I_I Vlricb J>t\\ ^eftgabe zur ßutenbergfeier 1900 Kölner Verlags-Anstalt und Druckerei, A.-G. T(ricb?5eU KCELNS ERSTER DRUCKER VON Dr. JOHANN JAKOB MERLO NACH DEM HINTERLASSENEN MANUSKRIPTE BEARBEITET VON Dr. Otto Zaretzky HERAUSGEGEBEN VON DER STADTBIBLIOTHEK IN KCELN MIT 8 TAFELN IN STRICHÄTZUNG KCELN 1900 Kölner Verlags-Anstalt und Druckerei, A.-G. VERÖFFENTLICHUNGEN DER STADTBIBLIOTHEK IN KÖLN BEIHEFT 3 INHALT Seite Vorwort.................................................... V Einleitung..................................................VII Leben und früheste Drucke................................ i Spätere Druckerthätigkeit.................................26 Verzeichnis der Drucke....................................39 Urkunden...................................................47 Tafeln I—VIII. VORWORT An dem Tage, da die Geburtsstadt des Erfinders der Buchdruckerkunst das Andenken ihres grossen Sohnes und seines Werkes in überaus prächtiger und würdiger Weise feiert, soll auch dieses Büchlein in die Öffentlichkeit treten. Wird auch in Köln von einer besonderen Feier Abstand genommen, so ist doch die alte Bücherei einer Stadt, welche an der frühesten Ausbreitung der neuen Kunst hervorragenden Anteil gehabt hat, gewiss berufen, Gutenbergs Ehrentag mit einer litterarischen Gabe zu begrüssen. Wenn als Gegenstand dieser Festschrift Leben und Wirken des ersten Druckers unserer Stadt gewählt wurde, so soll damit zugleich der dankbaren Erinnerung an die Verdienste des Verfassers, des am 27. Oktober 1890 verstorbenen feinsinnigen Gelehrten, Kunstkenners und Sammlers Dr. Johann Jakob Merlo, Ausdruck gegeben werden. Eine im Jahre 1896 von der Stadtbibliothek herausgegebene bibliographische Übersicht über seine Schriften zeigt uns Oo vi OO einen ausserordentlich vielseitigen Schriftsteller, dessen rastloser Fleiss sich auch auf dem Gebiete des Kölnischen Bücherwesens mit Erfolg bethätigt hat. Ehre seinem Andenken! Die Bearbeitung des MERLOschen Manuskriptes hat die Heranziehung einer ganzen Reihe von alten Drucken auswärtigen Besitzes notwendig gemacht. Eine Eingabe an die Herzogliche Bibliothek in Wolfenbüttel wurde abgelehnt; Herr Oberbibliothekar Geheimer Hofrat Professor Dr. O. von Heinemann erklärte unter Hinweis auf ministerielle Entscheidung, dass der erbetene Sammelband „schon wegen des Einbandes, aber auch wegen des sehr wertvollen Inhaltes unverschickbar" sei. Allen übrigen Gesuchen wurde von den Bibliothekverwaltungen bereitwilligst Folge gegeben, wofür auch an dieser Stelle der gebührende Dank ausgesprochen sei. Köln, im Juni 1900. Der Direktor der Stadtbibliothek Dr. Adolf Keysser EINLEITUNG Der eifrige Forscher auf dem Gebiete der Rheinischen, insbesondere der Kölnischen Geschichte, Dr. Johann Jakob Merlo, hat sich auch ein grosses Verdienst um die Aufhellung der Kölnischen Buchdruckergeschichte erworben. Zahlreiche Aufsätze aus seiner Feder über einzelne Drucker sind in den An- nalen des historischen Vereins für den Niederrhein, in der Allgemeinen Deutschen Biographie und den Kölnischen Tagesblattern erschienen. Über den ersten Drucker Kölns, Ulrich Zell, hat Merlo ein umfangreiches Manuskript hinterlassen, welches sich heute im Besitz des Kölner Stadtarchivs befindet. In der Hauptsache 1879 abgeschlossen, aber bis zu dem im Jahre 1890 erfolgten Tode des Verfassers weiter ausgebaut und ergänzt, sind in demselben alle Nachrichten enthalten, welche Merlo in seinem langen, arbeitsreichen Leben über Zell gesammelt hat. Die Liebe, mit welcher Merlo gerade diesen Drucker behandelt hat, ist wohl die Veranlassung geworden, dass er seineivNiederschrift auch manche ferner liegende Nachrichten eingeflochten hat. Ich habe kein Bedenken getragen, diese möglichst zu beseitigen, obwohl damit stellenweise eine nicht unerhebliche Abänderung des Textes erforderlich wurde. Ich glaubte 00 Vlll DO das um so eher thun zu dürfen, als schon durch die bedeutenden Veröffentlichungen des letzten Jahrzehntes auf bibliographischem Gebiete eine Umarbeitung und weitgehende Ergänzung von Merlos Manuskript bedingt wurde. Die Urkunden sind, bis auf eine, die ich der Güte des Herrn Dr. Keussen verdanke, von Merlo aus den Schreinsbüchern und Akten der Stadt Köln ausgezogen. Eine Zell betreffende Prozessschrift ist mir leider erst nach dem Druck vorliegender Arbeit bekannt geworden. Sie berichtigt die auf S. 6 gegebene Auslegung des Wortes „clericus" dahin, dass Zell thatsächlich geistlichen Standes gewesen ist. Ich werde an anderer Stelle auf das Aktenstück zurückkommen. Den Herren Professor Copinger in Manchester, Stadtarchivar Keussen in Köln und Bibliothekar Proctor am Britischen Museum in London bin ich zu ganz besonderem Danke verpflichtet für die bereitwillige Unterstützung, welche sie mir bei meiner Arbeit haben angedeihen lassen. Köln, im Juni 1900. Otto Zaretzky LEBEN UND FRÜHESTE DRUCKE achdem durch die Gründung der Universitäten der Weg zu einer ausgedehnteren geistigen Entwicklung der Menschheit beschritten war, trat um die Mitte des 15.Jahrhunderts eine Erfindung hinzu, welche das Reich des Geistes ganz ausserordentlich erweitern sollte — die Erfindung der Buchdruckerkunst, d. h. der Kunst, Bücher vermittelst beweglicher, gegossener Lettern herzustellen. In Mainz von Johann Gensfleisch zum Gutenberg erfunden und zuerst ausgeübt, pflanzte sich die anfangs geheim gehaltene Kunst bald weiter fort. Auch der Ruhm ihrer Ausbreitung gebührt deutschen Städten, zunächst Strassburg, Bamberg, Köln. Letztere steht also unter den Druckerstädten an vierter Stelle und der Überbringer ist Ulrich Zell, der in Mainz gelebt und hier die neue Kunst erlernt hatte. Dass in Köln mit seinen stark besuchten und berühmten höheren Lehranstalten, der Universität und den Gymnasien, sowie den reich begüterten Stiftern und Klöstern, ein günstiges Feld für die Buchdruckerkunst war, das beweisen uns die vielen Offizinen, die alsbald hier entstanden und durch ihre zahlreichen 1 und guten Leistungen Köln bald zu einer be- 1 Die Angabe von Bianco, Die alte Universität Köln I S.207D: „Wenn man Ma|i]ttaires, Denis, Panzers, Seemillers, Brauns und Anderer Inkunabeln-Verzeichnisse durchgeht, so steigen bis kaum über das Jahr 1500 die Stadt-Kolnischen Druckerei-Produkte an 4—5000 Bände" enthält eine starke Übertreibung. Oo 2 oo rühmten Drucker- und Verlegerstadt machten. Nach Ulrich Zells Gründung wurden in raschem Anschlüsse Druckereien in Köln errichtet von Arnold Therhoernen 1 . Theodericus. Peter Therhoernen, Arnolds Bruder. Konrad von Boppard, der Arnolds Witwe heiratete' 2 . Peter von Olpe (Petrus in altis de Olpe). Johann Koelhoff, Vater und Sohn. Nikolaus Goetz von Schlettstadt. Goswin Gops von Euskirchen. Bartholomäus von Unkel Konrad Winters von Homburg. Gerhard Ten Raem de Bercka. Johann Guldenschaff von Mainz. Heinrich Quentel. Johannes de Bel. Ludwig von Renchen. Cornelius von Zyrickzee. Hermann Bungart von Kettwig. 1 Von der Linde, Gutenberg S.73, sagt: „Arnold therHoernen rümte (Fasciculus temporum, Cöln 1474), dass er des Verfassers schriftzüge so genau nachgeamt habe, als wenn das buch mit dessen eigenen händen geschrieben wäre." Die Schlussschrift des Fase. temp. von 1474 lautet: „Impressa est hec cronica, que dicitur fasciculus temporum, Colonie Agrippine, sicut ab autore suo quodam devoto Carthusiensi Colonie edita est ac secundum primum exemplar, quod ipse venerabilis autor propriis conscripsit manibus ad finem usque dedueta per me Arnoldum Therhuernen sub annis domini m. cccc. lxxiiii. De quo sit deus bene- dictus in secula Amen." Ich vermag hier nur die Versicherung des Druckers zu erkennen, dass der Typentext mit der Handschrift des Verfassers inhaltlich übereinstimme. 2 Im ig. Hefte der Annalen d. histor. Vereins f. d. Niederrhein S. 61—66 habe ich die genealogischen Beziehungen zwischen den erstgenannten vier Männern aus Urkunden nachgewiesen. Der französische Bibliograph Madden hat keine Kenntnis davon erhalten. In betreff des Theodericus glaubt er (Lettres d'un bibliographe IV S. 259), „qu'il s'agit ici de Theoderic de Berse, nom qui se trouve dans une liste d'imprimeurs et de libraires de Cologne en 1501, que fait connaltre le docteur Ennen". (Kat. d. Ink. in d. Stadtbibl. zu Köln. Einl. S. XXI. XXV.) Oo g 00 Johannes Landen. Martin von Werden (Retro minores, d. h. hinter dem Minoritenkloster). Heinrich von Neuss, der mit dem Jahre 1500 seine Druckerthätigkeit beginnt. Von allen diesen hat man mit ihrem Namen bezeichnete Druckwerke 1 . Daneben begegnen uns manche Erzeugnisse unbekannter Kölner Offizinen und in verschiedenen Städten Deutschlands und des Auslandes Drucker, und unter diesen recht bedeutende, welche von Köln stammten und ihre Herkunft ausdrücklich neben ihrem Namen zur Anzeige bringen.. 1 Vgl. Heitz u. Zaretzky, Die Kölner Büchermarken S. XI ff. Von Ten Raem de Bercka kennt Hain nur einen Druck aus dem J. 1482 (11455), den schon Panzer (I S. 284 Nr. 60) nach Denis (Suppl. S. 96) anführt. Von Johannes de Bei sind von Hain zwei Drucke von 1481 und 1482 (6289 u. *io466) verzeichnet, letzterer auch schon von Panzer (I S. 290 Nr. 106) nach Denis (Suppl. S. 153). Voullieme ist geneigt, Johannes de Bei noch den Druck ohne Jahr: Henricus de Gorichem, Conclusiones super IV 11. sententiarum zuzuschreiben (Die Inkunabeln d. Königl. Universitäts-Bibl. zu Bonn: Beiheft z. Centralblatt f. Bibliothekswesen XIII Nr. 526). Das Britische Museum besitzt von Ten Raem nur ein Fragment eines Donats auf Pergament, von de Bei Horae diurnales secun- dum usum Leodiensem 1482 (Proctor, An index to the early printed books in te British Museum Nr. 1235. 1256). Burger in den Monumenta Germaniae et Italiae typographica Lfrg. III/IV Taf. 67 u. 68 giebt Proben aus den seltenen Erzeugnissen dieser beiden Drucker. Das „consum- matum" in der Schlussschrift des Modus confitendi von Ten Raem de Bercka könnte sich vielleicht auch auf den Verfasser deuten lassen. Im Jahre 1501 wird in einer Kölner Urkunde unter einer Anzahl von Druckern und Verlegern ein Wilhelm de Belle genannt (Ennen a. a. O. S. XX. XXV). Zu den Kölner Druckern des 15. Jahrhunderts gehören noch Thomas von Bacherach; Gerhard von Amersford, der Schwiegervater Franz Birckmanns; Johann von Dorsten der Ältere; Engelbrecht van Gehe und Rudolf Spot. Nur von dem letzteren hat sich ein später Druck aus d. J. 1501 erhalten (vgl. Heitz u. Zaretzky a. a. O. S. XXXIV). Zwei im Auslande berühmt gewordene Drucker, Caxton, der Proto- typograph Englands, und Veldener in den Niederlanden, gehören für ihre Lehrzeit den Kölner Druckern an (Dziatzko, Wie Caxton Buchdrucker wurde: Sammlung bibliothekswissenschaftlicher Arbeiten X S. 16. Heitz u. Zaretzky a. a. O. S. XVI). Über die von Madden erfundene Kölner Typographenschule im Hause Weidenbach der Brüder vom gemeinsamen Leben, in welcher u. a. auch die bekannten Drucker Nikolaus Jenson in Venedig, Johann Mentelin in Strassburg und Colard Mansion in Brügge ihre Kunst erlernt haben sollen, vgl. S. 12 ff. Oo ^ DO Bei meinen Forschungen in den Schreins- und Grundbüchern der ehemaligen freien Reichsstadt Köln war es mir stets eine Freude, dem Manne zu begegnen, der die Buchdruckerkunst nach Köln überbracht>hat. In Ermangelung urkundlicher Forschungen haben längere Zeit äusserst dürftige und noch dazu teilweise irrige Angaben über ihn vorgelegen, bis sich in meiner 1852 herausgegebenen Schrift: Die Meister der altkölnischen Malerschule, die Gelegenheit zum Ein- flechten einer ihn betreffenden Episode bot (S. 89—93), durch welche die ersten authentischen Nachrichten veröffentlicht wurden. Die lange gehegte Absicht, die ganze Urkundenfolge als Grundlage zu einer besonderen Abhandlung über Zell mitzuteilen, hat gleich manchem anderen Vorhaben bisher nicht zur Ausführung kommen sollen, und wenn ich ein Unterlassenes jetzt am Abend meines Erdenwallens noch nachhole, so bestimmt mich dazu nur die Nachgiebigkeit gegen schätzbare Aufforderungen, welche von mehreren Seiten wiederholt an mich gerichtetwurden. Auch musste das rege Interesse, mit welchem man neuerdings im Auslande die Wiegenzeit unserer Typographie zu durchforschen und aufzuklären bemüht ist, von anregender Einwirkung sein 1 . Ulrich Zell entstammte einer Familie, welche in der Stadt Hanau ansässig war, er selbst zeigt dies durch den seinem Namen beigefügten Zusatz „de Hanau" an 2 . Das Jahr seiner Geburt ist nicht bekannt 1,5 . In 1 Hierbei hat Merlo insbesondere die Lettres d'un bibliographe von J. P.A. Madden, Serie I—VI, Versailles et Paris 1868—1886, im Auge gehabt. 2 Meister Ulrichs Name war in Köln nicht ganz neu. Im Schreinsbuche Christophori Extra muros trifft man schon 1349 einen „Johannes de Celle magister et provisor domus pauperum peregrinorum vocate zu ine Iper- walde in Colonia". 3 Nach Madden a. a. O. Serie I S. 45 ist Zell um 1437 geboren und hat um 1457 seine Lehrzeit in Mainz begonnen. Vgl. Heitz und Zaretzky a. a. O.S. XIII Anm. 1. Oo g 0< > Mainz, und zwar, wie man als sicher annehmen darf, in der Offizin von Fust und Schoeffer, hat er die Kunst des Buchdrucks erlernt. Vom Jahre 1457 an, in welchem der berühmte Psalter erschien, bis 1466 findet man die Namen Fust und Schoeffer vereint, von 1467 anstehtPeter Schoeffer allein. Im Verkehr mit diesen Männern hat Zell seine Fachtüchtigkeit erlangt. Die grössere Typensorte, welche er zu einer Anzahl seiner Druckwerke angewandt hat, ist an Form und Stärke der Mainzer Bibeltype von 1462 sehr ähnlich, bei einzelnen Buchstaben fast gleich 1 . In welchem Jahre und durch welche Veranlassung Zell nach Köln geführt worden ist, lässt sich mit Sicherheit nicht mehr feststellen. Produkte der neuen Kunst, gedruckte Ablassbriefe des Papstes Nikolaus V. aus Gutenbergs Offizin, waren hier bereits in weiteren Kreisen bekannt geworden. Die Bibliothek des Earl Spencer (John Rylands Memorial Library in Manchester) bewahrt ein Exemplar mit dem Datum mccccliiii, welches am 27. Februar 1455 (man setzte ein j hinter der gedruckten Jahreszahl handschriftlich hinzu) in Köln für Georgius de Arnsbergh et Frederica eius uxor legitima ausgefertigt worden. Der Zettel ist in einem Buchdeckel der Löwener Bibliothek aufgefunden worden. Auch in den Städten Neuss und Werl wurden solche Ablasszettel in demselben Jahre verbreitet 2 . In den frühesten mit Angabe des Namens versehenen Drucken, welche den Jahren 1466 und 1467 angehören, nennt sich Zell ,,clericus dioecesis Mogunti- 1 Die Ähnlichkeit der Typen ist so gross, dass Fischer mehrere Zell- sche Drucke für Schöffersche hat halten können. Der Irrtum ist später von ihm selbst berichtigt worden (Beschreibung einiger typographischen Seltenheiten II S. 28. III S. 183). Derselbe Irrtum ist auch Hain passiert, der u. a. den Zellschen Druck ^2901 Bernardus, Speculum de honestatevitae Schöffer zuschreibt. Das Versehen ist von Copinger berichtigt worden. 2 v. d. Linde, Gutenberg S. 43. 44. Oo 6 ° > nensis". Wahrscheinlich hat er sich dadurch als einen der Diöcese Mainz einst angehörigen Schreiber bezeichnen wollen. Will man jedoch die gewöhnlichere Bedeutung des doppelsinnigen Wortes clericus vorziehen, so wäre Zell zwar in den geistlichen Stand getreten, er hätte jedoch nur die niederen Weihen erhalten, die ihm noch gestatteten, der priesterlichen Laufbahn zu entsagen und sich zu verehelichen. Zur letzteren Auffassung neigt namentlich Ennen 1 . Es ist indessen darauf hinzuweisen, dass auch Peter Schoeffer aus Gernsheim und Johann Numetster aus Strassburg sich alsMainzerKleriker bezeichnen. Diese werden von v. d. Linde für Schönschreiber gehalten 2 . Die im Jahre 1499 von Johann Koelhoff dem Jüngeren gedruckte Kölner Chronik gedenkt Ulrich Zells in einem (teilweise freilich aus alteren Werken compilierten) Abschnitte über die Erfindung der Buchdruckerkunst. Derselbe wirft nicht nur auf die damaligen Ansichten über die neue Erfindung ein interessantes Licht, sondern verbreitet sich auch über die Richtung, welcher der Kölner Buchhandel bis zum Untergange der reichsstadtischen Selbständigkeit treu geblieben ist 3 . Der Bericht 4 der Chronik erwähnt 1 A. a. O. Einl. S. III. 2 Gesch. d. Erfindung d. Buchdruckerkunst I S. 49. Vgl. auch Faulmann, Illustr. Gesch. d. Buchdruckerkunst S. 60. 145. 3 Die Litteratur der Skandal- und Schmutzschriften weist zwar auch Kölner Adressen auf, namentlich die berüchtigte eines Peter Hammer oder Pierre Marteau. Vgl. Leonce Janmart de Brouillant, Histoire de Pierre du Marteau, Imprimeur ä Cologne. Paris 1888. Die Bücher sind indes ausländischen, meist holländischen Ursprungs, und der Hinweis auf Köln hat nur eine satirische Bedeutung, eben des Kontrastes wegen. i Uber diese berühmte, viel besprochene Stelle der Koelhoffschen Chronik vgl. v. d. Linde, De Haarlemsche Costerlegende 2. uitgaaf (1870) S. 234. 