arhasstiger U/ grüntter fegettbencht der iK)ag- deburglschett Gtadchaltere Hnv heimuerordenten Aethe / wider ^lnthonS Schenit?/ jüngst zu ZVittemberg ausgans gen Schandtbuch / wie sich vie fachen mit Hansen Schenitzseinsbrudern Rechts fertigung zugetragen/ Vnd wo mit er ven galgen wol verdient hat/ v»d jm an seinem leib noch gute/snndemkeitt vnrechtge/ schehen sey. -»j5»> x Wagheburg. M O. XXXVIII- ClenStüMli- chen ZSeistlichen vnd N)elclicl)en / L!hur/ surften / Dürften/ 'sdrelaten / Krauen/ Freiherrn/Venen von der Aitterschafft/ Burgermeistern vnd gemeinden ver Stet/ te/Vnd allen andern/ wes wiroen/ standes over wesens die sein/ den diese Schrifft vortumpt/ /Lntbie^ ten des Dochwirdigsten snn Vott vaters/ ÖurcH/ leuchtigsten/Docbgebornen Fürsten/vnd Derrn/ Derrn Mbrechts der Deiligen V»öm. Kirchen/ ves ZIitels Sanct 'sdetri ad Vincula/ Idriesters/ /Lardinals vnd Aegati nati / /Lrcibischoffs zu Magdeburg vnd Ä)einr5/?drimaten des hei.^om. Reichs/durch Vermanien/ ^Lrczcantzelers vnd /Lhurfürsten / Administrators des Stiffts Dal/ berstad/^Darggrauens zuZIrandenburg etc.vnsers gnedigsten Derrn. ZVir heimuorordenten 'sdhi^ lips/Vraue vnd T)err;u ^Dansfelt/ /Loler Derr zu Delorungen / Stadthalcer vnd andere N.ethe der beiden /LrcMffts vnd Sriffte Magdeburg vnd Dalbcrst«dt/ vnservnrerthenige gantz willige/vn/ verdrossene vnd freuntliche dienste/ Onedigft gne, dige Derrn vnd günstigen guten freunde. /Ls ^ ij hat hat vnlangft vergangen /vnd nach abreisen Doch-- gemeltes vnsers gnevigsten Derrn / aus viesen bci-> den Stifften/einer genant Anthonius Schenitz/ ein SchriffdzuNDittemberg fnn seinem namen im druck ausgehen lassen / Oie er nentvnd intituliert einen warhafftigen bericht/wie sich die fachen Awü? sehen Dochgcmeltem vnserm gnevigsten Dcrrn dem/Larvinal vnv /Lrtzbischoff zu /Dagveburg vnvHDeintzetc. vnv seinem bruverDansen Sche^ nitz zugetragen/vnv verselb von seinen/Ühur.S» on recht getöttet/ vnv seine guter mir gewalvtein gezogen/vnzur vnbilligkeit gehemn^et worden sein sollen etc. Welche Schrifft aber nichts anvers ist noch fnhelt/venn lautere ertichte/zusammen gewiesene lügen/Schmehe vnvjniurien/ vnv wiewol ein jeder vorstcnviger ven vngrunv vnv das vnge<^ reumpt gezwungen geticht. Daraus selbst zubeftir/ den/vnd hochbemelter vnser gnedigster Derr als ein gütiger/frommer/rechtliebender vnd friedsai mer/Lhurfürst/im heiligen Z>eich / Sott lob / der- mass bekand/Vnd Dansen Schenitz fachen vnd Krobe Verhandlung/vielen leuten hohes vnd niders sstandesalso wislich/Oasonzweiffel sein/ühur.g. solcher aufflage bey frommen ehrliebenden leuten/ »vol entschuldigt. Nichts minder/nach dem vns/ Als seiner/Lhurfürst. g. heimgelassenen Stadthal^ 5er/Z?»ethen vnd dienern solche Schrifftzukomen/ R»nd wir daraus befinden / das sein lLhurfürst.Zö« smsrer Fürstlichen ehre/Docheit/ vnd gutem ge^ »'ücht/durch einen solchen menschen / vnd der sei- ver/L^urförst. Zß. voterchan vnd Achenman sein sol/on so!/ onalle vrsachvnd Verschuldung/auch wider Sott ehre vnd recht/vnd wider die warheic mit Mscheit vnd geticht/ ans heftigem gemnte vnd bösem fursat5/a!so angegrieffen/sniuriert/geschme/ het/ vnd snndieleute mit vngelimpffausgebreitet wirt / So haben wir auch vmb des gemeinen man/ nes rvi!len/die dieser fache gnugsam/ nicht bericht sein/nicht vmbgehen mügen/Sein Churfürst. V. mit der warhcit gegen solch vngegründ geeicht;u>- uerantrverten / T)en tichter nach seinem wert vnd Verdienste ^ tractiren/vnd die sach/wie sich die mit Dansen Achenit5vnv seiner rechtfertigung zuge^ tragen/mi: bestand vnd gründe / an tag zu geben/ vn vor meniglich auszubreite/Oamitdoch wir des gemelten Schenit? freuntschafft lieber vorschont/ vnd den gerechtfertigten jnn ZSotts gerichten/het/ ten bleiben lassen/wie auch bis her geschehen/ ZVo man vns von wegen / hochgemeltes vnsers gnedig/ ften Derrn/mit solchen schmeheschrifften vndvn/ erfindlichen aufflagen/nicht so gröblich dar?» ver/ ursachet hett/ vntertheniglich / dienstlich vnd freundlich bittend/iLwer Churfürst, vnd F. S. gnad/günsten/vnd sr andern wolten vns jnn dem nicht verdencken/ solchen vnsern bericht gnediglic^ vnd gütlich auffnemen/die warheit vnd das N.echt/ wie billich/statt finden lassen/Vnd ^nthoniSche nit5 jnn seinem vnchristlichem strefflichem vnd vn/ rechtmessigem furnemen/keinen beifal geben/rvie wir nicht zwciffeln/das sich meniglich vnpartet^ scher/jnn dem der gebür wirdet ;u halten wissen. Vnd anfangs / das der vormessen Sehender A iij sno snn seiner Vorred zu einerbeschonung furgibt/dag er jun seinem gewissen befinde/das seinem bruder gewaldvnd vnrechc geschehen sep/Öerwegen snen Vieselben seine gewissen/;» solchem schreiben ge-- vrnngen haben sollen/snn dem macht er sich seibs ?um Dichter/das fm nicht zustehet / wird auch ni/ cht beglaubr/vnd jnn dem billich/als vorparteisch gehalten/So ist das auch ein falsche ertichtehei^ ligteit der gewissen/ Dieweil niemand seine gewissen heissen odder lernen/lügen 5» schreiben/viel we^ Niger seinen »ehesten/ zu geschweige» seine von Vott geordente oberteit/der gestalt/widj?rdie ord/ nungvnd verboth aller ^echt / mit vner indlichem gedieht vnd schrifften?u schmehen / zusehenden vnd auszubreiten / Sondern das sind schalcts ge? rvissen/darüber billich der diebhencter die absolut tion sprechen sol. Fürnemlich/dieweil Anthoni Schenitz vnd seine anhenger gericht vnd geordent Z^echt im heiligen Aeich gehabt/das sm auch zum offtermal/vermügedes heiligen Deichs ordnung/ ist durch )t)ochgemelten vnscrn gnedigsten Derrn angebotten worden/da er odder seine freuntschafft vermeinten/ das dem gerechtfertigtem seinem brui ver/rnrecht odder zu viel beschehcn/ odder bescher he(darfür es doch sein/Lhur. S. wir vnd alle/die dersachen gründ wissen/nicht achten) das sein /ühurfürst.O.jme des rechten darumb scin/vnd zu rechte antworten wolte/also/ das sein /llhur. V. vermöge der auffgerichten Deichs vnd Ä7an,n:cr^ gerichts ordnung steherbotten/Neun/sieben oder fünffsrcr V^ethe nidver zusetzen / vnd vor denen reche recht 5» geben odder zu nemen / Odder das er An/ thoni Schenitz der andern fünffodver sechs rechts messigen wege einen jn bemelterlxelserlichen lLam mergerichts ordnungfnn dem fall gesarzt vnd aus-- gedruckt/selbs seinsgefallenserwelen möcht/das dochsem/Lhurfürstlich V. sonst zu thun / vnd sm die wähl zu lassen / nicht schuldig gewest. VOelchs er aber alles bis daher geKohen/vnd nie hat anne/ men wöllen/vnd ist nichts /hat auch nichtgrund/ das er furgibt/ iLr hab sich des langen verzogs des Rechten befaret/ Oieweil er nun drey gantzer iar hat verliesse» lassen/binnen welcher zeit er solch Recht/vor lengst hette ausfvren können/wo er sunsteinigsvertrawen zum Rechten gehabt//Lr hat aber wol gewust vnd gesehen/ das seinem bru/ der kein vnrecht widerfaren/vnd das so viel vor/ Handen/Oas er die ergangenerechtfertigungefna recht nicht anzufechten noch vmbzustossen gehabt/ Oaruwb hat er am rechten verzweiffelt/ die sache so lange/bis nu >nns vierve iar anstehen lassen/vnd slchvtzt/oachdem erbefind/ das vnser gnedigster Derr/aus diesen seiner Llhur. Stifften sich be/ geben/vnd sunft jnn viel wcgc angefochten vnd mit grossen fachen beladen wird / sich auff diese vnge/ dürliche vorbethane wege gelegt / vnd dls sehen/ dens/schwehensvnd ausbreitens/Widder ZZott/ ehre vnd recht/auch die liebe des negsten/aus Hessin Zem/verzweiffeltem gemüt vntherstanden / zu was cffect odder wirckung/auchwasdarvntermagge/ sucht werden / hat ein veder vorstendiger leichtlich zu ermessen / vnd das sind seine gute gewissen/oie ^ iiij jneo snen n? diesem schreiben verursachet haben/wid/ der ^avc vnd guvtbedüncken aller andern seiner freu ntschaffc/denen solch seinvornemen nie lieb gewest/die es jmauch trewlich widderraten ha^ den / Vnd ob er rvol protestiert vnd beditigt/oas er dadurch sein /Z7H.O« an jrem stam/geblüth/ehren vnd hertomen/nicht wil angegriffen noch iniurire haben/ wie jnen denn sein gewissen / Widder seinen Mitten/leren vnd erinnern/vas solchsvnrechcist/ vnd jme nicht geziempt/ so sieht man doch das wi, verspiel im werck vndaugenschein/vnd da» er wi^ der solche sein proteftation mit verthat öffentlich handelt/Öerwegen vieselb proteftation / dis sein vnerber furnen?en/viel mer beswervt denn enthebt^ Vnd damit aber/vas meniglich/ wie diesa/ chen mit Dansen Schenit)/vn seiner rechtfertigüg ergangen/zuuernemen/So Held es sich darumb al^ so/das Dochbemelter vnsergnedigster Derr/vor iaren/bemelten Schenit5 / als einen seiner vntertha nen/5u Dallanfangs/fnn etlichen gemeinen sachen gebraucht hat/Inn dem hat er sich dermassenber seinen Z^hur. S. jnsinuirt/ vnd der zeit sich viel tleisses vnd mühe angenomen / also/ das sem ^Ihu- V- jnen folgend/vor einen geschwornen diener/vn ?u letzt für einen tammervienerauffgenomen / vnd fm grosse Summen nach einander vnvergeben/vnd defolen / Damitetlich seiner i^hur. S. nötturffc vnd geschefft?» bestellen/auch seiner iLh.g. schuld? damit abzulegen/der 5uuersichc/er würde seinem er^ bieten nach/des er sich vielseitig gegen sein en LH. ZS.angeyomen / auch als ein getrewerpnderthal! v»y PNd diener/der vttther seiner SIHur.^.gezogen /ge/ born/rnd gesessen/gehalten/.vnd denselben trcw vnd glauben bewiesen haben/ des denn sein Llhur. B.als ein fromcr gütiger Fürst/ sin also geglaubt/ Vnd sich damals solcher vntugend vnd rntrew we> Niger als himels fals/roi? sin befaret / sin auch vor solche seine dienste nach seiner gelegenheit/ gnugs sam gethan/Vnd vber ander erzeigte gnade eins mals drey tausenr gülden gnaden geldes rerschrie/ ben/rnd sm darumb auch/als einer der trawet vnd gleubt/destewenigerdarauff'gesehen/vnd fnen also etliche iar lang walten lassen. Bis zuletzt/das ein Fürst des Deichs/vnd seiner iühur. naher angeborner freundt/ dem bemelter Schenitz/et^ lich tausentgülden von seiner-illhur. ZZ. wegen hat entrichten sollen / Seiuen Llhur. S. geschrieben vnd vorwarndt/als ob benielter Schenitz mit den fachen nicht recht vmbgienge / Sondern hett von desselben Fürsten dienern/jnn crlcgung eins teils der Summen schenckung gefordert/vnd sich vorF nemen lassen/wo jm nicht schencl'ungcbeschehe/ das die;alung derhindcrstelligen Sunnnen / deste langsamer hernach gehen würve/Oes sich denn be/ melter Fürst an sein LIHur.V» beklagt / vnd etwas hoch beschwert/vnd gebetten dafür zu sein/das solche vnbilliche forverung möcht abgeschafft werden. Zum andern/so hat ein Bürger von Nörm-- berg/ dem sein lLhur.ZS» sechs tausent vnd fünsf hundert gülden/ den gülden 5» jcvs. patzen gerecht LKt/verhafft vnd vertagt gewesen/seinen /Lhur.ZS. B> geklagee geklagt/das/wiewol seini^hur.V.Dansen Sehe/ nitzbcfolen/sm solche summen zu entrichten/er sich auch von seinen /Lhur. S. an jnen hett vorweisen lassen/So het er doch solche zalunge von jmnichc beromen können/sondern sm an einem yedcrn gü!/ den einen patzen vn einen creutzcr müssen abbrechen lassen / XVere auch darüber/lcnger als zweviar/ vber seiner/llhur.ZZ. befelch/vnd das gesatzte ziel/ vonDansen Schenitzauffgehalten worden. Zum dritten/So hat er auch seinen /Lhur.S. vmbdiesclb zeit etliche ringe mit steinen/ vo.n we^ Zen eins andern kauffmans von Augspurg / an^ bracht vnd gesagt/ der kauffman wolt die nicht an-- ders/ als vmb sieben hundert gülden golt geben/ Vnd als sein Llhur.Z^.die davor?u thewergeacht/ vnd nicht hat wollen annemen. Ist Schenitz dar^ nach vber etliche tage wider komcn/vnd seinen /Lh. Vangezeigt/erhettedem kauffinan geschrieben vn antwort bekomen/das er die angezeigten ringe vmb sechs hundert gülden golt/vnd anders nicht/geben wolt. ZDarumb sie sein /Lhur-ZS.angenomen / aber darnach aus bemelteskauffmans schreiben befun/ den / das er der kauffman / dieselben ringe nicht thewrer/als vmb fnnffhundert gülden/seinen lüh. ZS verkauffc vnd angeschlagen hat/wie denn solchs schriffcen vorhanden sein. Tumvierden/So ist seinen lühur. V. auch glaublich angezeigt worden/ das gemelter Sche> nitz/ einem Juden zu Gingen / Oem er von wegen vnd aus befelch seiner LIHur.V. drey vnd zwenzig hundert gülden/betagter schuld/ entrichten sollen/ «memeM v «n einem pedern gülden 5wene patzen snn der beMD jung abgebrochen/ Vnd das sn: derselbig Jude noch darüber / hat er wollen beialt werden /ander/ Halb hundert gülden vorehren müssen/alles on wissen vnd Widder den befelch seiner Lhur.ZZ. Icem/so ist auch seinen /üh. S durch etliche Geschworne werckleute/ darüber Dans Schenitx zum theil befelch gehabt/ vnd andere ansehenliche vno glaubwirdige vorwarnd worden/wie gedach/ Ler Schenit;/mitftejnen/kalg/ho'.t5/vnd anderm 5» seiner/Lhur.ZI. gevewsen/ge^euget/betrieglich vno vnredlich vmbgienge/Vnoe das snn summa/ beide gebewve seiner/ühur.ZZ. vndsein/ Danse» Schenit5/an seiner behaus^ng ;u Dall/ von einem vorrathe/auch aus seiner/Ühur.ZS beute! gebawet vnd verlegt worden. Vnd vber dis alles / so hatbemelter Schenit? wit feiner ?erung/vbermessigen kleidungen köstli/ eher ZIape;erey/ LIredent5en / kleinsten vnd ge^ prengoaheim/vnd auchanfrembden orthen auc^ mir seinem L>aw snn der Stadt Dalle / an einem Bürger Hause/ denn er selbst auff5went5ig tausent gülden angeschlagen/^inen solchen jdracht vnv vbermut angefangen / das er sich selbst bey menig, lich/nicht allein verHast/sondern auch argwönig vni 5» viel vervechtich gemacht. Oerwegen sein ^IHur.L>.jnen zum offtermal/darumb mit Worten gestrafft/ vnd gnediglich dafür gewarnet gehabt/ Dieweil man sein vermügen/so er neben andern seil «en bravern/von seinem vater ererbet/gewust/das «icht mehr / als eins mittelmessige» Dürgers 5» L> ij ' DM/ Aalle/nanttig gewest-So hat es sm sein Handel/ dasein gemeiner gewandschnic snn der Stadt Dalle gewesen/ nicht ertragen tön nen / So hat sm auchvnser gnedigsterDerr/ein solche vbermass nicht geben/wiewo! sein /ühur.V.snen sonst/nach seinem standt pnd Ampt/mehr denn zu gnedig ge^ halten. Aus diesen vnd andern mehr anzeigungen / ist sein BIHur.ZZ. damals bewogen worden/ die Aegi/ stcr/so bemelter Schenitz / rber die obangezeig-^ ten/vnd andere summen seiner angezogen ausgäbe zuuor überantwort/berechent / vnd sich darauff quitiren lassen/mit vleis durch die jenen / die des verstand gehabt/?» besichtigen lassen.Darinnen ist befunden worden / das er die obangezeigtensum/ wen / alle vor voll vndzu golde verrechent / vnd des ab;ogs gant? geschwiegen. Desgleichen hat man auch snn denselben Registern befunden/das er vast alle andere seine ausgaben / zu golde odver talen?. verrechent/ da er doch den mehrern teil nur münt.5 ausgeben/ Welcher betrug allein snn denselben geF thanen Registern / sich jnn etzlich rie! tausciit gül/ den thut erstrecken. Das er auch keinen rnther/ schied jnn denseZden seinen rechnungen gehalten/ zwischen goltgülden vnd talcrli/zwep vndzwentzig groschen/vnd sechtzehen patzen / Daran sm auch an vedem gülden ein grosch/ein halbergrosch/nach gclegenheit der ^Oüntzzu / vnd vnserm gnedigsten Derrn abgangen/ zu geschwcigen die grossen trefft liehen interesse/ vnd falsche erdichte wucher/ so er darauffgeschlagen/pnd seinen MMr. AUSereeH-- ent/dze ent/die sich des iars erstrecken/auffzwentzig/fünff' vndzwentzig/drcissig/ fünffvnddreissjg gülden/ vomhundert/Oererdoch jnn denselben seinen rech nungen/sonft gar keinen schein noch beweiss für/ legt/sondern hat die fm selbst 5» Vortheil i also er/ tichtvndauffsein lühur. V geschlagen/Wie das hernach/sein bekentnus vnd