•■^i-m H V J ... 5 Der so nöthig als nützlichen Leipzig, tu finden bey Christian Friedrich Geßner »740. Denen sämtlichen in der berühmten Kayser- liOen freyen Reichs-Stadt Augspurg vorjetzo lebenden MOruckttßcrrm, Seinen insondersHochgechrten Herren und Freunden. Wohledle, Vorachtbare und Kunsterfahrne, Jnsonders Hochgeehrte Herren und Freunde, Je gütige Aufnahme des ersten Theils meiner fo nöthig als nützlichen Buchdruckerkunst hat mich ermuntert auch ge- gcnwartigen zweyten Theil ans Licht zu stellen. Weil nun in dem ersteren die Leben der vorjetzo in Leipzigleben- den Buchdruckerherrcn vornemlich beschrieben worden; So übergab ich ):( 3 ihnen ihnen auch stlbigen damahls zur Bcur- Heilung. In gegenwärtigen Theil setzte ich mein Unternehmen fort, and bemühte mich auch um die Le!>en6-Be- schrcibungcn auswärtiger Buchdru- ckerherren. Eben deßwegen bin ich biwogen worden, diese Arbeit einer auswärtigen Gesellschafft zur gütigen Beurtheilung zu überreichen. Ew. Wohledlen, werden es mir dahero nicht ungütig auslegen, daß ich Ihnen diese schlechte Blätter geivied- methabe. Wer gute Rnhm, welcher vonJHNM auch in der Fernebekannt ist,laßt mich hoffen, Sie werden dieses Unternehmen mit eben dem Gemüthe ansehen, als ich JhMN diesen zwey- ten Theil zugcschricbcn habe. Die Liebe zu dieser edlen Kunst hat nicht nur verursachet, daß ich mich derselben in meiner Jugend ergeben habe, sondern sie hat mir auch die Neigung eingepflanzt, daß ich nach meinen Krassten derselben Ruhm und Ehre zu befördern suche. Vorietzo haben wir dazu die schönste Gelegenheit/ da derjenige Tagimmer naher heranrücket, an welchem wir die Freude öffentlich über die Erfindung unserer Kunst an Den Tag legen werden. Es sind un6 auch schon einige mit einem guten Beyspiel vorgegangen. Wem ist unbekannt mit waö vor Freu- denbezeugungen die Buchdrucker- Herren in Harlem dieses Jubelfest bereits begangen haben, und wer weiß nicht, wie man sich hier und da Mühe f giebt diesen Tag feycrlich erst noch zu , begehen ? Ist eo billig, daß man GOt- tes Güte überhaupt mit Danckerken- net, wenn er uns Wohlthaten erzeiget; So wird uns auch niemand verüble» können, daß wir uns bcmühen,ihm vor die Erfindung unserer edlen Kunst ein Danckopfcr zubringen , zumal da durch selbige GOttes Ehre und des [ Nächsten Nutze augenscheinlich beför- dertwird. Ein jedes Kunstglicd tragt billig da- zu so viel bey, als es vermag. Und wa- rum sollten wir nicht emsig dazuseyn, ):(4 da da unter uns keiner das Glücke haben wird/ diesen Tag noch einmal zu erle- ben. Ich habe also auch einen Beytrag gewaget. Ist er nicht also beschaffen, wie er wohl hatte gerathen sollen: So wird man doch meinen reinen Willen vor die That auslegen, wenigstens ha- be ich so viel gethan,als ich gekonnt ha- be. Hiervon wird niemand leichtlich besser urtheilen können, alö rechtschaff- ne und erfahrne Kunstglieder. Diesen, absonderlich aber Ew. WohiedlM, überreiche ich selbigen zu einer geneigt ten Aufnahme. Erhalte ich nur so viel, daßJhneN mein Unternehmen nicht gantzlich zu wider gewesen, so werde ich diese Gefälligkeit mit gebührenden Danck erkennen, und mich eifrigst be- mühen allzeit zu verharren Cw.Wohledlen, VoraOtbaren und Kunfterfahrnen, Minen Hochgeehrten Herren und Freunden, 1 Leipzig, ander Ostermesse »74°. I Dicnstbegi'enzer ,* Christian Friedrich Geßner. t Geneigter Leser, Er Endzweck einer Vorrede bestehet ordentlich darinnech daß man seine Leser unter-« richtet,was sie in einemBuch suchen sollen; Man giebt Rechenschaft warum man seine Gedancken so und nicht anders eingerichtet habe; Man bittet alödenn um Vergebung, wenn etwa ein Fehler mit untergelauffen, und empfiehlt sich der Wohlgewogenheit seiner Leser. Dieses alleö will ich demnach kürtzlich in diesen Blättern ebenfalls verrichten. Was nun das erstere anbetrifft, so findet man in meinem zweyten Theil der so nöthig als nützlichen Buchdruckerkunst und Schristgie- serey l) eine kurzgefaßte Nachricht von einigen Buchdruckern so wohl mt, ?als ausserhalb Teutschland. Ich hätte freylich wünschen wvl- len, daß diese Nachricht noch vollständiger hätte )-(5 erschei. Vorrede. erscheinen können; AUeine dieser gute Wunsch stund zwar in meinen» Vermögen/ die That aber mufte ich der Gewogenheit anderer überlcisien. Ich hatte zu dem Ende viele auswärtige Freunde und Liebhaber oieftr edlen Kunst thenö selbst schriftlich ersuchet/ theils durch andere ersuchen lassen, mit einigen Nachrichten mir anHanden zu gehen. Bey einigen fund meineBitteein geneig- tes Gehör/ bey andern war sie vergeblich. Den erstern sage ich hiermit öffentlich den ergebensten D.uick vor ihre Bemühung, und erbiethe mich zu allen Gegendiensten; Die letzteren ermuntre ich aber Normals/ und überhaupt ersnche ich einen jeden geziehmend/daß sie nur nicht nur einige Nachrichten von den jetzo hier und da lebenden Buchdruckerherren / sonoern auch/ so ferne es möglich/ von dem Anfang und Fortgang der BuchdruckerkunstihresWohtiplatzesgütigstmit- theilten wollen, damit man milder Zeit eine voll- kommene^Buchdrucker Historie von Teutschland liefern könne. Meine gegenwartigeBemühung ist nur ein Beytrag zu dieser Historie. Hätte ich dieftNachrichten so lanae zurück behalten wollen, bis ich von allen Orten die erwünschte Nachricht eingezogen: So hätte ich noch lange warten müst sen/bis ich auch nur den meisten Theil überkom- menhätte. Und werwciß, vbi'hnachvielerZeit viel glücklicher gewesen wäre? Die Gemüther der Menschen sind gar zu veränderlich. Eigensinn/ Hochmuth, Verachtung, Neid, und einige ande- redergleichen schöne Eigenschafften habe ich gar wohl gemercket, welche ich auch zu seinerzeit be- mercken werde. Ietzo habe jch nach keine Lust darzu. Vorrede. darzu. Unterdessen werde ich mit gelassenes Ge- müthe bey einigen Nebenstunden immer fortfah- ren dasjenige anzumercken/waö zu meinem End- zweck nöthig ist/ und ft!bige6 hernach ans Licht stellen. Gefällt es nicht allen, oder den meisten, so bin icb schon zu frieden wenn es nur einigen ge- fällt. Die Einrichtung dieser Nachrichten ist die Alphabetische Ordnung/ welche ich deßwegen er- wehlet hrtb?/ damit ich allen Rangstreit vcrmei- den mögte. Giebt der Anfangsbuchstabe einer geringen Stadt den Vorrang/ so kan ich nicht da- vor, daß cs das Alphabet so haben will. Wem es verdrießt, der zancke sich mit dem Alphabet/ und lasse mich in Ruhe. Wcn n es möglich war, so habe ich zugleich angemercket/ wenn die Buch- druckerkunst an diesem, oder jenem Ort zu erst be- rannt worden, wie die ersten und folgende Buch- druckerherren geheissen/ was sie vor Insignia gcführet/ und was sonsten von ihnen zu wissen nö- thig war. Hier hätte ich noch viel weitlaufriger seyn können, wenn ich alleN^chrichten hätteeUu rücken wollen. Da ich mir aber einmal vergese- tzet hatte/ von keiner Stadt etwas anzufüdren, von der ich nicht auch die neuern Nachrichten bey der Hand hätte; So ist es geschehen, daß ich ei- nen ziemlichen Theil meiner Anmerckungen ge- genwärtig zurückbehalten habe, welches man mir vermuthlich als keinen Fehler auslegen wird. Und das war eins. Man trift aber I!. in diesem Theil allerhand Dinge au,die zu derBuchdruckerkunst selbsten ge- hören, und als Ergäntzungen des erstenT Heils können angesehen werden. Also habe ich in dem». Cap. Vorrede Cap-von den Formaten geredet/ in dem z.Cap. von der Erfindung der Buchstaben überhaupt/ und hernach von einigen Älpyabeten, welche ich allein Kupfer stechen lassen. Hält man selbige mit dem ersten Theil zusammen, so wird man fin- den, daß ich nunmehro die meistenAlphabete auf- < getrieben und geliefert habe, welche jemals in der gantzen Welt gebräuchlich gewesen sind. Jm z. Cap habe ich so wohl die hebräischen, grichisch-n, lateinischen/und teutschen Abkürtzunqen/oder Abbreviaturen/ vorstellig gemachet. Daß die- ses ein sehr nöthiges Glück gewesen/ werden mir alle diejenige zu gestehen, welche alte Handschrift ten und altegedruckte Bücher gelesen und gesetzt haben. Die Figuren dieser abgekürtzten Wörter sehen zum Theil fürchterlich auö, und wenn man derselben Bedeutung weiß, so sieht man, daß sel- bige nichts anders, als Sylben sind, welche man aar leicht aus diesemCapitel wird kennen lernen. Im 4. Capitel habe ich eine Vergleichung einiger nachderalten Art geschriebenen teutschen Wör- ter mit der neuern Rechtschreibung angestellet, damit angehende Setzer sehen können,wie sie alte Bücher,wenn sie wieder aufgelegt werden, mit leichter Mühe nach unserer jetzo gewöhnlichen Rechtschreibung absetzen können. Hierauffolgt d?r fortgefetzte Versuch des wohl eingerichteten Wörterbuches, worinnen die Kunst^Wörter er- kläret werden. Im ersten Theil hatte ich zwar eineziemliche Anzahl solcher Kunstwörter be- reits angeführt; Ich habe aber auch noch eine Nachlese anzustellen vor nöthig befunden, weil ich verschiedene Wörter angemercket, die ich ini er- Vorrede. ersten Theil übergangen habe. Und ich glaube, wenn eine gütige Aufnahme dieser beyden Theile uns mit der Zeit m einet neuen Auflage ermuntern sollte/ daß ich alsdenn noch unterschiedliche einzurücken nöthig haben würde. Hernach habe ich einige Reichsabschiedeund Buchdruckerord, nungen/ welche denen Buchdruckern von hohen PotentattN/Kapsern/KönigenChurfürstenFür- steN'UndHerren ertheilet worden sind, angehängt. Und dieses habe ich deswegen gethan/ damit man sogleich mit einem Auge übersehen könne/was in dem vornehmsten Orten von Teutschlano kunstge bräuchlich sey. Vermuthlich wirb diese Bemühung anch den Nutzen haben, daß man sich bey streitigen Fällen darinnen Raths erhohlen kan,wie weit dieser/oder jener Punct, Rechtens sey. Ein PlStzgen Raum verführte mich/ daß ich des Herrn Paul Paters Fragen von der Buch, druckerey angehänget und mit Anmerck ungen be, gleitet habe. Diese Dissertation hat man bis- hero bey nahe mit allgemeinem Beyfall aufge- nommen. Wie weit aber selbige einen Beyfall verdiene,wird hoffentlich aus meinenAnmerck- ungen erhellen. Nach diesen allen folgt ein wohl* eingerichtetes und vollständiges Register über beyde Theile zugleich. Weil ich aber glaubte in? Erkänutnis der Buchstaben alleinewürde einem Lehrbegierigen nicht viel hetffen/ wenn e? nicht auch gantze Wörter und Redens-Arten vor Au- gen bekäme/ so bin ich lange mit mir zu Rathe ge- gangen, was ich hierzu erwehlen sollte. Und sie- he da/ich gerathe unvermuthet auf das in viele Sprachen übersetzte Vater Unser, schließ sei* ' biges Vorrede. biges so gleich unter folgenden TitulOrarionis dominicae Versiones fere centum summa, qua üeri potuir,cura genuinis cuiuslibec linguae cha- racteribus typis vel Aere expreffie, abdrucken undtl)eilsinKnpftrstechenlassen.Damitmandie unbekannten Sprachen desto eher lesen könne, so ist ^Üemal die Art zu lesen mit lateinijHen Buch- stab^ii darunter gefttzet. Warum ich aber diese Übersetzungen als einen Anhang bettachte, ist deswegen qeiHehen / weil das meiste fremde Sprachen sind/ welche ich unter b^s Teutsche nicht gerne vermischen wollte. Und nunmchro wäre ich also mit einem Stückfertig. Doch nein, ich muß erst noch ein paar Bücher nennen, welche mir gute Dienste gethan haben. Das Erste ist, wenn ich so reden darff, ein frantzöstschesFormat- Buch. Ich will den gantzen Titui hersetzen/weil doch die wenigsten das Buch selbsten werden ge- sehen haben, zumal da er den gantzen Jnnhalt des Buchs vorAugen leget. Er lautetaberal- so: La Science Pratique de U hnprimerie , con- tenant des Inflruäions tres faciles pour fe perfe- clionner dans cet Art. Ony trouvera vne De- Jcription de toutes /es pieces dont vne Vreffe efi conflritire, avec le muyen de remedier a tous les defmics, qui peuvent y furvenir* Avec une Methode nmvelle & fort aifie pour impofer toutes fort es d Impofiüons , depuis l'in so Ho jusque a V in cent-vingt-huit. De plus, ouy a joim des Ta- bles pourfiavoir ce que les caraäeres inferieures regagnent Jur ceux qui leur fönt fuperieurs & vn Tarif pour trouver dun coup d' — . ..__— j - 1 - , i ji _. >» daß Johann iRhamiia den Heiligen Geist, in GjS stült einer Taube, zu seinen Zeichen gehabt habe Es ist aber falsch. Denn ich habe nunmehro ein Ori- ginal von seinem Jnsigne in Handen, welches ich rnif Tab. I. abstechen lassen. Es zeiget sich auf selbigem in einerWolcken das Wort rnri\ Aus der Wol- cken raget eine Hand hervor, die einen Zettel hält worauf folgende Worte stehen - Saks Tua ego sum* Alsdenn erblicket man eine See,, worauf sich ein zerfchcidertes Schiff befindet. Auf dem festen Lanv kniet ein bethender Mann mit gefallenen Händen, ver neben sich einen Ancker liegen hat. Aussen herum stehen die Worte: Auxiliuvi meum a domino-, cjui fecit cwlum $f terram. -Pf, t %o., Und unten siehet man dessen verzogenen Namen H. R. Ich besitze noch ein anderes von ihm, da er Christum am Creutz, worunter Maria und Magvalena stehen, geführer. 9 Unten an dem Creutz stehet - VI. R. , Von Johann Seyern stehnk p. 100. er habenden Pelican geführet. Ich habe ab er wiederum ein Ori- ginal in Händen, welches mich nöthiget, das ecste'M wiederruffen , Md folgendes an'die Stelle zusetzen. Es ist ein ordentlicher Schild, h ierauf ein Lichc auf einem Leuchter stehet. Zur lincken . Hand stehet die an- dere Person in der Gottheit unter der Gestalt eines Mannes, welcher eine brennende Fackel in der Hand hat. ; Zur.Rechten vermuthlich J ohannes, und oben indem Wolcken zeiget sich die dritte Person in der Gottheit in der Gestalt einer Taube, worüber das Wort mir» stehet.. Gantz unten erblicket man in ei nem Schildlein I. B. welches dessen Anfangs Buch- st aben sind. Siehe T. l. Bey Iacsb Gaubischen x. ios. hatte ich gar kein ' # vöü emlgetit Buchveucketck z kein Jnsigne angegeben. Warum? Ich habe da- mahlö keines auftreiben können. Nunmehro habe ich solches gefunden^ deswegen ich es auch jetzo be- schreiben will. Es ist selbiges aus i. Buch Mosis XXXl\,2j., hergekommen, und stellet den Jcuobvor> ■> wie er mir dem Engel kämpfet. Aujlen herum ste- hen die Worte t Fides Bei viElyix. Gen. XXXIT t Es ist n!so falsch j wenn Herr L.ejfix in seiner Ty- pogiaphia iubJante p, 330. dieses Zeichen Simon Gronnenberg zü Wittenberg beyleget. Gronnen- berge Zeichen werde ich unten anführen. Siehe Ich. l. Ävn Hennig Groffett p; 104. Me ich ehemahls auch kein Jnsigne angeben können. Nunmebro aber kan ich es thun. Es ist selbiges ein länglicht runder Schild, um welches allerhand Zierrath zu sehen. In ' ' dem Schild selbsten stehet sine Phrämldö, welche di^ Göttin der Beständigkeit hälü Aussen herum stehen die Worte: Fortitudo cuflos dighitatis ; Unten darunter dessen Name mit dem ^iandelszsichen , weü ! er zugleich den Buchhandel geführet hat. Sieh. Tab. f. Bey Tobia» Sehern p. io$. mangelten mir ehedeck auch die Nachricht in Ansehung seines Zeichens» Diesen Mangel kan ich jetzo ersetzen. Es stellet sel- biges die Geschichte des jungen Tobiä mit dem unbe- kannten Fisch vor, welcher ihm verschlingen wolt^ * Tsb. Vli. Aussen herum ließt man die Worts: Tobias imtaßis a pisce ab Angdo liberatus Cap. VI. Siehe Tab. I. Endlich, hatte ich von L.sreny Abraham flügger. 1705. petex Derleffsen. F706. Johann Jacob Dotter, der Zeit Vor- geher. 1712. Iohann Matthias Schönig. -717. Augustus Sturm, wird Factor in der Mettischen Druckerey. ^7'?. Anthon Maximilian Heiß- Siehe werthernl. c/p. 49z» *>0!t einigen Buchdruckern. 7 Berlin. An diesem Ort hat die eb(e Buchdruckerkunii gar bald einen ^latz bekommen. Den» man weiß, daß daselbst 1484. 0«orn& von pa^sau Biblische und andere Historien in platteutscher Spräche gedruckt tvorden sind, jedoch ohne Benennung des Buchdru- ekers. Siehe JLeftern l. c p. 50. Um das Jahr ^706. waren daselbst folgende Puchdrmkecherren ; Christoph Runge, a) Christoph Gchulye. b) Ulrich Lippen c) Johann Friedrich ÄlocZ, 6) David Gaalfeld. Robert Rocher. e) Goechardt Schlechtiger. Johann XPeffH f ) Johann L.oreny. Christoph Süßmilch. g). Jacob Michaelis. Johann Toller. Siehe XVerchem I. e. p. 499. A 4 Braun- s) Er hat die Bttchdruckerey von seinem Herrn Vater geerbt fe) Ihro König!. Maj. und Chmfürstl. Durchl. Friederich ÄvUhelm haben ihn jumHoftBuchdrucker angenommen, nachdem er seine Druckerep von Guben dahin gebracht. c) Wurde Hof.Buchdrucker, ds er die Schultzifche Witt- «ve geheyrathet. d) Adjungirter Hof-Duchdrucker. 0 Frantzösifcher-Hoff-Puchdrucker. Er hat feine Drucke» rey aus Holland dahin gebräche. 0 Er wnrde hernach an Rochers Stelle FrantzSstfchee Hcff-Buchdrucker, indem er dessen Drnckerey gckaufft. g) Er erbte die Hoss-Buchdruckerey von Herrn kipperken 8 Rurygefaßte schlicht, Draun schweig. 8e»edrich VCilbelm Meyer, Buchdrucker inö Buchhändler daselbst, ist An, 1695. zu Ücmgo geb eh- ren. Sem Herr Vater war Heinrich XK:: ' dm, tNeyer, bey welchem er die Buchdrucks-U'i,r er- lernet hat. Nachdem er aber sowohl zuHaul; i in der öffentlichen Schule, in den schönen Wissenschaft- ten hinlänglich unterrichtet war; gieng er . 71z. auf die berühmte hohe. Schule zu Jena, und uiei> daselbst die Rechtsgelehrsamkeit mit grossem Fieiß. Als sein Herr Vater zu Braunschrveig eine ©niestet) gekaufft hatte, so gieng er 1716. dahin und ü- bernahm solche, dabey er zugleich eine Buchhandlung angerichtet hat. Im Jahr 1719^ verehlichte ex sich mit Znn beyden Hauser viel herrlicher, als zuvor, wieder auft Zebauet und. eingerichtet wurden, sondern daß er auch eine so vollkommene Buchdrucker - OMcin wie- der anlegen konnte, daß Se. ietzo glorwürdigst re- gierende Königl. Majestät Christianus VI Erb-König zu Dänneniarck und Norwegen:c. allergnädigst beliebten ihn zum Directeur über Jhro Königlich s Majestät uny Univ^ersitäts Buchdruckerey allergnä-- digst zu ernennen, zu dem Ende ihm 1731. den 10. sßlattii die cülergnadigste Königliche Bestallung aus fr der Dänischen Cantzley^ ausgefertiget- wurde, welche wichtige Stelle er auch durch Gottes Gnade zu aU lerhöchstenWohlgefallen seines allergnadigst^n Königs bis diese Stunde treulichst und akerunterthanigst ver- waltet. Wir wünschen hiebey, daß ihn die göttliche- Worsorge noch viele Jahre-, und in seinen Nachkom- mm. auf undenckliche Zeiten dabey> erhalten- möge % Diejenigen Wercke, welche in seiner Offizin verferti- get worden sind, hier anzuführen, würde viel zu weit- jaufftig fallen. Dannemarck und Norwegen kan eil? Zeugniß^ ablegen, daß ein sauberer und reiner Druck j aus seiner Druckerey geliefert werde , welcher von sei- liier wohl überlegten Emrichtung deutlich zeuget. Mrttst Hemrt'ch Äerling trat in diese Welt 170g»' den 22. MarLii. Dessen Herr Vater, MelchiorChri- pian Berlmg, war dazumal ein Hertzoglicher Meck-! zenburgischer Forft-BMenM/ er muste sich ghex-716. wegen ■ Ä . ' \ 12 Rurygefaßte Nachricht wegen einiger vurch Erbschafft ihm zugefallenen vDüs guter in Vas Hertzogthum S.auenburg begehen, allwo ihn Jhro König!. Majest. von Großbritannien zu dero Holtz-Forstsr im Lauenburgischen Amte allergnadigst ernannten. Seine Frau Mutter Carharina, war eine gebohtne Hennigs. Im Jahr 17^3. wurde er seinem Herrn Vetter Albrecht Christian pftisser, Buchdruckern in Laumbm$ f , die BuchdruFerkunsr zu erlcrnen übergeben, und als cr. von selbigem. » 727 um Martini losgesprochen wurde, und nach 14.. Ta- gen daselbst postuliret hatte, so reisete er die nach- ftenOsterndaraufnach Gtrahlftinv zu Hrn. Schind- lern in Condition, :72s. nach Hamburg zu der ver- wittweten Frau Spiermgen, und 17 31. wurde er von dem Herrn Virecteur Johann (ßeorn Höpff- n t nach Coppenhagen in dessen Officinverschrieben.. Hier fügte es die Vorsehung GOttts / daß er sich mit des oberwehnten Hrn. Directeurs Stieff-Tochter, Ciciiia Christiana Godichen, I7Z2. in ein eheliches Vündniß einließ , wovon allbereit 3, Söhne und eine Tochter^Nahmens : Johann Christian, Catharina Vatdelia, ^?eorg Christoph und Carl ^ricdxich lebendige Zeugen seyn können. Im Jahr ^Z-i.rich» tete er daselbst eine gantz neue Druckerey auf die an- jetzo in Coppenhagen eine mit von den besten ist, und durch welche er au5eigene Kosten schon manches nütz- liches und ansehnliches Buch der gelehrten Weli gelie- fert hat. Amel^ ist er beschaffriget des seel Scri- r»?rs Geelen-Gchay in Dänischer Sprach in 4to ans Licht zustellen. Worzu, und zu noch viel meh- rern, wir ihm viel Seegen und Glück anwünschen. Andreas Hardtrvig Godich^, wurde gebohren jn Coppenhagen den 11. Dscemb. 1714, Sein Herr Water ; [ vott einigen Buchdruckern, i g Vater war Georg Matchms Godiche, die Mut- ter !Nar-a «Larharina, gebohrne JTTeym'n; Er er- lernete die Kunst bey dem Herrn vireätecir Höpssner, an welchem seine Frau Mutter nach Abieben seines ftel Vaters zum andernmahl verehlichet worden. Nach ausgestandenen Lehrjahren verschickte er daselbst sein Postulat, und hatte vor vielen das Glück nach wenig Jahren, nemlich 1735. des allda verstorbenen Buchdruckers Joachim Gchmid^ens Buch- druckerey an sich zu erhandeln. Im Jahr 1736. 'erwählte derselbe zu seiner Gehülffin Herrn Höpss- nero, eines Rathsverwandten in Hadetsleben,Juna- fer Tochtcr Anna Magdalena -fcopffnerin, mit welcher er zwey Söhne erzeuget, davon der erste dieje Welt schon wieder verlassen hat, der andere aber Friedrich ChrijZiatt ist slimoch am Leben. Er füh- ret seine Buchdruckerey mit einer Lobenswürdigen Be- dacktsamkeik Niels Hansen Möller, trat ans Licht der so begab er sich wieder zur BuchdruckerkUnft, sel- bige ordentlich auszulernen. Es geschahe solches in Lübeck bey €♦ G Hochweisen Raths-Buchdrucker/ Herrn Green, 1727. allwo er in ernielöeten Jahre bey eben diesem Herrn postuliret hat. Hierauf ist ör bey Herrn rvillards in Lübeck, in Altona bey Hrn. HiMrn, in Magdeburg bey Herrn Müllertt, in Frey- berg bey Herrn Maechay in Dreßd'en bey Hrn. Har- perern, und in Lüneburg bey Herrn Stern in Con- bition gestanden. Alsdann ist er von Herrn tJjnovo nach Coppenhagen verschrieben worden f welcher sein letzter Herr in dem Gesellenstand gewesen ist. Im Jahr 1733. hat er sich eine gantz neue Buchdruckerey angelegt, und bey einer Kunstliebenden Gesellschafft nach Kunstmäßigm gewöhnlichen Gebrauch seinen Herrn Jnkroitum erlegeü 1736. Lerehlichke er sich mit Jungfer Gündel Morrensdarter &oc?, deren Water in KleinfchmiSt Amt-Meister und Bürger^ Nahmens VClown Rock ist, mit welcher er zwey Töchter erzeuget hat. Die Bücher, so aus seiner Presse kommen, zeigen eins gute Geschicklichkeit von seiner Person an» Austritt. Ishann Hübner, Königlicher Negierüngs Buch- drucker, ist gebohren 1684. Sein Herr Vater ist Ämbrosl'us Hüdttet gewesen. Im Jahr 1705. Um er zu Herrn Chriliian Hettckeln, UniversitätS Buchdrucker in Halle; die Kunst zu lernen. Er hat auch daselbst 1706. seine Lehrjähre zu Ende gebracht und noch in selbigen Jahre in dieser Druckerey sein Postulat verschencket, däraufer 1715. im Jenner Hrn. Gottfried $Mityat*} Königl. Negierüngs-Buch- druckerS v« * vsn eim'geli Buchdeu^eM.' i$ druckers eintzige Jungfer Tochter Maria Lacharina geheyrathet , und zugleich als Regierungs-BAchdru- Mr. Adjunctus mit derselben vier Söhne und zwey Töchter gezeuget hat, davon die ältesten zwey Söhne Iohantt Gsttfried und Samuel Friedrich die Kunst bey ihm erlernet haben, welche sich anieho bey ihm aufhalten ,, nachdem sie in Leipzig, Halle, Berlin und andern Orten mehr/aufd^r Druckerey sich umgesehen habet?. Die ÄVrigen aber sind noch unter seiner Wer- pfiegung. Von Jhro Königlichen Majestät in Preus- sen ist er zugleich über einige Verlags- Bücher privi^ legiret. Ibtefibeft. Von den allerersten Buchdruckern dieser berühmten Stadt habe ich bereits einige Nachricht in dem ersten Theil p. 70. mitgetheilet. Es waren selbige Wolf* gang und Matthias Stöcke!, ingleichen Gimel- Äergen. Von diesem letztern habe ich sein Jnsigne eben dasebst beschrieben, und nunmehro stehet es hieö Tab.. ll. in Kupfer zu sehen. Ausser dem habe ich in L.esiers Historie p.S zs. gefunden, daß auch ein t f hinterlassenen Jungfer ^oäiter vcrehliget, aus welcher Eb» er s Kinvere^euoct har^ davon avernicht mehr als ein Sohn, Nahmens Iobann Carl, am Leben ist, welcher gleichfalls Die Buchdruckerkunst erler- hat hat. In seinem Gesellenstand hat er in Leip- zig, Franckfmt, Berlin, Rudollstadt, Zwickau, Chemnitz, Delitsch und Schneebcrg in Condilion zestanven. Sein Jnsigne ist ein Palm-Baum an dessen Stamm sein verzogener Nahme zu sehen ist nebst den Worten: Je mehr gedrückt/ Je mehr beglücke. Sieh. Tab. II. Johann Wilhelm Harpeter, privilegirter Buch- drucker in Dreßden, ist gebohren in Schleusigen den 22. Dec. 1698. Dessen Herr Vater Jacob Harpe- ter, ist d. z. Factor in der Göbelischen Officin allda Kewesen, die Frau Mutter Chrtstina, eine gebohrne Gobelin. Im Jahr 1712. ist er nach Schleusingen zu Herrn Georv UVilhelm (Bobein, Gymnas; Buch- druckern und Buchhändlern von seinen Eltern zu Er- lernung der Kunst gethan worden. Nach ausgestan- denen Lehrjahren hat er daselbst 1717. den 2. Nov. postulirt, von dar er sich 1718. in die Fremve begeben hat. Nach dem Tod seines seel. Herrn Vaters hat er von 1721. bis 1754. der Frau Mutter als Factor vorgestanden: Endlich aber 1724. den 3. Octob. die Druckerey von der Frau Mutter erkauft^ Im Jahr ,731. den i. Nov verehlichre er sich mit Jungfer > Chrisiina Elisabeth, Herrn Martin Hofmanns, Cantoris und Kirchners zu St. Johamüs zu Dreß- den, ältesten Tochter, mir welcher er 5. Kinder erzeuget hat/ davon noch 2.am Leben sind, als Chri- siian Samuel und LhriZtiana Lharicas, so beyde noch von einigen Bl'chdluckeltt. 19 noch unerzogen. Sein Jnsigne ist Das gewöhnli'chs Buchdrucker-Wappen mit beygesetzten Nahmen I. W. H. P. Siehe Tab. ll. lLmanuel Friedrich Haepeter, Buchdrucker zu Friedrichs Gmdc, trat zu Gchleusingett den z. Junii 170z. an das Licht der Welt. Nachdem er sich nun zu Erlernung der Buchdruckerkunst in Schulen dar- zu vorbereitet, so trat er die Lchre 1716. bey seinem Herrn jVater Jacob Harperern, Buchdruckern in Dreßden, an, nach Verlauf derftiben und da^aufer- folgten Lossprechung im Jahr 1721. begab er sich in die Fremde, postulirte noch selbigen Jahres bey ei- ner löblichen Gesellschafft in Nürnbero. Nach sei- wr Zurückkunfft verheyrathete er sich ^729. den r 4 . Novembc. mit Jungfer Johannen Ro sittc», Herrn Michael Haupts, Königl^ Pohln. und Churfürstl. Sacchßis. Equipage Lieutenants bey VerArtiIlerie,Toch- ter, in welcher Ehe er vierKinder erhalten hat, nemlich: 1) Jacob Friedrich, 2 ) Johanna Lhristiana, ?.) Friedrich Samuel, 4.) Johanna Lhristina, welche beyden letztern bereits wieder gestorben sind. Im Jahr 1735. übernahm er nach seines Herrn Bruders Tod, Johann Valentin Harpecer«, hinterlassene Buchdruckerey, welche er 1733. gantz neu aufgerich- tet hatte. Sein Jnsigne ist das ordentliche Buch- Drucker-Wappen mit seinem dazu gesetzten Nahmen E. F. HP. Erfurch. Daß die Buchdruckerkunst gar zeitig nach Erfurth gekommen sey, hat bereits Herr ^.esier p. 52. ang?- mercket. Er führt ein Buch an, welches daselbst *489. gedruckt worden, wobey sich aber der Buch- drucker nicht genennet hat. Um das Jahr B 2 j 5U ., 2o Ruey gefaßte MchklW 1514 lebte daselbst Johann Rnapp, welcher BartholomEei Arnoldi ab Vsingfen Exerci* tiurn veteris artis heraus gegeben hat. 1 527. Melchior Gachs. Er führte seinen verzv-- genen Nahmen in einem Schild zum Jnsigne, wie man auf unserer Tab. III. sehen kan, 1584. Esaias Mechler^. wchute zum gülöm Creutz vor der Kauffmanns-BmEe. 1589. Georg Laumsiim, wohnte ausdenFleisch- marckt/und führte in seinem Jnsigne einen Thmm, an welchem gebauek wird^ womit er vermuthlich auf seinen Zunahmen gezielet. Siehe Tab. Friedrich Melchior DedeNnd ? führte seinem Wappen eineu teutschen Schild, worinnen drey aus der Erden hervorgewachsme Lilien Knospen zu sehen sinv, durch deren Stengel ein Messer gesteckt ; auf dem Helm stehet ein Kind, welches in der rechten Hand ein Messer und in der Linckm die drey abge- schnittene Lilien hält. Siehe Tab. III. Martin XQind? wohnte zum golönett Engel ge- gen der Meimer Gasse. Sein Jnsigne beschreibt Herr S.eM>r also: er führte einen teutschen Schild ohne Tincturen. In der Mirte desselben stehet zm Wiederhacke ausgericht, an dessen Stiel unten eist Querstrich ein Creutz ausmachet, in dieses Creutz lauf-' ftteine Römische X, oder ein so genanntes Andreas» Creutz. Über demselben stehet zur Rechten ein Latei- nisches M. und zur Lincken ein Lateinisches- W- welche die Anfangs Buchstaben seines Nahmens sind. Auf dem Schild stehet ein zugeschlossener Helm, und auf beyven Seiten die Wappen Decken ohne Tincturen. Ans dem Helm sind zwey Druckerballsn auf sinan-- von einigen Buchdruckern. 2l der gesetzt. Das gantze Wappen umgiebt ein oval- Zettel,. in welchem folgendes stehet: 1N SIG N1A MARTINI W ITT EU ERF. Der Zettel selbst ist mit einem viereckigten Rand umschlossen, und in allen vier Ecken stehet ein Engelskopf Bis Hieher Herr JLeflec. Auf unserer Tab. III, kan man es ge- stochen sehen. Jodann Beck, wohnte zttm weisen Schwan im* ter den Schillern. 166 z. N. N. Heryens Buchdruckerey. Johann Heinrich Grssch, war Universitats- Buchdrucker^- dessen Druckerev jetzo die Heringische ist. Michael Zuncke , ist zugleich Buchhändler. David L^imprecht,. dessen Druckerey erbte nach seinem Tod Herr Johann Christoph Äeyer. Georg Heinrich Müller, dessen Druckerey fajtt an Herr Fickelscherer nach Jena. Andreas Müller, dessen Wittwe die Druckerey mit ihrem Schwieger-Sohn fortsetzet. Johann Rudolph iLngelhardr, dessen Drucke- rcy besitzt Alexander Raufmann. Johann Joachim Hym'csch, dessen Druckerey jetzo stille liegt. Johann Christoph Hering, von dem hernach. N. N. Adlung, dessen Druckerey besitzt ietzo Herr Andreas Görling. N. N. Clauß, dessen Druckerey hat gegenwartig ^err Johann Heinrich ttonne, von den übrigen können wir etwas ausführlichere Nachrichten beybrin- gen, da wir von den vorhergehenden kaum die Nah- men auf zu treiben vermögend gewesen sind. Heinrich Beyer, Buchdrucker in Erfurth und ehe- mahliger Pachter der naschen Druckerey in Jena, B 3 ist i% Kurzgefaßte Nachricht, ist gcbohr-'n zu Naumburg dm 9. Febr. 1660. Sem Vater war GcsrgBeyer/ Einwohner aufderHerrn- Freyheit, vls Mutter tNagdsiena ^'reudeneeichm von Gn erfeld, eine Meile von Naumburg. Von seinen Christlichen Eltern ist er zu allen Guten aufer- zogen worden, und weil ihm GOtt mit einem guten Verstände begäbet, so ist er seiner Eltern Augsn gar früh entrissen worden, indem er in seinem 12. Jahr nach Witterberg kommen, allda bey Herrn Eraff mum Philipp Äocken den Buchhandel zu erlernen. Nachdem aber gedachter Herr Sock seinen Handels- Stand verändert, so har er sich auf dessen Gutbefin- Den zu der löblichen Kunst der Buchdruckerey gewen- yet,und bey Hrn. Matthias Hmek«. ln, Universitats Buchdruckern 5. Jahre gelernst bis 1678. in Novemh. Ais er sich nun noch eine geraume Zeit in Wittenberg nach seinen Lehrjahren aufgehalten, so hat er hernach die meisten Conditiones in Leipzig und Jena gehabt, wiewohl er auch noch an andern Orten in Conditio» gestanden. Im Jahr ,691. den 22. Nov. hat er sich mit Jungfer Reamett Marien, Herrn Gamuet "Atwfens , Civ, Academ. und Buchdruckerherrns in Jena emtzig hinkerlassenen Tochter in ein Christliches Ehegelöbnis? eingelassen. Von Jena wurde selbiger j 692. nach Halle zum Factor in der Frau Galfeldm Druckereyberuffen.Da aber 1693. seine FrauSchwie- ger Mutter mit Tode abgegangen, so hat er sich wie- der nach Jena wenden müssen. Weil aber die Rreb- fische Druckerey nachgehends zertheilet worden, und ' m einen ziemlichen Theil zu einer Druckerey bekam, s» setzte er solche viele Jahr in ein Gewölbe, und ar- bettete hin und wieder vor einen Gesellen, bis er 170s. des ftel. Herrn Ioh. Zach. Hifii Buchdruckerey inPacht von einige» Buchdruckern._ 2Z Pacht nahm Er hat aber solche kaum angetreten, so nahm ihm GOtt eine Gchülffin Hieben dem Iah- re weg. welche ihm zwey Söhne hinterließ. Er war balv 6 Jahrs in solchem Pachte, unv weil er bey da- mahligerSchwedens Zeit besorgte, es möchten schlechte Seiten vor die Druckerey werden, so gab er solchen Pacht wieder auf, und arbeitete bey Hrn. XXJercherit wieder vor einen Gesellen. Da aber sein ältester Sohn auch die Druckerey lernen wolte, und zum Stu» Diren gerne Lust hatte, so suchte er 1708. seine geerbte und so lange im Gewölbe gestandene Druckerey her- vor, führete solche nach Erfurth, und lernete seinem ältesten Sohn selbst solche Kunst/ und hat also sein Leben auf 12. Jahr in Erfurth zugebracht, da ihn denn GOtt ,720. am Fest der Heiligen Dreyfaltig- keitzwischen6.und7.Uhr von dieser mühsamen Welt seelig abforderte. Sein Symbolum war gedultig fröhlich allezeit. Sonst ist von dem stet Seyer noch zu gedencken, daß selbiger ein lustiger und fried- liebender Mann gewesen, der gerne jedermann mit Rath gedienet; Er war ein guter Setzer und Dru- cker, vornemlich aber konnte er mit den Holtzschneiden und Abgiessen wohl zu rechte kommen, daß er auch viele Druckcreyen damahliger Zeit mit Leisten, Final- Stöcken und Buchstaben versähe, weil das Holtz- schneiden noch nicht so gemein war. David L.imprecht, Herrschafftlicher Buchdrucker, war 1662. den 7-Dec. in Zeitz gebshren, und 1738. den ?. May im 77sten Jahr seines Alters gestorben. Seine Druckerey vermachte er Johann Lhrisioph Beyern. Georg Andreas Mütter, ein Bruder des seel. Verstorbenen Johann Caspar Müllers in Leipzig, B 4 trat 24 Rurygefaßte Nachricht, trat ans Licht der Welt 1678. den 10 Augusti zu Srai»nschweig. Sein Vater ist gewesen Herr Jo- ha»» Müller, Kauff-unv Handelsmann allda; die Mutter Frau Elisabeth gebohrne Schlitten, aus Aschersleben. Weil ihm nun der Vater zeitig ver- stürbe, so ist er auf Anrochen seines Bruders, wel- cher damals in Wittenberg in Convition stunde, 1695. bey Hrn. Johann Michael Goreritsch in die Lehre getreten, welche er auch allda ehrlich ausgestanden hat. Nach dessen VerflieMng ist er nach Leipzig, und denn 1699. nach Eisenach gekommen, woselbst er 1700. postuliret hat. Im Jahr 1702. den 21. Februarii hat er sich verehlicher mit Jungfer Sabinen Johannen, Herrn Johann Christoph Rudoiphs, Bürgers und Buchbinders, Tochter, und hat von sol- cher Ehe eine eintzige Tochter hinterlassen. Im Jahr 17*5. hat er sich in den Herrenstand begeben, und eine eigene Druckerey in Erfurth angeleget. Sein Leben hat er bis 17Z6. den 15. Jan. auf 58. Jahv gebracht; Im Ehestande hat er 34. Jahr gelebt und 5. Enckel erlebet. Die Wittwe führet nebst ihrem Schwiege Sohne Johann Thrisioph Beyern die Druckerey fort. Johann Christoph Hering, ist den 25. Mark. 169z. in Altendorss, eine Meile von der Westung Rö- nigflein gelegen, gebohren. Sein Herr Vater ist Andreas Hering, Gärtner und Einwohner allda, und dessen Mutter Anna Sabina, eine gebohrne Miyschrichin, gewesen. In seiner Jugend ist er nach tNicrelndorff in die Schule gegangen. An der Ostsr-Messe 1704. ist er bey Herrn GeorgBaltha- far L.udewig, Buchdruckern in Pirna in die Lehre getreten und 1709. Sonntags in der Michaels-Messe von eim'gett Buchdruckern. 25 loßgesprochen worden; da er denn gleich z. Jahre Cor- nute gewesen, indem er 1712- Sonntags in der Mi- chaelis-Messe in Pirna bey seinem Lehrherrn seel. po- stuliret hat. Zum erstenmal)! hat er sich 1722. den 32. Januar, in Jena mit Jungfer Maria Liijabech Schreiberm, weyland Herrn Andrea Gchceiberq, Civ. Acad. und Buchdruckers, hinterlassenen Jung- fer Tochter verehlichet, welche aber den 24. Februar. 1722. wieder gestorben ist. In der Michaelis-Messs 1724. wurde er bey Frau Anna Magdalena Gro- fchrn, als seiner seel. Frau Schwieger-Murter, zum Factor vorgestellet, da es sich denn fügte, daß er sich zum andernmahl i726. den 9. Julii mit Frau Mar- tha Sybilla rverrheritt, gebohrner Groschin, in den Ehestand begeben hat, mit welcher er 5. Kinder erzeuget, als 1.) Georg Gottfried, 2 ) Johann Caspar, z.) Sophia Christiana, 4.) Johann WiU Helm, und 5.) tNarrha Friederica; drey davon sind in der Ewigkeit, nemlich 1.) Georg Gottfried, 2.) Johann Mlhelm, 3.) zuletzt Sophia (hrisiiana, daß also nur noch zwey Kinder am Leben sind, nem- lich Johann Caspar, und Marcha Zriederica, welche noch in die Schule gehen. Im Jahr 1730. den 30. Jul. gieng ftine Frau Schwieger-Mutter mit Tode ab, da er denn durch seine Frau die Druckerey be- kam, und den 2. Aug. darauf zum Uni»ersitats-Buch- drucker angenommen wurde. Sein Jnsigne ist ein auf der See fahrendes Schiff, worüber in einem Zettel die VOorre zu lesen sind: Finis coronat 0« pus. Siehe Tab. III. Johann Wilhelm Rirschel, von Hartenbach, ist in-Erfurth den zi. Mertz 1705. gebohren. Sein Herr Vater ist der weyl. Tit. Herr Theodoricus B 5 Ru- 26 Rurygefaßce Nachricht, ---"—-.-;--. . ._____.—, » Rudolph Ritsch, l von Hartenbach, E. Hochedlen ° und Hochweisen Stavt - Raths daselbst, gewesener Gtadc.Voigr, wle auch bey dasigem löbl. Bürger- Regiment wohlbestalter Stadt-Haupcmann, und der Kirchen und Schulen zu St. Michaelis Ittspecror, gewesen. Seine Frau Mutter war Frau Anna Rirschelltt, gebohrne Heinin; Seine Eltern haben ihn in die St Michaelis Schule geschickt, in welcher er so ernge geblieben, bis er fähig gewesen in dasiges Gymnasiuin zuziehen. Weil er aber gewisser Ursa- chen wegen zum Studiren keine Lust bezeiget, sondern einig und allein zur Buchdruckerey Lust hatte, so ge- schahe es, daß er auch den 19. May 17^ bey seinem Schwager, Herrn David K.imprrchten/Herr- schafftlichen Buchdruckern in Erfurth in die Leh- re getreten, und seine Lehrjahre bey demselben, sowie einem Lehrknaben zustehet, redlich ausgestanden hat, und darauf noch den 27 April 172z. davon wieder frey gesprochen worden: Alsdenn hat er den 18 May besagten 172 z. Jahres daselbst bey seinem Schwager postu^ieet Im Jahr l?zz. zuOstern ist er beyHerrn L.imprecht"tt Factor worden, welches Amt er drey viertel Jahr versehen hat, bis zum Ableben seines Herrn Vaters, da er die Brau-Gerechtigkeit erer- bet hat. Im Jahr 1736 mit Anfang des Jahres, hat er in seiner Druckerey den Anfang mit arbeiten gemacht Und weil er schon im Jahr 1735 von einer gnadigen Herrschafft zum Herrschafftlichen • Buchdrucker angenommen worden; so hat er sich eine gantz neue Druckerey angeleget. Im Jahr i7?4 den 9 Nov. hat er sich mit Jungfer Märchen Friederickt-tt T'.nnemattttl'n, Herrn M Georg Joachim TenttemPis, der Christlichen evangelischen vott einigen Buchdruckes. 27 schen Gemeinde zu St. Michaelis Diaconi, E. Hoch- Ehrwürdigen Ministerii Assessoris, und des Gymna- iii Senatorii Professoris daselbst, andern Jungfer Tochter copuliren lassen. Mit welcher er 2.Klnver er- zielet, nemlich einen Sohn, Georg XVilhelm, geb. den zt. Mart. 1736. und eine Tochter, Marcha ZNagdalena Friderica, gebohren den 8. Nov. 1737. In seiner Druckerey wurde der Anfang zu arbeiten gemacht mit des seel. Johann Arndrs Paradieß- Gartlein, welches zweymahl, als einmahl in 8vo. und Das andermahl in 12ms gedruckt worden. Nachdem hat er des Herrn Hoffraths von $a\d?en{iän Thüringische Chronica auf eigenem Verlag zu drucken an- gefangen, in welchem Buche auch schon bereits bis 15. Alphabeth denen Herren Liebhabern ausgeliefert wor- Den, wovon er in einer Zeit von einem Jahre läng- stens das gantze Werck vollständig gar liefern wird. Weil nun dessen seel. Herr Ur-Groß-undGroß-Vater, welche sich in Kriegsdiensten wohl verhalten, so gar, daß dieselbe in den Adelstand erhoben, und von Hat- tenbach genennet worden, auch deshalb von Ihr» Käyserliche Majestät mit Brieff und Wappen verse- hen worden; So hat ersieh desselben xu allen Zeiten, als gehörig, bedienet. Die Beschreibung davon fte, het in dem Brief selbsten, welchen wir hier einrücken wollen, und das Wappen Tab. IV. Der Brief aber lautet also: »Ich Maximilian Joseph von Minzenried, L. L, Philosophie, Chirurgie, luris utrius- «que & Medicin« Dcctor, Rmer des güldenen z,Creuyes, Ihro pabfilichen HeilioMr CLE- »M ENTIS des eilffren Römischen pabsten, und z)Raysetk,auch^öm'g!. CachoUschen Majest. ca- 13 ,ÜOLI 2Z Rueygefaßte Nachricht „KOLI de .s Sechsten Römischen Z^aysers, unv- ?>Zu-^l'spm »l'en, Indien, Hnngarn und j&tytimb „Königs, unsers allexgnädtgsten Herrn, auch des „Heil Roi mischen Reichs und Gruhls pfaly-und „Hossgraß'en zu Latein Lomes pglstwus &c.&c. Verkenne mit tiefem offenen Brieffe und thue kund Je» »dermänmg liehen/ daß vor verflossenen etlichen Iah- „ren, durch .IHroDurchl. des Heil. Rom. Rache. „8ürjien m »d Herysgen ssertia, aus Jhme von „Ihro pabj % Heiligkeit und Rayserl.. Maj?liak z,cleieAilren vollkommenen Gewalt und Vollmacht in „Coniiderirm 'ig meiner, durch etliche Jahre,, so wohl „im Felde,, a ls sonsten in Ihr^ Rayftrl. Majejrak „Dienstenges ührten ( j raxin erworbenen Verdiensten^ „auch schon d reyen Allergnädigsten Käyftrn in schwch- „ren Pest-un'o Kriegeö-Zeiten geleistete treue und er- „sprießlichste Dienste, mir etliche stattliche Begnadi- „gungm und >?rivileAig verliehen, wie Ders darüber „gefertigtes Diploms noch längers inhaltet, und mir „unter densell den Begnadigungen aucb diese besondere ^Macht aller gnadigst mitgetheilet und verliehen worden M daßJcl.iaus päbstl. Heil'^i'irund Römischen „Räyserl.Utid Rönigl. Cacholi'schen Maftstär Ge- „walt, Ehrl ichen, redlichen und wohl verdienten Leu- „lhen/ die ich »nach eingenommenen Bericht und zeitli- „cher Erfahr ung, würdig seyn erachten werde, einem „Jeden nach seinem Stand und Wesen XVapen und „Rleinodiel/I mit Schild geben und verleihen, diesel- „be^ovilitii'en, Wapens-und Lehensgenoß machen^ z,schöpffen uv id erheben solle und möge, vermöge Ihrev z,pal?siliche n Heiligkeit,Rayserl. und Lacholiscben „Majestät Darüber verfertigte Libell und Freyheits- zzBrieft; ^)em allen nach, zumahl es gebührlich «ziem- vstt ekttilgett BuchdrucVedt t 29; z,',ienchlicb solche und dergleichen von Hoheit Obe:göel'e s,vurch Göttlichen Segen herrührende t md ertheilte s?Gnaoen Privilea;ia und Freyheiten dern nassen anzu- -z,w?nden/ auf daß dem Nechsten damit zu Ehren, ^.Wohlfahrt und Beförderung geholffen, fürnehmlia) l»absr höchftgedüchter Romtsch-Raysirl. und Rö- „m'gl. CarhoUfchen Majestät und des *£ »eiligen Rö- „mischen Rachs Unterthanen und Getreu ien, bevorab Liefen/welcheIhLS^äyserl und RKtti'gl. Cachol. z,Mai>star und dem Heil.. Röm-fthen Reiche «r- z,sprießliche und getreue D'ienste wr and>M geleistet, z^oder leisten könten, dessentwegen aller x iebührlichen z,Ehre und Beförderung wohl würdig. : Dieweil ich z,dann wahrgenommen, auch aas dieser wohl mei- „nenden ^Ke^ion,die ich zu allen aufrichtigen LeMhen „trage, zu Gemüchegeführet, dieEhrbahi!-und Red- s,lichkeit, gute Sitten, Tugend, Vernunj $1 und an. „dere Wissenfchaffren, damit der Edle, W^ohlgelahr- „te und Wohlweift THEODORICÜS RUÜOL- 5 ,P H U § Rirfchl von Hartenbach,bey der' Stadt Er- „furth Naths-Gliede :c. und dessen Brude e der Edle „Hi d R O N T M U S P HIL1P P Rirfchl! von Har- „renbach wohl angesehenen Bürger mir b ekandt ge- „machet worden. Zu dem ich auch erfahre, n, daß der „Groß-Vater Georg Ritschl von Hartenbc idj seel. be- „reits vor hundert und mchr Jahren feince lreugelei- „steten Dienste halber in den Adelichen unt> Freyherr- «lichen Stand erhoben, und mit einem gen >issen Wa- ,.pen begnadiget worden ; über das mir < uich beyge- «bracht, daß Dero beyder verstorbene c , Jäter Chri- 3 ,stoph Ritschl von Hartenbach sich viele in Kriegs- „Diensten bey IhroRayserl. Majestät/ wch andern schonn Königen und Potentaten raeritire f gemacht, uns zs Ru eygeftßce WchMe. „tinD in 14-Haupt-Schlachtenund Treffen^ohneän- „stere Scharmützel mit gewesen, solcher aber sich seines z,NaKmen6 und Wapenö selten bedienet. Als habe „ich aus obgemelvten und noch vielmehr andern erweg- „lichen Ursachen auf Ihr Ersuchen und Anlagen Jh- „nen solchen Namen, Wapen und Stamni wieder „zurenovircnund zu HpMkyiren, mit wohl bedacht-- „samen Muth und rechten Willen in Krafft meines ha- übenden Gewalts und pabstlicher auch Raystr!»'- „cher Freyheit in der aUerbestandigsten Weise, Maaß „und Form, wie es immer am krafftigsten beschehen „kan, soll und mag, sbberührte THEODOR IC. „RUDOLfH Rl'cschl vonHartenbach und dessen „Bruder HIERON. PHILIPP Rnschl von „Hartenbach, auch des erstem seine ietzv habende z. „Söhne, nahmentlich Emanuel Rudolph, Johann „Rudolph und Johann Wilhelm, allen ihren auch des- „sen ehelichen Leibes-Erben und derselben Erbens-Er- „den für und für in Ewigkeit dis nach beschriebene» „Wapen undKleinod bestehend in dem Schilde 4. Fel- „der, derer 2. roch, worauf ein braunes in vollen rin- „nen befindliches Pferd mir einer weisen plumage, 2. „gelbe aber so leer und güldene Zierathen darinne sind, „über diesem Schilde der offene Helm mit denen Te- „cken, worüber noch eine güldene Crone, daraus „gleichfalls wieder ein halb braunes Pferd mit der „Plumage in der Höhe gelehnet zu fehen, allermas- „sen und gestalt, wie hier in der Mitte dieses Brieffs „mit seinen eigentlichen Farben angezeiget und erschei- net, denenselben also Giegelmaßig, XCapett und „L.ehensgenoß gemacht, geschöpfft, erhebt, nobi- „litirst, renoviret und conKi-miret; Thue auch sol- siches hiermit MV }n Krafft dieses Brieffs also und „der- vstt einigen Buchdtuckeen. z r ^dergestalt renoviren und conkim-ren daß nun hin- „ffihw gedachte THEODORICUS RÜ Ö 0 L l? H, 3 ,HIEHONYMUS PHILIPP, EMANUtL „RUDOLPH, JOHANN RUDOLPH und „JOHANN WILHELM Rirjchr-l von Harr n- z,bach, ihre eheliche Leibes-Erben und dcrojelbui Er- „bens - Erben solch obbrschrieben Wapen und Klei- „nodt, auch Schild und Helm für und für zu ewi- --gen Zeiten haben, führen und sich deren in allen s,und jeden ehrlichen, redlichen Sachen, Handlun- „gen und Geschafften, Kämpfen, Gefechten, Feld» „Zügen, Panieren, Gezelten aufschlagen, Jnsie- „geln, Pittschafften, Kleinodien, Begrabnissen, z,Gemahlven, und sonst in allen Ohrftn und En-- „den, nach Ihren Ehren, Nothdurfft, Willen und „Wohlgefallen, auch alle und jede Gnade, Freyheit, „Ehre, Würde, Vortheil, Recht und Gerechtigkeit, „mit Aembtern und Lehen, geistlichen und weltlichen „zu haben, zu halten und zu tragen, mir andern „Ihro Rayserlichen und &ömgl. Cacholischen vMajestäc und des Heil Römischen Reichs-L.e- „hens- und rvapens-Genoß Seuchen, Lehen, auch- „allerhand Gericht und Recht zu besitzen, Urlheil zu „schöpffen, und Recht zu sprechen, desselben alles „tbeilhafftig, würdig, empfänglich darzu tauglich^ „schicklich und gut seyn in geist-und weltlichen Sachen „und Ständen sich dessen allen auch freuen, gemessn? „sollen und mögen, als anders Ihro R.aystrliche „Majestät und des Heiligen Römischen Reich Le- „hens-und Wapensgenoß Leurhe haben, geniessen, „freuen und gebrauchen , aus Recht und Gewohnheit „von aller manniglich unaehindert, aües bet; Vermeidung höchst etnündter Römisch-Rayserlichen und »Rö- 32 Rurygefaßte Nachricht, „Königlichen Cacholischen und des -Heiligen Rö- zynischen Reichs schwehren Ungnad und Straffe, „auch darzu eine poen, so in angeregt meiner Ray „serlichen Freyheit, nemlich 8unffzig Marck löh- „tiges Gold, ausdrücklich gegriffen, die ein jeder, „so offt Er freventlich hierwieder that, den halben „Theil der Römisch - Räyserlichen und K.ö- „niglichen katholischen Mai'estarund des Reichs- „Cammer, und den andern halben Theil mir ohn- „nachlaßig zu bezahlen schuldig seyn solle. Alles ge- „treulich und ohne Gefährde, doch andern, die „vielleicht das vbbeschriebene Wappen und Kleinod „gleich führeten, an ihren Rechten, Wappen un» „Kleinod allerdings unschädlich. Mit Uhrkund die- „ses Brieffs, den ich mit eigener Hand unterschrieben,^ „auch mein Palatinat-jfaßegel, dessen ich mich in „dergleichen Sache gebrauche, besiegelt. Geben und „beschchen in der Rayserlichen Residente - Stadt „XVien in dem Ein Tauend Siebenhundert und „Siebenzehenden Jahre, den Zehenden tflo« ,)Naths-Tag Novernferis. Hatic präsentem Copiam cum vero suo Original! Diplomatis Nobilitatis concordare attestor ego infra fcriptus Notarius Publicus Caeiäreus juratus J *\ Maximilian Joseph von '*J Minzenried, Comes Palatinus Cesareus utsupra mppr. FRANCISCUS HENNINGUS Schade mppr. Prae- vstt eim'gett Buchdruckern. zz trxCens hoc EvXempium cum jam exhibito Diplomatis Nobilitatis Authentico iigillato probe peracta collatione verbotenus maximeque con« veniens deprehendisse , ad hunc actum legitime rogatus & requiikus in fidei firmita- temtettatum facit 17. Iduura Decembr. Anno 171 8. (LS) JOHANN. GERHARD, v * ' etarcFcr, Sacra lmpeciali autoritate Notar. Pubf, Jurat. nippr. Johann David Iuttgtticsl,ist in Zwickau 1695. den 16. Zunii geboten, Sein ftel. Herr Bater Raphae! jungm'col, ist ein Chinirgus und Ober- aellesterin dem oantzen Zwickauischen Creyft, wie auch Cammer-Diener bey dem Fürsten von Wieftnburg gewesen ; Die Mutter aber Maria Magdalena, gebohrne Rachelsin, eines Ober-Försters Tochter aus Trau. In Zwickau und in Schlaitz ist er in die Schule gegangen.. Im Jahr 1701. starb ihm sein Herr Vater in Zwickau, und dessen Frau Mutter verehlichte sich wiederum 170z. an Herrn Lhrisiiar! Bitrorssen, Buchdruckerherrn und Stadt-Wacht- meister in Zwickau, welcher sich auf Verlangen de6 damahligen Herrn Graffen von Neuß 1705 nach Schlaitz begeben, und daselbst Hof-Buchdrucker und Stadt-Richter in der Heinrichö-Stadt wurde. Im Jahr ,729. trat erin Schlaitz bey seinem Hrn.Stief- Vater in die Lehrjahre, worauf er 1714. den^.Jun. in Schlaitz in Cornuten Stand getreten ist, und noch in diesem Jahr den 24. Zunii in Schlaitz sein Postu- lat verschencket hat. Im Jahr 1721. hat er sich nach € Erf- 34 Rmyyefaßte Nachricht, Hrfurt deaeben und vie Junafer Dörruz« cineS Z -.mm^cher? Tschter geheyrathet, mit welcher er 5. Kinder gezeugct hat, davon annoch em emtziger Sobn, lobarni Georg, annoch am Leben ist. Im Jahr -TZ? den 1. Nov ist er in Erfurt Herr wor- den , da er seines seeligen Bruders, . z.) !). Müllers himmlischen Liebes - Kuß, Erquickstunden, Ereutz-Buß-und Bek-Schule in 4to. 4 ) Herrn M Pfeiffers, fall zu St. Joh. Sammlung heiliger Reden , so von denen berühmtesten und ge- lehrtesten Lehrern der Reformirten Kirche mFrantzö-- sischer Sprache gehalten, und von gedachtem Herrn M. pfeiffan in die Teutsche Sprache übersetzet wor-- den, in 4to. 9. Alphabeth. Jn seinem Wappen führt er ein Einhorn. Siehe Tab IIl. 8ranckfurt am May»?. Jn diese berühmte Stadt hat sich so gar ein Ge- seke niedergelassen, weicher bey Johann Sauften und Peter Gchöffern in Condition gestanden. Er hieß Johann Petersheim, und lebte daselbst 1459. welches Herr besser aus Johann Christoph VOclffs Conspeit, Suppellect. bpiliolico p. sz6. erweiset. Man kan aber nicht leichtlich alle Buchbruckerherren^ welche sich daselbst nach einander niedergelassen haben, nahmhast machen. Inzwischen habe ich folgende gefunden: z 51 z. Christoph Corphms. (^) 153s, _von einigen Buchdruckern, zx iS 30. Christian Egsnolfi .1555- David Zäpfl n. (*) -57Z. rvendel Humm. (*j - - Andreas wechel. 2577. Martin Rochier. 1585- G^giemund Feyerabend- ' - Peter Fabee (*) 5 s90. Claudius Marne, 1593. Johann Aubei. 1601. ntcol fasset. (*) 5621. Gigmund L.acomius. » - lLrafmus Rempfer. (*) - - Hartmann Palchenius. - - iLgenolftemmel. r - Johann Hoftr. - - Johann Friedrich ZVeiß. " ~ Johann Brinzer. - - David Aubrr. • - Caspar Rörel. 2624. Paul Jacobi. - » Johann Hie. ScolyenbetZee. Z626 XVolf Hofmann. 56Z7. 2lnron Humm. - - Johann Conrad Reurer. Z6z9. Matchaus ^empfer. 1646. Philipp Fiever. 1652. Johann R.empfer. 1656. Daniel Fievet. l6 58- Johann Georg Speelitt. s) C 2 1659.' O Dieses Zeichen werde ich zu einem jeden sitzen, von dem ich ein Jnftgue nach diesem Verzeichn^ beschrei- den will. s) Dieser hat 166«. diß neue Bnchdrucker-Drdnung w z6 Rurygefaßte schrickt. _ 165?. Balthasar Christoph V?ust. Sen. - . Zleyidius Voyel. . ' . - nicol Ruchenbecker. . . Hieronymus pollich. 1660. Johann Görlin b) 1661. Johann Gottfried Rempfer. 1663. Johann Htcol Humm. - Heinrich Meji& . 1665. Älasius Ilßner» 1667. Johann Andrea. ,668- Johann V.uchenbecker. 1672. Johann Georg Drullmattii- • 1674. VOende! Mowaldc. ' ,675. Johann Diecrich Friedgen. - v Johann Haaß^, - - !i68l- Johann Philipp Andrea, c> . > Äalthafar L.hrisioph VQuft, Jun. -686. Martin Jaqvet. -6s7. ?ohann Hainstheid. »688. Johann £äiie& 1690. Johann LDufl 1691. Andreas Teutschmann. 2697. Johann Kellner. S699 Nicolaue Weinmann, d) .1701. Johann Balthajar VOachter. 1704. Matthias Andrea. > > Anron Hainscheid« 1706. druckt, welche den Buchdruckern von dem dafigen Stadt - Magistrat ertheilet worden. b) Man weiß, daß er etliche jwantzig Jahr Vorgehe? g-wesen ist. c) Ist ttliche jwanßig Jahr Vorgeher gewesen. 4) Dessen Druckerei) ist »719. durch d»e Feuersbrunst verjehre^rNvrdey. vStt einigen Buchdmckettt. 37 1705. Znton Christian Ilßner. - - Marcus 4>ubet, e) Nunmehr» will dieZnsignia beschreiben, so ich von einigen Buchdruckern von Franckfurt nach und nach gesammlet habe. i.) Christoph Corvinus hat sich die Geschichte des Propheten Elia erivehlet, welchem die Raaben Speise hringen^ womit er sonder Zweifel^auf seinen Namen gezieltt 'hat. Aussen herum stehen die Worte: tx vno omnia. Siehe Tab. V. H.) David Zapflitt setzte ans Ende seiner gedruckten Bücher insgemein eine aus einer Wolcke hervor ragende Hand, welche ein gecronres Hertz halt. Aus- sen herum lieset man die Worte: Cor regis in mann efomini. f) Siehe Tab, V. 111.) VOmbel Humm führte den Simson, in- dem er den Löwen den Nachen zerreißt. S. Tab. Vl. I V.) petex Schmidt und Gigmund Feyerabend hatten den schmiedenden Vulcanum erkieset, wobey die Fama stehet und blaset. Siehe Tab. VI. V.) Nicol Saser hatte die Göttin des Glücks auf einem Rad. Siehe Tab. VI. VI) Lcasmus Rempftr führte einen geharnisch- ten Mann zu Pftrd, welches auf einem Postement stehet; An dem Postement lieset man K. K. welches die Anfangs Buchstaben von seinem Namen, und aussen herum : Militahonammilitiam. S Tab. VI. C 3 _Und e) Dessen Oruckerey ist einige Zeit stille gelegen. i) Ich habe dieses Jnsigne au6 einem sehr merckwurdi' gen und bey nahe gany unbekannten Buch genommen. Nemlich von der teutschen Übersetzung von Ariltorelis Problemet Francs. 15s12. Hieraus lernt Man, Woher doch so siele abergläubische Dinge enllprungm sind. \ ZS Rurygefaßte Nachricht, Unv so viel von einigen Jnjignien. Nunmel)ro schreite ich zu Den Lebensbeschreivungen selbst. ^alchajar Dicht, der älteste Buchdrucker, von denen jetzo lebenden Buchdruckern zu Franckfurt am Mayn, ist i687- gebohren. Sein Herr Bater war Johann Beechold Diehl, ein Kaufmann daselbst, t>ie Mutter Anna Dorothea, eine gebohrne Görlt- nin Die Kunst lernte er daselbst bey Herrn Johann <&etlin 170z. und postulirte hernach 1708. bey Hrn. Marchla« Andrea. Im Jahr 1716. trat er der» -Herrenstand an, nach dem er etwas von der Görli- «ischen Druckerey geerbet hatte. Hierauf heyrathete er eines Materialisten Jungfer Tochter, mit welcher er sechs Söhne und eine Tochter gezeuget hat Sein ältester Sohn, Christoph Friedrich, hat bey ihm die Kunst erlernet, und 1738- bey ihm postuliret. Zum Jnsigne bedienet er sich eines Schildes, worinnen sein verzogener Name uno das Handels - Zeichen zu sehen. Der Schildhalter ist ein nackigter Mann, welcher bey einem abgehauenen Baum stehet, wor- aus ein grüner Zweig gewachsen. Siehe Tab. Vl. Reichard Eustachius Möller, Buchdrucker und Buchhändler zu Franckfurt am Mayn, erblickte M Biederitz, in dem Hertzogthum Magdeburg den 17. Febr. 1695 das Licht der Welt. Sein £)ei'r Vater M. Johann Eustachius Möller ist Evangelischer Prediger zu Biederitz gewesen; Seine Mutter war Frau Carharina iLitsabech, des Hochehrwürdigen Herrn D. Emesti BackH,(&emc>M zu Magdeburg, eheliche Tochter. Da nun sein Herr Vater frühzeitig, Ziemlich den 19. Febr .695. als an dessen Tauf-Tag, verstorben; So ist er der mütterlichen Erziehung bis 3707. untergehen gewesen/ welche ihn zu Magdeburg zuv von einigen Buchdrucker». Z9 zur Kirch und Schulen fleißig erzogen, worauf er auch in selbigem Jahr nach Jena in dasige Schule ge- gesandt wurve, allwo er denn zugleich im Meyerischen Buchladen in die Lehre aufgenommen wurde. Weil er aber nach ausgestandenen Lehrjahren noch sehr jung war; So hat ihm die sel. Frau Meyerin, als seiner Mutter Schwester, angerathen, die löbliche Buchdru- ckerkunst noch zu erlernen, wozu er sich denn auch verstanden, und 1712. bey Johann Christoph iRnbfl, Vasigen Buchdruckern "auf vier Jahre in die Lehre begeben hat Nach überstanvenen Lehrjah- ren, und da er ohngefehr z^ oder 4. Wochen Corneli- us gewesen, hat er 1716. bey Herrn Johann David lVerchern, oderivielmehr wie es damahls gebrauchlich gewesen, bey der gantzen Jenaischen Gesellschafft sein Postulat verschencket; noch in selbigem Jahr ist er vo« darüber Leipzig nach Hamburg gereiset und zu Herrn Gpiering in Conditwn gekommen; Im Jahr 1717. wurde er aus Hamb. nach Lemgo zu Herrn -Heinrich NOlMelmMayern in seine Handlung und Buchdru- ckerey verschrieben. Im folgenden Jahr gegen Ostern reiseke er von dar nach Franckfurt am Mayn in Condi- tion zu Herrn Marrhms Andrea, allda er in der Herbst-Meße in selbigem Jahr noch bey einer gantzen Gesellschafft von Herrn Marchias Andrea zum Faclor seiner starcken Druckerey vorgestellet wurde, welche Stelle er rühmlich bis zu Ende des 1719. Iah- res verwaltet hat, da er dann wieder nach Jena in die Meyerlsche Buchhandlung als Factor verschrieben wurde. Ob nun gleich der sel. Herr Andrea solches ungern sahe, so trat er dennoch die Reise zu Anfang oes i- 2Q. Jahrs dahin an und versähe abermahls die Stelle eines Factors allda biß den 1. Martii 1722. .€4 Da 1 ' 1 v 4» Rmygefaßte Nachricht, Da nun Herr Marthta» Andrea in der Her oft- Messt i?2i. gestorben, so wurde er abermahls in seloi- ge Dmckerey als Factor verschrieben, da er dann den 4ten Mertz 172,2. wieder angekommen, und seine Stelle abcrmahl angetreten hat Endlich hat es der höchste gefüget/ daß er sich^mit Herrn Matthias %n* dreä ftl. Wittwe, Frauen Annen Clären, Herrn Johann GöUins ftl. Buchdruckers allda, ehelichen Frau Tochter in ein Christliches Ehe-Verlödniß ein- ließ, den 12. May a,c. das Bürgerrecht erhielte^ und den r.Julii selbigen Jahrs sich mit gedachter Frau An- drain verehlichte, in welcher Ehe er auch noch, ol> zwar ohne leibes-Erben, gantz vergnügt lebet, und un- ter den Buchdruckerherren jetziger Sub- Senior ist. Und ober zwar gleich Anfangs bey der Druckerey den Buchhandel etwas klein und ohne einem offnen La- Den getrieben; So hat es sich doch 1729. gefüget, daß ?r das dasige Genyische Bücher - Lager in Gesell- schafft halb an sich gekauffet hat, wodurch er dann ge- nöthiget worden sich noch in selbigem Jabr nach einen offenen Laden und Bediente umzuschen, um den Buch- Handel künfftighin besser, und starcker zu treiben. Wo- bey er dann folgende nützliche Bücher, nebst vielen an- dern, in seinem eigenen Verlag gedruckt und an sich ge- bracht hat, als: Ishann Arnds Evangel. Postitf,* samt der Paßions Hist. fo!. dessen wahres Priester- thum in allerleyDruck und und Format mit und oh- NS Kupfffer; Confiliorum & Responsorum facuka- tisjurid. Tubingensisfol. 6. Bande in Compagnie von 17zI. biß 1735. gedruckt; Gimdlingü Discurs über dieluliimriones Iurislusttniani 1739. in Octav. Eiusd. Difcure über Cocceii tusPubl. 4to 1735. D. Beim. Muüers Evangelische Schluß-Kette in Compagnie vstt einigen Buchdruckern. Aß pagnie, 1734. itlfol. D. Rambachs Colleg Hist. Eo ciesm4fo 1734. D - Phil- Ach« Speners Handlung von derNaturund Gnade 173z. inZvo. Dessen Lei- chen-Predigten 13. Theile in 4to. 1737. Johann Frid. Starckii Comment, in Ezech. in 4to. 17? r* Dessen Passwns - Andachten in 8vo. 1735. Dessen' tägliches Hand-Buch in Mund bösen Tagen, in gvo. 1739.!). /'^/Predigten von wahrem Christenthum, tN 8vo. 1739, Nouveau Dictionaire du Voyageurist 8vo. 1738. Deßgleichen hat er por auöwartigs Handlungen in seiner Druckerey nebst vielen an- dern folgende sehr kostbare Wercke gedrucket: R. P. Francisci PoIygraphiaSacra, in fol. 1735. R. P. CaU met Cornrnentariurn litterale in ornnes ac singulos turn veteris, turn noui Test, libros in 5o!. 1734. 2. Bände D. lofephi Manß Bibliotheca moralis, 4 Bände in Fol. I7Z2. De GravesonWxft Ecd. Vet. & Nov. Test.' in 5oi. 172F. Dessen Jnsigne ist ein ordentliches Wappen, in dessen Schild der Wo- gel Greiff mit den Druckerbalien/ und aufdem Helm eben dieser Vogel' mit dem/ Winckelhacken stehet^. Aussen siehet mar? das Handelszeichen. Siehe Tab. vi. Ioh.Äenjamm Andrea, Buchdrucker und Buchhändler, wie auch der Zeit Vorsteher einer löblichen Buchdruckergeftlischafft zu Franckfurx am Map». Sein sel. Herr Vater wqr Johann Philipp Andrea^ bey welchem er die Kunst erlernet, und nach desselben Todt, nemlich zu Ende des Jahrs 1722. die Druckerey bekommen hat. Es ist solcher seit 1726. v erheyrathet^, und dessen ältester Sohn, Ioh« Heinrich, schon zwey Jahr zu Erlernung dieser Kunst eingeschrieben. Ubri- Zens ift noch zu gedencken,dsß diese Andreische Buch- Muckerey seit 1667. durch Vater, Sohn mW Enckel C 5 mut 42 Rurygefaßts MchdWt^ unter diesem Nahmen nunmehro gefuyrel, und in selbige svw»hl als in der Handlung viele groj>e unö andre Bücher gedruckt und verlegt worden» Äis? Biblia Crkica infol. 