343 ff. P. van Meurs, De Keulsche Kroniek en de Costerlegende van Dr. A. van der Linde te zamen getoctst (1870). Cardauns in d. Chroniken d. Niederrheinischen Städte III (Chroniken d. Dtsch. Städte XIV) S. 792—795. v. d. Linde, Gutenberg S. 265—270. v. d. Linde, Gesch. d. Erfindung d. Buchdruckerkunst I S.329—338. Dziatzko, Beiträge z. Guten- bergfrage: Samml. bibliothekswissenschaftl. Arbeiten II S. 82. oo 'y oo Zell mit den Worten: „Den Beginn und Fortgang der vorgenannten [Buchdrucker-]Kunst hat mir mündlich erzählt der ehrsame Mann, Meister Ulrich Zell von Hanau, Buchdrucker zu Köln noch zur Zeit anno 1499, durch den die besagte Kunst ist nach Köln gekommen!' Das älteste der im Kölner Stadtarchiv noch vorhandenen Register über diejenigen eingewanderten Personen, welchen bei der sogen. Weinschule das Bürgerrecht verliehen worden ist, umfasst die Jahre 1356 bis 1479 1 . Die Namen der beiden berühmten alten Maler Kölns, der Meister Wilhelm und Stephan, sind in demselben enthalten, Zells Name dagegen nicht. Die erste ihn betreffende Schreinsurkunde trägt die Jahreszahl 1471, seine typographische Thätigkeit in Köln hat aber mindestens fünf bis sechs Jahre früher begonnen, wie dieErzeugnisseseiner Pressebeweisen. Zells erster datierter Druck und damit der älteste Kölner datierte Druck überhaupt ist das Büchlein: 1 Der Eingang desselben lautet: van bevelnis unser heren vamme raide ensal man nyemant die burgerschaf lenen noch zu burger int- fangen, he enhave zu voerenz eyn ampt of eyne gaffel gecoren ind alda zynen eyt gedain, indwan dat geschiet is, wer dan der burgerschaf begert, dem sal man dye verlenen umb sulgen gebur, as van alders gewoenlich is geweist. Die hier eingeschriebenen Personen haben teils die Bürgerschaft, teils die Weinbrüderschaft, manchmal auch beides erworben. In ersterer Eigenschaft erscheinen sie als cives recepti, in der anderen als fratres recepti, welche fraternitatem vini oder et etiam fraternitatem vinorum, d. h. gemäss den das Buch einleitenden Statuten „die vryheit dat sy wyn zappen mögen binnen Coelne" erlangten. Nach der „Newen Ordnung eines Erbaren Rahts vber annemung der newer Bürgeren", bei Johann Mertzenich 1615 in Köln gedruckt, lag es dem Einwanderer ob „wann er sich zu Haus niedersetzen, sein Handwerk und Meisterschaft gebrauchen und bürgerlichen Rechtens gemessen wolte, ciass er sich beim Rath ( auf der Gudestags Rentkammer) zuforderst qualificiren, dessen einen Schein und Urkund ausbringen, und ehe nicht zum bürgerlichen Eid aufgenommen, noch zu arbeiten zugelassen werden soll". Die Qualifikations-Register der Gudestags- (Mittwochs-) Rentkammer aus dem 15. Jahrhundert sind uns nicht erhalten. Nach der 1681 gedruckten „Ordnung vnd Bericht für die zur Qualification Deputierte Herren" waren die „Buchführer" verpflichtet, die höhere Abgabe zu entrichten und damit die „grosse Bürgerschaft" zu erwerben. Oo 8 °0 Chrysostomus Super psalmoquinquagesimo liberpri- mus, aus dem Jahre 1466 1 . Es beginnt Bl. i a mit den Worten: [P]Icto2es imitantur azte natura 1 coloaes || coloaib9 pmifcetes vifibiles coapm depin || gut yma- gines . . . und die Schlussschrift Bl. 10b lautet: Deo et deifere refero gfas infinitas de fine primi libri johänis - crifoftimi fancti docto ris 1 epifcopi fup pfalmo quiquagefimo, per me Vbicü zel de hanau clericü diocef Mogütinen. Anno dni millefimo quadri getefimo fexagefimo fexto. Die Fassung der Schlussschrift, welche in bewegten Worten den Dank des Druckers für die Vollendung des kleinen Werkes zum Ausdruck bringt, lässt die Vermutung aufkommen, dass wir hier den Erstlingsdruck der ZELLschen Offizin vor uns haben. Nach einer Mitteilung von Panzer 2 , welche bis in die neueste Zeit weiter verbreitet worden ist 3 , soll die im Jahre 1465 vonPeter Schoeffer in Mainz gedruckte Ausgabe von Cicero De officiis 4 ein Nachdruck der bei Zell ohne Jahr erschienenen 5 sein, welche demnach schon vor 1 Panzer IV S. 271 Nr. ia. Hier fehlt in der Schlussschrift das Wort sexagesimo. Hain 5032. Der Druck ist nur noch in 5 Exemplaren bekannt, welche sich in der Nationalbibliothek zu Paris, im Britischen Museum (Proctor 799), in der John Rylands Memorial Library (Biblio- theca Spenceriana) in Manchester, in den Stadtbibliotheken zu Trier und Köln befinden. Das Kölner Exemplar befand sich bis vor kurzem gleichfalls in Trier, es ist von der Kölner Verlags-Anstalt angekauft und der Stadtbibliothek in Köln als Geschenk überwiesen. Das Exemplar, welches zu Panzers Zeiten das Schottenkloster in Regensburg besass, ist nach einer freundlichen Mitteilung der dortigen Königl. Kreisbibliothek an den Herausgeber heute in Regensburg nicht mehr vorhanden. Über die Preise, welche das Büchlein auf den Auktionen erzielte vgl. Brunet, Manuel III Sp. 538. Eine Nachbildung des Trierer rubricierten Exemplares ist [896 von der Stadtbibliothek in Köln herausgegeben. 2 Annales IV S. 492 Nr. 396d. 8 Vgl. Kapp, Gesch. d. Deutschen Buchhandels I S. 94. Schnorrenberg in d. Einl. zum Chrysostomus (1896) S. XIII und in d. Allg. Deutschen Biographie XLV (1900) S. ig. 4 Hain 5238. Proctor 80. 5 Hain 5233. Proctor 798. Oo Q oO 1465 die Presse verlassen haben müsste. Eine genauere Vergleichung der beiden Ausgaben hat jedoch ergeben, dass sie nach verschiedenen Manuskripten gesetzt sein müssen und der ScHOEFFERscheDruck zur Datierung des ZELLschen nicht herangezogen werden kann 1 . Zweifellos aber gehört Zells Cicero De officiis in die früheste Zeit seiner typographischen Thätigkeit. Die Nachricht, dass die Stadtbibliothek in Trier ein Exemplar von Zells Cicero De senectute 2 besessen, welches eine Notiz des Rubrikators mit der Jahreszahl 1465 enthalten haben soll 3 , bedarf noch der Aufklärung. Heute ist dieser Druck in Trier nicht mehr nachweisbar 4 . Am frühesten von allen Drucken Zells sind von Madden 5 der Brief des Papstes Pius II. (Äneas Sylvius Piccolomini) an Mohammed II. und die am 22. Oktober 1463 erlassene Bulla cruciata, sowie die Bulla retractationum 6 vom 26. April desselben Jahres angesetzt. Madden hat in einer längeren Erörterung zu erweisen versucht, dass der Brief an Mohammed II. 1462 gedruckt sein könne und 1463 gedruckt sein müsse, dabei aber die an ziemlich auffallender Stelle auf Bl. 2» befindliche Nachricht übersehen, dass der Verfasser desselben 1464 in Ancona gestorben sei! Auch die beiden Bullen, insbesondere die Bulla retractationum, sollen nach Maddens Behauptung schleunigst durch den Druck in Köln der Öffentlichkeit über- 1 Dem Herausgeber wurden die beiden ersten Seiten des Schöffer- schen Druckes mit den abweichenden Zellschen Lesarten von R. Proc- tor am Britischen Museum freundlichst übermittelt. 2 S. 1. a. et typ. Hain 5306. 3 Lempertz, Beiträge z. altern Geschichte d. Buchdruck- und Holzschneidekunst Heft I,2.A. Bl. 3b. Falkenstein, Gesch. d. Buchdruckerkunst S. 153. Schnorrenberg in d. Einl. zum Chrysostomus S. XII. 4 Nach einer freundl. Mitteilung von der Stadtbibliothek und der Dombibliothek in Trier an den Herausgeber. Anfragen bei der Bibliothek (c.20 Inkunabeln) des v. Kesselstattschen Majoratesund des Bischof 1. Seminars (50—80 Inkunabeln) sind unbeantwortet geblieben. 5 A. a. O. Serie I. 6 Die Drucke sind von Hain aufgeführt: "ifi. 262.^260. Oo IO o<> geben sein 1 . Das würde auch wohl zweifellos vonZELL geschehen sein, wenn dessen Presse schon 1463 in Thätigkeit gewesen wäre. Der Charakter der drei Schriften ist nicht derart, dass man ohne irgend einen anderen stichhaltigen Grund derentwegen die Gründung der ZELLschen Offizin in das Jahr 1463 verlegen könnte 2 . Der Brief an Mohammed und die Bulla cru- ciata bezweckten eine Wirkung, die den Moment ihres Erlasses weit überdauerte. Es galt, die Christenheit zum Widerstande und zum Kampfe gegen den siegreichen Herrscher auf dem Throne derOsmanen, Mohammed IL, den Eroberer von Konstantinopel, anzufeuern, dessen Blicke auf das zitternde Italien gerichtet waren. Erst im Jahre 1481. wurde die Christenheit von diesem gefährlichen Eroberer, den der Tod auf einem Zuge gegen Persien ereilte, befreit. Auch die Bulla retractationum von 1463, an die Universität zu Köln gerichtet, in welcher Pius frühere Irrtümer, „was er Verdammliches gesagt, geschrieben und ge- than", widerruft, war von dauernder Wichtigkeit. Es ist durchaus zu verstehen, dass Zell diese bedeutsame Bulle einer Schrift desselben Verfassers, welche aus dem Jahre 1444, also aus der Zeit vor seiner Erhebung auf den päpstlichen Stuhl stammt, vorangesetzt hat. Der Umstand, dass mit der 2iseitigen Bulle die 50 Seiten umfassende Schrift De curialium mise- ria zusammengedruckt ist, spricht entschieden gegen eine „schleunige" Drucklegung der ersteren durch Ulrich Zell. Die Zusammengehörigkeit beider Schriften, welche Hain getrennt verzeichnet 3 , ist unzwei- 1 Die Bulla cruciata wurde wohl zuerst in Mainz mit den Typen des Psalters von 1457 und des Rationale von 1459 gedruckt, 6 Bll. in 2 0 (Hain 261).Es giebteine deutsche Ausgabe in denselbenTypen (Hain 263). Von Ulrich Zell ist die Bulle mehrfach gedruckt. 2 Das ist noch neuerdings von Schnorrenberg in d. Einl. z. Chrysosto- mus S. XII geschehen. Vgl. auch Allg. Deutsche Biographie XLV S. ig. 3 i: T94 und *2<5o. Oo 11 oO felhaft, da die zweite auf Bl. 4 der zweiten Blattlage beginnt. Im Jahre 1467 erschien aus der Presse Zells: Augustinus Aurelius, De singularitate clericorum mit der Schlussschrift: Explicit Liber beati augustini epi. de fingula ritate clericorum. Per me OlricO zel de ha- nau clericü diocef. Moguntineh. Anno jjc. f exagefimof eptimo 1 . Der Druck ist mit desselben Kirchenvaters Schrift De vita christiana verbunden und zwar ist diese vorangestellt. Hain hat auch diese beiden Drucke getrennt aufgeführt 2 . Weder im Chrysostomus i 466 noch im Augustinus 1467 nennt uns Zell seine Wohnung. Wir erfahren durch Kölner Schreinsurkunden aus den Jahren 1471 und 1473, dass er eine grosse Liegenschaft neben der Kirche Maria in Lyskirchen erworben hat. Auf diese verweisen manche seiner späteren, meist undatierten Drucke als Ausgangsstelle. Da taucht nun die Frage auf, wo Zell in den ersten Jahren seiner Thätigkeit in Köln mit seiner Presse verweilt hat. In meinem Buche: Die Meister der altkölnischen Malerschule (1852) hatte ich es für wahrscheinlich erklärt, dass er dieselben Räumlichkeiten, welche später sein Eigentum wurden, anfänglich als Mieter bewohnt habe, eine Annahme, die dadurch unterstützt erscheint, dass die Verkäufer die Verkaufsobjekte nur kurze Zeit besessen und nicht selbst bewohnt haben. Zudem sprechen Gründe dafür, wie wir später sehen werden, dass die 1 Hain*2o82. Madden (Lettres d'un bibliographelS. 42) hat ein Exemplargesehen,welches in der Schlussschrift den Druckfehler singularirate hat. Vgl. auch Edwards, Memoire of librariesIIPl.3. Das Faksimile sowohl bei Meermann (Origines typographicaeTab. IX) als Falkenstein (Gesch. d. Buchdruckerkunst S. 154) und Burger (Monumenta typogr. Taf. 65) hat den Druckfehler nicht, auch nicht d. Münchener u. Londoner Exemplar. 2 Hain *2o82 u. ^2094. Proctor 802. Oo 12 oo 1471 und 1473 in die Schreinsbücher aufgenommenen Erwerbungen, jedenfalls die letztere, auf Verträge zurückzuführen sind, welche schon geraume Zeit vorher abgeschlossen waren 3 . Eine ganz andere, nicht wenig überraschende Ansicht von der Entstehung der ersten Kölner Drucke hat der französische Forscher J. P. A. Mauden in seinen Lettres d'un bibliographe 2 vertreten. Es ist von demselben zu erweisen versucht worden, dass die ersten Erzeugnisse der Buchdruckerkunst in Köln aus dem Hause Weidenbach, der Niederlassung der Brüder vom gemeinsamen Leben, hervorgegangen sind, und dass dieses als eine Art Typographen-Schule angesehen werden müsse, in welcher Ulrich Zell die Druckkunst anfänglich ausgeübt habe. Zwei Konventualen, Johann Alen und Johann Vrechen, sollen als Faktoren der Druckerei gewirkt haben. Maddens Ausführungen stützen sich auf handschriftliche Einzeichnungen in Büchern, welche ehemals Eigentum der Brüder im Hause Weidenbach gewesen sind 3 , und ganz beson- 1 Die beurkundeten Geschäftshandlungen müssen nur dann der an der schreinsamtlichen Stelle vermerkten Zeitangabe notwendig angehören, wenn man sich bei der Schlussformel nicht auf das Datum beschränkt hat, sondern wenn dieselbe datum et actum lautet. a Serie I—VI. Versailles et Paris 1868—1886. 3 Die Bibliothek der Brüder war reichhaltig, ein Teil derselben ist durch das Vermächtnis des Professors Wallraf in die Kölner Stadtbibliothek gekommen. Leider sind verschiedene Sammelbände aus dem Mause Weidenbach, welche Madden in ihren prächtigen Original-Einbänden noch gesehen, zu Zeiten des Archivars Dr. Eimen zerlegt worden, ohne dass die frühere Zusammengehörigkeit der einzelnen Schriften kenntlich gemacht und von den wichtigen handschriftlichen Eintragungen das geringste aufbewahrt worden wäre. Auf das Haus Weidenbach bezügliche Eigentumsvermerke, welche Madden unerwähnt gelassen, weil sie seine Behauptungen nicht unterstützten, finden sich auch in den von Ennen im Inkunabeln-Kataloge unter Nr. 1 und 35 verzeichneten Bänden, welche beide im Original-Einbande noch erhalten sind. Die mit kräftigem Ductus geschriebene Notiz in Nr. 1 (1—5) lautet: Liber domus presbyterorum et clericorum domus in Wydenbach Colo- niae. Et continentur in eo tractatus subscripti Ysidorus de summo bono Cyprianus de XII abusivis saeculi M* •<.-«*; o 15 00 Burgund in Köln in der Nähe des Hauses Weidenbach Quartier nahm und bei dieser Gelegenheit den Brüdern einen Besuch abstattete, überreichten diese als Geschenk ein „heiliges Buch", welches ein ;Bruder kunstvoll geschrieben hatte 1 . Des Kaisers Dank kam durch eine vom 13. September 1475 datierte Urkunde 2 zum Ausdruck: die Weidenbacher Brüder wurden zu kaiserlichen und des heiligen Römischen Reichs Vikaren undKaplänen ernannt. Würde Köln dem Hause Weidenbach die Kunst des Buchdruckes verdankt haben, so würden die Brüder 1475 schwerlich ein geschriebenes Buch überreicht haben und die Urkunde würde ein solches Verdienst sicherlich nicht mit Stillschweigen übergangen haben. In dem Nekrologium des Klosters, welches bis 1417 zurückgeht, findet sich gleichfalls keine Spur von einer typographischen Thä- tigkeit der Fraterherren 3 . Neben Ulrich Zell sollen nach Madden auch Goswin Gops von Euskirchen, Konrad Winters von Homburg, Johann Guldenschaff, Johann Veldener, Johann Mentelin, sowie der Drucker mit dem bizarren R im Hause Weidenbach gearbeitet, auch William Caxton seine erste Lehrzeit daselbst durchgemacht haben. Von den genannten, soweit sie überhaupt in Köln gedruckt haben, sind gänzlich verschiedene Typen angewandt worden. Das allein ist schon Beweis genug, dass dieselben nicht im Hause Weidenbach ihre Kunst ausgeübt haben können. Zur Charakterisierung der überaus kühnen Schlussfolgerungen Maddens diene noch folgendes. Erhard Winheim, der 1 Kölnische Volkszeitung vom 25. August 1887 Nr. 234. Vgl. Crom- bach, Annales Metropolis Agrippinae Coloniensis IV S. 238, Manuskr. im Stadtarchiv zu Köln. Gelenius, De admiranda magnitudine Coloniae S. 451. Ennen, Geschichte d. Stadt Köln III S. 537. 2 Orig. im Stadtarchiv zu Köln. Winheim, Sacrarium Agrippinae 2. A. S. 150. 3 Schnorrenberg a. a. O. S. 503. 504. OO l6 oo sich im Bruderhause selbst um Nachrichten über dessen Geschichte umgehört, berichtet uns, dass im Jahre 1490 die Kirche aus Mitteln der Brüder, welche sie sich durch Schreiben (scribendo) von heiligen Büchern erworben, erbaut worden sei 1 . Madden beutet diese Stelle für seine Zwecke aus: dass die Brüder schon 1490 so viel Geld mit Bücherab- schreiben könnten verdient haben, um davon eine ziemlich bedeutende Kirche zu bauen, wird kein verständiger Leser glauben. Winheim wollte, indem er das Wort Schreiben gebrauchte, sicherlich vom Buchdruck reden 2 . Und dazu verschweigt Madden noch einen wichtigen Teil des WiNHEMschen Berichtes, welcher besagt, dass der Bürgermeister Heinrich Haich ein Hauptförderer des Baues gewesen ist! Ulrich Zell kaufte laut Schreinseintrag vom 25. Mai 1471 das neben dem Kirchhofe von Maria-Lyskirchen gelegene Haus Birkelyn 3 . Es führte seinen Namen nach dem in jener Strasse — sie heisst gegenwärtig ,,an Lyskirchen" — ansässig gewesenen vornehmen Geschlechte der Birkelyn. Im Jahre 1287 ist die domus et area sita iuxta cimiterium ecclesie Lisolfi, que man- sio fuit Hildegeri dicti Birclin der Gegenstand von Verhandlungen zwischen den Erbberechtigten 4 . Später kam es in den Besitz der Ritterfamilie Quattermart: Hermannus de Unkilbach suam domum et aream vo- catam zome Birkelyn iuxta cimiterium ecclesie sancte Marie Lisolphi... donavit et remisit domino Wernero 1 A. a. O. S. 146. 2 A. a. O. Serie III S. 36. 8 Urk. 1. Das Haus Birkelyn lag nordwärts neben dem Pfarrhause von Lyskirchen, welches 1652 angekauft wurde. Das Haus zum Drachen, welches Fahne in der Geschichte der Kölnischen Geschlechter I S. 81 für das erwähnte Pfarrhaus hält, lag gegenüber. Vgl. auch Fahne, Diplomatische Beiträge z. Geschichte d. Baumeister des Kölner Domes S. 29. 4 Airsbach Veteris portae. Oo 17 00 Quattermart militi et domine Blitze eius uxori. . . 1376 crastino festi beati Marci Evangeliste. Im folgenden Jahrhundert gerät es zur Hälfte in den Besitz der Kirche. Am 8. August 1467 ist beurkundet 1 , dass „Styne van Brysge (Breisich) yre halfscheit eyns huys genant zome Bircklyn nyest dem kirchoeve zo Lijs- kirchen gegeven ind erlaissen hait den kirchmeisteren zerzyt in urber ind behoiff unser liever frauwen Lijs- kirchen in Colne". Die Kirchmeister „Henrich von Dauerkusen ind Thys van Slebusch" veräussern das Haus an demselben Tage an „Thys van Düren ind Engele syn elige wyf", von welchen Ulrich Zell dasselbe ankaufte. Weit bedeutender war Zells zweite Erwerbung, welche zwei Jahre später, am 16. Oktober 1473, beurkundet ist 2 . Er kaufte von Hermann von Affelen, dem „geschworenen" Schreinsschreiber, den südlich neben dem Hause Birkelyn gelegenen grossen Rittersitz weiland Constantins von Lyskirchen, zu welchem noch ein Haus gehörte, das zur Brücke hin lag, die im Filzengraben stand, sowie ein Grasplatz, dessen Raum früher zwei Wohnungen unter einem Dache eingenommen hatten. Es war der einstige Sitz jenes Lisolphus, nach welchem die Kirche zur heiligen Maria in Lyskirchen, möglicherweise als nach ihrem Stifter und Patron, den Namen trägt. Die älteste Erwähnung des Hauses findet sich im Jahre 1230 3 . Mehr denn hundert Jahre später, 1369, wurde das Besitzrecht der Familie Lyskirchen von neuem fest- 1 A. a. o. 2 Urk. 4. 