THOMILIA LIII. DE EO, QVOD LEGITVR: Lucæ.15. Erant appropinquantes& c. Dñira.iit.poft.orta.pentecoſtes. vfum nus, nem VVM tanta eſſet Chius erga oës indiſcriminatim humanitate& māſuetudine, vt planè adeo neminēvel ſubmoueret velfaftidiret, vt leta, ad ſe etiã vniuerlos, q ſua indigebãtopa, benignius inuitaret, dicensa In, aic Venite ad me oës, q laboratis onerati eftis,& ego reficiāvos& c.& Etio. inuenietis requiē aiabus vris, factüeft, vt& ipfi publicani& petõres ad illő accedere aufi fuerint, nó vt eữ obſeruarēt, qd puerſifaciút, vere vt illī audirēt..ex propoſito emědatiõisp verbâipfius veluti oñes fieri in prentia debetis.Quos dñs humaniſſime adeò no dedignatusē ſuo adiutorio, vt eosetiã deinde couiuãtes habuit cấeis mäducãs& bibês Id qd vidétes fcribæ& pharifæi partim faftu, partim pmoti ſcriptu& fa ra, quæ dehortatur à malog cõſortio, partim quo Chroinfamiâ impingerēt, aut ipſius autho tē fu ritati& nomini derogarēt, qa cum infamibus cõuerfaret, murmurare cæperűt, dicétes: Quia undi hic pctores recipit,& mãducat cũillis..d. Hic gnouã quandā ſanctimoniã profitetur,& cænos teris habetur probatior& fanctior, no vitat malog cõfortia, ſed notos etiam pctõres admitpeft, tit ad colloquiū,& adeo no fugitcõgreffum, vt cibum etiam cum illis capiat, nó cogitãs quod no- malog cõtubernio contaminétur boni, arguméto nimirum, quod vel ipfe talis nö fit, qualis im- æftimatur, velqualis vult haberi, velintra tõstalis efficietur, quales ſunt qbus cũcõuerſatur, iuid de xta protritum verbum, quo dicunt, qualis vnuſquiſqz eft, tali confortio delectatur: Cumbonobonus eris, cum peruerſo peruerteris. cõie Qligit dñshmoi ſcribar& pharifæor murmura animaduertës, vt illor inclemêtë faftūpe is có nitus eximeret, fuæ's apud oësfamę cõſuleret, oñderetçſe nihil cótra fcripturā agere duabus os re occurrit parabolis, qbus haud obfcurè ratione adfert, cur cum pctöribus cóuerſetur, nimirum ertò nó quia ipſor vitia velamet velea ſequi velit, aur vt alios fcãdalizet, ſed quod propterea aduc uidē nerit, vt lua pia cóuerſatiõe& fancta doctrina malos& petores emēdet, alibi inquiés: Noneſ nalű veni vocare iuftos, fed pctores, nõ eñegent, qfani ſunt, medico, fed q male habēt, cuiuſmodi quo funt pdõres, in animaægrotātes. Hinc venit filius hois, querere& ſaluũfacereģd perierat. Id ótra quod fit, pctõre per verbum falutis reſipiſcére& pæniam agēte. Vnde maius eſt gaudium an pağ gelis dei, q fup nonagintanouē iuftis qui pænia non indigent. Quéadmodü agricola illä amplius terrã amat, quę poft fpinas vberes fruges profert, qeä, odie quæ nung ſpinas habuit,& femp fertilē meſſem produxit. Imò quéadmodüetiam q habetcëit) tā tum oues&.Homo qcentūhabuit oues eſt Chfus theantropos centū oues ſunt nouē angele- lore chori& hoim genus, qd cumppetñamifit, relictis nonaginta.i. nouē angelog choris in pa deſerto..colo ġd forte deſertā hic dicit, qa homo ipm peccâdo deſeruit, vadit quæfitūhuma etec num genus, quando venit incarnatus, deinde doctrina& paffiõe idem reducere ſategit, quádo rachi ipm oibus cõſummatis, redemit, ſup humeros in cruce fuaponés, deinde venit ad domü coleveq ftë, qñ cælos aſcēdic captiuâ fecũ ducês captiuitaté, ad amicos& vicinos..angelos, dicés: Co. eco- gratulamini mihi, qa inueni ouế meã quę perierat&.In qué ſenfum facile intelligitur,& alteinô raparabola. Vndecolligātur nonnullæ doctrinæ quarum eft: lota Prima, Chim nó fecus ex coelo ad nos veniſſe atqz medicũadægrotātes, nimig vt nos falt. ve M. 162 gaveg 107 fusiñe aillief.cona, quam& præparauit omibus diligentibuseum, d mis toe gilreftcona. quamo præparauiL UIMUUS Huy R 222 228 Wider den Biſchoff zu Dagdeburg Albrecht Cars dinal. D. gr. Lutb. 15 3 9. wa FI PII aan. & O PODE Custom Gillefræna quam& præparauitomibus diligentibuseum, Antony 5 bat Biſchoff Al brecht Cardinal rc. nu etliche jar ber/vielen Leuten vnd auch mir ſelbs auff dem maul ger trumpelt/mit dem vertrag zwis frohen Antoni Schenitz vnd ſeiner Cardinaliſchen heilig, feit/vnd ſich ſo hoch gedemütiget/das er auch mich etwa bat wollen zu einem vnterbendler leiden. Sogar gerecht und heilig iſt reine Care dinaliſihe beiligkeit. Ich aber ſolchs abgen ſchlagen und gefaget /Joh wolt nicht unters bendler/fonder part bleiben/ Allzeit des fura babens / Das ich den ſtein/ ſo mich drückt/von meinem hertzen gedechtzuwerffen. G stupe 06 & Rest Der ſelbe ſtein'aber heiſſt auff Deudſch alſo prouerb.27Errette die roman tódten will, es Vno entzeuch dich nicht von denen die nian wurgen will sprichſtu/ wir verſtehens nicht/. Deinſtu nicht/Der diebertzen weiſet/mercits! und der auffdie Seelen acht bat/Cenneterrnd pergilt dem iDenſchen nach ſeinem werck 7. Aus dieſem ſpruch finde ich mich ſchuldig/wo ich etwas vermocht/Dans ochenitzen wider den Cardinalzudienen, ef Ginns Wie wolich nu viel zu langram fome/ nach dem Dans chenitz ſo lang zuuor er wurget ift / Doch keme ich in dem noch zeit genus “ Una stuudolup shqimo JINJURJA Xuend tuwouL3OTID JA giug/ ovieman ſpricht/ Lin guter rat/ tam nie 30 bat/ Weil es nu nicht anders ſein kan/ fo ich Dans Sibenitzen köndte frine ehrebelffen erretten/ vnd dem Cardinal feinen vermein, ten rhum fchwechen. Aber er iſt mir viel viel za beilig/ auch noch viel mehr zuliſtig/ weil ich ein armer/ leider wol geplagter Menſch/ dazu ein alber Schaff gegen ſolchen Wolff bin. Denn ich kenne das Retzlin wol/ pauidum et fæuum ingenium/ Es hat ein vberaus I glaten Balctond weiche Tappen/ Aber vera ſuchsvnd erzurne es/ fo foltu das Kratzen era faren/ das hab ich an ſeinen hendlen wol ger lernt/ Dennoch musichs verſuchen/ vmb des willen/ wie ich geſagt/ dasich des ſteins vom bertzen log werde/ meinem neheſten/ ſoviel ich vermag/ nach obgemeltem ſpruch/ zu dienen und das meine zu thun/ fur Gott und der Welt) wil reben ob er vber die Schrifft ſo leichthupfi fan tonne/ als er boffet und ſich vermiſſeta B Ich wildie Genſe Predigt/ roer hat jtze auff Antoni Schenitz fchrifft zur antwort vn ter frembden namen laſſen ausgeben/ nicht fonderlich fürnemen Denn ſie iſt gar zu gut vnd hat mir den ſpruch Chriſti głoſiert/ Exa ore tuo teiudico, ferue nequam, Wil vnd kan auch kein Juriſt rein Denn wie mag ein ſolch fr Bettel beologus/ folche bobe Juriſten unſt verſtehen/ fibweigedenn widerfechten. Ich P. Ich wil ſchlechts bey der Deiligen ſehrfft/ das iſt/ beyder Narren kynſt vnd armen Scha. fen witze bleiben, Auch weil mir der from lốbliche Fürſt Dertzog Albrecht in Preuifſen rc. mein ſonders licher gnediger Derr/ hat geſchrieben/ das mein onlangſt ausgegangener zedel/ widder den Cardinal/ bart und befftig fey/ darauff nicht allein gnediglich/ fondern auch bertz lich begerd/ ich wolt ſeuberlich faren rc. wela che gedancken/ onzweiuel viel andere/ villeicht alle andere haben/ fur war, auch wenn ichs ſelbs fagen ſol/ nicht on vrſache. So wil ich biemit gantz denuutiglich/ alle des Cardinals Freundſchafft/ dienu gros/ bob./ vnd faſt das gantz Deudſch land iſt( das weis ich feer mol/ darauffer ſich warlich auch weidlich verlefft) daneben auch einen jederman gütlich/ gebeten baben/ wolten mir/ was ich ſchreibéoderthu Boss ja nicht dahin deuten/ das ich den Doben/ oblichen Stan und Geſchlecht/ danit wolt fchenden/ Denn ich weisjr viel/ nicht allein in der Freundſchafft/ ſondern auch in dem Blute ſtam/ die treffliche frome/ Chrifilichel Löblir che Fürften ſind. Was können ſie dazu: Was tonnenwir dazu. Was tan der Reiſer/ Konig und alle Velit dazu/ das zu weilen aus einem fób lichen Geſchlechte/ ein vngeraten Rind/ iã ob:? testai ma ono " wna shquuso! up shqiwo JinEJLULJA wind tuwz3OTID JALSA ES und ein verlorner Son tompt/ Es bleibt das ſprichwort war/ Leffcbeden Xeim Reiſer Fris orichs Ays/ Und wiejtzt geragt/ iſt das genrein wort nicht vonGenſen oder vergebens erdacht/ Verlorn Son/ Ongeraten Rind/ Es iſt der vng fal einer auff dieſer welt/ das aus fromen Lly tern/ Durn und Buben komen. Rein menſch, Tich leichnam iſt ſo ſchon und geſund/ És ger bet rof3/ grind/ eiter und ander vnflat vonjm/ Ondje geſünder und ſchonerjemchr/ wie man ſpricht/ Schöne Leute ſind rotzis. CITY N Dan eye oc biệtotien cn/ Keifer Qua guſtus iſt der bobeſten feinſten Menner einer auff Lroen/ vnter welchem Chriſtus geborn iſt Luce, 2. wie ſchendlich wurden ſeine Toch, ter und Heffin zu Duren Vnd Tiberius ſeins Reichs erbe/ vnter welchem vnſer Derr Chris ftus gecreutzigt iſt/ wie ein fchendlicher vnfigt. Dernach Germanicus vnd Agripping/ Eltern des Reiſers Caligula 7 Tino Tolche treffliche Leute geweſt/ das ich ſelbs/ wie wol ein Chrift/ ſolcher zweier Deiden leben/ nicht on jamer Teren Pan/ noch iſt vonjnen geborn/ derleidis ge Caligula/ den die Römer mehr denn einen leibhafftigen Teuffel haben erfaren. Defpgy ſianys vnd fein fon Titus find ro berüimbt/ das Citus iſt genennet worden/ aller welt frende/ Áber rein Bruder Domitianus/ welch ein grauſamer Teuffel iſt der geweſt? B H C Inder In der Deiligen ſihrifft iſt Adam vnd Deus nach dem fall from/ Dabel auch/ aber féin bruder Cain ein gottloſer Mörder. Ders nach Nobe/ Sem/ Japbet find heilig/ Dani der ſonvnd bruder ein ſehalck. Abraham/ San ta ond Ifaac from/ Dager und Iſmael fon vnd bruderſhin. Iſaac/ Rebeca/ Jacob from/ £ rau ſon vnd bruder/ ein ſchalck. Vnd wer woltes alles erzelen: Man ſebe allein Dauid an/ der der bobeſt vnd heiligſt Konig iſt auf derden/ Seinsſon Abſalom veriagt in und woltin todten. Summa/ Wer Dauids Diſto rien lieſet, der ſolt billich weinen und ſagen/ Ah Derrott/ gebet es dieſem Rồnige vnſers Derrn Chriſti vorpatern alſo. So wil ich ſtill fchweigen/ mich nicht tömern noch wundern/ ob mein Bruder/ Vetter/ ja Son oder Vater/ ein ſchalck iſt/ Wie kan ichs beſſerbaben denn ſolche groſſebeilige Leute? Was geſchah dem feinen Reiſer Deinrico quarto/ da das veribes teriſch/ verzweiuelt/ niordiſch Dolck/ Bapſt/ Cardinel/ Biſchoff/ den Ton Deinricum quins tum auch zum Abſalom machten/ dag er rein nen Vater vmb leib/ leben/ ehre und Reiſer thum bracht auffs aller ſchendlichſt. Döret lieben Fürſten vnd Derrn, irmifft vns elende prediger nicht ſoin ein Bockshorn iagen/ wenn wir ewers Geſchlechts einen fchalck ſtraffen/ das jr darumb woltet zurnen vnd furgeben/ wirbetten das gantz Geſchlecht gemeinet " una squad!! Shqiwo JinęEURO/ UCND tuwzJ0TID JUISA gemeimet ons geſchendet. Sonſt wurden wir zu letzt gedrungen/ euch widerumb zu ragen/ das jrewrlöblich/ ebrlich Geſchlecht nicht roli tet zum ſchanddeckel macben/ vnd darunterla, fter vnd vntugent ftercken oder verteidigen/ Da wurde ewr Cobvnd Ehre/ vmb eins verlornen Sons willen/ zu ſchanden/ vnd ſelbs mit fibula dig werden. Grore Fürſten vnd Derrn rol man nicht ſchenden/ Das ſagejnen, das ſie ſich ſelbs nicht ſchenden/ mitonfürſtlichen fan ſtern. Mir iſts bald geſagt/ Ich kan niemand [ chenden/ wenn ich die rechte marbeit fage/ die warheit auch nicht/ ſondern ſie wil der ſchans den weren. If Solchs mus ich ongefer alfo reden/ Denn mir auch von klugen Juriften und ſonſt von mehr Nareweiſen furgehalten iſt/: Was iſts denn mehr: Łsiſt nu geſchehen/ Man mus Fürſten etwas nachlaſſen für andern. Reden fie folchs aus vnuerſtand/ ro rey es jnen gel ſchenckt vnd zu gut gehalten/ Thunfie es wiſi fentlich. So ſind es dierechten Caiphas vnd Deubtborewicht/ die alle vntugent vmb gelts willen billichen/ vnd darnach ſagen/:£ s iſt beſſer ein Menſch getödtet rc. Ja wenn Gott den armen Lafarum auch ſo geringe hette gen achtet/ ſo were er in der Delle/ vnd der Reiche Epulo im Dimel. Es heiſſt aber/ Gotthatden geringen ſo wol gemacht/ als den groſſen/ Denn Fürſten ſind nicht von Gott geſetzt/ wid. 3 wen It's P. vor Obs.: wen/ Waiſen/ arm/ elende Leute) zu plagen) ſondern zu ſchützen/ retten helffen/ Desgleich, en die Juriſten vnd Rete/ Was durfft man ſonſt der Fürſten/ Rete vnd Juriſten/ wenn man folt den Teuffel laſſen machen/ was er wolt: DaDabel erſchlagen ward/ da wars auch geſchehen/ Aber das blut ſchrey gleich wolgen Dimel/ ond wolt dem groſſen Fürſten Cain/ der dazumal der Welt Erbe/ Furft vnd Derr war/ nichts nachlaſſen. Itztthun vnſer Jungkern vom Adel auch alſo/ Wenn man die boſen ſchilt/ ſo fol es eine fchandpredigt/ fchandbach/ ſchandſchrifft beiſſen/ wider den l blichen 2del/ Furwarein/ feer Adeliche rede iſt das/ on das ſie vns vnrecht thun/ Denn wir warlich den loblicben- Abel nicht ſcheiten noch ſchendem/ ſondern fur gar ein theur/ zart Kleinothalten. Aber den ſehends lichen Adel müſſen wir ſchelten/ der ſich wil unter den feddern des loblichen Adels/ in ſeis ner untugent verteidigen. Ein löblicher Adel beifft/ der Gott fürcht/ ſein Wort ehret/ ſeinem Fürſten vnd Derrn trevo vnd geborſam iſt? féin Daus zuichtig vnd ehrlich regiret/ fein arme Leut ſchützt vnd fördert/ wo er kan. Ein fchendlicher Adeliſt/ der Gottes wort veracht/ Durt und Bubet/ ſtoltz vnd hoffertig iſt/ wuch ert/ arme Ceute ſchindet/ Fürſten vnd Derrn vne trem vnd vngehorſam iſt/ Vnd dieſer ſchend, licher Aselit wol groſſer/ denn der löbliche 21del. Cleich 1.;. 