' «ÄSß«MS »/ ^? älteste Druckdmkmale und Formsrhneiderarbeiten. welche in der vereinigten Königl. Kreis- und StadtbivliotheK daselbst aufbewahrt werden. Nebst einer kurzen Geschichte des mcherdruckes und in Augsbnrg. Von G. C. Mezger, königl. Professor und Bibliothekar. Mi« 37 MdrücKen von Vrrgnml-Holsschmttr» aus dem 15. und 16. Il,>>r>pin!>cnc Augsburg 2840. Verlag von Johann Peter Himmer. Firma Matth, Rieger'sche Buchl,a»dl»»<^ B o r w o r t. Der Haupttheil der gegenwärtigen Schrift, die Beschreibung der ältesten Augsburger Druckdenkmale, hatte ursprünglich die Bestimmung, einer Geschichte der hiesigen öffentlichen Bibliothek, die ich im letzten Winter für den Druck ausarbeitete, als Beilage beigegeben zu werden. Die Rücksicht auf das bevorstehende Jubelfest der Buchdruckerkunst, durch welches die Blicke wieder auf die frühesten Erzeugnisse der Typographie gerichtet wurden, veranlaßte mich aber, diese Beschreibung von jener Geschichte zu trennen und besonders zu veröffentlichen. Ich glaubte, dieß um so mehr thun zu können, als das mit der letztern verbundene, detaillirte Verzeichniß unserer zahlreichen Handschriften dem Buche ohnedieß einen größern Umfang giebt, als ich ihm anfangs zugedacht hatte. Daß der Beitrag, den ich hier zur Bibliographie liefere, nicht ganz unwichtig ist, wird eine Begleichung mit andern Schriften zeigen. Die Hauptquelle, aus welcher man bisher die Notizen über die Inkunabeln der hiesigen Pressen schöpfte, ist Zapfs bekanntes Werk: „Augsburgs Buchdruckergeschichte nebst den Jahrbüchern derselben, Augsb. 1786. 2TH. 4." Der große Fleiß des Verfassers in diesem Buche verdient alle Anerkennung. Da er jedoch bei seinen Angaben oft unsichern Führern folgen mußte, so konnte er nicht vermeiden, daß manche Unrichtigkeiten mit unterliefen. Schon deßwegen war es wünschenswerth, daß seine Arbeit einer Revision unterworfen wurde. Es sind ihm aber auch viele Drucke ganz unbekannt geblieben, die um ihres Alters willen das Interesse des Bibliographen in Anspruch nehmen. Was von denselben unsere Bibliothek aufbewahrt, habe ich beschrieben; das Verzeichnis; alter Augsburger Drucke hat dadurch einen nicht unbedeutenden Zuwachs erhalten. Dann war es Zapf bei den Büchern, welchen der Name des Druckers abgeht, manchmal unmöglich, sich für eine bestimmte Presse zu entscheiden, weil ihm die Ansicht und Vergleichung nicht gestattet war. Ich hoffe in dieser Beziehung hie und da die bestehenden Zweifel gelost zu haben. Freilich wird auch in der Folge noch manches Lückenhafte und Unvollständige zu verbessern und zu ergänzen seyn. Auf einem Gebiete, dem aus den Schlupfwinkeln der Bibliotheken immer neues Material zugeführt wird, kann es für den, der Lust zu solcher Beschäftigung hat, an neuer Arbeit nicht fehlen. ' Die Geschichte der Buchdruckerkunst und des Buchhandels, die dem Verzeichnisse der Inkunabeln vorangeht, habe ich auf den Wunsch des Herrn Verlegers dieser Schrift niedergeschrieben. Es kostete mich viele Mühe, die einzelnen Data zusammenzubringen, da ich, wenigstens für die beiden letzten Jahrhunderte, keine Vorarbeiten benutzen konnte. Eine erschöpfende Darstellung des Gegenstandes habe ich eben so wenig beabsichtigt, als es bei den mir zugänglichen Materialien möglich war, sie zu liefern. Es genügte für meinen Zweck, die Schicksale des Buchhandels und die Geschäfte der Pressen in einer allgemeinen Uebersicht zu bezeichnen. Aus diesem Umrisse kann indeß schon ersehen werden, daß die Stadt Augsburg in der Geschichte der Typographie und des Buchhandels eine sie ehrende Erwähnung verdient. Zur Ergänzung der mitgetheilten geschichtlichen Notizen bemerke ich hier noch, daß im vorigen Jahrhunderte zu Augsburg eine öffentliche Jubelfeier der Buchdruckerkunst nicht statt fand. Nur eiuige Schüler des Gymnasiums bei St. Anna hielten in ihren Klassen am Thomas- und Johannistage 1740 „kurze Reden, welche von den vornehmsten Umständen der Erfindung, Ausbreitung und Nutzbarkeit der edlen Buchdruckcrkunst handelten." Der Kollaborator der II. Classe dieser Lehranstalt N. Andr. Christoph Graf machte dieselben in dem Jubeljahr durch den Druck bekannt. Als der gelehrte Pfarrer bei heil. Kreuz dahicr, Jakob Brucker im Jahre 1730 die Geschichte der Buchdruckerei in den Nummern 8, 9, 11 und 12 der augsburgischen wöchentlichen Jntelligcnzzettel beschrieb, äußerte er deßhalb I. Abschn. §. 2. gegen das Ende: „Ich wundere mich sehr, daß da 1740 an so vielen Orten Deutschlandes sowohl Gelehrte als Buchdrucker das dritte Jahrhundert dieser Kunst feierlich und schriftlich begangen, und merkwürdig gemacht haben, Augsburg, da es am ersten Ursache gehabt, dennoch diese Solennitäten und Erneuerung des Gedächtnisses der in ihren Mauern gepflanzten Buchdruckerci unterlassen hat. §. 3. Vielleicht ist es noch Zeit, das unterlassene einzuholen. Die Buchdruckerkunst ist erst mit 1430 zur vollkommenen Reife gekommen und man kann schwerlich ein älteres gedrucktes Buch ausweisen. Haben wir nicht Ursache, da es nun in diesem Jubeljahre just dreihundert Jahre ist, daß man die erste Frucht dieses gnädigen Angedenkens der Vorsehung gesehen hat, auch dieses Jahr Gott zu danken :c." Es ist indeß auch 1750 in dieser Beziehung nichts geschehen. Bedauern muß ich übrigens, daß ich den letzten Theil der Schrift, der die hiesigen Holzschnitte behandelt, nicht in der Ausdehnung bearbeiten konnte, wie ich es mir vorgenommen hatte. Es ist hier nicht der Ort, die deßfallsigen Hindernisse zu berühren. Vielleicht bekomme ich aber später einmal Gelegenheit, unsere Sammlung von Holzschnitten ausführlich zu beschreiben. Vor Allem wird es sich darum handeln, daß sich ein Verleger findet, welcher die Kosten jür die dazu unumgänglich nöthigen Abbildungen zu übernehmen geneigt ist. Schließlich bitte ich, die, zum Theil durch meine Schuld, stehen gebliebenen Druckfehler nach der am Schlüsse beigefügten Berichtigung derselben gefällig zu verbessern. - --------- -I ^ ,» ^» V ^ ^§ n y a z r. Seite Kurze Geschichte der Buchdruckerkunst und des Buchhandels in Augsburg . 1—20 Die ältesten Augsburger Druckdenkmale I. die kunst ciromantia ......... 21—22 oriKo Kumaiio reäeiuptioni8...... . 22—26 II. Augsburger Drucke aus der Presse des H,) Günther Zainer......... 26—35 o, S, i»7? sind wahrscheinlich aus dieser Presse.) L) Johann Schüßler '........ 35—38 0) Klosters St. Ulrich ........ 38-40 0) Johann Bämler....... 40—44 Anton Sorg......... 45—57 I?) Johannes Wiener......... 57 (?) Hermann Kestlin......... 58 H) Johannes Schönsperger, des altern ..... 58—64 I) Erhard Ratdolt . . ^...... 64—69 Johannes Schobser . . . . . 69 1^) Peter Perger......... 70 SI) Die Guldin Bibel . . '...... 70—71 Die Augsburger Formschneiderarbeiten....... 72—78 Berichtigungen ...... 79 > - »HiAy-^?^^ Kurze Geschichte der Buchdruckerkunst und des Buchhandels in Augsburg. Aeneas Sylvius, aus dem Geschlechte der Pieeolomini, als Papst Plus der II. genannt, der sich in der Mitte des 13. Jahrhunderts öfters zu Augsburg aufhielt, nannte dasselbe ohne Bedenken die reichste Stadt der Welt. Darf dieses Lob auch nicht gerade buchstäblich genommen werden, so ist doch jedenfalls gewiß, daß Augsburg's Handel damals noch in der vollsten Blüthe stand, und daß in seinen Gewerben eine vielseitige Thätigkeit sich zeigte, die mit reichlichem Gewinne belohnt wurde ^. Der erworbene Reichthum hatte natürlich auf die Gestaltung des äußern Lebens und des geselligen Verkehrs einen großen Einfluß. Man wollte den Ueberfluß, dessen man sich erfreute, sehen lassen: prachtvolle Gebäude wurden aufgeführt, glänzende Spiele zogen selbst Fremde herbei, zahlreiche Feste boten erwünschte Gelegenheit zu fröhlicher Unterhaltung und heiterem Genusse; überall trat das Bild behaglicher Zufriedenheit entgegen. Aber in dieser Zeit des Wohlstandes war auch der Sinn für die edleren Künste erwacht, die das Leben verschönern und dem empfänglichen Gemüthe Freuden höherer Art gewähren. Mit besonderer Vorliebe wurden die Lieder des Sängers vernommen und die Werke der Dichter gelesen. Man sammelte sorgfältig, was aus der früheren sangreichen Zeit von den Erzeugnissen der romantischen Poesie sich erhalten hatte; eigene Vereine, nach dem Muster der zünftigen Genossenschaften gebildet, pflegten die Gabe *) «f. Fischers Geschichte des teutschen Handels II. p. K47 u> f. und Hüllmanns Stadtcwesen im Mittelalter I. p. 378 und p. 71, wo der Reim angeführt ist: Der Veneter Macht, Der Augsburgcr Pracht, Der Nürnberger Witz, Der Straßburger Geschütz. i l der Dichtkunst; wer sich durch schöpferische Kraft oder durch Gewandtheit im Reimen auszeichnete, hatte nicht blos unter den Genossen der Verbindung ein wohlbegrüudetes Ansehen, sein Talent gereichte ihm bei allen Ständen der Gesellschaft zur Empfehlung. So lebten hier die alten Sagen der Ritterthumcs und die bedeutsameren Ueberlieferungen der Minnesänger in der Erinnerung fort; so entstand manches neue Lied, das bis auf die späteren Zeiten aus dem Munde des Volkes ertönte. Von Augsburg aus verbreitete sich z. B. das alte Lied von den zwölf Meistern im Rosengarten; einer ganzen Sammlung der ältesten Volkslieder, die daselbst im Jahre 1512 veranstaltet wurde, erwähnt Doeen in seinen Misellaneen zur Geschichte der deutschen Literatur Bd. I, x. 257. Auch die Leistungen der bildenden und zeichnenden Kunst fanden anerkennende Aufmunterung und reiche Belohnung. Manches Denkmal der Malerei nnd Xylographie verkündigt jetzt noch das Lob des Meisters. Unsere Stadtbibliothek ist in dem Besitze mehrerer Miniaturgemälde eines Augsburger Malers aus dem Ende des 15. Jahrhunderts, die mit zu dem Gelungensten gehören, was von den Deutschen in dieser Gattung geliefert wurde Selbst ernsterer wissenschaftlicher Forschung blieben denkende Geister nicht fremd, besonders seitdem die Beschäftigung mit der klassischen Literatur der Alten einen freiern Sinn erzeugt hatte und anfing, eine den Mustern des gereinigten Geschmacks nachgebildete Literatur zu ^) Sie sind in den Initialen eines handschristlichen Psalteriums auf Pergament in groß Folio enthalten, welches der Conventual des Benediktiner-Klosters bei St. Ulrich dahicr, Leonhard Wagner von Schwabmünchen, im Jahre 1495 vollendete. Der Rand der Blatter, auf welchen sich die Gemälde befinden, ist mit Arabesken verziert. Die Miniaturgemälde stellen dar: No. 1 p- 1K>- I^it. 0. eine Schlacht, Höhe 5" Breite 4" 0'" 11 2 >i 21" N. der Verlorne Sohn, 5?. 3" !)'" Br. 3" 9'" 11 3 ii 26- ii 0. Christus am Kreuz, H. 2" 10'" Br. 2" 10"' 11 4 ii 30" ii L. Anbetung Gottes, H. 4" 6"' Br. 4" 2" 5 ii 37'- ii v. Begrüßung und Aufnahme eines Pilgers, H. 3" 9"' Br. 3" 9 11 K ii 44" ii V. eine Schlacht, H. 5" 1"' Br. 4" 3'" 7 ii 49" ii I). eine Zechstube, H. 4" 3"' Br. 4" 11 8 ii 55" ii 0. eine Schlacht, H. 4" Br. 4" 8'" 1^ 9 i' Kl" ii 8. Leidensgeschichte des Herrn, H. 4" 6'" Br. 4" 11 10 ii «7-> ii II. Einnahme einer Stadt, H. 4" 5'" Br. 4" 6" 11 ii 74>- ^i y. der gute Hirte, 5). 4" Br. 4" 11 12 ii 79" ii ^. König David, H. 4" K" Br. 4" 71 13 ii 87" ii 0. Chor der Klosterfrauen, H. 3" 6"' Br. 3" 9'" 11 14 ii 91" ii 0. König David, 5?. 4" 4"' Br. 4" 6'" ? schaffen. Bei solcher Regsamkeit der Bestrebungen mußte das gesellige und geistige Leben bedeutend gewinnen. Wie überhaupt das südliche Deutschland bis zu dem Ende des Mittelalters die Stammverwandten des Nordens an Kultur bei Weitem übertraf, so war Augsburg der Mittelpunkt der höheren Bildung, in welchem sich das Gediegenste und Schönste coneentrirte, was die Zeit zur Reife gebracht hatte. Es ist bekannt, daß der schwäbische Dialeet durch den Wohllaut, die Biegsamkeit und Fülle seiner Formen sich vor andern hervorthat; aber die Augsburger Mundart behauptete auch hier den Vorzug. Bücher, die iu dieser geschrieben waren, wurden namentlich gerne gelesen. Der Verleger einer Ausgabe der Predigten Taulers vom Jahre 1308 wußte sie nicht besser zu empfehlen, als indem er ausdrücklich in der Vorrede bemerkte, daß dieselben „neulich corrigirt und gezogen seind zu den mercrn Tail auf gut verstentlich Augspurger Sprach, die da unter andern teutschen Zungen gemeiniglich für die verstentlichste genommen uud gehalten wirr." Je weiter indeß die Bildung unter Augsburgs Bürgern sich verbreitete, desto allgemeiner wurde das Verlangen nach den Werken der Schrift, aus welchen man die angeregte Wißbegierde befriedigen konnte. Daher waren denn die Verhältnisse für die Buchdruckerkunst im 15. Jahrhunderte zu Augsburg ausnehmend günstig. Es ist auch die erste Stadt in Schwaben, in welcher von der neuen Erfindung Gutenbergs o. 15 p- 96° Lit. e. eine Beichte, H. 4" Br. 3" 10"' . 16 137° 55 David vor dem Altare, H. 3" 9'" Br. 3" 6'" 17 55 151- 5? ü. ein Prophet in betender Stellung, H. 3" 8"' Br. 3" 6"' . 18 i? 152-- 55 Geburt Christi, H. 2" 9"' Br. 2" 6" 19 55 154° '5 0. Beichte, H. 2" 4'" Br. 2" 6"' , 30 55 155- 55 y. Auserstehung Christi, H. 2" 4'" Br. 2" IN"' . sl 5? 157° 55 V. Apostel und Märtyrer, H. 3" 6"' Br. 3" 3'" > 22 5? 157-- ?5 ». ein Confessor, H. 2" 3"' Br. 2" 6"' 23 55 158- 55 ^. Heilige Jungfrauen, H. 2" 4"' Br. 2" 6"' S4 ?5 161- 55 l? Gott Vater als Weltschöpfer, H. 3" 8'" Br. 2" 6'" . 