eigene handtschrifft klerlichausweisset. Ls hat sich auch befunden / das beydenselbi^ gen seinen gethanen rechnungen/die schultbricffe vndquitantzen der abgelegten vn behalten summen der weniger theil vorhanden/sondern durch fncn hindei halten. Z)ehr/so verrechent er auch snn denselben Ae/ giftern/etliche alte^est/dauon gar kein schein vor/ Handen/zeucht sich auchauffctlich alte Register/ die nicht vabey sein. Item /es ist auch mn sonderheit darinnen be^- funden/das er vom N.ath)uDaIle/drey tausent gülden an golde/laut seiner eigen quitantz empfan/ gen/die verrechent er seinen/ZIHurfürst.O« allein m münt? jnn seiner cinnam. Item/von andern Zdürgcrn zuDalle mehr/ von den er auch etlich hundert gülden go?t empfan/ gen/vnd verrechent das vor müntz/Welche artikel imfall dernotturfftstuc?weis/mit darlegungsei/ nerczuitantzen/zum theil seiner eigen handtschrifft/ vnd anderer rechnungen vndRegistern mögen dar/ gethan/auch hernach ferner gemelt werden. ^ls solchs nun an hochgemelten vl^sern /ühur. V gelangt/pnv sein LHur.V.die letzten zwey bis L> ttj jnus fnn« dritte iarbemeltem Schenkt? treffliche grosse summen.;u ablegung seinerlLhur.D schulde ;uge^ staldt hat vnd folgen lassen/vauon gedachter Sehe „it> noch keine rechnung gethan/vnd scin/ühur. g. befundel,/das der schulde jmer mer würdcn/vnv die Sleubiger-yc lenger ve herter manten vnd drungen/ hat es seinen lÜhur.S.ye lenger ve mehr/nachden/ ckens vnd vordünckensgemacht/Vnd hatjnen der/ wegen etliche mall / selbst eigener perssn erinnert/ vnd durch diesen ^nthoni Schenic? seinen brudcr (das er mit gutem gewissen nicht verneinen kan)er> innern lassen/Das er dazu gedechte/vntherte rech/ nung/Sein/Lhur. S. hat inen aber jnn vergüte darzu nicht bringen können/ sondern Schemt; hat von einer zeit zu verändern/solche rechnung aussge/ schoben/ZOis so lange sein /Üh. g. vorwarnet wor/ den/als das er aussdie flucbt trachtet / vnd an die örthe/da er seinen lÜhur.Z). weit genug entscssen/ vas er aueh all bereit seine brieffe/ gereitschafft / «uch alle andere seine sachcn auffdie ttuchr bestaldt gehabt/ Auch seine kleinoth/credcntz vnd anders geflöhnet/welchs er sich 5»m theil gegen etliche/die noch am leben / mit verdeckten Worten/selbst hat hören lassen. Durch dis alles/ist sein /Lhnr.A» bewogen worden / gemelten Scheint? einziehen zy lassen/vnd dis sind die vrsachen seiner annemung vnd gefengnus/welche / ob sie nicht vbermcssig geF nuglam/Vndsein LIHur.S. darzu nicht billtch be^ wegt/lasse» wir einen vcyern vorstenoigen/ vnpar/ reischcn richten/vnd ob nichtein veder / wenn jne» die sKch selbst belangte / vergleiehev vno villeiche voch noch Mehr/fnn einem solchen fall würd gethan tM den- Oenndas ist ein mal war/das sein iühur.V» sn n dieser sachen/ o n sonderlichen V^ath vnd rechts berichte / trcffenlicher rechtgelerten Vniuersiteten Vn Scheppenstüle/ nichts hat handeln noch furne/ men wöllen/sondem sich alle zeit des fechten/ wes feineLIHur.2). hierin 5» thun gebürth/ mit vleis vns gar wol ertundet/Vnd dennoch ve zu Zeiten sn» viel stücken/s) offt es die sache hat erleiden wollen/ weniger gethan/pnv gelinder gehandelt / denn sei^- ncr/Lhur.ZZ. die recht nachgelassen. Vnd als ge^ Pachter Schenitz also angcnomen/ hat snen sei» LIHur.ZZ.aüffeinem behangenem wachen ghen Öls bichstein auffs Schloss füren lassen/alda er nicht snn torn/noch vnder die erden geworffen/ooch jnn Helden odder eisen geschlagen/wie denn mit reche wolhetrbeschehen mngen / noch vermanret wor/ den/wie mit vngrunve durch Anthoni Schenit5 angezeigt/sondern jnn ein liechte gemach mitzwel- en fenstern/das der vorigen Lrtzbischoffe silberka- mergewest/snnvorwarung gethan/Darinnen er Sonne vndtag gesehen/auch gehen/ ftehen/vnc> liegen tön nen /ZDarzu sein stuven vnd zngerichte federbetten gehabt/vnd mitessen/trincken/ vnd al> ler notturffcalso gehalten/das er an seinem leibe kein noth gehabte Sein /Lhur.ZZ' hat auch damals nicht anders/ als volsteudige rechnung vnd bescheidt seiner eiunam vnd ausgäbe von sm gefor/ vert vndmitden andern artickeln seiner vntrewen Handlung davon gemeldt/vnd hernach noch weiter rvirt angezeigt/jnev anfangs nicht infamiren wölF L? len/vn^ X, len/vnd sein vnd seiner freuntschaffc da zur zeit/ noch damit verschont/vn allein mit gemeinen wor^ teN anzeigen lassen.ZVenn Schcnitz seine rechnung gethan/ Sohetten darnach seine^hur.S-etliche mehr artickel smc funuhalten/vnv möcht sme wol günncn/das er darauff'gute antwort hette/wie sein fr'cundtschaffc das selbst wird gestehen müssen. Sein lühur.S.hat auch damals/als er gesen glich eingezogen/seine briestc/^egister/Quitantzen vnd anders zur rechnung gehörig/das die zeit zu Dalle fnn Schenitzbehausung gewesen/ vnd jnn seiner ^Lhur.S.gcwald vno gefallen gestanden/das die^ selbig das wol hette zu sich/odder snnvorwarung nemen mügen/mit Nichten wollen anrürcn noch an rüren lassen / Damit sein iühur.Z)- ve nicht ver/ dacht vnd den selbigen auffgclegt wird/ wo Sche-- nitz mit seiner rechn ung nicht bestünde / als ob jm etwas von solchen brieffen odder Registern ciit-> werdt/odder verrückt were worden/sondern sein LLHur.S.hat durch seiner LIHur.S.schultheiszu ^?alle/ solchs aldar jnn Dansen Schenitz Hause behafften/vnd von gerichts wegen dauon nichts zuüerrucken/gebieten lassen/ XVelch geboth ÄnF thoni Schenicz vndetlicheder seinen/vberschrit/ ten/vnd solche briesse/Z>egister/rnd anders hein^ lich vnd dieblich aus dem hause / vnd aus der stavt Dalle hinweg bringen lassen/das sich nicht gebü^ ret/sondern weil vnser gnedigsterDerr/ als der L^andesfürst/stch vmb vordachts willen / vnd dai mit auffrichtig mie den sachen vmbgangen würz- de/solcher brieffe enthalten / hett snei, viel bas an/ gestanden/ l Zestanden/wo sres freundes fache/rein gewesen/ die ^nrhoni Schenin jt?t furgibt/vnd sie;» seiner rechnung rroft vnd vertrawen gehabt / sie hetten vergleichen auch gethan/vnd solche briesse im kum/ mer/5» notturfft einer aussrichtigen bestendigen rechuung/vnangerürt bleiben lassen/dadurch hette sie viel vordachts vermeiden mögen/ den siesoiisb wider sich erweZthaben./Lsweren auch die sachen villeicht dahin nichtgereicht/dahin sie 5u letzt t?ome. Oieweil aus solcher srer entwendung vnd fürent^ Haltung der Register vnd briesse/ damit sie auch Dansen Schcnit5 jnn seiner letzen noth / nicht ha/ ben 5u hülffe kommen wollen / nichts anders ab?u/ nemen/ denn das sie nicht gewolt/ das sein Hand/ lung solte an tag/vnd vnsergnedigster Derr hinter den rechten gründ komen/Vno ehr geduldet vnd ge wolt/das Dans Schenicz darüber gerechtfertigt würde/ wie denn auch etliche sre briesse vorhanden sind/ die das fast dermassen zuuerftehen geben. Denn ob wol vnser V Derr/auffder freuntschafft ansuchen/dassie erstlich fnn schrifften/vnd fol/ gend durch die wolgebornen vnd /Ldlen Derrn Döiern/vnd Derrn ZZebharten Orauen 5» Mans/ feltetc. vndDerrn N)olffen/Vrauen zu Färber/ vnsere freuntliche liebe Derrn/vettere / schweger/ vndgnedige Derrn/müntlich haben thun lassen/ sich nicht allein erbotten/ sondern auch begert/das Dans Schenitz zu einer volftendigen rechnung ge/ lassen/cnd jme die briesse vnd verschreibnngen dar^ zu gehörig / auss gnugsame inuentation vnd versi/ cherung/ ver man allenthalben verglichen gewest/ ?ugefteld/ zugesteld/vn sm frift vnd 5eit dazu gegeben würden. Soharesdochallwcge/wenn esauffdeu artickel t'omen/das er solche rolstendige rechnung vom an/ fang bis;umende/vnd die alten rechnungen neben den newen vorlegen vnd reiteriren sollen / sich an vem geflossen / das die freuntschafft davor schew getragen Hab/Vnd es ?ur reiteracion der alten rech nung vnd Vorlegung der alten Register / nicht wöl-- len komnien lassen/ wie denn der bemelten freundt/ schafft brieffe / so das besagen / vorhanden sein/ vnd furgelegt mögen werden. dem / das sich auch gegen die gemeltenVrauen / damals eigner aus jnen varauff hören lassen / jnen were nicht gelegen /das schwerst/damit srfreunvt solcege^ schlagen werden/aus der handt zu geben. ^ls nun Hochgemeiter vnser gnedigsterDerr/ «ns solchem der freundtschaffcvornemen vnd vor/ enthaltung der Register vnd briffe befunden /das jrintend vnd Meinung dahin gericht/seinen /Zlhur. gnaden / solcher rcchnung fnr?ugehen vnd zuvor/ komen/ das man hinter den rechten grundt nicht komen solte/das sie auch seine ^hur. bey seiner «ühur. S. Aandtschaffc / auff dem gehaltenen Landtage zu /Üalbe/ vnd auch am l^cyserlichen ^ammergericht/varöber noch zuuerklagen / vnd zuuerunglimpffen/vntherftanden^/ auch alda am ^ammergericht ein furschrifft ausbracht/des ver/ Lnügens/ Dansen Schenit? auff ZSürgschaff^ jnn fein Haus kommen/odder jme schleunigs fechten forderlich ergehen Massen / haben sein LIHurfÄrst. V abermals nicht allein treffenlicher Rechtsge/ lercet? lerten/als sonderer Personen / Sondern auch etli> eher Vniuersiteten /vndScheppenstüle/Rathts/ gepflegen. N)es sich sein /5Ihur. hierin ferner zuhalten. ZVeilsein/Lhur.V. sme demSchenicz/ schier ein vmbgehend iarzu gutt gehalten vnd ge> wartet/vnd haben so viel jnn derselben Rath nach mals befunden / ZDas Dans Schenit) die Rech, nung/ von anfang bis;um ende / tlerlich zuthun vndzureiteriren/ vnd also seine alternd neweRe/ gister/beneben den erleddigten schultbticffen vnd Auitanczen / vorzulegen schüldig / V»d das er mitler rveil im gefenginw möcht enthalten wer> den / Ooch / das sme die Register zugestattet/ auch frist vnd zeit dazu gelassen würde. ZDas er auch auA' angezeigte Indicia möchte ein mall 5im!icher"tveyse peinlich befragt werden / wie er mit vnsers gncdigften Derrngelde vnd gute / mit Kusgcbung vnd einnemung gebaret vnd rmbgan/ Len. ZVeil nun diegemelten Register durch ^ntho^ ni Schenitz odder die seinen/wie oben gemelt/aus ^)alle heimlich entwandvnd furenthalcen/also/das sein lüh.g.darzu nicht hat können komen die Dan- sen Schenicz zustellen zu lassen/ Ist hicrauffDans Scheuitz furgehalten worden/wie lang sein l^hur. S. auffsein rechnung gewartet. Vnd weil aber sein LIHur.S' befunden / das er vnd seine freunde schaffe nicht rechnen wolten» So müssen sein ^LHur.S. rechnen/ vnd hat jme darauff furhal/ ten lassen / artickels weise/die mcngcl die sein Ahur. jnn seinen vorgethanen rechnungen/ lL is auch auch sonst an seinen dösen Handlungen spüreten/ Vndwiewol er anfangs etliche derselben artickel verneint/so ister doch/ als man fme etliche seine eiF gen handtschriffc/auchdieverzeichnus aus den Z?.e/ gistern furgelcgt/daraus sich die artickel ?um theil befunden/vnd jncn darnach auffdie kundlichen in/ ditia/vermüge der Zxechts belernung durch den scharffrichter bedrawen/vnd mit keiner vnmensch/ lichernewer marter / sondern gelinder weise / ein mall mit peinlicherfrag angrciffen lassen/Von sol/ chemvornemen abgestanden / vnd gebctten/ sich Mit der peinlichen frage zu verschonen / er wolte sonst die warheit sagen/ZVelches auch beschehen/ Vnd ist ourch keine scherffe weiter nicht befragt worden/ Vnd hat darauffdis sein nachfolgende bekentnus vndaufsage gethan / vnd furnemlich die wegersten artickel aus jme selbst das man jnen nicht darumb gefragt / auch von etlichen noch kein wis> sen schafft gehabt. Kolgm die Mticssel aus Zansett Schenit? bekentnus. Item/vor das erste/hat DansSchenitzbe/ kand vnd ist gestendig/das er die cmitamien schade los vnd schuldbrieffe/ soermit vnsers gnedigsten Derrn geldeerledigt/vndjnn seinen gethanen rech/ nungen/ sein /Lh. ZS. verrechent hat/ auch darauff quitirt ist worden/vorsetzlich hinderhalten/vnd ni-- cht vberantworthabe/ Oas er auch wol wisscfdas ßme nicht gebürt/Sagt aber/ er Habs auffnichts «rgsgethan/sordern auffvie Vorsorge/ob ein fall geschege geschege/an vnserm gnedigsten Derrn / das er vor den, /Lapitte! bestehen möchte. Vor das ander / hat crbekand vnd ist gesten^ dig/ das er snn seinen vorgethanen rechnungen vn/ serm gnedigsten Derrn vorsetUich rberforteilt/ snn deme/vas er an sehr viel mehrern / vnd das mehrer theil seiner rechnungen/do er von wegen seiner Ah. ZS.den gülden 5» münt; vnd )u ein vnd zwentzig groschen hat ausgeben/seinen Ahur.Vden 5» gol^ deverrechend/stch darauffquitirn vnd bezalenlas^ sen/ vnd hab also vmb die vbermass / was dergolt gülden mehr/als der gülden snn münt5/5»ein vnd 5went5ig groschen wirdigvnd güldig ist / sein FLh. V. betrogen vnd bestolen. Desgleichen ist er auch mit etlichen ZVinter vnd sommer hoffVleivungen/ die er vnserm gnedigsten Derrn/etliche iar nach einander bestaldt hat/vmbgangen/Vnd ist gesten/ Vig vnd hat bekendt/das ervber den gcwinst/den er an den tüchern gehabt/seinen iLhur. O. vor einen jeden gülden münt? / einen golt gülden verrechene habe/sich darauffquitirn vnd be;alen lassen / vnge^ achtet/ das die rechnungen /so er mit dem/Lam^ mermeister solcher hoffkleidung halber gehabt/ vnd er gestendig ist/nicht anders als münt5/dcn gülden m xxj.groschen gerechent/ mitbringen. Forver hat er bekand vnd ist gestendig/ das er von dem Aathe;u Dalle /drey tausent gülden snn goldevndgoldeswehrung/von wegen seiner Ah. eingenomen/ laut seiner vnd seins brudern Am> thoni recognition/Vnd das er seinen/ühur.ZS da/ vor nicht mehr als drey tau,sent gülden münt5 M lL iit ein ein vnd zwentzig groschen verrechendt habe/sich darauffquitiern lassen/vnd die vbermass für sich behalten/vnd das er sein /Ühur.ZS« darumb veruor theilt habe. Item/er hat bekendt/das er von wegen vnsers gnedigstenDerrn vonL?artel Schüler eingenomen habe / vier hundert gülden vnv achtzig goldt gül/ ven/vor etliche vertauffte Pfannen zu Dalle/ Vnv das er seinen /ühur.S.dafur nicht mehr / als vier hundert vnd achtzig gülden münt;/ye ein vnd zwentzig groschen verrechendt. Vnd die vbermass heimlich/vnd ane wissen vnd rvillen seiner ^ühur. A fttnbehalten/vnd seinen iLhurZZ.abgestolen. Item/er hat bekendt vnd ist geftenvig/ das er vastdurchaus/jnn allen seinen gethanen rechnun/ gen/zwischen zwenvnd zwentzig gwschen / vnd ftchzehen patzen/thaler groschen vnd goldt gülden/ keinen vntherschied gehalten/vnd dasselb jnn sei/ nen ausgaben/alles vor goldt gerechenthabe/T)as doch jmezu Vortheil getragen/an yedem gülden ve zuzeiten ein patzen/ein groschen / vnd zum wenig/ sten/sechsoddervierÄDeintzische pfenning/Inn seiner einnameaber/Oesgleichen/wenn vnsergne-- digster Derr jm etwas zu bezalen schuldig gewest/ hat er den vntherschiedt gehalten/vnd keinen thaler vor goldt gerechent noch angenomen/sondern auff jeden thaler einen halben groschen geschlagen.Des gleichen hab er mit den sechszehen patzen/vnd zwev vnd zwentzig groschen auch gethan / vnd etwas mehr darauffgeschlagen / alles seinen Lhur. 5» nachtheil/vno jme zu Vortheil. Öas er auch jnn sei-- ' i ner ein/ nerelnnam/ xxix. stübcr vor einen goldtgülde» rechnet/das der gülden goldt/im Niderlande vor^ wüge/der gemachten Deformation/nicht mehrals xxriis. stübergilt/vndsolchsrvislichist/ Vnd das sm solcher betrug mit der müntz?u Zeiten aufsein mall/)» achthundert/)» funffzehen hundert/ ;u 5rvey/auch rvol5u dreytausent gülden getragen hab/ als sonderlich snn auffnain der Pension im Nider/ lande/vnd jnn andern grossen heuptrechnungen/ Darnach die einnam vnd ausgab ist gros gewest. Item/erhatbetendtvndistgestendig/ das er snn namen vn von wegen vnsers gnedigsten Derrn/ einem kauffman von Avgspurg Jacob hernbrodt genant/etliche ringe abgekaufte habe/nicht höher als vmbfünffhundertgülven/vnd doch seinen /üh. S- gesagt / er hette die vmb sechshundert