2 " Unashqjudo! Shqiio JINJURJA UEND tuwuJ0 TID WISA Gleich wiedie Weiberſchafft iſt ehrlich/ denn ſie ſind unſer Mutter/ Schweſter/ Eben frawen/ Töchter/ Munien/ Wir ſind alle vnter jren hertzen gelegen/ vnd vom Blut jres hertz ens erneret por der geburt/ vnd nach der ges burt mitjren Bruſten geſeuget/ und in der Wis gen erzogen mit groffer mühevnd forge/ Man fol ſie ebren/ nicht ſchenden/ vnd das Dútlin furjnen abzihen/ Sonſtwirds heiſſen/ wer Wei berſchendet/ den wird Gott ſchenden/ oder wie man ſagt/ icht wol geben. Aber wenn ſie wol ten jren ehrlichen Schleier zum ſchanddeckel machen der ſchendlichen Weiberfihafft/ Durn khbrecherin/ Zeuberin und ander mehr ſchend liche Weiberſchafft verteidigen/ das man dies felben nicht ſtraffen folt/ oder ſolte beiſſen die ehrliche Weiberſchafft geſchendet/ wer wolt das leidens B Summajwowolten die Gerichtepnd Obera Feit bleiben wenn man diebe vnd ſchelcke nicht folt ſtraffen/ angeſehen, das es der gantzen Freynofihafft eine ſchande folt heiffen: Denn welcher ſchalck oder bube iſt anfferden komen/ der nicht etliche ehrliche Eltern/ voreltern oder Freundfchafft bette: Vnd was darffs doch vis el wort: Sie ſelbs/ Dencken/ kopffen/ ſtrafferr boſe Buben/ von guter Freundſchafft geborn/ Achten nichts/ das der Freundſchafft ſchande fey/ wiewol es kein ſchandeift/ denn allein dem verloren Rinde. Allein Doctor Luther der rol niemand C P. niemand ſcheiten/ oberrol heiffen Sie Freunde ſchafft geſchendet/ Man möcht zu ſetzt den elen Den£ uther damit verurſachen/ das er ſich ſeiner alten weiſeanneme/ lieffe die gantze Welt zuira nen/ vnd gebeer nichts drumb. Das ſey gnug zur Vorrede/ wollen zur ſachen. Erftlich bedinge ich/ das ich nicht wil/ vnd wenn ichs gleich wolt/ nicht kan/ Richter ſein/ zpiſſchen Dans Schenitzvnd dem Cardinal. Sondern weil ich ein elend ftuce bin vom Ger finde des hohenrechten- Nichters/ Vnd nu bey dreiſſig jaren in ſeiner Cantzeley/ nicht fern von der Thurgereffen/ Zuweilen auch Boten leufs fer vnd Brivetreger geweſt/ das ich zimlicher weife erfaren/ was fur vrteil in der ſelben Cane tzeley/ in vielen ſachen pflegen zu fallen/ Dab ich vnter andern auch dis vrteil gebort/ vber Schenitzen vnd den Cardinal/ welche ich nicht allein mas/ ſondern auch ſol vnd mus nachragen/ aus Ondernt befeth/ Und iftots vry teil wol por oreitanjent jaren gefellet/ Lautet auff menſchliche und Deudſbe ſprachealſo. :35 Diob xxxf. Dab ich veracht das recht meines Knechts oder meiner Megd, wenn ſie mit mir rechten wolten? Was wolt ich thun/ wenn ſich Gott auff macht: vnd was wurde ich antworten/ wennerheimſuchte natjn nicht auch der gen macht/ Diob exkft . Metseię نم unashquab!! p shqimo JAJEURJA x und tuwz3OTID JUISA 1. macht/ der mich in Mutter Teibe machte/ Pno batjn in Mutter leib eben ſo wol bereits Wie heifft Knecht und Magd/ nicht ſchlech tegedingte oder geſchwornediener/ Sondern Leib eigen/ die nichts eigens haben/ voeder Leib noch Gut/ Noch ſpricht hie Biob/ das Goto tes recht vnd wille rey/ das ein Derr folches Leibeigens klage oder fache zu recht/ nicht wei gern noch verachten/ ſondern ſich zu rechterges ben folywo nicht/ foktinde er for Cott/ als der den Rnecht gleich ſo wolbat gemacht als den Derrn/ vnd gleich werd bat) nicht beſtehen/ noch antworten/ muſte ſchlechtverdampt fein/ als ein ungehorfamer Gottlichs gebots. Wie viel mehr wird ſolch Göttlich vrteil vnd gebot gelten/ zwiſchen Derrn vnd freien Rnechten vnd dienern/ die nu auch/ als die Schrijft ſagt/ Nebeſten ſind/ vnd bey den Chriſten Bruder und Schweſter heiffen; Da ſteckts: Nemlich/ das ein Derrſchuldig iſt bey Bottes ewigem zorn vnd vngnaden/ ſeins Anechts recht/ anzunemen vnd zu leiden/ Dnd ſetzt dabey gar gewaltige vrfachen/ das in ſolchen fall Derr vnd Knecht gleich ſind/ part gegen Part worden/ vnd der Derr als denn nicht mehr Richter fein kan vber den Knecht. Das ift Gottes vrteil vnd ernfte. Meinung/ Das iſt Éins. Gott gebe Aber dem Cardinal vnd ſeis nen B C 2 B. nen klugeln die weisheit/ Sas fieſolchenſpruch Diobins alte Teſtanient werffen/ vnd ſich des nicht annemen/ So ſollen ſie mirliebe geſterein pnd willomen beiſſen. Jum andern iſts offenbar/ Sas Dang Schenitz hat recht begert vnd ſich zur Reche nung erboten/ damit er mocht zu freier verbor komen. Solchs batder Cardinal/ vnangefet? hendas Göttlich vrteil/ verachtund abgeſchlägen/ damit ſich ſelbs zum ewigen toð very dampt. Denn Gott hatjm durch obberürt vry teil zum Pargvnd Richter Nullus gemacht/ vnd geboten ſich mit Dans Scbenitz ins recht und verhồr zu geben/ Daruber bleibt er Nichter/ ja macht ſich ſelbs zu richter/ greifft Gott in ſein gericht/ vnd trit das Göttlich yrteil mit füſſen. * Pernach hat die Freundſchafft des glein chen auch gebeten( das bekennet vnd mus bey 2- Bennen der Cardinal felbs) auch ſo hoch und theur/ das ſie auf achtzis tauſent Floren ſich erboten-rc. Die hat abermalGott/ den Cars dinal/ zum Dart vnd Richter nullus gemacht! vnd geboten/ mit Dans Schenitz ins Nechtzu tretten/ Aber der Cardinal hat abermal Bottes vrteil vnd gebot/ freuelich vbertretten/ des 3orns und ewigen verdamnis fich wirdig geo macht/ ſich ſelbs wider ynd vber Gott zum Richterin eigener fachen geſetzt .. Bij Zu NB. una squiolip shqimo JINJE0& ju umnp tuwuJOTID JUTA. 3 zuletzt hat die Freundſchafft die fachen an den Reifer vnd in das Kamergericht bracht/ Quch ein gebot an den Cardinal erlanget/ das er rolt DansScbenitz zu vorbór und Recht tomen laſſen. Die bat Gott den Cardinal zum Skitten mal/ nach obgedachtem ſpruch ondors tedt Gottes/ zu Richter Nullus gemacht/ vnd zum Part berunter geworffen/ geboten/ das er fole Dans Schenitz zu Recht laſſen komen/ famptjm/ jrer beider Oberteit und Richter den Reiſer annemen. Aber der Cardinal/ als ſelber Bott vnd Reiſer/ hat folchs alles veracht/ retzt ſich richter Nullus/ vber Gotts und Reiſers gey richt/ Ons henget bartiber ſein wider Partan den Balgen/ vnd woget alſo ſeine ſeele an Got# tes zorn vnd ewiges verdamnis im belliſchen feur. Wie man nu ſolche that folnennen/ wiſſen nicht allein die Juriſten/ Sondern auch alle vernunfftige Leute/ Das niemand rolfein eigen Xichter fein/ Et ſententia lata à non iudice eſt nulla. Es ſtebet aber bie Gott der ſpricht/ Ls rey der Cardinal nicht Xichter vber Dans Schenitz/ ſondern part und gleich Widers umb iſt diethat also! das der Cardinal hat Dans Schenitz' ervorgt ynd das Teine alles 1. genomen. Wenn ſolchsthun ſchlechte Leute) fonennet man ſie mórber vnd Reuber. Chuns z grofle Derrn/ ſo heiſſt man ſie Cyrannen und Wittrich. Chuts aber ein Cardinal der Rómia fchen Kirchen/ fo beiſt er ein guitiger fromer/ Fitt/ B 3. D wir Fürſt/ wie er ſich ſelber thuimet vnter andern Genſepredigt/ Denn die Nachbar ſind im obel geraten/ mus ſich dieweil felbs Toben, Iron Pnd iſt ja war/ Ich mus die Freundſchafft felbs hierin fchelten/ das fieden Cardinal bar ben wollen ynter Bottes gebot zwingen/ vnd fur das Reiſerliche Gericht ziben/ das er ſolte) nach dem vrteil Gottes/ Part und Richter uly lus werden/ gerade als köndte ſolcher grofjer/ heiliger Cardinal vnrecht thun/ das were jm eine groffe fchande. Darumb iſt er billich er 4 grimmet/ ſich zu rechen/ vmb ſolcher ſchande willen/ vnd hat den Freunden zu trotz vnd vero dris Dans Schenitz ermordet/ wie er felbs in offentlicher ſchrifft ſolchs anzeigt. Dennes warjm notlich zu bedencken/ Darre/ wollen so ſie mich zu fibanden machen/ ſo wil ich zuuor komen/ vnd ſie zu ſchanden machen/ das ſie mich ein andermal vngebeiet laffen/ Sondern alſo ſolten ſie gedacht haben/ Der Cardinal ift Xömiſcher Kirchen Prieſter vnd Bepftlicher art/ der vber Gott und Reiſer ift/ kan nicht funi digen nochjrren/ Darumb folten ſie ſolchen Bepſtlichen Derrn haben laſſen macben was er wolt/ vnd fagen/:£ siſt alles wol gethan/ gnade Juncker/ Solten dazu auch ſich ſelbs als le zum Galgen erbieten/ ebe ſie ſolchen heiligen man mit dem Recht vnd gebot Bottes verſuch en/ vnd zuſchanden machen wolten/ Denn es ligt mehr an ſolchen beiligen Roiniſchen Prien ſtern/ CC 83! una sujudo! lp Shqimo JinęJPURja z wind tuwuJO ID QUISA Anbot Canzlen rem: ſtern/ weder an/ Bott/ Keiſer vnd der gantzen Velt. olan/ Die ſtehet nu Bottes wort/ gebot und Vrteil) Das der Cardinal/ Xichter Yullus ift/ vnd doch daruber Dans Schenitz'Leib/ Gutundèbre nimpt. Siedurffen mir hierin nichts ſchult geben/ noch mit mir drumb fech, ten/ fie mugens mit demi droben ausrichten! Ich bin( wie geſagt) nicht Xichter/ fondern ein Brienetreger des boben Richters/ Jch verdam. meden Cardinal nicht/ ſchelte in auch nicht eis nen Mörder/ Blutbund/ Witrich/ Reuber und Dieb/ ſondern der hobe Richter droben der thuts/ Denn nach dem er Allmechtig iſt/ vnd wils ſo haben/ das der Cardinal nicht Richter fondern gleich und Part rey/ ſo konnen wir nicht dawider/ Miſſen auch vmbs Cardinals willen( wie hoch er auch vber Gott und Reiſer iſt) ſolch gebot und willen des Allmechtigen/ nicht leugnen noch verachten/ fondern mit furcht an nemen/ bekennen vnd ausruffen/ ſein nem Namen zu ehren/ vnd dem Römiſchen Prieſter zu allen ſchanden. Alſo das der ſelb hobe Nichter/ den Cary dinal als einen Richter Tullum und Part/ dal mit einen Mörder/ Dieb/ Reuber und Leiterer ſchilt vnd prteilet/ weil er wider vnd vber ſein gebot und orteil/ Dans Schenitz ermordetalle das ſeine nimpt/ 3wil dazu noch recht haben yno from fein/ ſo er doch nichts denn ein part iſt und iſt/ ons eben ſo viel über Dans Schenitz macht oder recht hat, als ich vnd du/ ſo muffen wirs leiden/ denn wer wilden hoheſien Nichterlie gen ſtraffen: Wie wol es vns leid iſt/ Pnd miöchtenlieber ſehen/ were auch dem Xomiſih en prieſter beffer/ Er hinge an einem Galgen/ der ſieben malbóber were weder der Gebichen ſtein/ denn das er ewiglich folt in abgrund der Dellen ſterben Infr. lib. I. HE 3 kem! Vber das iſt der ſelbehohe Richter nicht gerettiget an folchem vrteil/ Sondern wil den Schenitzen wider reſtituirt vnd zur antwort für geſtellet haben/ iuxta illud, Redde quod debes. Bleich wieder belliſche( ich het fobier beilig ges fagt) Cardinal nicht gnug batte/ das er Siber nitzen ermordet/ Sondern muſte auch alle feice ne guter nemen/ wiejn die Scheppen und nie uerſiteten haben geſprochen/ als erſich ibu met/ Aber es ſeychepps oder Bort/ Debren oder Eſel/ Dostor oder Schüler) da fragtoer hobeft Richter nichts nach/ vnd wenn derſo viel were/ als bletter im Walt und fand am Meer. Villeicht hat ſie der Cardinal nicht recht bericht/ iuxta illud; Qui male narrat, male ims petrat, oder baben nicht gewuſt/ daser Richter Nullus in dieſem fall fey. Ab wielecheſlich ding narret hie der elens de Brinetreger.guther. Solt ſich ein Römis fcher- Prieſter/ fur Gott fo feer fürchten/ oder ſolche ms o Grad unashqjudolp Shqimo JinęJURJA X Wind tuwmOID QUISA folcheteidinge fur warheit halten. Nicht arro/ Sondern/ was feine Köniſche- Prieſterfeit Denckt und ſagt, das iſt die warbeit. Wolan lache mein ſchồnes Lieb/ Ond lache dir nur gnug/ du folts erfaren) was ou itzt lacheft/ ebe kurtz vergebet/ Indes fol gleich wolDans Schenitz mit den ſeinen ſich des tra ften vnd jrebredamit erhalten/ das der Cardia nal Richter Tullus fey geweſt/ hab ſolchs wer der recht nocb fug gehabt/ fondern fey ein mor der vnd Renber nach Gottes vrteil worden vnd geſprochen/ Er weis auch felbs wol/ das er nicht Richter/ fondern part gevoeft rey. Noch wil er alle Welt zu genſen macben/ leuget vnd leſtert vngerſchamptsaber/ als ein rechter Cars dinal/ Erbabs rechtond fug gebåt/ vnd Gott rol ſein lugener ſein yno pnrecht haben. B Toy Ja es iſt furbanden/ Zeugnis) Brieue vnd bekentnis/ das Dans Schenitz geſtolen hab rc. Gott ſey gelobt/ das der Cardinalden, noch ſo viel ſcheins bat/ das zeugnis/ Brieue vnd betentnis da ſind/ Dauon ich bernach bald wilreden. Erſtlich/ Las folchs alles gleich die warbeit ſein/ als nicht iſt/ das Schenitz mit dem allen vberzeuget were/ Das er ein dieb fein ſolte/ denn es