TemhochwtrdtWenm Gott Watter/ Dvrchleucbng sten dochgebomen Fürsten vnd derrn/Herrn Al- bert/Tlt.SGnsogens Lardmal püester/Ärybls- schoffzn N'/eny vnd NZagdeburg/pttmaten in Ger mamen/vnd Abmimstrato: zuyKlberstat.:c. Marggranen zuBmndenbnrg.zc. met-' nem gnedtgsten derm. ^^^^DNad vnd fride in (tb.'isto Ihesu vnsenn l)erm/ K^^^M iDochwirdlgster Durchleuchugstcr !7>ochgcbo.'- ^^^^Mner^urst gncdigster tDcrr/ ^chhettewol lieber ^^AWM?eimüch vnd mit meiner handsch.'iffc disen b:icff ^.iK.F.G.geschnben/so besorget ich mich/di ferschwinden zevt/das er möcht etwa verruckt außkomen/vnd mir als den sonst vnd so gedeutet werden/ vnd villeicht L.G.selbs auch damit in verdacht füren.Darumb hab ich den selbigen frey öffentlichen durch den dmck ans liecht wollen geben/den gifftige argwenigen deutern/damit vzsachen ihrs deu tens zu verkomm.Bitte vntertheniglich /^.Irv.F.G.wolten mir solch schreiben gnediglichzu gut halten. Den die weil t^.lK.H.B -der furnemest vn höhest j)?elatt inDeudschen landen ist/derhalbm in disen fachen/mehr thun nlugen den sonst vemand/hab ich mich lassen meine gedancken. vbermiigen L^.lt^.^.S.m sonderheyt vntertheniglich mit di-» ser schafft zu ersuchen/auff das ich ya allenthalben reichlich d; mein thun/vnd mein gewissen gegen Gott vnd derwelt bewcr re/ob villeicht ein vnglück vnd Gottes ;o?n folgen wurde (als ich warlich vbel.furchte) ich hiemit entschuldiget sey/als der ich a ^ «uff " - ' '' V ' > auffalle wege habe fi-iden helffen suchen Md angebotten^ B.A.F.G.Haben der vnsern vbergeben berentniß vnnd lere/on zweiftl/sambt allen andern vernommen/^ndversihe mich gany tröstlich/ sie sey dergestaltfurgetretten/ das siemir frölichem munde sagen thar/mit Chnsto yrhem Herrn/t)al> ich vbel geredt/so beweise/ das es vnrecht sey/ t)ab ich aber recht geredt/was schlegstu mich? Sie schewet das liecht nicht/vn weis zu singen aus psalm.nS. Ich rede von deinen Zeugnisse^ silr den IKonigen/vnd bestehe nicht mir schänden. Den wer die warhei.t thut/der kompt ans liecht/das seine werck offenbar werden. den sie'sind in Gott gethon. Da gegen kan ich wol achten/das vnser gegentheyl solche lere nicht annemen werde/vil weniger dieselbigen zu verlegen sichvnterstehen. Dabe auch des gar kein t?offnung/das wir/ der lere solten eins werden/denn yhr ding kan das liecht nicht fö leiden/^Vnd sind zu dem so durch bittert vnd entb?andt/das sie lieberinn die hellen ewige glüt stiren/wenn sie gleich da für yhnen offen stünde/ehe denn sie vns wichen/vnd yh?e weyßheir lasten solten. Das müssen wir so lassen gehen vnnd geschehen» Mr sind an ihrem blut vnschuldig. Aber die gedancken habeich/ darumb ich auch an .schreibe/weil vnser widdertheil/nicht kan vnser lere tad- deln/vndwirmitdiserbekendtnis klerlich bezeugen vnd bewei sen/daß wir nicht vnrecht noch falsch geleret/"Ond derhalbenn auch nichtverdienet haben/das man vns so schendlich verdam nen/sogrewlich verfolgen sölt/wiebißher vnd noch/geschehe. Qb doch so vil zu erlangm were/ daß vnser widdertheil / doch friede hielte/vnd nicht so lestert vnnd tödtet die vnschuldigen/ vm dieser vnstrefflichen lere willen/die sie selbs müssen loben/ zum aller wenigsten/da mit/das sie da gegen erstummen/ vnd nichts haben da widderzu reden/Denn das sie von vns nichd wollen geleret sein/noch vnser lere annemen/mussen.wir lassen geschehen/wir zwingen niemant/auchzurwarheitnicht/wiö sie doch zwingen Mr lügen. ' l)ie bitte ich nu auffs vnrenhenigst / weil kein Hoffnung da ist/daß wir (De gesagt ist) der lere eins werden/ /^.N» woiten sampt andern dahin arbeiten / das yhenes teil ft-ide halte/vnd glaube/was es -wolle/ vnd lasse vns auch glau ben/diese warheit/die itzt fürjhren äugen befand/ vnd vntad- deuch erfunden ist. Man weis ja wo!