9. Tom» Biblia Hebr. Maji, in 410. Poli Synopsis 5. Tom.infol,. Hertzii Opera, in 4to. a. Tom. de LudoJphi Consultationes.infol. Dictionnaire Imperial. Veneroni. JtaUanisch Fr. Lat und Teutsch, in 4to. Heinrich L.udervig Sröttner, der Zeit Vorsteher, ist den 21. Dec. 1702 in der Stadt N>rcheim an der Tauber gebohren. Er Krnete die Buchdrucker- kunst oaselvstin Francksurch am Mayn von An. 17*7. biöi-721. bey weyl Herrn Johann Philipp Andrea, und überkam 1722. durch Anheyrathung Herrn Johann Sauere sel. hinterlassenen ÄLittwe dessen Buchoruckerey, aus welcher Ehe von drey erzeugten Kindern noch ein Sohn, Heinr. Remigius Lrönner, der Zeit am Leben ist,welcher i?28.den 1 5 Mar. geboh- ren und »737. den 1 i ten Jun. zu Erlernung der Buch- druckerey eingeschrieben worden. David Jacob Cronau, ist 1704. in der Kayserli- chen freyen Reichs-Wahl-und Crönungs-Stadt Franckfurt am Mayn gebohren, woselbst er auch die Buchoruckerkunst von 172». bis 172z. bey weyl. Hrn. Johann Zöllner erlernet, auch dessen Buchdrucke- rey ourch Erbschaffc und Anheyrathung seiner hinter- lassenen Wittwe den 26. Dec. 1-29. übernommen hat, in welcher Ehe er keine Kinder erzeuget, ohnge- acht fttdige 6. Jahre gedauert hatte. Im Jahr 1735« begab vott einigen 25u chdrucker tt. 4 z begab ersich in die zweyte Ehe, und zeugte in derselben zwey Kinder, als einen Sohn und eine Tochter der Sohn ist l?z6. den 16. Oct. gebohren und bekam in der heiligen Tauf den Namen: Ioh Ntcol, welche beyde noch am Leben sind. ✓ Franckfurth an der Gder. «Bonden Buchdruckern, welche sichzuFranckfurth on der Oder nach einander niedergelassen haben, sind Wir folgende bekannt: 1567. Johann Eichhorn, a) 1583. Andreas Eichhorn. * z 595 Friedrich Harrmann. 1600. tvolfgang Richter* 1613 Johann Äringer * Z616. Johann Eichhorn. 1651. Z^icolaus Roch. 16 ss Eraßmus Rößner. 1658. Galomon Eichhorn.' »664. Christoph Zeitler. - > Andreas Beckmantt. . - Johann Ernst. 1667. Friedrich Eichhorn ,679. Johann Coepfelius 1690 Christoph Andreas Zeitleti ijeti p) Der Churfürst zu Brandenburg Joachim ertheilte ibm 1567. am Tage Joh. Baptista über die gantze Chur« Marckt Brandenburg ein Privilegium, woraufman si» zleich in feiner Druckerey mit der Augfpurgifchea Con» feßion und dem Christlichen Concordimbuch den W fang zur Druckerey machte. Sein Gehn Anvreas und dessen Sohn Johann begleiteten die Stelle eines Rarhs, kammereS und führte» die Oruckerey fort. Kurtz fei- «e Kinder und »tt setzte die Kunst daselbst ssvxt. :4 Rurygefaffte Nachricht, I695. Tobias Gchrvary. 6701. Jshann lLhrijr^ph Gchrvary. 1703- Johann Christoph Gtippin. 1715. Hermann Gimnier, yeymrhtte Anna Margarerha iLichhornin, eine Tochter Friedrich Wchhorns, wodurch er desselben Druckerey erhallen^ sind darüber von neuem prwliegirt wurde. Nunmehro will ich die oben bemerckten Jissignia be- schreiben,und alsdenn dieiLebensbeschreibungen der jetzi- gen daselbst befindlichen Buchdrucksrherren beyfügen. Andreas Eichhorn harte nach Anleitung seines Na- mens cin Eichhorn^rwehlet, wie Herr Lc\jjw berichtet, p. 227. W>olfgang Richcer hatte sich den schönen Jung- ling Ganymedes erkieset, \x>k ihn der in einen Adler verstellteJurpiter in Himmel geführek. Aussen herum steh en die Worte mDeo latandum Siehe Tab. VII. Johann Bnnger einen durch die Lufft fliegenden Engel, welcher in den Handen ein Band halt; Oben in dem Wolcken stehet das Wort rnrp. Unten das Handelszeichen und die Anfangsbuchstaben von seinem Namen l. B. Aussen herum ließt man die Worte: Ecceannuncio vob'Sgaudium mg^num.siehe VII. Tobias Eschroarye, Universitats Buchdrucker, ist 1665 den 15. Martii zu Oelße in Schlesien gebohren. Sein Vater ist ein Zwilligmacher gewesen. Er wur- be von Jugend auf zur Schulen augehalten ; Weil ihm aber der Vater gar zeitlich verstorben : So i hat ihm Herr M. XVegner Diaconus an der Ober- Kirchen daselbst, als ein Vetter 1680. nach Franck- furth an der Oder zu sich genommen, und zur Schu- je gehalten, worauf er i6Z6. als ein Studiofu iingnb.rct worden. Es hat gemachter Herr M. vl?eg- ner von eimcteit Buchdtuckevtt. 45 n r einen Sohn gehabt, welcher die Druckerey lernen sollte, indem er die Druckerey zu L.andsberg an dex Watte an sich gekaufter hatte. Da er aber fruhzei- tiggestorben,so hat er unsern GchWaryen beredtt, die Kunst, zu erlernen, damit er ihm die Druckerey über- geben könnte. Hierauf ist er also nach Frf.am M.wn gereiset, und hat bey Ioh Diemch Ftiedche-n sel sei- ne Jahre ausgestanden; und hernach Daselbst postu- lirer, und einige Oerter besuchet. Dä er aber von ihm ein Schreiben erhalten er sollte nach Stf. an der Oder kommen,mit ihm Unterredung zu halten : So hat er ihm die Druckerey verkaüffr. Er fieng darnach 1691. seine Druckerey an,heyrathete 1702. eine Wittw?,Go- phia Rorhin, eines Predigers Tochter aus Döbbrin, mit welcher et drey Sohne geMgey die zwey.altesten sind wieoer gestorben/ und der jüngst» yat die" Drucke- rey bey ihm gekniet und. postulirel Nachdem er nun eine Zeitlang die Druckerey gesühret hatte und dis Stelle eines Universitats Buchdruckers ledig wurde, sv hat ihn eine Hochlöbliche Universität darzu angenom- men. Weil er aber Alters halben 1734. die Qfsicin seinem Sohn übergeben, so hat ermeldtete Universität gleichfalls auf seinen Sohn gesehen und ihn zu ihren Buchdrucker angenommen. Martin Hubner, ist zu Dammy imMagdebur- gischen 2. Meilen von Halle gelegen Anno. 1696. den 31. Martii gebohren worden. Sein Vater ist ein Weingarrner und Einwohner daselbst, Nahmens Am- brosius-^übner, gewesen. In XOcttin hat er die Schule besuchet, und 1711. in Lüstri»? bey Herrn Gottfried Heimchen, Königl. Regierungs^Buch- drucker, die Kunst erlernet, daraufer zu Ostern -716 losgesprochen wurde, und auf folgenden 2. Jun. er 46_ Rmyg efaßte' Nachricht, wehnten Jahres in Stettin bey Herrn Herman»« Gottfried Effenbarchen sein Postulat verfchencket fyat. Nachgeyenvs hat er unterschiedliche Oerterbe- suchet, bis er 1725. nach Frankfurt an der Gdev aus Serlin in der Frau Wittwe Simmersitt Druckecey verschrieben wurde. Envlich hat er der- selben ihre privileqirte Buchdruckerey nebst den Wer- lag 1726. abgekaufft, und sich hernach noch in die- sem Jahr den»s Octobr. mit Jungfer L.ouisa Meist ^er»n,aus Cüstrin, Herrn Johann Meisners, Ge- richts />jlcllori8 daselbst, eintziger Jungfer Tochter, verehlichet, mit welcher er 2. Töchter und 1. Sohn gezeilqet. Weil nun 1732. den 22. Junii seine Frau? Liebite wieder gestorben; So hat er sich nachgehendS Z7ZZ. den 7. May zum andernmahl mit Jungfee Dorothea Elifabi ch padelin, Herrn Christ, pa- dels, Tuchbandlers allda, ältesten Jungfer Tochrer, wiederum ehelich verbunden, und mit derselben eine Tochter und einen Sohn gezeuget. In dessen Dru- Äerey werden die von Jhro Königlichen Majestät in < Preussen allergnädigst privilegirten und mit dessen ei- genhändiger Unterschrifft erlaubten Theologischen Bü- cher, an Postillm,Gebeth-und Gesang-Büchern,und unterschiedlichen Schul-Büchern gedruckt, und von demselben verlegt. Siegmund Gabriel Alex, ist zu ?acobsdorss, bey Franckfurt an der Oder im Jahr 1698. den 25. Martii gebohren. Sein Herr Vater ist Martin Alex, Prediger in ermeldeken Iacobsdorss, >Vrie- ftn und Rerschdorffgewesen, welcher ihn zu 8ranck- furtk an der Oder und ^ürstenwalde zur Schule gehalten. Die Kunst erlernet-er 1713 zu Crossen hey seinem Sktef-Pruder, Herrn Johann Friedrich VStt einigen Buchdruckeett." 47 £.tsoexn<>, worauf er 1718. bey der Buchdrucker So- cietat zu Franckfurch losgesprochen wurde, und noch in selbigem Ichr 17*8 zu Serlin bey einer gantzen Buchdrucker Societät poftulirte. Im Jabr 17.0. hat er bey des seel. Hrn. Johann Chr-stophSchrvar- yens Wittwe ein Jahr als Factor der Druckercy vorgestanden,welcher er hernach 1731. die Buchdru« ckerey abgekaufft hat, und Herr wurde Worauf ee noch in ermeldteten Jahr den 29 April Jungfer Do- rschea Wisabech Christin, des seel. Herrn Ma^- fter CKnsis, gewesenen Kectons daseltzsi , jüngste r Jungfer Tochter geheyrathet hat. Seine Druckercy ist sehr alt, und 1637, vondem hochseeligen Cburfür- sten Friedrich VDil elrn privilegin worden Dessen Jnsigne steller einen Blumen-Korb für, worauf eine Biene fliegt, aussen herum ließt man die Worte: Mes yeux k toutes P man coeur k ane. Siehe Tab. VIII. Gochs. In dieser Stadt hat die edle Buchdruckerkunst erst seit hundert und etlichen wenigen Jahren einen Wohn- platz gefunden. Herr M. Georg Conrad Rieger, hat in der Vorrede zu to. XCitydm Jeremias Jacob Rleflens dritten Jubelfest der Buchdruckerkunst Gotha, 1740. 8. p. it. sqq. alle daselbst nach einem« der wohnhafte Buchdruckerherren nahmhaft gevia- chet,und das merckwürdigste von ihnen angeführet. Es wird mir erlaubt fegn, daß ich das nothwendigste daraus entlehne und Hieher setze. Der erste Buch-- drucket daselbst: p?tev Schmidt hak i6zz einen Anfang gemacht Weil er sich aber etwasunanstän- digaufgefühM l^at; So tzq; lhytzRDWWHer- m 48 RutyZefaßteNachtiche, ■ tzog Ernst entlassen, und hingegen dem seel. Herrn Rector, M Andreas Reyhern 164z. durch einen besondern Befehl gnädigst aufgetragen, seine Drucke- rey von Schleusmgen nach Gotha zu verlegen, wor- über er so wohl ihm, als seinen Erben und Nach-^ kommen ein gnädigstes Privilegium ertheilet hat: Hier- auf ließ gedachter Herr Reyher seine Druckerei) durch einen Factor, Johann M-ichael Schallen, vec- walten ; bis dessen Herr Sohn Christoph Rcyher 1668. dieselbige übernommen, nachdem er in Leipzig die Buchdruckerkunst rühmlich erlernet hatte. Ge- dachtet Christoph Rchhee bekam ebenfalls ein gna- diges Privilegium darüber von Jhro Hochfürstlichen Durchlaüchtlgkeik dem Hertzog Ernsten; welches hernach Jhrö Höchfürstliche DurchK Friedrich !. und Friedrich II. bestattigten» Als er aber wecjen hohen Aicers seiner Druckerey nicht wohl mehr vorstehen konnte; So wurde dessen einiger Sohn ,.Herr Jo« tyattn Andreas Revher 170^ von Sr Hochfürstl. JÖurdjl. Friedrich A. aus Coppenhagen nach Gotha beruften. Anfanglich wurde er nur dem alten Herrn Vater als Hofbuchdrucker substituiret, bis er endlich 17 > 4 die Buchdnlckerei) nebst dem gnadigsten Privile- gio würcklich und eigenthümlich angetreten hat Die- ses Privilegium haben hernach Jhro Hochfürstli Yen Durchl. Hertzog Friedrich lil. aufs neue mir allen Clausuln und davon abHangende Freyheiten so wohl über die Buchdruckern), als Bücher - Werlag aller- gnädigst bestätiget. Die jedermann vor Augen lie- genden gedruckten und verlegten Bücher können ein deutliches Zengniß ablegen, daß unser Herr Reyher seine Kunst gantz wohl verstehe, nachdem er seine Wis- senschast in Holland und andern Otten reichlich ver- mei> von einigen BftchdWMW. 49 mehret hat. Er bemühte sich auch eifrigst, alles anzuschaffen , was nur zu einer wohl eingerichteten Buch- druckercy nöthig ist. Zu dem Enve hat er sich mit einem reichen Vorrath von den besten L ttern, Figu- ren, und Kupferpressen u. d» m. rühmlich versehen. Riegep U c. Halle in Sachse». ?ohantt Christian Hendel, Universitats Buch- Vrucker in Halle, trat zu Aschersleben 1692. den 3. October ans Licht der Welt. Sein Herr Vater, war Christian Hendel, Stadt Chirurgus daselbst, welchen er gar bald durch den Tod einbüssen muste, darauf auch die Mutter gleichstes folgte, daß er also in dem ersten Jahre seiner Kindheit zum Vater-und Mutterlosen Waysen wurde. Bey solchem chw^rm und betrübten Verhangniß nahmen sich die nächsten Blutsfreunde seiner treulich an, gaben dieftmWay- sen den hochitnöthigen Unterhalt und erzogen derisel- ben bis ins rite Jahr. GOtt erweckte aber l'ernach eine grosse Wohlthai erin, nemlich die weyland Hoch- rvoh gebohrm 8rau von ö.egath, eine gottesfürch» endium Iuris eeclesi>stici, und andere mehr. Sein Jnsigne ist ein Garten mit Blumentöpfen und Aleen von Bäumen, darinnen ein Gärtner ein jun- ges Bäumgen pflantzet, mit der Uberfchrifft: in I'ioffnlmg Grünend. Johann Jlistinus Gebal»er, Uiuverfitats-Buch- drucker, von einigen Buchdruckern. 75 drucker, wurde den 19. May 1710. zu rValchers- haufen im Hennebergischen gebohren. Dessen Herr Water war Director des dasigen 8eldmessex-Col!e- Zu, wie auchTuch -und Naschmacher daselbst. Ob er sich gleich Anfangs dem Studiren widmen wollte; so verursachte doch der frühzeitige Tod seines Vaters, baß er solches fahren lassen,, und in seinem 1 z. Jahre in die Fremde, und zwar nach Jena zu seinem da- mal daselbst studirenden Bruder sich wenden muste. Im Anfang deö 1724. Jahres begab er sich zu^ran- ciscus Buchen / Buchhändler und Buchdruckern da-- selbst, bey welchem er Anfangs die Buchhandlung, uachhero aber auch die Buchdruckerkunst erlernet«, und 1730 bey selbigem'nuch das Postulat verschenckte. Um Michaelis 1732. wendete er sich nach Halle,wo- selbst ihm wenige Wochen nach seiner Ankunfft dfe Factorey in des seel. Herrn Stephan Orbans hin- terlassenen Buchdruckerey aufgetragen wurde, so er auch angenommen, und nachdem er solche beynahe ein Jahr verwaltet hatte, so kaufte er diese erst ge- dachte Buchdruckerey an sich , und hat solche mit vie« len Schafften vermehret; zu Anfang des 17U Iah' res verehlichte er sich mir Jungfer Maria Sophia^ Herrn Johann Adolph Bertrams, Apotheckers in Quedlinburg,hinterlassenen eintzigen Tochter/ mir welcher er 2. Söhne und eins Tochter genüget, da- von jedoch der älteste, Johann David, wieder ver- storben, und Johann E mmanuel noch am Leben ist. Nebst verschiedenen Böhmischen, Pohlnischen, Ostindischen, Wendischen und Ungarischen Schriff- ten, ist auch Johann Arnds wahres Christenthum, in Nußischer, und das Neue Testammt in Finnischer Sprache bey ihm aus der Presse gekommen. Weil D 4 er 5'5 ^Utyaefaßte Ncchricht, er übrigens ausser diesen wenige , darunter LaBantil opcra omnia c. n* Biinemanni in med. 8 Cafleüio- Xzs Colloquia 8 Ei. Annotationes Bibl. in med. 8. ch. n. Bünemanni zurechnen sind, vor andere zu t>ru#- cken gehabt, so hat er meisteutheils seinen eigenen Werlag verfertiget, und in selbigem sonderlich Lutheri Kirchen-und Hauß- Postill in ^ verbesserter heraus- geliefert, auch nachher sich entschlossen die sämmrli- chen Gchrifften des seel. Lutheri in 19. Quart Ban- den m einem viel verbesserten Stande unter der Di- rection des Herrn Johann Georg XValch«, der «Heil. Schrifft p. und i\ P. Ord. in Jena, wie auch Hochfürst!. Sachs. Eiftnachischen und Brandenburg!. Onoltzbach Kirchen-und Consistorial-Naths,ans Licht zu bringen, wovon Die bereits heraus gekommene Theile am besten zeugen können. Dessen Jnsignö belachet aus zwey Palm>>aumen, darzwischen in der der Mitte ein Tisch, auf welchem sich oie 20. Bände von L."cheri Schrissren nebst L.ucheri Wappen mit dem Creutze in der Rose zeiget, und zugleich dessen Wahlspruch: Der Christen ^ery aufRostn Geht, XVmtw mim n untern; Creuye steht, oben drüber sich befindet. . Vorn am Tische zeiget sich des Verlegers verzogenem Name , und auf den Seiten aussenhalb Mey L^rnu copiae, davon die aus dem einen herausfallende Sachen die Buchdruckerey, aus dem andern aber den Buchhandel anzeigen. Chrt'stt'anL.udrvig Sympher, Universitats-Buch- drucker in Halle, ist zu <£i$ki>:ti im Jahr 1697. den 17. April gebohren. Sein Herr Vaterwar Johann Sympher, gebürtig von Rottleben in Thüringen, bey weylano Zhro Hochgraffl. Gnaden zu Schwartz- bürg- vstt ewigen ZZuchdruckeM 57 bürg - Gödern Munökoch / nachhero Bürger un& Gastgeber in Eißleben, von dar sich derselbe nach Halle gewendet, woselbst er auch den 24. April 1731. in 72. Jahr seines Alters verstorben ist; Seine Mut- ter war Sara Magdalena, Herrn Daniel tNer- gme , vornehmen Bürgers und Gastgebers in Halle, nachgelassene Tochter Nachdem ihn nun seine El- Um zur Christenheit gebracht, und einige ZeitdarauK sich nach Halle gewendet, so haben sie ihm nicht aU lein in dem ersten Gründendes Christenthums sowohl, als auch im Lesen und Schreiben fleißig unterrichten lassen, sondern auch auf das berühmte Gymnasium selbiger Stadt zur fernern Grundlegung in denen Wis- senschafflen gethan; allwo er auch viel Gutes gefasset, welches ihm nachgehends sehr wchl zu statten gekom- men ist Und ob er wohl eine gute Neigung zum Stu- Viren bezeugte, so iahen doch seine Eltern lieber, daß er eine Kunst erlernen, und damit sein Brodk desto sicherer erwerben möchte, worinnen sie ihm auch eins freye Wahl liessen Er erwehlete sich also nach ei- genem Belieben die löbliche Buchdruckerkunst, zu wel- cher er jederzeit von Jugend auf eine grosse Lust be- zeuget: Und da sich seine Eltern, gewisser Umstände we- gen, um selbige Zeit zu XCittenb&Q austielten, so gieng er 17*0. bey Herrn Johann Gottfried Meyern in die Lehre, wie er denn auch sowohl im Setzen, als Drucken eine gute Geschicklichkeit bey demselben sich zu wege gebracht, und endlich nach zurück gelegte» Lehrjahren -715. die Freyheit in Cornutenstand zu tre- ten bekam. Nach dieser erhaltenen Freyheit blieb ex noch if. Jahr in Arbeit. Endlich wurde er schlüßig sein Glück in! der Fremde zu suchen, er reifere deswegen 17 j€, nach Jena, woselbst er über i.j Jahr D 5 hch yi R urygefasste Nachricht, bey Herrn Hellernlin Condition gestanden hat. Im Jahr i7iK. wurde er von dem ehemahligen Bürger- meister und Hof-Bnchdrucker, Herrn penzoldnach Hildbnrghausen verschrieben, allda er anch am an- dern Pfingst-Feyertage sein Postulat verfchencket hat. In eben gedachtem Jahrs umMichaelis reiseteer ftr- ner ab, besuchte nicht allein unterschiedene vornehme Städte, sondern hat auch unter denenselben manche Condition betreten; Im Jahr i$2i„ bekam er von seinen Eltern Nachricht, daß sich dieselben, wiederum nach Halle gewendet,deswegen gieng er zurück selbige zu besuchen, und kam daselbst um Michaelis an, da sie ihn nun in einigen Jahren nicht gesehen hatten, so verursachte ihnen dieses eine fonderbahre Freude, und ohngeachtet er willens war, sein Glück ferner in der Fremde zu suchen, so beredeten sie ihm vielmehr da-' zu, daß er seine bisherige Freyheit der Jugend mit dem vergnügten Bande eines glückseeligen Ehestandes ver- tauschen muste. Und das geschahe im folgenden 1722. Jahre im Febr. mit Jungfer Magdalenen Caeha- ritten, Meister Hans Caspar Rasters, weyland Bürgers und Schumachers in Glaucha vor Halle, jüngster Tochter, aus welcher Ehe zwey Söhne, die aber wieder gestorben, und drey Töchter gezeUget worden sind, davon noch zwey am Leben, nemlich Christl'na N^agdalena, und Dorothea Regina. Im Anfang des 17ZZ Jahres am 25. Mark, ward diese erstere Ehe durch Gottes Hand getrennet, wor- aus sich derselbe zu Ende des gedachten Jahres zum an- dern mal verehiichts mit Jungfer Johannen Go- phien, weyland Meister Rretschmars, Bürgers und Schneiders zu Halle, jüngster Tochter, welche aber in folgendem Jahre.1754. den 5. Ocrov. nebst einem von eitriges* Buchdruckettt. 55 jungen Söhnlein im Wochen-Bette verstarb. Im Jahr i?z6 am 5. Matt verheyrachete er sich zum dritten mal mit Jungfer VCictkn Magdalenett, Meister Christoph Bruders, Bürgers und Seilers auf dem Neumarckt, vor Halle, andern eheleiblichen Tochter, aus welcher Ehe eine Tochter: Nahmens Lacharina tNagdalena, vorhanden. Als im Jahr 1729 die Stelle eines Kirchhüters, oder tultodis secundi, an der dafigen Marien Kirche ledig wurde, * so ist ihm durch die Wahl eines wohl löblichen Kir« chen-Collegii dieselbe zugetheilet worden, bey welcher Kirchen-Bedienung er auch bey seinen Obern und Vorstehern sehr wohl gelitten ist Ob er nun gleich bey seiner Kirchen-Bedienung sowohl, als mit seinen tagli- chen Geschafften sehr überhauffet ist /so hat er doch die Liebe und Meynung zu seiner so werthgeschätzten Kunst nicht gantz bey Seite gelegt, sondern,"al6 sich im Jahr i7ZZ. Gelegenheit fand, daß sich ein Kunstverwand- ter, aus Berlin gebürtig, Namens Beurler, in Halle befand, welcher willenswar eine neue Druckerey an- zurichten, so that er ihm nicht allein allen möglichen «Vorschub, sondern er halffauch, daß vermöge eines allergnadigsten Königs. Privilegii dieselbezu Stande gebracht wurde. Nachdem nun dieses Werck von «rwehnten Beutler kurtze Zeit darauf gottloserweise verlassen wurde, so hat er solches von denen Credi- toribus 1736. wieder erstanden und führet es nun- mehro fort/ dabey er sich der HülffeHerrn Christmn Riemers, als Factor, bedienet. Unter seinen bis- herigen Verlags-Büchern, so er gedruckt, könnte nian unterschiedliche anmercken,wenn sie nicht schon ohnehin bekannt genug waren. Jetzo hat er das Leben des Königs Gustavi Adolphi in 8vo. mit Kupfern fertig %>am* es Rurygeftßte Nachricht, Hamburg. In dieser berühmten Hansee Stadt wurde die edle Buchbruckerkunft gar frühzeitig an-und aufgenom- wen. Herr Reffte berichtet p. 54. daß sich Johan» und Thomas ^Sorchard schon um da6Iahr i49i. daselbst befunden, und Landes b. Maria Virginis ge- drucket haben. Von einigen, die gegenwärtig daselbst leben, und diese Kunst treiben, kan ich folgende Nach- * richt beybringen: Rudolph Bemke, trat zu Vraunschweig den 19 Ilüii ans Licht der Welt. Weil er nun eins Neigung zur Buchdruckerey hatte; So begab er sich 170? in seiner Vaterstadt zu Johann Georg Zilll'gern in die Lehre, und wurde 1707. davon wieder loßgszehlet, woraufer in oben dem Jahre daselbst sein Postulat verschenckte. Won da hat er sich aufReisen be- geben, und ist 5724 von Leipzig auö nach Hamburg, als Factor, zu des sel Nicolas Gennagels Wittwe, verschrieben worden, da ihm denn das Glück so günstig war, daß er sich mit ermeldeten Wittwe jüngsten Ist. Tochter, Anna tNa^dalena, in eben dem Jahre ver- ehlichte, und zugleich die Buchdruckerey überkam, wo- rinnen er manches nützliches Buch gedruckt und zum Vorschein gebracht, worunter billig mit zu rechnen ist das von Titulo Herrn Prof. JVolffio auf bevorstehendes Suchdrucker Jubiläum zu Ehren ver- fertigte lateinische Werck, unter Herrn Christmn He- rolds Verlag. In ermeldeter Ehe hat er nicht länger mit seiner Ehegattin gelsbet, denn ein Jahr und einige Wochen, und mit ihr einen Sohn erzeuget: Nahmens, Lrdinann Christoph, so bereits bey ihm die Kunst Angetreten, selbige zu erlernen. Im Jahr 1726. den z. Nov. schritte er zur andern Ehe mit Anna Marga- VStt einigen Buchdtuckettt.' . 6t Letha,einer gebohrnen Röstern, mit welcher er z.Söh- ne und drey Töchter erzeuget/ als 1727. den 21. Nov. einen Sohn Johann Heinrich, 1728.de» 26. April einen Sohn Rudolph, der 1731. den Jan. wieder gestorben, eine TochterMarNarecha Elisabeth 173 z, den 12. Jan. eine Tochter Anna Maria 1735. 2. Jan. einen Sohn Rudolph und ,73s den 7. May eine Tochtsr Johanna Dorochea^so alle noch am Le- den sind. Johann Anton Hiltemann, wurde gehobren An. 2696. den 24. Junii in der Kayserlichen freyen Reichs- StadtSremenund tratAn. 1710. beydemsel.Herm. Vrauer, des hochlöblichen (Z^mnglli Buchdruckern daselbst, in die Lehre, da er denn An.-715. im May wieder davon loßgezehlet wurde, und kurtz darauf po- siuliret hat. Nach verschiedenen Reisen ist er 1727. den 29-Sept.zum zweyten mal nach Hamburg gekommen, woselbst er2.Jahre bey dem Herrn Piscator conditio- mret hat. Im Jahr 1729. den 29. Sept. trat er in die Stelle eines Factors bey der Wittwe Frau Gauern, woraufer 1730. den 8.May mit Sujänna, verwittwe- tenSauern,in Ehestand trat,in welcherEhe sie mit ihm 4. Kinder erzeuget hat: Als z. Söhne und eine Toch- ter,nemlich:Joh. Heinrich 17z 1« den 27. Julii, der ?735. den i9.Sept.wiedergestorb.2) Hermann, geb. -733. den 8.Febr. so nur 15. Wochen und 2. Tage geie- bet,3) Hermann geb.i734- den 26.May, so annoch am Leben. 4) Anna Mar. geb. 1737. den 2, Julii, starb I739.den 25. Apr. Won ihrer beyden ersteren Ehen sind annoch am Leben 2. Söhne und eine Tochter» Von der erstern Ehe Thomas von VQietin$, gebohrsn 1715. den2O. Mertz, welcher die Druckerey erlernet hat und sich in der fremde befindet. Von der zwsykenEhe Aneon Philipp/ gebohren 1719, Act.hat gleichfalls 62 Rurygefasite Nachricht, die Druckerey erlernet und stehet bey ihm in Condition; jLlljavech Esther, gebohren 1725. den 28. Julii. pdillpp L.udwlg Srromer erblickte das Licht der Welt 1668. den 10. Decenter in Franckfurch am Mayn: Die Liebe und Hochachtung zur Drucke- rey trieb ihn an, daß er sich 1686. zu Herrn MüUertt in Giessen in die Lehre begab, welche Zeit er auch ehrlich ausgehalten, und 1692. wieder befreyet wurde, wo- rauf er in eben demselben Jahre bey Herrn Chritioph VQaft in Frf, am Maym daselbst sein Postulat ver- schenckte. Im Jahr 170z. legte er sich eine n^eue Druckerey an, welche er bis dato noch führet. Heinrich Christian Hülle, ist 1685. den25.Nov. in £imeb. gebohren^ Seine Neigung trieb ihn an, daß er sich 1706 zur Druckerey begab, und solche allda bey dem Herrn von Gcern erlerntte; Im Jahr ,705. wurde er freygesprochen, woselbst er sein Postulat noch in eben dem Jahre bey ihm verschenckte; das Glück fügte es, daßersich i728. den n. Febr. in den Heil. Ehestand begab, mit Saria XYiavia, verwittweten Dreyerin in Altona, als Königliche Dannemarcki- scher privilegivter Buchdrucker, mit welcher er bis dato noch lebet. Doch ohne Leibes Erben. Helmstädt. Paul Dietrich Schnorr, Academischer Buchdru- cker, wurde 1692. in Febr. daselbst an diese Welt ge- bohren, und nach vollendsten Jahren seiner Jugend, gieng er in die Fremde und übernahin hernachi?2z. in Octobr. seiner Eltern neu angelegte Buchdruckern), in welcher viele schöne Opera gedruckt sind.* Sein Herr * Herman von der -Hardt Concilium Constantiense kok. IV. Tom. 1690. Phil. Iac. Speners lautere Milch deS Evangelii, sei. 1719. Sstrfries Arnolss Abbildung der vott « WM ZZuchdtückern. 6z Herr Vater war Galomon Schnorr, welcher An. /615. in Martio zu Halle in,Sachsen, die Mutter Ursula Maria Henschlern, so 1655 in Julio in Helmstadt, vas Acht dieser Welt erblicket, nach- gehends aber beyde, der Vater 1725 in Octobr. und die Mutter 1730. in Novembr. zu ihren Vätern versammlet wurden; Woranfdmn^obgedachter Sohn im Octobr. 172 z.von einer hochl. Universität daselbst als privilegirter Umversitats- Buchdrucker vorgestellet, und von Jhro Königl.Großbriranischen Majestät, und Herkogl Durchl. zu Braunschweig Lüneburg aller- gnädigst bestätiget wurde,dahero er auch, zum Zeichen der Danckbarreit, seine Officin nicht allein mit den nö- thigsten Orientalischen, sondern auch mit den allerneue- sten Lettern zu vermehren bemühet war, um der hoch, löblichen Julius Universität, und der übrigen gelehrten Welt nach Vermögen zu dienen können, wovon seine bißhero gedruckten Schafften mit mehrern ein Zeugniß geben können.** Auf seinem eigenen Verlag führet er seinen verzogenen Namen. Er verheyrathete sich 1727. in May mit Johann Gottfried Ric^arts, weyl. ge- wefenen Bürgers und Selfensieders allda, ältesten Jfr. Maria Llisab. mit welcher er Tochter auch den See- ___ gen ersten wahren Christen sol. 171z Ioh.Aabricii Histor. bibl, VI. Vol. 4to. 1724. A. Leyleri Meditaciones ad Pandectas IV. Vol.4to. 1725. & reliq, ** Job. Paul Krejsii Spccimen iurisciviiis, g. 1725, TiUotsons Predigten, 8. >728- Rerarius de anima brutorum, g. 3729. I. § Noitenii Lexicon Antibarbarum, 17 jo. ■4> von Harvt. Chaldaische Srammatica, 8.17??. J. L Moshetuii UifiC ad sanctiores Disciplinas pertinentiurn Syntafina, 4to. 1733. dessen SitlewLehce der Heil. Schriffti. und 2. Theil. 4tv. 1738, Ej. Instif. M Lccl. 410. »739. Li. M> Lttl. i.und 2. Theil, 8?», 174s, H Rurtzgefaßte ZTlachtiche, gen von beyderley Geschlecht erhalten hat/ und, so lan- Ke eö GOtt gefalt, noch dieses Elend bauet. Johann Drimborn, Buchdrucker in Helmstadt, erblickte das Licht der Welt, in der Kayserlichen freyen Reichs-Stadt Cölln am Rhein 1700. den 13. Mertz. Sein Herr Vater Caspar Drimborn/ welcher an ietzt gemeldeten Orte 1665. den 12. Sept. geboyven, und daselbst seine eigene Buchdruckerey hat. Seine Mut- ter, tNargae^ cha Drimborn, eine gebohrne Brochs, ist inobgedachter Stavt 1669. deni5ten Aug.gedoh- ren. Im dritten Jahr seines Alters starb dessen Frau Mutter, worauf sich sein Vater mit Ist. Anna Maria Reinarts wieder verheyrathet. In seiner Jugend bemühete sich dessen Herr Vater eifrig ihm zum Studieren anmhalten, da er aber jederzeit eine grosse Begierde zur Buchdruckerkunst bey ihm vermer- rket, so ließ er ihn in den schönen Wissenschafften wohl unterrichtend nahm ihn nachhero 1710 zu sich in die Lehre. Im Jahr 1714. trat er seine Reise in fremde Lander an, da er denn durch Teutschland viele vor- nehme Städte in Augenschein genommen, und zu Jtt- stein in der Wetterau durch besondere Unterrichtung die Morgenländischen Sprachen erlernet hat. Im Jahr 1720. führte ihn GOttes Hand nach Helmstadt, woselbst er bey dem sel. Herrn Johann Stephan .Hessen in Condition trat, und bey demselben folgen- des Jahres im April sein sogenanntes Postulat ver- schenckte Im Jahr 1722. den 4. May verheyrathete er sich mit Ist. Clara Runigunda prallin, des sel. Herrn Conrad prallen«, Advocati Ordinarii und Brauers allda nachgelassenen Tochter,welche ihm aber GOtt 1733 den 6. August, ohne Kinder von seiner SÄte wiedernahm. Kurtz zuvor in eben diesem Jahr, nem- VSt» einigen ^Zuchdruckettt. 65 nsmlich den 10. Junii erkauffte er die unter dem Schutz dasiqer hochlöbl. Acad. stehende HammischsBuchdru- ckerey, welche ehedem in grossenRuhm gewesen ist. Al- lein nach genaueren Durchsehen befand er selbige sehr schlecht; Hieraufbeso gte er sogleich sie wiederum in gu» ten Rufzu bringen,um sowohldasiger hochlöbl Univer- sität, als auch der gelehrten Welt, mir Nutzen zu die» nen Er ließ also alle gangbare Schafften, klein Öd groß,umgiessen, worunter zweyerley Griechisch mit be- griffen, das Arabische und Syrische aber befand er in einem recht vollkommnen Stande. Diese verteuerte Buchvruckerey verwaltete er von 1733. biß zu Ende des 1737. Jahres alsWirtwer und Hr D»s folgenden Jahres den 20. Jan. verehlichte er sich zum andern mal mit Frauen Margarecha Johanna Casparw, einer gebohrnen Rrollen, des sel Herrn Heinrich An- dreas Cafpari, gewesenen Bürgers und Buchdruckers daselbst, nachgelassener Wittwe; Noch vorher» wandte er sich, nach gepflogener reifflichen Überlegung, den i z. J«L als den 6, Sonntag nach Trinitatis des ietztgedachten Jahres, von der Römisch Catholischen zu der wahren Evangelischen Apojwlischen Religion. Aus seinen gedruckten Schafften kan man leichtlich von semer Geschicklichkelt urtheilen. * E MichM * Er hat nemiich gedruckt: ?yh. Gottfc. Lackemackerj Antiquir. lZreecorum Sacr. g. Johann Loreny Moß/- heim» Sitteolehre ersten Theii zweyte Auflage, 4t».' M. Georg Lhristian Bohnsti'Vts Analetta Grammes, Hebt. 8 thrist. Breithauptii Artern deeiferatoriam, 410. von der -^arvk breviaarquelolida Heb.r. ling. fund, edit, sexta, 8. GecvS Theile der Helmstadischcn Nebeustun» den 8. v. ISrancisci Carol. Csnrad Parcrga V. lib. 8. I»httnn. Gottfr. von Hackemgnn Sekctiora jviris es- 66 RurrMfaßce Nachricht. Michael Günrher L.euckardt, Raths-Buchom- cker in Helmstavt, wurde 1710. in Mskiat Sept. in Stollberg am Hartzgebohren ; der Vater war Herr Gottfried LhcijkophÄ.euckardt/ ausFranckenhau- sen in Thüringen gebürtig, hochgräfl. StoUbergischer Amtmann zu Stollberg und Hayn. Die Frau Mutter Clara Johanna L.euckartin ? aus der bekannten Familie derer RdrhmKl ler/ deren leiblicher Herr Bruder, der annoch lebende Hochfürstliche An- halt. Barenburgische Staats und Geheimer Rath vonRorhmahler ist; Ob ihn nun gleich seine Eltern denen Studien gewidmet hatten ; so dachte doch der All- machtige gar anders; Denn in gar frühen Jahren rüste derselbe seine beyden Eltern aus der Zeit in die Ewig- keit, und machte denselben mbst seinen Geschwistern zu einen Vater und Mutterlosen Waysen. Er mufte dahero die Schule daselbsten verlassen/ und sich nach etwas andern umsehen; Er erwehlte also die Buch- druckerkunst, und nachdem er seine Lehrjahre bey Herrn Johann Christoph Ehrhardcen daselbst aus gestanden hatte, so verschenckte er 1725. im Monat Junii in Erfurth, bey Herrn Georg Andreas VßuU Um, sein so genantes Postulat. Da er nachhero noch an einigen Orten conditioniret, so führte ihn der Himmel 1736. im Monat September,als Factor,nach Helmstädt, in die Äuchholyische Buchdruckerey, und da er dieselbe drey Jahr, als Factor, gefükret, so übernahm er sie ,739. im Monat Novemb^Er verhey- rathete sich i7Z7.imMonatMertz mittNarienSophi- m Julianen Buchholyin, Herrn SebastianÄuch- Holyens pita, za&hoäo demonftrativa pertractata, WvMlnen mit dem ebirten Tractat de anripelargia der Anfang ges macht, und in andern Stocken damit fvltgefahren wird. von einigen Buchdruckern. 67 Holyens, gewesenen Bürgers und Buchdrucker- hecrns vaselvst, nachgelassenen Jüngsten Tochter, in welcher Ehe ihm eine Tochter gebohren worden. Be- sondere Wercke hat er noch nicht gedruckt, sondern er erwartet solche noch, als ein junger Anfänger, von i der Liebesvollen Hand GOttes, und denenjenigen II Hertzen, welche er ihm zu feinen Gönnern und Freun- Ekn machen wird. Sein rvahlspruch ist: Vnica spes mea efl Christus D. i. Mein L.ebenszrveck ist Christus nur allein. [1 Ihm sott mein Thun auch stets ergeben seyn. Jena In dem ersten Theil meiner Buchdruckerkunst habe ich p. so. so wohl von den ersten, als allen übrigen Buch- r. druckerherren, wie sie sich nacheinander zu Jena nieder- gelassen haben, Nachsicht ertheilet. Hier will ich einige Jnsignien von ihnen beschreiben, und alsdenn von den neuern etwas sagen Donar Riyenhan führte einen Hahn, womit er aufseinen Namen gezielet hat. Sie- he Tab. IX. Tobias Gteinmann bediente sich eines viereckigten Steines, welchen ein geharnischter Mann halt. Auf dem Stein stehen die Worte: Lapis testimonii loC. XIV. Ausen herum; Fidmtem nescit deferuisse Deuii > T. 8. T. j. e. Tobias Steinmann Typographus. Unten stehet in einem kleinen Schild das Handelszei- chen. Siehe Tab. IX. Johann rveidner und Johann ZZeutmann führten in einem ovalrunden Schild den Vogel Greif mit emer Krone, welcher in einer Klaue drey Blumen, in der andern aber einen Schild halt, wormnen die An- E 2 fangS 68 ^vurygefaßte Nachricht. fangsbuchstaben vou ihren Namen zu sehen ; Aufm he- rum liefet man: GratiaDominisiiQicit midi. Siehe Tab. IX. Von den neuern weiß ich folgende Nachrich-- ten: Johann Bernhard Heller, Not. PuW.C.aeC. jiir. & ordinis typographorum lenens! p. t. Senior jyerD ßebohren zu Rödichen, unter dem Amte Reichards- drunn im Fürstenchmn Gotha gelegen, den 24. Febr. 1680. Er kam in die Lehre zu Erlernung der Buch- druckerkunst zu Herrn Christoph krebsen, C. A. und Buchdruckerherrn zu Jena 1698. wurde auch von jelbigem 1702. Kunst gewöhnlicher inasser, ioßgezehler, und von dasiger Buchdruckerge eilschafft den 7. Maji in eben diesem Jahre unter dem Vorsitz Herrn Ioh. David Vl?örchers seines Postulat; gewahret, dav ist^ in den Gesellenstand aufgenomen. Im Jahr 1715. den 20. Ottobr nahm ihn nur besagte löbliche Buch» druckergesellschafft zu einen Buchdruckerherrn an. Nachdem er vorhero in eben demselben Jahre den 16. August des Herrn j^ann Zöllners, ältesten Guchdruckerherrns, Offiein und also eine alt privile» - Me Buchdruckereyerkaufft, ingleichen gewöhnlicher niassen seine Jntroituö Gelder erleget hatte. Er ver- heyrathtte sich noch in diesem 1715. Jahre den 24. Nov. an nur gedachten Herrn GoilnerS älteste Jfr. Tochter Anne« Margarethen. In seinem 1 z. und ^jahrigm Gesellenstande hat er aus besonderer Hsch- achtung gegen die löbliche Buchdrucker Societät, und Beobachtung derer löbl Gebrauche ausserJena annoch zu Leipzig, Wittenberg, Halle, Berlin, Condition ge- suchet, und auch bey verschiedenen braven Herren, da- von keiner mehr, als Herr Henckel in Hatte, noch am E % Leben, von efm'gert NuchdrucRsM. 69 Leben, willig gesunden. Währender dieser Zeit ist er auch Zuin andernmalnach Berlin in die Königl. Preusische privilcgirte Gchiechtlgerlsche Buchdruckerey, als Fattor,verschrieben, hernach aber 1 ? 10. in die Hifiu* fische Ofticin zu Jena in eben dergleichenBerwaltung, und also dazumahl zu erst an den' geftllschafftlichm Herrentisch daselbst auf zwey und ein halb Jahr gezo- gen worden, nachdem er vorher» den 2, Oct. 170,. auf der Universität ¥Cinmbet% nach ausgestandenen Eramine als ein Not. Bubi, Cafi erkläret worden. Übrigens hat er auf seinen andern Reisen die berühmten) Buchdruckereyen in Coburg, Saalfeld, Rildelstadt, Weyniar, Erfurth, Arnstadt, Eisenach, Schleusin- gen, Naumburg, Weissenfeltz, Schlaitz, *c, und andere mehr, besehen, auch in etlichen davon in Conditi« on gestanden. Ehe er aber noch würcklich in den Buch- druckerherren Standt getreten, so hat er die Nifiu- fische Buchdruckerey in Pacht übernommen, damit er alle Stuffen, so bey der Buchdruckerey nur möglich sind/ betreten mögte. Hiedurchist es also geschehen, daß er in Jena einen vierfachenJntroitum,nemlich den Gesellen -1702. Factor- 1710. Pachter-1713. und Herrn-Jntroitum 1715- schuldig und gewöhnlicher massen niedergeleget hat. Endlich ist noch anzumer- cken, daßerseit 1717. von einer löblichen Buchdrucker- Societat in Jena zu dero gesellschafftlichen Concipien- ten bestandig, auch biß daher mehr denn 4. mal zu ih- ren Societat und Fisci Borsteher mit allgemeiner Übereinstimmung erwählet worden sey. Christoph David rvercher, Fürst!. Sachsischer Privil. Buchdrucker zu Jena, ist daselbst l685.de» 2. Junii gebohren. Er trat 1699. die Lehre an, und po- stulirte bey ftmem Herrn Vater Johan» David E 3 VQei* 7«_Rurygefaßte Nachricht, eher den 2. Julii 1704. Hierauf begabter sich 1705. auf die Reise, und nachdem er ansehnliche Oerter gese- hen, auch unterschiedliche Eonditioncs gehabt, so kam selbiger 1710. wieder nach Hause. Nachdem er 1717. von seinem Herrn Vater die Buchdruckerey übernom- men und darauf bey einer löblichen Jenaischen Buch- druckergesellschafft, als Herr, eingeführet worden: So erhielt er 173 r nach seines Vaters sel. Tode von Jhro hochfürstliche Durchlaucht zu Sachsen Ei- senach, als gnädigsten regirenden Landes-Fürsten, das Privilegium, als würcklicher privil. Buchdrucker, welche Gnade seine Voreltern eine lange Zeit besessen haben In den Ehestand hat er sich den 17. Januarii 1717. begeben, in welchem er bishjeher noch lebet. Peter Fickelscheer wurde im Jahr 1686. den 26. October zu Zorbau,im Chursachsischen bey vOeisien- fels, gebohren, im Jahr 1701. zu Herrn Jacob Rü> ckelhahn, Fürstlich - Sachfischen Hof-Buchdrucker in EistttberI, in die Lehre gethan und im Jahr 1705. den 20. Oct loßgesprochen, worauf er den 26. dieses Monaths eben allda sein Postulat ve^schenckte. Wel- ches hernach, wegen eines untüchtigen Gesellens, "der demselben beygewohnet, im Jahr 1706. bey einer lob- lichen Gesellschaffr in Jena wieder erneuert werden mu- fa- Im Jahr 1709. und zwar im Monat Mertz er- kauffte er in Erfurth von Herrn Georg Heinrich tNüllee» eine Buchdruckerey, und führte solche da- selbst 3.1;. Jahr, woraufer im Jahr 17^2. im Monat Junio von Jhro Hochfürstliche Durchl. Herrn Her- tzog Johann XVillhelm in Eisenach ein gnadigstes Prwileoium erhielt, mit seiner Buchdruckerey nach Jena zu ziehen, in Ansehung, daß nicht allein selbige ehemals schon da gestanden und geführet worden^ von einigen 25ad)bmdet ji sondern weil er auch ein Wohnhauß allDa hatte. Im Jahr l724.ini Monat December wurde er von Jhrc> Hochfürstliche Durchlaucht mir einem Decret als Hof- buchvrucker begnavigeywelches hernach im Jahr 1730. den 2l Octobr. von dem i?tzt regierenden Durch!. Fürsten und Herrn Herrn XOiütydm Heinrich gnä- digst bestätiget wurde.' Christian $tancifcm Buch, Bachhandler und Buchvrucker am Waysenhause, ist gebohren 168 z im Monat Decembr Die Lehre trat er 1700 in Jena bey Herrn Christoph Rrebs an, hernach den Gesel- lenst 680. den?. Nov. zu Sundhttustn, einem Dorffe, so eine halbe Stunde von Gotha liegt, und unter das Amt Hennel?erg gehört; Sein Herr Vater war Nicolaus Sch-ll, Huff-und Waffen- schmied daftlbst, wie auch Oderaltester des Hand- wercks der Schmiede im gedachten Amte, die Frau Äwtter aber Lacharina QZUfabub, eine gebohrne Catterfetdin. Von diese»ftinen Eltern ist erChristl. er- zogen, und in die Schule desselben Orts geschickt, end- lich aber ,697. dem hochfürstlichen Hofbuchdrucker, Herrn ChristopK Reyhern in Gotha, zu Erlernung der Buchdruckerkunst übergeben worden; Nach über- standenen Lehrjahren ist er 1701. loßgesprochen worden. Nachdem er 1702 den 4 Febr zu Gotha or- dentlich poftuliret hatte,so gieng er 170z. in der Neu- zahrömesse nach Leipzig, von dar nach Dreßden zu Is- hann ' von einigen 25üd)bwdettf 73 hannRiedeln, König!, und Churfürst!. Sächsischen Hof-Buchdrucker, in Condition, alsvenn 1707- am Neuenjahr nach Äüdißin in Gonfr. Gorclob Rich- ters, 1718 an Michaelis nach tauban in Herrn Iobann Christian Gerömels Druckerey, welche jetztere er 1710. vomgedachtenHerrn Gtrömeln,ietzo Buchdruckern in Zittau, crkaufft, und am i. Junii üdertiommen hat. Im Zahr 1712. den 7. Nov. trat er in dcn ehelichen Stand mit damals Jungfer Ma- tia Rosina, Herrn Friedrich Themichs, Ober- ältesten des Schmiedehandwercks allda, ältesten Tock- ter, wir welcher er 5. Kinder, nemlich i.Sohn.wei- cher in der Kindheit verstorben, und 4- Töchter, gezeuget hat, wovon die erste an Herrn Simsmund Eh- renftied Richtern, Buchdruckern in Görlitz verhey- rathet ist. Er kauffte ferner 1716. zu Freysiadt in Schlesien von Herrn Georg Heinrich Adolph- noch eine Druckerey, welcher er anfänglich seinen Bruder Johann Andreas Schillen, nunmehro Buchdru» ckern zu Arnftadt, als Factor, vorsetzte, solche aber 1719. nach Sorau legte, und hernach seinem Schwager, Johann Gottlieb Rochen, überließ, der als- Reichögräfflicher Promnitzischer Hof - Buchdrucker selbige noch jetzo allda führet. Unter denen Schriff- ten, so oben ermeldter Herr Schi'll theils vor sich, theils vor andere gedruckt hat, sind David Schwei- niy Todes - Gedancken in 8vo. Michael rviede- manns Hauß-Schule, 8vo. M. Schrvedieto ewige Ruhe über die Evangelia 4to. mgieichen Geheimnisse des Glaubens 4to. Gorclieb Rranyii Historia Et> ciefiastica 4to. it. Compend. Hist. Ecci.und viele andere mehr, welche man hier mit Stillschweigen u- hergehet. E 5 Z.ÜNS- 74 Rurygefasite Nachricht, ^üneburg. Cornelius. Iohutttt von Gtextt, trat! 67 5. daselbst ans Acht der Welt; Nebst den Studien hat er sich auch der Buchdruckerkunst in seines He> rn Vaters, Johann Grerns/Officin beflissen , und nachdem er solche gebührend vollbracht; So hat man ihn nach Wolffenbüttel in dasige Schule gesandt, worauf er nach einigen Jahren die Universität Hatte und Helm- stäoe zu Fortsetzung feiner Studien besucht hat; End- lich ist er nach abgelegten ferneren Reisen, im An- fange des jetzigen Jahrhunderts wieder nach Hause gekvmmm, und hat sowohl bey seines Herrn Baters Leben, als auch nach seinem 1712. erfolgten seeligen Absterbender Buchvruckerey vorgestanden, und solche bis hieher fortgesetzet, inzwischen aber auch die Ehre gehabt zu öffentlichen Ehrenämtern gezogen zu wer- den , da er denn bis jetzo als ein Mitglied eines Hoch- edlen Raths das Amt eines Senatoris & Pmoris rühmlich verwaltet. Aus seiner Ehe hat er 7. Kin- der am Leben, darunter z Söhne, welche er zum Studiren erziehen laßt, darneben aber, wo es Got- tes Wille ist, vielleicht alle drey in Gesellschaft die Buchvruckerey fortfetzen möchten. Die Bücher,wel- che aus seiner Z)ruckerey zum Vorschein gekommen, beweisen gar deutlich, daß er seine Kunst wohl ver- stehe. Und dieser Ruhm ist der Sternischen Dru- ckerey (*) Von seinen vielen gedruckten Büchern will ich der Kürtze wegen nur einige anführen. Als z.E Iohann Acnvts Schriften in Fol. 8-und »s. Gsiandera Bi- bei in Fol. Die kuneburgifche Bibel in Fol. 8, und 12. mit und vhne Kupfern. S-ohmeyers Europaische Königliche Hauser Gen,alog. Fol. Mollers Pvstive in 4to. Schmwts Echr'fttn, und viele gndere mehr. X von eim'gen Buchdruckers. 75 ckerey schon von sehr vielen Jahren her eigen. Die beyden Brüder Johann und Heinxtch Sterne, nebst dessen Herrn Vater Johann Geexn, haben eben da- selbst diese Kunst mit Ruhm getrieben, und sich bey jedermann damit beliebt und angenehm gemacht. Und wer weiß nicht, daß dieses Geschlecht schon seit hun- dert Jahren unter der glorwürdigsten Regierung des Kaysers ^erdmandus III. in den Adelstand erhoben^ und mit solgenden Wappen, auf sie, und ihre Nach-- kommen begnadiget worden sey? In dem Schild ste- het der halbe Mond und auf drey Pyrannven drey Sterne; Auf dem gekrönten offenen Helm halt eine Hand zwischen zwey Flügeln ebenfalls einen Stern.^ Unten drunter ließt man hier Tab. XI. Cornelius Johann von Stern» Endlich muß ich noch anmercken / daß in Lüneburg. bereits 1493. die edle Buchdruckerkunst Sitz genommen habe. Der Buch- drucker, so uin diese Zeit daselbst gelebet, hieß Ao- hannes L.uce. Siehe fUfjern p. 5$. N^agdeburg. Allhier hat may schon 1491. gedrucket, wie Herr L.eflev p. 59. aus einem daselbst gedruckten Buch darthut. Um das Jahr 1521. lebte daselbst Mar- chias Gl'stcke, welcher in seinem Jnsigne eine G«Z- gend führet, worauf man von weiten einige Thmne auf> hohen Felsen erblicket; Unten sitzet Christus und übergiebet einem Engel ein versiegeltes Buch; Aussen herum stehen die Worte : Verbum Domini niattetirz ceternum*.. Matthäus Gtfeke, Siehe Tab. XII». Chrisü'anL.et?erecht Faber, der altere, tratin dee Chur-Sachsischm Stadt Radeberg , ohnweit Dreß-- yenj, fä_ Rutyyefasi te Nta chrlcbt, den, >68z. den i8- Jan. ans Licht der Weit. Sein -Herr Vater war Gabriel Sahet, wohl verdienter Prediger und Minist.Senior in ermeldter Stadt Ra« deberg, und Pastor in Den Filml Schönborn, die Mutter Frau Augusia Cacharina, eine gebohrne L.ohmanm'n, Herrn M, Andreas L.ohmanns,Pa- Iloriö in Apsllmsdorfund Srrachau, bey XCittm» berg, ältesten Jungfer Tochter. Er ist nicht nur in die Stadt-Schule allda geschickt, sondern auch von seinem seel. Herrn Vater selbst unterrichtet worden, und war anfangs dem Studio Theologico gewidmet; Weil aber dessen alterer Bruder allbereit den Anfang du;u gemacht, solches auch nachhero auf der Univer- sitüt Leipzig fortgesetzet, und sich vie benothigtenMit- tel dazu nicht finden wolten; So wurde beschlossen, daß er die Buchdruckerkunst lernen jollte, damit er dasjeüige, was er in der^Lateinischen, Griechisch-und Hebräischen Sprache einigermassen erlernet, bey die- ser Kunst nutzen könnte, wie es denn auch würcklich ziemlichen Nutzen geschaffet/ daß er nicht allein in ei- zeigen Eonditionen das Amt eines Correctoris mit ü- vernommen, sondern auch in seiner eigenen Buchdru- .«kerey das meiste, was darinnen gedruckt worden, cor- riget, und allen möglichen Fleiß angewendet hat. Er trat also '697. bey Herrn Johann Friedrich Schrö- teln in Dreßden in die Lehre, und wurde 1701. wie- dcmm frey gesprochen. In wenig Wochen hernach Hat er in Gegenwart der gantzen Gesellschafft zu Dreß- den bey ermeldeten seinem Lehrherrn postuliret, und ist nachher in pkna, Zreybeeg Chemniy, Schien? |nigen, Halle und L.el'p)lg in Condition gestanden, wobey ihm auch etlichemal die Stelle als Factor auf- gVtragen worden ist, weiter ab?r niemals eine Be- vsn elm'gett Buchdrucker».' 7-7 Uebung dazu bezeuget, so hat er solches abgeschlages. Im Zahr 1709. hat er von Sr König!. Majchat in Preussen ein ailergnavigstes Privilegium aufVieNeu- stavt Magdeburg erhalten, worauf er auch 171a. zu Ostern den Anfang zu drucken gemacht hat In» Jahr 1722- haben Jhro jetztregierende Königliche Ma- jestat in Preussen erst gedachtes Privilegium auf ih» und seine Erben allergnadigst dahin erweitert, das? er in der Altstadt Magdeburg am Neuen Marckte wohnen, und in seiner Druckerey Bücher in ailen Fa- cultaten und Sprachen drucken, verlegen, auch mie roh und gebunden Büchern handeln möge. Und weil niemals in der Neustadt Magdeburg eine Vuchdru- ckercy gewesen, so hat er damals solche gantz neu an- geleget. Im Jahr 1713 den iz.May verheyrathetö er sich mit Jungfer Anna Catharina Standin, mir welcher er in einer geseegneten Ehe bis 1734. geiebct hat, da sie den 14. Novemb. verstorben ist, und einen Sohn und drey Töchter hinterlassen hat. Im Jahr 1735. den 10. Nov. verheyrathete er sich zum andern» mal mit Jungfer Anna Elisabech Rrebsin,von welcher eine Tochter am Leben ist. Der einige Sohn, von erster Ehe, gebrecht Gotchsld 8aber,hat bey^ ihm die Kunst erlernet und hernach postuliret. Gegen» wartig befindet er sich bey Herrn Gebauern, Uni« versitäts-Buchdruckern in Halle. Die Wercke, so> innerbalb 30. Jahren aus feiner Presse gekommen, legen alle ein gutes Zeugniß von seiner Geschick'ichkcit und Fleiß ab, als da ist ins besondere des seel.Gcr:- veiQ Seelenschatz, tot Eiusd. Krafft und Safft Kern und Stern, 4to. Eiusd. GOtt wohlgefällig-: Haußhaltung und andere dieses theuren Theolog: Schrifften; Ferner: des seel, Probsts fLAtföm fast M 7? Rurygefaßte ZTlschricht, alle ans Licht getretene Theologische Schrifften/und Wercke. Ausser diesen und andern Büchern hat er 1727. des seel. Johann 2lrnd« sechs Bücher vom wahren Christenthum/ und desien Paradiesgärtlein, nebst der Augspurgischen Confeßion für die Magde- burgische Lotterie, nachmals aber 1738. solches herrliche Buch auf seinen Verlag wiederum gedruckt. Was Glücks-und Unglücksfälle betrift, so hat ihn der gnadige und treue GOtt nicht allein in seiner fugend recht väterlich geleitet und geführet, sondern ihn fürnemlich von der Zeit an, da er eine eigene Hauß- Haltung angefangen, viele Wohlthaten gütigst er- zeiget. Gleich bey dem Anfang seiner Buchd?u- ckerey hat er sich, um eines guten Gewissens willen vorgenommen, nichts zu drucken und zu verfertigen, was wider Gottes Ehre und Nahmen, und seinem Nächsten ärgerlich und anstößig seyn möchte, welches er auch bis anhero treulich gehalten, ob ihm gleich deswegen bisweilen leiblicher Schade und Verdruß begegnet, welches er jedoch nicht geachtet hat. Was ihm GOtt für besonders Barmhertzigkeit, sowohl an seinem Leibe, alsZ auch an seinem Vermögen erwiesem, davon könnte gar vieles gemeldet werden, indem er ihn nicht nur einige mal aus schweren Kranckheiten errettet, da alle Menschen an seiner Genesung ver- zweifelt, sondern auch zu dreyen malen in der Flamme des Feuers erhalten hat, in welchen er seine Buch- druckerey, Hauß und gantzes Vermögen augenschein- lich hätte verlieren können. Sein^Jnsigne ist ein or- dmkliches Wappen, in dessen Felde ein Mann stehet, welcher auf einem vor sich stehenden Ambos schlägst, und oben auf den offenen Helm die Taube Noä mit einem Oelbladt. Dessen Wahlspruch den er sich er- von einigelt Kuchdruckern. 79 wählet, ist aus Phil, i, v 2«. genommen: Christus ifi mein sieben, und Sterben ist mein Gervinn. Siehe Tab. XII. Gabriel Gotchilss 8aber, der jüngere, Buch- drucker zu Magdeburg, ein leidlicher Bruder von erst ermeldeten) wurde in der Chur - Sächsischen IStadt Radcberg, ohnweit Dreßden 1697. den 30. August, gebohren. Der Herr Vater ist gewesen Gabriel 8aber Diac^ der Stadt Kirchen daselbst und Pastor detf Filials zu Gchönborn; die Frau Mut- ter seel. war Frau Zlugusta «Lacharina, gebohrne 5.ohmannin, des seel Herrn M Andreas L.oh- manne, Pastor in Apollensdorffalteste Jungfer Toch- ter. Ermeldter 8«ber hat anfänglich das dasige Stadt-Gymnasium besuchet. Hierauf trat er 17-2. im Monat May bey »)errn Christian gebrecht Fa- ' bern, Senior, als dessen Bruder, in der Neustadt Magdeburg, in die Lehre, und wurde 1716. im Nov. davon wieder befreyet, worauf er 1717 im Januar, allda sein Postulat verschencket hat. Im Jahr 1730. im Dec. hat er anfanglich Mit dem seel Herrn Au- dreas MulUm in Gesellschaft eine Druckerey und Verlag geführet, nach dessen seel Absterben aber hat er 1737. im Aug. beydes vermöge dessen letzten Wil- len allein überkommen Im Jahr 1730 den 7.Dec. hat er sich mit Jungfer Maria Cacharina, des seel. Herrn Andreas Müllers, ältesten Tochter verhey- rathet, und mit selbiger 4. Kinder erzeuget, nemlich: 1.) Johann Andreas^ 2.) Cacharina Dorothea, 3.) Augutia Cacharina, 4.) Carl Friedrich, von welchen der älteste das 8. Jahr erreichet. Dis Bü- cher, so er sowohl in Gesellschaft als allein unter Sr. Königlicheu Majestät in Preussen alleranädigsten ertheil- so Rurygefaßts Nachricht, theilten Privilegio zum Vorschein gebrockt sind- Gpangenbergs postill in 4to. Das tNagdebur- gische Gesangbuch in rneö, 8. auch klein 8 und iß. Das Neue Testament mit Psalter, Sprach , Cate- chismusLutheri, nebst einem Gesang-und Gebetbuch- lein und andere mehr. Das Znsigne führet er nach Art seines Herrn Bruders. tXicolam Gnnrher, Königl Regierungö-Buch- drucker, trat ans Licht der Welt in Breicungen, in der Graffschafft Grollbcrg, 1703. den io. April. Sein Vater ist gewesen Hicolaus Büncher, ein Be- cker daselbst, dessen Frau Mutter 2lnna Margare- cha «üncherm, welche ihm in Grollberg zur Schu- le gehalten, um dasjenige, was zur Buchdruckerkunst erfordert wird, zu erlernen. Zm Jahr 1718. ist er nach Rudolstade zu dem damaligen Hrn. Bürgermeister Urtxm in die Lehre gethan, und davon wieder 1724* um Michaelis befreyet worden, worauf er 172?. den 2r.Jali. in gedachter Urbamschen Buchdruckerey sein Postulat verschencket hat Als er nach Abster- ben des fiel. Herrn Urdans bey seinem Nachfolger Herrn Johann Heinrich Ä.örven, Fürst! Schwartz- burgis/Cammer-Agenten und Hof-Buchdruckcr bis -726. den ,5. August in Condition gestanden: So ist er als Factor nach Magdeburg verschrieben wor- den. Im Jahr -728. verehlichre er sich mit Jung- fer Magdalena Sophia, Herrn Z<,char:as Z^ohl- hards zu Irx^bLN, eintzigen nachgelassenen Tochter, mit welcher er 4. Kinder, als ?.Söhne und eine Toch- ter gezeuget, wovon der Aelteste Iohann Christoph in dasige Dohm- Schule gehet, Die beyden andern aber Nicowus lojlph lind Gorrlieb Lhrenfried sind noch klein, und die Tochter Maria Iosepha wird. von einigen Buchdruckern. Sr wird gleichfalls in allem • was einem Frauenzimmer dermaleins nützlich stA« kan, unterwiesen. Im Zabr 173 f. übergab er das Amt eines Factors in Der Kö- niglichen Regierungs-Buchvruckerey, welche der Frau Gaalfeldm in Halle gehörte, und übernahm selbige erb-und eigenthümlich. Aus seiner Presse sind zum Vorschein gekommen: GcriversGeel?n-Gchay, in Fol. Dessen verlohrnesund rvieder gofundenes Gchaflem, und viele andere Bücher mehr, abson- derlich aber die Königlichen Edicte und andere Ver- Ordnungen. Sein Jnsigne ist das ordentliche Buch- drucker-Wappen / nebst seinem darinnen befindlichen Namen. N. G, nottyaufcn. Johann August Cöler, Raths - Buchdrucker, trat ans Licht der Welt den 9. May 1711.1» Nord- Hausen ; Sein Herr Vater Johann Christoph Cö- ler, Naths-Buchdrucker daselbst, gebürtig aus Goß- lar,war ein Sohn Hrn. M. Johann Georg Cölere, ehemals Pros.' Extraord. LL. Oriental, in Leipzig, nachmals ReKoris in Harschleben. Die Frau Mut- ter des oben erwehnten Johann Auaust Cölers, war die zweyte Tochter Herrn Augustin Marrm Hymyschens, gewesenen Rachmanns, der Kirche St. Jacobi Vorstehers, Raths-Buchdruckers und Brauherrns allda, dersn Groß-Vater aber Herr Johann Er^smus Hyniysch ist der erste Buchdru- cker in Nordhausen gewesen; Sie starb 17,8. den 27. Nov. In seinen Studiis ist er so weit gekoni- men,daß er einen Lateinischen Autorem und vas Grie- chische Testament lesen können, er hat nicht weniger Teutsche, Lateinische und Griechische Verse verferti- 8* Rmygefaffre Nacheich?, get7 auch in Hebräischen, ingleichen in Der Historie einen guren Grunv geleget, und zugleich Die Instrumental, und Vocal-Music keineswegesversaumet, in- dem er dem Stud. Theol. lediglich nachzugehen ge- sonnen war. Um Ostern 1732 wollte er nach Jena auf die hohe Schule gehen. Da ihn aber ein gewisser Umstand daran verhindert; So wurde Michaelis da- zu feste gesetzet , allein auch aisdenn machte der Todt seines seeligen Herrn Vaters, welcher den 11. Jul. besagten Jahrs plötzlich erfolgte , einen Strich durch diese Rechnung. Die Buchdruckerkunst hat er bey seinem Herrn Vater seel. erlernet, indem er schon im sechsten Jahre darzu angewiesen wurde. Ob er nun gleich schon im l4tenJahre sem!s Alters tüchtig erkannt wurde, allerhand Formate einzurichten und aus- zurechnen, so ist er doch erst 1726. eingeschrieben, 1731. aber losgesprochen worden, dabey er zugleich jederzeit die Schule abgewartet. Er verschenckte sein Postulat m Erfttrch t7ZZ.den 14 Junii, 1734. trat er in den Herrenstand, und verehlichte sich 1737. den 27. Aug. mit Jungfer Augusta iLlisaberh Susanna, Herrn Johann Friedrich Gcüymanns,Consulentens und Zur Pract. eintzigen Tochter. In dieser Ehe ist ihm z738 den 18. Junii ein Sohn, Namens Johann Au- tzust, zu Theil worden. Diejenigen Wercke, so aus seiner Presse gekommen, sind des Herrn Hofrathsund ICti ü, Chnßopb. Frieder. Platners Mfeditationes Sacrae Theologico-Juridico-Historico-Politico-Phi- losophico Theoretico-Prastic», oder, geistliche Betrachtungen über die Sonn-Fest und Feyertags-Evan- gelia, ingleichen M. Georg Äafiln Ärinckmanns gure Anweisung zu einem seeligen Sterben, und an- dere mehr/welche alle seinen Fleiß und gute Aufsicht hemer- vStt einiqett Vttchdruckertt. 8z bemercken. Sein Jnsigne ist nebst Dem Buchdrucker- Wappen ein Palmbaum mit vielen Schneeflocken bedeckt, und mit der Beyschrifft: Premitur, sed non opprmitur.\ Nürnberg. Won den ersten Buchdruckern sowohl, als von al- len übrigen, welche sich nach und nach in der berühm- ten Neich-und Handelsstadt Nürnberg niedergelassen haben, hat der Verfertiger der summarischen Nach- richt von den Buchdruckern in Nürnberg, wel^e er dem bekannten Nurnbergischen Formatbuch vorgese- tzet hat, ausführlich gehandelt. Wenn der Herr Verfertiger hierinnen mehr Nachfolger bekommen hat- te, oder noch bekäme, so wäre zu hoffen, daß man mit der Zeit eine vollkommene Buchdrucker-Historie von Teutschland schreiben könnte. So aber ist unser Hoffen bey nahe vergeblich. Ich habe mich zwar auch bemühet einen Beytrag darzu an Handen zu ge- ben. Alleine, Leipzig und Nürnberg machen es noch nicht aus Und os> ich gleich gegenwärtig wiederum in dieser Absicht die Feder angesetzet, und verschiedene bis Hieher unbekannte Nachrichten aufgetrieben habe; So muß ich dennoch bekennen: es ist noch alles lau- ter Stückwerck Unterdessen werde ich die Hand da- von nicht abziehen, sondern bestandig bemühet seyn, alles, was ich nur finden kan, anzumercken. In die- fer Absicht, werde ich mir auch die Nachricht von Nürnberg zu Nutze machen, und das nothwendigste daraus hieher setzen, jedoch so, daß ich auch aus mei- nem Vorrath allerhand dazu fügen, und dessen Nach- richt nicht lediglich ausschreiben werde. F 3 Was Nacheiche, Was demnach den allerersten Buchdrucker inNürn- berg anbelanget, so streitet man noch darum. Man giebt bald Georg Roberger, bald Anton Groß- tich, bald aber Iohann'Regtomcntanuni davor aus. Die beyden ersten sollen jchon im Jahr 1440. iw Nürnberg eine Druckerey angeleget haben. Der letztere aber habe nach dem unrichtigen Bericht des um die Buchdruckerkunst unsterblich vervienttn Herrn Paul Paters so gar die Buchvrucksrkunst erfinden helfen. Es ist aber von diesen Erzehlungen kein Wort wahr. Die erster» sind zu alt, und der letztere kan weder vor den Erfinder der Buchdruckerkunst, wie ich im ersten Theil erwiesen habe, noch vor den er- sten Buchdrucker in Nürnberg gehalten werden. So viel ist unstreitig wahr/ daß man einige Bücher um das Jahr 1470, zu Nürnberg gedruckt habe, alleine die Buchdrucker haben ihreNameu nicht dazu gesetzt, folg- lich kan man nicht wissen, wer sie gedruckt hat. Vom Jahr 147z. aber ist Reyneri Summa, seil Pantbeo* logia besannt, an dessen Ende: Johann Sensen- schmidtvonEger, undHeinrich Refer von Mayytz als Buchdrucker stehen. Bey einem andern BuP ite singuine Christi findet man am Ende Friedrich Lrenßnem. Diese drey Männer sind also die ersten ge- weftn,ob ihnen gleich sonftAntonRoburger,odcr auch - ^»oberger den Rang streitig zu machen scheinet. Denn man hat schon von 1472. von Robuegern gedruckte Bücher. Daß er mit den bereits angeführten za I gleicher Zeit gelebet habe ist gewiß; daß er aber voe ihnen die Buchdruckerkunst getrieben habe ist uner- weißlich, weil sie ihre Namen nicht sogleich auf ihre ' gedruckte Bücher gesetzt hahm. Unterdessen ist doch wie- ^ vstt eittigett Buchdtttc?eett. 85 wiederum so vielwahr, daßR.obuegex eitter von deil allerberühmtesten Buchdruckern zu seiner Zeit gewe- sen ist. Er druckte täglichmit24. Pressen, und hatte über hundert Gesellen, welche theils Setzer, Com- portisten, Buchbinder, Correctores, Drucker, Pos- selierer, JUumimsten waren. Nicht nur zu Nürnberg , sondern auch zu Lyon in Franckreich hatte er eine vortrefllche Druckerey, worinnen sehr wichtige Wercke ans Licht gebracht wurden, wie davon in den Bibliothecken noch hier und da untrügliche Zeugen stehen. Nebst der Buchdruckern) trieb er zugleich einen weitlauftigen Buchhandel, daß er auch so gar sechzehn öffentliche Buchladen und so viel>FactoreS gehabt haben soll. Absonderlich hat er sich durch die verschiedenen Auflagen der lateinischen und teutschen Bibel einen unsterblichen Namen erworben. Andreas jjrießner, anfänglich ein gelehrter Cor- rector bey Isdannn Senfenschmied, hernach abst so gar dessen Gehülfe, und endlich ein Buchdrucker- Herr vor sich. Was ausserdem von ihm zu wissen nöthig ist, das habe ich bereits im -sten Theil p. 84. sqq. beygebracht. Adam, ein gantz unbekannter Buchdrucker daselbst. Unterdessen weiß man ein Tractatgen von ij. Bogen, Von dem Cremer Christi, was er gutes zu ver- Kaufen, wsraufsich dessen Name befindet. Alsdann machten sich folgende bekannt : 1480. 1481. Conrad SLeontQtim. 1481. 1482. Conrad Zeninger. 1489. Georg Zluchs, oder Stuchs. 2491.. - 1494. Caspar Hochfeldex. ?4SZ. VC\m. ' : F 3 Kon Z6 Rmygesizßce Ntacheicht, Von Diesem kan ich sein Jnsigne beybringen. Es sieht aber also aus - oben in einer Wolcken zeigt sich das Wort mrr j unten auf der Erden sieht ein Postement/ worauf eine Hand zu sehen, welche drey Blumen, vermutlich Manen - Blumen, hält, auf sei- wen Namen zu zielen. An dem Postement siehet man R M. Anssen herum aber die Worte: In manu Domini sunt omnes fines terra. Siehe Tab. XIII. 1J03 1529. Hieronymus Hölyel, zugleich ein berühmter Formenschneider, dahero er auch dann und wann nur Hieronymus Formenschneider genennet «ird. 1512. Joanncs JVeyJsenbwgius Sacerdos, oder, Johann rveisicnburger prieffee. 15 r 5. - - Johann Gcuchö 1515. - - Friedrich Peybue, Buchdrucker lind Buchhändler, war 1485 zu Herrnstadt ln Schlesien gebohren. Seine Druckerey hatte er unter dem Hauß von Plaben. Man weiß, daß er Christiani Scheurlii fcpiltolas ad Charitatem Abbatissam S. Claras 1515. gedruckt Hat, wobey er sich librarium iuratum genennet Hat. Im Jahr 1518. verließ ko- bani Hesfi Querela de tumultibus horum tempo- rum seine Presse, allwo der Druck rein und scharf gerathen ist. Sein jfafigite war die Artimisia, oder, das so genannte Kraut Beyfuß in einem Schild, unter diesem stehen die Anfangsbuchstaben von seinem Namen F. P. Siehe 'l ab XIII. Im Zahr 1534. nahm er aus dieser Welt wieder Ab- schied. Dessen Bildniß stehet unten auf unserer Tab. XIV» 157c vsw eittt'gett Buchdmckertt. 