iſt noch nicht damit beweifer. So tan dennoch der Cardinaldamit nichts mehr denn partwerden, bleibt gleich wol Xichter/ Nullus) D per Welt muſſen Regiren viber pifcbeboſe Nullus/ Ond rolt feinen rechten oberherrn den Keiſer bierin laffen Richter ſein und ſein gegens part/ laſfenoarelbs zur verborvnd zur antwort komen/ welchs der beilige Xoniiſihe Prieſter/ als ob er den Keifer initſiegel und Brieven in der tafſchen Gette/ freidigvbergangen/ angeſes ben/ das er ein Cardinal/ fur Gott vnd der welt beglenbt/ nichtreden noch thun kan/ die Genſe muffens wol gleuben. Jum andern/ wenner gleich Xichter were/ als er nicht ift/ noch ſein kan/ durch Gottes ver# bot/ wie geſagt/ fo rolt er dennoch das ander part auch bören/ oderboren laffen/ wie das alle vernunfft/ Recht/ Land vnd Leute zeugen/ nach dem ſprichwort) Audiatur altera pars, Man liefer von Alexandro magno/ Wenn ein flage fur jn tam/ ſo hielt er ein Obrfeſt zu/ vnd lies den Rleger reden/ Da er gefragt ward/ war umber ſo thet? ſprach er/ Ich mus dem andern Man/ ro antworten fol/ auch ein ohr behalten. Ich habs auch erfaren( damit ich mich meuiſer D. M L drecť vnter den preffer menge) das ich ſolcher Brieue/ rede/ zeugnis in etlichen ſachen hab fur mir gehabt/ das ich mein leben hette drauft 3 XB. Wings geſetzt/ die fache were ſchlecht und recht. Aber Sadas widerpart Pam/ wares alles falſch/ So teuffliſch werén iſt in der Welt/ Wie viel mehr, wird ſolchs groſſen Fairften widerfaren/ die in Ceute) ce " Unashuollup Shqiwo JINÇILUZJA/ WIND tuwv0TD QUISA Feute! Sie werden mir hierin gern gleuben/ ja wol gleuben muffen/ als aus erfarung wol gen witzigt! Darumb beiſſt es/ Wan rol keinem Menſchen gleuben/ Pral. crvi- Omnis homo mendax, Vnd/ Nemo moriatur, uno contra ſe teſtimonium dicente. olje 27 RE from Da nu der Biſchoff Cardinal wider Schenitz redet: Es hab ein groffer Fürſt gey ſchrieben/ wie Dans Schenitz bab begert ger 19 fcbence/ oder wolle das Belt nicht geben 7c. Das iſt eraus/ vnd ſtebet in der antwort wil der Antoni Schenitz vnter des Stathalters na men/ welchs buch( mich triege denn die heilis ge Schrifft oder mein misverſtand) der heir lige Geift hat durch Caiphan gered/ Lebe ich auch/ ro wil ichs den Cardinal kochen und 30frejſen geben/ damir Gott zu helffe/ Itzt auff Sis maly mochtich féine Cardinaliſche iuris- perditen gern fragen/ wo ſie ſolche Dialectica oder iura gelerne betten/ das der ein Dieb vnd hengens werð rey/ der ein geſchenck begeror Aber es ſolmir auff ander zeit vorbehalten ſein wenn ich gefünder vnd ſtercker werde/ fo es Gottwil. B fort/ Dans Schenitzou höreſthie/ das ser Cardinal dich anklagt/ du babſt gefihence begerd? Was Bacímu dazu erbatdeine Brier peDu bis der ander man/ Der Biſchoffiſt ein P. varmer OVE man.potsgütiger Gott/ benget er doch am Galgen/ vndtan nicht reden/ Wer batin Gebengt: Galß. ecce! allein reden/ fein gegen part fot ſtilſchweigen/ 3Denn der Biſchoff wil den Genſen predigen. Was ſagt Gott biezu? Nemo moriatur uno contra ſe dicente teſtimonium, das iſt/ manſol dem Cardinal/ als einem man nichts gleu, ben/ fondern den andern man auch bören/ Denn es kan wol fein geſcheben/ das der Cardinal ſolchshab Dans Schenitz geheiſſen oder erleübt( Wie ſich etliche Brieue laſſen riechen) Vnd nu der ander man erhengti fchweigen mus/ der eine Wanaber Biſſchoff Albrecht/ on das boré legmond bat/ lauts aus der man ſen ſchendlich/ das der Cardinal abweſends ſeines widerparts/ ſolcbs für diebſtal aufſchreiet/ Dennda ſtebet Bottes vrteil vnd wort/ man folle einem Man nicht gleuben/ das iſt ſo viel geſagt/ Wan rol den Cardinal fur einen Cars dinal halten/ der Gottliegen und die Welt bes triegen mus/ wie er dem Bapfi vereitet iſt. Ich bin eine Gans gegen dem Cardinal) vnd ein elend Schaff gegen ſeine Juriſten. Aber das weis ich dennoch/ wennDans Sche nitz des gleichen einen Brieff wider den Cary nal hette fur zu legen/ So wurde der Cardir nal von ſolchem Briene wollen vnnerdampt rein/ vnd ragen: Cieber bồre mich auch zunor) vndlas mich den Brieff( der mein iſt) felbs Cij denten Cardinali gd " Unashqiao! up shqiwo JinęJLURJA uend tucurJOTID JUTJA Jone Beuten und drauf antworten/ wie er sennitzt thut/ mit den Blancieren/ dadurch viel vom del in groſſen ſchaden Tonien/ vnd weil die tooten nicht reden/ wil der Biffchoft nichts davon wiſſen/ vnd mus der todte man( der nicht reden tan folchs getban baben/ So bette auch Dans Schenitz viel reden mügen/ wo er vom Cardinal nicht vbereilet mit dem ſtrange/ der rede beraubet were. Wo bleibt bie das natürliche Recht? Was du dir wilt geir than baben oder vberbaben ſein/ bas tbu vnd pberbebe deinen Nebeſten auch. Des Biſch, off's Brieffrol gelten wider Dans Schenitzen/ on Schenitzen antwort vnd verhör/ Aber die Blancéeten/ oder ro Dans Schenitz einen Brieff hette/ ſollen nichts gelten on des Biſſch offs antwort vnd verbore.Gott ebreeuch beilis ger Prieſter Cardinal von Xom/ ir feid ein from Dan ond gütiger fürſt. for, i És belffen aber ſolche ſcharffe anklage wider den Schenitz aus der maſſen ſeer/ den Cardinal zupreiſſen/ als einen fromen gütigen Furſten. Denn vber das/ das ſolche anklage nichttan Schenitzen zuni diebe niachen( Denn wer batje gehört oder gedacht/ das man folte den als einen dieb bencken/ der geſchenck ben gero, wenns gleich überzeugt were/ vnd das Part beland hette/ als hie nicht geſcheben. So gibts allen Menſchen( die Genſe nemeich aus) zu verſtehen/ d98/ woder Cardinal feiner beubt argument 2 argument ſich zu tröſten wüfte, wurde er ſich folcher faulen fratzen geſchemet haben/ in offentlichem Druck auszulaſſen/ fonderlich in Blut rachen. Aber weil die gantze welt eitel gen le und endten ſind fur demCardinal/ merden ſie rolche Genſépredigt muſſen fur gnugſam urfa, chenhalten/ das Dans Schenitz/ vnuerhort/ vnuberwunden/ allein auff eines Mans rede/ des Peiligen Römiſchen prieſters/ billich ers benckt fey. Was ſagt aber Bott biezu: Nemo inoriatuſuno contra fe dicente teſtimonium, Wennich aber nicht ſo eine tolle Gans oder nerriſch ſchaffwere/ rodurfft ich mich wol auch einer groſſen weisheit vnterfteben/ vnd nach Gottes und des Baplis felbs recht ſagen/ Qui femel malus, femper preſumitur malus Das iſt/ Biſtu( chalck ein mal( fonderlich in rolchen ſchweren( achen) fo verſihet man ſich nichts guts zu dir/ in allen andern ſtricken/ Wie der Philofophus Chryfippus ſprach/ Si mentirisxetiam quod uerum dicis, mentiris. Denn ich arme Gans Denckealro/ wo es gilt 1pilens vmb ein fibock nurſe/ da gebets wol hin/ das ein gut gefel mit faulen bonjen/ den andern vmb gehen oder zwentzig nuffe) effe yndnerre/ 2iber wo es giltCeib und Leben/£ hrvnd Gut/ da for nichts gered werden/ das den ſtich nichtbalten mag oder verdacht bringe/ Wo nicht/ rofol man ſtil ſchweigender faulen fratzen/ Denn Nuſſekan man alle jar wider triegen/ Leib und Leben tomptnicht wider, Die .را Con " Unashqiuddip shqiwo JINAEQRju putnp tuwuJOULD QUSA, piemit hette ich wol gnug gethan/ wiber des Cardinals hendel vnd febrifft/ nach dem es fur Gott und aller Welt recht iſt/ Wer ein mallenaet ſonderlich in folcben boben/ ſolan, gebedachten/ durch ſo viel Deute betrachte/ vnd zu lerzt mit allem trotz vbertbumeten fach, en/ das man dem in teinem ſtuck/ billich mebr gleuben folt. Doch wollen wir armen Genſek den Genſeprediger weiter hören/ vnd Chriſtum bitten/ das er ſeiner alten weiſe brauchen woll le) die Klugen injrer Klugheit ergreiffen/ vnd die Weltweiſſen zu Narren machen/ Amen. Accuf Haußb 1. B Er klagt/ Dans Schenitzhab ein köſtlich Daus gebawet pnd groffen pracht gefurt rc. Das iſt eſaus/ Aber biệmit wird der Genſe bau zprediger noch lange nicht beweiſen/ das er Xichter rey/ mus gleichwol bleiben Richter Nullus/ vnangerében folcber ſchoner Genres predigt. So iſt auch der ander man Dans Schenitz/ gebengt/ daser nicht reden/ noch ſeinem widerpartantpoorten kan/ Darumb/ rol mandem Cardinal als einem Part oder einin geni man nichts gleuben/ wie Bottes vrteil da ſtebet/ Nemo moriatur uno etc. Eins Dans rede iſt kein rede, 27 Denn Chriſtus/ der die warbeit ſelbs iſt/ ſpricht/ ro ich mich ſelbs ebre/ iſt mein ehre 72 nichts. Dabồreſtu/ das Chriſtus, der nicht liegen kan/ dennoch nicht wil/ ſeinem warbaff tigen P. B. tigen zeugnis gegieubt haben, weil es eigen und eins Mans zeugnis iſt/ Vnd wir ſolten ein nem falſchen Cardinal gleuben/ der vom Bapſt wider Gott zum lugener verordent iſt/ wenn er ſich ſelbsrbimet/ vnd abweſens ſeines gegen Parts eins Mans rede füret. Gott wuſte ſeer wol/ das Aldam und Deuavom Apffel batten geſſen und ſein Gebot vbergangen/ noch volt er jm ſelbs/ als einem Man/ nicht geglenbt bas ben, sondern fordert den andern uban zur antwort vnd ſprach, Adam wo liftu? Was baſtu gethan: rc. Aber wie geſagt/ Es iſt eraus/ ſie haben in felbs ein pflöcklin fur dem mayl durchs zunglin geſteckt. Esiſt im druck/ ſie können Daszunglin nicht zu ruck ziben/ Ond rollens weiſe und wabr machen/ das der ein dieb vnd benckens werd feydder ein köftlichDaus bawet vnd groffen pracht furet/ oder ſollen auch in alı len andern ſtücken/ als die Buben vnd lugener geachtet werden. Denn in Blutſachen gilts nicht narrens noch ſchertzens. Sie bezeugen damit wider ſich ſelbs/ das ſie ein verlorne vn, rechte facbebaben/ weil ſie ſolche faule/ zuriſſen ond ſtinckende Lunten für bringen/ ſich zu ſchmucken foarar beide Teuffel vnd Menſchen billich jren bindern wiffchen. Docht mag 1 leicht/ was einem Man ſchmuckt/ wie jener» fagt/ vnd ſetzet einelaus auff den ermel. Airoiſt // der Genſeprediger auch keins beſſern ſchmucks /werd/ Feb. nava " wna shijuabiip Shqimo JinJLURJA Z uend tuwOTID 2015 werd/ denn das er ſich mit ſolchen lauſichten Pumpen vnd ſtinckenden- haddeln an den tag geber Vnd warumb hat der Cardinal nichtbey zeit/ da Schenitzlebete vnd bawete/ folchs ger Flagt/ da Dans Schenitz hette können anty worten/ vnd der Cardinal gewuſt/ wie er nu furgibt/ das es Dans Schenitz vermugen nicht were. Nu er jm bat durch den trick die ſprache gelegt/ mutzet er ſolchs auff vnd thut den Benfen ſolche ſchắne Predigt/ als babe Dans cgenitz alles geld en was er gehabt/ Aber da ſtebet Bottes wort; Vnius teſtimonia um nullum, Das iſt/ Dans Schenitz ſolants morten/ oder der Cardinal ſol ein lugenerheim fen. Vnd ſolange Dans Schenitz ſtil ſchweigt vnd nicht zur antwort kompt/ ſolange ſol der Biſſchoff auch ſchweigen/ nicht allein mit ſeir nen beſchiſſenlumpen/ ſondern auch mit Bries ven und andern zeugnis/: oder fol Stein vnd Doltz, wider jn/ als einen Cugener breien/ weil Gott verbeut/ das man eines Mans rede nicht rol gleuben. Ich möcht auch gern wiſſen/ wenn die orfach einen Menſchen zu bencken gnugſam Supplit: doch einen Galgen finden wolt/ der hoch gnug E. were/ den Biffihoffdran zu bencken. Denn wer kan reine Cardinaliſche pracht zu kom/ of. zz. BantDurerey rc, auſſagen: fo man doch wol weis/ B weis/ das es ſein vernnigen nicht ift. Vnd zu war zeichen hat er.Moritz vnd S. Steffan nu bis inn. 24. mial alſo gefcbetzt/ vberfchetzt/ ausges Ribetzt/ geplundert/ bergabt vnd geſchunden/ das/ wenn der Türck durch die Stifft geſtreiffe bette/ die armen lente nicht wol ſchendlicher hettetonnen auſaugen/ roer doch kein Krieg ge! furt/ noch einigeCandnot erlidden hat/ vnd als Les auffeitel verlorne/ vnnütze/ ſchedliche Cardi- naliſche pracht gangen iſt. Aber das bat erger than aus groffer gute/ wie er ſich rhumet/ das er rey ein gutiger/ fromer fribjamer Fürſt/ darumb kan manjn nicht hencken/ fondern were billich as manjm geſtattet/ allen Stifften deudſches landes ſolche Firſtliche guite zu erzeigen. Delffe nu Gott ſeinen hoch gelerten vnd an dern mehr nebeſten Keten/ die auch von jrem Veterlichen erbe geringe/ jtzt groffe/ reiche/ pren chtige Derrn find/ weit vber Dans Schenitz/ das er ſie zu Letzt nicht auch/ wie Dans Siber nitz/ an den galgen bringe/ vnd rhume darnach ſeine Fürſtlichegute/ vnd laſje ſobreien/ das ſie töſtlich/ berrlich/ prechtig/ fich gehalten har ben. Aber dauonjtzt gnug/ Denn ich rolt jades beiloren Buchs/ wie ich furgenomen/ vergeſſen/ noch feret mirs alſo eraus/ fo gar wol gefelt mir ſolcbe ſchone antwort des Cardinals. Der fromelobliche Fürſt/ mein ſonderlicher gnediger Derr thumprobſt zu Magdeburg/ Firſt Georg zu Anbaltic, zeigt mir einen Xing D gen N $7 19 " Unashqijuabijlp shqiwo JimJECRju urnp tuwuJOTID JUTA! Accuf Ring & Georg Sen ser Cardinal S. f. 6. gerchenckt/ niit folchen zuſatzidas Dans Schenitz den