25 55 161-- 55 X. Christi Geburt, H. 4" Br. 3" 9"' , 26 55 165K 55 ^. die Auserstehung, H. 2" 8'" Br. 2" 4'" , 27 55 168'- 55 II. Ausgießung des heiligeu Geistes, H. 2" 9"' B. 2" 9'" . 28 55 170'- 55 ?. eine Monstranz, H. 2" 6"' Br. 2" , 29 55 171" 55 ^V. Maria mit dem Jesuskinde, H. 3" 8'" Br. 3" 9"' , 30 55 175-- 55 lZ. heiliger Ulrich, 5?. 3" Br, 3" 31 55 176>- 55 v. heilige Afra, H. 3" Br. 3" 32 55 179-- 55 mehrere Heilige, H. 3" 8"' Br. 3" 10"' 33 55 183-- 55 ?. ein Sarg, vor welchem zwei Nonnen beten, H.3"3'"Br, 3"4 l- Gebrauch gemacht wurde. Denn wenn gleich die Behauptung, die nach dem Vorgange des Augsburger Chronisten Prim. Achilles Gasser*) sich oft wiederholte, daß nämlich schon 1466 und 1467 aus der Offizin des Buchdruckers JohannBämler eine vollständige lateinische und deutsche Bibel hervorgegangen sey, wie die deßfalls angestellten genauen Untersuchungen darthun**), ganz unhaltbar ist, so ist doch eine Augsburger Inkunabel vorhanden, die entschieden dem Jahre 1468 angehört***). Bald nachdem Günther Zainer, der erste unter den hiesigen Typographen, zu drucken angefangen hatte, waren mehrere Pressen zu gleicher Zeit in voller Thätigkeit. Von folgenden Augsburgcr Buchdruckern aus dem 15. Jahrhunderte sind bis jetzt Werke bekannt geworden : 1) Von dem oben genannten Günther Zainer (1468—1478.) 2) „ Johannn Schüßler (1470—1473.) 3) „ Johann Bämler (1472—1493.) 4) „ Jodokus Pflanzmann. 5) „ Johann Wiener (1477—1479.) 6) „ Johannes Keller (1478.) 7) „ Ambrosius Keller (1479.) 8) „ Hermann Kestlin (1481—1484.) 9) „- Anna Rügerin. 10) „ Johannes Blaubierer. 11) „ Johannes Schvnsperger, dem älteren (1481—1524.) 12) „ Erhart Ratdolt (1486—1516.) 13) „ Johann Schobser (1488.) 14) „ Peter Berger (1488.) 15) „ Christoph Schaiter (1493.) 16) „ Johann Schauer (1494.) 17) „ Johann Froschauer (1494—1507.) 18) „ Lucas Zeissenmayer (1495—1502.) Außerdem lieferte auch das Kloster St. Ulrich gedruckte Bücher. Es war ein Vortheil für diese Drucker, daß sie die gut eingerichteten hiesigen Papiermühlen benutzen konnten, die schon in früherer Zeit, *) cf. dessen annalos ^iiKuslani ad aiinum 1^66. ") Panzers ausführliche Beschreibung der ältesten Augsburgischen Ausgaben der Bibel x. 1—11. *") «f. unten das Verzeichnis der in der vereinigten königl, Kreis- und Stadtbibliothe? vorhandenen Inkunabeln. i wahrscheinlich hier zuerst in Deutschland erbaut worden waren; auch mußte es ihnen erwünscht seyn, geschickte Formschneioer zu treffen da die Arbeiten derselben mit ihrer eigenen Kunst in der engsten Verbindung standen. Bei der Auswahl der Bücher nahmen sie auf das lokale Bedürfniß vorzügliche Rücksicht. Es erschien gleich in den ersten Iahren eine beträchtliche Anzahl Schriften aus dem Kreise der damaligen belletristischen Literatur. Ich nenne aus der Masse der bekannt gewordenen hier nur: Eyn schön hystori von einer edlen jungen frawen Sigismuuda; Melusina gar kurezweilig zu lesen; ein schön lesen von der Grisel; wie die statt Troya zerstört ward ein schön lesen; eine kurezweilige hystori zu lesen von herczoge Wilhalmen von osterreich; Barlaam und Josaphat; Kaiser Pontianus; die sieben weisen meister; der spiegel der tilgend und ersamkeit durch denhochberümten Ritter vom Turn; BoecazCcnto Novelle; Herzog Ernst von Baiern; hystori von Tristrant und der schönen Jsalde; hystori Wilhelm von Orlcnez; Pareival und Titurell (die erste gedruckte Ausgabe dieser trefflichen Gedichte Walters von Eschenbach et. Eberts bibliographisches Lerieon 6925 und 6926). Manches der vielgelesenen Volks-Bücher aus jener Zeit mag durch häufigen Gebrauch verloren gegangen seyn, ohne daß wir auch nur den Namen davon wissen. Daß theologische Schriften auch die hiesigen Pressen gleich vom Anfange an sehr beschäftigten, versteht sich von selbst; einige Werke darunter, wie z. B. das Leben der Heiligen, sind von bedeutendem Umfange. Vor allem aber erwarben sich die hiesigen ersten Buchdrucker durch ihre Ausgaben der deutschen Bibeln hohen Ruhm. Es sind deren nicht weniger, als sechs, die vom Jahre 1473—1490 in kurzen Zwischenräumen aufeinander folgten; zwei Ausgaben bei Günther Zainer 1473 bis 1475 und 1477; zwei bei Anton Sorg 1477 und 1488 und zwei bei Hans Schön sperger 1487 und 1490, über welch letztere sich indeß freilich noch Zweifel erheben ließen. Augsburg gebührt uuftreitig das Verdienst, für die Verbreitung der deutschen Uebcrsetzung der Bibel vor der Reformation am meisten gethan zu haben. Aber auch nicht unbedeutende geschichtliche Werke und Eneyelopädien wurden noch im Laufe des 15. Jahrhunderts hier gedruckt, wie z. B. ") a»nvm K^mannum /)« I^ibrarium et Kiblionnlam. In nostlss terras laciu» Araee>i8nue elisraeter ^lam venit Studio^ enlte li) manne ^ tun. ?ro nun eoncli»no8 tibi 6at Kermania Grates reteret !au(ie8 nie et uliinue tuas. Sie lauten: Imnressit ex arelnt^po Cannes Kz^nmannus ^UAU8tensi8 eliaraeterum venetoium opisex et inKenio8U8 et exereitatu8 in ^UAU8ta Vincl. ^nno Äieeeeen. !> hierüber ist vom Jahre 1498 datirt. Außer Rynmcmn machten auch noch einige Andere, freilich nur unbedeutende, Geschäfte mit Büchern, deren Druck sie in den hiesigen Offizinen hatten besorgen lassen; so z. B. Jodoeus Birlin (1505 — 1512), Jörg Diemar (1510), Sirtus Schlegel (1511) ?e. Neben diesen trieben aber zugleich die Buchdrucker das Handelsgeschäft fort. Unter diesen zeichnete sich in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts besonders Johannes Miller aus. Aus seiner Druckerei kam unter Anderem die erste und ächte Ausgabe der ursperger Chronik *) (vom Jahre 1515), zu deren Drucke er von dem berühmten Conrad Peutinger, seinem vertrauten Freunde, veranlaßt worden war; er war auch der erste iu Augsburg, der ein ganz griechisches Buch druckte, während man das erste daselbst erschienene hebräische — ^cmuuis Losselisustsiiiü elemsnttils iuti-oäuotoi^run in Keln-kwas litteiits — der Presse des Erhard Oeglin (1514) verdankt, und Dr. Sigmunnd Grimm in Verbindung mit Marr Wirsung (bis 1522) durch den Druck von Musikalien sich bemerklich machte. Als die Schriften der Reformatoren den großen, welthistorischen Kampf auf dem Gebiete des religiösen Lebens hervorgerufen hatten, wandten sich die hiesigen Pressen fast ausschließlich den litterarischen Erscheinungen der Gegenwart zu. Sie arbeiteten indeß meist für die Sache der evangelischen Lehre; besonders wurden Luthers Schriften durch den Nachdruck des Sylvan Ottmar, Simprecht Ruff, Heinrich Stainer :e. in unzähligen Exemplaren verbreitet. Der schmalkaldische Krieg scheint diese Thätigkeit gelähmt und überhaupt auf die Geschäfte der Buchdrucker und Buchhändler nachtheilig eingewirkt zu haben, zumal da jetzt auch eine strenge Censur von dem Rathe gchandhabt werden mußte ^). Doch treffen wir bald nach dem Ende dieses Kriegs hier wieder zwei für jene Zeit bedeutende Sortimentslager. Das eine gehörte dem Dr. Georg Will er, der in der Geschichte des Buchhandels darum eine besondere Auszeichnung verdient, weil er der erste war, der im Jahre 1564 einen Meßeatalog für die Frankfurter Messe ausgab. In Frankfurt bestand bekanntlich seit dem ersten Drittel des 16. Jahrhunderts ein großer Büchermarkt, auf welchem die deutschen, italienischen, französischen, und, gegen das Ende des Jahrhunderts, auch die niederländischen und holländischen *) o5. Eberts bibliograph, Lexikon Xo. 4151. **) es. von Stettens Geschichte der heiligen römischen reichssreien Stadt Augsburg, p. 482 und 5Z5. t>» Buchhändler ihre litcrarischen Waaren feil boten; Leipzig hob sich dagegen in dieser Beziehung erst am Ende des 17. Jahrhunderts, und zog von da an die Messe um so leichter fast ganz an sich, weil sich in Frankfurt die Deutschen im Nachtheile gegen die Ausländer sehen mochten. Willers Meßkatalog erschien alle Jahre zweimal, zur Oster- und zur Herbstmesse, bis 1392 in 4. regelmäßig. Es sind darin zuerst die lateinischen Bücher fachweise nach Druckort, Drucker und Format bezeichnet; das Druckjahr steht außen am Rande; die deutschen folgen in gleicher Art und Ordnung; Preise sind nicht beigesetzt. Der doppelte Titel lautet z. B. auf einem Exemplare vom Jahre 1369: O^titloKus libroi-um Ä uuuäiui« «zuu^i'HKSsim-ilibus I^'cmevjui'ti ituno mill68lmo HuiuKeutesimo sex^Kesiino iwu» oelsIirÄtis itck uuudiuAS autumimlss s^usäem imni, tum reesn« eäitorum, tum »eeesKioue yu-läHin Auotorum iuÄsx. ^eessseruut pHuei uou uovi, Iiaeteuus tiuueu LibliotnevÄS V^illeiimms iiieoKiiiti. Venumä-tutur ^uKustite Viudslieoirun in olVeiu^ 1ibr»riki, (xeoiKÜ >Vi1Ieri. Verzeichnuß der neueren Bücher, welche in der Herbstmeß zu Frankfurt, im iar 1369 in öffentlichem Truck feil gehabt, verkaufst worden, und bey Georg Willern in Augsburg zu bekommen sind. U'iallooluiti Aloenum g^u<1 l?60r^. Ooiviuum NOI^XIX. Im Jahre 1592 gab der Frankfurter Buchdrucker Nikolaus Bussäus einen Generalkatalog in drei Theilen in 4. heraus, in welchen sämmtliche in den Willer'schen Verzeichnissen von —1592 aufgeführten Bücher in der Art aufgenommen sind, daß der erste Theil die hebräischen, griechischen und lateinischen nach wissenschaftlichen Diseiplinen, und zwar bei jeder die einzelnen Werke in alphabetischer Reihenfolge, der zweite die deutschen, und der dritte die in neuern ausländischen Sprachen geschriebenen enthält Der andere namhafte Augsburger Buchhändler aus dieser Zeit ist Johann Portenbach, dessen Sohn und Nachfolger im Geschäfte, Johann Georg Portenbach, sich mit einem gewissen Tobias Lutz assoeirte. Auch diese besuchten die Frankfurter Messen und ließen von 1578—1598, nach dem Muster der Willer'schen, jährliche Meßkataloge drucken. *) In der Dedication an den Grafen Philipp Ludwig von Hanau und Rheineck sagt Bussäus in Bezug auf vr. Willer: Vir elarus Dr. ViIIorus «ivis st bidliopola .^u^ustanus oum «inSuIis nuuclim8 I?rancoturten8i1iu8 msZna libroruin novorum eopia Iiue aäveliawi^ ovll8eribeuctoruw eawlo^oruiu primus Quetor oxsUtit sb »nno soxs^esimo Quarto etc. i l Während nun hiernach der Sortimentsbuchhandel in der letzten Hälfte des 16. Jahrhunderts wieder in Aufnahme kam und hier reiche Niederlagen auch von ausländischer Literatur gründete, so konnten sich doch die Geschäfte der Buchdrucker von dem erhaltenen Stoße nicht eben so leicht erholen. Was sie lieferten, waren theils ascetische Schriften, theils Controverspredigten und eine Masse von Traetaten über den Kalenderstreit, der damals gerade besonders hier die Gemüther heftig bewegte und die Vertreibung der evangelischen Prediger zur Folge hatte. Es fehlten den hiesigen Buchdruckern die Mittel, den Druck größerer Werke, die nach den Forderungen der fortgeschrittenen Kunst eleganter ausgestattet werden sollten, zu übernehmen Deßhalb faßte denn der gelehrte Stadtpfleger Markus Welser, der sich zu seinen ersten schriftstellerischen Arbeiten der aldinischen Presse in Venedig hatte bedienen müssen, den Entschluß, die Privatdruckerci itä iu^'Kue piuu« zu gründen. Es sollten durch sie umfassendere, wissenschaftliche Werke, die im Buchhandel nicht zu haben waren, und dann vorzüglich der kostbare Schatz jener noch nicht cdirten griechischen Handschristen, welche die Stadtbibliothek im Jahre 1545 von dem vertriebenen Bischöfe von Coneyra, Antonius Eparchus, um 800 fl. Dukaten käuflich Ml sich gebracht hatte, veröffentlicht werden. Zur Deckung der Kosten constituirte sich eine Gesellschaft, die die angesehensten Männer der Stadt von beiden Konfessionen zu ihren Mitgliedern zählte. Ueber die Auswahl der Werke entschied ein eigenes Comite von Gelehrten; unter diesen befanden sich der genannte Stadtpfleger Markus Welser, der als Philolog rühmlich bekannte Stadtbibliothekar und Rector bei St. Anna, David Höschel, welcher an dein oben berührten Entschlüsse Wclscrs nicht den geringsten Antheil hatte, ferner Ritters Hausen, Andreas Schott, Henisch, Oeev, Stengel, Albizius, Bern. Baldus, Raderus, Pinicianus, I akvb P o n tanu s u. a. Das welser'sche Institut hatte sich eines kaiserlichen Privilegiums äs äitto 29. November 1594 und eines königl. französischen zu erfreuen. Es lieferte voll dem Jähre 1594 bis zu dem Jahre 1619 oder 1620 eine große Anzahl Bücher, zum Theile von bleibendem, wissenschaftlichen Werthe. Sein erstes Produet war die «/uop«I« 8. 8. ^(Iilt^lim'lun ^UK. Vjild. 1594. 4., ob für das letzte der ollwIoKu« di>)1il) Gleich im Anfange des 18. Jahrhunderts etablirtcn Georg Schlüter und Martin Happach eine Handlung, in welcher unter Anderm die diKtoria l^eoxoläi IVl^Km ^UK. Vinä. 1719. 2. Voll. I^ol. Oimoroli evitoms oliioiioloKie^; Hansi^li Aerinaliig, SÄera ^.UK. Viud. 1727. 2 Voll. I^ol. iKiiitt. ^Krieol^s liistoii^ 8oo. ^s.