MM! E^L F wevre/gulf dss erttch- te Sucd/vmcr Gmi? philipftn vOnÄvttngftlt Gtctt» halters/vnd beider Gttfste Magdeburg vnd Oal^/ berstad ZOofUhcte namen/ausgc^ gangen/. Mlttemberg. D. V. XXXIX. ^Otwebre/Ml? dss erticdte Bnch/vnter Graff plMpftn von IDans» felc Geathalters/ vnd beider Gtiffce LVagdeburg vnd LDslberstad ZOofUheee namen/ans» Legangen. D ist nervlich eisl Buch zu lvagdeburg gedru» ctet/vnd vnter dem namen der Molgebornen / Gestrengen vnd Achtbarn ZOerrn/philip» fen Gra»en zu 5Vansfelt/vnd edelen Verrn zu ZOeldrungen/ Stathalters / vnd der andern Helmverorden» tenDofZtheten/beider Gttfft Magdeburg vnd ZO^lberstad/wider mich Anthonium Sche» nie; / vnd rnelnenr warhafftigen bericht / wie sich die suchen zwistchen dem Cardinal vnd »LrtZvljschoff'^c.vnd Hansen GchenitzMgen zugetragen / cmsgegangen/vnd durch einen Blntichreier/im nechsten Michaels marctt zu ^eipt;ig/rneerjrem befelh öffentlich vertauffe worden/Dämmen destelben buchs Tichecr vnd Gchl civer/den erbermlichen vnd fchcnd» lichen Vord/so an meinem seligen liehen Bm der / Van/en Schenitz / begangen/zu recht» A tz feltiscn/ fettigen/vnd'mich jampt meiner Freunde jchafi^ on jcham/aus verbittertem gemüte/ vnd mit ertichtem schein/selbst eigner gervalt/ bns an vnftrn ehren vnd leymnt anzugreissen/ vyd sich sonderlichen zu mir zu nötigen/vnter» standen. Vnd wie wol ich geacht/man jolte es da- bev gelassen haben/das man meinen Bruder seligen also vnsthüldtg vmbbracht/mirvnd armen NAdrven vnd V?aiftn das rnjere m^e gervalt genomen / vnd sich nu fort beden» cten/das man ein mal auffhörte vnd recht thete/vnd rvider gebe/So sehe ich rvol/das man das vnrecht mit gervalt noch verteidig gen/vnd die lügen mit warheit schmücken/ Dazu pochen vnddrewen/vnd sich sondert chen je lenger se mehrzu mir nötigen rvil/vnv mich ja dahin drengen/das ich den Putzen folte ausdrucken/vnd dem vnlustigen stencter dem Mdehopff/ftinen vnlvst zu sehen/den er jnn sttn eigen Nest thut. Aber weil ich hiebeuo? znn meinem Büch» lin/ die Sache zrvisschen dem Lardinal vnd meinem Bruder seliger/Hansen Gchenltz/ habe reden lassen/vnd dazu ntemands / denn des Cardlnals Brleue/Giegel/vnd Kusage gebraucht/Go wil ichs denen noch beftlhen/ die follen sagen vnd antwort geben/ Ob die» fes vermeintes Buch/vnter des Gtathalters/ vndder ^ofeAhetenamen ausgangen/oder Llmhonlus AnchontusSchenitz aus gründe geschrieben/ vnd wer leuget oder war redet / vnd wer ge^ schwinde vnd vergessentlich des vngrundes vnd vrteils sich bevleissiget. Vnd wenn gleich Graff Philips vor» tvansfelt dts Buch hettehelssen eichten vnd schreiben/ So wird er sich nicht scheinen dür> ffcn/von eim schlechten die wai heit zu hören. Gleich wie der grosse RönigAlexander (wie Plintus schreibet) da er von den Linien vnd Strichen vrteilen wolte/DarauffsmApelles der berümbtetvaler höflich antworte/zLrsolt dauon stilschweigen/vnd ansehen die zween Gnaden / so die Farbe rieben / die sich seiner herrlichen Person verwunderten/ wett er so köstlich mit Sammet vnd Golde bekleidet/ Aber wo er weiter reden würde/von den dins gen/deren er kein gründ wüste/würde er von jnen verlacht werden. Ich halte es aber dafür/das dieser Graff von lvansfelt/weder rat noch that hierzu gegeben / vnd Lein ehrliebender Uat der Gtiffte darein verwilltget/Vnd gleube sicherlich/das ein Neuchlcr vnd Tellerlecker auch ein mal die grossen Schawben/Alöster/ Schlösscr/vnd Saltzpfannen zu ZIalle/vnd anderstwo/so er ^ dem L rtzbtfthöueabgeschwatZt/vnd aus den Sttfften bekomen/hiemit verdienen wil/Vnd Menget sich damit vnter die Kromen/wie der A itz Pferde Pferde apffel vnter die rechten epffel/der knnd feingeschrey auch nicht lassen/ vnd mustefur denanoern sauchtzen/Nospoma natamus/ Vnd wil mich armen Gestllen/mitdem na» men GiaFPhilips von lVansfelt Geathal» ters/vnd beider GtiffteUhete/schrecken/wie 'der ^Ljel vonR.uma / der die Aerven haue an» !zoch /vnd liess vmer die Bawren / jnn mei» ^ nunge/ste sotten sich für zm/rvie für einem Le» rven/fürchten/ Aber die ohrsn vnd das ge» schrey verrieth zn/dabey man tandte vnd ge» rvarwurde/das es ein Esel rvar/ Dammb muste er auch Disteln vnd Dorn fressen/vnd ein S^sel bleiben scinlebenlang. Inn dem ich auch/Grass philipstn von A)ansfelr/mein lebtage kein leid gethan/vnd vmb jn/diefe vntrew vnd dieberevauff mich zu ertichten/ nicht verfthuldet/ Vnd die von 5Vansfelt/als ein alt ehrlich Geschlechte be- rhümpt gecvest/vnd noch stind / vnd sonder» liehen des/das sie vnuerhört niemand« Vm» cken/vnd als balde/cvie dieser Stoltz thut/für ein Dieb vnd vntrewen fthelden vnd vrteilen/ Goverhoffeichnicht/dasGraffPhilipseben zum ersten fol anheben / vnd sich znmir/on alle vrsache nötigen/vnd seinen Namen vnd Gerüchte verkeren/^nd hatte jn auchdeste vn schüldiger/vnd weis/rvo er vnd ein jeder ehr» ltcher vnd getrerver Uat/ftines A>errn eigen ZOandschfisst ^^x> zusage/recht bedeucter Da» zu die zu die gethane erbietnng/meines Brüdern se» ligen/vnd seiner Kreundsthafft/vnd was hin» roldersnn diesem vnchristlichemBlmhandel/ vnd gewaltiger name/so vngegröndetgeschrie ?ben/ vnd an mir vnd meinem Fleische vnd blut/alles mit gemalt fürgenomen vnd ge» fchehen/eigentlichen betracht/das er noch niemands meiner gerechten sachen/abfal/vnd diesem Schmähe vnd ertichtem buchc/beyfal geben wird/vnd wird im leid sein/das sein na, me darauff stehen sol / Vnd wil derhalben S.G.mitdemverschonen/vnd auch das snn derFeder lassen/das sonst zu meiner nodtnrffi fliesten müste/ Aber nichts desteweniger/wil ich mich aller gerechtigkeit. vnd betcntnis/dte mir vnd den meinen zu nutz komen mögen/ ans diesem der vermeinten AofUhcte/offentli chem ausgegangenem Buch gebrauchcn/vnd dazu meinen vnmündigen sr Recht vorbehält ten Habcn/Vnd aus not / als der dazu vemr? facht / nach dem Spruche Salomoms /dem Thoren antworten / das er sich nicht zu klug düncke. Vnd snn dem gleich dieser grober Lerer spottet/das ich mich meiner gewissen relwa? ret/vnd dauonprotestirt/das ich demCardi/ nal an ftinem Ampte/Geblüte/ Stam noch herkomen nichts wil zu nahe gesatzt/noch mit dem geringsten Iniurirt haben/ So wil ich doch dteMbigebedingung nochmals ( rnans gesehen/ Besehen / das diestr Schwetzer stimm eigm ZOerrn die ehre nicht gönnen wil) hierzihen/ Vnd sage/das ich snn vorigem meinem Bckch lin nichts anders / denn was die warheit ge, west/vnd das senige/was ich aus hoher not? turfft vnd zwang meiner gewissen nicht habe vmbgehen tonnen/geschrieben/den Cardin nal/so viel ich jmer gekünd/vcrschonet/ Ist aber etwas vbergelauffen/dashat der Sar^, dinal nicht anders haben wollen. ZVie ich auch hiemit zur Notwehre genotiget/der ich Konstgern vberhoben gewest/vnd habe auch derhalden auff vnterhandlung / des Durch» leuchtlgen vnd ZOochgedornen Fürsten vnd TDerrn/Verrn Georgen Kürst zu Anhalt/Gra^ uenzu Ascanien/Aerrn zu Bernburgk/vnd Thnmprobst zu Magdeburg?c. lO^ G. mich als lange vmbfürenlassen/vnd^stbey dreien sarcn/jnn die drey vnd zwentzigTagle^ stung (welchs vntreglichen verzogs nicht viel gehört) mit grosser schwerer vntost/da doch der Gegenteil nicht vber sechs mal erschienen/ gewartet / das ich gern gesehen/der Cardinal hette sich der Massen erzeiget/das einmal bil? lich gewest were/damtt ich keines ausschrei? bens bedürfst hette/ Aber wie man mit mei» nem Bruder vmbgegangen /also hette man mit mir auch gerne vmbgehen wollen/wo sie Vie gewalt gehabt/ Vnd wie ernst jnen die Güte gewest/vnd auch was sie für Recht ge-- meinet/darauff sie die Sache haben wöl? len ver/ len vertragen lassen / das sol ein jeder hö» ren. Vnd mir ist nie entgegen gewest/vnd heti te es auch dem Cardinal für langst gegönt/ das G.^.S. G. den rechten gründ dieser sa» chen an den tag hette tomen lasten/Denn ich weis fter wol/das ein Gchalct/der mit Rech> te vberwundcn/den tod verdienet/mit Gerich» te vnd Stechte öffentlichen verurteilt/tan ver> gessen werden/vnd ftine ^Lrben/Kreunde noch niemands/haben des weiter anzufechten/vnd bleiben gleichwol bev ehren/ Aber welcher vnverhört/vnüberwunden/vnd wo gleich ein bekentnis fmhanden/das das aus genHttget vnd abgezwungen / vnd also /hinder wissen vndwttlen seiner Kreundschafft / welche stch seiner Sachen angenomcn / vnd mit Rechte tm Camergericht verfaren wollen / vmbge» bracht/der lesscden Stachel Fnn seiner Rind vnd Freunde herrzen stecken/ vnd kan nicht verschmerzt werden/So erregt auch Gott der ^ILrretwo fronte Gottfurchtige hertzen/das TDabels blut/doch vnuerfthorren vnd vnuer» schwiegen bleibet.Vnd nach besage der Rech» te/jmd ftine Lrben vnd Freunde schüldlg/jres Vätern vnd Bruders tod/zu rechen/bey ver^, lust zrerLhren vnd Lwes/ Vnd ob es gleich wider seinen eigen Ahnherrn vnd Qderteit were/ LVie denn die Rechte/beide Geistlich vnd ZVeltlichMar davon schreiben vnd Oe? cidiren. B Vnd Vnd nach demich denn meines Bmdern MgenVandschrifft habe/welche er ans dem Gefengnis gesthrieben/vnd darinnen befun^/ den/das er vber gervalt vnd vnrecht klaget/ vyd sich entschuldiget aller dezichtunge/Da» zu bittet vnd stehet/sich jnn beyfein der Freund schafft zuverantrvorten/Vnd kleglich anzeigt/ das man mit gervalt vnd drerven jnn jndrim gen wolle (wie denn gesihehen) das er das je» nige bekennen jolte / rvas sie von jm haben wollen. Desgleichen ist ersovermauret wors den (welches an jm selb auffs höchste gar vnd gantz verdechtig) das keiner seiner freunde zu jm komen/vnd zu jm lassen wollen/ Vnd weis/das feine Sache ( wie der Cardin nal selber den Kreunden jnn dem Brieue/an sie gefthrieben/betend) numals nicht mehr sein / sondern ftine Kreunde betreffen/ Vnd auch alhie jnn jrem offenlichem Buche be^/ finde/das alleIndicia/vernmtunge vnd Pres fumptiones / ein ertichter wahn vnd vnges gründet ftin/ Vnd gehört/das erLetter M dem vermeinten Bawren Gerichte/MerMS walt gefthriehen/vnd sich aujf ftine Register/ vnd zum Rechten beruffcn/ ZVelches nicht tan verleugnet werden / XVerrvil denn der» schlechten rvorten/vnd sonderlich denen/ die ich rveis/dassie aus verbittertem vnd ge» fastem vnwillen/her platzen/vnd on gründ auff meinen Bwderliegen/gleuben 5 Derhalben Derhalben solte mich billich dieser Tichs ter meiner Gewissen halben zuverschonen ge» wnst haben/das ich solche erttchte/vnwar» hasfiige gründe vnd losen wahn/snen zu gefall len nichtgleuben wil/vnd mich eins bösen vnd weiten Gewissens nicht wil teilhafftig ma> chen» Denn mir zweiuelt nicht/welcher sm gleich jtzt kein Gewissen macht / oder/m seine Gewissen also weit seind/das sich Schlösser/ Kloster vnd gantze Stedte/darinnen verlieren möchten/Das sie jm also enge gespannen wer den/das er gerne zehen gesHweige einen L)en^ cter/wündschen solte / der jm ein brocken von der Absolution sprechen mochte. Aber mir gnüget vnddancke Gott/das ich gewis bin / das kein Tellcrlccter/oder ct> ner der solch weit Gewissen/odergar keines hat/mein Gewissen richten wird/Vnd das ich nichts fürgenomen/denn was ich aus vnuer? meidlicher not nicht habe vmbgehen kön» nen/vnd mit Siegel vnd Brteuen / auch des (Lardinals eigen ZÖandschrifft vnd stiner zu^, sage weis zubeweisen/vnd tröst michdarauff' meiner gerechten Sachen» Vnd ob gleich dieser Schwetzer/metnen nottürfstigen bericht/an den örtern/da solchs den (ardinal meldet (das er meinem ftli? gen lieben Bruder/was er snn leib vnd seele hat/zugesaget/ das selbige/weil er lebet/ B.H nimer nimei mehr zn?ergefftn/vnd bey meinemBm des zu zujet;en/Vnd mein bruder ftliger nichts anders gethan/denn was >n der Cardinal ge > deissen/ Darauffm? auch der Cardinal zugeschrieben/das sie beide so tieff hinein komm/ sie müssen beide hinaus/oder beide zu fchan» den werden)nicht beiden rvil/vnd das er Ztt» ter vber gewalt geschriehen/ vnneranirsort lesst/ Vnd das ander / das mein Bmder ftli> ger/nach jnhalt der Uegister/rvelche der Car> dinal besichtiget/angenomen/auch guititt/ ^nd alle Bletter mit eigener Hand vnterschrie^ den/darinnen die lOüntze/rvieerdtevon dem zwentzigsten jare/bis snn das ein vnd dreissig? fte empfangen/klar mit alle dem/was er mit dem Cardinal zuthun gehabt/tunckel vnd vberhin/on gründ sich zuverlegen vnterstehet/ Vnd vorhin ein gesthrvetze herein gefört/dar» aus jderman verstehen tan/mit waserm Rech» tcn vnd vngmndeder Cardinal meinen Bm» der seligen/hette einziehen tonnen / vnd rvte unordentlich ersn gehenctt/Das es nicht gro» sse not/tvelter dafjelbige zuverlegen. Idoch so rvil ich/damit/ederm an meins Brüdern vnfthuld / vnd die gewalt die man an mir vnd den armen NOidwen vnd XVaistn auff den fahl begangen/vnd noch begehen rvil/ klerlicher verneme / weiter anzeigen/wie sichsvmb die vermeinten presumptiones rnd das gerümpte bekentnis/ Dazu vmb die selbe jre ver> jre vemteintcn Verantwortung Halte/Vnd mich dagegen nichts anders/denn gemeiner Gegen rede gebrauchen/vnd noch zurzeit Graffphi» lipsen/vnd dem löblichen ZZauje zu Branden» bürgt zu ehren / dis ftherffe dahinden behalt ten/des vcrhoffens / ob sich/beide der Card!» naloder die ftinen/ des Rechten bedencten/ vnd meiner vnmändigen/des gleichen mir/ges bürlichen äbtragthunwolten. Vnd befinde fürnemlichen/das der!Vi» dersacher gründ jres gantzen buchs/auffzwei-. en Articteln stehet/ Als erstlichen/ das fürge» bracht/ vnd wöllen bewiftn haben / das der Cardinal gnugfame Indtcia vnd vermutunge gehavt/Aansen Gchentt; stligen/zutorczui^ renvnd peinlichen fragen zn lassen. Zum andern / das die Attickeljnn pein5 licher frage/vnd (wie sie fagen)hernach offene sich betand / zu ftinem tode vnd hencten sdl/ len gnugjam gewest stin. K ' ' > ' Dis sind die zween TDeubt punct/darauff sich der Mdersacher gantzes Buch vnd ge» schwetze / mit so viel verdrtslichen vpptgen ^ rvorten gerne gründet. Nu fage ich wider solch geschwetze vnd alle Prefumptiones/in genere/ fen werden /Es seien denn die angegebene vnd beweiseteIudicia zur peinlichen frage dMclz^ einZtechtlich öffentlich vrteil für gnugsam^ kand/Die angegebenen Artictel vnd Indtcta oder prefumptiones jnnVans Schenitz Sa» chen sind zu Stechte/durch ein Rechtlich offene lich vrteil/noch nie für gnugjam ertand/Der halben ist er/wider ordenung der Rechte / mit peinlicher frage angegriffen/vnd jm gros ge^ walt vnd vnrecht gefchehen. Vnd zu fetzen im fall/das angegebene In dlcia vnd vermutunge / wie die durch dicfes des «Lardinals Gtadhalters vnd Rhete buch/ find ftZrgetragen vnd öffentlich gedruckt/we» ren im gründe der warheit erweiset worden/ So sind sie doch zu peinlicher frag nicht gnug fam/wie alleRechtverstendigesagen/rnd nach folgende jedermeniglichen vernemen wird^ ZVeiter zufetzen/im fall / wenn sie gleich zu peinlicher frage grwgsam gewest/vndder Lardinal etwas gelimpffs damit ergrappen künde/ So bekennen doch Stadhalter vnd Uhcte O ^ Rhete offentlich/das mein Bruder seliger/mit keiner Verrheterey/ A)ord / oder einigem der» gleichen Dtebftal/den Galgen verdienet/Son dern wie sie schreiben/so habe erden Cardi» nal znn jetner Rechnung vbersttzet /.oder den theursten tauff angefthlagen / vnd für zwey vnd zwentzig gantze grosschen / oder stchze» hen Patzen die zeit/Gold berechent/ Vnd ist dem kardinal leider vmds Geld zu thun ge» west^ Nn sagen die Rechte vnd alle verstendige/ Wenn gleich mein Bruder seliger tönde von dem Cardinal vberzeuget werden/das er jnn dem allen (wie sie fürgeben ) betrogen hette/ Welches doch die Brtcue vnd des Cardinals Quitantzen nicht leiden werden/vnd dawider das hohe vnd statlicheerbisten/fttnftlbstvnd stin erKreundfthaffe füz Handen/Go hette den s noch der Cardinal solchem vertraueten diener/ der dasselbe zuwiderstatten gehabt/dammb fein leben so sthendlich nicht nemen sollen/ Sondern hettfn zuoffentlicher Verantwortung fnn feiner Krenndschafft beisein/komen lassen/ Oder das angefangen Recht im Camergericht ausgewartet/ Vnd fo er des vberwundcn we» re/hette es aller erst gcheissen / xicle rupta c^UÄNtt intcreti maneZatoris tcnetur. Aber Hierwider fägen die Cardinelischen/ zLs hat jrem ZOerrn also gefallen/vnd nach dem er ftin willen mitdenBrienen nicht hat haben tön , nen/da hats mein Mger lieber Bruder müssen vber sich vber sich nemen/vnd des Cardtnals darüber gefastenzorn/mtt seinem leben pndblutaus5 lesschen/vnd jm müssen derLZals verkmipsst rverden/ Aufs das er die vntrewe/diezm von feinem Verrn geschehen/nicht hat sagen sol> len/Me er sich des aus dem Gefengnis auch hochlichen beklaget/nach jnhale seiner ZIand schrlfft/vnd lautet vonwortzu wort also> ?