félben Xing, weit( weis nicht wie piel) rolt dem Cardin nal berteuret oder überrechent baben/ Drumb er billich für einen Sieb zu achten were/ wie das liebliche Buchlin desCardinals auch der gleichen anzeiget: Ichaber vermanet den fros men Fürſtenfer rolt ſich fürſehen/ das er nicht auch vom Delliſchen Cardinal zu letzterhenckt wurde/ Denn der bore Wurm pflegt ſeinen treben dienern zuletzt alſo zu lobnen/ Wie er den feinen Man M. Georgen/ derim in der auffror ſo trewlich gedienet hatte/ auch erſtech, en lies/ wiffchet darnach das maul/ als bette ers nicht gethan/ Aber davon weiter/ wenn ich mein- eigen Aſperges bringen werde/ ro Gott wul7 Stzt mus 19 Dans Schenitzdies nen och B 83 1 서 Nu was fagſtu biezu Dans Schenitz/ das du ſolche Ringe und Rleinot dem Cardin nal dem fromen Derrn/ dem gừtigen Fürſten/ dem heiligen Man/ deinein lieben Beyattern/ ja Vatern/ haftfotbewer angeſchlagen: Wie baſtu doch das vber dein bertz können bringen/ das du ſolch gros gewaltondpnrecht dem guio tigen Fürften gethan baſt: És mocht einen Fels vnd Stein erbarmen/ Ich möcht ſchier ſelber weinen, Vnd wenn du jn erbenget vnd ermordet betreft/ folts jm wol nicht ſo webegetban gaben/ als ſolch gros gewalt vnd vnrecht/ Was C Was ragſtu biezu. Sihe da/ Dengefty am Galgen vnd kanſt nicht reden: Wer hat das gethan? der Biſſchoff/ Warumb: Er wil als lein reden vnd den Genren predigen! Denn Dans Schenitz ſein widerpart/ mocht zu viel antworten/ damit Alle Welt wurde febreien/: Tauſent Teuffel wie Teuget der Römiſche Pries fter, 8 Jch retzeaber/ das des Cardinals rede recht ſey/ vndDangSchenitz hette folheRinge zu theur gerechent/ Dennoch iſt der Cardinal einman/ part/ azu nicht Richter/ das manim bierin ſchlecht nichts gleuben tan noch rol/ Denn Gottes vrteil wils nicht leiden/ das man eins Dansrede gleuben rol/ fie fey wie recht ſie mag/ fonderlich in Blut fachen/ daman nicht der nu( Te ſpielet. Und warumb hat der Cardia nal ſolchs nicht geſagt/ da Dans Schenitz ler bet/ Dat er nu nach dem tod Dans Schenitz/ die rechnung funden/ dazu er jn beim leben nichtzwingen kunde/ wie ſein Buchlin klagt. Nu wie geſagt/ der Biffchoff iſt part vnd ein einiger Man/ Darunib fol er ono mus ein luo gener beiſſen/ was er dem todten und abweſeni den part in rucken nach fagt/ vnd fols beifien autoritate diuinâ/ Las ſehen was ſeine guldene vnd ſilberne- Juriſten vnd er ſelbs hierin zuri nen tonnen, co Ich mys Abbrechen/ vnd zur bekentnis Diö oder WHO 2 SA " Wna shijuaoil Shqimo JIMENEDZja uend tuw2JUTUD JUTJA, oder Brieven eilen. Wil aber hiemit/ da mic ichs nicht vergesſe) diezwey koſtliche ſtuck an, geſtochen haben/ dader heiligſt Vater Cardin nal ſchreibt: Erbabe den Scbenitz nicht köny nen zur Rechnung bringen/ Das iſt eins. Ono ob Dans Scbenitz gleich hette mit der rech, nung beſtehen mugen/ wolter jn dennoch nicht loslafen/ das iſt das ander. Die zwey Cardin naliſtcheſtrict/ las mich wol mercken/ tanich fie in dieſe ſchrifft bringen/ wo es mein Deube und die zeit leidet/ ſo wil ichs thun. Wir wollen zur bekentnis greiffen/ denn ich bin ſchwach. Cox bez B Volan/ bieber/ ſpricht der hoheſt Richter/ £ r Cardinal/ Du biſt Richter riullus/ vnd ich hab dirs perboten/ das du Dans Schenitz nicht folteſt martern noch wurgen/ weil du nicht Richter biſt/ Sondern als dein widerpart zu recht vnd verborkomen laſſen. Darumb gib die Vrsicht und bekentnis wider von dir/ vnd Tchaffe dein widerpart Dans Schenitz auch wider ber zur Verbor/ als denn ſo wil ich geben laten/ was rechtiſt. Auff rolch vrteil des bor beſten Richters foodert man billich vom Cari dinal die Orgicht onder bekentnis/ als die in Burtzumb nichts belffen mag/ die er auch nicht baben rol noch kan. Denn er iſt nicht Nichter/ Xichter nicht geweſt/ Fans auch nimer mehr werden/ Sondern Dans Schenitz Slut it nn pnd bleibt Xichter vber den Cardinal/ wie folgen wird zc. Denn wer hat dem Cardinal die ! Tortur die macht gegeben, das er fein gegen Part Dans Schenitz/ mocht mit der Marter an. greiffen vnd mit ſolcher freuelicher Tyranney/ ſolch betentnis abwurgen/ wider verbot beide Bottes und des Reiſers/ vnd aller natürlichen rechtes Denn er wurde es nicht leiden in gleiv chem fall das man im folt bruerhört/ durch marter eine Wrgichfabwürgen/ roman ſonſt mit recht wol kund dazu komen/ vnd iſt auch nicht zu leiden/ darumb folt ers auch nicht ein nem andern thon/ Des er billich vberbaben were 2. Zum andern iſt bagegen ein ander ſchrifft Dans Schenitz aus dem Bercker/ darin er klagt/ er mife betennen/ was der Cardinal wolle/ und man follees ja nicht gleuben/ Ift auch darauff beharret vnd geſtorben/ fo feſt/ das er Jeter vber gewalt gefchrien hat. Weil nu der Cardinal Richter Nullus/ das bekentnis mit vnrecht und freuel gewonnen oder ausges wurget bat/ Jits fur Gott und der Welt bile lich/ das man Dans Scbenitz ander bekents nis oder widderuff/ Ograuif'er geſtorben/ vnd nicht dem erſten betentnis/ das der Cardinal Richter Nollus/ mit Tyranney ausgewürget bat/ gleube. 3 Zum dritten, wenn gleich der Cardinal Xichterbette können ſein/ als nicbtiſt/ foifter dennoch ſchuldig gepeſt/ ſolche Marter vnd wurgen z. una squabilp shqiwo Jin JEURJU end tuwmJOTU QULSA Sinile wurgen nicht fürzunemen mit Dans Schenitz/ Denn es ſtebet geſchrieben/ Du folt Gott nicht verſuchen/ welche aber mal ein Gottlich vrteil iſt/ da durch der Cardinal verdampt mird/ Denn wo ich kan vber eine Brücken geben/ rol ich mich nicht ferlich wagen vnd waten in ein waſſer/ da ich erfauffen mocht/ Denn die Brus cte iſt Srumbda/ zum ſicher vbergang/ das ich ferlich waten meiden ſoll oder wo ich daruber im Waſſer bleibe/ bab ich mich felbs erreuifft/ Quiamat periculum, peribit in illo. 1 B Weil nu die marter vnd würgen im Rere Fer eine ferliche rechtfertigung( wie wir her' nach Tagen wollen) vnd on not nicht zu brau, chen iſt/ denn offt vnrechtba begangen wird/ vnd der Cardinal eine feine Brücke/ ja eine of fentliche freie ſtraffe für ſich hatte zum Recht/ als das Reiſerliche gericht/ dabin er gezogen/ oder andere gewiſſe wege/ Sobater ſollen Bot tes gebot nach/ die ſelben freie ſtraffe geben( wo ergleich Richter were) und Gott nicht verfüch, en mit der ferlichen rechtfertigung. Denn alle Menſchen/ es( ey Richter oderpart/ find fibula dig/ das ſie Gott nicht verſuchen. Darumb ob der Cardinal furder Met( wenn er Richter wel re) folch rechtfertigung und bekentnis ſchmu, cken Fundte/ fo iſt er doch daniit fur Gott very dampt/ alsder ſie mit Gottes verſichung ges wonnen/ vnd zu baben oder gebrauchen nicht geburt. Ono P al nu Und weil wir auff dis ſtücke der ſcharffem rechtfertigung komen/ musich ein wenig weir ter dauon reden. Derrn vnd Richter ſo es nicht beffer wiſſen/ zu warnen. Man findet etliche Leute ſo weicher vnd bloder natur/ das ſie nicht können verſchloſſen oder gefangen ſein/ ſterben oder vergeben in einer onmacht/ ſonderlich mo der Satan mit zu ſchlegt/ vnd trit den zaun ( wieer pflegt) da er am niddrigſten iſt, wie man denn woldie Leute im Kercker tod gefuna den hat. Findet man doch Leute ſolcher natur/ die keine maus noch Katzen vmbſich leiden tony nen/ Wie viel mehr findet man Leute/ die nicht können die marter leiden/ fondern bekennen ung recht/ damit ſieder marter abkomen/ vnd wero den darauff gericht/ Denn es ſind Adams Kinder nicht alle gleich/ dauon ich wol wuſte zu ſagen, ob ich gleich nicht der Eltiſten einer bin/ vil aberjtzt erzelen/ das jederman in Bul chern leren kan, Sanct Dieronimus ſchreibt/ daszu Ders Historie Trafico cel im Welfchen land/ nicht fern von Meiland/ bey ſeiner zeit/ rey ein Weib durch jren man eins skhebruchs mit einem Jungen gerellen gel zihen/ Saruber ſie beide gefenglich geſetzt/ gey ſtreckt und gereckt/ Derarm Jüngling/ wie wol er ſich unſchuldig wufte/ wolte doch der marter Abtomen vnd bekennet/ vnd ward entbeubt/ nam alſo aufffich/ nicht allein den Ehebruch/ fondern auch leider zween mord( ſo viel an jm war) " Unashqipuolip shqiwo JINJURJA xurd tumorOUTID JUTS Aint war) beide ſein ſelbs und des Weibs/ Aber das Weib ſtrafft in drumb vnd bleib, feſt auff jrem leugnen. Da aber der Jungling gerichtet war/ auff ſein bekentnis/ muſt fie fort vnd den bals berbalten. Aber bie erzeigt ſich der hoberechte Xichter/ das die Fraw mit groſſer ſicherheit des 1. Schwerts wartet/ Pnd der Dencker dreimal hieb/ das ſich auch die ſchneide zu ruck teret/ ond mufte ablaffen/ Aber ein ander Dencker tam/ der ſchrey vndwolts thun/ und hieb auch 2 orey mall und zu letzt die gorgel abſchneiten wolt/ noch bleib ſie lebend/ Wer da wil der lefeles ſelbs/ in Epiſtola de muliere ſepties per: cufla. Es iſt weinerlich zu leſen. S. Auguſtinus ſchreibt auch ein Diſtoria ein weniglinder denn diere/ von einem Komis ſchen Amptman zu Antiochia/ der warff ein nen Bürger- ins Befengnis( weis nicht war, unib) letzlich wards geteidingt auff eine fums ma gelds/ aber dem Burger vnmuglich/ das er ſich ewiges gefengnis muſte verſehen. Es findet fich ein Xeicher Bürger zu deſſelben gen fangen fremlin/ Das war ſchon/ ond verbies jr ſo viel Gelds zu geben/ wo ſie wolt feines willens fein/ Das Frewlin wil zuuor ſolchs an jren man bringen/ gebet bin zum Kercker/ vnd zeigtsman/ Der elende Menſch gedacht/ wie man ſpricht/ Gefangen man arm man/ und wolt los ſein/ erleubt ſeinem Weiblin den #bebruch( wie wol S. Auguftin nicht ſchlieſ ren wit/ ren mil/ leffts hangen/ obsein Lhebruch fey) Sie thut wie jr man begerte. Des morgens gibt jr der reiche man einen beutel volvnd ſche wer/ den tregt ſie mit freuden beimi/ vndoa fie den auſſchut/ ifts eitel ſtein vno rand/ Sieers fcbrickt/( euffthedlend vnd kleglich zum Ampta man/ zeigt im alles. Der Amptman erſchrickt auch und wird vber ſich ſelbs zornig/ ſpricht: das iſt mein ſchuld/ gibt den Man los/ vnd ſetzt jn in desreichen Burgers Daus vnd guter. 3 Aber das zu Metz geſcheben iſt/ möcht All wool Nichter vnd Juriſten blode machen/ Es iſt gedruckt geweſt/ ich habs aber nicht/ wolt gern/ das mans nicht allein im druck behielte/ fondern an die Richtbevler end Rathelifer malete/ Denn es iſt ein recht Gottes werct vnd wunder/ ob ichs aber nicht eigentlich alles behalten bette/ kund man ſichs/ ift mir recht/ zu Metz wol erkundend Da ein Dencker einem Rauffman abweſens/ bey nacht in das Daus gebrochen/ Weib und alles ermor, det/ in den Keller verſborren/ alles geftor len vnd ausgeſpuelet hat! Als der Rauff man beimkompt/ kleglich vmb ſein Weib). geſind und gutlin thut/ vnd niemand wuft/ was man dencken ſolt/ feret der ſchalck zu vnd veil ſich belle bårnen/ Schreiet vber den Kauff* man/: Er folt es wol felbs gethan haben/ zu Letzt för canopy -17 " Unashqjudolp shqimo JINŲJEDZja quend tuwuIJO ID QUISA Kūrn zu letzt/ das ichsubertauffe) wirds im geftat: tet/ den Kauffman zu recken/ Der Dencker weil er ſich wolt rein machen/ 3og den armen Man deſte grewlicher/ bis er muſte bekennen/ vnd ward gerichtet auffs aller jemierlichſt. Die/ sany alle welt ſchlieff, wachet Gott der rechte Richter/ vnd wolt den Schalck bezal len) Er fehet an die Becher des Kauffmans vnter die Juden zuuerteuffen/ vnd wie Gottes weiſeiſt/ das er die Buben blind machet/ wenn lie ſollen geſtrafft werden/ Duſte der ſchalck nicht ſeben oder bedencken/ des Kauffmans zeichen anden Bechern/ der Judeaber fennet fie/ bringt ſie dem Rat/ darauff der Dencker gegriffen wird/ vnd flur betennet er alle feine bosbeit. Es ſind jemerliche vnd fiheusliche felle vnter Menſchen Kindern/ da der Teuffel luſtzu bat/ Ja was folten die Richter biethun/ Fie findjemerlich betrogen: B 7 C Wie offciſts anch mehr geſchehen, das etwa Lente find bingericht auff jr bekentnis/ Sa man bernach vber etliche jar erſt bekomen bat/ die rechtſchuldigen/ Pnd ift jenen gleich, pool vnrecht geſchehen. Das rede ich darunib/ o wie obengeſagt/ Womandas liechte/ tegliche recht haben kan/ ſolman ſolch finſter 70trecht NB meiden/ oder beiſſc Gott verſucht/ das iſt very boten bey Bottes zorn vnd vngnaden. Dats Boch ſonſt mube vnd angſtgnug/ das man das liechte/ Tortu ON liechte/ belle Recht erhelt/ wenn der Teuffel ben ginnet ſeine wolcken drüber und darwidder 304 ſperren/ Was iſts denn notsja wie kans recht rein: von folchem liechten Recht mutwilliglich weichen/ vnd nach dem ferlichen Recht im fins ſtern tappen, das iſt/ Gott verſuchen. thin Expl: Gr Widerumbiſts war, das etliche Leutero ſteiff/ feſt und mehr denn eiſen bart ſind/ das file lieber ſich tod lafen martern cobfie wol ſchuli