gülden goldt erkauffc/Oie auch seinen Llhurfür. ZI. vmb sechshundert gülden zugeschlagen. Icem/er bericht vnd betende/das mein gne/ digfter Derr smbefolen habe /vngeuerlich 5we« odderdrey tepich von golde/vnd noch vier odder sechs ansehenliche von seiden / im Niderlandt)» kauffen/vnd seinen Llhur. S.zu bringen / das hab er gethan/Vnd sonst noch etliche mehr gemeine vnd andere tepich/vor sich gekaufft / alles wsamen vmb drey tausent güldm vngeuerlich/vnd doch sei/ nen /Ltzur. gesagt/ er hette dafür sechstausevt gülden/vnd etlich hundert gülden geben/vnddie tcpoich seinen lLh.S»also angeschlagen. Item/er hat bekent/das er solche vberfortei-- lung inn andern mehr Hendeln vnd tvharen/ rc>ider iL Mj fein^h. sein /^hur.S. getrieben / vnd sein/ühur. vber/ setZt/Nemlich/wennes seiden odder gülden tuch/ zu Zeiten einen ort/einen halben gülden/auch wol einen gülden an der elen auffgesHlagen. ZDergleio chenhaber snn andern wahren vnd kleinothcn ye )u Zeiten auch gethan/vnd mehr angezeigt vnd vor^ rechent/denn ergekauffthat/vnangesehen/ das er die whare auff beselch seiner /Lhur.S. ge^aufft/ vnd von seiner lLhur.S.geldt gezeret/ vnd die in, teresse vor die kauffsumma/vber sein ^hur.Vgau gen. Item/er hat befand vnd gestehet/ eas er einem Juden zu Zwingen/ Saul genant/ dem er aus beselch vnsers gnedigften Derrn ein mall vngefer/ lich/tausent/vnd das ander mal / dreizehen hun/ dert gülden hat entrichten sollen/die bezalung nicht hat thun wöllen/vnd jnen auffgehalten/bis so lang er snen dahin bracht/das er sme an yedem gülden der angezeigten sumnien/zwene patzen hat nachge/ lassen/vnd sme darüber auffein mal fünffczig / vnd das andermal ein hundert gülden zuuerehrunggei den müssen/hat er von jm bezalt sein wollen / Vnd daser solchen abzug one wissen vnd willen seiner lÜhur.ZZ. gethan/hab auch dieselben drey vn zwen/ tzig hundert gülden/seinen lLhur. ZS. vor voll ge^ rechent/als hette er die vor voll ausgeben / vnd des Abzugs geschwiegen/Sagt doch/ er wisse die sum^ men nicht so gantz gewiss auswendig zu s5gen / es müge weniger gewesen sein/es müge auch wol mehr gewesen sein/aber doch sey es gewiss/das erde«? abzug vnd die schenckung genomen/ vnd solchs ni» cht angezeigt. Item/mehr hat er bekand vnd ist gestenvig/ Gestenvig/das er durch seiner iühur.A. an rvil/ Helm g)ert?en verweiset sey/ jme sechs tausent vnd etliche hundert gülden goldt / von wegen seiner ^hur.S.zu entrichten/mit demehater einen vor^ trag gemacht/das er jm an yedem gülden einen pa/ t5en nachgelassen/ vndmünt) porgolvt hatanne/ men müssen/das er doch seinen /üh. V. vorschwLe> gen/vnv vber die gantze summen vor voll vnd m golve vorschrelbung von seinen ^H-O» genomen. Item/wenn er ve 5» leiten bar gelt/ 6uffu?ter> esse mejnsgnedigstenDerrnauffbracht/hab er solF ches zum theil/zu seinem gewinst gebraucht /Vnd ist mitler weil das interesse vber meinen gnedigsten Herrn gangen. Oas er auch)u gleich schadtloss vnd schuldtbrieffe vber eine summen von seinen /Lhur» O senomen/vn solchebrieffe/oan snn sein gethane rechn ungen zum theil bracht/ehr vnd zuuorsie sind e«?tricht worden/vnd ^ch darüber quitirn lassen/ Daraus denn newe schulde gemacht sind/ auch ne» we interesse daraussgeschlagen / dadurch er grosse treffliche schüldeauff sein /Lhur.ZS getrieben habe. Ferner/so hat er auch freiwillig vnd vnerinnert diesen bericht gethan/oas der Handel mit denFehen tausent gülden müntz/zufünffzehen patzen / die er vnserm gnedigsten Derrn / an jüngst gehaltenem Reichstage zu Augspurg/bey den Idimeln daselbst/ wie er damals angezeigt / auff^wey iar lang auff> bracht/ZDer gestaldt/das sein /Lhur. V'haben ein vnd zwentzig tausent gülden snn goldt/dafür vor/ weisen müssen/jine die helffce mit gölten. N?iewo Mner /Lhur.^ vnwissende auch dieselbige vor/ ' O schreibunS fchreibungalleinaussdie'jdtmmel lautet/ So hab erdocbden vorstandtmitden Fimmeln gemacht/ das aller geminst die helffee jme daran zu gutegehe/ denen er auch nachmals bey snen stehen hat/ wie er bericht. Sleicher gestaldt bericht er auch / das eranderfummen/die N)ilhelm V.eiffen stein/fei> nen ^hur.S.vorgestreckt/Vjertaufent gülden vn-^ geuerlich gehabt. N)ien?ol der brieff allein auff ^eissenstein gesteldt gervesen/auch vnser gnedigster Derr nicht anders gewust. So hab er doch den vorstandtmit Aeiffenstein gehabt//Lr hab auch das imeresse davon 5» feinem antheil gcnomen/rvie Aeiffenstein/als vngeuerlich drei5ehen des iars vom Hundert/Desgleichen hab er auch den antheil feiner heuptfummen empfangen / als die Summa durch fein Ltzur.S. ist abgelegt worden/TOien-ol er die an barem gelde nicht ausgelegt / fondern sich angenomen/als rveren etliche schulde damit a bF gelegt / die er doch noch berechen folte. ZAei-5 eher Massen hat er auch bericht / das vnther dett zwey vnd dreissig taufent gülden /davor vnfer gne> digster Derr dem Furtenbach zu Nörmberg/ein kleinoth eingesetzt / vnd feiner gnaden vorfchrei- bung darüber geben / mit Verpflichtung etlicher grosser fchwererinteressevauon zugeben / das dar vnther zwelfftaufent gülden fein / die des Schenk tzen sind/dauon er auch gleicher gestaldt/vor feinen antheil das interesse genomen / vnd doch die vor^ fchreibungauffFurtenbach allein gestald. Des/ gleichen/fo sind an den zehentaufent gülden/davor der Z^ach)» Aalle/sich gegen Vlrich ^.aufcher vn-^ serm gve-- serm gnedigsten Derrnzu gute vorschrieben/gemel/ ren Z^auschernicht mehr als vier tausentgülden zu/ stendig/Oas ander/bericht Schenitz / sey sme zu/ stendig gewest / /Lr hab auch die bezalung vnd das interessezu seinem antheil genomen / aber der brieff ist allein auff Lauscher gesteloc/ Oamit es vnser gnedigster Derr nicht jnne würde. Gericht / das solch interesse des iars getragen/vast auffs hundert dreissig alte schock vngeuerlich. Item/ferner hat Dans Schenitz aus sich selbst vnd vnerinnert bericht/das an den zwentzig tausent gülden/die vnser gnedigster Derrauffsein furverung vnd vnther bawen seinem schweherzu A^eiptzig Ieronimo ZValter ZÄürger/vnd^)arx Schürzen/vngeuerlich vor zweien odder dreien ia/ ren vorschrieben/vnv mit etlichen Sranen verbürg gethabe / Oas bemelter N)alter/noch auch die Schützen / keinen Pfenning dargelegt haben //Ls sey snen nichts daran zu stendig / auch die bezalung solchs geldes noch nie gefallen / sondern er Sche/ nitz/habe seinen ^Ihur. Ö- vorbracht/das etliche dringende schulde vorhanden / die müsten bezale rverden/Oenn er die gleubiger nicht lengerauffhal^ ten künte/ Oarumb muste solch geldt/als nemlich sechzehen tausent gülden auffbracht werden/vnd hatdarauffsein/Lhur.S.bewegt/dQs sein lLhur. S. bewilliget/vnd sme nachgelassen / die sechzehe» tausent gülden aufzubringen/ vnd habe von stunde an vier tausent gülden interesse darauffgeschlagen/ also/dasdie summa alsbaldtzwentzig tausentgül/ den worden/Sein lLhur. hab auch anders ni/ O lj chtge^ eht gewust/Schenitthette solche sechzehen tausent gülden auff seiner /Ühur. V. gegebene vorschrei/ bung von ZValter vnd dergeselschafftauffdracht/ vnd also bar empfangen/vnd den gleubigern ent/ Dichtung gethan/ /Ls ftp aber der keins bef chehen/ sondern sme Schenken / sey dieverschreibungzn gut gemacht/vor etliche schulde/ die sm vnsergne/ digster Derr solt schuldig sein/ Dat aber solche schulde noch nie berechent/ auch solchs ane wissen vnd rvillen seiner lÜhur.S.gethan. Item/er hat bekendtvnd ist gestendig / das er sonst etliche auffsetze/auffoas goldt/so er vnserm gnedigsten Dcrrn auffbracht/ geschlagen/ N)ech/ sel vnd interesse gerechent/den er nicht hat geben dürffen/auch offte höhern Wechsel verrechcnt denn er ausgegeben/befragt/rvorumb er doch vnsern gnedigsten Derrn/der sme so viel gnad vnd gutes erzeigt/pnd jnen so gnediglich gehalten/also vor/ fortheilt/Sagt/eshab fm dergewinstgeliebt/vnd rvenn einen der Z^euffcl bekriegen wil/so hcnckt er sme einen langen manthel vmd. Item/befragt/worumb er die Dige letzte rech/ nung/die er noch nicht gethan/so lang auffge;ogen vnddievnserm gnedigsten Derrn auffseiner/Lhnr. ZS.vielfaltigs anregen nicht gethan/Öamiter sich denn sehrjnn verdacht/vnd diese beschrverung ge-^ fürt/hat er diesen bericht gethan /das sidcrder 5cit/ als sein /Ühur.V» sme den Dertcheimer 5u einen» superattendenten gesezt/der auff sein rechn»ng se/ Heu solte/ sei» lühur. V. auch selbst begunst dar/ «uffein acht )vhaben/het er sich besorget/ errvür/ demit de mit solcher rechnung nicht bestehen können/ weiler vie auffset5e mit der münt5/ mit der whar/ vnd mitanderm vorfortheiln/gleicher gestald dari innen gebraucht/wie er jnn andern Rechnungen gethan hette / vnd hette sich bcsorcht/es würde sein betrug darvurch lautbar werden /vnd als? wie 5»^ vorn beschehcn / nicht mögen verborge bleiben-So hette er auch befunden/das man andern leuten geld gebe/vnd fme keins mehr hert geben wollen/ Da-» durch sey er noch mehr auffschlege 5» machen verursachet worden. Iteni/zLs hat bemelter Schenit? ferner bei kandt/vnd ist gestendig/ das er ane wissen vnd wil/ len vnsers gnevigsten Derrn/von Aorent5Villani drey?immer/Z)arder/)u geschenck gefordert/vnd empfangen habe eines kauffs halber / vnd etlich gülden tuch vnd;obeln/v3elchen kanffer bemeZtem Z^orenti bey seinen /ühur.S. 5» wegen bracht. Item/er bekennet auch vnd ist gcstendig/das er vnserm gnevigsten Derrn/ fnn seiner gethanen rechnung etlich kauffgelt vor einen eisern stockvor^ rechent/das er denselben snne behalten / vnd seinen ^hur.V« nicht vberantwort habe/Sagt aber/es sey mit wissen seiner AIHur.L». beschehen/vnsergne digsterDerr ist es aber nicht gestenvig/Sagt auch er habe nie darumb angesucht. Item/er hat bekandt vnd ist gestendig/ das er vnserm gnevigsten Derrn/mit dienste vnd pttichten vorwandt/vnd seiner lühur.S. bestalter vienerge/ west vnv noch sey/ vnd das er seinen /Lhur. S. tre^ wen vnd glauben an eydes stadt/ mit handtgeben^ O ig dertren? treu? zugesagt hab/ Vnd darauff seine bestalt brieffe/jerlichebesoldung vnd dienstgelvt/ von sei/ neu lLhur.S.empfangen vnd eingenomen. Irem/er hatbekendt vnd ist gestendig/ das er vnserm gnevigsten Derrn/an zweien silbern be/ chern/vnd einer silbern kannen/die er zu Nörmbcrg Kufffeiner /Lhur.g. bcuclch ertaufft/ neun loth vor- setzlichzu viel gerechent/ vnd angezeigt hab / mehr venu vie becher haben/vn jnn der Schau? zu Norm derg gewogen sein/vnd jme desdiezettel aus der Sc^aw/durchden goldtschmitZÄraunsPorn Zuge steldt worden. Item/er hat auch bekennet/das er habe auff beide gebew vnsers gnevigsten ^>errn / vnd seinen baw / gelt auff Wechsel auffbracht vnd genomen/ Vno das solchs alles auffvnsern gnevigsten Derrn allein gangen/Vnd das er vn sers gnevigsten Derrn vnd seinen eigenen baw von seiner/Lhur. S. gelde vnd Wechsel vorlegt/Vnd also aus einem seckelov/ der beutelgebawet. Welcher sein betrug vnd ab, ;ug/den er vorsetzlich wider sein /Lhur. V ge/ braucht/jnn fünffczig tausent gülden sich thut er/ strecken/die er seinen l^hur.Ddieblich vnd mit be/ trug entwandt vnd abgezogen hat/ Oarauffer also vor dem gerichte bestanden. /Ls hat sich aber darnach zugetragen vber etli/ ehe tage/als diese betentnus von jme beschehen/ das er snn ein torheit odder verzweifftung gefallen/ vnd hat sich selber mit einer quell im gefengnus vmbbringen wollen/das doch Vot gnediglich vor hudt/vnd mannerlich zumass kommen/vnd jney erredt» erredt.Vndalser befragt worden/wornmb er so vbel an jm hette thun wollen / Dat er antwort ge^ ben//LsMer/ehr/leib/vnvgudt dahin/So rvere einer am berge gegen jmvber gestanden /der hette ;ujmhinaussgeschrien/ersoltesich hencken. Dar, durch ist vnser gnedigster Derr vorursachet wor/ den / vnd hat darnach einen zu jm snns gefengnus vorordent/ der tag vnd nacht/bis 5» seiner rechtfer tigungbevjm gewesen/vnd achtung auffjnenhat geben lassen/damit er nichts vbels an sm selbst be/ gienge/Vnd haben seiner lLhur.V» weltliche V.e-> the/gleichwol im besten / vnd damit ye gewerlich vnd vnuerdechtich mit^er fachen vmbgangen/vnd niemant;» viel geschehe aus sonderlichem beuelch seiner/Lhur.ZZ'Vber etliche tage darnach genan> ten Schenit;/ausserhalb der stelle seiner tortur/jnn ein ander gemach vor sich bringen lassen / vnd jnen vmb die artickel seinerbekentnus / snn der gute ge-- fragt/ob sichvie auch also erhielten/vnd er darauff bestünve/Oas erdenne also auffs nerve von einem artickel 5»m andern freuntlich bekendt vnd gestand den Hat/Oarüber auch ein offen Instrument ist ge/ macht / vnd im fall der notturffc / mag für/ gelegt rverden / So hat auch Dans Schenitz/deshalben?wene brieffe nach einander an vnsern gnedigsten Derrn/ vnd einen an sein weib vnd freundtschafft/ mit seiner eigen handt geschrien den / innhalts nachfolgender lLopeien. O iitt Lrste Erste Schaffte Aansen GcheM/ mit seiner eigenen handt/an vnsern gnedigsten Derrn. W^sGchwirdigster mGoce Vater/ )^ / Durchleuchtigster/Hochgcborner Fürst/meine vn<» ^ ^ terthenige gany willige dienste/sey ewerChur.G. snn vnterthenigcr demutallzttt zuuoran bereit. Gnedigster Churfürst vnd Herr/ iL. Chur.G. tragen gut wissen / aus was vrsachen vnd vorschülvcn / diestlbige mich jnn gnedi^ ge hassten vnd verwarungen haben nemen lassen/ darinnen «ch nun ein gute zeit enthalten/vnd befinde so viel / das man meinen fachen etwas weit nachgefragt / vnd darhinder to^ men/)lVcis mich auch stlbs zu erinnern / wie ich denn durch meine eigen handtschrisse erinnert worden/das ich jnn vielen dingen mich gegen E.CHur.G. leider vorgestich ge^ halten/zu vielgethan/Vnd Chur.G.fnn meinen vorge^ thanen rechnuttgen/vnd andern meinen handtlungen vber heimgestelten trawen vndglattben/vorfortheiltvttd vher^ rechent habe/das mir als Chur. G. vortrawetem diener keinswegesgeboret.Desgleichen^. Chur.G.jre erledigte fth uldt / sthadtlossbrieue / v nd bezalte quittantien vber ge-> thaue rechnunge / vnd gegebene quitung / auch sonsten geF schehenbezalungen/habe vnbiMchen vorenthalten / vnd hierüber E.CHur.G. noch vor etliche mehr grosse sinnmen/ rechnungzuthun schuldig bin/ Ich auch selbst erkenne/ das es vnbillich/ das ich solche sihuldt / Gchadtlossbricffe vnd erledigte (^Uttanyien odder recogm'tion / lenger bey mir habensolte.Diewcil E.CHur.G. die pimmel/ Ehmger Furtenbach vnd andere/ wie ich bericht / bezaldt odder jnn andere wege zufrieden gestaldt/vndmlr pher dajselbige weltc? Weiter nichts schuldig seind / Derwegen 'sich geburet hette/ das alle dieselbigen fchuldtbrieffe etc. verlangst iL. Chur. G. durch mich weren zugesteldt worden. Demnach / hab ich an mein weib vnd freunde / so dis thun vnd anders vn^ thcrhandenhaben/vmbsolcheerledigteftbuldt vnd stbad^ losbrieffevnd G^vitantien/cineschrlfftgethan/'lViptLwre Chur.G.aus jnnen erhaltener Copcien gnediglich zuuer-- nemen/Der vnzweiffilichen zuuersicht/sie werden mir solche nicht wegern noch vorenthalten / Die ich auch also tL. Ch. G.zuzustellen/erbottig / gany vnterthenig durch Gottes willen bittend/ Deweil ich meine vorhandlunge erkenne/ vnd mir leidt ist/ E. Chur. G. wolten die gefaste vngnad Jegen mir/gnediglich fallen lassen/ die fcherffe des Rechten nicht suchen odder brauchen / sondern mich mehr gnad/ dennreche finden lassen / Auch gnediglich vorstatten/ das mir mein Register vnd anders durch mein weib vnd freune schaffr mngen anher vorreichr werden/ Vnd nach den, aus meinen hicuorgethattenrechnungen/handtlunge/VNd mei-- «er eigen handtschrifft vnd sonstenklar befunden ist / Das »ch E.CHur.G.vorseylich darinnen vorfortheiltvnd vber^ rechent/das ich nicht fnn abreden stin tan noch wil.Go bin ich des vnterthettiIenerbieeetts/vttd bewillige hiemit/ E. Chur.G.dauorgnugsamenabtragvnd erstattung zu ma^ chen/ vnd nachmals gebürliche rechnung alle meiner ein-- namvnd ausgäbe zu thun / vnd was mir daran mangeln/ vnd ich nicht werde einreichten konnen/solchs ^. Chur.cN. mit meinem gute/ sö weit sich das erstrecken wirdet/ zu er^ statten. VOas ich aber mit meiner hab vnd gütern nicht ver möchte odder vermügenlich würde/ Vitt ich iL. Chur. G. gany vntertheniglich / sie wolten fnn betrachtung meines frommen weibes/ehrlichen freundtschaffcen / vnd vnerzo^ genentindern/ sich gegen mir Armen / mit einer gnedigen nachlassung erzeigen/ vnd mich mit straff des Rechten/ öffentlicher öffentlicher fchmach / oder ewigen gefcngnos gnedigliche» vorschotten. Solche wird E. Chur. G.von dem Almechti^ gen sondere belonnng emphahen/ So bin ichs jnn aller vNF terthenigkcit gehorsämlich zu verdienen sthüldig vnd xflichtig/ rvil des auch zuthun / gany willig er^ funden werden. Datum Montag nach Trini? tatis/Anno i 5 ? 