^u (?6rmÄnig.6 supeiiori« ^-UK. Viu Jedenfalls ist das Werk eine Seltenheit, die um so mehr eine genauere Beschreibung verdient, als sie bis jetzt gar nicht gekannt zu seyn scheint. Besonders wichtig aber ist sie durch ihre Holzschnitte. Es besteht nämlich das Ganze aus 46 Tafeln, von welchen jede in einer Höhe von 10 Zoll und einer Breite von 6 Zoll 9 Linien mehrere Abbildungen mit quadrirten *) Man vergleiche außer Ebert a. a. O. auch von Murr's Journal zur Kunstgeschichte II. p. 108 u. f. und wegen des Druckers Scharff von Stettens Kunst-, Gewerbs- und Handwerksgeschichre p. 31 u. 369. **) Ueber den hiesigen Buchdrucker Anton Sorg siehe unten p. ss Einfassungen enthält, neben und unter welchen der sie erläuternde Tert gedruckt ist. Zwei Tafeln befinden sich in der Regel neben einander auf einem Blatte; nur zweimal ist der einzelnen Tafel ein eignes Blatt gewidmet. Die Blätter sind nicht mehr, wie dieß ursprünglich der Fall gewesen seyn mag, zusammengebunden, sondern auf einer großen, hölzernen Tafel neben einander aufgepappt, welche, in einen großen Rahmen gefaßt, in die Länge 11V-^ und in die Höhe 3^ mißt. Die erste Tafel führt die Ueberschrift mit großen gothischen Lettern origo humane redempttonls. Unter dieser sind 6 Quadrate angebracht, deren Bilder sich auf die Ereignisse an den sechs Schöpfungstagcn beziehen; über jedem Quadrate ist der Schöpfungstag bemerkt. Die zweite Tafel umfaßt 4 Bilder, eines oben, zwei in der Mitte, und eines, das kleinere, unten. Das obere stellt die Brustbilder von Propheten oder alttestamentlichen Personen dar, die sich fast auf allen Tafeln wiederholen; nnr einem gehen sie ab. Neben den Brustbildern der zweiten Tafel liest man rechts: ^o/teti.?. ^seenite e'n nwntem encetsAM tn> ^ui evttNFet/stts / links: Stttvmon.- Aoet/'z'a? est t/?'se//?t/?!6 /)ei 6t etect^/n o/?6/^M itte'A« Von den mittlern Bildern zeigt das rechts zwei Fischer, die eine Tafel aus einem Netze ziehen; über ihnen steht der Herr mit der Siegesfahne; über dem Bilde liest man: ^e/-sns.- O^e^tn^ soti teM/?to tttbnt« «A^ea vent«/ unten: A/ieci/t^M/tt'stv/'k'ttte. Mitesiee ^e^/one cont«F«t^i/vntta?n tem/io/^ /lisettto/'e.? ^m't/tttti /lete/'ent />etK et e/eetis ^eti^As nit /i^entteAe/'Ant ^4Fd c'onei/?eet et /iK/'iet MinM/ dann ^/ie/'eMitts.' <>^6ttvit /)ens novn/n sn/?e/» te/^KM) /e?nintt e«>6NMt/«bit v!>NM. I^S/'SN.?.' ^'/?6/'K vi /?ei"t?it) sine vi /Itt/'iente /inetttt/ links: /?Kvit/. /?6seenttit t/o?ttinn? «ient ntnvitt in vett?/s. ^T6e/iie^. /^o/'t« /«Kee t!i«?ö?K e/'it et non tt/ie/'ietn/'. ^6/'6NS. ^io/'e ?»Kt?et ??6i/ns V^NvittM ve^nansit (die dibl. p?iup. hier sitit) «,i^tt teiins. Oberhalb des kleinen Hauptbildes liest man: ^i/^o s«tnt«tn^ inn?^/?t« MKnens ^«vit/atn/'. Unter den Bildern: Aenesi.? t'n/' ^^«ece/iit «?obis /)o?^inns^ ntnon eOMS^e^etis 6^7 o/nni tihMt) /?^^ttnctn ii^no/'N?»^ ^n«6 «nnt in /?«/°«te?n O/^isti ve^/oMn/' co/'t/e M^/v« *) Durch die f. g. Armenbibel sollte der Hauptinhalt der heiligen Geschichte in bildlichen Darstellungen vcrsinnlicht werden. Diese Bilder gehören mit zu den frühesten Producren der Formschneidekunst. Sie waren ursprünglich Gemälde in den Kirchen zum Unterrichte des Volks; Lessing (ok. dessen Beiträge zur Literatur aus der Wolfenbütteler Bibliothek im 21. Bande seiner sämmtl. Werke x. 137. es.) glaubt insbesondere, daß die Fenstergemälde des Klosters Hirschau in den Holzschnitten der Armenbibel sich abgebildet finden. Man vergleiche auch v. Heinecke's Nachrichten von Künstlern und Kunstsachen, II. p. 117. und Ebert's bibl. Lex. I. x. 191. steht oben, dieses umgeben zwei kleine Brustbilder, unter welchen rechts: ?^KM i/?sz'tts smiMKM /?6/'t/'tt/l.?ibit FtöMi/S ttoton's ^ links: ^ttt67!ttKbA?!tA^ et 5-ecKbA»ttt^ n'v?' KAAöT'A??! zu lesen ist. In den beiden untern Bildern beweint das erste Menschenpaar den Verlust des erschlagenen Abels, links Ruth den Tod ihrer Kinder. Ueber dem ersten steht: ob KM0,-eM Mo/'tem Fini.5 «tm««. Die untern Bilder zeigen die Ermordung des Sissera durch Joel und des Holosernes durch die Judith. Schriftstellen: ^Att. //I. K«/.5K^« ^«ö^'t ^o^e^tos c-A^^s eto. und ^At/i^ ^k??^. ^«t 6MM ^At/it/t «ot« eAbieitto ete. Zwischen der 34. und 35. Tafel der Armenbibel wird auf einem eigenen Blatte der Inhalt der zehn Gebote anschaulich gemacht; bei jedem der zehn Bilder ist übrigens auch das betreffende Gebot abgedruckt. Ein zwischen der 36. und 37. Tafel der Armenbibel eingefügte Platte soll die Größe des durch die Sünde entstandenen Elends bildlich nachweisen. In dem Hauptbilde gewahrt man nämlich die Sünde selbst personifizirt auf einer Säule stehend, zu deren Rechten ein Mensch, und oberhalb desselben das Brustbild Gottes, zur Linken aber der Satan mit der Umschrift: D/ttöotv et ttn^etis e/ns /ivMKA«AM />sei abgebildet ist; unter der Säule werden die Schrecken der Hölle sichtbar. Außen steht rechts: ^ecetttttM »w/'tttte to^A«'tn^ HoMeni) und links: /?eec«tttM »w^tttte tot/Mtn/' Ä/ttboto/ oben: «nK^o /leecttti Mv^t«^>. ^eeetttttm Mvi^tttte to^itA?* /)eo.' Stttvtttv^eM MenM mise^tt /»e/'ltz'tti et «n^etos e/A.?^ ve »Mi «t? ^i/eA ?!ttt« s^m. Rings um das Hauptbild sind die Bilder des Geizes, der Ueppigkeit, des Neides, des Stolzes, des Zorns, der Schlemmerei und des Mißmuths mit beigefügter Erklärung des Wesens dieser Laster gereiht; unten liest man einige auf die Erbsünde bezügliche Stellen aus den Schriften des heil. Gregorius, Ambrosius und Augustinus neben den Bildnissen derselben. Die Bilder der Laster haben in Hinsicht auf die Behandlung viele SS Aehnlichkeit mit jenen, welche Rud. Zach. Becker in der dritten Lieferung seiner Holzschnitte alter deutscher Meister sub Nro. 84 mittheilt; nur sind sie schöner und etwas größer. Die Blätter sind übrigens durch Buchstaben des großen gothischen Alphabets bezeichnet, die der Reihe nach von A bis W fortlaufen; das letzte Blatt hat dann die Signatur AA. II Die ältesten Augsburger Drucke, welche die vereinigte K. Kreis- und Stadtbibliothek dahier besitzt, gingen hervor: ^. aus der Presse des Günther Zainer. Dieser war, wie oben schon bemerkt wurde, der erste Buchdrucker in Augsburg und aus Reutlingen gebürtig. Wo er seine Kunst lernte, läßt sich nicht mit Gewißheit angeben; aus dem Prädicate xsiitii-simu« niÄKistei-, das er sich schon im Jahre 1469 beilegte, wird es indeß doch wahrscheinlich, daß er bei Fust und Schöffer in Mainz arbeitete. Von seinen Persönlichen Verhältnissen ist nur Weniges bekannt. Er lebte anfangs in Augsburg als Beisitzer. Erst im Jahre 1472 erhielt er das Bürgerrecht; in dem Steuerregister von diesem Jahre ist er als Günther Schreiber, in jenem von 1473 als Günther Zainer Schreiber eingetragen. Wahrscheinlich wurde er Schreiber genannt, weil er sich früher durch Abschreiben der Ooäiess seinen Unterhalt erworben hatte; es ist aber auch möglich, daß ihn dieses Prädieat statt des latein. libi'iU'ius schon als Drucker bezeichnen sollte. Nach Zapf wurde gegen die Ausübung seiner Kunst von den Formschneidcrn, Briefmalcrn und Kartenmachern, die sich dadurch in ihren Gewerben beeinträchtigt glaubten, anfangs Beschwerde erhoben. Durch die Vermittelung des Prälaten von St. Ulrich, Melchior von Stanham, soll er jedoch, mit einem andern Typographen Johann Schüßler, die Erlaubniß, den Bücherdruck fortzusetzen, unter der Bedingung erhalten haben, daß sie ihren Werken keine Vignetten und verzierte Kapitalbuchstaben mehr beisetzten. Es muß aber auch diese Beschränkung bald zurückgenommen worden seyn, da fast an allen Producten seiner Offizin jene Ausschmückung sich findet. Viele seiner Drucke sind mit Holzschnitten ausgestattet, die zwar allerdings noch keinen höhern Kunstwerth haben, aber doch für die Geschichte der Formschneidekunst wichtig sind. Ob er der erste in Deutschland war, der durch solche Beigaben seine Werke zierte, kann ich nicht entscheiden. Was übrigens am meisten Anerkennung verdient, ist die Reinheit und Gleichheit der Typen, sowie das ausgezeichnet schöne Papier, ans welches seine Bücher gedruckt sind. Schon die ersten Erzeugnisse seiner Presse machen sich durch diese Vorzüge bemerkbar. Sie gehören deßhalb mit zu dem Besten, was die neue Kunst in den ersten Zeiten hervorbrachte. An dem Faesimile der Zainer'schen Lettern, welches Zapf lieferte, lassen sich freilich die gerühmten Eigenschaften nicht erkennen, ich darf aber nach einer genauen Begleichung derselben mit den in unserer Bibliothek befindlichen Zainer'schen Inkunabeln versichern, daß jene Nachbildung durchaus untreu ist; besser sind die Proben in ^«eilil. S^tt^n» nvM« HiskvT'ieo-AUe/'tt/'itt pm« I. Zainer hat ferner das Verdienst, zuerst in Deutschland lateinische Typen angewendet zu haben. Sie sind so schön, daß sie den trefflichen Formen der ältesten italienischen Pressen kaum nachstehen. Das Todesjahr Zainers ist nicht bekannt. Da aber sein Name noch in den Steuerregistern von 1473 vorkommt, so kann er wenigstens vor diesem Jahre nicht gestorben seyn. Folgende Zainer'sche Druckwerke werden in der hiesigen Bibliothek aufbewahrt: 1. Mst?it?6m. et 6^ti« ^i/ttM 86c?/?n ve/'sa^s z?/'« eectes/ast/cis M«a?«M6 cA/'«^'« .^b^ito/'tt?^ /), ov^e /iKöe^^'öA« «Ai titAiA? i?t 6«/?tt6 /ie/?Ae»«S SMNte «n/^essvnK i^! MöttiA?^ /et/cite/' t/e^eti/L. ^Inno tt /?«7'tAVi/'Ai?!/>5Ktttt//'6/'l) /?/'«M0. ^/^.S Vö/'V ^ttKttKn'ttS te^t/v. Goth. r'ol. Ohne Sig., Cuft. und Seitenzahl. 128 Bl. mit 35 Z. 1986. Zapf I, 10. Hier hat Zainer die dickleibigen größern Typen angewendet, die in allen mit gothischen Buchstaben gedruckten Werken desselben von jetzt an vorkommen. Die Jnitialien sind roth gemalt. Bemerkenswerth scheint noch, daß die Zeilen meist ungleich ausgehen. 4. ^ttö/tt ovitt» Nttsonis t/e tt/'te ttMttKt/!. ti'ö?'?' III et tte /'emettiv «»tto/'es. Das erste Blatt beginnt mit den Worten: I^dte'?' «n^Konemsis ^k//. Dis se/»^'«. ^ol. Ohne Sig., Kust. u. Seitenzahlen. 21. Bl. ^UKK. 1995. Zapf I, 18. Hier sind zuerst die lateinischen Typen angewendet. Durch eingedruckte 7 Kreise und Figuren wird der Wechsel der Zeiten, der Lauf der Gestirne, die Winde :c. erläutert. 6. Hie hebt sich an das sumer teil der her-ligen leben und tzu dem ersten von dem lieben heyligen lerer sant ambrosio ss dembischoff. Ende: Gedruckt von mir Günthero zeiner geboren auß Reutlingen wonent zu Augsburg Am montag nach Sant Jörgen tag Als man zalt von der geburdt Cristi tausend vierhundert und in dem czwey und siebenczigsten Jare. Goth. Groß Folio. Ohne Sign. u. Cust. 211 mit römischen Zahlen auf einer Seite roth paginirte Bll. 2 Coll., jede mit 30 Zeilen. ^UKK. 1985. Zapf I, 19. Vor dem Leben eines jeden Heiligen befindet sich ein Holzschnitt. Der erste gedruckte Initialbuchstabe ist sehr verziert, auf der ersten Seite sind außen am Rande Arabesken. Der Tut hat Unterscheidungszeichen. 7. e'm^Kk'one Am Anfang: ^'öe^tts eon^atOT'e'tts «/evo^o/'AM H'e. Am Ende: ?^>i ?'/«0M6 mvK^'s s«7!6^e ^^^e^'s in ^tt/ecto ?'6^tt^«/'is ^'ö/'i iM«'ttt^'t)»6 ?!AM6/0 ^tt^Av/' ^ninnL /e^'cite/'. /?6^ triK^e/'ttM s«i?!6?' 62? l'ött^i/ZFe» /l/'o^emt^M ^'te/'is tt/i6/»5. Goth. I'ol. Ohne Druckjahr (doch wahrsch. 1472) Eign., Cust. und Seitenzahlen Die Initialen sind gemalt. ^UKK. 2024. Zapf I, 21. Erste Ausgabe dieses Werks. Als Verfasser wurden bald der heil. Bernhard, bald der Pariser Kanzler Gerson, der deutsche Kanoniker Thom. v. Kempis und der ital. Benediktinerabt I. Gersen genannt, et. Ebert I, 854. Wahrscheinlich ist, daß Gerson es ursprünglich französisch schrieb und der spätere Thomas v. Kempis es lateinisch paraphmsirte. 8. A/'/'o^es i'ttt/öo^AM ea^ttckt ea? M ^ttiti s/5 und /?^ob«ci!0K6s nvm te.5tttM6M5i V6^' t6«?ttM6nFo /?. ^? tic« ^«^MAt 6^ ci' Me/' 6 e/'/'o/'es ^t/eo^tt/^. Goth. I^ol. Ohne Druckjahr (doch wahrsch. 1472) 12 Bll. Ohne Sign., Eust. u. Seitenz. Initialen roth gemalt. ^.UKK. 2024. Zapf (I, 148) nennt zwar ein Buch ds l'illmuä et erroribus ^uä-teoi-uw, aber er weiß nicht, wem er es zueignen soll. Das vorliegende Exemplar ist indeß unstreitig Günther Zain er'scher Druck, ij» da es dieselben Typen und überhaupt ganz gleiche Form mit den übrigen Erzeugnissen der Zainer'schen Presse hat. 9. /^ocessA? /tt^n'ttT'iAS. Goth. V'ol. 9. Bll. Ohne Druckjahr. ^UKK. 2024. Ganz so gedruckt, wie die vorigen, und jedenfalls von Günther Zainer, wenn auch sein Name nicht angegeben ist. Zapf kennt es nicht. 10. DonsMs K/'tö F/'KMMMctts H°e. Am Anfang: ^tt^tes oi'tttioms ^ttvö s^/^t octo. Das letzte Blatt endigt mit den Worten: /ö/ s^o 7!AK0 Fa?« si^5 eo/'t/« /zost/'tt Abi ve^K AKttc/i« «me/!. Goth. ^ol. 8 Bll. Ohne Druckjahr, Drucker, Sign., Custod. und Seitenz. Initialen rubrizirt. ^UKK. 2024. ok. Zapf I) 146. Druck und Papier weist es der Zainer'schen Presse zu. Es mag aus dieser etwa um 1472 hervorgegangen seyn. 11. ^e^i ComestOT-is /tt'sto?'/« se^o/KstieK. Am Ende: /^'m'L HisFo?'?'« 65 VA^/Kto vvcttb?<5o scvittM'c« K t^Mesto^s e^ittt. ^?6^ tri/Me/'tt»» ve/'v ^«i»«/' /ite^is 6?!eis im/^ess«. ^K/zo « vii>tt?M6o^/K AttM6?v. Am Anfange nach dem 36 Blätter ausfüllenden Inder stehen die Worte: Äeve^enl/isn'mttM in (N^'s^o /iKt/'öM tFoMinAM Mise/'a^'one ^win« s«nets »»OM. eee^esis t/zMi.55iMAM ett/'t/iNttieM sttbin6K«6M /??ttcenk/nAM. I'ol. Latein. Typen. Ohne Sign., Custod. und Seitenzahlen. ^.UKK. 2102. Ist nur der erste Theil des aus zwei Bänden bestehenden Werks. Der Drucker ist nicht angegeben, doch zuverläßig Zainer. In dem zweiten Bande steht nach Zapf I, 31. das Druckjahr 1474. 