3 Notum sit, quod Johannes filius sororis Cristiani de Lisolfkirchen post mortem avunculi sui Cristiani venit in presentiam iudicii et obtinuit per sententiam scabinorum quartam partem domus et aree, quam ipse Cristianus inhabitabat, site in platea ecclesie Lisolfi et quartam partem domus et eius aree contigue prescripte domus inferius . . . Schrb. Airsbach Veteris portae. Oo l8 oo gestellt 1 . 1395 vigilia b.Panthaleonis martir. (28. Juli) liest man: Constantino de Lijskirchen commoranti iuxta Lijskirchen cessit tarn ex obitu sui patris quam ex recta divisione domini Constantini de Lijskirchen militis sita prope ecclesiam sancte Marie Lisolphi at- que domus ipsi predicte domui contigue sita versus pontem. Nach dem Tode dieses Constantin von Lys- kirchen folgen 1431 in octava festi sacramenti (Fronleichnamsfest) drei Beurkundungen. In der ersten werden seine drei Kinder Blytzgin, Anna und Costyn an den alten Stammsitz geschrieben. In der zweiten treten sie (Blytzgin van Lijsenkirchen Cloisterjunfer zome Doynwalde, Anna van Lijsenkirchen Cloisterjunfer zo sent Mauritius in Coelne und Costyn van Lijsenkirchen ind Grietgyn syn elige wyf) denselben an ihre Mutter Engilradis ab. In der dritten lässt letztere dann den LYSKiRCHENschen Besitz in fremde Hände übergehen: sie veräussert ihn an „Heyderich van Hunffe" (Honnef). Am 3. September 1444 wird Engelbrecht von Sachsenhausen Eigentümer, der am 10. Juni 1451 an „Johan van Seendorp ind Cathryngyn" weiter verkauft. Diese treten ihn dann am 1. März 1455 dem „Herman van Affelen unsme gesworen schryver ind Alueraden syme eligen wyve" ab. Die neuen Besitzer scheinen mit ihrer Erwerbung kein Glück gehabt zu haben, da wir sie am 12. August 1473 als säumige Zinszahler antreffen: „Costyn van Lijskirchen der junge hait sich laissen weidigen an eyn huyss, dat eynewonynge was wilne herenCostyns van Lijskirchen ritters... as yem ervallen vur synen 1 Constantinus de Lijsenkirgin filius domini Constantini de Lijsen- kirgin militis obtinuit, quod ipse et eius preheredes ultra tempus dierum etannorum crescentiam sine omni iusta allocutione possedissent domum totalem et eius aream, que fuit quondam mansio domini Constantini patris Constantini prope ecclesiam sancte Marie Lisolfi, necnon domum ipsi domui contiguam versus pontem. Schrb. Airsbach Veteris portae, crastino Urbani (Mai 24). Oo I9 00 erflichen veirlichen zynss der yem zor rechter zyt nyet bezailt worden en is" 1 . Am 16. Oktober 1473 verkaufte Hermann von Affelen den für ihn nicht mehr haltbaren Besitz an Meister Ulrich Zell. Die Daten, welche wir bei den letzten Verhandlungen antreffen, entsprechen möglicherweise dem thatsächlichen Vollzuge nicht genau. Auf diese Vermutung wirdman durch eine Stelle in den Schickungs- (Vorberatungs-)Protokollen der Stadt geführt, nach welcher eine Kommission von vier Ratsmitgliedern, unter diesen die beiden Rentmeister und der Sekretär, beauftragt wurden, am 7. Oktober 1472 mit „Ul- rych boichdrucker" wegen des „hynder syme huyse" auf der Stadtmauer bei Lyskirchen gelegenen Wichhauses Rücksprache zu nehmen 2 . Dieses Wichhaus berührte den hinteren Hofraum des L yskirchens chen Rittersitzes und ist in der Schreinsurkunde von 1473 als „rundele up ind over der stede muyren" erwähnt. Hiernach wäre Zell schon 1472 Eigentümer des LYSKiRCHENschen Hauses gewesen, oder aber die Schickungskommission hat irrtümlich den Mieter für den Eigentümer angesehen. Zells Grundbesitz war durch die zweite Erwerbung zu einem recht bedeutenden Umfange angewachsen. Zell muss sich auch rasch eine Achtung gebietende Stellung unter der Bürgerschaft errungen haben, da er schon um die Mitte der 1470er Jahre von den Pfarrgenossen zu dem Ehrenamte eines Kirchmeisters berufen worden war. Wir treffen ihn in seinem neuen Amte zuerst am 8. November 1476 an, als es sich darum handelte, in Gemeinschaft mit dem Kirchmeister Aylff (Adolf) Wyn die Rechte der Kirche 1 Urkk. in den Schrbb. Airsbach Veteris portae, Sententiarum u. Generalis, a Urk. 3. 2* OO 20 OO Maria in Lyskirchen gegen einen säumigen Schuldner wahrzunehmen. Die geltend gemachte Forderung gehörte „zo geluchte" der Kirche. Letztere erlangte das Eigentumsrecht von mehreren Häusern und Hausteilen, die ihr bis dahin zinspflichtig gewesen waren. Später begegnet uns Zell nochmals in den Jahren 1480 und 1493 in seiner Eigenschaft als Kirchmeister 1 . Am 6. März 1477 ist Zell in eigener Vermögens- Angelegenheit wieder in den Schreinsbüchern genannt 2 . Er hatte an Rudolf Spot eine Summe Geldes hergeliehen, wofür dieser ein ihm gehörendes Gaddem auf dem Alten Markt mit einer Erbrente von jährlich 24 Mark Kölner Währung belastete. Rudolf (Rodolff oder Rolandt) Spot hatte die Besitzung am 18. Juni 1476 angekauft und veräusserte dieselbe später am 16. Dezember 1490 an den Buchdrucker Hermann Bungart von Kettwig. Auch in Verbindung mit Koel- hoff dem Jüngeren wird Spot am 3. März 1499 genannt. Über seinen Stand sagen uns die Schreinsbücher nichts, wir erfahren aber aus einem Büchlein aus dem Jahre 1501: „Eyn fruchtbair Spyegel offt Hantboichelgyn der Christen mynschen, gemacht off tzosamen vergadert van brodere Dederich van Munster van der Mynre, broder der obseruantien orden", dass er selbst Buchdrucker gewesen ist 3 . Im Jahre 1477 kaufte Zell ein Haus auf demEigel- stein, genannt die alte Malzmühle 4 , 1478 wurden ihm eine Erbrente und mehrere Anteile von solchen übertragen, welche auf Häusern derselben Strasse laste- 1 Urk. 6. 20. 26. Uber das Kirchmeisteramt der damaligen Zeit vgl. Kölner Domblatt 1856 Nr. 133 u. 136. 2 Urk. 7. 8 Über Spot s. Heitz und Zaretzky, Kölner Büchermarken S.XXXIV. XXXV. Der genannte Druck ist der einzige bekannte, welcher Spots Namen trägt. Die Typen sind den von Koelhoff in der Chronik von 1499 gebrauchten sehr ähnlich. * Urk. 9. Oo 21 oO ten 1 . Die Lage der alten Malzmühle ist bei dieser Gelegenheit näher bezeichnet: „tuschen den zwen por- zen". Das waren die alte Eigelsteinpforte, da gelegen, wo die Strassen Entenpfuhl und Unter Krah- nenbäumen einmünden, und das heute noch stehende Eigelsteinthor, welches bei der dritten Stadtum- mauerung im 13. Jahrhundert entstanden ist. Ferner wurden an Zell Anteile von Renten und einem Ackerstücke von 1V2 Morgen übertragen, welches ausserhalb der Stadtmauer zwischen den Gärten und Äckern des Bunten Convents lag. Dieser Convent hatte seinen Namen von Johann, dem Sohne von Ludwig Buntauge („buntouge"), erhalten, der ihn 1282 für 40 arme und fromme Beginnen gestiftet hatte 2 ; er lag in der Co- lumba-Pfarre. Im folgenden Jahre 1478 gelangte Zell in den Besitz einer Erbrente von 2oMark, welche auf demHause zo der Moelen auf dem Eigelstein, welches nicht mit der alten Malzmühle verwechselt werden darf, lastete 3 . Am 15. November desselben Jahres erwarb er von Peter Siendorp eine Erbrente an einem neben dem Hachtthore, auf einem Stück des ehemaligen Kamphofes, unfern des Domes, gelegenen Gaddem 4 . Im Jahre 1478 muss sich Zell auch mit Bauten beschäftigt haben, da er in der waldreichen Umgebung von Brühl „zymmerholz zo syn selfs behoeff" ankaufte. Als man hierfür einen unbilligen Zoll erheben wollte, nahm die Stadt sich ihres Bürgers an und wurde am 10. Juni bei dem Brühler Amtmann Evert von Zwyvell vorstellig 5 . Mit welchem Erfolge, darüber hat sich bis jetzt nichts feststellen lassen. 1 Urk. 11.17. 2 Stiftungsurkunde bei Imhoff, Stiftungsurkunden von Klöstern, Hospitälern und Conventen, ausgezogen aus den Kölnischen Schreinsbüchern S. 52. 53. 3 Urk. 13. — 4 Urk. 14—16. - 5 Urk. 12. Oo 22 oo Im März 1479 erhielt Zell 20 Mark Erbzins an Liegenschaften in der Spulmannsgasse und kleinen Witschgasse und Ende Juni des nächsten Jahres erwarb er von Johann Zudendorp von Mülheim zwei Häuser unter einem Dache in der grossen Witschgasse 1 . 1481 übertragen ihm Johann van Roide und dessen Gattin Anteile an dem Hause Alt-Montabaur, welches beim Filzengraben dem Hause Wingart gegenüber lag 2 . Am 21. Juni 1482 ist die Erwerbung der Hälfte des Eigentums von 1 Vi Morgen Land, am grünen Wege nach Mauenheim zu gelegen, beurkundet, am 3. Juli geht auch die noch fehlende Hälfte dieses Grundstücks auf Zell über 3 . ZuderselbenZeitwurde ihm das Eigentum der Liegenschaften in der Spulmannsgasse und kleinen Witschgasse wegen unbezahlt gebliebenen Zinses zugesprochen; nach Erwirkung des Schöffenurteils giebt er dasselbe alsbald in dritte Hand 4 . Am 26. Januar 1485 ist eine Erbrente an einem bedeutenden Güterkomplexe, der zum Bezirk Eigel- stein gehörte und zum Teil innerhalb, zum Teil ausserhalb der Stadtmauer lag, auf Zells Namen übergeschrieben. Es ist die einzige Zell betreffende Beurkundung in den Schreinsbüchern, bei welcher seinem Namen auch sein Stand „buichdrucker" hinzugefügt ist. Am 5. Juli desselben Jahres wurde Zell schon Eigentümer der Güter 5 . Er hatte damit erworben: 1. Eine Stätte, auf welcher vormals eine Scheune gestanden, der Stadtmauer gegenüber neben dem Hofe zum Rothstock am Walle gelegen. 2. Ein vor der Stadt am Mauspfade gelegenes Ackerstück, ge- 1 Urk. 18—20. Johann Zudendorp war ein angesehener Goldschmied, der das grosse Haus „Salmenacke" auf der jetzigen Hohenstrasse bewohnte (Schrb. Col. Cler. S. 1442) und 1468 unter dem Namen „Johann von Moelenheym" in den Registern der Ratsmitglieder erscheint. ~ Urk. 22. — 3 Urk. 23—25. — 4 Urk. 26—27. — 5 Urk. 28—30. OO 23 00 nannt der Wyngart. 3. Ein Gehöft, welches ehemals Hilger Printz besessen, hinter Piperwald nach der Stadtmauer zu gelegen. 4. Fünf Viertel Land auf der alten Beimkaule an der Niehler Strasse beim Lande der Deutsch-Ordensherren von s. Katharinen zu Köln. 5. Ein Ackerstück von 1V2 Morgen vor dem „Restbüchel" 1 neben den 2 Morgen „deme hilgen Sacra- ment zo sent Kunibertz zogehoirende". 6. Ein halber Morgen am Ossendorf er Wege und endlich 7. Eine Rente von 6 Mark Pfennigen, mit denen ein Haus auf dem alten Graben belastet war. Am 20. Juni 1485 hat Zell dann noch zwei Häuser unter einem Dache auf dem Eigelstein erworben, welche vordem Eigentum von Hermann Klutinck gewesen waren 2 . Bis zur Mitte der i48oerJahrehabenuns dieSchreins- eintragungen über Zell nur Nachricht von Vermehrung seines Vermögens gebracht, von 1488 an tragen die ihn betreffenden Beurkundungen einen ganz anderen Charakter: eine Entäusserung folgt der anderen und selbst seine Wohn- und Geschäftsräume an Lys- kirchen vermag er nicht schuldenfrei zu halten. Zunächst gab er am 4. Februar 1488 die ihm zustehenden 10 Goldgulden Erbzins, welche auf dem Gaddem amHachtthore lasteten, an Rutger Selbach 3 , wodurch er also dessen Zinspflichtiger wurde, im März 1489 gingen an die Witwe Selbachs auch die 20 Mark über, welche Zell seit 1478 auf das Haus zo der Moelen besass 4 . Am 3. März 1490 musste er auch das Haus Birkelyn mit 5 Goldgulden erblichen Zinses belasten 5 . Eine Aufbesserung seiner Vermögensverhältnisse bedeutete es, dass er am 16. April 1492 das Pf andrecht von 200 Gulden an Liegenschaften im Bezirk Eigel- 1 Restbüchel = Rastbüchel, d. i. ein Hügel zum Ausruhen, von dem plattkölnischen resten = rasten. Buch Weinsberg I hsgg. von Höhlbaum. Glossar. 2Urk.3i. — 3 Urk. 32. — ^Urk.33. — 5 Urk. 34. Oo 24 00 stein, desgleichen im Juni 1493 Eigentumsrechte an einer Reihe von Grundstücken erwarb 1 . Zells Ehefrau Katharina hat sich an allen diesen und folgenden Geschäftshandlungen beteiligt 2 . Am 19. Juni 1494 erhält Zell 5 /° jener Erbrente, von welcher er 3 /° im Jahre 1478 erworben hatte. Das Haus zur alten Malzmühle, welches mit dafür verpfändet war, wurde durch eine Erklärung vom 5. Juli frei gemacht. Das geschah nur, um gleichzeitig an beiden Besitzstücken und noch drei Morgen Ackerland dem Schöffen Johann Edel- kynt eine Erbrente zu verkaufen 3 . Ein Rückschreiten von Zells Wohlstand thut sich ganz unverkennbar dadurch kund, dass am 31. Januar 1495 nochmals das Haus Birkelyn und zugleich das LYSKiRCHENsche Besitztum zinspflichtig gemacht und verpfändet wurde 4 . 1501 wurden die Anteile am Hause Alt-Montabaur, 1504 die ehemals KLUTiNCKschen Häuser auf dem Eigelstein veräussert, am 14. August 1507 scheidet auch die alte Malzmühle aus Zells Besitz aus 5 . Am 31. August des zuletzt genannten Jahres begegnet uns Ulrich Zell zum letztenmal in den Schreinsbüchern 6 . Er erwirbt als Mandatar der Witwe Heuwer ein Haus auf dem Filzengraben und veräussert es sofort wieder an die Gebrüder Heinrich und Clais Crufft. Zell wird bald hernach gestorben sein. Das letzte Datum, welches seinen Drucken zu entnehmen ist, ist der 13. Januar 1502. Es findet sich am Schlüsse der Dedikation in der Legenda protomartyris Angliae Al- bani 7 . Am 23. August 1487 wird zuerst Zells Gemahlin Katharina genannt 8 . Für Maddens Behauptung 9 „vers 1471 il se maria" habe ich keine Belegstelle auffinden 1 Urk. 35. 37. — 2 Urk. 10. 25. — 3 Urk. 38—40. — * Urk. 41. 5 Urk. 42—45. — 6 Urk. 46—48. — 7 Eimen 56, 130. — 8 Urk. 8. 9 A. a. O. Serie IV S. 4. Oo 25 OO können. Katharina war die Tochter Heinrichs von Spangenberg und dessen Gemahlin Katharina, welche das Haus zum Turm in der Nähe des Filzengraben bewohnten 1 . Sie war einzige Tochter und der Eltern Nachlass auf sie allein übergegangen. Aus Zells Ehe ist ein Sohn hervorgegangen, den wir als Meister Johann Zell und sogar mit dem Zusätze „von Hanau" bezeichnet finden, obwohl dabei Katharina von Spangenberg ausdrücklich als seine Mutter genannt ist. Am 19. Januar 1488 findet sich des jungen Zells Name in der Matrikel 2 der Universität Köln: Joh. Ulrici impres- soris minorennis ad artes non iuravit et solyit, er war damals also noch nicht vierzehn Jahre alt 3 . Über seine spätere Thätigkeit ist nichts bekannt, die Schreinsbücher geben nur über seine Familienverhältnisse einigen Aufschluss 4 . Das Geschäft seines Vaters ist von ihm nicht fortgesetzt worden. lUrk. 54-56. 2 Manuskr. im Stadtarchiv zu Köln. 8 Vgl. Keussen, Die Matrikel d. Universität Köln I Einl. S. XXVIII: Publikationen d. Gesellschaft f. Rheinische Geschichtskunde VIII. 4 Johann Zell war zweimal verheiratet: i. mit Styngen Monnekop (Christine Mohnkopf) und 2. mit Johanna. Letztere,hat ihn überlebt und als Witwe am 18. Oktober 1544 den Erbzins von 5 Goldgulden, mit welchem Ulrich Zell die Wohn- und Geschäftshäuser belastet hatte, durch Zahlung von 100 Goldgulden abgelöst. Der Besitz Zells an Maria-Lys- kirchen ist noch im Jahre 1606 Eigenthum der Familie. In zweiter Ehe sind Johann Zell drei Töchter geboren, Katharina, Anna und Elisabeth. (Urk. 49—59.) In einem mit handschriftlichen Zusätzen von Forst versehenen Exemplare von Winheims Sacrarium (Stadtarchiv) findet sich folgende Angabe: „Oelrich Tzell und Joanna syn huisfraw haben hier fundirt 3 missen, pro dote dedit vineam in Riel." Hier ist entweder der Vorname des Mannes oder der Frau unrichtig und die Frage, wer der Schenker gewesen, ob Vater oder Sohn, lässt sich nicht entscheiden. SPÄTERE DRUCKERTHÄTIGKEIT n die Zeit, als Zell das Besitztum Konstantins vonLYSKiRCHEN erwarb, fallen zwei der wenigen datierten Erzeugnisse seiner Presse: Caracciolus, Opus quadragesi- male de poenitentia 1 und Leonardus de Utino, Ser- mones de sanctis 2 . Von dem letzteren Werke giebt es zwei verschiedene Ausgaben 3 . Im folgenden Jahre 1474 folgte Herolt, Sermones discipuli de tempore et sanctis 4 . Die Mehrzahl der zahlreichen Drucke Zells ohne Datum und Adresse, insbesondere die Klein- Quart-Schriften, gehören der früheren ZELLschen Dmckperiode an. Alte handschriftliche Einzeich- nungen in Originalbänden der Kölner Stadtbibliothek beweisen das. Ein Sammelband mit den Schriften: Isidorus, De summo bono; Cyprianus, De XII abusivis saeculi; Gerson, De mendicitate spirituali; Aeneas Sylvius, Dialogus contra Bohemos; Augustinus, Sermo in festo praesentationis Mariae virginis trägt die Bemerkung, dass das Buch 1472 Eigentum der Brüder im Hause Weidenbach zu Köln war 5 . In einem anderen Bande, welcher gleichfalls dem Hause Weidenbach gehörte und welcher die Schriften enthält: Gregorius, Pastorales.Regulapastoralis und Rodericus Zamorensis, Speculum vitae humanae 1 Hain ^4429. — a Hain *i6i28. ■— 3 Proctor 881 u. 882. 