5» ^ Thur. F. G. Armer vnd vntcrtheniger Hans von Scheniy, An HnsemGOerm/Aerm Mbrcch ten/Z^ön?. Kirchen /L^rdinaln/AegKten//Lrt5bi/ schössen?n ^Dagdcburgvnd ^Z)eint5/jdri-- maten/lLrtzcanczelern vnv Churfürsten etc. ^ie ander Schafft ßansen Gche- nit;en/an fein weil? vnv freuntfchaffr. (O Iebwwelb/Grbambttd Nam- hasiiigen günstigen guten freunde / Nach dem ich lange zeit gestfstn/das mir / wie jr alle zubcdencken fastbefchwerlich ist/ Dieweil ich denn befinde/das man meinen suchen etwas weit nachgefragt vnd darhinter tom-- men/ich mich auch selbst so viel erinner / vnd durch meine eigene handtsthrifft erinnert werde / das ich /nn vielen din^ Aen gegen meinen» gnedigsten ^>errn zu viel gethan / viZ sein Chur.G.fnn meinen vorgethanen rechnungen vorforteile Dnd vberrechent habe/Das mir/ als seiner Chur. G. diencr Mchtgebürt/Auch seinen Chur.G.jre erledigte fchuld vnd fchadlos fchadloss brieffe / vnd bezalte Quitanyten vber gethane rechnung/vnd gegebene qmtirung/auch sonsiett beschchene bezalung vorenthalten habe/feinen lLh.g.auch nochvor er^ Kche mcr Froster summen/ rechnugzu thun sthuldig/Vn ich stlbsreri:si»ne/dascsvnbltlich/das ich solche fchuldbneffe jchavlosbriefe vnd erledigte qmtanyien/ leifger bey mir Hai ben sölt/ fondern sich gebüre hette/ das solchs alles vor lengst stinen Chur.G. wehrzugesteld worden. Demnach ist an euch meine freuntliche vnd en,fige bitte/ /r wollet mir allequitanyigen/schuld vnd fchadlosbrieffcmeinsgnedigi fien Herrn/ vnd die vnthersiiner Chur.G.namen gefiele ftind/odder dieseine Chur.G. belangen/ delne ausgeschlost» jen. Auch alle vnd yede meine ^egister/brieffe/vnd anders/ so zu allen meinen Rechnungen/eimmmen vnd ausgaben/ vonanfangbis zu ende gehörig/zum aller förderlichsten jnn einer laden verschlossen/ mit einen» meiner freunde heri aus schicken/Damit esnichtdauor geacht/als ob ich die--- selbigen brieffe zu ferner gcfahr stinen Lhur. G. vorenthali ten/odder seinen Lhur.G. mit der rechnungvorstylich len/ ger auffziehen woltc/Sondern seinen Lhvr.G. jre erledigte bri-ffe vnd qmtanyien / wie sich geburt/zu vberantworten haben. Auch stinen Chur.G. dadurch mehr zu gnaden als zu vngnadenzu bewegen habe. Das wil ich mich also zu euch genylich verlassen vnd versehen/jr werdetdem forder., jich nachkommen/Damit es jnn wegerung dcs nicht dauor zu achten/ als ob hirinnen andere sachen mehr / als meine fristunge vnd erleddigungsuchetet/Sol-- chesbin ich vmb euch zu verdienen wili hg/ Datum Montag nach Trini--> tatis/Anno. i 5 z 5. Dans von Scheint). S h Der er Brbam tttgmchaffttgett / Er- barn vn namhaffcigen frawen /Oagdalenen Sehe/ nit?innen/beidcn Jeronimo ZValthern dem elccrn vnd jüngern/Dansen N)olffen/^>reussern//DoF rit>2iümel/vnd^nthonio vonSchenit)/ meinem lieben weibe/ brüdern/ schwehern /vnd guten freunden/m sren eigen Handen. Nd tvl'ewol solche schnffce an s?itt weib vnd freuntschafft gelanget / so find sie dochauffsrem furnemen bestanden/vnd vie quitant5ien/schuld/vnd schadlos brieffe/sampt den alten vnd nerven Rechnungen vnd Registern/ keins weges wollen an tag komen lassen / aus was gutem gründe / auch was dabey abemnemcn / was man villeicht darunter besorgt hat/ist oben etlicher mass berürt/ Vnd wir geben es meniglich 5u ermessen. Oarauff ist T)ochgemclter vnser gnedigster Derr/ferner verursachtworden/an Dansen Scheint; w begeren lassen/das er seinen /Lh.. ZI» eigene uch/vnd mit gründ derwarheit/durch sein handt/ schrifft solte?» schreiben vnd 5» erkennen geben/ wie es sich vmb dieselben schuldbrieffe/dieer vnther ander leuten namen /aujfsein lühur. V. hette ma/ chen lassen (davon sein betentnus meldet) hielte/ Oarauffsein /ZIHur.V- 5»gründen hette/Dirauff hat er diese nachfolgende schrifft an sein LHur.ZS. Secha». ^)ochwir^ EsOchwirdigster in Gott Vater/ D"/ Durchleuchtigster/Hochgeborner Churfürst / gne^ ^ ^ d igster Herr/Nach dem ^D.CHur.G. gnediglichbe/ gerd/vonmir eigeutlich vnd mitgründe bericht zu werden/ wie viel doch der summen sein / die ich vnther ander leute »amen / auff^E. Chur. G. bracht / vnd vnther derstlbigm namen mir zu gut/ doch vnwisieud E. Chur. G. durch die^ ftlb haben vorschreiben vnd vorstchern lassen/vnd wie es sich eigentlich darumb halte/Darauffso weis tT. Chur. G. ich diesen warhaffcigen bericht nicht zu bergen / Das z» Augspurg auffjüust gehaltenem Reichstage/da ich Ch» G.bericht/dasich derstlbigcnbey denpimmeln/ Zehen tau^> stut gülden an münye/zu fünffzehen payen/auffbracht/ vnd lL.CHur.G. dahin bered/das i^. Chur. G. snen dauor ein vnd zwenyig eaustnt gülden goldt/ vorschrieben vnd sie verwiesen/die junzweien iaren darnach einzunemen das mir der halb theil an solcher summa / vnd den gewinst auch dei me/ so sidcr der zeit drauffgelauffen zuftendig/den ich auch noch bey den pimmeln stehen habe. VOiewol der brieffauss sie alleine gestellct/ auff das ich darunther nicht verdache würde. Gehaben auch gemelee pimmel an denobgemel^ ren zehen tausene güloen müny ) dauor die xxj. tausent gülden goldt vorschrieben / nicht mehr dcun fünfftaustne gülden erl«gt/vnd die andern fünfftausent gülden stind ar» barem geldenicht gefalleu/söndern ich habe die von wegen etlicher schuld/damitChur. G. mir verhafte gewest/ 5E.CHur. ll / ausslLwcr Chur.G. geschlagen. Item/so helt es sich auch vmb des )lVilhelm Reiffcn^ fieinsGummen/die^LwerChurfür.G. sme auss mein an-- regen / vorschrieben / vnd wider haben entrichten lassen/ daransein mir vier taustnt gülden Heuptstmnna zu gute gangen/zutampt dem Interesse/nach auzal wie es Reissen-- ftem genommen/auch vor etliche jchülde/sozum theil noch vnuerrechent. Ich hab auch solche vier taustnt güldon/ sampt dem INteresse/vonRcissettstein empfangen. Item/gleicher gestald / hab ich vncher dmzehen tanF jeuttM stnt gülden/dauor der Räch zu Halle sich gegen Vlrich Rauscher vorschrieben/stchstausent gülden/die ich auch «von wegen etlicher schulde/die ich noch Vorrechnen solle/ aufsL5wer Chur.G. geschlagen. Vin der auch sampt dem daraufslauffenden Interesse durch Rauschern / als er das geldt vom Rathezu Halle bekommen/ vorgnögt worden. Das ist gnedigster Herr/ vngeferlichen/ das ich mich dis mals eigentlich weis zu erinnern / das ich hinter wissen SLwer Chur. G. mir bey derstlbigen vnther anderer Heute „amen hab vorschreiben lassen/Vnangesthen/ das ich vber etliche solche stHülde / sonderliche sthuldt vnd schadloss briefse von lLwer Chur. G. gehabt / die ich gleichwol be? mir gehaleen/vnd noch jnn meiner behausl»ng habe/ Vnd wil tLwer Churfur. G. nachmal vntcrtheniglich gcbetten haben. N?eil ich meinen srthumb vnd vorhandlung er-^ kenne/ j^wcr Churfur. G. wolten mich auch gnade vnd barmheryikeit finden lassen. Das wil ich vnd meine freundtschafsc / gegen LLwer Churfur. G. zum vttS terthenigsten verdienen / vnd gegen Gott ver? bitten. Damm LNitwoch nach dem achten tage Corporis Christ»/ Annoerc. »555. E. CH. F. G. Armer vntercheniger gehorsamer Hans v. Schmiy. ,H Dem Wem Aochwirdtgsien / Wltrchleuch- tigsten/Dochgebornen Fürsten vndDerrn/Derrn Albrechten/Römischer Kirchen LIardinal/ Legats nato / iLmbischoffen ;u lvagveburg vnd Z)eint) / Primaten ^Lrt5cant?lern vnd lÜhur- fürst»/Administrator!,?» Dalberstadt/ Q)arggrauen?u Brandenburg etc. meinen» gnedigsten Der- ren/m sren Lhur.Veige» Handen. Vs diesm bmffm erscheint/ ob DansSchenit5 schuldig oddervnschüldig gewest/vnd ob sein Handlung mitab)iehung solcher grossen trefflichen summen/henckenswers gewest sey odder nicht. Vnd nach dem man aber/ aus Dieron-vmus Ä)althers ?u Ä^eiptzig ernstli- chem man/ daser wider vnsern gnedigsten Der- ren/fnn dem/ weil sein eioam Schenitzalsö jm ge- fengnus gesessen/ der;wcnt5ig tausent gülden hal/ ber furgenommen/vnd keine frist geben wollen/ ein besorg gehabt/c b Sehen it5 jnn dem villeicht 5u viel ausgesagt/das derbriefferticht/vnd smezusteydig were/ vnddas crs villeicht auffeine andere büberev odder anschlag chette/ Oerhalben hat man jme ge- meltesMalthers suchung vnd furnemen/furge- halten/vnd jnen abermals erinnert vnd gebetten die warheit;» sagen/vnd niemand mit vngrunvc zu beschweren/als ist er abermals auff seinem vori- gen bericht/vestiglich bestanden/ vnd sich erbotten/ deshalb an Z^?alther vnd die andere ges?l schafft zuschreiben/ schreiben/wie er auch gethan/ vnd ist derselb vrieff rvalther5ugeschicetwordeii/varauffZValthcrein antwort/jnn namen sein vnd Veranden? seiner ge, selschasse von 1^emnit5 gethan / nach laut nachfol, gender /üopev. Moiget die antwort Aronpmtts Wal- thers/pnd der andern seiner geselschafft/ RctMtlchler lieber sonHndschwa ger/N?ir habenewerschreiben/diexx.taustttt gülden belangend / seine jnnhalts vernomen/ vnd tragen des nicht kleine Verwunderung / IlViejr darauss kommen/ odder villeicht bered seid/das jr schreibet/derstlbige schulde brieff stehe euch zu/vnd dasjr vnsdennzugetrewenhan^ den zugesteldt hatt/ Das wir auch die Bürgen vmb dassel^ bige geldt nicht manen sölten/Denn jr wisset / das wir euch stchzehen tauftnt gülden geliehen / welche wir nicht allem mits^risstlichemvrkund/sondern/soesvon nothen/ mit leuten zu beweisen/Ob wir gleich etlich summa daraneem^ sifangen/so haben wir doch auch etliche summen von ewere wegen widerumb ausgeben/ Jr habt vns auch den schulde bricssnicht zu getrewen Handen geben / wie fr selbst wisset/ sondernzu einer Versicherung ausbracht. Dieweil wir denn ewer schulde halben Feld ausszinsezu vns genomen/dic wir jyt auff pctri vnd pauli abzulegen/ aussvnd zugeschrieben haben/so könne wir des geldes nicht emperen. wiewol wir vinb ewernt willen euch dester ehe gnad zu erlangen / gereie bewilligt haben/vns ausspetri vnd pauli mit der heisst zn stmgen/vnd die ander helffre noch ein »ar vmb fünss flo^ an Dans Schenit). renetc- rettebkattstchen zulasse,! / So viel müssen wir auch haben/ vnd dennoch noch Feld darüber ansszinstnemen/tVo vns auch solche bezalung nicht gehalten / würde es vno vbelbe^ kommen/vnd wir nicht vmbgehen e<5nnen die Bürgen ei« zumanen / IlVire vns aber avssdis mal zugehalten/vnd der Rest zu seiner zeit auch bezalt/ Vl?5llcn wir vns / wenn es Gottzu ewrer besserung schicken wird / mit euch erbarlich berechnen/vnd so viel wir euch aus redlicher rechnung schÄ dig bleiben würden/das wollen wir euch / sdder wenn fr es sonst verschaffen würdet / erbarlich vnd wol bezalm. Das haben wir euch jnn antwort nicht wissen zu verhalten/ Vi» benelen euch jnn den Schirm des Almechtigen Gottes/ Datum L.eipyig/ Dornstags Octaua Corxoris Christi/ Anno etc. 1555. JeronymnsvOalther derelter/Greger Gchüy/ Zehemer/Marx Schöy. Wem Erbarn bnd Vhesien ßansett von Schenit5/vnserm freundtlicheni lieben son vnd Schwager. Nd nach dem m solcher Schnffc Schenit, aussage verleugnet wird / haben die Weltlichen Aethe darauff gedachten Vchenit? )um dritten mal erinnert / das er wolle vie warheit sagen/vnd sich selbst noch andere / mit dem/das nicht befindlich nicht beschweren//Ls ist aber Schenit5/auff'seiner aussage vorige abermals deftanden/vnd gesagt/man würd es im gründ also desinden.Mie es sich denn auch also befunden hat. ZDcnn Denn nach dem gedachter ZValther/furnemlich „ach Schenit? ergangener rechtfertigung nach/ malsauff seinem leucken bestanden / vnd jnn dem sich vn seinen eidam des angezeigten falschen briefs halber vnschüloig hat machen wöllen/vnd jnn dem viel rede vnd gerüchts / durch gemelten ZValchcr vnd andere sein freundtschaffc daraus erwegt vnd getrieben worden/hat es seine/Ühur. O dafür an/ gesehen/das nicht wenig daran gelegen/Oasman den rechten gründ jnn dem auch an den tag bringen möchte/ Oardurch nicht allein die jenen/so sich gedachtes Schenit) betrug? theilhafftig gemacht/ eigentlicherfarn/sondern auch dabey vermcrckt würd / obDanscn Scheint? bekentnusrecht vnd warhaffrigwere. Vno was nicht allein jnn dem/ sondern auch jn andern seinen ausgesagte artickeln vor glauben darauft 5u ftellen/meniglich hette zuuer mercken. Oerwegen hat sein iLhur.ZZ.den Durch/ leuchtigsten vnd Dochgebornen Fürsten vno Der/ ren/Derrn Georgen / Dertzogen )u Sachsien/ L^andgrauen jnn Oöringen / vno g)arggrauen;u ODeisscn/vnscrngnedigen Derrn/als vnther dem gedachter Walter vno die andern sein gesclschaffc gcscssen/ansuchen/vno der sachen berichten lassen/ mit bitt/das sein F.g.den dingen wolte bev den jren weiter nachforschen/vnd die wege suchen lassen/ Oarvurch man hinter den rechten gruno vnd war/ heit kommen inöcht/ Jnn welchem sich sein Fürst. A.alsein weiser/gerechter/löblicher lfürst/vno dem die vntugend?u wioer ist/erzeigt/ Vnd den sa/ chen mit trewem vleis nachgangen. Vnv nach F dem sein vem seln/ZIHur.S.darauffeln öffentlich Audient) hirinn 5» L^eiptzig furgenomen/vahin vnsers gne^ digstenDerrn geschickten Zieche auch erschienen/ l?aben sein F. nach gehörtem / bciver theil für/ bringen/vnd aus NDalthers bericht vnd aussage so viel befunden/vas Dans Schenit5 jnn seinerbe/ kentnusdiervarheit ausgesagt. Vnd das der viel bemelte brieff/ vber die ange;eigtezwent.ngtausent güloen/falscl?vnvertichr/ Vnd das ZZregern vnd /Darx Schützen/auffrvelcher namen derbrieffne^ benIeronymus N)althergesteld/dauon nicht be/ rvustgewest/ auch TValther darauffnichtzu ma» nen gehabt . Oerwegen denn auch sein Mrst. S. mit bemelrem NDalther vorfügt/ das er solchen brieff seinen Fürst. V ?u Handen hat stellen müs> sen/de?i sei», Fürst. VDochbemeltem vnserm gne/ digstenDerrn forder zugestalt/ ^luch ZValther vmb solchs betrugs willen / vnd das verhengnus/ so er seinem /Lidam gestattet/gefenglich einziehen/ jnn gebürliche straffe auch 5u rvidcrstattung der vn^ rechten Interesse/so er solchs falsche brieffs halber Slbereit empfangen / nemenvnd anhalten lassen/ Wie denn sein F. S. des alles Dochbemeltemvn^ serm gnedigsten Derrn/vnther seiner F. V jnsiegel eine offenekundtschaffc geben/wie die vonworte 5u rvorte folgt. Herzog zn Sachsen/L.andtgrauefnn Därmgen/ ^ vndMarManez» Melssen.Sekennenvnd thun kund öffentlich an diesem bricsse/Nach dem der Hschwir^ digst« digste fnn Gott- / vnd Hocbgeborne Fürst / Herr Albrecht/ der Rom. Kirchen Cardinalvnd L.egatusnatus / ErybiF fthosszu Magdeburg vnd Meiny / Primas des heiliges Römischen Reichs/durch Germanien / ^rycamzeler vnd Churfürst/Administrator des Gtisscs Halberstadt/Marg» grauezuVraisdenburg/zuGtettin/pomern/der