> Jedes Meib/nim den bvn- delZörieue raus/ ^as sie von ansang/nach c^Datoderjarvnd zeit abschreiben/mit allem vleis/von wort zu wsrt/jnn ein buch/ Darnach die andern M. G. Sendbneue / so viel ,nan der findet/ abzuschreiben/ Aus solchen San man sich darnach wol erkunden/was zur Sachs dienet/ Vndwieich mich habe bewegen lassen/vnd vertrawet / es solo alles ja sein / rvas man mir zugeschrieben / das jyt weit feil ist/ Gott erbarms/das ich mein harte dienste/so vbel angelegt. Wollest alles mein zuschreiben wo! auffheben/ob ich im Gefengnis stürbe/das die Lrsundschasst solches hette zum beweis fürzulegen / das mir vnrecht geschehen were etc. cl^gantzen gründ des Cardiuals leichtlt? chen pmbstossen/snd verstehen tönde/das sich mein Bruder ftliger/allrvol hettc verantrvor^ ten können/ Pnd wit rvastrm stechte oder ^KD wie WO! Ms diesem BtteMn./ein jeder Verftendigcr/den Gnaden Gnaden man zn gemetnt/ oder was für ein grund/der Cardinal seines vermeinten Stech» tens/wider meinen Bruder hat haben e«5n» nen/weil er jnzu keiner Antwort hat komen tasten/ So wil ich doch die Attictel nach der lenge/welche für den Cardinal alhleangezo» Len/furmich nemen/vnddie/foviel mügli» chen /fnn einer eil ausstretchen / daraus man klerlich befinden wird / wie diese lame vnd vngnugsame Oreftmiptiones vnd Indicta/ auff meinen Brüdern erticht/vnd lose wahn vnd behelffseind/Nemllchen. Die erste vermutnnge/das dem Cardi» nal sey von feiner nechften angebornen freun» de/einem Fürsten des Ueichs/gefthrieben wor den/vnd verwarnet/als solle ^)ans Schenitz mieden fachen nicht recht vmbgchen/ Denn erhette von jm fnn erlegungeetlicher ^)eubt» summa/schenckunge gefordert/vnd sich ver/, nemen lassen/Wo fm nicht sthenckunge be^ schehe/dasdie^alung deste langsamer gehen würden Dieft vermutunge vnd Indicien/welche dieUhete fürnemlich zum gründe setzen/ Ist nicht erweiset / vnd ein vrfach vom Zaun ge» vrochen/damit man alleine/den Leuten die tveuler wil aussperren/ Go benennen sie dazu niemand/ Daraus wol abzunemen / das der Kürst das nicht wil bekend fein/vnd ein loser behelf Vnd zu setzen / das es lVarggraue den lasse/ Vnd lautet von rvort zu rvorte/ also. WM dmR.ittgen belc ficbs .^jHHalso/Von Jacob Herbrot hab ich empfang ^2-^gendrey oder vier Ringe mit Diemanten/ M. H. 5»beschen lassen/haben sieG. G. gefall len/ -Habe m'chs anders gewust/der Kaufs sey 600. sto. Hab M. H. briess darauss stellen lassen/da die zeit ist komm/hat Herbrot sein geldvonmirwolt haven/den ich bürge dafür stund/ Also hat Herbroe ßnn der 'bezalung hundert gülden nachgelassen/ rvelche ich M.Herrn zum bestm/habe erhalten/ Vnd es hat auch Herbrots Diener/ aufs H. Schuldbrftue geftl)richen / Daneben mir em sonder heF sonder beVentnis geben/das solch Stein recht seind/ welchen Vrieffjr werdet finden/Damit Satt ichs be weisen M.H.rveis das nicht/gedenckt/ich werde sie im ausgeben/für voll verrechen/ Darumb lasset G. G. anlauffen. Vber das/hab ich kein gelt von G. G. zur bezalung bekomen. Auch werd jr euch des erfunden an den zweien brieuen ^»erbrotö dieners Handschrifft/ Vnd ich sehe für gut an/so fern mich M. gegen der Freundschafft hette beschüldiget/ dassie G.G.frageten/wes die Ringe gewesen/ vnd wie theur/ Giewolten darnach fthen lassen/ Obsichs aljd hielte/hetten solche ZSrieue beywege qejucht/Desgleichen noch zween Sendbrieve/so nur Aerbrot zu «eschrieben / das die Steine sollen gut fein/die auch dabey liegen/hetten solche Zörieue tN. vneer die Nastn gehalten/ Damit G. G wüste was er die Ä.eute beschuldiget/ Doch das mit der Lreundschafft rat/ Das ich aber gute Stein aus den Ringen / oder andern Cleinottern hette geno-- menoder ausnemen lassen/ist erlogen/ Ich Habs mein lebtag nicht jnn sinn genomen/auch nicht ge- than/AVer solchs thut / das ftind Vubenstücke/die sol man straffen/ Derwegen murzet solchen Artickel wol auff/ich rmldarauff sterben/das ichs nicht ge-- than babe/weis nichts darunU?/ Man wil sich mit M auch die Aechnunge ß H nicht geschehen / So tan jederman ^/^ abnemen/ans was verbittertem ge^, müte vnd gründe/man sich zu meinem Bruder seligen/mit diestn vnd andern 2lrticketn im gefeng tm gefengnis genotiget/pnd srawsamlich be^ schweren wöllen. Auffden vierden/das dem kardinal gleublich angezeigt worden/das er einen? Iü> den zu Bingcn / bis jnn die anderthalb hun^ dert gülden abgezogen/ Dieser A'tlctelist auch nicht erweiset/vnd stehet auff HZr sagen/ anffeinem jüdischen vnd vnglcubigem gerüch te/ ZDarauffniemands/der sonst vnberüch» tiget vndzsxbestssen/sol peinlichen angefallen werden/Vnd im fal/das meinem Bruder an> dcrt halb hundert gülden vom Jüden zu gute gangen/als doch nicht geschehen / so we« e es on Nachteil des Kardinals geschehen/Vnd viel leicht/weil erzwisschen dem kardinal vnd dem Jüden hat handeln sollen / das der Car» dinal meinen Bruder geheijsen / oder doch- zum wenigsten dauon wissenschafft getragen. Item auffden fünfften Artickel/dar ge; fttzt wird/das durch etliche geschworn ZNerct leute «rc. fn verwarnet / als solte er mit Stein/ Aalcl? vnd ZOoltze betrieglichen vmbgan» gen/vnd von des Cardinals Aalet/Stein VndGclde/stinGebewdegethanhaben/Das Sst noch vnerwetstt/ Denn die Register vber des Kardinals Gebewde ftindnoch verhan? den / darinn klerltch verzeichent ist/was auff das Kardinals/des gleichen auff Schenitz Gebewde/vnd also auff ein jglichs jnn son» O derheit dctheit gegangen ist. Dazu ist man Gchcnit> cn dKösenige/rvaserauffdesBiffchoffs ge> dcude ausgegeben/noch sthüldig. Das aber mein Bruder ftliger st? statlich gsbarvet/dazu hat jn der Cardinal verursacht/ Vndrveilder Cardinal meinem Bruder von der Rechnung 4?ao. vnd etliche floren fthüldig bleibt/So ist ehezu dencten/dasdcrCardinal aus Schenit) beutel/denn er aus feinem beutet Lebarver/ So hat der Cardinal zm zu seinem gebeude die L-irchen zun heiligen drey Aöni» gen/vor der Valle / abzubrechen gefthenctet/ vnd den Olberg zu S.Vlrich/So hat er bev dem Uat zu ZOalle rvol vbcr so.oder6oooc>. M5 gel gekaufft/VndjM von vnftr lieben Frarven tirchen/ein gantzcn Schnecken/bis ans dach abzubrechen/sesthanctt/ Des gleichen hat er zn Letmpach/zu Uochlitz/vnd zu Luchas? vnd an andern orten/fürctltch hundert gülden/aus jiim beutel vnd zu seim gebewde steine bezalt/ davon er sein LD.aus / vnd nicht von des Cars dinals steinen gebarvet. So findet man auch/was er für steine vnd kalck ans dem Varttenberge/jnn dem Stein» bruchzu ZVormnitz/vom Uate zu TDalle ge? kaufft/vnd ftlber.hatbornen lasten/ Daran nsch ab;unemen/rvas für stein vnd kalct er dem Cardinal entwand/ So geben es die Re» Lisier/ Mnd ist Geister Andresen dem Steins metzen/ metzen/vnd dem Zimmerman/Oetster ZVol» ffen bervust / rvelche noch heute zutage / mit rvarheit picht anders sagen können / denn das mein Bmder seliger / /nen vnd andern Merctleuten/sonderlichen verboten/das ste/a von des Cardinals steine noch hottz/zu seinem Gebewde nichts nemen sotten/ Vudist dieser Artickel erticht/von ftinen ZVidersä» chern/die auch gerne gebarvet/rvenn stegeld gehabt/hergeflossen. Aufs das ftchste vermeinte Indicium/ Nach dem er vbermesstge Kleidung/köstlis the Tapezerey / Credentz vnd Kleinster ge? ^abt / vnd sttn vermögen nach seiner pracht sieben andern seinen Brüdern vngleich / vnd fönst keinen andern Vandel / denn einen ge? nieinen XVandschntt gehabt/das es derhal^ den dem Cardinal ein vordvncten hat geben müssen/ Er habe sm dieVbermass abgesto» len etc. Darauff sagetch/LViewolfedeZmenig» lich verstehet/cvie vnuersthampt vnd neidisch dieserArtickel gesctzt/daraus^Gott lob^ein se» dervermerctt/daser meinem Bmder seliger/ 5» ftinem rode nichts nachteilig ftin/oder den stich hatten, kan/ Jedoch mus ich ein vnge» fehrliche Krage vnter die ZZofAhete lauffen lassen / Ob der Cardinal die alle macht hme/ sahen vnd hencken zu lasten / die bey O h jm ^ fmwcren Zteich worden/die grosse ZOewfer bawen/grosse pracht thun/vnd weniger von ' dem /ren/denn mein Bruder ererdt^Ich hoffe der Tichter/vnd etliche der weltlichen Aof? Sthete/sobey der Tortur vnd vermeinten be, kentnis geweftn/würden nein sagen/ Denn sie würden sich Met>Le^«m Cardinatauch hienge/ZVeilam tage/das sie weniger von jren Llrern / dcnn mein Bruder Mger/von den ftinen ererbet/Vnd grössere ^ vnd viel mehr Dengsiereiten / schöner pracht ^ denn mein Bruder gethan / füren/ Vnd nn wol zehennml als viel erlanget/als sie zum Cardinal gebracht/AberGxemplafunt odio» sa / Sie haben ein Gteubichen aus meines Brüdern ange wollen wisschen/vnd können jres Balcten nicht los werden/ Dauon ein ander mal. Iezt sage ich/So jnn berürter pracht vnd zerung/ bey meinem Bruder etwas zu viel oder vberlcy gewest / dazu hat jn der Cardinal ver» ursacht/ Vndwilgleuben/wenn erdesCar» dinals Tat/Brieuen vnd gefallen nach/ sich mit Aleidnng/Aerung vnd andern hette hat» tcn sollen/fo were es dabey nicht blieben/N?ie er sich denn des gegen feinen Freunden offt» mals beklaget/das er von rvegen feins ^)errn Aerung vnd Kleidung thun müste/das er sonst rvo^anftchen lies/ VndweredlestrFürwurst^ dem Cardinal eben fthimpfftich/somandar ^ gegen; gegen feine Brieue vnd befehtich sehen folt/ So hat er auch ftine Aerung/R.leidung vnd Pracht/aus seinem peutel gethan/dazu jm ftine lVisgönner gar nichts/oder je wenig ge? geben -rc. Vnd so er zur Antwort hieranff' jm, bevsein der Freundfthafft were gelassen wor» den/so hette man gehört/ woher er ftine Nar? ungbetomen/wie er sich denn anzuzeigen er> boten. Item/das die Widersacher ferner fürge» ben/mcin Bruder seliger / habe jnn seiner er» sten Stechnunge ( wie ichs verstehe ) von dem zwentzigstenjar/bis jnn das ein vnd dreissig / ste/kein vnterfthted zwischen Gold/Gülden vnd Thalern/xxij. groschen/vnd xv,. patzen/ gehalten/Vnd das/da er Gold empfangen/ lNüntze verrechent/vnd also an jedem gülden ein grofthen/halben gro. nach gelegenheit der Q)üntze fur sich behalten.)? nd wird dane , den vermeldet das Inrerejse/vnd falscher er / ttchter N?ucher/das sich bis /nn 2.0.2.^. zo.vnd ?5. gülden des iars/auffs hundert erstrecket / Vnd sich dcrhalbenauff seine betentnisberv» fftn. Da-auffantworte ich küttzlich/vnd fä<. ge/ Nach dem sein bekenmis abgezwungen vnd ausgemattert/das dieser Attickel/als der Efftctus/fallen nms/vnd wird von den Ms dersachcrn nimcr mehr können erweiset wer> den/Oazn ist j nn vo« igermeinsBrudern qui> tantz klar angezeigt/wo er Goldeingenemen O tq vnd vnd Wüntze ausgegeben / oder Ävöntze ein» genomen / vnd Gold rvidder ausgegeben. Vder das/so ist jedermeniglichen bervnsi/ ^vnd sonderlichen allen R.aufsteuten/das man zu derzeit ein Thaler/einem gold gälden/zrvev vnd zcventzig silbern grosthen ftchzehen pa^ tzen gleich gerechent/ N?ie das der Kardinal gegen dem Bisschoff von Strasburgt ftlber deutet/ mit stiner eigen Hand/ also. As des von Dtmsburgs »Diener betrifft/ hetten rvir. rvol erleiden mögen/ das es der mühe nicht bedürfft/ Weil aber die nicht Haltung sich nicht vnftrt/fon-- dem des von Strasburgs halber geursacht/mus er jm an ftchzehen payen für den gülden/ nach dem dasselbige auch gold ist / wsl genügen las-- ftn etc« lo etwas Viemuffaus 'gericht/so ist es des Cardinals befehl gervest/ Der halben dieser ZwechM vom Cardinal her geflossen/ vndrrider anff zn rügen mus. Gosihet man füraugen/das mein Bw5 der seliger/seine Uegisierjnn dem vnd andern so klar gehalten / das sich seine ^rben noch heute zu tage der keine werden scherven fckrzule gen/Vnd die alten Register hat der Cardinal ftlver vversehen/allwol bewogen/pnd einze^ der blat/ der brat /von Posten zu Posten / mit eigener handt vntersthrieben/vnd zu guter gnüge an / genomen / auch darauff meinen Bruder c^ni, ttrt/recht vnd redlichen«. Vnd wie wol des Kardinals Uhete für, geben / als solten viel Mangel an den selben Registern vnd Uechuungeftin/ So zeigen sie doch ferner nichts anders an/dann das vber» setzen der Q?üntze/ vnd was sie ausf nieinen Bruder erttchten / das sie doch nie erwiesen/ vnd wissen stlber nicht/ wo sie es ansahen solj len/ Gleubeauch sicherlich/das siedcr alten Register keine gesehen/vnd d5rffcn gleichwol vrteilen/als wöstensieallwotdrümb. Damit aber mentglich wissen sol/das ich ^r keine sthewehabe/ So erbiete ich/die ftlbigenal> le/auff weiter erfordern/drücken zu lassen/ Daraus man verstehen wird/ob sie klar/ tunckel/ oder kein vnterschted der K^üntze/ mitbrengen. Vnd wenn gleich mein Bruder mit der Ä)üntze vnd grossen betrug were vberfündig gemacht/welchs kein Cardinal noch Rat darthun mSgen/Go ist doch mein« Brüdern seli/ gen Freundsthafft erbieten fürhanden/dasie gebeten/das der Cardinal jnen anzeigen wols ten/wannnen jn mein Bruderftliger versorg teilt/dasfoltejmerstatet werden/Ls istfnen aber nichts angezeiget/ vnd kan noch nichts mitwar mit warheit dargethan werden/ Vnd alles was jtzt fürgegeben/das ist erticht/ H?ie man HehSrt/vnd hören wird. Vnd ob wol dieRhete/auffden Rat vonLDalle/pnd ander Bürger/sich ziehen/als solte mein Bruder seliger/von denen gold em^ pfangen/vnd die für münt; verrechent haben/ Goist doch das ein loser errichtervnd vngewist ferznschub vnd behelss/Oer vrsachen/das der Cardinal oder ftine vermeinte LDofrhete selber betennen/vnd zum grösten sthreien/vndfür^ geben/lOans Schenitzsey darumb etngezo/ gen/das er die vbrigen jar nicht berechent/ befindet sich/das der Rat von TDalle/vnd die Bürger da selbst / dasselbige Geld aller erst im zwey vnd dretssigsten sare erlegt/So ist die alte Rechnung/wie sie bekennen müssen/ ein jar zuvor aus gewest/vnd sich jnsein vnd dreißigste geendet. Reini dich«. ZOans Sche» nitz hat dem Cardinal nicht berechent/vndist jnn seiner Rechnunge vberfündtg worden/ das er vom Rat. zu ^)alle müntze verrechent/ Also mus LDans Gchenitz zuuor verdampt vnd verurteilt werden /ehe er gehorr/Vnd seine Rechnunge falsch vnd vnrecht sein / oder be> trug vnd abzug darinnen erfunden werden/ ehe ste gethan wird/Vnddas heisst Recht/ja Cardinaltsth Recht. Damit aber ein jeder wissen möge / wie stchs mit sich mlt diesen drey tausent gülden Helt/Go ist das die warheit/ Das es nicht ohn / das ich mich neben meinem Bruder gegen dem Rate furdrey tausent gülden / auffs Cardtnals bit vnd ansuchen/verschrieben/der gestalt / das mein Bruder vnd ich / alle vnftre Güter dem Ztatezuuor haben müssenVipotcciren vnd ein setzen/die binnen einem x'are/ mitan6ert halb hundert Thalern Zinses widerzngebcn / Nu solle wol der Rat von TDalle Thaler erlegt ha» ben/N?eil aberZVoM ZOofemeister lvarg» graffGeorgen diener sich an Thalern oder goldes ftat mit zwey vnd zrventzig ganeze gro» schen furgnügen hat wollen lassen/So habe weder ich noch mein Bruder / Gondern der selbe Hofmeister solch geld vom Ztat empfan» sen/)Viedenn dieCamererdes Uats/dte des zwey vnd dreissigsten sars gesessen/nicht an/ Hers sagen werden/vnd ist vmb des Cardinals vnd sr bestes willen geschehen/Dabey ist auch Peter Apoteckergewest / der solche bezalung Ä)arggraff Georgen diener/zu erlegen des Fvarggraffen schuld /hathelffen auffheben. Verhalben schreibt dieser Tichter wahnweise/ Aan gedencken/das einer von dem Uathause Zu ZIalle/dem Bisschoffmit diesem Artictel hat hofieren / vnd ein tausent gülden vnd ein Aamlot fthauben verdienen/vnd auch Ritter sn dem armen gefangen werden wöllen/ Da von er doch gar kein gründ gewust/vnd gleich wol für gewis aujfgrappet/vnd hierein schmi ret» G Kemer Ferner äuffdas/das do wird fürgegeben/ als solte mein Bruder seliger / nicht haben/ wollen oder können berechen/vnd sich wöllers vrflüchtig machen / Schreibet mein Brudet aus dem Gefengnis/das sich« anders helt. Jedes VZeib/du wollelk V nichts hinweg noch von dir geben/Ich kom /^Vdenn selber zu dir/ L.as Gott walten/ Ge-- walt gehet für Recht/klage ich armer Rnecht/Lie^ bes)Veib/ Heute hat mich Gott erfrewet/dae ich dem schreibe« gefunden habe/ tLs ist mir vorhin zuuerborgen gewest etc.Das LN. G. H. derFreund- schafst zur antwort hatgeben/ Erhette nie keine Rechnung von mir können bekomm/ Ist nichv war / Vrsach / iLs haben fein Gnad mich wol ge? fraget/Ob ich damit geschickt were/ Aber hat mir me keinen tag zur Rechnunge angejayt oder ernen» net/ Ich habe auch des nie keine schewe gehabe/ auch nicht gewegert. Das ich Habs wollen weas» ziehen/ist auch nicht war/ Wie du selber weist/ ZlVolt nichts liebers/denn das man mirdiefürstel-s tet / mich solches zu vber weisen etc. Mu sind (Gott lob)leine .die Vrime beVompt/sö mus ich vN-s recht ftin/ VndM. H. würde auffalle Freund-- schafft hernach m'chveinRlipgeben/würde sprechen / Ich hette jn jnn schaden gefürt/ Der wegen G.G. der Aandschasst nicht berechen Süttdte. D« woW etlichen verschwiegenen von der Freund-s« schafft fnn grosser ZehKm sagen/Das ich weis/das LN.H.dem Ausschos nicht kan berechon/jnn die funffyig taustttt gülden/on was ich nicht weis/ Der wegen hat LN. H.mich anff ein schein furm Ausschos beklaget/als künde ich nicht berechen/ !lVenn LN. die Brieue von mir bekem / hette ich müssen ja sägen/damit G.cS. mit ehren wer bestay-« den/ Avirst fthen/das sich M.H.vttterstehen wird mit mir auff dem Landtage zu entschuldigen/. Aanst wol heimlichen Rundschafft darauff ie^ gen lassen . Dieses K^Ieles /ind meines Nm- ^S^/sers rvort/da er sich gewalts bekla» ^^get/ Des sind seine klare kentllche ZOandschrlsst noch fürhanden. ZOieraus