87 2517. Iobst Gutwecht. 1525. HanKs Herrgorr, dessen Wittwe Ru- ttiZuttda Herrgorttn 15 31. die Druckerey fortsetzte. 1526-1550*. IshalM petrejus, von Langen- Vorf, war nicht nur ein geschickter Buchdrucker, son- dern auch ein getehrter Mann. Eben deswegen wer- den alle teutsch, lateinisch und griechische Bücher, so sei- ne Presse verlassen^ von den gelehrten ungemein hochgehalten. Absonderlich wird'darunter das Corpus iuris Haloandrinurn gerechnet, welches auf Un- kosten eines Hochedel und Hochweisen Raths zu Nürn-^ berg von ihm 1529-15 30. gedrucket worden. Er konnte ferner alle Instrument«, so ju einer wohleingerichte- ten Buchdruckerey nöthig sind, künstlich verfertigen. Er brachte sein Leben bis auf den 18- Mertz 1550. Nach Dessen Tod sein.Eydam Gabriel Hayn, die Druckerey üveckam Sein Jnsigne ist eine runde Scheibe/ darinnen eine Hand aus der Wolcken ein feuriges Schwerd in die höhe hält; Auf beyden Seitendes Sch'verdtes stehen die Anfangs-Buchsta-- ben von seinem Namen I. ?. milden Worten: Sernr* Dei ignitus, est penetranrior quouis gladio ancipiti. 1529-1549. Georg Wachter, von diesem weiß man weiter nichts, als sein Jnsigne. Es ist selbiges ein Stern in einem Schild; Bißweilen auch das Nürnbergische Wappen nebst seinem Wappen, wel- ches eine Holtzftile und Gießlöffel vorstellet, welche ereutzweise neben einander liegen, und zugleich den erst gedachten Stern in einem Schild, weichen eine Fraur halt. 1533. Christoph Gutkxecht. 1534. Hector Schöffler. I5Z5« I^hantt Haden. F 4 ?5Z6. AMchvesWt- Vta&iciecrs: Domine, bonum est, bic nos esse, Unten drunter Ps. LX XXIX. Wol dem Volck, das/auch- $mtatt: Endlich hatten sie eben diese Figur in einem kleinen oval ohne Schrifft. An den vier Ecken der Einfassung siehet man die Zeichen der vier Evangeli- sten. Es währte aber nicht lange, so trennten sich Bergs Erben von Neuber, worauf er sich 1566. mit Dietrich Serlay, oder 65er>ach vereiniget, welcher letztere hernach die Äergische Druckerey alleine fort- setzte. j 546.1548, ItyMtt Daschmamt. In seinem °C*I' «x™' Vobtelnigen Buchdruckern. 89 Jnsigne hatte er Christum, welcher auf den Achseln ein Schaftragt,und mit der rechten Hand einenStummen der vor ihm kniet, anrühret, mit den Worten - Er- halt mich durch dein rvorr Ps. 119. Sonst hatte er einen geharnischten Mann, welcher in der rechten Hand einen Schild, worinnen das Nürnbergis. Stadt- Wappen in der lincken Hand dessen verzogenenNamen halt. Siehe X»b. Xiil. 15 5Q. Johann Paul Zabricius. 1*51-1581. Valentin ttmbei ; Sein Jnsigne stellte die Geburt, und die Taufe Christi vor, welche durch eine Säule von einander geschieden wer- den; An dem Fuß der Säule lehnet ein Schild darauf ein Creutz und an dessen untersten Ende die zusammen- göjogsnen Buchstaben V. N. angefüget sind, welche auf beyden Seiten noch einmal stehen; Oben darüber ließt man die Worte Joh. III. Es sey denn daß jemand von neuem gebohren werde, aus dem Was' fer und Geist, so Kan er nicht in das Reich Gottes kommen. *553-1554« Georg MercLel, dessen Jnsigne ist ein Kind in einem Viereck, dabey die Worte aus dem «Pf. 6z. stehen : Du trenckest seme Furchen, und feuchtest sein gepflügtes. 1554. Herman Hamstng. 1544. 1580. Friedrich Gutknecht. 1556 Gabriel Hayn, PerriGydaM. 3 556-1559. Joachim Heller 3 557- Johann Cramer. 3 560. Georg Rreydlein. s 560 - l 546 Johann Freud. ?56r. Valentin Geißler und Ieremias pot* eenbach Anfanglich waren sie beysammen, hcrnach führteGeyßlerisSs. seineDruckerey alleme. Des- F 5 fest 9& Rurygefaßte Nachricht sen Jnsigne wäre« 5. Löwen mit den Worten: Der Gottlose fleucht/ und niemand jaget ihn: Der ge-^ rechte aber ist geteost^ wie ein junger L.örpe. Sprüchw. XXIV. r. 1564. Christoph Heußlee.' 1565-i s7?° Johann Kolery oder Carbonari- us. Sein Jnsigne war ein Altar mit vier Stuffen; Auf der untersten lag ein Lorbeercrantz, auf der an- Dern ein Schwerd, auf der dritten eine königliche gül- dene Krone^ und auf der vierten ein Lamm, mit den Worten i Patientia vincit omnia. 1571. ÜVendelinnusBorsch^ »5M Joachim L.ochner, hat zugleich den Buchhandel geführt- l 576-159K. Val. Fuhrmann, warmit seinem In- sig!ie sehr veränderlich. Anfanglich hakte er David mit der Harfe , indem er vor der Stadt Jerusalem kniet und gen Himmel schaut, da sich ihm GOtt in Menschen Gestalt zeiget; Hernach erwehke er sich die Göttin des Glücks, welche aufeiner Kugel, die'e auf ei- «er Sanduhr, und diese auf einem Todtenkopf ruhet/- dabey folgende Worte zu lesen : Siehst du ? mein L.aufist ungewehrt, Als die ich nicht rverd umgekehrt. Drum üb dich wohl in freier Kunst, Lh ich lauf aus, dann ists umsonst. 1592. LeonhardHeußler. 1582. Christoph L.ochner und Johatttt <&o£ mann hatten die Druckerey bis 1602. mit einander und schrieben sich Typographos Academicos. 5De6 erstern Jnsigne war eine Säule, aufweiche von einer Seite der Wind blaset, auf der andern Blitz und Hagel losstürmet, auf der dritten die Wasserwogen anschlagen, und hey fcft vierten m Mann grabet mit der Schrift: " Ac» VSN einigen Buchdruckern. 91 Ftdmiriis & ventivimspernit aquaeue colojsta Aereus : ingenuas talis amicus ernt. 1593-1514, Abraham tvagemann hatte zu sei- nem InsigneveS Elia Himmelfarth mit dem feurigen Wagen, welchem lLlisa mit erhabenen und gefalle- nen Handen sehnlich nachsiehet und aufder Erde kniet; Oben zur lincken Hand sieht man in einem Schild den doppelten gecrönten Adler. Siehe TabXill. Dann und wann stehen folgende Worte dabey % Haec Jemita coeli eß r Quae proceres abierepiiqaaque integer olim Raptus qaadriiugopenetratsuper aethera curru Helias, £fsolide< cutn corpore praeuius Henoch. Oder: Aufsolchem Weg in? Himm's-Saal Fuhren die lieben Vater all: Durch Glauben sie G(vrr schauen an; XOet seelig wird, geht gleiche ^Zahn. 1595-1606. Paul Kaufmann, war anfänglich Fattor in der Gerberischen Druckerey, welche er hernach vermuthlich an sich gebracht. Sein Jnsigne waren drey Schwanen, welche der Wind anblaset^ mit den Worten; Adspirantibus Zephyris. 1595. Alexander Philipp Dietrich, war vor- nsmlich LliaHutters Buchdrucker. 1602. Johann L.auer hatte 156s. das fy'cht der Welt erblicket. Er führte zugleich den Buchhandel harte zwey Weiber gehabt, und ist 1639. gestorben. Sein Jnsigne war ein Lamm mit der Siegs- fahne,welches unter einem Lorbeerbaum stehet. Oben darüber ließt man die Worte: Manusalma vei lau. rum victricem dat. und zur rechten Hand: GOtt giebt Sieg. Maccab. Xlll. 11. i6oz-i6c>8. SebastianHeußjer. Dessen Jnsigne ist 9S Rueygefaßte Nachricht. Zst ein Todtenkopf, darauf eine Sanduhr stehet Oben Darüber hält eine Hand die Weltkugel, so mit einer Crone bedeckt, auf der Crone geht em Schwerd mit der Spitze empor. An dem Todtenkopf lehnen zwey ereutzweiß gelegte Sensen mit den Worten: sie labor est horninurn. Sie tranlk gloria mundi. Matt sieht auch das Handelszeichen in einem Schild mit Dem Anfangsbuchstaben von seinem Namen 8. H. i6oz-l6i6 LonradAgricola,oder Bauer, wel- cher zu der bekannten Biblischen Concordantz den Grund geleget, und selbige gedruckt ljat Nebst der Dcuckerey hatte er zugleich einen Buchhandel und führte in seinem Jnsigne den Apostel paulum,als ei- nen Ackersmann, der pflüget und einen anvern, der saet. Bsr ihnen stehet Christus mit ausgestreckten Handen; am Himmel sieht man Sonne, Mond und Sterne uud in der Einfassung ließt man die Worte: Spes aiit agricolas: quoniam quiar-'t, debet in spe arare : 8c qui femmat inbenedictionibusde benedi- ctionibus & metet. 1604-1616. Georg L.eopold Fuhrmann. Sem Jnsigne ist der Ritter St Georg in einem ovalen Schild, mit den Worten ; Gloria Laborum Fru- Öus; Unten dran ist auf einer Seite sein Wappen, auf oer andern das Handelszeichen. Er hak auch den Ritler St. Georg mit einem Schild geführt, worin- zien die Buchstabens. ».8, und oben drüber die Worte stehen:Durn viuis fperare iicet. Unten bey dem Handelszeichen: Nosce wiptilm. Dessen Wittwe und Erben führten nach seinem Tod die Druckerey fort. 1604. Georg Endrer, der Stamm-Vater der berühmten Endterischen Familie. Von diesem hak Man ms erlauhet, dasjenige, was sich in demNürn- 1 bergt- von ein i gen Buchdrucker». Z z vergischen Formatbuch befindet, von Wort m Wort einzurücken. Wir ändern also nichts Man ließt aber daselbst also: Georg Endrer übergab noch bey Leb- Zeiten Anno 1612. feinem Sohn Wolfgang Endcev dem altern, die Handlung und Druckerey ganz ei- genthümlich. Der Vater lebte noch bis r6zo. unv starb im 68sten Jahr seines Alters. Der Sohrr VOolfgang war gebohren den 4. Jul. 159z. Dieser trat 162»., mit Maria Daniel Geders/ in die erste, und 1658 mit Anna Regina, Martin Gchubarrs, in die andere Ehe. Er hat in dem dreysigjahrigcn Krieg auf den Reisen vieles ausgestanden; ist offterS geplündert, und einsmal gar gefänglich weggeführet worden War ein ernsthaffter Mann, und gutes Ansehens Er hatte so viel als drey Druckereyen, de- nen er 47- Jahre vorgestanden. Starb den 17. May 16 s 9. Es mangelt denen in der Endterischen Officin in grosser Zahl ausgefertigten so Teutsch-als Lateinischen Büchern, was die Nettigkeit der Characteren anbe- langet, im geringsten nichts: wie er denn die alte ab- geflossene Buchstaben, welche freylich nicht ganz und gar können vermieden werden, bald ausgemustm, und neue an die Stelle geschaffet. Indem ich dieses schreibe, und nebst andern Endterischen Verlags- Büchern, auch des seel. Haredörffers Gesprach- Spiele znrHand nehme, so finde ichaufdi« Endterische Druckerey folgendes Lateinische Rätzel, welches wegen seiner Artigkeit, nebst eine? Teutschen Version und Auslegung, hier beyzurucksn ich mich nicht entbrechen sän. Hie tacet interpres tenebroso in carcere clausus i jlamuö atrato t«0>ite colloquitur, pxuty 94_ Rmygefaßte Nachri cht, Exulat officio deses; aerugine marcet, et patitur ferri vincula si über est. Ast hinc über erit, quem Musismancipatautor,' ni perimat captum semperanhela sitis. Nammadiduslabor est, vario sudore parandus. T(»rcular siccum, quamgemit! audin'omen. 1 Der stumme Dollinetsch schweigt, ins düstre Fach gelegt: UndmderschwartzenForm kan'erso trefflich reden: Den, wenn er ohne Dienst, der Rost gleich will er- tödren, Und dessen Freyheit man in Eiftn-Bande schlagt. So wird ein freyes Buch den Musen eingeweyht, Wenn nicht der Durst den angefesselten verletzet. Die Arbeit ist gar feucht, und will wol seyn genetzet. Wie airrt die trockne Preß J Hörst du, was e6 bedeut? Dieses ist eine Beschreibung des Schrifft-Kastens in der Endterischen Officin. Ein Buchstabe der nicht gebrauchet wird, heisset murus interpres, ein stummer Dollmeksch, welcher in atruto tramite mit Hülfe des Winkelhackens in Zeile gesetzet, vcl vinculo 5er- re<>, und indie Fqxm geschlossen, redet: wenn viele solche Buchstaben zusammen gesetzet werden, so wird ein Buch daraus; es sey denn, daß die Buchstaben, wo das Papier nicht angefeuchtet worden, nicht leser- !ich heraus kommen. Dahero in Druckereyen das Sprüchwort üblich ist: Wenn die Geselln nicht täglich neytt, So können sie noch druckn noch seyn. Die jetzo noch in größtem Flohr stehende Endterische Officin stammet von diesem Endter her, und hat selbige, nach dessen Tod von % 1660. hiß 1674. geführet €hw von ekttlgett Buchdmckertt 95 -Christ. Endrer ; dann dieses Tochter, Anna Marias bis 1680. da XVolf Moriy und Georg Andreas Lndrer selbige geerbet, und benebst der andern, un- ter dem Namen: XVolfMorly Andrer und jfof?. Andreas Endrers seel. Söt>ne, bis An. 1684. gemein- schafftlich administriret: indem Jahr aber 1733. be- liebte es diesenVettern sich zulepsriren,von welcherZeic an Georg Andreas Endrer diese Officin, unter dem Namen Johann Andreas Bndters Sohn und Lr- ben glücklichst verwaltet, und meistens mit 7. bis ?. Pressen seinen eigenen Verlag verfertigen lassen. Die verschiedenen neuen Editionen des Weimarischen Bi- belwercks, auch andere Bibeln in grossen und kleinem Format, hc. Wilhelm lmhofii Regum Pariumoue Magnae Britanniac Historiam Genealogicam, itera Erasmi Francisci meiste Schrifften; Matthiae Cra- meri Lexicon Italicum & Galiicunv, ingleichen den The{auruni,»Nnmismaticum huius Saeculi, Speidelii Sylloge QuEestionum juridicarum, und viele andere schöne Werke, hat man dessen Fleiß zu dancken. Er. war gebohren den 3 May »654 am Tage vor dem Himmelfahrts-Tag; verschiede den 21. Dec. Anno i7»7. im 64sten Jahr seines Alters. Nach dessen seeligen Tod ist diese Officin, unter dem Namen: Io- hann Andrea Endrers (Erben, von dem Verfasser des Nürnbergis^ormatbuchs )oh. Heinrich Gocc- fried iLrnesti, auf desselben den iz. Aug. 172z. er- folgtes Absterben aber, von Johann rto?h Dein« lein, als Factor, besorget worden. Das Zeichen, so rvolfgang Endter, der altere beliebet, und dessen Sohn Christoph sich gleichfals gefallen lassen, war ein Todtenkopf aus einem Pie- destal an welchem das Handlungs-Gignet zu sehen. tthec 96 Rurygefaßte Nachricht, Über den Todtenkopf hielten Die gecrönte Frönimig- keit, so aus Der Fackel und dem Buch in der rechten Hand zu erkennen, und die Gerechtigkeit, welche itv der linken Hand das Schwert mit der Wage zeiget, eine Crone, und über Ois aiies schwebet ein Zettel, so diese Worte enthält: Perscvcra i*sque ad tinem & coronäberis. Das Pisdestal ruhet auf einem mie Wasser durchschnittenen Erdreich, und in dem Wasser schwimmen Enten und andere Wasser-Vögel, allw» unten ein anderer Zettel die Worte zu lesen giebst- Assuesce & perfiste Nachdem aber vorbelobtee Georg Andreas eingetreten, erwehlte er zur Devise eine Ente, welche unter das Wasser schlösset. Diese wird in zween Palmzweigen eingefasset, darein der Zettelgewunden,mit dem Lcrnmate: Prefirnda quo- que scrutacur. Unten daran hänget ein Schild mit dem Handels-Signet, und auf beyden Seiten diene» zur Zierraht, als an einem Feston, Hangende Zirkel, Linial, und allerhand zum Schreiben und zur Ma- thematic dienende Instrument«. Es siehet jeverman ohne Erinnern/ daß beyde emblemsrs auf den Namen^ und dessen zweyfache Derivation und'Abstammung zielen. Dessen Bildniß und Jnsigne slche Tab. XV. 1605. Sebastian Rörber. 1609- Johann L.anzenberger führts eben das Jnsigne, als Sebastian Heußler. 1614. - ° 1627. L.udwig L.ochnex überkam des oben berührten Christoph L.schners und Johann >Hofmanns Druckerey, welcher hernach Johann Zriederich Gartorius zum Gehülfen annahm: Wenn und wie Simo>» Halbmaier zu dieser Druckerey ge- kommen, ist unbekannt. Dieses aber ist gewiß, daß V 1587. gehohren, und ifj« gestorben ist. Man weiß .1 von einigen Vuchdruckertt. 97 iveiß ftrner,oaß er zugleich ein Buchhändler und Buch- drucker gewesen, und sich des SLubwig L.ochners Zei° chen bedienet habe, welches in einer Wellkugel be« stunde, worauf ein Adler auf der lincken Klaue stehet, und mit der rechten ein offenes Buch, im Schnabel aber einen Lorbeercrantz halt, mit folgenden Worten : Gloria virtute paratur. Siehe Tab. Xill, An wem hernach diese Druckerei) gekommen^ wollen wir bald hören, wenn ich nur zuerst noch zwey Männer ange-- führt habe, nemlich: 1619. Salchasar Scherf, warTypogra^hus Academiae Altorfinaj. ,626 > . 1631 Caspar Fuld. Nunmehro will ich also von denen daseW noch im Flor stehenden Druckereyen etwas mehr reden. Die erste Druckerey Stammt von Georg Endrern her/ dessen Leben wir kurtz vorhero eingerückt, sein Jnsigne pag. 95. beschrieben und sein Bildnis Tab. XV. A. geliefert haben. Dessen Sohn rvolfgang iLndter, überkam 16 zo. die Drucke- rey, welche er bis 1660. geführet hat; Sein Jnsigne haben wir bereits oben beschrieben. Dessen Bild? nis stehet Tal?. XV. B. Hierauf kam 1660. Christoph Endrer, dessen Sohn, darm welcher selbige bis 1674. gehabt. Denn nach dessen Tod kam dessen Tochter 1674. ämta Maria Endterin zur Druckerep, welche selbige bis 1690. gehabt hat. Alsdenn selbige 1680. n?olfgang Moriy und Georg Andreas iLndrer, und führten selbige unter dem Namen - Wolf G Mo- |$ _RuryZefaßte Nachricht^ ZNoriy iLndter und Johann Andreas Endrers feel. Söhne bis 1684» fort, um welche Zeit sich die Hepden Vettern trennten. Dahero 1684. Georg Andreas Gndter die Druckerey unter dem Namen Johann Andreas Endrers Sohtt und Erben glücklich fortsetzte. Nach seinem Tod 1717. wurde die Druckerey duvco Fattor» im* ter dem Namen.'Johann Andrcä 'LndcerL Erben fort geführt. Georg Andreas Bildnis. Siehe Tak XV. F. tbk andere Druckerey. Kommt von Ieremiae Dümler hör. Es wat selbiger 1598. gebohren> und um das Iaht: 1-6 34. legte er sich eine Druckerey an. Alsdenn verkaufte er 1652. seine Druckerey sowohl als diS Buchhandlung lvolfganZ/ dem jtrnqnn, und Johann Andreas Endter. Oümlers Jnsigne ist det Pegasus mit der Beyschrift: Ad astra volandirni» Dessen Bildnis sicher Tab..xiv..d 1652. Nunmehro hatte also rVolfgang Endeee, der jüngere, auch eine Druckerey. Er war ein Sohtt XVoifgang^ des altern, und 1622. gebohren^ Von dem bekannten Schulmann M. Andrms Iktityitt? wurde er 1634. in den schönen Wissenschaften wohl unterrichtet, worauf er 1637. nach Zause gieng den Buchhandel und Buchdruckerey zu erlernen. Im Jahr 1646. hatte er das Unglück, daß er auf einer Rückreise von Franckfurt unter die Strassenraubee verfiel und zwey Schüsse bekam. Zm folgenden Jahr darauf gieng er nach Schweden. Nachdem er in sei- ziem Vaterlande wieder angekommen war, und sich «inige Zeit daselbst aufgehalten hatte; So ver- vsn einigen Buchdluckettt. 99 ehlichte er sich 1650. mir Helena Clara Gchucherm. Worauf seine Eltern ihm und seinem Herrn Bruder Johann Andreas die von Jeremms Dümlern er- kaufte Buchvruckerey 1652. übergaben. lVolfgang wüste gar bald die Erde wieder kauen, nemlich 165 5. Siehe dessen Bildnis Tab. xv. C. Nach dessen Tod setzte 165?. Johann Andreas, dessen Bruder, die Dru- ckersy fort, unter dem Namen: jjoh&tft Andreas und LVolfganZ iLndrers, des jungern, seel Erben. Diese Vereinigung dauerte aber nicht länger, als bis des letztern Sohn 1675. VOslfgang Msrky im Stande war der Druckerey vorzustehen. Er trennt? sich al-o von sei- nem Vettern, undführte selbige vov sich alleine, bis er sie wieder verkaufte, und den Buchhandel alleine trieb. Zum Jnsigne hatte er ein Buch, darauf eine Schreibfeder lisgt, mit dem Handelszeichen, auf ei- nem mit Wasser durchströmten Erdreich. In dem Wasser schwimmen ein paar Endten. Neben her stehet eine Jungfer mit einem Zweig voller Granaten in der rechten Hand, so mit der Lincken gegen die aus der Wolcken strahlende Sonne zeiget. Zur an? dern Seite ist wieder eine Jungfer, welche in der rechten Hand eine Lampe, in der Lincken aber einen Zettel halt, woraufdie Worte stehen: Misericordia Dommi non habet finem; Auf der Erde liegt noch ein Zettel auf welchem die Worte zu lefen: In ibloDeospesnostra qnica Dessen Bildniß. Siehe Tab. XV. E. 1699. kaufte Johann Grnst Adelbulner diese Druckerey an sich. Er ist 1665. den 14. Jan. gebohren, und eines Hochedlen Raths daselbst Assessor gewesen. Er ffchrte in seinem Wappen ein Kleeblat, auf dessen G 2 Helm 5'ss Rttttzgefaßte MHdW^ "• " 1 ■■■ i - I i - ~^ | Helm ein Mann stehet, welcher einen Fisch in der Hand halt. Dessen Bildviß. Siehe Tab. XVK Die Dritte. i6zo. ließ?ohantt Philipp Mildenbi-raer einö Druckerey von Francksitrt am Mayn nach Nürnberg bringen, welche nach dessen Absterben 1678 Christian Sigmund ^roberg durch Hey- rath des Herrn Mtldenbergets.Fraü Wittwe ü« berkam. ^723. kaufte L.dreny Bielmg diese Druckerey. Die Vierdre. 1658. Lvolfgang EberhÄtd Felsecker, Buch- drucker und Buchhändler, crbkcklezu Bamberg 1626. den 28. Jan. Vas Licht der Welt, und starb den 6. Octobr. 1670. Sein Jnsigne war die Wachsam- kett und Arbeit. Die erste hält eine brennende Lampe in der Hand; Die andere einen Winckelhacken. In der Mille stehet ein Feisen, worauf ein Buch zu se- hen mit den Anfangsbuchstaben von seinen, Namen, nebst dem Handelszeichen. Oben drüber stehen auf einem fliegenden Zettel : Vigiiantia & lafrore. Siehe Tab. XVi. 1670. überkam also des vorhergehenden Sohn Johann Ionachan Felsecker den Buchhandel und Buchdruckerey. Er war 1655. den 10. Mertzgeboh- ren , und ist 169z. den25. May wieder gestorben, wo- durch beydes 169z. an feine Söhne und Erben ge- kommen ist. 1710, übernahm dessen Sehn Adam Ionachatt 8elsecker das Werck. Er ist aber ,729. wieder ge« ftorben, da dessen Erben die Druckerey unter seinem Namen noch fortsetzen. Siede dessen Bildnis. Tab. % Die vstti einigen Buchdruckertt. ior' Die tsunüte. 1677., Andreas Rnory , legte eine neue Drucke- rey an, welche hernach 16z z. dessen VOlttrve bekam. Unv nach ihrem ^ots 1.697. Johann L.eonhard Rnory. Da. dielet; starb; So brachte selbige 1708. Georg Christoph L.ochner kauflich, an sich.. . Di^ Sechste. 1647^ Heinrich pillenhofer, auf ihn folgte: »654, Christoph Gerhard. Er war L624.de«« 30. Octob. gebohren, und ist 1682. wieder gestorben Dessen Bildniß. Siehe Tab. XI V. f. 1682. - . 168z. Gerhards Wittwe, welche her- nach die Druckerey an Hrn. Spörlin überlasten. 1683. Johann Michael Spörlin. Nach seinem Tod 1705.-1721. dessen Wittwe. Jetzt liegt die Dru- ckerey stille. Spörlins Bilvniß. Siehe Tab. XVI* Die Siebende. 164z. Michael Lndeer hat zugleich, mit jfahartft 5riedrich Endrer den. Buchhandel geführet. Ihr gemeinschaftliches Jnsigne war eine Sonnenuhr W einer Säule; Die Endten schwimmen, wie bey den andern, im Wasser. Aus beyden Seiten stehen Sonn und Mond in Weibsgestalt. Die erstere hält einen Scepter mit einem Auge, und die letztere einen Scepter mit einem Stern. Das schwache Kleid des Mon- des ist mit vielen Sternen überstreut, in der Lincken Hand halt der Mond einen Zettel, worauf die Worte stehen: Retpice finem & nunq^arn peccabis. Er lebte bis 1682. Worauf l682. Lalchajar Joachim iLndter, dessen Sohn die Druckerey bekam. Siehe dessen Bildniß. Tab. XIV. l). G 3 1717 102 Rmy gefaßte Nachricht/ 1717. Ashayn Daniel Mprer, Buchdrucker und Buchhändler war gebohren i6gr. den 6 April, ein Encksl des erstgevachten Michaelis Er hatte die Drucrerey bis an ftin Ende 17z r. Sein Jnsigne war das allgemeine Endterische Wappen. Dessen Bildniß stehet iab.X V. e. i7Zl. führte die Frau Wittwe die Druckereyfort, und 1732. verheyrathete sie sich mit Franciscus Rön- gstt-, welcher nunmehxo die Druckerey unter seinem- Nayiert fo^setzet. Die Achte. 1571- Joachim Lsfcmt; Won dem obeK. »589- Thr-stopb L.schmr,und Ioha?m ^.sfmatttt. 1602. L-udwig L.ochtter. 16^2 Iohann Christoph L.schtter, hierauf kam d.-ssen Bmde.r L.eon°wrd Chri^opb L.ochtt?e, Buchdrucker und BuHi'ändlsr sowohl in Nürnberg als Regen- svura Er starb »684 Dessen Bildniß liebe T»b.XlV c »68: D ss'-' Wiwwe. 1^99 m'ich: 5t Goccfttöd ^aitt, gebürtig aus Obervamna in Schlesien. Er war gebvhren 1659. den 6. Sept und hsyrathete »689 L. eintzigs Tochter, wodurch er also desselben Druckerey überkam. Er war ein Gelchr- ter und fleißiger Mann. Im Jahr 1719- öen 26. May gieng er den Weg aller Welt, und hinterließ eine eintzige Tochter. Siehe dessen Bildniß Tab. XII. d. *7*9. ?oha sr denn die Druckerey käuflich annahm. Nach dessen Tod kaufte selbige 1729. tNtchae! Arnold. Endlich beschlösse ich die Nachricht von Nürnberg mit Johann Danie! Tauber, Buchdruckern und Buchhändlern in Nürnberg und Altorf Er wae 1641. den 4 Dec. gebohren, eines Hochedlen Raths Beysitzer, und ist 1715- den 5. Jan. im 7^. Iahe seines Alters wieder gestorben. Sein Jnsigne wav bald ein fliegender Engel, welcher m der rechten Hand einen Zettel, worauf die Worte: Fac & fpera,unö in der lincken Hand eimn Schild mit dessen verzöge- ven Namen l)iüt; Über den Schild ließt man: !)eu» prorurabir Bald ein Berg, an welchem in einet» Nautencrantz dessen verzogener Name j. 0. T. Q- ben auf dem Berg steht eine Taube, welche einew Zettel halt, worauf die Worte zu lesen : Etsibi& aliis; Bald einen Schild in zwey Felder g-theilet, in einem ist eine Schlange, in dem andern eine Taube. sen Bildniß. Siehe Tat». XV. Prag. Herr Carl Zerdinand Arnold von Dobeoskan, der Römischen Kayftrlichen und Königlichen Catho- lisch-n Majestät Nach , Königlicher Hof-Buchdru- ck-ir und Primator der Königlichen kleinen Stadt PrSß, wie auch Obrister - Wachtmeister über die Stavc-Comvagnien, und bey der hochlöbl. Haupt- £<-ct,fkatiom8 Commission Assessor im Königreich Böhmen, hat das Licht der Welt 167z. erblicket, und nachdem selbiger seine Studien geendiget hatte, G 4 s» i«4 Rurygefäsite Nachricht, so hat er sich auch aus Die freye Kunst der Buchvru- ckerey begeben, solche, ilvie es sich gebührer, erlernet und postuliret, alsdann seines Herrn Vaters, wel- cher Raths - Verwandter in der Königlichen kleinen Sladt Prag, und zugleich Buchdruckerherr gewesen, Buchdruckern) übernommen; Et vevehlichte sich mit Jungfrau Helena, gebohrne Zuckmandlin, und er- zeugtte mit ihr folgende Kinder, Herrn Carl Ärnold von Dobroslau, ]. U. D der Rom Kaysecl. und König! Cathol. Majest. Appellations-Rath, und des hoch Authorsii ten juclicii delegati Venatici Assesso- rem Tit. Herrn Frany Arnold von Dobrosla» der Römischen Kayserlichen und Königlichen Catholi- schen Majest. Cammenath in dem KönigreichBöhmen z.) Herrn Joftphum, welcher gestorben ist; 4.) Frau .^ranciscam, die erstlich an Tit Herrn 8«x, Kanserlichen Richtern in der Königl. Stadt Glattau in Böheim verheyrathöt worden, nach Absterben des- sen aber mit Tir. Herrn Reichard, gewesenen Regf- stratore in diaetaiibus &\'ub\ eis bey d.r Königlichen Stadthalterey in Königreich Böheim, verehlichet wurde. 5 ) Frau Äarbaram, welche an einen L>o- ctorern Medicrnasju Carlsbad verheyrathet ist. 6.) Jungfer Catharinam, 7) Iunafer Mariam An- ti«m, 8) Herrn Ishannem XOmcedaum, so verstorben 9 ) Herrn Iohannem Nepsmucenum/ des ritterlichen Ordens derer Creutz Herren mit den ro- tfjert Stern Prosessum, 10) Jungfer Iosepham und 11.) Jungfer Theresiam. Sein Wappen bestehet aus wey Feldern, ob welchen ein mit Wolcken um« Aebener Srern sich befindet, und über diesem ist ein Stuck von einem Helin zu sehen. €atl Frany Rosenmüller, gebohren in der Kö- MAichen Hauptstadt Prag im Königreich Böheim, in» vStt einigen Buchdeuckeett. 1 05 im Jahr 1 707. Den 4. Junii, Dessen Herr Vater war Carl Frany Rosenmüller, Bürger UND BuchDru- cker in Der Königlichen Alr-SraDt Prag, wie auch Der 16lM Kömgl 3oU=Adniinistration im Königreich Böheim geschworner BuchDrucker, ingleichen von Dem hochlöblichen König! Appellation Tnbunali vorgestellter Insjector UND Sequester Über die Prager Zu- Den Druckereyen, welcher unter andern Büchern das Alphabetische Berzeichniß Der hohen Avelichen Bo- heimischen StanDes Geschlechter mit ihren Posseßio- neu / Officinen, und Titulen, nicht minder die in Vo- heimischer Sprach mit besondern allergnadigsten Kay-, serlichen und Königlichen Privilegiis gedruckte Zcitun- gen zum erstenmal ans Licht gegeben; die Frau Mut- ter war Theresia, eine gebohme Uhlitt. Er hat Humaniora & Philosophiam in Der Pragerischen CaroIo-FerdmandaiTchen Universität studirer. Die Jura aber ließ er sich als Buchdrucker von einem Correpetitore privatim lehren Aus der Philoso- phie begab er sich auf die Kun|] der Buchdruckerey, und lernete solche bey seinem Mrrn Vater zu Prag, und wurde Ao. 1726. losgesprochen, worauf er bey einer i4tagigen Frist den Gesellenstan!» erhielt, und alsdenn 1727. in den Herrenstand trat, indem er die vaterliche Buchdruckerey überkommen. Diese Dru- ckerey ist im Anfang des jetzigen Jahrhunderts von oboesagten seinem Herrn Vater neu aufgerichtet, her- nach mit der Michalkisch, Betteklsch gewesenen Druckerey vermehret worden, cum iuribus & Privilegiis Paternis, welche von Jhro Kayserlichen und Kö- niglichen Catholischen Majestät nicht allein bestätiget, sondern auch mit neuen Privilegiis begnadiget wor- Den. Hierauf hat er selbige mit dervormais^enn-- G 5 gm* föS Ruey^efaßte PWWchly gerischen, als denn Lmt^rijchen, und letzlich Iv» hantt Gchramtsch gewesenen Druckcreyund mit mehr als 30. Centner neu gegossenen Schrifftev, nebst andern.darzu gehörigen Borrath Kunjlreich gezieret, nachdem ihm aus der ftinigen gegen 10. Cmtner,wis auch aus den Bücher-Verlag über 400 Fl Werths entfremdet worden war Er verehlichte sich i737* den 25. Fedr mit Sophia Johanna, des verstor- benen Herrn VOm%tl Teply, beym Königl. Ober- Steuer-Amt-Generabund Revifkations* Acten Kegi- ßr.itoris und Bürgers der Königlichen Alten Stadt Prag, jüngsten Iuligfer Tochter, mit der er eine» Sohn, der gleich nach der Taufe, und eine Tochter^ welche in der sFten Woche ihresA!tersan Blattern gestorben, erzeuget hat. Er ist der löbl. Königlichen Zoll'^U'ninitt'stlonsimKönigreichBöheimgeschwor» ner Buchdrucker, dann vorgesetzter Inspector und Sequester über die Prager-Juden-Druckereyen und posseßionirter Bürger der Königlichen Alten Sradt Prag. Zu seinem Symbclo führet er ein Rofetum, ans welchem ein Mafin die blühenden Rosen abbricht^ selbige in eine Mühle wirft, welche übermahlen als Bücher hervor kommen, mit beystehenden verzo- genen Namen und der Uberfchrifft: Colligo Flores Rotarurn, Wendel Urban Suchy, trat ans Licht der Welt in der Köntzlichen Men Stadt Prag 17a?. den 27. August. Dessen Herr Vater war Zacob Suchy, Bürger in der alten Stadt Prag, die Frau Mutter £atbaxin<\ , gebürtig aus der kleinern Stadt Prag. Den Grund zum Studirsn hat er in der alten Stadt Prag gelegt, darauf er 17«?. den 10 Decemb die Kunst der Buchdruckerey bei) Herrn €aü ^bann Hraba * ystt einigen Du chdruckettt. Hrqba in der Stadt Prag zu erlernen angefangen har Alsdenn ist er bey der gantzen löblichen Geftll- schafft zu Prag wieder losgesprochen worden, da er denn *?28 den 19. Iunii bey der gantzen löblichen Gesellschafft postuliret hat, und darauf zu przibram bey der verwittweten Frau Agnes Ktihnelrn Factov worden ist. Im Jahr 1730 ist er in. den Herren- stand getreten, und hat sich vom neuen eine Buch- druckerey zu Glarmu in Böhelm aufgerichtet, welche er 17ZD. nach Prag verleget hat. Im Jahr 1729. den 26. Febr. hat er sich mit Rosina L.udmilla, des k,ottfteligön Joachim Frany prachinus, gewesenen Bürgers und Buchdruckers in Przibram, hmterlas- senen Jungfer Tochter verehlichet, mit welcher er 3» Töchter iLlisabecham, Barbaram, und Cachari- «am erzeuget hat, davon die letztere nur noch am Le- t ben ist. Zu seinem Symbolo führet er einen dürren Baum (Suchy, Bömisch Dürr) welcher einige grü- »ende Zweige hervor bringet^, mit der Uberschrifft: Culta Floret. Johann Julius Gexzabeck erblickte das Licht der Welt «n der Königl. Haupt Stadt Prag 1697. den 7. Iunii. Sein Herr Vater war Johann Gerza- bek, Buchdrucker zu Prag, die Frau Mutter jLleo- nora hinterlassene Tochter des Herrn Johann ZVid- mann, geweseneu Bürgers der Königlichen Stadt Prag. Die studia humaniora hat er zu Prag vollen- ': det; hierauf hat er die Kunst der Buchdruckern) zu Aüreenberg 1714. bey Herrn Geotg Adalvexx Kinye! erlernet, davon er 1717- loßgezehlet wurde, und in ermeldeten Jahre allda pofiuliret hat. Im • Jahr 17ZZ. hat er sich desHerrn Johann VDent&l Helms Druckerey gekauft, weicher sie 1706. »eu auf- geriH- iös Rmygefaßte Nachricht,. gerichtet hat. Im Stand der H. Ehe ist er 1734. getreu ten, dessen Ehegattin ist J^natia Iosepha-Hrn.Ioh. petu Rehrs, Bürgers zu Sobotka eheleibiiche Toch- ter,mit weicher er eine Tochter L.udmiUam El>sabech^ wie auch einen Sohn 8rany fürstlicher Ertzhischöfflicher Buchdrucker worden. In Wtz ctrtrgett Buchdruckeett. 105 w ------------:— . -- In seinem Symdolo ist zu sehen oben das göttliche Auge mit ver Beyschrifft i)eo duce, unter welchem sich ein auf einem Tische aufgeschlagenes Buch befindet mit diesen zwey Worten: *cte Comite, darneben lieget ein Winckelhacken, zur Seiten sitzt bey einer Säule ein Knablein, weiches ein Schild mit dessen verzogenen Namen hält. Jobann €atl Hraba trat ans Licht der Welt in der Königlichen Hauptstadt Prag r 7 l 6.>.den 11. May. Sein Herr Vater war Johann Carl Hraba, verer Tit. Böheimischen Herren Landstande Buchdrucker zu Prag in Böbeim. Er hat Humaniora) wie auch Philosophiam in der Pragerischen Carolo Ferdinan- daischen Universität zu Prag absolviret, und ist.zu ei- nen Magister aixium Itberalium & Philosophie crei- ret worden. Darauf er 172^ dieBuchdruckerknnstpl lernen angefangen Hat,wovon er 17ZZ. loßgesprochen wurde,und 17z5- bey selbigen postuliret Hat. In ermel- deten ZaHre ist er Herr geworden und hak seines Hrn. Vaters Druckerey angetreten,da er dann in eben dem Gradu,als Böheimischer Hrn. Landstande Buchdru- cker angenommen worden. Sein Signet und Symbo- !um ist: Ein stehender Mann mit einem Rechen, Böh- mischH?abe,aufeinem Felde,der die l>erumliegende und zerstreute Geträyd Aehren mit demselben versammletf über ihm ist die göttl. Sonne mit dem Auge Gottes, in der mitten, so aufden Mann herunter scheiner; Auf den Seiten sind blasende Winde, die die Aehren zer- streuen, über der Sonnen ist die Jnnschrifft : Qui non colligit rnecum, dispergit, Georg ^.abaun gebohren in der Königlichen Hauptstadt Prag im Königreich Böheim 1717. den 29. Junii. Dessen Eltern sind gewesen Herr Georg &.ebwn f Buchdrucker in der Königlichen Sradt Prag, -5s Rttttzt^efiEte rta$ti$t, Prag, die Frau Mutter Cacharma Alisßi». Im Jahr 1724. trat er bey seinem Herrn Vater in Dfe Lehre und hat zugleich unter dieser Zeit die humaniora imAcademischen CollegioSoc. JEjü zu Prag absol- viret. Im Jahr 1733. wurde er wiederum freyge- sprechen und 173 ?• hat er zu Prag in seines Herrn Vaters Buchdruckerey sein Postulat verschencket. Worauf er 1736 Herr worden, indem er seines Herrn Vaters Buchvruckerey, die von seinem Groß- vater aufgerichtet worden, cum jure & Privilegio Übernommen hat. Im Jahr 1737. verehlichte er sich mit Cacharina Pekarktn. Zu seinem Symbolo hat er einen in Wasser mit angenehmen Regen benetzten, und unter einem Regenbogen herumschwimmenden Schwan mit der Überschüsse. Abundans Äqnis Iaetatur. Matthias Alederich Raudelka gebohren in der Königlichen neuen Stadt Prag den 8. Febr. Au. 17u. dessen Herr Vater Jacob R»udeli?a, die Frau Mutter Doroch^a. Im Jahr 1725. hat er sich zu der Buchdruckerkunst gewendet Md selbige bey Hrn. Frany Äeorg GchßrochoWsky/ Buchdruckern in der König!. Stadt L.eutmeriy erlernet, worauf er 1730. den 2. Der. wiederum freygesprochen worden ist. Im Jahr 1732. den 8. Febr.har er sein Postulat in der Privilegirten Buchdruckerey derer wohlehrwürdi- gen P. P. Soc JEsu zu Breßlau verschencket, wo- raufer 1739. den 20. May die Druckerey angetreten hat, welche von dem Herrn Schilhare, Ertz-Bi- schöfflichen Buchdruckern, neu angelegt war. Nach dessen Tode aber ist selbige dem Herrn Hager zugefal- len, indem er Die. hinterlassene Wittwe geheyrarhet hatte. NaH dessen seinem Tode aber hat einer mit vsn eMgett ZZuchdruckertt« ||.| Kamen Antoni Preysi von der Wittfrau die Dru« Mey gekaufft. von welchem er aber dieselbige wieve- rum m kurtzer Zeirerkauffr hat. Im Jahr 1739. den 4 Junii trat er in den Stand der H Ehe mit Io- hanna, Herrn Lvenyels Gaukele, Bürgers der Königlichen Neustadt Prag, hinterlassenen We. Tochter. Sein Signet ist ein Baum, und in der Mitte desselben der Heilige Matthias mit einer Hacken. Ausser dem befinden sich daselbst noch drey Druckereyen. als: 1) Die Clerzbeklsche, welche von Herrn Carl Gerzabck, der eine andere Bürgerliche Nahrung zu führen angefangen, und seinem Sohn J^natic Ger- Aabek, solche gerichtlich abgetreten hat Es wird selbige durch einen Fäctor fortgesetzt, biß ietzt gemeldeter Sohn seine Lehrjahre vollbracht, und poftuliret ha« ben wird. 2) Die Clementim'sche derer Wohlehrwürdigen Patrum der Gesellschafft JEsu wird qua privilegiaxa durch einen Factorgeführet. z) Die Rönigvhöftr dem hochfürstlichen Ertz- bischöfflichen Prager seminario bey8. Adalbert gshö- rige Buchdruckerey ist fonsten durch einen Factor mit ein paar Gesellen geführet, nachgehenös aber an ei- nen Kunstverwandten verpachtet worden, wodurch derselbe den Titul eines HochfürstUchen Ertzbischöffli- chen Buchdruckers erworben hat. Heutiges Tages ist von ietztgemelter Druckerey obbesagter Herbere Fl'yky Pachter und folglich hochfürftlicher Ertzbi? schöfflicher Buchdrucker. Regenjpura Ichann vyy Chyydg ha.t schon \m Jahr w% m ii2 Rueygeßjsste Nachricht, daselbst gedruckt ^.ejser 9.61. Wie aber vle^>ucy- drucker auf einander gefolget kan ich nicht sagen. Ich muß mich begnügen lassen/ daß ich von folgenden eine Nachricht geben kan: Hieronymu»L.eny, beschritte diese Welt im Jahr »696. den «3. April zu Erfurch, einer uralten grvs» sen und berühmten Churmaynylschen Kauf-und Handelsstadt in Thüringen Sein Herr Äater .war Jacob L.eny, Bürger und Gärtner daselbst: die Mutter Lacharina, eine gebohrne Creuybt rgertn, der Großvater aber Herr Orrc» L^eny, weylanv Bürgermeister in der deö heiligen Röm. Reichsfrepen Stadt Vl?inshelm;die nunmehro entschlaffen sind : Im Jahr 17» 1. und zwar im Monat May machte derselbe bey Herrn Johann -Heinrich Groschen zu Erfurth den Anfang zur Erlernung der Buchdrucker- kunst, welche er im Monath Decembr. des 1715. Jahres glücklich zu Ende brachte. Nach überstandener Lehrzeit trat derselbe noch in .ebendiesem Jahre seine erste Reise nach Leipzig, und die erste Arbeit bcy dem damals noch lebendenHerm Johann Heinrich Richtern an; von wannen er zwar im Monath Julio 17*7. nach «Berlin in die Königliche Preußische und Churfürstliche Branden- burgische Hof-Äuchdruckerey zu dem damaligen Hofbuchdruckerherrn Güßmil^ verschrieben wurde: Alldieweilen er aber daselbst an Herrn Gorchard Schlechrigern, der Königlichen Preußischen So- cittät der Wissenschafften Buchdruckern, einen redli- chen Landsmann antraf, so gieng er mit Vorbewust gedachten Herrn Güßmilchv bey demselben in Arbeit, in dessen Ofsicin er auch noch selbigen Jahres 1716. sein Postulat verschenckte. Nach anderthalb Iah« xm von einigenBuchdruckern. 113 ren muste verselbe, wegen ver vamahlig-gefährlichen Knegöläuffte, diesen Welt berühmten Ort verlassen, weswegen er sich wiederum nach Leipzig zu ermelve- ten Herrn Rtchtern, hierauf im Jahr 17*8. nach Zwickau zu Herrn Gabriel Süschein und von dor- ten noch in selbigem Jahr nach Nürnberg zu der Frau Spörlm in ander weite Condition verfügte, an wel- chem letztern Ort derselbe anderthalb Jahr in dee Druckerey gestanden. Hierauf wendete er sich um Ostern 1715. nach Saiyburg zu Herrn Johann Joseph tNayern von tNayereck bey welchem er 1. Zahr arbeitete, und sodann wiederum nach Nürnberg zu erwchnter Frau Spörlm in vorige Condition gieng. Nachdem aber dieselbe ihre Buchdruckerey zugeschlossen/ so wurde «r im Monat Septembr 1721. nach Regenspurg zu Herrn Johann Heinrich Rrütingern verschrieben, allwo er aber nicht langer als biß auf denMonat April des folgenden 1722. JahrS verblieb> um welche Zeit derselbe nachDOien reisete, und bey Herrn Andrea» Hryingern Condition an- nahm. Nach zweyjährigen Aufenthalt daselbsten, da immittekst vorgemeldter Herr ^rütinger zu Re- genspurg im Monat April 1724 Todes verb ichen^ wurde er von dessen hinterlassener Wittwe ersucht, bey derselben wiederum Condition anzunehmen, worinnen er auch willfahrte. Als er bey selbiger kaum eine Messe als Gesell seinen gantz besondern Fleiß erwiesen, sv wurde ihm die Factors Stelle angetragen, welche er zwar anfanglich wegen trifftigen Ursachen ausschlug^ jedoch aber auf ein und andere Vorstellungen sich end- lich derselben umerzog; und dahero den Sonntag nach Maria Geburch als Factor vorgestellet wurde. Kurtz darauf, nemlichdm 5-Novembr. besagten 1724. H Jahrs. Jahrs, verlobte er sich mit erwehnter Frau Rrütin- ^erin und vollzog den 25.April !725.solclMVerlö0niß 'durch Priesterliche Copulation. 'Nach ihrem Tode, welcher den 29. Febr. »728. «hne L.eibeserben er- folgte, verehlichte sich derselbe zum andern mal mit Jfr. Anna'Cacharma, einer gebohrnen Drumme- ritt, eines Vlerbraüers Tochter, mit welcher er zwey Kinder, und zwar den 17. Julii 1729. eine Toch- ter, MagdalenaLachariM, undden i z.Junii i?3h einen Sohn, 'Hieronymus gezeuget, weiche erstere den29. Januarii ^zo. der andere aber sogleich nach empfangener Tauffe wiederum verschieden, nach des, sen Tode die Mutter ebenfalls, und zwar den 22. Ju- nti 1731 als Kinebetterin das zeitliche geseegnet, hie- rauf schritte er den 20. Nov. jetztbesagten i73'.JahrS mir Jfr. Carharina Ellfuberha, einer gebohrnen Fabriciusich eines berühmten Chirurgi Tochter, zur dritten Ehe, in welcher ihm vier Söhne und eine Toch- ter, nahmentlich Johann Hieronymus, Gc'drg Ja- cob, G^org paul, Sabina iLll'sabeclpa und Chrl- stian Gottiiel? gebohren wurden, von welchen jfr- hann ^ieronymu« und Sabina Elijaberha wiede« .rum verstorben, die übrigen z. Söhne aber sich noch am Leben befinden. Seine saubere Schrifften> Fleiß und genaue Aufsicht haben bey einer höchst und hochansehniichen Ge- jandschassc daselbst ihn dergestalt beliebt gemacht, daß er der hohen Gnade gewürdiget wird die meisten deroselbenSchrifften zumDruckzu befördern; Gleich- wie als etwas besonders von demselben anzumercken, daß seine Redlichkeit bey denen Catholischen Herren. Buchhändlern ein dermassen gutes Vertrauen g^gen ihn erwecket, daß sie kein Vedencken getragen seiner Press? ► VON einigen Buchdruckern. n$ Presse eine Bibel in lateinisch mir* teutscher Sprache zum Druck anzuvertrauen, welche er auch dergestallt glücklich zu Stanoe gebracht, daß sie ein sattsames Vergnügen darüber bezeuget haben^ Wie eifrig er fernsten bemühet sey, der gelehrten Welt einen netten Druck zu liefern/ davon können, ausser ietzt angefuhr» j ten, noch viele andere sauber gedruckte Wercke ein wahres Zeugniß ablegen, unter welchen sonderlich des Hrn. rvillh. VDtinmann berühmtes Botanisches Werchso unter ütm^\tXX\xMultili?igiiisPbytauthoZii^ Iconographice WeinmanniancB Index &c. in med. fol- 1735. angefangen und noch bestandig continuiretwird, ittgleichen Dibuci Nifini Opera in 4. Tomos digefla, &c insol. so im Jahr I7Z8. aus dessen Presse herfü? gegangen : wie nicht weniger Thesauri praBici JBe- soldiani Tomus I. welchen er noch in diesem 174.0, T Jahr der gelehrten Welt vor A«gen geleget, vor an- dern dem Preiß behalten. Zum Symbolo führet er die Worte Davids, aus PC. LXXI, 1. In te Domine, speravi ; noti confundarin aternum. Sein Jnsia- 1 ne ist entlehnet aus Jos. VIII, 18.19. und stellet den. Josua vor, wie derselbe aufGottes Befehl die Lantze gegen die feindliche, und nachmahls gewonnene Stadt A» ausgereckt- Gleich wie nun derselbe durch seine sorgfältige Bs- mühung nicht nur die hohe Gnade derer meist, n höchst ' und hoch ansehnlichen Herren Gesandten inson- derheit, sondern auch die Gunst und Gewogenheit derer Herren Gelehrten überhaupt erworben ; also zweiffelt man nicht, er werde fernerhin durch seinen rühmlichen Fleiß der gelehrten Welt noch mehrere er- sprießliche und ruhmwürdige Dienste leisten. H » Chkk- zi6 RtttyZefaßee MMZW Christian Gortlisb Geiffart wurde 1696. dett 7ten Julii in XVenigstmminer, ohnweit LLrfurch^ gebohren. Sein Herr Waierwar Daniel Geiffart, Damahliger Pastor daselbst, wurde aber hernach als Diaconus zur Gt. Marien Rirche nach $xoi&au in seine Geburtsstadt beruffen; Seine Frau Mutter Maria Elisabeth, eine gebohwe Geehausm, eines Rathsherrn Tochter aus Ältenbutg. Im gedachte» Zrvickan, allwo er erzogen worden, hat er 1700. bey Herrn Johann David 8rideeici die Buchdrucker- kunst zu erlernen angetreten» Nach dessen Endi- gung 1714. hat er eben daselbst postuliret, und sich als- denn nach Jena, und 1715. nach Leipzig, von dar sich Z7i9.weg> und an unterschiedliche Oerter noch bege- ben. Im Iaht 1722. kam er nach Regenspuro, und kauffte allda 1725. Tir. Herrn Jol>;nn Conrad Z)eeyens, p. t E. Ehrlöblichen Hannßgerichts Asses- (bris, aufgerichtete Buchdruckcrey und verehlichle sich den 25 Julii in eben diesem Jahr mit Jfr. Rebecca- Cathatina, einer gebohrnen I^rämetin,ve6weyland Tit. Herrn Joh. <ßeotg Krämers E. Ehrlöblichen Stadt Gerichts ^ttes. in"Regenspurg hinterlassenen Tochter, mit weicher er 11. Kinder, als 7. Söhne und 4. Töchter erzeuget, wovon noch eine Tochter Ma- ria Cacharina und ein Sohn Andreas Gottfrieds am Leben sind; die Bücher,weiche nebst seinen in Wer- lag habenden bekannten Historischen und geletzrre» VLachrichtett bey ihm verfertiget worden, sind mei- stens Lexica, als Kirschü, Wtigneri Phraseologm und andere, nebst unterschiedlichen Autoribus Classicw a als Cicerouis Orationes, Epiflolce, Officia, it. Plinhts 9 ffrgilius &c. Sein SvmbolM ist; CuflctaGuber* von einigen Buchdrun, Annales Cißercienfes Cisterci- ensische "JctbuB Geschick)--e 5. Theile, davon aber noch 2. unter der PwD sind. Bßldi Thesaurus Prafl. Contin 2U1 Theil, nebst nvch andern zu ge- schweigen Sein Jnsigu- ist: ein Ccucifix mir oer Um- schriist: Inbocßgno vimes. Schweden. Die wenigsten, so von den Buchdruckern hishie- her etwas dem Druck überlassen, wUen etwas von Schweden. Wenn es hochkommt, so schmbIman: z, Von den Schwedischen Buchdruckereyen hat man,, Fabiani Torneri Historiarn Artis Typographi „ eainSuecia, welche zu Upsal, 1722.8vv. heraus-,, gekommen UNd Johann ^/w^/^riTyp^graphicaj,, Artis in Suecia Hist. welche zu Rostock 1725. in 8vo,„ Herfür getretten. Ich kan aber auch von diesen nicht,, melden, ob sie die ersten Buchdrucker in Schwe-,, den und deren Bücher angemercket, weil ich beyde,, nicht besitze, doch sollte ich es fast, vermuthen. „ Bis Hieher Herr fester p. 85. Es wird mir erlaubt ftun, die Fehler zu entdecken, die ich iy diesen Worten finde. von einigem BuchdWckertt, ii$>, finoe. Einmal wird aus einer eintzigen Dissertation ein doppeltes Buch gemacht; vors andere wird der rechre Verfasser Alnander in Almander verwandelt. ES ist ein doppelter Druck , aber nicht ein doppeltes Buch. Ich will nur den gantzm Titel hersetzen, so wird Man so gleich klug werden. - Ioannis O, Alnandri Hi- ßoriolaartis Typographie» in Suecia; pubiica &so- Jenni exercitatioue ; sub. moderamine ceieber„ viri M. Fabiani Tomen, Eloqu, Prüf. Reg. & Ordin. Up- saliae 1722. primum proposita 3 nunc vero recusir,, Rostochü & Lipsise, 1725. in.8vo Wer sieht nicht den doppelten Fehler^ein ? Und so gehts^ wenn man seine Wissenschaft ans Catslcgis lernet. Ich besitze den Nachdruck jelbsten , dahero vermuthe ich dieses nicht, sondern ich weiß es gewiß. Darinnen ist aber die Wer- muthung richtig, daß in dieser Disputation von den ersten Buchdruckern in Schweden Nachricht gegeben wird. Ich will mir also daraus zu Nutze machen, was ich vor nöthig halte. Damit ich nun von dem er- sten Anfang der Buchdruckerkunst in Schweden etwas anführe; So dienet zurNachricht,daß selbige 148? von Johann Stt?ll nach Stockholm zu erst gebracht wor- den, und von ihm folgendes Buch: Dyalogus Creatu- rarummoralizatus impressus per Ioan. Snell, Ar- tis imprelsorie magiflrum in 4to ZUM Vorschein gebracht worden sey. Hier folge ichHerrn Alnander», eben dshew muß ich meine Ordnung andern, deswegen handle ich zu erst von Stockholm. 1483. Johann Snell, ist nicht nur in Stock- Holm, jondern auch in dem gantzen Köniareich Schwe« den der erste Buchdrucker gewesen. Man weiß von ihm weiter kein gedrucktes Buch, ausser demjenigen, s» •P 4 ' ich 120 Rurygefäßre Nachricht, ich bereits angeführet habe. Es ist auch keine Nachricht fern, r von ihm >.u finden, ober in Schweden geblieben, vver wletzer »ach Teutichlano zurück gegangen sey. 1495. Johann zjabri ist so gleich im folgenden Jahr wieder gestorben. Von feinen gedruckten Bü- chernweiß man i.) Qomadi Rogee KreuisriiZm Stje'g*. nenie nouurn, Hoirrns per loan. Fabri 149$. 2 ) loan. Gerion de tentationibus Diaboli. Impressus StokholmiK uer loan.. Fahrt 1495. z.) Breuiarium secundum ritum Ecclesiae Vpsalenlis. AlTumtum utperficeretur per prudentem virum pie memorie loan. .F^mmpixssorem Holmeniem, Consumma- tumq ue ibidem per magistros impressorie artis. SoU licitante eiusdem vxore relicta fide digna Anna,. Z4<-6. Dessen Frau Anna hat also die Druckerey fort« gesetzet. Wie lange es aber gedauret kan man nicht sagen, weil man sehr wenig Bücher weiß, und die man noch weiß, sind alle ohne Namen des Buchdruckers ge- druckt. Hier ist also eine Lücke, davermurhlich einige Buchdrucker in Stockholm gelebt haben müssen, die Aian aber nicht nennen kan, weil sie sich auf ihren Bü? chern nicht genennet haben. Denn man findet erstlich wieder 1549. 1592. Amundus L.auremii. Erhat ver- schiedene Sachen gedruckt, vornemlich aber um daö Jahr 1549 Das Neue Testament Schwedisch. 1576. Tobernus Tiedemann. Er hat Liturgiarn Suecan» Ecclesia? eatholicar & orthodox« confor« mem 1576. in 5. und L.aur. Petti, Gothi, Catechesin Kvo. cod, a. gedruckt. >578. Andreas Torstani. Won diesem weiß NanWeiter nichts, als daß er von B« nedicr. Glaio ein mediciniftHes Buch 1 578. in 4ko gedruckt habe. I57S, vsn einigen Buchdrucker^ ,2V 1578. 1610. Andreas Gutterrviy. Er ist 1 s 10. gestorben, und dessen Wittwe hat die Druckerey ei- nige Zeit fortgesetzet. Endlich aber ist die Gutter- wiyl'sche Druckerey von dem Königl. Zehnden zum Gebrauch der hohen Schule zu Upsal gekauft worden. 1608. - - 1640. Christoph Reußner, hat an- fanglich zu Rostock eine Druckerey gehabt, und bis i6o&- vaselost allerhand gedruckt, in welchem Jahr ee nach Stockholm gekommen ist, und daselbst bis 164s. gelebet hat. Er wird inögemem Reußnee Senioe genennet. i6iz. - » i62r. Glaus Glai, hat sich von Stock- Holm weg und nachArosia, oder NOtsteras in We- stermannland gewendet. 1622. Olaus Olai Euaus hat sich bis um diese Zeit m Stockholm aufgehalten, hernach aber in Gcrengene», oder Stregnes, in Sudermsnnland^ feine Druckerey geführet. 1646. Peter von Selou , ist von dem König in Schweden Gustaph Adolph von Teutschland hicher beruffen worden , damit er Moscowitische Schriften drucken möchte. 1625. Heinrich Reysee,. bekam von dem König in Schweden Gustav Adolph eine erbeutete Drucke- rey gefchencket, weil er unter ihm Kriegsdienste ge- Lhan. Er muste selbige Stockholm anlegen» Ab- sonderlich war er ein vortrefliclxr Holtzschneider, wis man aus dessen Infignibus Nobilitatis Suecanae ligno insculptis ersehen kan Weil er aber den gehoften Lohn nicht erhalten, so hat er die Holtzschnitte alle vex- Herbet, dahero dieses Buch ungemein rar ist. Johann jMnsto», der altere, ein Buchhändler von Amsterdam, bekam von der Königin ChristinÄ H 5 vlcht i2a Kumgefdgte Nachricht, nicht nur die Freyheit, daß er zu Stockholmeine Dru- ckerey anlegen dürfte, sondern er genoß auch jährlich drey hundert Thaler Gnadengelder aus derKöniglichen Cammer, und durffte von allen Pappier, das er nach Schweden bringen ließ, keinen Zoll geben. Es war ihm ferner erlaubt, daß er mit Christoph Eustbio Waltzjd, eineni Buchhändler in Jena, so wohl zuStock- Holm, als Upsat Buchläden anlegen, dürsten^ ^elnrkch Reyser , der jüngere. Er war ein Sohn des vorhergeöachten Reysers. Als sein Herr Vater starb, so konnte er derDruckerey noch nicht vorstehen, dahero wurde selbige durch einen. Factor. L.oreny Hanßon rpall, fortgesetzet / bis er derselbigen selbsten vo stehen konnte . Diese Druckerey ist eine von den al- !er vortreflichsten Druckereyen in Schweden gewesen. Es sind auch ungemem viele grosse und schöne Wercke darinnen gedruckt worden. Absonderlich hat die S6)wedische. Bibel den. Preiß erhalten. Der Tod hinderte Hrn Reyser,daß er selbige nicht gar zu Stan-- de bringen konnte, weil er 1699. den 1. Aug. gestorben ist. Es lieferte dahero jelbige Johann Lr'nfi 3aU duitt/ als Factor. 1672. . . ,687- Ishtttttt Georg Eberdt. Nach seinem Tod führte dessen Druckerey ^.oreny XVall, eine Zeitlang als Factor fort. L.oreny Watt, ein Sohn Iohannis, bekam endlich selbst eine eigene Druckerey, da er von jeder Dru- ckerey, wo er vorhero Factor gewesen, einige Schrif- ken zum Lohn erhielte. Nach seinem Tod 1 694. folgte auf ihn Olaus iLnaue. 1688. J ohann Äillmgsley erbte Johann Georg Eberdts Druckerey, weil er ohne mannliche Erbenge- korben wax, und führte ftlbige eine Mang fort» Nach sei- von einigen Buchdrucker». 12z semuA Tod 1698. wurve Johann iLrnst^alduin Facror Darüber. 1692. Die Burckhardische Druckerey hatte ihren Namen von Georg Gottlieb Burckhardi, einem Bachhändler, weicher selbige zu dem Ende ungemein prächtig anlegen ließ, damit er die Bibel in 8vo. sehr sauber drucken lassen könnte. Anfanglich bediente er sich Jacobs Tide Hülfe, weil aber dieser dem Werck nicht gewachsen war, so wurde Johann Jacob Ge- nach aus Teurschland verschrieben, der in seiner Kunst vottreflich erfahren war , wie alle Bücher beweisen, die unter seiner Aufsicht gedruckt worden sind. Da nun 2)ul'ckhard:' seine Druckerey durch anvere Leure ver- walten lassen muste, und die oazu gehörige Klugheit nickt selbsten besaß; So sahe er sich endlich genöthiger selbige theils He^rn XVernern, theils Jul. Georg M^tchiä käuflich zu überlassen. ZTllarhanaet Goldcnau , erhielt aus besonderer Kö- niglichen Gnade die Freyheit seine ererbte Buchdrucke- rey durch Factors fortzusetzen, ohngeacht er die Buch- druckerkunst nicht erlernet hatte. Michael L.aurelius, kaufte des verstorbenen Hrn. ZZillingsley Buchdruckerey, und ist 1700. wieder ge« ftorben Nach seinem Tod wurde Andreas Biörck- mann, damals Universitats Buchdrucker zu Aboa^ Besitzer davon. Heinrich Reyser, ein Cnckel des. altern Herrn Reysers, gehöret deswegen unter die Buchdrucker zu Stockholm / weil er seines Herrn Waters Druckeren von Upsal 1701. dahin brachte, aus der Absicht, selbige mit der grossen Keyserischen Druckerey zu mremigen. Alleine, es wollte sich nicht wohl thun lassen, dahero für higs an Hmn Wmm 17 »Ukaust wmds. Zlartza 534 Rmygefi»ßte Nachricht, 'äton ^olm, einStiefsohndes ältern Herrn Rey- sers, war anfänglich ein Lluditeur. Da er aber sahe, daß seine Stiefbrüder der Druckerey nicht wohl vor- stunden, so faste er den Schluß selbige zu lernen. Er brachte es auch in kurtzeg so weit, daß er der Reiser- lt'chen Buchdruckerey 1714. als Factor vorstehen konnt«, welche er heruach in zwey Jahren in Be- fitz nahm. Bis hieher habe ich nun die meisten Buchdrucker- Herren in Stockholm nach einander erzehlet; Es sind aber noch verschiedene zurück, welche wegen besonderer Freyheiten ins besondere zu betrachten sind. Es sind neu.' lich die AömZlichen Buchdruckereyett. Ausser denen Freyheiten,jwelche einer jeden Druckerey gegeben sind, gemessen sie noch besondere Vorrechte und Gna- Qenge!dev. Es sind aber selbige folgende: Änuttdus €>lai/ erhielt diese Stelle von dem König Gtgismuttd 1594. welche hernach König Carl besta- tigte, und auf seine Unkosten theils zuAmsterdam, theils zu Lübeck von Andreas Fabri verschiedene Schriften giessen ließ. Nach seinem Tvd 161 u folgte auf ihn: Ignatius Meurer, aus Thüringen gebürtig. An- fanglich war er der Rechtsgelahrfamkeit ergeben, und hielt sich deswegen zu Greyphswalde auf. Er verließ aber die Studien und lernte die Buchdruckerkunst, worauf er sich 1610. nach Stockholm begeben, und Nach drey Jahren die Wittwe des verstorbenen Herrn Nnunbs Glai geheyrathet hat, dahero er alsdenn Königlicher Buchdrucker wurde, und dieses Amt bis ?666. mit allen Ruhm verwaltete. Er gab selbiges wegen hohesAltersauf, und starb im 8z. Jahr seines Alters 1672. Die Meurerische Druckerey soll hier- oufan Istzano GeHxg.ieberdt gekommen seyn. Georg VStt eittlgm Buchdttttkem. 125 Georg Hanrschen, war erstlich Universitats Buch- drucker zu Sorau in Daunemarck. Er hat sich her- nach nach Stockholm gewendet, und ist von dem Kö- nig Carl Gustav an des Meu/ter» Stelle 1666. den 30. Octbb. Königlicher Buchdruck« worden, worauf -er 1668. gestorben ist. Htcol XVantif, aus Schonen? heyrathete des Herrn Hamfchens hinterlassene Frau Wittwe, und wurde 1669 den 26. May Königlicher Buchdrucker. Nach dessen Tod 1689. wurde die Königliche Drucke- rey bald von MacchiaSyttamann, des Königl. Gy- mnafiums zu Wiburg Buchdruckern, bald von Glas l&nüo, bald von L.aunelio verwaltet, bis endlich Johann Heinrich VVemer, von Lüneburg , dee Königlichen Druckerey 1695. vorgesetzet wurde, welcher selbige auf seine Kosten mit vielen Schriften vermehret hat. In, Jahr 1705. den 5. Becemb. wurde er eigen- thümlicher Besitzer und Königlicher Buchdrucker, in- sleichen hernach 1719. den -4. December über alle Druckereyen in gantzen Königreich Schweden Di- rector. Wir werden hernach bald noch einmal von ihm reden müssen. Es ist bekannt, daß M Upsal ein CoII«gium Anti- quitaturnpatriarum aufgerichtet worden Damit NUK dieses Collegium ohne Anstand seine Wercke gedruckt bekommen möchte; So hat König Carl XI. -denen Mitgliedern dieses Eollegü die Freyheit ertheilet, sich ei- nen eigenen Buchdrucker zu erwehlen/ welcher eben dis Freyheiten und Privilegien gemessen sollte, welche ein Königlicher Buchdrucker hatte. Man hat abcr nicht eher als 1700. einen angenommen. Glaus -lLnaus, ist demnach der erste Königliche Antiquitats-Archws-VuchMcIr werdender hishero die 126 Rurygefaßte Nachricht die rvallische Druckerey hatte. Nach seinem Tod kaufte der obenberührte Königliche Buchdrucker, Herr Johann Heinrich VOemev, dessen Druckerey. Seine Stelle aber erhielt: Julius Georg March'ä, welcher sich 1711. mit desH^rrn Nachanael (Bo&smiu Wittwe verehlichte. Und nach dieses Tod winde: Herr Johann L.oreny %oin, Königlicher Anti- quirats Archiv!, wie auch des d.asigen Edlen und Hoch- weisen Stadt-Magistratö Buchdrucker, welcher jetzo derälteste ietztlebende Buchdruckerherr in dem König- reich Schweden ist. Er wurde -68 z im Monat Dec. von christlichen und erbaren Eltern zur Welt gcboh- ren. Die löbliche Buchdruckerkunft hat er zu Rürn, berg bey dem berühmten Buchdrucker Herrn Adam Ionarhan Zelsecker erlernet, daselbst auch, nach der Zeit nemlich 1704 sein Postulat verschencket. Wor- aufer viele Länder und Städte durch reiset, und die bö- rühmten Städte Augspurg, München, Znsprug,Ba- dua, Venedig, Saltzburg, Wien/ Prag,Dreßden, Leipzig, Breßlau, Berlin, Königsberg, und Dan- tzig besehen hat. In den meisten hat er sich eine Zeit- lang aufgehalten, auch bey berühmten Buchdrucker- Herren treu und aufrichtig conditionirt,und sich dadurch in seiner erleraienKunst eine guteWissenschafft undFer- ttgkeit erworben. Zm Jahr 1714 den z r. Mark, ist er von D«-.nyig, aufeinem Holländischen Schiffe, nach (p 5'.?i:sim abgegangen. Weil aber der Schiffer, wegen widrigen Windes, nach Gothland gieng, und f; asSchiffbeydemHafen Suschwickan denWall gestossen, so reißte er zu Land nach der Stadt XOisby. Er muste sich alldort, in Ermangelung einer Gelegen- heit,an den bestimmten Ort zz; kommen, etliche Wo- von einigen Buchdruckern. 127 chcn aufhalten, bis er endlich den 9. May in der König- "uchen Residentz-Stadt Stockholm ankam, wohin cr von dem Königl. Ant. Arch. Buchdruckerherrn Julius Georg Maechia, verschrieben war. Bey er- 'wehnten HcrrnM.nrhla conditionirte er alSdenn eine zeitlang treu und redlich. Als aber derselbige i7.' 6.ven 13. Jan. mit Tod abgegangen; So fügte es sich, daß er desselben Officin als Factor so lange rühmlich vorgestanden^ bis er 1717. den 2. .Junii des gedach- ten Herrn Matchia nachgelassene Frau Wlttwe zu seiner ersten Ehegattin erwehlet, und mit derselben auch ihres Qmn Ehemannes hinterlassene Buchdru- ckerey internen eigenthümlichen Besitz erhielte, weiche er nachdem sehr vermehret, und sowohl eingerichtet hat, daß sie nun die schönste in Schweden ist. Im Jahr *72i. den 2. Martii wurde dessen erste Ehe- gattin, mit welcher er christlich, friedlich, und sehr vergnügt gelebek hatte, durch einen seeligen Tod von dieser Welt, ohne hinterlassene Kinder abgefordert. Nach Verlauf eines Jahrs , nemlich 1722. den 5. Junii verehlichte er sich zum andernmal mit seiner Le- tzigen Ehegattin, eines berühmten Kaufmanns tu- gendsamen Jungfer Tochter, mit welcher ihn GOtt mit 5. Kindern geseegnet hat, von denen ein Sohn, dee zum Studiren gehalten wird, und zwey Töchter an- noch am Leben sind. Er hat auf seinen Reisen viele Gefahr und Verdrießlichkeiten erlitten, wovon er doch allemalwunderbarlich errektetworden; zu dessen christ« lichen Erinnerung hat er sich den schönen Trost-Spruch aus dem 7z. Psalm v. 23. Das ifi meine Freude, daß ich mich zu GGre halte, und meine Zuversicht seye auf deu H>Lrrn HErrn, zu seinem Sym- bolo auserkohren. Die auf seinem eigenen Verlag gedruck- 128 ' Rueygefasite Nachricht/ gedruckten schönen geistlichen und andere nützliche Bü- cher-, derer zur Zeit mehr als ein hundert sind, ha- hen seinen Namen in dem Königreich Schweden wohl bekannt gemacht, und ihm vielen Ruhm zu wege ge- bracht. Rechst dem gedachten Herrn Horn sind in Stock- Holm noch nachfolgende Buchdruckerherren., nemlich: Herr Peter Hyfiom. . . Carl?. Röpke. ° ° L.oreny L.udrvig Grefing.' - - Heinrich <£ Merckels Wittwö. Upsal. Won Stockholm wende ich mich nach Upsal. Ist ein Ort in der Welt, wo die Buchdrucker reichlich be- lohnetwerden, so ist es gewiß in Schweden, insonder^ heit aber zu Upsal. Der König Carl Gustav hat nicht nur einem Buchdruckerzu Upsal die Einkünfte von einem Ritterguth, sondern auch eine freye Wvh- nung allergnadigst zugestanden. Der erste Buch- drucker daselbst ist Paul Grus gewesen, welcher um das Jahr 151a gelebet hat,aufwelchen folgende nach einander gefolget: 1525. Äarcholomäus Fabri, hat 1525.. Statuta Prouincialia & Synodalia prouinciae Vpläl. gedruckt. 1537. Georg Richolf, von Lübeck. Wie lange er a llhier gelebt, ist unbekannt Denn zu seiner Zeit ist die hohe Schule unter dem König Johann bey na- h gäntzlich stille gelegen, folglich auch die Druckerey. 1604. Anundus Olau?, war Königticher Buch- deucker zu Stockholm und zugleich Unwersitats Buch- drucker zuilpsfli von einigen Buchdruckern. 129 . 1614.