Cassuben/ vnd senden Heryog/^Surggräuezu V7örmberg/vn Fürst 5» Rügen/ Vnserfrcundtlicher lieber Herr/ Ohem vnd Schwager/ vns am Dornstage nach Visitaeionis Marie Virgin. Anno etc. im xxxv. hat vorbringen lassen/VVelcher gestalt» Hans Scheniy vnther andern seinverhandluilgett! freiwillig beöandt vnd äusgesägt/ auch darauffseine rechts fertigunggenomenhat/daservorgangener zeit einen er? eichten sthüldbriessvber zwenyig tausent goldt güldcnhae stellen lassen/ Der gestald/ob vttstre bürgere vnd vnterthaz- nen Jeronymus )tValther vnd Marcus Schürz zu Leipyig vnd Greger Gchüy 5» Aemniy/samptjren mituorwanten- geselschasscen der Hütten zu Rcmniy/ vnd dem Geier solche zwenyig taustnt gülden an golde seine liebden hettenvor-» gestreckt/ dauor sich auch etliche Grauen vorschrieben/ welche darleihung doch nicht beschecn/Dcrwegen vns stm ^.angesucht, XVeil solcher errichter schuldtbriess bey dem vorgemetten Jeronymo Uralter enthalten würde / wie denn Gcheniy solchs ferner ausgesagt / auch Nlalther des> ftlben brieffs/auch etlicher Interesse halben/die daraussgc- laussenstinsolten/ Damals jnn sein vnd gemelthcr gcftl^ schasst namen/albereit gemandt vnd angezogen/ Auch da» Interesse daraussempfangen / das wir wolten ein gebür^ lich einsehen thun.Hiemit seinÄ.. also wider billigkeit nicht angezogen/noch durch solchen betrug weiter jnn schade»» geDrt/noch darinnen gelassen würde/ So wir vns dan dar auff der sachen bey den vnsern/ mit vlcis erkudct/habcn wir so viel befunden / das der gcmelte sthuldchriessvber die xx. F taujent taustnt gülden erdicht gewest/ Vnd das Gregcrn vn Marx Scbuyenobgemelt/ auss welcher namen der bricssneben ZlValthern gestcllet/von solcher schuld vnd Mkch dem schult briessenichcsbewu st gewest/ das sie auch daraus^ vnstrn Herrn vnd Ohmen/dem Cardinal vnd Eryblscboff^z» Magdeburg vnd Meinyetc. keinen Heller odder xfenmng vorgestracke / Vnd aber Jeronymus U?alther sich verne^ men lassen/das / wiewol er zuuorndie ganye Summa des briesss gcmanec / vnd da» Intcresie darauss elnpfangcnf wie des auch seine briessvorhanden/ vnd vor vns stind vor^ gelegt worden/ So wcre doch jme Hans Scheniy nicht- »nehr als stchs vnd zwenyig Mundete gülden noch schuldig/ vnd wenn jme die e,»trichtee würden / so wüste er niemands desselben bneffs halben zu manen noch weiter anzuziehen vnd möcht dann leiden/das der an den orthqueme/ dahin ergehöre. Demnach/als wir solchs vnerbarn betrüge jn^ nen wurden/So haben wir jncn dahin gewcisi/den viel ge^ melten briessvor vns nider zu legen / Den wir auch vol> gcnd vnstrm Herrn vnd Ohmen dem Cardinal vnd 5Lryi bischoffetc. wie sich gebüre/ wider zu hanvcn stellen lassen/ Auch geinelten VOalehcr / hernach vmb seine vergessllche handluitg vn vnwarem bericht/ vn aussagcn/jnn gesengnu» einziehen/Vnd darnach sm das empfa-tgene vngebürlich« Interesse wider zu geben/vnd ein stadliche geltstrasse ha^ bei: ausslegcn lasien / die er auch also gehorsamlich emgan^ gen vnd entrichtet hat. Vnd nach dem vns gemelter vnser Herr vnd Ohem deshalb vmb kundtschasst angesucht haben wir seiner L.iebe zusterckung der warheit/ die zu we^ gern nicht gewust/ Vnd des zu vrdunde mit vnserm an» Hangenyen snsiegel wissentlichen besiegelt / Geben ZU Dresven/Dornstagjnnder heillgon ^fingst. wochen/Plach Christi vnstrs liebe,» Her» ren Geburt/ i s z 7» Georg HeryHgSachssen eec» M Vs dieser fundtscßaffc Hnd dem HA ^was daraus erfolgt/istw befinden/wie ehr/ ^ lich Dans Scheint) vnd etliche andere mit vnsermgnedigstenDerrn gehandelt/Vnd ob sich solche thatten/wie Anthoni scheint) das furgibt/ also wollen beschönen lassen/ob auch seinem bruder etwas wider die warheit/mitvn menschlicher mar/ ter abgedrungen/ odder ob er die warhcit bekandt hat. So hat sich auch gleicher gestaldt befun/ den/das gcmelter Dans Scheint) jnn denarti/ ekeln/wie er sein Handlung mit den andern brieffen/ gegen Aauscher/Aeiffenstein vnd andere furgeno/ men die warhett ausgesagt/ Oerwegen jme denn snn den andern artickeln seiner betentnus so viel mehr statt vnd glauben mus gegeben werden. Vnd weilsich denn solche des Schenit) be/ kentnus vnd grobe vorhandUmg mehr denn zuviel befunden/vnd Anthonms Scheint) vnd seine vor/ wandten / sein ^Lhur« V. nach darüber haben zu srem mercklichem vnd grossen schaden trotzen wol/ len/Auch seinen lLhur.ZZ- die Register/auch sre drieffe/siegel/quitant)ien / schuld vnd schadloss/ brieffe/so mir seiner lLh g gudt^nd gelde/sein erle-^ digc gewesen/^n anders rvwcr ZZott ehre vnd recht vns alle billigkeit vnd erbarteic furenthalten ha^ den/vnd ^nwonius Schenit)/die seinen /Lhur.ZS< noch furenthelot. So ist sein l!7hur.S' dardurch bewogen wor/ den/Meil mans nicht anders hat haben wollen/vn es^)ans Schenit) wol hat verdient gehabt/den weltlichen weltlichen Lethen/die fache heim zustellen/das Z^echt wider jnen ergehen zu lassen/Oas hat man lme auch Dansen Schenitzen / nach brauch dieser Z^andart/auch nach snnhaltderNewen 'Kevserli-- chen peinlichen Dalsgerichts ordnung/ drey tag 5uuc»rnankündigen lassen. Oas ersieh mit seiner deicht Vottes rechten/ vnd darnach zuschicken/ das er auch also gethan/Vnd ist darauffdes Montags nach Viti / an vermindern ;al/imfünffvnd vreissigsten/des morgens zu rechter gerichts tag-- zeit/vnw sieben schlege vor Mittage/vor den gewollt tjchen gehegten/vnd besatztem peinlichem Dalsge«- richt/ausserhalb der brücken vormSchlos Vibi^ chenstein/da etliche hundert menschen zugelauffen vnd beigestanden sein/ öffentlich vnd gerichtlich furgesteldt/vnd nach beschehener vnd furgebrach? cer seiner /ühur.V. weltlichen Oberkeit anwalden peinlicher anklag/die sich etwas jnn dielengecr^ streckt/vnd die vorgesetzten artictel seiner gethan ven bekentnusfnn sich begrieffen/als jme die einer nachdem andern / deutlich vnd vntherschiedlich vorgelesen / öffentlich vnd gerichtlich / dieselbigen alle vnd vede bekandt vnd gestendig gewest. Vnd das er Dochgemelten vnserm gnedigsten Derrn fnn fünffczig tausendt gülden betrogen vnd be/ stolen hette. Vnd als snen des der Dichter zum andermal gefragt / ob er es auch alles darumb er beschuldigt würd/ bekennet/ Darauff freiwillig va/gesagt/er bekeuts alles/ Oarauff jme auch Dichter vnd Scheppen des L^andtgerichts zum Sibichenstein/vornnttelst jrem cntlichem peinig chen vri nach dem die bemelceanwaloe am ende der peinlichen klage das Richterlich Amptangeruffen/ seinenlL.gdie resticutionOes/darumbDansSche nitt sein Llhur. Z).betrogen vnd abgestolen/ sampc den erlittenen scheden Interesse/ vnd vnkosten?u5u ernennen vn aus;usprechen/ gebettcn haben bemel/ te Dichter vnd Scheppen im selben vrtheil 5» recht funden vnd erkandt/das dieselbe Restitution vnd erstactung alles des / das Dans Schenit5 seinen /ühur.ZZ. abgeftolen vnd betrogen/ von allen seinen gütern, beweglichen vnd vnbeweglichen/ woviege> legen sein odder gelegen weren/ billich geschehe/ vnd das sein Llhur.Z)» sich an denselben Schenit) gütern/alles des venigen/so er seinen/Lhur.V entF " wandtodder abgeftolen / sichjnn fünMgrausenr gülden erftreckende/samptallen erlittenen scheden/ Interesse vn? vnkosten vor allen seinen gleubigern erholen mögen von^echts wegen. Vnd nach solF chem vorsprochenem vnd publicirtem vrtheil/istdie wircklicheexequution/so viel die peinliche straffbe^ langet/durch den nachrichter ordentlicher weise/ nach gewonheic des gcrichts mir Dansen BcheF nit5/pub!icevnd öffentlich/ vnd an der gewöntliF chen stelle/va man solche leut pttegt?u rechtfertig gen/furgenomen / geschehen vnd ergangen. NDie solcbs viegerichtshendele 5»m Vibichcnstcin/das crgangene vrtheil / auch die deshalb auffgerichten Instrumenta/ vnd vrkunden ferner besagen vnd jnnhalten/ vnd imfall der notturfft mügen furge, legtwez-/ legt werden. DiraUs meniglich nttierstehen/das mitDanscn Schenitz rcchtfcrtigung ordentlicher auffgerichter vnd rcchtmessigcr weise vmbgangen/ vnd das er nicht/ wie Anthoni Sch.enin vnucr> schempterertichter weise angibt/mit dem stricket mordt worden/ So seinv auch etlich viel redner bey vem gehegten peinlichen gerichcegestanden / Vnd da Dans Schenirz vmb einen ovder mehr gebet/ ten/daserjm'sein wort hett halten sollen/solchs werejmeals wenig als andern gewegcrc worden. Das aber seine freunde bey solcher rechtfcrtigung nicht entgegen gewesen sein sollen /wiewol den/ noch etliche seiner schwegere dabey gesehen sein worden/das ficht rnscrn gnedigften Derrn wenig an/sein F7hur.ZZ.tan auch nicht darfür/ZDenn sein FÜH.g.habens niemant vorbicte lassen/ das er nicht, möchte odder solte dabey sein / odoer da yemandts von den seinen vors gerichte kommen / das er des» halbeinigegefarnus hett besorgen dürsten. Oas aber sein ^Ihur. ZZ. oder derselben weltlichen Z>eF the/vieselbe sein freunde 5» solcher rechtfcrtigung hctten laden odder fordern sollen/Oas ist scin FÜH. V »och die^ethe zu thun nicht yerpttichtec gcF wesen. TVas aber anlangt die zuerkante ^requntiF on/anDausen Schenic? gütern/vnd varauffcr-i folgte /Lxeqnutorial brieffevesgerichrs zum Dibi-? chenftein/oes ergangenen vrthclls halber an Sal 5/ greucn/ Schultheis rnd Schcppen?u Dalie/per subsidium ausgangen/Oarinncn hat sein LIbur» noch nichts yorgenomen/ denn das seinen /üh. D vcr/ B-vermüge verfechte/ auch nach gebrai,ch vnd herLonnncndergerichccwol gcbürt hat/NOiewol sein SIH.S.noch bisher/ vmb furbitt willen Doch gedachs vl?sersgnedigen Derrn Derttog Veor, gen;u Sachssen / auch anderer fromen leut / so vor Danscn Scheint? r'indcr/vnd die NDitwen gesehen hen/rvcnlgcr gethan Oenn Dansen Schcnic> be^ gangene that/vnd etliche semcr freunde verursa-^ chunggceigcnt/auch seinen /Lhur. D- sie fechte nachgelassen. Q)ir trügen auch nicht 5weiffel/ do dls vngeschickt/ Ancvoni Scheint? schmehen vndjniuriirn verblieben/seinlÜhur.S worden/als ein gütiger/frommer nnlcerzfürst/auff vorbitt ec^ sicher Fürsten vnd anderer frommer leute/die 5um offtermalvor die U^itwen vnv kinder geschehen/ sichgnediglicher denn Dansen Schenit? verhäng lung eigens/erzeigt / vnv sich .w gnaven haben be^ wegen lassen/Was aber vis schreiben vyd vnrecht/ wessig schmehen varzu vsr foroeryus geben wtt/ hat meniglich bey sich wol?n bevencken. Aus diesem warhafftigen vnv gegrün tem be/ richt / haben /L.i^hFürstlich gnadt/gnaven gun/ sten vnd jederman wuerftehen/ZVie sich die sachen nutDansen Scheint? vom aufang bis 5um ende zugetragen/das jme Dochgemelter vnser gnedig^ sier Derr/riel gnavt vnd guts gethan/jme auch ge^> trarvecvndgcglaubet/ Vnv das er darumb so viel böslicher gehandelr/jnn dem das er sein Ahur.S. so gröblich betrogen vnd bestolen/vnd jnn so mercl? Ziehe scheden gcfürc/ Oas auch sein lLhur. vnv Derselben weltlichen j>ethe / niehr denn zu viel vrs L y fachen fachen anzeigung vnd Inditia wider snen gehabt/ jnen gefenglicheinzuziehen?u enthalten/ vnd mit der scherffsich derwarheit bey jmc zu erkunden lassen/ Vnd das sme zu letztauffseinfreiwilligs ge/ richtlichsbckentnus / daser öffentlich vordem ge^ richte gethan / das recht ordentlicher gebürlicher weise wioerfaren/vnd jnn dem kein vnrecht gesche-- Hen sey/Oas auch Dochgemeltcr vnser gnedigster Derr/sich der zu erkancen lLxcquution an Dansen Schenitzgütern/vnd darausscrfolgte Subsidio/ nal^xequutorial/billich vud mit recht gehaltenen halten müge/Vnd dasAnthoni Schenitz/jnn dem wider recht/wider vnsern gnedigstenDerrn gehan dclc/ vnd noch handelt/oaser die bricfe/R.cgister/ quiranrzcn vnd anders/das zum theil semen /ühur. ane Mittel zustehet / aus dem kummerznDall heimlich vnd dieblich hinweg bracht oddcr brin/ gen lasien/Vnd seinen /ühur.ZZ. bis daher furent-- heldet/vnd nachmals furenthalten thut. Vnd das er die sein mutwillig vnrcchtlich schrelbei? ane not/ vnd wider recht vnd billigkcit/auch wider sein selbs gewissen gethan hat. Vnd wider seine eide/ehrc vn pMchtehandelt/snn dem/ daser sein /Ühur.S. als seinen rechten natürlichen Liehen vnd Ä.andessür/ ften/vnauffgekündigt/solcher seinerptticht vnd A^e/ hen/miterrichten schmeworten an sein /Lhurfürst-- licheehre vnd hocheit angreifst/ Öarumb er bildlich an leib vnd gutt zustraffen/ Darinnen wir auch seinen lÜhur»ZZ.Hirmit nichts wollen begeben/ son dernalle notturffc vorbehalten haben. Vnd wiewol durch solchen bcschehenen bericht diesells diesclb sein schmehen / sehenden vnd verunglim^ pffcn/Sunnnarie genugsam abgelehnet vnd ver/ antwort/also/wo eroddcrdie/sojnen darauffgc/ fürt/einige ehrodoervornunfft/jnn jren leiben het- ten/sich ewiglich dafurbillich scheinen solte/ nichts minder/vieweil er jnn solchem seinem schreiben/ etliche blosse lÜopeicn etlicher Schristten/die vnser gnedigster Derr an Danscn Schentt; / als damals seinem vertrawctem diencr/?u seinen eignen Handen sol gethan haben/die wir doch nicht gesehen / auch nicht wissen/wie es sichdarumb helde/publiciert vnd aufzeucht / jnn den» er abermals vntrew/ lich/vndwivcrsein ehre vnd eide/auch wider aller frommen leutestttvnd gewonhcit handelt/furnem lich/aldieweil solche schrifften/ ob die schon vor/ handen/vnd vorgelegt werden möchten/der me/ rertheil5u dieser sachen nichts thun noch gehören/ vnd Dausen Scheint; böse Handlung mehr beschul digen denn cntschüldigen/Vnd allein ein vermeinte vorunglimpffung vnsers gnedig.Derrn darinnen gesucht wirdct. Oamitnun snnden eauchnichtes vbergangcn / so wöllen wir solche seine vermeinte schriffc auch stückweise vorantworten vnd an;ei/ gen/auffwas vngrund/losen behclff/ geticht vnd vnwarheit die gestcllet sey. Vnd erstlich/das gemeltereinisch/stucr> wew empfangen / vnd aufs seiner Llhur. V« gchcis vnd beuelch nüt5lich vnd vancMch ausgeben / vnd die vorrechent habe/ So hat auch Dans Schenit) das wider von seinem vater ererbt/noch mit seinem Handel erwerben tonnen/das er seinen iL.g.viel hett vorstrecken odder borgen sollen/wie das hiroben weiter ausgefürt ist/vn!? geplrot nicht eine geringe Vermutung wider Dansen Scbenit5/das erjnn solcher angezogener Auitany/seine auffnamc also anh ausdrücklich vnd stuckweis hat setzen lassen/odder dcrauegabc gcschwicgcn/vnd sich der allein mitge meinen Worten quitircn lassen/ vnd stehet gar nicht dabey/wo hin er die / odder wem / er sie entricht Habe/Vnd wenn das auch gleich deutlich dabey stünde/so folgt doch / noch schleust auch nicht/ DansSchenit?hat dismals diese odder auch die nachfolgenden posten vnd Summen/bcrechcnt/ ZDarumd so hat er auch die andern alle bcrcchent- U?iewol man jme nicht gestendig/das er auch die/ selbigen ersten posten recht berechent hatt/ denn es seino viel mengel vnd gebrechen darinnen befun^ den/wie hirobcn im anfange das nach der lcnge meldt ist. ZDarumb so verstehen wir nichr/worzu diese vermeinte i^uitant; alhir angezogen worden/Dieweil sieDansen Schenit? snn nichts cntschülvigt/nocl) seine Verhandlung ablehnet/ sondern viel mehrvor^ vechtig macht/Ist auch dem beschlusswidcrwerF tig/ odver beweistye den zum wenigsten nicht / den Anthoni Schenit> daraus einfüren wil/das Dans Schenic?