hat der Cardin al/Graff Phi» lips von lvansfelt/ die 'OofZthete vnd der gantze Ausschos beider Gtiffte/auch sederme- nigllch abzunemen/wer mit derStechnung am besten bestanden were/wometn Bruder zur antwort / jnn^bevstin der Krenndsthasst/oder fonsie on fahre gelassen wer worden/ Vnd weil man meinen Bruder öffentlichen zur ant wort nicht hat lasten wöllen/Go tan ein jeder verstehen/mit was gefährde dis alles auff in erttcht / vnd on gründ fürgegeben wird/ das der Cardinal meinen Bruder seligen/zu keil ner Rechnung habe bringen mögen. Vnd das der Kreundschafftalhieförge» worssen/alssolte sie vnbilllchgethan/das sie den Cardinal für dem Camergerichte verkla» get haben/vnd alda ein Mandat ausbracht/ meinen Bruder snn dreien tagen zu seinen Re» gistern komen zu lassen/ Dazu ist sie verur/, facht/ Weil befunden/das der Cardinal mit öffentlicher gewalt gefaren/vndbev sm alle güte veracht gewest/Da haben sie des Cardi» nals ordenliche Oberkett ersuchen müssen/ vnd sonderlichen / da sie meines Brüdern Lih AandschM Aandschrifft aus dem Gefengnis gesthen/ welcher am besten vmb des Kardinals heim» ligkeitgcrvust/auch wie sein Hertz vnd gemüt gestanden/ Als jnndenÖAsfiuen des Cardin nals eigen Vandschrifft/des zwey vnd dreist stgsten sars/ausSDeintz/Gteinheim vnd Aft fthaffenburg geschrieben / klerlich bezeuget rvtrd/Vnd folget auch meins Brüdern Hand / fchrifft hterauff aus dem gefengnis geschrien den. Jedes ZWeib/mn andern tage Jener/Habe ich von dir jnneimhembde r^^alles bekomm/ Habe dir Datum des tages znn einem Hembde wider schrifft geschickt/ Das ich mich nicht sslt bekümmern / ist mir nicht mogli-? chen/diestr vrsache/Ich weis/das ich nichts ge-- than / vnd mus hie sirzen/vnd man wil mich zu kei> ner antwort lassen komen/damitM.H.Vnwarhei« vnd bosts fürnemen/nicht an tag ssl komen etc.)ch hab ein gerechte fache/ Gumma/Sag der Freunde schafft/sie nemens jnn jren sin nicht/dürffens auch nicht gedencken/das sie etwas snn der güte von M. >H. bringen / er lies mich mein lebenlang hier siyen/ ZlVer für jn gvt/durfft nicht bezalen/ Ich weis ftitt gemüt vnd hery / was er andern mit gespielt hat/ ren/ Ich weis das mans gebraucht/ Hierumb ist mein vleissiges bitten an sie / das sie weiten das beste bey mir thun/vnd feste halten / sich fort be--> Vleissigen/das ich zu Bürgen Handen kome/vnd mir die Bn'eue keines weges fchicken/Vrsache/ man stehet mir nach leib vnd gne/vnuerschulter jachen/ «Len vnd einnemen/das ich nimer mehr werde frey sein / das ich viel lieber wolee »nir den Ropff lassen abhawen / Ven»e ich meiner Marter aller ab/ Ich haben» mehr/hin fordan/ keinefreude noch Inst wehr auff diestr Vl?elt zu leben / LN. ^. hat Mich Widder Gott vnd dl'eN?e!t lassen fchenden/ FH vnuerfchu! M vnuersthulter si,chen/das ich noch mein Rindernt-, cht verwinden werden/ Derwegen ichs dahin ge^ seyt/vndso! dismein leyter beschlus ftin/das ich mein lcib auch dran wil styen/Ist besser ehrlich gestorben/denn schendlich vertorben/Vttd Keretench an meinen leib gar nichts / ob man mich gleich her-- ter ftyet/peinlich fraget-/ Als ich Gott lob nichts bosts gethan / auch nicht verschuld. ?Dlolte je ein blinder grei- ^^ffrn/vnd tauber verstehen/wie man ^^mit gewalt snn meinen Bruder ge? drungen/Vnddennestnoch haben wollen/ man sol jn gleubenwas sie furgeben. ZVolan/ Ls solte mir vnd einem federn Freunde hierin das Hertz noch woll wachssen/ das/wenn siesolche vnmenschlichernd vnuer nünffiige Gottlose stücke/gegen srem blut vnd fleisch vornemen / also öffentlich befanden / Aber ich tröste mich vndbtn gewts/das Got t dieftn lvord nicht wird vngerochen lassen. Kemer hat der arme Gefangen vns ge» warnet/im die Brieue nicht zuschicken/ jL>it diesen Worten. Rn MUS jnn mein Derm dnngen/ Sonst beVomptman mir nichts/ G. G. seind )y viel schuldig / er steckt/wole sich gerne sich gerne mit mir schüyen/vrfache finden/als hette ich jn jnn schuld gefürt/ Ist gewis/ wenn M. H. die ZSrieve vberkem/würde ich nicht wider zu liech--> te komm/Der wegen schickt sie wcgk/ es gewin welschen weg es wil/ich wil nicht wissen wo sie sind/bis das ich erledigt werde/ Vnd alle fachen halt heimlich/ Ich weis nicht/ob es gut sty / das die Binder heun bleiben/oder nicht. VAsse/dasmich Joachim ^»offman/der Gecretarius/jemerlichen mit lügen hat verraten / jnn vielen stücken/ Der wegen hüte dich für sm/vnd verwarne alle gute Lreunds / sich für sm zu hüten/ Art lesst von art nicht/ Der Vost- wicht hat gesagt/ iLr hette zwisschen Leiprzig vnd Gchkeudirz geHort/als er mit mir vnv Georgen wider gen Halle wer gefaren/ das geredt wer worden/ das ich alle meine Vn'eue vnd geld hette weg geschicktste. Solches lies mir M. H. entbieten jns Gefengnis. Datum an». 9. Jener. N°. 9. ^?^Tem jnn einer Mdern lei- O nerVandsthrifft/rvird befunden/das >5?^man zm dieBrieue nlcht fthtckensol/ Nemlich/als folget. Ll? dabe dir am nebesten H V. H in zweien hembden geschneben/ alle Srieuo an ein heimlich verwarsamen ortzufttzen/ oder jnn ein ander Gtad zujchicken/Damit sie niche mit gewalt genomen werden/ZSin nicht gewis/ob du solch schreiben hast empfangen / Hierumb ist noch mein rat/das noch geschicht/ Denn man drin- Fiq getteg- gee teglich snn mich / des ich mich bisher erwehret/ das ich an dich vnd die Lreundschaffr st>l schreiben/ mir die Zöriessiaden zu schicken/ Aus diestm befinde ich/vnd haben sichs lassen horen/wenn sie schriffr vc»n mir haben / wil H. die Vrieue wol be?o-- men/wollen ttach der Kreundschaffe nichts fragen/ LTlu werde ich mich zu icyt nicht lenzer Lonnener-- rvehren/Werde müssen schreiben nach den ZSrieuen/ gen/meinem Bruder dieertichten Attickel/die hie beuorn erzelt/vorgehalten. Vnd da sie selber schreiben/das er die vcr neint/bis das man sie von jm mit pein vnd marter abgezwungen / vnd die selbigen wol hat bekennen müssen/ Vnd mein seliger lieber Bruder hat also mit seinem blut vnd fletsch/ seinsZOerrn gefastenzorn/das jm die Freunds schafft die Stegtster vnd Brteue jnnseingewalt vnd Hand nicht rvolten komen lassen (dazu er doch/wie sieauch bekennen/als ein armerge> fangener nicht gekünd) müssen auslesschcn/ vnd also vnschmdig gemartert vnd gehenckt worden. Nu istgnugsam deducirt/dss die Freund schafft gute vrfache vnd befchl gehabt/ die Brieue vnd Register nicht jns Gefengnis /on sr beyfttn zu schicken/ So wird ferner nicht können verleugnet werden / das das jcnige/ was aus zorn vnd gefastem Widerwillen für/ genomen/das es nicht alleine vnrecht/son» dern e-n l?)ord vnd lNissethat Heisset/ Die ZVidcrsacher fthrciben/das mein Bruder seli4 ger/tft dmmb peinlichen angrissen/das derCar dinal aussdas nicht bckonien derUegisier vnd brieue verzörnt/vnd Stechen wöllen/Deshalb ist mein ist mein Bruder seliger mit keinem Rechten/ sondern aus zorn/wider das Recht vnd das funssce Gebot Gottes/ Du sott nicht tödten/ zorniglichcn ermordet vnd vmbtomen. Vnd weil man solche gewalt vnd war» nunge fnr äugen gesehen / das man alle list/ vorteil vnd gefehrde/hat gebrauchen wöllen/ VOiesie sich denn nichtgeschemet gegen mir/ jnn öffentlichem Handel (der ich doch Gott lob/vnter srer gewalt dergestalt nicht war) auch zugebrauchen vnd fürzulegen/wie man HSren sol/ So ist das die vrsache / vnd nicht rvie der Widersacher schreibet/das mein Bru» der Aechunge vnd verhandelung geschawet hette/gewest/das man dteUegtster vndBrie» ue also schlecht nicht hat wöllen von sich gez. den. Vnd als sich melns Brüdern Sreur»5 de eingelassen vnd erfaren/das er gerne rech» e^» Zvslte/ auch für alle zrrunge vnd Mangel jnn veralten Uechnunge/redevnd antwort zu geben/So haben sie sich zum ofstern erboten/ jnjnn dem Gefengnis Rechnen zu lassen/doch mn beyftin der Kreundschafft/Vnd das haben sie (wie gehört/vnd weiter geHort werden sol) je grosse vnd wichtige vrsachen gehabt/Vnd hette der (Lardinal seiner ZIsndlnng nicht ge» fthewet gehabt/so hette er wol ftiner Freunde zween oder drey lassen dabey sein» Hudson? Vnd sonderlichen haben sich dte Freund schafft weiter erboten/ob der Cardinal viel4 leicht feiner heimligkeit/fur jnen ein adscherv/ das man sie als denn dazu vereiden rvolte/ Aber es hat nicht helrfen rvöllen. Dis ist je ein öffentlich gervaltvnd Tyranney/auffdts vnterthenigste erbietender Kreundfthafft/ da der Cardinal gervalt gebraucht/Gumma/der Cardinal hat thun rvöllen wie es sm gefallen/ es fey recht oder vnrecht/Lsheistet/Sicrolo/ siciubeo/sit pro rattone voluntas., Vnd so ferne sich mein Bruder für ge? fehrde nicht gefurcht/vnd das er zur antwort znn beysein der Kreundsthaffr gelaufen / ZIat er sich /beide newe vnd alteÄegistcr zu rechen crbotsn/wie diese seine Vandfchriffc lautet. M Jedes Meib/das ich folt H^fry worden stin / da ichdein Zörieff hett be- Lomen etc. hat man mir keinen gegeben/habe auch noch bis auff diest stunde nie Keinen ge-- sehen/ Aber der Heubtman ist auff den abent zu mir komen/wol vber acht tage darnach / has mir zu ge^ truncken/ Ist mit andern schwencken an mich ko^ men/zu leyt gesagt/ wie es stehet etc. Habe ich darauffgeanrwore/Die weil sich dieFreundschaffe hat angenomen / las ichs nuch geschehen etc H Mir ist nicht lieb hierzu siyen/ Aber ich gleubcreo!/das L1?.H. geschehen lies/das ich hiersirzen bliebe/die weil sein furnemen mche sol für sich gehen/ Darff G auch auch nicht- gelb ausgeben/ Solches habe ich dem Heubtman gesaget /da ich dir habe geschrieben im ^Nichaels marc^t/weis nicht/ob dir LN.H. den ^rioss zugeschicket hat oder nicht/ U?enn Recht Recht so! bleiben/die G.uitanyen vnd vnbezalte Schuldbrieue sollen gelten/so bitt ich LN. nichts Zchüldig/ ZlVenn man aber mit gewalt wil faren/ vnd wil mich nicht öffentlich lassen Rechnunge thun / des ich mich habe erboten zu rechnen im Ge^ fengnis/doch das man die von meinerFreundschafe etliche lies Vabey sein/ Aber doch zum wenigsten/ das ich mochte mit ftt reden/offentlich jnn derRhe- «ebeystin/ iLs hat mir Nicht tonnen widerfaren. Ich habe mich erboten furdemAusschos zu rech-» en/die weil mich S.G. für jnen haben beschüldi-- -gen lassen etc. ich künde nicht berechen/vnange^ sehen / das ich mit dem Ausschos nichts zu thun ha«? be/ Gs trifft auch die Rechnvnge den Ausschos - Zttcht an/ iLs hat nicht helssen wollen. Aber das ende vom Liede ist/das man wil jnn den alten Rechnungen winckel holyer suchen/vr^ fach zu finden / wird die nicht wollen gestehen / ob sie gleich reche stind. N?enns das gilt/kan ich noch memands berechen. Das ich aber alte Schuldbrief «e jnnen habe behalten/ ZSinichnie jnn abrede ge-- west/ Vrsache/ich habe allwegen ander Summa Feldes für S.G. ausgeben/als zu S.G. gebew^ de/jnnhalts der Vaw register/vnd anVers so noch Vttberechent ist/vber solches ich keine.Gchuldbrieue habe/vnd ich die alten zu vnterpfand innen behalten/ Es wird es auch alle LN. H. Rechnung ausweisen/ Mtsweistn > welche stind bezalet worden odder nicht. Der wegen bitt ich zuRechte die alte Rech-- «ung nicht schüldig auffs nerve zu thun/ Aswe-» re denn/das etwas Mangel drinnen/oder etwas versehen were/ Dennoch weren sie schüldig mirzu^ uor anzuzeigen / was der fehel were. Wirst aber befinden / rvenn ich die alte Rechmmge im Gesengt M's berechett söl (des ich Keinen scheuhehette/wenn Recht so! Recht bleibett ) So wird man so viel Hlmdehar eintragen/ das ich mus vnrecht fein/ werde müssen alles bewilligen vnd thun/was sie mich heissett / wen» ich mich gleich aufs Recht erbiete/ wollen S. G. mir Rechtens genug ge» hen etc. /^ 'ttd es wird alles aul? mei nen Bruder seligen ertichtet / das er ^55^ nicht hat Rechen wöllen/ Me denn mit ftiner ^Dandschrtfft/bezeuget/ Das er sich dazu erboten/für dem'Zusschos zu Ue» chen/ Ist doch ja mehr denn zum vberfluss erboten / noch ist geevalt für gangen. A?eil nu so klar am tage /das mein Bruder ftli» 6er vnd ftine Freu ndschaffe/höhers vnd er» dars erbieten/nicht haben thun können/ vnd ze die Stechte geben/das man niemands gefehren / vnd einen sedern zu gnugsamer verantcvortunge sol toinen lassen/ So hette ich verhofft/es solte se der kardinal / oder sei» ne DofUhete/hierüber mit gcrvalt weiter mei» nen brudet nicht haben torquiren/vlel weniger G H ermorden ermorden lassen/ Aber es mus also zugehen/ wenn man lZ^cndaclum schmücken rvib/mus Vas LDomicidium folgen. Auff das vermeinte Bekentm's/rvilich türtzlichensagen/Meil dieIndicia so nichtig vnd Rechtlos/ So hat ein seder verstendiger zu ermessen/rvas die Betentnis/diealso aus» genötiget vnd gszroungen/fur krafft im Uechs ten haben möge / das ich die rvol möchte vn» verlegt lassen/ Aber damit dennesi den rech? ten gründ ein jeder vernemen möge/wie die an dcrn gesatzten Artickel auch erticht vnd falsch/ vnd wie vnchristlich vnd schendlich mein Bru der ftliger darauff vom leben zum tode ge- bracht/vndjo zemerlichen ermordet/So rvtl ich einen nach dem andern auch für mich ne? men/vnd die verlegen. Vnd auff den ersten Artickel sthreiben ske/das ZOans Schenttz betand/vnd istge» Wendig/das er die Quitantzen/Gchadlos vnd ^chuldbrieue (so er mit des Cardinals gelde erlediget/vnd jnn seinen gethanen Rechnung^ en/S. R.. F. G. verrechent hat / auch darauff czuitirt ist rvorden) vorfttzlich hinderhalten/ vnd nicht vberantcoort habe/das erauchrvol rvisse/das fm nichtgebürt/ Sagetaber/zLr habe es auff nichts arges gethan/ Sondern auff die fürsorge 5c» Vieravff ZIterauff wird geantwortet' / Z^n setzen das dieser Arttctel war/wie er doch noch nicht erweifet/vnd aus dem/das das vermeinte Bc» kentnis alles jm mit drewen vnd matter abge? zwnngen/nicht zugleuben/ So rregterdoch meinen Bruder selber vnsthüldig daher / vnd entsthüldiget jn/ das er auffkein arges/weder Bneue noch nichts dahinden behalten/ Gon» dern auff die fürsorge. Nu ist zu Stechte ver/ sehen/Aas aus keiner argen meinunge/oder mit bösem Vorsätze gesthicht/das das weder peinlich noch sonsten beschwerlichen' fürge» nomen/oder gestrafft werden sol/ Vnd weil solches auff kein arges geschehen/alhie des tand wird/ So ist mein Bruder seliger dieses vnd aller Attickel halben zu vnrechte peinlich angegriffen / vnd also vnsthüldig ermordet worden/Me,m ftine eigene Keinde vnd N?i» dersacher des hiemit Zeugnis geben/ Vnd wtl diese gezeugnls hiermit für mich vnd meine vnmündige Vettern / zu errett»ng sres Vätern vnschuld hinförderalso betand/gebrauchen vnd angezogen haben. Auff den andern Artickel/Das ZOans Gchenitz bekand/das er den Cardinal jnn fti> ner vorgethanen Ztechnunge vberforteilt/snn deme/das er den göldenmüntze/zv2.s.groschen ausgeben/vnd den für gold berechent/ Des» gleichen das er an der ZZoftleidunge etliche /ar n<^ch ein ander/vber den gewinst/fur einen jeden gülden müntze / einen gold gülden ver? rechent/ Vnd daneben setzen/das die Stecht nunge/soermit dem Camermeister/ solcher Aofkleidung halben gehalten/nicht anders als müntze/den gülden zu 2,1. groschen gere» Ie dem/ist vn5er gaMI ^ gnediges gütliche sinnen vNd begeren / du wslst zu errettung vnserer ehre /^rawen vnd glaubens/das wechssel geld aufftubrintzen/al- len vleis anVeren / sol wol vnd reichlich bezalt wer, den etc. ist aucb des LardinÄs MzTIZBriess verHanden/darinnen er befilhet/ meinen Bruder Pfennige auffzune/ men/auff ein halb sar/mtt golde widerumb zu bezalen etc» Aber mitder^oftletdung/weis ich/als ich den XDandel gefürt/das man alzeit Thaler oder sechzehen patzen für elngül. habe geben vnd nemen müssen/Vnd die ^auffleute haben mir auch/wie ich mich auff sie referir/tein mal anders die bezalung der ADofkletdunge / denn zu patzen oder thaler wollen tomen lassen. Vnd hat mein Bmder die ftlbtge^ für müntze müntze teuffen können / das tst se dem (f^ardi» nal zugute geschehen / So «der die bezalung darauff nicht gefolget/ sondern sich bis jnn den Leiptziger marck/odcr wider jnn die /Vess erstreckt worden/ Go hat man die zeit/so wol als heutezutage/den R.auffleuten den auss» wechssel geben müssen. Vnd die Rhete verantworten meinen Bruder hierinnen ftlber/c>as er mit dem <^am mermeister abgerechent/ Vnd die Register brengen mit/das er ^'.groschen für ein gülden gerechent/Vnd wil dis ir betentnis zu metner vnd metner vnmündigen Vettern gerechttg»' kett/so weit mirs dazu dienee/angenomen ha^, den/ Darinnen öffentlich bezeuget wird/das also mein Bruder dieser nichtigen vnd vner/ findllchen vrsach/wider Recht hat müssend, mordet vnd gehenctt werden. Auffden dritten Attickel ftiner vermeid ten vnd abgezwungenem bekentnis/das er vom Rate zu ZIalle/gold vnd goldes wewng/ von wegen K.G.etngenomen/lautset» ner vnd meiner Recognition/vnd das er dafür nicht mehr denn 3000. gülden müntze zu groschen verrechent etc. Sage ich/das dieser der gestalt nicht war/ vnd erttcht ist/Denn mein Bmder vnd ich söl» ehe 5000. gülden / von wegen des Lardinals nicht ein? nicht eingenomen/Der Cardinal hat auch bey dem State zu Aalle dieser summa halben keinen glauben gehabt/sondern mein