-1657, Sßfchilue Maechiä. Nach dessen Tov.. . jfo^önrt Pau!i> welcher zugleich einen Gchülfen Peter I<>hannem gehabt. Zu gleicher Zeit hatte auch Jansion allhier eine Druckerey, welche dessen Factor^ nemlich Heinrich von Erfurth/ an sich kaufte und von s6\ 9 . -1655. Universitäts Buchdrucker wurde.. Nach seinem Tod 1691. führte dessen Stiefsohn Carl Gustav Fredmni die Druckerey fott, welcher selbige hernach an Andreas Riettberg wieder verkaufte.. Heinrich Reyser> der Söhn wurde nach Curi- vnis Tod UniverfttatS-Buchdrucker> und verwaltete dieses Amt i c>. Jahr. Heinrich Reyser, der Cnckel/ würde anfänglich zum Studiren angehalten^ er lernte aber hernach die Buchdruckerkunst, und gi4ng nach TeUtschlanv auf Reisen. Nach seiner Zurückkunfft schenckte ihm sein Heer Vater die Buchdrückerey, woraus er 6. Zahr Univerßtäts Buchdrucket war. Nach ihm wurde. 170t. Johann Heinrich VOttMt Uniberfitäts- Buchdrucker. Weil er aber seiner Geschäffte wegen, Änd wegen seiner Druckerey in Stockholm nicht gegen- wärtig seyn konnte ; So setzte er Factors dahin, bis endlich • Johann Hoyer dazu gelangte. Gegenwärtig ist Johann Hovers XVittwe Universitäts Buch- drucker. . . . , Und so viel von den Buchdruckereyett/ welche zum besten der hohen Schul zu Upsal errichtet und fortgefüh- ret worden. Es sind aber derselben noch einige ande« re anzuführen? % i) Des 'Izs 'Rurygeftßee Nachricht, I. ) Des Herrn D. Lorentz Wallii Prof. Theo!, und hernach Lpilcox. Srre^neteris. Druckerey, welche petr Erich rvald verwaltet hat. Nachdem aber sel- biger 1635. nach Westeras gegangen,'so stund Amun- dus Greftve dieser Druckerey, biß an den Tod des Eigenthumherrns vor, da selbige zur Unwersitats Druckerey geschlagen wurde. II. ) Die Buchdruckerey des Ertzvischoffs zu Upsal Hrn. L.oreny pautmus, tvelcher selbige von Streg- nas nach Upsal bringen ließ. Amund Greftve ver- waltete selbige 2. Jahr , hernach ist sie wieder nach Srregnas gekonimen.. undGrefrve, sonst auch Gref- ander ist 164?. nach Stockholm beruffen worden. III. ) Die Rudbeckische Druckerey/ welche der be« kannte und gelehrte Herr Rudbeck in seinem Hauß anrichten ließ- Sie hat aber 1702 das Unglück ge- habt, daß sie von der Feuersgluth verzehret worden ist. Und so viel von Upsal. Ich gehe demnach weiter. Arojla, oder N)esteras Allhier soll die Buchdruckcrkunst schon r 504. einen Wobnvlatz gefunden haben; Es ist aber nicht erweiß- lieh. . Dieses hingegen ist gewiß, daß der Bischoff Johann Rudbeck aus sonderbahrer Gnade Ihr» Maj. des König Gustav Adolphs 1621. daselbst ei- neDrtlckerey angeleget habe. Ja die Gnade dieses Gldrwürdigen Königes gieng soweit, daß .'r auch den Buchdrucker mit Einkünften von den Zehendm des Dorfes Billeharadh begnadiget. Es sind aber fol- sende dajelbst gewesen. i62l. Olaus Olai Helsing, welcher 1628. an der Pest gestorben. -635. perr iLrich Vvald/ verwaltete anfänglich des von einigen Buchdruckern. 131 des Herrn D. Waüü Druckerei) zu MW, und hm jß35. hieher. Ober länger, als bis -640 tyefcM gewesen/ weiß man nicht Dieses aber ist ausge- macht, vaß er sich 1640. nach Aboa gewendet habe. I642. lLucharius tautingev, von Franckfurt. 1669. Boethius Hagenius war dös Consistorii und Gymnasii Buchdrucker von 1669. den 15. Der bis 1716. Nach dessen Tod lag die Druckerey 4 Jahre" stille. Endlich wurde 1720. Georg Urban, von Hamburg, wieder an- genommen, die Druckerey fortzusetzen; Alleine sie liegt jetzo wieder stille. Gtrengttas. Daß die Buchdruckerkunst auch in dieser Stadt ei- nenvesten Fuß erlanget, hat sieder Vorsicht des ehe» maligen Bischofs Herrn L.or?ny paulini zu dan- cken. Dieser vortrefliche Mann hat Jhro Maje, stat König Gustav Adolph unterthanigst ersuchet, daß derselbe geruhen mögte eine Druckerey daselbst aufzurichten Er wurde auch seiner Bitte gewahret, und ein Buchdrucker mit grosen Freyheiten dahin ge- setzet. Es werden bis diese Stunde von dem Consi- storio einige Gnadengelder noch ausgezahlet. Fol- gende Buchdrucker sind nach einander daselbst gewesen. 1622. Glaus Glai lLnaus, erster Buchdrucker Johannes Bakck, oder Barkenius, hat diese Stelle 7. Jahr verwaltet. 1641. Jacob Daniel. i<$45>i67i. Zachariös Brocken hat auch eine eigene Druckerey angelegt, welches daraus erhellet, weil seine Erben eine Zeitlang die Druckerey fortgesK-' tzet haben. Z» -675- tf£ ^ttrWftßtet7aM chh ,675.-1690. Zacharias Aep. Iohann BMmysley/ ist auch eine Zeitlang de^ 'Gymnasii!^ Buchdrucker allhier -gewesen, da vorher- gehender Herr Asp seine Druckerey an Herrn Re^- fex ohne Wissen und Willen verkaust hatte. Johann RönbevZ. Äalehafar Wibmam. Andreas L.aurelius. Carl CslliN/ gegenwärtiger Buchdrucker^dss Gymnasn daselbst. ^lycöpinA Allhier ist auch eine Buchdruckerey, jedoch nur auf eine kurtzeZeit, ehedessen gewesen. Lrich Gchrö- bei hätte anfänglich in Stockholm eine Druckerey; Alleine, sein Vaterland zog inhetnach 1645. hieher^ Zlryund Grase war erstlich nur sein Gehülfe, W- nach aber gar sein Nachfolger, indem er ihm die Dru- ckerey auf gewisse Bedingungen eigenthumlich über- ließ, welcher hernach nach Gothburg 165s. öeruffett i»urde. Nächvein ichWherö die Drückereyen in Schwede^ «rzeylet; So komme ich aufGothland. In dem be- Mhmtm Kloster zu Vadstein,öder N?adsteln,istuyt das Jahr 1491. schon eine Druckerey gewesen, weis che aber 1495. den 5. Octobr. durch das Feuerverzeh- rek worden. Nach der Zek ist keine ferner angeleget wsrZen. Ich gehe demnach weiter fort. Güderktöptnz« M; Von einigen Buchdrucker»?. zzz WM hat man um da^ Jahr 151?. gedruckt. Wer aber ver erste Buchdrucker gewesen^ ist nicht bekannt- i;?Z. Iohaunes Veaskii. Dessen Druckerey' ist1 527 nach N^aimoe gebracht worden und hiemit haw auch achier die Bruckerey ern, Ende«. Mglmse. 1529. Glaus Ulrici hat umdieft Zeit daselbst ge- Druckt. Über hundert und mehr Jahr ist nun alles stille. 1660. Geor^ Hamsch ist der erste wieder vo» Welchem man wech, daß er zu Malmoe gedruckthabe. Eö wahrte aber nicht langer als drey Jahr,so wendete u sich nach Lunden, und von dar wurde er nach Stockholm beruffen/ damit er an des Königlichen Buchdru- Äe.rs'Hm. IgMtius Meurers Stelle komen mögte. ,667. Virus Habereger. Ein Edelmann aus Oberungarn/ welches er der Religion wegen verlassen . hat. Von Melchior Matsbtt, einem Buchdrucker zu Coppenhagen/ hatte er eine Druckerey gekauft und ftlbige hieher gebracht/ woselbst er jahrlich 200 Thaler ausgezahlt bekommen. Nach Verlauf eines Jahres wurde er nach Lunden beruffen. Und also nahm die Buchdruckerkunst von Malmoe Abschtvd und ist bis dieft Stunde nicht wieder dahin gekommm, Calmar. Auch an diesem Ort ist durch die Vorsicht des eh^' maiigen Herrn Superintendenten Iona R>>tbsv» eine Bruckerey aufgerichtet worden, welches vermuth- lich i62a$ bis 1708. gelebt. Nach seinem Tod überkam Daniel Wall, ein Sohn des Univerfitats Buch- druckers zu Aboa, des verstorbenen Herrn Hulc- manns Druckerey, nachdem er desselbigen Jungfer Tochter geheyrarhet hat. Im Jahr 17". ist er an per Pest gestvrbsy. Worauf i.7*3. Israel Falck die Druckerey daselbst fort- setzre, und selbige mit vielen Schriften vermehret hat. Gegenwartig treibt dessen Frau Wittwe öi? Druckerei. Gkarch Baß allhier eine Druckerey angelegt worden, haß man dem berül)mten Herrn v. Jesper Gchrved- berg-zu dancken. Es ist aber der erste Königliche Buchdrucker des Gymnasii daselbst 1707. Andreas Riellberg gewesen, welcher vor- hevo zu Upsal die'Stelle eines Factors begleitet hctt. Er hatte Heinrich Curionis Druckers» gekaufte Welche hernach mit verschiedenen Schriften aus Teutschlanlv vermehret worden, wodurch sie m einet? recht vollkommenen Stand gesetzet wurde. Seins Einkünfte bestunden in etwas Getraide. Er führte selbige bis 17.16. Hermann Müller folgte auf chn, und z^av auf Königlichen Befehl 1720. Nachdem Sie F^uersMiz diese Druckerey- gantzlich verzehret hatk^/ so hat?v 0* sj 5 - w izS Rurygefaßts Nachricht, es endlich so weit gebracht, Laß er wieder eine wohl eingerichtete Druckerei anlegen können, welche er noch führet. Aboa.. Weil in Aboa das berühmte Gymnasium in eine hohe Schule 1640. verwandelt wurde; So sahe man sich auch um einen Universitats Puchdrucker um. Der erste war p.itm VOalbf. welcher vorherozu Upsal und We- ftcräö die Buchdruckerkunst getrieben hat. Zu Aboa trieb er selbige bis an feinen Tod 165 z. Hierauf wurde Peter Haitsson 1679. Universitats Buchdrucker, der das Unglück gehabt, daß er zweymal vom Feuer beschädiget wurde. Auf ihn folgte Johann Lotmq VQaUiu& f und lebte bis 1710. Wdenn wurde Andreas Biörckmann, desten Nachfolger: Da aber 1713. die Feinde immer naher einrückten; So wurde diese Druckerey nach Stockholm gebracht, all- wo sie auch noch ist. Endlich muß ich noch einer Buchdruckerey Erweh- nung thun, welche der Bischof D. Johann Gezel auf seine eigene Kosten angeleget hat. Der erste, so dieser Druckerey vorgestanden, war- 1679. Johann Carl NOinter. Er hatte die Gnade, daß er zum Königlichen Buchdrucker in dem Großsürstenthum Finnland ernennet wurde. Auf ihn folgte Hein- von einigen Buchdruckern, i zs -nrich Lhrifisph Vsietdä, und der jetzige ist Johann ChcWan Merckel. Und so viel von den Buchdruckern in dem gantzen Königreich Schweden. Es ist wahr, ich habe mich des oben angeführten Alnander» Dissertation fleißig bedienet; Atleine ich habe auch verschiedenes darzu ge« than, indem ich jederzeit die jetzo Ledmden bemercket habe. So viel mir wissend ist, habe ich keinen eintzigen übergangen. Tübingen. Anton Heinrich Röbel, Acad. Buchdrucker in Tübingen, trat ans Licht der W^'t den 30. April 1696. Sein Herr Vater war Johann Hetnr-ch Röbel, Jur. Vtriusque Lic. und Advoc zu iLr- furch; Seine Frau Mutter war eine gebohrne Dür- feldin, eines Churpfaltzischen Raths - und Ober- Kriegs - Commissarii Tochter. Nachdem ihm sein Herr Vater noch vor seiner Geburt gestorben, so ist er von'seinem Stiefvater, Herrn Gerstenberger, ebenfalls einem gelehrten Advocat. zu Erfurth, bis in die Tertiam Classem des Erfurtischen Gymnasii aufer- zogen worden. Nachdem ihm aber auch dieser durch den Todt entrissen worden; So wurde er gegen Aus- gang dss Jahrs 1709. von seiner Frau Mutter auf Zurathen eines guten Freundes nach Leipzig in Hrn. Christian Göyens Buchdruckerey in die Lehre ge- than, und nach Verfiiessung etwas über 4. Jahr an der Jubilate Messe 1713. von seinen Lehrjahren wie- der loßgesprocben. Hieraaf begab er sieh, nachdem er noch eine zeitlang in Leipzig in Condition gestanden, wie. 140 Rurygefaßre Nachrkche, wiederum nach Erfurth, allwo er bey Hrn^ Georg Andreas Müllern sein Postulat verschmcket. Es schiene ihni aber seine Geburtsstadt der Ort seines 9luhe-Punct6 nicht zsz werden. Dahe.ro begab e? sich auch, nicht nur in seiner Kunst sich geschickter m machen, sondern auch sein Glück in fernen Landen zu suchen, von da weg, und gieng nach Halle, Jena, Gi#n, Maryarg, ^panckfmth, Nürnberg, Dien und Prag in Condition, von wannen er noch in un- tersch.edenen Königlichen Chur-und Fürstlichen Hos* und Cantzley-Buchdruckereyen auch in denen berühm? testen Handelsstädten theils gearbeitet, theils selbige besehen, bis er endlich im Sept. 1737. nach Tübingen gekommen, allwo er sich deu rz. April /728, in den Ehestand begeben mit Jungfer Maria Sam Reifen, Herrn Ic>hann Conrad Reiß, seel. gewe- fenen Buchdrucker und Civ. Itcad. jüngsten Jungfer Tochter, mit welcher er diejenige Buchdruckers^ er- heyrathet, welche über »00, Jahr auf dieser Fanij- iio von' Zeit zu Zeit bis Hieher geblieben ist, und nun Gottlob zwar in einem gefeegneten Haußstand, doch aber ohne Kinder lebet. Binnen diesen 12. Jahren hat er nehen denen Universitats Arbeiten, und eige- yen Schul-Verlags-Büchern noch weiter gedruckt, des fal. Äends wahres Christenthum, bis zum 4ten Kiahl in groß O.uarto, item Havpvcchtii Dissertatio- nes in raed. 450. 2. Vol. yvN 500. Bogen. Item ff). Weismmini Instit.Theoj. item CanziiQxztoiinm und Phiioi! Leibnit?. & Wolff. Usum in Theolog, icem Stemhöfev.i AnnQtat, Leibnit. Theadiceae, it. und, un^eschisOliche andere ÄHercke mehr, wie er den pii VStt eim'ge« ZZuchdtuckem^ 141 •_ a - _,___ pü in Folio dritter Theil. Übrigens hat er nun 10. Aabr das Amt eines Universitats Steuer-Caßirers mit Ruhm verwaltet, dessen Znsigne ist ein Ancker worauf eine Turteltaube ruhet, mit eitlem Oelreiß im Schnabel. Siehe Tab. XVH. Da ich hier ein Jn'signe beschrieben, so will ich auch ein älteres hinzufügen, nemlich des ehetliahlige.» Buchdruckerherrns zu Tübingen Georg Gruppen- bachs, welcher zu Ende des X VI/ Jahrhunderts ge- lebet. , Es hatte selbiger das Lamm GOttes mit der Siegsfahne, welches aus einem Draclxen stehet. 2hij> sen herum sieht man die Worte: Ecce agnus Des, ->——— - ——— X. L.c>reny Geuberlich, vie Salbung Samuels, unten vrunter dessen verzogenen Namen mit vem Handelzeichen in einem Schild. Siehe Tab. XIX. XI. Zacharias Schürer und Match. Göyens Erden einen gewafneten Mann mit einem Schild und Speer auf einem Postement, unten drunter in einem Schild die verzogenen Namen mit Dem Han- delszeichen. Siehe Tab. XIX. So gerne ich jetzo die Lebensbeschreibungm der je- zigen Buchdruckerherren beyfügen wollte; So sehe ich mich dennoch genöthiget, selbige mit Skillschwei- gen zu übergehen, weil man mir die versprochenen Nachrichten vorenthalten hat. Ich füge aljo zum Beschluß noch einen Zusay. Von Franckfurtam Mayn hinzu, es betrift selbi- ger etwas genauere Nachricht von Sigmund .^eye- rabend, einen bekannten Buchdrucker und Buch« handler, von hem ich bereits oben etwas gemeldst habe. Er war 1527. gebohren, und uicht nur we- gen seiner Gelehrsamkeit^ sondern auch wegen seiner vortreflichen Holh/chnitte sehr berühmt. Man führt eine Bibel an, so 1561. in Folio. David Zapflein gedruckt hat, zu welcher er die Holtzschnitte ver- fertiget haben sott / ingleichen die Bildnisse der Her- tzoge zu Venedig, so in Kellners Chronicka befind- lich sind. Dessen Znsigne haöe ich ebenfalls oben beschrieben, hier füge ich auch sein Vildniß bey. SW Tab. XX. ~ (TU^i 544 Rmygefaßte Nachricht »Stt einigen it. Christian Egenolhh, war 'gleichfalls ein gelehr- Ut und berühmter Buchdrucker und Buchhänd- ler. Er war 1503.. geboten / und ist 1555. den 9. Febr. gestorben. Sein Jnsigne stellet einen Altar vor, worauf ein Feuer, utlÖ Mitten im Feuer ein HertzMit der Überschrift: SacrifiriUm Deo cor hü- mtliatum. VC. 50. Von feinen Schriften sind fvl- gende bekannt; die besten Lateinischen Redensarten aus ^erentii Schauspielen tat. Sttaßburg) 1530. 8. Die vornehmsten Sprüchworter der alten Griechi- fchen Comoevienfchreiber, ehemals von Heinrich Scepdano heraus gegeben > nunmehro mit einer zwey- fachen Erklärung in Versen vermehrt, und in einen kurtz 1569. i2mo Latei- Nische Blumenleft von Sprüchwörtern, Frankfurt; 1579. 8vö. Den Psalter in Lateinische Verse ge- bracht, :c. Sein Bildniß foü dessen Andenckm iimm- Siehe Tab. XX. Rutygefaßee Nachricht a) 144 Der Raum vor folgende i)^achrichren war bereits angefüllet, Da ich selbige erhalten habe. Die Entle- genheit des Orts ist Schuld daran, daß ich selbige et- was spürt) überkommen habe, unterdessen wird man mir dieses vor keinen Fehler auslegen, daß ich sie an diesem Ort noch eingeschaltet habe. Es sind aber die- se Nachrichten von Coppenhagett. Oben p. z. habe ich bereits von diesem Ort geredet. Man setze also daselbst Herrn Goidtus JLynot» noch dazu. Es erblickte selbiger 1687. den 6. November das Licht der Welt. Sein Geburrs Ort war unferne von Slagese auf der Jnsul Seeland im Königreich Dannemarck, woselbst sein Herr Vater bey nahe 50. I w f einer Wittwe des seel Herrn Jani Randlew, in ein Ehe Bünvniß,mit welcher er bis diese Stunde in ei- ner vergnügten, jedoch an Fruchtbarkeit mangelnden Ehe lebet Im Jahr 1716. ward er bey fort- daurenden Kriege zum andermahl verlanget die Stelle eines Buchdruckers bey der Flotte m vertreten, welches er denn in selbigem und den folgend n 1717 Jahre mir seiner eigenen Buchdruckerey in gehöriger Treue verwaltet t>at. In der 1728. die Haupt Stadt von Dännemarck über die Helfte einäscher>>den Feuers- brunst ward seine Buchdruckerey den Gelehrten ^um Besten, und der Dänischen Kirchen zum sonderlichen Nutzen von allen daslgen Druckerey.n fast allein erhal- ten; woraufer 1731. die Bestallung als Buchdrucker der Königlichen Academie daselbst erhielt Von den Früchten seines Fleißes, die seine wohl eingerichtete Druckerey der gelehrten Welt eingetragen, zeugen un- ter vielen andern sonderlich folgende Wercke, die er auf eigenem ^Verlage gedruckt, als: 1) \onx Rami Kirchen- und weltliche Historie, von Schöpfung der Welt bis 1660. und von M. Weüeiholt bis 1730 continuirt, mF' l 5A(Dh. 3)Dait. DyskeNosceteipsum, aus dem Englischen ins Dänische übersetzt i«8vo 5^. Alph. z) Hermanni Hugonis Pia Deiideria aus Lateinischen ln Dänische Verse übersetzt, in 4tv mit 46. Kup- fern, bis 2. Alph. Die Unglücks - Fälle, so er. in seinem Vaterlande erlitten, und von des höchsten Hand mehrentheils zu einem guten Ende gewandt worden, verbietet der Raum der Lange nach zu erzeh- len. Seine Hochachtung und Liebe zu der Buchdru- ckerey ist so groß, daß er niemahls ein anders Insigne füyren wollen, als dasjenige, so dieser Kunst gewöhnli« ehe. Im übrigen har er folgende Wvtte zum Wahl- Spruä): Per angufla ad augufla, Re- Ruryyefaßte Nachricht c)r 4 4 R^genfpurF. Von dieser Stadt habe ich jivac auch schon gehan- delt: Ich muß aber foiaende Nachricht noch beyfügen. Johann Jbapti\l Liing, ist .676. den 7. April zu Zwifaltag^ein m Ort an der Donau, den, HerrnBa- ronvonCptthzlloehörig,qebohtev wordm Sem Herr Vater,L.orenyL.ang/ vonTrvseyach in Odersteyer- marck, war an gedachten Zwisaltag Schulmeister und Meßner, die Frau Mutter aber Rofina, eine gc- bohrne^napptn. So baidernureii-ngeZahre zurück geleget hatte, so genoß er den guten Unterricht seines Herrn Vaters, worauf er alsdenn 1690. zu Herrn Johann Jacklin, Churfürftt. Bayr!^ Hofduchvru- ckern und Buchhändlern zu München in die Lehr,' kam, die Buchdruckerkunst zu erlernen. Nach geendigten Lehrjahren ist er allda von Pfingsten biK Maria Ge- durch als Cornelius in Condiron gestanden, worauf er sich nach Jngolstadt zu Herrn Thomas Gr«>ß, alldasi- gen berühmten Universitäts Buchdruck s in Condition begeben, bey welchem er auch bis 1697. geblieben ist. Alsdenn g>eng er aufZureden seines^ehrherrns wieder nach München und stund bey selbigem inCondition,her- nach bey der verwittw ten Fr.Rauhin und verjHenck- te bey einer gantzen löblichen Gesellschaft sein Postulat. Im Jahr 1.699. reifet« er nach Augspurg zur verwitt-' weten Bischojfl.Hofbuchdruckerin Fr. Maria Mag- dalena Utschneidt. rm Nach einiger Zeit trat er eben dafelbst bey Herrn Joseph Grubern in Arbeit. Die damaligen Kriegsunruhen haben verursachet, daß er sich nebst sieben Geseilcn nach Leipzig wenden wollen. Nachdem er aber nach Schleußingen gekommen, so be- kam er bey Herrn rvillhetm Göbeln daselbst Condi« tion, von dar er sich nach Bamberg, und von hier wie- der nachSchleußingen gewendet hat. Allein auch hier I 3 r^chr- ja4^ vStt eittitt-tt?^,sch währte es nichr gar zu lange, fv'verfMke er fich .;ua) Freysingen zu Herrn Car! Immel, Bischöst Hof* buchdr. alsdenn verwaltete er beyFr.Cach.R^lrhlN zuRegenspurg ein Jahr lang die Slejle eines Factors Als sich aber dieselbe entschlossen die Buchdc aufzuge- den .'So kauffte er ihr selbige 1709. av, und erwehlte sich MargarecheFuchsin, zu seiner Gehülfin, mic wel- cher er auch den z. Jun in eben diesem Jahr getrau- et worden Unter Neun Kindern sind noch zwey am Leben. Ein Sohn Frany Emeran, welcher 1716. den 18. Febr. gebohren ist und gegenwärtig Philoiö- phiarn&Theologiarn , wie auch Da3 jus Canonicum absolviret Hat. und zum gelstüchen Stand gelangen wird, indem er bereits * kMDvim ist. Eine Tochte Maria Eü'sabech IoftpHa ist 17-9 den 27 September gebohren, und lebet noch in ledigem Stande. Unter vielen herrlichen Wercken, so seine Presse verlassen, ist absonderlich das vorkrefliche M*uCoixun merkwürdig, welches weyl Jhro Hochw Hr. Cöl^simusAbbt zu St.-Emeran das erstemal)! ausgehen lassen, und 1729 zum andern mahl von dem hochw. Fürsten und Hrn Hrn. AnshAm zum Druck viel vermehrter und verbesserter befördert worden. Gegenwartig hat er des gelehrten Jesuiten Jacob ^reesers opera in der Arbeit. Ausserdem hat er die jahrliche Arbeit des dasi- gen Dom Capituls so wohl in Calendern mit Dru- ckung der Kupffer.als auch die andern in dem geistlichen Rath herauskommenden Sachen zu drucken, wodurch er auch das Fr* dicat als verpflichtererHochfl Bischöfl. Regenspurgischer Hoffbuchdrucker verdienet hat End- !ich mercken wir noch an,daß unser Hr L.ang mit allem Recht ein vollkommener jubii?eus könne genennetwer- den/indem er 1690 zu der Buchdruckerkunst aufgedun- gen und 1740. noch am Leben ist, welches wir ihm noch &nae Zeit «nwünschen dessen Bildniß hier stehet. V Der so nöthig als nüßlichm lMruckerkunst Wderer Theil Cap. i. Won den Formates ichts in der Wett gelangek auf ein- mal zu seiner Vollkommenheit. Dieser Satz ist so deutlich und klar, daß er so gleich ohne Beweiß von den meisten angenommen wird. Und worzu ware auch der Beweiß nöthig, da selbi- gen die tägliche Erfahrung bestätiget. Ein jever K prüft ?46 Tap. i^ Ve n dett Zormm m. prüfe sich selbst - So Wird er Beweiß genug .finden, woferne er nur die Wahrheit - bekennen will. Ich 'weiß zwar 'wohl, daß einigeln andern Leuten-noch wiele Unvolikommmheitenbemercken,-sich selbsten aber vor höchst vollkommen halten ; .Ich 'weiß'>aber auch dieses, daß diese sichiselbstmur.alleincklug'-dünckende Leute ein heßliches Scheusaal in den -Augen vernünftiger -Menschen sinD. Vernünftige Menschen-^geste« hen ihre Anvollksmmenheiten freywillig zu. Sie be- mühen sich 'aber mit .allen Kräften mmiervollkommener zu werd^r;. ' j ' • v^*-**[ *Y'| V'i'^lite^'^ij'•" ? ?■ V Man M« es mit \m Seine Schande ''auslegen, wenn ich hier-öffentiich bekenne.^ daß ich , nach der Herausgabe meiner so nöchig als'.nützlichen Buch- druckerkunst und Schriftgießerey, bey einigen Nebenstunden noch.manches angemercket habe, daß lehrbegiehrigen 'Gemüthern zu wissen mützlich und an- genehm seyn wird. Ich schäme .mich nicht -zu gestchen^ daß sich hier ^und da eine Schwachheit mit eingeschlichen hat. Ich getroste mich aber einer geneigten Beurthei- Jung, da ich vor jetzo beschäftiget bin, alle Anmer- ckungen/ so ich nach und nach gesammlet, der Welt vor Augen zu legen. Denn hiedurch werde ich doch einige Lücken ausfüllen, die ich ehemals gema- chet habe; Hiedurch werde ich doch einigen Fehltrit- ten abhelffen, die ich ehedessen, ohne meine Schuld, Zethan habe; Kurtz: Hiedurch werde ich meine Such- druckerßunst vollkommener machen, als sie ehedessen zewesen ist. Ich gestehe also, daß auch ich die Wahr- heit meines ersten Satzes, als ein Beyspiel, bezeuge : ^ Nichts % Lap. i. Von den Fsrmaeett. 147 Nichts in der Welt gelanget auf einmal zur Voll, kommenheit. Ich werde aber auch hierinnen den vernünf- tigsten Leuten nachahmen, das ist, ich will mich eifrigst bemühen, alles dasjenige noch hrnjiiMhun, vver in eine grössere Vollkommenheit zu seyen, was man auch nur mtt einem Schein des Rechts, von mir wird fordern rönnen. Ich werde also vor? Stück zu Stück meiner vorigen' Einrichtung nachgehen / und noch hier und da entweder etwas darzuthun, oder ver- bessern; Oder wohl gar etwas neues zu Marckte bringen. Die meisten Schriften, die auch nur bey Gelegen- heit von> der Buchdruckerkunst gehandelt haben, habe ich zu dem Ende zu Rathe gezogen, und das noth- wendigste daraus angemercket. Auch die allerneue- sten. Bücher, so in diesem Zahr ans Licht gestellet worden, habe ich mit Fleiß durchgegangen, und al- lerhand daraus gelernet. Der erste Abschnitt handelte von allerley Arten der Formaten wie selbige ausgeschossen werden sollen. Allhier muß ich erstlich etwas altes einrücken, wie nsmiich unsere lieben Vorfahren das Format in gerücket wurde; So geschahe es gar leicht, daß der Buchbinder in. den? Beschneiden die letzten vier Blatter nicht recht getrof- fen hat, weil selbige insgemein m'cht gerade, sondenr sehr ungleich sind. Diesem Übel abzuhelffen hat motß vielleicht die neue Art erfunden. Wird man mir ei* neu bessern Grund angeben, so will ich mich davor höflich bedancken. Ausserdem scheinet die neue Are auch bequemer zum brechen. Bey dieser behält man die Prima so gleich im Gesicht, da ich felbigs bey btz alttn Art erst im dritten Bruch hervor bekomme. In- zwischen hat die alte vor der neuen Art diesen Vor- zug/ daß man nicht so viel Pappierspäne machen darf, md die Eolumnen etwas breiter setzen kan, welches vermuthlich nutzbahrer, indem man dadurch Pappier ersparet. Und' wenn auch dieses an einer Columne nur sine Zeile austragt;. So Kommt bey einem gro^- sen We^ck schon etwas heraus. Endlich muß ich annoch berichten, daß ich mich iw des Vslattm Domwique Ferrels Science Pvatiquz de ü Imprimerie, wovon ich bereits in der Vorreds geredet, fleißig umgesehen, habe, ich kan aber nicht sagen, daß ich eine andere, oder bessere Art Formate zu schiessen angetroffen hätte, als die ich bereits in meinem ersten Theil p. i. - - 32. nach der Reihe an- geführet habe. Denenjenlgm zu gefallen, welchen die ausgcschof- jenen Fvrmate durch Zahlen 9. %%. nicht deutlich ge. K z nug 15» Cap. 2. Von Erfindung genug schienen, haben wir nunmehro ftlbige Format^ orventlich ausgeschossen und mit ver Signatur be- merckr in Kupfer stechen lassen, damit wir desto deut- licher seyn mochten. Cap. H. Von de» Etfinduna der -Buchstabett überhaupt nnb von einigen Alphabeten^ insonderheit. Die Uberschrifft dieses Capitels heißt mich so- Mich diese Abhandlung in zwey Abschnitte abtheilen. Davon der Erste Abschnitt Von der Erfindung ver Buchstabm handeln muß. G)e ich zur Abhandlung selbsten schreite/ muß ich meine Leser um zwey Dinge bitten. Einmal, daß sie von mir him vollständige critische Untersuchung und Beurtheilung aller Einfalle, die jemals von den Ge- lehrten zu aller Zeit von dieser Sache zu Marckte ge- bracht worden sino, fordern. Hierzu hatte ich keinen Platz allhier Ich habe auch nicht deswegen die Fe- der angesetzet, daß ich denen Gelehrten eine Nach- richr ertheilen wollte. Nein, diese wissen es so gut, auch wohl noch besser, als ich. Meine Absicht ist viel- mehr denen Liebhabern der edlen Buchdruckerkunst, und derselben Verwandten eine kurtze Erzehlung da- von mitzutheilen. Eben aus diesem Grund bitte ich zum andern, daß ich die Zeugen, welche ich hierund da anführen werde, nicht in ihrer Sprache reden las- sen darf. Denn was würde es nutzen, wenn ich hier und da gantze Flecken Griechisch > Lateinisch, oder aus einer anvern fremden Sprache hatte wollen eindrucken lassen? Meine meisten Aftr würden mich Buchstaben- - . 150 MM verstanden^ haben. Man urtheile aber hieraus- Nichts als.wenn ich diese. Zeugnisse entweder nicht WWte,. oder nicht gelesen? und diese Erklärung statt einer Vormauer meiner. Unwissenheit Hieher gesetzet hatte.. Wie. Bücher, sind ja.nicht.- rchr,. welche einem die Quellen^ anzeigen! können: Man darf nur Da- nid, Georg, Morhofs Polyhistoren! T. I. Lib. lV. c. I. §, 1 o. M. 721 % Edit:. rccent; Ioan; Alberti- Fa- *rzW£ßib]iographiamQ ^ Ä 4 ^ >J ^ c T B y II Q oj Z <9 « §«§ (o °I Ovp Crb 14 p? 6° T n & ^ °i c^, h V F 0 c u 5 3; 3£ £ J ? V ^ ^ 0 T J M tt p8 I & 83 Z O cfs c^o T % & OSO i 1 i 7 70 J) 8 7 tf" «■r 4 1 * 5 z 1 1 r~ Si WÖA ENOCh 4liud miiuL /tai Jltud A'GEL ÜOEL- Umn l v - r-r n % r % <^T w ~M ^ S ^ f Ä 1) 6 *T z A i ^ ^ a p* JI ^ £ li QP i P \. js—yi M : n % r L a X x 5 cT *t $ sä °n n Q q3 ?. ? ? *i A-O 0 »« « "V ^ Iy ^VI ~W W ^ OjO 7 W G °1 y f «y^ £5 s X. m W r? N 1 Ovp OV> ti °? \ s .F J 4* ■V M ^ — i 10 ! (? T 7TJ|" 1 ^ ra 3 S cM. A «t £s r °n £ ^ t7 7T ö ^ 83 JD . p C\o h \S iVI Z ^ 5 ^ ^ r^o L w V Mu 0% Xi ^ ^ ^VrS) M u D C o 5 Z>! 0 l£ F £ K ^ K> ^ L U £ K 11 227 P> M 75 ^ cW- M X? D ? V 1 D V V 3 r 17 ^ ^ Z V X €) # 7 W H K W s a ? yy s JL| M 0 V ^ ^ ss K p8 fe £> s P T K £> N *r ^ p 83 a °7 n $ tj Cf^ 2> L w X L ^ %3p M CL7 T n V y vT ¥ f A M °3 ^ n z so folgtunwiderspr^ch- lich daraus^ daß 3ofe>l)t Erzehlung mit der Wahr- heit nicht überein komme. Folglich gilt dieser Be- weiß nichts. ES stehet auch beym Iostpdo nicht, daß die Gethieer die Kuust zu schreiben zu erst erfunden hätten, sondern nur so viel, sie hätten ihre erfundene Kunst auf ihre Säulen geschrieben. Und warum ist denn NietNMd von diesen ßutyum genau bestimmt. I 156 Cap. 2. Vott Erfittduttg da ma.l hi^es genau wissen will, so muß man ja auch das anvere gewiß wissen können? So aber erzählt und weiß man nur, was man gerne hören will. » Und eben deswegen ist diese Erzählung verdächtig, ob mcut . gleich so gar einige geschriebene Bücher dem Sech zueignet. Bald soll Ettoch der Erfinder gewesen seyn. Sem Alphabeth stehet auch auf unserer Tab. XXI. Ich will doch gleich die andern Erfinder auch gar hersetzen: Hoah, Abraham/Und Galomo sind ebenfalls un- ter vi^serAnzahl. Manweißt Bücher auf, die siege- schrieben haben sollen; Man führt Beweise von einem jeven, und stellt uns ihre Alphabete vor Augen, die ich ebenfalls nachstechen lassen. Alleine, nunmehro reime man doch diese Einfalls alle mit einander zusammen. GOce, die Lngel, Adam, Sech, iLnoch, Nloah, Abraham, Sa- lorno, Moses, haben die Buchstaben erfunden. Und gleichwohl kan nicht mehr, als ein Erfinder ge- wesen seyn? Man überlege ferner, daß unter den Ge- kehrten noch heftig gestritten wird, ob auch die He- braischen Buchstaben die allerersten gewesen sind. Ein jedes Volck bey nahe eignet sich die Ehre der Erfin- dung der Buchstaben zu. Kommt man hier nicht m ein Labyrinth daraus man sich kaum zu wickeln weiß? Wenn ich nun meine Gedancken davon eröffnen , darf, so glaube ich gäntzlich, daß der erste Erfindee der Buchstaben nimmermehr ausgemacht werden kan, aus Mangel der hinlänglichen Nachrichten. Ich halte fätßt davor , daß die angegeben Erfinder alle erdich-- Ut sind. Inzwischen dringe ich diese ^atze Niemand auf, gleichwie ich mir die Freyheit nehme dasjenige siizunehmen, m$ mir am wahrscheinlichsten scheinet. vee Buchstaben: 157 Einige davon sind zu alt, einige zu neu. Ich halte es vielmehr mit der Mittelstrasse, ob ich gleich weiß, daß der berühmte Hr. Txeimmann erinnert, daß wer» den Adam vor den ersten beredten Menschen hält,,, und dennoch nach den ersten Erfinder der Buchst«-,, ben fraget, der thue eben so emfalcig, als derjenige,,, der auf dem Pferde sitzet, und dasselbe suche.,, Ein wunderlicher Schluß! Wer reden kan, der muß auch schreiben können. Die Erfahrung widerspricht ja täglich. Viel tausend Menschen können reden, aber deswegen können sie nicht auch Buchstaben schreiben, oder lesen. Also erkenne ich Adam nicht vor den er- sien Erfinder / man beweise mir denn solches triftiger. Wenn aber einige meynen lNosis sey der ersteSchrei- ber gewesen; So thun sie wiederum einen allju grossen Sprung. Es ist wohl wahr, daß nach Anleitung der Heiligen Schrift Mosts, als einer von den ersten Schreibern kan angesehen werden, von denen wir ge- wiß wissen, daß sie mit Buchstaben geschrieben haben. Alleinc, daraus folgt nod) nicht/ daß keine MenL» schen vorhero noch geschrieben hatten. Man bedencke nur die so weit von einander entfemten Völcker; Man überlege, wie sie Handel und Wandel gettieben ha- ben. Solten diese nichtdurchgeschriebene Briefe ein- ander belehret haben? Solte man nicht eher, als zn Mosis Zeiten, dem schwachen Gedächtnis der Men-- schen, durch Schriften, zu Hülfe gekommen seyn?, Diese Umstände zwingen mich zu glauben, daß man eher Buchstaben geschrieben habe, ob ich gleich den ersten Erfinder nicht bestimmen kan. Ich bekümmere mich auch hier nicht um die erster. Erfinder der Ära- bischen, Syrischen, GrichiscKer., Lateinischen und Teur- schen Buchstahm. Ach mfti viel zu weitläuftig seyn 158 €ap. 2. Von Erfindung müssen, worzu ich doch hier keinen Platz habe Viel« leicht handle ich an einem andern Ort ausführlich von allen und jeden Erfindern der Buchstaben nach der Reche. Ich schrLite vielmehr Zum Andern Abschnitt. Und bringe noch einige Alphabete bey, die ich im ersten Theil übergangen habe. Meine Lescr werden wissen , daß ich daselbst das Grichische, Hebräische, Samarttanische, Syrische, Arabische, Iberische, Ae- thiopische, Coptische., Armenische Sinesische, Da- mulische^, Cyrillische, Jllyrische , Glagolitische, Rußi- sche , Hunnisch-Scvthische^ Runische, Wendische^ Ungarische, Spanische, Englische, Italiänische, Fran- tzösische , Siebenbmgische, Dänische, Schwedische und Pohlmsche Alphabet geliefert habe. Esisteins schöne Anzahl, es sind aber doch noch lange nicht alle Alphabete. Ich will also hier noch einen Zusatz bey- sagen. Unterdessen unterstehe ich mich noch nicht zu be- Häupten, daß ich alle Alphabete, die jemals erfunden worden und gebrauchlich gewesen sind, aufgetrieben hatte. Wenn ich nur fagen darf, ich habe nunmehr» die meisten geliefert, wenn ich folgende noch angefüh- ret habe. /. Alphabetum Chaldaicum antiquum. II. Alphabetum Syriacum. III. Alphabetum Aethiopicum- IV. Alphabetum Aegyptiacum. V. Aliud Alphabetum Aegyptiacum, VI Aliud Aegyptiacum. VII Aliud Aegyptiacum^ Diese stehen alle mit einander auf unserer Tab. XXII. Man darf sich nicht einbilden, daß dieses nur erdich- ( \ 1 1 / der Buchstabe»?.' 759 erdichtete Buchstaben sind. Weil man beut zu Tags -mit vergleichen Buchstaben-nichts gedrucktes siehet. O nem Z Ich habe lselbige-aus Johann Theodori unv Johann Israel von Äry, Gebrüdere, Bürger zu Franckfurt, Älphabeten und aller Art Characteren, so jemals von Anbeginn der Welt, bey allen Ratio- nen, in allerley Sprachen in Brauch gewesen, Franck- furt 1596^ 4to. entlehnet, und Deswegen allhier.ab- stechen lassen , weil man dann,rnid wann in grossen Bibliothecken alte Handschriften findet , da bey nahe Niemand zu sagen weiß^. ob sie Hebräisch, GrWsch, oder In einer andern Sprache geschrieben sind. Ja .man sieht sie wohl gar vor Hexenmeisters Zeichen an. Wenn man aber alle Arten der Buchstaben,, die je- mals gebrauchlich gewesen, beysammen hätte, so würde man sich alsdenn gar leichtlich aus dem Traum helfen können. Hierzu wixd also sowohl diese,als folgende Tabellen, vermuthlich nicht ohne Nutzen seyn, indem ich nicht die blossen Figuren hergesetzet, sondern auch zu gleich den Namen einer jeden.Figur und derselben Bedeutung angezeiget habe. Um die Erfinder dersel« den lasse ich mich hier nicht ein , weil ich doch insge- mein nach vieler angewendeten Mühe nichts anders heraus bringe, als diese tröstliche Wersicherunz: i|i unbekannt, wer der erste lLrfinder davon gewesen. Denckt jemand, daß ich allhier zu viel gesagt, der sey nur so gütig und verwende auf diese Untersu-- Ichung so viel Zeit, als ich damit verderbet habe, s$ wird er mir alsdann gar gerne Glauben beymesssn. Nunmehro setze ich alfo folgende Alphabete diesen an die Seite, welche auf unserer «A XXUs. zu sehen. ES stehen aber daselbst: . / Alpha- \ z6o Einige Alphabete. ______._L____L_ ■ i J. Alpbabetwn duplex hcohitanum. II. Alpbabetum Aeolicum. III. Alpbabetum Indicum mmus 2f minus v IV. Alpbabetum bieroglyphicum. Diese Alphabete alle mit einander sind wiederuitt QUS der vorhero angeführten Herrn von Bry Alpha- beten genommen. Ich wolte wünschen, daß man eins genaue Beschreibung beygefüget hatte, wenn und von wem diese Buchstaben erfunden worden waren, wenn man auch nur die Vermuthungen angeführet hätte, denn weiter bringet man es ohne hin nicht. Was aber das. letztere, nemlich das Alphabetum Hiero- glyphicum anlanget, so sicher ein jeder aus dessen Fi- guren , daß es kein altes Hieroglyphisches, sondern ein neu nachgemachtes sey. Die alten Hicroglyphica waren gantz anders beschaffen. Ein scharfsinniger Kopf hat vermuthlich .dadurch eine Probe von seiner lebhaften Einbildungskraft geben wollen. Ich muß noch ein Alphabet hier mittheilen, weiches der Besitzer des vorher benamten Buches sehr sauber dazu geschrieben hatte, wo er es aber hergenommen hat, ran ich nicht errathen, weil er gar nichts dazu gesetzet hat. In» ersten Theil meiner Buchdrucker- kunst p. 52. habe ich eins, kurtze Nachricht von der Sinesischen Sprache gegeben. Da ich aber hierein W\ vollständigeres /Uphabetum Chinenlc auf meiner Tab. XXIV. liefern kan, so wird selbiges meinen Lesern nicht zu wider seyn. Wie man daraus sehen wird, so bedeuten die Figuren meistentheils gantze Syllben, einig? innige (tytt nur eintzelne Buch- ßahey utö WM Cap. 2. der Äuchstabett. Bon Diesen Alphabeten schreite ich noch zu einiqen andern. Es stehen selbige auf Tat». XXV. und sind folgende. /. Alphabetum Hetruscum. Jl Alphabetum Hetruscum a Demarato a?i- notatum. JM Aliud Hetruscum Alphabetum. zum Theil mitgetheilet, indem ich auch etwas aus den Actis Eruditorum entlehnet habe. Das Go- thische Alphabet, fo dem Ulphilas beygeleget wird, als wenn er selbiges erfunden, stehet auch in Verein Runo- graphia Scandica, aus welcher es M. Georg Heupel in seine Dift de Vlphila feu Versione IV. huangeli» starurn Gothica, Witkenb. 169z. stechen. lassen, und aus dieser Haben es die Herren Verfasser der Beyträge zur'kritischen Historie der teutschen Sprache k. im dritten Stück p. 445. vor Augen geleget. Ich be- mercke einige Abweichungen zwischen meinem und ih- rem Alphabet, Weil aber die Herren von 23ry nicht gemeldet, wo sie es herhaben: So unterstehe ich mich nicht zu entscheiden/ wer Recht hat. Ob nun gleichjdieses Gothische Alphabet insgemein dem Ulphi- las zu geschrieben wird: So gefallt mir dennoch die Muthmassung desBonavenmra Vulcanus, welche ich in eben diesen Beyträgen in XII. Stück p.673. gelesen viel besser E6 glaubt nemlichBonavemura Vlil- zzcanuv, weil die Gothen schon vor Erbauung der »Stadt €dp. 2. Vott Erffttduttg „Stadt Rom ihre Ä'ashclDen besungen hatten, so \ s,ÄÄW sie auch damals bereits Von Gebrauch der „Buchstaben gehabt, und diese Lieder aufgeschrieben „haben. Der Kirchensmbente Goccmes, und ei- „nige andere i «aben zwar den Bijc'yof Utphilas vor „den ersten Erfinder an; Alieine dieses wäre nicht an „dein, sondern durch den Ulphilas waren die Go- „thifchen Buchstaben -.nur erst den Römern bekannt „worden, nachdem w eins Übersetzung der Bibel in dieser Sprache verfertiget hätte.,, Und diese Muth- massung hat auch, so viel ich emschey fern, ihren gu- ten Grunds Waren diese Buchstaben nicht schon vorhero bekannt geweftn, so würde sich Ulphilas wohl nimmermehr gewagt haben; so gleich eine Bibel mit seinen erfundenen Buchstaben zuschreiben. Nachdem ich nun einige alte Alphabete meinen Le- fern vor Augen geleget: So will ich auch einige Latei- *. nische Alpbadete der mittlren Zeiten beyfügen, wei! selbige nicht nur Buchdruckern, sondern auch denGe- lehrten sehr nützlich sind , wenn sie Diplomata, und andere alte Handschriften lesen wollen. Man muß sieb wundern, wie die Buchstaben verändert worden. Damit ich redlich handle, so will ich gleich jagen, wo ich meine Weißheit her habe. Ich habe nemlich sel- biqe dem gelegten Herrn Baring zu dancken, aus dejjöN Claue Diplurnatica ich auf mcillCtTab. XXVI, folgende Alphabete abstechen lassen : • /. Aiphahetum ex librisDiahgorumSf Homi- Dieses Alphabet hat Herr Varing aus des berühm- ten Herrn Gchannats Vinderniis litterat. p, 228. gmommen.Damit man auch sehen kan^wie leicht gantzs a^il^Aciiehi/n Lyrecjo7~iami//z ■ WMWD^M ci a b c O 0 c ej jf k i L 777. cbNMW {wifüZu+ 7?t ii n 0 y cj r ~c - ^yilpkabdwrn Gjalliaim i/eius. i A AAAA/iA M sAAi.tafim- B D N II • N -c C.C.K, 0 O-O. H zi.P^V:Dl^ P f. n : E e.B.h Q. q M F frRKFHTJ. R R.K.R^i^ £I F- O qq§G\z^ . JX. oc. c cM k b c £clo clß z-^LJ'halchmx Saxoiuczmi Vettti cVh h c b 1 1 e pt^fl 1 1» tn n o p 9 y ^f^KP^HM^H. {£• -v ^l^Liletum, 1 ^ ^jtcjci.i^i^uri^ . WM^WEOUM rH (;lA.. p r -H /1 / ; 1 / ) / 1 1 H ? ca V . lM- MK / V. c^/'tAJicicunz^. der Buchstaben. 16z Wörter von dieser Art zu lesen jmD, so habe ich fol- ^ende beyfügen wollen: HMW WWW Sicut non dubico me- WWWMDWW m i nissc non nunquam. II. Alphabetum Gotbician vetus. Dieses Alphabet ist aus dem vortteflichen Buch des Herrn Mabillon de re Diplomatica genommen. ///. Alphabetum Gothicum. Wo Herr Jbavina dieses her hat, kan ich nicht berichten, weil er solches nicht aemeldet hat. IV. Alphabetum Saec, VI. V. Alphabetum Merouingkum, scu Franco- Gaüicum. VI Alphabctum Psalterii vetuRissimi. VII. Alphabetum Saxomcum veruliillimum. VIII. Alphabetum Lomrobaydicum Saecüli vuf. ? IX. Alphabetum Carolinum^ seu Francicum. Auf diese Art sind die viplomata geschrieben, welche um die bestimmte Zeit verfertiget worden sind. Wer ein solches Diploma zum erstenmal in die Hände be- kommt, und ein solches Alphabet niemals gesehen hat, der wird zwar die Begierde haben auch etwas davon zu lesen; Er wird aber hier und da so viel Hast- sieine finden, daß er es ungelesen lassen muß. Eben so unleserlich sehen die grossen lateinischen Buchstaben m. Eine Probe davon giebt unsere Tab. xxvii L % Da. 1 54. Cap. 2«"Von 'Erfindung Daselbst trift man'verschiedene Figuren vvm Jahr 'F108.1115-1140-1200.1264. l *oo. 1340.1349.an. Q3ie! jünger wird man nicht leichtlich einen also gezo- gen finden, also; gehören sie alle \m den millleren Zeiten. ....... Auf unserer Tab. XXym: trist tnanabermals Proben von der deutlichen Schreibart der mitleren Zei- ten an. E6 stehen aber darauf: . /. Varia yilpbal'eta periietufla' ex Diplomati- hus dejumia. Ohngefehr-uin das Jahr Christi 96s. nog. 1140. 1203. pflegte man also zu schreiben, wie die Diplo- war» damaliger Zeitei, darthun. //. Alphahetum Saec. X. Dieses Alphabtt ist^us einem viplomate des Kay - sers Hemrlchs, des Voglers, genommen vom Jahr 929. III, Alphabetum Ottoms I. Ö" 5 Henri ci Rfgis Hiebey ist zugleich eine Abkürtzung mit angebracht, wie man damals den Datum dazu geschrieben. Es smd aber folgende Wörter abgecurtzt: 8 Katendae Im. A. D. a. a. altwo noch einige Buchstaben von ven damaligen Zeiten zu sehen. Zum Beschluß muß ich meine Anfangsleiste noch erklären, was ich damit haben will. Es stellet sei- bige ebenfalls die Art zu schreiben vor, wie man in den mittlern Zeiten gewohnr war. Vielleicht hat mancher studier , was Loch selbige vorstellen soll. Man beliebe also folgende Worte zu lesen- In nominc Sancte & indiuidue Trinitatis, und sehe die Leiste an, ob sie nicht darauf stehen. Kan er selbige lesen, so wird ( Tk£ . JCKVIjT. ^A-fy>/zaJ> . Jv miiera. msdzz ^i/^zz z . i.o).g.M.|. MHMU MHM. MZ.Mr ^IlN.lp ! I. V 2-4 M . (.0.0. n.tV.t. tiP-a PH^?.?. HW. SJ.J^. *QT. li.LU.R t T.TT- ^.M,^. I n . c^.&^. 3al.Asc-3ii aevi e 7)ip s-)^zJ-XX Vn^;j6 Wfrj6 f & ae*>c. e Dififc M^rrr.cAucu.: AA-cclti^iietl jSuukln^i a. J.rr, 11 rt f J T ■Qn "tf-iN mein Herr Vater z.) "lgN, Elias spricht, 4-> SßDMKtzs sagt einer täHfa* DiS eins Art, 6 MiWWß W «st nicht möglich 7") nfe wenn du wüst 8-) iöj* ]üh Amen, Amen , 9.) eine Ehefrau 10.) kirn im wenn du sprichst .11.) WPH PSfci$WC unser Vater Abraham. *i"NN ft^mt nVn \mm du aber sagst. - SWN-HöhtonhsN ** wenn du so sprichst, so ■istsgut. |S bn nb*t wenn es also ist. o"NN-.nSo jon'jön Amen, Amen, Sela. *W m^mm Abraham ein Soh!^ Wa. * L^4 ' Vvu i6Z Von t>m Griechischen Abküryuttgett. Von den Grichischen Adkürtzungen. Wie nöthig die Erkänntnis dieser Adkürtzungen sey, beweißt oer Augenschein der alten gedruckten Bücher. Sollen diese wieoer gedruckt werden; So. muß man bey nahe alle Adkürtzungen vorhero aus- schreiben, oder man bekommt in der Correctur so viel zu andern, daß der Platz darzu fehlet. • Die Gelehrten, oder diejenigen, so sich gelehrt heissen wol- len, begehen öfters grobe Schnitzer, wenn sie aus einem alten Grichischen Buch etwas heraus schreiben, und die Adkürtzungen nicht verstehen. Heut zu Tag findet man selbige bey nahe gar nicht mehr in Dru- ckereyen. Es ist auch eben so gut. Unterdessen habe ich diese Adkürtzungen, so viel ich derselben aufsuchen können, auf meiner Tab. XXIX. in alphabetischer Ordnung abstechen lassen. Von den Lateinischen Adkürtzungen. Hier darf man keine Erklärung eintzelner Buchsta- ben suchen, wie man in Jnnschriften findet, z. E. 8. ?. Q^R. Senatus populusque Romanus, sondern abgMryte Wörter. Heut zu Tage schämt man sich derselbigen. Ehedessen hingegen wurden alleBü- cher damit angefüllt. Die alten Handschriften sind eben deswegen ungemein schwer zu lesen. Auch der Schluß eims Buches wurde mit einem solchen Zie- rath ausgeschmücket. Z. E. AD^MMM Welche also gelesen werden müssen: Explieitprae- loquium , incipit primumliber Regum. Alle diese ad- Tal XXIX..p. t*8. k g pjl^. ^ZX^i tf^. \ai W Ö r 2$ as jj CU dX aX>, dm ap «{? as cuu av o CWT§ i (iVT\ cumjS dvri yaL OV^ r% -X) crcu Tct Tds/ fsls* TCU9 Tai ravra f£l ' T€L y£fi§> t tvp Typ T J yi P Ä yu yev yin yi yv yo yp yy 'ysos Tt iY 77>S Tl TO TOV TOV TOV ■rq rp TT TU) TW tTo TUW V V VI vv ■ VV ' 1 VTT c I viro X a X av - x a/ >fr x a ? *p to TlS 7 n. (yo T r\S cs v if WJ tu vscc - 7JZZ7D ^M/ ^ afi Tak XX/X.;,. iS8 %■ uj m A Oh W& aXk Kto oltzo ap ccp °?' . a 2, as as clv av > c > cluto aurov cu/XjS durco j£> yao }a X ye yy V£ j4 yei m M ^3 °$ fep yey y» yo txSf N 9* p9 % yv yi>2 ya erai yi yp yo yp yv 'ysio W ntcffi$tM0nv% vaiq ert^d qzbt. \ Tlixv ~K7)V ! au d"D itv aujj (7b'^ ■V>P "T TD % % QCL QCL °A °X! & ? L Glo v ^ 777.S OT GL Ä T/ Ti (JH (JX TO 6 cro ii T TOV J L// ■'Jn - TpO >Tp TT TU' T(i! .TCO TU^ U , . £/7T ?J7£P f 7T0 ^ X ct ^ ^ct/ ^ M n ^i^ ^ -^l U) Von den L.4tet'mschen Abkürzungen ^69 abgekürtzten Lateinischen Wörter, theile ich hier in zwey Classen. Eine kan mit der Presse noch gezwun- gen werden; Die^ andere aber nicht Ich will von beyden eine Probe geben. Diejenigen , so mit der Presse noch gezwungen werden können, sindlin Al- phatxtischer^ Ordnung folgende: Figur. zbCq} ach sccns accte acctah'3 acctibs» ac aones aoib9 acY acliut'ee amoes amonue? Adüfu sq* ? eft 1 , e^qssts' ? t>n 9| £t~na £t'nü affcih afbi Cvi ^tt^ttH /* jöeueutung. FiZur. ORri^i41tll1Hrt ?OeveulUNg. ais Allin alias absque alit 1 _ 1 * . — « J|A - 1 ahter oder air achatius ad aliquid accidens 31 ad aliquod accidente „ ji. aiia alleluja accidentaliter anlo Angelo accidentibus ajd'is Ane;elis actio 31 animi attiones bSo animo adtionibus ai9 animus acriter äiu animum adjutriccm aios animos Oftmrtnpnc duinunciia aial aiaimat admnnnerunt HulUUIlU^l Ull^ ani anni 1 anT^anlrnarum adverfum änfs annis asquus an» aii, ante, anfati, ante- ae sati aequalis a'ndce antedicta; aquissimis aiiqua antcquam aeternus appaef apparenter aeterna aplica apTs appHon Apostolica aternum Apostolus afFectum e appellatione albert apphedite apprehendite L 5 ap 170 Vstt der S.ateitt»schett Figur Beveuteti Figur Beveurct ap apudjeäj cäm, causa, caiuam aqäl^ aquanim c§3fc causarum arycpcj arepc, archiepc, archicpiseopus argta argrüL arks fr':d$ atm atqj aro * aücte auce aucj9 At, aii, aut, argiimenta a-.guinentum aiiitot^ie^ ^ristotehcis attamen atque atiio auctoritate averte Augustu^ autem ,cik c'tior c'tünra cellarius cercior certum cccij ceteris Xc9, Christus, Xti, Xto, Christi,Christo Chrianaj Christi-JHK Xnafflimi Christiatirffimi 8. bte , br bt^beatae, beati hts, bii bnd' beii bnfitiü V bo9, bo bt by, bz cY capit capo cmi j beatus bcne benedicite benedictionem beneficium ber finale bonus bonum burc bus finale G, Calcndse cäpitüÜ capjiulo MiAtnj . ca c'cfml ccuqj ( lcats cJicus co>it cogtio ° -~ COg UlMA corn 5 corntat 91a coi 9ir coulcare coio 9poo 9pönis:: 9poit 9 9C1Ü cociuS- circa circuium circum quaque civitat-s elericus colitur cognitio cognovimus comes committ;ant communia communi commnnitei' communicare communio compositio compofitionis componit con Concilium conclusione cosre Abküryungett. TTT 1 71 Figur, cofre OXsifvinf/H ^ jckucuici f£* t, "i -51I* xSW} Bedeutet pnn f o MIT! lumcri c tr\ (-■/>i'ii /> uccett} de cetera sf'msm? s/infll' m >>m 11 r lonm rnainus v° A | decimo cönforre fnnroi 1 m Tr<^ cuiuui inarc • . ocurac decurrat ps'uadü pstn sppuanniim VU1HC1 VdLlUUHl dctcrn defectum 9fortao rnn rsir^i^iii LUIilUl LdilU d fr et deferretur 9feraf i^nnfpppMir LUUL v«l dLUl d'in deinde fö, 9^cio llnn /^nn^ili n lillC CUMCliu) d (cbe describere 9$Öim6 $isTlib9 r^nliiTvili mrtrifi limiirniii mouu rl l £Vr*M a itcta destructam consimilibus J'no fl 5> a us, us Deus 9spcü confpectu rl'fr« ci rt9 defeitus 9tedert contendentes rl'f Tr» u rio definitio 9t coiltra rl'f 1? a rit definitur coc'dictioe contradicti- d't 19, deterius one die dicit 9tn~o contrario ' . (II dicitur 9tsiädo contristando dca dicta 9tu)l9 contulimus dictum 9Ütät~ 'i convertantur rl I a. >. dicto loco 9Ü&t9 conversätus dc rri9 dicimiis cos coram diic dicuntur cpra corpora dra differentia crera creatura di-lti' dilecti creao creatio d'ltrah" 'distrahitur 9dä etijusdam dinKy' distinctus c, cu, cum ifl'IrpiKvi/* U lll lUuü distributio csH cujuscjfiie Hin srrp CUH^LC diä distinguere divina 0 dio dnitas divino divinitas 6's de dÜ9 , dinus, divinus doctrina dz debet doctra d'bms debemusjdfis», dominus 172 Von den L°ateim'schett Beveutel domino duplex duodecimc E. ecclefia ecclelialhcus elementa eorurn econvers. Figur dfio, 2plx, 121X1 cccla ecc!ic9 eknta eolfc e^xiCo e,eni,ef3 emm eps,epc, epifcopns epla epiltcla eg ergo errao erratio erraa errantia cripiru eripiuntur eic enr esse essemus eent essent &c & cetera cuä° evangelio exns existens, exiens exntibj existentibus expla excmpla ext «i extra F. face" facere fcä,ftam fasta factam ft9 fattus, fco , secto faräls famuius fcicas ftcuitas ee CQiXi9 Figur tec fefeis fid'iite KÄir'j G feie f'r'a rrali; frant rfat M fres lajaoji » Bedeulcc > fecic ferreis fidelitatem finaiiter £nis fceminac forma formaliter formant formatur frater fratres 5r5 kz?, trlbz fratrihus frecjt frequentec freg,nti*9 frequefitius frtm f'ructum futö futuro füdatum fundamentum G. gaii gaudio gncale~ generale geneacoe genepatione gia~3' gloriam gliose gloriose giosum gloriosum gioismi gloriofissimi gra gratis gnet generetur gararc generare gralic* generaliter g're genere gram gratiam hm, AbMryungett.' 173 Figur Bedeutet H. hiis hnt, habens habent hfitib3 habentibus hre habere im, Kz , habet hice , habita; hjtbit habitabit 1 Jtacioe habitatione hitu habitum hitds , habituros huic habuit h"K9 habitus hitalis habitualis hltalit' habitualiter häc hanc h'm3o9 Hermannus IiirPtana Hierosolimitana h. e. hoc est h. m. hoc modo h. t. hoc tcmpore bo homo hes homines holnü hominum hois hominis hoinb? hominibus hor horum h'19 uipmo hujusmodi hfli humana yels hyemi s i iaJom jamdislum Figur r iqj id\ io i. e. Ih's Ih'u iß.lglr, iild' impr, Ipr lcfnacone Icedua IcFpatcs in lfirmp inforfc ' ins. scpc jfite iiqcs inq^tare Tfiga inlimP instrm intflcm lHgdum lilgo tf\ int, int'dcd* it'ee itptat int Bedeutet _ ibi ibique iddz idcm ideo idest Jefus : Jetil igitur lJJud , Imperator incarnationem incentiva inculpantes inde insirmus informare infra fcriptum ingenitae iniquitas inquietare insignia infimul instrumentum inteilectum intelligendum inteliigo inter interdicto interesle interpretatur intra introeuntss fr$*t -74 Von dctt S.titeittischett Mgur lveit Zuec? Johl ipe ipm it J iauert iusti3 ionis jux trX ti Bedeutet invenitur tnventus Johanni ipse iplarn iter juraverunt justitiam itionis juxta lafeac i Iabantur latfn latroni Jetbit laedabitur Icoi lectioni tesh kgimus Übe libcre licj licet Jiga rii linguam litene Ira literam Joqt^ loquifeur loqm Ioquimur M. mgf magr Magister mag magno mlo malo mata, materia mxe, Maxime MX?, maxirnus mrls,mar|s nwtyris $iguc rarem rat oat'r raatfsj raax? mb~ meor ms meP | mte m'eam mia mo ml'tifi ml'tid c mitine i Bedeutet martyrem matrimonialiter matris maximum memhra memor mens menscs mente j ' . mereamur misericordia modo multis multitudo multitudine N. narh nata nz, nc nec n no I necTca nc"c"a nc nq l neglia - n\ n i nob~ nobcy nÖIa W STOl naturali natura nec non necessatia necefläria necessitate neque negligentia nempe nisi nobis ßobiscum nomina non 00- Abßürylmqett. 175 ■ Bedeutet nonagefirno nondum noster, nostra jiostrarum nö nota nofius uotarius nc nunc nüg. $tgut nonag 3 xTd' fif, nraj ÜWW nota objm oba'v.9 (cTonS §vo oocli i nt r ofTiis ome$ 5s, oihs SÄ oirsib? 010 omo jP r I OlTIpS, on'e 0f>?t ffiunquam •bene O. objectum objectivus occasionem Octavo oculi in oculis officiis omnem omnes omnia omnibus omnino pro omni imnipotens onere operstur Figur ende's ondedas ßnderec 6 Cppifioibj oppressioni bus oro 6ron& orombs ordis ■oratio orationem ©rationibu* ordinis PP* ppa ppli p. nv Ml prt pticlam pr, 3 pat' patet pat'ent prna.pj pris pis, pHs proni pufs pua pcaminü i-.ee peer^ pecca rsttia x ? pßfi n9 p~iclo pa# l?ewM Bedeutet cüendens ostendendas oüeDderent non ?. Papa Paparri papali pagina mihi pars pariser partieuiam pater patepetur paterentur paterna patet patri patris patroni patrui* parva peccaminum peccatum peccatorum pecuniam penulcima per peregrinus periculo penonarura petitione plcic' -76 Von den fLateintfdjen Figur plelt' phc"a ppl'rn in pl'Äy pJca P 9le P9,p} p9trco p9ea, Beoeum pleniter phylica populum in populo porta poffibile polt postfaciio lüg ___/1_____I Figur pb'r pbro pbm prilimo pn9 pncibj } p9tmodü pt9 poitis p9t'mo 'Se ptate pias praribz P P pb3 pcept pcito pdictQ^ pdcs pee pns jpnte pntia psentib9 ps 3 tim w pw p9tei9 postea po (terius pofhnodum poi'tpolicis postremo potentia; potcstas potestate potestatibus prae praebet pracepit jpp6 0 praedicto jprs9 praedictorum praedictus prseesse prxsens praesente prassen tia praesentibus praescrtim praeter prasterito | p'uabit puat9 h _ pro fip ^)(:cib9 jpfuturü (Pph'am jP°P a jppetate .rPP s jPP« jppea i- r m9 jPfpe jpxia ■•¥o Bedeutet presbiter presbitero presbiterum pretioiissimo primo, priraum primus principibus priüs privabic privatus propter profectibus profuturum Prophetam propria proprietatem propriis proprium propterca propofitio prorsus Psalmus profpere proxima Pfalmo puce^pucfippublice publi- cum q qua,q$ que final qiH>; qualibet qz, quam qalY Abküryuttgett. m Figur Bedeutet qalV qualiter quapli quamplurimum quada quandam qn quandu qnz, qilq^ quandoqüb cptü qüantum 4'o quarto qij qui, quasi qte9 quatenus ^mdm qubinadmodum g.,q, qüi qbj quibus qcqdi quicquid, qppe, quippe q'd qüod qda quidam ^li quin H U ?° » ^qüorüodo qm , quöm ^ qdu quoddam qqni quoquomodo qm. qüöj quoniam t|3 tfe quoque qty quorum ds quos R. _ Recipe, Refpönfio toe, roe tatione, ratio- nem roibj fationibus recodat rccondatur tede'pt?» redemptns Figur Bedeutet fdigi redigi rgt, reguit regnavit rcüH> reversos I^ndetes fe/pondentes I^ndc tespondic rnß responsa fyiine responsione rnsq responso rnsü i*e sponsern V rüm finale S; sabb'ö sabbatho siicmeca sacramenta sacl^ sicrum S ; S. szcr ö siricta.,{äcrä scri* pturä fco* sanctö, sei fäncti scissia sanctiffima scoj$2 sirictorum ics fahctüs tciä feientia icibZ fe* scilicet scptol^ feriptoi-urrt fc'pt scripturrt sc'p« feriptura sesi seculi sesö secülö scpiri seculuhi 2da2do, fecunda.secündö sedm seeuhdum 5z 5; sed seipa$ feipsant M ftp 178 Vstt dett L.ateimschett c- sej> sepit'rm enia lechi s'ps s'uada s'uitia a'u9 fc sie, sig ao siplic' f. ieu, sliis ffmÜ'r A', sinF sn sj)5Hs spa "ifl späjf ^ spu SpS spalibj stccura IV subtjfce sf suol^ s' srbit sup Bedeutet scmper fempiternum sententia sequenti serpens seruanda servitia fcrnus sit sict, sicut fignificatio simplicitcr suc, (ive iioiiles similiter fimul sine fpecialis speeiäliter spiritu fpiritus fpiritualibns slruünrsm sub subtraxere sunt suorum fuper fuperbk supra gi&jiu öScDüiitef VV VWi VV T. tä tam tin tamen tn tandem tac[ tanquam f ö~a l^j n tetnpora tpibj temperibuß fpmnnric t.'—il j L>\ - i 13 t-nR> tpxy-_ temoorum >»VH1 W v> 1 tedut tendunt t ga teraa lv, '5 q t'ra terram l la tprtlii^ \ Xy LVL L1UO t'i ter. sin , »• ) L'~l . im 4 t t tibi cimtes timentcs totidi tutidera tdes tradens tivuedu transvehendum t'a tria t'ftis tristis tiiml'tus, tumuitus tc tunc t, r> tbae tur finale turbas 19. tus finale V. u, u, ub'Iz Ciqg ul> vf ubi ubilibet ubique vel van- Adküryungen. 179 Figur veiilis v'aii uHllz u'b' -> j U V o u'fä versa n's9 ü~r uri uid'fc >ir Bedeutet venerabilis venerandi venisset verbis vero V,g. verbi gratia versus vester vestri Videlicer. Figur vigta v'gies v't9 u'tte ü vn 9 v%c| ut'tp ut 3 ufcp utm videtur ux' Bedeutet vigilia vicgure» vjrtus vinute um finale unde us finale ufquequo utrique utriusque utrum uxor Won den Teutschen Abkürtzungen. Auch unsere Muttersprache ist mit solchen Abkür- hangen geplagt. Heut zu Tage sind sie eben nicht son- derlich mehr im Gebrauch; Unterdessen sieht man doch dann und wann folgende - A. allergnl. allergnadigst A.T. altes Testament A^u.N.T. altes und - neues Testament B> bet. belangend betrl. betreffend C C. O. Cammer-M- richtS-Ordnung Cap. Capitel Churfi. Churfürst Churfürst!. Chmsürstlich D. dj. daß dl. den 3 % d. i. j8o Von den Teutschen d. i. das ist dergl. dergleichen Durchl- Durchlauchten oder Durchlauchtigkeit E. Ew. Euer Ew. Fürstl. Durchl. euer Fürstlich Durchlauch- tigkeit Ew. Herrl. euer Herrlichkeit Ew. Hochgbl. Euer Hochgebornen Ew. HochEdl. Eure Hoch-Edlen Ew. Hoch-Ehrw. Eure Hoch-Ehrwürden Ew. Hochfürstl. Durchl. Eure Hochfürstliche Durchlauchtigst Ew.Kays.Majest. Eure Kayserliche Majestät Ew.Kön.Maj. Eure Königliche Majestät Ew. Mayj. Eure Majestät Ew. Wohl-Edl. Eure Wohl-Edlen etl. etliche fl. Floren Fr. Frau Freyl'l. Freyherrn Freyherr!. Freyherrlich Fürstl. Fürstlich G. Gnadl. Gnaven gnl. gnädig gchors. gehorsamst g. G. geliebt es GOtt Göktl. Gönüch Grast. Graflich Ggl. gute Groschen gl Groschen H- heil. H. Heilig H. S. Heilige Schrift Hl. Hrn. Herr, Herrn Hhln. Herren Herrlichkl. Herrlichkeit Hl. Heller herrl. herrlich Hoch-Edl. Hoch-Edlen Hoch-Edelgebl. Hoch- Edelgebornen Hoch-Ehrw. Hoch- Ehrwürden hochwohlgebl. Hoch- wohlgebornen Hochw. Hochwürden I Z.K.M. Zhro König. Majestät Jgfr. Jungser K Käyl. Käyserl. Käyftrlich Kfl. Abtüryuttgett. igi Kfl. Kayser Floren Königl. Königlich L. Landr. Landrecht S.3B.O. Leipziger Wechsel-Ordnung Lbden Liebden Löbl. löblich m Mayj. Mayjestat mögl. möglich N. % T. neues Testament O. Od. Oder P. P.H.O. peinliche Hals- Gerichts-Ordnung P. P. PetriundPauli. Messe Pf. Pfennig Pr, Ord. Prediger- Ordnung R. %%. Mchs'Abschiede Rthlr. Reichsthaler S. S.Paulus, SanttPaulus St. Stadt/ oder Stein Srl. ©e- Sr. Schffl. ßo Schl. schl. Stuck seine, seiner Scheffel )chock S Q- chlesisch Thaler Thlrschl. Thaler Schle- s'sch U. und dergleichen und andre mehr und so ferne? und so weiter unterthlst. unterthanigst V. Wrthl. . Viertel W» Wz, was. hlr. U. d.g. u. a. m. u.s.f. u. s. w Cap. iv. Von der Schreibart der alten Teutschen gegen die Neue gehalten. Bey einem Formatbuch pflegt man insgemein auch etwas von der Rechtschreibung im Teutschen mit W- Mücken. Ich habe mich ebenfalls nach diesem Ge- M 3 brauch -8s Cap. 4. Von der Schreibart! brauch gerichtet, und in meinem ersten Theil p. 8r. von der Rechtschreibung etwas gemeldet. Es wäre zu wünschen, daß man eine aufvernünftiae Satze ein- gerichtet und in gantz Teutschland eingeführte Ein- Leitung hätte; So konnte sich alsdenn ein jeder dar- nach richten. Die Buchdrucker würden selbige mit dichter Mühe lernen und sich angewöhnen können. Da abcr ein jeder Verfasser bey nahe eine andere Recht- fchreibung annimmt; So istdicses vor die Setzer eine grosse Marter. Denn was einem recht war, das streicht der andere weg / und also geht die Zeit w* lch 'en tt-uerdessen ist dieses Übel noch nicht zu he- bei-/ ob mangleich hier und da schöne Beyträge hat. Ga 'ye Gesellschaften haben gemeinschaftlich ihrcnFleiß angewendet, und dennoch muß mau noch immer kla- gen, es sichlet eine wohleingerichtete Rechtschreibung. Man muß also zufrieden seyn, was man hat. Aus- ser denjenigen Unterfuchungen, welche man in den Beyträgen der teutschen Gesellschaft in Leipzig hat, irniß man sich folgende Bücher bekannt machen. 1.) Iobann Bö^tckers Grundsähe der teutschen Spra- che, Berlin, 172z. 8. 2.) IM« Töllners deutli- chen Unterricht von der Orthographie der Teutschen, Haile , 171g, >:\>o. 3,) Hieronymi Freyers Unterweisung zur teutschen Orthographie, Halle 1722. 8. 4) Tho?nae Hsfmanns Änweisungzur Orthogra- phie, Leipzig 1725 8 und Caspar Gottlieb Pohls, neu verbesserte teutstheOrthographie, Leipzig, 1735- 8. Ich mag allhier keines von allen diesen angeführ- ten Büchern beurtheilen, weil es der gehörige Ort nicht ist. An ältere will ich nicht einmal gedencken^ doch so viel will ich noch thun, daß ich Anfängern der Buchoruckerkunst, eine kurtze ^ergleichung einiger Wör- dee «Jfett Teutschen.' 18z Wörter nach oer alten Rechtschreibung mit der Heu- tigen vor Augen legen will, damit sie sich zu helfen wissm, wenn sie selbige nach unserer jetzigen Art setzen sollen. Ich weiß wohl, daß die Anzahl sehr geringe, unterdessen kan man doch daraus auf gleiche Fälle schlüssen. Sollte ich die Hand noch einmal an die« ses Werck legen, so werde ich mich bemühen, wo nicht alle, doch die meisten alt geschriebenen , hernach aber auch die zweifelhaften Wörter von der neuen Art zu sammlen und beyzufügen. Auf einmal geht es nicht so gleich an, wie man sich einbildet, man muß solche nach und nach anmercken. Denn daß man die Zeit lediglich'darauf auf einmal anwenden sollte, wird man nicht leicht jemand zu muthen können. Es sind aber folgende zu mercken: ältesten anschlege anschlagt beuelh bauwer A. B. ältesten anschlage anschlag Befehl Bauer burMrauen Burggra beleyendc fen, belehnt besietigt brieue behe^m beuolhen beschirmpt benarvet besena deuelhett bestätigt Briefe Böhmen befohlen beschirmet beängstiget bösen befehlen C. cleiduttg Kleidung eorom'cken Chronicken elaffen plaudern, viel redens machen D. d' der Wemötfgfofc demüthig« keit daß die dz dye eren/ ertrich, etlicher, ernydern empfahc M 4 E. Ehren Erdreich ehrlicher erniedrigen empfahl ane- ?84 Cap. 4. Von der Schreibart endtchrist Antichrist ^rbaurvenn erbauen erpietung Erbiethung emichm einigen furnemisten fürnehmsten fanden .finden fürderstm fordersten forteylen forteilen franyöjsiZex. stantzösi- scher si'irzügtz Vorzug febev" fieber frum from förpotteif Verbothen steigen freyen fifetag fürüber G. ZrauM Grafen,ode? Graven gewesfttt gewesen geprauch gebrauchen gefürt geführt gemynttert. gemindert gepürt geburt geplürtett geblütcn gemeinen gemeinen geplanyst gepflantzt gefeit gefalt geiegche gejagte gem gen gewere gewehre geryeichtz gewepht gangtz gang gepirg gebürg geuerde gefehrde gelahn gelassen H- herlicheiten Herrlichkeiten Hendeln» Händeln yeero?ugß Heerzug hochssarr Hoffarth heupc ;. .