dig ſind ebeſie wollen bekennen/ wieich offt ge bort/ vnd zu Mansfeld in meiner erſten Jugent geſchachs/ das Vater mitzween Sonen/ auft den Grosvater befandten/ ber der Grosvater feſt hielt 7 und ſie alle lugen ſtrafft, aber ſie gleichwol gerichtet wurden mit dem ſtrange an gen fchwartzen Eichen. Solchs wird wol offt niebr geſchehen/ Denn der Teuffel kan wol auch einen Apoſtel Juda verſtocken/ vnd einen Rðnigphargo beſitzen/ Wie er denn auch jtzt die Cardinal und Bapftverſtockt/ wider of fentlichebekandte warheit/ zu toben vnd drus ber zu ſterben. lit Pmb folcher harter) verzweivelter/ bos! hafftiger Leute willen/ die alles auff leugnen thun/ das man mit dem liechten Recht/ nicht kan zu jn komen/ mus man ſolch Notrecht/ vnd blintzend Rechtlaſſen gehen und gefeher hen/ ſonſt were das liechte Recht/ in vielen ſtucken zu ſchwach/ das kein Friede/ furcht/ iï zucht XBHOS unashqiudomp shqimo JCICURja uend tuwo TID JA zucht sa mit gnugſam zurbalten were/ Dara umb auch S. Auguſtinus darelbs ragt den reltzamen ſpruch/ auff Deudſch alſo/ Es mulle offe ein Richter etlichen onrecht thun/ » damit er nicht die vn ſchuldigen tödte/ vnd 22 flagt/ Es Téy dieſes elenden lebens ſchuld/ darin der Teuffel boſe/ die Leute auch bore! das iſt, wie man ſpricht/ kin Nachbariſt dem andern einen Brand ſchuldig/ Pnd weil wir mulen unter den Trebern wonen/ muſſen wir wogen/ ob vns die Sew freſſen. Wir muffen mit der Welt vns nieten vnd bofes leiden/ das tan nicht anders ſein/ vnd mus einer mit dem andern furgut nemen/ vnd vns mit einander in des Teuffels reich leiden/ wie es pns trifft/ gleich wie ein Gelied das ander mys tragen/ in ſeinem gebrechen/ wunden/ ſtance- rc. zutelfebere 2 3 Aber damit ſind die Richter nicht very fichert/ das ſie mutwilliglich wolten martern wen ſie geluiſtet/ Sondern ſollens mit furcht und demut thun/ ſonderlich, wo es blode Leur te find/ wie droben geſagt/ Denn es kan auch wol einem verſtockten vnrecht geſchehen. Die Jura reden hievon auch zimlich gnug/ Aber weil ich itzt kein Juriſt wil ſein/ fol mirjr recht nichts dienen. Ich hab bierin mit den geir ftern des Cardinals/ die oben in den lufften regieren/ zu thun/ da gebort etwas mehr zu denn Jura und Joriſten. Dnd der Cardinal tan Dans Schenitz nicht rechen( das weis er wol) C Obs: P wol) vnter die verſtockten/ verzweiuelten/ boje Buben/ weil er ſich zum Liechten Recht erboten bat/ damit er ſich auch nicht ſchüchtern fur dem liecht erzeigt/ Sondern feiner befentnis ein ander vrſach iſt/ wie bald bernach ac. Vndvber das Richter Nullus nicht macht gehabt/ ſolche Warter oder Gefengnis fur zu nemen. Dem allen nach find ſichs/ das der Cars dinal/ da er ein offen Recht und Reiſerlich Car mergericht/ am liecht vnd bellen tage für ſich batte/ dabin er auch als ein Richter Nullus und Partvon Bott felbs( wie droben geſagt) gevoeiſet/ ſchuldig geweſt iſt/ das finſter fer liche Recht oder Totrecht zu meiden/ bey Goth tes zorn der da gebeut/ man foljn nicht verſuch, en/ vnd ſich des offentlichen Rechts zy nieten 2 oder zugebrauchen/ das iſt/ dem Reiſer ſeinem berberrn geborſam zu leiſten/ nicht ſelber Reiſer vnd Gott/ oder vber Gott vnd Reifer fein/ Aber der flichtige- Cain, hat das liecht geſcheuhet vnd iſt in das finſter gekrochen/ 88 miter abermal in das vierde vrteil Bottes geu fallen und verdamptift7 Johan. 3: Wer arges ce thutſer baſſet das Liecht/ vnd kompt nicht an das Liecht/ anff das feine werck nicht geſtrafft ra werden. Denn wer den liechten weg fleucht vnd ſcheucht/ den er fchuldig iſt zu geben, und ſucht einen andern weg/ im winckel vnd finy ſtern/ der iſt nicht from und hat nichts guts fur/ wird billich für einen verzweifelten Buben und Morder nog " Hinashamuomb Show. neurdæja xwend tu@ UOTUD OSAL Mörder gehalten/ vnd hilfft hie kein Genſen predigt noch ausgebirgte bekentnis/ Der hor berichter bat ſolchs geurteilet. Dem ſelben vrteil nach/ lan vnd musmian dem Cardinal/ nicht allein in dem Proces/ welchen auch die Juriſten verdamnen, obwol etlicbe faſt gulden vnd ſilbern Juriſten ſind/ fondern anch in der heubt rachen/ nichts vber all gleuben. Vnd objn Gott etwa in der gang tzen ſachen/ ein warhafftig wort beſcheret/ tan es doch keinen glauben finden/ Denn man mus Gott/ der Alles heimlicheweis/ mehr gleu, ben weder einem Cardinal/ der ſich euſſerlich gerecht macht/ Prrach iſt/ Gott iſt from/ Cary dinal ſind ſchelcke/ wie ſie ſich ſelbs vnternany der Eutzeln/ aber mit groſſein janier vieler ar men Leute, nuſprichthie Gott ſelbs/ kein gute fache ſchewet das liecht/ Der Cardinalſchews et das liecht/ Darumb hat der Cardinal gewis, lich verlorne ſache. Das iſt vnſers Derrn Goir tes ſelbs Syllogiſmus/ frome und rechte Juris ſten werden ſolchs gern bekennen Diegulden vnd ſilbern Juriſten des Cardinals mugen ſich damit freien/ bis ſie mit frem Derrn Cardinal in abgrund der Dellen erbenget werden. Ne Sy loop B C Ich halt aber für war( wie wol mir auch nicht weiter tan gegleubt werden/ denn ſo viel ich bemeile) doch weil der Cardinal mit Cen! Tepresist alle Welt effet/ wil ich auch im vnd feinen ck in. 6. San. So*.ging. reinen Juriſperditen ein klein Genſepredigt/ in thun/ obie pilleicht wolten Genſe werden/ wo fie Denſchen ſind/ oder Denchen werden da fie Genſe ind/ Ich balts dafur Crage ich) Das alles oas jenige overje ſeer viel vnd das gråſte romans Schenitz getban hat/ darumb in der Cardinal batermordet/ das hab er aus befelh vnd willen des Cardinals gethan/ vnd zwein vel nicht/ vo er bettetốnnen zur antwort for men) Erwurde es wiſſen aus der beimlichen des Cardinals Arithmetica zu beweiſſen. Won Tan ich binitzt ein Benrenrediger/ Aber nein lieber Freund/ lies du ſelbs die Brieue/ die im druck ſind ausgangen/ der nu mebr da ſind/ und gib doch ein klein gedancken drauff/ in welchen der Cardinal den Scbenitzen troftet/ ynd heiſſtin fort faren/ wider die Landſchafft oder auſſchus/ ſchreibt unter andern worten auch dieſe/ Ich tan noch wol eine Brücke nis der tretten/ vnd wo es feilet/ das datum verfen tzen/ Das iſt eraus. Dieſe brieue find des Cardinals eigen Dand vnd Ring/ die laſſen ſich mit keiner Beng ſepredigt fchweigen/ ſie ſchreien aber vber laut/ das Dans Schenitz ſich gewegert/ vnd wider die Candſchafft oder Ausſchus/ dem Cardinal nicht gern hierin bat wollen dienen/ alſo das jn hatmuffen tröſten vnd betzen/ nicht Juriſt/ noch nebeſter Rat: Sondern der Printz rnd Cardinal ſelbs/ dazu mit ſolcher boher und f letzter " mnashanudomb Shalw0 dine dæja PurnD“ tuwu TLD JOISA བ་ བཞི་ letzter not troſt) Das er der Cardinal wol Tønne/ vnd wolledas datum verſetzen/ vnd Cauff deusſch) falſche Brieve ſchreiben/ Das iſt eraus. Pageich. Nu rat, was werden wol ander mehr woré mundlich gefallen fein in der Kamer zwiſchen Dans Schenitz vnd dem Cardinal/ wenn die Brieue/ fo viel vnd ſchendi lich ſchreien? Ach welch ein ſchon audientz hette das ſollen werden/ woD.Schenitz bette mugen zu verbor vnd antwort Fomen, Vnd Das iſts/ wie es ſtinct/ da der Cardinal jtzt ſchreibt) Wenn gleich Dans Schenitz mit der berechnung beſtanden were( voie der Cardinal wol wuſte/ ond mit ſolchen worten gnugram zu dencken gibt) rowolt er in dennoch nicht los geben/ Ermuſte auch noch andere ſtuck wiſſen zuuerantworten. Wolandas ſagt der Cardis nal ſelbs/ vnd iſt auch eraus. Was muigen aber das für andere ftücke rein/ die Dans Schenitz mufte verantwory ten? Eriſt ja erbencke/ vmb des willen/ wie das blichlin ſagt/ das er nicht berechen bar wollen noch können/ fondern bab geſtolen. 53000.flor ren/ Pnd nu ſollen noch andere beimlicbeftuce da ſein/ darumber nicht follelos werden/ wenn er gleich wol berechent und nichts geſtolen betº te. Wie bewet ſich der Cardinal hie in die back? en/ vnd Teyget das hundert ins tanfent/£ riſt Tiſtig, aber es gehet jm nach dem ſprichwort/ Mendacem oportet oportet eſſe memorem, Wer lies gen will 2 B $ 300 gen wil/ der fols nicht ſo Erum Srehen/ damit ers auch fiddern könne. Jft Dans Schenitz/ wieder Cardinal forget odder weis/ der rech, nung unſtrefflich/ warumb henget jn denn der Cardinal.eben darumb/ das er nicht habe tonnen noch wollen berechen in Teffe folchs durch viel vnd große Genſepredigt ausſchreis en/ wil dazu ein gutiger fromer Fürſt gerbumet rein. Oder iſt Dans Schenitz heimlicher ſtuck balben ſchuidig. Kostumb wird er denn nicht Öffentlich gerichtet/ vnd der heimlichen tucke Keins in der Frage forbracht. Wie es auch von rechts wegen ſolt geſcheben ſein/ wenn gleich tein Gott were/ wie der Cardinal gleybt. Ichbin nicht inwendiger Kat oder Diet ner des Cardinals geweſen/ hab auch weder Regiſter noch rechnung geſehen/ Sondern/ gleich wie alle Welt fein eufferlich prangen/ bamen/ burerey etc. fibet/ kan ich wol folcher heimlicher ſtuck/ als viel aus eufferlichen of fentlichemweſen zu nemen ift/ leichtlich etliche erraten. Dalt das furein ſtucky das Dans Schenitz nichthat tonnen antworten/ wie viel tauſênt“ Gulden dem Cardinal find auff feine, offentliche Durerey oder Ehebrecherey gangen in ſeinem Durhaus auff der Moritzburg/ vnd ſonſt/ Denn Dans Schenitz hierin ſo lange er gedienet) hat muffen Geld ausgeben. Aber weil folche beimliche ſtücke nicht in die rech, nung w 19 mnasiuDUID Show0CCO La purnp cu TD VOLA nung geboren ſollen/ ifts freilich Dans Sche: nitz nicht miglich gepeſt zu antworten/ Darı umb hat er auch nicht follen antworten/ der Cardinal batsjm verboten mit dem ftrange/ Sonſt kanſtu leichtlichdencken/ Es würden. von den. 53000. tauſent gulden etliche tau ſent gulden abgefallen ſein/ mit Durerey verthan/ Darnach/ was er gen kom mit prangen der ſchleudert und der gleichen öffentliche ftucke/ die er wolt gern beimlich geachtet haben/ bey den Genren/ das iſt/ bey aller welt/ damit er als Ten Menſchen anff dem maut trumpeln möchu te/ als die gleyben muſten was er wolt. Wenn nuDans Schenitz vom Cardinal gebeiffen were/ wiedie Stieue mucken/ alrozu handeln/ Lieber wertſt hie derrechte dieb vnd beubtſchalck. Sonderlich weil der Cardinal. vnter andern Brieven/ Dans Schenitzen/ ſo in boch vererõſtet/ das ers widerumb mollefein Weib vnd Rind genieſſen laſjen/ Auch tein Leib vnd Seel furin fetzen. Jtem bekennet frey/ das er der Cardinat mit Schenitzen ſtecket: 22 ſpricht/ Wirſind miteinander drinnen/ mus ſen miteinander heraus__Dno fino folche very troſtung ſo vber die manegros/ das/ bey dem Lieben Gott nicht allein ein ſchlechter guter ses I fondern auch alle Rõnige/ Fürſten/ Juriy ſten/ Tbeologen/ auch Dauid vnd Salomon/ möchten betrogen werden. Denn wie kan ein Ichlechter vnerfarner. Gefélle dencken/ das ein Cardin C Cardinal ſolch ein bårer Wurmb fein Kund: kr folt billich Bapít ſein/ mit ſolchen hoben tus genden. Ne r Wie fein bat er aber feine Brieve vnd ſie gel gehalten/ wie die Blancheten auch/ Erbey kennet/ das er mit Schenitz orin ſtecke) wolle auch mit jmberaus/ das meinet er alſo/ derbein lige Vater: Dans Schenitz ich hab dich und mich hinein gefürt) ja es iſt alles mein ſchuld allein/ Aber ich wilden Ropff aus der rhliny gen zihen/ vnd dich drinnen laffenftecken/ vnd wo Su dich gleich tondeſt eraus wickeln mit dem Camergericht bey aller welt/ So wil ich doch ſelbs dich drein ſtecken/ vnd folt ich ſelbs dich bencken/ vnd alſo mein Leib vna Seel für Sich letzen/ damit dein Weib vnd Kind/ deiner trewen dienſte laſſen geniſſen. Vnd dieſer ver! ftand iſt recht/ dazu mit der that beweiſet/ Denn nach Gottes orteil und wert/ rolt Hans Schenitz billich leben/ und der Cardinalben, gen/ das hat er fein verwechlelt) ſein Leib vnd Seel lebendig bebalten fur Dans Schenitzen/ das iſt/ Dans Schenitzen zu gut/ vnd alſo an Dans Schenitzftard lebend vnd vngebenat blieben. Das het Cardinaliſch und Ró miſch/ Leib vnd Stel fur ſeinen Freund ſetzen/ nicht das einer fur den andern ſterbe/ fondern/ das einer fur den andern lebe/ vnd den andern tödte. Aber es ſind ſolcherchenöliche wort/ vnd fogar ongleublich geredt/ vnd ro oberaus. fin felſcho Lugelir. G .6. Obs. Hina stajaom SQQ InCJdRua Queno tuwvaTD JUSA her vert er armen Wol genoſſen/ Denn vber das felſchlich gemeinet/ dasichs ſo furtz nicht kan ausſtreichen/ Cieber Lan/ Leib vno Seel 34, uerſetzen in ſolcher loren gels Tachen/ taniche ernſt ſein/ oder musda nichts denn ein verzweil velter É picurus ſein/ das iſt/ ein ſpotter Gottes und Menſchen/ dauonjtzt nicht gnus/ einan dermal. Arrobat nu Weib vnd Rino Dans Schen nitzen/ folches gutigen fromen Fürſtens vnd folcher ſiegel und Brieue/ vol