1 Proctor 883. — 5 Ennen 1, 1—5. Oo 27 00 ist als.Druckjahr 1472 angegeben 1 . Ein dritter Sam- melbancl vereinigt elf Quartanten: Matthaeus de Cracovia, Dialogus rationis et conscientiae de fre- quenti usu communionis; Henricus de Hassia, Expo- sitio de oratione dominica; Gerson, De mendicitate spirituali; Bernardinus, Sermo de virgine Mariae; Augustinus, Sermo in festo praesentationis Mariae virginis; Bernardus, De planctu virginis Mariae; Thomas de Aquino, Summa de articulis fidei; Bernardus, De honestate vitae; Gerson, De custodia linguae; Augustinus, De disciplina christiana; Bonaventura, Regimen conscientiae. Auf dem Vorsetzblatte findet sich der Eintrag: Ego Theod. de Venrade s. theol. professor ded. hunc librum fratribus ad corpus christi pro conventu, teste scriptura manus pro- prie, scriptum anni 1477 in crastino s. Lamberti mart. 2 Zwei der aufgeführten Schriften fanden wir schon vorhin im Jahre 1472 erwähnt. Die meisten datierten Drucke Zells gehören den beiden letzten Decennien des 15. Jahrhunderts an. Erst nach 1490 hat sich Zell auch eines Signets bedient. Es stellt die Jungfrau Maria unter einem von zwei Säulen getragenen Spitzbogen auf einer Bank sitzend dar. Auf dem Schosse steht das Jesuskind, die Hand nach einem Apfel ausstreckend, welchen die Mutter darreicht. Die oberen Ecken sind durch zwei Schildchen mit dem Kölner Wappen ausgefüllt. Am unteren Rande findet sich die xylographische Inschrift: Impressum Colonie apud lyskirchen. Der Holzstock ist 85 mm breit und 137 mm hoch 3 . 1 Ennen 2, 6—7. 2 Ennen 6, 20—30. 3 Abbildung bei Madden a. a. O. Serie V, Atlas. Kölner Büchermar- ken Taf. 1. Eine Holzschnitt-Kopie bei Lempertz, Bibliogr. u. xylogr. Versuche S. 1. In den von Madden beigegebenen Bemerkungen wird, wohl nach Lempertz, Beiträge z. ältern Geschichte d. Buchdruck- u. Holz- Oo 28 °0 Die Gesamtzahl der Drucke Zells, welche heute noch nachweisbar sind, beläuft sich auf gegen 200 1 . Von diesen sind nur die folgenden zehn mit seinem Namen versehen 2 : 1. Chrysostomus, Super psalmo quinquagesimo lib. I. 1466. 2. Augustinus, De singu- laritate clericorum 1467. 3. Caracciolus, Opus qua- dragesimale 1473. 4. Composita verborum. 1487. 5. Alexander Gallus, Doctrinale P. I—II. 1491. 6. Harderwyck, Commentaria in sex tractatus Petri Hispani 1492. 7. Harderwyck, Commentarii in tractatus parvorum logicalium Petri Hispani 1493. 8. Harderwyck, Commentaria in IV libros novae logicae 1494. 9. Alexander Gallus, Doctrinale P. I. 1494. 10. Reparationes librorum totius naturalis phi- losophiae 1494. Grösser ist die Zahl der Drucke, welche die Adresse tragen: Apud Lyskirchen; Impressum in Colonia (Colonie) apud Lyskirchen (prope Lyskirchen); In Colonia apud Lyskirchen. Auch apud sanctam Mariam Lisolfi findet sich. In dem Doctri- schneidekunst I (2. A.) Bl. 4, behauptet, das Signet sei nach einer „sculpture ornant une niche de cette eglise" hergestellt. Das Marienbild, welches in der Kirche Lyskirchen rheinwärts aufgestellt war, zeigte die Jungfrau in anderer Auffassung und zudem war diese Holzfigur erst im Anfange des 19. Jahrhunderts aus der Kirche des aufgehobenen Nonnenklosters von Walberberg als Geschenk an die Kirche gekommen. (Kölner Tageblatt vom 3. Mai 1890.) 1 Vgl. Madden a. a. O. Serie IV S. 9. Schnorrenberg in d. Ein], zum Chrysostomus S. XIV veranschlagt sie auf mindestens 150, Ennen in d. Einl. zum Ink.-Kat. S. V giebt sie auf nur 115 an. 2 Ennen a. a. O. S. V kennt nur sechs, Schnorrenberg in der Allg. Deutschen Biographie XLV S. 20 führt 9 an. Die Drucke sind verzeichnet bei 1. Hain 5032. Panzer IV S. 270 Nr. i b . Brunet, Manuel III Sp. 538. 2. Hain 2082. Panzer I S. 274 Nr. 1. 3. Hain *44 2 9- Panzer I S. 275 Nr. 12. Ennen 34, 101. 4. Copinger II 1 1721. 5. Hain *68i ^704 ( n ). Proctor 911. 6. Hain *836i. Panzer I S. 304 Nr. 199; Ennen 47, 117. 7. Hain ^8359. Panzer IX S. 224 Nr. 211 b. 8. Hain *8357. Panzer I S. 308 Nr. 229. Ennen 48,118.9. Fischer, Typogr. Seltenheiten IVS.72—75. Reichling, Das Doctrinale des Alexander de Villa-Dei: Monumenta Germaniae Paedagogica XII Nr. 109. Copinger II 1 314. 10. Hain ^13872. Panzer I S. 308 Nr. 228. Oo 29 00 nale des Alexander Gallus von 1491 heisst es in der Schlussschrift von pars I: Impressum in felici Colonia circa Lyskirchen 1 und die Kommentare Harder- wycks von 1493 haben die auffallende Adresse: Ulri- cus de Zell prope Lyskirchen. Beachtenswert ist die Schlussschrift der Kommentare Härderwycks vom Jahre 1492, weil sie uns zeigt, welche grosse Sorgfalt Zell auf einen korrekten Text verwendet hat. Ob das Buch auch in dem fehlerhaften Zustande, von welchem die Schlussschrift berichtet, 1488 ausgegeben ist, hat sich nicht feststellen lassen. Die Kommentare Harderwycks in IV libros novae logicae von 1494 enthalten in dem Kolophon eine ehrenvolle Anerkennung des kurz vorher verstorbenen Professors der freien Künste und der heiligen Schrift, Jakob von Amersfort 2 , der zugleich das Pfarramt zu Johannes Evangelist auf dem Domhofe zu Köln inne hatte und mit Gerhard Harderwyck 3 eng befreundet war. Dann folgt eine höchst lobende Erwähnung des berühmten Münsterschen Humanisten, des Kanonikus Rudolf von Langen 4 , dessen Epitaphium die letzte Seite des Buches einnimmt. Die Rückseite des Titelblatts und Blatt 2 enthalten drei bemerkens- 1 Die Schlussschrift von P. II lautet: Impressa in sancta civitate Colo- niensi prope Lyskirchen. Merkwürdigerweise trägt P. II ein etwas früheres Datum als P. I. Heinrich Quentel hat das Werk vollständig in seinen vier Teilen gedruckt. Vgl. Hain 694. 699. *705. *727. ^728. *729. Reichling a. a. O. Nr. 84. 2 Vgl. über denselben v. Bianco, Die alte Universität Köln I S. 276. Er war der Nachfolger des Konrad Vorn von Kampen als Regens des Laurentianer Gymnasiums. Später erlangte er ein Kanonikat im Severinsstifte und die Pfarrstelle von Johann dem Evangelisten. In letzterer hat er nur vier Jahre gewirkt, er ist 1493 gestorben. Im Jahre 1481 ist ihm von der Kölner Universität die Doktorwürde verliehen worden, in demselben Jahre und auch 1491 erscheint er als Rektor der Universität. 8 t I 5°3i sem Grab ist in der Kolumbakirche. Vgl. Hartzheim, Bibl. Col. S. 96—97. v. Bianco a. a. O.I S. 276—277. Allg. Deutsche Biographie X S. 593. 4 Parmet, Rudolf von Langen. Münster 1859. <>o 30 00 werte Gedichte des genannten Humanisten: 1. Das Lobgedicht auf Albertus Magnus, 2. Das vierzeilige Gedicht Ad urbem Agrippinensem sanctam colonien- sem civitatem 1 , 3. Das Epitaphium des Johannes von Mecheln 2 , Professors der freien Künste und der heiligen Schrift, Vicekanzlers der Universität und Pfarrers zu s. Kolumba in Köln. In den i486 bei Johann Limburg in Münster gedruckten Carmina Langens 3 sind diese Gedichte nicht enthalten, da sie, vielleicht mit Ausnahme von Nr. 3, erst später entstanden sind. Das Epitaphium des Albertus Magnus ist von Nordhoff in denDenkwürdigkeiten aus dem Münsterischen Humanismus 4 wieder abgedruckt worden mit dem angehängten kleinen Gedichte auf Köln. Der Pierausgeber ist hierbei dem Texte gefolgt, wie ihn ein Druck von Heinrich Quentel: Albertus Magnus, De mulieri forti 5 aus dem Jahre 1499 auf Bl. 23b bis 24b enthält. Dieser Druck des Epitaphiums ist jedoch nicht der „nachweislich erste", wie Nordhoff glaubt, dasselbe findet sich schon auf Bl. 72b und 73a in dem Drucke Zells aus dem Jahre 1493: Härderwyck, Commen- tarii in tractatus parvorum logicalium Petri Hispani. Weitaus die Mehrzahl der Drucke Zells sind ohne Angabe des Namens, Ortes und Jahres. In einzelnen 1 Langen hat auch noch ein anderes Gedicht der Stadt Köln gewidmet: Ad clarissimam Coloniam Agrippinensem. Vgl. Cornelius, Die Münsterischen Humanisten S. 27. Aus Zells Presse ist 1493 hervorgegangen: Rudolf Lange, Rosarium triplicium florum. Proctor 912. 2 Ferrier, Die St. Kolumba-Pfarre zu Köln S. 50 berichtet von ihm, dass er 1442 als Nachfolger des Johannes de Stommel das Pfarramt von s. Kolumba angetreten habe. Er war Doctor der Theologie, wurde 1468 Rector magnificus der Kölner Universität und starb am 15. Dezember 1475. In dem Rektoren-Verzeichnisse der Universität vom Jahre 1468 führt er den Namen Hulshout de Mechlinia. Das Epitaphium auf ihn, ebenso wie das auf Jakob von Amersfort scheint in der Litteratur über die Humanisten keine Beachtung gefunden zu haben. 3 Hain 9894. 4 S. 13-15- 5 Hain ^465. Nordhoff a. a. O. S. 10—12. Oo 3I OO ist die Entstehungszeit der Schrift vermerkt, zumTeil mit Ortsangabe, so 1474,1477,1482,1483,1487,1490 (hier mit Wohnungsangabe), zuletzt 1502 1 . Von den undatierten ZELLschen Drucken verdient seines Inhalts wegen das seltene Büchlein des Hieronymus von Este, Libellus in praeconium urbis Agrip- pinae 2 eine besondere Erwähnung. Der Verfasser ist ein italienischer Humanist. Seine Studien hat er wohl nicht in Köln gemacht, da die Matrikel der Universität seinen Namen nicht kennt, sein Weg muss ihn erst später nach der rheinischen Metropole geführt haben. Mit Hermann Buschius und Andreas Canter stand er in freundschaftlichem Verkehr; eines der in seinem genannten Buche enthaltenen vermischten Gedichte ist diesen beiden Gelehrten gewidmet, ein anderes ist an Buschius allein gerichtet 3 . Manchen andern Kölnern sind ausserdem noch Gedichte zugeeignet. Unter diesen findet sich zweimal Heinrich von Wesel, Bacca- laureus derRechte, Sprosse einer angesehenen Kölner Familie. Ihm scheint der Dichter besonders nahe gestanden zu haben; sein Buch ist mit einer Widmung an den Oheim desselben, den Doctor Heinrich von Wesel, Kanonikus des Apostelstiftes, versehen. Auch in Tri er scheint Hieronymus von Este verweilt zu haben, da sich eine Anzahl der Gedichte hierhin wendet. Nur der Liber primus und secundus entsprechen dem Titel des Buches, das Übrige ist vermischten Inhalts. Zwei an die h. Jungfrau gerichtete Gedichte beschliessen den Cyklus und haben die Veranlassung gegeben, das ZELLsche Signet anzubringen. Für die ungefähre Entstehungszeit des Werkes ist an zwei Stellen ein An- 1 Vgl. S. 24 Anm. 7. 2 Hain *6688. 8 Eine von Köln 12 kal. Febr. 1498 datierte Ausgabe der Epigramme von Busch enthält am Schluss Bl. 16» ein Widmungsgedicht des Hieronymus Estensis an Busch. Nordhoff a. a. O. S. 137. OO 32 OO haltspunkt geboten. Das Gedicht Cum Galli maximo tumultu belli Italiam infestassent nimmt Bezug auf den Kriegszug Karls vm. vonFrankreich gegenltalienund führt uns also in das Jahr 1494 oder 1495. Das Epitaphium illustris viri Joannis de Cervo weist uns ungefähr in dieselbe Zeit, da Johann von Hertz, 1489 und 1492 regierender Bürgermeister von Köln, 1495 zu Pa- via gestorben ist 1 . Der Libellus des Hieronymus von Este wird demnach nicht vor 1496 gedruckt sein. Von Drucken in deutscher Sprache aus Zells Presse ist den Bibliographen nur ein einziger bekannt: „Vnser liever Vrouwen Clage. Gedruckt zu Cöln durch Lyskirchen." Will man keinen Zweifel an der Existenz des Buches selbst hegen, so muss doch die Adresse, wie sie gegeben, entschieden beanstandet werden. Panzer 2 führt den Druck an nach der Bib- liotheca Uffenbachiana II Appendix S. 70, wo sich zu der Titelangabe die Bemerkung findet: Impressum Colonie apud Lyskirchen sine anni mentione. Wahrscheinlich ist die von Panzer gegebene unzulässige x\dresse durch eine nicht korrekte Übersetzung dieser Notiz entstanden. Aus Panzer ist der Fehler dann durch Hain übernommen worden. Neben diesem zweifelhaften deutschen Werkchen verdient der Druck aus dem Jahre 1487: Composita verborum Erwähnung, da derselbe Worterklärungen in deutscher Sprache enthält. Zells Presserzeugnisse gehören zumeist der Theo- 1 Nach dem Bericht der Kölner Chronik von 1499: Chroniken d. Deutschen Städte XIV S. 897. Vgl. XIII S. 393. XIV S. 873. Johannes von Hirtz war 1476 Rektor der Universität; Professor des geistlichen Rechts durch Ratsbeschluss vom 13. Sept. 1472. Buch Weinsberg I hsgg. von Höhlbaum. S. 256. 2 Annalen d. ältern Deutschen Litteratur I S. 21 Nr. 22. Hain 5368. Es scheint eine Übersetzung der bei Zell erschienenen lateinischen Ausgabe Bernardus, De planctu beatae Mariae zu sein, Hain *29o6. Ennen 4, 14. oo qo oo logie und der Erbauungslitteratur an und sind in lateinischer Sprache gedruckt, es sind also Werke, welche im allgemeinen nicht illustriert zu werden pflegten 1 . Bücherschmuck gehört daher bei Zell auch zu den Seltenheiten. Ich finde solchen in der Passio Christi ex quatuor evangelistis von Petrus Keyerslach 1487, den Commentaria in sex tractatusPetri Hispani von G. HARDERWYCK1492, derPostilla des Nikolaus de Lyra o. J. und dem Horologium devotionis des Frater Ber- tholdus o. J. 2 Das Bild auf dem Titelblatte zur Passio stellt die Scene dar, wie Christus am Kreuze von dem Kriegsknechte mit dem Speere in die Seite gestochen wird. Der Holzschnitt ist nicht ungeschickt, aber gänzlich unschraffiert. Im Gegensatz hierzu zeigt der auf Blatt 31a befindliche, stilistisch weniger gute Cruci- fixus dicke Strichlagen, welche nach der Mitte scharf absetzen. Die Commentare des Petrus Hispanus schmückt ein arbor porphyriana, ferner eine figura oppositionum et equipollentiarumpropositionum mo- dalium, welche dreimal wiederkehrt. In der Postilla des Nikolaus de Lyra finden sich in Bd. 1 und 3 eine Anzahl Holzschnitte, die jedoch, weil sie nur einfache architektonische Konstruktionen darstellen, nicht von Bedeutung sind. Eine Ausnahme macht der blatt- grosse, doppelt umrandete Holzschnitt auf dem ersten Blatte der Lage M in Bd. 3. Über einem besternten Bogen sitzt thronend der Heiland, mit der Rechten segnend, in der Linken die Weltkugel haltend, die ganze Gestalt ist von einer Mandorla umgeben. An dem Bogen zeigen sich die vier evangelistischen Symbole, die Mitte des Bildes nehmen zwei verschlungene Räder ein. Unten sind die vier evangelistischen Sym- 1 Vgl. Zaretzky, Die Kölner Bücher-Illustration im XV. u. XVI. Jahrhundert: Zeitschrift f. Bücherfreunde Jahrg. III 1899/1900 S. 129 ff. 2 Hain *9779. ^8361. *I0368(III). 8931. Oo 34 oo bole nochmals angebracht, hier aber zu einer Figur vereinigt. Der ganze Holzschnitt ist wegen seiner Komposition bemerkenswert und scheint einer Miniatur des 12. oder 13. Jahrhunderts entlehnt zu sein. Reich mit Illustrationen ausgestattet ist das ungefähr um 1485 gedruckte Horologium devotionis, welches 14 Metallschnitte (einschliesslich einer Wiederholung), die in sogen. Schrotmanier ausgeführt sind, sowie 24 Holzschnitte (einschliesslich sechs Wiederholungen) enthält. Die Metallschnitte sind teils in Strichen, teils in Punkten ausgeführt und verraten eine geschickte Hand, das letztere gilt auch von den Holzschnitten, welche zum Teil gut komponiert und ausgeführt sind. Mit dem Horologium ist ein zweites Werk zusammengedruckt, welches auf Bl. 129a beginnt: De vita et beneficiis salvatoris Jesu Christi. Verfasser desselben ist nach der Untersuchung von Joseph Pohl 1 Thomas von Kempen. Hieran schliesst sich ein drittes: Tractatus de spiritualibus ascensio- nibus von Gerhard von Zutphen. Die beiden Anhänge haben keine Abbildungen. Hain führt sie als zwei selbständige Schriften auf, ebenso Fischer; das Horologium ist letzterem unbekannt geblieben 2 . Das Signet, welches Zell gegen Ende seiner Thätigkeit angewandt hat, ist technisch der geschickteste Holz- 1 Über ein in Deutschland verschollenes Werk des Thomas von Kempen. Progr. d. Gymn. Thomaeum zu Kempen (Rhein) 1894/95. 2 Typogr. Seltenheiten VS. 80—84. Vgl. Hain 2995.8931. 10993. I0 995- Die Kölner Stadtbibliothek besitzt zwei in der Ausstattung von einander abweichende Exemplare. Iffdem einen fehlt der Holzschnitt auf der letzten Seite des Horologiums, das jüngste Gericht darstellend, die Seite ist unbedruckt geblieben. Ennen, Ink.-Kat. 3.57—58, verwechselt die beiden Exemplare. Nr. 61, 135 mit der Adresse apud Lijskirchen am Schluss ist ohne das 38. Bild; Nr. 62, 136 ist das vollständige Exemplar, in welchem der Tractatus de ascensionibus, der mit der Adresse endet, unmittelbar auf das Horologium folgt und die Schrift De vita et beneficiis salvatoris den Schluss bildet. Über die richtige Reihenfolge und die Zusammengehörigkeit der Schriften geben die Signaturen Auskunft. Vgl. auch Pohl a. a. O. S. IV. Oo 35 oo schnitt, welcher uns bei dem ersten Kölner Typo- graphen begegnet. Ich habe es in folgenden Drucken gefunden: Alexander Gallus, Doctrinale 1491; Har- derwyck, Commentaria in sex tractatus Petri Hispani 1492; Harderwyck, Commentaria in IVlibros novae logicae 1494; Alexander Gallus, Doctrinale P. 11494; Reparationes librorum totius naturalis philosophiae 1494; Hieronymus Estensis, Libellus in praeconium urbis Aggrippinae; Historia sive legenda beatissimae virginis Barbarae. Zells Drucke sind fast durchweg auf festem pergamentähnlichem Papier hergestellt, die Druckerschwärze ist vortrefflich. Der Chrysosto- mus von 1466 hat als Wasserzeichen einen kleinen Ochsenkopf mit Stab und Stern, der uns in späteren Drucken noch oft begegnet. Die sonst in dem von Zell verwandten Papier vorkommenden Wasserzeichen sind recht mannigfaltig, am häufigsten trifft man neben dem Ochsenkopf ein p, eine Krone, einen Napf und ein Einhorn an. Über die Höhe der Auflagen ZELLScher Verlagswerke hat sich nichts ermitteln lassen. Dagegen geben uns über die Preise, zu welchen ZELLsche Drucke in den Jahren 1479 und 1485 verkauft worden sind, drei Originalbände in der Kölner Stadtbibliothek einige Aufschlüsse. Ein Band in 4 0 mit den Schriften: Ger- son, De custodia linguae; Gerson, De meditatione; RoDERicus Zamorensis, Speculum vitae humanae enthält auf dem Innern des Einbandes die handschriftliche Notiz: Liber Christiani Gheverd(es) de Hamborg Colonie comparatus per eundem precio 5 U unius flo- reni anno 1470 nono. In einem Folianten mit des Guil- lermus Postilla super epistolas et evangelia, der ein Druck von Guldenschaff vorgebunden ist, steht auf dem Deckel geschrieben: Item emi istum librum pro undecim marcis quatuor albis et tribus mauris anno 3* oo qö oo 80 quinto. In dem dritten Bande, in welchem des Albertus Magnus Sermones de tempore et de sanctis mit dem 1478 bei Guldenschaff gedruckten Werke Capitula statutorum ecclesiae Coloniensis vereinigt sind, heisst es auf dem Vorsetzblatte, dass er dem Gre- gorius Nederberch gehört habe mit der weiteren Angabe: Istum librum emi pro 16 marcis monete coloniensis in ferio quarta ante vigiliam nati. 1479 1 . Der Wert der Kölnischen Mark betrug nach Kruse, Kölnische Geldgeschichte 2 , in den Jahren 1479 und 1480 Rmk 1,48, 1485 Rmk 1,43, ein Albus 0,25 bezw. 0,24. Ein Mörchen, Heller, war der zwölfte Teil eines Albus 3 . Der Rheinische Gulden, welcher wahrscheinlich in der Einzeichnung aus dem Jahre 1479 gemeint sein wird, galt Rmk 5,05, der Kaufmannsgulden hatte einen etwas geringeren, der oberländische Gulden einen etwas höheren Wert, Rmk 4,92 bezw. 5,91. Die Kaufkraft des Geldes war nach den Untersuchungen von Lamprecht und Hanauer 4 im Elsass und an der Mosel von 1450—1500 5 V* mal so gross als im 3. Viertel des 19. Jahrhunderts. Für Köln muss nach Knipping 5 die Kaufkraft geringer, etwa zu 2 /s— 3 A der für Elsass und Moselland berechneten Höhe angenommen werden. Zell hat nur gotische Typen und zwar zehn verschiedene Arten zur Anwendung gebracht. Am häufigsten und frühesten findet sich eine mittlere Type, mit welcher die zahlreichen Traktate des Johannes Gerson gedruckt sind, Ennen 6 hat daher für dieselbe 1 Ennen a. a. O. S. 33. 