-; Haupt -J- iunckftay?schasit Jung- frauschafft yxe ihre ygßlichten . jeglichen yhenseyr jenseit Ihena Jeng K. Keyser Kayser köngen Königen wnicklichen Königlichen krieyß krieg kegen gegen L. lütrmgett. Lothringen lottigs löthiges letsten letzten M. mennev Mannev mynsten kleineften margd Marck mynnem mindern- mogen mögen der alten Teutschen, i85 me^nster maurvex mamunge % ttltt nachuolgung nyderst Nemey O. Htdenuttgen Hdex % pringenn pluy/ peen rechen rhue sollichs, Gcer, schaurven sunst Sachftnn % S. Meister Mauer Keynung nicht Nachfol- gung yiedrigste nehmen Ordnungen over bringen plötzlich Straffe rechnen Ruhe solches Städte schauen sonst Sachsen (tgfc sich Srreiy Streits sonung Söhnung schlüntgen fchleunichen sage % Teüschen yustelt ceyl Trott traun V. vnd'schydllch Sache Teutschen zustellt Theil Thron fürwahr unter- schievlich und vielen Gchreyn Hertzkammer m den Schreyn seines Hertzens Soltnex Schuldner M vnnd vieln vßrveisung Ausweisung vssrechtig aufrichtig vnd'trücken unterdrücken verneme vernehme voq aus verrert verehrt valy Fall M, rvelung rvirt rvarer rvirdi.qff rvirden wirGichkeiten wählung wird wahrer würdigst würden würck- jichkeiten &H C m? eines wohl eingerichteten örterbuchs XCotinmn die meisten Kunstwörter, Welche Bey Buchdruckereyen und andern da- mit verwandten Profeßionen gebräuchlich sind, errläret roerde». A. bbrechen, heißt diejenige Arbeit/ wenn der Drucker die Ball- Leder, so auf die Höltzer genagelt, wieder abbricht, welches täglich geschehen muß, wenn anVers ein guter Druck zum Vor- schein kommen soll. Abbrechen heist bey der Schrisscgieft ftrey, wenn der Junge den Guß von den Buchstaben abbrechen muß. Abformen, eine aniWe Figur nachmachen, worzu der Form - Sand vonnöthen, wenn man nun einen Buchstaben abformen will, so leget man selbigen auf das ebene Sand-oder Formbret; ist e§ aber ein Buchstabe der in Holtz geschnitten, oder Schrifft Höhe hat ,so muß man gerade Höltzer, oder Stege umher legön, und den Buchstaben so weit hervor ragen lassen, als der Abguß dicke seyn soll. Wann solches geschehen, auch der Buchstabe mit. einer reinen Bürste wohl ausgebürstet ist , so leget man J90 8^rgefaßeer Vetfufy eines man die Flasche darüber, welche init der lincken Hand feste niedergehalten werden muß, Damit sie nicht verrücke. Darauf nimmt man einen Kohl- Beutel, und staubet damit auf den Buchstaben, hernach schüttet man den angefeuchteten Sand loß darauf, bis die Flasche voll wird. Und druckt ihn erstlich sanfftnieder, hernach so viel Sand hartund fest eingedruckt, daß die Flasche gantz voll wird. Alsdenn wird die Flasche fein gleich und sanfftauft gehoben, bleibt der Buchstab etwann darinnen fest, so schlaget man sanfft init einen, Messer auf die Flaschen, so fallt er heraus. Der. ungleiche Sand wird mit einem Messer aufbeyoen SeitenderFIa- sche abgeschnitten, doch daß er nicht auf die Figur fällt. Es wird auch von dem Guß der Flasche bis zu der Figur der Sand subtil ausgeschnitten, da- mit der Zeug dahin Dessen kan, man läßt die Form etwas trucknen, so kommt es besser in Guß. Abgießen, wenn man etwas abgiejjen will, so wird die Form, oder Figur mit einem Licht, das eine gute Flamme hat, gantz schwartz beleuchtet, und alsdann auf ein ebenes und glattes Brer,das nicht viel grösser, als die Flasche selbst ist, also geleget, daß die Seite der Figur unten komme, damit der Fluß der Materie über das Bret und recht über der Figur hineinfliesse, noch ein solches Bret darüber geleget, und die Flasche zwischen diesen zweyen Bre- tern in einer Hanvschraube eingespannet, etwas scharf gehalten, und also den geschmoitzenen Zeug hinein gegossen, wann der Zeug geschmoltzen, halt man zusammen gedrehetes drnckpappier hinein, ' fängt es Feuer, so ist der Zeug gerecht, wo aber Flamme, ist er zu heiß. wohl eingerichteten Wörterbuchs. 191 Abtritt. Bey Diesem Anickel setze man zum ersten Theil noch folgende Worte: Es gereichet selbiger niemand zur Schande, oder Beschimpfung, sondern es wird in der Abwesenheit dererjenigen, welche ab- getreten sind, die Sache kunstgebrauchiich überle- gec und erwogen, midi darauf ein gewisser Schluß abgefasset, nach welchen sich die Partheyen zurich- ten. Hernach werden die Abgetretenen wieder hin- eingefordert, da ihnen dann der gemachte Schluß vorgetragen wird; wenn sie nun solchen angenom- men, so setzet sich ein jeder an seinen gewöhnlichen Ort und Stelle. Mehrere Nachricht findet man in den Buchdruckerordnungen. Abzicheklöygen, siehe Z^iöygen. Anfangsbuchstaben, sind allerhand zierlich verfer- tigte Buchstaben, womit man insgemein ein Buch, Carmen, ?c. anzufangen pfleget. Ehedessen wüste man gar nichts davon. Man ließ den Platz dar- zu entweder gar ledig, oder setzte in die Mitte des Platzes einen kleinenBuchstaben. Wurde der Platz ledig gelassen, so wurde hernach der Anfangsbuch- siabe sauber dazu geschrieben, mit allerhand Far- den ausgeziehret, ja wohl gar mit Gold überzogen. Stund aber der kleine Buchstabe schon da/ so wurde er eingefasset und ebenfalls mit künstlichen Gemählden ausgeputzt. In grossen Bibliothecken trift man noch solche Bücher an, worinnen man solche Buchstaben sehen kan. Je alter diese Ge- mahlte Buchstaben, je schöner sind sie, undje jün- ger sie sind, desto schlechter sind sie auch. Wenn man verschiedene Bücher gegen einander hält, so sind die neuesten ordentlich die schlechtesten, sowohl am Gemählde, als auch wegen der Art das Gold allf- • -92 Fortgesetzter Versuch eines aufzutragen und ju glätten. Ja ich glaube gar, vaß Diese Kunst gantzlich verlohnn gegangen. Wer-- muthlich wcil sie in neuern Zeiten nicht so gut mehr bezahlt worden , als in den alteren. Und worzu war es auch nöthig so viel Kosten darauf zu ver- wenden, da man die Grossen theils gegossene^ theils !in Holtz geschnittene Buchstaben erfunden hat? Insgemein giebt man Peter Schöftrn vot den Erfinder an. Man wird ihm auch diese Ehre nicht streitig machen können/ indem er sich derselben in seinen gedruckten Büchern zuerst bedienet hat. Heut zu Tage hat man diese Anfangsbuchstaben derge- stalt auszuziehren angefangen, daß sie den Augen zur Belustigung allerdings dienen können- Ä)iaN laßt sie in Kupfer stechen/sie werden gegossen^ und auch in Holtz geschnitten. Die letztere Act ist ver- schieöener Ursachen wegen die bequemste Proben davon trift man in den meisten allhier zu Leipzig gedruckten Schrifften an. Auch bey uns/ in ge- genwartigen Blättern/wird man einige sehen kön« Nen, so viel wir Verselbigen haben anbringen können. Anfeuchte»/ muß der Setzer die Sckrifft, ingleichett der Drucker dieBallen und den Deckel, wenn solche zu hart. Dieses Wort wird aber auch als ein Spaß einem CornUten zugeeignet / wenn man zu ihm sa- get i er soll anfeuchten und seinen neben ihn stehen- den Gesellen eine Ehre erweisen / nach der Altert ihren Bers Weit Man die Schriffcen uttd päppier alles Ä?c»ht feucht niuß haben. So pflegen auch mit VOeirt und Biet/ die Gestt- len sich zu laben. Antiqvafchrift/ heißt diejenige Art von Lateinische« Schrift 5 wohl eittgenchteeett rvöktexbuchs. r9Z Schriften, welche die alten Buchdrucker zu D -er- funden haben, die hernach der Mühmte Mdus Manlirius viel verbessert har Und in neuern . Zeiten hat mau noch mehr Fleiß und Zeit AMf verwendet. Cs ist bekannt, daß nian bey Nahe durch alle Arten der Schuften eine WtiquäHclft hat. Man hat Sabon-Anciqva, grob und 1 klein Missal Antiqua, grob und klein Canon - Annqva, grob und klein Doppelnüttel Antiqua, doppelcirero Antiqua, fette Text Antiqva, doppelmitrcl Anti- qva, Tertia Antiqva, grobe und kleine mitte! An* tiqva, tertia Antiqva, grobe und kleine mitl- l An- tiqva, grobe und kleine cicero Antiqva, corpusAn- tiqva, Borgois Antiqua, petit Antiqva, Perl An- tiqva,Colonel Antiqva, Nomparel Antiqva. Diese alle kan man auf unsern Schriftproben im ersten Theil sehen. Artlc^elsbriefe, werden die Innungen, Statuta und Freyheiten genennet, welche denenPraseßionen von Obrigkeiten gegeben werden, wie sie sich bezeigen sol- len, und dieses darum, weil sie in Artickeln abgefaßt sind. Ein Hochedler Magistrat der Reichö-Stadt Nürnberg hat 1673. die Am'culsbriefe der Buch- druckec daselbst aufK neue erlautert^ Am'cul, Satz/ Stück einer Rede nach welcher der Jnnhalt derselben abgetheilet wird, sonst auch Capitel genannt. Aufdmgen, heißt man diejenige Handlung, da man einen Lehrjungen, wenn er seine Probe einige Wochen ausgestanden, und aus einem reinen und keuschen Ehebette erzeuget, welches er durch be- glaubte Zeugnisse darlegen muß, zu einer Pro- ftßion an-und aufnimmt, und gehörig einschreibt. W Auf- i94 Fortgesetzter Versuch eine» Auflage, wird die Anzahl der Bogen benennt, che ein Verleger zum Druck ordnet, als igoo. i 500. 20SS Bogen. Auflösen, heißt man diejenige Handlung, wenn der Setzer seine auf das Bret geschossene Columnen, welche er mit einer Schnur im Schiffe ausgebun- den, lund auf dasselbe geschossen, bey Umschlagung des Formats wiever auflöset. Oder wenn zwey an einer Presse arbeiten, da bey jeden Zeichendes Pappiers, welches aus 250. Bogen bestehet, einander ablösen. Aufschlagen, heißt man, wenn der Ballmeister die Balleder,aufdie Höltzer mit darzu gehörigen Ball- nageln bevestiget. Auftragen, heißt diejenige Handlung, wenn dsr Ballmeister die Farbe mit denen Ballen auf die Forme, wenn er solche vorhero erst auf selbigen zerrieben, bringet. Ausbinden, heißt man, wenn der Setzer die Cö- lumnen, die er gesetzt, zusammen bindet, und beför- dert solche auf das Setzbret, ingleichcn die Schrif- ten sv nicht in die Kästen können gebracht werden. AusschlieGtt, siehe Excfafion. Ausschneiden, heißt diejenige Handlung, wenn der Drucker das von Pappier bekleisterte Rahmchen, wenn solches die Schrifft bedecket, daß selbige auf den Pappier nicht erscheinet, mit der Scheer weg- schneidet. Auszeichnen, muß der Setzer das Manuscript, damit er sehen kan, wie viel auf eine Eolumne ge- het, alsdenn kan er ohngefehr sagen, wie viel Bo- gen das gantze Werck austragen wird. Battn«- Wohl einQetidjtetett LVöeterbuchs. 195 25. Ballnägel, sind ordentliche Nägel von Eiftn, mit einor runden Kuppe, womit man das Balleder cm* nagelt. Es werden selbige besonders darzu ver- fertiget. Vallmelster, heißt derjenige, der sich um die Bal- len bekümmert, und selbige in guten Stande erhalt, damit ein guter Druck zum Vorschein gebracht wird. Befehl siehe Mandat. DeschimpfunZ/ ist so viel Äs einem seinen ehrlichen Namen schwachen; Ein solcher, der widerVerhoffeu von jemanden beschimpft, oder durch seine gegebene zwar geringe Ursache gescholten worden, muß es in- nerhalb 14. Tagen anzeigen; oder sich nach Beschaffenheit der Sachen bey einer völligen Gesellschafft un- verweilt vertragen, und nicht über solche gesetzte Zeit zu stehen sich unterfangen. Wenn er sich aber un- schuldig befindet, so kan er das von dem Gegner ge-- thane Scheltwort auf diesen wieder zurück schie- ben, aber dabey nicht schelten. Beschweren, muß der Drucker das Pappier, so et - gefeuchtet, damit es sich unterstehet. Schreibepap- pier aber muß er nicht gleich beschwehren, weil es einen starcken Leim hat, und das Wasser nicht so gleich annimmt., sondern wieder ablaufft. Bestoßzeug, ist einJnstrument bey denSchristgiessern^ welches auöHoltz bestehet, worinnen sie die gegossenen Littern setzen und einkeilen, und mit dem dazu be- retteten Hobel bestossen. Siehe Tab. IV. p. 1. Bildmßschrisst, Hieroglyphische Schrifft, Egypti- sche Sprache ist, wenn man eine Sache nicht mit geschriebenen Buchstaben und Worten, sondern mit N % Figu- i96 Fortgesetzter Versuch eittev Figuren und Bildern der Thiere sowohl, als an- verer unbelebten Dinge, ausdrücket. Diese Art zu schreiben sollen zuerst die Egyptier ohngefehr um Abrahams Zeiten erfunden haben; Sie ist aber nicht öem gemeinen Mann, sondern nur ihren Prie- stern bekannt gewesen, als welche sich einer so dun- ekeln und geheimen Schreibart nur in denen ihren Götzendienst angehenden Sachen sonderlich darum bedienten, damit einestheils die Geheimnisse, oder vielmehr Thorheiten, ihrerNeligion von einem ver- schlagenen fürwitzigen Leser nicht so leichte könne verstanden, verrathen unv verlachr werden, andern theils damit sie denenjenigen,die ihre Sprache ver- stunden, mit wenigen viel möchten bedeuten können. 2)lech,ÄescheVlech, ist ein Instrument derSchrifft- giesser, welches sie bey dem Justorio gebrauchen, um damit die Höhe des Kegels und Linie, so der Buchstabe haben soll, zu besehen, 23Uch, Gießblech, braucht der Schrifftgiesser bey Giessung der Buchstaben damit das überflüssige Zeug darauf fällt, welches er mir dem Gießioffe! aus der Pfanne genommen. Siehe Tab. IV. p. h Bleyrvage, ist ein Werckzeug, wodurch die Flach» eines Bodens, oder anderes Dinges gerichtet und erforschet wird. Selbige zu verfertigen braucht man ein Bret ohngefehr eines Fusses lang, welches also zugeschnitten, daß es einen gleichseitigen Trian- gel vorstelle, an der einem Spitze desselben ist eine feine Schnur befestiget, an welcher ein Bleyge- wicht hänget, aus dem Punct, wo die Schnur halt, ist eine Linie auf das Vrct dergestalt gerissen, daß sie mit einem geraden Winckel ans Die gegen überstehende Seite des Brets falle. Wenn nun mit dis- wdht eingerichteten IlVörterbuchs. 797 ftr Seite des Brets auf eine Schwelle, oder Boden, gesetzt wird, und die Hangende Bleyschnur mit der aussGretgerissenenLinie, oderStrich,gerade ein- trifft f . so wird daraus erkannt, Dafj das Lager der • Schwellender Boden, wagrecht sey. Bey Auftich- tung einer Buchdrucker - Presse ist selbige unent- behriich. Buchdrucker, -Buchführer, Buchbinder; Auf selbige führe ich hier eine artige Überschrift bey. QuoJ deicriptoredic tarn addendo, quarn nurne* merando, Quodque alius vestit curatc muitipiicando, Uividit hoc alter, trahit inque suas rationes. Buchdruckerey, wo nicht redlicher und Herkommen- der Gebrauch gepflogen wird, soll kein Exftll zur Arbeit eintreten, viel weniger einer Hudeley und Büberey aufheiffen, wiedrigenfalls er von der rei)- lichen Buchdruckerkunst mit einer Strafe angesehen, wo nicht gar ausgeschlossen wird Zumal wenn er es wissentlich thut. Unwissentlich aber soll er sich innerhalb »Etagenwieder daraus begeben. Buchdrucker Ordnungen, smd diejenigen Gesetze, die denenBuchdruckern von hohen Potentaten, oder Obrigkeiten ertheilet werden, wie sich selbige verhal- ten sollen. Wie denn die z. Herren Hertzoge zuSach- fen denenJenensern solche 1*57. Kayser Maxuiu- lianus und Rudolphi IF. 1570. zu Speyer und 1.577. zu Franckfurt; Churfürst Christian der andere denen Leipzigern und Wirrenbergern 1606. ein Hoch - Edler Stadt - Magistrat der Reichs- fiadt Franckfurt am Mayn denen alldortigea Buchdruckern 157z. und 1598. und 1600. er- N z thei- -98 Fortgesetzter Versuch eittes. theilet haben. Dergleichen auch ein Hochedler Magistrat der Stadt Dantzig 1684. den iS-Juli^ denen Buchdrucker daselbst gegeben haben. Deren Jnnhalt siehe zu Ende dieses zweyten Theils. Kuchdrucker Vorcheil^ wird dasjenige Geld genen- " net, welches die Gesellen von den Herren Verlegern bekommen,ingleichenNamenstage, Cornuten-Geld^ Zntroitus ic welches sie alsdenn unter sich theilen^' oder^ zu gewissen Zeiten sich eine Ergötzung damit machen. ZZuchdrucker-rvappm, wie solches in Farben vorge- stellet wird. Der doppelte 2$Ut r so schwach und in einem goldnen Felde, jedoch ohne Crone hält in dex rechten Klaue einen rvmckelhackett von Eifen^ oder Melall,in der lincken denTenackel mit demDivisorio. worauf sich das Exemplar befindet, und wird den Setzern zugeeignet. Oben auf dem Schilde stehet ein offener gecrönter Helm mit einer Crone beydes von Golde, der Grund leuchtet blau herfür, durch den Helmaus der Crone raget ein halb geflügelter Greif, ' so aus Silber, mit ausgestreckter Zunge, welcher in seinen beyden Klauen ein paar übereinander ge- setzte Druckerballen, so von Holtz, hält, und ist de- nen Druckern zugeeignet; Auf der rechten Seite befindet sich die eine fahnbede, so der obere theil Silber und der untere theil roch anzeiget, darhin- ter zeiget sich ein blauer Grund, aufder lincken Seiten ist das obere theil der Helmdecke roch, und der untere Silber, der Grund leuchtet gleichfalls blau herfur. Bundjteg^. heißt derjenige Steg fo. zwischen den Co- lumnen liegt, deren zweyerley breite und schmals sind. Siehe Stege im 1. Theil, wohl eingerichteten Wörterbuchs. *99 C. Capital, wird bey Buchdruckeveyen, dasjenige ge- nennet , so der Drucker bey Zurichtung einer Forme oben und an den Tiegel anlegt. Es befteher sel- biges aus i.oder 2. Stegen, welches er accurat halt, damit wenn er die andere Forme, oder den so genannten Wiederdruck, von neuen einyebt, er sich nicht Verdruß machen darf. Capltalbuchsiaben, heissen diejenigen grossen Latei« Nischen Buchstaben, welcher man sich beym Anfang derer ^»minum proprionim und Substantiuorum in dem Text bedienet. Schon J ohann Faust hat selbige gehabt. Siehe Versalbuchstaben. CapiralZen, ist eben so viel, als Cavitalbuchstaben. Characreees, siehe Zeichen. Cicero Schrift, ist eine Art kleiner lateinischen Buch- ftaben, welche ihren Namen vermuthlich daher be- kommen hat, weil Ciceronis Schriften zu erst damit gedruckt worden. Man hat grobe-kleine-Aw tiqva, cursiv-Fractur Cicero. Hiehe unsere Schrift- proben. Cladde, siehe Rtadde im ersten Theik. 2.) von Eisen ge-- schmiede?, welche unten am Laufbret der Presse beve- Kiget sind. N 4 2oo 8srtgeseyter Versuch eines Lolon, ist ein Unrerfcheidungszeichcn / wenn in einer ERcdc der Verstand halb geenviger ist. Es sieht also aus (:) Columnenmaß, ist ein aus Eisen, oder Holtz beste- hendes Instrument, die Columnen in kleinen und grossen Forniaten zu accurater Lange zu bringet). Colummn Zieffex, ist diejenige Zahl die eine jede Columne bekommt, und durch ein gantzes Werck . hindurch gehet, wovon unter dem Tirul Tabelle im ersten Th il gedacht worden. Concordany Quadraten, siehe <&uabiaten. Lonstrmarisn, Bestätigung, ist ein Kunstwort bey einen« Postulat, da der Cornute im Namen einer gantzen Geseilschafft zu einen Gesellen bestätiget wird. Consiftation, Einziehung der Güter, dergleichen ge- schiehet mit Büchern, darinnen die Majestät der Könige undFürsten, und das Ansehen anderer hohen Personen schandlicherweise verletzet wird. Conjirucr on, ist in der Grammatic, die rechte Zu- sammenfügung der Wörter in einer Rede, so wie es einer jeglichen Sprache Natur und Eigenschafft erfordert, und die Regeln der Grammatic anweisen. Comutmqdb, ist dasjenige ; was ein Cornutus der Christlichen Billigkeit nach alle Wochen, oder Mes- fm f in der Arbeitenden Druckerey Venen Ge- seilen darlegen muß. In Ermangelung derselben aber soll es derHerr vonMesse zuMesse an die nächst- gelegene Geseilschafft einsenden^ Siehe XV-rchers Nachricht von der Buchdruckerkunst. Cornurenhur, ist ein besonderer Hut, welcher den Cornuten verfertiget wird, wenn er zum Postu- lat rvohl eittgerichteten XNörterbuchs. aoi tat schreitet. Bey der Deposition wird f Mi von dem Depositore abgenommen, Lrany/ siehe Gcstttencrany. CranyjunZftr/ ist diejenige Person, welche sich ein Cornntnö bey feinem Postulate erwählet, daß sie ihm einen solchen Crantz verfertigen laßt, welcher ihm bey der Cofirmation, als das erste Ehrenzei- chen, auf das Haupr gesetzt wird, CreuyZen, in gegossenen ^-chriffcen, werdenzuver- schiedenen Dachen genutzt, absonderlich zu Noten, oder zum Beschluß eines Leichen-Carminis, deren Gestalt sieht also aus \ Creuymaß, ist ein Werckzeug bey Giessereyen, da das gantze Instrument darnach verfertiget und gerich- tet wird, weil alles nach den Winckel justiret wer- den tnuß. Creuysieg, ist derjenige Steg, der an den Columnen Titul geleget wird; Es giebt breite und schmale. Cursiv Gchriffren, heißt man diejenige Art Lateini? scher Buchstaben, welche denen geschriebenen ge- schobenen Buchstaben gleich kommet, deren sich die Schreiber ehedessen bedienet, wenn sie geschwind geschrieben haben. ' Die Züge dieser Schrift sind nicht gerade, sondern schief. Aldtw VCianuüm hat selbige zu erst erfunden. Eben deswegen hat er von der Republic Venedig ein Privilegium er- halten, daß Niemand innerhalb 10. Jahren damit drucken dürste. Von dem Ort der Er- findung heißt diese Schrift auch veneticä oder ita- lique, Sjeut zu Tage hat man diesen Schnitt bey nahe in alle Schritten und Schriftproben, D, Defect, Heisset nicht nur dasjenige^ was an cinemDinge N 5 fth- sos Zortgeseytee Versuch eines fehltt, sondern auch die Sache selbst, welcher einer oder mehrere von ihren Theilen fehlen, daß sie nicht vollkommen genennet werden kan. Dersleichen Unvollkommenheiten finden sich anSchrifftM/ Nech' nungen / Büchern, k Degen, bey diesem Articke! setze man nach unsern Worten: denen Rünfiktn »st selbiger erlaubt, laut des allergtta.dl'Zsten Mandats Friedrichs Augusts, Rönigs in Pohlen höchstseeligen An- denckens, folgendes hinzu: dato Cracau den 15. April 1706. und 1712. den z. Iulii renovirles uny vom 29. Augusti 1719- Gchrveiyerdegen,. sprüchwortsweise nennt man die- jenigen also, welche mehr als eins erlernet, ya man. sie zu mehrern brauchen kan. Wie man von der Schweitzer ihren Degen auch sagt: daß sie aufbey- derley Art können gebraucht werden. Zyiphchc»ngi, sind die aus zwey selbstlautenyen Buch- staben, oder Vocalen zusammen gefetzte Buchstaben,, daß derselben Laut in einem Thon zusammen ausgesprochen wird. In den ältern Zeiten hat man nichts davon gewußt, sowohl in Teutschen als La- teinischen Schriften. Hernach fieng man um das. Jahr 1489. an im Lateinischen- selbige mit ei- nem Hackgen zu bemercken tz. Alsdenn hat man auch selbige abgeschast und die jetzige Art erwählet. Distinctiones, siehe Umerstbeidungszeichen. Druckerei / siehe Äuchdruckerey. * L. Binßeilen, muß der Drucker die Forme in die Presse, damit solche nicht fortrücket, und sein ge- suchtes Register nicht Schaden leidet. Einstechen^ muß der Drucker das Pkppier halbe Buch- wohl eMZerichteten VVörterbuchs. soz Buchweiß in den Deckel, bey Vem Schyndruck; Bogenweiß aber im Wiederdruck, welches abee alsdenn Einlegen heiß^. Gisen, Zerrlg mach iLisen, ,, ist ein Instrument hey den Schriftgiesern, welches an dem einen Ende mit ^inen'Hacken versehen, damit er, wenn er die ge- gossenen Buchstaben in den höltzern Winckelha- cken gesetzt, mit solchem Eisen selbige zusammen hält, und mit einem Messer beschaber unv fertig machet. Einlegen, heißt diejenige Hanvlung, wenn der Se- her "die Schrifften, wenn sie neu gegossen, in die Kasten, ingleichen der Drucker die Bogen in De- ckel , absonderlich bey den Wiederdruck, leget. Kl'nschlagen, muß der Setzer die Schrifften in Pqp- pier, welche er nicht in die Kasten bringen kan; Alsdenn bezeichnet er selbige , was sich vor Schrift darinnen befindet. ^LmschjaZen, muß der Schriftgiesser den Stempel in die Matrice. Bntrpeichung, aus der Gesellschafft, siehe Abtritt. Exclufion , oder Ausschliessung, wird demjenigen zu er- kannt, der sich selbst durch böse Laster und verbo- thene Wege unehrlich gemachet. Jngleichen die- jenigen, so auf der Kunst vor gantz unehrlich gehal- ten werden- Es wird ein solcher aus den Zusam- menkünfften verstossen, und nicht mehr vor einKunst- glied erkennet, es. ist ihm auch nicht erlaubt auf Druckerey zu arheiten, weil die Kunst solche byss Leute nicht dulden kan, noch mag. Mehrere Nach- richt. Siehe die Buchdruckerordnung. F^?-/?-Geld,wird dasjenige genannt, welches der Herr einem GeWn über das PwGnliche Kostgeld reichet» $$xbe. s«4 Zsrtgeseyter Versuch eines 8 Zarde, wie selbige aufKupfer und Holtz zu erkennen. Siehe Tinceur. ZZarbefaß, ist dasjenige Gefäß, worinnen der Vor- rath von der Farbe liegt, es ist selbiges mit einer Decke versehen, damit keine Unreimgkeit in die Farbe fällt. Festtage, siehe den Buchdrucker-Calender. Feuchrbreter, sind diejenigen Breter woraufderDru' es er sein gefeuchtetes Pappier setzet. Es sind dersel-- ben zwey nöthig, eines untern Haussen, das an- dere zur Bedeckung des Hauffens. Zeuchrfaßgen, ein Gefäß mir einem Wasser, welches in DruÄereyen sehr gemein ist. Der Setzer bedie- net sich dieses Wassers mit einem Schwammen die v trocknen Schrifften zu benetzen, der Drucker zu Anfeuchtung des Deckels und der Ballen. Zeuchtspahne, es sind derselben zwey, welcher sich der Drucker bey Feuchtung des Pappierö bedienet, selbiges durchs Wasser zuziehen. Zlaser, heissen die Stöcke, oder Holtzschnitte, welche durchPakronenundFarben illuminirt werden, wenn sie gedruckt sind. 8orm-8laschsn von Eisen oderHoltz. Die letztern sind eben so gut- Nachdem die Sache groß, welches darinnen geformet werden soll, müssen sie auch dick seyn, d. i. einen kleinen oder grossen Finger, oder Daumen dick, man läßt also nach der Grösse, wie mans haben will, ein Bret von guten trocknen Holtz verfertigen, und darinn ein viereckigt, oder länglicht Loch schneiden, so groß, daß dasselbe, so dar- inn, geformet werden soll, ringsumher noch einen secunda Kegel Platz übrig hat, dann wird an der ei- wohl eittgerichteten Wörterbuches. 205 einen Seite ein Guß eingeschnitten, einen Petit over Corps Kegel tief. Form-Gand, ist eine art Sand, welche man zu Ab- gicssung gewisser Figuren,overBnchstaben,l)rauchen sän, dessen Bereitung bestehet aus ausgebrannten Backofen Leim. Je röther selbiger, je besser er ist, welcher sehr klar zerstossm, und durch kleine feine Siebe gesiebet wird. Alsdenn thut man selbigen auf ein ebenes feines Bret, machet in der Mitte des Sandes eine Grube, giesset darein gut Bier, viel oder wenig, nachdem man viel Sand hat, menge es durcheinander mit einem Holtzspavel, und wenn die fliessende Nasse gedampftet , so reibe man sel- bigen zwischen beyde wohl durch einander, damit der noch trockene Sand auch Nässe an sich zichen könne. Hernach thue man den Sand zusammen und nehme davon nach und nach mit dem Holtzspa- del gar sanffte, damit die etwann noch befindliche kleine nasse Klüsen sich desto besser theilen. Denn ist derselbe zu trocken, so bricht er leicht in Formen aus, zu mal in feiner Schattirung; ist er aber naß, so fallt es nicht in Guß, trocknet auch zusammen und fallet aus der Flasche. So man ihn mit Sal- miacwasser anfeucht, giebt es einen reinen Guß. Wie man abforme, suche unter den Titul. G. Gattßaugen/ oder Hyphen werden diejenigen zwep krummen Striche genennet, die an der Seiten de« rer Columnen gesetzt werden, wenn ein anderer Autor allegirt wird, da dessen Worte mit solchen be- zeichnet werden, man kan sie auch nehmen, wenn eine Schrtfft anders seyn soll, als der Text, ist. Gebrauche, Kunstgebrauche, siehe Suchdr»»cker- srdnuttgeu. Gefchsl- 2o6 Zortgestyter Versuch eittes Gescholtener, wie sich ein Neben Geftlle gegen ihm' verhalten solle, siehe Buchdcuckerordnung. Gesellencrany, heißt Derjenige Crantz, welcher ihm bey der Bestätigung auf das Haupt gefttzer wufy als das erste Ehrenzeichen. Gesencket, heißt bey den Schrifftgiessern, wenn sie* den in Stahl geschnittenen Buchstaben vermittelst h einesHammersinsKupffer sch!agen,oder einftncken. Gieß-Älech, siehe Blech. Giesiee/ ist derjenige, so ausgeschmoltzenen Metallen in gewisse Formen allerley Dinge zu messen weiß. Man hat verschiedene Arten solcher Giess'r, als dasind roth-Zinn-und Eisen-ingleichen Schrifft- giesser. . .. Gießiöffel, ein Instrument der Schrifftgiesser, den Zerschmoltznen Zeug aus der Pfanne zu hohlen/ welcher insgemein so viel in sich halt, als zum Buch- i staben nöthig ist, das übrige thut man aufs Gieß- blech, siehe Tab. IV. I. Gruß> bringen die Gesellen in eineOfficin, als eins Hochachtung vor selbige, wenn sie ankommen, wel- cher in diesem Formular bestehet: GOrr grüß die 2&tmfr, ingleichen von denenjenigen Herren und Ge- feilen, wo sie zuletzt in Arbeit gestanden. Es ge- het aberweiter keine Cerimonie vor, wie bey andern Handwerckern. Hobel, ein Werckzeug, vornehmlich bey den Tischern und Zimmerleuten gebraulich. Es bestehet derselbe aus einem höltzern Schafft, in dessen Mitte ein Loch, wodurch die Klinge gestossen und mit einem Keil be- vestiget wird ; Bey Schrifftgiesserey braucht man selbigen die Schrissten damit zu bestossen. Er wird aber gantz anders zu bereitet, als der angeführte, T9b.IV. PA, Hof- WHhl eingerichteten XVorrerbucho. 207 ^ofrechr, ist wenn ein Kunsiverwanvter etwas wl- der Vie Kunst verbrochen, dasselbige aber nicht er- kennen will, sondern sich noch varzu hartnäckige erzeigt, keinen Vergleich achtet, viel weniger an- nimmst, ja überdieß noch schimpfet unv schmähet, und sich dergestalt auf das aller unkunstbrauch- lichste aufführet, so wird einem solchen zwar die Arbeit nicht verbothen, sondern er wird auf Hof- recht gestellt, d. i. er geniesset die Druckerey Vor- theil nicht, wie ein anderer Gesell, er muß auch vie Zusammenkünffte meiden, jedoch wenn einer zutn Gesellen gemacht wird, kan sr Ehrenhalber zur Mahlzeit mit eingeladen werden, sonst aber bey an- dern Cerimonien muß er sich gantz absondern; Es gehet auch, ein anderer Kunstverwandter mit ei« nem solchen nicht gerne um, biß seine Sache ge- bräuchlich, und Kunst gebräuchlich verglichen ist. Mehrerer Nachricht sieh» in den Buchdruckerorv, nungen. I. Jnttuttg/ Gesellschafft vieler Leute die einerley Gewerb treiben, und durch gewisse Ordnungen unter einan- der verbunden sind. InnunZs-Articul, siehe Articul- Instruments wird insgemein ein jeder Werckzeug ge- nennet, durch dessen Hülffe etwas ausgerichtet wird. Bey den Schriftgiessern wird dasjenige das In- strument genannt, worein der Buchstabe gegossen wird, dessen Zergliederung siehe in Tab. IV. P. I, da es in zwey Helfften sich darstellet, und alle Stücke nach dem Buchstaben weiset und nennet. Es be- stehet solches bey Zerlegung aus 19. Theilgen, oder Stücken. 3*#tf* 2o8 Zortgeseyter Versuch eines Iusrorium, einJnstruinent bey den Schrifftgiessern, worein er etliche Buchstaben setzt, und das Äese- heÄlech zur Hand nimmt, und betrachtet, &ej|el< ben Kegel ob sie gleiche Höhe haben oder ob die Buchstaben ausser der Linie stehen, damit in Guß nicht einer niedrig,der andere yocl> stehet.Dieses heis- sen sie alsdenn justiren. Die Figur siehe auf Tab. IV. K Reilrahmen, oder Holländische Rahmen, siehe Rahmen. Rernmaaß, ein Werckzeug bey Schrifftgiesserey, da- mit die Höhe des Kerns,oder Buchstabens zu erfor- schen, wie auch zum Instrument und Matricen zu gebrauchen. Rlöygett, Abziehe Rlöygett, ein Werckzeug bey Schrifftgiesserey, wenn die Jnstrumentaverfertiget werden,dciß solche aufdemAbziehestein können abge- zogen werden. Kostgeld, wird dasjenige genannt, wenn einem Gesel- len wöchentlich so viel gereichet wird, dafür er sich unterhalten muß. Kleister, eine Massa von Mehl und Wasser, wel- che gekocht und wohl unter einander gerührt wird. Man kan auch ein wenig Leim darunter thun, wo- von er desto besser wird. Der Drucker bedienet sich dessen bey der Presse diejenigen Orte am Nahm- gen zu verkleistern, wo sich sonst Unreinigkeiten zei- gen würden. Runftgebrauche/ siehe Luchdruckerordnungett. £»• L.auffer> siehe L.ößer. .L.öffch siehe Gieß Löffel. L.östr Wohl eingerl^eetett rvörterbuchs. 209 L.öfer, oder Lauftet ist der Stein bey den Mahlern, so mir der Hand geführet wird, die Farben auf den Farbestein zu reiben, siehe Tab. li. I, L.oschpappier, siehe LNaculamr. N Köchen, zwey Stücke eines Metalls durch Zinn oder Kupfer zusammen fügen. Das Eisen wird mitKup« fer, das Kupfer mit Zinn und das Silber mit Silber durch Hülffe des Borax gelölhet Will man ein Ei- sen an das andere löthen,fv muß man dünnes Me(V sing aufdas Stück, das man lochen will, wie auch gepulverten Borax legen und es auf allen Seiten mit brennenden Kohlen bedecken, die man so lange zuleget biß das Meßing, flüßig wird. Es ist auch zu erinnern,daß man das Meßing,indem es heiß ist,we- der schlagen noch schmieden soll, weil es sonsten zer« brechen würde.Das Kupfer hingegen laßt sich warm und kalt schlagen. Diese Wissenschafft ist bey Dru- rey eine nöthige Wissenschafft eines Druckers. L.oßsprechen, oder Zreysprechen, geschiehet wenn man einen Jungen, der seine Lehrjahre ehrlich aus« gestanden, gegen erlegte Gebührniß als einen Cor« nuten erkläret. Maculamr, graues, oder das sogenannte L.ösch- pappier, bedienet sich der Drucker/ beydem Wie- Verdruck, in den Deckel zu legen. Die andere Art suche eben unter dem Titul, *\ i. Marmel eine Art von Stein, welcher hart, sich glat- ten und poliren laßt, und von den Bildhauern zu allerhand Zierrathen gebraucht wird,er ist von man« cherley lFarben, und vermischt mit Adern oder Tipffeln und Flecken. Der Buchdrucker kann ihn nutzen die Farbe darauf zu bereiten weil er glatt ist und keinen Sand führet. O Man- ssz 8srtgefeytee Versuch eines Mandat, Befehl des Richrers wodurch einem etwas zu thun oder zu unterlasse» bey Strafe auferleget wird, wie denn dergleichen am Ende des zweyten Theils zu finden. Messer, dasjenige womit der Schrifftgiesser t>k Buchstaben beschabet, und ju&cwirn, hat keine Gleichheit mit einem ordentlichenMesser, sondern es ist mit einer dicken Klinge versehen und an der Schärffe desselben crhobeNj.siehe Figur, Tab.lv. p,l. Mlttelsieg, ist derjenige Steg, der bey einem Format der mitrelste, und breiter als die andern ist, anbey- den Enden sind Löcher, worinen die Puncturen ge- hen. Es giebt zweyerley Arten schmale, und breite-. n x?achschuß, wird dasjenige genannt, so der Verle- ger über die ordentliche Auflage legen last, als zu Z c-ao. Auflage gemeiniglich». Buch, zu 1500. hingegen 2. Buch. Fernere Nachricht findet man unket vem Titul Zuschuß, P. I postuliren, heist im Römischen Kirchenrecht^ wenn von denen/ so das Wahlrecht haben, eine Person zu einer hohen Kirchenwürde begehret würde, welcher nach dem vorgeschriebenen Kirchen Gesetzen et- was anklebet, um deßwillen sie einer ordentlichen Wahl nicht fähig ist, als wenn sie das erforderte Alter noch nicht erreichet, oder schon eine Würde hat, die bey einer andern nicht stehen kan. Ein sol- eher wird ein Postultrter Prälat, oder Bischoff ge- nennet, und wenn die Confirmation erfolgt, so tritt Reil-Rahme, ein langlicht Quadrat theils mit, theils ohne Mittelstege, in welche gleichsals die Columnen eingesetzt und an statt, da unsere Art Schrauben führt, so hat diese keine, sondern die Columnen werden mit schiefen Keilen,oder Stegen, zusammen getrieben und zum einheben befestiget. Sie sind mehrentheils in Holland gebräuchlich/ und sehen also aus: ' msmmm Die ohne Mittelstege halt man vor besser, weil die Puncturen nicht so leicht schaden leiden können. Quadraten, eine ins gevierdte gegossene Figur, welche bep Schafften unentbehrlich, weil man da. mit wohl eingerichtete» Wörterbuchs. 2 r z mit den Ausgang einer Zeile ausschliesset,sie sind nie, driger am Guß, als die Schrifft an sich selbst ist. Sie werden auch an die Seiten gesetzt- Daher sie den Nahmen Concordantz Quadraten bekommen. G.uadratgen, gevierdre, eine Abstammung von Letzt gemeldeten, sie werden ordentlich wo ein Punct ist hingeschlagen, ingleichen wennidie erste Zeilehe- rausgehet und man die andere einziehen soll. D.uadratgey balbe, werden ordentlich bey einem Com.mate, Colo, Senücolo^ Sign. Jnter. Excla- mationis. hingeschlagen. Q.uadratgen, Schließ, meistentheils zu Aussperrung einer Ze!le^ wenn man nichts mehr hineinbringen sän. Rayel auf dieBuchdruckerey. Wer. will sehen Wunder komme, schau hier eins Feder an,. Die in einem Augenblicke tausend Wörter schreiben kan. Glaub o Leser daß vor Edel unsere Kunst bestehen kan. Es bat sie erfinden helffcn Guttenberg ein Edelmann Wer liebet Kunst der komm und trett herbey. Leß und beschau die edle Druckerey. Aufdie -Ballen. Es tragt ein Zunggesell eine Jungfrau von der Brücken, Legt sie der Lange nach ins Bette auf den Rücken, . Stößt mit zwey Dingern drauf von Haut und Haar gemacht, Daß ihr das Hertze walchr, und fast in Leibe Kracht. O z Bald 3*4 8ottgefeytcr Versuch eitteg Bald überfällt er sie mit Centner schwerer Last. Und läßts von sich nicht gehn, weil er sie wohl gefaßt. RöcheZsteiq, Rötel, ist eine artKreiven, braunroth an der Farbe. Es wird selbige mehrentheils zum Zeichnungen gebraucht. Der beste wird aus Egy- pten und Spanien gebracht. Der Setzer brau- chet solchen zu Auszeichnung der Columnen. Aößgen^ oder Zierrathen, so gleichfalls gegossen wer- den, wie man auf der Ehrhardischen Schriftprobe Zu Ende stehet, sie werden vielmahls statt einer Leiste bey Anfang eines Wercks gebraucht, inglei- d)m auch in Colum Tituln j oder sonst etwas aus- Mieren^ mau findet sie auf unterfchiedlicheKegel der Gchrifftey gegossen Z. E- GOGGGOG-GOG Q OOGGOGGOOG -OOOOOO^^OOc>OOO«OO^OG ^ ^S?«? 0 ^® ®® c KMWH S. Scheltwort, oder Schmahrvsre / wenn ich einen au seinem ehrlichen Namen angreiffe und beschimpf^ daß er bey der Kunst in eine Geldbusse verfällt, wenn es rechtmäßigerweise geschehen, im Gegentheil es zurück auf denjenigen fällt / der es ausge- flössen. Schiff, Vortheil, im ersten Theil hat man desses- bigen bereits gedacht. Man kan solches mit etli- chen Unterscheiden machen lassen, damit man di, ver. Wohl eingerichteten Wörterbuchs. 215 verse Sorten von Vortheil hinein fetzen kan. Siehe Tab. I. p. 226. Schmelytt'egel, siehe Tiegel. P. I figiir p. 130. Schneiden, ist ein Kunstwort bey dem Drucker, wenn das Pappier,so an das Rahmgen gekleistert im Druck verhindert, das einige Buchstaben, als Custos, Colum-Titui, nicht dafür kommen, fo wird solches mit der Scheere ausgefchmtten. Schriften, siehe Buchstaben, und unsere Schrift- proben. Hier muß ich nur noch anmercken, daß man insgemein vorgiebt, man könnte hundert und ^nehr Schriften vor Augen legen. Weine in der That ist die Anzahl viel geringer. Denn das heißt keine eingeführte Schrift, wenn ich mir ein Alpha- bet nach meiner Einbildungskraft in Holtz ftl^neiden lasse. Man erweise mix, daß (« in berühmten Schristgiessereyen gegossen worden^ ausserdem ist es ein Blendwerck,. Schwamm, gebrauchet der Geyer bey Ablegung der Schriffr, wenn solche trocken worden, selbige da- mit wieder zu netzen, inglsichen der Drucke? bey Anfeuchtung der Ballen und des Deckels & Schrveiyerdegen, siehe Degen. Siege!, ist daszenige Werckzeug, wonnt sin jeder Privatus Briefe und andere Dinge jteqelt. Ein auf-- gedrucktes Petschafft führt Beweiß auch ohne Un- terschrift, wenn es nur mit Wissen und Willen desje- mgen, yem es gehöret, aufgedrucket worden; Wie denn eine jede löbliche Buchdruckergesellschafft dergleichen führet, und ihre Schreiben, die sie an andere Gesellschafften senden, besiegeln. Spane, bedienet sich der Setzer i.)zu ttnterlegung der Schafften,wenn solche nicht auf eben den Ke- O 4 ge! 2i6 8c>rtgesetzter Versuch eines gel gegossen sind. Zum Exempel er hatein Werck aus der Tertia Schrifft, und was in selbigem un- terstrichen/ soll er Text Kegel nehmen, damit es in die Augen fallt, so muß er sich der Späne be- dienen; Der Drucker bedienet sich solcher bey Hal- tung seines Registers, womit er sich helffen kan, nach der Alten ihren Vers i&in Spangen raus ein Spangen nein. Das ist der Drucker ihr darein Gpan-Gchachrel, ist dasjenige Behältniß, worin- non die Späne liegen,so in diversen Sorten bestehen. Schilde, siehe U?appen. Steg-Rafien, heißt dasjenige, worinnen dsrVor- rath von Stegen liegt, die zum Gebrauch der For- - mate dienen, deren sind vielerlei Gattungen, so bey dem Titul Srege genennet worden sind. Gtüyen / sind diejenigen Balcken, womit eine Presse' gestützt wird, daß selbige nicht hin und wieder weichet. Grrshcrany, siehe Trany. Gchleisiiem, ist ein Stein welches man sich bedienet allerhand schneidende Werckzeuge scharf zu machen. Sie sind von mancherley Art nach ihren verschie- denen Gebrauch. Die gröbsten sind ein harter Sandstein, andere sind feinerer Art, und werden kleiner gemacht, auch wohl nur in langlichten plar- ten Stücken/als zu Scheermessern u. d g. gebraucht. Die Schriftgiesser bedienen sich dessen, zu Ab- schleiffung der gegossenen Buchstaben. Weil solche auf jeder Seite geschliffen werden. T. Tincturen, Won diesen mercke man folgende Nachricht - Man Wohl eingerichteten VVorterbuchs. *i7 "Man theilet die Schilde ein-m Reihen, Gegenden de- rer Felder, oder Quartiere; deren bald mehr, bald we- niger sind, nach der Anzahl der Striche, die da^ Schilv querdurch zerschneiden^ Siehe Fig. I/ Tab. XXXI. Wenn zwey gleichweit von einander stehende Querstriche das Schild zertheilen, so entstehen daraus drey Reihen deren oberste cephalka Kh. die ^auptrnhe; Die Mittlere ß. B. die Band. Gürtel; die mUuFerigaea C. C. die Fußreihe heißt. Wenn aber mehr Querstriche das Schild theilen, entste- hen auch mehr Reihen; so entstehet Honoraria D. 0. die Ehrenreihe, Ueu cl'honneur, wenn man, wie Hier durch Puncte bemerckt ist, Querlinien zwischen die HauprreiHe A. A. und Bandgürrel ß. ß. macht. .Wenn aber dergleichen ebenfalls durch Puncte be- merckte Querstriche zwischen dem Bandgürtel ß. ß. und Fußreihe C. C. kommen, so entsteht die fünfte Reihe, die v.mbiiicaris y QXiti Z^labelreiheF.F.heißt. Weiter gehet man nicht. Die Puncte aber, oder Centra, sind nur von drey- erley Gattung. Nemlich der Punct der Ehre F. des Heryens. G. und des Nabels H. Siehe eben diese Fig. Es giebt auch andre Einiheilungen die man ausser- ordentliche nennet. Die erste kömmt denen Zinnen gleich, daher es die Fr«ntzosen Crenele, die Teutschen den Zlnnenschmrt mennen ; Siehe die II. Fig. Die andere siehet denen Stuffen ahnlich, und Heisset der Stasselschnitt; siehe lll.Fi^. Noch eine andre Art stellet grosse oder kleine Sagezahne vor, und hat da- her den Nahmen Zahn-oder Kerbschnitt; Siehe IV. Fig. Und man kan deren noch verschiedene nach ei- genem Belieben ersitwen. O 5 Die Hiz Zseegeftyteb Versuch eines Die Schilde werden zusammen gesetzt, entwedey durch Zußimmettfügun^ in Eins, da man allerley beliebige Abschnitte in emen einigen gantzen macht, tzavon schon gesagt ist; oder durch neben einandei- Keyung, wenn um das Hauptschild kleinere- Schild- lein gemeiniglich in einem Circul , bisweilen auch wis ein geschobenes Viereck, so man in der Machest Rhombus nennet^ herumstehen. Siehe die V. Fig. yder durch Einseyung^ wenn in das grosse Schild rieinere eingesetzt werden. Siehe die VI. Fig. Diese Einsetzung geschiehet meist in dem Mittelpuncts des Schildes, das Mittslschildlein A. wiewohl es bisweilen in der Ehrensielle^ selten zuunterst, oder auf den Nabelpuncte aufliegt. Man hat auch dis zu bemer- icken, daß dieses bisweilen noch ein anders in sich schlies- set, welches die Fraiuzoftn k tout du tout, dis Teutschen das Heryschildlem benennen; B, oder durch Zusammenbinvung, wenn gantz verschiedene Schilde- durch Zwischenfugen beysammen hangen, zusammen ZehesteSchild; die man selten braucht$ Siehe VlII.Fig. Endlich durch Zusammenleimung, wenn zweys gleichsam durch Leim verbunden sind, so, daß jedes völlig, nicht aber das eine nur zum Theil sich denen Augen zeigst^ wie sonst gemeiniglich die Schilde ver- -Zhlichter Personen sind; siehe die V!!!. Fig. DiS sey genung vom Schilde gesagt. Von den Farben und Tincturen. Durch die Farben und Tlncturen verstehet man die mancherley Vermischung der Metall-uny anderer Farben, wodurch die Bildung des Schildes darge- stellet und unterschieden wird. Ausser Gold und &iU her bedienet man sich hier keines Metalls. Und man zehlt Zvohl eingerichteten LVörterbuchs. tt4 Zehlt vier Hauptfarben, Roth, Himmelblau, grün ynd fchwary , zu welchen einige purpurroch setzen. Obwohl vie Alten verschiedene Arten gehabt die M-eralle und Farben vorzustellen; immassen sie daS Gold durch Q, das Gilber durch ügei, der beyläufig dazu gehöret; Das silberne Creutz aber ist die Haupk-Figur. Zum andern. Eine Figur die ihre natürliche Farbe führt kan ins rothe Feld gesetzet werden. Z. E. Ein rother Rrebs im 222 8ortgeseyter Versuch etttes im rochen Felde. Zum Driften, wenn auf einem Schilde, das schon von seinen Figuren voll ist, noch ein andres mit Farben angestrichenes lieget. Zum vierdten werden von dieser Regel ausgenom- men die Figuren der Ehre; Lezlich nehmen wir von dieser Rege! aus die Hermelin und bunten Seile; Denn weil diese so wohl statt der Metalle, als 8ar- be können stehen, so kan man in sie Farb-und Me- rall-^lgurett einsetzen. Das anders Gesetz will, daß ein in vier Theile zer- theiltes Schild in denen einander entgegen stehen- deN lFelden meist die Farben und Figuren abwech- selnd setze. Z. E. in dem Felde A und D. solle ein schwacher Adler im güldenen Felde seyn, und in dem Felde B. und C ein güldener Löwe im rothen Felde. Siehe die XVIII. fig. Die lezte Regel, die von der ersten nicht viel unter- schieden: Wenn zwey ahnliche Figurenj. E zwey Hunde nebeneinander, in zwey Feldern verknüpfft werden, so sollen sie auch so wohl an sich selbst, als in Ansehung gegen die Felder die Farbe wech- seln; Der eine golden im rothen Felde, der andre roth im goldenen Felde gesetzt seyn. Siehe XIX. fig. Eben dieses ist zu bemercken, wenn eine Figur in zwey Stücke zertheilt sich halb in dem einen, und halb in dem andern Felde darstellet. Siehe die XX. fig. TABULA METALLICA. G Gold. 5 Bley. i> Silber. ? Kupfer. ^Ei- sen. 2s ginn. T. Titul, zu einem Buch, oder Carmen, wird vor ein Kunst- Wohl eMgerichretm Wöxtedbuchs. Kunststück gehalten, wenn solcher wohl gerathen, weil seidiger gleichsam der Rock zum Buch ist, und keinem leichtlich vorgeschrieben wird, was vor Schrifft er dazu nehmen soll. Sondern er muß al- le6 selbst erdichten, was zum Wohlstand erfordert wird. Der beste Vortheil, den man sich dabey be- dienen muß, ist, daß man ihn vorher wohl durch !ißt, und in Theile abtheilet, alsvenn die Hauptzeile^ oder Hauptwort setzet, nach der müssen die andern alle gerichtet werden, jedoch das keim der andern gleich kommt, welches einen Ubelstand machet. Über- Haupt sehen diejenigen Titul am besten, da nicht allzu grosse Schriffren Varzu genommen werden, damit die gehörige Proportion heraus kommet. U. V. Unterlagen? ist ein Kunstwort bey den Druckern, wenn sie bey Druckung der Forme sehen, daß es sich nicht heraus drucken will, so legen sie unten im De- ckel so viel, als der Fehler erfordert^ an dem Orts^ Maculatur hin. ^nrerj'cheldungszet'chett, Zat. Signa distinctionis sind folgende . Punctum, am Ende einer Rede. s Semieoion, : Colon, wenn der Verstand halb geendiget, , Gomma, beym Ende einer propoii- tion ? SiZnnm imerrnAgndl, wenn maN fragt, ! LlANUm exLlgmgaäi, wenn man ausrujst. Unrelm'gkeiten, so von den Ballen, (wenn solche nicht reinegeputzt werven,)auf die Forme gebracht wer» Iden, werden putzen genennet, siehet!. Dolumen, siehe Buch. Voerhetlschiff, siehe Schiff. P. t. XCappm, sind gewisse beständige Ünd nach angenommenen Regeln eingerjchttteKmnzeichen,wodurch die Ge- Fortgesetzter Versuch eines ic. Geschlechter insgemein, oder einzelne Personen, unterschieden werden. Den Nahmen haben sie von den Waffen bekommen, weil vergleichen Zeichen anfanglich auf dem Schild, oder Helm geführet worden. Wmckelmaaß, ist ein Werckzeug, welches aus zwey Linialen^ die Winckelrecht zusammen gesetzt sind,be- stehet. Es ist selbiges bey Zusammensetzung, und Aufrichtung einer Presse höchst nöthig; Die'Accu- ratesse bestehet darinnen, daß es sowohl von innen als aussen einen geraden Winckel machet. Z Zausen, Haare Zausen, ist ein Kunstwort bey dem Drucker^welcher die Pferde Haare, damit der Bal- len ausgestopfet, wieder aus einander zauset, daß. sie trocknen, und des andern Tages wieder können gebraucht werden; Wenn im Gegentheil solches unterlassen wird, so entsteht dem Herrn Schaden daraus. Zeichen, der Drucker, siehe pappierzeichen. Zeichen, Lat. Lharaccerev, sind sehr verschieden Man hat medicinische, Calender, mathematische und an- dere mehr. Die beyden ersten Arten haben wir im ersten Theil geliefert. Die Mathematischen sehen also aus : + bedeutet plus j A + ß. D. i. a. plus B. — minus A — B. A. minus B. — aequa? Iis C=D.C, asqualis D. oder C \ D. ~ per, A + B, d. i A. durch B. r. radix. Zusammenkunft, siehe Generalsiz P. \. O O O Reicheabschiede zeichsabschiede und WWWMMG welche Von Hohen Potentaten f Kaysern, Königen, Churfürsten, Fürsten und Herren denen Buchdruckern ertheilet wordeiz r. Abschied des Reichstags zu Speyer im Jahr 1529. aufgerichtvon demKapftr Ferdinand. arzii sollen und wölkn Wir auch> Churfürsten, Für- steil und Stand des Ilcichs, mittler Zeit des C011- eilii, in allen Druckercyen, und bey allen Bu6)- führcrn, eines jeden Obriglcit mit allen möglich- sien Fleiß Vcrsehung thun, daß weiter nichts neues gedruckt, und sonderlich Schmähschriften, weder öffentlich oder heimlich gcdicht, gedruckt zu kaufen seyl ge--- tragen, oder ausgeleget werden, sondern was dcrhalbcn weiter gedieht, gedruckt, oder seyI gehabt wird, daß soll znvor von iedcr Obrigkeit, durch darzu verordnete verständige Personen besichtiget, und so darinnen Mangel gesunde» dasselbig zu drucken oder feyl^u haben, bey grosser Straf nicht zugelassen, sondern also sirenglich verbothen und gehalten, auch der Dich- ter, Drucker »ild Verkauffer, so solch Geboth überfahren, durch die Obrigkeit, darunter sie gesessen oder betreten, nach Gele- genheit gestrafft werden. Siehe Reichsabschiede p. 183- §.9. II. Abschied des Reichstags Zu Augspurg^ Im Jahr 1530. aufgericht von Ihro R. Kayserl. Maj.Carldem Fünjften. MJ)nd nachdem durch die unordentliche Drnckney, bißanher» viel Übels entstanden: Setzen ordnen und wollen Wivk daß em jeder Ourfurst, Fürst u»d Stand des Reich-', 4 2 Geist!. __ ____ Geist!, uns Weltlich, Mittier Zeit bjel künftigen Eonciiii in allen Druckcrcyen , auch bey allen BuchMrcrn, >iilt cri!siern>F!nsi Verschling thun, daß hinsnrthcr nichts neues, und sonl'crlich Schmahschrifft, Gcmahlde, »der dMD«n, weder vffcnllich noch heimlich gedruckt, oder fcyl gehavt werden, es fty dann zuvor durch dieselbe Geistliche oder Weltliche Obrigkeit darziijvcr- ordnete, vcrstaudiac Personen besichtiget, des Druckers Namen tind Zunamen, auch die Stadt, darin» solche«- gedruckt, mit nähmlichen Worten darin» gesetzt, lind wo also darinn mangcl befunden, soll dasicibig zu drucken und fcyl zu haben, nicht zuqc- laßen, was auch solcher Schmähe oder dergl. Bücher, hievor gedruckt, soll nicht feyl gehabt oder verkauft werden. Und wo der Dichter, Drucker oder Verkauffer solche Ordnung oder Gc- bot überfahren, soll er durch die Obrigkeit, darunter er gcses- scn oder betreten, nach Gelegenheit, an Leib und Gut gestrafft werden: Und wo cinigcObrigkcit, sie wäre wer sie woll, hierin« laßig befunden würde, alsdann soll und mag unser Kayscrl. Fi- scal gegen derselben Obrigkeit um die Straf prvcedlrcn und svi l- fahren, welche Straff, na6) Gclcgenhcir jeder Obrigkeit, und derselben Fahrlaßigkeit, unser Kayscrl, Cammcrgcricht zu sc- tzcn und taxircn Macht haben soll. Eiche Relcböabschiede P.ic)y.§.58. VIL $lbfd)itf> des Reichstages zu Regenspurg, Im Jahr 1541 -von Ibro Kays.Maj. Carl dem Fünfften. crncr haben wir befunden, daß dic Schmcihschrifftcn, so im H. N. N- hin und wieder an mehr Orten ausgebreitet werden, gemeinen Frieden nicht wenig vcrhindcrlich, und verletzlich scynd, auch zu allerhand Unruhe und Weiterung gelangen möchten: Und demnach Uns mit Churfürsten, Für- sicn und gemeinen Standen verglichen, daß hinfüro in dcm H. Reich , keine Schmahschrifflcn , wie die Namen haben nivch- rcn, gedruckt, feyl gehabt, gckanfft und verkaufft, sondern wo die Dichter, D'. ucker, Kaiiffer und Verkauffcr betreten, dar- aus cine icde Obrigk,it fleißig Aufsehens zu haben verfügen, daß dicsclbcn, nach Gelegenheit der Cchmahschrifftcn, so bey ihnen __ / «ctt gesunden, ernstlich und hqrfiglich gestrafft werden sollen. SieheReichsabschieve 1441.§.41. p.255. IV. Zhro Röm. Kayftrl. Majest.Carl des v. Ord- tmm und Reformation guter Policey, auf dem Reichstag zu Augspurg 1548. K^^iewohl Wir auch auf hicbevor gehaltenen Reichstagen, lins mit Churfürsten, Fürsten und Standen des H. R- s9*Z7 R. und der abwesenden Bottschafftcn vereinigt und verglichen, auch Satzung und Ordnung in Druck ausgehen »ni> verklingen laßen hoben, daß in allen Druckcrcycn auch bei) allen Buchsührern, mit ernsten Fleiß Fürschung gethan, daß hin-» fiiio nichts neues, und sonderlich Schmähschriften , Gemähl- de oder dergleichen weder öffentlich noch heimlich gedieht, ge- druckt, und sey! gehabt werden sollen, wie denn die Abschied ferner mitbringen: so finden Wir doch, daß ob derselben unjec Satzung gar nichts gehalten, sonvcrn daß solche schmähliche Bücher, Schrifften , Gemählde und Gemachte, je langer je mchrgcdicht, gedruckt, gemacht, fcylgehabt, undausgebrü- tct worden. Wann wir nun zu Pflantznng und Erhaltung christl. $!ieb und Einigkeit, und Verhütung Unruhe und Weiterung, sc» daraus folgen mochte, uns schuldig erkennen , in dem gebühr- lichs Einsehens , zu thun: So setzen und ordnen Wir, auch hier- mit ernstlich oebiernid , daß hinfuhro alle Buchdrucker, wo und an welchem Ort die im Heil. Reich gesessen sind, bey Niederle- gunq idres Handwcrcks, auch einer schweren Pocn, N. Gül- den ihren ordentlichen Obrigkeiten, nnavlaßig zu bezahlen, kei- ne Bücher, klein oder c>rvß, wie die Namen haben mochten, im Druck ausgehen laßen solim , dieselben se»cn dann zuvor, durch ilnc ordentliche Obi igkeit, eines jeden Orts, oder ihre dazu Verordnete besichtiget, und der Lehre der Christlichen Kirchen, desgleichen dem Abschied des Reichstags allhie, auch anderen hicvor aufgerichteten Abschieden, so demselben ictzo alll)ie ge- machten Abschied nicht zuwider sind, gemäß befunden: Darzu daß sie nicht aufrührisch oder schädlich, es treffe gleich Hohe, nie- dere, gemeine oder sondere Personen an, und bcßhalben appro- birt und zugelassen. Bey gleicher Poen sollen auch obgemeldte a 3 Buch- _«HZ jt ZD^ ___ Buchdrucker fchuldia und verpflicht sn,n, in alle Dnchcr, so sie also mit Zulcisscn der Obrigkeit, binstro drucken werden, deir Authvrcm oder Dichter des Buchs, auch feinen des Druckers Namen, desgleichen die Stadt oder das Ort. da es gedruckt worden, tiittcrschicdlich und mit Namen zu bcnclmeu, und zu vermelden. Ferner setzen ordnen und wollen wir, daß alle und sede brigkciten, Uns und dem Heiligen Reich unterworfen, ernst- lichs Einsehens thun, und verschaffen sollen, daß nicht allem Dem, wie obgcmcldt, treulich uachkommeu, und gelebt werdc.^ sondern auch nichts, so der Calhollschcu allgemeinen Lehr , der Heiligen Christlichen Kirchen imgcniaß und widerwärtig, oder zu Unruhe und Weiterung Ursach geben , deß gleichen auch nichts schmählichs, paßquillischs, oder anderer Weiß, wie das Na- wen haben möcht, diesem ictzo allhie ausgerichtete» Abschieds lind andern Abschieden, so demselben nicht zu entgegen scvnd, imgemafi, in was Schein das bcschchcn möcht, gcdicht, geschric- beN s in Druck bracht, sondern wo solche und dergleichen Bücher , Schiifften, Gemablbe , Abguß, etc. im Druck oder sonst vorhanden waren, oder lünfftiglich ausgiengen und an Ta? kamen, daßdicselbc nicht feyl gehabt, gckaufft, umgetraqcn,. Noch ausgebreit, sondern den Verkauffcrn genommen, und so> viel immer ruoglich, nntcracdruckt werden, und soll nicht allein! der Vcrkauffcr oder Fe!)lhabcr, sondcrn auch dcrKausfcr und «ndere bey denen solche Bücher, Schmähschrifften oder Ge- niichld, Paßguillisch oder anderer Weiß, sie seyen geschrieben? gemahlt oder gedruckt, befijnven, gcf.mglich augeuomnien^ gütlich, oder wo es dic Nvkhdurfft erfordert, Peinlich, wo- chm solche Bücher, Geiuähid , obcr Schriffl hcrkommcn , eje* fragt.. Undsv der Author r oder ein ander, wer der wäre, voir demer, der gefangen, solche Schrifft, Gemähld oder Buchet: überkommen, unter derselben Obrigkeit gesessen , der soll als- bald mich gefauglich cmgciogcu: Ware er aber unter-eine!.' an- Sem Hcrrschaffl wohnhafftig, derselben soll solches alsbald durch Z»'c Obrigkeit, da der erst Fcpl - oder Innhabcr solcher Schriff- ten betrctcn, angezeigt, die abermals wie vor , handeln', und dem aljo lang vorgeschriebener niaß, nachgefragt und nachgegangen f biß der rechte Author befunden, der alsdann sammt Jentem'M, so es i# umgM^cn zehM, oder sonst aus-- cn soll. Doch wovor dieser Zeit, etwann dergleichen Bucher ,[&(-< rnahld oder Schi ifftcn hinter einen kommen, und also hinter ihm blieben mkta , der soll darum nicht gefahtt werden: Aber den- noch schuldig seyn, so er die befände, dicselbige nicht weiter auszubreitend zu vcrschencken vder zu verkauffen, und also vo- rige Schmach wieder zu erneuern, sondern abzuthun, oder der- Massen zu verwahre», daß sie niemand zur Schmach gereichen, o- der gelangen mögen. Siehe Reichsabschieve nnter vem Tit. Reformation von Schmähschriffien pag. 376- V. Reichöabschiede Von Ihro Römisch Küyftrs. May. Maximilian dem andern und Rudolph dem andern im Jahr 157c). zuSpeyer, und 1577-zu Frss. glor- würdigster Gedächtniß, Daß tcim Winckel- Druckercy gednltet noch angerichtet .werden möchten, wie denn im ersten der 15 5.156. §. also lautet: arauf setzen, ordnen, und wollen Wir, daß hinfüro im Römischen gantzcn Reich Bnchdruckcreyen an keine an- dere Oerter, dann in denen Städten da Churfürsten lind Fürsten i)re gewöhnliche Hofhaltung haben, oder da llni vcrsitates Srudiorum ac'ialle», oder in ansehcnIi6)cnRcichs' Städten vechattet, Mer Zsvnsten alleWinckcldruckercyen stracks "a 4 abge- _.__«HZ ^ ZS> abgeschafft werden sollen. Zum andern soll keinem Buchdrucker zu? gelassen werden, der nicht zuvorderst von seiner Obrigkeit, da er hckußlich sitzt, darzn redlich, ehrbar, und allcrdinq tüglich erkannt , auch daselbst mir sondcrm leiblichen Eyd beladen in sei- nem drucken , jetzigen und andern Reichs Abschieden, sich gemäß z» verhalten. Zuni drittev , sollen einem jeden eille lasier- liche Bücher, Schafften, und Gedicht, im Druck zu ge- bcn oder zu drucken, durchaus bey Hoher Straff so wohl Verlust der Bücher und Druckereyen verbothen seyn. Zum vierdtcn, soll keiner etwas zu drucken Macht haben, das nicht zuvor von seiner Obrigkeit ersehen , und also zu drucken ihm er- laubctware. Zum fünfften, soll derselbe alsdann auch des Dichters oder AntoriS, qlcichfalls seinen Nahmen und Zirnalj- mcn, die Stadt un-d Jahrjahl darzu setzen. Siehe Rcichs- absckieve, pag. 622. In dem andern aber lalltet §. 6. Tit. XXXV. also: Co ordnen und setzen Wir nochmals, daß im gantzcn Rö- Mischen Reich die Buchdruckereycn an keinen andern Ocrtern, dann in denen Städten, da Churfürsten und Fürsten ihre gc- wohnliche Hofhaltung haben, oder da Umversnatcs sind, oder in anschcnlichcn Reichs-Städten verstattet, aber sonsten alle Winckeldruckereyen gestracks abgeschafft werden sollen; Deß- gleichen soll auch keinem Buchdrucker zugelasien werden, der nicht zuvorderst von seiner Obrigkeit, darunrcr er haußlich sitzt, dar- zu redlich ehrbar und allerdings tüglich erkannt, auch daselbst mit sonderliche»! leiblichen Eyd Maden ist, an seinem Drucken sich vbbcrührtcn jetzigen uns kunfftiam Reichsabschiedcn ac- maß zu erzeieien , und sich aller lästerlichen und schmählichen Bü- chcr, Eeniahld und Gedicht, gantzlich zu enthalten. Siehe Retcksabsclileve p. 691. ' ' vT. Kayftr Rudolphs des andern, Constitution von Visitation der Druckereyen und Büchern den 15. Matt. 1608. Rudolph der Andere von GOttcs Gnaden erwähl- ^9 ter Römischer Kayscr, :c. Ehrsam liebe Andachti- ^ ge, auch Gelehrter lieber Getreuer, mit wasgemei- nn < HZ # ZG> ___ nett Wesens Nachtheil, die vor i>icfcm , von uns verordnete, und in anten Gang brachte Büchcr-Visitationes, eine Aeir> hcro ersilzM blieben» das ist euch sammentlich bckandt, un> geben e6 Die täglich an Tag kommende Hochstrafliche Lchriff- tcu mit mchrern zu erkennen. All dieweil wir aber !v>chcm unleidlick)cn Mißbrauch, undübcrhand »ehn-enden Unordnung, länger nichl zu jcljm n,ögcn, hierum und ;» Wiederiiiisrich» tnng, D ro für diesem bräuchlichm Visitationen, so haben wir euch samt und sonders iß unsern Kaosirl. CorMtssariis gnädigst fürycnommcn, und beftklcn euch hicrunf gnädigst» daß ihr Anfangs allen möglichsten Fleiß anwendet, wie die biß- hero ersitzende V-sitaiioncs fruchrbarlich wieder angcrichict, die in großer Menge alle Mcßcn hersürkvmmcnde^. hl-chver- lottern: Famose Cchrifftcn gantzlich abgeschafft r insküiijtiqe kein Vnch gedruckt oder im heiligen Reich distral'irct werde» das nicht zuvor von der ordentlichen Obrigkeit, > auutter die Buchdrucker seßhafft, ccnsirt, zuqelaßcn und vc> williget, wie jngieick)cn aus jedes der Author, Drucker^ und Ort ohne Be- trug und falsche List gefttzet werde. 