Bruder vnd ich / haben muffen vnser Lrbe vnd habe dauor einsetzen/vnd vns des verschreiben müssen/die im jar mit anderthalb hundert gülden groschenAins/rvider zugeben/Vndalsrvir solche Summa auffvnsern glauben ausge» dracht/vnd dem Cardinal gütlichen fürge» ftractt/Gohatdasgeldals balde vom Ztate oder der selben Acemmerer/ MolsMVoftnei, ster/lvarggraff Georgen diener gezalt geno» men/rvie hie bevor dauon bericht worden/ Vnd dts ist ein stückedes dancees / der gna» den / für solche erzeigete gutthat / das ich ne, den meinem Bruder mit vnserm glauben vnd gute / dem Cardinal geld aufgebracht / das cr vns dafür gern / das vnsere nemen vnd ab» martern rvil/ Vnd so solches Mein Bruder se» liger bekand/so ist er dazu gezwungen/vnd helt sich jnn derrvarhettanders/ Darauff denn auch mein Bruder der wegen vnschüldig er» mordet vnd gehenckt isirvorden. Auff den vierden Artictel/Daser von Barthel Schuler/fur etliche verkauf?» PfaN» nen/vter hundert vnd achzig gold gülden em- pfangen/pnd dafür nicht mehr/als 4so. gül^, ^ den müntze zu 2«. grosthen verrechent / vnd ^ ^ die vbermas heimlich snne behalten/vNd die dem Cardinal abgestolen V Vnd Vnd obgleich dieser Artictel/meinertt Bruder seliger mit Marter abgezwungen/ das er solches hat bekennen nuWn/ So ist er doch erstunckcn vnd erlogen/wie Barthel Schüler/der noch heute zu tage verhanden ist/ nicht anders jagen tan / Vnd meines Brüdern seligen Register/welche klar verhäng den/mitbringen/das der taust" derThalgü^ ter/nicht anders denn zu 2«. gantzegroschcnge west / auch also /nn der Rechnunge nicht ho» Her angeschrieben/Das aber goldoderThas ler mit/nn derbezslung vbergeben/dte scind doch jres werts angeschlagen/vnd zumüntKe gerechent worden/ Vnd ich bin des glaub- rvirdig bericht/das mit Barthel Schuld hieuon bereit gered/vnd er durch meine NW dersacher bedrewet worden/das erbey zren» furgeben bleiben/vnd jre meinunge besteti» scn iÄl / Verhoffe aber / das er des guten Gewissen / sich an kein drewen zu teren/ vnd bey der warheit bleiben/ vnd sich irer lügen/noch des lvords/nicht teühafftiS machen wird. Auff den funfften/ da abermals mein Bruder seliger soltbekandhaben/das erkeirt vnterfthled der müntze jnn feinen Registern! gehalten/vndwo ergoldberechen solte/da herte er müntze/ wo müntze / da hette er gold berechent?c. das zm zun zctten/ein/zwey vnd »rex tavsent gülden geirggen/vnd fonde?» lichjnn lieh fnn der avffname der Pension im Nt> Verlande ^c. ZVlewsl diestr Arttckel hiebeuom bereit Zwey mal verantwort/das er nicht tan erwei» fet werden/vnd sich >nn meines Brüdern Ue» gistern/auchlm gründe derwarhett anders halte / Jedoch weil sie der Pension im Nider? lande gedacht/ So befinde tch/ans des Car» dinals eigen Vandschrifft vnd Brleue/dss Seten» Auff den sechsten/den Aanffman von Angspurg/Iacob ZOerbrot belangende/das erdem etliche Ringe für s'so. gülden abge» kaufft/vnd die für 600. gülden dem Cardi» nal avSesthlagen . Der ist auch nicht /M war/ wzr/vnd ist hierauff durch meinen ftligentte^ den Bruder aus feinem Gefengnis ein klarer bericht gethan / LOiedie hiebeuor/auffdas Indicium vom Bürger von Augspnrg der Ringe halben/angezeigt / Da bey ichs auch wenden las / vnd das Hieher repetirt haben wil. ^)nd weil sich darinnen klar befindet/ das mein Bruder ftliger dem Cardinal zu gute solche/ein hundert gülden/erhalten/auch auff den Schuldbriefs gezeichent/ So tan mei» nem Bruder das zu keinen schulden zu gezo^ gen werden/Sondern hat getrewlichen vnd ftinem LDerrn hierinnen zu gute/den vleis fürs gewand/Vnd so erderhalbengehenckt wor-5 den/so ist er der trew halben/vnd wider Uecht ermordet vnd vmdbracht worden ^ Aufs den siebenden Artickel/das der Car dinal meinem Bruder befolhen/vngefehrlich zween oder drey Tepicht von golde/vnd noch vier oder sechs von ftiden/vnd sonst mehr ge5 meine Tepicht / für sich zu teuffen/ alles vmb zooo.gülden/vnd dem Cardinal für 6ooo.gül den etliche hundert angefthlagen?c. TDat mein Bruder ftliger aus dem Gefengnis sich dieses Artictels halben/der fast den ersten zorr» erregt/entfthüldiget/vnd schreibt dis. Jedes Weib/Dit den Te- 'pichten helt sichs alfo/ Ztm «ehesten da ich zu Äntdorffwar/hab ich für etliche taufene gül Yen Tepichr den'Teplcht Kaufst/ für mich eins teils/die anders zu Zörcslaw zu schicken/daran zu gewinnen/ Nu bitt ich wolfeil darhinder tomen/wie denn der gebrauch ist «nie der wahr/Ist einer gelds benotigt/mns vmb halb geld geben/iLs ist jedermans Vanff nicht/'lvi-- derumbistein gülden den andern daran zu gewinn nen/ Habe ich mich zu Anttorff vbergefeizt/wie ich solche Tepicht wider wolt verkeuffen/ Aberineim Herrn nicht/ Habe das jntt ein klein Nüchlin nebett anderAusgabe geschrieben/Als ich bin heim komett habe« G. .haben?undschaff'edrauffl« gen lassen/wie ichs geSaufft/des mich nicht heel hae/da mit S.G. vrsach zu mir Hetten/Vnd das ist vrsache/das er aus meinem Zbüchlin st» er noch hat / befunden/das die Teppiche als hoch vberschlagen feind / gedenckee er/ich Habs jnn allen dingen ge«- than/ Mochte nuG. G. lagen/oder ftineRheee/ Ja jye spnchstu also / die weils G. G. nicht hae behalten/ Mein antwort^ Ich ftye/S. G. het^- t-ens vmb solche Summa behagen/müste ich sah-- re gestanden/ das jnn dre^ oder vier jaren/vielleiche kein geld bebomen/ Zum andern/weis ich solche Teppiche vmb solche Summa zuuerSeuffen/ Das ichs S G> nicht habe wollen verkeuffen vmb dre^ erley vrsache willen/ Ich hette mir gegen andern vngunst gemache/Kein- bezalung können erlangen/vnd vielleiche/so ein fall geschehen / nichts bekomm etc. M denn aus diesem Kla- F tzrenberichterschetnt/dasVansSche nitz ftltgcr/ dem Cardinal die Tep » picht wider verkaufst noch von jm bezalt ge- nomen/vnd dazu von jm zu kenfsen/keinen be fehl gehavt/vnd derCardiNalgleichwoldar^ vmb meinen Bruder hencten lajscn/vnd die Tapeten dazu nach seinem ab ermörden/mit Gewalt zu sich genomen / vnd die seinen vrn mündigen hindern/bis an diesen tag/gewal^ eiglich vorenthelr/welches doch gantz wider Stecht/ vnd vndillich ist. So wlrd So wlrd federmsn hierbev abnemcn vnd verstehen können / wiejemerlichen mein Bmder darüber vmbkomen / vnd mit wa>, serm Rechten der Cardinal die noch vnter sich behett/vnd wer hiertnnen den andern betrogen. Item das gesetzt wtrd / das mein Bw4 der seliger/der gleichen vberfortcilen wider S. Lc. K.G. jnn allen seinen Hendeln getrieben/ mit Seiden / Gülden tuch vnd Aleynotter/ Das ist gleich dem vorigen Artickel/ eine ex-» tichte zunöttunge / vnd kan nicht erweistt werden / Vnd so derbetand/so ift er adgez. zrvungen vnd ausgenöttiget/ vnd hat dcn vmb grosser marter sagen müssen/ Me des seine eigen Dandschrifft zeuget/die ich Hieher vnd auss alle betentnts Vil gezogen habeüi» Vnd wenn dieser Artickel gleich war/rnd des meinBruder seliger vberweiset worden were/ So hat sich doch des die Sreund/, schafft erboten/jnn welchem stück meinBm> der den Cardinal vbersctzt / das er das wider» fiatten solte/ Ls hat aber damals vder die» se Generalis accusatlo / nichts Specificiret werden können / vnd mein Bruder / darauf^ auch zu keiner antwort gelassen worden/ Vnd hat der wegen/vnuerhört vnd vnüber, weistt müssen ermordet/vnd vom leben zum tode gebracht werden» Item Item auff den Artictel/das er von dem Iüden zu Bingen/Gaul genand/auff die tan sentdrcv hundertgülden/soer sm von wegen des «Lardinals hat entrichten sollen/ abzug vnvfthenceungegenomen/Isihiebeuorvder das/das dieser Artickel aus jm gemartert vnd abgezwungen / gnugsam bericht geschehen/ VOeil aber hierinnen gesttzt/das mein Bruder die summen nicht eigentlich gewust/vnd doch von denCardinalisthen für gewis auffandert halb hundert gülden angezogen/ vnd das nicht erwistn noch beygebracht/So erfolget/ das mein Bruder stligerderhalben ermordet/ vnd zu vnrechtist gehenctt worden/ Vnd im fall/wenns gleich erwistn vnd ausfündig ge» macht wcre/So hette doch mein Bruder selt5 ger/ des Iüden halben / welche klage nicht verHanden/also WverhZrt/nicht sollen ge? henctt werden. Item /auff den Artickelinit Mlhelm tvertz/das er mit sm einen vertrag gemacht/ an den 6ooo.vnd etlich hundert gülden/sm an ein gülden ein patzen nachgelassen / vnd sich furgold/mit müntzehat müssen bezalen las, sen ?,c. Ist hie beuor gnugsam/vber das/das dieser Artictel so wol als andere abgemartert/ verantwort / vnd daneben jVertzen Nand^ schrifft / dartnne bezeuget/ das der Cardinal dem Ztatzu Augspurg gefthrieben/das er die schuld SchenUzen dezalt/ welches doch die Rhete Schete alhke anders rvöllen gesagt Haben/Vnd zu set;en/vas sich des Kardinals Ergeben der gestalt hielde/das er sich mit Vcrtzen aussein weg verglichen / vnd mäntze für gold bezalet/ Go wolde dem Cardinal darnmd nicht gebü/ ren/metnen Bruder hencken zulassen/rveiljn» vmb eins andern vortracht kein activ zugehet/ Vnd ist derhalben mein Bruder stligerjemer^ llchen ermordet vnd vmbbracht Morden» Item da gefetzt ist worden/wenn er ie zun zelten bargelt/auffinteresse/ mcins G.ZO.auff bracht/habe er solches zum teil/zu seinem ge , rvinst gebraucht/vnd ist mitler rveilcvbertV. G. Ö. gangen/das er zu gleich schadlos vnd Gchuldbrieue/vberelne summa von S.A. G. genomen/vnd solche Brleue denn znn sei» ne Stechnunge zumteil bracht/ehe vnd zuvor sie sind entricht worden/vnd sich darüber qui5 tiren'lassen/ Daraus narve sthülde gemacht/ Interesse darauss gesthlagen / vnd treffliche schulde auffS. R. K. G. getrieben -rc. ^ ' ^ . ^ Dlestr Artickel ist nicht als ein dekentnls melns Brüdern/Sondern jm^u schulden ge» fätzt/ZVeil denn der nicht errvieftn/vnd mein Bruder seliger/daransszur antwort nicht ko» men/nochgelassen/ So Haltich in für erticht vnd erlogen/ Vnd gibt mir so viel Merste» hen/weil er ln singulari/als für eine Person/ inferlret/ vnd dts Buch vnter Grass phiWs I vndder vnd der Nhete nameninplurattprofenrt/das sich der Lstl blos gegeben/ der sich vnter der Lewen haut/hat verbergen wöllen/Das ichs i dafür bilttchen halte/das von seinen O^isgön nern vndSeinden/die jn vmb leib vnd leben haben bringen helffen/dieftr Artickel/so wol als das gantze Buch/wider in vnd mich er» tieht vnd geschrieben worden/Vnd^verhoffe/ das Grass Philips von A)ansfelt vnd frome ZOofThete/der wegen solche ertichte vnd er» logene gründe fthelden/vnd denmordmeins Brüdern seligen/werden rechen helffen/vnd mich alles argwans benemen / auch mir jnn meiner gerechten fachen hülfftg vnd beyfel» lig sein. Ferner/das er freywillig bericht/das zm jnn den zehen tausent gülden bey den Pi.e» meln/jnn der summa bey Wilhelm Zteissen» stein/jnn den z^oso. gülden/bey dem Kur/, tenbach/des gleichen jnn den zehen tausent gülden bey Vlrich Ztausscher / sein gebürlich anteil/als die helssce bey den piemeln / vnd 4000» gülden vngessehrltch bey ZVilhelm Uei» ffenstein/vnd »2.000. gülden bey Kurtendach/ vnd sechs tausent gülden bey Vlrich Zcansscher. sm gehöre / vnd dauon so rvol als die andern das Interesse genomen. Oarausssage ich/dtts diesem Artictel der gestalt kein Klaube zu geben/ weil sie meinen ftligen liehen Bruder zu keiner antwort ha» den lassen den lasten wollen / vnd sm diestn bericht so wol als die andern stücke abgemartert / vnd im Gefengnts (wie er klagt) wol hat sagen müssen/was man von sm hat haben wollen/ des seine klare Dandschrifft bezeuget/ Aber gleichwol/so meinBruderbevden R.auffleu / ten etwas im Handel gehabt/so hett es denr Cardinalnicht gebüret/iM zu neMen / Son/ dern es ist sein wol gewonnen gutgewest. Vnd werde von den Rauffleuten hier» auff bericht/nach dem mein Bruder/von we» gen des Cardinals/bey snvmbgeld ansuch» unge gethan /So haben sie gar kein geld dem Cardinal / wie sie noch heute zu tage sagen/ fürsirecten wollen/L« sey denn/das sie Pfand bekomen/oder das mein Bruder sein geld ne» den snen auch hat wogen wollen/ ZOat der Cardinal nu zu Äugspurg vnd Schweinfurt die zeit sollen geld haben/so hat meinBw/ der seliger/sein geld/tzüU2v er ftine Thalgü» ter/ZIaus vnd ZDof/vnd alle seinLrbe/ver» pfenden mästen/ vnd das daneben legen/ Vnd solches ist dein Cardinal zu gute gesthe» hen / sonsten hetten dem Cardinal die A^uff» laute/wenig oder gar nichts fürgesirackt/So hat sich auch mein Bruder an dem Interesse/ welches den Rauffleuten gegeben/ begnügen lasten / vnd der Cardinal hette doch solches frembden geben müssen. Das aber mein Bruder dem Cardinal I h kein kein Lied danongesi, ngen/vnd solches heim» lich gehalten/das.istjn nicht znuerdencpen/ Denn er des iLardinals Hertz vnd weist wo! ge wvst/vnd hat auch der Halden für der nichtbe> zalung oder widergebnngein abscheu/vn viel vrsächen pnd dedenctens haben müssen/Vnd ist dem kardinal jnn dem verschwiegen nichts abgegangen/Vnd das er das heimlich gehal» ten / tan meinem Bruder für tein vnehrlich stücke / Lkcfthweige das er darumb solte ge^, henckt/fürgeworjsen werden/vndsolchgeld/ wo er das gehabt/gebäret jm vnd seinen jLr» den/ Aber dennoch findeich/das der Cardi» nal hterumh etwan bewustgetragen / Denn er schreibet hievor also. Albrecht von Gotts gnaden?c.v (O IeberWiener vnd getrew-- er/VOir haben dein schreiben altes snhalts ver lesen / wereN geneigt: dir deiner bit nach / die verschreibuttg vber zwelfstauftne gülden /mitver-« bürgung dreier vnstrRheee/vnd des Camermeisters verfertiget/zu vberschicken/VOollen dir aberganrz anediger meinunge nicht bergen/das wir vnstre Rheee hin vnd wider / der Massen verschicket / das derer vber einer oder zween am Hofe nicht verhäng den/vndstindebendiefenigen/andie wir solches zu gelangen ein grps bedencken tragen/ welche sich <;uch jnn dtese schuld alleitte schwerlich fteckenwär^ der/V/ly bett / Vnd ob wir gleich solches be«? jnen erhielten/ müsten wir vns doch befahren / die weil vns kein Zottel der verschreihung vbersthickt / das wir jm zuviel oder zu wenig thun/vnd die zu hart oder zu linde stellen mochten/dadurch dieser Handel jn ein Hindergan« oder abschlagen gedeien mochte/ Hier-- Nmb ist vnjer gütlich begier / du wolst be? Vl?ilhe!m Reissenstein allen vleis ankeren/das er die sechs tau stne gülden/dir anss deinenglaubenzudem andern Rest/die kleine zeit vberstundeN wolt/stindwirge^ neigt die^ verschreibung darüber beim Rate/so for-> derliches geschehen mag/auszubringen. Dn> zwey taustnt gülden halben/wollen wir dir nicht bergen/ das wir der selbigen aufs nechsten Donnerstag spat/oder des Freitags früe wartende stind/ Als balde vns die zukomen/söllen ste dir vn-- seumlich Vberstl)ickt werden/ tvir haben auch dei-» nem bedencken nach/Gebhart Schencken schreiben/ vttd den stlbigenZSriess/Bastians vom (Hessen die-- ner zustellen lassen/ Das mochten wir dir gnediger Meinung jttn antwort nicht verhalten/ Datum zu Halle/auff SanceMonrzburg/Mitwochs nach Diottist/Anno etc. ??. Imusvemimptmanwol/ H^'F das des Kardinals Gewissen anders ^ ^ stehen mvs/denn die vermeinten Sthe» te fürgeben. Item auffdas/das er solle rnerinnert bericht haben/das ZÖieronymus Walter vndi Ith ^arp warx Schütze/Bürge? zu Leiptztg /an den 2.oooo.gülden/dafur sich die Grauen verschrie ben/eeinen Pfenning dargelegt/vnd sey jnen nichts daran zustenoig / auch die bezalunge solches geldes noch nie gefallen/Gondern als der Kardinal anffmeins Brüdern anbringen bewilliset/ftchzehentaufentgüldenzu borgen vnd jm nachgelassen/ so habe er von stunde an/vier taustnt gülden Interesse/darauffge, schlagen/das es zwentztg tausent güldenwor den/vnd die verfthreibung sey Schenltz zu gute gemacht/fur etliche schulde die im der Car» dinal soltc schuldig ftin -rc. ZIierauff sage ich/das ich nicht gleuben tan / das mein Bmder seliger dis freywilltg vnerinnert soltebekand haben / sondern ist jm abgezwungen vnd gemartert/ Vnddashabe ich viel vrsäche/ Lrstlich/ das sie beneben die warhett gestochen/Kur das ander/das bei» de des Kardinals vnd meins Brüdern ZDand» fthrifft anders mitbringen/Vnd wiewol wenn mein Bruder ftliger zu öffentlicher verantwor« tung gelassen / so würde er dieses Brieues hal> den / wettern vnd bessern bericht gethan hat den/Doch befinde ich/das mein Bruder hier» mit nichts vnredlichs oder vngebürlichs ge? handelt habe/wie sich aus diesem warhafftlb gen bericht ereuget. jLs ist je an» tage/das der Cardinal durch Nansen Schenitzen sechzehen tausent gülden von den -»> von den A?elstrn vnd Kutten geselschäfftem/' mcht auffein malempfangen/darüberLDans Gchenitzdrey brieue vngefehrlichenauffxxp. taustnt güld. lautende/für solch gelt der ZIut / ten gestlschafft verpfendet/b,s so lang LDans Gchenitzein klare versicherte xDeubtvcrschrei^ bung vberxvf. tausentgül.heubtsunima/rnd' auff iiq,taustnt gülunterejseauff sie lautende/ auff fo viel sär/das einhUndertdesjarsgedür licherrveise verzinste/bey dem Cardinal auö ,' bracht/vnd/nen die selbigen zugesielt/ Das" aberGchenitz die selbigen Geselschafft vnge, fthrlichen bis auffxxpz.hnndert/lxxpiif. gül. bezalt/das istrvar/vnd