53. 127. 3 Westd. Zeitschr. f. Gesch. u. Kunst, Ergänzungsheft IV S. 120.121. 3 Buch Weinsberg I hsgg. von Höhlbaum. Glossar. 4 Lamprecht, Deutsches Wirtschaftsleben im Mittelalter II. Hanauer, Etudes öconomiques sur t'Alsace ancienne et moderne. Paris 1878. Vgl. auch Lamprecht in Conrads Jahrbüchern f. Nationalökonomie u. Statistik N. F. XI S. 322 ff. 5 Die Kölner Stadtrechnungen des Mittelalters I: Publikationen d. Gesellschaft f. Rheinische Geschichtskunde XV S. 227. 0 Ink.-Kat. Einl. S. V. Oo 27 oO die Bezeichnung Gerson-Type gewählt (Taf. i). Die grössere Type, mit welcher u. a. der Dialogus miracu- lorum des Cäsarius von Heisterbach gedruckt ist, kommt der ScHöFFERschen Bibeltype 1 von 1462 fast gleich (Taf. II Type 2). Von den ZELLschen Typen geben die Tafeln I—V Abbildungen 2 . Dem Charakter der ZELLschen Lettern begegnen wir noch mehrfach in Köln, namentlich hat die gewöhnliche Texttype Konrad Winters vonHomborch vielfach zuVerwechs- lungen Anlass gegeben 3 , es hat fast den Anschein, als ob einzelne Buchstaben von ZELLschen Matrizen hergestellt wären (Taf.VII). Auch die von den unbekannten Druckern der Historia Trojana und der Historia s. Albani (Taf. VIII) herrührenden Erzeugnisse werden recht oft Zell zugeschrieben 4 , ebenso werden Drucke von Bartholomäus Unkel und Johann Guldenschaff mit ZELLschen verwechselt 5 . Zells Signet und einigen seiner Typenarten begegnen wir im Jahre 1510 in Drucken von Laurenz 1 Abb. bei Faulmann, Illustr. Gesch. d. Buchdruckerkunst Taf. 4. Burger, Monumenta Germaniae et Italiae typographica Taf. 74. 2 Die Reihenfolge der Typenarten lehnt sich an die von Praetor gewählte an. 3 So ist z. B. die Zell zugeschriebene Biblia latina (vgl. Schnorrenberg in der Allg. Deutschen Biographie XLV S. 21) nicht von Zell, sondern von Konrad Winters von Homborch gedruckt. Vgl. Copinger I 3040. Proctor 1174. 4 Die von Ebert, Bibliogr. Lexikon, unter Nr. 20062 und 20063 aufgeführten und Zell zugewiesenen Drucke, welche die Bibliothek in Wolfenbüttel besitzt, werden in einer brieflichen Mitteilung der Herzoglichen Bibliothek in Wolfenbüttel ebenfalls Zell zugeschrieben. Es sind aber wahrscheinlich Erzeugnisse der Presse des Druckers der Historia s. Albani. (Vgl. Ebert Nr. 4362. Schweiger, Handbuch d. klassischen Bibliographie II S. 138. Hain und Copinger *5i53-) Eine Entscheidung dieser Frage nach eigener Anschauung war leider nicht möglich, da, wie schon im Vorwort vermerkt, die Zusendung der Drucke verweigert wurde. D. Hrsg. s Nachträglich konnte von dem Herausgeber noch festgestellt werden, dass der Zell zugeschriebene Druck Passio beati Albani (Ennen 56, 130), der auch in vorliegender Abhandlung als Zellscher aufgeführt ist, aus der Offizin Retro minores, nicht aus der Zells hervorgegangen ist. Oo q8 oo Bornemann in Münster in Westfalen wieder 1 . Bei dem Holzstocke ist nur das Wort Impressum geblieben, Co- lonie apud Lijskirchen ist in Typen ersetzt durch: Mo- nasterii p Laure. Born. (Taf.VI.) Vielleicht war Bornemann einst Schüler oder Gehilfe bei Zell und hat, da Zells Sohn, wie schon erwähnt, die Druckerei seines Vaters nicht fortgeführt, Typen und Signet erworben. „Laurenz Bornmann oder Bornemann übte seine Kunst 1507, nachweislich von 1508 bis 1511, vorzugsweise im Dienste des Humanismus" 2 , also von einer Zeit an, wo über den Meister Ulrich Zell die Nachrichten verstummen. 1 Vgl. Polizianus, Sylva cui titulus est Rusticus und Polizianus, Sylva cui titulus Manto. Münster 1510. 2 Nordhoff a. a. O. S. 141. VERZEICHNIS DER DRUCKE Merlos Zusammenstellung der Drucke ist von dem Herausgeber nach den neueren Bibliographien von Copinger, Proctor, Pellechet u. a. ergänzt worden. Durch besondere Güte des Professors Copinger konnte auch der zweite Teil seines Supplements zu Hain schon benutzt werden. Von einer genauen, selbständigen Bestimmung und Beschreibung der Drucke wurde Abstand genommen, da eine Gesamt-Bibliographie der Erzeugnisse der Kölner Pressen des 15. Jahrhunderts von der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde unternommen worden ist. Ein Fragezeichen (?) deutet an, dass das Werk nicht mit Sicherheit Zells Offizin zugewiesen werden konnte. 1 Adrianus Carthusiensis: De remediis utriusque fortunae. Hain ^93. 2 Aegidius Franciscus: Aurea verba de gratia dei, virtutibus et vitiis. Hain *ic>5, hier Peter Schöffer zugeschrieben. Copinger 1105. gaben. 4 Aeneas Sylvius: Bulla retractationum. De curialium mise- ria. Hain *I94- *2Öo. 5 Dasselbe. Copinger II 1 79. 6 Aeneas Sylvius: Dialogus contra Bohemos. Hain*209. 7 Aeneas Sylvius: Epistola ad Mahumetem. Hain *i7i. En- nen 16, 69 ? 8 Dasselbe. Hain *i72. Ennen 17, 70. 9 Dasselbe. Ennen 18, 71. 10 Dasselbe. Copinger II 1 39. 11 Dasselbe. Stadtbibl. Köln. 12 Aeneas Sylvius: Historia de duobus amantibus Euryalo et Lucretia. Hain *2i3. cruciata. Hain 262. Mehrere Aus- 13 Dasselbe. Hain 214. Bonn 8. 14 Aeneas Sylvius: Opuscula. Hain i86 b (?). 15 Aeneas Sylvius: 'Iractatus ad regem Bohcmiae Ladisla- urn de pueromm educatione. Hain *205. 16 Alhf.rtam.ts Causidicus: De arte loquendi et taccndi.Hain *397- 17 Albertus Magnus: Opus in evangelium Missus est Gabriel angelus. Hain46o.(=Liberde laudibus Mariae virginis Holtrop II 93; Ennen 40, 109; Proetor 887 Mariale.) 18 Albertus Magnus: Sermones de tempore et sanctis. Co- pinger. II* 203. Ennen 37, 104. Hain 46g 3 ? 19 Alexander Gallus: Doctrinaie L Copinger II 1 302. 20 Alexander Gallus: Doctrinaie II. 1488. Copinger II 1 343. 21 Alexander Gallus: Doctrinaie I. 1491. Hain *Ö8l. 22 Alexander Gallus: Doctrinaie II. 1491. Hain ^704. 23 Alexander Gallus: Doctrinaie I. Hain " : Ö77. 24 Alexander Gallus: Doctrinaie L 1494. Copinger II 1 314. 25 Alexander Gallus: Doctrinaie I—IV. Copinger II 1 330. 26 Ambrosius: De offieiis 11. III. Hain *905. 27 Antoninus: Confessionale. Clirysostomus, Sermo de poe- nitentia. Hain *ii6s. Ennen 19, 74. 28 Dasselbe. Hain 1162". Bonn 62. 29 Dasselbe. Hain iiÖ2 b . 30 Dasselbe. Hain ii7i b . Proetor 888. Ennen 46, 115 ? 31 Dasselbe. Copinger II 1 490. Proetor 821 ? 32 Dasselbe. Copinger II 1 491. Proetor 822 ? 33 Aristoteles: De moribus ad Eudemium. Hain *i7Ö4. 35 Ars numerandi. Copinger II 1 693. 36 Augustinus : De agone christiano. Hain 2084. Ennen io, 48. 37 Augustinus: De diseiplina christiana. Hain 1963". Copinger II 1 740. Pellechet 1478. temptu mundi. Epistola beati Hieronymi ad Paulinum presbyterum. Augustinus, De conimuni vita clcricomni. 39 Augustinus: De vita beata. De honestate mulicrum. Ber- nardus abbas, De honestate vitae. Hain *ig6o. 40 Augustinus: De vita christiana. De singularitate clerico- rum. 1467. Hain *2c82. ^2094. Proetor 802. 41 Augustinus: Enchiridion de fide. Hain *2028. 42 Augustinus: Homiliae. Hain *i984. 38 Augustinus : De fu ulierum. De continentia. De con- Oo 41 00 43 Dasselbe. Stadtbibl. Köln. 44 Augustinus: Sermo de verbis evangelicis. Hain 1993 a . 45 Augustinus: Sermo in festo praesentationis Mariae virgi- nis. Hain 1992. Copinger II 1 745. Wohl = Proctor 854. 46 Augustinus : Sermo super orationem dominicam. Hain 1988. 1991. Proctor 811. 47 Dasselbe. Hain :i: i98g. 48 Bernardinus: Sermo de virgine Maria. Hain 2833. 49 Bernardus: De honestate vitae. Hain ^2901. Proctor 885. ' 50 Bernardus : De planctu virginis Mariae. Ennen 4,14. Pel- lechet 2150. 51 Dasselbe. Hain ^2906. Pellechet 2152. 52 Dasselbe. Hain *2907 (?). Pellechet 2153. 53 Dasselbe. Proctor 829. Vgl. Copinger I 2906. 54 Bertholdus: Horologium devotionis. [Thomas a Kempis,] De vita et beneficiis salvatoris Jesu Christi. Gerardus Zutphaniensis, De spiritualibus ascensionibus. Ennen 61, 135- 62 > !3 6 - Hain 2 995- 8 93!' io 993- io 995- Copinger II 1 1008. 55 Bonaventura: Regimen conscientiae. Methodius, Deregnis gentium et novissimis temporibus certa demonstratio christiana. Bonaventura, De praeparatione ad missam. Hain *3498. 11124. 56 Bonaventura: Vita Christi. Hain 3554. 57 Burlaeus: De vita et moribus philosophorum. Hain 4115. 58 Caesarius Heisterbacensis: Dialogus miraculorum. Hain 4230. 59 Caracciolus Robertus: Opus quadragesimale. 1473. Hain *44 2 9- 60 Chrysostomus Johannes: De dignitate sacerdotii. Hain *5°48. 61 Chrysostomus Johannes: De eo quod nemo laeditur ab alio. Hain 5052. 62 Chrysostomus Johannes: De reparatione lapsi. Hain 5051. 63 Chrysostomus Johannes: Sermones XXV. Hain ^5041. 64 Chrysostomus Johannes: Sermones de patientia Job. Hain 5024. 65 Chrysostomus Johannes: Super psalmum L. 1466. Hain 5°32. 66 Chrysostomus Johannes: Super psalmum L. Hain " : 503i. 67 Cicero: Cato maior s. de senectute. Hain 5306. 68 Cicero: De finibus. Hain *532Ö. Oo 42 oO 69 Cicero: De officiis. Hain 5233. 70 Cicero: Laelius s. de amicitia. Hain 5302.^) 71 Cicero: Paradoxa. Hain 5302.( n ) Copinger II 1 1631. 72 Cicero: Synonyma s. de proprietatibus terminorum. Hain 5348- 73 Clage unserer lieben Frauen. Hain 5368 (?) 74 Composita verborum. 1487. Copinger II 1 1721. 75 Datus Augustinus: Elegantiolae. Hain *59Ö7. 76 Dasselbe. Copinger II 1 1913. 77 Datus Augustinus: De arte dicendi. Hain *6oi8. 78 Duranti Guilelmus: Rationale divinorum officiorum. Copinger II 1 2130. Ennen 41, 110. 79 Dasselbe. Ennen 42, in. 80 Duranti Guilelmus: Repertorium super toto corpore iuris canonici. Hain *6$i8. 81 Eusebius: Epistola ad Damasum de morte Hieronymi. Augustinus, Epistola ad Cyrillum etc. Hain *Ö7i9. *8568. Ennen 26, 88—90. Proctor 862. 82 Eusebius : Praeparatio evangelica. Hain 6698. 83 Gerson Johannes: Alphabetum divini amoris. Hain *7Ö3i. 84 Gerson Johannes: Conclusiones de diversis materiis mora- libus. Hain *7Ö39. 85 Dasselbe. Hain 7640. 86 Gerson Johannes: De cognitione castitatis et pollutionibus diurnis. Hain *7Ö9o. Proctor 807. Hain 7704 = 7697 + *7Ö9o. 87 Dasselbe. Hain '■ r ]6gi. Proctor 870. 88 Dasselbe. Hain *7Ö92. Proctor 831. 89 Dasselbe. Proctor 832. Vgl. Holtrop II 71. 90 Gerson Johannes: De custodia linguae. Hain *7Ö82. 91 Dasselbe. Hain *7683- 92 Gerson Johannes: De efficacia orationis. Hain * r ]68 r j. 93 Gerson Johannes: De eruditione confessorum. De reme- diis contra recidivum peccandi a confessoribus dandis. Hain 7663. 94 Gerson Johannes: De meditatione etc. Hain *7Ö28. 95 Gerson Johannes: De mendicitate spirituali. Hain * r j6 r ]z ) . 96 Gerson Johannes: De passionibus animae. Hain * r ]6 r j r j. 97 Dasselbe. Hain 7678. 98 Gerson Johannes: De pollutione nocturna. Hain 7666 = *76 94 . 99 Dasselbe. Hain ^7695. Oo 43 oO 100 Dasselbe. Hain *^6g6. 101 Dasselbe. Hain 7697. 102 Gerson Johannes: De remediis contra pusillanimitatem. Hain ^7705. 103 Gerson Johannes: De simonia etc. Hain ^7707. 104 Gerson Johannes: De simplificatione cordis. Hain *7Ö8i. 105 Gerson Johannes: De sollicitudine ecclesiasticorum. Hain ^ * 7 668. 106 Gerson Johannes: Opus tripartitum de praeceptis deca- logi. Hain 7653. Eimen 13, 58. 107 Dasselbe. Copinger II 1 2674. Ermen 12, 53. Proctor 875. 108 Gesta Romanorum. Hain 7734. Proctor 892. 109 Dasselbe. Copinger II 1 2718. Proctor 915. 110 Gregorius Magnus: Commentum super cantica cantico- rum. Hain *7937- in Gregorius Magnus: Dialogi. Hain 7955. Proctor 893. 112 Gregorius Magnus: Pastorale. Hain ^7981. 113 Guilelmus de Gouda: Expositio mysteriorum missae. Hain 7824. 114 Dasselbe. Hain *7825. 115 Dasselbe ? Copinger II 1 2756. 116 Guillermus : Postilla. 1482. Hain 8259. 117 Dasselbe. Hain '-8246. 118 Harderwyck Gerardus: Commentaria in sex tractatus Petri Hispani. 1492. Hain ^8361. 119 Harderwyck Gerardus: Commentarii in tractatus parvo- rum logicalium Petri Hispani. 1493. Hain :|: 8359. 120 Harderwyck Gerardus: Commentaria in quatuor libros novae logicae. 1494. Hain *8357- 121 Herolt Johannes: Sermones discipuli de tempore et de sanctis. 1474. Copinger IP 2927. 122 Dasselbe. 1478. Hain 8479. 123 Herolt Johannes: Sermones discipuli de sanctis per an- ni circulum. Copinger IP 2928. 124 Dasselbe. Copinger IP 2929. Proctor 895. 125 Herolt Johannes: Promptuarium exemplorum secundum ordinem alphabeti. Copinger II 1 2931. 126 Dasselbe. Copinger II 1 2932. 127 Herolt Johannes: Promptuarium de miraculis virginis Mariae. Copinger II 1 2933. 128 Dasselbe. Copinger II 1 2934. 129 Dasselbe. Copinger IP 2935. oo 44 oo 130 Hieronymus : Exposilio symboli contra Jovinianum hae- reticum. Hain ^8578. 131 Hieronymus Estensis: Libellus in praeconium urbis Agrip- pinae. Hain *6688. 132 Horborch Guilelmus: Decisiones rotae Romanae. 1477. Hain 6048. Ennen 36, 103. 133 Jacobus de Voragine: Legenda sanctorum s. Lombardica historia. 1482. Copinger II 2 6428. Ennen 53, 124. Praetor 902. 134 Dasselbe. 1463. Copinger II 2 6434. Ennen 54, 127. Praetor 905. 135 Informatio de origine s. Barbarae. Copinger II 1 862 = 3266. Ennen 56, 129. Proctor 923. 136 Innocentius VIII: Bulla. Copinger II 1 3276. 137 Johannes Gallensis: Communiloquium s. Summa colla- tionum. Hain *744o. 138 Johannes de Garlandia: Verba deponentialia. Copinger II 1 2642. Proctor 921. 139 Isidorus Hispalensis: Desummo bono.Cyprianus,De duo- deeim abusivis saeculi. Hain *928i.^5899. Proctor 856. 140 Keyerslach Petrus: Passio Christi. 1487. Hain *9779- 141 Dasselbe. 1487. Hain ^9780. 142 Langius Rudolphus: Rosarium triplicium florum. Copinger II 1 3490. Proctor 912. 143 Legenda s. Barbarae. Hain *24i6. Proctor 924. 144 Dasselbe. Hain 2416 a . Proctor 922. 145 Leonardus de Utino: Sermones de sanetis. 1473. Hain *i6i28. Proctor 881. 146 Dasselbe. 1473. Proctor 882. 147 Litterae indulgentiarum. Copinger II 1 3609. 148 Litterae indulgentiarum. [1488.] Copinger II 1 3276. Proctor 909. 149 Matthaeus de Cracovia: Tractatus rationis et conscien- tiae de frequenti usu communionis. Henricus de Has- sia, Expositio super orationem dominicain. Hain *58o5. *8389. Proctor 842. 150 Nicolaus de Ausmo: Supplementum suramae Pisanellae. 1483. Copinger II 1 785. Proctor 904. Ist identisch mit dem im Bonner Ink.-Kat. unter Nr. 816 verzeichneten Werke. Vgl. Fischer, Typogr. Seltenheiten V S. 63—66. Serapeum 1848 S. 370. 151 Nicolaus de Lyra. Postilla in universa bibliae etc. Hain. *io368. <>o 45 °o 152 Nider Johannes: Consolatorium conscientiae. Hain 11806. 153 Nider Johannes: De contractibus mercatorum etc. Hain *Il822. 154 Nider Johannes: De morali lepra. Hain 11814. 155 Nider Johannes: Formicarius. Hain 11831. Bonn 838. 156 Nider Johannes: Manuale confessorum. Dispositorium moriendi. Hain *n835. *n828. 157 Dasselbe. Copinger II 1 4424. 158 Nider Johannes: Praeceptorium. Hain *ii78o. 159 Dasselbe. Proctor 899. 160 Dasselbe. Proctor 900. 161 Perottus Nicolaus: Rudimenta grammatices. Copinger IP 4677- 162 Petrarca Franciscus: Epistola de obedientia et fide Gri- seldis. Hain ^12813. 163 Petrus Hispanus: Copulata omnium tractatuura. 1490. Hain :;: 87oo. 164 Petrus Hispanus: Summulae et tractatus parvorum logi- calium. Hain 8695. Proctor 906. 165 Philippus de Bronnerde: Opus trivium perutilium mate- riarum. Hain *3996. 166 Reparationes librorum totius philosophiae. 1494. Hain * I 3 8 7 2 - 167 Rodericus Zamorensis: Epistola de expugnatione Nigro- pontis. Hain 13956 = *i3957. Proctor 900*. 168 Rodericus Zamorensis: Speculum vitae humanae. Hain *i3933- 169 Samuel de Monte Rutilo: Synonyma partium indeclinabi- lium. Hain :i 'ii599. 170 Samuelis Rabbi: Redargutio contra Judaeorum errores. Hain 14266. Proctor 917. 171 Scotus Michael: Liber physiognomiae. Fischer IV S. 66—70. 172 Seneca: De remediis fortuitorum. Fischer IV S. 103 (?) Vgl. Hain ^14655 u. Copinger II 2 5374. 173 Sixtus IV: Summana declaratio indulgentiarum ecclesiae Xantonensis. Copinger II 2 5532. Proctor 901. 174 Thomas de Aquino: Confessionale. Hain ^1342. 175 Dasselbe. Copinger II 1 537. 176 Thomas de Aquino: De quidditate et efficacia eucharistiae. Nicolaus de Lyra, De sacramento. Expositio dominicae orationis. Copinger II 1 544. Ennen 58, 132. Oo AD °0 177 Thomas de Aquino: Summa dearticulis fidei. Hain *I424. 