2.) Welches alles und damit cs von euch um so viel leichter zu Wcrck gerichtet werden möge, als wollen wir» baß ein jedweder Buchdrucker, Führer oder Buchhändler» chc uni? zuvor er sein Gcwölb oder l'ciden eröffnet, auch einiges Buch distrahirct, euch aller seiner neuen Bücher einen Inr icem für- weise, derncbm glaublich anzeigen ihm:,, wie und welcher ge- stall ihm solche Bücher zu drucken erlaubt, und da er darüber kein Kaysci liches Privilegium hatte» alsdann unserer Kayscr- lichen Reichs Hvf> Cantzlcy ein Exemplar z» übcrschicken» euch zustelle, unv uiiverweigerlich überreiche. Dann demnach uns glaubwürdig dieser Betrug etlicher Buchdrucker und Buch- Händler sürkommen, daß sie auf etliche ihre Bücher dieseWort» Cuni gratia & Privilegio, da doch keines von ihnen gesucht» weniger erlangt worden, zudrücken sich laßen gelüsten: Wel- ches einem Falso nicht fast ungleich». Minderheit weil sie wol- Im dardurch zu verstehen geben» qiiadprxdictaverBasonant, das Wort Cxhre.0 aber mafiose auslasten ^ Unter welchem Schein viel unqeräumte Sachen eingeschifft, und in Druck verfertiget worden, dadurch sie sich unterstehen^ unsere Kay- serliche Reputation ju..ladtren, und den g?bürenven. taxam «5 zu m _ Li„- M M > ___ ^ zu vcrschmahicrn | welches keines wcgs zu zulassen, weniger hwführo einiges mafjcii zu zusehen» vderzugestellten. Wollen de> halben, daß ihr sieißig inquiriret, und was ihr dermassen befindet, mit hülff Burgermeisler und Raths zu Francksurt, wo es dje Nvthdueft erfordert, die Confiseation neben weite- rn Bestraffunß sine respeetu fürnehnict. z) Dieweil auch bey Verfertigung des Catalogi novo- rum librorllüj lnßher mt weniger große Unrichtigkeit befun- den , ja viel der CatholifcheuBücher gan^ltch ausgelaßcn wor- den, solchem für zukommen, ist unser gnädiger Will und Meynung, daß ehe und zuvor der Eatalogns novorum libro- rum gedruckt, von euch ersehen, und nach Nothdurfft corrigiret werbe. Und damit hierinncn von Bürgermeister und Rath zu Feanckfurt, ench keine Verhindcrniß bcschche, so haben wir bey demselben, wie ihr aus dem Beschluß zu sehen, allbcreit die Iiothdurst verfügt, der Zuversicht, es werde euch aller Vorschub und Beförderung von ihnen erwiesen werbe». 4. ) Und damit unsers Kayscrlichen Cammergerichts Geheimnissen, Relationes »nd Vota nicht also ohne einigen Unicrschicdt, ohne unser oder unsers Statt frtL Cammergerichts vorwißcn, gantz sträsflicher weiß gedruckt, und männigllchcn fürgcstcllet worden: als befehlen wir ench , baß ihr an unser statt, und in unsern Namen, dergleichen inskünfftig, ohn ausdrücklichen unsern , oder unsers Kayscrlichen Cammergerichts Confcns »nd Einwilligung z» drucken allen Buchdruckern, Füh- nrn 1 und Buchhändlern, bey höchster unser Unguad und Straf zu /drucken, zu führen, oder öffentlich feil zu haben und zu vcrkauffen, ernstlich auch endlich verbietet. 5. ) Und schließlich von allen Privilcgirtcn Büchern alten und neuen, davon uns die schuldige Excmplarta »och nicht geliefert, unverzüglich gegen einem Reciyisse, abfordert uns biesclbigc übcrschicket, und solches hinfüro von Messen zu Messen, also fürnehmet, haltet, und in unserm Namen, den Buchhändlern und Druckern, auch zu halten, und sich ftlbsten für Schaden zu hüten, verkündet. Daran erstattet ihr unsern Willen und Meynung, und wir scynd euch samt «nd sonders mit Kayscrlichen Gnaden gewogen. Geben anf un- _chc» 36. und des Vöhaimischm auch.im zz. Rudolff. L. von Stralendorff v. a Ad Mandatum Sacrae C«sarcas Majestatis pröprium. G. Hertell. vir. Mergnädigster Kayferlicher Befehl an t>«i HochEdlen Rath zn Nürnberg den 23. Wlavtii 1688. Leopold von GOttes Gnaden, Erwählter Römischer Kayser 2c: iz. il^^^hrsame liebe Getreue. Uns ist zu unsern nicht geringen Misifailenvorkomme», was gestatt in uilterschiedlichm Städten und Orten, fast durch das gantze heilige R- R- allerhand private heimliche Winckeldruckerenen \\\ dem gemeinen Wesen sonst sehr nützlichen Büchcrhandcls höchsteil Nachtheil und Schaden, wie nicht weniger Nuserm und II»- screr Vorfahren im S$. R- N. ausgclaßcncnV.'rordnvngei» $11 wlöer eingeführet und gestattet werden wollen. Wann wir aber dergleichen gefährliche und Unserer höch» stcn Kayserlichcn Zluthorüät zu widerlauffende Mißdräuche ferner nicht gestatten, sondern in allwcg abgestellet sehen wollen^ Als befehlen Wir euch hiermit gnädigst und ernstlich, daß ihr alle unter euch eingeschlichene heimliche Buchdrucker qe-- bührcnder maßen abstraffct, und wieder abschaffet, auch nach Gelegenheit des Orts auf eine c-ewiße Anzahl restringiret? und «lies Crnsis daran seyet, daß nicht so viel unnöthige Buch» brucker Jungen aufgenommen und gcleeuet werden, sondern mittelst Einführung einer sichern Anzahl der Druckcrcycu das Bücherwesen in einGeßere Ordnmig gebracht werden möge. _ <$g g g&> _ Hieran vollbringet ihr uDtWMädigst und ernstlichen Willerr und Memumg, und Wir scnnd ciich übrigens mit Kayscrli- chci! Gnaden gewogen, ©eben in Unser Stadt Wien den 2z. Martii, Anni/ r688- Unserer Reiche des Römischen in 30. des HmMrischen im zz. und dcs Vöheimischm.m 32. • Leopold, vr. Leopold Willhelm G. z. Königsegg. Ad Mandatiini Sacr» Cisarese Majeltatis propriuni. F. W. Ubertrandt. (L.S.) VIII. Erneuertes Mandat, welches Jhro Römisch Kaserl. Maj. Carl der sechste erwählter Römischer Kayser in Dero Landen allergnadigst ertheilet den 18* Iulii '7is. ntbiethcn allen und jeden, denen dieser Unser Kayserli- cher offener Brief vorkommt, und nach folgender nias- scn angehet» Unsere Kayserl. Gnade k. Und fügen dencnselbe« sammt mid sonders hiemit zu wißen, daß, ob woh- lcn ans verschiedenen hiebevor gehaltenen Reichstagen, »nd soi-sten weyland unsere glorwürdigste Vorfahrcre am Reich» Römische Kaysereund Könige,. mit derer Churfürsten r Fürsten und Srän^cn des Heil. Röm. Reichs guten zeitigen Raih und Vereinigung, Gesetz und Ordnungen dahin ausgehen laßen, daß . keiner, von was für einer er unter denen im Reich zuqelaßcncn Tlalwens Dckänntnißcn auch seyn möge, den andern so nicht seiner Religion ist, weniger aber die Glauben selbst mir Worten» lästerlichen Bü6>ern, Schrifftcn» schimpflichen Gedichten, oder andern dergleichen Erfindungen,boßhafft ohnbescheidcncr Weise ^ligreifcn,schmahcn,vder sonst svöttlich anziehen »nd durch laßen. _< a§ fr §»> __ michin auch niemand einige gegen dieStaclls Regierung und Grund Gclctzc des Heil. Röm.Rnchs angesehene Lchven aas- brinqcn solle; So zeiget doch die tägliche Erfahrung, daß diesen so vffr erggngenen heklstnM NetotdNüngttt und Reichs Geboten an verschiedenen OtÜta nicht nächgeMeZ, vielmehr solchen schnnr qcrad entgegen, hin und wieder dci-glcicheu schmahsichtigc Vüchcr, Schrifften und Gemählde verschiedener Ortcn im Reich heimlich gemacht, verfertiget , gedruckt, oder von auswärts hcreingeschlciffet, und ohne allen Scheu, Ein- ficht odcr Bestraffung auf öffentlichen Iahimärckrcn, Mcßeu und andern Versammlungen umtragcn, feilgel'vthen, ausge- streuet, vcrkauffc und ausgebreitet, nicht minder auch auf of- ftnilichcn Universitäten über das jus Civile et publieum sehr schädliche, des Heil. Rom. Reichs Gesetze und Ordnungen an- zapffende verkehrte neuerliche Lehren, Vüchcr, Theses und Di- sputationcs angehebt, und dadurch viele so ohn;ulä^ig, als ticfschadliche Neuerungen gegen die teutsche Gnmdfcste, folg- lich Unordnungen in dem teutschen Reich eingeführet werden. Gleich wie aber dergleichen Zanck und schniähsichtigeLchreib- arten und Lehren so wenig dem Christen-und Kavserchnni, als der Gerecht und Erbahrkeit gemäß , noch auch zn Aiisbmtnng der Christlichen Lehre und aUcrscitigcnGlcinbcn, oder gemeinnützigen Rechts- und Staats-Sachen den geringsten Nutzen und Ehre , wohl aber ein und anders diesen empfindliche» Schaden haben, daß daraus an statt der so hochnölhigen Einigkeit und innerlichen guten Vernehmens, nichts als Zanck, Mißtrauen, Entfernung derer Gemüther, Irrwege auch wohl gar Unfriede, Empörung zu entstehen pflegen; Also haben wir Unser darvb hegendesKayserl. Mißfallen öffentlich m erkenne» z» geben , und die Handlung derer von Unsern inGott ruhen» den Vorfahren wohl und Rcichs-Vatcrlich erlaßencn Kayserl. Verordnungen in Unsere besondere Sorgfalt und Obsicht zu nehmen, einer Nothdnrfft zu sevn um so mehr bcsunden , als solches Übel sich überaus vermehret, und den ohnausblciblich all- gemeinen Schaden ins Werck setzet. Wir befehlen, setzen, ord, ncn und ermähnen demnach hicmit alle und jede, insonderheit die Geistliche und Prediger, alle Schrifft- und Rechts - Gelehr- te, die Buchdrucker, Verleger und Buchführer, ohne Unter- scheid der Glaubcns'Bckanntniß, sie seyen fremd, oder ein- Heimische, bceorab die VncherCommissgriys, Krgfft dieses, nach- drück- __ drucklich erinncrcndc , bey Vernicidung hobcr Strafe, undutt- ser Kayserl. und dcs Reichs schwchrcr Ungnade, alles und je- des, was hiebcvor von Zeit zu Zeiten gegen den Mißbrauch der Buchdruckereycii und Herausgcbung verbotener Glaubens lind Staats Sachen angehender Lehren, Bücher und Laster- Schrifften oder Lehr Gesqtzen verordnet worden, in genauere Obacht zu zielten, und dasjenige, was barzu auf einige weise Vorschub geben kau, sorgsam znvcrmeidcn und zuverhindern. Zu dem Ende auch also fort nach Verlesung dieses, alle Win- ckcldruckereyen abzustellen, und nicht zugestattcu, daß deren eiluge anders, oder an und aus andern Orthen, als in solchen Städten und Orchen eingerichtet! werden, wo Chur- und Fürsten ihre gewöhnliche Hofhaltungen haben, vbcr Aca- demien unbUuiversitates Sludivrum, oder wcniastcns anschu- lichc Unsere und des Reichs oder solche Städte scyud, wo Obrigkeitliche Obsicht gehalten wird. Dann ferner nicht nur keine Buchdrucker zuzulaßen, die da nicht angcseßcne, red- jichc und ehrbare Lcuthe seynd, und sich nach denen allgc- meinen Rcichs-Si-tzuugen Uns, und der Obrigkeit des Orts, vermittelst Eydes und Pflichten, verbündlich gemacht haben, sich in ihren drucken allem demjenigen, was die Reichs-Satzungen mit sich bringen, und ihnen vorher wohl zu erkläre» und einzubinden ist, gemäß zubczeigcn, sondern auch noch hierüber bey allen und jeden Buchdruckereyen verständige und gelehrte Ccnsores zu bestellen, und solche ebener maßen daW zu verpflichten, daß Sie ohne deren genaue Durchgchung, Lr- laubmß und Geilchmhaltung keinen, zumahlcn vhneBencn- nuiig des Ernndcrs, Schreibers oder Dichters und dcs Dru- ckers Rahmen rnid Zunahmen, wie auch der Stadt und des Jahrs etwas zu drucken öher zu vcrkauffen, vielweuigcr die Einführung solcher schädlicher Bücher aus frenibdem Landen und deren Verschleiß im Rom. Reich verstatten, gestalten Wir von nun au alles, was ohne solche Fvrn» und Feyerlichkcit ist, für sträfliche Laster und Schmäh-Carccn, mithin allerdings zu »crnichten und zurCvnftscatilui würckiich in der that aller Or- ithen erklarei?. Du aber gleichwohl von einem oder andern? Aorgedachter Erinnerung ohngcachtec, oder deren ohngchin- dcrt, derglcichenLastcr, ooci - andere gegen die Reichs Erund« ^Gcsatze iqKWvbens undSiaa s-Sachen laussendeLehreu, Schmch-vchrifftcn, Buchcr, Kupfer und Gemählde gedruckt «HZ « ZZ> und ausgegebe« worde«, selche nfjufovt, ohne MgeMch- ficht, durch jedes Orths Obrigkeit, oder U-iftrc K>'.yscr!lche Bücher CommissarSos cvnfiseirtt, der Urheber , Schreiber und Drucker aber so wohl, als alle diejenige, welche sie zum Der- kauf herumtragen und ausbreiten, oder sich dar;u gekaneljcri laßen, an Guth und Vermögen, auch nach Beschaffenheit der Sachen und deren Umstanden, au Ehre, Leib, G.>ch und Gint vhnnachlaßig gestraft werden sollen. Dafcrn nun eine geist oder weltliche Obrigkeit im Reich, welche die auch im mer wäre, oder wie sie immer Nahmen haben möchte in Er« kundigung solcher Dinge nachlässig handeln, oder die angc- zeigte oder sonst wisseuoliche Übertretung nicht mit bchvrigen Nachdruck abstellen und bcstraffen, oder auch vielleicht gar mit denen, so darwider handeln, sich unter der Hand verstehen und Untcrfchleiff geben würde, alsdann wollen Wir, und be» halten Uns bevor, nicht nur gegen den Urheber, Erfinder, Schreiber, Dichter, Mahler, Kupferstecher, Drucker, Buch- sichrer, Unterhändler und Verkausser, sondern auch gegen die geist-oder wcltl. Lehrer und Prediger, und die nachlastige Obrigkeit selbst ernstliche Ahndung und Straff, nach Befund der Sachen und d^cren Umstände» fürnehmen z» laßen, aller- maße» Wir auch unseren jetzt und künfftiqen Reichs Fiscalcn, so wohl bey Unserm Kayserl. Reichshof-Rath, als Kayserl. Cammer^Gericht hicdurch ernstlich wollen erinnert haben, daß sie gegen alle die oberwehnde Uberfahrere dieser Unserer Kay- serl. Verordnung, sie seyn Geist-odcrWelilichc, vhneAnse- hung der Personen, auf gebührende Straffe ohnverzüglich an- ruffen» und ihres Orths und Amts nach alltr Strenge ver- fahren und handeln sollen. Wir meynen es ernstlich- Mit Urkuud diß Brief besiegelt mit Unserm aufgedruckten Kayserli- chen Insigel, der geben ist im Unserer Stadt Wien den 18. Julii 1715. Unserer Reiche des Römischen in vierten, des Hispa- iiischen in Zwölfften des Hungariscyen und Böhmischen aber \\\ fünften Jahr Vt UWiD Carl Graf von Schönbortt.' ad Mandantin 83c. Cxi. Maj. proprium k.KMWM __ . MHM ___ IX. Rescript. Zohans Friedrich dcs Mittlern, Iohans Willhelm und Jobans Friedrich derIünqereGebrüdere, an den Rath zu Jena Sonntags Fabian« i 5 5 7- Von Gottes Gnaden Iohan Fnevricb der mitler, Iohan t£tlfrc(m und Iohan Friedrich der Jünger Gel^rüdere, Hertzoaen \n Sachsen k. (£§^kf'> tt Gnrcucn, Wir werdcnn bericht das dye Druckcrcy- f^lj Gcsellen ;» Ihcn.,, zu Zcitniii (wann \tjl bci>m trin- ö cfcnii zusanimen summen, ) sich vnterstehen sollen fegen einem an^cnt mit bcftnn Worshen .MjUgrciffenn auch;u schla- acnn und du Wehren zu zuckcim, daraus denn leichtlich fei« iiei- ©chaoe uÄdWichtigkeit auch dem aNizefaugcn Werck dcr Druckcrcy n«ch^l)ril crfvlgnm mochte: Dicwn'l aber solches ztivv'cko^nmcii die nvtturst erfordern wii. So begcrcu Wir, Jr >c.'UetJnn?n qebiechenn, das sie sich bey vermeidunge crn- sicr sM'f s"id!ichen halren vnd kemier denn andern mil Wor- thcun öderM'ftÄtn Zcmcken Vrsach qeben sollen, vnd nach solchem ®tiot:, «voller darauf achtuna geben, Ob syc dcmscl- den wcrdcu, nacl-lonimen, auch im Valh, da es einer oder m\) __ was Wir wegen unbefugten Degentraqens ehemahls für Verordnung ergehen, und deswegen ein öffentliches Mandat, unterm dato Cracan bm 15. April 1706. ausfertiget!/ solches auch sub datoDreßden den z.Julil ,7i2.renovircn uns zu jedermanns Wißenschafft bringen laßen; Müßen aber höchst mißfälligst wahrnehmen, wie diesem gleichwohl entgegen gele- bet, und das Degentragen fast durchgehcnds bey denen Hand- wcrckspurschen Laqueyen Herreudienern und andern mehr» die deßen nicht befugt, wiederum eingeführet, und allgemein wer- den wollen; Dahero Wir denn bewogen worden, obangczo- genes Mandat de anno 1706. hiermit nachmahls zu erneuern, dergestalt, daß, um allen llufug und andere unfertige Han- dcl zuverhüten, die Ministres und Rathe Cavalliers OfficierS und Dames, denen Pagen, Laqueyen, Reisigen Knechten'und Dienere it. Durchaus nicht gestatten sollen Degen, Sebel, Hirschfänger, oder verborgene Stillete und ander Gewehr, zu tragen je Von diesen Verboth aber sind die Raths Personen in vornehmen Städten, Kauf-und furuehme Haudels Leute, berühmte Mahler, Bildhauer, klein Urmacher, und andere Künstler, Gold und Silber Arbeiter Kauf und Handels Diener Buchdrucker:c. crimiret. Nur das kein Prätert daher zur Mißhandlung gegen dieses Verboth genommen werden soll, würde aber ein solcher ertappet, und gestünde es, oder wür- de deßen überführet, der soll doppelte Straffe leiden. Zu deße«Urkund ic. AugustusRex. (L.S.) George Graf von Werthem.' George Nudolph von Gersdorff. xi. Verboth Wegen gedruckter Schmäh-SchriOen, und Bücher:c. dm 26.My 1571« h Noi ___ «HZ H ZG» _ Wo» GOites Gnaverr, Wir Augusius Hertzog zu Sachsen, des H. R. R- Ertzmarschall unS Churfürst:c> Entbieten allen und jeden :c. :c. (^^hrwürdiqe Wohlgcbohrne lind Edlc, auch Würdige sie- «3f« be Andächtige und Getreue: Ob wohl hicbcvor auf ctzlicheu, und dann auch den nächsten Reichs-Tage, so vol'schicnes siebentzigstcn Jahrs zu Speyer gehalten ist, bey schweren Pönen statuiret und geboten worden, das? die Obrig- seifen bei, ihren Druckerei,cn, Buchführern und sonstcn ernst- lt6,e Verschling thun sollen, damit keine Schmahcbüchcr, „der de, gleichen, dardurch nichts guts, sondern nur Zanck» -Aufruhr, Mißtrauen und Zmrcnrnmg alles friedliche» Wesens angesiifftet, öffentlich oder heimlich gedruckt, vcrkaufft vdcr sonsten ausgehen sollen» Wir auch zu gehorsamer Folge dcßclben gebührlich befehlich an Rcetor», Magistern nni? Doctorn unserer Universitäten zu Leipzig und Wittcnbcrg, des- gleichen auch an Bürgermeister und Rathe etzljchcr Unserer Städte haben ausgehen laßen; So kommen Wir doch iu ge-- Äße 1 Erfahrung, daß solchem des heiligen Röm. Reichs und Hsttiii Gebot au vielen Orten nicht gelebet, sondern zu ge- sehen werdm will, daß hin und wieder allerley schandlose Schmäheschrifften, und Bücher gedruckt, und ohne alles Stra- fen, zuvorab auf den gemc-ucn Iahroiarcktcn Meßcn und ii; andern Versammlungen umbgetraqcn, feil geben , kaufft und ausgebreitet/ darunter dann auch niemand^ es sey Obrigkeit, Herr oder Unterrhan, verschonet werde. Dieweil dann solche vcrmeßene ungcscheuchte Frechheit des lästerlichen Drückens, und Schmahens um so viel mehr zu coercit.cn , lind allenthalben abzustellen; so setzen, ordne» un^ wollen Wir, daß hinfort in Unsern Churfürstenthumcn, Landen auch der zugehörigen Stifftcn und Schulzverwandteir ae^'eten, an keii'cm entern Orte, dann zu Mttenberg, j!.eip;ig und Dreßoew, Buchdruckcrcyen zuhalte» verstattet weiten, und jousten alle Winckeldruckereye» hiermit stracks abgeschafft jcvn sollen. Ferner, so befehlen Wir hiermit auch ernstlich, ord- neu und wollen, daß Hinfurt keinen Buchdrucker jug^lassen, vdcr thme zu drucke» verstattet werden soll, der nicht zuvorn von Unser» Rathen bau» redlich, erbar, und alleydinge tüg- iich __ <$§ # g €> ___ !ich erkannt, auch mit sondern leiblichcn Eyd Pavzu cingcnvm- nie» sey, daß er sich in seinem Drucken dieser des heiligen Reichs und Unser Ordnung und befehlig gemäß verhalten wol- Je; so soll auch einem jeden alle lästerliche schmähcliche Bü-- cher, Schrifften, oder Gedicht in Druck zu geben, oder zu Drucken , durchaus bey hoher Straf, auch Verlust derer Vü- cher und Druckcreycn verboten seyn, und soll auch keiner ct-> was zu drucken Macht haben das; nicht zuvorn von Unsern verordneten Hof-Rathen, auch denen Rettore« und Profes- form beyder Unserer Universität zu Wittcnberg und Leipzig er- sehen, und also mnbzudrucken erlaubt sey, und soll alsdann auch der Buchdrucker, des Dichters oder Autors gleich- falls, seinen Nahmen und Zunahmen, die Stadt und Iahe öarzu setzen. Da aber deren Dinge eines, oder mehr unterlaßen, nicht alleine die gedruckten Bücher, und Schrifften alsbald von der Obrigkeit cvnfiscirct, sondern auch der Drucker, und bey mm die zu kauffen, oder svnstcn auszubreiten begriffen, am Gut oder sonsten nach gestalt und vermüge gemeiner Recht iirnwchläjilich, gestraft werden. Gebieten und befehlen hierauf ernstlich , daß diesem Unsern Geboth und Verboth bey Vcrmcydung der darinnen ver« leibten und andern ernstlichen Pöncn und Strafen endlich nach gegangen und gelebt werbe, daran beschicht Unsere zuverlaßi- ge gantzliche Meynungc, zu Urkund mit Unsern, hier zu End Äufgedruckten Secrct besiegelt, urd geben zu Dreß den dM26. May, Anno 1571. (L.S.) XII. Zhro Churfürst!. Durchl.zu Sachsen Christian des andern confirmirte Buchdruckererdnung denen Leipzig - und Wittenbergern ertheilt i6o6.den 1. April. Won GOttes Gnaden, Wir Christian der HZ andere, H^Hog zu Sachsen, des H. Rom. b z Reichs \ __ _ liche Ursache und Vergünstigung bey dem Fisco abscatirc, bey Straff eines halben Guldens. Mit Annehmung derer Gesellen, soll es, wie vor Alters gebrauch lich, gehalten werde», daß sie von einem Leipzigischen Marckt, biß zum andern angenommen , und keinem, zwischen derselben Zeit, ohne erhebliche Ursachen Urlaub gegeben wer- de. Dargegen soll auch ein jeder Gese^! schuldig seyn, diese!« be Zeit ehrlich auszuhalten, und seine Arbeit gebührlich zu verrichten. Nachdem auch bißanhero das leichtfertige und liederliche Feycrn unter denen Gesellen sehr gemein worden , also, daß einer um den andern / ungeacht ob Feoertag oder keine vorhan- den, sich unterstehet zu ftyrcn , ohn alle billige und nothwcndi- ge Ursach, nur mehrenthcils um des »nchristlichcn Sauffens/ Schweigens und Tollisirens willen ; dem Herrn aber hierdurch großer und mercklicher Schade zugefügt, auch die Verleger an ihren Wercken , die alsdenn nicht zu rechter Zeit verfertiget wer- den können, großen Verlust und Schaden erleiden müssen; auch solche Gesellen ihnen selbst damit an ihrem Lohne und was sie also unnützlich verschwenden / ein mcrckliches abkürtzen und einbüßen, und offt mancher, darüber in Schulden gerath , die er uf die Meß nicht zahlen kan, und wohl derselbe unbezahlt darvon ziehet, und einen bösen Nahmen hinter sich laßt: dar- an zwar auch mancher ehrlicher Geselle keinen Gefallen tragt/ und lieber seiner Arbeit warten wollte, wann nicht einer an den andern mit der Arbeit verbunden, daß er auch mit fcyrenmüste. auch sich wohl beqiebt, daß einer dem andern zu Trotz aus eig- »er Rache mit fcyren gegen ihn rächen will, ohiian^cfthcn, daß selbe mit des Herrn grösten Schaden und Verderb geschieht. AIs soll hiermit solch unordentlich »nd allerseits hochschädlich fcy> ern gantzlich abgeschafft und vermieden werden. Wann auch vfft zu geschehen pfleget / daß ein oder mehr Gesellen in einer Druckercy muthwillig nicht allein vor sich zu feuern pflegen, forn dern auch in ander» Druckercycn umher gehen, und daselbst diÄGcscllcn aufwiegeln , und von der Arbeit abziehen und mit sich nehmen , oder'dasselbe durch heimliche Practiqucn bestelle»; Als sollen hinfüro diejenigen , so hierilinen sich vergreiffcn, nicht allein um die gcursachte Versaumniß angehalten, sondern auch um i fl. in Fifcum, oder Lade, gestrafft werden. b 3 Da? Damit auch muchwiiüqcs Zechen bey der Arbeit und svnst zur Unzeit in Drückerey nachbleibe, so sollen die Gesellen ihre Zntrvitns und Nahmen auch andere Vortheile zusammen spa- rcn , dieselbe» kurtz vor der Messe oder uf andere bequeme Zeit, «uch nicht ohne des Herrn Vorwisscn und Bewilligung , ver- jrincken / weil gemeiniglich hierdurch den folgenden Tag die Arbeit versäumet nrnd. Weil sich offt zutragt, daß mau aus Noth einen Gesellen von einer Presse, oder Kasten , und ans einem Werck nehme?, und in das andere stellen muß, so soll sich dessen keiner zu weigere tcfugt seyn, noch auch einen besonder» Vortheil oder Genieß Haran zu haben sich anmaßen- , Nachdem aiich nxinchmal durch allzuviel unnützes Geschwätz Ln Druckereyen unter der Arbeit / da einer den andern vcxirct/ zu Vcrdrust redet, lügen heißt, fluchet und GOTT lasiert, o» Her andere zur Banck hauet , nicht alleine in Setzen und Drn- «Fen große Verhinderung geschicht, daß mau uf die Arbeit nicht acht giebt, darinne gc sau in et wird, und nicht mit gebührlichei: Fleiß das Seine verrichten sän, sondern auch offtmals hierdurch heimlicher Groll, Fcindschafft und Schlägerey angerichtet wird: als soll dasselbe hiermit, und bey einer nahmhafftcn Straft r die auf Erkanmniß der Herren und Gesellen, oder auch nach Gelegenheit der Vcrordcntrn zum Iiscv soll gestellt wedcn , verbothen seyn.. Da sich aiich einer gegen öcn andern mit Scheltworten^. Ddcr Schlagen in des Herrn Hauß oder Druckerei) vcrgreifft, soll der Anfänger mit 2 fl. und der andere, so er Ursache darzu <;cbcn 1 fl zur Straft verfallen seyn ; Da es aber außerhalb Ser Druckcrey geschahe, soll so!6)cs beym Fisco, oder Lade/ üach Ertaniituis! gcstrafet werden; Doch hiermit der (vbrig--- feit nichts an ihrem Rechte benommen Damit es auch im Straffen desto gleicher und billiger zu- gehe , und keinen um Gunst ober Ungunst willen zuviel geschehe so soll ohne Bey seyn und Einwilligung des Herrn in jeder Dru-- rkerey hinfort keinem einige Straft auferleget werden. Dieweil?» mich bißanhero die Gesellen einen Gebrauch ge* habt, daß sie oftmals heimliche Convcnticula und Zusammen- künfftc vor sich alleine angestellet, und gehalten , daraus her-- nach' allerley Argwohn Ungelegcnheit und Beschwerung zwi- MW-tzen'en und Gesellen entstanden / so sollen hinfürv dieselbm WNtz _ <&§ g g&> ___ gcintz und cwr abgeschafft und vermiede« werden; Da aber ci- ner oder der andere hierzu Anlaß und Ursach geben würde, der, oder die, sollen jeder i fl. in Fiscuni/ oder Lade, zur Strafe verfallen seyn. Weil auch die Erfahrung Wer bezeiget, wie schwerlich in Versammlung der gantzcn Gescllschafft, auch offt eine geringe Sache zu vertragen gewesen, indem cm jeder das Wort führen und Richter seyn wollen, und also, wohl unvcrrichtcr Sachen voneinander gehen, oder doch viel Wort und Zeit vergeblich verlieren müßen; Als soll es hinfort also gehalten werden: Wann etwas bey der qantzcn Gesellschafft zu vertragen / soll dcu De« putirten zum Fiseo dasselbe zu poiuericeü und zu dcliberircn heimgegebc», auch was sie daraus schließen und sür Recht er- kennen, demselben nachgelcbct werden- Wäre aber die Sache so wichtig, daß man mehr Personen darzu vor nöthig achtete» soll alsdcnn d.ncusclbcn noch ans jeder Druckern ein Gesell, nni> die Herren sämmtlich zuqcordiict werden ; Diese sollen die Sa« chc aufs beste, ohne jemandes Ansehen, Gunst o&Cr Abgunst erwcqen, darauf erkennen, darbe» es auch bleiben soll. Und sollen i« Verrichtung solcher Streitsachen dieDeputim Herren und ihre Asscssores einen Ort alleine inne haben, und nicht mehr «ls Klagerund Beklagter vorgelassen werden. Und nachdem Buchdruckerey ciue ehrliche, löbliche, nützliche und nothwendige Kunst ist , so soll es auch billig allcnkhal- den ehrlich und ordentlich dabey zugehen, und darauf keiner ge- dulict werden, der nicht gut Zeugniß seiner ehrlichen Geburt iind ehristlichcn Verhaltens, glaubwürdige Kundschafft halte: Wollen auch hiermit angeordnet haben, daß hinfüro keiner sich mit verdächtigen Weibespcrsoncn, die ihren Ehren nicht froisi, von andern in der Unchc Kinder gezeugt, oder sonst eines bösen Nahmens und Gerüchts seyn, in Ehe-Verlöbniß einlaßcn nnd solche freyen solle: Da aber solches geschehen , sollen dieselbe unter dieser ehrlichen Gescllschafft nicht gefördert, noch gcdulret werden. Es soll auch kein Junge diese Kunst zu lernen angenommen werden, er habe dann seinen Geburtsbricf bey dem Herrn nie- derqelcgt, oder mau habe seiner ehrlichen Geburt sonst gute» Grund und Wisseuschafft. So auch ein Geselle Schulden mack)te bey seinem Herrn oder andern, (dafür sich aber ein jeder billig sjiitcf soll) so soll b 4 __ er daßelbe vor seinem Abschied des Orths zu zahlen und abzutra- gen schuldig seyn, oder mit seinen Gläubigern sich vergleichen, auch seiner Zusage nachkommen; würde aber solcher einer un- vernchtct davon ziehen, oder auf bestimmte Zeit nicht cinhal- ten mit^er Bezahlung, dem soll vom Herren oder Gesellen, so denFiscum, oder Lade, innehaben, alsobald nachgeschrieben, lind an keinem Orte gefördert noch gedultet werden, biß er sich mit seinen Creditoren abgefunden und sie bezahlet hätte, damit nicht ehrliche Leute in Schaden geführet, und der Löbl. Kunst ein Schandfleckangehanget werde» möge. Cs sollen auch die Gesellen, so bey dem Herrn im Hause ihr Lager haben, zu rechter Zeit Abends daheim seyn, und über gcbühiliche Zeit nicht anßcn bleiben, als von Ostern bis Michaelis i1m 10/ und da an biß wieder auf Ostern um Y.Uhr. So sich aber einer verspätet, der soll an dem Orte bleiben, da er ist, damit der Herr im Hause und seine andere Gesellen in ihrer Ruhe ungestöhrt oder unverhindert, und.die Thüren verwah- ret bieibc» mögen. Da aber einer über die Zeit außen bleiben, hernach vor der Thür Mit Ungestüm anklopften , oder auch im Hause und Kammern entweder mit leichtfertigen fluchen, jauch- zen und Geschrey tnmultuiren und dergleichen sich erzeigen, und dem Herrn und andern Gesellen, anch wohl den uniwohnenden Nachbarn verdrießlich und beschwerlich seyn würde, der soll 1 st. zur Strafe verfallen seyn> Ver Obrigkeit hiermit nichrs benommen. Wann dann ein Lchrjunge, der diese Kunst lernen will, mit allem Fleiß unterrichtet werden muß, so soll der Herr dem selben, wenn er ihn dißfalls nicht selbst unterweisen wollte, es sey im Geizen oder Drucken, einem Gesellen untergeben, der soll denn schuldig seyn, den Jungen nicht allein im Ziehen und Anfkragen, sondern auch im Zurichten dermaßen zu unterwci- sen, daß er zum wenigsten in denen Formaten, in welchen er die erste Messe angeführt, das Zurichten, »nd was dazu gehörig, begreiffcn und fassen möge, und wann das geschehen, und der Junge bey einen andern bestehen kan, sollen dem Gesellen da- für - - fl. am Gelde gegeben werden. Dergleichen im Setzen, soll der Setzer, so einen Jungen anführet, ehe er das Anführc-Gcld fordert, ihn mit Fleiß un- terweifen, und zum wenigsten so weit bringen, daß er im geschrie- tmm Exemplar mit Setzen und Ausrechnen zur Noth fortkom- mm __ < HH S §6» tuen fern, auch im corrigiren und revidircn ihm zu vertrauen sey, denn hierinnen bißhcr großer Mangel gespühret worden, daß es auch das Ansehen fast haben wollen, man werde künfftig wenig solche Setzer haben, die solches verrichten können, dar- an denn die Anführer oft nicht wenig Schuld habendaß, wen» sie das Geld empfangen , sich ferner wenig darum annehmen, was ein Junge lernet, welches sie dann schwer zu verantworten haben. Nachdem sich auch unter denen Gesellen vfftmals etliche «n- terstehen, die Jungen zu verhetzen, und von dieser Kunst abzu- reden, indem sie Drnckercy aufs äußerste vernichten, auch wohl mitDrauworten » Ungestüm und Schlägen llrsach geben,. daß die Jungen, zuwider ihrer Versprechung und Zusagunq, austreten und entlauffen, damit solche Gesellen vermeyncn, desto langer gefördert zu werden, und ihre Herren desto mehr zu tro- tzen, welches aber ein unchristlich Vornehmen und wider das jchendc Gebot eint schwere Sünde ist, dafür sick) billig chrlie- bende Gesellen hüten sollen. So soll auch dieses hinfiuv bc» ei- ticr nahmhafftcn Straft verbothen seyn , welches bey den, Fi- jco, oder Lade, soll geklagt und gebüßet werden. Es sollen auch dieGesellen nicht vor setz! ich und wider des Herrn Willen, die Jungen zur Unzeit von der Arbeit verschicken; auch nicht, daß sie an der Arbeit aus Nachlaßigkcit versäumen, die Jungen hernach Und am Sonntage wieder allein nachho- len, und wieder einbringen laßen. Derowegm soll die Sonn- tags - Arbeit, da man die Predigten darüber versäumet, ohne besondere Nothwendigkeit gantz eingestellet, und vermie- den werden. Auch soll einem , so bald er ausgekernet, seine Besoldung, gleich einem Gesellen, «verdcn, und uf die erste Zusammenkunfft soll er sich bey dem Fiseo, oder Laden ^angeben, neben seinem Herrn, da er gelernet, und angeloben, sein Postulat zu ver- schencken, da ihm denn sein Herr wöchentlich über 3. Groschen nicht heraus geben soll, biß er das Geld zum Postulat verdienet. Da er sich aber muthwillig und ungebührlich erzeigte, daß ihn sein Herr so lange nicht dulten könte, auch kein ander des Orts derentwegen ihn fördern wollte, so soll ihn«, so lange er um Besoldung gearbeitet, auf jedeWoche 4. Groschen abgezogen, und in Fiscum, oder Lade, geleget werden, und ihm hernach vergönnt seyn, an andern Orten sein Postulat zu verschcncken. b 5 Es __ __ ^ Es sollen auch die Geselle» nicht leichtlich dcn Cvrnutcn ttrsach geben, baß ihriqc zu verthun, noch sie mit sich in Zechen und Gclaq führen; sondern lieber zur Sparsamkeit vermahnen und anhalten, damit sie desto eher ihre Gebühr denen Gesellen und Herren entrichtn können. . » Nachdem auch bißanhero, wenn man neue Gesellen besta- listet, große Unkosten getrieben, ist vor nothwendig erachtet, dieftlben etlicher maßen zu modcriren. Und soll hinfuro derjenige der sich zum Gesellen machen und bestätigen will lassen, in allem - - fi. baar Geld zu geben schuldig seyn, und weder mit dem Einlade Geld, Krantzen, oder Spielleuten beschweret, sondern damit allerseits verschonet werden. Und sollen die Po» smlatc bey dem Herrn, da die Jungen gclcrnct, oder wo es die Gelegenheit nicht geben wollte, bey einem andern Buchdrucker- Herrn, gehalten/ und, ohne besondere Ursache, an keinen ftcmbden Ort gclcgct werden. Wann nun einer alleine sein Po- siulat verschcncken wollte, und nicht Hoffnung wäre, daß noch einer oder mehr in kurl-cm darzu käme; so soll nur eine Mahlzeit angestellet werden, darzu allein die Herren und Gesellen, so da- mahls in Arbeit stehen, ohne die Weibespei soncn, sollen ein- geladen werden. Wie es nun hiermit anzustellen wäre, soll von Herren und Gesellen , so zum Fisco, oder Laden, verordnet, berathschlaget und geschlossen werden, darnach steh dann die andern richten sollen, und keiner darwider reden oder sich setzen, bey Strafe i fl. in Fiseum. Weil auch in Postulaten und sonsten, wann man Cola- tion halt, etliche Gesellen unterm Haufen alle weye gefunden werden, die da vermcynen, man könne nicht ftölich seuu» wenn nicht mit übermäßigen Geschrey, Jauchzen, Blecken, Tollisircn, mich, wohl fluchen und Zanckcn und andere Leicht- fertigkett, sich cmes ergötzen, und es nach seinem Willen Mi- bcn sollte, darbcy dcnnn nicht allein der Gvttcsfnrcht mid al- lcr Ehrbarkeit (in welcher man mit Ehren und guten Gewis» scn auch ftölich seyn kan und soll,) vergcßcn, und dieselbe hin- dann gesetzet wird, sondern auch deßeu sich Gottcssnrchtige Hertzcn, so darbey seyn sollen, schämen müßen, und zumal für frcmbdcn Lenken, die man bisweilen darbe» hat, ein mach- kiger Ubclstand ist, und einen bösen Nachklang verursacht, Daji diejenigen so taglich mit Schrifften und Büchern umgc« hen, und billig mehr von guten Sitten, Zucht, Tugend und # §8» Ehrbarkeit, als andere gemeine Leute und Handwerckcr, 1er- neu und üben , auch andere gute Exempel geben sollen, wann sie die Nasen bcgoßen, es ärger machen als nwa Capillcr, vdcr HoUunckcn , welches denn neben dem Ubelst-md auch eine große Sünde und Aergerniß ist , und gegen ©Oft schwerlich zu verantworten. Als soll solches ernstlich hinfort verbothen^ »nd keinen, er sey auch wer er wolle, wenn er einmal beßew erinnert würbe, ungestraset verstattet seyn, damit man sich nicht andern Leuten zum Spott »rnche, Aergerniß gebe, und dieser löbliche« Kunst cincn Schandfleck anhange. Was endlich aiiianget Martins ■■ Fest »ud Fastnächte» da man den Gesellen etwas gütlicher als sonst mit E')en und Trincken zuthun pflegt, soll einem jeden Herrn nach seinem Willen und Vermögen freystchen, was er zum besten geben will oder kau, und keinem von vcn Gesellen hiciinncn etwas vorgeschrieben werden, darbey d»'nn auch über ein Feyertaz Nicht soll gemacht werden, und bey Postulaten zum mcistci? zwey Feycrtage, auf wieder Einbringen sollen zugäaßcn seyn, da niöii sonst mit großen Schaden und Veisäunwiß , cm Tag oder q. ungearbeitet mit Schwelgcn^und Tvllisiren zuzu- bringen sich unterstanden hat. Wann eines von Druckerei) verstirbct, es sey gleich Herr oder Gesell, Weib oder Kiud, Junge oder Magd, so sollen alle Herren nnd GeseUcn oder ihre Weiber mit zu Grabe gehen und den Traureuben von Hauß aus biß aufn GOrtcs- Acker, und von dannen biß wieder zu Hanß das Geleite geben, bei) Strafe z gl. Was ferner zu Aufnehmen und Erhaltung dieser löbli- chen freyen Knnst Buchvnickcrcy möchte von nöthen seyn, daß wollen wir uns hiermit vorbehalten haben, jederzeit zu vcr- beßern und zu vermehren:e. Natificircli, confinm'ren und bestätigen auch viclgemcl- detc'Ordnung und Articul hiermit und in Kraffr die>e6 für uns und den Hvchgcbohrncn Fürsten, Herrn Johann Geox- grn und dann in Bormnndschafft des auch Hochgebohrnci: Fürsten» Herrn Augusten, beyde Herzoge zu Sachsen k, Ansere freundliche liebe Brüdere, und wollen daß denselben in Allen Punckten, Clausuln, und Articul», Iuhaltungen lind Meynungen nachgegangen, und dargegen nichts fürgenommei! tveity. Dqbey wir sie «uch zurccht Hgadhaben, schsi^en w& __<=©§ H-Dw_ - schirmen wollen, alles getreulich und ohne Gefehrde. Zu Ur- kund haben Wir diese ;>vv gleich lautende geschriebene Confir- mationcs, mit eigner Hand unterzeichnet, auch mit unsern Canizley Sccret wißentlich versiegeln, und eine denen Buch- druckern zu Leipzig, die andere aber denen zu Wittcnberg zu stellen laßen. Geschehen zu Dresden am ersten Mvnatslag Aprilis nach Christi Gcburth im 1606. Jahre. Christian, Churfürst. XIII. Visitations Abschied, oder Special Ver- ovdnung der Universität Witlenberg von Churfürst Johann Georg den h zu Sachsen den 22. Oct. 1614. Bon GOtt Gnaden, Wir Johannes GeorF Hertzog zu Sachsen, und Churfürst:c. termit thun kund. XOeil bißhero die Inspection über die Druckereien sehr unfleißig gehalten worden; So wollen XVtr solche hiermit dem R«ctori und Deeanis aufgetragen haben, welche ihnen solche mit Fleiß angelegen seyn laßen, und unter an- dern verHuten sollen, daß sie in den Druckereien daran seyn, dafi scbone typt gute» Pappier und tüchtige Cor- rectore» gebrauchet, Insonderheit aber, daß forrhin die «Lorrcctur Ver Bibeln niemand als unsern hohe», Stipendiaten Theologiä, gegen ziemlicher «Lrgoyung, etwa von jeder Bibel 25 fi. vertrauet, und sie darauf solche Correccur selbst und treulich zuverrichten ver- eydec, auch sonsten von den Verlegern und Druckern der Ordnung allenthalben nachgelebet, oder die Ver- brecher ;n unnachlaßiger Strafe gezogen werden. Uf kundlich ic. Johann Georg Churfürst. XIV. Tar (L. S.) «HZ H ZK» XIV. Tax Ordnung Churfürsten Johcmtt Georgens des I. zu Sach- sen, den 31. Iul. 162z. Von GOttes Gnaden, Wir Johann Georg, Hertzvg zu Sachsen, unv Cdnrfürst je f^achvem XÜiv auch bedacht, daß bey jetziger Ver- v( Änderung und Abseyung ver ZNünye, allerhans ^ neue Mißbrauche unv Steigerung ver Waaren, Victualien -Hanvrvercker unv 2trbeiter K.ohn, und «>,- verer dergleichen Dinge derer man in gemeinen A.eben nicht emrathen tan , entstehen, und eigennützige L.eute sich solcher Müny Veränderung ;u ihren unchristli- chen Vortheil und deo wachsten Beschwerde mifibrau- chen mockecn, haben XCiv eine Nothdurfft befunden, auf eine gewiße Tax (Ordnung, rvie eines und das an- vcre gekaufft, befahlt und vervinger werden solle, ;u gevencken , die Nl?ir denn durch gewifie Personen in al» len Rreysen, nack fürgegangener fleißiger Berarhschla» gung, zu Pappier bringen, hernach mit Fleiß revidi- xen , eraminiren, und auf gnadigste Approbation un» Veliebung 5» wonnigliches «?ißensch«fft publicire« tiftm. Rrafft dieses, gnadigst begehrende, unv ernst- iich befehlende , daß sich manniglich, nicht allein unserer inlandischen und einheimischen Unterthanen, son« Dern auch auswärtige, vie sich der Eommercien, Han- Vels und N>andela in Unsern Churfürstenthum «nv {Landen gebrauchen , bey Vermeydnng verer in unserm Müny Lvict, beniemte» Strafen/ und andern ern- fien Einsehen, darnach achten, hierwievev da» Ge« ringste, weder öffentlich noch heimlich prckcticiren, handeln unv fürnehmen, auch «ndern dergleichen thun keinen Vorschub und 2lnlaß geben, ?uforversK Ober die Obrigkeit jeves <£>tta mit allen Fleiß unv Ernst varob halten , unv Vie V.^rbrecber ohne alles A«, fchen Ver Person j» «rnster unnachl»ßig»» Strafe nu __ Wenn ijoo aufgeleget werden 4 fl- 10 gr. 6p/. Wen 2000 aufgeleget werden 4 fl- Ferner sollen Die Buchdrucker, von einem Bogen auf beyden Seiten gedruckt, von 100 Exemplaricn es sey klein oder grobe S6)rifft 1 fl. oder 1 Thlr. nehmen. Von iebem Bogen nachzudrucken über ic>Q Exemplar ria 1 Pfennig. Von looExemplarien, darzu ihnen dasPappier ge- geben worden 18 gr. Von einem Patent 12 oder 14 gr. Von iedem «achgeschoßenen Bogen 1 Heller. Im Erzgebürgischen Kreiß Von einem Bogen Deutsch zu drucken x 8 g5 Von einem Bogen Lateinisch 1 fl. Von einem Bogen Griechisch 1 fl. 6pf. Von einem Bogen Gesänge 18 gr. Bon einem Ausbeut-Zeddul z pf. Pappiermacher und Handle^ Zm Meißnischen Kreiß. x Ries Herrenpappier I fi. I s gl. 1 Buch desselben 2 gr. 1 Ries gut Schreidpappier, alö ZwtM'Her, FttybeB gisch:c. if. ifl. zgr. z Buch deßelben i s pf. 2 Buch gemein Pappier 1 gr. -BuchMediän 2gr. 6pf * Buch Regal 3 gr. -BuchMaculatur?.8pf. Vruckpappier, «WnBallm 4fr < _ «HZ ZH> __ Im Leipziger Kreiß i Rieß schön Herrenp.ippier 2. 3. thlr. 1 Rieö Rabensburger 2 thlr. 2fl- iRiesBautzner 1 fi. zgr. ist. 6gr. 1 Rieft Landpappier 1 fl. 1 fl- z gr. 1 Ballen Maculatur 2 fl. 12 gr. auch 2 ff. 1 Ballen weiß Druckpappier 5 oder ftchsthalben ff. 1 Ballen braun Druckpappier 4 fl. , RiesRegalpappier ? biß 6thlr. z Rieß Medianpappier 3 biß 4 thlr. Im Ertzgebürgischen Kreiß 1 Rieß Herrenpappier anderthalben ff. 1 Buch Herrenpappier i gr. 9 Pf. z RiesSchreibpappier igaj. 1 Buch i gr. 1 Buch guten Ausschuß 10 pf. 1 Buch geringen 7 pf. 1 Ballen weiß Druckpappier 6 fl. 1 Ballen halbweiß Druckpappier 5 ff. 1 Ballen gemein Druckpappier 4 fl« z Ballen schwartz 2 ff. 6gr. Darnach sichmännlglichum sovielmchr desto gehör- samlich darnach zu achten und vor Schaden und Strafe #1 hüten haben möge. Daran geschiehet un- sere endliche ernste Meynung. Actum in unserer Fe- jtung Dreßden, den Zl Julii 1623. Johann George Z. Churfürst. XV. Bist- # §®> XV. Visitationö Decret DerUniversitat Wlttenbeeg imd dcm dasigen geistl.^ Consistorio von Churfürst Ioh Georgen den II. zu Sachsen den 19 Ang. 1 6t 8. § Ultimo. Von Gottes Gnaden, Johann Georg der ir Hertzog zu Sachsen und Churfürst:c. :c. hiermit thuen kund: und wollen, so viel IchliKcn die Druckcrcye» anbelanget , daß uf solche fleißig Acht qc-- geben werde, damit darin nicht allein ein schönerTt)» pns und besser Pappicr, als bißhero geschehen t sonderlich bey Auflegung nützlicher- Bücher gebrauchet, die Correctur recht verrichtet, und in keiner F icultat ohne Censur derselben, odcL deren Dccani, auch von Carnnnibus ohne vorbewust und Über-- schung des Professoris Poeseos nichts in Druck gegeben wtiw. möge. ZuUrkuno etc. Johann George Churfürst. (L.S.) Carl Freiherr von Friesen. Ioh. Christian Willhelmk°' XVI. Mandat. Daß alle Famose und Confiscirte SchlWen aufge- sucht und nicht gedultet, auch nicht ohne Censue gedruckt werden sollenden 5- Dec. Ann. 168Z. Won Gottes Gnaden, Johann Georg der M. Hertzoq zu Sachsen, Iü-lich Eleve und Perg etc. .Ehurfürsi etc, i __ ^M^ördiger, Hochgelahrtkr.. Kebcf, Andächtiger und 'w^f Getreue. Demnach wir berichtet worden, da>! btßan- <2?Ö!' hero allerhand in denen Reichs - Abschieden und Lan- des-ConstltmivnenverboleneVüclicr^ Chartecken, Sckmtth- Sc!?and- unv)!.»:ster- auch rheils Vem pnblico gef.:hr- wnö prajudlcirlicke Scbriffren in Unsern Landen eingesuhrct und vcrkauffct, auch wohl gar an ein oder andern« Ort, ohne iTkiöung ver Authorvm, Sravt unv Jahres / gcdrucket worden, welches denen so osst ergangcncn Befehlen und dem von Druckern abgelegten Epd, schnür stracks zuwider; Aisist hiermit Un ser Begehren: Ihr wollet ;u Leipzig mit allem Fleiß untersuchen lassen, ob sich dergleichen verbotener Druck befin- des, und 11ns daroon untcrthanigstcn Bericht einsenden, die sämmtliche Bnchsührer, Handler, Drucker und Buchbinder aber vor euch erfordern, und ihnen auferlegen, daß sie sich der E'nsührung und Druckuuq dergleichen famos - auch ärgerlichen und unnützen Schafften, bey Vermeidung Unserer ernsten Strafe enthalten, und niemanden, ohne gehörige ^cnsur etwas drucken, die Eensorcs aber fleißige Acht haben» und bey crcignetcm Zweiffcl zu Unserm Ober-Consistorio davon jederzeit Bericht erstatten» und Unsere Resolution darauf er- warten sollen. Daran geschicht Unsere Meynung. Datum Dreßden, den 5- Dec. i6gz. Carl Freyherr von Friesen. Th. Werner. XVII. Mandat Wider ärgerliche Schrifften, Pasqllille und Char- tequen , ingleichen von Censur derer Bücher, auch'dem Nachdruck/ den 27. Febr. im Jahr 1686. Von GOttes Gnaden, Wir Johann Georg dee Drttre, Hertzog zu Sachsen s Churfürst. :e.. Fügen «HZ H (ä&^ugcn allen und jeden Buchdrucker» miD Buchhändlern, weiche in Unsern Laufen srßWffüF« itiMicheii welche die Leipziger Messe bauen, welcheraej^ilt Wir Zmhers Wahrgenommen, wie bey dem Buchdruck und Handel muerschlev- liehe Mltibraucheeiureissen wollen, iniwii etliche sich uniersan- gen, des Heil. Reichs heilsamen Constiltirionen auch llnsern und Unserer iu GOTT ruhenden Vorfahre», osstern Vn -m* nun gen zuwider, allerhand ckrgerjiche Schrifftta un^Sear- teken, vhne Benennung des Orts und Antor>m>, zu brnufm lind zu verkauffen, auch Unsern vielfältigen Befchltgchi die -Censur der Bücher betreffende,zuwider (landein. Als befehlen Wir allen in Unserm Chn»Fürstenthum und Landen wohnenden Buchdruckern, Buchsührcui:e daß hinfä; ro sich keiner, wer der auch sey, unleruehmen solle ärgerliche Schafften, Pasquille, Searteken und zwar so wohl in Reli- givns als politischen Sachen, in Druck zu bringen, oder össent- lieh oder heimlich zuführen und zu verkuuffe»; Ingle-chen keine Bucher ohne Censur auch Veyseimng des Orts und Nahinen der Autvrum ANbBuchdrucker, auch Verleger/ zudrücke«; die Leute mit /ldcrmnpigen Tax und unchrisiiichen Wucher, beym Verlust der Bücher, zu nbersetzen, und sich des verbotene» Nachdrückens zum höchsten Schaben derer,welche Bücher von be« neu Alilvribus redlicher Weise an sich gebracht, auch wohl Pri- viiegia erlanget, zu enthalten; Vielniehr sollen Buchdrucker und Handler dahin ve^ißen seyn , daß sie erbauliche, nützliche und gnre Schufften zum Druck befördern, anschaffen «no um rechtniußigen billigen Preiß verkauffen, die Privilegia von Wort zu Wort den Büchern Vordrucken, anch die Eremplaria, welche sie Jnnhalcs 0er Privilegien einzuschicken schuldig, die erste Woche der Leipziger Messe, und zwar eollatiouiret, dem Bü- cher-Fiseal, gegen seinen Schein, aushändig n., rmd da ein oder oer andere darinnen sich säumig erzeiget, soll er die andere Woche bie Eremplaria in biiplo zu cutrtchren schuldig , da er aber mit der Ercradilivn die erste Messe, in welcher er i>it Bücher zu t>ü strahieen anfanget, gar an sich halttn würde, aller Excmpla- rien und des Primlegii verlustig seyn, die Ereeution auch würck- lich wider ihn unnachbleiblich vollstrecket werden. Wornach sich ein jeder zu achten. Urkundlich haben Wir dieses Mandat mit eigenen Handen unterschrieben j mit Unsern Chur-Sceret wis- ftiiilich bedrucken? auch damit es zu jedermanns Wisseuschufft r 2 tou> _«HZ # g&>__, kommen möge, solches zu öffentliche» Druck bringe» laffcn. So geschehen zu Drcßbcn am 27. Tag Febr. 1686. Johann George Churfürst. (L.S.) Carl Freyherr von Friesen. Theod. Werner, 5. - XVIII. Erlauterungs Vefthl Ihro Königlichen Majestät in Polen Friederich Augnsts, und Churfürst zu Sachsen, was vor Personen unter denjenigen verstanden werde» sollen, die von der Land-Miliz und deren Exercitio cximiret worden den 5. Febr. 1711. M^rievrick Angnstus, König und Churfürst h* Beste» (RSR lie^tt Getreuer. Nachdem von unterschiedenen Com-- mendan-cn berichtet worden, was maßen, über die auöqefcrtiqtcn Jnstructioncs-Eximirte, annoch sich ein und andere dem anbefohlenen Excrcircn zu entziehen suchten, nnS> Wir danucnhero auch hicrinne gewiße masse zuverfügcn der Rothdurfft erachtet; Als gehet Unsere Sllergnädigfie willens Mcimung dahin, daß auch die Apothcckcr, Goldschmieds Barbier, Bader, Buchdrucker :c. frey, und daß auf keine weise l'.icrwidcr gehandelt werde, z» verstatten, anbey zugleich die« scn, daß weiln von unterschiedenen zum Ercrciren connnan- dirten Olficiers öffrcrS die Limites überschritten , und dadurch Anlaß zu »nnöihiacn fingen und Behelligung, gegeben wor- den, ein vor aiiemahl nachdrücklich anzudeuten f daß sie dcnm ausgestellten Instnictionen und andern Verordnnngcn aufs gc- naneste nachleben, oder bey ferner weiten Contraventionen citier ernsten Bestrafung gewärtig sey»; Daran gefchicht U»? jttt Meynung Darum Dresden, den 5. Febr. anno. 1711. I. M- von Schindler. Jacob Keil. NMi ___ ^ dennincontivversiis Tlieologicis , eine von der Thcoloqischcir Fciculkar gestellte fulitni rcftiratio darzu gebracht, nach zu imw efeti , oder zu deb-tjjrey , immajieii Wir denn, darwider besseres Vcrhoffcn, bey der Ccnsnr nicht gebührend oder nach-» lajiig verfahren werden solle, den Ccnsorcm darnver znr V^rnntlvvrciing zichcn, und nach befinden , ernstlich bestraften zu laßen, wissen werden; Zmnaßen denn nicht genug seyir soll, wenn er sich cnlschuldigcn'ivill, daß er nur den ersten Bogen durchlcscn und selbigen signirct, das übrige aber oben? hin enrsvnc angesehen, und Ächt gcwnst halte, obanch noch hierüber Appendices und andere Ädditamcnra dar;» kämen, sondern er ist auch, so wohl den letzterN f als den ersten Bo- gen z„ ;cicl)ncn, und für alle das , was auch fit dem übrigen und wMleW Concert biß zn Tnde enthalten , Rede und Ant- lvvrc zugeben^ verbunden. Die Buchfühxer aber sind, fr* wohl als die Buchdrucker, deßen ebenfalls alles Ernstes zir t>rde»tln, und die letztcrn insgesamt dabin plvereydey. daß sie ohne derer , hierzu verordnetet» Censonnn vollkommener Ilpproba'ion, be>> Vermetdupg schwerer» auch nach Ecicgcii- hcit i."cibcö Strafe, dos geringste nicht drucken sollen , ivelcher Wcreyoung halber an die hicsige Bücher Commission besvn- lvers Verordnung unter heutigen dato ergangen. Folget das Formular des Epdes ^d) N. N. schwöre, daß ich künfftige Zeit, obne Vvrwißen und Ui-terschrifft des Dccani der Fa- cultat zu Leipzig oder äßrttenperg, darinnen oieMa- teria, so mir zu Drucken untergeben werven möchte gehörig oder Desjenigen, weichem solches von ihnen aufgttraqen, auch in Poeüe obne des Supcrinten-- dens zu N. oder wem es sonsten aufgetragen wird, Subscription nichts drucken, noch meinen Gesinde, oder andern, solches von meinetwegen in keinerlei) Weife oder wege, wie das durch Menschen «List er- dacht werden konnte, oder mücbte, zu thun, weder heimlich noch öffentlich gestatten, und solches weder um Gisst, Gabe, Neid oder Freundschafft, noch sei* _ __ keinerlei) Ursache willen anders halten, und mich son- sten in meinen Druckendes heiligenN. R-undChur- fürstlichen Sächsischen Ordnung gemäß erzeigen will; Treulich und sonder Gefährde, als rvahr mir GOcc helffe, durch IEs»»m Chnstum im» fern HErrn. XX. Erneuerte Buchdruckerordnung E. HochEdlen und Hochweisen Raths, der heil. Reichs »nd Wahl Sradt Franckf. am Mayn ertheilet Anno 1660. den 9. Febr. sollen die Drucker von jeder Preß, so viel sie deren machen unterstehe; sondern vcas sie gegen einander;»bs- sprechen, solche.-- vor Uns dem Rathe unfein Bürger- meistern , oder wohm Wir es weisen, anstragen, uns sich Der orventllchen Mittel genügen lasien. Wir wollen anch, daß iinftre zu denen Drnckercyci? Verordnete Raths - Freunde. auf Ultimo Aprilis und ullimo ^Zcptcnibris oidinairc, und ie zuzeiten uf Bcqel'enhcit, und Sa die Sach den Verzu,, bis: zur Ordüiar-Scssion nicht crdulteir *>ill, cxtraordinaire ihre Zusaumienkunfften halten, und die Jrrungei! und Gebrechen verhöre», darüber , was recht ist? -erkennen, »nd die Parchcncn sich vor ihnen gchorsamlich ein- Kellert, und ihren B^Heidc» unvcriveiqcrt grleben sollen. Kein Drucker soll dem andern sein habendes Gesind «IV fpanueü, »'cxiciten, al-wendiaiuachen, oder auch vor Vcrfiies- sung dir halbjährigen Kit, um Dienst ansprechen, oder an- sprechen laßen , bey Straf 10 Gülden, sooffk cmcr hierüber betreten würde, so allenchalbm halb uns dem Rathe % und halb in die gemeine Büchsen verfallen sollen. Wv es sich auch begäbe, dafi ein Drucker gegen ein oder Den andern seiner Gesellen um Mys schlechten Verhallens willen, erzürnet,. ein, zwey, oder mehr in seiner Druckerei) mit Schcltwortcn oder andetn Unq'ipff-angriffe, so soll derselbe auf Anrüsten der beleidigten Parthey vor unsern Deputaten in der Aechsten Ordinär- oder Exlraordiaar-ScssiL« dcssentp'tgen Red «ndÄntipvrt zn geben und Spruchs zu geieben; Me.Gesellen: jedoch mdcsten ihrer Arbeit zu warten / lind sich aller Gebühr «nd Bescheidenheit verbundenoder unserer arbitrarischerBe-- Krafnng gewärtig scyn^ Und dann sich mehrmahls zugetragen , da^> die Gesellen^ so gleichwohl von ehrlichen. Eltern gcbohrcn^ zu verleimten And beschreyctcn Weibes Personen (jcyrachciionbjich damit felbsten Schande, anch Druckern und Gesellen in Schimpf And vel!klci'!iellt6)e Nachrede setzen; AIs wollen wir, das! eil? Feder Gesell-sich gleichfalls zu ehrlichen, untadclichen Perso? Aen vcrhcyrakhei! ,^ und sie wie i» andern Zünfftcn branchlich? fcl)rifft!ichcn Schein ihres Wvblverhattens und ehrlicher Gc- Wß beyderftis- aufzulegen schuldig seyn sollen,. für ers die ZepMrte Raths Freunde und Drucker darüber erkennen zu Wen (■ mi recht, und billig seyn ivirö. M«H sich im Ml- vftm MUM das! eil! MW t ___ _ gehindert werde/ zu verschicken/ noch^incm andern / ncick Ge- lcgentkif zu erlauben. Den andern aber / wie auch an den übn- acn J»na.ca, so keinen Gesellen untergeben, oder f>ci>ae|Mlt scnnd, soll es bc» Straff eines halben Güldcns in die gemeine Büchse t qantzlich verbothen seyn. U?ie ni<-l)t weniger sollen die Uebermafi der Straf- fen Venen Gesellen dergestalt abgesclinitten und benom-- mm seyn, dasi dieselben einen Uebertreter hoher nicht, als um einen Rcichslhaler ;» strafen befugt; aile ande- re Vcrbrecken aber, so eine mehrere Äestrciffung im- portiren, vor die Sesiion, der gemeinen Bücbse;u g»i te, verwiesen fexn; und keiner derer Gesellen sich einer meh- rerern Straffe untcrwerffcn soll , ben Vermeidung unsers ernst- liehen Einsehens und andcrwciten Bestraffunq k. Sccretuni in Senatn Donnerstags den 9 Febr. Ao. 1660. XXl. Articul und Satzungen Eines Edl. und Hochwetsen Raths der Heil. Reichs - Stadt Nürnberg 167 z. denen Buchdruckern ertheilet. 1) Ü^^ciß die Buchdrucker, mit übermäßigen Gesinde, son-- i&J derltchZungen, sich nicht übcrhäuffcü, und nur, so viel sie deren zur Norhdurfft bcdütffcn, annehmen sollen. 2) Doch mag einem Buchdrucker hiermit zugelassen seyn, über obspecificirtc , noch einen Inngen , der die Corrcctur aus- tragt, und andere Arbeit M, Hause verrichtet, zu halten: der aber nicht eher mag aufgedüngt noch eingeschrieben werden biß ein anderer losgesprochen ist. z) In einer jeden Druckerei) eine Büchse seyn solle, in welche der Buchdrucker Herr von jeder Preß 8pf.«»id ein hiesi- ger Gcsille 4ps. wöchentlich , ein fremder Gesell aber so reu ankommt, vor das erste halbe Jahr, einen halben Gülden einlcacn. denen Krancken und Nothleidendcu Gesellen , und welche, nach ihrem Absterben die Wttcl zu ihrer Vcgrabniß nicht hinterlaßen, damit zu helffcn. Die _ M # g&> D>e Gesellen aber, welche durch Schwclqcu und sonst lie-» dcrlich leben sich selbst in Noth und Armuth mucbwiliiq ge- brachte sollen dieser Emlatienicht genlessci?», sondern Die,, so ohne Verschulden in Armuth und Dürffrigkeir qcrathen- Gleichwie den Dri!ckherrn> ohne Erkannmiß dctUrfacln-tt,. nicht frey stehet^ zwischen der Meß die Arbeit anftusaaen ; .,!>> soll ein jeder Gesellwelcher bey einem Druckhcrrn in Arbeit tritt, zwischen der Meß, und inner einen halben Ahtzr * nicht Urlaub begehren r oder sonst austreren t Da über eitMothfalk chm zustünde.' um welches willen er sei» imlbce Iahr nicht vhl- lig könnte aus dienen ^ und der Herr ihn nichr qätZch crläße« wollte^ seine Ursachen vor unsern Vormund-A>u.^ anMen, und darüber erfcnncn lassen r Auch soll er in seinem Dienst semkir Druckhcrrn-getreu seyn , ihn ehecn und in allein/ wüser ihm^ in der Drucke rey befehlen wird v Morsämewz seiner A-bctr ficisig abwarten, und nichts vcrsKinrien,> bey Vermeidung Obrigkeitlicher Straffe,- nach Beschaffenheit des Verbrecheos. Es sollen auch die Gesellen einander weder schelten noch auf treiben , oder aus andere weise untüchtia machen F sondern wo sie Mangel und Klagen wider einander zu sühren> scibiac qehv- rigir Or>cn, als in'geringen Sachen , si> mit. 2c> Krem>e> n ;ii büken , wordenen Vvrgehern^ in roiclifiacn' ahcv r drt lLhr^ «niz /Z.eumueli belreffcnv, vsover(!>brrgl5eit austrageir Nnvenlscheivcir lasten; Die Gesellen sollen keine Zujaniii cn- künfftc, zu Abbruch und Hinternng ihrer Her, n Arbeir, an- Acilcn, nicht selbst erwchlte Ordnungen u«i> Gebrauche an- richten,, vielwcmger wider ihre Herren » m>ch zu «»derer Gebühr» sich verleiten, sondern , wanw die Nolhdmffl cme zu- saniiPcnkunfft erfordert; sollctr sie schuldig sentt> solche deneir beyden Vorgchcrn anzuzciqcn„ und dißfalls f ohne ihr Vorwis- stn und Beyseyn nichts vornehmen. Alles Schmausen^ Zechen t Spielen F und unordentliche Wesen soll durchgehcnds in allen Druckcreycn gmitzlich vcr- bothen, auch alle bisher» unser ihnen neuerliche eingeführte Mißbrauche, bey Strafe eines Guldens von jeder wersahrt abgestellet seyn. Weil auch die Postulate, oder das Gesessen macheir, welche ohne der Druckcrhcrm uud Vorgehcre Wißen und Cousens nicht sollen gehalten werden, eine zcithero sehr kostbar angcstillct worden i also, daß es vfft über 2c?. und mehr Thaler sich beivs- sen, ________ __ fcn, welches Demi mmicheu armen Gesellen in Schnldcn und Slrmutb gebracht, soll hlnKhry aufdergleichcn ActM» von dem, so zum Gesellen gemacht wird, mehr nicht, denn 12 oder hvch- sicus 16 Thaler, mit allen neben llnfoficn eingerechnet, ausge- wendet, die Weiber aber zn solchen Mahlzeiten gar nicht gelas- seil werden Es sollen auch die Gesellen, welche sich in des Dnnf Herrn Hanse befinden, eines erbarn eingezogenen Lebens und Wandels sich besicißigen, ihrem Herrn und den Seinigcn keine Beschwerniß machen, sonderlich über die Zeit nicht ans dem Hanse bleiben, bey Strafe eines Tage-Lohns, welches der Dnickhcrr ihm abzuziehen Macht haben solle. Die Ge- sellui.svllen die einmahl für tüchtig erkannte, aufgedingte, im Vormund! Amt eingetriebene und ihnen zugestellte Jungen, weilen sie, wegen ihrer Bemühung 2 Thaler (nfomtnen, Ms« (ig unterrichten, zu gebührender Arbeit anhalten, mit Vcr-- fäumniß derselben zu reine» unnöthigen Sachen gebrauchen. Nicht weniger sollen sie die Jungen wider ihre Herren zum Ungehorsam oder Mif'ttauen keines wcgcs vcrreitzcn, üvch daß sie, was dcncnsclben zn Schaden gereichet, nicht offen- bahren sollen. Endlich füllen sich auch die Jungen und (joniiiten gebühr- lich verhalten, dem Drnckhcrrn getreu und gehorsam seyn, auch alles, was dem Herrn und seiner Druckerei) zn Scha- den gereicht, und sie davon Wiffeuschafft erlangen, vor ihre Person verhüten , oder ihrem Herrn anzeige»; von denen Gc- seilen die Untcrrichtimg fleißig annehmen, ihnen in allen zu- langen Dingen solgcn, in der Arbeit-sich emsig und willig erweisen, still eingezogen, auch züÄ)tig, und so wohl gegen dein Drnckhcrrn als Gesellen gehorsam und willig sich sinden laßen , bey Vermeidung vorbehaltcucr ernstlichen Strafe tCJ Dccreciim in Senatu, 7 Febr. 1673. XXll. EMtt derDantziger Buchdrucker- Ordnung welche ihnen von E E. Rath atldort ertheilt wor- den den 18-Julii 1634. Wenn __ ___ der Autor auf seine eigene Kosten drucken läßet, soll der Drucker gegen Hand nndMmd keinen Nachschub für sich, und dem Autori zum schaden/ mit ein;»-« schieben , nvch er und seine Gesellen , die ihnen , den Gebrauch nach, zuständige Eremplarla, weder ganlz noch Vvqenweise, ehe und dann der Autor das gantze Werck in seine Hände em- pfangen zu distrahiren befugt sey», bey Strafe der Hasst und Ergäutznug des Schadens, so offt er deßcu überführet wird» maßen denn auch der Buchdrucker hier auf Acht zu haben, ge- halten seyn soll. Will auch der Autor die gewöhnlichen Crem- plaria bey dem Drucker und den Gese-llcn rediuiireu, und an sich behalten soll es ihm frey und der Drucker es anzmiehmen schuldig seyn; und wird der Buchdrucker, bey harter Strafe, keinen Nachschuß auf geschehenen Vergleich zu thun sich unter- fangen. Kein Buchdrucker in dieser Stadt soll sich unterste- hen, einig srcmbd theologisch Buch oder Schufst, so von denen , die sich nicht z» der migcandertcn Augspurgischcu Consession bekennen, verfertiget, zudrücken, vdcrnach zu drucken; es sey denn , daß er sich bey dem prasidircndcn Herrn Bürgermei« sier angemeldet, und dessen ausdrücklichen Conseils darüber erhalten habe. Desgleichen sollen auch alle Streit- Schriften welche von Personen hiesigen Ehrw. Ministcrii, oder ^Predi- gern, unter der St«dt Jurisdictiou herrühren; wie auch die StreiteSchrifften diverser Religions -Verwandten, ohne Vorgangige Einwilligung des Herrn Präsidenten, keines we- ges zum Druck befördert werden. Die Taxam oder Drnckev Lohn belangend, wvrnach die Buchdrucker dieser Stadt ihre Arbeit, nach Unterschied der Scbrifftcn und Formats, aus zu fertigen haben, verbleibet der Stadt-Magistrat bey vorige» 1660 gemachter Verfassung. Alle Streitigkeiten, welche unter denen Druckern selbst, oder auch mit Fremden entstehe» möchten, sollen bey dem Prasidirendcn Ammt anhangig ge- macht, und dttidttt werden?e.AttMi>i Se«W den^'ZM 1684. MM. Ent- <$§ % \ XXlll. Entscheidung Welche E E Hochwciser Rath zu Leipzig denen Buchdruckern wegen Verschenckungder Postu- late ertheilet, den 28 Nov. 1704 KÄfemnAdi S E. -Hocbrveisev Rarh dieser Stadt, die (*3£/ ?wi»chen OenenZönchdruck^rn allhier an einem, viä^ deren Gese len änd ert Theils, wegen d»rer loge- NK!unenPo!^ulatc, uildoeren Verschencknngengt scdwed-- te Irrungen itocbmalti in Verhör cteyog. n , auch var? übet oerer p.r^hcyen Vorscbiäge, >.Lrkl«rnng u'nS N^!hc>l,rffl sc!?clffl n-!d munolicl) angehöret; Als wird «onsnnlil^n hterinlt diese Sacke folgender gestalt ene- schieden-: Daßhmführs, avenn einer, der seine L.ehr- Iahre ausgestanden, postuliren, und sich 5um (Sc\eU len erklären lassen will. er solches 51» allzeit, wenn er es am !s)clegen|ten erackiet . bey dem ^.aden - Varer »u- zeigen .., unO darum crsn.bcu ; hierauf dcr iLaöen - Vater alüdalo , und ohne Nachroar.en , biß SererPostulan- ien mehr siel) angeben, eine gewisse ?eirdar;u ernennen, folgenos anfSenbestimmten Tag Sie sammtlielien anwe- senden Buchdrucker und Gesellen zusammen beruffen, und also d^s poftulat, mxcb Gewohnheit und übliche« herkommen, jedoch ohne Deposirion und andere är- gcrliche und vervochene Tcreinonien von Ihnen alle« (gestalt die PrlvarPostnlatc' welchein einer (vfi>cin al- leine unter denen alloa in Zlrbeit stehenden Gesellen, sder auck mir ;u;iehung etlicher anderer vorgenommen werden, hierdiu^cb gänylick casiiret, und abgeschafft werden, ) vorgenomin n und verbracht, davor aber der Postulant nichtmehrals ;wanyig Thaler überhaupt, un!