/das manniemandsöl noch kan zum glauben zwingen/stehet auch weder insIKeisers noch Bapsts gewalt. Den auch Gott selbs/der vber alle ge- walt ist/hat noch nie keinen menschen/ mit gewalt zum glauben wollen d?ingen.'N?as vnterstehen sich den solchs seine elen den armen creamrn/nicht allein zum glauben/sonder auch zu dem/das sie selbs für falsche lilgen halten mMen/zu zwingend Ll?o aber solcher sride nicht zu erlangen ist/wolan/so ha ben wir das vo?teil bey Gott/vnd den^limpff bey aller weit/ das wir vnser lere frey offentUch bekant/fride gesucht vnd an- gebotten haben/vnd doch nicht erlangen mügen/so man doch vns inn der lere nicht schuldig noch strefflich erfundenn hat. Mas Gott vnd vnsernachkomen hie zu sagen werden»/das wird man wol erfaren/"Vnd müssen vns trösten des e^empels der lieben Apostel/Da auch die hohen pnester vnd fürsten ym volck Israel (wie ^ucas sagt Act.z.) nichts kondten Widder der Apostel that vnd wo:t ists nicht fein vnd euch allen nicht gut/das sie es von euch gastlichen singen vnd vber euch klagen muß. , ' . ^ . . - ' ^Vil aberwederfride/noch einigkeit folgen/weder Gama tielis rach/noch der 2lpostel vnd Verluden eMmpel helffen/ so taß faren/was nicht bleiben wil/"Vnd^Lrne/ wers nicht lasten wil.Br wird zsms vn vnfrides/darnach er ringet/vbng gnug finden.^ir wollen dieweil mit den lieben Aposteln vnd lungern singen (dz werde sie vns ya nicht weren/d; weiß ich wol) ^ Marvmb toben die Heiden/ vnd die völcker ttchten vmb sonst?' Die könige ver- dZn ste vnsernAHNig^^ Ich aber hab meinen Rsnig gesetzt auffmeinm heiligen berg Sion- Ich wil vom say p:edigen/ Der yMRR hat zu mir gejagt / d» bist mein M/Hez^t hab ich dich gezeuget . Laß nu hie Könige toben / Babst wüten/Fürsten reisten / heyden werffen/Da sitzt der IKonig vnd ist son zu Hause/iie- - bm ben zomigen »unsern/last yhn doch nschM.weil s^en. Wen yh?vns nicht wollet fridett lassen/ so bittDich vmb Gottes wil len/wollet doch distn konig sitzen lajMvnd nicht so bald herunter reissen/als yhzgedenckc/odFr müß erya herunter/ lieber so schickt yhm doch;ua^e1ne'nN?edbAeff/das er ewern grausamen ;omvndd?eVenerfare/vilkeicht wird er sich rüsten mit schü't vnd bollwerMas er fßr euch bleibe/ auffs wenigst so lan ge/bißdisserreichsta^.jÄrvbersey/oderewrzom vnd vngna- de sich lege,. ^ . Es wil auch^iestr vnser konig ein pfaff oder pnesterAn/ gibt p?edigen^urvon einem newen satz/nemlich/das er Got- '-tes son sey/ vn solchs solle man glaube. Aberwen ich als die ks nig vnd jÄrsten were/so wolten wir yhm das predigen verbieten/das ervnsnichtaußvnsergewehrsetzet/vnnd mit seinem fay/vnser eigen lerevndalte gewonheytzu nicht machet^ Oui an yhn flugs/heißt yhn schweigen als einen ketzer. Äbersehee /onstmit;u/das yh: euch aneinem püester nicht vergreifft/vnd das Si suadente/gebe euch den donner vn blitz/Den es ist ein grosserBisschofsderyhnFeweyher vnd zu predigen befolhenn hat/der heißt/ O^?