befindet sich klerlichen znn ftinen Uegistern/rvaser gestalt die selbigen ausgegeben vnd eingenomen/ Darumbjm denn/der selbige Briefs gebüret. Das aber ADans Gchenitz den stlbigen Briefs bey den Duttengestlschafft gelassen/ Ist auszrveyen vrfachen geschehen / Die erste/das sie noch nicht gar bezalt/vnd der brieff erlöstt/Die an» der/dasIeronymus xyalther vnd die ZOutten geselschafft dem LDansen Schenttz zu gute/ das geld vom Cardinal/bester denn er/Manen köndten/ Daraus rvil aber nicht folgen/das ZOansSchenitz solch gelt dem Cardinal entzo gen/oder vngebürlich gehandelt Hat/Den der Card»nal/dieL)utten gcselschaffckr so rvol als Gchettitzen/vn Schenitzen fo rvol als dieZOut tengeselsthaffc/weil er solch geld schütdtg/be zalm het müssen» Das aber die selben summen für den für den Cardinal ausgeben/des ist G R. 5. ein auszug einer Uechnung/die Balbinns von der Sreuemhüle/der die zeit mein« Brüdern/ vnd stzt des Kardinals Diener / auff den tag Oecembrts/ Anno?c. xxriH. vnd Doctor philipsen Buchheimer des Cardinals tVedicus vberantwort Hat. A)ell auch znv diesem Artickel von den LVldersachernfur gewls angezogen/vnd be» tand/das mein Bruderseliger bettcht/das jm der Cardinal diese summa schüldtg/Gohette sich billicher gebüret/wo der Cardinal recht hette handeln wollen/das er meinen Bruder seliger solcher ausstehenden schuld bezalet/ Denn das er in also semerlichen hette hencken sollen/ Aber so vielleicht bis des Cardin als zalung sein sol/so werden sich die R.auffleute vnd andere die geld aus zuthun/zu hüten wtss ftn/Vnd wil gleichwol das betentnis der v?i dersacher Hieher gezogen haben / das seine vnmündtge jLrben die selbige zu zrer gelegene heimzufinden wissen. Item das er betend/vnd ftvgestendig das er etliche ausssetze auffdas geld/vnd den wechssel geschlagen ^c. Das ist anch eln ab» gezwungener Attictel/de« nicht erweiftt/vad auff zn erticht ist / vnd Generalig accusatio/ welche hiebeuor ausf vierfert angezogen/ vnd gnugsam verantwort/vnd befindet sich gleich denen/ ß denen/das htemmbmein Bruder vnschüldkg wider Stecht ermordet vnd gehenckt worden. Item das er befragt/NOammb er die ftzl» ge letzte Aechnunge/so lange auffgezogen/ das er daraussbericht sol haben/ weil im Airt; hamer zu einen? Superattendenten gesttzt/vnd darauss acht geben/ So heter besorget / das «rmit feiner Ztechnunge nicht bestehen künde ^c.ZDis ist ein blosse befchZnunge/auffmeinen Bruder erticht / dem ich keinen glauben da» ff geben/Aus rrsache/das sich mein Bruder all» zelt erboten/ das er mit allem willen Rechen wolte/ vnd solches aus dem Gefengnis ge? schrieben/auch sich des durch die Hreund/, schaff^erboten.^nm andern/so ftind seine Äe gister der Massen klar verHanden/das sie sich besser sehen sollen lassen/denn alle vermeinte/ blinde/verdechtige / parteische vrteil / welche der Cardinal snn diesem Bluthandel vnd ei> tichtem Buche/i hümen lesst» Item/dasVansSchenttzsollebekandha» ben/das er on wissen vnd willen desCardinals von LorentzVillani/drevAimerlvarder/zu gesthencke gefordert/vnd darumb empfangen sol haben / das er gedachtem Lorentz XVHa» len/beydein Cardinal etlich gülden tuch vnd hobeln zu verkeussen/zuwege gebracht.Dar auff sage ich/ Grstltch ist« Landrüchttg/das der CardinalkeinsAnrettzers bedarss/ zu sol» A chensa» chen fachen / selb ahn viel geneiget ist/mehr denn andere Kürsten/stch mit gülden tuch/al? lerley pracht/zierung/zn vberkenffen/ Das also dieser Attickel/jm, dem das mein Bm? der den Cardinal zum kauffe beredt sol haben/ erticht vnd nicht war ist / Vnd so den mein Bruder betand/ So ist im der abgezwungen vnd gemartert/Denn es wird auch der N?ha> le/Lorentz Villan/welcher aldanoch verhan- den/mit warheit nimer mehr sagen können/ das er meinen Bruder verwegen dieK)arder gesthenckt/das er sein gülden tnchbey dem (Lardinal los würde/ So hat auch mein ftl»>/ ger lieber Bruder das widerspicl aus dem Ge? fengnis geschrieben/Nemlichalso. Jedes VZeib/von^orentz M Wahlen beben ich/das ich drey oder vier Zie^ 5^mer!Narder habe empfangen öffentlich/ Aber das ist war/ich habeM.^.vom stlben euch wr derraten/bis 5» lerzt / hat L.oreny Wähle LN. H. selber angesprochen viel mals/das G. G. solch gül-» dentnch^vonjm haben genomen/vnd LN.H.Hav dem Wahlen / wider mein willen zwen oder drey gülden mehr vM? jeder ein geben/Vennich wolt/vnd die Termin ehe verwilliget- den Wahlen znzalen/ denn ichs gemacht/ Habe auch solche Marder der-- halben nicht genomen/ LN. H. zu vberredc»/ Vnd viel andere vmbstende mehr/die ich weis anznzei-« gen/ So ich zur antwort kome/ Damit ich wol be-j /tehen wil/Dabey anzeigen/was andere gethan et<7. Das ich Bas ich mein Haus anff ein scheu! gebadet/mich rreg zu wenden^ ist nicht war. M denn der AorentS ^// HZVahle/onzweiueldiewarheit beten ^-^^ nen wird/vndmit meins Brüdern ft^/ ligen Dandfthriffebezeuget/das solcherArti» ckel falsth/ereichtvnd erlogen/vndmeinBru der ftliget darauff gehenckt worden/ So fol? sget/ das er wider Recht schendlich ermordet Pnd vmdko?nen/ Vnd werden alle diejenigen ZU ftiner zeit rechenfthafft dafür geben müssen/ die dazu geholffen/vnd noch heute zu tage das vnschüldige blut vnd den lvord wollen hel» Mn schmücten/Oenn es heisst/^aciens con jencien^z furzt in eaclew pccna. Itenl das er bctant haben solte/das er ei/ nen eifern Stock von des Cardinals gelde ge^, kausfi/vnd denftlbenjnnebehalten/pnd doch der Ärtickel meldet/das er solch« mit des^ar^. dinals bewust gethan. Gage ich kürtzlich/wie bey denandern abgezwungenen artickeln/das es nicht erweiset/vnd wenn der erweiset were/ so hette sich der Cardinal seiner gewissen zurei', nigen/ Vnd sich dieses Artickels/weil es mit seim bewust/felbs zubeantworten / oder dafür einen eid schweren müssen / Vnd ist dcrhalb mein seliger lieber Bruder/ felschlich ermord pnd gehenckt worden. ^Ztcm das er bekand/das er dem Cardin Kij dinttl dinal mit diensien vnd pflichten verwand / vnd sein bestalter Diener gewest/vnd noch sey/Das mag wol sein/Im hat aber seinADerr erger gelohnet/denn der LDenger seim Unecht/ Vnd das er jm trewe vnd glauben/ mit Hand vnd munde zu gesaget / Das hat mein Bruder bis jnn sein tod gehalten/ A?ie sm aber der Cardlnal/trewe/pflicht/gehalten / Das beklagt er sich aus dem Gefengnis/ mit dieser» Worten seiner eigen ZOandschrifft» A^Lb bsbe micb bewegen lasten vnd vertrarver/essolte alles jaftin/ was man mir zugeschrieben/das jtzt weit fell ist/ zweifelung gefallen / das er sich mit einer Quelen hat vmbbrengen wollen ?c. Dar» aus habe ich vnd ein jeder abzunemen/wie sie so vnmenjchlich vnd vnchristlich mit meinem Bruder die passiv müssen gespielet haben/ xn gemartert vnd geplaget/das er nach frem gefallen / alle^ was sie jm fürgesaget/hat be» kennen müssen/ Vnd haben mit dem armen Gefangen jren willen / wie die Jüden mit vnftrm lieben VErrn Christo getrieben/we^, ches denn vngestrasset nicht bleiben wird / Denn der Prophet Dauid im Psalm / gibet Gott dem ZILrrn den Titel/das er Heisset/ Deus requirens fanguinem oppressomm ft» pauperum/ Mie denn Gott von Nabel an/ bis aussden allerletzten vnsthstldigen Blutsf tropssen/ tropssen/der vergossen istaussjLrden/allezeit mit seinen starcten/Göttlichen/vnuerhtnder/ liehen wercten beweiset hat/ Vnd wil dts sr bekentnis der Massen auch angezogen haben/ Daraus sich klerltch befindet/das sie jm alle vnd jedere Artickel abgenötiget/vnd darauff mein Bruder wider Gott/Ahr vnd Recht / schendlich vnd jemerlichen ermordet/vnd»m sein leben gestolen vnd geraubet/ Vnd ob sie hundertInstrumentahierüber machen hctten lassen/so seind sie doch/Tanquam effectus sine causa/vnbündig/ansgenStiget/ erticht vnd nichtig. Auff die angezogene meines Brüdern handschrifft/lo er zweymal an den Kardinal/ vnd an stin ZVeib vnd Freundschasst gcfthrie> den/ Gage ich kürtzlich/wie wol einiger Arti» ctel^nndielen dreien Brieuen(wennsiegleich mein Bruder selber geschrieben / wie es doch nicht stin GetichtnochGtilusist) nicht also wichtig vnd gnugsam/dasmein Bruder der? halben solve stin ermordet vnd gchenget wor» den/ So weis ich doch fürwar/vnd seind meines Brüdern ZOandsthrifften dagegen ver Handen/diebezeugen/das er solcheSchrtsst hat thun müssen/ vnd seind erticht/vnd /m ab gezwungen/ Vnd bittet/diest drey Bricue(zu samptdenen so erSurttenbach/vnd alleande» re/die er on der Freundschafftwissen/ aus des Lardinals vnd der stinen geheis/hat schreiben müssen) für abgezwungen vnd ausgestockte Brieue/ Brteue/vnd vntüchrtg vnd kraffrlos zu hak» ten/Vnd schreibt/wie hie bevor auch gehört/ das manjnnjn dringet/anden Kardinal vnd die Kreundschafst zu schreiben/vnd das sie sich haben vernemen lassen/wo sie sthrifft von im haben/ das der Cardinal dieBrieue wol vetomen wil / vnd nach der Sreundschaffc nichts fragen. Nu gibt er zuuerstehen / das er sich frer gewalt nicht tan erwehren / vnd mns schreiben/ Der wegen wollen sie jm ja nichts sch!cken/N?ie er auch jnn nachfolgen» der seiner A)andschrifft/ klerlich vnd gnugsa- mewarzeichen gibt/ Vnd lautet also. man mich aberzwisscb-- I I H er» der zeit würde herter seyen/oder das ich dir nicht- mehr Lönde schreibett/ Oder aber das man dem oder mein schreiben snnen würde/ Sole du es an diesem U?arzeichen erkennen/wenn ich dir meiner Hembden eins werde zuschicken/suche alwege jnwend'ig im iLrmel/ LVe-m du findest mit R^telstein geschrieben ein ^- so schreibe mir nichts/ Findest» 54./ bedeute/das ich dir nicht San schrei» ben/ 5Venn man aber mit gewalt an michwolt/ mich peinlich würde fragen/wil ich das Hembde an der Brust durchreisten / Leg ich tod kranck/sol der ries am Hembde jnn der Seiten sein/Du solt gleich«, wol nicht nachlassen / jnn allem zu suchen/so offte ich dir etwas schicke/ Aber findest» drey 5 4> 5 solo bedeuten/das meine Sache wider wol stehet/ Als denn schreibe mir wider/N?erde ich aber gedrungen/ dir oder dir oder der Lreundschasse zv schreiben/es sey war- umb es wolle/das ich nicht wil mirzuschicken/sol mein LTlame mit diesen Buchstaben geschrieben wer de-,/ Hans v. Gcheniy/ So ich aber wil mir zu schicken/oder dasdu vnd dieFreundschaffd etwas mir solten schicken/ oder von meinet wegen bewilligen/ wil ich meinNamen mitdiesen Zöuchsiaben schreiben/ t^ans v. Lcheniy etc. gib alweg acht auss die drey Buchstaben v'.S.etc.Gumma/iLs Some wie es wälle / Rat ich/ das man die Brieue an ein an-- dem verwarfamen ort schicke / Damit sie nicht mit gewalt genomen. G^sIemus sollen sich je der H "/ Cardinal vnd alle seine Ahete/auch sder ^ ^meniglich der dieftn Bluthandel ange» hört/zu spiegeln haben/was für Farbe man dieser Sache angestrichen/ Vnd sich selber schier erkennen/wo sie nicht verstockt/oder der »nassen verblendet/das sie weder sehen/hören noch greisfen tonnen/ Hnd obwslder Can djnal ftlber etlichen meinen Freunden/meines Brüdern LDandsthrifften vnd.Hekentnissen ge zeigt/auch die vielen Kürsten/Z^)ei rn vnd vom Adel fürgetragen/So zeugen sie alle/das sein Name also geschrieben/ZIans von Slchenitz/ so wol als diese gedruckte Brieue ausweisen / Dabev ich vnd/dermeniglich das warzeichen/ einer abgezwungen/gestöckten bekentnis war neme / Vnd ob numals der Cardinal oder die seinen /dafür ichs nicht halte/vnd doch nicht K wlssm wissen konde/mit wastr dchendigkeit sie die» se drey Buchstaben ZI. v. S. aus diesem met/, nem gewissen ^Varzeichen verendern/vnddie nach den/mit jre Beyzeichen corrigirnwol, ten/So habeich doch noch andere vnd mehr Marzeichen meines ftligcn lieben Bruders/ damit solches auch abzulegen/vnd zu bewei / ftn/das sie das mit böftm Gewissen thun wür den/Vnd wil sie des derhalben hiemit verwar» net haben. Mewolich solte diese ausgezwungene abgestöctte / gedrengte vnd angezogene be> kentnis/io wol als die nichtigen vnd errichten Indicia/nach der lenge/vnd mit hitzigern vnd ftharffen worten/billicher ausstreichen/ vnd zu solchem gebrarens/wie sie mir jnn jrem erttchten Buche fürgesetzt/eine gleiche Salsse die sich daranffgebürt/anrichten/ So wil ichs doch jtzt vnd dis mal bey diesem einfette gen vnd warhafftigen gegenbericht/vnd der ^lotwehre / dazu ich gezwungen/bleiben las» fen/ Des verhoffens/das sich der Cardinal vnd seine Gtathalrer vnd Uhete/auch alle Capitels vnd Landsassen/Hinförder der billigkcit erzeigen / das mir vnd meinen vnmundigen Vettern/wettemnge nicht von nöten/vnd dar auss bedacht ftin / das mir für zugewante fthmahe/iniurien vnd scheden/gnugsame ab, trag geschehe. , Aber wasdabelangetIeronvmusV?ak» chers thers vvd der Schützen schlifft / des gleichen Aertzog Georgen zu Gachssenn.kundschafft Drauff wil ich hernach bericht thun/vnd well der vnnöttge vnd vermeinteproces/vnterwel > chem schein mein seliger lieber Bruder semcr> lich vmbbracht/auff das abgezwungen vnd ausgestöckte betentnis folget/ So mus ich zu vor anzcigen/wiederftlbegchalten/Vnd auch ein seder recht bcsnnncner Mensch/schlichen mus/well mein Bruder seliger gestockt vnd ge plöckc/vnter seinen Feinden/wie ein Lamb vn ter den N)olffen erzwackt/so hat nu auch ein, ZVölfflscher proces folgen müssen/vnd haben den gehalten/wie folget. Oroces.lm? ^5^,. /- R.Micben/ wie sie jn aus demGefengms mit guten worten/vnd dem M sch e in / a!s/Hlte zuuorantwore / jnn bey sein seiner Freund gelassen werden/beredt/ So ist er fro worden / vnd sich gekcmpt vnd gepuyt / Es ist sberjnvmeinem Vruder/vnd der ganyenStad Hal- le/vnwiolich gewest/das sie das vermeinte Nawl en Gerichte mit andern vnZewönlichen beuten/als von Rsttnern/Ä.ebegütt vnd (Querfort/des morgens früe/vmbdreyschlege/ganyvngewonlicher zeit be fkalt/welche auch kein wort vmb Gcheniy seligen t-Hd gewust/ Vnd wie er vermeim/vas er der zusage nach/sich jnn gegenwertigkeit seiner freunde verane Worten solte/da sind zwen Henger/einer von perlin K. q (weicher ( Welcher zuvor ein vier wochen im schein eins be^ strickten iLdelmans/ von wegen des Sacraments ausgegeben vnd gehalten worden ) vnd der ander ausjnen/anjn gefallen/vnd jnjemerlichengebun^ den / darüber er erschrocken vnd gany vertuyt / das er jnn langer zeit nicht hat reden tonnen. Vnd wie sie jn aus dem Gchlos/Gebichenstein/ unversehens gefürt/da ist ein armer elender Hauff Bawren/Hartan der Brücken gestssen / vnd die iLhrnvesten/Gestrengen/Hochgelarten vnd Acht-- barn/Hans von Teucher Heubtman zum Gebichen-- stein/Hanstn Gchenirz Gefatter/Heinrich Eberhau sen beider Recht Doctor/vnd Joachim Hoffman Gecretarins/ Haben Hans Scheniyen angeklaget/ zu haue vnd zu hare/ leib vnd gut/auff eine vermein te hekentnis/wie die Hans Gchenirz jnn jrer gegen-- Wertigkeit solte gethan haben/ Darauff Hans Gchemy hat antworten sollen/ Vnd wie wol er er-> fchrockeN/vndganrzvNd c^ar vertuyt gewest/ So hat er doch angehoben/vnd gebeten/das man jn jnn seiner antwort nicht verstbnellen wolte/ vnd rvo er nicht formlich reden möcht/dasjm solches on alles gefehr were/ welches man jm zugesaget/ Als hat man ein Briefs snn das vermeinte Bawren Gerichte gebracht/ Da hat Hans Gcheniy gefra-- get/ (!