- vor alle." baar erlegen , Hier von ;u forderst vier thaier in die iUde, sammt der Foröer Gebühr , üem ;wey Thaler vor Sie D-Position , und was sonsten an gewöhnlichen Unkosten vonnolhen , genommen und ab- gezogen; und was als denn übrig bleiben wirS , unter die sämmtlichen Buchdrucker :,«d Gesellen , i.ach denen %8tfm __ MSW» ___ Ropfen baar vertheilet, und einem jeden seine Ram zu seiner freyen ^Disposition zugestellet; ausser dem «der, Venen PsstulKnren , es mag «iner oder mehr seyn, xve> der -» einer N7«t)l;cit, oder Collation, oder Truncke, noch, sonsten erwas auf einigerley XVeise, u?eSer vov die Innung , nocl) in die Gfftcin, darinnen er gestan» den, ;ugemurhec, nocl) abgefordertrvcrden solle^ XOoci nack) sict) von nun an und insklmfflige zuackten ist. Urd'unolicb mit rvol)lgedacl?ten Rath» und gemeine» Gtaor - Insicgel, bedruckt. Signarum /Leipzig den 28 Novembr Anno 1704. XXIV. Buchdrucker Ordnung welche E.E.Hochweiftr Rath in der Reichs Stabt Augspurg denenselben ertheilet, im Jahr 171z. den 9. NoL)embr. i^^achdem einen WohlEdlcn Hochweisen Räch dieser Vcs jS? |) Heil. Rcichs-Stavl Augspurgeine Zeilhcro jlim ösjtem hiesige bürgerliche Buchdrucker vorgebracht-, und zu er- kcnncn gegeben, was gestalt so wohl zwischen nnd tinter ihnen selben / als auch denen Gesellen, mehrmalige Diffcrcntie« und Irrungen darum erstanden, alldicwcilcn eine so andere nach ihren, bloßen Gefallen zu thnn/ und zu laßen sich unterfange» haben, und danncnhero allerseits gchorsamlich angesucht nni) gebeten, chnen eine gewisse nun hinfüro in allen hiesigen Drucke« reyen diese Obrigkeitliche Ordnung in jeden Puncten mit Fleiß beobachtet, und darwider keincsweges gehandelt^, oder erwas verfüget / bey Vermeidung der so wohl in der Reichs-Policey« KMungäeznuo 1577.1'lt. von Bttchvrucker^ ZZ. alshier^ inm _ ____ m innen angesetzten und W nach Gestalt Lh-v Sachen vvi behalte-« ncn Straf, "weiche die Ubacmci' iel'csiiiahls «nnachlaßig büßen und zu bezahlen schuldig |cun, und angehalten werde« sollen. Also sollen zu solchem Wcrck und Handel ehrliche gnt> im* verleumd e Personen gezogen und gebrauch! werden / welche sich auch hernach ln'ihrciu Thun und^elicii so wohl in» - aiü uusser- halb derDruckcrcycn c^ncs vernünfftigcn / bescheidene» und er-- baren Wandels zu bcfleissen habe»,/ it Damit nun dieier Ordnung und dem darinnen enthaltenen getreu und eiff, ig nachgclebet werde; also sollen vvn denn, Buch- druckcr» Zwei) zu Vorgehcrn , und vvn denen Gesellen Zwey zu Assessorn/ n'.it Observirung der Ptiri-ät, erwchlct, und pro Confirmativne denen Vier Hcrren Censoribns vorgeschlagen wer- den, welche vördcrst dieser Ordnung seilten fleißig nachkam- wen, und damit es auch vou andern geschehe, emsige Sorglalt tragen, aber nichts darwidcx einschleichcn laßen sollen- Aus denen Vouzchern wird der altere jtdesmals den Vvrsilz und die Cassa zur Einnahm und Ausgsb in Verwahrung/' der jüngere aber das Protocoll zuführen, und alles genau ans- und einzu- schreiben i hiugegeu der altere Geselle bey denen Leßioiicn, oder sonsten privatim, die Stelle eines Referendar», uuo der jüngere eines Caßiers zu vertreten, dahcro uebst dem altern Vorgehe« auch einen Schlüßcl zur Cassa haben. Diese Viere sollen w.ihr» hasste, bescheidene und vernandige Personen seyn, und keines öffentlichen Lasters lvnncn bcschuloigec werden; In diese Cajsa soll mi icrcrn Einschreiben und lossprechen eines Lchrjungens goKreutzer , von emem Postulats Gulden, dann iede Meß, oder das h/ l x Jahr vvn einen Buchdrucker zo.Krcuizcr, vo» einem Gesellen 20 Kreutzer von cau-m Corneliv aber 40 Krentzer bezahlt weiden; unter denen Gesellen aber der neuerlich eilige-« führte Misbrauch, wegen der sogenannten Bratit, Verichenck- ung des Kindeo, und was dergleichen mehr, allerdings und bey Straft eines Güldcns, von jeder llbcrtrctung, abgestellet und verbothen seyn; So es sich auch fügte, daß ein Cornelius bei) einen Buchdrucker stünde, der leinen Gesellen hatie, wurde der- selbige sein Cornn?en-Ge!d bey icdcr Meß , und zwar in solchem Fall 1 Gulden,ndieCassam, die übrigens Gülden aber einer gantzeuGesclifchafftwenn soicbe''cysammcn zu bezahlen haben. Es käuflich ej» besonders Schreib und Matrieul-aufgerichtek wcrs __ _ werden, deme die anher kommende und allhicr tn Condition tre- tcnde Gesellen und Coruclii eingeschrieben und immatriculiret werden mögen, weswegen jene 10. diese aber 20. Kreutzer in die Cassa zu erlegen haben; wie dann nicht weniger ein jeder Buchdrucker, wann er zn solcher Condition und eigener Dru- lkcrcy gelanget, pro Introilu 4 Gülden und ein Factor z. Gülden in die Cassam geben, hiermit aber alle weitere Discre- tiön aufgehoben seyn soll. Aus dieser Cassa werden nun nicht allein diejenigen Aus- gaben , welche zu Ausnahm der Buchdruckerey, und dero be- stcu gereichend, unumgänglich ergehen müßen, zu bcstrcitcn, sondern auch dcncnjenigcn von der Profession, welche durch unfürschcne Zufälle in einige Noth gerathen.<. nach Befindung eines jeden Bcdürfftigkcit, theils umsonst, theils gegen Pfand, ober andere Versicherung mit einem Anlehn unter die Arm zu grciffcn, und zu siiccurriren sey»» , unter welchen aber, viejenl- ge, rvclche Vqs Ihrige boßhafftig, oder liederlicher XOeit je durckjagen, verschwenden, und nicht« ji» erfahren gedencken, sie seyen nl^ich wer sie wollen, kemeswegesbe» griffen, oder verstanden werden, allermaßen solchen auf eine bloße Handschriffr, oder sonst zur Reiß und Zchrung nicht das geringste vorgestreckt und ausgezahlt werden solle. Damit auch bey denen Zusammenknnfften einer gantzen Ge- ftllschafft ferners hin beßere Ordnung gehalten werden möch, te, also sollen diese allezeit durch beyde Vorgehere, welche die gcwisie Stunde zu bcniemen haben, zusammen beruffen, angestellet, und fleißig ftcqucntiret werden, auch von solchen absonderlich wenn ein Auflage Geld vorhanden, weder Buch- drucker noch Geselle, ohn erhebliche Ursachen, bey Strafe ausbleiben, wie dann gleichergestalt diejenige, so zu unrech- ter Zeit und! angesetzter Stunde nicht erschienen, sondern über solche langer als eine Viertel Stunde ausbleiben, und zu spat kommen, jcdesmals unnachlaßig »5. Kreutzer Straf zubezah« len schuldig seyn sollen. Und weiln demnach keine Zusammen- knufft ohne Wißen lund Willen der beyden Vorgehcrc gchal» ten werden mag, also werden alle Postulirendc, da einer oder mehr vorhanden , dahin angewiesen daß sie um dergleichen -Zufammenforderung, auch Benennung des Orts / Tages..nd der Stunde, bey denen Vvrgehern sich bewerben, und hiefür j> nebst __ «HZ ZA> __ nebst dem Deputat, so von jedem Postulirenden, mit Einschluß der 2. Gülden, so in vle Eassa gehören 24. Gülden betrifft, den gewöhnlichen Forder Thaler der Gcscllschafft erlegen. Und vbwohln kein Lehrjunge ohne Lehrgeld auf weniger Zeit als 4-Jahr aufzunehmen, und einjuschrcibc» ist, so wird nichts dcstowenigcr einem Buchdrucker freystchen, seinen Iungen.wenn dieser es nm ihn verdienet, ein Viertel Iahr.aber mehrers nicht» zu sche«cken; Solte aber eine große erwachscnc.odcr die Schulen absolvirte Person.die Druckerey erlernen wollen, so kan und mag solche, in Ansehung seiner Größe, der Jahre, Verstand und S.tu- dien zwar aufvierthalb Jahr eingeschrieben werden, doch daß es mitVorwißen beyder Vorgchere geschehe, und der Vuchdru- «ker, welcher einen solchen in die Lehre nimmt, nicht befugt seyn solle, vor Aüsgang des vierten Jahres einen andern Jun- gen nach ihm an deßen Stelle in die Lehre zunehmen; Es ttird auch vor deren Lossprechen einen Vorgehcr Anzeigung geschehen müßen, damit alles Kunstgcbrauchlich, und der Ordnung gemäß, darbcy und damit zugeh'en, auch keine Streitigkeiten daraus erwachsen mögen; Gestalt daun diesen abzubiegen, hiermit und so wohl die Buchdrucker als Gc- seilen ermähnet werden, bey entstehende» Streit in einer Druckerey , csscy gleich dieser zwischen dem Buchdrucker und Gesellen, der unter diesen allein, unter vcnen gervshnli- putirtm, der Nothdurfft nach, aus zufül^en^, :c. Decretum inSenatu, dM 9. Nov. 1715. pecn Zehen marck Lottigs golts, Vnß halb inn vnser vnnd dcS hepligcn Reichs Camnicr, vnnd den andern halben theil ge- dachtem Juoni vnablaßlich zübezalen, vnd wöllcn, das ob- gemelleBüchirücker, noch sunst jcmannt von jrent wegen dcir öcrürtcn Abschied , auch die Reformation vnsers Keyserliche« Cammcrgerichts/ darzü die halß odcrpcinlich gerichts ordnung, gedachtem Iuoni inn zweyen jaren den ncchstcn nach eynander volgend, nit nachtrncken» oder züm stylen Kauff haben odec auflegen» bei verlicrungobgemeltcrpecn vnnd desselben jreS trucks, den gemeltcr Iuo, durch sich sclbs oder eyn ander vonir seinetwegen, wo er den beijr jedem finden Wirt, auß eygenr gewalt on Verhinderung mcniglichs zä sich nemen , vnd damit nach seinem gefallen handeln vnnd thun mag, daran er auch nit Leftcuelt hgb«,. E§soll «uch krynen, «n^rn «efruckecn Ab- V» schied« _ schied f an cynichem ort , tnn oder außerhalb gerichts oder rechts geglaubt werden, sonder geuerde, dabist vnser ernstlich mey- nung. Geben vndcrvnscrm zu rück aussgetrucktcn Secret, irrn vnser vnd des heyligen Reichs statt Rcgenspurg, am letsten tag des Monats Julii, nach Christi vnsers lieben Herrn geburt, taußent fünffhundcrt vnnd imm zwey vnnd dreißigsten, vnsers Kcyserchümbs immjwöffteii, und vnserer Reich imm sibenze- henden jaren. XXVI. Pflichts - Notul eines Academischen Buchdruckers / welche aus • -folgenden Sätze» bestehet: i) Quollen Sie hiesiger Universität N. N. und juförderst de- nen güi|tt Herren Nutritoren und Erhaltern dcrsel- den lreu und gewärtig seyn, auch denen samt und svn- ders weder vor sich, noch durch andere einige» Schaden zufü- gen / sondern denselben vern'arnen. 2) Die Herren Professores, Studenten und andere, so drucken laßen, fördern. z) Keinen Gesellen, oder Jungen, so nicht zuvor bey dieser Universität tmmatriculiret worden, um sich leiden. 4) Keine libellos famosos, Schmahkartcn, oder andere verdachtige Schafften, sie mögen Nahmen haben wie sie wol- lcn, wie auch 5) Insgemein nichts, es scy von Disputationibus, Car- Minibus oder Operibus ohne Censur drucken , und 6) Den Fürniß nicht in, sondern vor der Stadt sieden. Eyd^ JchN N. schwöre zu GOTT dem Allmachti- gen, daß ich allen denen Puncten, so mir anitzo vorgelesen worden ,} und ich wohl ver- standen habe, treulich nachkommen wolle. So wahr mir GOTT helffe durch IEsum Christum, Amen. xxvu • XXVII. Ordnungen, oder Löbliche Kunst - Gebräuche, worüber die Vorfahren steiff und ftst gehalten, welche aus folgenden Sätzen bestehen: i soll ein Lehrling, wenn er die Kunst erlernen will. (öT< und einige Wochen die Probe gemacht hat, bey dem- jettigen redlich-gelernten Buchdrucker-Herrn, seine aus einem reinen, feilschen und unbefleckten Ehe-Bette, von untadelhafften Eltern erzeugte Geburt, durch bcglaubte Obrig- keitliche Attestat«, oder sonst gnugsam erfordernde mündliche Zeugen und Bürgen darlegen. 2) Hierauf soll er aufeine Zeit von 4,5, oder mehr Jahren zu lernen, in Gegenwart redlicher Gesellen, so sich mit dem Buchdrucker-Herrn zugleich unterschreiben, aufgedungen werden , und sich der Frömmigkeit und Verschwiegenheit ,'auch in der Arbeit emsig befleißigen, darbey aber getreu sich verhalten, »ind auch an Sonn - und Feyertagen die Anhörung göttlichen Worts nicht verabsäumen. Wenn aber in der Druckerei), wor- innen er lernen will, keine Gesellen gegenwärtig in Arbeit ste- hcn : So sollen einige Glieder von der nächsten Buchdrucker- Gesellschafft, gegen Erlegung einiger Gebühr, darz» erbethcn werden. Wenn die Lehr-Jghre um, und der Lehrling sich wohl verhalten, so soll er in Beyseyn redlicher Kunstgenosscn wieder freygcsprochcn , unb als eiu Cornutus, gegen die erlegende Ge- bührniß, erkläret werden. 4) So lange er in dem Cornuten-Stande ist/ so soll er alle Messen etwas Gewisses, nach der Christi. Billigkeit, am Gelde, in derjenigen Druckerey, worinnen er arbeitet, denen Gesellen zn erlegen gehalten , oder wo deren keine vorhanden'/ so soll der Vuchdruckcr-Herr an die ihm am nähesten liegende Gesellschaft solches zu überschicken verbunden seyn. 5) Wenn er nun so viel durch Arbeit erworben» oder son- slen Vermögen h«t, den GesellwNamen zu erhalten > So kan 5 3 er. G «r, wiccs Herkommens, wo nicht bey völliger Gesellschafft, doch in Gegenwart 6. redlicher Knnst-Geiwßcn , so als Bcamteil ernennet, nach Erlegung ordentlicher Gelder, das Postulat vcrschenckcn; worauf er alsdann als ein rechtschaffenes Mitglied der Kunst, oder als ei» redlicher Gesell*, auf und angenommen werden soll. 6) Hat er pvstnliret, so soll er sich nach Christlicher Erbar-und geziemender Reinlick)kcit in Wasch und Kleidern bestreben, auch absonderlich den Gottesdienst, als rechten Christen gebühret, und zu kömmt, nicht hindan setzen, und lie, terlichen bösen Wesen und Händeln anhangen, sondern viel- mehr densclbigen absagen. 7) So er, wider verhoffen, von jemanden beschimpft, oder durch seine gegebene, ob zwar geringe Ursach/ gescholten worden: So soll er solches innerhalb 14. Tagen in der Druckerei) anzeigen, oder nach Beschaffenheit der Sachen, bey einer völligen Gcsellschafft »invcrwcilk vortragen, und nicht ■«6er solche gesetzte Zeit zu stehen sich unterfangen. 8) Da er aber llrsach darzu, und sich unschuldig befin-- idet; So kan er das von dem Gegner gethane Scheltwort auf ihm wieder zurücke schieben , er muß aber darbey nicht wie» der schelten. 9) Neben einem Gescholtenen soller nicht über die iq.Ta» ge wissentlich in Arbeit stehen, sondern ihn zur Abthu - und Wersöhnung des Streis anhalten, will? er anders mit dem Gescholtene» nicht in Schaden gerathen: widrigenfalls der Ge- scholtcne. so fern die Sache anderwärts vorgegangen, eins-- »veils ein Scheltwort, um der Erbar-und haltenden Einig- seit willen, zu Vermeidimg aller Zänckercy, niederlegen , und «1 der ersten Meße die^Aussöhnung dort selbstcn suchen muß. 10) In keine Druckcrey, wo nicht redlicher und her- kommentlichcr Gebrauch gepflogen wird, soll er zur Arbeit eintreten, viclwcniger einer Hudeley aufzuhelffen sich gelüsten, vder betreten laßen , widrigcnfals er von der redlichen, Kunst «hgesonhert und qusgeschloßen seyn solle. XXVIII. # xxvrir. Einige von redlichen Männern angemerckte Miß- brauche/ so den jetzt erwehnten Gebräuchen schnür siracks zu wider laufen. ie grösten Mißbräuche kommen insgemein cius denen so genanten Winckel-Druckereyen her, weil man in sc!- bigen theils keine tüchtige Personen, theils aber keine Gesellen fördert, und nur mit Weib und Jungen dahin sudeitf welches wider das allergnädigste Käyserliche Mandat den iS- Zulii 17«5. laufst. Siehe oben N. V. und VIIL Ferner: hat man sich angemaßt 2. biß 3. Jungen, obschoir nicht auf einmahl, doch nach und nach an;uiichmen, ohneAb» sehen auf die hicrzn «forderlichen Eigenschafften und dem Uralten nie unterbrochenen Recht und Ordnungen stracks ;u wider, ohne Beyseyn redlicher Gesellen, aufgedungen und loßgesprochen und sodann dieselben als Cornuten fortgeschickt, und wieder nene Jungen herbey gestellt, da denn der vermeinte Cornute iw währender Lehre kkl'iien Gesellen in der Druckercy arbettwße- sehen viel weniger von einem angeführet worden, indem viel- nials der Herr ein Drucker und wenig von Setzen, oder ein Setzer und wenig vom Drucken verstehet^ oder, daß es ja einen Schein haben muß, als wenn er Gesellen gefördert, manchmal einen Durchreisenden 14 Tage Arbeit gegeben» und alsdcnn wieder abgeschafft. Dahero solche nichts wißcnde weg und in die Fremde geschickt werden, da sie alsdenn kaum so viel verdienen können, als zu ihren Leibes Unterhalt vott nöthen ist. Ferner hat die Erfahrung bestätiget? daß man öffters an solchen erwchnten Orten, wo nur eintzelne Druckcreyen, dennoch Postulate gehalten habe, wo kaum 3. Personen var- zu vorhairden gewesen, da denn deren jeder 2. Ehren-Acmtcr dabey zu bedienen gehabt hat; dahero man auf den vvn un- dencklichen Iahren her eingeführten tödlichen Gebrauch und daraus folgenden guten Ruhm nicht gesehen hat, welches vor Alters von unsern Vorfahren weder gelitten, noch vor Knnst- gebranchlich gehalten, sondern vor untüÄ)tig erkläret w»r- den st. d 4 ES __ __. Es hat auch Kunst-GIieder qegeben , die einigen Ausge« lernten, den ordentlichen eingeführten Knnst-Gebrauch beyge» bracht haben, daß sie sich alsdcnn vor Gesellen ausgegeben, >md in der Welt bey Buchdruckereyen sich fort gcholffen, und Postulaten beygcwohnet haben. Exempel hiervon siehe in werther«'Nachricht von der Buchdrucker Kunst vag. 369.370. Was aber der bedaurcnswürdiqste und bctrübtcste Miß- brauch ist; So hat man angemercket, daß selbiger aus der Lernung so vieler jungen entstehe, vbschon Zhro Kayserliche Majestät KayserLeopold der erste glorwürdigsten Anden- ckens eine allergnädigste Veranstaltung / und zwar anno »688- darwider ergehen (äffen. Siehe oben 91. vn. Hicdurch muß mancher rechtschaffener Geselle, unumgänglich Noth lcyden,und eine andere ilebensÄrt crgreiffen, wie denn 1703. den 14. Dec. eine löbliche Braunschwcigcr Buchdrucker - Gescllschafft eben diescrwcgen eine Vorstclluna nach Berlin ergehen lassen; weil man nun solche in Herrn XOettbets Nachricht von der Buch» drucker-Kunst p. 371. gefunden; so wird es Uns vergönnet sey», selbige hieher zusetzen: Weßwegenwir an die Berlinische Gcsellschafft, aus gu« tcn Wohlmeynen bey dieser Gelegenheit zu erinnern nichtvergcßen wollen: Obs nicht eine nöthigere uud al- len rechtschaffenen Gesellen dicusamere Sache wäre, wann wider das allzuviel? Jungen-lernen eine gewisse Ordnung errichtet würde, damit nicht so viele ehrliche Geselle» in Mangel der Arbeit ans Noth in Krieg zu lauffen gezwungen würden, als daß man unnöthiger weise so viele redliche Gesellen an fremden Orte» un» schuldig auftreibe, und in Schaden und Strafe setzet. Daß fernere Übel so sich Herfür gethan hat, bestehet bar- innen, daß man sich selbst bemühet denen Buchdrucker Herren, Jungen anzuprcißcn.'und nur denjenigen Vortheil sucht, duß man selbige zum anführen bekommt/ und das wenige Geld da- bey gewinnet, und nicht untersucht, ob sie in Christenthum, Le- scn und Schreiben etwas können / oder nicht, sondern nur die Etarcke und Größe in vbgcht nimmt. Da denn viele unge- tvgme ____ zvgene und elende Leute bey der edlen Kunst werden müßen, die weder von ehrlicher Aufrichtigkeit etwas verständiges wis- fen, »och rechtschaffene Kunst - Gebräuche lernen, noch weniger sich der Höflichkeit und Bescheidenheit bedienen, und nichtwis- sen wie sie sich gegen ihre Vorgc>etzten, und andern bezeigen sol- Ich i denn wo soll er solches erlernet haben, da er sich nach sei- ner Auslernung nicht auswärts begeben hat? sondern nur glau- bet was sein Eigensinn erdrücket, und ihm beybringet, in Meynung: diß sey die üble Gewohnheit und dünckt sich also mehr zu wißen als ein anderes wvhlvcrsuchtes Kunstglicd. Bey solchen berührten Umstanden kan nichts anders erfol- gen, als daß durch solches uiijiilaßiqcs, und wider oie aller- höchsten Befehle, ersonnenes Wesen in znkunfft noch- gröbere Unrichtigkeiten und Mißbrauche sich äußern müßen, besonders da durch die Vielheit der Jungen Lernung mehrere Gesellen, und letzlich die Buchdruckercyen so gar an solchen Orten, wo we- der Landes-Regierung, angestellte Hofhaltungen, noch Universitäten und Gymnasia vorhanden, sich häuffcn müßen, wie man bereits schon wahrgenommen hat. Diesen ietztgedachten Mißbrauchen zu steurcn, und diegu- ten Gebrauche wieder aufjuhelffcu hat Herr N?errhcr in seiner Historischen Nachricht von der Buchdruckcrkunst einige Vor- schlage gethan, weil aber viele solches Buch nicht in Hände» haben, so hat man selbige nicht vorbey laßen wollen, als: Daß an solchen Orten, wo eine cintzelnc Druckerey, und nicht Jahr aus und ein » zum wenigsten ein redlicher Geselle gestanden, oder gefordert worden^ kein Junge weder zu Aufding-noch Lvssprechung gelitten, es sey dann, daß den ehedessen aufgerichteten Gebrauch nach, von fremden Orten rechtschaffene Kunst Mieder aus ei- ner tüchtigen Druckerei), um die erfordernde Gebühr, da- zu eingeladen und abgeholet worden: oder wenn jader Buchdrucker vor sich so viel Gesellen in seiner Buchdrucke- reyhat, als nöthig sind zurAufding-vdcrLossprechungi so hat er doch jederzeit, um zu erfahren obs redlich darbey zugegangen odernicht? bey der ihm am nächsten liegenden Gesellschaft solches zu melden sich verbindlich ge> macht, und ist ie und allezeit steiff und feste darüber ge» halten worden. d 5 Auf _ jgjj » __ Auf gleiche und rühmens würdige Art hat eine l&bl. Nurn- belgische Societät 1715. den 2östcn Octobr. in einem Schreiben nach Jena folgenden §. gcsctzct: Im übrigen wäre wvhl ;u wünschen, daß von ieder star- tfe» Gcsellschafft auf die iitö sie in der Nahe herum sitzen- de Buchdrucker > wegen des vielen Iungcn-lcrncns, auch der so offt wunderlich gchaltciicu Postulaten, ein besseres und scharffcrcs Aufsehen gehalten würde. Unsers Orts vigiliren wir auf unsere benachbarte Buchdrucker, wegen des vielen Jungcn^lerncns, sehr scharff, und Icidcns nicht, daß einer mehr Jungen, als Gesellen halte; fördert man- eher gar keinen Gesellen, so lassen wir ihn auch keinen Jungen zn. Wenn dieses aller Orten fleißig ol'scrvirt würde, so müste auch manche Winckcl-Druckerey unter- «cgen bleiben ic Ferner fähret Hexr Werther fort: Woftrne ein einzelner redlich gelernter Buchdrucker ein Po- siulatvorzunehmeu, darbcy sich aber eine Ehre zumachen, so ihm auch wohl ;ugönncn, willens ist, tn Mangeluug einiger beuvthigter Personen aber, unterschiedliche von der Na he gcle- gcnen redlichen Gesellschafft anf deßcn Ansuchen, und die ihm dazu die Erlaubniß ertheilet, auserkohrcn, und ihm übcrschi- cket, dadurch denn das Postulat acht und gerecht Kunstlöbl-Ge- wohnheit nach, seinen gültigen Bestand.üWkymme«, welches denn selm'gen Orts wohnenden Buchdrucker in nichts verschlagen, noch ihm dMtwa darbcy zn gewinnen denckcnd'cn Vortheil ent« ziehen könnet" anderer Gestalt ist er ein Postulat auszurichten tiicht befugt gewesen. Ans diesen alle« fließen einige Regeln, so bey der Kunst zu beobachten sind. 1) Wer die Buchdruckerkunst nicht ordentlich gelernet, und redlich postuliret hat, d?r kan auch nicht rechtmäßig eine Druckerey führen, und weder Gesellen fördern/Noch Jungen auf- dingen und loßsprechen. 2) Kei- ,___ «SZ ^ sv-> _ i) Keine Gesellschafft kan ein Postulat halten, die nicht gewiß weist/ daß sie von aller /auch ♦ der geringsten, Befleckung rein sey. z) Man kan feinen, so in einer Streit-Sache ver- wickelt, schlechterdings und ohne gründliche Erforschung derselben davon befreyen. 4) Kein Herr kan einen Jungen aufdingen oder lvßsprechen, ohne Beyseyn redlicher Kunst- Glieder, oder in Ermangelung deren, soll er ihn bey einer nächst gelegenen Gesellschafft las- sen einschreiben und loßsprechen. ■ ■' xxix. Paul Paters Fragen von der Buchdru- ckerey r mit Anmerckungen. ^^unmehro haben wir! alles geliefert, was nur zur Ver- jStff} beßerung u«d Vermehrung unserer Buchvruckerkunfl v£>^ einiger maßen gerechnet werden kan. Ein kleiner Raum» der uns noch übrig war, gab uns die Gelegenheit an die Hand, unsere Pappiere noch einmal durchzusehen, ob wir noch etwas finden mögtcn, womit wir füglich den ledigen Platz «n füllen könnten. Und siehe da, wir fanden darunter noch ein BlStgen, worauf wir die Worte geschrieben hatten: Paulus Pater hat in seiner Dissertation de Germania: Miraculo optimo, maximo, Typis Lit- terarum, Leipzig, 1710. 4to. C. VI. p. '81. seqq. weder hinlangllch, noch Kunstgebräuchlich auf seine aufgeworfene Fragen von der Buchdru- ckerey geantwortet, welches man an seinem Ort __ » §s> __ bemercken MUß. und Ml soll gegenwärtiger Ort ge- widmet seyn. Man trifft aber folgende Fragen und Antwor, «en daselbst an. I. Frage. Hb es erlaubt sey, in einer Republick ohne aslem Unterscheid an allen Orten eine Buchdruckerey zu verstatten? Hierauf antwortet Paul Pater also: Einige beantworte» diese Frage mit Ja, unt> geben zum Bcweiß an: i) 'Weil is in den meisten Europäischen Provinzen gemohnlick, das! man Varinnen diese Rnnst frey und ohne-Hindernis treiben kan; 2) Weil rvohleingerichtete Druckereien einer Stadt nicvr nur ;u einer Zierde , sondern auch 5» großen Nuyen geteicben. fiteaiif crjehter er, baß er sehr vff( einige vvi nchnie Gelehrte ju Dantzig klagen gehöret, daß sich zu selbigen Zeiten daselbst niemand gefunden, welcher ihre Schriften auf seine Kosten drucken können, noch wollen , damit sie bey Auswärtigen ebenfalls wegen des schönen Drucks Beyfall und Käufer finden könnten; dahero hätten sie öfters gewünschet, daß es ihnen erlaubt seyn möchte, eigene Buchdruckcreyen an« zulegen. Übrigens meint er, man müße bey der Beantwortung die-- ser Frage auf die Beschaffenheit des Orts, auf die Obrigkeit und Hohe Schuieu vornehmlich sehen; weil die Buchdrucker insyc>i>cin von den Hohen Schulen Unterthanen waren, dahero man dieses dem Gutdüncken derselben überlaßen niütje, weil es ihnen zukommt Sorge zu tragen^ daß nichts ohne Cen- fuc ; gedrucket , keine Unordnung eingeführet, und kein über- mäßiger Preiß von der Arbeit gefordert werde, Anmerckung. Auf die vorgelegte Frage ist schlechterdings mit Nein zu antworten. Denn die Beweiße derjenigen, welche mitJa ant« werten, sind ohne Grund. Wenn man sich auf dir Gewöhn- heit <$ § ijj g@> ........,..... heitdcr Europäischen Provinzen beruffen will/ allwo es einem jeden frey stünde eine Druckerey einzulegen, wo er will; So mögten wir doch gerne wissen, in welcher Provinz von Europa diese schöne Gewohnheit üblich wäre ? Vermuthlich in Utopia. Außerdem nirgends. Und gesetzt, es wäre auch eine ProvnH zu finden; so weiß man ja wehl, tausend Jahr Unrecht, ist nicht eine Stunde Recht. Was vor Unordnungen und Mißbrauche sollten nicht hieraus entstehen ? Wieviel gottlose und lasterliche Bücher würden nichtansLicht treten, wenn es einem jeden frey stünde eine Druckerey anzulegen ,rvo er wollte ? Und wo blieben diecheylsamcn und weisen Gesetze hoher Häupter, welche aus- drücklich befehlen, daß man nicht an jedem Ort, ohne Unterscheid» einem jeden erlauben soll eine Dnickerey anzulegen, sondern der- jenige, welcher seine Kunst rechtmäßig erlernet, und getrieben hat, kan sichln einem solchen Orr, wo es die Gesetze der Obrig- kcit erlauben, niederlaßen» und nach Runstmäßigen Ge- brauch eine Druckerey anlegen. S. oben N. v. WaSalso die Gesetze verbiethen, kan nicht erlaubt seyn, wenn es auch durch eine üble Gewohnheit eiuqeriße» wäre. Folglich würde es kein Beweiß seyn, wenn man auch darthun könnte, daß in dieser oder jener Pro« vinz Xvtnckelvruckereyen oder -HuScleyei» von langen Iah- ren her gebräuchlich gewesen waren. Es kömmt uns eben so vor, als wenn jemand behaupten wollte, man kan erweisen, daß von Anbeginn der Welt her ein Mensch dem andern seinen Bißen Brodt heimlich abgestohlen habe, folglich ist es erlaubt. DaS sey ferne ! Jedoch genug hiervon. Ein Verstandiger mag wei- ter schlüßen. Der andere Grund hält so wenig Stich als dieser. Wir wollen zugeben, daß eine rvohlemgerichtete Druckerey ei- nerStadt Zierde und Nutzen gebe, allcine hierausfolgt noch lange nicht, deswegen darfman an allen Orten eine Druckerey anlegen. Denn es ist nicht alles erlaubt, was zur Zierde und Nutzen gereicht. Sonder allen Zweifel gereicht es einer Stadt jur Zierde und Nutzen, wo eine Hohe Schule ist. Ist es aber deswegen erlaubt, daß in allen Städten Hohe Schulen angele- get werden? Gesetzt, es wäre erlaubt an allen Orten eine Dru- ckerey anzulegen, würde daraus vor die Republick ein Nutzen oder Zierde entspringen? Wir glauben vielmehr das Gegen- theil. Wenn in allen Städten Druckereyen wären , wo wollte Arbeit darzu herkommen? Wo keine Arbeit ist, da wird nichts ver- ^ __ <$g $ § &>__ «erdienet; wird nichts verdienet, so müßen die Buchdrucker entweder unehrliche Handthierung ergreifen, oder am Ende alle miteinander Betteln gehen; Das wäre ein herrlicher Nu- tzen im!) eine vortrcfliche Zierde vor eine Stadt. Und wozu dient die Erzehlung der Klagen und guten Wünsche einiger vornehmen Gelehrten in Dantzig? dürffcn wir die Wahrheit bekennen; So kommen uns diese Klagen verdächtig vor. Ein rechtschaffener Gelehrter, welcher ein nützliches Buch vcrfcr« tigm kan» wird nicht Ursache zu klagen finden, daß er es nicht sauber gedruckt bekommen könnte. Die Erfahrung bckraffti- get abermahls das Widerspicl. Man reißt sich, daß wir so reden möge», um gut geschriebne Bücher. Man bezahlt die Arbeit theuer und streitet um die Wette niiteinander selbige recht sauber drucken zula^cn. Gvndling», Ramback?«, und vieler rcchtsck)affcncn Gelehrten Schriffren mehr-, können ein Zeugnis ablegen. Ja man proceßirt wohl gar um selbige nach der Verfertiger Tod. Wir können also nicht ciusehen, warum man Ursache zu klagen haben sollte. Wenn auch kci- ne Drvckercy an demjenigen Orte ist» wo ein Gelehrter lebt, deßwegen gehen seine Schrifften nicht unter, er darf sie auch nicht umsonst verfertigen, wenn er nur was geschicktes zu Mark- U bringen kan , er findet Verleger, Buchdrucker, und Äeb- Haber genug dazu. Nicht wahr, es gicbet hundert und mehr Ocrter wo kein Pappicr gemacht wird , und dennoch haben wir alle Pappicr genug? Eben so ist es mit den Buchdrücke- reyen. Bcn solchen Klagen steckt insgemeiu etwas darhintcr, welches unsere Leser gar leicht errathen können. Alsdcnn fängt man an zu wünschen. Ein Wunsch der nicht erlaubt ist, ist allerdings vergeblich und unbillig. Wenn dieses an- gicng, so wollten wir uns wünschen, daß es erlaubt seyn mvgte, von unsers Nächsten Guth nur so viel zunehmen, als nicht nothwendig braucht/ und wir hingegen zu unser Unterhaltung nöthig hätten- Allcine die Obrigkeit hat dieses so gut, als jenes verbothen, folglich helfe unser Wünsche» nichts. Inzwischen hätten die angeführten Gelehrte» ihres Wunsches thcilhafftig werden können, wenn sie nur dcr Ord^ nung hatten nachkommen wollen, die eine löbliche Obrigkeit vorgeschrieben hat. Das ist, wenn sie die Buchdruckcrkunst ehrlich und redlich erlxrnct, mid Kunsigebräuchlich getriebe»: hälttn; j __ «ASch Ajth __ h hätten; So würden sie sich auch eine Druckerei) anlegen, Vormittag in ihrer Studierstnben herrliche Schrifften verfertigen, und Nachmittag in ihrer Druckcrey ihre eigene verfertigte Sa- chen auf das schönste haben Drucken durften. Hieraus wi'rd nunmehro deutlich erhellen, daß der Herr Paul Pater die erste Mennung einiger Leute, die er aber nicht nennet, schlechterdings hatte verwerffcn sollen. Er hat sich auch endlich etwas bcßer besonnen, indem er bekennet, 'daß man bey der Beantwortung dieser Frage auf die Beschaffen« heit des Orts, auf die Obrigkeit und hohen Schulen sehe« müße. Wir sind beynahe seiner Meynung. Nur mit diesem Unterscheid / daß wir erstlich auf den Befehl, ober Verboth der lieben Obrigkeit, und hernach auf die Lage des Orts sehen müßen. Denn wenn ein Ort noch so bequem wäre, und im» scr Landcsvater will nicht; So giebt die Lage an und vov fich noch keine Freyheit darzu. Unser Wille ist den Hohen in der Welt untcrworffcn. Diesen müßen wir Gchorsam iei-« sten, folglich darf auch keine Druckcrey an einem solchen Ort angeleget werden, wo wir, sondern wo selbige wollen. Denn diese wissen am besten was zur Zierde und Nutzen des Landes dienet, und wo eine Druckerei) nöthig ist. II. Frage. Ob drn Waysenhausern Buchdruckereyen und Bücher-Lotterien mit Recht zukommen? ES scheinet zwar, mcynt unser Paul Pater, daß derglei» chen Häuser einer Republick mehr schädlich, als nützlich, wären» weil sie insgemein von allen bürgerlichen Abgaben frey sind; Alleine, deßen ungeacht, muß man diese Frage dennoch mit IA beantworten, weil von den Früchten dieses Nutzens viele arme Kinder unterhalten würden, welchen man nach dem Ge« setz der Christlichen Liebe zu helffen verbunden ist. Anmerckung. Ehe wir weiter fortgehen, so wolle« wir so gleich unsere " ' ' Gedau» ____ Gedanken hierüber eröffnen. Wir sprechen hierzu auch 32C. Meine mit dieser Bedingung: daß die Gesetze der Hohen Häupter dabey nicht überschritten werden dürffen/ welche ha- den wollen, daß keiner einen Buchdruckerherrn vorstellen kan, der seine Kunst nicht ordentlich, wie fichs acbührct, ge- lernet und seinen Hcrrnstandt erlanget hat. Außerdem ist und bleibet er ein Hudler in Ewigkeit, weil er den Ordnungen Hoher Häupter zu wider lebt. Paul Pater fahrt fort seine Antwort mit folgenden Grund zu unterstützen: Hieraus entspringt noch ein anderer Nutzen, daß dadurch arme Wayscn, die eine Gefchicklichkcit dazu haben, bey Zeiten zu dieser Kunst angewiesen, und zum Vortheil des Wayscnhauses im Setzen und Drucken könne» gebraucht werden. Anmerckung. Hier ist wieber vorauszusetzen: wenn der Herr der Dru» Drey seine Kunst rechtmäßig gelernet; So ist der Satz rich- tig. Widrigenfalls ist er falsch. Denn ist der Herr ein Hud, lcr/ so hat zwar das Waysenhauß einen Nutzen davon, in- dem der arme Wayse umsonst arbeiten muß, der arme Way- se aber hat den Schaden, weil er außer dem Ort, allwo er als ein Hudler gebohren worden, nicht fortkommen kan. Doch dieser Nutzen kan vor einen solchen jungen Menschen noch entstehen, wenn es anders ein Nutzen vor ihm heißen kan. daß , wenn er sich hernach entschließt die Lehrjahre bey einen rechtschaffenen Herrn von neuen auszustehen, ersieh sogleich i» seine Kunst zuschicken weiß, da ihn denn senn Herr so gut als einen Gesellen brauchen kan. Sonst hilft ihm seine chma« lige Anführung nichts. ». Nunmehro kommt unser Herr Pater auf die Lotterien. Er halt davor, daß man selbige den Waysenhauscrn mit Recht zugestehen könne, damit ihre Preßen nicht seyern dürf- fen. Und hierdurch wächst den Wayscnhäusern ein ungcmei- «er Nutzen zu, indem von einem solchen Buch fünf tausend, «nd mehr Exemplaria»aufemmal durch die Lovft abgehen, weil nicht __ MMW __ mchr nur der wohlfeile Prciß, sondern auch die Hofnung zu gc* winncn, viele Liebhaber darzu anlocket. Man müßte aber Sor» getragen, daß lauter gute und brauchbare Bücher, Z.E-Bi- bdn, Flavil Iosephl Jüdische Alterthümer, Pastillen, Reisebeschreibungen ^c^ gedruckt würden. Es könnten auch Buchhändler dadurch viel gewinnen / wenn sie auf hundert uni> mehr Lovße einlegten, so müßten sie doch wenigstens so viel Bü- chcr um einen wohlfeilen Preiß bekommen , ohne was sie dabey durchs Looß noch gewinnen könnten. Diese Bücher könnten sie hernach mit Vortheil wieder verkauffcn. Anmerckuilg. Die Frage von der Lotterie gehöret eigentlich gar nicht Hieher. Da aber der Herr Verfaßer davon genrtheilet; so wol- tai wir auch etwas sagen. Wir sind mit ihm, in Ansehung der Antwort/ einig, daß es erlaubt sey, wenn es mit Bewilligung der Obrigkeit geschicht. Allein« darinnen gehen wir von ihm ab. Erstlfch, daß es nicht erlaubt sey solche Bücher zu drucken, wvr- über andere Privilegs haben, welches ihnen Paul Pater zuge- siehet, da er Iosephi Jüdische Alterthümer mit vorschlagt. SX'iin über dieses Buch haben Hohe Haupter Privileg,'« erthct- ter. Gestünde man Wayscnhausern dieses zu, so waren sie privi- ' legirte Brodtdicbe. Oder vielleicht hatPaulpater nicht ge- wußt/ daß dieses Buch privilegirt sey. Vors andere könnm wir den Gewinn nicht sehen, den Buchhändler davon haben sol- Im/ wenn sie auf hundert und mehr Eremplaria einlegten. La-- denhüter und Maculatur würden sie zum Gewinn haben. Demr wer würde mehr davor geben / als es durchs Looß gekostet hat Z Und wo sollen die Liebhaber herkommen, wenn bereits fünftausend und mehr befriediget sind ? Zumal, da die Erfahrung geleh» xtt hat, daß man wohl eher sechszehcn Groschen eingeleget, uni> ein Buch bekommen hat.das nicht über acht Groschen werth war. Wo kommt da der Gewinn vor den Buchhändler her? III. Frage. Ob die Buchdruckerey und Buchhandel ein rechtmäsiges Mittel, wodurch sich auch Gelehrte zu erhalten suchen sollen ? * Hier« ._._ M sie ZH> _ Hierbey hat man zu untersuchen, spricht ver -Herr Viti fasstr: Ob die Gelehrten und andere in öffentlichen Ehrenam- lern stehende Personen nur ihren Gcitz zu erfüllen, oder da sie we- nig Einkünfte haben, ihren Mangel abzuhclffcn, oder durch ih-> re Schrifftcn in der Welt berühmt zu werden, Buchdrnckereyen anlegen. Die erste Art ist einem Weltweiscn qantz unanständig, und bringt einem Christen Schimpf undSchaudc; Die andere Art ist wohl erlaubt und gerecht, zumal wenn ein Gelehrter die Kunst rechtmasiig erlernet, selbige wohl verstehet, und sein Haus!- Wesen,nach dem Beyspiel des großen Äernea/gers, dieses er- fordert; Auch die dritte Art ist nicht zu mißbilligen, so oft die- jenigen, so das Buch verfertiget haben, solches auf ihre Kosteir mit schönen und nach jetziger Zeit sauber gcgoficncn Littcrn aufle» gen laßen. Wenn zumal die Buchdrucker des Orts schlecht versehen sind. Daß ich letzt nichts gedcncke von dem harten und genauen Bezeigen mancher Verleger, die sich gar unbillig gegen den Vcr- faßcr des Buchs verhalten, und vor seine saure Arbeit und Fleiß in Verfertigung derer nützlichsten Bücher/ die sie doch theuer ge- nug verkauffeu, einen Pappenstiel, oder gar nichts zur Vergeltung ihm zukommen laßen wollen, mit dem Vorgeben: Der Gelehrte müße sich an der Ehre begnügen laßen, der Gewinnst gehöre vor sie- Anmerckung. Mit dieser Antwort find wir beynahe völlig zufrieden. Nur die letzten Worte scheinen uns etwas hart, da er vorgiebt, daß mancher Verleger dem Gelehrten wenig, oder gar nichts vor sei-- Arbeit geben will. Wir geben zu, daß es dergleichen Verleger nebe. Wir getrauen uns aber auch zu behaupten, daß die Ursa- che dieses horten Bezcigens insgemein bey dem Gelehrten zu su« chen sey. Wer wollte einem Verleger zumuthen, daß er ein Manuscript theuer bezahle» soll, wovon er stcl; nicht viel Ab- gang versprechen kan. Und gleichwohl dcncken viele Gelehrte, daß ihre Arbeit nicht mitGold zu bezahlen sey, ohngeacht sie her- nach,wenn sie gedrückt, zu weiter nichts/ als Fidibus, gebraucht werden können. Gesetzt aber, es sey der Geitz des Verlegers Schuld daran; So hat ja der Gelehrte die Freyheit feine ver-- fertigte Schriften einem andern Verleger zu geben, der billiger ist. Es werden, doch nicht alle Verleger Geitzhalse zu nennen ftvn. ________ _ Die Erfahrung beweiset ja, daß einem rechtschaffenen Gelehrte» seine Arbeit auch rechtschaffen bezahlet wird« IV. Frage. Ob Schriftgieser zugleich die Erlaubnis haben sollen die Buchdruckerey zu treiben? Der Herr Verfaßer meldet, daß sich vor einigen Jahren in Preußen dieser Streit ereignet habe, und zwar bey Gelegen- tKit eines Schriftgieftrs in der nahlicgendcn Stadt Thor», welche» die Wittcnbcrgischcn Buchdrucker nach Art ihrer Vorsah- reu in ihre Gcsellschasst ausgenommen haben; Diese Sache wäre in Tcutschlond vielen Schwierigkeiten uuterworffen gewesen; Sie wäre aber endlich mit allgemeiner Einwilligung der Nürn- bergerVuchdruckergescllschasl also entschieden worden: " Ob- «' wohl diese Gemeinschaft der Buchdrucker und Schriftgieser " fast hundert Jahr üblich gewesen wäre; So sollten dennoch, zn 5! Vermeidung der Unordnung, und vieles auderu Unheils, so " oft daraus entstanden, hinfüro die Schriftgieser unter die " Buchdrucker nicht mehr gerechnet werden , sie müsten denit " diese Kunst rcchtmäsig gclernet haben, und die Gesellen, so " sich einer oder der andern Kunst unterzogen , waren gewöhn- « liÄ zu straffen, und davon zu jagen. „ Inzwischen, fahret der-Herr pacer fort: wenn es des Vaterlandes Nutze«/ die Ge- wohnheit und Nothwendigkeit eines Orts uiinmgänglich erfo» dernsollte, und wenn sie sich miteinander liebreich verglichen hatten- So hielte er davor, daß die Buchdrucker so garscharff nicht verfahren sollten. Jmmaßen ja auch die Buchdrucker so wohlin Dantzig, als sonsten hin und wieder, frey tind öffent- lich, icdoch wider Recht, den Buchhandel trieben/ ob sie gleich sei- bigcn niemals ordentlich gelcrnet hätten. Anmerckung. Hier kommt es nicht darauf an, was diesem oder jene'm gut deucht, sondern die Billigkeit und der Beyfall gantzer Gesell- schaftcn muß die Frage entscheiden/ weil sich diese auf die Frey- heilen und Ordnungen ( so sie von Hohen Häuptern erhalten ha- § I beti» * __ «HZ S ZS-> _ l>en, gründen- Da nun dieNürnbergischc Gesellschaft, nach Anleitung ihrer erhaltenen Ordnungen. mit Nein geantwortet hat; So wäre es uubillig auf eine andere Seite zu treten. Zu» mal, da wir noch.mchrere dergleichen Fälle beybringen können, baden Schristgiesern diese Freyheit abgesprochen worden, wenn sie die Buchdruckcrkunst nicht ordentlich gelcrnct haben. Wir können ans Johann Daviv Xverthers wahrhaftige» Nach- richten ver Ä»chvruckerk»nst, Franckf. und Leipzig, 1721. 4to. §.27» p. 54- seqq. noch zwey vergleichen Falle anführen. Daviv -Hautt, ein Buchdruckerherr zu Cvsiantz in der Sehwcitz, hinterließ bey seinem Absterben einen Sohn gleiches Namens, welcher die Schriftgieserey. und niemals die Buchdruckerey or» deutlich gelernct hatte. Inzwischen hatte er nebst andern Buch« drucker-Cornutcn sein Postulat verschencket. Da nun sein 93a» ter verstorben war, so übernahm er die Druckerei), förderte Gesellen , unter andern,N3ichael Xvernlein, und nahm Jungen in die Lehre auf, darunter NZelchior Mnxel der erste gewesen ist. Weil aber zwey Gesellen zu Lucern. Johann Wilhelm Sau- mann, von Hamburg, und Christian Deck, von Bayreurh» erfahren, daß gedachter 2?ax>iö Hamr, der jüngere, feine Lehnahre bey der Druckercy nicht ordentlich ausgestanden habe; So haben diese beyde Gesellen weder ihn, noch seine gelernten Jungen, vor rechtmasigeKunstglieber anscheu wollen. Ober sie mm gleich durch Obrigkeitlichen Zwang darzu anHallen ließ/ daß sie ihn vor gut und tüchtig auf der redlichen Kunst erklären sollten; So haben sie sich doch niemals darzu verstanden. Es ist auch endlich durch genaue und richterliche Untersuchung dahin gediehen, daß dieser Daviv -Haurr in dem gantzen H. Röm. Reich als ein-Hudlec angesehen wurde, weil er nicht erweisen konnte, daß er seine Lehrjahre bey der Buchdruckerey ordentlich ausgestanden hatte. Und eben deswegen wurden deßcn gelernte Jungen bey der redlichen Kunst vor untüchtig erklaret. Eben so gieng es Johann Andreas Lin^lius. Er hatte bey seinem Mater , Job Mlhelm Linceliu», die Schriftgicsercy gcler- ritt, und zugleich mit Buchdrucker-Cornuten postuliret, weil sein Vater beydes zu Wittcnbcrg beysammen hatte. Nachdem er sich mni nach Jena gewendet, und die Schriftgieserey daselbst getrieben hat; So hat er sich 1632. und 1684. bey einer löblichen Buchdruckcrgeseüschaft ju Jen« gemeldet, und AnsuchunZ ge- $ v __ » g»> __ than, es mit selbiger zu halte». Allcine, die Gesellschaft hat fciir Verlangen mit gleicher Höflichkeit zurück gewiesen, weil sie sich keinen Verdruß, Schimpf und Verantwortung bey der samt!. Kunst über den Halß ziehen wollen. Hieraus wird man nun- mehro gar leicht einsehen können, daß wir nicht unbillig mit Nein geantwortet haben. Folglich kan mau die Buchdrucker keiner Harte beschuldigen, wenn sie die Schriftgieser in ihre Ge- sellschaft nicht auf und annehmen wollen. Haben sie aber bey- des ordentlich und rechtmasig erl.crnet; So wird man ihnen drn Platz nicht streitig machen. Jedoch panl Pater vermeynt am'Ende seiner Antwork «och einen erheblichen Grund zu finden» wenn er vorgiebt - Die Buchdrucker sollten sich^nicht so hart gegen die Schriftgieser er- weisen, weil doch viele jwiderrechtlich den Buchhandel trieben, den sie nicht ordentlich erlernet hatte». Trcflich lahm geurthei- lct! Gesetzt, welches wir doch nimmcrn>ehr zugestehen, daß einige Buchdrucker widerrechtlich den Buchhandel trieben, wur» de denn dieses eine Folge seyn» daß nun: deßwegen die Schrift« gicser in dieVuchdruckcrgescllschaft aufnehmen soll. Von -ini« nigcn anfalle zu schließen t ist ja offenbar falsch, welches schon die Schulknabcn wißcn. Wir wollen freygebig seyn / und a»6 Spaß behaupten, alle Buchdrucker fuhren widerrechtlich einen Bu6)handel. E. sind sie verbunden die Schriftgieser in ihre Gesellschaft zu nehmen. Wenn es noch so hieße, alle Buchdrucker treiben widerrechtlich die Schriftqicscrcy, folgbar können sie auch denSchrifrgiescrn erlauben dieDruckcrcy zutreiben; So wäre es noch eher eiNjSchcingrund. Da es aber heißt- sie treiben Buchhandel; So können wir in der Welt nicht einsehen, wie der Buchhandel / wenn er anch nnrcchtmäßiger Weise von denen Buchdruckern getrieben würde, den Schristgiesern ein Recht erzwingen könne. Das heißt wohl recht geunhcilt, der Stecken steht in Wiuckel, folglich müßen wir die Schriftgieser auch zu Buchdruckcrhcrrcn machcn. Und was die Hauptsache ist, so kan in Ewigkeit nicht erwiesen werden , daß die Buchdrucker mi- rechtmäßiger Weise den Buchhandel treiben. Der Raum ist uns zu enge, daß wir hier alle Gründe anführen können , daß es den Buchdruckern erlaubt sey den Buchhandel zuführen. Wir können auch dieser Mühe überhoben seyn , da solches» er schied,'- ne gelehrte Männer hinlänglich erwiesen haben. Ah.isveru» e z Lritsch ___% ZH> ___ Fritsch in Diss. de Bibliopoiis Typographis c. II, Th. 2. 3„. tltgfci(5c:n'llbCl'Diss. de abusibus Ty i ographiae Sectione II^ 11. 39. 2TJ««rc»5 RHoSiNS in Diss. de Libris Erudit. C. I'. n. 56 sqq. Dic Gewohnheit, welche durch den Beyfall Hoher Häupter iüuc'.stülzt ist, streitet augenschcinlich vor >»is° Die altern, mittlern und neuern Zeiten legen ein nachdrückliches Zeugnis ab. Wer hat denn dic Bibel, so Johann Faust i;e*; druckt, verlegt und verkauft, nicht ivahi: Faust selbst? Wer Hai Schoffers geduckte Sachen verlegt,n idn wahr, er selbst ? Und wer km nicht, daß dieAlvi, Srcphani, XTioulli/ __ gar leicht scheu können , daß pavl Parcr mit der Wahrheit um das Thor spatzierct fep. . V. Frage. Ob es denen Buchdruckern erlaubt sey selbsten einen Preiß ihrer Arbeit zumachen? Paul Pater beantwortet dich Frage niit Nein; Denn es scheine, spricht er, daß der gelehrten Welt nicht wenig daräy gelegen wäre, wenn denen Buchdruckern ein gewißcr Tax ihrer Arbeit gemacht würde, indem bekannt Ware, daß gcwiße gcitzi- ge und gewinnsüchtige Buchdrucker gefunden würden, welche von unvorsichtigen Jünglingen und Studenten ohne llntci'!"ci>ib so viel Lohn vor ihre Arbeit sich zahlen ließen, als sie von ihiere erprcßen konnten, und dabey auf die Gesetze der Billigkeit in Handel und Wandel gar nicht sahen, viclwcnigcr tte Gleichheit in Ansehung der Arbeit und des Lohns beobachteten, worüber der berühmte Zlrnolv Mengcring in seiner Gewißens^Prüfung har- tc Klage geführet hak, damit sie nun nicht wider Recht und Bil- ligkcU handeln, sondern Ziel Und Mäase, nach Vorschrift der gesunden Verminst halten mochten; So sollte man ihnen nach Beschaffenheit des Ortes und anderer Umstände, ingleichcn nach Beschaffenheit der Unkosten, die sie aufNahrung lind Pap- pier verwenden wüsten, auch unterschiedene Ze.ft vorschreiben. Anmerckung. Es ist Schade daß Paul Pater kein großer Herr geworden ist, so hätte er doch befehlen können , was andere Hohe Men- taten mit besondern Bedacht nicht thun wollen, weil sie es nicht vor gnt bcsuudcn. Nunmchro kau er in dem Reich der Tvdlcn ei- ne solche Rcpublick a»fnchteu,worinnen er einem jeden die Frey- hcit benehmen kan seine Arbeit zu taxircn. Auf der Well wird cs nicht wohl angehen. Weil niemand, als derjenige? so eine Ar« beit verfertiget, eigentlich weiß , was er damit verdienet. Es ist auch deßwegen den BüchdmMn nicht wohl ein Tax vorzn- schreiben, weil die Abgaben, die darzu erforderlichen Nothwen- diqkcitcn, der Aufgang, und was das meiste ist, ihre Arbeit, bald schwer bald leichter ist. Diejenigen, so m wohlfcileu Orten e 4 lebten» __ «HZ ZA- __ lebten, würden nothwendiger Weise reich, und die so an theuren Orten lebten, arm werden, wenn man ihnen einen Tax überhaupt vorschreiben wollte. Es würde auch der edlen Knust wenig da- mit gedienet seyn. Ware ein gewißer Tax vvMschrieben: So ivürdcn wir die elendesten Schriften von der Welt zusehen be- kommen. Man würde die Littern führen / so lauge sie nur noch cineu Schein von sich geben würden, weil man doch eben so viel, «16 vor nen gcgoßcne bekäme. Man würde viele Zierrathen cnt- ichren müßen, und tausend andere Fehler mehr bekommen, weil Sie darauf verwendete Zeit nicht bezahlet würde. Denn waS sauber und aceurat gemacht werden soll, kostet ja mehr Mühe lind Fleiß, als was man nur so hin sudelt. Folglich antworten wir auf die Frage: Es ist den Buchdruckern erlaubt vor ihre Ar- beit den Lohn zu bestimmen. Gesetzt, es überteuerten einige ihre Arbeit, so sind ja genug andere da, welche die Gesetze der Billig» keil und ihr Gewißcn zu bewahren suchen. Man ist ja nicht an einen gebunden- Es ist uns auch die Taxordnung, so wir No» Xiv. angeführet, nicht zuwider. Denn damals waren viele Mißbrauche wegen Absetzung der Müntzen eiugerißen, welchen man dadurch Ziel und Maaß setzen wollen. Da nun aber selbigen gesteuert worden; So ist es mm eine gantz andere Sache. Und insgemein lauft es da hinaus: Der Buchdrucker und Verle- gcr sollen sich nach der Billigkeit mit einander vergleichen. Heißt dieses nicht so viel gesagt: Der Buchdrucker soll seine Arbeit iätfvm , und hernach mit dem Verleger darüber einig werde»,? VI. Frage. Ob bmn die Buchdruckereyen von öffentli- chen Abgaben frey seyn sollen? Hier macht der Herr Verfaßer einen Unterscheid zwischen privileqirten Hofbuchdruckern, iugleichen zwischen solchen die bey niedrigen uud hohen Schulen und bey E.E- Rath Buchdru- cker sind, welchen Patente , Diplomat« alleine zuni Druck an- vertrauet werden. Da sie nun diese Arbeit umsonst und ohne Belohnung drucken müßen ; So ist es ja billig, daß sie von Ab- gaben, wo nicht völlig, doch in qewißcr Maaße befrcnet wer- den. Er führet auch ein Exempel an, baß der Buchdrucker zn Thoren der dasigen Schule nicht nur von bürgerlichen Bcschwe- ruugen __i Gewinn nennen kan. Anmerckung. In dieser Antwort findet man alles, was ein Buchdrucker wohl ilbcrlcacn muß, wenn er sich anrichten will. Es wird aber nicht ein Ort in der yantzm Welt zu finden seyn, wo wir alles bey- sammcn antreffen können. Genug , wenn wir nur die meisten Stücke finden. Ob nicht der Hr. Verfaßer das gemeine Spruch- wort im Sinn gehabt habe: Des Brod ich esse, des Lied ich singe; da er behauptet, daß sich Preußen, und insonderheit Dan« tzjg und Königsberg, vor allen Orten in gantz Europa am besten M Drnckcrey schicke, überlaßen wir andern zu beurtheilen. Wir gebe» zu, daß man daselbst die Buchdruckern) mit guten Vortheil treiben könne, ob cher daselbst so viel Arbeit, als an Mlm atätxn Orten in Teutschland, absonderlich wo'Hohe Schu- Schulen sind, anzutreffen sey , zweifeln wir Willig. Denn wel? soll etwas daselbst drucken laßen, da gar wenig Buchhändler vor- Handen sind ? Ist keine Arbeit da, so wird es den Buchdruckern wenig hclffen, wen« auch alles wohlfeil wäre. Es fehlt dem- naclWichks, als nur derHauptpunct, und dennoch jstDanlzig »nd Königsberg der beste Ort. Die letzten Worte sind wieder- um sehr vorteilhaft vor die HcrrenBuchdrucker, weil ihr Gc- winn der größte vor allen übrigen Handlungen seyn soll, er ist dabey ehrlich und gewiß. Wenn, das erste und letzte Stück so gut als das mitteiste wahr wäre; So wäre also keine reichere Handthicrung in der gantzen Wclt, als dieBuchdruckcrcy. Es ist nur Schade, daß die Größe und Gewißheit dieses ehrlichen Verdienstes weiter nirgends, als auf dem Pappicr, des Herrn Vcrfaßcrs zu finden ist. Die Erfahrung will kein zeugnie gc- den, die Vu6)drucker klagen über den geringen Verdienst, und sind öfters recht bös, daß ihre Bezahlung so gar ungewiß ein- lauft und daß sie dann und wann gar darum gebracht werden. Doch vielleicht bezahlt man nur in Dantzig und Königsberg den Buchdruckern ihre Bemühung so reichlich, und. wohl gar zum voraus, damit sie solche recht gewiß haben. Denn eben deß- wegen sind sie auch vermuthlich die heften Oerter in gantzEu- ropa vor die Buchdrucker. ^ , VIIL Frage, Wie viel Gewinnst ein Buchdrucker von einer Preße wöchentlich bekomme? Da der Gewinnst auf dem taglichen Fleiß der Gesellen an- kommt, und dieser verschiedener Ursachen wegen nicht allezeit ei- nerley ist; So last sich der Gewinnst nicht gewiß bestimmen, zu- mal da er nach Beschaffenheit des Orts, der Lebensmittcl und an- dcre Umstände sich sehr verändert- Wenn die Zeiten günstig sind , so kan ein Druckergeselle mit einem Lchrjungen, innerhalb drey Tagen, einen Ballen oder zwanzig Rieß, und also innerhalb sechs Tagen zwey Ballen drucken. Wenn die Auflage viele tau- send starck ist.ss kan er in einer Woche zehen harte Thaler (»um. mos vncial«) verdienen. Rechne man die-Helfte davon auf Nahrung, Lohn,, und andere, haußliche Nothwendigkeitenj So 1 __ bleiben wöchentlich fünf Thaler fteperi»les) übrig, wvvon man neue Lettern und Nothwendigkeiten anschaffen kan. Anmerckung. Nun rechnet unser Herr Verfaßer gar den große» ,jl)v* ilichen und gervißen Gewinnst der Buchdrucker aus. Er be- mercket den Fleiß derDruckergcsellcn, und schlagt vor, wieviel einBuchdruckerhcrr auf Nahrung, Lohn und häußliche Noth- wendigkeiten verwenden soll. Er setzt ihnen auch den nach seiner Meynung übrigen Gewinnst auf. Wenn wir weitlauftig seyn könnten, so hätten wir gar vieles an dieser Rechnung ausjusetzen. Anfanglich müstcn wir miseinander iii dic lateinische Schule ge- hcn, und uns belehren laßen: ob num»»,; vnciaiis und impc- rialis einerley Müntze wäre? zimlich kleine Knaben würden uns antworten: Numraus vncialis heißt ein harter Thaler von Z2. Groschen. Denn vnciaiis heißt eigentlich zweylothig; Nun ist aber ein harter Thaler zweylöthiq, folglich heißt vncialis mim- lijns ein harter Thaler. d. Imperialis hingegen ein Ncichs- Thalcr tim 24 Groschen. Dieses wißen alle unsere Cammera« then,weil sie es'in ihrem Vocabulario also gelcrnet habe». Wer es nicht glauben will» der darf es nur nachschlagen- Hätten wir diese Nachricht eingchohlet, so siegen wir mit einander znphilo- sophircn an: Wer fünf Reichs-Thaler vor die Helfte von zehcn Karten Thalern angiebt/ der begeht nur einen kleinen Fehler im Rechnen ? Nun aber hat dieses -Herr Paul Pater gethan, folg- lich hat er nur einen kleinen Fehler im Rechnen begangen. Uni> das war eins! Vors andere mögtcn wir doch gerne wißen , wie viele eanstnd eine Auflage starck seyn sollte, wenn ein Drucker zehcn harre Thaler damit verdienen soll/ und zwar in sechs Ta> gen? Dergleichen Bücher, wovon die Auflage viele raufen» starck ist, sind uns, außer denen Calcndern, unbekannt, uno diejeni- gcn welche etlicbe tausenv starck aufgeleget weroen, sind sehr rahr, und insgemein nicht groß , folglich! hatte der Verdienst gar bald ein Ende. Dergleichen die 21.-5Ö. C> Bücher/ Evange- lia, Psalw.büchcr und Catcchismi sind. Da nun also ein Buch uicht viele tausend starck gedruckt wird, so kan der Drucker m» möglich zehcn Thaler verdienen- Wo bleibt dcirn der Setzer, soll dieser umsonst arbeiten ? Doch nein, er soll auch wa? ''ekoin- inen, und wir wollen die Rechnung also einrichten: Eine Auflage soll __ __ soll ein tausend starck seyn; FünfBogen müßen gesetzt werden» wenn ich einen Ballen drucken will, weil ein Ballen 5000. Bogen hat. VorfünfBogcn zu setzen gebeich 2Rthl. 12 gl.und dcm Drucker 2 Rthl. 2 gl. vor 5000. zu drucken, beyde also 4 Rthl. 14 gl- der Corrector bekömmt 15 gl. so bekommt der Herr nichts, er muß 5. gl. zu büßen. Es soll aber auch eine Auflage 2000. starck seyn. Der Setzer bekommt vor 5 Bogen 2 Rthl. 12 gl. und der Drucker vor 10000 Bogen 4 Rthl. 4 gl. und also beyde 6 Rthl. 16 gl. So bliebe dem Herrn wöchentlich nach Äbzug der tzorrectur 2 Rthl. 17 gl. Gewinn. Wo verwendet er selbige hin ? Ans Essen, und Trincken, Kleider, Gesind, Miethe, Ab- gaben, undandcre häußliche Nothwendigkeiten. Wo nimmt er Farbe und Ballenleder her? Der Dnickerjunge will auch bey solcher schweren Arbeit mit Wasser und Brod nicht zuftie- den seyn. Und wo sollen endlich neue Schrifften herkommen? Laßt ihm auch wöchentlich etliche Thaler haben, so wird die Rech, nnng werden: Er kan zwar als ein ehrlicher Mann leben, aber 0 von 0 geht auf. Wo bleibt also der große und gewiße Ge- winn ? Er ist verschwunden, und unser Herr Vcrfaßer hat sich sei- bigen also eingebildet. Der Anfang seiner Antwort ist wohl am besten zumercken. IX. Frage. Ob es erlaubt sey gedruckte Bücher theuerer zu verkauffen, und wohlfeiler einzukauf- fen, als ihr innerlicher Werth vermag? . Diese Frage niit Nein zu beantworten hat man folgende Ursache»^: Weil dergleichen Gcwinsi mit dem Gesetz der Natur streitet, welches uns vorschreibt: Daß wir mit andern Leuten eben so umgehen sollen, als wir verlangen, daß sie mit uns umgehen sollen. Nun will aber Niemand, daß man ihm eine Sache theurer anschlage, oder das seinige um einen geringern Preiß abdrücke, als es werth ist; Dahero soll auch er weder seine Sachen einem andern theurer verkauffen, noch fremde um einen geringern Preiß m sich handeln, als sie werth sind. Vors an- g __ « M ZH> ___ «nderc, weil dergleichen Kauf und verkauf mit Bctrua verknüpft jst, welcher aber bey keinem Contract erlaubt ist, weil es der Bil- ligkeit zu wider ist/ welche haben will, daß man im nmtau- sehen eine solche Gleichheit beobachte, daß keiner betrogen wer- de- Also sollten wir einem Buchhändler von Rechtswegen mehr . geben, wenn er uns aus Unwißcnhcit ein rahrcs Buch wohlfci- ler biethet , als es werth ist. Die Billigkeit will es haben, die uns gleichsam einen heimlichen Vcrwciß geben wird. Es sey denn, daß er freywillig von seinem Recht nachlaßcn wollen, vnterdeßen ist es erlaubt, cin Buch tthcucrer zn verkanffen, als es werth ist, wenn siel) zufälliger Weise ein besonderer Um-- stand äußert. Wenn ncmlich das Buch, so man kaufen will, uns zu einem besondern Vortheil gereichet, oder, wenn ein Theil alleine zur Ergänzung eines gantzcn Wcrcks nöthig ist, oder wenn wir besonderer Ursachen willen eine L^cbc darauf gc- worffen haben, alsdeun ist es der Billigkeit nicht zuwider, daß Wir etwas mehr davor geben, als es werth ist. Man erzchlet 3>oti dem bekannten Buchdrucker zu Wittenbcrg, Kannst £.jjft, daß er den sccl £> Sucher gefragt habe, als er bald sterben zvollte: Ob ihm GOtt diese Sünde vergeben würde, daß er die heilige Schrift, so er zum ersten mal gedruckt, etwas zu theuer verkauft habe ? Allerdings, sagte S-vther, dieses ist gleichsam ,:in Wucher Aegypti, womit GOtt die Wittenbergischen Israc- iiten bereichert hat, damit sie nicht ohne güldene, und silberne Gefäße von dem undanckbahrcn Teutschland ausgiengeii. Aninerckung. Hierinnen giebt der Herr Vcrfaßer so wohl den Buch- HZndlern als auch Buchdruckern eine nöthige Prüfung, wie sie fich bey Einkauff- und Vcrkauffung ingleichen bey Nmtauschung ihrer Bücher gegen ihren Ncbcnchristcn verhalten sollen, damit sie nicht wider die Billigkeit sündigen, sondern bey jeden ihr Gewißen in eine aute Sicherheit setzen möge». Bey der Er- zehlung von ^>«nß duften haben wir weiter nichts zuerinnern, «Is daß der tüchtige Beweis? fehle. Vßan erzehlt, man sagt, mm schreibt, ist bey UNS Niemand» X. Frage. X. Frage. Ob der Calenderhandel, unter allen Buch- drucker Waaren, der alleceintrag- lichstesey? Es könte hiervon vieles aus der Erfahrung von so vielen Jahren her beygebracht werden; Allein zu Vermeidung eines üblen Ruffs.Argivohns und solcher Laster, wodurch man sich Fein- de macht, die Gemüther verbittert, und die Handlung siöhrt,ge- fallt es unsern Herrn Verfaß er mit den Worten N?olffg«ng Bravsers, der in Nürnberg Sccretarius der Rcpublick war, so wohl diese Frage» als auch alles, was er hier gedacht, zu ver- siegeln. Derselbe meldet in seine» hurtigen Briefsteller im 5. Cap^p.261.folgendes "Man frage in denVuchdruckereyen " und Buchlädcn welche Arbeit, Bücher und Schafften am «' starcksten abgehen, so wirb sichs finden, daß man den besten " Nutzen von dcn Calendern hat; Also daß, wie ich glaub- " würdig berichtet worden, manches einigen Autoris, der et- « was berühmt, über die 100000 Exemplar vor zelten verkaufft « worden. Und welcher Buchhändler wäre zu bereden, auch « das beste Buch auf seinen Verlag drucken zu laßen, wenn er « wißen sollte, daß es wie die Calcnder, nur ein Jahr gelten, «« was aber inner Jahres oder halben Jahres Frist nicht ver- " kaufft ,;uMaculatur werden sollte.,, An- Anmerckung. Wir können nicht einsehen, wie der Calenderhandel der beste seyn soll. Erstlich gilt ein Calender nicht viel; vors an- dere werden dieCalender bald j zu Maculatur, und drittens kostet der Druck ber Calenber ungemein viel Mühe wegen bcr verschiedenen Farben und der Setzer bringt auch nicht wenige Zeit damit zu, wegen der vielen Zeichen. Und wo bleibet da6 Stempelgeld? Es muß alles mit Steuergeld bezahlet werden. Brausers letzte Worte sind uns zu dunckel. Jedoch wir wollen «ns nicht ferner aufhalten, sondern hicmit unsere Anmerckun- gen schließen. Sollten wir einen Fehler begangen haben, so werden wir selbigen in Zukunft zu verbeßern suchen und unter- deßen keine Ealender darüber machen. D ) o ( G Register Derer in diesem Wcrcke vorkommen- [Nota. Weil nicht «lies «nter einerlei) Signatur und Columneit; Ziffer» in diesem Wercke fvrtläufft, so dienet dem geneigten Le- ser beym Nachschlagen im Register zur Nachricht, daß Vor. Herrn Kapvens Vorrede, R. i£. den Ruryen Entrvurff, F. D. das Format-Duch, zwey Römische II. den andern Theil, und R.A.u.V.G. die R«chö-Abschiede und Duchdrucker-sq- „ l \i ^58. Agncola , Conrad, oder «öctiier / seine Druckercy, BuchbandciundJnsigne. U.92. Ahle, was? F-B-164. 2l -aun> wozu sie beym Drucken nützet. F. B-164. Alex, Siegmund Gabriel , Buchdruckers zu Frf.an der Oder Leben und Insigne. II. 46. sq. Alphaber.inunterschiedene»Sprachen. F.B.33-sqq« Älphadcc, am Himmel. welchen es gleichet? II. 152. in vielerlei) Sprachen, ob sie erdichtet. II. i58.1qq. Alpbabet»m Angelkum, obö eins gebe? lJ. 1^2. Ändreä, Ioh. Benjamin, führt Druckerey und Buch- hai-dklinFif.a.M. II.41.sc1. Andrea, Ioh. Buchdr. inFrf.a.M. 1«. 