff, l. V. D. und Syndicuö der Stadt Breslau, geb. 1613. 4 November, starb 1676. 10 May. Sein Bater Andreas Assig, war Bürger und Goldschmids- Aeltcster in Breslau, und seine Mutter Maria geb. Par iti us, eine Tochter des M. Johann P a r u tins, Archidiaconus und Senior bey der Kirche zu Sr. Maria Magdalena in Breslau. Magdalena Bau mann, gerauft den 19 September ,624, starb zeitig. Magdalena Bau mann, getaust 9 ge &tiwt Magdalena Franke, geb. 1636 9 November, starb 1727. '18 April; alt 90 Jahr 5 Monat 9 Tage, Copnlirt 1652. 20 October mit Maritus, Stanislaus Zauchenberg Kauf« und Handelsmann und Bürger - Capitain in Breslau, geb. in Frankenstein 1620. 6 May, starb 1672. 24 Julii. Ma׳ia Franke, geb. 1542. 25 März, starb 1729. 12 Januar, alt 86 Jahr, 41 Wochen 6 Tage, cop. 1659. 3° September, mit Maritus, Christoph A l b r e ch r Kauf- und Handels- mann in Breslau, (Christoph Albrechts Kaufmannsälte- sten alhier, und Vorstehers der Kirche zu St. Elisabet, wie auch des Hospitals zum heil. Grabe, einiger Sohn) starb 1632. 3 April, im 47 Jahre. Rosina Franke, geb. 1644. z. August, starb 171z. im 70 Iah- re. Copulirt 1661. 10 November, mit Carl v. Schramm auf Schimmelwitz, nach Sinapius, geb. zu Schwcidnitz 1636. 14 Tage vor Himmelfahrt, starb 1683, 24 Julii, alt 47 Jahr, und etliche Wochen. Elisabeth Franke, geb. 1647. 11 December, starb 1714. all 66 Jahr 29 Wochen 5 Tage, cop. 1668· g Januar mit Mari:' tus ι. Joh. Balthasar Schlitze. M a r i t u s 2. Da: v id S chl a ck w e r d e r, Güter-Arendator, cop. 1688· 13 Ja- nuar. ora Franke, geb. 1649. 19 May, starb 1713. 23 April, .. 64 Jahr weniger 5 Wochen. Cop. 1666. mit Maritus, Hans Jacob Unger, Kauf- und Handels- mann in Breslau. zeitig. Eleonora alt Susanna Franke, geb. 1651. 13 Februar, starb cop. 1671. 10 November, mit Gott fried Heinrich P e tz 0 ld', Kauf- und Handelsmann in Breslau. Regina Franke, geb. 1653- 2 April, surb 1714. 3 Julii, alt 61 Jahr , 3 Monat 4 Tage. Cop. 1663. 16 Octobr. mit Maritus 1. Johann Caspar u, L 0 h e n st c in. Maritus 11. Sigismund v. Glad iss. Sab ina Fra nk e, geb. 1659. 27 Junii, starb Maritus ι N. N. Meissner, der Phil, und Med. D. und Practicus in Schwcidnitz. Maritus 2. Friedrich Forster, Kauf- und Handelsmann und Rathshcrr in Rawicz, starb 1714· 6 May. Rosina Albrecht, geb. 1661. 24 Januar, starb 1724. 8 May, alt Ci Jahr 15 Wochen , cop. 163a- 16 Januar mit Maritus, Samuel Gras-, d. Phil. n. Ned. D hernach Proto-Physicns m Breslau, wie auch der Kayserl. Reichs -Acad. Nat. Curios. Zdjnnct. geb. in Breslau 1653׳ >r Julii, starb 173«. 29 Junii, alt 77 Jahr, weniger 12 Tage. Sein Narer Balthasar Graß, war Bürger und Backer - Aeltester, und seine Mutter Rosina Kincentiii. Christian Albrecht, September. geb. 1662. 4 August, starb 1673. 21 Eleonora Albrecht, geb. 1665. 27 November, starb 1713. 