/bisjnn dasacht vnd5went?igsteiar des ^Lrt?bischoffs diener nicht gewesen sey/VOeil diese vermeinte quitantI/die da redt vom 5went)igstcn bis jnn das sechs vn;went?igstc iar/jnen des/LrtF^ biscboffs diener nent/ So gibt es auch die dritte an gezogene Schrifft/darinne sein /ühur.ZZ. jme drey tauscnt gülden gnadengeldt vorschrieben/Soher/ nach folget/anders 5» verstehen jnn den Worten/ da stehet/das der iLrtibischoff jnen furdev 5» seinem dienste bestaldt/ welche worr so viel an^ci^cn / das er 5» er zunsrn des lLrtzbischoffs bestalter diener auch gewest sey/sonst were nicht noth gewest/ oas wort furder/)uset;en/het sich auch dahin nicht gcreimbt/ sondern er würde gesagt haben/das wort nu hin/ furthan/odder dergleichen. So befinden wir auch nicht/was die ander an/ gezogene vermeinte Quitant; / vnd dar?» die dritte angezogene schrifft / darinnen Dansen Schenitz drey tausentgülden gnaden gelt vorschrieben/Vnd er furder zu seinem dienste bestaldt wirdec/ Ob die gleich mit jren originaln mügen bekrefftigt wer/ denzu dieser sachen thun/anders den das die Dan/ fen Schenitz fach/ so viel mehr beschweren/das er mit seinem Derrn/ver sme so viel gnad vn guts ge/ than/rndsme auffein mal drey tausent gülden gna/ dengelt vorschrieben / welchs vor einen solchen kauffman/wie snen sein bruder nennet/genug ge^ west/sovntrewlich gehandelt/rnd inen so hoch bestolen hat. Vnd ist dis ein vnuerschempt geticht / das vn/ sergnedigsterDerr inen mit glatten vnd gntschei/ nenoen worten gereitzt/rnd 5» sich gezogen/das er seiner /Lhur.ZZ. hoffoiencr hat werten sollen etc. beschicht auch seinen lLhur.g. darinnen vngütlich/ dan er ist ye der man nicdt gewcst/den Sott lob/ein solcher anschenlichcr lfürst/ so hoch vmb seinen di/ enst/hette mit glattscheinenoen worten ( wie ers nent)reitzen sollen. So ist es noch wisentlich / rvie hoch ersieh allzeit zu seinen Llhur. ZI. einge^ drungen/cnd viel hat sein wollen/ rnd mehr thun/ Senn jme befohlen gewest/sich auch allzeit viel be/ uclchs velchs angemast/ des er wenig gehabt/ das fme auch solchs 5»m osstermal durch vnsern gnedigsten Derrn vnd andere/ist vnthersagtworden/sich nach seinem standt?u halten / vnd fachen / Sie jme nicht befolen/müssig?u gehen. So wirtauch hochgemeltem vnsermgnedig^ ftenDerrn/aus bösem/ neidischem / hessigem ge, mnt/doch Sott lob/mit vnschülden/znn denselben schmeschrifften ferner 5ugemessen / als ob sein ^h. V.viel schöner erbaweten kirchen / armer leute ho/ spital vnd Klöster / die Sott n» ehren / dem armen gemeinen nut5 5» gute auffgericht / solte 5ubrechen vnd verwüsten lassen / vnd die stein an ein gemeine Austhaus/vnd ad prophanum vsum haben wen/ den lassen / Oenn seiner ^hur. kirhengebewde seind/Sott lob/ für äugen/ die da schöner vnd her/ licher/bequemer vnd köstlicher seinv/denn derörth ?uuorn keine gewesen/auch mitsolcherzier/orde/ nung vnd köstlicheit/5uder ehre ZZottes/auch ;n vntherhaltung desVottsdiensts/ vnd der armen erbawet/vnd auffgericht/das die Stao Dalle da» von einen ewigen 5ier vnd preis/ vor andern billich haben wirt.Oarumb so gehört dieser vorwurffhie/ her nicht/ da alte kirchen vnd Hospital / an andere bequemere orth geset)t/vernewert vn gebessert/sonF dern man lest es die vorantworten / welche die kir-s chen vnd jre guter anders gebrauchen/denn sie geor vent/vnddie alten kirchen vndhospital abbrochen/ vnd keine newe wider bawen/denn da alte kirchen/ Spital odder andere gebewde vorandcrt vnd abgei drochen/^n an ander bequeme orth verlegt/vnd scho A> nere nereauffg.'richt/^nd jnnSottes ehre vnd 5» dem brauch/dar?» sie als jnn Lottes ehre vcrordent/ perpetuirt vno besser gemacht werde/den sie ?uuorn ^e gewesen. Oas must man yealso nicht cauilliren/ sonderlich da/jo solichs gebürlicher ordentlicher u?eise/vnd mit nachlassung vndauctontet der ho^ hen Obrigkcitdarzu gehörenve/ wie jnn diesem fall beschicht. Daraus meniglich zu spüren/mit was hessigem §emüte dieser tichter/ es sey nu Anthoni Schenit) oddcr ein ander/aus sonderlicher affection vnd ver-^ bitterung seins gemütesallc seiner/Lhur.Vsachcn vnd furnemen/auchwie gut die seien/vorkeren mus? sen/ZDerwegen er auch die schöne herliche Aiberey lieben der /Lappellen daran/ die sein Llhur. Zö» als ein Nachfolger der Ältesten / gelertesten vnd from>> men L>ischöffe/ neben seiner LH. S. Siffttirchen )u Dall/oen jt;igen vnd nachkomenden Studios?« 5» gute auffgericht/auch tadeln mus/vauon die al^ ten Ixönig rnd Fürsten/bey den/Christen vndDei^ den/lob pnd preis erlanget/vnd derselben nach da-» bey im besten /jnn den beschriebenen Distorien ge/ dacht wirdet/Vnd darffalso durch Anthoni Sche nitz mit prechrigen rvorten gesagt werden/das Dans Schenitz dafür einen grewel gehabt/vnd hat sich jnn seiner conscient5 beschwerd/ solchs bawes ein bawmeifter 5» sein/vn ist jm dasselb ampt rvider seinen willen aufgelegt worden / der sich doch zuvor» öffentlich bey seinem leben selber hat hören lassen / das er den köstlichen baw an seinem Hause;u Dalle/ den er auffzwentzig tausent gülden angeschlagen/wie oben gemelt/am aller meisten darumh varumb hat angefangen/das man sehen solte/ das er ein bau?nieisteru?ere/vnd jme das bawmeister amptan dem angezeigten vnsersgnedigsten Derrn bau? vertrauten möchte/Oerauch nicht gescheucht hat die steine/bawholtz rnd brette/aus den angezo/ genenkirchen/die vnser gnedigster Derr zu dem neu?en A^iberev vnokirchcnbau? verordent / heim/ lichzuftelen/vndsnn sein Haus/fonverckvnd gar/ ten zu gebrauchen /rvie es denn öffentlich zum'theil noch alva zu sehen ist. Oarumb ist diese conscientz derzu Vergleichen / die Anthoni Schenitz gelernt/ das seinem bruder vnrecht geschehen/vnd 5u diesem schreiben gevrungen Hat/So enthelt snen auch ni^ cht/ das er zu solchem vnscrs guedigsten ^)crrn baw/einen sonderlichen bawschrcibervnd Voigt vorordenr.Öieroeil es am tag/ das er beide als vn/ fers gnedigften Derrn /vnd seinen bau? nicht aus M?eien/sonvern aus einem vnsers gnedigst. Derrn beutet Vorlegt hat/u?ie das sein eigen beke«Mius mit bringe/vnd die bemelten seine vorordenteauch ni/ cht haben jnn abrcd sein können. ZDaraus vndauch aus anderer seiner gethanen bekenmus sich^volbe-- find/u>teer mit den? selben bau? v»d andern fachen vmbgangen/vnd wer dem andern schuldig blieben. Vnd ob n?ol dabeNeben abermals ein vermein/ te quitantz angezogen/ ^Velcher gestaldt vnser gne/ vigsterDcrrjnen solle vom zwentzigsten bis znns ein vnd dreMgste iar aller seiner auffna nid nach seinem gefengnus/nie erlangen können/ Bis so lange sein Churfürst. V»M» wegerung des die rechte warheit aus jme selbst / durch Oottech gnade/vnd mit rechtlichen wegen erlangt haben/ wie denn seine bekentnus vor dem gerichte auch sein eigen handtschriffc solchs klar mitbringt. Vnd das denn auch ferner Anthoni Schenit? ausfüren wil/das der angefangene newe baw / sei, nem brudergantz entgegen gewest sein sol/wiewol es nichts)ur sachen thut/ vnd znen darumb nicht entschüldigt/daserhatstelen sollen/So wendt er aber einen brieff für / den vnsergnedigsterDerr sme geschrieben haben sol/oarinnen doch kein wort vauon stehet/ob jme der baw gesellig odder mis^ fellig gewest/sondern wenn man den brieffrecht eri messen wil/so bringt er so viel niit/vas vnsergneF digsterDerr andere sachen neben demselbigen baw damals gehabt/Oarumb befilcht er Dansen Sehe nit?en/das baw gelt/an andere ende 5u geben / vnd das.m dem baw sonst geldt auffbracht werde/vnv stehet auch nicht/das Dans Schenit5 solchs auss? bringen/odderauffseinen namen borgen soll / dar/ umb bringt dieser brieff abermals dis gar nicht mit/dar?u er allegirt wird/als das Dans Sche^ nit? wider seinen willen/solchen baw verwaltet/vn selbst geldtdarzu auffbracht habe/vnobers gleich mitbrächte/so hat doch Schenitx darumb noch auch/vmbdergiiedigenschriffcvndermanungwilF len/sein/llhur ZZ. smeals einem diener/dem sein ^Lhur.)2. damals vet'trawec/kein vrsach gehabt/ seinen/Lhur, ^S. )ustelen/vnd sein/Lhur. ZS. afso ^) iij gröblich gröblich 5u bekriegen / sondern das gnedige vnd grosse vertrawen/das sein /Lhur.S. zu jm gehabt/ beschwerst seine that so viel höher/vnd ist deste mehrer strefflicher gewest/ ZVie viel mehr er bey seinen /Lhur. trawens vnd glaubens gehabe hat. Oasauch ferner Rnthoni Schenitz anzeigt/ das hochgemelter vnser gnedi^ster Derr / seinen bruderzu etlichen vielen seiner/^hur.Sheimlichen fachen gebraucht/vnd damitbeswerd /können wir abermals nicht vermercken/ZVas das zur sachen thut/odder seine Verhandlung erleichtert/zu deme/ das die angezogene quitantz nicht ein geringeanzei/ gung gibt/ seiner Dansen Schenitzen bc)ser Handlung vnd argerlistigen practiten / damit er seinen gnedigsten Derrn den lÜarvinal vnd Lrtzbischoff' der jmgetrawet vn gegleubethat/ so hinterlistiglich betrogen hatt / ZDenn jnn der angezogenen quitan/ tzen/hat ereben die summen gcserzr/bey den tdim/ meln/ Rauscher vnd Aeiffenftein/die also nicht auffkomen sein/sondern cr Dans Schenitz den mehrern theil erticht hat/vno die vnserm gnedig/ stenDerrn verrechent / als hctteerdie eingenomcn vnd wider ausgeben/das doch nichr beschchen//Lr auch noch nie berechent hat/laut seiner eigen bekenc nus vnd handtschrifft/ Vnd hat sich gleichwol/ wie diese angezogene quitantz meloet/dauon qui-> tirn lassen/oarausvenu sein dieberey/falsche Hans Zung vnv betrug / mehr denn genugsam erscheiner/ vnd was auffoiese vno andere angezogene vnd ver-- geinte quitantz zu bawen sey. Vnd weil denn Anthoni Anthoni Schenit! solchs wolweis/vnd smevnuor borgen/ vnd darffs gleichwol für die leut bringen/ vnd noch darüber vnsern gnedigsten Derrn vnrher^ stehen damit 5» beschweren. So ist daraus abermals wol ab.nnicmen/was sein gute gewissen fein/derer sich rhümet/die fncn zu solchem schreib ben verursachet haben. gleicher gestalt/wie auch das ein ansehen hat/ das gleich daranfffolgd/ darinnen er von etlichen heimliche Hendeln vnpractite schreibt/ dafurDans Schenit? ein schew sol getragen haben/das die den langen weg nicht möchten bestandt haben/noch ei/ nen guten ausgang gewinnen/NAewol er selbst be^ kand/das er nicht weis was es sey/vnd wil doch dardurch seinen lühur.V abermals einen verdacht vn argwan >u ziehen/verstehet meniglich/ was das vor ein gut ansehen hat / vnd ob es auch Christlich vnd billich einen gemeinen menschen/vn einen seins gleichen / ?u geschweige« seinen Zl^andtsfürsten der gestalt zu beschweren/ XVeil es aber AnthoniSche nit) nicht weis noch wissen wil/was vor sachen ge/ west/die seinem bruder ein Vorsorge gemacht / das die/die lenge nicht würden bestand haben / wollen wirs jme nicht verborgen sein lassen/ das wirsaus billichen erbarlichen Vermutungen dafür achten/ das es nichts anders gewesen sey / denn das seine bösliche diebliche Handlung/die haben jme seine gewissen beschwerst/ vnd er sm wol hat können treumen lassen / das die die lenge vnserm gnedigl sten Derrn nicht kunten verschwiegen bleiben/ deii das er?u beschönung solchsseins vnbestendige für geben» gebens abermals ein nottel einer gant? gnedigen schriffc auffzeucht die hochgemeltervnsergnedig> ster Derr von Aschaffenburg aus/dingstags nach ZLpiphanie/^nno Q). D» xxxif. an DansenSche-- mt5 soll gethan haben/solche schrifft haben wirni^ cht gesehen/können auch nicht wissen/ob vie also vorhanden/vndwas das rechte original/das vil^ leicht wenigerodder mehr mitbringt / Oas spüren wir aber wol aus dieser nottel/ das es Dansen Schenitzen vmbgeldtist zu thun gewesen/daser hat heraus haben wöllen/Vnd das er vnsermgne/ digstenDerrn etliche furschlege gethan/vnd etli^ ehe sachenzu handeln angebotten / dafür sein /üh. Ssnen selbst vorwarnet hat/ vNd nicht für gut an/ gesehen/wie das denn snn dieser nottel mir hoffli/ chen worten genugsam angezeigt Wirt/Seind nun etliche heimliche Hendel odder practiken darunter/ davon wir nicWwissen/die kommen von Dansen ^chenitz/alsderden rathgeben/vnd nicht von vn» ferm gnedigsten Derrn her/ NÖelchen rath doch vnsergnedigfter Derr nicht vor gut angesehen/wie denn diese schriffc des klare anzeigung gibt/vnd wil doch gleichwol sein /Ühur. darinnen / wie sich auch gezimpt/das glauben solt erhalten werden/ wecbsel vn anderebeschwerung nicht fliehen/ ^uch fme Schenitzen/als damals seinem diener/dem seil« Lühur.ZS. vertruwet/hcraus zuhelffen/ vnd neben jncnzu tretten/sich ei botten. So thun auch die nachfolgenden angezogen fchrifften/die an Dmisen Schenitz / vnd den alten L»mimermejftera«sgaWett/auch nichts zu ent/ schüldiF Müldigung gedachts Schenitz Verhandlung/das gibt aber der eine fnnligende brieff'an den ^lam/ mermeisterzu verstehen/das Dans Schenit5/niF cht allein den ausschos / sondern auch dem Llam-- mermeister bey seinen.LIHur.O.verunglimpfst hat/ vnd ist daraus wol vetmutlich/wo ^nthoniSche nit; der sachen bessern schein geh»abt / er würde dis vndienstlich geschwet? vnterwegen gelassen haben. Oas nu Anthoni Scheint? aus dem allen einfü ren wil/das er gevencken kan/das sein bruder beide den ausschOs/vnd auch die Aandtschafftder beiden Stiffce//DaSdeburg vnd Dalberstadt/vnd noch frembve Herrn vnd Brauen ^uffsich hat laden müs^ sen/die vmb solche practikcn nichtgewust/vnd ni? cht anders gedacht/es Küsse von lm her/ Oas sich auch vnser gnedigster Derr solte gegen sie vorne^ menlassen/vnd als dienende rechnung von seinen lLhur. O. gefordert/das sich sein Llhur.g.mit sei^ nem bruder (wie ersnent)sol haben weisgebrandt/ vnd jnen für die schatzung ;um opffer vberantwort vnd bey seinenfeinden/dieerime vmb seiiierj^hur. S.willen/5u feinden gemacht / raths vber snen er<- holet/seinen kopffaus der schlingen gezogen / vnd die seinem bruder an den hals geworffen / doch mit bösen gewissen/vnd wider seiner iLhur. S. brieffe vndsiegel/jnn demschmehet vnd jniurijrt ^nthoni Scheint? vnsern gnedigsten Derrn felsch Uch/vnd mitertichter vnwarheit/vnd er wirt das nimmermehr wah; machen können / denn vns ist das anVers bewust/ So weis es auch der Aus> schos beider Stiffte anders/das es nicht geschehe I ist/ so«» ist / fondern böslich erticht/vnv das Daus Sehe/ nie? 5u keinem opfter vberantwort/fondcrn das fme die schlingen an oen hals koiumcn/?ashat feine ci^ gclic bekante vncrew vnd Verhandlung gemacht/ vnd wird die löbliche Aandtfchaftr/mit vnwar-^ heicvnd rnbiiigkeicjnndom/von ^nthoni Sche/ nic?befchwerdc/das die pe einige rechnung von fci^ ncn ^IHur.S. gefordert/ Oenn sie ehrlichen löbli-^ chen stenoe/wissen sich des gegen feinen iühur. S. als sren? Aandsfürsten wol?udalten/rn gottlob/ vnterrhcnigcrrnd bcss.rdcn^nthoni scheint? rnd etlichen feinem anhange rnd radtgebern lieb ist/ wie tan er denn von sich fchrciben/man habe feinen bruder vordiefchaczung 5umopffcr rberantwort/ Sa doch jnn ei langung der fchatwng odderstewcr seinsbruocrn mit keinem wort erwent worden/vis Viefclbe stewer hernach durch die gantse Z^andt^ schafft bewilligt/vnd wird der ^usschos vnd die löbliche ^andrfchafftabermalsgröblich iniurijrc/ vnd wider die warhcit befchwcrdt/ jnn dem/das jnen ^nthoni fchenit? darffaufflegen / das sie vmv neidtoderfeindfchaffc wille/5uDanfen fchenittein 5iehung gerat?»/ vnd die stewer darumb gewilligt haben/vas ^)ans Schenit? folte erhangen wer^ den/vnd sieweroen es 5u feiner Mt/ vnuerantwor^ tet nichtlassen. Oas er aber eben anffdie ?eit/do der ^ujschos5u Dalle gewesen /angenomcn / Ist aus dem befchehen/dasvnfcrgnedtgster Derr jnn gewisse erfarnng kommen/das Dans Schenit? eben die zeit/anffdie flucht getracht/vnd wo man vas noch 5«?ene tag übersehen/ sich hausn gemacht . . hett/ Hett/wiedas oben erzelet / Oarumb nicht lenger Oamitzu verziehen gcwest ist/ So wirc auch sein /Lhur.S. snn dem mit vnbillichein vnglimpffbe/ schwerdt/vassein/ZIHur.V. snn der stunde als er snen hett lasscna'Nnemen / sich noch mit Hände vnd jinuide gncdiglichgegen jme erzeigt habe / Oenn solchs ist nicht geschehen. Sein Llhur. ZZ. hat jme auch ctlich tag zuuorn sein handt nicht gebotten/ sondern jncn seiner rechnung /dieseld )u thun /ge-^ nugsam erinnert vnd erinnern lassen / vnd deshalb mit jme vbel zufrieden gewesen/wie die wissen/die danmls vmb sein lÜhur.S. gewcst sein/an die wir vns wollen gezogen Haben/Vnd hett er dieseld rech iinng gethan / odver zuthun vermocht/vnd seins befindclichen bctrugs vnd diebstals halber guce ant wort zu geben gewust/wieerdoch schuldig gewest/ so werc er wol vngcfangen vnd vngehangen blieben/ vnd derselben rechnung vnd befindlichen vntrewer haiwlung halber/vnd sonst vmb keiner andern vr^ fach / auch vmb deiner vngnad willen / ist Dans Schenitzgefangen vnd angenomen worden/Oar^ umme hett sein LIHur.S. Anthoni Schenit?