178 Dasselbe. Copinger II 1 559. 179 Thomas de Aquino: Summa P. I. Hain 1439. Praetor 879. 180 Thomas de Aquino: Tractatus de Septem sacramentis ec- clesiae. Copinger LP 577. Praetor 900 A. 181 Vegius Maphaeus: Philalethes. Hain 15928. Praetor 849. 182 Vergiuus: Bucolica. Copinger II 2 6106. Praetor 850. 183 Vergilius: Moretum. Panzer I S. 334 Nr. 433 (?) / URKUNDEN (Im Stadtarchiv zu Köln, mit Ausnahme von Nr. 37, die sich im Pfarrarchiv von s. Aposteln daselbst befindet.) 1471 Mai 25; 1495 Juni 30. Zell erwirbt das Haus Birkelyn. ' ■ 1 Kunt sy, dat Thys van Duyren ind Engele, syn elige wyff, Goedart van Wyss ind Else, syn elige wyff, as Thys ind Engell, elude vurss., yre halfschiet eyns huyss genant Birkelyn ind der hoeffstat gelegen nyest deine kirchove zo Lijskirchen, vur hynden unden ind oven, as dat licht, mit allen synen zo- behoeren, so wie sy hie vur 1467 geschreven daran staint, ind Goedart ind Else, elude, ouch yre halfschiet des vurss. huyss ind hoeffstat mit allen synen zobehoeren . .. gegeven ind er- laissen haint Ulrich Seil van Hanouw, also dat der vurss. Ulrich na vergadei'onge des geschrichtz nu hait alenclichen dat vurss. huyss ind hoeffstat mit allen synen zobehoeren, mit recht zo behalden, zo keren ind zo wenden, in wat hant hey wilt, behalden mallich syns rechten. Datum anno domini 1471 die 25 mensis maii. 2 Zo wissen, dat meister Ulrich vurss. dis vurss. erfs mit yem gesellich ind dielhaftich gemacht Cathringin, syne elige huisfrouw, van nu vortan mit rechte samender hant zo behalden, zo keren ind zo wenden, in wat hant sy willent. Datum anno 1495 die ultima mensis iunii. Schrb. Airsbach Veteris portae. Gedruckt bei Merlo, Die Meister d. altköln. Malerschule S. 91. «3* 1472 Aug. 7. Wychuyss Lijskirchen. £ « 3 Mit Ulrich boichdrucker umb dat wychuyss hynder syme huj'se up der stede muyren geleigen zo sprechen, synt up den o 48 00 7. dach octobris anno 72 geschickt IXt J WilClllJ.1 1V1 III! Mi III, J Heynrich Wyn, m(eister) Heynrich Marburgh, wegemeister Thys Krayn, secr. ' | rentmeister Schickungsprotokolle. 1473 Okt. 16; 1495 Juni 30. Zell erwirbt den Rittersitz Lyskirchen. i. 4 Kunt sy, dat Herman van Affelen (schrinschriver) ind Alverait, syne elige huysfrauwe, yre huj^ss, dat eyne wonynge was wilne heren Costyns van Lijskirchen, ritters, gelegen by der kirchen zo Lijskirchen, uissgescheiden dat hynderste ge- huyse bynnen dem rundele up ind over der stede muyren achter yrme huyse vurss. eyne mit dem gange van dem kirchove van Lijskirchen bis up ind van dem rundele, item yre eyne huyss nyest deme selven huyse daby gelegen zor bruggen wart, as die ligent, vur achten unden ind oven, so wie sy in dem Vierden vurnotum daran geschreven staint, item ind dan noch yre zwa wonyngen under eyme dache, dat nu eyn grass synt, so wie sy hie vur 1455 daran geschreven staint, gegeven ind erlaissen haint Ulrich Zell van Hanauwe mit recht zo behalden, zo keren ind zo wenden, in wat hant hey wilt, behalden dem erflichen zynsse ind mallich syns rechten. Datum ut supra (anno domini 1473 die 16 mensis octobris). 5 Zo wissen, dat meister Ulrich vurss. dieser vurss. erven mit yem gesellich ind dielhaftich gemacht hait Cathringin, syne elige huysfrauwe, van nu vortan samender hant mit rechte zo behalden, zo keren ind zo wenden, in wat hant sy willent. Datum anno 95 die ultima mensis iunii. Gedruckt bei Merlo, Die Meister d. altköln. Malerschule S. 92. Zell nimmt als Kirchmeister im Verein mit Aylff Wyn die Rechte der Kirche Lyskirchen gegen einen säumigen Schuldner wahr. Die Kirche erlangt das Eigentum mehrerer Häuser und Hausteile, welche ihr bis dahin zinspflichtig gewesen waren. 6 Kunt sy, dat in gerychte ersehenen synt meister Ulrich Schrb. Airsbach Veteris portae. 1476 Nov. 8. <3* Oo 4.9 00 van Hanauwe ind Aylff Wyn as kirchraeistere der kirchen zo Lijskirchen in Coelne, as dat Johan van Hielden ind Johan Thoinberg as scheffen uns her geurkunt haint, ind haint sich laissen weidigen in nutz ind urber der vurss. kirchen zo ge- luchte an seven zwelf deill des huyss ind hoeffstat gelegen tgain der kirchen zo Lijskirchen genant Lynse, so wie dat in Veteris porte anno 1253 geschreven steit, item an huyss ind hoeffstat up der Bach gelegen by erve Conraitz van Bru- wylre, so wie dat nu licht, nyest deme huyse zoniWeitkoichen zo den Wysen frauwen wart, ind is hallende an de lengeden van der straissen bis achten zo zwenzich elen ind eyn vier- deill in an der breiden tuschen den zwen steynen muyren eylf elen ind eyn vierdedeill, so wie dat in Porta Pantaleonis 1418 geschreven steit, item ind dan noch an viertzien seess- indzwenzichste deill des huyss gelegen in der Spitzen tgain deine steynen gevell ind des huyss ind hoeffstat deme alre- nyest gelegen under deine dache vurss., as die alda ligent, so wie dat in antiquo libro Spilmansgasse anno 1332 geschreven steit, as der vurss. kirchen ervallen vur yren erflichen veir- lichen zynss, der yer zor rechter zyt nyet bezailt worden en is, ind want die kirchmeistere vurss. nagevolgt haint, as sy zo rechte soulden, ind yn nyemant wederstant gedain en hait, so synt die anweltgeit in der macht ind stede gewyst, ind scheffen urdell hait gegeven, dat man die vurss. kirchmeistere in nutz der kirchen schriven sali (an) die vurss. erven in alle der maissen, so wie die geschrychte vurss. uisswysen, mit recht zo behalden, zo keren ind zo wenden, in wat hant sy willent. Datum anno 1476 die 8. novembris. Schrb. Airsbach Sententiarum. 0>* c- 1477 März 6; 1487 Aug. 23. ^ • Zell erwirbt von Rudolf Spot 24 Mark Erbzins, die dieser nach 10 Jahren wieder ablöst. 7 Kunt sy, dat Rodolff Spot van der Fredeburg mit willen Dilien, syns eligen wyffs, an eyme gadem zweier gedeme (gelegen upme Aldenmart) nemelich deme eyme gadem, dat zom Pallase wert gelegen is, mit dem kelre da unden gelegen, as dat in der nyesten vursyden geschreven steit, gegeven ind erlaissen hait Ulrich Zellen van Haynauw vierindzwenzich mark coeltzsch paymentz erflichs zyns, zo bezalen nu vort an alle jaere halff zo sent Remeismissen ind die andere helfte up 4 Oo 50 °0 dat hogezide paisschen, doch bynnen den nyestenvierwechen nayedervurss. termyne volgende unbefangen, mit vurwerden, off dat in eynchem jaire up eynchen termyn vurss. versuympt ind nyet bezalt warde, dat asdan dat gadem mit syme zobe- hoere vurss. darvur ervallen syn sullen, behalden den vurerf- lichen zynsen yrs rechten, die ouch besitzer zerzyt der erft- zalen vurss. alzyt da, ind as sich dat geburt, also bezalen ind bewaeren sullen, dat besitzere dess 24 mark na-erflichs zyns vurss. des sonder schaden ind achterdeile blyven, under penen des ervelnisse vurss., ind behalden ouch der macht besitzere zerzyt des gadems vurss. dese 24 mark erflichs zyns vurss. weder avezogelden ind avezovryen mit vierhundert ind eich- zich marken vurss. ind mit eyme erschienen termyne an eynre alinger summen, wann sy willent. Datum anno domini 1477 die sexta mensis marcii. 8 Anno 1487 die 23 augusti hait Ulrich Zelle vur desem schryne bekant, darzo Cathringin, syne huysfrouwe, yren willen gegeven hait, dat Rodolff vurss. die vurss. 24 mark avege- goulden ind syn gadom davan gevryet hait. Schrb. Brigidae Capellae Michaelis. <& ,„ 1477 Mai 11; 1494 Juli 5. *> - Zell kauft ein Haus auf dem Eigelstein, genannt die alte Malzmühle. 9 Kunt sy, dat Kyrstgyn Byswyns ind Jutgin, svn elige wyff, die eyne halfscheit, vort Heinrich Rysweck ind Cathryna, syn elige wyff, die andere halfscheit, die da vergadert machen dat alinge huyss up der Eygelsteynsstraissen gelegen, genant die aide maltzmole, haidende dry woningen under eyme dache, as dat gelegen is, mit der hoffstat achten da ane gelegen, as sy dairane in dem nyesten vurnotum geschreven steent, gegeven ind erlaissen haint Ulrich Zellen van Haynauwe, mit rechte zo behalden, zo keren ind zo wenden, in wat hant hey wilt, behalden den erfligen zynsen darane yrs rechten. Datum ut supra(anno domini 1477 die 11 mensis maii). 10 Zo wissen, dat Ulrich vurss. Cathringyn, syne elige huys- frauwe, des vurss. erves mit yem gesellich ind deilaftich gemacht hait gesamender hant mit recht zo behalden, zo keren ind zo wenden, in wat hant sy willent. Datum anno 94 die 5 iulii. Schrb. Eigelstein Weidengasse. <5* oo gl oo 1478 April 14. ' " Zell erhält Anteile an mehreren Renten, welche auf Häusern des Eigelsteins lasteten. 11 Kunt sy, datCathryna van Herkeshagen yre echtendeill, vort Hennes Merx ind Fye, elude, yre eichtendeill, vort Johan van Lyntlayn ind Jutte, elude, ouch yre eichtendeill van vier marken dryn Schillingen ind dryn penningen erflichs zynss, die men jairs gilt van zwen husern under eyme dache upme Eigelsteyne, ind waren wanne Herman Clutinx, zer stedewert, as dat ligt mit dem gange up den putz ind dem geboere des gardens, item noch yeder partye vurss. syn eichtendeill van vier gülden ind eyns ortz eyns gülden erflichs zyns, die man jairs gilt van dem huse genant die aide maltzmole haidende dry woningen under eyme dache beneven dem huse Herman Clutinx zer Eygelsteynsporzen wert, tusschen den zwen por- zen ind der hoffstat darane gelegen, ind an anderhalven morgen artlantz gelegen an eyme stucke buyssen der Eigelsteyns- porzen bynnen den garden ind eckeren des Bunten conventz zer stede wert, as sy darane in den nyesten vurblade ind no- tum ind ouch in der nyestervursyden geschreven steent, gege- ven ind erlaissen haint Ulrich Zelle van Haynauwe mit rechte zo behalden, zo keren ind zo wenden, in wat hant hey wilt, behalden mallich syns rechten. Datum ut supra (anno domini 1478 die 14 mensis aprilis). Schrb. Eigelstein Generalis. i3? g 1478 Juni 10. Stadt Köln erbittet Zollfreiheit für von Zell im Amte Brühl erworbenes Zimmerholz. 12 Civitas Dem eirbern Evert van Zwyvell, amptman zom Broele, unsem guden vrunde. Eirber gude frunt. Ulrich Zell von Hanauw, unse burger, hait uns zo kennen gegeven, dat he etlich zymmerholz zo syn selfs behoeff in dem ampt van dem Broele gegolden have, dairvan yem toll geheisschen werde des andere unse burger in gelychen dyngen allezyt erlaissen geweist syn, as wir des ouch van denselven onderwyst syn worden, begeren dairom- rae fruntlichen, den selven unsern burger des zols ouch zo erlaissen ind synen knecht der geloifden, he darup gedain Oo 52 00 sali haven, ledich zo sagen. Diss eyne gutliche wederbeschre- ven antworde by desen onsen boyden. Geschreven up gudes- tach 10. dages in iunio anno 78. Briefbuch 32, 46. Eine Antwort ist im Kölner Stadtarchiv bis jetzt nicht aufgefunden. «3* q 1478 Okt. 25. Zell erwirbt eine Erbrente von 20 Mark, welche auf dem Hause zo der Moelen auf dem Eigelstein lastete. 13 Kunt sy, dat Johan van Buer ind Styngin, syn elige wyff, an yrem huse genant zo der Moelen, gelegen up dem Eygel- steyne, as dat ligt, ind sy darane in Generali anno 77 geschreven steent, gegeven ind erlaissen haint Ulrich van Haynauwe zwenzich mark coltz paymentz gemeynlichen louffende erf- lichs zyns, zo bezalen nu vortan alle jair half up sent Walburgen dach zo meye, ind die andere helfte up Alreheligen dach, doch bynnen den nyesten vier wechen na yeder vurss. termyne volgende unbefangen, mit vurwerden, off dat in eyn- chem iaere up eynchem vurss. termyn versuympt ind nyet be- zalt wurde, dat asdan dat vurss. huyss darvur ervallen syn sali, behalden dem vur-erflichen zynse syns rechten, ind behalten ouch besitzere zerzyt des erfs vurss. der macht, dese zwenzich mark erflichs zyns vurss. weder avezogelden ind avezovryen mit vierhundert marken an paymente vurss. ind mit eyme erschienen termyne, an eynre alenger summen, wanne sy willent. Datum anno domini 1478 die 25 octobris. Schrb. Niderich A sanctis virginibus. tjf AO ■ 1478 Nov. 15; 1493 März 12; 1500 Aug. 3. Zell erwirbt eine Erbrente an einem Gaddem auf dem Kamphofe. 14 Kunt sy, dat Peter Siendorp ind Cathringin, syn elige wyff, an yrem gadem, up dem Kamphove vur der Hacht steit alrenyest beneven dem ussgange unss heren hertzouch Steffens van Beyeren, custers zom Doyme, as sy darane in dem nyesten vurnotum geschreven steint, gegeven ind erlaissen haint Ulrich Zelle van Haenauwe tzien overlentsche gülden, vier mark coltz paymentz vur yederen gülden vurss. gere- chent, erflichs zyns, zo bezalen alle jare half up dat hogezyde pinxten und die ander helfte zo sent Mertyns missen, doch oo 53 oo binnen den nyesten vier wechen na yederm vurss. termyne volgende unbefangen, mitvurwerden, off dat in eynchem jare up eynchen vurss. termyne versuympt ind nyet bezalt wurde, dat asdan dat vurss. gadem darvur ervallen syn sali, behalden unss vaide, vort dem vurerflichen zynse ind mallich syns rechten, ind behalden ouch der machtPeter indCathringin, eluden, off besitzeren zerzyt des erfs vurss. dese zien gülden erflichs zynss vurss. weder avezogelden ind avezovryen mitzwenhun- dert gülden an dem werde vurss. ind mit eyme erschienen termyne an eynre alinger summen, wan sy willent. Datum ut supra (anno domini 1478 die 15 novembris). 15 Vort mit der hant die an dem vurss. gadem oevermitz doit Johan Siendorps seliger gedacht versuympt was, hain wir Gumprecht Erffaidt zo gesynnen Peters vurss. nu weder be- leent Ulrich Zellen vurss. in behoiff der rechter erven. Datum ut supra. 16 Dese vurss. hant is verwandelt ind gesät up Fygyn, nu elige huysfrauwe Johans van Boele, anno 93 die 12 martii. — Wir Gumprecht, Erffait, hain mit der doider hant Fygyns vurss. belient Cathringin, des vurss. Johans dochter, anno 1500 die tertia augusti. Schrb. Hacht Liber I. 1478 Dec. 1. - Zell erwirbt 20 Mark Erbzins im Bezirke Eigelstein. 17 Anno domini 1478 martis prima decembris haint De- d(erich) von der Lantzkronen ind Costin van Lijskirchen der junge hergeurk(ont), dat Heinr(ich) Nosboym und Cathrina syne huysf(rauwe) ere 20 mark erflichs zinss uissgegangen syn ind erlaissen haven Ulrich Zelle van Hainauwe in forma. Schrb. Eigelstein Knoedenbuch. 1479 März 24. v *», Zell erwirbt 20 Mark Erbzins an Liegenschaften in der Spulmanns- gasse und kleinen Witschgasse. 18 Kunt sy, dat Johan van Hembach ind Beelgin, syn elige wyff, an yren zwen halfscheiden van seess ziende deile ind yrme dirdendeile eyns ziendeils eyns huyss gelegen zo sent Johan wert alrenyest dem huse van vier nuseren in der Spil- mansgass gelegen, dat wilne zo syn plach Michels van Dutze, Oo 54 oo item an yrme houlzen huse boyven den vurss. zwen huseren, ouch zo sent Johann wert, wilch huyss nu eyn steynen rauyre ind eyne porze up gebuwet is, behalden dem ertlichen zynse syns rechten, as dat hievur anno 76 geschreven steit, vort an yrme huse gelegen in der Spilmansgass tgain Wynant Bois- torps erve oever, behalden dem ertlichen zynse ind mallich syns rechten, as dat hie vur anno 77 geschreven steit, ind dan noch an yrme eyme huse ind hoffstat van dryn huseren under eyme dache gelegen in der Hitzgasse by der steynen keme- naden zo sent Johan wert, da die meisterye ynne steyt, behalden deme erfligen zynse syns rechten ind mallich syns rechten, as sy darane Veteris porte anno 69 geschreven steint, gegeven ind erlaissen haint Ulrich Zellen van Hannaw zwen- zieh mark coltzsch paymentz erflichs zyns zo bezalen alle jair half zo sent Remeis miss ind die andere helfte up dat hoge- zyde paischen, doch bynnen den nyesten vier wechen na ye- derm vurss. termyne volgende unbefangen, mit vurwerden, off dat in eynchem jaire up eynchem vurss. termynversuympt ind nyet bezalt wurde, dat asdan dese erftzalen vurss. darvur ervallen syn sullen, behalden Johan indBeelgin, eluden vurss., der macht, dat sy off besitzere zerzyt der erftzalen vurss. dese 20 mark erflichs zyns vurss. weder avegelden ind avevryen mögen mit vierhundert marken vurss. ind mit eyme ersehenen termyne an eynre alinger summen, wanne sy willen (Datum anno 1479 die 24 martii). Schrb. Airsbach Spitz-Büttgasse. «* 1480 März 8; 1495 Juni 30. 1 0 . Zell erwirbt zwei Häuser unter einem Dache in der grossen Witschgasse. 19 Kunt sy, dat Johan Zudendorp van Molenheym ind Paitz- gyn, syn elige wyff, yre zwey huysere under eyme dache gelegen in der Witzgassen, as die ligent, mit yren hoeffsteden vur hynden unden ind oven, so wie sy in dem vurblade daran geschreven staint, gegeven ind erlaissen haint Ulrich Seil van Hanouwe mit recht zo behalden, zo keren ind zo wenden, in wat hant hey wilt. Datum anno 1480 die 8 martii. 