17 April, im 4g Jabre. Cop. mit Maritus l. E m a n u e l He n 11 i g , Kauf- und Handelsmann in Brest,'.», mit welchem sie 1 Tochter und 2 Sohne gezeuget, die aber bald gestorben, Er st .:rb 16 Hernach cop. 1695. ,6 November mit Maritus 2. Mar im ili an Preuß, Med. D. Proto - Physicuà in Breslau, u. der Acad. Nat. Curiosi Gestorb. 1721. 6 Sept. Samuel Albrecht, geb. 1669. 26 August, starb 1670. 22 May. Gottlieb Albrecht, geb. 1671. 7 März, der Phil, und Med. D. hernach Kayserl. Sfati), wurde 1709 in den Böhmischen Ritterstand erhoben, mit dem Prâdicat von Albrecht und Bau mann, besaß das Guth Radaxdorf, woselbst «r auch den 13 Februar 1725 gestorben, alt 54 Jahr, 1 Mo- nctth, 6 Tage. Uxor ι. Susanna Juliana Pit is cus, ver- Uxor2. Rosina Elisabeth, Ernst v. Hu- witw. Wittich, starb 17 brigs Nathâherrn in Breslau Tochter. Christoph Albrecht, geb. 1677. 9 April, starb 1679. 10 November. Helena K> as>, geb. 1681. 1 Ma» , starb 1686. 13 Julii. Christoph 1632. 1686. : / ........... ι. I oh. S a m. Graß, gcboh. 1716. 8. Dec. starb 1717. 27 Febr. 2. Sam. Gott- lieb Grafi, geb. 1718- 7 Febr. st. 1722. 30 Junii. 3. Joh. S i- gism. Graß, geb. 1719. II May, st. 1719. ì Oct. Samuel G r a ß, geb. 1634. 1 4 December, und Physicus in Breslau, starb 1745 7 August 1715. mit Johanna delsmannes in Breslau Tochter, Jahr, 2 Monath, 7 Tage. Phil. u. Med. D. wie auch Acad- Nat. Curios. 23 Novemb. alt 61 Jahr weniger 16 Tage, cop. Sophia, George Ensfahrts, Kauf- und Han- geb. 1699. 20 Januar, starb 27 März 1763, alt 69 Rosina Graß, geb. 1687- >6 April, starb 1742. 14 May, alt 55 Jahr 4 Wochen. Cop. 1705. 14 Januar, mit Maritus, Samuel Sommer, Kauf- und Handelsmann in Breslau, geb. zu ?andshut 1665. 23 März, starb 1731. den 19 Junii, im 67 Jahre Johan. Graß geb. 1693. 26 October, starb 1693· 3 Nov. Benjamin Graß, geb. 1695. 4 Junii, Advocatus Juratus, hernach Raths - Registrator zu Brcslau, starb 1739. 14 August, alt 44 Jahr, in Wochen 1 Tag. Cop. 1725. 9 October, mit Uror, Susanna Charlotte, Da- niel Pit is cus, Jcti in Lie- gnitz Tochter, geb. starb 1761. !8 April. G 0 t t l i e b Graß geb. 1697. !5 März starb 1697. 27 May. Fer din. Graß geb. 1701. 8 Julii, starb 1701. 29Sep- tcmb. Ex I. Johanna Eleonora Albrecht geb. 1693. 14Jan. st. i11Brieg>798. d. 13 Feb. alt 91 I. ι Mon. 4 Tage. Cop. 1721. 2t May, mit Ma- riti! s, A dam L e 0 11 h a r d v. B o ck, geb. 1683. 16 Jan., starb 1767. 7 März. S u sa n n n a In- liana Al- brecht , geb. 1700 -3 April, starb 5 Sept. !?!S. Ex II. CarlGot- lieb v. Al- b r e ch t u. B a u- mann, geb. 1709. 21 Julii, starb unter dem Land- grasen von Hes- sen Fähndrich, hernach Lie״rc- nont unrcr dem Fürst Radziwil in Polen. Christiana Friederica v. Albrecht u. Baumann, ge- boh. 1710. 17 Sept. starb 1712 31 December. Ernst Will, e Im v. Äl brecht u. B a u m a n n , gel 8 . 171 1 .׳ Dccemb. starb 1713. 23 Nov. Christoph Si- gismund v. Albrecht und Bau m a n n , geb. 1713· 17 May,starb 1719. 