()i/vnd hat yhm ein fonnat gegeben/ das heißt/l^koli me tangere/vnd laut als» deifphe von mir/so wil ich dir die Heiden ZU erbe gel?ett/vndderweltendezttmeigemhvm. Dusolt sie mit dem eyfitt Zepter Mschlahen/wie em topffm solmsiezttschmeissm. 'tVer hat sein tebenlang yhe ein grossereiü'gen gehoiet^Die heyden/sind derzomigen konig erbe/ vnd die welt/dermrimmi gen Ersten eygenthum. Das sihet man ya wol/das sie es da mit machen/wie sie wollen/als mit dem yhzen» Meyre gedai, ckm cken vnd anschlege/ sonderlich wider diesen konig vnd pzicstcr/ gehen so fein ß!rsich/als hettesie von krebsen gehen gelernt/od^ der wolten die krebs gehen leren/das freylich diser konig/ nicht einen stecken ;u eigen hat in aller welt. Aber schimpff lege dich» t5ö?e was folget. Vnd nu yh? komge werdet klttg/ laßt euch Fchtt geyyhz richter avff erden. So so! man konig vnd fursten anreden/Was wil das wer- den^Bs ist nie auff erden solch schendlich lesterlich dinggeredt.' Sollen konig klug werden? Mleinstu den das sie narren sind? Sollen richtersich lassen ;uchtigen?tNeinstu denn das es kin^ derinn derschulen sind? ^y konig sind zuuo? klug/ haben ge- fttze/landrecht/Iuristen vnd Xethe/wissen wol was sie thun sollen.Die richter auch also/haben auch/recht/sitten/weise vnd maß/b?auch vnd gewonheyt/wissen wol was sie richten/ v?tey len vn halten sollen.Diserpsalm istgewißlich ein keyer/ sthme hetdie konig/lestertdie dichter/ vnd handelt als ein auffrurer wider die oberkeyt/vnd alle yh?e rechte vnd gewonheyt/ wil sie aus der alten gewehr treybe. Da ;u spricht sie so verechtlich an/ "Ah: konige/yh: richter/gleich wie ein Herr seinen knecht/Du N>ans/du Peter/als halte er sie gar vernichts/ vn weren gantz sein eygen/wieein kue oder gans. Ja lieber geselle/er bekennet/ das konige vnnd richter/ wol vemunfft/recht/vnd weißhevt haben/denn es kan kein konig noch richter seyn/der nicht recht vnd gesttz im lande habe/ Aber er wirfst sie mit distm verß/alle vnter disen konig/sampt yh:en rechten/sitten/vemunfft/vnd was siehaben an weißhcyt vnd gewalt/vnd spricht/ L5s sey nichtgnugan dem/das sie haben/ »Es sey wie schon recht oder sitten/es wolle/Sie sollet: gegen di b sem sen konig vnd pnester/narren vnd kinder werden/ yhm zu ho?e vnnd sich lernen lassen/sein wo?t für mcyster halten/vber alles gehen vnnd herrschen lassen.iVeil denn der Bapst/so v?ol als der Geyser vnd konig/auch nicht vber disen konig sind/ sonder vnter den richtern aufferden bleiben müssen/ so sol sein Decred vnd sein lere/auch narr vnd kind seyn gegen dises konigs «?o?t vnd lere/vnd sol nicht dmber richten/sonder/ sich da durch richten vnd leren lassen. Aber ytzt zu Augsburg/ werden sie disen "Oerß wol änderst meistern vnd mustern/das ermußalsolauten/^Vnd nu du konig zu Zion werde klug/du richter ym himel laß dich zuchtige/ Denn du bist ein narr vnd kind gegen vns/Wir müssen v?tey- len vnd setzen/was du für warheyr solt halte oder nicht/ 'lVas wir nicht seyen/richten oder bestetigen/da sey dir trotz gebotte/ das du es für warheit haltest/oder müst herunter vnd mit den keyern verb?andt seyn/so wirds gevvißlich disem konig gehen/ Denn sie wollen warlich der gewehr vnentsetzt sein/das sie biß her vberGottes wo?t meister vn richter gervest sind.