ſo vieler vnd boy armen frawen und Kindern/ alles genomen/ nach der Juriſten vnd Scheppen vry teil/ hat er für groſſer forftlicher gutejr auch das erzeigt, das ſie oder ein einiger Freund! noch Burger zu Dalle nicht batmuffen wiſſen mie es vmb Dans Schenitz ſtehe jbis eram Galgen etliche ftunde ermordet ift/ Pnd ſie in des mit gnedigen worten auffgebalten/ als ges fchebe alles aus gnaden uns Dans Schenitz zu gut/ Damit/ wenn ſie bernach plotzlich rols chen mord erfaren/ deſtejemerlicher erſchrecken vnd groſſer bertzeletd haben muſten.' Alroro ein Cardinal féin matlin kulen/ vnd die Freunde fchafft leren) das fiejn mit Gottes gebot und Reiſerlichem recht ein ander mal zu friedenlafa fen Es iſt Menſchlich und wird allenthalben billich gebraucht/ das man die Vbeltheter fo man richten wit/ left tröſten/ jre Freunde zu jnen gehen/ mit jnen reden. Vnd darnach wenn man ſie man ſie ausfüret/ öffentlich eine gantze etað ( wer da wil) mit gehen/ vnd bey jrem ende fein und bleiben. Welchs der Cardinal on zweivel auch bette gethan( wie andernzo Dallebig da, her geſchehen und nach geſchicht).wo er nicht Richter Wullus vnd part geweſt/ feine fache nuff Cardinaliſche beiligteit vnd feine Genie prediat geſtellet hette/ ſolchen nieuchelmoro zu verteidigen. Aber wie er angefangen pnd alla zeit das liecht gefloben/ fotbuter bie auch/£ r füret Dans Schenitz Aus dem gericht zu male le/ in ein frembde gericht, des er nicht macht noch recht gebabt/ Und obwolder Gewicheny ſtein fein Gericht/ dennoch iſter in dieſer Tachen auch daſelbs nicht Richter geweſt/ wie droben geſagt/ Ja wenn der gantzen Welt Gericht des Biffchoffs eigen weren/ dennoch hetteer dieſes falls Dans Schenitzen Richter nicht mugen ſein/ Diob. 31. vt fupra. Vnd damit man ſehe) wieder gütige frome Fürft/ fein Leib vnd Seel fur Dans Schenitz ſetzet/ rein Weib vnd Kind genieſſen left allertrewen dienſte/ ro gonnet er dem armen Menſchen/ an einem letzten ende/ vnd fourchmebelichem too/ den er félbs 3117 richtet/ nicht ſo viel guts/ das er doch bette/ die Stas Dalle fold slaſſen wiſſen, damit ſiejm zu troſt/ in betteghden Galgen geleitet/ mitlei? den haben vnd furjn beten mogen in ſeiner letze ten ſtunde/ welchs man doch ſonſt thut allen Vbelthetern/ wie bóre ſie ſind/ ob auch gleich die Richter oder Fürfien/ ſich gar nichts mit ſie gel vnd egyetem X45 " Tunashau.Mb SKO TILILOHJA Queno tubuoD JA gelund Brieuen verpflichtet/ das fie fur dieſels ben wolten Leib und Seel ſetzen/ Weib vnd Rind trewe dienſt geniſſen laſſen/ wie der Bir ITchoff gethan hat/£ s were ja dennoch dem armen Menſchen ein troſt geweſt/ daß die Stad Dalle mit jm werezum Galgen gangen/ vnd mit jm gebetet. JaworDalle/ Er hats des Schenitzen Freundrchafft nicht voollen wiſſen noch dabey féinlaſſen rc. auff das.Schenitz/ auffsjemer lichſtund elendeſt ſterben niiſte) ob er wolgen wuſt das der Freundſchafft/ ſonderlich/ muti ter/ Weib vnd Ring hertzlich begird were/ 2ny dere Fürſten und Derrn/ die nicht ſo gutige fron me Fürſten ſind, auch der Cuirkevnd Carter ſelbs) würden ſolches armen verlaſſen Menſch, en Freunde/ nicht allein gern geſtatten/ ſondern auch wol felbs foddern laſſen, das ſie mit jrem Freunde vor der letzten ſtunde reden möchten/ vnd mit jm zu Grabe geben/ wenn die felben gleich fern woneten/ vnd ſie/ die Tattern nicht ſich verſchrieben betten) Leib und Seel furden Vbeltheter zu ſetzen. Die aber iftballe nabeund hart bey Gewichenſtein/ Nach meychelts und tunckelts der gutige frome Fürſt fogeſchwinde/ vnd ſo behende/ auſſer der ſtunde/ ſtat/ Perfor nen/ weiſe der Berichten, das weder Weib/ Mutter/ Freund noch einiger Bürger wiſſen mus/ das Dans Schenitz am Galgen benge bís er taltiſt.Dieraus mercke nu ab er nicht mit ehren ſeinen Reim füret! Amator hominum. Deun Denn( o füret in der Teuffel auch/ daser lach, et/ wenner armen Menſchen tan bertzeleid vnd jamer zu fügen, Vnd wenn der Cardinal gleich Richter/ dazu den Schenitz auch redlich des diebſtals vberzeuget bette/ Eůndte er jn denn nicht anders erbencken/ er muſte folch vngebeure/ henriffche weiſe furnemien/ ſein bitters/ Cardinaliſch mut: lin zu erzeigen/ vnd alſo Teuffeliſch zu fülen? damit er vberdas/ ro er Schenitz erbenget/ da, uon ſiegnugſambetten zu travren gehabt/ der Mutter vnd Frawen mit ſolcher Cardinaliſch, en/ belliſchen bitterkeit/ das bertz auffs jemero lichſt zubiſſe vnd zu riſſe. Denn ſein f. gute từndte leichtlich/ als ein Xômiſcher Prieſter vnd belliſcher Cardinal/ dencken/ Es wurde der Mutter vnd Frawen/ viel mal groffer leid rein/ und einen ewigen ſchmertzen in jr bertz ftifften/ wo er fo hemiſch ſein Cardinaliſeh nuty Iin tulet an Sonvnd Man/ weder ſo er Dans Schenitz hette/ fehlecht/ offentlicher/ gemeiner weiſe rechtlich erhenckt/ Nachdem/ was einem mit recht und rechtlicher weiſe wider feret/ mit der zeit zuuerſchmertzen iſt/ Aber ſolch Teuffs lifſche verlipte pfei/ ſind nicht leichtlich/ noch vonjderman zuverſchmertzen. Wieviel fchendlicher ſtehet folcher bemia ficher/ bitter/ weibiſchermut deman/ der nicht Xichter iſt/ ja der ein Geiſtlicher Vater/ Biry riboff 2 unashanuddub SKalojneJCURja quend tuwuJTD Jusu, fchoffz dazu der Römiſchen Rirchen Prieſter| Das iſt/ aller Kircben lerer und meiſter iſt wie ſie wollen gerhúmet fein) derda ſolt/ gerechtig, Beit/ viel mehraber barmhertzigkeit und gute erzeigen/ fur allen andern/ on das erdamit ere zeigt/ feine fache fey im grund falſch und uns recht. Denn Richter in rechten fachen/ find nicht hemiſch/ noch Cardinaliſch/ fondern mitleidig und barmbertzis/ wie S. Gregorius ſpricht/ Vera iuſtitia compaſſionem, falſa irre dignationem habeti Dette er aberrechtliche weiſe nicht kont nen leiden( wie mir wachend treumet) folter haben der gnaden weiſe furgenomen/ wie er zu thun/ aus ſeinen eigen Brieven/ ſchuldig geweſt/ vnd alſo gedacht haben/ Dans Scher nitz bat mir ſo viel jar trewlich gedienet/ mein Durerey belffen verbelen/ mein Buberey vnd bosbeit/ fur den Leuten ftillen/ vnd fumma/ Lr iſt mein bóbeſter nothelffer gemeſt in ſchulden und Tchanden/ inebrdenn Cott felber. With derumb babichinvertroftet/ mit worten/ ſiegel vnd Brieuen/ die nicht Blancketen/ ſondern ein gener Dandvnd Xing ſind/ das ich wolle fein nothelffer vnd Gott fein/ wider die Landſchafft und alle Welt) Denn ich babim zugefagtvnd geſchrieben/ das ich fan Bructen niddertrete ten/ Datum verſetzen, falſche Brieue ſchreiz ben/ liegen vnd triegen/ wleich wil/ darauff erſichverlaſſen bat Darumb B C 77 geſſe/ da ich jm zugeſchrieben habemolle Darumb wil ich in die gnade erzeigen/ ob er gleich ein dieb were c welche die Leute nicht gleuben wollen, wie ichs gernbette) vnd die S300 5300. floren von der Freundſchafft nemen/ die 8 doo fich zu. 8000, erboten haben/ vndjn los geben, damit ich nicht meiner Dand und Ring very widerumb Leib vnd Seele furin fetzen/ Sonſt die mochte alle Weltdencken und ſagen/ Der Carn. dinal iſt ein Böſewicht vnd Ertzliigener/ wenn fie meine Brieue ſehen wurden/ vnd folten wol ragen/ ich bette eine boſe heubtfache wider Schenitzen/ weil ich des diebſtals/ ſo reichlich ( wens gleich ein dieb were) erſtattet/ die gnade nicht erzeiget/ mit Leib und Seel/ ehr und glit furjo zuſetzen/ verſprochen/ verbrieuet vnd very Fiegelt/ Sie ich fur Gott und der Welt fchuldig werezu balten/ odder mufte leiden/ alle das er seft/ das manvon mir reden kundte. Solchs hette billich ein ſolcher gutiger fürſt vnd Amator hominum bedacht. Aber weil er weis und erfaren in pielen geſchichten/ wie ſchlechte Genſe gegenjm ſind alle menſch, en/ vnd dachte wie ein Römiſcher Prieſter/ Non eft Deus Pſal. 13. war es jm nicht mugs lich alſo zu dencken/ wie er wol bette können Sencken/ wo er hette an Gott wollen Dencken/ der die Weiſen zu Narren macht( welchs rein Biglict ampf it) vnd ergreifft die Flugen infrer Klugheit. 1. Cor.3.£ s heiſſtwie droben geſagt/ Welcben G Ý 9 Tuna salaomb Shalw0 LJURJA XunD ludouD QUSA Bjhit. Welchen Gott ſtraffen wit/ dem thuter Sie aus gen zu seraie. 6. Gebebin/ blende ſie ze. Ond wie mein pfarber Doctor Domer ragt/ Wat, Blinde mõten nich reben Sie wollens bar ben. Doch das ich den heiligen Vater und gutigen Furſten nicht zu hoch erſchrecke/ das ( Gottlob) kein nothat/ wil ich Dans Sches Hitz ſo rein nicht machen/ das er ſolchen cod fur Gott nicht folt verdienet haben( wer weis Gottes gericht) Ich rol vnd wil hoffen/ Gott babe in durch ſolche Cardinaliſche Komerey verurſacht vnd beruffen/ zur Buffe für alle ſeis ne fundel die er bem Cardinal zu dienft ber gangen/ damit ja nichts auff ſeiner Seele/ ſondern alles Sem Cardinal auf einem get wiſlen bliebe/ wo anders ein Cardinal oder Kömiſcher Prieſter köndte ein gewiſſen haben/ welchs bey Doctor Luther ſtracks vnglenblich und pnmuglich iſt/ Aber das ers folte gegen feia nem Derrn sem Cardingl verdienet haben/ dawolt ich die heilige Schrifft/ villeicht auch des Cardinals Dand und Ring/ zu buiffe nen men vnd ſagen/ Non, Aber weil ich nicht Kichu ter ſein kan/ vil ichs alſo angezeigt haben/ was ich davon gedencke/ Was kan ich mehr! Ich hab mirs nichtertichtet/ fondern von glaubwirdigen fromen Leuten laſſen ſagen/ das der gütige frome furſt/ als er Dans Scher nitz zum Galgen verordent/ nicht zu Walte des tages ſein wolt( villeicht/ das ſeine Fürſt, liche gute B ! کے ес liche gute weil der Gebichſtein Dalle fo nahe) nicht hat wollen warten etwa eins gefchreies/ oder einer ſupplication pon der Mutter/ Weib oder Freundſchafft Coamit ſeines bertzen freu. de/ vnd Crocodiliffcbe rachair nicht bemühet vnd verunruget wurde) hat er an dem ort da er geweſt/ andem tage da Dans Schenitz von .f. guite erbenget/ geſagt: ks werden heute nicht alle lachen, die zu Dalle ſind/ Solche ( wie leicht zu gedencken) haben..guite fur groſſem mitleiden/ vnd als ein Amator homiz num, in ſeinem gutigen bertzen nicht können behalten/ Ah lieber meiſter- Dans Balbierer langet her einen Wetzſtein/ damit der gutige Fürſt die angen wijche/ Sihey wierinnen im die threnen beraus für groffem mitleiden und gutiger gute. G Solchs habich nicht ertichtet( Damit S. .gute mir nicht auch gnedig werde) ſondern wolt jm wol mebranzeigen/ was ich nicht er tichte/ ſondern von ſeiner gutevnd Amore hominum geragt wird. Denn ich weis wol/ das ich nicht ertichtet habe/ folch wortinDeudſcher ſprache gangbafftis/ Der Cardinal zu Mentz nimpt viel Tuchs zum Rock/ aber er nemewie H vieler wil/ foraget doch ein ſchalck ynten und oben aus. Dab ich doch auch nicht erticht/ das er ſeine Duren lefſt in ſarcken/ als Deilig, thum mit Xertzen yno fanen in ſein Durbans G in Moritz, TX TinashinaCMb Shamo Tinejdæja purnD Luwu TLD JUTJAT Zits 5 Moritzburg tragen) foers wol Fund anders zu wegen bringen/ wo er nicht luft hette/ Gott zu ſpotten und die Welt zu genrern/ Des ſpiels bab icb gebort auch wol fur 3wentzis jaren das Land vol zu Litzta im Kloſter/ etlichejar vor ans Schenitzen ankunfft/ Der gleichen ftucte/ die ich nicht ertichtet/ ſol er wol mehr bőren/ wenn ich féin Stifftzu Dalle/ welche ér ſo hoch rhumbt/ ein malauch loben werde rompt ſeiner Cardinaliſchen heiligkeit. B Es ſchmückt ſich der heilige Römiſche Prieſter/ auch mit ſolcher Genſepredigt/ das er nicht bab können Dans Schenitz zur rechy : nung bringen-/ Senekt alfo/ Dans Schenitz babich erhenget/ der tan bie zu nichts antwoors ten/ So iſt alle welt eitel Genre) muffen mir wol gleuben/ weil ſie mich für einen warhaffa tigen Wan vnd gütigen Fürſten halten were den/ vnd Dans Schenitz belffen verdamnen/ Wie kan mirs feilen: ob ich gleich Richter Nula lus/ Dazu partond ein einiger Dan bin. Nu wolan/ was können wir arme Genſe wider folcbe ſchöne predigt. Esmag Gott felber hie richten vnd ragen/ Doret Juncter Cardinal/ habtjr vergeſſen/ das ir reid ins Camergericht unter epor ordentliche Qberkeit gezogen. dar felbs foltet jr euch nach unſerm gebot/ als ein Part laſſen verboren/ da wurdet jr wol znr Xechnung tomen fein/ Meinſtu aber Cardio nal/ das ich liegen wolle/ wie Ou thuft. der du weifTeft C duweiſfeſt/ das ſich Dans Schenitz vnd fati ne Freundſchafft erboten auch mit vnterpfand + 8000.floren/ Du biſt der geſel/ den man nicht bat konnen zur rechnung bringen/ feugeſt ng foribendlich auff Dans Schenitz nach ſein nem tod/ das du jn nicht habeft tonnen zur rechnung bringen/ gibftim fchuld/ lo es doch dein ſchuld iſt gantz vnd gar. Wir aber armen Gencemugen uns unters nander wol verwunderw/ wie der gutige Fürſt Amator hominum, feyro ftarck und klug ges veſt/ das er hat können D. Schenitz ermorden und erhencken/ zu gleich ſo ſchwach vnd alber/ das er jn nichtbat können zur rechnung bring gen. Ciebe Bans kanſtu es gleuben fieber Banſarteanftu es gleuben. Wir ſind Genſel foift er unſer Prediger/ wir muſiens gleuben/ wenns gleich ein offentlichelugen were. Lit: 5. So.i ni zin Jader gútige Fürft/ hat die Freund, fchafft nicht können vermuigen/ das ſie die Key giſter/ Bücher und Brieve von fich geben vnd zu Dans Schenitz in den Rercker ſchickten/ da! felbs er dem Cardinal berechen mufte/ vnd far gen dazu/ ſie wollen das Schwere nicht aus der band geben/ Siheda/ nu mercken wir Gení). das det heilige Römiſche prieſter/ wol gern rechnung bette gebabt/ aber nicht im liecht/ offentlich oder im Camergerechty fondern 1 ng RE x Tinashanua mo sharwo INCALæja purns tuwHJOID JUTJA Sondern im finſtern und Bercker von eim gefangen Man/ das er die Regiſter alle 393 banden kriegt/ damit er das Schwert/ rodie Freundſchafft nicht von ſich geben wolt( der Teuffel folts jnen auch gedanckt baben) bette muigen auff den feurtolen wetzen zu afhen/ und darnach Meiſter Danſen gleichwol vber Dans Schenitzen die Regiſter ziben lafen/ bis er bekennen muſte/ die Regiſter vnd Rech, nung/ weren alle jm abgefallen und dein Cars dinal zugefallen- wie er doch on das gethan bat. Wie meiſterlich ſpielet vnd Karter der Ron miſche prieſter alles dabin/ das er beimlich Richter vnd Partſey/ vnd im finſtern mauſen muge. Was ſagt aber Gott biezu. Joban. 