20 Zu wissen, dat meister Ulrich vurss. dieser vurss. erven Cathringin, syne elige huysfrauwe, mit yem gesellich ind diel- haftich gemacht hait samender hant van nu vortan mit rechte o° 55 0<> zo behalden, zo keren ind zo wenden, in wat hant sy willent. Datum anno 95 die ultima iunii. Schrb. Airsbach "Witzgasse. «3* AM. 1480 Nov. 28. It. Zell vollzieht als Kirchmeister von Lyskirchen in Gemeinschaft mit seinem Amtsgenossen Adolf Wyn den Verkauf eines Hauses auf dem Blaubach, welches der Kirche 1476 wegen unbezahlt gebliebenen Zinses verfallen war. 21 Kunt sy, dat meister Ulrich vanHanauwe ind AylffWyn as kirchmeistere der kirchen zo Lijskirchen in Coelne yre huyss ind hoeffstat up der Bach geleigen by erve Coenraitz van Bruwylre, sowie datnu lycht, nyest dem huyse zomWeyt- koichen zo denWyssen frauwen wert, ind is haidende an der lengden van der straissen bis achten zo zwenzich elen ind eyn vierdeyll, ind an der breyden tusschen den zwen steynen muyren eylf elen ind eyn vierdedeyll, so wie sy hie vur anno domini 1476 dairan geschreven stayn, uyssgedayn gegeven ind erlaissen haynt Peter van Wegberck, blaeverwer, ind Ca- thryngyn, syme eligen wyve, as vur dry rinsche gülden guet van goulde ind swair van gewichte off dat wert darvur an anderm paymente zerzyt der bezalongen gemeynlichen louf- fende erflichs zynss, van nu vortan alle jaire zo urber ind be- hoeff des geluchtz vur dem heyligen sacrament zo bezalen, as eyne halfscheit zo sent Johansmissen, myt vurwerden, off dat versuympt wurde in eynichem jaere up eynichen termyn vurss., dat asdan der kirchen vurss. zo dem geluchte vurss. dat huyss ind hoffstat myt synre lengden ind breyden, so wie dat ercliert steit, wederumb dar vur ervallen sali syn, zo keren ind zo wenden, in wat hant dat die provisoire zerzyt der kirchen vurss. willent. Datum ut supra (anno domini 1480 die 28 mensis novembris). Schrb. Airsbach Sententiarum. «* 1481 Juni 4. 40 . Zell erwirbt Anteile an dem Hause Alt-Montabaur. 22 Kunt sy, dat Johan van Roide ind Freugyn, syn elige wiff, yre zwey vunftediell des huys genant alden Montenbuyr gelegen tgain dem huse over zom Wingart, ... gegeven ind erlaissen haint Ulrich Zelle van Hanauwe van nu vortan mit Oo CÖ oo rechte zo behalden, zo keren ind zo wenden, in wat hant hie wilt, behalden dem erfligen zinse syns rechten. Datum ut supra (anno 1481 die lune quarta mensis iunii). Schrb. Airsbach Veteris portae. ■ Zell belastet sein Haus Birkelyn mit einemErbzins von 5 Goldgulden. 34 Kunt sy, dat Ulrich Zelle van Hanauwe mit willen ind stedehalden Cathringin, syner eliger huysfrauwen, an yrem huse genant Birckelyn, ind der hoiffstat gelegen neist dem kirchove zo Lijsskirchen vur hinden unden ind oven, as dat ligt mit alle synnen zobehoeren, as hie dairan vur anno 71 geschreven steit, gegeven ind erlaissen hait Arnolt Krelle ind Geirtgin, syner eliger huysfrauwen, vunf overlensche rinsche gülden, as vier mark colschs paymentz gemyenligen louffende vur yedern gülden gerechent, erflichs zins van nu vortan zo bezalen alle ind yecklichs jaers as eynne helfte davan des yersten daigs des maendtz merz ind die ander helfte des yer- sten daigs des maentz septembris, doch bynnen vier wechen nae yederm vurss. termynne neist volgende unbevangen, mit vurwerden, ave dat eynichs jaers up eynchen der vurss. termynne versuymt ind neit bezailt en wurde, dat asdan dat vur- schreven erve darvur ervallen syn sali, behalden besitzern zer- zyt des vurss. erfs der macht die vurss. vunf gülden erflichs geltz mit hondert der selver gülden ind mit eynnem ersehe- Oo 6l °o nen termynne an eynre alinger summen avezogelden ind dat vurss. yr erve davan zo vrien, wanne sy willent, doch also ave die vurss. loese bynnen leven heren Johans van Werden, pries- ters, der vurss. elude swagers ind broeder geschege, dat der selve her Johan asdan dat gelt davan körnende alencligen ind zomail untfangen sali. Datum anno 1490 die tercia mensis mar '' 11 ' Schrb. Airsbach Veteris portae. 1492 April 16. V* l • N'i Zell erwirbt das Pfandrecht von 200 Gulden an Liegenschaften im Bezirk Eigelstein. 35 Kunt sy, dat Ulrich Zelle van Hanauwe in gerichte ersehenen is, as uns dat die heren Bartholomeus Buschoff ind Diederich van Schiderich her Evertz son, scheffen, her geur- kundt haint, ind mit des gerichtz boiche bibracht hait, as hie zo rechte soulde, dat hie van macht sulchs kombers, as Hien- rich Bliterswich gedain hait up sulch recht, as wilne Emun- dus van Eisich in dielle off zomaille hait an zwelf paymentz- gulden, dry mark ind vunf Schillinge vur yedern gülden ge- rechent, erflichs zins, die man jairs gilt van der hoiffstat, dae wilne eynne schüre up zo stain plach, tgain der stede muren over alreneist dem hoeve zom Rotstock zo senet Gereon wert, ind van eynnem stucke artlantz genant der wingart, gelegen buyssen der muren by dem Muyspaede, vort van dem hoeve, der wilne Hilger Prynsen zo syn plach, as der ligt, hinder Pyperwalde zer stede muren wert nae innhalt des schrins eynne mit allen versessen ind upgelouffen termynnen as up denselven Emundum so hoe as zweyhondert overlenscher rin- sche gülden achterstendiger schoult, wilchen komber Hien- rich vurschreven mit willen ind stedehaldenMettelchins, synre eliger huisfrauwen, vort upgedragen, gegeven ind erlaissen hait dem vurgenanten Ulrich, in syns selfs namen nutz ind urber nae zo gain, as recht, ind hait also denselven komber stede gedingt synne eynne, die ander, die dirde, die vierde veirzien daige ind jair ind dach darup behalden, ind yeme daenbynnen nyemant wederstant gedain en hait, ind jair ind dach umbe is, so hait scheffen urdell gegeven, dat man Ulrich vurss. mit Cathringin, syner eliger huysfrauwe, schriven sali, sich an dem vurschreven rechten der vurschreven yrrer schoult daeran zo erhoelen ind zo erkovern. Datum anno 1492 die 16 mensis aprilis. c , , , . . „ 7 r Schrb. Eigelstein Weidengasse. eS Oo 62 oO 1493 April 18. Z-i? . Der schlechte bauliche Zustand des Pfarrhauses von Lyskirchen macht die Aufnahme einer Hypothek nötig. Unter den deshalb vor dem Schrein erschienenen vier Kirchmeistern wird auch Zell genannt. 36 Kunt sy, dat her Goswin Nouke van Stommel, pastoir zerzijt zo Unser liever frauwen Lijsskirchen in Coelne, mit willen ind stedehalden der kirchmeistere zorzijt derselver kirchen, mit namen Thys van Slebusch, meister Ulrich Zelle van Hanauwe, Peter Lubach ind Peter des Wysen, ind dan- noch der gemyenen kirsspelslude daselfs vur sich ind synne nakomen pastoere zerzijt der vurschreven kirchen an dersel- ven kirchen wedome-huse ind hoiffstat genant zom Drachen, gelegen tgain der kirchen Unser liever frauwen Lijsskirchen ... umbe myrklichs ind verderflichs abouwes willen desselven huses, ind dat zo bouwen ind zo besseren mit demselven gelde hievan körnende, gegeven ind erlaissen hant eynnem pastore zerzijt ind den kirchmeisteren zo clien sent Mertin in Coelne zo behoiff nutz ind urber sulcher erfmyssen, as wilne Johan van Droilsshagen ind Cathringin, synne elige huysfrauwe, daselfs in der kirchen erfligen ind ewelingen zo halden geordi- neirt haint dry beschieden overlensche rinsche gülden kur- furster monzen an goulde by Rynne erflichs zins zo bezalen alle ind yecklichs jaers, as eynne helfte davan up sent Remyes dach des hilgen confessoirs, ind die andere helfte up dat hilge hogezyt paschen, doch bynnen viere wechen nae yederm vurss. termynne neistvolgende unbevangen, mit vurwerde ind underschiede, ave dat eynnichs jaers up eynchem der vurss. termynne versuympt ind neit bezailt en wurde, dat assdan dat vurss. erve darvur ervallen syn sali, behalden dem vurschreven heren Goswin ind synnen nakomen, pastoeren zerzijt zo Unser liever frauwen Lijsskirchen vurss., der macht die vurss. dry gülden erflichs zins mit seszich derselver gülden ind mit eynnem ersehenen termynne an eynre alinger summen ave- zogelden ind dat vurss. erve davan zo vrien, wilche zyt ind wanne eyn pastoir zerzyt wilt ind yeme even kompt, wilch gelt der avelosen, wann die geschuyt, den vurschreven pas- toire ind kirchmeisteren zerzyt der kirspelzkirchen zo clien sent Martin vurss. zo behoiff der vurschreven erfmyssen vol- gen sull. Datum anno 1493 die 18 mensis aprilis. Schrb. Airsbach Veteris portae. Gedruckt bei Merlo, Die Meister d. altköln. Malerschule S. 90. / Oo 63 00 1493 Juni 27. Zell erhält Eigentumsrechte an Ackerland. 2-(e ■ 37 Brief mit 3 segelen, dairinnen Ulrich Zelle van Hanauw und Cathringin, sine elige huysfrauwe, sich haint laissen weidigen und richten an 50^2 morgen artlantz und ein pint ind dannoch an 3 morgen artlantz und 5 vierdeil artlantz, an- gainde alsus: Wir Wilhelm Swartz, zorzit schoultis, Johan van Linne ind Joenen van Welsauwe, geswoeren des hoifs und gerichtz zu Rile, etc. ind endet: gegeven imme jaire uns heren 1493 up den 27. Dach des maintz junii. Eintrag in einem Kölner Haus-Inventar aus dem Jahre 1519. Siehe H. Cardauns, Ein Kölner Bürgerhaus im 16. Jahrhundert: Annalen des histor. Vereins f. den Niederrhein Heft 41 S. 135. <& - 1494 Juni 19; Juli 5. £r Zell erhält Vs jener Erbrente, von welcher er B / 8 im J. 1478 erworben hatte, befreit die alte Malzmühle auf dem Eigelstein von einer auf ihr lastenden Erbrente und verkauft an beiden Besitzstücken und noch drei Morgen Ackerland eine Erbrente dem Schöffen Johann Edelkynt. 38 Kunt sy, dat in gerychte ersehenen is Heynrich Noss- boum, as dat die heren Henrich van der Eren ind Gerart van Erkelens, scheffen, uns her geurkunt haint, ind hait sich laissen weidigen an vunf eichtedeill van vier marken dryer Schillinge ind dryer pennynge erflichs zynss, die man jairs gilt van . . . [folgen die Liegenschaften, wie sie in der Urk. y( verzeichnel / ^ sind], as yeme anerstorven ind gevallen van doide Lambertz, syns sons, van yem ind Cathrinen, synre vur-eliger huysfrau- wen, geschaffen, ind hait der vurss. Henrich die vurss. anwelt- geide mit willen ind consent Ailheiden, nu synre eliger huys- frauwen, vort upgedragen gegeven ind erlaissen Ulrich Zelle van Hanouwe in synen namen nutz ind urber stede zo dyngen, ind nazovolgen ind want Ulrich vurss. nagevolgt hait, as hey zo rechte soulde, ind yem nyemant wederstant gedain en hait, so synt die anweltgeiden ind updrachten in der macht ind stede gewyst, ind scheffen urdel hait gegeven, dat man Ulrich vurss. schriven sali, also dat Ulrich vurss. mit Cathri ngin, synre eliger huysfrauwen, die vurss. vunf eichtedeill in alle dem rechten ind vair, man die gilt, eyne mit dryn eichtedeilen, dar der selve Ulrich in Sententiarum anno 78 an geschreven steit, der hey Cathringyn, synre huysfrauwe, ouch mit deilaftich Oo 04 oO gemacht hait, nu haint die alinge erfliche zynsse vurss. mit recht zo behalden, zo keren ind zo wenden, in wat hant sy willent. Datum anno 94 die 19. iunii. 39 Zu wissen, dat Ulrich ind Cathringyn, elude vurss., die vurss. vier gülden ind eyn ort erflichs geltz van deme erve zo der alder Maltzmoelen as eyn besitzer des selven erves affgevryet ind willent, dat man der nyet me davan geven en sali. Datum anno 94 die 5 iulii. 40 Kunt sy, dat Ulrich Zelle van Hanouwe ind Cathringyn, syne elige huysfrauwe, an yrem huyss up der Eygelstein- straissen gelegen, gnant die aide Maltzmoele, haidende dry wonynge under eyme dache, as dat gelegen is, mit der hoeff- stat achten da aen gelegen, so wie datvur anno 77 geschre- ven steit, item an yren vier marken dry Schillinge ind dry pennynge erflichs zynss, item an yren anderhalven morgen artlantz, so wie sy in deme nyesten notum daran geschreven staint, ind dan noch an yren alingen anderhalven morgen lantz up dem Gronen wege, da man geit uiss Ossendorper wege zo Mauwenheym wert, nyest by lande Johans van Merheym, so wie dat Extra muros anno 82 geschreven steit, gegeven ind erlaissen haint deme eirsamen Johan Edelkynt, scheffen zo Coelne, zwaeinddryssich mark colsch paymentz, zorzyt der bezalongen genge ind geve, erflichs geltz, van nu vortan alle jaire zo bezalen, as eyne helfte up dat hillige hogezyt Crist- missen, ind die ander helfte up sent Johans baptisten dach, doch bynnen vier wechen nae yederm vurss. termyne nyest voulgende unbefangen, mit vurwerden, off dat in eynichem jaire up eynichen der vurss. termynen versuympt ind nyet be- zailt en wurde, dat asdan dat vurss. erfliche gelt, erven ind lant, darvur erfallen syn sullen, behalden den vurerflichen zynssen yrs rechten, den besitzer der erflichen geltz, erven ind lantz vurss. zo den rechten zyden, sich dat heischt ind ge- burt, verrichten ind betzalen sullen, so dat besitzer der vurss. zweyinddryssich marken vurger. des geynen schaden en ly- den, behalden ouch besitzer des erflichen geltz erven ind lantz vurg. der macht die vurss. zwaeinddryssich mark mit seess- hondertindvierzich marken, as zorzyt der avegeldonge genge ind geve synt, ind mit eyme ersehenen termyne avezogelden, wanne sy willent, doch die avegeldonge eyn jair zo vorenz zo verkundigen, as gebuyrlichen is. Datum anno domini 1494 die quinta iulii. Schrb. Eigelstein Weidengasse. 0* oo b< oo 1495 Jan. 31. Zell belastet das Haus Birkelyn und das Nachbarhaus mit einem Erbzins von 5 Gulden. 41 Kunt sy, dat Ulrich Zelle van Hanauwe ind Cathringin, synne elige huisfrauwe, an yrem huse gnant Birkelyn ind der hoiffstat gelegen neist dem kirchowe zo Lijskirchen vur hin- den unden ind oven, as dat ligt, mit allen synnen zobehoeren, as sy daran vur anno 71 geschreven steint, ind an yrem huse, dat eynne wonnonge was wilne heren Costins van Lijskirchen, ritters, gelegen by der kirchen zo Lijsskirchen, uissgescheiden dat hinderste gehuse bynnen dem rundele up ind over der stede muren achter yrem huse vurss. eynne mit dem gange van dem kirchove van Lijsskirchen bis up ind van dem ron- dele, item an yrem eynnen huse neist demselven huse dae bij gelegen zer bruggen wart, as die liggent, vur achten unden ind oven, ind dannoch an yren zwen wonnongen under eyn- nem daiche, dat nu eyn grass synt, as sy daeran vur anno 73 geschreven staint, gegeven ind erlaissen haint Cathrynnen Krellen van Monster Eiffelen vunf beschieden overlensche rinsche gülden kurfurster monzen by Rynne erflichs zyns, zo bezalen alle ind yecklichs jaers as eynne helfte davan up Unser liever frauwen dach assumptionis ind die ander helfte up Unser liever frauwen dach purificationis, doch bynnen vier wechen na yederm vurss. termynne neist volgende unbevan- gen, mit vurwerde, ave dat eynichs jaers up eynchen der vurss. termynne versumpt ind neit bezailt en wurde, dat ass- dan die vurss. erven darvur ervallen syn soillen, behalden den erfligen zinsen ind mallich syns rechten, wilchs allit be- sitzere zerzyt der vurss. erven zo den rechten zyden ind termynnen, sich dat hiescht ind geburt, also verrichten ind verwaeren soillen, dat des besitzer zerzyt des vurss. erfligen zinses gienen schaden en lyden, under penen des ervelnisse, behalden ouch besitzeren zerzyt der vurss. erven der maicht, die vurss. vunf gülden erflichs zins mit hondert derselver gülden ind eynnem ersehenen termynne an eynre alinger summen avezogelden ind die vurss. erven davan zo vrien, wanne sy willent. Datum anno 1495 die ultima ianuarii. Schrb. Airsbach Veteris portae. 1501 April 29. ^ Zell veräussert seinen Anteil am Hause Alt-Montabaur. 42 Kunt sy dat Ulrich Zelle van Hanauwe mit willen ind 5 oo 66 oo stedehalden Cathringyns, synre eliger huisfrauwen, synne zwen vunftedeill des liuys gnant alden Montebuer gelegen tgain dem huse over zom Wingart, so wie hie daran vur anno 1481 geschreven steit, gegeven ind erlaissen hait Johann van Efferen dem jongen van nu vortan mit rechten zo behalden, zo keren ind zo wenden, in wat hant hie wilt, behalden dem erfligen zinsse syns rechten. Datum anno 1501 die penultima mensis aprilis. Schrb. Airsbach Veteris portae. t& XQ 1504 Okt. 24; 1507 März 20. Zell veräussert die ehemals Klutinckschen Häuser auf dem Eigelstein. 43 Kunt sy, dat meister Ulrich Zelle van Hanauwe mit willen Cathringyn, nu synre eliger huysfrauwen, syne zwey huysere under eyme dache gelegen up dem Eigelsteyn, die wilne waren Herman Clutgyns, zo der stede wert, as die lygent mit dem gange up den putze ind heymeliche kamer, mit dem gebuyre des gardens, so wie hey vur anno 1485 daran geschreven steit, uissgedain gegeven ind erlaissen hait Johan Langenberg ind Itgyn eluden, mit recht zo behalden, zo keren ind zo wenden, in wat hant sy willent, as vur vier mark colsch paymentz zortzyt der bezalongen gemeynlichen louffende erflichs zynss van nu vortan alle jaire zo bezalen up sent Mertyns dach des hilligen busschoffs, doch bynnen vier wechen na dem termyne neist voulgende unbevangen, mit vurwerden, off dat versuympt ind nyet bezailt en wurde, dat asdan die vurss. zwey huysere darvur ervallen sullen syn, behalden dem vur-erffliehen zynsse syns rechten, behalden besitzer vurss. ouch die macht, die vurss. vier mark erflichs geltz avezogelden mit zwenzich overlensser gülden as vier mark colsch paymentz zorzyt der bezalongen gemeynlichen louffende an eynre alinger summen, wanne ind wilche zyt besitzer vurss. willent, ind allet mit eyme ersehenen termyne. Datum anno domini 1504 up den 24. dach des maintz octobris. 44 Zo wissen, dat Johan Langenberg ind Itgyn, elude, as besitzer der vurss. zweyer huysere, die vurg. vier mark erflichs geltz avegegoulden mit zwenzich overlenscher gülden ind mit eyme ersehenen termyne ind ire erven davan gefryet, vort den vurss. meister Ulrich ind Cathringyn, eluden, die Oo 07 00 vurg. 20 overlensche gülden eyne mit dem ersehenen termyne vur diesem schrynne gelievert synt worden. Datum 1507 die 20 martii. Schrb. Eigelstein Weidengasse. M 1507 Aug. 14. •> Zell veräussert das Haus zur alten Malzmühle auf dem Eigelstein. 45 Kunt sy, dat Ulrich Zelle van Hanouwe ind Cathringyn, sine elige huysfrauwe, yre alinge huyss gelegen up der Eigel- steynstraissen, gnant die aide Maltzmole, haidende dry won- nyngen under eyme dache, as die gelegen is, mit der hoeff- stat achten da ane gelegen, so wie sy vur anno 1477 geschre- ven daran staint, gegeven ind erlaissen haint Hermanne Scharwechter ind Hylgyn, synre eliger huysfrauwen, van nu vortan mit recht behalden, keren ind wenden mögen, in wat hant sy willent, behalden Herman ind Hylgyn, elude vurss., die macht, vort Ulrich ind Cathringyn, elude, nyet absulche zweyinddryssisch mark erflichs geltz, so wie die vur anno 1494 geschreven steint, avezogelden, so wie die avegeldonge da cleirlichen geschreven steit, ind anders nyet, den vurss. Ulrichen ind Cathringyn, eluden, yre artland ind erflichs gelt davan zo fryen, wan sy willent, wie vurss. Datum 1507 die 14 augusti. Schrb. Eigelstein Weidengasse. «* 32. 