> b es das Vrtei! were/ Darauff hat jm nie-- mands geantwort/ Der eine Bawr aber hat AcAa- get/ U?as er darnach fraget/ Er folte antworten/ Vnd ob er wol auß^ das ZSawren rede / ja er wolte antworten/gejaget/angehaben/ So hat er wollen rveiter reden / als ist jm der Blutschreier/dmcj) ein-- blasen fürZenamer des Caxdinals Rhere^ jnn die redeZLs- rede gefallen/vnd sn alsbaldegefthret/ Da hat -Hans Schenirz seine antwort zuhören gebeten/ iLs hat aber der Henger von perlin flugs das Vrtcil i fetten müssen/ wie jm befoblen/iLr scltejn hengen/ Da hat abennalsGcheniy angehoben vnd geb^eren/ jn doch zur antwort komm zu lassen/Denn es golde jm Nicht der Haselnüsse/Gonder»» leib vnd leben/ Da hat man als balde jn/vom vermeinten Gerichte mit gewalt hinweg gerissen/ vnd gelaget/ Gelte es nicht der Haselnüsse / so gilts der grossen Nüsse/ ^ vnd jn Hingefürt/Vnd haben Hany Schem'y nicht weiter wollen antworten lassm/ Da hat er Zetter vber gewalt geschriehen / vnd als die Henger Han? fen Scheniy Zar erbern,lich getreckt/ Da Hat/Hans vonTeuchern/ Doctor i^berhaujen/vnd Joachim Hoffman/des Eardinals Rhete/ durch jrcn Rede-- nerden Vlutschreier/die Vawren fragen lassen/ Ob sich der Cardinal seiner schuld an Hans Gche-- ttiy Güter erholen moge/Darauff haben die Baw-- renjagesaget. (Ein mal ist sihande/vnd ewige fthan» de/dasein solcheperson / Cardinal Kurfürst ?c. auffsolchs ftlb erticht/ftlb heim hausbact en Bawren Vrtell / als auff Stecht gründen fol/Gr der Fuchs weis anders/Die Bawrcn haben jagesÄget) Zu dem/hat Hans Gcheniy abermals Fetter vber gewalt geschrien/Da haben sie die Vencke vmb gestossen/Da hat Hans Gcheniy vmb Gottes vnd des Rechten wsilen geruffen vnd gebeten/man wol^ iy te jm eiF ee sme einen Redener geben/oder sn zu vo!k5mlicher antwort tomen lassen/denn er erböte vnd beriffe sich auff seine Register/vnd alle ^eiserliche Reche/ iLs hat aber nicht geholffen/ da hat er sich des geigen dem volck beklaget/ vnd nachmals zetter vber gewalegeschriehen/vnd abermals zetter vber feinen gefatter/der bringe jn mit seinen Fmanyen heute zu tage vmb leib vnd leben. Vnd als er an vnterlas so hefftig vber gewalv 5etter geschrien/do hat man dem volckgeruffen/ sie selten deudsche Psalmen vnd wieder singen/das man nicht hören hat mögen/ was er jnen gesagt? oder geklagt/ auch eileten die Hengeralso fter nuv jm/dasman kaum fylgen kondte» Is M der ^wces gewest/ k^^der/ vom leben zum tode gebracht/ vnd sihendlich ermordet worden/welchqn ich nicht erdacht/ Sonder viel ehrliche Leute/die von frembdenörtern gefordert / vnd sonst on gefehrde dazu komen / gesehen vnd gehört/ vnd werden es snn keiner abrede sein/Vn wird hie vergessentltch vnd erticht gesagt/so wol als jnn dem abgezwungen betentnis/ das er fol freywlttis sa gesagt vnd detent haben» V»d jnn dem hie der Cardinal selber part » vnd Richter gewest/So hat er auch keinen an» dern proces füren können / welcher wider na» ^ tätlich Recht vnd alle vemuyffr ist» mit welchen, mein seliger liber Brn» Dazu Dazu hat mein seliger lieber Bruder wi> der mit leib vnd gut jnn solch» vermeint Baw^, ren gericht nicht gehöret / noch da selbst mit dem geringsten dingpflichtig/Sondern ist ein Bürger zuAslle gewest/ wie mdcrTaldtnal vnd die Rhete genand/alda er mit seiner hab/ erb vnd gut gestssen/vnd auffverwirctung jnn peinlicher anklag/vor dem Stoland daselbst ge Hört/Das sm aber sein leib vnd leben / seinen verlassen Erben jrGut vndAabe/mtt einem schein eins andern frembden verm einten/vnor denltchenBawrengerichtegenomen/Dssist rviderZcecht pnd Retftrliche lvaiestet Brteue/ auch gemeiner Gtad ZOalle KretheitvndGe^/ rechtigtett/geschehen/Vnd dafür wird der jtzige Rat zu ZOalle / mit sren Gelerten vnd Gtadsihreiber / Rede vnd Antwort geben/ das sie darein gehelet/jrem Bürger das leben/ vndvnmündigen hindern das ire haben ne- men lassen / welches ich den Rat zu ZOalle gnugsam erinnert/9>s o Kaben'anch dlet>?c hep> ven Mr dem Ztolan de davon protestirt/das die verme^n^ vnrechtlichel? xecutic?n /vlier ZMbe vn d Büter/mit gewalt vnd drewe au s» gedrungen. Vnd ob gleich der Cardina? mit seinen Rheten fürwendet / das er sein Brotdiener gewest/Oerhalben habe er mit im jnn solcher peinlicher Sache/handeln mögen/nach sei» mm gefallen / vnd jn aus den Gerichten / da erge? er gestssen/vnd jnn frembde Gerichte/da er nicht besessen/füren mögen. Dazu sage ich» nein/vnd gestehe es dem Cardinal gar nicht/ wenn ich gleich sein Brotdiener rvere/^daser mir dammb die frciheit zu einem preiudicio machen «?olte/vnd ist Wider alle vernunfst vnd Recht/Denn derCarMzsI^r^uuMen ein vn terfchied^aMn^lMer^O^ vnterLreiheit vnd eiAey^Das^Dans Gchenit; sein^vrotdiener gecvest / das ist seine Frei, heit gewest/dtemus sn nicht condemniren/ Das aber dem Cardinal nicht daran gelegen/ vnd gleichwol feinen Leib aus dem Gerichte dahin er geHort/mit gecvalt genomen/vndsn folVeuchling/selner selbst eigen Gache/on bey sein jrgents eines Freundes ermordet/danon rvlrd schwere Uechenfthafft gefordert wer^, den/ Vnd was für Freunde die Eardinali5 sehen meinen mögen/die bey diesem ZVöM isthen proces gecvest/das tan ein seder ver5 stehen/Denn sb rvol Teucher sein Gefat» ter/vnd mein Bruder Doct.Lberhauftn/als feinem besten Freunde gedlenet/vnd jm Io^ achiM LDoffman/lieber Bruder geschrieben/ Go stnd sie doch nichtdagewest/ snzu erret» ten/Ssndern zuv?rdammen. LVas Ieronymus ZlValther vnd die Schützen zuLeiptzig/meinem Bruder snsGe fengnis zur antwort gegeben/dasistgesthe? Yen aujf das/da stegewvst/das meines Bru» dern dem Nandsthrljft/an sie zu sthreiben/üusgeK nötiget/vnd verneme noch nicht / das es det gestalt meinem Bruder anfttner gerechten sa? chen/etnigen avfal geben kan/ Denn es ist gut zuerweisen / das derselbe Brieff/ auff die zwentzig tanstnt gülden/die der Cardinal zu bezalen sthüldig/recht vnd nicht falfth ge» west/Nnd ob gleich meinem Bruder das mei stegeld daran zugestanden/vnd den mit dem ftinen erlöst/so müste er darumb nicht geheng» et sein worden /"oder der Brieff falsch fttn / Vnd weil beide / Walther vnd die Schützen / sich des gnngsam zuuerantworten / So wil ichs auchstzt dabey lassen/vnd ist vnerweiset/ sondern erticht/das dieser Briefs vber die zwentzig tauftnt gülden falfth setnsol. Das sich aber die Widersacher mit dem Durchleuchten/ Aochgebornen Fürsten vnd ZOerrn/ZIerrn Georgen/Nertzogen zu Gach» sen -tc. w. G.ZO. schmücken/Vnd rveil ste h<5-> ren/ G. K. G. gerhümet/als der die warheit liebt/so wollen sie vnter der ftlben berümbten liebe der warheit/sre bose ertichtewhare ver» teuffen/Vnd haben darauff ausgebracht ein R.undfthafft / damit sie den Galgen meinem Bruder wollen zuteilen/vnd Niir meine gercch te Sache dm?pffen. Vnd wiewolZOieronvmus Walther vnd die andern ftine mit benanten/das besser ver/ Q) legen legen mochten/jedoch so sage ich/das mir diese klindfthafflt/rvo sie anders fürhanden/jnn rücken ausgebracht/ davon ich wedder wort nochthatgewust/vndheist'et/ Uesinteralios acta/welches mir nichts oder wenig zusthaf? fen gibt/ Aum andern/so ist sie langst nach dem ab ermorden meines seligen lieben Wru> ders gegeben vn ausbracht worden/vnd wen n?an sich der warheit erkunden hette wollen/ sohetke man bey seinen, leben/vnd nicht nach seinem tode allererst vmb kundsthaffc / vnd nach vrteil vnd Uecht fragen/vnd solche oder der gleichen inczuisitiones thun sollen. Ader befthlislichen/Goist diese kundschafft alleine eineffectus des Bluthandels/vnd ge<- het auffdes dein jyiges an vtts gethan schreiben/alles jnn---- f^. Halts vernomen/vndweren geneigt deinem bitten nach/Iochim vnstrn Secretarien/darauffbe uelh zuthun / uu mangelt es an deme / das Jochim jye nicht bey vns ist/ wir versehen vns aber jnn ver-- hoffen mittelö/Gottlicher hilff/ vnd vorleihunge/ M Morgm Morgen gegen abend Wiber vmb gen Halle zn kos wen/ als denn wollen wir als bald/ Joachim vnd neben jm vns-rn Ramermeister/gen LeiptzigV abfer eigen/mit beuelich mit deinem Gchweher vnd der Welsjer factor/des geldesvnd der declaratonen halben zu handeln/welches auff negst Gonnabene e;ewis geschehen sol/Das woleen wir dir zu gnediger Antwort- nicht vorhalten/ Datum pegawDm-- fiags nach Exaudi/Anno etc/xxxiiy. E den/Vnd wil auch alles was die Minder oder meines Brüdern seligen Erben/an dieftm brieue berechtiget hiemit geeiuert/vnddarar» nichts vergeben haben» Vndwlewol sie mich als balde hierauf^ abermals vbel handeln/ Jedoch ehe ich auff die schendliche vnd grobe schmeheworter/dar innenich so fthmeltch iniurijrt/vnd on vrsache gesthmehet werde/antworte/So wilich z»5 nor/wie mein erster warhafftiger bericht so blos vbergangen/vnvngebissen blieben ist/vK das nichts anders/denn Sophistisch inuersio nes da wider gesetzt werden/ auch nicht vber / gehen/vnd was meine Person betrM/henhin der charen/ Vnd die weil sie nicht haben er/ weisen können/sondern ist ein offentlichs er / ticht wider die warheit/dasmeinbruderseli» ger den Cardinal bestolen oder betrogen. So ist vnd bleibet war/das er mit dem Cardinal erstltchen für seinem Bestell) rieff/vnd ehe er Kutter vnd lVal von ZOofebetomen/fur sich als ein ehrlicher Dendler vnd Rauffman mit dem Cardinal gehandelt/Vnd thut nichts zur fache/das er sn ein diener heijst/das er darum b ftingebürlieh vnd zimlich gewinst nicht hette suchen sollen/ weil der Cardinal wol mehr RauMeutL Aauffleute ftine Diener nennet/So ist er such erbötig gewest/vnd die Sreundfthafft hat dafür wöllen gut fein/wo mein Bruder M» ger/den Cardinal jnn »rgends einer VOHare/ vbersttzt/vnd die teurer gegeben/denn er von ZOetntz Scherle/oder andern Rauffleuten ge, kaufst/das er jm diewolde lassen abtürtzen/ Ls ist aber damals nichts angezeigt worden/ vnd tan auch vber die Generalis accufatio/ noch nichts speciflcirt werden/wie sich denn gebürt/wenn ich einen befchüldige vmb ein betrugt/ das ich jm denn fthüldtg anzuzeigen bin/Nemlichen/darinnen hast» michbetro» gen vnd vbersttzt/ welches die Kreundschafft zum Höhesten zu wissen begert/ vnd gebeten/ vnd sthleust vbel/ Ab er mehr gehabt/denn er von seinem vater ererbt / das er darümb dem Cardinal nicht foltegelt geliehen haben/ das vberlev dem Cardinal abgestolen / denn ich weis jme nach zurechen /das er vber alle sein schult/nach dem er ftin Handel/vnd anfthleg gehabt/vnd gefürt/des gleichen von wein, Mencten erlanget/ vnd aus den? Bergwerg betomen / vber funfstzig tauftnt gülden mit Gott vnd mit ehren / auff die zeit hette Zteich sein tonnen/wenn er gleich zu dem Car» dinal ftin lebtag nie tomen were / So bin ich nicht des vermügens gewest/als er/ vnd habe dennest dem Cardinal gelt vorgestractt/ des er mir noch heute zutage fthüldig / wie er auch znn dieftm buch bekennen lest/Vnd wurde mir ein vn/ ein vnschlislich Argument genent/wenn lch all soSvllogisirte/D.Türcke/D.!Lberhausen/O Iosmander Stadfthreiber zuLDalle/Teuch» er / vnd srs gleichen / hetten von jren Llterri nicht also viel ererbt / als sie jtzt haben/ Vnd seind keine öffentliche Vendeler/sonderndes Eardinals diener/ Krgo/was sie haben/das haben sie dem kardinal abgestolen vnd abge» trogen/ Lt per consequens/müsien sie alle erhengt werden. Aber weil die köstlichen ho» hen des (Lardinals vermeinten Uhere so Argu mentiren/sosol es geschlossen heissen/ zLs ist aber das beste/das man solche frarzen verste» het/vnd widerumb Sillogisirenkan» Das sie aber sagen / mein Bruder soll te billtch die Ausgabe auch/nn die Qui» tant; bracht haben / vnd weil die nicht dar» innen/so gebiret es ein grosse vermutunge/ das mein Bruder so viel geld auffgeno» men/vnd weis nicht wohin ers geben. Dar» auss sage ich/ V?ie wol man hört/das es jnn des Lrtzvistum vndGttffte nutz komm ist/ vnd der Cardinal / weil er alle Bletter vnd Po» sten mit eigener Hand verzeichent / bevor wol weis/wohin die Summa gekomen/welche jnn dieser vbergebenen Quitantzen/quittrt/ Aber dennest/wo des CardinalsTicheer/sa wilseinem Cham nachhengen/ vnd lust hat/ seins Vaters Scham zu weisen / so mus ichs auch geschehen lassen/solche stück zu stücke/ N drücken drücken zulassen/damit ich doch den Cardl» nal gerne verschonet. Vnd ftind eitel vntüchtige vnd verdriesli^, che Cauillationes/was wtdcr die erste/andere vnd dritte Rechnung/vnd darauff ergangene qnitantzbis sns ein vn dreißigste/fürgewand/ Denn damit wird nicht vmbgesiofsen/ Ob gleich der Car dinal zuuor oderhernach/ZOan s^nGchenitz einen Diener nennet/ das dar» umd des Lardinals gegebene quitantzcnsol» len vNkrefftig vnd vndündigsein/So ist auch mein gemüt vnd Meinung nicht/die selbe darzu zu zihen dahin sie nicht gehörn/Sondern weil da wird fürgege'ocn/das mein brudcrden Car dinal ft;n der müntzc vdersttzt / vnd )nn diesen quitantzen/stücLe des stücke verzclchent stehet/ wie hoch oder theurer die goldgüldcn/thalcr grosthen/auch was für müntzeervon ansang vnd von einer jedern zeit zur andern empfang gen/So wird tlerlich daraus müssen folgen/ das mein Bruder seliger dem Kardinal/je die nicht anders verrechent/vnd dannt trcwlichen vmbgangen hat/ Vnd zum andern/das cr des selben nach befchl des Sardinals/jn ftincn vn derStifft nutz vnd fromm angcwant/welchs da der Cardinal mit Hände vnd munde bckcnt/ Vnd folget weiter/das alles was snn den? selben alten Rechnung/bis sns ein vnd drcissigste sar/niein Brudcr seliger der Q^üntze halben besthäldiget vnd bezichtiget/als solee er damit damit betl'ieglichen vmbsangen (LVie denn ) nn derZthete buch durch vnd durch geschieht) das diese quitantz vermag vnd damit erweiset wird/das solches alles erstunckcn vnd erlo^ gen/ Das ist dieIntentio/warumb ich diese qmtantz angezogen / vnd hierinn verzeichent habe. Vnd ob gleich der Cardinal ein solcher hoher Potentat vnd Kürst des Reichs ist ( da? für ich jn auch halte vnd gern ehren möchte) so ist dennest da furaugen/da5- er meinem Brn der bey der selben Ucchnunge/viertausent/ et^/ liche gülden sthüldig bleibet/Vnd dazu allzu war / vnd kan mit keinen prechtigen Worten ausgewischt werden/das er meinem Bruder die besten wort nicht allein gegeben/sondern auch zugeschrieben/das er jm auffwechjsel gcld/wiecr tönte oder möchte zu wegen brm? gen/vnd zm damit dienen soltc/er wolt lcib^ vnd leben / vnd alles was er innlctbvnd^ seel hette/ beyjm zu fetzen/vnd die wolthat ^' den tag / den erlebet / nimer mehr vergeh ftn/Des seind jadesCardlnals eigen ZIand^! schrifften mehr denn zu viel/mit andern glatcn vnd gutjcheinenden wortcn rerhanden/ Vnd erbiete mich die fürzulegen/rnd im fal der npt > turffc zu erweisen. Geind nu diK vnuerschempte Getichte/ So habe ichs weder geschrieben noch erticht/ Gondern die handsthrifften des Tardinals s^ gens/Vnd vorwar/es leget der Cardinal ftin N h Brod Brot vnd den grossen Gold vbel an/wenn sti» neVofMeee dafür wöilen sagen/solches sey einvnuerfthemptGetichte/ ZViewoler mir/ meinen Bruder abgehangen/ Dazumirmein gut mit gewalt eingezogen/Dennest sthew ich mich das von einem solchen hohen potenta? ten zusagen/ Aber seine Sthete können keine fünde thun. Vnd mein Bruder ftp des ansthens ge» rvest/wie ergewolt/so weis ich/das er gerne ein gemeiner Bürger blieben were/vnderhat des Kardinals (Lamerdiener müssen sei n/v nd Km mehr vertrarvet/denn allen den/ diejnjtzum der verkleinenwöllcn/die ftlbigen auch diezeit seine besten Freunde gewest / Vnd wird sm er» ticht auffgelegt/das er sich mehr/ denn jm be» folen/solte angemastHaben/Denn wo er von dem Cardinal dazu nicht gefordert/die sieben vnd dretjs»g tausent/acht hundert vnd etliche gülden/so er auffdtewalhedes Zcöm.Röntgs für seine stimme/erlanget/ so hetteer das mit den Kuckern zu handeln wol müssen lassen an» stehen/ Aber man sagt/Für der Thür neidet ein Betler den andern. So hab ich wider aus bösem neidischen noch hessigem gemüte das angezogen / das der Cardinal /AUau ssen/Rirchen vnd Ctösier/ erbrochen/Denn ob gleich der Cardinal/mei? nes Vätern vnd anderer erlicher Bürger mei/ ner befreundten)Vonumenta zerstört/vnd der selben selben Güter ausgeteilt/ So habe ich doch dasselbe jn verantworten lassen. Aber gleichwol/weil ich von meinem sei ligen lieben Bruder geh Zrt/das sm dennest da fürgegrawet/das das nerve Werck/wclchs so ein schon ehrlich Gtisst/dem gantzenLandezu gute erbawet/Oesglelchen G.Vlrichs Rirch» ^ cn/der vier Pfarren eine/vnd das gemeine ^ ^spttal/S Cirtaci/sampt andern faustn vnd 7 Kirchen also semerlichen erbrochen/vnd alda / zu einem Lusthaufe gebraucht sol werden/vnd 7 darob ein beschweret Gewissen betomen/Go besorge ich/das Gott der Allmechtige vber solchen Atrchenbruch verhengt/vnd das tlel» ne precMn/vmb des grossen willen geschlal gen/Vnd beklag snn dem meinen Bruder/ das er dem Cardinal hierinnen ve^folget/vnd sich zum Bawmeister ampt hat gebrauchen lassen/Dauon denn die selbige Quitant; mel» det/ Vndwolte auch gern/das die Stad Z^alle/ diesem rhümen nach /gebessert / vnd nichts ad prophanum vsum/komen were/ Aber das höre ich dennest / das alle der selben Stad gemeinejLinwoner/hterüberrüffen vnd klagen /vnd diesen Atrchen pruch oder der sel» ben besserung nlemandsdenn des Cardinals Steche rhümen/Vnd gehet das Stesponsorium vnter snen. ^cce Lacer^os maonuSzeripuic paupenbu8 tneisuros Lcc!eliX,6lspersit,Ä6e- 6it iuis OoctoribuL. So sehe ich auch für N ly äugen/ augen/das man aus den Kirchen/Tabernen vnd Schenckheustr gemacht/ Ls mag nu be^ mentteltwe^den/der kardinal ziehes zuGot/ tes oderzu seiner selbst ehre/zu gemeinen oder eigenen nutz / oder wie es wolle/so wil ich einen andern hieuon reden vnd richten lassen» Aber das wider die selbige Quitantz/fo das Äawampt belangt/excipitt wird/das sie geNeralis vnd darumb vnbündig ftin sol /das fte so generaliter gefielt/ das las ich andere/ denn sie/richten/ Ich bin ein Leihe/wenn ich dem (Lardinal/oder sonst jemand/mit solchen Worten quitiret simpliciter/vnd mich mit mei? nerhandvntersthriebe/so wolt ichs M halten getrewlichen/So begnüget mir auch/wenn s der (Lardinal thete/ Vnd verfthe nuch / das kein gefehr/listoderVilpers Mffe solten dar» unter gesucht werden/H?olten nu stine Gelärm tenoder die Spitzfündigen /solche gemeine Aarecmttantzen vmbstossen odercauilliren/so mnsten sie es mit andern gründen thun/Vnd bleibet gleichwol diewarheitbey vereinseitig keit. Aussdas/do diestrTichter vnd spitziger' abermals hir wider excipirt/alssty nicht recht gerechnet/ vnd den betrug auff seine bedeutv nts anzeigt/pnd sonderlichen ein Iurisperdi» tug /den errorem calculi vortregt/Go solt er doch wissen/das der Kelbige L'ex vnica/das nicht vermag/sdcr sein))iLor ist/cineanssricb tigeeh^ tige/ehrliche vnd billiche Rechnung/welche vber fthen/angenomen/vnd qntttirt/zu reitert^, ren/Gondern wo ein Mangel darinnen befun den würde / Darumb heist es auch/zLrror/ Vnd n,ein Brude« noch seine freundsthafft