23 Novemb. Johann Ernst v. Albrecht 11. Bau mann, geb. 1714· 7 In- lii, starb Christian W i l- Helm v. A l- brecht und B a u m a n n . geboh. 1718· 27 Julii, starb . M a ע. G r a st, geb. 1720. 9 Sept. Königu Cammer- und Rarhsadvocat, starb 22 Inni 1773· alt 52 I. y M. 13 Tage, Cop. 1758. 17 May mir Su- fan n a E l e 0- n 0 ra Lan- d e ck geb. M e- tzig.gcb. 1723. i Jnn. st. 1772. 28 Ma», air 49 Jabr g Monat weniger 4 T. . I 0 h. S i- g i s m. G r a ß geo. 1722. 16 J״nii, starb 1723. 22 Jan. , Carl W il- helm E r a ß, geb. 1724. 14 Jan. Bürger und Buchdru- cker in Bresl. starb 1756. 9 Novem.'alt 32 Jahr 10 Men. weniger 5 Ta- ge. 7. Gottlob gerb. Graß, geb. 1726· 31 Jan. Königl. Cammcr und Rathsadvocat, starb 1761. 2c, Dec. alt 36 I. weniger 6 W. ι Tag. . Joh. Fried. Graß, geb. 1723. ^7 Juni, starb 1732. 6 Octob. ' Johanna Christiana Graß, geb. 1730. 15Sept. starb 1300. 23 Januar , cop. 1760. 23 May, mit Johann Gottlob W ei gel, geb. 1720. ι Sept. starb 173925 ׳ August, alt 69 Jahr, weniger 6 Tage. 10. Sop h i a Elis. Grafi, geb. 1733. 3 Nov. starb nach einer glücklich. Niederkunftim > Wochenbette, 1771. 19 Oct. alt'37 Jahr, 1 1 Monat, 13 Ta- ge. Cop. 1769. 20 April, mit Joh.Ephra- im S ch c i b e l 3. Prof. Gym. (äiiiaoeu;. jepe Rector daselbst gcb.^ 1736. 5 Sept. . li, Fried. Si- gism. Graß geb. ,735., ι May, Med. D. st. 1733- 18A- pril cop. 1770. 15 May, 'mit Carol. So- phia, Carl Engelh. O- pitz, Bürger Kauf- u. Hau- delsmannes in Breslau , und Soph. Elis, gev. Muller, Tochter, geb. 1751. -9 Jan. starb Samuel E p h bel, geb. 1771. 1 5 • 4 ד ץ Sept. , Niger ι Monat. r a i in Schei- 6 Octob. starb alt 3 Jahr, we- Rosina So m- m e r, gebohr. 1705. ι! Dec. starb 1762. 13 Januar, cop. 1723. 2 Nov. mit I 0 h a n n Gottlieb Deichsel, Prorect. Gym. Elis, und Bi- bliorhecar das. geb. 1793. d. 7 Dec. st. 1750 den -Z July. Johanna Do- roth. Mül- ler, gebohren 17-7. 8· Aug. starb 1729. 20 August. Samuel S om- mer, geboren 1707. ι! Irin, starb 1710 im Julii. Elisabeth Sommer, geb. 1709. 13 März, starb 1761. 20 Juli, alt 52 Jabr 13 Wochen, 2 Tage. Cop. 1726. ι! Sept. mit Johann Müller, Kauf-und Handelsmann, u. Bürger-Capi- tain in Breslau, geb. zu Lindau 1631.2 Dec., stirbr 1732. 8N0V. 7 alt 51 I. weniger Z W. 3 T. Johanna Sommer, geb. 1716. 6 Julii, starb 17üg. 16Way, im 52 Jahr cop. 1732.16 May mir Carl Gottfried Walther, Bürger Kauf- und Handelsm. in Breslau, geb. 1693. 23 Dec. starb 1769. 15 April. ' Christiane Som m e r , geb. 1719. 10 Jan. starb 1741. 22 Julii, all 22 Jahr, 6 Monat 14 Tage, cop. 17 mit M. Christian Tschepe, Diaconus bey Sr- Clisab. in Breslau, geb. 1697. 25 Januar, starb 1771. 25 Januar. 1 ι. Johanna Soph. Wal- ter,gcb. 1733- 13 Sept. starb 17 § i F r i e d e r i c a Sophia G ra ß, geb. 1771. den 19. September, cop. 1799. 22 May, mit Joh. A u g u st Barth, geb. 1765. den 1 August. Bürger und Buchdrucker' in Brcslau. Carl Samuel Graß, starb 12 April 1773. alt 5 Monat weniger 6 Tage, Juliana Wilhelm ine Eli- sabeth Graß, geb. 1776. 