14. Rodoriei Zamorensis spiegel des menschlichen lebens. Goth. I?o1. Ohne Sign. u. Cust. Auch ohne Druckjahr u. Drucker. Doch G. Zain er'scher Druck. ^uKK. 1969. Zapf I, 35. Ebert kennt diese Ausgabe nicht, nimmt aber dagegen irrthümlich an, daß bei Günth. Zain er schon im Jahre 1471 ein Spiegel des menschlichen Lebens erschienen sey. (S. dessen Lcr. II, p. 634.) Daß die gedachte Ausgabe nicht vor dem Jahre 1475 gedruckt worden seyn kann, bcweisetdiedem österreichischen Stammbaum unter den Buchstaben auf 3Z 3 dem Blatte X beigesetzte Bemerkung: Maximilian des egenannten Kaiser Friedrichs liebster sun. unnd geborn Anno domini IU(ÜO(?OI^IX an dem gründornstag und getaufft an dem ostertage Hut auf disen tag oster aubct. Anno domini NOVOVI^XXV zu Tilingen. bey dem erwirdigsten byschoff ze augspurg. Nachden 10 ersten Blättern, welchedasJnhaltsverzeichniß und die Genealogie des Hauses Oesterreich enthalten, folgt das eigentliche Werk auf 164 paginirten Blättern. Der Anfang ist roth gedruckt: Das erst blat. das buch genandt derspiegel menschlichen lebens wie und in wöllcher maß der mensch sein leben vollfüren soll n'. Auch schmücken es viele, zum Theil wohl gelungene Holzschnitte. 15. LK/zV/ö/'/N!' et 6/?i.5t0?6 ^6 it6M/?0/'6 «5 Sttnctis. Goth. k'ol. Ohne Sign., Cust. u. Seitenz., Druckjahr u. Drucker. Indeß entschieden aus der Zainer'schcn Presse. Worauf sich die Angabe Zapfs I, 41 gründet, weiß ich nicht; unser Exemplar ist nicht datirt. ^.UKZ. 2021. 16. Die deutsche Bibel. Goth. k'ol. Ohne Sign. u. Custod. 51 Zeilen und 2 Coll. und in dem ersten Bande 320, in dem zweiten 321 gezeichnete Blätter. ^uKK. 1976 u. 1977. Zapf I, 42. Sowohl am Schlüsse des ersten, als des zweiten Bandes steht die Jahreszahl 1477. Es ist die erste deutsche Bibel mit der Angabe des Druckjahrs, und unter den bekannten Ausgaben der in das Deutsche übersetzten heiligen Schrift die sechste. Die Holzschnitte, 73 an der Zahl, sind dieselben, wie in der vorhin beschriebenen Bibel. Nach allen Merkmalen hat sie Günther Zainer gedruckt, dessen Wappen, ein fortschreitender Mann, der an der linken Hand einen Schild mit einem in die Höhe steigenden Löwen hält, am Ende der beiden Bände sich findet. Panzers Irrthum, der sonst auch diese Bibel sorgfältig beschreibt, (vt. Beschreib, der Augsburg. Bibeln x. 19 — 21) erhält durch die Ausmittelung des eigentlichen Jahrs, in welchem Günther Zainer starb, seine Berichtigung. Ebert führt sie schon (bibl. Lerik. I, 176) als Erzeugniß der Zainer'schcn Druckerei auf. r Sie ist in Hinsicht auf Orthographie und einzelne Wortformen von der Bibel «ud Nro. 22 etwas verschieden. So liest man z. B. die vorhin angeführte Stelle aus Jes. 53 also: o Herr wer gelaubet unnser gehörd. und wem wirt eroffent d. arm des Herrn. Und er stig auff als ein rut vor im und als ein wurtzel von dem durstigen land, im wz nit die gestalt noch die gezierd. und wir sahen in und wz kein angesicht und wir begerten in verschmacht und den letzten der mann einen man der schmertzen und wissend den siechtumb. Und sein antlitz was als verborgen und verschmacht davon schätzt wir in nit für war. er nam hin unser siechtagen unnd trug unser schmertzen. und wir schätzten in als einen aussetzigen und geschlagen von got und gedemutiget. 17. //ibs/' MS/FK^« i eiK/'issimi NAme/'O viK 5ttNt?6?n K«r«5 z'nA»tis 5tt^/i/'6/'t). ^N/ie«»no t/ttKt/,'z/!c/6^^6«/M<) 56/)^K^/65/^o. Goth. r'ol. Bll. 86. Beide'Theile ohne Sign., Custod. u. Seitenz. 2 Coll. mit 50 Zeilen. ^u»x. 2034. Zapf I, 7. Die erste Uebersetzung des jüdischen Geschichtschreibers. Nach Muratori Cassiodorus. t/tt»i t/Ae/'A/o? /^o/oM« i?! tiö/'t).? 56/)te?K. Ein Jnhaltsverzeichniß von 7 Blättern geht voraus. Am Schlüsse heißt es: I?e«tt' I^ttA?/ /i^e.^ite/'ii^e/iitt?!/ no/s s/?/e^Ato5 ^ose/ite?^ /t^tt/^t/e^'c/te^ /?e/' Ae/tÄSste^ /?v^6^t/s?/M6 ^I^/ttste eo^e/vem z'm/l^ess?' ^I^o «/?t^ vi/'^i^ts M^'e s«tAt//e/'t). ^/«'/iestmo ^z/ttt//'i^i','eit6/' ^A/!»' .?6/?ti«5. Goth. MI. Ohne Sign., Cust. u. Seitenz. mit 130 Bll. v. 33 Zeil. ^UK^. 2989. Zapf I, 10. Erste Ausgabe aus einem sehr guten Manuskripte abgedruckt, und nach Haverkamps Urtheil von den alten Ausgaben des O. die beste, et. Ebert II, 243. 3. ^?et,v' l/e Oeseente/s /'tt/'at/Am c0MM0t?o?'AM tiö^i Am Ende: I?et/'i H'e. t«'b/i ^v^eei?^ ^ii/»t /'e^'eite/' /?. ^o/t«nnem <8'c/tÄ«8?6/' cive??! ^l?^/!/ste?!«6?tt »n/?^6?si c?>e«te/' ^///I /cttte^^tts V6,'^i/!!t's «tttAti/s^c» Mü't/esimo ^AK^i?ZA6Kt6.??M0 et S6/?tAKHl65»,?c» /?^M0 H°e. Goth. MI. Ohne Sign., Custod. und Seitenz 209 Bll. ^uKK. 1988. Zapf I, 11. Ist gleichfalls die erste Ausgabe, ek. Ebert I, 418. 4. MstonKe tnM/'titKe Ooe^ttte >Ko2vM6?!0 et ütVievt/v/'ieo i/! eotte^tae. Am Schlüsse: Msto^itte t^?/?K^tittt6 ^'ö^z nnme/'v c/^oc/ee«^. i«M t/v?^i7!0 /i/'esttt^te /?m'ttnt /ei/eite^. ^Vc»/z 96/iti/KLf65tt/!0 seeunl/o. <><>cite/' /^eö/tttt^ias. Goth. MI. Ohne Sign., Custod. und Seitenz. 192 Bll. ^uKK. 1993. Zapf I, 13. 5. ^«e. lte ?Vie/-K?^l) co7!5vi«tio /?ece«to/'ttM. Auf der ersten Seite: Ü6ve/'6Ktt? /?«tn5 t/o?^tttt' ^ttcobt t/e ZViö/'ttMt) ^«7!?!6M »Kc/iÄS.?/«/' ^lm/llsL. c/vMi/ti MO^o^^n ^M/ Goth. r^ol. Ohne Sign., Custod. u. Selten;. 115 Bll. ^uKK. 1999. Zapf I, 17. 6. ^o/t. T'n^e c^em«^« soii^^m'^m. Auf dem ersten Blatte: Stt/!t1^SZMtt»K b6a5«55ttNttM t/o?»//!?/?K /^«AM 566A/!t/^M e5e. Ain Ende: t/6 ^tt^e 6V6?KtttK Ott/'^Kii's ^e^' 6^?/litt/!tt^'8'6'/iÄ^/6/' ^?!7!v Mt7t'6'e'/>^ri//?^t/i6 Goth. r'ol. Ohne Sign., Custod. u. Seiten;. 133 Bll. v. 35 Zeilen. ^uKK. 1997. Zapf I, 14. 7. ^Md/'ostt/t6a?K»?6/'on. Auf der ersten Seite: AenKMST'on AöKti ^Mb^ss» e^e. Am Ende: ^?6«A ^Mb^os» e/iisce»/?. M6t/zo/tt/!6Ksis 0Mse?MM ^tto^ vsci^«^/'.' ?'AeMt/6 s^iici/. ^o/ittK?!6M «8'e/iÄ5.?/6/' im/ieT'k'Ms A^/'öis ^Itt^. eivöM MzFente/' z'M/iT'essAM. ^1?!?!ti SK/A^'/s/'6 iKett^tttio^/s /kiesn stt/vK^OT'zs. Mi/i65/??iv ^Kt/^^6/!t65iM0 56ett?!t/o Goth. ^ol. Ohne Sign., Custod. u. Seiten;. 210 Bll. v. 35 Zeilen. 1997. Ebert I, 47. Zapf I, 17. 8. ^4nMs5/n?' t/ö eee/e.StK^^'ett. Am Schlüsse: ^u?/?//ct'^ ecciesiKstica /?o^6?ttt/6 K ^l^tt^^o t/e ^Inelin«. O/'t/i^is />«/^M /iö/'mitK/'ttm ^IttMS^'ni. ^lA^As/« ,M/?^6SSK 6^ /k/öittt /?c?!6 KOS ^/«/'tti tt7!/!c> i^ctt/'/iK^'o/tes (N/vs/i M<700c^^//I. Goth. Isol. Ohne Sign., Custod. u. Seiten;. ^UKK. 2000. Zapf I, 24. e. aus der Druckerei des Klosters St. Ulrich. Nach den von Zapf I. p. XII. u. II. x. VII. seiner Buchdruckergeschichte gelieferten urkundlichen 38 Nachweisungen und nach Plae. Braun's Bemerkungen in der uvtiti» tust. litt. p. I. kann es um so weniger weiter einem Zweifel unterliegen, daß schon in den frühesten Zeiten eine Buchdruckerei in dem Kloster St. Ulrich angelegt wurde, als selbst Sigm. Meysterlin, der als Konventual in der letzten Hälfte des 15. Jahrhunderts in demselben lebte, ihre Existenz versicherte (eL. ?istorius rerr. Keim, veteres «eriptt. t. III. p. 669) und Denis (ok. aiinalium t^oKl-tjzIüeorum Nieli. N^itt^irs suxplemeutmn x. II. 786.) eine Bücheranzeige aus der ältesten Zeit vorgefunden hat, welche wörtlich also lautet: Notum sit omuibus l^uvä in moimsterio 8^uetorum Illl^Irioi et ^fie in eivit^te ^.uKu«teu«i. impiiinitur liliei' ille «oleimi« <^ui clieitur speoulum Iiisteii^Ie Viueentii eum littetiiissiiu« «iKil:4tc>. OoiriKiturc^ue cliliKenti^sime ex c^UÄtuor preeiosis volumiuibu« per i^u^tuor bens äoeto« iVI-tKistros et Liiee^Ictiie« iu lii tidu«. Lt voleutibus emere veudetur in eompsteuti Lore. Ihr Gründer war der gelehrte Abt Melchior von Stanham oder Steinheim der für alle die Wissenschaft und Bildung fördernden Bestrebungen ein reges Interesse zeigte, und besonders die Erfindung Gutenbergs als eine Erscheinung ansah, die auch für die Kirche von der höchsten Bedeutung wäre. Er ließ von dem Meister Sirt. Sauer loch im Jahre 1472 eine Presse verfertigen und erwarb Schuß ler'sche und vielleicht auch Zainer'sche Typen für seine Offizin. Wie lange diese bestand, ist ungewiß; Zapf I, x. XVIII. meint, daß sie im Jahre 1516 an Silvcm Ottmar überging. Es ist aber viel wahrscheinlicher, daß sie nur wenige Jahre thätig war, da ihre Existenz nach dem Jahre 1475 sich durch keinen einzigen Druck darthun läßt. In unserer Bibliothek sind vorhanden: I. 6r/'6F07'» Mei" H/K^FOI'NM. Am Anfang: Me/' t/M^OFo/'ttn» b6K^' 6>6Fvn'i ttt/ I^e^M Sttttm. Am Ende: Z^/i?i'tiiL Me/* ^Att/'Ltt.s tiz/«5oF0/'AM Goth. lssol. Ohne Jahrz., Sigtt. u. Custod. 87 Bll. mit 37 Zeilen. ^uKK. 2022. Zapf I, x. 19. Auf dieses folgt mit ganz gleichen Typen gedruckt: tl0/!cittSi0N6? ?n«76/v'it's M0^ttM?/.s n^Ves /lö/' *) ek. Plac. Braun's Geschichte der Kirche und des Stifts der Heiligen Ulrich und Asra x. 292. sv NZF^M 6?6^o?ttt ein großer Holzschnitt. OhneSig.,Cuft.u.Seitenz. ^uZK. 1938. Zapf I, 21. 41 4. Evangelien und Episteln auf alle Sonntage. Auf dem Titelblatte ist ein Holzschnitt, Christus vorstellend mit der Weltkugel in der linken Hand. Um die äußere Einfassung desselben steht: diese bildung ist gemacht nach der Menschheit Jhesu cristi als er auf ertreich gegangen ist Und also hat er ein har und ein bart und leiplich angesicht gehabt Auch ein solichen rock und mantel Und barfuß gegangen Auch ist er des Hauptes lcnger gewesen dann all annder menschen uff erden. Auf der Rückseite des Titels steht mit rothem Drucke: In dem namen des Herrn amen. Hie vahet sich an ein Plenari:e. Bl. 1° beginnt: Nun volget hie nach der ansang nach dem ersten Suntag :e. Am Ende: Gedruckt und vollendet zu Augspurg von Johann Bämler An sant Matheus abet Anno im I^XXIIII jar. Goth. ^ol. 199 Bll. u. 56 Holzschnitte. Ohne Sign. u. Custod. ^UKK. 1941. Panzer hat diese Ausgabe, durch Zapf's Annalen S. 14 und 17 verleitet, in seiner Schrift über die Augsburger Bibeln nicht ganz richtig beschreiben. 5. Von der Ordnung der Gesundheit. Am Ende: Das nützlich Buch von Ordnung der Gesundheit hat getruckt nnd volendet Hanns Bämler zu Augspurg :e. Nach gots geburt dusent vierhund't und in dem fünff und sybenzigsten iare :c. Goth. k'ol. Ohne Sign., Custod. und Seitenzahlen. ^UKK. 1940. Zapf I, 32. An dem Eremplare unserer Bibliothek fehlen vorn einige Blätter. 6. , I^'be^ /io/'tti'AM. tt65tw«?is. Am Anfange: vi^Ms ^?6n5/i6cvs565 V65/?6^«S. Am Ende: l/iöö^ ^o/'tt/'AM ttestivttA« cmn Ke^6^ /^«i. ^Ttitt?. 0M?!i/?vt6?z^'. Goth. ^ol. Ohne Sign., Cust. u. Seiten;. ^uZK. 1992. Zapf I, 34. 2. K/ieeiMm bettts ^«T'iKö I^>F/m5 «c>M/?iitttAM />«5/'6 AonKventn/'K. Am Ende: Devo^'ss»?» «c /i^estKnkisnMi ^ociko^i« ^?0KttV6/!^//'6 6^. ^Von e^/'0^/'tt/?/i«^5 S6t? ^t/s t/zMAM !?e>AM .47!i/it17!ittM conciveM ^AM3te/!56M ^l. l/iV^e/kte^ kM/^^öSSAS. ^Inno «tt^it«/6^6 iKt?K^/!«^0?tt's ^/t)t?t?t)/>^^I^k xT'it/iö H^tt?. Mtt/'cz'is. Goth. I^ol. Ohne Sign., Cust. u. Seiten;. 49 Bll. mit 39 Zeilen. '^UKK. 2095. Zapf I, 38. 45 I 3. «MM««. Auf der Rückseite des ersten Blattes, das auf der Vorderseite weiß ist, stehen die Worte: Mo^Ki/ttt^M eie^^^'ssi/tt^ MKMtt/'NM »'ö/'NM Ka^tt/v^inM tt?!i?tt«6 l/?'ctA5 ete. Nun folget das Register auf 58 Blättern. Der Prolog beginnt: ^AMM« ?nic?/tt ^o^^cis /iKve^^e e^c. Ain Schlüsse: l>/b6/' »mme /eiicilte/' e^iieit. 9^«' /le/* ^^f/ic>?»'?«^ ewem ^lttFtts?. «/'t/s »»tt^is^AM ^0«^ l/tA?z'KKM vccttU«tz'vN6M ^e00/?6/'KnAöA5 Mee/ti F/v^'tt e^e.) ^o?! .^i^e MttMi's ^«bc>?'/öA« «c/ /«Atie?/^ o/tt^i/iotent/« ^o^^^/^e ecc^sie /w^v^öM ttbi su/?/'« s^Mees /»«^tt/c^/'^A.? ^ce/K e.^^ /i/'oMctAS. ^tnno^Ae « AK^'v^K^e 147? te^titt c/ie ?tte^s<5 ^e/iteMb/'/« 60?7?/?^65AS. Goth. k'ol. Ohne Sign., Custod. und Seitenzahlen. ^uAK. ^985. Zapfs Beschreibung I, 4 t. enthält einige Unrichtigkeiten. 4. Die deutsche Bibel. Am Ende: Dyß durch lewchti goßt werck der ganezen heyligen gcschrifft, genannt die Bvbel hat hie ein ende. In der hochwirdigen keyscrlichcn stat Augspurg. der Edlen teutschen Nation nit die mynßr:e. Die hat gedrucket un volbracht Anthoni sorg:e. Als man zalt nach Cristi unsers Herrn gepurt Tausent. Vyerhundcrt. und in dem Syben und sybentzigesten iare. Umb wölich volbringung seye lob. glori. unnd ere der hohen heyligen Drivaltigkeit. Goth. ^ol. Ohne Sign., Custod. und Seitenzahl. 542 Bll. mit 55, zuweilen auch 54 u. 56 Zeill. Mit vielen gemalten Holzschnitten. ^UKK. 1989. Zapf I, 10. Ebert I, 176. Panzer hat diese Bibel ganz genau in den öfter angeführten Werken p. 56 und 21 beschrieben. Sie ist die siebente unter den deutschen Bibeln und die erste mit der Anzeige des Druckers, des Orts und der Iahrszahl. 