3. Wer boſes thut/ ſchencht das liecbt/ Dis pra teil fol der Cardinal nicht ſo wetzen auff dern Feur/ wie er das Schwert der Freundſchafft bette wetzen mugen. B Ich mocht aber gern hören/ wer die Les gaten betten rollen ſein/ die rolch Brieue und Kegiſter Coas erſchreckliche Schwert) von der Freundſchafft empfaben/ und Dans Sche nitz in den Rercter bringen ſolten/ da es der Cardinal hette mugen finden/ vnd allein als pnus Vir/ mit dem armen gefangen vmbgeben/ reines gefallens. Vns Genſe dunckt/ diezween weren Poſtlich gut dazu geweſt/ Cuapis Rab ons Antonius Schenitz/ lieben Rinder 7 wie fein( olten ſich die zween haben gewapnet an den Balgen C PAL 3 den Galgen neben Dans Schenitzen/ Das weren drey perſonen in einem weſen/ dem Ron miſchen Prieſter zu halten gewelt 7 als ein ges wiſſer frölicher artictel Cardinaliſhes alanı bens/ Denn er ſchilt in ſeinem Büchlin Anton nius Schenitz einen dieb vnd ſchalck/ als wolt er jn viellieber hengen/ daerbochwol weis/ das er lenget/ Sondern der Cardinal bat Antonius Schenitz das ſeine geraubet/ ons belt es jm mit gewalt für. Was ſolt er wol gethan haben/ woerjn bette erkriegt und neben Dans Schen nitz im Kercker gefangen. Dabette er die bruil cc cken fein können nider tretten/ das Datum very cc ſetzen, falſche Brique fihreiben( wie er ſolche Eunſt rhumet) liegen vnd triegen und keine ſchalckeitimlaſſen zu wenig ſein/ die wir Genſe nimer mehrverſtehen kündten. Dazu wenn er gleich bettemit der rechnung beſtehen mugen/ dennoch damit nicht muſſen los werden/ fono dern/ wo er nicht andere beimlich ſtucke kundte verantworten/ dennoch/ als der nicht hette ben rechen können/ bencen müſſen( voie Dans Schenitz) geſchwigen der ſelben heimlichen Fuck 7die er vber die berechnung hette follen ver antworten. Denn nach dem der Cardinal ſolch new rechterfunden bat/ das er mageinen gefangen man zwingen/ baser mumeantwora ten zu heimlichen ftucten/ vnangerében/ das er redlich berechen kan/ oder müſſe bencken/ Lier be Bans rathie/ Welcher Fürſten diener wird dem Galgen entrinnen/ wenn er gleich 6. Peter peres " Hinashau2 Mb Shaw0DINLAHda urhD tuwu LD VISA Attin Teuffel in den Ufaffen gefaren nnd/ Wie kan Ich halt als eine Gans/ das feer viel pernunft7[ bey ſich ſelbs/ ſchweig ſolcher liſti, ger'opifi alſo reden oder bat der Teuffel bie eine deutung/ ro rol man ſie jm nicht gleu, ben/ fondern wider jn deuten/ Warumb redet ers nicht anders. Er wil Dans Scbenitz tod baben/ er kønne berechen oder nicht, das iſtja dierede/ Altro wurde Antonius Schenitz auch baben muffen( ſolchem nemem recht nach) ben gen/ er hette berechent oder nicht/ darauff denn ſein Cardinaliſcher Teuffel bette können eine Genrépredigt thun/ da man nicht ſo wolkúnd! tezuſagen/ bu lengeſt wie manjtzt thun tan/ weil Antonius Schenitz tebet/ leſſt da zu in jtzt auch ungehengt/ Denn er mus das Schwert fürchten/ und wo er am liecht folt bandeln./ möchte folch antwort gefallen/ das ..gute Antonius Schenitz villeicht mufte bezalen und nicht allein yngehengerlaſſen B Eben folcbs newen Xechts bette es Ludwig Kaben muffen geben/ wo er jn zu Leipzig hette gefangen/ wie geſchehen were( wo Gott nicht wunderlich.geborffen) Nu es jm abergefeilet/ leſſt erjn ongefangen und ſchweigt ftile. Pas rolmandaraus nemen. Dette er gute fachen/ fo wuſte er den Part zu finden mit recht/ Dat er boſé ſachen warumb greifft er nach dem ønſchuldigen: Aber der Römiſche Prieſter iſt Qes Xatten Königes 30 Xom Cardinal/ Er mus/ wie IS S Rf Eitting Bir Bott mus/ wie eine Katteim finſtern mauſen an das liecht wiler nicht/ ſchmückt ſich darnach mit Genre predigten, Er rey ein gütiger førſt/ Amator hominum, ja klippern gehört zum bandwerck. £ s mocht aber jemand dencken/ ich machte die ſache zuböre/ dem Cardinal zu ver4 dries als ein Feind/ weil doch ſeine f. gute ſich erbeut zu rechtim Camérgericht/ oder fur leis nen eigen Xeten/ wie das Buchlin ons leret. Im namen Bottes/ ich wil from rein/ vnd ifts nicht gnug/ auch eine Gang werden die nicht anders konne( wenn ſie gleich gern wolte) gleu ben/ ks rey des Cardinals groſſer ernſt. Aber über dem Generattebet der Dimel/ darinn ſitzt einer der macht die fachen reer böſe und Tpricht. Was ſoldas! Da Dans Schenitz noch lebete ond hette antworten konnen/ 08 wolt der Cardinal nicht ins Camergericht/ day bin er beruffen vnd von mir ſelbs geboten war/ und flohedas liecht. Nu aber Dans Sches nitztod iſt/ vnd nicht antworten kan/ wil er ins Camergericht vnd aloa als ein Genſeprediger/ alle welt zu Genſen machen nach dem er im finſtern bat ausgericht ſeinen willen. Nicht alſo/ ſondern/ Erbat Dans Schenitz aus dein Camergericht geriffen/ vnd in mein gericht gee ſtoffen/ oajolvnd mus der Cardinaljevs auch hangend bleiben/ vom Reiſerlichen gericht iſt ce er geflohen/ vom Reiſerlichen gericht muser co bleiben. Ich geſtebejm keins gerichts mehr/ kr Dý bat 2 bank Amand mnashamuomb ShowO TINCIĽURJA XurnD LUWUJUD JUSA hat ſich zu Richter gemacht/ da er part und eins tzeler man war/ vnd dem andern man/ mit dem forange freuenlich verboten zu antworten/ Dar umb wilmirgeburen/ dasich denandern man auch böre/ den der Reiſer nichtbören tan/ vnd fprechen/ dasder Cardinal nicht Richter ſey gey Weſt/ vnd hab meinen zornverdienet.. శ్రీములు, B Faret nuhinjr ſilbern vnd gulden Jurii ſten/ helffteprem Derrn dem gutigen Fürſten und Amator homiſium, Treffts nur wol/ jr habt nicht wider euch Genſeoder Luther/ ſong dernden der recht richtet und niemand zu very dries( wie ich cutberthun mocht) etwas thut.. Aber ein ander matmehr/ Ich wil zum ende: dieſer ſchrifft Komen: Soift nu gehort/ das der Biſſchoff aus: Göttlichem verbot Diob. 31: nicht hat follen: noch können richter rein/ damit alle ſeineſache/ als ein lauter nyſlitet/ verdampt iſt/ Iure et iudis cio diuino: Zumandern/ ob er gleich Xichter we re/ dennoch durch Gottes verbot/ nicht hattone nenzur marter greiffen/ weilim das öffentliche recht/ nicht allein angeboten/ ſondern auch da zu durch ſeine ordentliche: Oberkeit beruffen/ dem erzu folgen ſchuldig gevoeft aus Gottes wort/ vnd er darüber/ zum ferlichen/ finſtern Recht/ on not gegriffen/ damit Gott verſucht vnd ſich ſelbs verdampt/ darüber( wie billich) ein falſch bekentnis eraus gewürget/ Denn wer: Gott verſucht/ fol billich feilen und den hals ſturtzen a 3. t ſtürtzen. Zum dritten/ vider Gottes vrteil/ gas liecht/ ſo er ſchuldig iſt geweſt/ anzunemen/ geftohen/ vnd zum finſternis ſich gehalten/ dam mit nach dem vrteil Bottes bekennet/ daser eis ne vnrechte boſe facbe/ vnd ſein widerpart eine rechte fache babe/ weil dieſelb das liecht begerd und gebeten. Zuni vierden/ das er als ein einis ger man/ abweſends des andern Mans/ redet was er wil/ wider Gottes gebot und prteil/ Nemo moriatur urro contra ſe dicente teftimos nium. İftalrodurch Gottes vierley vrteil'alu Kenthalben verdampt/ vnd Dans Schenitz. er me to ſetvnd ledig geſprochena Las in gleich hundert tauſent Juriſten haben/ fie feien rechte Juriſten( Sie es doch nicht thun werden) oder ſilbern und gulden. Juriſten die mit jm ſchreien und ſpeien. So beiſje ons Gott nach dem andern man fragen/ Dans Schenitz/ was fagſtudazu. Den fels ben andern Manwil Gott auch gehöret haben 5. Nemo, peragrapho ſolito, Den felben fol der Cardinal wider darſtellen zur antwort/ wo nicht/ forol der Cardinal das maul halten und ſtil ſchweigen. Vndob er gleich etwas wars hafftgis hette/ dennoch folmanjm nicht glen, ben/ ſondern mag freyond frölich ſagen) Du leugeſt/ Denn Gott iſt hie Richter der ſolcbs heiſſt vnd haben wil/ Vnum teſtimonium mullum. Ob der Cardinalyviedie Katten Alle Diö,( ampty mnashgOMb ShalLO, DINLIKURA Jurno tubuOD WASH rampt/ nichts gleuben von Gott rowiſſen doch poir armen Genſe/ das Gott ein wenig kluger/ gerechter und fromer iſt/ denn ein ſolcher Xda iniſher Prieſter in alle ſeiner Flugbeit. Widerumb nach dein ſelben orteil Boto tes/ ragen wir Genſe vnosenten/ fonderlich ich armer Brieyetreger des hohen Richters/ alſo/: weil der Cardinal nicht Xichter/ ſondern part/ dazu ein einzeler man/ des redenichts gilt noch beweiſen tan/ darumb er auch ſtil ſchweigen/ ober ein ſugener heiſſen ſol. Aber Dans Scher nitz wolcab leider allzy wol) beweiſen kan/ das er vom Biffchoff erhengt vnd ermordet ift/ ro fol er reden vnd ſchreien/ wider den Biſchoff ſeinen Mördery vno roljm alle welt gleyben. Denn das blutrecht pber mårder zu ſchreien/ ro Gott gab dem erſten beiligen Dabel/ das hat auch Dans Schenitz/ vnd alle andere/ ſo ung uerbort erwurget werden, B C Der Cardinal/ meins denctens/ hats nicht einfeltiglich bedacht/ das er wolt Dans Schenitz die ſprachelegen/ damit er allein mocht reden/ der hoffnung/ Alle welt ſind Genſe. Dat aber nicht können bedencken/ das Gott folcbebobe klugbeit vnd lift/ wenden tồn ne/ und ſchaffen/ das der lebendige Cardinal foltdas maulzu geftopffthaben/ vnd der toote Dans Schenitz, das maul aller erſt recht auff thun/ Denn was nu jederman zu glimpff Dans PLAN Dans Schenitz reden Fan/ das foler thun) weil Dans Schenitz ſeine fachebat beweiſet/ nemlich/ das er am Galgen bengt/ welcbs der Cardinal( wenner gleich alles auffs leugnen thun möcht) nicht leugnen kan/ Aber der Cars dinal/ als part/ dagegen ſeine rede nicht kan beweiſen/ darumb man aus folchem Gottliche en vrteil alles von jm reden fol/ Was zu feinen unglimpff dienet. Als da Dans Schenitz bekennef und umb gnade bittet/ darauff der Cardinal pochet/ mag man alfo deyten/ Das D. Schenitz babe ſich auff diebobepertroftung verlaffen/ dader Cardinal bekennet/ das DansSchenitz mit jni inder ſchuld ſtecke/ Vnd der Cardinal widders umb mitjm/ das den Cardinal die rechnung nicht ſo faſt vnbewuſt ſein kan/ wie folt er ſonſt wiffen/ das er mit Dans Schenitz drink ſtecke/ vnd muffe mitjm eraus. Item das der Cardinal verbeifft: Brucken nider zu tretten/ Datum 34 verſetzen( ich hette ſchier falſbe Brieve hie verſtanden) zu letzt auch vertroftet/ Leib und Seel furinzu ſetzen/ rein Weib vnd Rind folcher nothülffe genieſſer zu laſſen und ninier mehr vergeſſenrc. Quff rolch vertro, ftung hat Dans Schenitz muſſen dencken/; Was ſchadets/ dasich zu ebren meinem perrn** betenne/ vnd vmb feinen willen eine ſchlappe auff mich neme gegen der Landſchafft/ weil er mir Ceib und Gut nicht wird nemen wolien, als der nmax munasamu2Mb ShaIWO INCACARA Jurnp tuwuJOULD WOLSA 22 22 AB. Als der ſein Leib vnd; Seel für mich zu ſetzen ſich verſiegelt und verbrienet hat/ Vnd aach ge. beiſſen/ auff Brucke nidder tretten und auff > 7 Datum verſetzen/ auff falſche Brieve/ auff ſein 7) liegen vnd triegen/ zu trawen, " Aber da er gemerctt/ das der Cardinal den topff aus der ſchlingenziben/ und jn nicht mit beraus haben( wie er doch ſich verſiegelt und verbrieuet) ſondern ſtecken laſſen/ da zu ſolch be Fentnis anders/ nemlich uber ſeinen bals brau, chen/ wolle/ dabatsjnjemerlich gerawet/ vnd darumb ein gegen bekentnis beraus geſchrien ben/ wie droben