2 November, st?rb cop. 1793. 22 May, mit Ernst Wilhelm Hoffmann, Bür- ger Kauf und Handelsmann in Breslau, geboh. 1773 den23 May'. Sophia Elisabet Müller, geb. 1729. 22 Juli , starb 1793. !3 Juni, alt 63 Jahr, 10 Monath, 21 Tage, cop. 1746. 4 May mit Maritus, Carl Engelhard Opitz, Bürger Kauf- und Han- delsm. in Bresl. g. in Brieg, 1713. 23 Oct. starb 1795. 2! May, alt 31 Jahr 6 Monath, 2.3 Tage. Joh. Samuel Mül- ler, geb. 1731. 25 Ju- lii, Kauf- und Handels- mann in Breslau, starb 17 cop. 1762. 23 April, mit Sophia Rena- ta, Samuel Wei- nisch, Ecclesiast zu St. Elisab. jüngste Tochter, geb. starb 2. Carl Sani. Walter, geb. !735· 15 Äug. starb 17 cop. 1768- 23 Januar, mit (S b l' i íì i a η e Louise Den- cke. 3. Joh. Gott fried Wal t h e r, gebohr »737· 13 Julii starb 1772. der cop. 1770. κ Ma» mit R.N. Schwing e, eines Tuchsche! rers Tochter. . Gottlieb Will). Wal- ther, gebohr, 173ÇM3<3ept. starb 1780 Julii cop. 1772. 3 Nov. mit Christi- n e A n n a Hi nef f. . Christi a n F r i e d. W a l- t y e r, geb. 1741. 4 May, starb 13 cop. !775· 4 May mit Johan- n a C h r i st i- a n a A r n 0 l d. 6. Sophia E- l e 0 n. Wal- ter, starb jung. 7. Ludwig W a l tch e r, starb jung. 3. T^'dtgcbohr- n er Sohn. Sophia Sommer, geb. 1723. 21 April, starb 1779. 6 Ocrober alt 56 Jahr, 5 Monat 15 Tage. Cop. 1743. 6 Febr. mit Mari- tus ι. Ernst Gottlieb Cle- mcntz, Bürger Kauf- und Han- delsmann, und Niederlags-Aelte- ster in Breslau , geb. 1716. 30 Julii, starb 1743. !3 August, alt 32 Jahr 19 Tage. Maritus 2. Carl Wilhelm Schreiber, geb. 1716.24 März. Bürger, Kauf- und Handelsmann in Breslau, Cop. 1749. 23 O- ctober, starb 1793. 5 October, alt 77־ Jahr 6 Monat 10 5Lag?. Zwey Söhne starben jung. Johanna Nlaria v. Bock, geb. 5. Februar 1725, (oder wie Grurrschreibcr in seiner Genealogischen Nachlese setzt, 5 Februar 1727.) starb cop. 1752. z May mit Johann Gottlieb Freytaq, Pfarrer in Glauche, hernach in Mühlwitz im Oelßnischen, woselbst er auch 17 starb; er war geb. zu Breslau 1718. den 23 Nov. Sie verehlichte sich hernach den mit Johann Jc- ach im Schultz, Stadt -Director in Brieg. Adolph Wil- h elm, geb. den 23 Febr. 1803» Carolina S 0- p h i a O p i t z, geb. 1751. 29 Januar, cop. 1770. 15 Ma», mit D. Fri e- brich Sig is- m u n d Graß. I u l i a n a F r i e- der. Opitz geb. 1753. ι Januar, starb cop. 1770. ι März mit Da- vid Wun- derlich ,Kauf- und Handelm. geb. !י Ocrober" I 0 h a n n a E l e- 0 n 0 r a O p i tz, geb. 1754. 29 Septem. starb 1762. 12 Juli. Christi a n e W ill, cl m ine Opitz, gcb. 1756. 24 Julii, starb '95 35־ . 23 starb !7939 ׳ Febr. Todrgeb.Sobn 1770. 6 De- eemb« Charlotte Sophie Loui- se Wunderlich, geb. 1730. 25 August, starb 13 verheirathet !79910 ׳ Januar, mit Cru st Gottlob Weiß, Kauf- mann in Breslau, geb. 1770. 31 März. cop. 1; Ju!. m. stoph helf v. zig er , 1751· st 27 Decbr 6. Jan . 