5. Die deutsche Bibel. Erster Theil. Zuerst ist das Register auf 9 Blättern abgedruckt. Es hat die Ueberschrift: Das ist das Register über das buch der alten Ee mit viel andern büchern vegklichs 4«', capitel innhalt Unn das erst buch ist die schöpffung und hat fünfzig capitel. Dann folgt die Vorrede, die also anfängt: Huc hebet an die vorrede oder die epistel des heyligen Priesters sant Jheronymi zu Paulinum von allen gottlichen hystorien der büchcr under d. Biblen. Das erst capitel zc. und schließt: Eyn end hat die vorred unnd hebet an das buch presith oder genesis dz wir heyssen daß buch der geschopff. Den Schluß dieses ersten Bandes bilden die Psalmen mit den Worten: Eyn ennde hat die Weissagung oder der Psalter des küniglichen Propheten David. Goth. r'ol. ^uKK. 1980. Bisher war blos der zweite Theil dieser Bibel von 1480, welche nach der angenommenen Klassifikation die achte ist, bekannt; «L. Panzers Augsb. Bibeln x. 23 und Ebert I, x. 176. Nro. 2169, der ausdrücklich bemerkt, daß sich der erste Theil bis jetzt nirgends gefunden hat. Ich widme daher demselben eine etwas ausführlichere Beschreibung, zumal da das, was Panzer von einigen Merkmalen des 2. Bandes sagt, sehr unbestimmt ist. Er hatte freilich diesen letztern, der sich in der Stadtbibliothek zu Königsberg befindet, selbst nicht gesehen, sondern folgte blos einer Beschreibung Lilienthals Es gehen dem 1. Bande Sign. und Custoden ab. Die Blätter, welche auf jeder Seite 2 Coll. und je 51 Zeilen haben, sind mit römischen Zahlen in der Art paginirt, daß die Blattzahl je oben an der Spitze der zweiten Columne steht und an der Spitze der vierten wiederholt wird. Außer dem 10 Blätter starken Register zählt der 1. Theil 319 Blätter, also gerade so viel, als die zweite Günther Zainer'sche Bibelausgabe, deren Zeilen sie überhaupt fast überall bis auf das einzelne Wort einhält, so daß man sie für einen Nachdruck ansehen könnte, wenn nicht die Orthographie eine andere wäre, und sich nicht sonst noch einige Abänderungen zeigten. Die Initialbuchstaben der Vorrede und jene, welche die einzelnen biblischen Bücher anfangen, schmücken dieselben auf die heilige Geschichte sich beziehenden 23 Holzschnitte, die den ersten Theil der zweiten Günther Zainer'schen Ausgabe auszeichnen. In dem größern Raume für die Anfangsbuchstaben der Kapitel stehen dagegen nur die Zeichen des kleinern gothischen Alphabets. Nur einzelne größere Initialen mit Verzierungen finden *) Im zweiten Bande der Preußischen Zehenden S. 48. 47 sich hie und da, z. B. auf dem ersten Blatte des Registers, auf der ersten Seite des 5. Blattes und so überall, wo eine Borrede des Hieronymus eingerückt ist. Die Typen weichen von der vorhin sud Nro. 4 aufgezählten Sorg'sehen Bibel ganz ab. Sie sind größer und fetter, als diese, aber doch so wie (wenn man jene, womit einige 4° Ausgaben v. I. 1483 gedruckt sind, ausnimmt) alle, welche bei den Sorg'schen Drucken vom Jahre 1478 angewendet wurden. Die Lagen bestehen immer aus 5 Bogen. Als Unterscheidungszeichen wird nur der Punet und das Comma gebraucht; dieses dient auch am Ende der Zeilen als Sylbenthciler, obwohl hiezn auch bisweilen ein doppelter Strich angewendet ist. Das Wasserzeichen stellt meistens eine Krone über einem, mit einer Mauerzinne versehenen Thurme dar. Das Register über den speziellen Inhalt der einzelnen Kapitel der biblischen Schriften, dessen Ueberschrift ich oben anfiihrte, hat diese Bibel vor allen andern, aus Augsburger Pressen hervorgegangenen, voraus. Die ersten Verse des ersten Capitels der Genesis lauten also: In dem anfange beschuf Gott hymel und erden aber die erde was läre und eitel und die vinsternuß waren auff dem antluez des abgrunts und d' geyst gotes ward getragen auf die wasser. Und got der sprach. Es werd das liecht Unnd das liecht ward gemacht, und got d' sahe das liecht dz es gut ward. 6. Hystori eines edlen fürsten hertzog Ernst von bayern und von ostreich. Goth. MI. ^.UKK. 1973. Von diesem Werkchen, dessen Titel Panzer in den Annalen der ältern deutschen Literatur x. 42 anzeigt, besitzt die hiesige Bibliothek nur 23 Blätter. Der genannte Bibliograph und nach ihm Ebert (I, 546) halten es für einen Straßburger Druck. Die Typen gleichen vielmehr ganz jenen in der Sorg ischen Bibel vom Jahre 1477 und beweisen also, daß Sorg dieses Werkchen noch vor dem Jahre 1478 druckte. Es hat weder Sign. noch Custoden und Seitenzahlen. Wachler vermuthet in seinen Vorlesungen über die Geschichte der deutschen Nat. Literatur I, x. S4, daß Heinrich von Veldeck die nachher zum Volksbuche gewordene Geschichte nach einer lateinischen 48 Urschrift bearbeitete. Unser Eremplar enthält jedenfalls eine viel jüngere Übertragung des Gedichts. Von den Abenteuern Ernst's erzählen die Blätter unseres Exemplars folgende: 1) Wie der schiffmcister Herzog Ernsten sagt von dem magnctcn perg u. das sy got anrüsten. Darunter steht ein Holzschnitt. 2) Wie Hertzog Ernst diener an dem magneten perg verdurbent. Holzschnitt. 3) Wie Hertzog Ernst und der graff Wctzelo sich in ochsen hawet naen ließen. Holzschnitt. 4) Wie Hertzog Ernst und der graff Wetzclo herab über den hohen perg von dem netzt der grevffen mit großer arbeyt stigen und kommen. Holzschnitt. g) Wie die vier diener Hertzog Ernst in dem walld von gottes schickung zusammen kommen. Holzschnitt. 6) Wie die vier yren Herren Hertzog Ernst und den graffen an wilden pergcn suchten. Holzschnitt. 7) Wie Hertzog Ernst unnd sein mitgenossen groß pawene abhawetten und balcken unnd punden sie zusamen mit weyden. Holzschnitt. 8) Wie Hertzog ernst eins tags mit seinen aller liebsten dienern bei dem gestat des mors ging spaczieren da sachc er ein?el. Holzschnitt. 9) Wie Herzog Ernst sein wunderlich gefangen leut für den kunig von babilonia füret und vor im manigen hüpschen schimpf außzugen. Holzschnitt. 10) Wie Herzog Ernst und gmf Wetzelo sich naheten zu der stat Nurenberg. wann der kevser Otto eine gemeine samnung und hoffe ließ beschreiben und bcruffen den heyligen cristag zu Weihnachten. Holzschnitt. 11) Wie die zart edel fraw Adelheiden durch gottes ern dz Münster unn gotzhauß in saltza sant Benedieten ordens in straßburger bistumb gelegen pawen ließ. Holzschnitt. 7. Der Seelentrost. Auf dem ersten Blatte liest man: Der allmächtig ewig gott alls er her Moysi gab die zehen g ebott:c. Auf der folgenden: H» vahet an das büchlin dz da heysset der sele tröst. Am Ende: hie endet sich der selen tröst mit manigen hübschen Exempeln durch die zehen gebot and. guten leren. Getruckt und vollendet in der keyserlichen stat Augspurg von 49 4 Anthoni Sorgen. Auf freytag nach Elisabeth Anno !c. I.XXVIÜ. jar. Goth. r'ol. Ohne Sign. u Custod. 169 Pag. Bll. ^uKK. 1942. Zapf I, 47. Mit den neuen größern und dickern Sorgischen Formen. 8. Artzney Buch. Am Ende: Das artzneybuch hat getruckt und vollendet Anthonius Sorg zu Augspurg An Mittwochen nach Affre. Anno ze. In dem I^XXIX. jare. Goth. k'ol. Ohne Sign. u. Custod. 30 pag. Bll. Typen wie vor. ^.UK-. 1943. Zapf I, 51. 9. Die vier und czweinczig Alten od d' guldin tron von bruder Otto von passowe. Am Ende: Gedruckt und vollendet zu Augspurg von Antoni Sorgen an dem Freytag vor Gregori, Anno ze. I^XXX jare. Goth. k'ol. Ohne Sign. u. Custod. 309 pag. Bll. ^uKK. 1944 u. 1945. Zapf I, 56. ESert II, 255. 10. Croniea. Zuerst ein Register auf 8 Bll. Dann ein Holzschnitt auf dem 1? Blatte; 1° Bl. ist weiß. Hierauf beginnt das Werk Seite 2 mit folgender rothgedruckten Ueberschrift: Hienach volget ein croniea von allen keysern und kunigen die seyder cristi gepurdt geregiret und gereichsnet haben welich croniea gar kurczweilig nüczlich und lieplich zehören ist. Die Geschichte wird auf 70 Bll. von der Gründung Roms bis auf Kaiser Wenzel fortgeführt. Dann kommt auf dem 71. Bl. die Reformation des Kaisers Sigmund mit nachstehend roth gedruckter Ueberschrift: Hienach volget die reformation. so der aller durchleuchtigest großmachtigest fürst und Herr. Herr Signchind Römischer keyser zu allen zeiten merer des reichs zu Ungarn und Bcham zc. Kunig. In dem nächsten Concilium zu Basel, die heylig cristentlich kirchen in bestcndige ordnung zu bringen furgenommeu hatt, dar'umb dann das vermelt concilium d' zeit angesehen nnnd darzu Bapst Keyser all geystlich und weltlich kurfürsten. Fürsten, grasen, freien. Herrn, ritter, und statt beruft wurden :c. wie die selb reformacion Sll von wort zu Worten eygentlicher hienach volget. Anfahende. Seite 109 ist die Reformation Friedrichs III. Ueberschrift gleichfalls roth: Hyenach volget die königlich reformation so der :c. Friedrich römischer keyser ze. mit sampt seinen und des heiligen reichs verwandten, zu Nürnberg angesehen, aufgericht und zehalten geboten hat. Seite 113 ist ein Holzschnitt, den Papst auf seinem Stuhle mit der dreifachen Krone darstellend. S. 116 beginnt die Geschichte der Päpste: Hienach volget von allen Babsten zc. Am Schlüsse: Getruckt und vollendet von Anthonio Sorg in d. keyserlichen stat Augspurg. auf sampstag :c. do man zalt nach cristi geburt Nc?c?OVI.XXX jar. Goth. r'ol. Ohne Slgn., Custod. 137 pag. Bll. 1916. Zapf hat diese Chronik nicht gesehen und sie auch I, 56. nur unvollständig beschrieben. Nach Seite 77 ist der Verfasser eines Theils derselben Friedr. von Lancironi, Rath des Kaisers Sigmund. II. Lucidarius. Am Ende: Gedruckt und vollendet in der keyserlichen stat Augspurg von Anthoni Sorg An Freytag zc. In dem I.XXX. jare. Goth. k'ol. Ohne Sign., Custod. u. Seitenz. ^UKK. 1917. Dieses Wcrkchen ist eine, aus 34 Bll. bestehende mathematisch-physikalische Geographie mit Holzschnitten, welche die Lehrsätze erläutern. Zapf kennt es nicht. 12. Hystori des kunigs Appoloni. Am Ende: Hie endet sich die Histori des kunigs Appoloni Getruckt von Anthonio Sorgen zu Augspurg Anno zc. In de I^XXIX. jar. Goth. Quart. Ohne Sig., Cust. und Seitenzahl. ^uKZ. luv. 1035. Zapf I, 56. 13. Jagdbuch. Anfang: Das erste buch vahet also an und lert paissen und auch den Habich erkennen. Am Ende: Ein ende hat!c. öl Goth. Quart. Ohne Sign., Custod. u. Scitenz. 48 Bll. Auch ohne Drucker, Ort und Jahr, aber entschieden dem Anton Sorg zugehörig. lue. 1035. 14. Das Buch Melibey. Anfang; Hie hebt sich an die Vorrede in dz buch Melibey gar hübsch zelesen und ein schöne underweisung den betriebten menschen. Schluß: Ein ende hat das :c. Hat gedruck-t um .....Anthoni Sorg zu Augsp... vor Affr. Anno I.XXX jare. Goth. Quart. Ohne Sign., Custod. u. Seitcnz. 30 Bll. Ine. 1035. Zapf hat den Schluß von Mo. 14. zu dem Werkchen sub Nro. 12, dem das Jagdbuch und das Buch Melibey beigebunden ist, geschrieben, da er annahm, daß die Histori des Apollonius durch den ganzen Band durchgehe. Sein Irrthum kann deßhalb entschuldigt werden, weil das letzte Blatt so zerrissen ist, daß gerade der Theil, der den Titel angiebt, fehlt. So ist denn auch dieser Sorgische Druck bisher unbekannt geblieben. 15. Das Buch Belial. Am Ende: Hye endet sich das Buch Belial genannt von des gerichtes ordnung. Ein Hochgrund und lobsames werk, dashat gedruckt und volendet Anthonius sorg in d. keyserlichen statt Augspurg Am Freytag :c. NVeOV und in dem I^XXXI jare. Goth. k'ol. Ohne Sign., Custod. u. Seitenz. Mit vielen Holzschn. ^uKK. 1948. Zapf hat dieses Werk nicht selbst zu Gesicht bekommen. Seine Beschreibung I, 58. ist unrichtig. 16. Der Scuße. Schluß: Gedruckt und vollendet ist dicz buch (des geleich, noch besseres den laien nit kund ist sein leben zu beßern. genannt der Seuße) von Anthonio sorg, in der keyserlichen stat Augspurg zc. do man zalt nach cristi gepurt tausent vierhundert zwai und achtzig jar. Goth. r'ol. Ohne Sign. u. Custod. Mit Holzschnitten. ^UKK. 1949. Zapf I, 64. u. II, 55. I_ Es sind zwei Theile, von welchen der erste 108 Pag. Bll. hat. Auf der Rückseite des letzten Blattes vom 1. Thle. steht ein merkwürdiger Holzschnitt, durch welchen das Geheimniß der göttlichen Dreieinigkeit anschaulich gemacht werden soll; am Ende der vorhergehenden Seite heißt es: Dyse nach gcende bilde bezaichnent der bloßen gottheyt ye wesenheyt. In personlicher dreiheyt. und aller creatur auß und wyder einfliessenheyt. Und zaichent den ersten ansang einen anvahenden menschen. Un seinen ordentlichen durchbruch des zunemens un den aller höchsten überschwanck überwesentlicher vollkommenheyt. Der zweite Band zählt 146 Bll. Bekanntlich ist dieses Buch für die Geschichte der Mystik sehr wichtig. 17. Das Leben der Altväter. Gedruckt :c. bey Antoni Sorg an Mittwochen vor Michaelis des jars do man zalt nach cristi gepurt NOeOV und in dem I^XXXII jare. Goth. ^ol. Ohne Sign. und Custod. mit 387 Bll. und sehr vielen Holzschnitten. ^uKK. 1950. Zapf I, 62. Ebert II, 1058. 18. Das Buch der Natur. Anfang: Hienach volget das buch der natur. das innehaltet zu dem ersten eygenschafft un natur des menschen:e. Das letzte Blatt ist in unserem Exemplare sehr beschädigt, indeß doch so viel noch zu ersehen, daß Anton Sorg der Drucker und 1482 das Druckjahr ist. Goth. ^ol. Ohne Sign., Custod. u. Blattzahl. 230 Bll. mit vielen Holzschnitten. ^UKK. 1952. Zapf I, 60. Ebert, welcher I, 244 die Editionen des Buchs der Natur aufzählt, kennt diese Ausgabe nicht. 19. Concilium zu Costenz. Ende: Hie endet sich :c. Gedruckt und volendt in der keiserlichen stat Augspurg von Anton Sorg :c. MVVVV und in dem I.XXXIII jare. ÜZ Goth. L'ol. Ohne Eign, und Custod. mit 247 Pag. Btt. Viele Holzschnitte; wichtig auch als das erste gedruckte und ziemlich vollständige Wappenbuch. ^UKK. 1953. Ebert I, 391. Zapf I, 65. 20. Die Himmelstraße. Ende: Hie endet sich das loblich buch genannt die Himmelstraße ze. Gedruckt von Anthoni sorg ?e. NOvec? und in I.XXXIIII jar. Goth. »"öl. Ohne Sign. u. Custod. 213 Pag. Bll. u. 6 Bll. Reg. ^UKK. 1955. Zapf I, 72. 