1507 Aug. 31. Zell erwirbt als Mandatar der Witwe Heuwer ein Haus auf dem Filzengraben und veräussert es alsbald wieder an die Gebrüder Crufft. 46 Kunt sy, dat momberschaft verleynt is vur greven ind scheffen meister Ulrich Zelle van Hanauwe in namen ind van wegen Stingins, eliger huisfrauwen wilne Werners Heuwer, anweltgeiden zo doin an dat erve gnant cleynne Dynsslachen nae lüde des schrins, as vre anerstorven van doide Johans, yrs soens, van yre ind Werner vurss. geschaffen, die anweltgeiden vort in syn selfs namen stede zo dingen, dat selve erve vort zo erlaissen, in wes hant hie wilt, in allem rechten, as recht. Actum anno 1507 die ultima augusti. Protestatum per Gerard Sasse ind Henrich Stoultz, scabini. 5* oo 68 o<> 47 Kunt sy, dat in gerichte ersehenen is meister Ulrich Zelle van Hanauwe as rechtlich momber Stinchins, eliger huisfrauwen wilne Werners Heuwer, as uns dat die eirsamen Gerart Sasse ind Heinrich Stoultz, scheffen zu Aersburg, her geurkundt haint, ind hait sich doin weidigen an zwen halfscheit syns huys gelegen alreneist dem huse Hemmen- roide gnant zu der Veelen nederwert zo Rynnewert vur hin- den unden ind oven . . . as derselver Stinchin anerstorven van doide Johans, yrs soens, van yre ind Werner vurss. geschaffen, wilche anweltgeiden die vurss. Stingin vort upge- dragen meister Ulrich Zelle van Hanauwe in syn selffs namen nutz ind urber naezovolgen ind stede zo dingen, ind want hie nagevolgt hait, as hie zo rechte soulde, ind yem nyemant wederstant gedain hait, so synt die anweltgeiden stede ind in der macht gewyst, ind scheffen urdell hait gegeven, dat man meister Ulrich vurss. schrieven sali, die beide vurss. halfscheide nu vergadert machende die alinge vurss. erf- schaft mit Tryngin, synre eliger huisfrauwen, mit rechte zo behalden, zo keren ind zo wenden, in wat hant sy willent, bchalden dem erfligen zinsse ind den wedersprachen an halfscheide syns rechten. Datum ut supra. 48 Kunt sy, dat meister Ulrich Zelle van Hanauwe ind Tryngin, elude, yr huiss gelegen alreneist dem huse Hemmen- roide gnant zo der Veelen nederwert zo Rynnewert vur binden unden ind oven, so wie sy darain in dem zweiden vurno- tum geschreven staint, gegeven ind erlaissen haint Heinrich ind Clais van Crufft, gebroderen, van nu vortan mit rechte zo behalden, zo keren ind zo wenden, in wat hant sy willent, behalden dem erflichen zinsse ind den wederspraichen an halfscheide syns rechten. Datum ut supra. Schrb. Airsbach Sententiarum. <3* 1538 Dez. 5. Erbschaftsregelung unter den Erben Monnekop nach dem Tode von Johann Zells Schwiegermutter. 49 Kunt sy, dat van dode Greitgens, elige huissfrauwe ge- west Jacob Monnekops, anerstorven und gefallen synt Johan und Stingen Monnekops, zu irem gesinnen geschreven haint, als dat der ersame Gerart Pilgrum und Johan Olbertz als amptluide uns her geurkunt haint, an ire kintdeill machende eynen jederem halfscheit des erves und huiss gelegen under Oo DO oo eynem dache in der Witzgassen genant zum groessen Playss, als dat licht mit siner hofstat vur achten under und oven, item noch jederem halfscheit eyns halfscheitz zweier huisere under eynem dache gelegen in der Witzgassen genant Karshuis, und dannoch jederem halfscheit des huiss genant zuderCameren gelegen in der Witzgassen, als dat licht vur achten unden und oven, daer zo Jacob Monnekop der vader synen willen gegeven hait, behalden im daeran sine liffzuicht, so wie dat Sententia- rum anno 17 geschreven steit, also dat Johan sine halfscheit vort Styngen mit Johan Zeell, yrem eligen manne, die ander halfscheit van nu vortan in alle dem rechten haven und behalden, vortankeren und wenden moegen, in wat hant sy willent, behalden dem erflichen zins syns rechten. Datum 38 die 5 decembris. 50 Kunt sy, dat Johan Zell und Styngen, elude, vort Johan Monnekop ire erfschaft in dem neisten notum geschreven gegeven und erlasen hant Jacob Monnekop und Barbaren, eluiden . . . Datum ut supra. Schrb. Airsbach Witzgasse. t* 1543 Juni 2. Johann Zell und Frau Johanna werden auf Ansuchen von ihrer Tochter Anna an die durch den Tod von Johanns Vater Ulrich er- fallenen Liegenschaften und Immobiliarrechte im Bezirke Eigel- stein angeschreint. 51 Kunt sy, dat von dode Ulrich Zelle van Hannauwe und Catherina, eluiden, anerstorven und gefallen synt meister Johan Zelle van Hannauwe, irem eligem sonne, zu gesynnen Anna, siner dochter, geschreven haint an syne kintdeill machende eme alsulche recht des kommers van zwelf gülden erflichs geltz und dannoch dese hoffstat, dae vurmaels eyn schuyer upstonde, item artlant und vunf vierdell lantz, so wie dat anno 92 und 85 Widengass geschreven steit, also dat meister Johan Zell mit Johanna, siner eliger huissfrauwen, die obg. erfschaft van nu vortan mit recht zu haven und zu behalden, zu keren und zu wenden, in wat handt sy willent, behalden dem erflichen zynss syns rechten. Datum ut supra (anno 43 die 2 iunii). Schrb. Eigelstein Extra muros. t3? Oo 70 00 1543 Dez. ii. Johann Zell und Frau Johanna werden auf Ansuchen von ihrer Tochter Katharina an.die durch den Tod von Johanns Vater Ulrich erfallenen Liegenschaften im Bezirke Airsbach angeschreint. 52 Kunt sy, dat van dode Ulrich Zell van Haennauwe und Catherina, eluide, anerstorven und gefallen ist meister Johann Zell van Hannauwe, irem eligem sonne, zu gesynnen Catherina des obg. Johans dochter, meister Johan, iren vader, ge- schreven haint an sine kintdeill machende eme ein huiss, dat eyn wonnynge was wilne Costins van Lijsskirchen ritters, gelegen by der kirchen zu Lijsskirchen, uissgescheiden dat hin- derste gehuyss bynnen dem rundele up und over der stede mouren achter irem huiss vurss. eyne mit dem gange van dem kirchoeve van Liskirchen uiss up und van dem rundele, item noch an eyn huiss neist demselven huiss dae by gelegen zur bruggen wart, als die ligent, vur achten unden und oven, item noch an zwae wonnyngen under eynem dache, dat nu eyn grass synt, so wie dat vun anno 73 geschreven steit item noch an zwey huisere under eynem dache gelegen in der Witzgassen,, als die ligent mit iren hoeffsteden vur binden unden und oven, so wie dat Witzgass anno 80 geschreven steit, also dat meister Johan Zell van Hannauwe mit Johanna, siner eliger huiss- frawen, die obg. erfschaft van nu vortan mit recht zu haven und zu behalden, zu keren und zu wenden, in wat hant sy willent. Datum anno 43 die 11 decembris. Schrb. Airsbach Veteris portae. 1544 Okt. 18. *'* Die Witwe Johann Zells befreit denZellschen Besitz an Maria Lys- kirchen von einem Erbzins. 53 Zu wissen, dat Johanna, naegelaesen weduwe meister Johans Zell, als besitzere deser erfschaft dese 5 goltgulden mit hondert goltgulden geloest hait sampt dem ersehenen termynne und wilt sine erfschaft daevan gefriet haven. Datum anno 44 die 18 octobris. Airsbach Veteris portae. Nachtr. z. Urk. 41. 1559 März 21. *-* Anschreinung der Enkelkinder Ulrich Zells Katharina »Godert Houfft«, Anna und Elisabeth an ihr aus dem Nachlasse von Ulrichs Frau Katharina, Tochter Heinrichs von Spangenberg, stammendes Erbteil (das Haus zum Turm nahe dem Filzengraben). 54 Kunt sy, dat van dode Henrich von Spangenberg und Oo 71 00 Cathrina, eheluiden, anerstorven und gevallen ist Cathrinen von Spangenberg, irer eligen dochter, zu gesinnen irer enkeln naegeschreven, sy geschreven hant an ire kindteill machende ir dathuiss gnant zum Turn gelegen von herrn Johans Hard- fuist huiss gaende biss an den Veltzengraven, uissgescheiden ein hu'ss untgen der kleinen Rinportzen over, und doch be- halden den kelre under demselven huiss gelegen, der an dat vurschreven erve inwendich gehoert..., also dat die obg. Ca- thrina mit dem erbaren Ulrichen Zell von Hannaw, irem ehe- ligen manne, dat obgerurte huiss van nue vortan mit recht haven und behalden keren und wenden mögen, in watt hant sy willent. Datum die 21 martii anno 559. 55 Kunt sy, dat van dode Ulrich Zell von Hannow und Catherinen, eheluiden, anerstorven und gevallen ist meister Johan Zell von Hannaw, irem eheligen sone, zu gesinnen syner kynder nachgeschreben inen geschreven hant an syn kindteill machende ime dat huiss genant zum Turn im nesten notum, also dat meister Johan Zell mit Johanna, syner ehe- liger huisfrawen, dat obg. huiss van nue vortan mit recht zu haven und zu behalden, zu keren und zu wenden, in wat hant sy willent. Datum ut supra. 56 Kunt sy, dat van dode Johan Zell von Hannaw anerstorven und gevallen synt Cathrinen, Annen und Elisabethen, iren eheligen kindern, zu irem gesinnen sy geschreven hant an ire kindteill, dorzu Johanna, die moder, iren willen gegeven hat, behalden ir daran der lyffzucht, machende jederm ein dritte- teill, dess huiss gnant zum Turn im nesten notum geschreven, also dat Cathrina mit Goderten Houfft, irem eheligen manne, ire dritteteill, vort Anna und Elisabeth auch mallich ire dritteteil des obg. huiss van nu vortan mit recht haben und behalden, keren und wenden mögen, jeder sein teill, in watt hant er wilt. Datum ut supra. Schrb. Scabinorum Sententiarum. »3? 1596 März 6. Ulrich Zells Urenkelkinder Elisabeth Heufts »Christoph Kremer« und Maria Heufts werden an das Haus Lyskirchen angeschreint. 57Kuntsei,dasimi59Öjare am zweitenaugusti anweldigkeit ist geschehen der ehr- und tugentreicher frauwen Elisabethen und Marien Heuftz, jeder an halbscheit eines hauss, dat ein wonunge was wilne Costins van Lysskirchen ritters, gelegen Oo 72 00 bei der kirchen zu Lisskirchen, aussgescheiden das hindeiste geheuss binnen dem rundele, up und over der stede rr.aur achter irem haussvurss. eine mit dem gangevon dem kirchove von Lisskirchen bis up und van dem rondele, item nochjeder an halbscheit eins hauss negst demselbigen hauss dabei gelegen zur bruggen wart, als die ligent für achten unden und oben, item noch jeder an halbscheit van zween woningen under einem dache, dat nun ein grass seint, item noch jeder an halbscheit zweier heusere under einem dache gelegen in der Witzgassen, als die ligent mit iren hofsteden für hinden unden und oben, so wie das Veteris porta 43 geschrieben steht, als innen anerstorben von todte Johannen Zel von Hannawe und Johanne, eheleuten, irer herchen und freuchen, als nu gedachte Elisabeth und Maria der anweldigkeit am 23. tag augusti, wie recht, nachgangen, und niemant binnen gedinge und tagzeit erscheenen, der widderstant gethan, so hat scheffen urdel geben, das die anweldigkeit möge und macht haben, und man solchs, wie recht, Urkunden und schreiben solle, haben also in macht ergangenen urtels gemelte frauw Elisabeth Heufts mit dem ernhaften Christophoro Kremer, irem eheligen manne, an eine halbscheitund MariaHeufts an die ander halbscheit oberclerter heuser und erbschaften geschrieben von nun vortan mit recht zu haben und zu behalten, zu keren und zu wenden, in was hant ein jeder seine halbscheit wilt. Datum den 6. martii anno 96. Schrb. Airsbach Latae plateae. t3? 1606 Dez. 19. Maria Heufts lässt sich an die Hälfte des Zellschen Immobiliarbesitzes im Bezirke Eigelstein anschreinen. 58 Kunt sei, das im jair 1606 den 12. decembris anweldigkeit ist geschehen der tugentsamen Marien Heuffs an halbscheit solchs rechts des kummers von 12 gülden erblichs gelts und dannoch halbscheit der hoffstat, da vormals ein scheur uff zu stoen plage, gelegen entgain der stede maur over aller neist dem hove zum Roedtstock zu s. Gereon wart, item an halbscheit eins stuck artlant gnant der Weingart, gelegen buissen der stede muren bei dem Musepat, item des hoffs der wilne Hilger Printze sein plagt als der ligt, hinder Piperwaldt zu der stede muren wert, als der ligt, vor achter unden und oben, item halbscheit von fünfviertel lant gelegen uff der alter Leimkulen uff der Nielerstrassen bei lande der hern von s. oo °o Cathrinen, item halbscheit von anderthalben morgen lants gelegen vor dem Restbuchell allernegst den anderthalben morgen dem hl. sacrament zu s. Cunibertz zugehorent, ind dannocht an halbscheit des halben morgen lants bei Ossen- dorffer wege bei lande hern Peter Schetzgens, so wie das Extra muros anno 43 geschrieben stehet, als ihr anerstorben von toedt weilant Johann von (!) Zell und Johanne, eheleuten, ihrer herchen und freuchen, weil dan ermelte Maria der an- weldigkeit, wie recht, nachgegangen und niemant erschienen, der widderstant gethaen, ist diesselb in der macht steet und fast erkent und hat der hern urteill geben, man sollichs, wie recht, verkünden und schreiben soll, haben also in macht ergangenen urteils vorgemelte Mariam Heuffs an vorerclerte halbscheit aller der vurss. posten geschrieben von nu vortan mit recht zu haben und zu behalten, zu keren und zu wenden, in wat hant sie wilt, behalten dem erblichen zinss seins rechten. Datum den 19. decembris anno 1606. P(rotestatum) per dominos Sittart et Maess, scheffen. Schrb. Eigelstein Weidengasse. «3? 1606 Dez. 19. Elisabeth Heufts, Frau Christoph Cremers, lässt sich an die Hälfte des Zellschen Immobiliarbesitzes im Bezirke Eigelstein anschreinen. 59 Kunt sei, dass 1606 am 12. decembris anweldigkeit ist geschehen frow Elisabethen Heufftz, ehehaussfrowenChristo- phoren Kremers, an halbscheit. . . [folgen die Liegenschaften wie in der vorhergehenden Urk. 58] als ihr anerstorben von toede Johansen Zelle von Hannaw und Johanne, seiner ehe- liger haussfrowen, seiner (!) herchen und freuwehen, so wie das Extra muros anno 1543 geschreven stehet... Datum den 19. decembri sanno 1606. P(rotestatum) p(er) dominos Sittert et Maess. Schrb. Eigelstein Generalis. t ^ Taf. I leuetrimim nc temptet voffatb anarpt optet mcS tuaettavcatru Caftitae ei fine contiu'te ftiie leiunto vjatpannadtolacefnt-^Ö fibijs qfiaTmm'cuCi«' toiataftieritpfealeroionabiLTaacvfiilttecvit gimfa^nupdeföimcacö^tipdemcdie.fpTTii'cacö bioTfiLvitgimta© fuzfu-viugimtafnaq3 eozonä bj nuptietaute* medioc*e.foirricatio psna atqjiudid unuviteergo fi abfHnetevis cuconfUiofäritoanc atripe itec r>fi tetäs cojpus tuü qm film am rem tefi tetas tancp fconü pedagogu^/\dbite tibi i eiumü a tpandä et pges fidudaute? quo tefidetafK. jßam et oi quig natate biipomt pzius eofibetatet teilte tatut e^fuparepofTit natando quo cepit-Sic ettu ionü e q? foates fedfi meUoreptcmbre cupisfapi entee et auilte attipe ^fiiiatDzebnepaulubicetej £t qui brituroieg fiut quafi no bntes ut p abfh'ne txa dsa epißopiluppfaimo qiuqua.^efimo, perme'Vhicüjeltebatiau ctedeubiocef? Mogutinen-Anno Öriimiilefimoquada giteümo fejragefimo ferto- Ulrich Zell' 1466. Chrysostomus: Super psalmo quinquagesimo liber I. Type 1. Proctor S. 73. Nach dem Exemplare in der Stadtbibliothek zu Köln. Taf. II cfil Üo%l vanetrats>4i'Vo j£ fqarofa^ r« vtofaruqj cStej^u-bOTmc vgfö 0Fofii|tmeq3 tcirnrtööJariepTnge nuuac liiuftreviVu^n^fiodoip^if HancjiMtnaiW jecc^ CöoftaCano tnai^rnOrar^dli eatf o rri $ beuotifTitm frfo c focö &>na Cp c{6e QJonaftetC öibta frat^L COtno^L bjobferuafta«' Ab egregum^triufrß lutt ^fcf KonßpiccIa^OÖgrmjb^ ftnick CiueyzMöfancte ftlitfqßColome* P^aöröfoadwgtne Osiae ty?a nfa iihincctit mtüate cozolla £a £ 10 . !*a*äS?7fi 8J .3 K-J IQ 2t5 «in.- «-v **; tj "zI o o "C * .3 IQ ±8 5öi^to c , p.™ ^ 5*| p | »§ ig 2s B i o«2f: .* w <«• v£ " ^«5 :r c 8 c2 e P 3 in c § . -2 * * £ «> s n /i m 3 - ' S'8^tg 2 e S 05 n (»^ •5 e»s ^•gc. 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Proctor S. 73. 79. Nach dem Exemplare in der Stadtbibliothek zu Köln. Taf.VI ^ngrttibolirtant Srltraruf ertuius eft "Rufticiie cum Jomnie 2&urmclltj *Rn rcmundenltß commentano- jlttl^ClSmi flQonrtffov/ g z^nre/SonC Münster, Laurenz Bornemann 1510. Mit Typen von Zell. Sein Druckerzeichen mit der Adresse Bornemanns. Nach dem Exemplare in der Königl. Paulinischen Bibliothek in Münster i.W. Taf. VII Natura tey eflvt q balbuciutptas loqntutr /XffiecVant cm ccpiafermoms putpre tsfcct-? Pt» optürris viw's quifqiüs mretuenen't no magig iüo2;vib2a£muaiS3mo6u# uiücom. mcn&atc utdiciu- 1f2ä^'n?ßaüenäTmainfp tietfc & a,jptia &ifctepaice'5UaveO-ie tecenhc m&vuc q no ttabitpumewcnecmtma fcirmf fa catcac^n tc aptapicjefc ee^tijaVm at&uis autt: tebus muttuj t>i(igtvttia longiot- Ofs affecHo tmpatiens eft etiämfteabgme tat fcitatis. Pnam tefeccuafimentü^z laboranttj piculpfü eftmbitate. erntete emipui tzfote* pnTWan?. ""#^Ri(>iatt?gramatiat6 damit tpe uuTfrri JL/^atn rmpatmiß. 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VIII A* df}»*temrtS (ttno foaito m fm* mlaufccmauitaäs paufienfe t)bc^ Sttti'att tantem (oatd«a(tem regia p^H/ panft»9«accea vms«raföa metaUtö« 0ccca iibnö»m öa Oubi)© toniana fo etifl» /Urtica pF)ilofop}>v0»m5bi eo(a«ba((äm9 ozbis Siöoms oznam fua menfie et fuaj» tu; btaes agns feoinöa mevo>ttianfueta w\om& Me(Tefeeaj>mops*rta rubis nemo?ofa tac&mig piena fette pifcofa lacu windtofo fluentts Mwtba&mo fbitt9^mino»piaeggU>t»9.aüta bnla^amena fifei«i?ona quoiifeiwmne ««nuftu Ömnebonwm fi iola kernt a {$2ftma fändet • Köln, Drucker der Historia s. Albani. Seneca: De quatuor virtutibus. Proctor S. 83. Nach dem Exemplare in der Stadtbibliothek zu Köln.