24 Chri- Gott- ■ L e ip- geb. 1797. cop. 1799. mit Friedr. I 0 a ch i m v. .?liebe 11. , ι ι 11— ·-·■ Julius, gebohr. 17 Septemb. ► 799 ג Lou ise A- n a st a si e , gcb. 10 A- pril igoi. Richard, gcb.MAu- gust 1L02. I u l i e M a- r i e geb. ?ten May 1804. W i l h. geb. ι. Decbr. 1784. August geb. 29 July 1739. Louise Beate Opitz, geboh. 1759. 14 Stov, starb cop. 1779. 4 May m.C h ri- stian Gott- fried Mi- r i sch, Königl. Bresl. Ober- amts - Regie- rungsregistra- tor u. Jngros- sator, jetzt Ar- chioanus, geb. zu Schwcidnitz I! Jan. 1753. starb !8 Eduard M 0 r i tz geb. 9 geb. 10 July April 1791. igoo, Carl Fried r. Opitz, geboh. 1763. 16Julii, Kauf- u. Han- delsmann in Breutoi, starb cop. 1733. 3 April mir Su- fan n e Ch r i- stia n e, des Kaufm. Cbri stian Wilh. Sturtz Toch- r e r, geb. 1765. 13 November starb Joh. Engelh. DorotheaEr- Opitz, geb. 1765. 21 Inn. starb 1766. ιί Junii. 11 e st i n ! Pitz, geboh. 1769. 6 Felini- ar, starb !801. 20 December im 33 3Φ'*׳ Ex I. Christiane S 0- phi e Element;, geb. 1744. 13 Septembr. starb 1790. 9 May, Cop. 1770. 26 April, mit Johann Ephraim F l u r e r , Kauf- und Handelsmann in Breslau, geb. in Guh- rau 17 starb 1779. 13 May, alt 33 Jahr, ?Monat, !8 Ta- ge׳ _ _ - N. N. Flur er, geb. 1771. S. Julii. Susanna Charlotte Cle men tz, geb. 1747 10 October, starb 1300. den 24 Decembr. cop. 1774. -!April, mit Carl Got- lieb Held, hernach Kö- nigl. Banco -Director in Brcslau, geb. 14 Julii, 174!. starb 13 /■ ׳ - A■ 1 > Leber-echt Carl Held, geb. 1784. 20 August. Ex !1. Carl Wilhelm Schreiber, geb. 1752 -׳ Junii, Kauf-und Handels- mann in Breslau, starb 1797. 24 Januar. Cop. »7837 ׳ May, mit Con- stantie Henriette N e ld n er, geb. 1766. 12 März, starb 1790. 9 Julii. Ernst Heinrich Schrei- ber, geb. 1752. 7 Octo- ber, Königl. Commissions- Rath, starb ,8 Eleonore F r i e d e r i c a Schreiber, geb. 1754. 13 Februar, starb 1756. Emilie Schreiber, geb. 1786. 13 Septemb. starb 18 cop. 1802. 15 Junii mit Friedrich Wilhelm F r i e s 11 e r, geb. 1766.2z November, Kaufmann in Breslau, starb 18 Friedrich Engelhard Schreiber , geb. 1755. 3. August, Kauf- u. Han- delsmann in Breslau, starb 18 cop. 1792. 3 September, mit Eleonore Ulrike F r i e s n e r , geb. 1767. 12 December. I Sam. Gottlieb Schrei- ber, geb. 1761. 21 Octc- ber, Kauf- und Handels- mann in Breslau, starb 13 cop. 1784. den 13 May mit Henriette Char- lotte K 0 pi sch, geboh. 1764. 20 Nov. r ι. C-ìrl WilhelmEi. gelhard, geb. 17ZZ. den 23 Decembr. starb den 13 Januar 1739. 2. CarlFriedrich Engelhard geb. 1739. den 20 Nov. 3. Sophie Christiane Loui« se, geb. I791. den 8 Juni, starb den 14 Juni 1791. 4. Ernst Wilhelm Ferdinand geb- 1792 den 4Decemb. 5. Sophie Eleonore, geboh. 1794 den j. Ocr. starb den 6 Oct. 6. Helene Sophie Caroline geb. 1796. den 19 Januar. 7. Marie W i l h c l m i n c Eli- sabeth, gcb. den 19 Merz 1797. L.Julie Auguste Eleonore geb. den 4 Oct. 1799. , 121 1 £.013 (M h Hfp h is I ■