21. Die fart oder revß über mere zu dem hevligen grab unsers Herren Jhesu cristi gen Jerusalem Auch zu der heyligen iunckfrawen sant Katharinen grab auf dem berg Synai. So der Titel auf dem 1" Blatte. Schluß: Dises buch innhaltende die heiligen raisen gen Jherusalem zu dem heyligen grab un fürbaß zu der hochgelobten junckfrawen unn marterin sant Katharinen durch Anton Sorgen jnn der keyserlichen statt Augspurg gedruckt Im jar unsers hailß Tausend einhundert und I^XXXVIII :c. Am Abend Jeorii des heiligen marterers Enndet sich hye seligklichen. Goth. Issol. Mit Sign., aber ohne Seitenzahl. 193 Bll. ^uKK. 1958. Ebert I, 233. Auf dem 11. Blatte nennt sich der Verfasser dieser Reisebeschreibung. Es ist Bernhard von Breydenbach, Dekan des Hochstifts zu Mainz, der die Reise im Jahre 1483, seines Seelenheiles wegen, in Gesellschaft der Grafen Hans von Solms und des Philipp von Bicken unternahm. 22. ^ocvbttian'lls /^6^'<,'6m5mM. /M/iT'essAS ^Int/i. ete. a/tKO »/tt'/iesi^o ^AKti/'e'nFenLesiMo ocitttK^esi?»«) ?!c)?!ti. Goth. Quart, die neuern kleinern und magern Lettern, womit manche kleinere Werke von diesem und dem folgenden Jahre gedruckt sind. Mit Sign., aber ohne Seitenzahlen. Ine. 1042. ^ 23. ^«eoö. t^acttttAs K/'te cA^tt^aki vi^'a. Ohne Sign., Custod. u. Seiten;., und ohne Drucker u. Jahr, b) /^e^tt/'c/iKe ^emet/i/s /Ä^»n«e. 1. Bch. 112 Pag. Bll. und das 2. Bch. 130 Bll. Ohne Sign., Custod. und ohne Drucker und Jahr. o) ?>ttck«Lns ^o/'is c«?!0?l/eis Am Schlüsse: /m/?^. Mc^oooi>^r?^. Mit Sign. aber ohne Seitenzahlen. Diese drei Schriften sind sämmtlich in Quart und mit den vorhin bezeichneten Lettern gedruckt. Zapf kannte sie nicht. 24. comseieMs. Am Schluß: I?»/?^ess. /?. ^tnk/e. Ko/I Mooo^^r.?/^. Quart. Mit Sign. u. Seitenzahl. Mit den vorigen Lettern. Inc. 1046. 25. Das Buch der natürlich Weisheit. Am Schlüsse: Hie endet sich das buch der Natürlichen Weißheit Darjnn man vindet aygenschaffte und gut sitten durch hüpsch geleichnuß, ebenpildung unnd figuren, genommen unnd gezogen auß den eremplen der lerer. Getrucket und vollendet in der keyserlichen stat Augspurg von Anth. Sorg zc. In dem NVOOtZ und I.XXXX jar. Goth. ^ol. Sign. und 133 Bl. Dann 3 Blätter Reg. Mit vielen Holzschnitten. ^uKK. 4963. Zapf I, 99. 26. Herezog wilhalm von Orlencz. Am Ende steht: Gedruckt und vollendet von Anthoni Sorg czu Augspurg NOOVO und in dem XOI jar. Goth. F°o1. Mit Sign., aber ohne Seitenzahlen. 10 Blätter. ^uKK. 1963. Fehlt bei Zapf. Ist eine Beschreibung der Abenteuer des Herzogs in Versen, und mit vielen Holzschnitten ausgestattet. Der Anfang lautet: -------------- ! SS Den knaben warben sy ansehen In Heimlichkeit sy wurden jehen. wie will das kindt so gar seinen Vater ansiczen. Mit sonnen und mit wiczen von gestalt haut und har. Geleicht es seinem vater zwar Es fürt die gespilen an ein ort. Da es niemant Hort Und fraget sy der mere wie den fachen wäre Oder wie den sachen möcht sein sy sprach lieber junckherr mein Der euch zeucht on argelist Der euer rechter vater ist ic. Das Gedicht wird Rudolr-H von Ems, der es einem französischen Muster nachgebildet haben soll, zugeschrieben. Das vorliegende Buch liefert es in einer sehr abgekürzten Ueberarbeitung; diese scheint bis jetzt nicht bekannt zu seyn, wenigstens finde ich sie nirgend angeführt. Der Abdruck, den Oberlin in Bragur IV. Bd. 1. Abth. x. 132 von der easselisch. Handschrift mittheilt, weicht von ihrem Texte ganz ab. 27. Leben des Herzogs Leopold und seines Sohnes Wilhalm von Oesterreich. Am Anfange: Hie hebet sich an eine schöne kurezweilige histori zelesen von Herezog Leuppold unnseinen sun Wilhalm von Oesterreich wie die ir leben volendet haben, und wie vil herczog Wilhalm erlitten hat. Der Schluß fehlt. Goth. I^ol. Unser unvollständiges Eremplar zählt nur 59 Blätter mit vielen Holzschnitten. Sign., aber ohne Seitenzahlen. ^UKK. 1963. Diese Ausgabe scheint im Jahr 1491 gedruckt worden zu seyn; sie ist jedenfalls jünger, als die, welche Ebert I, x. 981. beschreibt. 28. JoceKtin'o. Cento Novelle. Das seind die hundert neuen fabclcn oder Historien so die gesaget seind worden zu einer Pestilenczischen zciten. Am Schlüsse: Getruckt und vollendet in der keyscrlichen stat Augspurg von Anthonio Sorg :e. Nach crifti geburt Tausend vierhundert und in dem neunezigosten Jar. 50 Goth. MI. 2 ungez. u. 366 gez. Bll. mit 2 Coll. und 38 Zeilen. Mit Holzschnitten. ^UKK. 1961. o5. Zapf I, 97. u. Ebert I, 206. 29. Aob. Ott/'ttTvA <^6 ^a^t/ibus s«»cto?'AM »8^0/^. ^AA. n^. Mc'^o^c'. Goth. MI. Mit Sign., aber ohne Seitenz. Mit den kleinem Typen wie oben Nro. 29. ^uKK. 2102. ok. Zapf I, 97. 30. Von der Grisel. Am Anfang: So ich aber von stetikait und getreuwer gemahelschafft, so manger frauwen geschriben habe, unnd von keiner größern über die grisel von d. franeiscus petrarcha schreibet. Goth. MI. 10 Blatt, mit 35 Zeil. Ohne Eign., Cust. u. Seitenz. Mit 10 Holzschnitten, ohne Ort, Jahr und Drucker. ^uKK. 1973. Ebert II, 367. Daß dieses Schriftchen von Anton Sorg gedruckt worden ist, beweisen theils die Typen, theils das von Sorg ausgegebene Verzeichniß über die bei ihm erschienenen Bücher, welches oben abgedruckt ist. 31. <7tttoni5 e/Ht'e«. Am Ende: /INMS omKtAm »'öi'AM e«A56 /i/'eeon«'«.- »M'5«nt2s^6 eccies/s e/'Ut/iltwne^ «A^o/'i« Mo^ttiissiMi e^/i/c« /^eMttMssiM«) to^^e^t/c) ^AMs^e ete. «MO MOt?t?t?/>-X^I^. Äie ^«stm« /^«^ vM/ttttm SKKctO^AM. Goth. MI. Ohne Sign., Custod. u. Seitenz. 40 Zeilen. ^.UKK. 2003. Zapf I, 33. Wenn auch der Drucker nicht genannt ist, so thun doch die Typen dar, die den frühern Sorgischen vollkommen gleichen, daß dieses dickleibige Buch aus der Presse des Anton Sorg hervorging. ^. aus Johannes Wieners Presse nur ein einziges Buch. Die Lebensumstände Wieners sind auch dunkel. Zapf meint, daß er mit Johann von Wien, der auch im Jahre 1476 in Vicenza eine Offizin hatte, einerlei Person sey. Er gehörte demnach zu den wandernden Druckern. Hier druckte er 1475 und dann wieder 1477. Die in der hiesigen Bibliothek befindliche Wienerische Inkunabel ist: ^OttNKi« Li^'Lse/t ^ttK^K^65!MK^6. Ende: ^AKt//'ttL65iMtt?6 Ü6?iFw5i v!>i MK^is^i ^o^ttttnis t?7Ä5cH t/ö Att^iiö« 6to. /M/ii'essnM et con^KAtttAM VAM t?ei tt^/Atv/'zo /?6/' ^o^KMSM ^e6?!/!67' t/ö IT^'enntt ^KKO ete. Goth. Kl. li'ol. Ohne Sign., Cust. u. Seitenzahlen. ^UKK. 2009. Zapf I, 45. und ebenso V. aus der Druckerei des Hermann Kestlin, welcher diese im Jahre 1481 nach Zapf I, x. XXIX eröffnete, nur ein Buch: ^ttcobt t?6 Vo/'ttF?'n6 OMS se/'Mv/tAM Sömctis. Am Ende: OoiieAit z^e/tt'o o/?«/s se^Mv^M ete. /»e»' Äö/'MttKKttm ^esM» ^AMS^e A/'ös T'öAi« z'M/^esso/'i« e/^is^M «^/A6 eo?!«AMMtttAM est /sKe/te?' ^lnnv ^tt^itis ^<7^<)t)/>^^k///. tiis me^sis ^l/?/'iiis. Goth. k'ol. Ohne Sign. und Custod. mit 198 pag. Blättern. ^UKK. 2010. Zapf war dieses Buch nicht bekannt. «. aus der Offizin des Johannes Schönspergcr des ältern. Dieser hat in einer langen Reihe von Jahren viele Druckwerke geliefert, die ihm einen ausgebreiteten Ruf verschafften. Er besaß zu seinem Gebrauche eine eigene Papiermühle, deren Erzeugnisse sehr geschätzt waren Die Gründung seiner Offizin fällt in das Jahr 1481. Wann er starb, kann nicht mit Gewißheit angegeben werden. Noch im Jahre 1524 erschien bei ihm die Ausgabe eines lutherischen Neuen Testaments. Somit war er wenigstens 43 Jahre lang als Drucker thätig. Unter den Produeten seiner Presse erhielt der bekannte Theuerdank die *) «f. v. Stettins Kunst- und Handwerksgesch. p. 29 und Breitköpf über den Ursprung der Spielkarten und die Einführung des Leinenpapiers p. 103. Z8 größte Celebrität. Er war von dem Kaiser Maximilian, dessen besonderer Gunst er sich seit dem Jahre 1514 rühmen konnte, wo er ein Gebetbuch zu dem täglichen Gebrauch des Kaisers mit ungewöhnlicher Eleganz gedruckt hatte*), nach Nürnberg gerufen worden, um hier den Druck jenes Prachtwerks zu besorgen. Die erste Ausgabe erschien daselbst 1317. Panzer**) vermuthete zwar, daß auch diese Edition in Augsburg herauskam, da Schönsperger in Nürnberg nie eine Druckerei gehabt habe. Er glaubte, Nürnberg sey blos dem Melchior Pfinzing zu Ehren als Druckort genannt worden. Allein es ist nicht abzusehen, wie Pfinzing, dem bekanntlich die Abfassung des Gedichts, wenigstens theilweise, zugeschrieben wird, durch die Angabe eines falschen Druckortes geehrt werden konnte, dagegen ist leicht begreiflich, daß er es wegen der Correctheit des Werks wünschen mußte, den Druck in seinem Wohnorte beaufsichtigen zu können. Da sich der Kaiser Maximilian, der der Held des Gedichts ist, und wahrscheinlich auch den ersten Entwurf dazu selbst machte, für die Veröffentlichung und glanzvolle Ausstattung desselben sehr interessirte, so war es wohl nicht schwer, Schönspergern zu vermögen, daß er sein Domizil für die Dauer des Druckes nach Nürnberg verlegte. Der Umstand, daß er in den Nürnberger Steuerlisten nicht als Drucker aufgefiihrt ist, kann gegen die Existenz seiner Presse natürlich nichts beweisen. In Augsburg druckte er nach seiner Rückkehr noch mehrere Werke. Sein Sohn Johannes Schönsperger, der jüngere, war gleichfalls Buchdrucker, doch gab er sich mehr mit dem Buchhandel ab, der damals noch ganz in den Händen der Buchdrucker war; er benutzte zu seinen Verlagswerken auch die Offizin des Johann Ottmar ***). Uebrigens sind die Typen der Schönspergerischen Presse sehr verschieden. Ueberhaupt wird es von jetzt an schwer, nach der Form der Lettern auf den Drucker zu schließen, wenn diese sich nicht selbst nannten, weil nun die Schriftgießerei als selbstständiges Gewerbe auftritt und mehrere Drucker mit ihren Typen zugleich versorgt, während vorher die Typographen sich ihre Formen selbst verfertigten. In der hiesigen öffentlichen Bibliothek sind folgende Druckwerke von Schönsperger, dem ältern: *) <:5. die Beiträge zur Kunst- und Literaturgeschichte 1. u. 2. Heft p. I^XXXXII Nürnberg 1822. **) «k. Annalen der älteren deutschen Literatur p. 410. "*) vf. oben x. 9. 59 1. Der Sachsenspiegel. Am Anfange: Hye vahet an das Register des ersten buchs über den sachsenspiegel. Schluß: Hye enndct sich der sachsenspiegel zc. Getruckt und volenndet von Hansen Schönspcrger in der keyserlichcn ftat Augspurg Am freitag vor Margarethe do man zalt nach cristi gepurt ^lOC?OOI^XXXII jare. Goth. Kl. ?ol. Ohne Sign., Cust. u. Seiten;. 371 Bll. mit 37 Zeilen. ^uZK. 1951. Zapf I) 62. Ebert II, 672. S. Das Buch der heiligen Altväter. Am Ende: Hie endet sich das Buch der Heyligen altväter mit seinen bcyspilen das zu latein genannt ist Vitas Patrum. Gedruckt und volenndet in der keyserlichcn statt Augspurg von Hansen Schönspcrger am Fritage vor sant Veitz tag des jars do man zalt nach cristi gepurt NOOVO und im I.XXXVII jar. Goth. ?ol. Mit Sig., aber ohne Seitenz. 2 Coll. mit 39 Zeil. Holzschn. ^UKK. 1957. Man kannte diesen Druck bisher nicht. Den: Exemplare unserer Bibliothek fehlen am Anfange einige Blätter. 3. Die deutsche Bibel. Zweiter Theil. Er beginnt mit dem OVOO. Blatte und den Worten: Die Vorrede und das Buch der sprüch. Hie vahet an die vorrede Jheronimi über das buch der Sprüche des wcysen knniges Salomonis. Dye epistel sant Jheronimi des briesters zu Chromatium:c. Ende: dises durchleuchtigist werck der ganzen heyligen geschryfft. genant die bibel für all ander vorgetrucket teutsch biblcn. lauterer, klarer, unnd warer nach rechter und gemeyncr teutsch, mit holcz uud großem flcyß. gegen dem latcynischen tert gerechtfertigt, underschidlich punctirt. mit überschrifften bey den meysten teyl der capitel und Psalm, iren inhalt und ursach. anzaygende. Und mit schönen figuren die hyftorien bedeutende hat hie ein end. Gedruckt durch hannsen schönspcrger in der löblichen keyserlichcn reychstat Augspurg. Nach der gcburt cristi des gcscczs der genaden vierzchcn «!1 hundert und in den I^XXXVII jar. an sant Urbans tag. Umb wölich volbringung. sey lob. glori. und ere. der hohen heyligen drivaltigkeit und eynigem wesen. dem Vater und. dem sun und dem heyligen geyst. der do lebt und regieret got ewigklich. Amen. Goth. Kl. I"o1. Ohne Sign. u. Custod. Mit 11 Holzschnitten, von welchen 4 in den Evangelien, die übrigen aber in der Apokalypse stehen. Dieser 2. Theil zählt 399 Blätter (0000—OOOOOOOXOIX) mit 2 Coll. und 48 Zeilen. ^uKK. 1982' und Libl. 143. Panzers augsb. Bibeln x. 23 und Ebert I, 177. Panzer verdankt seine Nachrichten über diese Bibel dem Professor N ast, der indeß auch nur von dem 2. Theile Kenntniß gehabt zu haben scheint. Ich finde über den ersten nirgends eine genügende Auskunft. 4. Das buch der Croniken unnd geschichten mit figuren und pildnußen von Anbeginn der weit biß auff dise unsere Zeyt. Schluß: Hie endet :c. Gedruckt und vollent in d' keyserlichen statt Augspurg durch hannsen schönsperger. Im jar nach cristi geburt NOOOXOVI am XVIII. tag des Herbstmonats. Goth. k'ol. Ohne Sign., u. pag. 322 Bll. und 111 Bll. Register. Viele Holzschnitte. ^.uZK. 1964. Zapf I, 117. Ausführlich ist dieser Nachdruck der 1493 bei Koberger in Nürnberg erschienenen Schedcl'schen Chronik in Panzers Annalen der ältern deutschen Literatur x. 222 beschrieben. Daß es Exemplare desselben mit dem Druckfehler in der Angabe des Jahrs 1396 statt 1496 giebt, hat weder Panzer, noch Zapf bemerkt. 5. D/be?» e/'onictti'llm c>Kiett?-^,» ea?n /iM/'is etc. in n/'de iM/ie/'iaii' ^lAAn.?