/obes alsogeschehen/oauon wir doch kein wissen tragen/ ^nn dem nicht vnrechtzugeschrieben/ das er seinem bruder/jnn dem er bereit gcsessen/mit keinem vngna den geneigt gewesen/Oenn es Wissens viel ehrlicher vnv glaubwürdiger leute hohes vnd nidersstanvs/ Zluch wir vnd andere mehr/seiner lühur.S. Aethe vnd diener/Habens auch zum offcermal von seinen Ahur.S. gehört/das erjmegewünscht/ das er nur nutseiner rechnung vn anderm wol bestehen inöcht/ I ^ vns vnd als die nicht hat herfur wollen / als auch seiW Verhandlung an tag kommen/ Das sein /Ühur.S. allwegedie lindesten vnd gnedigsten wege gesucht hat/die jnn einer solchen sachenzu suchen gewest fein/vnd jnen keins weges hat wollen vbereilen las> fen/fondern jmemehr als drey viertheil iar lang zu gut gewartet /vnd jnen jnn verwarung enthalten lassen. Das aber fein/ÜH.ZZ. seinem weibe/durch feiner /l^hur.Ö« Secretarien Joachim Doffman/ folte haben lassen anzeigen/das sein /Lhur. S. jren man/andern 5» gefallen / vnd vmb keiner vngebür-» liehen sachewillen hette lassen annemen/ das ist ni-- cht gefchehen/lLs ist auch derbemelte Secretarius des nicht gestendig / So sein auch nochzwene sei^ ner/ühur V.Rethe vorhanden/die der bemelten frawenauffm kirchhoffe / vorm Stifft zu Dalle/ feiner/Lhur.V gemüte haben angezeigt / wird sie nicht sagen können/das sich solche anzeige mit dem geringsten dahin erstreckt/ Öarumb seind das zu-- famptdem/vas sein/Z7hur.S.slchhirinnen/alle zeit vor äugen gnedig vnd freundtlich gestaldt / vnd im anhören gute wort gegeben/ aber im rucken das widerspiel befunden / nicht anders als ertichte reiz me/damit man sein/^hur.S. gern viel vnglimpffs Mziehen wolte/Denn sein /Lhur. V. haben sich jnn dieser sachen / vor vnd hinter Dansen Sehe/- nitzen gnediger erzeigt/auch mehr gevult getragen/ denn sein /Lhur.S. ist schuldig gewest / auch mehr denn mancher der weniger/ als sein /Ühur. V> ist/ gethan würd habem ^Vas aber das ansuchen seiner freundtschaffe belangt/ Velangt/vnd denselben widerumbzur antwort ge>' fallen/Oauon ist hieroben genügsamer vndwar^ haffciger bericht geschehen/vnd der helr sich auch in» grundt'also/ vnd wirt alhie snn ^nthoni Sche^ nit? schrifften/ die warheit 5U viel gespart. Oenn viel hochgemeltervnservnsergnedigsterDerr/hat sichalle5eit auffDansen Schenit5 freundtschafft ansuchen/dermas erbotten/das daraus >uuerste- hengewest/das sein ^Lhur.ZS' nichts so hoch ge/ sucht/denn das Schenit? seinen/ühur. V ein vol> steudige rechnung thun solce/vnd endtlich hinter den rechten grundt kommen möcht/ das auch nicht anders als auffrichtig vnd erbarlich mit den sachen solte vmgangen werden / des wir vns auff diesen nachgesatzten brieff/ den sein lühur. ZZ. an Dans Schenit5freuntschafft/ auffjr ansuchen gethan/ wollen gezogen haben. Gchnffce Hnsere gnedigsien ßerm des Kardinals vnd iLmbischoffs ?n lIDagdeburg vnd A)eint; etc. ^ln Vieronymus VOalther/Dans ^reuser/iDorit5^nmel/AnthoniSche^ nit5/ vnd Dieronpmus ZVal-> thervemjüngern. E Heben besondem bnd gemwett/ U?,r haben erver abermals schreiben/ewern SLyden/ ^^Vrnder vnd Schwager Hansen Gcheniy belang gend/empfangen / vnd alles jnhalts hören lestn/vnd so viel Aevorgleittnng Vc>olffen Schenly /vnd Georgen gcmclts I H, Hanstn^ HansenGcheniyendiener/auch die /nuentirungder bricf^ v,»d Register/ so er zu ftiner rechnung bedarff'/ belange/ lassen wires bey vorgegebener müntlichen antwort.Also/ das wir geneigt vnd erbättigscin / gemelten N?olss Sehe? Niy vnd den diener Gorgen/zu solcher jnueneirung/ wie ge? betten/zn verglsiten. tpie wir auch heut Dato/solche gleite/ znnschriffcen petern Apoceßer/auch Hanstn schenizz diener M»vnstr(Lant^ey/ausssAn bitt/haben zikstellen lassen/Das <»ber allein die briessc vnd Register sölten jnucntirt / vnd Hanstn Scheniy zugesteldt werden/die er zur rechnung/ welche er vns nach den zuuorgethanen vn gequitirten rech ^ nungenimgefengnusjyt thun solte. Solchs ist von vns nicht vorlautet/noch recht eingcnomenworde,»/ Dei»n wir fordern von Hansen Gcheniy /aller einnam vnd ausgäbe/ vom anfange bis zum ende/volstendige rechnnng/von dem eben als wol/Dauon er hieuor / etliche vermeinte rechnung gethan/ als von dem andern/so hernach gefolgt. Denn wir befinden so viel/das wir sonst zu teiner grundtlichen besteit«- digen rechnnng mit jmekommen tonnen / zu deine/das er jnndenselben vermeinten ftlnen rechnnngen / die crledigtett sehtttvtbrieffe/quitanyen/vnd andcrm / st>zuciner volsten«- digen rechnung gehört/bey den Registern nicht niderge^ legt noch vnszugesteldt/wie sich doch solchs gebärt hett/ Vber das/ das wir sonst noch allerley mängel vnd gebre-- chen jnn derstlben rechnnng spüren/darinnen wir vertüryt sein/ vnd mit den sachen nicht recht vmbgangen. Dcrhalben dienotturfft auch die billigdcit erfordert / das solche rech<- Nvngen alle / von anfäng sollen vnd müssen reitenrt/ vnd anderweit furgenomen werden/vnd wirt noth ftin/Hansen Scheniydieyenigenbrieffc/Register/quitanyen vnd an<- dernschein/so zu solcher rechnunggehorig/als wol / als dis andern vorschreibungen vnd Register zuzustellen/ vnd zu? Norn zu jnuentiren/ Mit welcher jnuentlrung / wir aus be? de»»cklichey bcdenckl:'chenvrsachcn/vnd darmnb/das fr vnd andere/sein frcnntschaffr/ sich stincr/auch vnscrcrbricstc vnd Rrgisicr/ dieer bey sich jnn vorwarunghat/vnthcrwuud'N/wlrnocl) zur zeit, nichts wollen zu thun Habcn/N)enn aber die jnuen^ tirung beschchcn / vnd die angezeigten briesfe vnd Register allezujamen bracht vnd vers?lyschire/ Denn Tonnen wir erleidcn/vao die gemelten ^ans Gchenly/ innbeiwestn vn<» ftrer Feschlcrtcn/zugesteldt/vndZttuornnntcwcrngcniach<- tenznuentarien vidinurtvnd collacionirt werden. Linden wir denn/das sich dieselben brieffc vnd Register mit den gemachten jnucnearien vergleichen / dannstmd wirvnbc^ sthwerdt/dieselben jnuenearia zu vtttherschrcibcn vnd stp crctiren lasscn/LLuch auch derselbigen jnuentaricn eins zu secrctircn/Damie allenthalben sicherlich/vnd ongcschr vnd verdacht/mit den sächen vmbgangen werd. Vns ist auch nicht entgegen / wen Gcheniy vtlleicht mit seiner rcchnunA nicht bestehcn würde/das die Register vnd brieffe / so viel seine rcchnung belanget/ jnn einen tasten odder laden gethan/darinnen mit zweien schlössen verschlossen vnd verse-» cretirt/vndbeydenRathzu^>aI!cdeponirt werden / Vnd das ein Gchlüsiel darzu/vns bleibe/ vnd der ander euch der freundrscl?assc/;ugeste.dt werde/Das auchgemelter Rath des eine kundtstdafft von sich gebe/ vnd das jr derselbigen: gleubligen schein bekommet. Doch mit dem beschctde/ UOas viel gemclter Gcheniy vor bricffe/Register/odder an. dere vorzeichnung jnn seineV vorwarung von vns cm^ s)sangen/ die vns zustendig/vnd jnn sein« rechnung nichtgehörig/Sondern wir jme die sonst zugesteldt/ odder die er mit vnserm Felde gefreihet vnd geloset hat / das vnsdie ane wegerung zugesteldt/ vnd heraus gereicht werden/ N?elche Vsiravcd wir auch bey euch/als dk sich feiner brieffe vnd anders vntherwunden haben/ wissen wollen. Vnd nach dem fr .auch jttn obbemeltemewerm schreiben/die prostquutionder fchmahe vnd Murien Hänfen Scheniy für behaltet/ Dari gegen wollen wir vns herwiderumb aussven fahl/das Hans Scheniy mit ftiner rechnungvnd fachen nicht bestem hen würde/odder wir etwas an den briessen odder sonst Mangel befinden/vnftr notturfft gegen euch/ als ftin freund de/die sich derselben seiner brieffe vnd anders vntherwun-- den/vnd seiner fache wollen zuthun haben/vorbehalten Hai ben/vnbegeben anderer sachen/ die wir sonstwider gedacht ten Schenitz/ ftiner vorhandlung halber haben/ die wir M ftiner zeit wollen furzunemen wisicn/Golch s mochten wir euch aussewer schreiben / Vnftrer notturfft nach / nicht vnangezeigt lassen / Datum Dinstags nach Galli/ Änno etc» >c)L)Liiif. I der Mangel an vnferm gnedigsten Derrn ni/ cht gewesen/ den feinen /ühur. V ^nthoni Scheint;zumist. Oas aber fein /Lhur. V. Dans Schenit)/nicht hat wollen fns Haus /vnd ;u bür^ gen Handen kommen lassen/Oes haben fein ^hur. V rechtmessige/billiche vrfachen gehabt/ vnd des in, Aechten genugsam gegründetgewest/ sich auch bey denAechtuerstendigön/iuuorn gnugfam erkün digt/ Vnd das nu diegemelte freundtfchafft vber folch vnfers gnedigften Derrn erbieten/ die volsten vigerechnung geflohen/vnd DanfenDchenittni^ cht haben wollen dar>u ko m men lassen / hat nie mg - lichzu^ lich M bedencken / was das vor einen grossen argwahn wider sie gemacht/ Oenn sie haben dasalle?eit?um höchsten / wiewol wider billigt keit geflohen/das jr freundt Dans Schenit5/ volstendige rechnung vom anfang bis;um en/ de thun solte / Vnd daran hat es fnen gefehlet/ vnd nicht an der inuentation vnd Versicherung der brieffe/die man Dansen Schenit? jnnsein vorrvarung hat vberantworten sollen/ Denn des ist man zeitlich verglichen gewesen. /Ls hat sich auch Dieronymus ZlValther von A^eip^ t)ig/beschlislich gegen diezwene ZZrauen von ^l)ansfeldt/vnd den von Aarbi / als die vor Scheint?/ aussanregen der frenntschafft/ gebet/ ten/vno vnser gnedigster Derr nachmals / auff die alte vnd nerve rechnung gedrungen/der rvort hören lassen/das snen der freuntschafft nicht gediegen were/das sie das schwerdt/damit jr freund möchte geschlagen werden/ solten aus der handt geben. Ä)as bey solchem schwerdt 5» verstehen/ was auchaus solcher wegerungderrechnugguts ab?unemen/weil srer ein theil selbst / mit jnn der fachen gesteckt/wie hernach sich befunden hat/ vnd oben gemele ist / hat einyeder vorstendiger vnd vnparteischer/leichtlich bey sich zu ermessen/ vnd furnemlich aus dem/das dieseib freunde schafftauch hernacher/ genugsam ist vorwarnd worden/ 5Vo man mit den rechnungen / der sa/ chen nicht würde nachkomen/das ein anders zu^ besahren/oas sie ehe haben lassen geschehen/vas jren jren freundt die rechtfertigung ist vbergangcn/ Oenn vas man snen hat 5» klarer bestendiger rechnung wollen komen lassen/wiewol mans jc;t dem todten wil aufflcgen / /Lr Habs sclbs nicht anders haben wollen / darinnen doch ein ycder gleuben mag/ was er tan. So ist das auch die warheit/das sein /Lhur.S. sunst mehr zusprü^ ehe 5» Schenir? gehabt/als allein einer schlechten rechnung halber / Nemlich/der manigfaltigen ab;ügevud betrugs halber/dauon oben weiter er?alt ist. Oerhalben haben sein lLhnr. S. nicht vnbillich die sach damals auffdiebcschehe^ ne ansuchen / nicht wollen bürglich werocn las? sen. V»d wird seinen /ühur.S. alhie abermals mit rnbilligkeit die schatsung furgeworffen/oas fein Churfürst. Sdie nicht hett erlangen kön/ nen/N)oDans Schenit5were5urantwort od^ derzur rechnung kommen. Oenn die sechs icri-- ge stewr/ist doch ein gute 5eit hernach gewilligt worden» So hat jnen auch sciniühufürst.zA. nicht permauren lassen/sondern ist snn einer stui den gesessen/wie oben dauon gemelt/da man hat ab vno zugehen mügen/Oa auch etlich seiner be-- kandten freunde bey jm gewest/ ZDas aber sein Churfürst. nicht einen jtilichcnhat wollen )u jme gestatten/Oes ist sein Churfürst. ZZ. ni-- cht zu vordencken/ifurnemlich/weil man spürt/ was Anthoni Schenitz etlicher Teddel halber darfffurgeben/dieDans Schenit) sol aus dem gefengnus geschrieben haben/pnd darffdoch anzeigen anzeigen/er sey vormanret gewesen. Oerhalber magfnn aller dieser handtlung hochgemelten vnserm gnedigftem Derrn/kein vn crbare/odder vnfürftlich ftirnemen/ mit billig/ keitzugemessen werden. Vnd darumb/ das ^nthoni SchenitZ/alhie abermals die dreyieri/ SeA^andtftewerrüret/ vnd die aufffechs mall hundert taufent gülden anfchlccht / vnd sein Churfürst. ZZ. dadurch vntherftehct mutwil/ Uglictz/vnd on alle enthebung seiner odder seins brudern fachen/zu verunglimpffen/vnd jnn arg/ wahn vnd vordacht zu füren/hat meniglich/ woraufffolchs beschicHt/vnd was darunther gesucht wirdet/wol abzunemen/ Vnd rvirwöl^ len es bis zu seiner zeit dabey wenden lassen / al^ lein das wir difmals das nicht vbergehen wöl^- len/Oas er der rvarheit darinnen fpart/vnd an/ ders/dennes sich heldt/von fachen vndSum/ men/diejme rnbewust sein/schreiben darss'.ZDas er auch etliche rede vnd wort herfur zeucht/ die der Vestreng vnd iLrnuehste Dans von Lleuchern /auffsanct ^DoritzburgDeuptman/ desfünffcen vnd zwelfften tags Ianuarlj/vnd hernachzu mehrmalen / mit bemeltem seinen» bruver/ im gefengnus sol gercdt haben / vnd an jnen gebeumet/vaser bekennen folte/wie er )me zu viel gethan/ vnd jnen mit etlichen Worten an, getretten vnd bereden wollen / ein gefangen man müstethun/was man von sme haben wolte/ vno ^me mit quäl vnd tortur gedrewet/auch seine gü/ '!> terge/ ^ ter/ gebende / vnd pracht vorgeworffen / vnd was Dans Scheint) varauff solte geantwoit haben/daraus den Anthoni Schenit? abernmls nerve Vermutung wider vnsern gncvigsten Der^ ren;usamenlist. Solcher angebogener rede vnd wortistDans von LIeuchern nicht gestendig/ das ist eraber nicht jnn abreden/das er bewerten Dansen Scheint? / wm offcerma! erinnere seins vbermessigen prachts / vorhabendem ge» bewde/schliss vnd >erungen/oie er teglichge^ trieben/das einem Srauen oder einem mehrerm genug gewesen/Vnd weil er aber so viel vonsci^ nem vater nicht ererbet / noch sme mein gnedig^ sterDerrgeben/noch sein Handel ertrüge/das er solchen schliss dauon erhalten künte / machte es wider snen ein starcke vnd grosse Vermutung/ Oarumb so solte er die warheit sagen / vnd jnn Vem/daer 5u viel gehandelt/sich erkennen/vnd vmb gnade bitten/vie möchte sm villeicht/so viel desteehrbeiegenen/ ZVürde ers aber auffs leu? cken stellen/vnd man künte es snen anders vber-^ komen / so würde es trübe hernach gehen. NDas nun bemelter Schemr;darauffbeschlislich vor antwort geben vnd bekandt hat/ Vnd ob sich die mit diesem Anthoni Scheint? furgeben ver-- gleicht/das lest man die obengesetzte/ Dansen Scheint? handtschriffc/ dieeraus dem gesengt nus/an vnsern gnedigsten Derrn geschrieben/ auch sein eigen offt vornewete bekentnus besa^ gen. Viel weniger ist dem glauben zu geben/ das er das er aus dem gefengnus durch ^aracter / wie mansnent/sol dergleichen geschrieben haben/ weil sein eigene bekentliche hanvtschriffc da wiF der ist. Krauch die artictel/ darauffer 5»m gal-^ gen vorurtheilt/offentlichvorm gerichte vndge^ hechter dingpancl?