geſagt/ Aber leider zu lang! ram gelernt). Wer der Welt und dem Teuffel dienet, dem wird alſo zu letzt gelonet. Alſo ſage ich/ magman Dans Schenitz alles zum beften deuten. Widerumbrolman dem Cars dinal nichts laſſen recht noch gut ſein/ menn er gleich etwas rechts und guts bette. Parumb iſt er Richter worden/ da errichter Nullus WAT Warumb redet er allein/ vnd verbeut feim ges gentpart mit dem ſtrange zu antworten: Wars unib fleuchter das liecht. Warumb verſucht er Bott mit ungeburlicher ferlicher marter: Warumb feret er ſo hemiſch und Komiſch mit dem armen Man/ Mutter/ frawen und Freund fchafft im gericht. Vnd ſumma/ Es iſt kein ges bot Bottes unter allen zeben/ das er nicht viel, Peltig vbertretten bette/ on das er die Frawen nichtzur burn gemacht hat( von der that rede fich) Solche B C P Solchs alles ſage ich/ iftdes hohen Kiche ters vrteil/ der ons allen gebeut/ das man eines Mannes rede nicht rol gleuben/ Solman nicht gleuben/ fo mag man mit gutem gewiſſen das widerſpiei deuten/ bis er ſeine einzelerede bewei fevnd warmache/ das iſt/ bis er Schenitz zur antwort darſtelle. Was fol man einem ſolchen Cardinal trawen/ der Gottes gebot alle rogar nichts achtet/ ond thut/ als were er Gott felbs vnd muſte alles recht ſein was in luftet. Es heiſſt/ Timete dominum. Erudimini Iudices terræ, vnd lernt den Catechiſmum. Sie woll len Cardinel ſein und die gantze Kirche regirn/ aber die ſobrifft vnd Gottes bort/ verachten ſie nicht allein/ ſondern wollens auch vertilgen/ darumb geſchichtjnen recht/ das ſie anlauffen wider Gottes wort und ſich an den kopft ſtof, fen. Ach was folich von verdampten Cardin naln ſagen: fie wiſſens ſelbs/ das kein Cardi) naltan Gott und Menſchen bold ſein( wie der Bapſt aych) Es iſt das Volck/ das an Gott ver zweinelt/ nicht gen Dimel denckt/ fondern bie auff erden Gott leſtern/ Könige und alle Dber Feit dempffen wil/ wie Daniel 9. fagt. བ ས པ ས བ Solchs wil ich dis mal geſchrieben hat ben zum vberflys/ Erftlich darunib/ damit ich fur Gott das meine thu Prouerb.rrv. Errette die zc. Zum andern ob ich tund den Cardinal hiemit das gewiſſen riiren zor buſſe. Denn ſo gram bin ich keinem Menſchen/ das ich im I wolt nmax unashgOMD S10100 INEJŁOŁua QueND tuwu05TD JUISA wolt gonnen/ eine ſtunde önter Gottes zorn 38 ſein/ fchweige denn ewiges verdamnis/ Denn ich wol erfaren ond gefeben/ was Bottes zorn ift/ das mich der Teuffel offt ſchier auch vberjn mich zur barmen bewegt. Wolt nu Gott/ das ſich der Cardinal erkennete vnd Gottes barm bertzigkeit endlich nicht verfchmebete/ ro hette ich mit dieſembarten, ſcharffen/ ſcheltbüchlin ein gros frolich werg ausgericht/ Wo nicht/ ſo musichs Gott befelben/ vnd damit zu frieden ſein/ das ich Dans Schenitz nach der Chriſto lichen liebe pflicht gedienet/ jm ſeine ſchande/ die der Cardinal auff in vnd ſeine Freunde ſchafft erdacht/ mit vieinem zeugnis/ fo viel es miglich/ geebret babe. Denn Gott ſey lob/ ce viel weis ich mol/ das nach meinem tos/ meinzeugnis mehr selten wird/ denn des Cardinals ( wil nibt weiter tbumen) welcher ſchon auch bey den ſeinen gremlich gnugſtinckt. Darumb dein Cardinal ſolche ſchande leichter zu tragen iſt/ als einem groſſen Derrn/ weder dem armen Schenitz/ Nach dem der Cardinal ondas nicht viel guts( wie vol gros gnug) geſchreies bat. Er mag bey dem Reiſér ein Rinckernel jausbringen/ das alle Benſe ſtille fchweigen/ vnd ſeine beiligkeit nicht ſchenden/ wie er wider die Blancketen getban. Aber der bobe Richter iſt auch des Reiſers Derr/ fragt nach feiner Rinckernel/ Ich woltjm aber woleinen treven guten rat geben/ wo es ſeiner Maieftet nicht zu geringe Qvingumas pos ( 3 geringe were/ Nemlich Matthef. 5. Gehe hin ond perſünedich mit deinem Bruder oc.Alfo] wenn der Cardinal gienge zur Mutter und Frawen Schenitzen/ demütigt fich vnd bete vmb Gottes willen/ ſie wolten ſm ſolche Tyran ney vergeben/ er wolle fie ergetzen jres riba, dens/ jamers vnd bertzeleids. Solchs iſt ein gu ter Rat/ den Chriftus félbs gibt/ vnd dem Cars dinalleichter zu thun mit ſeiner feelen feligkeit/ denn das ers doch ewiglich in der Detlethun mus/ verdampt und verflucht/ Denn Chriſtus wort mus bleiben/ Cardinal vnd wir allemur Fen vergeben. Wil ers nu nicht thun/ fo bin ich hiemit entſchuldigt/ Er wirds erfaren/ Aber er ift Cardinal/ der mus ſolchs alles verlachen/ wo er ſein Xothutlin wil mit ebren tragen. Des gleichen wil ich hiemit vermanet) vnd woſiees nicht annemen/ beſchweret haben pon Bottes wegenſ alle ſeine Juriſten vnd Ren te/ das ſiejn trewlich vnd vleiſſig da zu halten/ Denn ſie ſind drumb da/ das ſie ſollen jrem Derrn das beſteraten/ dafur fiejren rolt/ ehre und gewaltempfangen( wiebillich) Denn ein Fürſtoder Derr/ kan vom Satan pbereilet/ ftrauchlen/ darumb Gott jm zu ordent gebulf fen/ diejn wider auffrichten oder halten/ woer ſtraucheln wil/ wie Aaron vnd Dur Moſes arm balten muſten.Thun ſie das nicht/ romua gen ſie zuſehen/ das ſie nicht des Cardinals ent gelten/ vnd an Schenitzen blut fich teilhafftig I machen/ ro 3. " Tunas gumb Shel0 Mildæja purnD tuwuJOULD JOSE maachen/ Wilers aber nichthSren nochthurl" das fiejn mit feinen Calern vnd gulden laſſen ein gut jarhaben. Solchs mus ich robiebey reden/ Denn der Juriffen ſind jtzt viel/ die wider groſſe Derrn nicht wollen ſich brauchen laſſen/ ſondern wol lenon fahr/ die Taler ſamlen/ vnd die fachen ( moarme Leutdes beduirffen) von ſich weiſen/ damitſie ja nientand erzurnen/ Solche beiſſe ich ſilbern vnd gulden Juriften/ die den Recht dienen/ nicht vmb des Xechts willen/ ſondern nach den perſonenvmbderaler willen/ Awe die Taler mugen glat eingehen/ muffen aber raych wider msgeben/ Were viel beſſer/ tein Juriſt gepeſt/ denn: dasan jenem tage/ etwa ein Laſarus ſolt klagen/ dieſer reicher Juriſt/ wolt mir nicht helffen/ wider große Derrn/ fondernbattelieber geſchenck ynd Caler/ denni das Recht: Es iſt jtzt ein gantzglw newe Welé/ die Amptleut vnd Adel/ wollen nicht beffcher ſein/ es rey, dem Adel zu nahe. Juriſten wollen nicht ſchirnter ſein/£ s fey ferlich bey groſſen Derrn. Theologen wollen nicht- fireffer ſein/ Es very dreuſtdieLeute: Lieberthut ſie zu ſamen/ ſolche: lõbliche Jerarchia/ wie ein lieblich fein Regis ment ſolſich da finden/ daman kein ftraff/ fürcht/ widerſtand noch einigen ernſt brauche/ Sondernlaſje alles ſich ſelbs regirn/ vndjder man thun was er poil/ Nichts deſte weniger: wollen B C P wollen wir unſer Lohn/ Solt/ Gelb/ Carer/ Gul sen/£ bre/ Luſtono alles baben. Andere ſola Len die erbeit thun und die fabrtragen/ die Bien nen ſollen erbeitenvnd Donig machen/ das wirDumeln daſſelb/ on erbeit und fahr/ freſſen Wolan ſtebets lange/ ſo gebets villeicht auch lange/ Mích dunckt/ als eine Bans/ die vberi P. 6 fchwelle wölle ſich ſencken. Lib.z. Binn. Seej 7.*. Ich hoffe auch/ bas mich in dieſer ſchrifft niemand folle noch tonne gefarn) Denn ich/ ( wie oben geragt) bin nicht Nichter in dieſer fachen/ ſondern bab allein des hoben Xichters vrteil vnd gebot fürgetragen/ Darumb kan niemand mit mir drumb fechten. Wer aber fechten wil/ derlas mich zu frieden/ vnd fechte es mit dem aus/ der droben fitzt. Wollen ſie aber michs nicht erlaffen/ fondern dringen/ das ich meins Derrndes hohen Richters wort' vnd vrteil/ ſolle verteidigen/ vnd wollen mich Sie heilige Schrifft beſſerzu verſtehen leren/ So ſitze ich hiezu Wittemberg/ ob ſie es nicht wus ften/ vnd bitte meinen gnedigſten Derrn den Kurfürften zu Sachren/ omb keinen andern fchutz noch gnade/ denn vmb den gemeinen ſchutz/ Das meine ich alſoldasS....mich nicht laſſe/ vnuerboret( wie Dans Schenitzen) vom Cardinal erhenckt und zur Genſépredigt werden/ Sonſthoffe ich mein Derr der bobe Richter/ fol ſich für dem Cardinal nicht zu tod: fürchten, Jiģ Cetzlich nannt anoma unashauaOM S0100 INJECæja puhD tu@ JOD JUISA! Letzlich bitte ich aber mial alle frome hera Ezen/ wolten mich doch auch unter die geringen Chriſten rechen/ der ichs auch ja gern allen halben gut ſehe/ wie ich boffe/ das mir des/ mei ne ſo viel Bücher bey fromen Chriſten/ gewal tig zeugnis geben/ Ond mich hierin nicht ſo grewlich versamnen/ das ich den Cárdinalro bart angreiffe) Er machts doch auch ja zu grob/ das er nicht allein fündigt( denn ein roll cher bin ich leider auch) Sondern wil ſeine fun, depnter dem namenottes verteidigen( rolcher bin ich Gottlob nicht. Das iſt ja zu viel. Wir haben alle fampt( Gott geklagt) funde gnug auff vns/ iſt nicht not/ das wir dazu noch den wollen lugen ſtraffen/ erbittern vnd zum ſeband deckel machen/ der øns folche funde vergeben wil ond gnediglich tregt. Das wir doch jn lier ren gerecht ſein und recht haben, damit er uns auch kündte gerecht machen/ Nu aber wollen mir ſchlecht/ das er rol vnrecht ſein und haben/ wir wollen recht ſein. Welcher Teuffel wil ons nu gerecht machen/ wenn er von vns fol vnrecht gebalten werden. Das heiſſt Gottes leſte, rung vnd ſunde in den heiligen Geiſt/ darin Bapſt vnd Cardinal ſtecks en. Gott bilff/ du lieber Derr ynd Weiland/ das wir frome ſunder blei, ben/ vnd nicht beiligelefterer werden. M£ N. B C PA corückt zu Sit temberg durch Hans Bufft. .2. XXXIX tonnnn PICTATVSKI mnashin201 SHOT0 TIN2120& jd wurd tumuOD JUISA! TEX.CO B .22 45556 Hinomomshan TINCIPæld wurd tuwu ULD JUST B Cuma Tertia Centuria homiliarum Maulee. ( HOMILIA LIIII. DE EO QVOD LEGITVR, Matth..Marc.4. Luc..Eftote miſericordes,& c. Dñira quarta poſtort.pentecoſtes. Ræſens Euangeliū ad id nos dirigit, qd ex duobus, vndependet lex& Datt.22 Racz fecundűeft, in quo tota lex perficit, nimiş ad proximi charitatem: Q aplus, proximū diligit, legē impleuit, fiquidé plenitudo legis& finis Quieñ proximūrecte diligit propter deū, diligit ipſum,& ita dei& Latth.7 diligit,& ficrotā dilectionisimpleuitlegē, ſeft, ve deūmodis oibus di Luco & proximum vt nofipfos, quos ita diligemus, vbi eis fecerimus quæ n ab ipfis velimus,& eis non fecerimus, quæ nec nobis fieri velimus.Ad cuiufmodi dile proximi iuxta Euangelij ſenſum requiritur. Primo, vt proximis, noftra ope indigentibus miſericordia, quantü poflumus, va cto exhibeamus. Quiem, inquit Iohânes, habuerit fubftantiâ huius mundi,& viderit 6. Soban.3 um neceffe habere,& claudit viſcera ſua ab eo, qño charitas dei manet in eo. Filioli m ligamus verbo neqzlingua, ſed opere& veritate. Ad hanc aất miſericordiã præftan attrahere debuerit exemplum dei Opt.Max.qui in vniuerſos, etiam inimicos miſer ſuam opem plane nulli negansımodo fi pater cæleſtis alterius naturæ fine proportio bis diſtans in perfectione, nobis miſericoseft, quanto magis nos proximo miſericord pendere oportet, eiufdem nobifcum naturærnec conuenit, vt filn à patre degenerem miſericordia ſuo in loco plura. G| Secüdo, ne male de proximo fine manifeftiffimis teftimonijs, nö aüt leuibus& inc cturis atq; plumptiõibus iudicemus.Nolite, ait Paulus, ante têpus iudicare..anteğp LOW.4 ftet iudiciú facere. Qua in parte notandű céluerim, qdā effe aperra mala, li qui ppetr Ete( nötñ iniquo aio) iudicamus malos, veluti fi qshæreticos diceret carnaleshoies, qi Latth.7 doceãt& agant, q carnis ſunt, de qbus veritas ait: A fructibus eoz cognofcetis eos, m arbor, malosfacit fructus, fi opa hoismala ſunt aperto, neceffum eft, vt hoiem iudicen Quædãvero eſſe media..ſ& in bonã& malā partē fieri poffunt, de qbus qa ignora Le 04.13 aio,.bono velmalo fiant, nõreste, neqz ſinepcto mortali hoies iudicemus, vtpoteo proximi charitatē, ģ( apo tefte) maluno cogitat.Profecto, de malo mihi no ſatis certa aliqué iudicarē, quëve me diligere, fed defendere, fed excuſarē, qdiu in publicũnõ pr peuidētia figna, ſed qacharitatépdidimus, facile alterutrū iudicamus cötra peptid Persiliº dicétis: Nolite iudicare,&.Peccãt igif qui tā proni iudicãt vel ob famā, ģ( vtpoetac .æncið ficti prauią tenaxğ nunciaveri eft,& quidé fallax, iudicās fine ſufficiēti probatióe v ues fufpitiones& cõiecturas plerüqzfalſas, veluti fi qsilicò eâ putet fornicariü, q cẩm rũ proba loquutus fit, qñ potuit effe cauſa colloquédi alia, eadé'cg nõ mala, velfi qs eüi clefiæ cótemptorë, qui nodü facta meridie interdictoieiunio comedat, vtq forte obf laffitudinēveſcicõpulfus fit, vel fi qs eü iudicerryrannū, q cũ fæueritace tardius indul fortaſſis ſerius indulget zelo diſciplinæ,& amore iuftitiæ, quũ ſcriptū fic: Zelus domus Plalm.68 medit me, vel fiqseđ iudicet fuperbū qui pauciloquus eft, vt q forte natura talis eft vel proſit, bonüeñeſt racere, cũfari nõexpedit. Cæter, qñita de proximo iudicare ſit pe