^« a ^o/i^mne ^/i6ns/?6/^6?'. ^1»/!0 ab incK^K^ons ^vm/ni Mt)^6Nl/«/'«AM. /istti^/'z'uM. /n/Mni. öT'öviK/'tt/M. SKKctv/'AM Ma^tt e/tO^AM eceiesis MiL6n5iss?'M6 6?/!6Kt/«5nM. v!>e so/e/^'s NU>K ?'M/?/'?'M6?!l/i K/'5e.' ^tttt ?^???6^'i>?.' ^AMS^S v/ntFe^'eOT'AM. enceiiit?!0M«'ntt//55iMtt5. ^^/I^'ci^/e^'e^e/'. t/n/ ^«nttKn'i. Das letzte Blatt zeigt das Wappen Ratdolts, über welchem das Distichon stehet: W A/'^tt/^z' AsMM /etieitt eo/^/iiee ^östttt« tt/'ti/keem vtttöt 7/)56 Denselben Schluß hat der zweite Theil. Goth. Groß U'ol. Sign. u. Seiten;. ^uZK. 2032 u. 2033. Zapf I, 107. 2. />?'bs/' M/S5ttiis. Am Ende: ^/ibe/' Missatis seM »'itttm eeetssie ^li/Msten. /?e/' ^^/»se?'^?^ /'«tttott Mz>« iM/i^imen^i «/'te.' ^AK V67!6eiis?tt«?!e ^li^/^ste vi^l/etieo/'A^ 6^?cettit nomintttissimns ^lA^ttste iM/?/-6ss^s /t?tit /'etieite/' Mi Mt)t)OO^OI^/ i Me/'onzMo. ^Kc/'A?^ Dii)«S ^MK6. Am Schlüsse des Werks: ^AHMstae vin^etieo/'Am i/t tte^ib^s ^Ki/'/itt/'^i ÜKtitott, 6A///S st^ttio et im/?6/!SKtt/'te /Ivtitio/'i SA?« tte/'eis ?!c>ttt^i?öiöas MAsieis.- et ^k////o/'Mis e/itt/'ttete^M ttive/'sis.- ^oes. Olirouio^ IiuiiKci.i orum. Auf der Rückseite des ersten Blattes sind Wappenschilde in einem Kreise, 10 an der Zahl; das zweite stellt auf der Vorderseite in einem Holzschnitte die Kämpfe des heil. Ladislaus dar, oben steht: Ih/sto^i« s«neti t«^ist«i/ die Kehrseite enthält die Dedikation an den König Matthias. Darauf folgt ein leeres Blatt, und dann die ^/'«e/'tttio MKFist/'i ^oHsmm's « sote/'tissiM!» 6^?»K!« ?/!^tts^itt et iM/i/'iMe/!^' tt/'te.' NA/?«/* ve^eti/s 7!?tt!5.siMN5. /M/?6?!«/s 8e>/?//t?6>^ ?Vt6o!»tttcti L?t^6N5/8 ^KKO 5KtAti/'e/'6 ^ett^Kt/o^is Mittesimo «/?/K^e'/!Aö/!t6si?/!c) vctvAssi?K0 octttvo te/'ti'o nontt? Hierauf folgt noch die Namenschiffre Thcobald Fcgers auf schwarzem Grunde in einer Tafel. Goth. k'ol. Mit Sign., aber ohne Seitenzahlen. 173 Bll. Gemalte Holzschnitte. ^no. 1040. Zapf I, 84. 5. Oö.56«M6 ttti^^ttöiteM o/i^e^t^/K ete. ^/'/«K?'^' »'«tt/ott ^lAMsten. v?>i sote/'tis z'Nl/A5t/v'tt.- et M«>tt ?M/?/'/M6/z^ K/'te.' v6/!6tiiiS.' ^AMstö eneettet K0m//!«ttS5/MAS. teb/'^tt/'»'. Stttnt/« Ml?Ai?te' ttt've. Goth. Quart. Mit Sign. u. 95 Pag. Bll. Ine. 2039 u. 1041. Zapf I, 78. Ratdolts erster Druck in Augsburg. 6. Aobe/'tie CiK/'KTvt/ t/ö />icic» se^Mv?!6.; As 5ve?^b/'i« //«tt? t/eo. Goth. Quart. Ohne Sig., Cust. und Seitenzahl. Ine. 1018. Zapf I, 89. 7. A)M/?/tttt/o I>6A/?vtt/i ttAeKttt.s (?) ^Ast/'ie /kt»' t/e ttst/'0/'tt?n «cienti«. Schluß: t)vm/?!t«t/ti ete. e^/?t/eit /etieiite,'. ^/ /itt/'t// /'ttt^toit ^IttMsttm. v«>/ sote/'t/s.- 6a?»/tt'tt int/i/st/»»'« et /»i/'K em/i/'^Ke^t/i tt/'te ?!?^/?. etc. 7!e//!t? ^IttMste vtt^/st/eo/'tt^ e^eeMt tt«Mi??Ktissi?^tts. 9?///ito LltAs ^a^kttt^// Mt7()<)<7/>^^kl^ c?^^^6Kte. ^/«A.? 6etz'onAM /iT'o/eetwnttM^Ae /'«MOs/ssiM! vz>i MiZAist/'i ^0ttN?»>5 tsö/'M«?»' t/6 ^ieA«0M0?zt6 MA^AM Ati/es. Schluß: 0/?i/5 ltttöA^KT'AM etc. ^ktt^is^i ^vtt^m's KM/e/i vi/'z/?6?'iii5siMi ^i^6?!^' co^eetio^e. ^^KT't/it/Ae A«tt/t)U M?>« /M/i^z'M6^t/i tt^te t/nK ^e^etiis ^lAt/A?t6 iMt/e^'co/'NM ea?eeW 6to. 4. ?eo^«s ^KNAtt^'i 1499. Wappen Ratdolts. Goth. Quart. Mit Sign., aber ohne Seitenzahlen. Ine. 1052. Zapf I, 95. 9. Dibe/' K5t^0N0Mk'cA5 Ai' /?6/'/tiS«i?tti i so^ti«.' 6Z7i?»zK M^AS^i« 6t ?M>« im/IT'iMö^t// K/'te.' NN/?«?' «?6?!ec«.?.' KA/!t? ^lAMstö vi^t/e/ieoT'^M eneetM 7!0Mi?!attSLiMA5. Ke/Mmo ^ttt. ^I/??'^!« MtNoc'I^^^/. Wappen Ratdolts. Goth. Quart. Sign. und Seitenzahlen. Ine. 1053. Zapf I, 100. K. aus der Druckerei des Johannes Schobser, über dessen Leben alle Nachrichten fehlen, nur: 1. Tulius von allen ampten und ständen der welt als er geschriben hat zu seim sun marco gen Athenis. Am Schlüsse: Ein ennde hatt das buch des grossen maisters Tulii von würdigkaiten derAmbten als er geschriben hat zu seinem sun. Marco. Auch darein geezogen der Römer geschichte woltat un Übeltat, so sy die gepraucht haben in den Ambten Gedruckt und volenndt zu Augspurg von Hannsen Schobser Am montag nach sant Pauls bekerung Anno dni :e. Nc?VOVI.XXXVIII jare. «g Goth. U'ol. 64 Bll. mit Eign.; die beiden ersten Blätter sind nicht signirt, das letzte weiß. ^.uKK. 1968. Zapf kennt dieses Buch nicht, angeführt ist es jedoch im Handbuche der classischen Bibliographie von Schweiger II, p. 338. 3. Versechung leib sele ere und gut. Am Schlüsse: Gedruckt und volendet in d. keysserlichen ftat augspurg von Hansen schopsser als man zalt NO^VO und in dem I.XXXX jar. Goth. Quart. Sign. u. 166 pag., dann 8 nicht paginirte Blätter. Auf dem 1" Bl. ist ein Holzschnitt. Ine. 1033. Zapf I, 94. Panzers Annalen der ältern deutschen Liter, x. 186. I.. aus der Druckerei des Peter Berger gleichfalls nur: Der spiegel menschliches lebens. Am .Schlüsse: Hye endet sich der spiegel menschliches lebens Gedruckt in der kevserlichen stat Augspurg von Peter Berger- und vollcndt an sant Bartholomeus abent do man zalt nach Cristi gepurt moeoei.xxxviii. Goth. k'ol. Sign. u. 151 gezeich. Bll. Holzschnitte. ^uKK. 1960. Zapf I, 83. N. Guldin Bibel. Auf der ersten Seite: Ein Vorred dicz buchs genant die Guldin Bibel. Jnnhaltend belonung der tugennt unnd strouf der laster. Am Ende als späterer Zusatz irgend eines Unkundigen: Hie endet die guldin bibel gedrukt zu Augspurg. Goth. k'ol. Mit Sign. u. Scitenz. 217 Bll. .4uKx. 1970. Panzer (et. Annalen der ältern deutschen Literatur p. 30) Plac. Braun u. A. fuhren diesen Druck nach den Schlußworten desselben unter den ältesten Augsburger Inkunabeln auf. Daß Panzer dieß that, ist zu entschuldigen, da er das Werk selbst nicht zu Gesicht 70 bekam und der Angabe des Schwarzischen Katalogs vertrauen mußte. Braun aber, der dasselbe in der Bibliothek von St. Ulrich vorfand, hätte sich leicht überzeugen können, daß es aus keiner Angsburger Offizin hervorging. Kein einziger der hiesigen Buchdrucker führte solche Lettern, wie sie in der Guldin Bibel vorkommen. Die Schlußworte: Hie endet sich die guldin bibel können aber für Augsburg gar nichts beweisen, da sie offenbar ein späterer Zusatz sind. Denn erstens sind die Worte sehr ungleich aneinander gereiht. Man sieht aus ihrer Zusammenstellung, daß sie einzeln, ohne Hilfe der Presse, beigedruckt wurden. Dann ist die Druckerschwärze von der in: Buche selbst gebrauchten ganz verschieden. Die Typen ferner haben zwar einige Aehnlichkcit mit denen des Textes, doch sind sie plumper. Ich vermuthe, daß sie behufs der beabsichtigten Täuschung eigcnds nach den Buchstaben der guldin Bibel geformt wurden. Welcher auswärtigen Druckerei diese letztere übrigens zuzuweisen ist, getraue ich mir nicht zu bestimmen. Vielleicht ist sie das Werk einer Presse von Ulm. 71 Die Augsburger Formschneiderarbeiten. Schon mein Vorgänger im Bibliothekariate, der verstorbene Hofrath Dr. Beyschlag, legte eine Sammlung alter Holzschnitte an. Ich war so glücklich, sie seit meiner Amtsführung durch interessante Beiträge vermehren zu können. Einige dieser Bilder gehören vielleicht zu den frühesten Erzeugnissen der Formschneidekunst, andere, wie namentlich mehrere von Hans Burgmair, sind durch ihre Schönheit ausgezeichnet. Es war anfangs meine Absicht, sie insgesammt in dieser Schrift durch lithographirte Abbildungen zu veröffentlichen. Da Augsburg jedenfalls als eine der ältesten und vorzüglichsten Pflanzschulen der Holzschneidekunst betrachtet werden muß, aus welcher nach Murrs u. A. Vermuthung sogar das erste Product dieser Kunst, der sogenannte Burheimer Christophorus vom Jahre 1423, hervorgegangen ist, so glaubte ich, der Geschichte der Xylographie durch solche Mittheilungen einen wesentlichen Dienst zu leisten. Freilich entbehren gerade diejenigen Blätter, die ich für die ältesten halte, der bestimmten Kennzeichen, nach welchen man sie mit Sicherheit einem hiesigen Formschneider zueignen könnte. Indeß waren sie doch alle auf die Rückseiten des Einbandes unserer Augsb. Inkunabeln geklebt, und dann dürfte ihre Veröffentlichung an sich schon wegen ihres hohen Alters gerechtfertigt seyn. Als die wichtigsten in dieser Beziehung erscheinen mir namentlich zwei Holzschnitte. Der eine aufcinem Blatt in kl. k'ol. stellt einen Nciter vor, dessen Pferd durch einen Blitzstrahl zu Boden geworfen wird. Oberhalb links ragt das Brustbild des Herrn hervor, *) Christoph Gottl. von Murrs Journ. zur Kunstgesch. II) x. 103. LibliotKoea sponeoriaus, Dibäin Vol. I, p. II. Ersch und Grubers allgemein. Encyclopädie II. Sect. 10 Th. p. I8S. 7S der in der rechten Hand einen Zettel hält mit der xylographischen Umschrift: saule saule warumb durch, echstu. mich. Auch der Reiter hat in der emporgehobenen linken Hand einen Zettel, worauf man liest: o her. was. wiltu das. ich. tue. Unter dem Holzschnitt steht: O liepper here. got durch die .bekeruug sanete pallus beker arms sundigs lewen und bitt uns in das ewig leppe. Die Figuren sind gemalt. Man sieht, daß der Formschneider absichtlich Mehreres, namentlich in der Darstellung des Vordergrundes, dem nachhelfenden Pinsel des Malers überlassen hat. Dieser Mangel im Holzschnitte spricht aber eben für das hoho Alter desselben Uebrigens mißt er in die Höhe 11Zoll und die Breite 8 Zoll. Der andere in groß Folio zeigt die Maria in betender Stellung. Oben rechts knieen über einander drei Engel; links ist ein Altar, auf welchem zwei Lichter brennen, und über welchem ein Kranz schwebt. Die Bilder sind ebenfalls gemalt. Mit Tafeldruck ist folgende Erklärung beigefügt, rechts: Es ist zu wissen aller mcnglich das diß bilde ist unser lieben frawen bilde als sie in dem tempel was als sie joseph gemahclt wart Und also ist sie in lamparte in den thum zu meilande gemalet. Ein kouffmann lag gefcigen der ward verurteilet zu dem tode Da erschin yme bv nacht die. Jungfrowe maria in der figuren Als sy hie gemalet statt und sprach zu yme das er sich gelobete gen meilant für das bilde So würd er ledig das det er Und do man Jnne uß furt und do möcht Jnne der hencker nicht ve getun also ließ man den koffman ledig do oppfert er sich gen Meilant in den thum für das bild und danket unser lieben frowen irc grossen gnoden und grudlosen barmherezikeit die sie ime erzogt hett von ganczen herczen Jnnenglichen lere und fast (links:) Es hanget ouch vor dem selben bilde ein krenzelin von wissen rosen zu einem grossen wnnderze ichen under dem krenzelin wechset grass desselben graß brach die herczogin von Mailant ein teil abe von wunderzeich ens wegen, und beschloße des gar wol in ir behelteins. Deß andern tages was das gras wider and selber statt da sy es abgebrochen hctte darume so ist die wirdige Jungfrowe marie in dieser figure woll und billichen ane zu ricffend und och zu loben und wirdenglichen zu eren für allerley gebrechen kumer und *) es. v. Murrs Journal II, x>. 105. not wer sy ouch getruwlichen in sinen engsten nnd ttötten ane rueffet das dann muglichen zu bitten und zu gewerende ist dem ist si genedig und gewerende wann sy ist voll aller genoden millte unde grundloser barmherezikeit. O maria du edeler karfunkel Es en ward nie kein hercz so tunckel Ruft es dich von hcrezen an Du wilt Im zu hilffe stan Hie und dort in ewikeit Bist du Im zu hilf bereit Dieser Holzschnitt, welcher in die Höhe 1 Schuh 4'/^ Zoll und in die Breite 11 Zoll mißt, ist noch auf dem vordem Deckel einer Inkunabel (^u»K. 2102^) aufgepappt, auf dem hintern Deckel befindet sich ein an die Maria gerichtetes Gebet in Versen, das sogenannte goldene A. B. E Es ist jn Briefform auf einer Seite mit beweglichen Lettern gedruckt und lautet wie folgt: Sequentz von vnser lieben frowen, deß münichs von faltzburg, optime composita. Englische sunderlich, Ave valsams creatur, du englische sigur, got hat in küschem lob, marie Naturen ob, prich qual, rüss süntlichen toren, und wend xpo ymer zoren. Balsams riechen süß vn starck, du iüngest blut vn marck, wer in sündcn ist veralt, d' gewint von dir ein gut gestalt, wes du dich frow wilt annemen, d' mag got nit wid' zemm. Creatur in got gerigelt, versigelt nach dem gebrach, gepontziniert, und durch floriert, deß bist du frow in got geschmückt, dar in gedruckt, er hat sin menschlich bilde. Du bist in götlichem herczen, mit scherczen, frow ie vn ie gewesen schon, küng salomon dir deß gestat, bin küscher nam got machet tzam, der aller weld was wilde. bin herz was wunderlich, da du so wonderlich, den kuschen mut erdacht, vnfruchtbar was verfluchet, deß hastu klein gerüchet, kusch frucht hast du gesuchet, gelübt ward nie so recht. Figur in einheir, got het bin reinheit, lieb für gemeinheit, punct in der circkelmaß, die got vnd vns vmbsahet wol im der dar tzu nahet, wend frow wer dar von gahet, das in bin hilff nit laß. Got vattcr hat sin meysterschafft, an dir Maria wol beHaft, er gab dir ecr, schön, kunst und krafft, die streich er vß syns herczen saft, mit scharpffen benseln ungetzittert bin schön sin götlich og erwittert. Hat ye hie vor der minne pfyl, dry gancz person so gar subtil, gelocket tzu der liebe yl, das in genadcnrichcr wil 74 Gewisse unabweisbare Hindernisse machen mir es aber unmöglich, mein früheres Vorhaben jetzt in Ausführung zu bringen. Indem ich mich