/ mit sein selbst munde amders betanvt/vnv varauffbestanden hat/ Oar^ umb es nicht )u gleuben / das er solche widert Wertigkeit solle geschrieben haben/ II^ auch vn^ beweislich / Vnv ob es gleich möchte beweist werden/so thut es doch nichts/releuirt fnen auch nicht/ vnd ist seine bekentliche hanvtschriffc/ auch seine öffentliche bekentnus vorm gerichte dawider. Ferner/ was die 'leserliche Ixammerge/ richts BDandata belangt/Vnd das vnser gne-- digster Derr/Danscn Schenitsane genügsame fnvitia/ jrem geistlichem/lühurfürstlichem stanF de Zugegen/ mit einem fremden Dencker von Berlin/Hab torquiren lassen/ist oben genugsam vorantwort vnd angezeigt/was sein /Ühurfürst. V vor snditia vnd aweigung wider Danscn Schenit;en gehabt/vnd ob die gnugsam gewesen odver nicht/ Dergleichen wie mit der tortur vmbgangen/ So haben seiner Churfürst. Weltlichen Z^ethe vnd ZL)efehlhaber wol ge/ wust/was sie vor einen scharffrichter dar>n ge^ brauchen solten/ Oamit sie Dansen Schenit5 nachbar/nicht nemen dörfften/das sie venn/vnd il, ein ein veder Obrigkeit?» thun/wol frep stchet/vnd gut fug vnd macht gehabt/ Vnd wol n»it einem geringeim diebe vorgenommen vnd geschehen ist/ ZDarumb wird seine /ühurfürstlich ZZ. mit diesem auffruck/ vnbillich beschwerdt. So vorantwort der jnnhaltdes'lxeiscrlichen^an/ dats seine /ühm fürstlich S. selbst / das sein lLhurfürstlich. DansenSchenit?/mit den schriffcen an das-lüammergericht nicht hintere- gangen/ wie es Anthoninent / Sondern^das geschrieben / das sich jnn einer solchen sachen wol eigend vnd gebürer. So bekent Anthoni Scheint? selbst/ das er vnd sein freundtschaffc/ das ander lDanvat nicht vberantwort haben/ wie sich doch gebürt hette/Vnd ist nicht gesetti^ get seine Churfürst. ZS. ?u schmehcn/ sondern vntherstehet sich auch das l^.eiserliche /üarn^ mergericht vnd desselben Personen / gleicher ge^ staldtauch an?ugreiffen vnd?u fniurijrn / snn dem er gcmcltem 67amme«-gericht ?umist/ das sie mit vnsers gnedigsten Derrn vorwissen / vnd auffseiner/Churfürst. ZZ. ?uschobe/diefreundt^ schafft vber vtelfaltigs sr ansuchen / mit dem penal Mandat verlogen vnd zweiffeln nicht/ V)cilervnsern gnedigsten Derrn vnd auch das /Lainmergericht snn dem also vnuerschcmpt beleugt/sie werden jre notturffc dargegen auch )n gevcncken/vnv gedachten Schenit? darumb ?u finden wissen. Vnd wenn gleich dasscl^ hig penal LDandat auch wexe vberantwort worden/ worden/so kundt doch seinen ^hurfürstlichS. deshalb kein ungehorsam zugemessen werden/ !Veil dassMig eben als wol/ als das erste / diest alternatiua«n /Llausulam mitbringet / odder aber jnn solcher zeit der fachen halb / gebürlich recht ergehen lassen. V^eil nun sein/Lhur» fürstlich nicht anders als gcbürlich N.echt/ hat jnn dieser fachen ergehen lassen / Oes sich fein Churfürst, gnad 5» recht allewege hat er-> botten. So mag ve gegen feinen lLhurfürstll^ chen gnaden / diefe verunglimpffung vndhohe auffmucznngdes vngehorsams/ kein stadt haF ben / fein /^hurfürstlich gnad weis sich auch des/Aott lob / als ein gehorsamer des Deichs Churfürst/ane Scheint) crinncrung wol zu halten. So feind das alter weibcr theding / das Dans Schenit; den vierden tag nacl) feiner rechtfertigung/als vnser gnedigster Derr mit seinem Doffgesinde gegen Dalle kommen/am galgen hab angefangen zu bluten/ ZDenn es nicht geschehen/ Sondern durch Anthoni Schenicz vnd seinen anhang vnuorschempt ertichc worden. So hat auch sein /ühurfüst.A» Dansen Scheint; kindern / seinem weibe vnv Z)utter / nichts mit der that nemen lassen/ sondern sich fres zu erkantcn Hechts vnd vr^ theils gehalten. TViewo! sein Churfürst, gnad/ auffvorbitt etlicher Fürsten vnd anderer from> mcr nierleut/ vnd auch aus angeborner gütigkeit nach/bisher weniger gethan/denn seiner ^Lhur. S. im rechten nachgelassen/vnd die wirckliche exequution bisdaher den mehrern theil auffge-- schoben/vnangesehen die grosse scheden / darein Dans Schenic; sein /Lhurfürst. ZS. gefürt/ VDenn aber dafür seinen 4!7hur. S. mit derglei/ chen schriffcen solle gevanckc werden / So wirt esvilleichte seinen Churfürst. ZZ. hirin auch ein nachdenctens machen / was oenselbigen nu hin furthan wil;u thun sein. Das aber sein Churfürst. V. das gut M T)emnit5 hat lassen eingehen / vnd ^nthoni Schenit) seine whar vnd guter hemmen / Ist aus dem bescheheu / das Anthoni Schenit5 sei^ nen Llhurfüst. S. die brieffe vnd Register/aus demkommcr ?uDalle/ hat wegnemen vnd ste^ len lassen/wie oben ist er5alt worden /das auch das gut 5» Oemniti Dansen Schenit;s/ als dem/vcr es bey seinen Churfürst. V. erlangt/ furnemlich geliehen gewest/^u dem/ dasHn/ thoni Schenit?/auch hieuor jnn etlichen seinen sendebrieffen/sein/Lhurfürst.S. als seinen A^e^ henherrn/gröblichen angriffen vn sniurijrthat. Vnd nach dem gedachter Schenit? fnn dem also fort fert/ so wird auch niemant sein Churfürst. ZS» vordencten/da sein/^hur.Z^. villeicht dawi> der trachten würden. roas ' ZVas aber-anlangt die Handlung / so der tChrwtroige vnd hochgeborneFürstvnd Der»/ Derr Jörge/Fürst zu ^nhaldt / Thunibprobst )u-(I)agveburg etc. vnser Ohem rnd gnediger Dcrr/ven armen kindern vnd der NDitwenM gnaden hat furgenommen/darein hat sich vnser gneoigsterDerr/gnediglich bereden lasten / sich also Fürstlich vnv gütig varinnen erieigt/das ;u spüren gebest/das sein Churfürst. ZS- aussend sigs anhalten vnd vorbitt bemeltes vnsersOh-- men vnd gnedigen Derrn von ^nhalvt/ viel ein/- gereumpt/vas sein Llhurfürstlich S. imZxech^ ten nicht schuldig gewesen/ Vno wiewol nach manigfaltigcr furgenommen Handlungen^ vnd furgeschlagen notteln ftitam letzten?» ZDessaw/ ein notceleins vottrags/durch bemelten Fürsten von Anhaldt gestelt gewest / die Anthoni Sche, nit; bewilligt vus angenomen/so ist er doch dar^ nach vngcsegent dauon geritten/ vnd also rvider seine zusaguug vnd bewilligung rvider?» rück gelausten / ves wir vns denn auff bemelten Füri sten von ^nhalvt/ vnsern Ohmen/gnedigen Derrn/vno seiner Fürstlichen gnaden lüant)e/ ler/auch auff Oocror Sebald ^Dunster/ sein Sehenic?en beistanvt/ wollen ge;ogen haben/ Wie denn gemclcer schenit?/ vergleichen hieuor auff vtttherhanvlung ves Durchleuchten vnd Dochgebornen Fürsten vnd Derrn / Derrn Seorgeu/ Dert)ogen?u Sachsscn / vnsers gne>> digcn Dsrrn Zieche/5» Z^eipt;ig auch gethan/ da er vaerauch endtlich gewilZigt vnd zugesagt / die gestolene/vndaus Dalle entwanten brieffevnd ^egister/auffsolche vntherhandlung/ laut einer gestelten nottel ron sich zustellen/dem er auch nicht nachkommen / sondern gleicher gestaldt auchwiderlauffen/dardurch dieselben Dcrt5og Veorgen^ethe bewogen worden/ vnd haben mit seiner vnbestendigen Handlung rveiter nicht wollen 5» thun haben/ Oarauffauch einer seiner eigen freundtschafft/rast der wegerfte sme snns angesicht gesagt/ ZVenn die Scheint) also handeln wolten/ so weren siewervt/das man sieneben jren bruder hencken solte/ So hat sme auch Dieronymus VOalther des^- halber geschrieben/ ZVie aus nachfolgender lLo pey zuuernemen. An Nnchont Schema Weber schwagcrMho- m/Lwerm handrgelobtem5»sa^ gen nach/ hett ich mich heut ewer person/vn keins briefs Hieher rorF sehen/ Dieweil jr auch dasselbig ewerm ewerm brnder ghen Dalberstadt zugeschrieben/ vnd jne sampt andern ervern freunden bewegt habt/das sie eins theils schon/Herkommen/So sein wir ZVolffen des Bürgermeisters / heut auch her gewertig /vnd der aller will vndgudt/ vüncken ist/das man auff den gethanen fur^ schlag die brieffe vberantworte. Nun/ fr werdet schwerlich ein Fürsten puchen/Viel weniger vier odderfünff/g)acht jrs gutt/so habt frsgutt/ Bott wirc mir villeicht aus diesem beschwerst auch helffen/darein ich vnschüldiglich / vnd von derewern/vndewert wegen kommen bin/hab nicht weniger Verwunderung/ob ewerm vornei men/mic diesen brieffen etc.berch vmb>ukeren/ daran sr doch kein jnteresse noch gerechtigkeit habt/sondern dieweil sie ewerm vettern wsten-- dig/Oie mutter vnd freunvt alle (allein euch ausgeschlossen)bcgeren den nmlichen furschlag ^niunemen/kompt fr darüber 5nsamen / so gebe iung begerdt/ das habt jr von mir kein beuelch/ mir auch daran wenig zu gefallen gethan. Oenn ich vno die gant;e frennvtschasst/begeren auff den gethanen furschlag/keine weiter handtlung Znit peni kardinal 5U halten / sondern sehen vor Zl^ jj gleich gleich vnd billich an/ auch vor vnser allerbestes/ (vnd wenn jrs erkennen kund) vor erver bestes/ das venselbigen nachgegangen werd/Oa, mit befehl ich euch Sötte/ Darum zu L^eiptzig/veu xv. tagOctobris/ Anno etc. xxxv. Dieronymus ZValther. Vö dem hat memgllch ab?unemen / von welchem theil der gütliche Handel abgeschlagen/ vnd das Anthoni Schenit;mei/ nung/noch ernst nie gewest sey/ das er wolle vortragen sein/oo/ der jme ander gebür/ recht odder billigkeitgc<» nügcn lassen/oddcr hat das villeicht etlicher an/ der seiner rathgeber halber/wider seiner ange-- borncn freunoe rath vnd gudtdüncken/ nichc thun dürffen/ZVeil man befunden/das er sich ?um offcermal/vnther einem Sonnen schein vmbgewandt / vnd widerwertige Handlung für/ genommen/So wollen wir auch an stadt hoch/ gedachts vnsers gnedigsten T)errn/ an vnsern Ohnien vnd gneoigen Derrn den Zlhumb/ probst probst/selbst viis gezogen haben /das bey seinen /Lhurfüstlichen ZZ. nicht gestanden / vas die fachen seino aussgehalcen / vno verlogen rvor/ den. So beklagt sich gedachter Schenit^ auch «ne alle noth/vnd beschwerst sein Churfürst» mitvnbiUigkcicalsn?eroe ergespott vno ge/ tror?t mit seiner Churfürst. S. hocheit/ das er )u schleunigem rechten nicht kommen tonne. Weil sein Churfürst. V« vermöge der Reichs gemachten orvnung / sich snn dem / mehr denn ein mahl5»gebörlichem schleunigem rechten er^ dotren/ vnd n»ehr erbotten/denn sein /Lhur» gnad/vermöge derselben ordnung / 5» thun/ schuldig gewest/rvie das oben rveirer erzelcist/ So thue er auch dem rviroigen Hochgelarten i?no achtbarn Herrn Iohan Dorneburch / oer Rechten Ooctorn/ vnd Llhumbherrn zu Dil^ desheimvndDalberstavtetc. vnrecht Lnn dem das er jme aufsteht / als ob er /me eine enge vor/ fassunge/so sme j nn der Qsterwochen/des siehe» vnd dreißigsten iars/5u derbst furgeschlagen/ solte gervegert vno abgeschlagen haben/ Oenn solchs ist mcht veschehen/ sondern vnser Qhem vnd gnesiger Herr der Thumbprobst als der hendeler/ hacjmeAnthoniSchenitz/sein nottel vie er seiner Fürstlichen gnaden vbergebengei habt/ abgeschlagen / als die zu pfendlich vnd zu riet lorcetlhaffeig gestelvt gewest/ das es sein L. ilj liehvnv Aev vnd Fürst. V. nicht vor gleich angesehen/ «uch solche bey vnserm gnedigsten Derrn nichd Hat muten wollen / sein lieb vnd Fürstlich gnad sber hat bemelten SchenitI mehr als eine nottel stellen vnd vbergeben lassen / darinnen sein liebd vnd gnad/ den weg des Aechten ;um tteissigsten bedacht vnd gesteld / vnd sme die auff zimliche billiche wege furgeschlagen/die er alle gervegerr/ vnd keine hat annemen wollen/ bis auffdieIet)te nottel/rvie oben gemelr / die er endtlich angeno/ -nien/vnd doch nicht vorfolgt/ sondern vngese^ gentdauon geritten, ^us dem abermals sein mutwilligs furnemen erscheint/vnd daraus wol M vermercken / wer des andern thut spotten/ noch schempter sich nicht/solche wort;» schrei« ben/^luch seiner lLhur.ZS' Thumb Llapitteli» O)agdeburg Neben seiner lLhur. ZS.M iniurlfrn/ vnd sich gegen sie thut vorwaren/ Dieweil sie doch mit dieser sachen vnd seinen angnogen schulden nichts 5» thun /wie sie sme auch5»uo5 lnn jren gegebenen antworten/vnther an derm;u geschrieben/ dabey sie beruhen. So hat auch sein lühurfurst.ZZ. feiner ÄNA thonius 5Zchenit5 ange5ogener schulden halber/ sZch al)eit erbotten/rvener die entwanten brieffe wider 5vr stette schaffen würde/das sein Llhur. gnad / sich mit sme wolten berechnen lassen/ V«d was sich denn befinden würde/das sme sem ^hurfürchV. fchüloig / vnd das noch vnbezalt were/ were/Indem wolt sich fein/ZIHurfürst.V.de^ gepör erzeigen. VOeil er aber seinen /Lhur. folchebrieffebisvaher freuenlich furenthalten/ vnd sein Churfürst. Vnoch darüber also wie vngrundt / fchmehet vnd iniurijt / so mag er jme auch das/ so dar aus erfolgt / vnd villelcht noch ferner erfolgen wird/felbst zufchrelben. Das aber ferner wird aussgezogen/welche? gestaldt Dans Schenitt 5» Dalle snn Sachssen besessen gewest / vnd snn derselben Stadt ge/ richte / vnd weichbilde dingpttichtig geweft etc. thut wenig zur fachen/ weil er vnsers gnedigften Derrn bebröter Hoffdiener geweft/vnd wrdep fem Churfürst. S. gehandelt. So hat sein jLhurfürst.ZS. snen wol aufffanct /Doritzburg mögen annemen/vnd gegen Vibichenstein ren lassen/wie es mit andern hoffoienern mehr/ diedarzu vrsach geben/bey zeit feiner/Lhurfürst« ZZ. vnd derselben vorfarn/auch lft gehalten wor/ den/vnd auch vormüge der 5.echt wol hat be/ fchehen mögen/ Derhalber so hat dem Rath M Dalle/als die mit seinen lühur.S. als des Z^an^ desfursten Iurisdiction vnd Obrigkeit/ nichts 5» schaffen/folchs anzufechten/mit nicht gepürt/ Sie werden auch keine priuilegia haben / die sie dawider befreihen/Vn ist wol 5» verstehen/was Anthoni Sehen itz mit feiner confcientz/dieerfo hoch römet/alhir abermals thut fuchen. Vvv weU denn aus diefem allem erscheind/ A uiz da» das / vnangefthen solcher obgemelterAnthoni schcnit5 ausgangner schmel?eschriffc nachmals bestensig/vno vnumbgestossen bleibt / das alles das/sodochge«nelter vnser gncdigsterDerr vnd feiner iLhnr Weltliche Aethe / wider Dan/ senSchenit5furncmen haben lassen/rechtlicher ordentlicher weise / auffgnugsamesnditia/an/ zeigung vnd vrsachcn/ rechter bcstcndigervnv ordentlicher/öffentlicher weise vor gerichtege/ fchehen/vnd auffsnen das recht /aufssein offene lichvekentnus cor dem gerichte 5»m Sibichen^ stein/ordentlicher gewöntlicher weise gefpro^ chen vnd ergangen / auch sonst kein LUtis pen- dent>/odder stehender krieg jnn dieser fachen an^ derswo gewesen/noch dar gethan mag werden/ So hat meniglich ?u ermessen/mit was fugen Anthoni Schenit? / die vorgemelte fchmche/ schriffe hat lassen ausgehen / vnd vnfern gnedig^ stenDerrn einige grawfame/ bösliche/ mördi/ sche/odder vnredcliche/odoer fchemliche that/ ten(wieersdenn nent)?u5umessen/sondern wir wollen sein Churfürst. ZS. des hirin gegen me/- niglich mit gründ vnd warheitentrevt vnd vor^ antwort haben/vnd sagen/ dasgemelterAncho ni SchenitF / jnn dem vorgeslich/vnredlich/ schemlich/vnd vnbedechtiglich/ wider Vott/ ehre vnd Aecht/vnd seine eigene gewissen gchan helt/ vnd fein /Lhurfürst.gnad bcschwerd hatt/ KDas furnemlich sine als feiner /Lhur. g. pmchts p»o Ziehens vorwanten / welche pmcht er noch «ieauK nie ausgeschrieben hat/nicht gebürt/sondern das er damit wider oiesclb sein pmcht/ als ein trewloser/meineidiger handelt/ N)ie wir den» auchbitten/v«sjnen seiner Handlung nach/me, niglich dafür achten vnd halten / Ime auch jnn solchem seinem bösen furnemen/b'ein fordernus vntherschleuffnoch furschub thun / noch sich solcher seiner vnchristlichen vnrechtlichen mut-> Willigen hanotlung theilhafftig machcn/vnd vn/ serngnedigstenDerrn/jnn dem solcher aufflage entschuldigt wissen vnd halten. Vnd wollen wir hochgemeltem vnserm gnedigsten Derrn/ hirin ausdrücklich flirbchalten haben/wes fnn dem seinen/Lhur.V.wider solch bössfurnemen vnd 5unötigung Schemen / vnd villeicht ander sei> ner anHanger / vnd beppmchter/ aus nach/ lassung der rechte .wthun von nöten vnd gelegen sein wiroet/vnd seinen /Lhur. darinnen ni^ ^ chts begeben haben. Ltlich rvort / diedurch evl im druck versehen sein/Lorrigir/ wie folget. Im A. H. hinden am blach / jnn der xv»j. limen/ lissge^ sticht voraus. Im A. iq.der vierden limen/ vorn an» blat/vor jniuriert: lijs iniurqre» ' Im A.iiq.vorn am blach der ersten linien/ vor zugeben odderzunemen/lijs zugeben vnd zimemen. Im A.iiu. vornam blach/jnn der xxv.linien/vor vorbei chane/lissvorbottene» Im A.iiq. hinden am blach / jnnder xxf. limen lijs der-^ masstn bey. Im 25.ch.vorn am blach/znn der xxx. linien /vor Chur. G.liss gnedigsten Herrn. Im