^as wil aber diser konig dazu sagen/der auch in 6 gewehr sitzt / vn wil vngemeistert vnd vngerichtet seyn/sonder allein meistern vnnd richten^Da lassen sie yhn fürso?ge/das wird er auch thun/wie folget. Dienet dem dW>RN mitfo:cht/ vnndstewet euch mit zittern. Rtisiet den jon/ auffdas er nicht erzckrne/ vnd yhr anffdem weg rmbko- met/ Denn sein zom wird bald angehen tVol al ten diegnffyhntmwen. Da stehets/IVer Chnstus wo?t nicht hözen/sonder meistern v>il/der sol ym zom vmbkomen/vn dasselbig gar bald. Br wil nicht seumen,tNan sol xhm dienen/vn nicht seyn wo?t vnserm koxss kvpffzu dienen;wingen/!Nan sol yhn küssen vnd hulden/vnd nicht Chnstum oder sein wc>?t vnserm dunckel vnterwerffen/ Ar wils nicht leyden/das ist kury vnd gut. Sölchs wll ich B.IK.F.G.vntertheniglich angezeygt haben/ob Got wolt gnad verleyhen/durch ewr etlichen vleiß vn «xbeit/das der lesterung weniger würde/wo nicht/das doch frr de gestifft würde.Denn das der Babst sich rhümet mit den sei nen/inn einer ;ede! so gedmckt ist/ der Geyser werde yhm alles wider restituiern vnd ergentzen/ das wird yhm feylen/ d; weis ich wol/Denn was were das anders/denn das wir sollen alles widerruffen/was wir yhe geleret haben/auch diese ytzige vberantwozte bekentnis/die yh? selbst müsset für recht halten. Vnd da gegen alle vouge lügen pzeysen/deryh? alle selbst vil bekennet/Vnd alle das vnschuldig blut/ das von ewrm theyl vergossen ist/auffvns laden, ia lieber pabst vnnd Papisten gebt vns vo? wider/Änhard Neyser/vnd alle die yh? vnschul- diglich erwürgt habt/alle stelen/die y? mit lügen verjvret habt alles gelt vnd gut das yh? mit bescheissery geraubt habt/alle die ehre die yh! Gott mit lestern/gestoln Habt/So wollen wir von der restitution handeln, ^s solynn eine histon geschoben werden/das der pabst vnd seine Papisten solch lesterlich ding tharvnuerschamptvnd offenlich begeren/als were eytel klotze innDeudschemlande/vndauff dem Reichstage eytel äffen/ dazu alle Fürsten die es mit treiben/das sie bey vnsern nachko- men ein ewiger stanck seyn solle/dafür man speyen vnd göcken müsse« Aber der teufel sucht damit ein anders/Wolt Gott d; vn ser t)errn alle woldzauff acht hetten. IVir Deudschen ho?en nicht auffdem Bapstvnd seinen IValen zu glaube/biß sie vns bnngen nicht in ein schweißbad/sonder in ein blut bad. Wenn Deudsche Fürsten ynn ein ander fielen/das möcht den Bapst/ das Flozm^isch fruchtlin/frölich machen/das er in die saust la b » chen chenkunbt vnd sagen/Da yhzDeudschebestien/poltet mich nicht ZUm Bapsthabe/so habt das. Q grosse liebe vndtreicve hat er zumIKeyser/wie er fein beweyset siir pauia/da er -wider den Geyser zoch.Deudsch land hat er noch lieber/das er den Geyser auß l)ispanien foddert (denn wer kundte solche p?ac^ tickmerekent) vnd darnach onbey sein derdeudschen pursten/ ^-önet/nach laut der Bullen.^ch bin kein p?ophet/aber ich bit te euch t)errn alle/sehet euch wol fiir/vn laßt euch ia nicht du» cken/das yh? mit menschen handelt/-wenn yh? mitBapst vnd den seinen handelt/sonder mit eitel teuffeln/Denn es sind auch eitel teufsels tü'cke dahinden/das -weiß ich/Gott der almechtig helffe euch/das zum jnden al!es gerathe/Amen. t)ie mit wil ich B.IK.^-^. in gottes gnaden befolhe habe/ "Vnd was ich mit beten kan/gartrewlich dienen, vnd ^IKi L.G. nvolte mir solch schreiben gnediglich zu gut halten« Ich eans ia nicht lassen/ich muß auch so?ge Ar das arM/eleNd/ ver lassen/veracht/verrathen vn verkauft Deudsch land/ dem ich ia kein arges/sonder alles gutes gönne/als ich schuldig bin mei nem lieben vatterlande. Aremo. Feria.4.post 'Vi/lta-' tionis/anno »250. ^e. -ZK, 5- G. ^Vntertheniger Martinus Luchen