daher darauf beschränke, nur von einigen in unserer Bibliothek vorhandenen Stöcken zu Holzschnitten hier Abdrücke zu liefern, füge ich als Erläuterung folgende Bemerkungen bei. wereinet ward, als süwer und stahel got mensch der schönsten bmt gemahel. In alchamy, den hösten grad hat bin kry, by dinem ercz, ward nie kein bly, quecksilber wil sin füres fry, flammen wont dem schwebet by, kein Widerpart, got an dir wold, wann gut in gut, syn ytel gold glancz in deß süres blick. Küschlichem lyb gab recht lidmaß die modelschyb, drurz das kein element tzu tryb, mißsal, dem iunkswwlichen wyb, ruch was der hayden schryb, dich hat gecziret ihesus crist, das kayn planet darwid' ist er bieg dir sin genick. Lob aller frowen laß dich schowen, in himels owen, arm sel verhowen. zuck uß klowen, des tüfels twwen sin hohes bmngen, ist gefangen, du hast der slangen, hobt vber gangen, sin belangen, hat laid enpfangen. Mariam eren, söl wir geren sie kan leren, von sünden keren, gütheit meren, selb nit entberen, gen Himmel stellen, tzu den hellen sich ntt gesellen, sie kan verschwelten, die vns wellen, leitlich Versellen. Naturen der gestein, groß vnd klein, kanst du ein küsch vnd rein, mit adel über guden, rubyn ward nie ingoldes zein, versetzet noch in helssenbein der möcht haben ein gemein gen tusentfalten fröden, die wol bin vnuermalgtez grüß, lieblich vnd süß, dem sünder tzeigen mag. Ob aller krüter art, wer ein gart, d' alle vart/ würd gar zart, mit aller würczen flüchten, dem leg es in dem Winter hart, so ist bin kraft gar vnuerkart, die voll genad hat dich bewart, mit allen guten gnüchten ve me du barmherczig bist, ie voller ist, ' bin vas von tag czu tag. Pnch gottes zom frow vnd spn'ch, sich, ich, han schsön gesöget dich, min kind du solt geweren mich, durch all bin gut, so bald nit rich, wie licht bin barmung in entwich, 75> Die hiesige Bibliothek erhielt diese Formen im Jahre 1807 aus dem seeularisirten Kloster St. Ulrich dcihicr. Wahrscheinlich wurden sie in demselben auch verfertiget, da die Aebte von jeher eifrige Beförderer der Künste waren. Leider sind nur zwei Stöcke datirt: das A. B. C. Täfelchen, auf so wer der tüfel fro, min kind tu nit also du soll sie ergeben mir, die du gebildet hast nach dir. Qual, strafet vns vmb sünde fal, schmal, zal, in gut viel böser wal, such wir in disem iamertal, srow das bedenck in dinem sal, /...'^ da du hö-st der engel schal, in solchem hohen bn)s, götlicher süßer spys, ein alte schüssel vns her send, die vns all weltlich lust erwend. Nuff vns recht als der löwe tut, spys vns mit pellicanus blut, vns iüng als fenir in bei glut, sich vns recht als der strus syn bmr, stell blick gar hoch in adlcrs mut, magt vns din einhom vahe gut, gib hclfans sterck durch funden flut, du wol geblümte aarons rut, halt vns alltzyt in diner Hut, das lyb vnd sel behalten werd. Sinnlichen menschen Huld gewinn, so in der guten werck zerrinn, wie klein der sünder gutz beginn, O himelische keiserinn, die trümmcr in ze samcn spinn, würck blümlin mit subtilem sinn, lustlich ze senhen gotes minn, din kind trüt lieblich by dem kinn, vnd spnch wend das der mensch icht bunn, die blümlin send ich dir von erd. Toren ficht die to-heit an, syd der erste man, sich nit besän, wie kan, der mensch dann widerstan, der Welt im selb deß tüfels ban, so im der geist nun gutes gan, so zücht der lichnam in herdan, dar umb bist du der selben van, din barmung nie an in zezran, maria höchster tröst, wys vns zu dem, der vns erloßt. Vnd het ein mensch getan all fund, e die abgründ, in verschlünd, noch künd, din tröst für hellisch bünd erdencken barmherczig sünd, din Mich bet da nit erwünd, bis das got syn tzorn verswünd, vnd dir die sel ze lösen günd, dar vmb der engel münd, dich loben manigsalt, das du genad hast vnd gewalt. Wend vns ewig achen, ler vns schwachen, vestenlichen wachen, das wir icht erkrachen, in dem rächen des sürin dachen, als die düuen spachen, in den fachen, solt du frid machen, das wir frölich werden lachen, vnder dines mantels fachen. Zpo solt du bringen, mit gcdingen, das vns müg gelingen, welchem die Jahreszahl 1482 steht, und der Satnrnns, bezeichnet durch das Jahr 1492. Auf der hintern Seite des letztem Stockes befindet sich das Glücksrad. Der schone Holzschnitt von der Ulrichskirche, den wir vielleicht dem geschickten Formschneider Adolph zu verdanken Habens, ist schon in dem Buche: Das leben: verdienen: und wunderwerck der hailigen Augsburger Bistumbs bischoffen, sant Ulrichs, und Symprechts, auch der säligen martrerin Aphre :e. Augspurg, durch Verlegung unsers gotshauß, gedruckt durch Silvanum Otmar 1516 l>uKK. 2033) enthalten, lieber diesem Holzschnitte liest man in dem Buche: Ain form, visier, und vorrcissung der angefangen kirchen sant Ulrichs und Aphren zu Augspurg Die Buchstäben sind, mit Ausnahme des gothischen C., alle aus den du machest rein de: sel vnssat, vnd cleidest sie mit wisse- war, gewi-ket mit der selben nctt, kostlich in dinem namen. Zom an dem jüngsten tag, gar veriag, so betag, vnser klag, so die eigen schuld vns nag, frow so sag, das vns mag, gottes schlag, erwenden, hilff das kein mensch verczag, syt vnsser tröst, ie an dir lag, Maria vnser schulde trag, das vns die vttcil wolbehag, by den vßerwelten Amen. Zu vlm gedmckt dmch Johannen, tzeiner von Rütlingen. *) ck. Brauns Geschichte der Kirche und des Stifts der Heiligen Ulrich und Afra zu Augsburg p. 22. Die jetzige Kirche zu St. Ulrich wurde unter dem Abte Konrad Mörlin im Jahre 1499 vollendet-j-), zu den Thürmen aber unter demselben 1506 der Grund gelegt. Sie sollten nach der Zeichnung unseres Holzschnittes gebaut werden. Die Reformation, in deren Folge der Abt Johann Könlin mit seinem Konvente 1537 die Stadt verlassen mußte, hemmte das Wer?. Nach der Rückkehr der Religiösen 1549 konnte der Abt Jakob Köplin nur einen Thurm ausbauen lassen, mußte aber hierbei zur Ersparung der Kosten von dem frühern Plane abweichen -j^.) -j-) ck. Plac. Braun a. a. O. p. 22 und 26. -j-^) vf. Braun a. a. O. p. 30. ler vns darnach ringen, das wir tzwingen, bei hochfatt schwingen, mach vns frölich düngen, da erklingen, englische singen, das wir siglich werde spn'ngen, als her dauid mit de: schlingen. Vmer by d' maiestat, ist din rat, dz vo: gat, din gedat, wer dir dann gedinet hat, frü vnn spat, den verlat, nit so diät, din hilss, das flam sin sel icht biat, 77 Zeiten des Abtes Köplin, welcher von 1348 bis zum Jahre.1600 dem Stifte vorstand. In dem ersten, noch vorhandenen Chorbuche von 1580 wurde davon Gebrauch gemacht. Nur bei dem römischen ^ und sind Monogramme angebracht, die ich jedoch eben so wenig zu erklären vermag, als die beiden anderen, auf dem großen, die Heiligen Ulrich, Afra und St. Sympcrtus darstellenden Holzschnitte zu erkennen sind. Das Künstlerzcichen des letztern soll vielleicht den Zeichner andeuten, während durch die Buchstaben I?. 8. W. der Formschneider sich bemerkbar machen wollte. Diese Buchstaben findet man auch an dem Stocke, auf welchem Maria mit dem Jesuskinde abgebildet ist. Jener große Holzschnitt mit den drei Augsburger Heiligen trägt auch das Wappen des Abtes Johann Merk, welcher auf Jakob Köplin 1600 folgte und auf einer Reise 1632 in Tirol starb. Diese Platte ist übrigens ein bloßer Nachstich einer frühern, von welcher schon ein Abdruck in dem Werkchen: (xloriosorum olui«ti eoutsssoi'Ulii Hä^Irloi et ueo nou bsatissiiims miu-t^ris ^.plire etv. ^.uZK. 1516. 1. vorkommt. ?l»M'»r!>, Dru.'k dcr N r i chc l' scheu ZZuchdruckcrci. 78 Berichtigungen. Leider sind bei der Correctur der vorstehenden Bogen viele Unrichtigkeiten übersehen worden. Ich finde mich um so mehr veranlaßt, sie hier aus einem besonderen Blatte zu verbessern, als man billig fordern kann, daß eine bibliographische Schrift in der Angabe der Titel und Zahlen diplomatisch genau sey. Es wolle S. 4. Z. 14. v. o. nach Johann Bämler der Name des Buchdruckers Anton Sorg (1475—1493) eingeschaltet, und „ 20. am Schlüsse als jetzt hier noch ansäßiger Buchdrucker Michael Winter beigesetzt „ 5. A. 18. v. o. statt Walters von Eschenbach gelesen werden Wolframs von Eschenbach. „ 5. „ 27. „ „ „ Günther Zainer 1473—1475 „ „ Günther Zainer noch vor 1473. „ ö. „ 28. „ „ „ 1488 „ „ 1480. „ 9. Anmerk. Z. 2. statt v5. Zapf 1^ x. XXI gelesen werden ek. Zapf I> p. XI^I. „ 9. „ „ 7. „ eonciiKnos „ „ eoncii^nas. // 12. ,, ,, 1. „ KX ,, „ LA. „ 12. Z. 18. v. o. „ Concyra „ „ Corcyra. „ 12. „ 18. „ „ 800 fl. Dukaten „ „ 800 Dukaten. „ 16. Anmerk. Z. 4. „ Paul v. Stettens Handwerksgesch. p. 11 gelesen werden: Paul v. Stettens Handwerksgeschichte zc. p. 31. „ 16. „ „ 5. „ durch die gegenwartige Darstellung gelesen werden: nach der gegenwartigen Darstellung. „ 19. Z. 33 v. o. ist bei der Augsb. Ordinär!-Zeitung beizufügen, daß das Verlagsrecht für dieselbe jetzt durch Kauf an F. C. Krem er übergegangen ist. „ 22. Z. 12. „ „ statt Jörg Scharst gelesen werden Jörg Schapff. „ 22. Anmerk. Z. 2. statt Scharst „ „ Schapff. „ 23. Z. 27. v. o. statt alternaMim „ „ alternatim. „24. Anmerk. Z. 4. Lessing (Beitrage zur Literatur zc. 21. Bd. p. 137 vf. zu lesen: Lessing (Beitrage zur Literatur aus der Wolfenb. Bibliothek im 21. Bde. seiner sämmtlichen Werke o. 137. Wien 1802. 8.) „ 24. Z. 4. v. o. statt neutestamentlichen gelesen werden: neutestamentliche. „ 25. „ 22. „ „ „ Ein „ „ Eine „ 26. „ 2. „ „ „ Becker ^. 84. „ „ Becker III. Lief. v. 85. „ 27. „ 3. 1. „ tZintKerum deiner „ „ (Zintlierum äietum sielner. „ 27. Anmerk. „ dessen Buchdruckergeschichte I> p. 8. geles. werden dessen B. I> p. VIII. „ 28. Z. 5. v. o. statt anno inillesimo gelesen werden anno eurrente millesimo. „ 28. ^lV. 3. Z. 3. „ vitao Iiumauao „ „ vite Kumans „ // // „ // /, „ in eo „ „ in eo et // ,/ ,/ ,/ „ 5. „ Rainer „ „ Rainer. ,/ ,/ ,/ // „ 7. „ millesimo vrimo „ „ Älilesimo ouaärinAentesimo seplua^esimo vrimo. „ „ „ 4. „ 10. „ Impressum „ „ Impressus Rainer „ „ Rainer. ?ebruarii „ „ kebruarii „ 29. ^IV. 5. Z. 1. „ Isicioris „ „ Isiciori „ 4. „ Die septia „ „ mensis cleeembris vie sevtia. // // // // 30. Z. 2. v. o. „ Augsburg „ „ Augspurg. // /, ,/ 3. „ „ „ tausend „ „ tausent // „ „ 4. „ „ „ siebenczigsten „ „ siebenczigisten. „ „ X. 7. Z. 3. „ ^.lzuetis „ „ ^Anelis „ 31. „ 10. „ 6. „ Zapf I, 146 „ „ Zapf I, 148 „ „ „ 11. „ 2. „ voeabuto „ „ voeabulo /, /, // „ ,/ ,/ ,/ t?ome8tore „ „ Oomestoris „ 32. Z. 10. v. o. „ sunder „ „ Sunder „ „ „ 11. „ „ „ glorie „ „ glori „ „ „ 12. „ „ „ hohen „ „ hochen 79 S. 32. Z. 12. v. o. statt evnigen gelesen werden eynigem „ „ „ ,/ // // // dem „ „ Dem „ „ ,/ 14 „ „ /, regieret „ „ regyret // „ „ l!> „ // ,, Zapfl, 142 „ Zapfl. 42 „34.^V. 16 Z.15„ erhalt durch die Ausmittclung des eigentlichen Jahrs, in welchem G. Zaincr starb, gelesen werden: durch die zuverlaßige Notiz, daß Günther Zainer nicht vor 1478 starb, 36. // 1 „ 3 /, 8ellüssler gelesen werden seliüsler. // „ „ „ 3» 10 „ 8eKÜ88lor „ „ 8cl.u88lor. „37. 3. 4. v. o. „ epiani „ „ xpiani „ 37. -V. 4. Z. 2 „ llisloriao trirmrUtae gelesen werden Instorie liipartito /, ,/ „ „ „ 4 „ 8«ZlI „ „ 8e gelesen werden: ciuallrinAvntosimo seplua^esi.no soeuncio. „ 41. Z. 1. v. o. „ Prologus gelesen werden: prologus „ „ „ 2. ,/ /, /, Vumme „ „ Summ // // // 6. ,/ „ /, brudcr Berhtold „ „ Bruder Berchtold ,, „ „ 7. ,, „ // gedruckt „ „ getruckt // „ ^» 2» Z> 2. ,, Ebert I. 82 „ ,, Ebert II, 82. wunderzeychen, ,/ ,, // 3. ,, 5. ,, wunderzeichen, „ ,, // „ „ 3. /, 16. ,, Zapf I) 21 „ leiplich „ ,/ Zapf I. 26 „ 42. „ 4. „ 5. „ „ lieplich „ „ /, 5» „ 4. „ sybenzigsten „ „ sybenczigsten // „ /, // /, 2. ,, Ordnung „ „ ordnung // // // // // // // Gesundheit „ „ gesuntheit // /, ,/ 6. „ „ „ aegtivalis /, „ «Z8tivalis „ 43 „ 9. /, 6. „ Lorenzen „ „ Luceyen „ 44 „ 10. „ 4. „ klarerr stentnuß „ /, klarer vstentnuß „ 45 „ 1. „ 4. „ non «zuiclem „ ,/ iio» ljniclem „ „ ,/ 1. „ 7. „ Me^eexxv „ „ Zic:cc!c:i.xxv. „ 46. // 4. „ 4. „ hie „ „ hye „ „ „ „ // 7» ,/ sybentzigsten „ „ sybentzigosten „ // // // „ 8. // Drivaltigkeit „ „ Drivaltigkeit.c. // „ „ // ,/ 11»,/ Zapf I, 10 „ Zapf I, 43 „ // // 5. „ 2. „ Hier lautet die Ueberschrift also: Das ist das Register über das buch der alten Ee mit vil andern büchern yegklichs buch mit seinen capiteln unnd wz yegklichs capitel innhelt Un das erst buch ist die schöpssung und hat fünftzig capitel. „ 47. Z. 4. v. o. „ gottlichen gelesen werden: gotlichen ,/ 48» ,/ 18. ,, ,/ ,, Gott „ „ Got „ 49. 7. Z. 3. „ 5)y vahet an „ „ Hye vahet an das Register über das // „ „ „ ,, 5» „ gebot and. „ „ gebot und mit and. „ 52. „ 14. „ 1. „ Vorrede „ „ vorrede „ ,, „ 15. ,, /, „ Buch „ „ buch „ 53. // 1/. ,, ,, ,, Gedruckt.c. bei „ „ Getruckt ?c. von Anthonio Sorg am ,/ ,, ,, 19. ,, 3. „ jare „ ^ Jare „ 54. „ 20. „20.,, Gedruckt „ „ Gedruckt.c. ,, ,, ,, 21. „ 2. „ Jerusalem „ „ Jherusalem „ „ „ „ ,, 6. martcrin „ „ martrerin „ „ „ „ „ „ Anton „ „ Anthonio ,, „ „ ,, ,, 8, „ einhundert ,, „ vierhundert „ ,, ,, 22. ,, 1. „ Vooobularni8 „ „ Vo St. Matthias. Jesus, Maria und St. Afra. Kirchen-Patron St. Ulrich. Kyrios unser Herr. , St. Jacob Apostel. St. Clemens. St. Peter und Paul. St. Zachäus. 5 K Das Glücksrad. <