ha den sich des noch nie gewegert / vnd wie oben darnon gesagt/auffs hefftiZeste drumb gebe/ ten/vnd Kttgehalten / man wolte snen die Mangel anzeigen/darauffdas mal der freund schafft nichts hat können angezeigt werden/ vn was anch jtzund da wider ist auffgebracht/ das befindet sich etticht vnd vnbewisen. Vber das/hat sich mein Bruder vnd die frenndschafft zum Rechten erbottcn/ wo stt, Viereitefation totius calculi aut ccmputatto/ nis(Düs ist/der gantzen Rechnunge)zuer» kand / das sie sich der auch nicht wegcrn woO ten / da bey es der Cardinal / wo jm einiges Stecht beliebt hette/vnd das snn dieftm Blutl Handel gedrauchcn/ttoch einigen vorteil süch^ en wollen/wol hette bleiben lassen/ Aber dct Cardinal vnd die ftinen hatten Kraut daM gejsen / Vnd ir Recht Heisset/ Nosira volun5 tag/Mir wollen es also haben /Vnd vcrhosst derhalben nicht / das die Cardinalisschen srem Derrn/diese vnd der gleichen Quitantz vnd Vandsthrifft also blos werden vmbsto^ ssen/ Vnd wenn sie es gleich theten/so ist es nicht Gottes gebot/das man da wider nichts. sagen dötMe» Item Item das sie ferner den Briessauffs Gebers de inuertiren / als diene der nicht zur Sache/ vnd wollen die grosse wichtige zusage / vnd sonderlichen den befelh / den er mit auffbren? gen desgeldes zum Gebewde/von dem Car^z dinal durchsein selbst eigen Vandsthrisstbe^, komen/vbergehen/das wird in feilen/Vnd solche ^andschriffcen werden sich mit schlech ten worten nicht vbergehen noch vmbstossen lassen/ Denn da stehet tlerlich/Das T)ans Gchenitz nichts on befelh gethan / vnd wird widerlegt die besthüldigung / das er aus des (Lardinals Beutel gebawet haben folte/vnd anders das fm zu fthulden gesttzt/ Vndfon/ derlich erfindet sich darinnen/die grosse gna» de/was er jnn leib vnd ftel hat / so er /m jnn dem zugesagt/vnd letzlich verbrochen/ Dar» umb ist mir solcher Briess hierzuziehen nicht vndinstlichen gewest» Item/das die Vl?iderlacher verlegen/als solte die angezogene letzte Quitantz/ vber die drev^md achzigtavOm^/MnAhmwe^^m.d nemlvndachzigKÜlden /geht halben patzen Dy^^ey^ehenptMningangolde vnd müntze/ pber das/das sie meinenBmder mehr befthwe ren/jnndem das das geld beyden Piemeln / Rausscher vnd Ueissensiein/nichtaufftomen/ Nichts zur Sachen thun ?c. Dazu sage ich/das sichdiest Quitant; Mit solchem ertichten vnd stheinwortcn/nicht wird wird lassen vmbstossen/vnd mns ein stercter be weis da sein/Denn der Cardinal betend offene ltch/mit munde vnd Hände/das solch geld ZOans SchenitzauffS. R..F.G.befelh vnd gehets/nützltchen vnd dancttichen/ausgege-- ben/vnd /m der selbigen ftiner Ausgabe/treu liehe vnd vleissige Aechnung gethan / die S- R.. K. G. auch eigener Person gehöret/vnd Möglichen angenomen / der er sn auch / für sich vnd seine Nachtomen/von solchem be» melten/empfangenen/ausgegebenen vnd be, recheten Summen / gant; cmiet/ ledig vnd loss sagt / snn krafft des selben Brieffs / Vnd snn dem die Summen ausgegeben/so müssen sie auch ftin auffkomen. Vnd weil mein Bruder seliger darob vn^/ verschuld/vnd wider solche offentlichequit»«. tUuge/ vnd desCardinals ^Dandschrifft/ein»' gezogen/gemartert/vnd schendlich vom le» den zum tode gebracht / So hat es die not» turfft erfordert / solche vnd andere Quttantz» en/ daraus man klerlich befindet/dasman Nietnem seligen Bruder gewalt vnd vnrecht gethan/anzuzeigen, Vnd das die XVidersöcher die positto/ darinnen ich von den heimlichen des Cardi» nals Den^el^dMactiken/ges:tzt / welche meinen Bruder befthwert/condemniren/weil ich der kein wissen/so solteich die einem ge? O ringern/ ringern/gesthweig meinem Landsfürsien vn^ fürgecvorffen lajsen/Vnd so ich die gerne wis> rm vnd Grauen auff' sich hat laden müssen/des Cardinals halben/ das rvird jn fletsch vnd blut nicht gejagt ha , ben/Gondern fthenvnd befinden aus dicftm vnd andern Brieuen / wie mein Bruder vom Cardinal mitbefelh vberschvt/vnd wie hoch oder nidrig/ klein vnd gros crgewest/jn den» noch gebraucht vnd zu sich gezogen/V nd wer den mit der Instantz /das der Ausichos vnd Landschafst vom Cardinal nie kein rechnung gefordet oder begert haben/diese Briene nicht verlegen können. Denn ich weis/vnd habe davon mehr denn zu viel berichts / wes sich der Cardinal/ auff dem gehaltenen Landtag/da die grosse dreyzertge Schätzung des ein vnd dreißigsten fars zum Galtzesolte fein bewilliget gewest/ verpflichtet / vnd auff welchen Artickel da» mals die Abrede geweftn/Darauffauch die vom Ausschos seindvereidetworden/Vndfd man das Töpflin rüren wolte/mustchs ge» schehen lassen/Denn die Artickel sind verhan den / daraus man eigentlich befinden wird/ das sich der Cardinal der selben Landschatz? unge etwas hoch verpflicht/vnd solcher ver» pflichtung nach/diese vnd andere vnterbün» de/bev meinem Bruder seliger gemacht/das er das geld heraus gezwackt / vnd auch gerne seiner zusage vnd Verpflichtung / ein ansthen behalten wollen/Darüber denn mein Bruder seliger seliger der SchZrstecke/durch diese vnd ande? re Brieue/Hatftin müssen/ Darüber er auch also jemcrlichen zum Schlachtopfftr pberant^ worr/vno des Kardinals verunglimpffunge auffstch nemen/vnd zm derZIals verknüpffet werden müssen. Denn mein lieber Bruder ft» liger/hat darumb nicht dürffen auff die flucht dencken/weil er solchen klaren befelh vom Cardinal /vnd fttner Uechnung nicht scheu? gehabt. Vnd wenn sich mein Bruder fthüldigge wust/ so hette er des Cardinals Vorbescheid nicht erwartet/Dazu ist er jm den tag für dem Tissche gestanden/vnd der Cardinal hat jn nach Tissche gnediglichen angeredet/vnd zm ebenznn der stunde/als erangenomen wor^ den/noch dazu die besten wortgegeben/wel4 che der Cardinal nie wird können jnn abrede fein/Denn er bekentja hiertnnen/das er auch/ als mein Bruder bereit gefangen geftssen/jm noch mit gnaden geneigt/ So söl er auch/als er vberdem Altar gestanden/vn den taglvess gehalten / znn der andacht an sn gedacht ha^/ den/vnd nach jm gefragt/vnd befolhen/das man ja nach sm schicken Me. Aber summa/die Brieue ftind da verhan den/dazu meins Brüdern LDandfthrifst/wel» che eraus dem Gefengnis geschrieben/die söl/ len vnd werden zeugen müssen/wie es vmb den Ausschos eine gelegenheit/ Daransf wilich Öitj michge» mich gezogen vnd referirthaben/Vnd verho» ffe mit des Cardinals ZIandfthrMen vnd Brieuen/des gleichen mtt meins Brüdern se» ltger bericht aus dem Gefengnis/mehr zube / weifen/denn sie mtt schlechten Worten/vnd dem abgezwungenen bekentnts thun sollen. Vnd ob wol Ioachim ZIofmanSecre» tarius/die wort vnd des Cardinals befelh/ an meines Brüdern weib / das meinem Bruder das Gefengnis wider an leib / ehr noch gut schaden fol/fondern jm zuoermeh» runge guts vnd gnaden gereichen/jtzt leug, net/Gohater dennest der selben nicht jnn ab rede sein können/ auff dismal/ als er sich jnn die gewaltige fnuenttrunge meiner Bruder güter/eingelassen/welches die Scheppen für dem Rolande zu Valle vonsm angehort/das er damals ja gesagt/doch wenn sich die freund schafft anders hett finden lassen, Nu hat dleFreundsthafst nichts anders ge sucht/denn was recht gewest/Vnd die benan ten A)errn/)Oerr Georg von Breltenbach/ZOer Lodewig Kachs/ beide der RechteDoctores/ Dieronymus Maltherderelder/ZVolffGches nie; / Llborius von Delttzsth/Vans preustr/ ZOteronvnius ZValther der junger/vnd andere meines Brüdern Sreundfthafft/wie sie hetsien hohers vnd erbers erbieten nicht thun können/ denn daserjnn seinem havft/auch letMchen im Ges tm Gefcngnis //nn deysein etlicher Freunde/ rechen solte/vnd wo er dem Cardinal dadcy et was schüldig blieb/oder vberfündiggcznacht würde/das er zu vbersetzt/oderwiesieesnem nen/betrogen/so woltcn sie für wtderstatunge vnd abtrag bürge fein. Aber wo es dem Cari dinal alleine vmb rechnung oder abzug (wie sie fürgeben) zuthun gewest/so hat er solcher hoher Leute erbieten/mit keiner btlltgkeit vnd Rechten abschlagen können / Vnd wird auch daraus so vrel erweiset / das der halben mein Bruder seliger/wider Uecht vnd alle bil^, ligkeit vmbgebracht / wenn gleich alle Indi5 cia/bckentnis vnd zuspräche klar vnd gegrün 5 der. weren/da sie doch erticht vnd allenthalben gnugsam verlegt sind. Aber das gebirt eine ftarcte vermutunge/ weil die Kreundschasst bey dem Cardinal vnd lm Camergericht/nichts anders gesucht/denn rechnung vnd Uecht/vnd der Cardinal solche erbieten zur rechnung vnd recht abgeschlagen/ vnd meinsbrndern handschriffialhie zeugen/ vnd auch desCardinals schreiben/ ZVtrftind beide so tieff hinein tomen/ wir müssen beide eraus/oder beide zuschanden werdende. Das grössere vn andere vrsachen jun des Cardinals gewissen stecken müssen/dafür denn mein b ru der die schlingen gegen dem Auschos/vnd das Opsscr vmb des Cardinals willen/vnd nicht der Äechnuttge halben/noch einiges betrug« sder oder dieberey/für ftinetrerv/an denA)als vnd auss sein leib gefallen / )T)it wastrm gewissen aber der Cardinal vnd andere/jre Ä.öpsse aus der schlingen gezogen / Das werden sie/ob Gott wil/mit der zeit jnnen vserden. No soluirt des Kardinals Schrifst oder Brieff an die Kreundschafft das gar nichts/ Gondern ist die principalis propositio / dts gantzenBrieffs/ dasder Cardinal dieBrieue vnd Ztegister gerne gehabt / das er hernach deste besser seinen Mitten/für das Recht'hette dargeben mögen / Dafür sich mein Bruder geforcht/vnd des auch aus dem Gefengnis/ an fünffvnd sechs enden gehört/anzeuget. Vberdas/so vbergehetman alhiederftl den meiner Sreundfthafft / hohes vnd erdars erbieten/das sie wider allezusprüche/vnd was meinem Bruder seligen/der nerven vnd alten Z(echnunge/ möchte oder tönde zu schulden gesat;t werden/das sie dafür wolten gut sein/ vnd gebeten/das man meinem Bruder seliger Meine darauffjnn srem beyftin soltezurant^/ wort tomen lassen / das man nicht gethan/ Nnd das Nüsslein wil man nicht aussbeissen. Das man viel plaudert/das sich der Car dinal das bey den Uechts verstendigen erkund/ vnd blinde Uatschlege vnd Consilia/ aussfren gesatzten gefehr vndMichte fragen/ hat ho» len lassen/ len lassen/dermal! garkeine gestehef/vnd hei» fsct/Audipartemalceram/ Solch jrrhümcn ficchtec mich nichts an / vnd machet den be» gangen mord defie beschwerlicher. Vnd man wird noch lange nichts damit sowiren /dasdieKreundschafft solle versicn» Dige Ucchnnnge geflohen haben/weil man al die jnn;rem erbieten das widerspicl befindet/ 5Vie GraffZIoier/vnd Graff Gedhartvon Mansftlt/ vnd Graff ZVoltf von Barbi/ nicht rvcrdcnjnn abrede fein/Vnd solches das ansuchen vnd die fürgecvante klage bey dcm Camergcrichte anders zeuget. Vnd das sie Aieronymus N)althers wort/rvo er die gleich gegen die zrveene Grauen von lDansfelt/ vnd den vonBarbi geredt/ Als/das es der Kreundschaffc nicht gelegen were/das Sch> wert aus den LDenden zu geben / damit jr Kreund geschlagen/zn gcfehr deuten wollen/ das dieFreundschafftder halben Rechnunge geschehet / weil die rvörter gar den gegcnverl stand halten / vnd das Stecht selber saget / ()uo6 nemo tenemr L7<^u1i>ere IirerÄL suzz IQ necem iuÄM. Ader ist dem Cardinal vmd den argwan gewesen/bey dem Ausichos rnd der Landsthafft/dauon die Schlingen denn lautet/ Dabey auch meines Biudern eigme Keindedekennen/das mans^em todenjtzt wil aufflögen / vnd mus also deNZeift aihie/wie man säget/einem für seinem tode/jnen auch P erscheinen/ erscheinen/das sie des meinen Bruder vn» sthüldig sprechen/ Vnd wilauch das »rbe» kentnis / als eine öffentliche entschuldig» ungevnd anzctgnnge/meines seligen lieben Bruders vnschuld/hiemit angenomen haben, Vnd das man darumb meinen Bruder nicht hat wöllen zu Bürgen Handen komer» lajsen/das die Sache nicht möchte burglich» en werden/weil der Cardinal mehr zuspräche denn vmb ein solche Uechnunge zu meinem Bruder gehabt/ Ist eine Lmschüldigunge secundum quid/ Denn die Freundschafft ha» den meinem Bruder/ wo er sich alles des/ was er von dem Cardinal befchüldiget/nicht tönte verantworten/widerumb wollen ein» stellen / vnd bösen thaten keinen bevfal geben» So ist das auch gar widcrsinnisth/vnd wol zuuerstehen/was der Cardinal gesucht/ weil hie beuor gesatzt/das der Cardinal gar keine andere vrsache/denn der Uechnunge hal ben gehabt/ Vnd so er die auffmeines Bru» dern vnd der Freundschafft erbieten jn hette thun lassen/so hette sich daraus wol befind den müjsen/Ov ZIans Schenttz bestanden/ oder den Cardinal betrogen vnd bestolen het» te/Denn caust naeurasunt priores effecttbus/ Vnd sttzet doch alhie/das es nicht alleine vmb die Uechnunge zuthun/ Aus welchen pun§nantien pungnantten wol zuuernemen/Das dem en/mei neu Bruder jnn dreien tagen/zu seinen Rechen büchern/nnstinZDaus/auffgnugsame cauti5 on/zu Bürgen Handen tomen/oder/m gebür lich Recht ergehen zu lassen/ So hat dennoch nie??zandg solches Molfisch Recht/gcdürlich Recht zu hcissen/noch zu dcuten/Vnd sondern lich pbcr selche lange zeit hernach / als sechs pih Wonat Wonat/on der Lrennde beyftln/helmtt» chen zu exerclren / gehabt/Vnd das der Car» dinal wider solch Gebot vnd perbot des Camergertchts/auch alle andere gebürliche Recht/meinen Bruder seligen abgehangen/ vnd dem alle zu entgegen vnd ungehorsam gewest / das wird sm weder Albe noch Rein/ geschweige ein blos geschwetze/abwasschen tonnen/ Vnd verhoffe / das dasCamerge- richte sn darumb wird zu finden wissen» Vnd das mein Bruder seliger/vber den vierden tag / zu beweis seiner vnschuld/am ge richte/ein tvordzeichen von sich gegeben/ Dasstind nicht alter XVeibertheidtng/Gon» dern es haben mir / beide jnlendisthe vnd aus lendische gesaget / das sie es gesehen/das jm schon blut vber sein Bertlin/vondem einen ohre/an der Nasen vbers lZ)aul vnd R^in erab auffdas ZVammes getroffen/ZVelch Gerücht !»ch aus demNiderlande habe hören müssen/ vnd durch aus jnn Oeudscher Nation erschol- len'/Dem ich mehr gleube/denn der theidinge alten ZVeibern vnd dieses Buchs. Vndverhoffe/es solt nnmals klar znbe^ finden sein/mit wasermZtechte/ZDans Gehe? nie; seliger / gehenget vnd vmbkomen/ vnd wie darauff seinen vnmündigen Widwen vnd LVaiftn / das zregenomen/vnd noch heute zu tage/vorenthalten/Vnd trage kein zweinel/ es wird esrvird ein jedes CMstlichvnd ehrlich« het'» tLe / vber dieser vnerhötergervalt ein billtches vnd gütiges mitleiden / mit vns armen elen» den/betrübten hindern tragen/vnddcmC«r dinal noch» feinen Heuchlern/jnndieftrGa^/ chen/keinen deyfal geben/vnd mich auff rvci» ter ansuchungemit gebürlicher hülffe/rat vnv verstand nicht verlassen. ur meme erson. WSZMWVK .X M das mir jnn diesem vermessen/ vnsarvbertM Buche zugemessen rvird/als folteich keine vrsachezuschH reiben gehabt / das snge? boten Aecht geflohen / Die gäte einmal eingegangen/ vnd rvider entfallen / den(Lardtnal vngebür» lichen geschmehet/jm seine Brieve diebli^/ chen enrftcmddet/rvider Gott ehr vnd Recht Lehandelt/haben/vnd an dem Cardinal/ als nteinem Lchenherrn/die trerv vergessen «^^» ZVie ZViemichdiestrvermessenMchertichter/nitht als ein Tat/sondern/wol sagen möcht/als ein)Oippendube/fthmehet vnd handlet. Mie wol ein jeder verstendtger/aus vo» tigem vnd jtZigem meinem schreiben/leicht» lieh vernimpt/das mir dieftrTichtergewalt vnd vnlecht thut/Vnd das solche zugemcs? fene/auff mich ertichte Schmähe/btlitchen auss jm bleiben werden / Jedoch wil ich mich/ob Gottwil/als ein ehrliebender vnd fromer Mensch/der gerne ein Christ sein vnd bleiben wolt/ die ertichte Aufflage/zuenthe» den wissen/ Vnd sage/ Das dieser Tlchter/ alles was er mich bezichtiget / vnd das klei» neste nimer mehr / aussmich mit warhcit er» weisen / vnd seine Lvgenwahr/ mit sthan» den/ der ervnter dem schein der warheit/vnd dem Techten / feinen willen vorgibt vnd ver» teussen wil/wider ncmen. Denn fnn der erste hette ichwolgegünt/ das es der Cardinal für seine Person bey dem Abermordett meines seligen lieben Bruders/ hette bleiben lassen/vnd habe den nicht an» gefochten/noch den; Cardinaldarumb wider gesungen noch gesagt/Gondern mich als ein newer Hauswirt / den das Elende betroffen/ bey Vl)ctb vnd Aind zu Atlenbergk snn aller stille vnd rnhe gedruckt / vnd Gott rmd gedult gebeten/vnd bis hertzleid mit tegltchem ftuff» tzen vor? vorschweben wollen / Da hatnu'ch der C'af» dinal/in solcher stille nicht wollen bleiben las» stn/mich ferner Tnrdirt/NNd mir das ftusstzen nicht günnen wollen/ Sondern angefangen/ mich auch mit seinen sch- issten zu dekümern/ vnd mir ein vnd zween Brieffvberein ander zu» geschrieben /vnd sa wollen wissen/was ich an meine Kreundc von mir geschrieben/ob ich des befand sein wolle/Vnd als ich S.A. K. G. snn zweimal gnugsam beantrvort/vnd luich darzu bekant / Da hat der Cardinal nicht ablassen . wollen / mir mein Gutvnd KorwercL zu Dem, nitz eingenomen / Das Tuch vnd meine 2Vahrezn A)alle verschlossen/ meiner betagten lieben Dnttcr/sre Leibtzucht gehemmet/alle güter vnd gerethe/ansden: ZOauft/mit gewalt füren lassen /vnd mir vnd den meinen darzu getrawet/Dafür ich doch S.A.K.G. aberi nzals dreyfert ausss vnterthenigste vnd demü» tigfte gebeten/G.R..K.G. wolten gnedigbe^ dencken/das er solches kein fug/Denn hette er der Briess halben / des gleichen anders zu nur zusprechen / so solte ers mit ordentlichen, Rechten thun / welches alles durch den Cardin nal voracht /vnd mich gewaltbaren wollen/ Vnd ob ich wol/dem Durchleuchten ZIochge? bornen Fürsten vnd Derrn/Verrn Georgen . Fürst zu Anhalt ?c. vnd ThumprobstzuQ)ai» deburg/iV. G. A). snn dieser jachen gütliche .Handelunge vorstattet/vnd G. G. alles was Mir nur vorgeschlagen/gewilliget vnd einge,, Q gangen/ Sangen / So hat sich doch der Widersacher der dilligteit nichts erzeigen wollen / Sünder anfff seinem dreuenvorharret/vndmichbey der Na^ j?n vmbfüren lassen/ das ich bey zweien jaren vber.xnj. oder xiirj. tageletftung / nie keinen rechten befcheid habe vornemen tonnen / bis aussden tag Bartholomex des.!5Z5.lars/da ist eine abrede zu Dessaw gefthlossen/vnd die Ar> tictel vorzeichentwsrden / vnd wlewol die mei / nen / dasmal / ein tag deste lenger da blieben/ vnd gern gesthen/das derReces auffs papir komen were / sh hat dochWAlLs^ö^er Laritzler zu Dessaw sich befthwerd / die nottel auss den ' vnd den andern/auch dritten tag/Zuuerferti^/ gen/vnd darzn acht tage vor sich genomen/V" vbcr 14.tage ist mir eine nottel/ aber mit andern clauftln vnd Puncten vorzeichentzneomen/vnd als ich meine beschwer der abrede vngemes Zarinnen befunden/So hab ich diestlbigcn/ aus nachlaMnge vnd beuhel/obgedachtem - Fürsten, dem Thumprobffsnn fthriffien zu ge^ fchicLt/So sind meine vnterhenderer abermals bestheiden/vnd wie sie vnd ichverhofft/das die jrmngen darinnenderabredegeznesgeendert/ st> sind siedurchHen ftlben pauwm Cantzler zu DeMw viel gesthwindervnweitleuMiger vor/ getragen worden / darob auch der Mrft ftlber ein bedencken gehabt / vnd sich die fache eign ner Person, mit den? Cardinal zu handeln vn, terftandenL)nd wieich hernach vdcrlangstpu^ xißcationis ^?arie des l s? s jaw/zu entlicher schlissung, Mlissnng gen Dessaw bescheiden/da ist mir durch den selben Paulum die geMwindeste nottel zugeftelt / als vor nie/Vnd wer genug / wenn sie mich neben meinen Bruder gehabt/ mich mit solchem grausamen vnd nie gedacht ten Artickeln zu beschweren/Welches ich mich auch an meinen G.ZO. Kürst Georgen beklage» te/DaraussstchB.K.G.srer fthwacheit hal» ben entschuldiget/das fie solches jtzt durch den Cantzler hetten müssen handeln lassen / Aber S. S. G.wolten das enderm. Vnd nach langer Handelunge/ vier gan» tzer tage / ist abermals geschlossen / bis das es auffsPapirgebracht/Vnd wie ich verhofft/es folte solche abrede/ der gestalt / als aufs den abent verlassen /getrewlichenaussspapirko^ men / Darauff ich auchvon dem Fürsten mei^ ner gelegenheit nach/meinen abschied geno^ men/so Md nicht alleinedie geschwinden vnd abgesttgten Attickel drinnen blieben / sonder auch andere hinein geklictt / Vnd der selbige CantzKr hat mich oer nnt gcwaltvbcrreden/ vnd Mir die einsHteichen wollen ?c> Vnowie ich snn der abrede/i nn abweftn des Fürsten durch meinen Hern vnd freund Docto rem Sebaldum lVunsterer / den ftlbenPaulum habcrinnern/ vnd mir damit nicht zu fchertzen/biiten lassen/ da ist er mit grossem 50m daruon gelauffen / Vnd alsich das gesehen/da hab ich mich ge^ gen lV.G.A.Fürst Georgen entschuldigen las, ftn/avch S. K. G. der vb rigen Artickel vn schul > ^ ij digge^. big gehalten / Meiner gelegenheit nach von dannen abgeritten/Aber nichts beste weniger zweenemeinerynderhendeler hindernnrgelas) fen/welche ich gebeten/wo die abrede/dermal stn wiegejcheheN/auffs Papir geb rächt/das ichs dabef wolte wen den laHen/ Als hat Fürst George sich dasselbe abermals zu endern gnes diglich erboten/bis anff'zweene Punct/ ZlVelch^ er der eine war /das ich vnd meine Freunde vn > fcr aller znsprnche fpecifice gegen dem Cardinal vorl>ehalten/vnd in allen notteln stunde / aber damals ans gelassen/ Vnd derander/das ich meiner schuld/vor dcrdeposttioliterarnm wol^ devorwissct sein/Die zween Artickel haben G. F. G> an den Cardinal wollen gelangen last M/vnd mir aufs den Montag hernach gewis darauffantwort zuschreiben>Darauffhab ich von Montags bis anffden Mitwoch/Donner? stag /Freitag vnt>Gonnabent gewartet/aber nichts bekomen/Da hab ich meiner notturf/ft nach / solcher Verzüge vnd fache an dre Aur. vnd Fürsten / wie die zu Aerbst die zeit versanr > let gewest/müssen gelangen lassen /Vnd bin also ein offentlichs ausschreiben zu thun/das mir der Cardinal meine ZIabe/Güeter vnd za , lung entzogen/dadurch verursacht worden / welches alles ich viel lieber hette wollen vbe» hoben vnd vortragen-stin. Vnd wird mir er// ticht auffgelegt / als sölt ich auff den abent gewilliget/vnd anff den morgen (wie zu Leips tzigauch)danongelauffen sein/Denn dashelt sich/rvie sich (wie gehört) anders/wie ich mich /an Q). G.ZD. Fürst Georgen dem Tnmprobstwil ge> zogen haben. Vnd wens gleich so were / wie es doch nicht ist/ st? wissen sich S.K G.zuerinnern/ das ich mir alzett vorbehalten nichts vor trefft tig zuerachten/bis es ad mundum geschrieben vnd vorsigelt. So wird auch mit keinem grum de / sunder erticht/ dargethan / das ich gegen Leiptzig die gcstolne Briue zu bringen gewil^/ ligct / weil ich der keine gestolen / genomen noch bey mirbewnsi/Vnd wenn sie mir gleich angelegen / das ich meins Brüdern / meine vnd der meinen Briue/damit das vnsthuldige blut vorstharrct wer worden /hinein gebracht/ So were mirs doch nicht etlichen zugestanden/ vnd weis mich der wort / die dazumal zu mir gejagt/wol zuerinnern/Aber das sie dermast, ftn von meiner befreundten einem/wie sie die Hienein gefttzt / geredt / dis werden sie nicht wahr machen / Vnd ZValthers schlifft aus sei» nem Gefengnis an mich gethan / hab ich eben st? wol das mal bedencken / als bey meinem lieben Bruder/haben müssen / Dammb ich inich andis/sasowenig vnd noch weniger/zu keren gehabt. Vnd mir wird vorgessentlich/vnd Mit kei» yer warheit zugemessen/ das ich Ordentlich Stecht je geschewtt odder abgeschlagen/Denn Q iy mir ist >. - ' ' > mir ist das noch zur zelt vnnöttggewest/wetl durch alle Geistliche vnd Weltliche Recht vor» sehen / das man den beraubten vnd pertur» dirten solRestituiren/ vudfrieHeltch mit Me gebaren/Go habeich gebeten vnd gesucht/das mir das jenige / was mir der Cardinal mit ge> walt eingenomen/ zu Stechte wlder geben vnd Restituiren wolde / vnd Niich erboten/hette der Cardinal zu mir zusprechen/es rvere der Briue oder derRegister halben (derichfelsthlich /als solte ich die dieblich entwant/bezichtiget) so wolt ich jm dammb vor ordentlichem gerichte zu Uechte stehen/vnd wo er einen Brieff wüste anzuzeigen / der sein rvere / oder daran ich vnd meine Vettern nicht gerechtigkeit /vnd so ich den vnder mir/der solte ime als balde zu<> gestalt werden / i^s hat aber der Cardinal auss solch n,ein gethan erbieten / mich wider mit ordentlichem Recht gesucht / noch einigen Briessanzuzeigen gewust/vnd mir gleichwol/ das meine mitgewalt eingenomen / mich mit meiner aussenstehenden bezalung gchemmet/ vnd darüber vormessentlich vnd etticht/sthme» henvnd fthelden lassen/wie Fürstlich Erbar vnd redelich /wird ein jeder ein bedencLen/vnd dabey abnemen / Ob der Cardinal / oder An? tonius Schenitz / ordentlich Recht geschmet. Darzuhab ich von wegen m einer vnmüns digen Vettern/jrer Person halben / vnd was zwischen dem Cardinal vnd mir jrrig möch» tegelumt «e genant werden / wie sie ftlber bekennen /jnrr dem dasDoctor LI7ornborge zu gerbst ange^ Hort/ein schleunig Recht gebeten/Vnd ob sie wol fthreiben/das das enge gespanncnwor) den/vnd solches bey dem Cardinal nicht zuers halten / So hat das meine notturfft erheischet/ Aus der vrsächen/weil ich fthe / das der Cars dinal auch auff comprömijs/grossen L)errn vndKürsten des Stechten vorgehet/ das Recht enge zuraunen / vnd doch keinen vorteil ge? Mht/sondern wie ichs gegeben / also hab ichs auch nemen wollen/wo auch der Cardinal sich feiner ansflnchten vnd vorteiln nicht hette.sio5 nen wollen/so hette er solches nicht gewegert. Aber ich mus es an meinem Bruder abnemen/ vnd an mir / gewar werden/ was der iLars dinal vor Techt sucht vnd haben wil /wie ein zedcrznbedmcken«. Vnd damit ich nochmals den Cardinat gerne mit öffentlichem drucke verschonet/so habe ich viermal an das hochwirdige Cap^, pittel des Stiffts )T)aidcburg / anffs vnter-> thenigste gebeten / mit dem Cardinal zuuerfü- gen/das dersäche nachbilligkeitgeraten / da<- mit wlr Weiterung nicht von noten / Da hat mich das Cappite^ von einer zeit zur andern mit antwort auffgehalten/vndletzlichendie^ fe sache viel lieber mit dem Cardinal genhem haben / vnd Ratificiren wollen / denn mich Mitgebürlicher antwort vorsthen/ vnd mich Armem Armen/die drevfar also gemattet/vnd forder der sachen gerne hetten wollen müde machen/ Darumb sie steh nicht auszuichtisfen / sonder mit dieser fachen werden müssen zu thun ha» den/vnd snnabgang sres Ertzbisthoffs/dar» vor Uede vnd Antwort geben. Das ich auch jnn diest>n vormeinten vn» sauberm Buche bezichtiget/ als solte ich/ die Briue vnd Register aus Aalle dieblichen ent-- want/vnd mit bösem gewissen/dem Cardinal die heimlichen Briue/wider aller guten Leute fitten / vntrewlichen auffgerugtet / darmit den Cardinal gesthmehet/vnd vnauffgekön» diget der lehen / Treulos vnd böslich han» deln. Darauff fitge ich/ das solches alles nicht war/vnd mir geschieht hierin gewalt vnd vn» recht/Denn ich hab die Briue vnd Register er» liehen vnd redelich/so ferne mirs gebürt/ays .lIalle vndsunstenbekomen/Vnd wird nicht anders avff mich gebracht werden /darzu kein Lumer noch nichts vnredelichs erweiset wer» den/So hat man jnn meiner Ersten protesta» tion geHort/vnd den selben bericht auch diese notwere durch vnd durch/gnugsam vorstan» den /das ich des gerne vberhoben gcwcst/Vnd mich bedinget / vor dem Cardinal forder nichts / denn was der Bluthandel were / an meinem seligen lieben Bruder so semerlichen begangen/ begangen/vnd darauff erfolget gewalt/an mir vnd seinen armen VOidwen vndZlVaistn/ 5» sthreiben/Vnd darinnen/was die warheit gewesi/vnd dazu mich G.R.K.G.gezrvun? Len/anders nichts bericht noch angezeiget. So habe ich hie bevor inn dreien oder vieren fthrissten/vntertheniglich verwarnet/S. A. K.G. woltenjrenglimpff^ besser bedencken / vnd habe den wie ein Aug5 apffel verschonet/Auch daraussS.R..K. G. der Brieue erinnert / vnd etliche Copev mit vbersendet/ Ls Habens aber der Cardinal vnd die seinen nichtbedeneten/Gondern/mer «ine gewalt vber die ander mit mir vben wol^, len/vnd mich/wie gehöret/hierzugnugsam verursachet/ Vnd wo etwas von heimligkeit eröffnet / der Cardinal verunglimpffet/oder zm sbnst bis zuzöge/Das haben S.Lc.K.G. vndjre Nhete alsowöllen haben/ Darinne roll ich wol/ob Gott wtl / gegen Gott/ mels nem Gewissen vnd jedermenigllch/entschül» diget stin. Denn hette er aufftichttg meinen Löm» der zu öffentlicher Uechnunge vnd Antwort/ ßnn bevsein der Kreundschasst/tomen lassen/ vnd sn nicht (wie ich hören mus) meuchlin- gen mit gewalt/on jr beystin/gehenget/ So dürsste er das nicht hö/en/vnd ich hette auch wol müssen zu frieden stin. « Vnh Vnd so ich noch besage gemeiner Recht hierinnenden necemfratrismei hette Rechen sollen / so hette ich des Cardtnals Recht ge/ brauchen müssen /vnd were es auch schüldig gewest/wo ich nicht gemeinen friede vnd Christliche gedult bedacht/Vnd bekenne/das ich jnn meines Brüdern fache viel nachges lassen / welches ftine Rinder finden mögen/ vnd nichts anders hierinnen gethan/denn was ich nothalbcn habe thun müssen / dazu mich der Cardinal mit einztehung der güter vn schreiben gereitzet. Vnd wiewol ich weder verdint noch gna den Lehen von demCardinal/sondern Lehen güter/sotchvom Lrtzstiffte Magdeburg vnd der selben ^rtzbisschoue zu Lehen habe / vmb meinen Pfennig vnd geld gekaufft/vnd zum teil von meinem Vater ererbt / vnd diesemCar» dinal daruor seine gebürliche Lehen wäre/ auch den serlichen Gchos/vnd vber das die necve auffgesatzteGchatzungallzeit gegeben/ vnd jme darane rvider Deller noch Pfennig entzogen/So hat mich dennest der Cardinal/ derselben meiner erkaufften vtt crerbeten güter dominio / Gewehr vnd gercchtigkeit / on alle vorgehende Recht/mit eigener gewalt/ ent» setzt vnd spolhrt. Vnd ob mich nu derhalben / das ich> michsolchergewaltigervnd on Recht entsetz/ ung vnd spoliums an snbeklaget oder das der Cardinal/das wider Recht mit sewaltstübet/ feine ftinevomieinteRete/als vntrewltch widerLis ve vnd Pflicht gehandelt/scheiden/Aber wer jnn dem Trewlos vnd Lrlos worden/das las ich einen jedern beslmnen lVenschen richten vnd vrteilen / Vnd tan auch hierüber Qrdent» lich vnd gebürlich Recht leiden/denn der Car» dinal hat mir jnn deme/das er mir alles mit ge walt gehemmet vnd genomen/ entfagt/vnd drev gautze jar vor dieser zeit mir den Titel/lie? der getrew er/entzogen /derhalben mirgarron vnnöten/jme einige Lehen auffzuschreiben/ wie ein jeder zu bedencten. Vnd wil alhie mich bedinget haben / nach Gechsisschem/vnd allen Rechten/der selben gewaltigen entsagunge/so mirrvider vnd on alle Recht entsägt worden/QArauchhle5 wider alle freiheit vnd gerechtigkeit/ als an dem Trew/pflicht/vorbrochcn/vorbehalten haben/ Dazu wird sich ein jeder gegen dem Tichter/der einem aus neid vnd Hass auffle- gct / das er ehr vnd trewlos worden / wel^ ches er nicht war gemacht / dermalen erzeig geu/ vnd jn dafür zu halten wissen/bis er das selbige/wie sichs gebürlich ausjÄndig macht. Vnd erbiete mich/wie ich auch hiemit wil gethan haben/wo mir mein gut vnd hab /das mir wider rechtgehempt vnd clngenomen/Re ftituirt/das ich als denn an gebürlichen vnd vnuerdechtigen ortcn/ejm jedern für anfpruch zu Uechte stehen wil. Sth rpomlr N?o mir aber/vberdas mein gleich vnb Recht erbieten / vnd billtcher wetsunge/mein Gut vnd LDabe/ lenger mit gewalt vorents halten vnd gehemmet würde/vnd der Car» dinal förderlichen sich der billigte« nicht er» zeigen wolte/vnd mir von Gott vnd der Na / tur weiter btlliche/ zulesliche wege fürstün» den/ Als denn verhoffe ich zu einem jedem/ was Standes er sey / das er mir armen / be» trübten L)an / auff mein vntertheniges vnd dienstlich« ansuchen vnd bitten/ zu meinem Göttlichen /billichem vnd natürlichen, Stech» ten / vmb Gottes vnd der öffentlichen gercch» tigteit willen/wider solche notaria/grawsam gewalt / mit hülffe/rat vnd beistand sich wil» ligerzeigen/vnd mich mit solcher meiner Gött Ziehen gerechtigteit/jnn gnedigen freundlich» en befelh vnd günstiger forderungzu haben/ Als ich mich des vnd aller gnaden vnd guts/ zu meniglichem vcrsthe/vnd erbötig bin/des vmb einen federn sno sonderheit vleiffig/vn, verdrieslich zuuerdienen/ So wird er von Gott/als der die ges echtigteit vnd walheit zu schützen vnd zunerteidingen befilhet/hohe vnd gro^'e belohnung erwarten. Vnd wil es auch da für gewislichen hsl» ten / das odgedachtcr Graue/ Philips von Manfsfelt/sampt G. Geschlechte/alle ehilichs vnd fromme ADofUhete / beider Etiffte/ Oagdedurg rKd-L?glbsrstad/. vnd ^> zeder ftdermenigltch/«erden aus diesem klärendem richt/vnd meiner Notwehre/numals ver^/ stehen/wie vnnerschampt ich vnd die meinen/ snnsrem Namen Inturhrt/vnd mit was fuge vnd gewalt/der semerllche ergangen QDord vnd Uapina( an meinem lieben Bruder vnd vns armen ^Vldrven vnd Waisen geschehen) bementelt wird /Vnd verhoffe/sie werden als ehrliche frome Grauen vnd LDerrn/sich des Rechten dedencLen/den vnuersthempten Tich» ter'sres vermeinten Buchs zu gebürlicher straffe vnd Widerrufs fordern / vnd sn dahin ver» mögen / das er sich erkenne / vnd mir vnd den meinen gebürlichen Abtrag thue/ vnd sich für jr Person öffentlich entschüldigcn werden. Es geschehe also oder nicht/so trc>5 ste ich mich meiner gerechten Sachen / vnd das Gott der Allmechtige / Gericht vnd Recht nicht verlassen wird/vnd aller vnschmd vnd -warheit helffen/vnd devstand leisten. Ob woldie Treneder elenden / Midwcn vnd Maiftn die Backen erab flicstekr/ Go schreien sie doch vbersich/wLi- derdender sieemns dringet/ Sagt Ihesbs Gyrach. ' Datum prima aduenlus/Anno ' 5 ? S. correcmr. tz^. h hinden am blat>nn der letzten riegen/lies Ällenthalbe^gnediglich zu enmemen. D.^. forn an? blatjnnderjo» negen/stet vnbe» seAn/liesbefejM. G. iff. forn am blatMröer ^s. riegen/fur geld lies gold. G.iiqforn amblatjnnder 12. riegen/siehet rarven/ lies tnar^en. Z2>. j. forn antHlatttusder n. riegen furZVols ffen/lies )VMf. . ZO.H.forn am blat znv-Ver letzten riegen/lies für angeschlagKrl/zugeschlagen. I. tj. forn am blat jnnder 2-0. riegen/stehet da^ von/lies daruox< Z^. j. hinden am blat jnn der -4. riegen / stehet von/lies vor. K.ij.forn am dlatjnnderz. riegen des proces/ stehet olte/!iesMte. ^.h. hinden am blat znn der 2,?. riegen/stehet gefraget/lies gesaget. edmcktzuMtt mnöer^ dm ISans Tuffc. AÄ. V. XXXIX.