36. . * Ioh. Vhit-pp/ f t » II-36. * * Matthias • - « II. 36. AnfimgsvuchikabeN/deren B-schaffenhelt.Il 191 .sq* ÄnfüdreZ«span,wocinnesein Amt bestehet? F.B-I97» Ausbittden, was? H.194- Anführen^ durch wem? geschicht? F.B.i^ A^feucbren, was?II. ic)-. Verftdavon. ib d. Anreverag, welcher? ' F.B-104. Antiqua-Q cfrtfic F. B. 164. II« 192. sq. Amrm-, O )"( W Anrrirr, was? F.B. -64. Anweisung, eines Sctzcrs und Druckes., F.B. 164- Andrea?/ Buchdr. inAutlspurg. U.6. Äcadiftd/Alphabct. F. B.4i.Vocaksuno Ziffern. 42« Armem iU, Alphab-t. F.«. 48-sqq. Arnold, Michael, Buchdrucker in Nürnberg. {f. 103. Arnoidus, deColonia, oder Cokmicnsis, Buchdr. in- ^eipjig. K.E-9l. Arrtcru!. was? 11.19z. Arttcuis.Äriefe, was? II. 19z« ° Afp, Zacharias, Buchdr. zu Strengnas. ll, 132» Ä, w-lcher? F.». 164.1?° Atlas , worzu er gebraucht wird ? F.V.165. Auvri, Johann, Buchdr. in Franckfuttam Mayn. II. ?5. « * David, II.Z5. Auersbaw, Salomon, Buchdr. in Wlttenberg. K.E. 79- Ausgingest, was? 11.19z. Aufhangeboden.wi? er beschaffen seyn soll? F.B.iös. Aufhangen, der abgedruckten Bogen. F. B. 165. Auflage, was? II. 194. Auflösen, was? II. 194. Aufschlagen, was? II. 194, Augspurg, soll der Erfindunge-Ort derBuchdruckerey seyn. K-E. 56. was sich vor Buchdrucker da nieder- geissstt»? II. 4. sqq. Aushängebogen, vor wem? F.B. 165, Ausrecdnen, ist eine Kunst. F. B. 112. worinn« sie Auftragen, was? II. 194. bestehet? AusZ'cbneiden, was? Ausschuß, was? Auszetcbnsn, was? Autor, was seine Schuldigkeit? f- 112. sq. 166.. II. 194. F.B. 21,?. F.B. 166, %u* D ) o ( D Bauchofer,IohannIacod,Buchdr.mIcna. KE.82« 25aumann, Georgs Buchdr. in Erfu^h. II. 20. Bavaru«, M. Conrad, druckt in Leipjig und Halle. K.E.'09. 23ecF, Johann. Buchdr. in Erfurth. II. 21. Beckmann Andreas B 'chvr. zuFrf.ad.O. Ii*43- Bcicbiing, Zacdariae von , strcichl den Nutzen der Bucbdrucker,Kunst heraus. K. E- 4. Äekennrnlß eines Cornuten. F.B. 166. sq. Bcnecke Ruk,olff, Hamburger Buchdr. kven.U.bo.tcz. Bengd, n>a«? F. B. 167. Berechnen, F. B-' 67. Lergellanus, Joh.Arnold, sein tob von Guttenber, gen. K.E. 58. bergen, Christian, Buchdrucker in Dreßden, führt sichselbst zum Jnfianc. II. 15 von Bergen, siehe tNonranus. Bergen, Gimct, hat zu Dreßden mit Stöckeln elne ge« meinschafftlicheDruckerey. K.E.7». woergebohren. K.E.72. seine«Sohnes Postulat amJubct-Festcin telpjig.72. ihrJnsigne. 7-- ftiji Bertin, hat beyzeiten der Buchdrucker,Kunst Platzte« geben. 1l.7> Berling, ErnstHeinrich, seine Geburt. II. n. sq. lernet di« Kunst, reist darauf , wird nach Copenhagen verschrieben, heyrathet daselbst, legt eine neue Dru, ckerey an und liefert die schönsten Wercke. II. 12. Berwald, Jacob , wa« er gedruckt? K-E- 97» sein Tod, fortgesetzte Druckerey und Jnsigne. 97. Berrvalv, Zacharias, behält seines Vaters Jnsigne. K.E. ios.dessenSohn,Iacol?,thuteingi. 106. Bescbimpffung, was? 11.195. Bescbrvevren, was? It. 595. Beftoßzeug, was? II. 95- Beurmann, Johann, seine Druckerey zu Jena wird endlich verkaufft.K.E. 82. seineInsigne. N.67. f z &vgtt, ) " ( G Be?er, Heinrich, sein Leb-nund Tod. Il.-l.iqc,. Beyet, Johann, HatDruck. rcy und Buchhandel zu« gleich. K-E. 100. ftinJnsignc K. E. ioo t ll.2. Beyer, Tobias, fein Tod und fortgesetzte Druckerey. K- E->c>8. ftinInsiqne. U.Z. Biclmt^ioreM*, welche Druckerey er gekaufft? II. 100. Äüdniß Gcbriffc, bey wem solche üdlich ? Il.195.tq. Blllmgsley . Johann, wessen Druckerey er geerbt ? II. lz-. llz. drucktauchzu StrengnaS. ' Il.iz2. BfcrcFnisttiit, Vuchdr. inAboa. II. 138- Bt? cken, Sicgmundvon, beschreibt derBuchdruckcr Priv : legia. K.E. 6- Birrsrst, Christian Benjamin, seine Geburt, Drucke- rey und Insigr-e. K. E-1 z?• lz. Blasebalg, worzu? F.B. «67. Biafttthilr, was? F.B. 167. Blättert, was? §.25.212. BlecH , besehe Blech, was? II. 196. -Ble^rvage, was? II. 196. sq. Block, Johann Friedrich, wird dem Berlinischen Hof, Buchdrucker adjungircr. II. 7. Blum, Michael, seinJnsigne. . K-E-96. Bodinus, Johann, sein Lob von der Buchdrucker- Kunst. ■ K.E.z. Bött^er, GregoriuS,Buchdrucke? in Leipz. K- E. 9°«% BorcDhardt, Joh.Buchdr.inWittenberg. K E-79. Borck, Au.vlst, - , - K.L.79. Borgois, Frcctur, F.B-152. von wem sie^eschnit- fen*? 152. Schwacher, VvNwcni? 15z. Antiqua und Cursiv , von wem? 159. Boefeb, Wcndclir.us , Buchdr. in Nürnberg Il.90. Boxhorrt, Marcus Zurrius, wen er vor den Erfinder dcrBuchdruckereys>eha!te„ ? K-E- 28. sq. Brandenbl,rger,Joh. Cl)r. seinLeben u. Tod. K.E.N9. Brander, Marcue, ob er der erste Buchdrucker in Leipj. gcmftn? K-E. 87. Bran, G ) v ( A _ Beandw Moritz, ob er mit Brandcrn einerley Person fty? K.E 88- hat die Buchdruckcrey nebst den Stückig getricbca. . 88. Z5randr,Iust!nizö. Buchdr.in Idp^. K.E i 19. Braskii Johannes, wohin feine Druckerey s.cbracht worden? II. 133. Breckenmacber,Caspar Buchdr. inAuttspura. U.6. Brn'tfcopfF, Bernhard Christoph, ftine Mburth Ehe, Kinder, gedruckte Schrifftcn und Insiqnc. K. E> r? Sckrjfft Probe in seiner Gi'sserey. F.B-i45- Bringet, Johann, Buchdr. in Frf. a. M. u. ,5« Bringet:, Johann,Buchdr.zu.Frf.a.d.O. H-43- üin Insigne. II. 44» Brocken, ZachariaS, Buchdr. zu Strengnas. 11.13 s- Brsdr, roorju? F.B> »67.sq. Bronner, Heinrich Ludwig, sein Leben» I l. 42. Brücke, was ? F.B-163. Brüningh, August, Buchdr. in Wittcnbcrg. K.E-8c). Bucl? - dessen unterschiedene Bedeutung. F. B. »68. von Papier, wieviel ee Bogen? 214. ZAuch,Christian Franc!scu6, Buchdr.und Handler, siin l 8f.s??. U« 67. sqq. können nicht aufs I-i» bel-Fest nach Leipzig kommen. K-E. 8-. Leipziger. K. E- 84. sqq. sind mit schuld an Druckfehlern. F. 2?. j22.sq. sollen gelehrte und fi'ißige Conectore» su, f 4 chen. D ) o ( G chen.F.B.125. wormit er umgehet? F.B. 171. dürffen Degen tragen. R.A- u. 23. O. no. X. sind von der Land-Mililz und Excreiren frey. no. XVIII; ob sie Buchhandel zu treiben berechtiget? no. XXIX. IV. Frage, ob sie Preiße ihrer Arbeit selbst setzen können? ibici. V.Frage.Augspuraer. II.4.sqq. Berliner. Il.7- Braunschweiger. lLg. Coppenhagcner. II. s.sq.Sii» striner II. 14. sq. Erfurther. II. 20. sqq. Gothische. IL47. sqq. Franckfurter.il. Z4-sqq. Hallische. 11.49. sqq. Hamburger.ll. 60.sqq. Helmftädter.ll.62.sqq. Magdeburger. II«75. sqq. Nürnberger. II« 8z. sqq. wer der erste in Nürnberg gewesen ? lt. 84. Prager. II.wz.sqq. Regenspurgcr.il. 111, sqq. Stockholmer. II. 119.sqq. Upsaler. 11.128. sqq. andere Schwedische. II.izo.sqq. artige Uberschrifft auf sie. II. 197. Buchdrucker^ haben die Teutschen nicht den Chine, sernzudancken. K.E.iZ. vielweniger denen Scythen» ibid. ist unterschieden von Schrifft-Graben in Stahl mt> Müntzen. K. E. 19. wenn sieerfunden? K- E. 34. sqq. 5Z. sq. was man dabey vorgenommen. 45. durch wen sie in der Welt bekannt gemacht worden? 45.47. was sie eigentlich sind. F. B-172.sq. voran« dern berühmte. 17z. ob sie aller Orten anzulegen? R-A u. 23. O. no.XXlX. l Frage, ob sie von Schrifftgiesscrn zutreiben? ibid. IV. Frage, wie sich Gesellen in unredliche«;» verhalten ? II. 197. Buchdrucker , iL^h, wer ihn thun muß ? F. B. i7Z-sq. Buchdrucker-Farbe. F.B. 174. Buchdrucker-Geselleu , denen wird Zancken und Schlagen verbothen. R. 2s. u. 23. . sqq. was darju den Grund qelegt. 30. ist teutscher Geburt, zz. sqq. in Mayntz erfunden. 42. sqq. ihrGeburtS'Jahr. 5Z- lq. noch anderc Oer- ter,wosie erfunden seyn soll. 56.Regeln,so dabey zu beobachten. R. A. und B- O. No. XXVIII. wo sie mit Nutzen getrieben werden könne? No. XXIX. Vlu Frage. Buchdrucker, Ordnung/ wird denen Leipzig, und Wittenbergern confirmi«. R. A. u. B. O-No. XII. den Franckfurtern ertheilt. XX. den Nürnbergern. XXl. den Dantzigern. XXII. den Augspurgern. XXIV. deren Beschreibung und verschiedene Erthetlung. II. iv7.lq« Buchdrucker« Vortheil, welcher ? II. 15.8. Buchdrucker, Wappen, wie es in Farben auesie, het? II. 19t- Buchhändler oder Buchführet/ sind schuld an Druckfehlern. F. B. 120. sqq. was es vor Leute sind. 174. sq. Überschrift auf sie. II. 195- Buchhandel/ ob sich Gelehrte damit erhalten sollen l R A.und B.O.No.XX!X.///.Frage. Buchstaben, der ersten Beschaffenheit. K-E. 37- 55> fz wo- __ G ) o ( D __ wovon sie gemacht werden? F.B- !75--?,orirr^de- rcnBcsKaffenhcjt und Brauch. »75. Erfindung. II. I ?o sqq. wer deren erster Erfinder ? II. 153. sqq. ob ihr Gebrauch ewZa? 11.15 z. Bücher, Grkchisth?, wer die ersten gedruckt? K.E.6-. sq. Arabische wer sie zu erst gedruckt ? 6y. was vor Ab, gaben davon beym Aus-und Eingehen. F.B-140. sq. 175. sq. prjvilegirtt, wo sie Eingeliefert werden müssen? F.B. 2-!. sollen ohne Revision und Censur nicht gedruckt werden. R. A- und B. O- No. IV. V. VI. X V. XVI. XVII. XIX. ob sie über ihren Werth ein, znkauffcn und zu verkauften ?No.XX!X. /^. Frage. BÜtdtr - Hottevitn, ob sie den Wäysen-Häuftrn mit Recht zukommen? R. A. und B.O. dlo.XXIX. //.Frage. Bücher Vifit&tioncs, werden verordnet. R. A. undB.O No.VT. Büchse, was? F.B- »76. Bünisdorf.IsS.Rudoiph, was vor eine 3>»tfem> er gepachtet? 1 K>E-8z. BüekKnechr F.B. 213. Bürrkrücke, was? F.B- -12. Büttloch, was? F.B. 2i2. Bundsteg, welcher? II. 198. Burckdardi, Georg Boktlieb. versieht feineDruckerey durch Faetvrs und verkaufst sie endlich. II. 123. Busche, was? F.B-213. Burce^wae? i F-B.2I2. c. t^Alender, woher dessen Nahme? F.B. i76.seinIn. ^ halt und gewöhnliche Zachen. 176. der Buchdrü« cker. 177.247. sq. Talendet-^>andei/0b er der einträglichste unter allen Buchdrucker, Waaren? R. A- und B- O- No, XXIX, Frage. • Cal- ____ 0 ) o ( D , _ Calmar, wer zu dasiger Druckercy beförderlich gtnw ftn? II. 129. sq. Campanus, Johann Antonius, wer er gewesen ? K. E- 14. iq. soll dtc Frantzosen vor die Erfinder der Buch, drucker-Kunst halten. K-E-1 s-Tq. seine Inscription, auf Ulrich Han. 16. Canon-, grobe Fractur,F. B. 148. kleine Fractur. 148. wer sie geschnitten. ,48. grobe Antiqua und kleine • Antiqua 154. iq. vvNWem? 156. Capitalien, tt>ae? 11,199. Capitals rcxie? II. ,99. Capital Buchstaben, welche? II. 199. Carvanus Hieronymus, zieht die Buchdrucker K^nst allen Künsten vor. ££, 4, Cartoucbe. waS? F. B- 177. Lastaldu«, Philipp, soll Erfinder der Buchdruckerey seyn, und Fausten die Kunstgelernet haben. K.E. 20. Cellarius, Christoph, Pachter der Lanckjfchcn Drucke- ccu in Leipzig, zieht nach Zeittz. K- E- > - 6. Cemo, /intonius del, streitet für die Italiäner in Erfin- dung der Buchdrucker-Kunst. K.E. 20. Censorcs, wer sie bestimmt? F.B. 177. zu was (£iw de? 177. Censur,vomLandesherrn geordnet. F.B. 177.R.A. und 35 0. No.IV. V. VI. XV. XVI. XVII. XIX. Ctntefimo - Duodccimo - Format, Mit 7. Signaturen. F.B.?l. Centcfimo- $Qtmcitett,was? F.B. 1784 Corsstruction, was? li. 200. Consumtions, Acctse vom Papptet. F. B. 178. Lopri- 1 D )->( W CoptiscbesAlpKaber. F.B.4ü.sq. Cornure , eines deponieren Bekänntniß. F. B. 166. sq. 178. sq. Cornuren Geld, was? II. 200. Cornucen-^ur. was? II. 200. sq. Corpus,aufDclcendiatN' Kegel. F.B. i5i.Fractur, 152. wer sie g^schniitcn? 152. Schwabacher 152. Antiqva u. Cursiv von wem? »58. sq. Ebrätsch u. Griechisch von wem? 160. Correcrores, findSchuld an Druck,Fehlern. F.B. I2Z. sqq. Darüber singt Mengering 124. was sie zu wissen nöthig haben? 128. ihre Beschaffenheit. 17 9. EorreccureN/ wie sie zu verfertigen. F.B. 126. sq. was? 179. sollen wohl verrichtet werden. R.A.und B.O- No. XV. Coreecrur>Ze»'chen. F.B-179. Corrigiren, e»ne dem Setzer verdrießliche Arbeit. F. B. 107. woher es kommt, ,07.sq. was derSetzer darzu brauchet, u. dabey zu beobachten, 108. sq. doppeltes. 179. Corrlgirstuhl, was? F.B 179. Lorvinus, Christoph, Buchdr. in Franckfurt an M. II.Z4.seinInsigne. II. 57. Coffer, siehe Rüster. Cramer, Johann, Buchdr. in Nürnberg. II. 89. Crany. II. -öl. Crany-Iungfer, welche?' II. 201. CrarS/ Johann, oder Rraffc, wessen Bruder er gewe« fen? K-E.77. was ergebruckt? 77. sein Insigne. 78.II. 142. Credit*, Herr de, Univerfitatö-Buchdrucker zu Lunden in Schonen. II. 136. Aettiscbes Alphabet, F. B- 75- Zahlen. 75. ^ D^mlllisch Alphader, Anmerckungen darzu. F-B- 53. G Daniels Jac. Buchdr. zuStrcngnaS. II.131. Daubmann, Ioh. Buchdr. in Nürnberg, sein 3n* signe. II. 88. sq. Decwio- o^o-Format, in kurtz, bcjlcn Ausschics« sung. F.B. 22.sq. 'Decima Qjiano. Format, dessen Beschaffenh. F. V. 20. Decimo $exto. Format, wie es zu schicssen. F.B. 2s. Deckel,was? ; . F.B. 180. Dedekind, Fr.Melch. Buchdr. in Erfurth. II. 20. ZÖedicarions» Viguwtm, was sie vorstellen? F. B. ,-,..! Igo.sq. D?fefl.,\t>ig? H» 201. sq. Dcfner^ Gear. BuchdMnLclpzjg. . K E.100. Degcn, was? F.B. igi. wer solche tragen darff und. wer^mcht? R.A.u.B.O-^o.X. . II. 202. Denckspduch, werihnqiebt. F- B. 181. Depost'.-ion bey wem sic gewöhnlich. F. B. 182. (q. jjoft sie bey denen Buchdr. verrichtet wird. 182. Iqq* D?pcMoi-'/ seine Verrichtung. . F. B; 18 3. sq. 19°. DeUeff^n. Met. Buchdr. in Augfpurg. I!. 6. Diebi/Balth'asar, sein beschrieben tcbcn. II« 38. Dieceicd, Alexander Philipp« wessen Buchdrucker ec gewesen? II. 91. Diphthong welche-' 11.202. DißinEimes« II. 202. ■ Do-- m ) • X D Dobroslau , Carl Ferdinand Arnold von, Königl. Hof Buchdr.in Pragtcbcnu.Insigne. II. 103. sq. Doppel - Mittel Fraccur. F. B. 148- wer sie W schnitten? F.B. 148. Antiqua. 154.sqq. von wem? 156. Cursiv von wem? 156. ^Doppel? Cicero* Antiqua. F. B. 156. von wem ge, schnitten? 156. Drimvorn/Johann/scinLebcn und gedruckte Schriss» tcn. II, 64. sq. Druck, wi-vielerlcy? F.B. 190. Drucker, worinn? ftiae Arbeit bestehet. F.B. 172* Druckerey, der Cchin-ser von unserer uoterschtcdcn. K. E. li.lq.incinerVignette vorgestellt. F.B. lgo.sq. wosieanjuleqeu erlaubt? F.B.259. R-A.u. B.O. lSIo. V. VIII.XL wem die inspection darüber aufgetragen. No. XIII. ob sie den Wayftnhausern mit Recht zukommen? No. XXIX. //. Frage. Ob sich Geichr- te damit nähren sollen. UI. Frage. Ob sie von Ab» gaben bcfr yet seyn sollen? VI. Frage, übliches Drucker,Hauß, welches K.E.46. wer darinnen ge» wohnet. ibid. Drucker-?.nabe, wie er zum saubern Drucken anzu» fcühren? F. B. l i z. sqq. seine crftderle Leibce - Be- schaffenheit. 114. Druckfehler, woher sie kommen? F. B. 96. sq. ver- nünfftiaeGedancken davon. ny sqq. 190. Druck-Pappier, dcss:n Verfertigung. F.B. su. sqq. vom Schreib-Pappicr unterfchi. den. 215. D-'Ullinann,Joh.Georsi,Buchdr.in Frf. a.M. II. 36. D//^»en wie sie zu sckicssa:. < F.B.z» Dümler, ZercmiaS/verkaufft seineDruckerey. II. 98. sein Jnsigne. ibid. Duodaimo, Format, inG-vex-dessen Au6s6)iessunz F.B. lss.sq. inHedräischen. l7'M^KNg. 18. II- s/4. DurchztcheN/ was l ZB.21Z. -lLdexdx W )o( D G s s^Berdt/Joh. George Buchdr. in Stockholm. II. 122. ^ Eberc, Zacharias,Buchdr> in Wittcnbcrg. K.E- 79- Egenolf Christion, Buchdrucker in Franckfurt am Mayn. II.Z5. semInsigne. II. 144. lLg^ptt'sch Alphabet. F.B. 46. *q. EgVpriscde Sprache, dcrenBeschaffenh. II. 195-% Ehrhardrilche Schriffc- Proben, siehe F. B.nach pag.iÖo.subNo.I.II.IIl.IV. Ehricv, Paul, wessen Drucker«) er gekaufft. K-E-8Z. jLichborn, Andrea«, Buchdrucker zu Franckfurt an d. O. H.4Z-seinJnsigne. II.44- LichhorN/Friedr.Buchdr.juFrf.anderO- %. 4Z. - , - Johann, * - II. 4Z- t # - Salomon, s ■ * II. 4z. Eichhorn, Joh. erhält ein Privilegium. II. 4z. was er gedruckt? ibid. Einkeilen, warums gefchicht? II. 202. Einlage oder Linlegegeld, was 1 F.B.! 90. Einlegen, was? 11.20z. lLinscblagen, wer solches zu thun 1 II. 203. Einstechen, was? II. 202. sq. Eintragen, was? g.B.212. Eisen, Fertig mach Eiftn,wa6 ? II; 20?. Eisen. Schneider, was deren Kunst erfodert? F. B- 208. sq. Eisfeld, Jacharias Heinrich, sein Ursprung, erlernte Kunst,Ehe und erlangte Druckerey. K.E. 138. sq. Emmel, Egcnolf,Buchdr. inFrf. am M. II. 35. Enäus,Olaus, Buchdrucker in Stockholm. II. 122. waeergeworden? II. iej. sq. f£näu$, Olaus Olai, wo er seine Druckerey geführel 1 II. l2i. wird erster Buchdr. zu StrengnäS. II. 151, am Ende, Valentin, Sein Ursprung, Leben und Tod. K-E- ro6 sq. offt gebrauchte Worte. 107. End, _ G ) o ( p lLndrer, Balthasar Joachim, wessen Druckcrcy er be- kommen/' II. ioi Andrer, Christoph, Buchdr. in Nürnb. i1 97 ^Lndcer> Georg Andreas, Buchdr^ in Nürnb. 1 h 57,l'q, tLndtec, Georg, sein Leben, bMhmtePrüÄerDv^MN» del und Insigne. II. y2. sqq. 01är?cl au f seine Drucke, rey. Il.9z.lij. wer seine Officinen fortgcsi'tzt? U 95. sq, Andrer, Joh. Andreas, fttzt seines Bruders Druckercy fort. 1!. 99 Enscer, I"h-Daniel, führtDruckerey und Handlung bip ans Ende. 11.102. dMn Wittwe setzt sie fort, vcrheyrathet sich aber. 11 r Andrer, Michael, mit wem er den Buchhandel geführt? 11. ivr.sci,J>isigne^ ibid. i^ndcer, Wolfgang, Buchdr. in Nür.ib- ! I 97 iLnveer, Woifgang, der Jüngere, sein Leben und Ln, de? I I. 98-sq. Andrer, Wolffg. Moritz, Buchdrucker in Nürub 11.97 Envter, Wolfgang Moritz, verkaufft seine Druckerey und treibt den Handel. 11.99.sein Jnsigne. ibid. iLndrerm, Anna Maria, wessen Druckerey sie bekom, men. 11.97 ^Lngelharde,werseineDruck.'rey besitzt.^ 11. si Englisch, Alphabet. F B.ü/.ZahKn. 67 Ütnocb, ob cr die Buchstaben erfunden und Bücher geschrieben? 11.456 EnrweicHett, was? 11. 20z Epi'ogllS, was? F.B. ocj iLplscopl'uo, Nicolaus, wird Frobenii Eydam. K. E. 64. continuiret seine Druckerey. 64 Erfurrh, wenn die Buchdrucker-Kunst dah?n gekom« men? 11. 19 S5rfurrher, Andreas, Buchdrucker in Augspurg. 11 6 Srttst, Johann, Buchdr. juFranckfurt a.d-O. H 4? g Lx« __ D )o( G Mrraca. $.33.190 EEhwaS? F.B. 190. \\. «LsiranLeliscKAlpbabet F B 39 iLuropaer, sollen E-finder der Buchdrucker^Km-st tcyn. K.E. -4 Exdufion, über wem sie ergehet ? 11.203 Extra - Geld/ was? 11- 20z L^yd, becBuchdruckcrwie er lautet? F.B 17?. fq-191 R.A.undB.O- No. XIX. eines UniversicalS- Buchdr. XXVI. -* $ ^A'^er Christian Lebrechr, ocfjjcn Lebens - Beschreibung. ü H75. sqq ^nfane. 11.78.lq. Fc der/Gabr-c! Golthilff, Buchdrucker in Magdeburg. il.79.tq. Faber, £f]icohus, oder Schmidt,sein Insigne. K.E. 95.lq.!>-nTod. 96 Faber, Peter Buchdr. in Francs.am M. 11.35 Favr», Bartyol. Buchdr. zu Upsal. 11.128 Fa'vci,Johann, Bucddruckers in Stockholm aedruckte Bücher. 11. 120. seine Wittwe setzt seine Druckte» fort. . 11. 120 Fadritius, Ioh. Paul, Buchdr. in Nürnb. , 11.89 Facror,bcy Buchdruckeccycn/ F.B. 191. bey Handwn« gen. 19* Falck, Israel, Buchdrucker in Iönköping. 11.137. wer sine Druck.-rey fortstzt? ibid. Farbe, der Buchdrucker,F.B. 174.191.wie sicaufKupf- fer und Holtz zu erkennen ? 11. 204 Farbefaß, was ? 11. 204 Farbersen. was? F. B. 191 ^arbenstem was? F B. 191 Fastnacbc-Scbmauß, warum? F.B. 191 Faujk,Ioh.wo er die Büchdrucke-Kunsterlernet. K.E. 20.22. ob er sie dieblich entwendet? K.E.22. soll ihr Erfin' j g ) o c m ____ Erfinder seyn. K.E- -8. sq, 50. 5$ födert Guttenber- gen. K.E. 44- lcj. 59. vereyder (eine Diener. K-E> 47. vcrkaufft di; Bibel theuer. K. E. 5 >. 59- seine Un. cinigkcic mitGurlcr.dergen. K.E.5-. 58. sq. will er- ster Erfinder seyn. K.E. 52. vom Käyser davor er- . klärt. K. E. 52. ob er der G-nßflcisch ? K. E. 59- seine Lob- Sprüche. K. E. 59. wem er an Kindccstatl ein* ^ nimmt? ilzjcl.seine vorige ProfeAion. F>B. lZ» F'eiie:, worzu sie gebraucht wird? F.B. 191 Felsccker, Adcnn Ionathau, bekommt seines Vaters Buchhandel und Drnckerey. II. 100 Fetsecker, Johann Jonalhan, übernahm seines Vaters Buchhandlung und Druckerei). I I. 100 Felsecker / WolMang Eberhard, sein Leben und Inst, ßfte. 11. ico Fest-Tage der Buchdrucker. Ih 204 Feucdrbrerer, was? II.204 FeuedrefaßgeN/worzu? 11.204 F-.-ucbrefaß, was? F.B. 191 Feuchren/dasPappier/wiecszumachen? F.B. 216 Feuchrspdkne, was? I l. -04 Feyerabend, Gigiömund, Buchdrucker in Franckfurt am M. ll. Z5.ftinInsigne. II. 57.145 Feyereage, welche den Buchdruckern bezahlet werden-' F.B. 247.sq. Fick, Christian, Buchdrucker in Leipzig. K.E. 117 Fickelfcher, Peter, wessen Druckcrey er gekaufft? I I. 170. wird zu Jena privüegirt und Hof« Buchdrucker. 11. 70. sq. Fieoig/ Elias, Buchdrucker in Leipzig. K. E> r 18 Fiever, Philipp/ Buchdrucker in Frf. am M. 1 1.35 Ftever/DanjchBuchdruckcr in Frf.amM. 11.35: Filet, bey Buchdruckern was? F.B. 191. sq. beyPap, piermachern. 21z FmMöcke,was? -F.B19- ü s ' y siw '.. st r> . ,., __ W ) ? ( V ___ Fincelms, Iobst Wilhelm, Buchdrucker in Wirken, berg. K-E-79 t * Friedrich Wilhelm, Buchdrucker in WmenZ berg. K-E. 79 4 t Christian Buchdr.inWittenberg. KE «c, » , Johann tudolph. . t t ibid. Fincelius, Johann Andreas, wird von d>?r Jenaischen Gesellschafft abgewiesen. R. A- und B. £>. No. XXIX. //^. Frage. firniß, dessen Zubereitung. g.B.nö.sqq. 192 Fiscber, Christoph, Buchdr. in Leipzig. K.E. 117 Fir-ky, Johann Norbert, BuchgruckerS in Prag Leben. II 108. sein Symbolum. 11.109. pacht die Ertzdi- schöfflicheDruckerey. II. in Fiaser,wa«? 11.204 Fleischer. Christoph, sein Ursprung, Leben und Ende. KE 120 - t Johann Samuel, Buckdr.i» Leipzig. K E.127 Flucbs. oder Ärucds, Georg, Buchdr.in Nrb. 11.85 Flügeiü'braube, was? F.B. 192 Folio, wie die!ee Format in einzeln Bogen, Huerncn, Tmern?!? undQuaternen zu schiessen. F B. 2 fq. FördenZertel, was? F.B. -92 Formar, vo« allerhand Gattung, F. B. i.sqq.rocu? dar- unter verstanden wird ? 19z Format Bucb, dessen Inhalt. F.B 19z Formen, bey den Buchdruckern, was? F.B. 19?. bey denPavpiermachern. 21z Formeifcbliesien, wie es nützlich geschehen soll. F. B. 109. fqq 1 HZ Formensckneidett, wie alt diese Kunst. F. B19 ?. sq. was dadurch qemacht wird? »94 ^orM'?lascden,was? II. 204.fq. 'Form-Sand w?ravs undworzu^rbereitet? II. 205 Fomefeist,Aug.v!.rkaufft feine Druckerey. KE. - ?4 Argcyr, O ) c> ( D Frachr, was? Fracht-Brtefi Fracrurscdrlffr. Francs, David, Buchdrucker inAugsp. F.B. 195 F.B.L95 F. B. 195 II. 6 Stands utt amtNaM, was vor Buchdrucker da ge- weftn. 11. 34. ^W* Franyössscb/Alphabet. F.B. 72.Zahlen. 72 Franyosen, ob sie die Bucddruckerey erfunden? KE. 14.5qq. Massenstcb dieser Ehre nicht an. ib. 1 % Fredtanl. Carl Gustaph, wessen Druckerey er fortsetzet? 11-129 Freud Johann, Buchdrucker in Nürnb. 1 k 89 Freyfcbmidr, Caipar, wird nach Leipzig aufsJubüä- um eingeladen K.E- 82 Friedgen,Ioh.Dietrich Buchdr.in Frf.amM. I>>Z6 Friese, Heinrich, Buchdr. in Franckf am M. 1 >• 1$ Ft » ner> Andreas, wo er die BnchdruckenKunst geübct? Vor. 7. vermacht Bücher nach Wonfiedel und legt da« mit den Grund ju dakger Bibli0ti)eck. «. ist der erste Buchdrucker in Leipzig. K.E. 84. seine Geburt und Studia. 84-lq. ist bey Sensenschmid Corrcctor. 85.it. 11.85. tritt mit ihm in Geftllschafft. 85-lchafft sich eine eigene Druckerey. 85. wird Professor Theologiae und Rector Magnificus zu teipz. 8 ?. wem er seine Drucke« r«y vermacht ? «6. wird vom Pabst nach Rom berufe fen und stirbt da. 86. seine Stipcndia. 86.Jnsigne. 87 Frsbenius, Hleronvmuß, setzt seines Vaters Drucke- reyfor^. K.E.64 Frobemus, Johann, woher? K. E. 64. seine Studia. 64. wird Corrector. 64. legt eine Druckerey an. 64. druckt schöne Wercke. 64.stirbt von einem Fall. 64^ mit Manutio verglichen. 64. wer seine Druckerey fort- gesetzt? 64. sein Jnsiqne. 64. sq." Froberg, Christian Sigmuad/ wessen Druckerey er besonnn«! I 11.100 Frs. ___________ m ) ° t g _ K«W«y»er,Hanns, Vuchdruck-r in?lugsp. I I. 5 Fuhrmann, G??rg Leopold, sein Jnsiqne. 11- 92 ^lidrmann, Valentin. Bu»k>rucker in Nürnberg, tk. 90. Beyschn'fft beyseincmInstgne. ll.90 ^uid,Caspar^Buchdruckcr inMürnberq. II. 97 Fulde, Martin, wer seine Druckerey bekommen? K-E. 125 Funcke, Michael, Buchdrucker und Händler in Er, surrt). 11. 2t FtMdatNem, waö? S-Bi9s.sq G. Qlänßaugett, wag? I I. 205 Gaüusy Alexander, ob UNd wcNN sein Doctrinale zu M-,i?ntz ^druckt? K.E. 26 , Jacob, oder Gubislus, welche Druckerey, cnerqehabt? K.E.w-.ftinJnsiezne. II.z Gaubifch,Ucban/ seine Geburt, Leben und Tod. K.E. 97. sq. Gautscbbret. F.B. 21z Gaucscber. F. B. 21z Gebauer, Johann IusiinuS, Leben, gedruckte Sckriff- ten undJnsigne- ll.54.sqq. Gevraucbe. 11.20? Geduresbrief, was? F.B. 196 Geißler, Valentin, Buchdrucker in Nürnd. I I.K9. sq. Geld, ein gcwksseS, wens zu fleben? 196 Gelekrce, ob sie sich durck Buchhandel und Druckerey zu erbalttn suchen sollen ? R.A. u.B D.No.XXIXY ///.Frage. lq /97 g 4 Glat- m )-o ( m CSluttet, welche? F.B4 214. wie lange sie bey den O ujf sodann, Buchdrucker in Leipzig. K. E. rc>S G>'> 'pcnex, Me! .Dior, wohin er sich wendet ? K-E. 108 <Ö6 Mn, Johann, Buchdrucker in Franckfurl amM. II. Götze, Christian seine Seburt, Leben und Ende. K.L. I2i. sq. V'ötzth Matthias, Buchdrucker in Leipzig. K-E- iicss'n Erben ihr Insiqne. Is. 145 Goderlcsch, Johann Michael, Buchdrucker in Mitten» ' oerg. K-E-80 Godicbe/ Mörge Matthias, und Andreas Hardlwig, Äötet und Sohn, Buchdruckcrin Coppenh. II. 12. sq. Goldenau, N-tthanael, welche Freyheit er erhalten? (BoUntt, Johann, Buckdrucker in Jena. K- E.82 Gstt)ei,wag? F.B. 197 Gormann, Zohann Buchdrucker in Wittenberg. K E^ 79.feinInsigne. II. 142- Gorha, wenn die Buchbtucker-Kunst daselbst angcfan- gen? II. 47 Gothorum Älphabetum> II. l6l. wer tS verfertiget? Grafe, Anmund,wessen Gehülffe er gewesen? II. 132 wohin er beruffen worden ? II.i 34. seincEinkünfftc. ib. Grafe, oder Grafrve, Tidemann, des vorigen Sohn, Buchdrucker inGotheburg. H-I Z5 Gresing, Lorcntz Ludwig, Buchdrucker in Stockholm. II. 128 Grävenitz, Joachim, Buchdrucker in Nürnb. II. 103 Greif was er bedeutet ? F. B. 197. kam tnsBuchdru- Gtampffern arbeiten dürffen? GlägsiitiMes Alphaber. Vteetpiarte. msiDcid,Ioh. • , * , II.36 «lt»mIa?ob> ftineGeburkh> Leben u.Tod. iki^.sqi -Harperer/ IoH. Wi!hclm / sein Leben und Jnsiane. 11. iR.fq. vonHartenba«D, siehe Rikscbcl. ^>arcmann, Friedrich, Buchdr.zuFrf.an d.O. II.45 Joamt, David wird vor einen Hudler gehalten,warum ? R. A u.S- O. nc>.-XXIX. iv. Frage. •&«vn, Gabriel, Buchdr. in Nürnberg. II. 89 -^>ebcl, was? F. B-212 -hebräisch Alphabet. F.B- 35- Vocal« und Accerne. 36. sq. "Heiß , Anthon Marimilian, Buchdrucker in Aug- spurg. II. 6 Heller, Joh. Bernhard/ Buchdr. in Jena Leben u.Be» gebnisse. ll. Ü8. sq. Heller, Joachim, Buchdrucker in Nürnberg, ir. 89 «belftng, Olaus Olai, Buchdr. zu Arosia. u. 130 -^ettckcl, Martin, Buchdr. in Wittcnberg. K-E-79 -^enekel, Matthäus, - - * ibid. -^envcl, Joh. Christian, Buchdruckers in Halle Lebens- Beschreibung. Il.49.lqq. -^ennlg,Michael,kauftZschaucneDruckercy. K-E-izS -Kerbst, siehe Opsrin. -gering/ Johann Christoph. Buchdr. in Erfurth. l 1.21. seineLebenS'Beschrciduna. II. 24. sq. ^,ermantt,Iohann,pachtNcrlichsDruckerey.K.E.io8 -Aerr-gorc, Hanns,Buchdr. in Nürnberg. IU17 ^eryen» Buchdruckerey in Erfurth , wenn sie florirt ? 11. 21 Hetruscum Alphahetum. 11. 161 Heußier, Christoph, Buchdr. in Nürnberg. )&$ Heuß, p ) ° ( fp ^,eußler,^eonhard, Buchdr. in Nürnberg. 11. 90 Web >-ii«au sc-n Insigne. ll.9i.1q. Hieroglyphicum Alphtbetum. 11.160 Kierogl^phtflHe SÄ>rifft, wo sie üblich? Il.195.lq. «buDe&rmO Johann, Bucvdr. in Lcipzig. K E. »09 ^ilumanti, Johann Aron, Buchdruckers in Hamburg fc?b.-n. 11. 61. sq. Hinrerstauven, was? F B 212 H fioria Longnbardicttt wer U.W0 sie gedruckt ? X>0t.7 ■Hebel >'.-s? II.206 -Hockfelder Calpar, Buchdr. in Nürnberg. 11.85 HSichzetrmaHeZß w.s? F.B->97 ^öiycl < le- onymu« Buchdr. inNürnberg,wie er sonst notf) genen.ne^worde« ? 11.86 ■Höh, T morhens Buchdrucker in Leipzig &.Z5 - * Ichann,hat in Nürnberg eine gemeinschafft« licb? Druckt'cy. 11.90. 102 •j^eUe Adam H inrich, legt eine neue Druckerey an. K E..Z7- sein^H?yrath undJnsigne. 137. sqq. -Holm, A> on erlangt die KayftrischeDruckerey. 11.124 ^orirre Äu^ftuben, was? F. B- '75 •&otn Joh. Lorentz. König!. Antiqvitäts Archiv, und Raths-Buchdruckcrs in Stockholm Leben und Sym« bolum. 11.126. fqq # ^om, Joh. Michael, Buchdr.in Wittenbera,verkaufft ftine Druck-rev, K-E- 8«. 11. 72. wird Buchdrucker in Jena. ' 1k 72 ^s^er. Johann, UniversitätS'Buchdrucker ju Upsal, u. nach ihm dessen Wittwe. 11.129 -^raba Joh. Carl, Buchdruckers in Prag Leben und Jnsigne. 11-109 ^uber, O )o( G Huber. Marcus, Vuchdr. in Frf.a.M- 11 n tuveley. F #. iy8 uvler, welcher? F.B-^ic, -Hübner, Johann / wird RcgierungS-Bucbdr. je Cü, sirin. II. 14. lq. erlangt über seine Verlags ^ücbec Privileg»». II. 15 Hüdner, Martin , Buchdruckers zu Frf. an der Oder tebenslieschrcib'ing. 11.45. sq. Hülle Heinrich Christian, Buchdr. in Altona. 11.62 ^ürticd, Günther, dructt zu Jena das Ltirpu.« Doctri- nr.. K.E. «r Hulrmann, Peter, Buchdr. znJöntöp-ng. ll. 1 ^6. sq. ^umm, Aoton, Buchdr. in Frf. a.M. 11. ^5 ^umm,Ioh Nicol. , * - , II. ^6 ^umm, Wendel, * 0 t 11.35. (ein "Jnstgne. II. ,7 Hunniscb, Scychischee Alphaber. F. B. 60 ^ynirlw, Ioh. Joachim, Buchdr. in Erfurth. 11. 21 I 5^acobi, Paul, Buchdr.in Ars.a.M. II.3? *0 Jsicobitanum Alpbabetum daptex* II. ifto ^ansonius,Justus, ftin I? signe. K E.^c>8 Janficm Johann , wa? vor Freyheiten er zu Dtocks hotm erhalten? I I. 121. sq. legt auch zu Uvsal eine Dru« ckerey an. 11.1:9 Iac,vec. Martin, Buchdr. in Frf a. M. I' ;6 IberiscbeGpracbe, Nachricht davon. F.B 4? Jena, der dasigen Druckerey Anfang ist merckwür ig. K E Ko.iq. Jenson, Nicolaus, Buchdr. zu Venediq^ K. E. 15 ob er die Buchdruckerkunst erfunden. K»E. iö.sq. 44 druckt zuerst nett und sauber. K.E'7 Jüyricum Alphabetum. II. l6r Ilfiner, Ainon Christian, Buchdr. in Frf. a.M. 11.37 Ilßner, Blasiue, * » t * W§€. ImtzgM/ _; m )o(- g _ ÄW»M> was? ' F B. 193 ImpoKi, von Pappler. 1 J frB, 198-216. sift, Indicum Alpbabetum. 1I.i6o Innung, der Buchdrucker.wer und wo fr aufgerichZl t? K.E. 78. woraus sie bestehet? II. 207 Innungs-Areicul. ibid. 'Jnsignia, deren Ursprung u. Unterschied. F. B.i98.fq- Inspecrion über die Dr»ckereyen,wcm sie anvertrauet ? R.Ä. u. 25.0.no.XiJl. InZkrumenc. zum Schrtfftgiessen , rote dessen Stücke h -issen?F.V. i z i. aus wie viel Stücken eö bestehet? U. 207. der Buchdrucker ihre. 174-199. Inrroicu«, was? F.B. -99 Johannes, Pcter/ wessen Gehülffe er in Upsai gcwe- sen? 11.129 Journal. > F. B. -99.-z- jpyßjßA, Paulus, sucht der Buchdrucker-Kun st Erfin« dunq in Cbma. K-E 8.lo Iealiäner, sind nicht Erfinder der Buchdrucker-Kunst. K.E.I8. schreiben jie ftldst den Tauschen zu. ibid* IcÄiäniscd Alphabet. F. B-68. rronimciation.68.sq. Acoenr. 70. Zahlen. . 71 Jubel Fefte derBuchdrucker 'Kunst, werden mit Schufftenbeehrt. Vor. 14. wenn solche gefeyertwor, den. Kg. 54. sqq. wer sie gefeyert? 78 Jubiläum, was? FM i^S- was vor welche gefeyert worden? 200 Jungen in Druckereien, siehe Äuchdrucker- junqen. '"iunmüs,Augustin seinmerckwürd.Insigne. KE109 ^ungnicol/ Ioh. David, sein Leben und gedruckte ^Schrifften. M. 33. sq. Iuniuo, Hadr. leitet die Buchdrucker«Kunst von Har, lem hcr.K.E. 21 • sqq. sein Irrthum hierinne wird widerlegt. 2Z.5qq, Juramenr/ cineeCornuttn, F.B.200 JWP Iustiren was? iMA ^Zuirorium, was/' II.208 R. ^acdeiofett/ Conrad , wenn er in Lelpilg gedruckt? »J* K.E. 83. warum er nach Zreyberg sich gewendet? R9- ftlnInsi^ne. 89 sq. Z^äßgen.was? F.B- 200 2^alg<0/ was? ibid. RaUmeyer, )oh. Ernst, Buchdr. in GotH«burq. 11.«35. HtWiL Jot). Buchdr. zu Wilstngste,scine Gi^chickl-ch, keil. 11. 1 35. wcr!^ineD- uckereybekommen13.«36 Kunnsngiefltr, Christian Ha$? ibid. .A^udelka, Matthias Friedrich / Buchdruckers!» PraflLcdenvndInsignc. 11.110. sq. ^auffmann, Paul sein Inligne. 11.91 Z^eser. H.-inrich/ ob erder erjie Buchdr.inNurobcrg yewesen? II. 84 2\;gel, was? , F. B- 200. sq. 2\«ü, was? F.B--or RMrsymen was? 11.208 2xcUner, Georg,Buchdr.inWittcnberq. K.E.79 ( - Johann, Buckdr.inFrf.a.M. II. z6 Kempe, Daniel Nicol. Buchdr. in Lincöpingev. II. 134 t - Peter Daniel, - , - ibid. Rempffi-r Eralmus,Buchdr.inFrf.a.M- H.Z5- ftm Jniiane« 11.37 Aempffsr. Johann, - - , II. 35 # - - ^oh.Gocrf. - - $ II. 36 - - - Matthäus, , - , II. 35 Z^ernmaaß, was? II.20S Zxe^ssr, H. innch, muß zu Stockholm seine gefckenckte Druckcrey anlegen- 11 ist Reysee D ) o ( O Keyser.Heinrich der jüngere.muß seine Druckerey durch Factorcs versehen lassen. II. 122. wirdUniversitäts- Buchdrucker zu Upsal. I I. 129 Ke^fer, Heinrich, des ältern Enckel, was ermltsciner Druckerey vorhatte? 11.123. wird Universitätö-Buch« druckerzu Upsal. II. 129 Kidlberg, Andreas, kaufft eine Druckerey zu Upsal. II.-29. drucktzuSkara. H.»Z7 Kienruß, dessen Brauch in Druckereyen. &B.224 KlafcOe, was? F.B.2VI Rotster, was? I I. 208 Knapp/ Johann, Buchdrucker in Erfurth. 11.20 Kikuic, Ioh. wo seine Druckerey hinkommen? K.E- «25 Knecht/wer so genennt wird? F.B. 201 Knorr, Nicolaus, Buchdrucker in Nürnberg. 11.88 Knory, Andrea?/ )t 0 * II. 101 9 * Zohteonh. , , ibid. Ksberstein, August, Buchdr. in Wittenberq. K.E. 80 Koburger, oderKoderger, Anton, ob er der erste Buchdr«ckerin Nürnberg gewesen ? I I« L 4. wieviel Pressen und Geftllen, auch Druckcreyen und Buchla« den er gehalten? U.85 Köhl,Friebrich.welcheDrucke>'eyerbekommen.K.E-iZ4 Köhler, Henning, Buchdrucker in Leipzig. % (£. 111 Köhler Ioh. wo seine Druckerey hinkommen? K-E. 117 Köler,Iohann Buchdrucker in Nürnberg. 11.90. wie er sich sonst benennt, und sein Instgne. ibid. Köngorr.Franc. wesscnDruckcrey er forkgesetzt? 11.102 Köntg Ioh. Heinr. verkaufft seineDruckcrey.K.E-127 Königsttöfer Druckerey in Prag, wer solche ver- waltet? , II. in Kopte, Carl J. Buchdrucker in Stockholm. I I. 128 Körber, Sebastian, Buchdrucker in Nürnberg. 11. <)6 KopMl^e, Jacob, Buchdrucker in Augsprug. 11.6 ibid. F. 25.20I _ M ) • ( "0 Rornm.iaß, was? F.B.2or Rosige id/ welches? II. 20z Kräfte, stehe Ctato. Ixrann^vomSrroh/ worzu? S.B.201 Kap Ioh.Chr. seine tebenS--Begebenhelten und In« ff^nc. 11. 17« sq. Zxrsbs, Johann Jacob, FactorinJeva. K.E. 8? • , Christophs Buchdrucker in Jena. ibid. , ' Samuel, « - » K-E-Ls Rreustg, Christian, Buchdrucker in Wittenb.K-E. 80 * , (Öarnnel, t * 5 ibid. Ktey&lern, Georg, Buchdrucker in Nürnberg. II. 89 Rrtk-getjteitt, Melchior^ Buchdr.inAugspurg. II. 5 Rrone, was? F B. 202 Z^rüger, Johann Christian, welche Druckerey er bekam« mm? K.E. 128 Krüger, Joh. Wilhelm, Buchdr. in Leipzig. K-E.ris 2^uchenvecker,Ich-Buchdr.inFrf.am'M. 11. z6 * t t Nicol, * - » ibid. Küster LorentzJohann odcrToster, woher sein Nah» m«? K E> 21. wieer die Buchdruckern) er funden ? ibid. oberdas 8peculurn8slucizqedruckt? ib.26.sq.ihm zu Ehren wird eine Statue gesetzt, zo. sq war Bürger, meister*. 61 Zäunst Gebrauche , worüber Buchdrucker steiffhal- ten.II.2o8.R.A.u.B.O- no.xxvil. MWMe werden dawider angcmcrckek. no. X X V1 i I. KupfteriDrucker, dessen Kunst und zuqehöriges Werckjeug. F.B. 2«s ^upfferstecher, was er verfertiget? F.55.202. sq. Kupfferstecherkunst, was? F.B. 20z il. Qabaun \ Georg, Buchdruckers in Prag vben trn& ^ Symbolum. 1! 109. sq. L.ade, was? FB. 20z h jLaom* W ) ° ( G L.aden»Varer. F. V. 20z. seine Verrichtung. 211 ^ams; Pomponiuv, schreibt den Iraliancrn die Buch« K.amberg, Abraham, sein Ursprung, teben /Drucke, rey, Handlung, ?odundJnsigne. K.E- 101 L.ampe,ChristvphBallhaM> wo seine Druck, rey hin« kommen? K-E--22 SLandtfcb, Friedrich, führt Druckcrcy und jftond* lung zugleich. K-C >o8 L.anckisÄ>, ^.Friedrich, seineStudia , übcrnvmme« nen Buchhandel, Ehe und Tod. K-E-115. . no. XVlll. L.ange, Johann Gottfried, bekommt die RolhWe Druckcrcy. K-E-l-Z.liz. L.angrnheiM, Joh. Christian , seine Geburth Ehe Drucker^ und übrige Mschickljchkttt. K. C- 'Z5- fq- A.anyderg, Martin, w-zs er gedruckt? K.E- 90 L.anyenberger/Ioh. wessenJnsigne er gcführcl? II.96 L.annenderger, Michael, seine Geburth, Leben, ?od undIcisignk? K.E.I02 L.aremt's. Alphabece,dcr mittleren Zeiten. 1 1 162. jqq. L.aconiu-, Siegmund, Buchdr. in F.a.M. II. 35s SLaufbtet ,. was? g.B. 203.sq. L.aufgelv geben, wem ? F. B. 204 L.attgc, was? ibid. L.auZenropff, was? ibid. S.auer, Johann, ftin Leben und Instgne. II. 91 fL4wtliti&, Andreas, Buchdr zu StreNgnäs. II. 13c t * « Michael, wer ftine erkauffte Druckcrey fyt* nachbekommen. II. 123 L.aurentll/Amundus,wag cr ii?Stockholm gedr. H.i 20 L-auttNAer Euchariue,Buchvr. zu Arofia. 11.13* L.ever, drucker.Kunst »u. L.äuster. L.agen , was? JLagen machen, K. C. 19 II.208 F.B. 20z ibid. D ) o ( W L.eder, worzu ee gebraucht wird? F. 23. 204 SLceten, matt ' F.B. -i? L.cerfaß, ibid. £-eg«, F. B.2lz Ä.ehmann, ZachoriaS, ftinInsigne. II. 14s )!.Lyr. was? F.B.204 j^evr-VrareN/ was? F.B.2-4 iLtbz» foevt, F.B« 205 L.ehxju!iIe, wer? . ft.SB.204 L.ehrmei^er. F.B. 205 Zeichen machen, was i ibid. Lrim\ihnt>et. F.B.21Z iLetp^ig, wenn die Druckern) allda ihren Anfang ge- nommen? K-E- 8?.lq. L.elfte zu Anfang des andcrn Thciiö erklärt. Ii.164. sq. SLciiltn, dicn^n zur Zierde. F. B.-»5. sq. Ä-enct, Hieronvmus, Buchdruckers in Regen spurg in den, b^0!zber»ö Lod undInsigne. ll. 112. sqq. iUtitäfkiti&i Conrad, Buchdr. in Nürnberg. ll.85 Leuchtn, desft»B schaffcnheit. F.B. 206 JLeucfctifcC Michael Günther, RathS-Buchbruckcrs in Helmsiädl Lcbui und Wahlspruch. lt. 66. (q. Liebe, Hartmann, Buchbr-in Wiltenberg. L.iedlohn, was? F.B.206 L.tcfcrungs Zerre!, dessen Beschaffenheit. ibid. ILifXet, Georg, ivo er Facwr und Pachter gewesen. K.E.nr L.impeecbr,David,wer scineDruckerey geerbct.ll.sl.2z Linie, wie sie zu setzen? F.B. 206 Lippeit/ Ulrich, wird Hofbuchdr. in Berlin. . II. 7 SLittevn, wie sie gegossen und verfertiget werden ? F. Ä. »zv. sq. aus was Materie^ 133.207. Lobenffxin, Blajius, wird jUmLcipjigerBuchdru- cker.Jubiläo eingeladen. K-E.82 L.0chtek/ Martin, Buckdr. in Franckfurt a. M. II, 35 h 2 Loibmann 7 )-o ( 1 JLocbmann , Johann Andreas, wessen Druckerey er gekaufft. II. 102. sq. L.ocdner, Christoph, Buchdruckers in Nürnberg In, stgne. iß 90.102 L.ocdner/ Georg Christ? pH / wessen Druckercy cr ze- kaufft? II. 101 SLodbnet, Joachim, Buchdr. und Händler in Nürn< berg. li. 90.102 L.ocbtter, Johann Christoph,Buchdr. in Nürnb. ibid. L.ochncr, Leonhard Christoph, wo er sein Werck getrie- ben? ll. 102. dessen W tlde setzt es fort. ibid. L.ockner,tudw. wessen Druckerey ec.befomen? ll.96.w2 K.öckerdaum, was? §.23. 212» söffet, siehe Gieß-L.öffel. Ä.onbom> Lorentz,Äuchor.inGotheburq. II. 135 Aöfchpappier, wie es sonst hcist. 21 5. II. 209 JLoscr. wo er gebraucht wird ? F. 2). 22z. was? 11.209 Körben, was? ibid. L.ores'-i?, Johann. Vuchdr. in Berlin. II.7 jLofyfpwben, oder evlprechen, was? II. 209 Horcher, M>'lchiorv Buchdrucker in Leipjig, druckt ein Buch mit des Leipziger Raths Privilegio. Vor.9. legt inWitt.nb 'rg ein^'dreyfache Druckerey an. K.E-7Z. druckt Lutheri Büeder. 74- geht wieder nach Leipzig. 74. 92. warum er -ach Massen gangen. 93. hat m-rckwürdige Sckrifften gedruckt. 9z. seine Drucke, rcy setzt sein Sohn in Leipzig fort. 9z. sein Insigne. 9z K.orrber , Mclcbior, dessen Sohn , ließ sich zu Wit- tenbera nieder. K-E. 96. kam nach Leipzig ins Vaters Druckerey. 96 L.c»ccherMichael^at mit ftinemBruder inWittcnbcrg «inegemeinschafftliche DruckereyK.E-7Z-lq. wendet sich nack Magdeburg, und stirbt daselbst. 74 L.orrer, Johann Jacob, Buchdr.in Augsprug. II. 6 iLiissr, Hannö, Buchdr. in Mittend. Lcben,Tod u. In« Mne.K.E-75.l''Zaculatur, was? F. B- 207. worzu ? ll> 709. * vt ' N?zascav,wi« vasiges Pappier aussieht und woraus?s gemacht wird. F. B. 215 tN'iNNILtt, aufmänngen,waS? F.B. 207 Nlamejin, odcriTTetitd, Johann, wird vor den Vater der Bu6zdruckcr-Kunst gehalten. K. E- 34- stirbt vor Leid, und wird mit Ehren begraben. 37. m nicht der Erfinder d?r Kunst. 41.lq.61» tNugdeblirg, wennS die Drucker«) bekommen? lj. 75 HTaier, Micdael> zeigtd^r Buchdrucker-Kunst nülzli» che und merckwürdiqe Erfindung. K-E- ? HTair, Hanne, Buchdr.inNürnberg. II.85-ftin In- figne. II. 86 Xdmtctitc, Michael, erzehlt die gedruckten Bücher der ersten Buchdrucker. K-E. 15. beschreibt Manutii Bücher. 6z tNalavarische« Alphabet, Anmerckungcn darzu. F-B.5Z.ch. ZTIaleyett/ womit und worauf sie schreiben? F B. 215 Nlamicsch/Andr.gehtvonLeipjignach Gera. K-E.lc>9 Mandat/w^S? II. 210 Mäftuaie,was? F. B-207.2z 1 Manuscn'pra, dcr^n sehr hoher Werth. F.B. 169. Betrug, ibici. waS ee seyn? 207 Mlanmiuv, A'tus.verarmet, 6z.sq. ihrInsigne. 64 , « - Allus PiuS, feine Geburt und Gtndiren. K.E. 62. legt eine Druckerey an.62. schafft dieMönch- fchrifft ab. 62. verbessert die Buchdrucker-Kunst in vielen.6-. seiner BücherVorzug. 62. sq. fern Lob.6z. Alter und Tod. 6z h4 Man- D )«( O OTunuriua, Paulus, ftineGcburtlttid Tod- K- E.<>Z Ruhm. 6) tNarggrafIoh. Vo!ckmar,Buchdr^inIcna. II.7l.sq. Nlarmel, wotjutzeyw vruckcn? II. 209 deMame, Claudius^ Buchdr.in Zrf.a.M- II- 35 ZiNarnnisck^mau^ was? F. S. 207 Malcdenv«ike^Andrcaö^uc;,^.inAugspurg. II. 6 VClatztj derenVerfertigung. F.B. 1 z>. in b-r Presse, was? 207 Nlam'ces, was? F.B.nt.207 ITLurtcui, was ? F. 3:208 lNarr^elw, Jvhann,Buchdr. lnWttenb. K.E-79 lNarrhiä, EDiiug Z5uchdr. in Upsal. Ii. 129 Nl-arrkkä, Julius Morg, wirdAurSqvZtatS.Archine- Älcht>rucker. II. 126 ' WTi^et, Ioh. Gottfried, 2)uchdr. in Wlttenb. K.E- 8'6 M^ynn^sidtrGcburth-i-OrtdcrBuchdruckercy.K.E. 42.fqq. wird von vielen dckräfftiget. ibid. mit denen da .«drucktcnZZücher erwicftN.49. hat Die ersten Buchstaben aufbehalten. 55 !N,-ctzier, Estnas, Buchdr. in Erfurth. II. 20 tn.eir- Kunstsey in China erfunden. K.E-8- to.sq. Meeckel, Georg, Bnchdr.inNürnb.Jnsigne. II. 89 Hcinr. Christoph, Buchdr.zuAboa. II. Ioh. Christian, . . - i&id. tNerckels, Hcinr. C. Buchdruckers in Stockholm. Wi'twe. H.128 Leben und Insigne. kN-moriai II. 117. sq. % B. 208 M.chvlj)komm»n? ibid. Meyei, Friedrich Wilhelm, wu er Druckerei) ^elernel? II. 8- jiu&iret? II. 8. Äii^druckcrey und Handlung angelegt? II. 8. !cii>c V.■ jfcr» Druckerc» er bekommen? K.E. 122. wer seineNachfo-^cr gewesen. 117 Mtdbctelt'e, Jacob, Vuchd!-iickcr in Berlin. II. 7 Mtlchlhaicr,Leonhard,Buchdr. in Nürnberg. II.88 Milden bcrgcr, Johann Philipp, woher er fiicDw ck^rev bringen lassen? II. 100 Mmyel, Johann Aibert, führt Grossene Drnckcrey. K.E. in. geht nach Hof. 111 Missal, grobe Froctur. F.B. i46.sq. kleine Fractur. 146.sq. wer sie geschnitten? 148. grobe Antiqua, 154 ^. fleine Antiqua. 154, sq. von wem? 156 Mißbräuckc,vei) derBuchdrncker Kunst-Gebräuchen/ woher sie kommen ? R.A.u. 25. - Moiiror, flehe LVolfgang Seöckel. Monrag, wem er gewiedmet? F. B h 4 M D ) o ( D ■----- 1 -- XXlontanm , Johann; sieht mit Ulrich N-uber zu Nürberg inGWfWfft. U.88. ihrJnligne. ibid. LNose, Zachc-rias, 2)uchdr. in Witteubcrg. K. E- 79 Xslofes, ober die Buchstaben erfunden , und derbste Schreibergeweftn? II. 156 iq- rrlorvalbr, Wendel, Buch dr. in Frf. amM. tt. z6 NLüdlberel'ter, wag seine Verrichtung? F.B.214 Müller, Andreas, Äuchdr.mErfurt!). 11.21 . . George Andreas. ftinLeden u.Ende. II. 2z.lq. . - George, Äuchdr. in Wtttenberg»K.E.78^cj. - - George Heinrich , .wo seine Druckerei) Hin» kommen? • 11.21 - . Hermann, Buchdr. zu Skara. U. 13/ * - Johann, Buchdrucker inAugspurg. ll.5 - . Johann Adotph, Äuchdr. in Jena. K. E. 83 ' - IohannCa!par, schneidctund g'.cssek nebst der Druckerey die schönsten Schrifftcn. K-E.125.5q. sein Unterricht ;ur Unterweisung eines Setzer- undDru« cker^Kszabens. F.B. 95-lqq« . . Samuel Adolph, wessen Druckerey er ge- kaufft? K.E. 8- ZNüniz-Schncidcr , worinnen ihre Kunst bestehet? F.B. 208. sq. tXlütmUin, wredner, wacher? F.B.210 NZchfchuß, was? F.B. 21s. welcher erlaubet? F.B-2^?. It. 210 N c G gang nebst dem Jnfiqne. K E> ioz.5 « * Johann Zacharias, * » K.Eiii. X^loapj ob er die Buchstaben erfunden und Bücber ge* schrieben? il. 156 Nonageßmo - Scxto- Format/ rv.lt 6. Signat. ft. V- ;o NvreN,wiesi?zus'tzen? F.B. 211 Nürnberg,wenn dicBuchdrucker-Kunst da cingcfan- gen? II. 8z. sq. nyftorti/ Peter, Buchdr. in Stockh. il, 128 . Q. Oderalrester, wcr/U.waS cr zu thun hat? £.B. 211 Oüav- Formar,dcssnAuöschjcssung. F.B. 1:.sq. in Breit L>6tii v. r z. in Hebräischen. i4,noä) der alten Manier. II. 147. iqq. O£logeßmo.$otm&t, mit 5.Signaturen. F.B. 30 Gel, dessen Zubereitung. II. 210 Oelschlagers, Melchior, VOittib, Buchdr. in Mit« tenberg. K-E. 79 Olai, Amundus^ welche Gnade er vom König in Schwe« den erhalten? II. 124. wird Universitats»Buchdr.in Upsal- I!. i28 ^> artiges Gedichte davon. F.B. $1 i.sqq. Vßwaw, Andreas, welche Druckereyen er besorget. K.E. iio Gremar,Iohann,Buchdr.in?lugspurg. II. 5 t 1 &.lVüti, t » » * II. 5 - - Valentin, t , , * II. 5 p. cv^?llmer, S. schreibt von der Historie der Buchdru-. jK cker-Kunsi. Vor. 4- lqq- «st eine der besten Schrifften Hiervon. i2.waöer sich vorHülffe darzu bedienet/' IZ palthem'us, Hartmann, Buchdrucker in Franckfurt am M- II. Z5 Pannary, Arnold, hat schon 1467. Bücher gedruckt. K.E. 15 Z)ant5gia, Antonius, beschreibt die Chinesische Dru, ckerey. K.E. ii panziroll, Guido, hält dieBuchdrucker.Kunst vor die nuizlichste und nöthigste Erfindung. K- E. 2. will sie aus China hobkn. K E. 8. sqq. Papa, Valentin, verheyrathet seine Tochter. K.E. 97. macht sich sehr verdient um die Kunst. 97 Pc-ppjer, was davon vor Abgaben. F.B. 140.216. woraus, und wie es gemacht wird ? 211. sqq. dessen mancherley Sorten, -iz. sqq. waö vor dessen Erfin- dung a düng gebrauchet worden? 215. des Frulitzösischen v Güte. 216 P ippief adzeylen, weme zukommt? II. 210. sq. Pappierhandier, soll kein Pappier aus dem Lan^e schaffen. F.B. 216 Pappiermscber/ wie lange er lernen muß? F. B. 214. was er bcpm Loßsprechen zis geben ? 214. ihr« Ein, rhellung. 214. können nach Verbrechen nicht bxtztn Handwerck bleiben. 214 Pappiermühle/d rcn Bcschaff^nheit. F. V.217 Pappierrecvnung, wie hoch cin Rieß öder Buch kommt. F.B. 138- sq. Pappierspäbne, was? F.B. 217 Pappier umscdZagen.wiceög'schicht? g.B.218 P>appierzclcdsn. wos? II. 2 r i Parenrhests w-is? II. 210 pasck,George, preist der Buchdrucker-K-inst nützliche Erfindung. K-E. z Paeq ville, sollen Buchdrucker nicht drucken. F. B 21 g R.A.undB.O.^o.I IV.XVIi. Patent. F.B. r Pater, P^»l, ftine Fragen von der Buckdruckere!) mit Anmcrckungen. R. A. 11. B O- No. XXIX. pau!i, Johann, Bucddrucker in Upsa.'. II. 129 Paulinus/Lorcntz Ertz-Bischopffzu Upsal, wer ftine Druckercy vetwaiket s II.I3Q. dringt zuS:rergnaS eineDruckereyzuwege. II. 131 paulson,F-ant;PhilippeBuchdr-in Lundcn. 11.13$ peiicaN/PeterIoh.Buchbr.zu Lincöpingen. II. 154 1 . Peter. ' * • II. ibid. Pergament, wohcrsein Nahme? F. K. 21 s. were am erircn zum 'chreiben gebraucht? 2 i 8. dessen unterschie« dener Brauch. 21g. sq. Pergamcnrirer, welcher? F.B. 21z Periodus.wa? ? il. 211 Perser, woraus ihr Pappier? F. B- 215 Per? G ) ■»-( G Persisch, Alphabet. F. B. 4-. andere Signg. 4\ perer, Thomas, erfindet mitKüftern eine zähcre Dink? zum Drucken. K.E. 21 pecersheiM.Iohann, wec,und wo er sich nicbergelaft sen i II. Z4 Pellt/Fractur. F. B.15Z. von wem geschnitten? 153- Schwabacher,wcr diegeschnitlen? 153. Antiqua und Cursiv^ von wem? 159 perrcius, Johann , seine Druckerey in Nürnberg und Jnsigne. II. 87 pcutingtt, Conrad/ Hit die Italianer nicht vor Erfin» derdecBuchdruckcrcy. " K-E-I9 pe^bus. Frieörtch, Buchdruckers in Nürnberg iebm und Jnsigne. 11 8<5 pfanngen, wa«? F.B.219 pfuftewer? F.B. 219 pflicbr«norui der Buchdrucker. II. m psuscher, welcher? F.B.219 pittendofer^H.jnrich BuchdruckerinNürnb. II. m p.amimis, Christoph orus, woher? und wo er seine Druckerei) gehabt.? K E- f>9- druckt die Biblia Poly- giotta. 69. warum seine Dcuck.'ren das achte Wunders n>erck qenenitt worden? ^19. überlast sie nach dcmTo- dc ftilien Smwieger'Söhnen. 69.sein Jnsigne. ibid. pod'-m't'cb Alphabet. F.B. 73. verglichen mit dem D.-ukschen. 78-ihcz. Zghien. 80 pollicd/ Hieronymus, Buchdrucker in Franckfurt am «Myn. II. ?6 postulneN/ was? F.B. 219. II. 211. sq. wieviel Per« son n darzu erfordert werden ? 219. sq. Postulat, die deswegen entstandene Irrungen werden entschieden. R A.und B.O.No.XXllI. popporeich, Jacob, mit wessen Schrisslcn er gedruckt ? K-E. -04 psMnbacb Ieremias,Buchdrucker in Nürnb. II. 89 poftuiar, Varer, was seine Verrichtung? F.B. 219 Präco, _ D )5( D ___ ?rärorius, Johann, Buchdrucker in Augspurg. 11.6 ?reß,Äanck was? II. 21s )re^Bürste/ »vorzu sie gebraucht wird? F. B. 221 treffe, bti erste, wo sie gewesen? K. E. Z7- deren Bc« schrcibung? F.B. wieviel eine wöchentlichGe» winnsi bringe? R.A- und B-O- No.XXIX. Vlll. , $tage. ' peivi!k-gt'a, deren Beschaffenheit F. B. 221. werden den Buchdruckern ertheilet. 221 privlleqirre, 23uc£>ct, wo sie hingesendet werden müss-l7? F^B.22l proiogus, was? F.B. 321. ein Exempel davon. • 2Z4- tlzc,. )!tncruren was? F. B.222 : ^uncrur-Z mge/F.B.222. deren Beschaffenheit. 240 ?uyel!,was? " F. B.222. II. 2i2 5^Uadratgen,was? If. 21z. halbe. ibid. Qttadragefimo-$wmat, in kury/ mit 5. Signaturen. F. B. 27 Quadrageßmo - Ottavo- ^OtlHctJ, mit 4. Signaturen. F.B. 27 Gumdracen was? II. 2-2.^. tZ^.uacerncN/wi.'sie zu schiessen. F.B. z ti^uarro - Format, dessen unterschiedene Gattungen. F.B. 4-'qq* Qiiinquageßmo- Sexto ForMar. F.B. 28 R Qtabmgert, worzil es dienet? F. B.222 *J V Rayel, auf die Buchdruckerey. II. 2 1 z. auf die Ballen. II. 313. sq. Rahm, Johann, Buchdrucker in Gotheburg. H. 135 Rahme, was es in Druckereien ? F.B.22Z II.212 Rahmeisen, was l F- B. 222 Sarn- RammiNZer,NarMBuchdruckcr in Augspurg. II. 6 Rauscder HicronymuS, Buchdr. in Leipzig. £S. uo Äebact, Thomas, Hat Druckcrc» und Buchl^d-n zu- gleich in Jena. 8i Reehenvogen, welche? $.$.223 Rechnen, wie offt es in druckereyen geschicht ? fi. B. 222. sq, Rechrscbreibung, im Teutschen was sie schwer m«< efoet? II. 18i.sq. AutoresfobaüOngeschrieben. II. i83 Regal, wa«? * F.B. 22z Regwmoncanus, Johann, wird vor dcnEcfindcr der Bi-chdrucker-Kuust gehalten. K.E.56 Regiiter.wuS? • 223 Register -y^lren, wersolcheö zu besorgen ? F.B.22Z jRetbeffetrt, worzu er gebraucht wird. . F.B- 22z : Reicdsabschiede, wegen verbothen«? Schmühschrifft. 8\.2l.u. B.O. No. I.II. lil. IV. V. Reinhoid,Iustuö,«n wem seine Druckcrey kommen? K.E. 121 Reusitter, Christoph, Buchdrucker in Stockh. II. 121 Renccr, Johann Conrad, Buchdrucker in Francksurt amMarn. II. 35 Revidixzn, wer es thun soll? F. B» 1 1 l. was dadcy wahr, jun^trun? 1 12. 223 R»? vision^ !>oc;en, wer ihn zu besorgen? F.B. 223 Reyher, M. Ändreas/n'.uß seine Druckerey nach Go- tha schaffen und wird pri vilegirt. II. 48 Reyher, Christoph und Johann Andreas,Vater und Sodn,Hof,Buchdruckcrin Gotha. II. 48 Rbamba,Joh«-nn, seine Hcyrath undJnsigne. K.E. 98. aßmus, Buchdr. zu Frf. an d.O- H« 43 Rorbelkastlem^ worzu? F.V. 224 Z^orhelstel^ was? 11. 214 Rsret/ Caspar, Buchdr. in Frf.amMayn. II. 35 Rsmatt, Hadrian, Buchdr. aus Harlcm, last Küstern in Kupffer stechen. K> E- zi. dessen prahlerische Zu« schnffk. ?l.lq. hat Hvltzschnitte verfertiget. 61 RoienmÄler,Carl Frantz.Buchdr. in Prag Leben und Jnsiqne. II. 104. sqq, Rorhe,Ambrosius, Buchdr. in Wittcnb. KE-79 Rorhe, Gottfried, seine Geburt, Leben und Ende. K.E.i-7 RotdZles^er , was er bey Druckereycn zu machen. F.B 224 Rudbeck, dessen Druckerey zu Npsal verunglückt. II. izci.woercineandereangeleget? II.130 Rndmaer, Andreas, Buchdr. in Wittenb. K-E. 79 Rumpf, ftme Geburt Leben und?od. K. E 126 Runge> Christoph, von wem er die Druckerey bckom- men? II. 7 Runijcbes Alphabet. F.B.6r Ruß, worzu er gebraucht wird? F.B. 224 Rußische Zahlen, wie sie ausgesprochen. F. B. 59 G. slctlbctch/ George, seine Geburt/ Ehe, Kinder, Dru« ^ ckerey und Instgne. K.E. 1 3 2. sq. Saalfeld. David, Buchdr. iv Berlin. II. 7 Gadon, grobe Fi-actur, F.B. 146.iq. kleine Fractur. 146. sq. wer sie geschnitten ? l 48. kleine Antiqua. 154. sq. von wem? 156 Sacks, Melckior^ Buchdr. inErfurth. II. 20 Satt-, wie sie erfunden? F. B- 224 Sarter,Raphael, Buchdr. in Augspurg. 11. 6 Salomon ober dieBuchstaben erfunden undBücher geschrieben? II-156 Saltz _ G ) o ( G __ Saly und Bvod , wozu eö gebraucht worden. F. B. 167. sq. Samaricaniscbes Alphabet. FB-Z8 Saracenorum Alpbabetum. Ui 161 Garrortus, Johann Friedrich, wird Lochners Gchülffe. II. 96 Schede, Andreas Martin, hat ncbst Druckcrey einen Oilput-icionz.Handel.K.E. l2/. seine Ehe/Kinder und forlgefttzte Druckerey^ 128 Schedrler, Paulus, Buchdrucker in Wittenberg und Leipzig. K.E.ilo Scbeere,waö? F.B.224 Gcheien,was? F.B-2iz Sctzelrer.Paul.Buchdr. inMittenb. K- E- 79 Scöetrwort, oder Sci?mädworr,was ? 11.214 Gcher5Baltbasar,Altörfischer UniversitätS.Buchoru, es er. 11.97 Schienen/ was? F.B.225 Gcdterleny, Rico!, fein Jnsigne. 11. 142 Gcdiff,wasinDruckereysoheist.^ F.B.225.II. 214 Gcbüve. lJ.216.rqq*, Schiist/Egyvtisches,worzueegebraucht? F-B-2l5 GcdtU, Nico!auö,Buchdr. undHandler in Lauben, sein Leben undiVchrifften. ll.77.sq.. Gcblaastampfe waö? F.B« 21z. lcz. Gcblecbttger, Gotthardt,Buchdr.in Berlin. 11.7 Sckleael, Matthiaö/wo er gedruckt i K. E l 29 GcdleWein,was? 11. 216 Schleppe, was i F-B. 21z Scbließna^el, was? F. B. 225 Scdliesi (l^uadrärgett, was? H.213 Scklosi!?r,istdey Druckerey unentbehrlich. F.B. 225 Schluß! zum!Nüttergen, was? F-B. 225 Schmalz Daniel, Buchdr. in Willens K- E. 70 Gcbmähschriffcen, zu drucken verbothen. 91 A.und B« O. l. tt. 111. IV« V. VIII. XI. XVI. t Schmeltz- m )o( Gct'Melß-Tl'egel. 11,215 Sct?mlde,Ioh. Buckdr.in Wlttenb. K E.78 Scbmioc, Ioh. hätt Straßburg vor der Druckercy Gebnrce - Ort. K. E. 37« Scdmidr, Nicolaus, siehe Faber. Schmidt, Peter, erster Buchdr. in Gotha. I I. 47- Scdnalle, was? F.B. 225 Schneiden, was? 11.215 Gcbneider, Andr. Buchdr. in Leipzig. K. E. 9S Gchnetboly, Frantz, sein Ursprung, Leben und Ende. K. E- >c>2. Jnsigne in Versen beschrieben. 103 Gcbniebs,Joh. George, feine Geburt, Ehe, Druckerey und andereGeschicklichkcit. K E-lZ» Gcbnorr, Paul Dietrich, sein Leben und herrlich ge< druckte Schrifften. 11. 62. sqq. Scvöffler, Hector Buckdr. in Nürnb. 11. 87 Schöttberger> Hanns, was von seinen gebruckten Büchern bekannt? 11.5 Schöndruck, was? F.B. 225 Gchöm'g,Joh. Jacob, Buchdr. inAugsp. II. 6 » » Joh. Matthias, , * - 11 6 Gcböning Valentin, Buchdr. in Augsp. II. 6 * * Ioh.Ulrich, , . * * 11.6 Scvoiffer, Joh. sein Zeugniß vonErfindung, der Buch. drucke - Kunst. K- E- 46. sq. erhält ein Privilegium vomKayscr. 5-. R- A. und B-O- No.XXV.roer er gewesen i 62 Gcdoiffer, Peter, wie er sonst geheissen, und wer er gewesen K. E. 45- erfindet das Schrtfftqiessen. 45. bringt die Kunst zu Ende. ibid. 47. wird Fausts Evdam. ibicl. erster Erfinder der Kunst. 5«. 52.60. sein tob. 60. sq. Scdoiffer Peter, soll die Anfangs-Buchstaben erfun- hm haben. ' ll. 192 Scholvin,Christian, seine Geburt, Leben und Tod. K.E. 118 Schot- ■ ; _ ^ _ D ) o ( U __£_ Scbolvin, Johann Christian, sein Leben und Ende. ■£ " K. E. 128 Schrauben.- was t F.B. 226 Gcvraudenftsck^was ? F.B. 226 Gcdraubenjieher^wis? A 25. -26 Gct?reivarr,dcr alten deutschen gegen Dlcjüfleue gchul- _ten. 1L G.'bretbfeh'.er, Sorgfair vor dieselben. F. B. 124 Bcbeeibpa^pler,dv(Jen V>'rftrt!s«ng. F.B. 21z Gcbreiner, sein« p| in Drn^ereyen. F. 25,232 Gchreiltz, oder^.sswpapp:'er,woczu? F.B. 215 Gcdriffcett,auf Iitnd.'>Wachs undPergament.wie sie eingebunden worden? F. B A.undB-O. No.XVII.ob deren hundert-' II. 215 Schrifttgieflett/ ist vonDruckercy nicht zu trennen. F.B. ijo. dessen Ursprung. 150. wers erfinden? izo.wics dabey zugcht? i z-. sqq. ans was Matcrie. izz.waS esvorWerckjSU^ erfordert? iz, Gcvrlffcglesier , obsu Druckercyen treiben können? R. A. und 23.0. N0.XX1X. IV. Frage. ScbMc Zxafken, dessen artige Beschreibung 1 1. 94 SchriMeFel-TabeUe. ^B-44 Gchriffr-Proben, in mancherley Sprachen. F.B. 145. sqq. 226. Ehrhardlifchc, F. B. nach pag. 160. No. 1.11.111. IV. Gchriffrrechnung/ wie hoch jedes PDn'ö komml> F.B.»zö.ch. Schröder/ Ehrich, zieht mit seiner DruckeRy nach Ny- cöpir.g. II. izs Gcdrödee. George Bnchdr. (ri Lunden, warum*r ge» fangen geW wo?de?> ? II. 136 Scbtödrer,Ch>- Burbdr. in Witimb. K- : l- 70 SHÄend wirdHoftBuchdrucker. it. 7 i 2 Gcyul- )o ( Schultze, Martin,Buchdr. tn Wi-tenb. K. E-8<> GcHumann, Valentin, seine gedruckten Bücher und ..Instg»«. KE-95 Gcöwamm.worzu inDruckerey? F.V.tl. 226 ScHwary^Ish.Christ. Buchdr. ju??rf.ont.O. H-44 Scdwart; Tobias,Äuchdr.j»Fcf.an d.£>. II. 44.seine Lebens Kijchrcibung. Ii.44.teq. &ä>xoi-bm, wenn die Buchdrucker» Kunst da.inr.e nn-, g^fan^en? It. iiü. iq, G^dwediicbes Alphabet. F B. 76. Zahlen. 76. iq. Gcbrveitzer Degen, wer so hcissct? It. 202.215 Scdrvenck, Lo>entz,seinInsiq»e. II. «42 Gcbrve»ntze»'m, Conrad, hat schon !467.Büchei ge, drucke K.E.-7 Scdwinvt.e, was? F.Ä % 2 Gcve»en7ob steErfinder derBuchdruckerey. K. L. 13 ihtv Art;u leben, lästdiß nicht velMUthett. ik. GcyrhischLBuchstadcn,ein damit gedrucktes Buch wo? K^.iz Gcvtdiscb-Hunnijcb Alpbabet. Gelffarr,Christian Gorriieb,Buchdruckers in Regcnjp. Leben. II. * 16 Seilz,Pet. druckte zu Wittenb.mit an Luth.Schrisstcn. K.E 78.feyretdaö erste Jubiläum berKunst. 7« frm Infigne. I1.142 Setkgmany,Mcol,Buchdr.inWitt-nb. & >£.79 Ge-ou, Vercr von, warum er nach Stockholm bluffen worden? >!- i2i Sen^etväld, Georg, Buchhr. tn Jena. 1\. 'S.. 8a_ GensenscbMtOr,Joh. ob erber erste Buchdr.in Nürnb. gewesen? Ii. 84 Septuagefimo ■ Semndo ■ Focttlöt, mit 6. Signataren. F.B. 29 Seßi0n,oder^lsttzwe-n? F.B «96 Seck, ob er die Buchstgben «funden l H- 1 54- sqq. Geydrek/ \Wl F-B.227 Segen/ m ) o < i Setzen, was dabey zu heo'r achten ? F. B- 97- fqqi Setzer, was er in der Music zu wissen vökhtg. F B. 142.sq. worinne feine Arbeit besieh« ?i7i. sq. 226. si]. seine Instrumente. i°o SehHeIWgeMt er;u unterrichten? F. B. 96. sqq. G^linze,was? 5. B. -28 Gcuderlicb, Lorentz Buchdk. in Wittenb.Z^.^. ^8. sein^nsiqne. 1 l.r45t Sexageßmo -Format, dessen Ausscdiessung. F. B. 28 Sexagcßmo . Qiiarto. Formac mit 4. Signat. F.B« »9 Sexto Format/wie es zu schössen. F.B. 9. sq. Gli-bett^ürgisch Alphabet und Zahlen. F.B. 7?. sq. Siegel, was? II. 215 Signatur was? F-B. Simmer, Herm. wessen fVuerVcy er erhalten? II 44 S'ncstscbe Sprache Nachricht von derselben- F.B. Gnell^Joh.ersterBuchdt.in Srbweden- II. 1-9» Cq. 6dr^ Anton, druckt mierW Bibel- lk. 5 Spane woiju? II. 215. ü], SSitfc davon. Il.Ä»6 Sparium dessen unterschieden-? Bedeutung. F B. 228 Speculttm Satuitr, wer und es gedrückt ? K E. 26. sq. Gpe«litt, Ioh. George, Buchdr. in Frf. am M. I( 35 Gp^eß was? F.B.229 Spindel,d-renB'schassenkieit. F.B. 229 5/-/^ Jeh.de, druckt DasersteBnchzuVenedig. K E. 17 Sp.>rl,Samuel,seineG-burr Leben unr Tod. K E »7 Spörlin Joh. Michael, welche Druckerey er bekoms men? U.,ol. seine Wittwe setzt sie fort. II. .01 Srakl- Schneider, was sie verfertigen? F-B. 208. sq. Stampfen, deren Beschaffenheit. F.B. 21z Gt - mpfter, welche? F B. 214. wie lange sie bey den 51. sq. Spani^cb, AiphLbet. F. V. 66. Zahlen. G^an-Sci-acHrel. was? Spare!, was? 66 II. 216 F.B. 228 Glättern arbeiten dürften? i z 214 Sre, ____ D )o( D Stege, wi«viclcrl'y> F.B.s-s.s-z. E»ceg^at?en,was ? II. 216 Quinmantt, Ernst, wird nach Leipzig zum Buchdru« ckerJllb-läoeii^ciaden. K.E.82 Quinmann JoZ. wesi«» Druckercy er sich bedienet? Undf'inJnsiitNk. K.E- 100 Sreinmann. Tobias, b>'!fft jutheri Schrifftcn in Jena m^tzuEndedringcn. K-E>8l.fttnInsigne. H.67 Stellschraube, waö? §.35.230 Grelii!r,Heii-r.BuchPr inAugsp. lt. 5 ^r«mp«!,was? $.35.230 Grempelscdncidex. F.B. 230 Sr^phattu^, Robert, e?n gelehrter Buchdrucker zu P.sriS. K.E. 67. sein gebrauchtes Mitie! correcte Äüäier zu Messern, 68. wird Königlicher Buchdru, ck?r. 68. Vgrum er in Abwesenheit verbrannt »vor, den? 68. fttzt zu Genf die Druckerey fort. 68- '"ei- ner 5 ö?nc Ruhin , und wunderbares Schicksal. 68- ihr Jnsisne, 6g. wo ijhre Lebens-2Zeschreibung zu ü;chen? 69 Sceppin. Johann Christoph, Buchor. zu Franckfurt an der Oder. 11,44 Scern 7 Cocheliuö Johanu von , sein Leben und ge- druckten2)ücker, auchAdcls-Wapen. II.74.5q. S«.öckel, Matthias, £ HosiBuchdrucker zu Dreßden. 70. 91. wie er sonst genennet worden ? Kl, seine In« siania. 92 Stc^sk!, I-'h^'n Conrad, Hof-Buchdr. ln Dreßden I I. 16. was sich von seiner Jugend auf bis ane Ende mttHmjugttragen. II. 16. sq. Grollenberger, Johann Nicol. Buchdr.inFranckf. amMayn. II. 35 Srrach», m ) »( m _ ©«udb, V.ncenz, Buchdr. in Lelpzlg. K. E. rss Gcraßburg, od die Druckercy allda erfunden? K-E- zz. sqq. wird von Geehrten geglaubt, ibid. z«. gründlich widerleget. K- E> ZL. sqq. hat den Erfinder der KuchdruckcrKunst gedohren. 55« 57- Gcroh-Cranr?, II. 216 Grromer, PhikippLudwig,Vuchdr.inHamb. 11.6» Grüyen, was? II. 216 Gcuchs,oder Fluchs, George, Suchdrucker inNürn- becg II.85 Gruchs, Johann, Kuchdr. in Nürnberg. II. 86 Gcurm, Augustus Buchdr.inAugspurg. 11.6 . - August F«ciorinAuaspurg. ibid. SucbV/ WentzetUrban, Buchdruckers in Prag Leber» und Jnff^ne. II. 106. sq. SüderklöpmZett, wenn und von wem da gedruckt worden? II. 133 Süßmilch, Christoph, erbt die Hofbuchdcuckcrcy i» Berlin. II, 7 G^mpher, Christian Ludwig, Universitats-Buchdr. in Halle Leben. II. 56. sqq. Syrisch Alphabet. FB.Z9 II. 158. Vocale,. 4° T. ^ «belle, des Schrifftkegels. F. 3. -zv. der erste» ^ Zahl e!nesj4S-^"' . rlquz luiö Cursiv, von wem? 156 Tdamm, Christian Buchdr. in Wittcnbcrg. K-E-79 Thanner, Jacob, woher? K.E. 93. wenn er sich in Leipzig gesetzt? 9z. wie er sich zuweilen qencnnl? 9Z» waevor Bücher er gedruckt? 93* sq. ftwJnsigM. 94- - merckwürüige Verse auf ihn. . 94 Tievemann , ?abernus, was er zu Stockholm ge, druckt? II. 120 Tiegel, bey SchmeltzungderMetalle, F.B.2ZI. in ^Druckereycn.was? 232 $fc$e, Immanuel, sein Anfang, Fortgang und Aus, ganss. K.E.-2Z Ttttccuren, Nachricht davon. IL216. sqq. Ti!cber,inDrttckercy-n nöthig. F. B.-Z2 VMui, was dabey zu beobachten? ij.222.sq. ^i>-U-Bier, was? F.B.-52. Tollem Joh. Buchbr. in Berlin. iE 7 RMktttii/ Andreas, Buchbr. in Stockholm. 11.12c» Träger, was? F. B. 2 Z2 ^lrcdeilus, Hermann, seine herausgegebene Bücher. K. E- 7Z. Trigefimo ■ Sectindo - $Otm ( D Vignetten, wie sie beschaffen seyn sollen? F. B. 2ZZ. sq. Visttation-s der Sücher, siehe Äücher Vifv rarton. Vögelin, M. Ernst, seine Geburt, Leben, Tod und Jnsigne. K.E. 99*sq» Vogel. AegydiuS, Buchdrucker in Francksurt am Mayn. u. z6 Vogt, Michael, Buchdr^ in Leipzig. &£.ii8 Vollkommenheit, wird nicht auf einmahl erlanget. II. 145. sq. Volumen, lt. 22Z Vorderstauden, was? F. £.212 Vorrede, was sie nicht ist? Vor. pag.2. bey derve- positiort eines Cornuken. F. B. 2 34.sqq. Vorredner, was cr zu verantworte« ? Vor. 2. mt bey Deposittcwen so hcijt ? F. B- 2 36 Voreheil-Schrff, was? F B. 225. II. 214.sq.22z Vorrrag, wie cr zu thun? F.B.2z6sq. Vortritt, was, und wen solcher zu gönnen? F. B. 2Z7 Votlren, was? F. B. -z?. sq. w. (TOacfetet:, Georg, Buchdruckers in Nürnberg Jnsigm. it. 87 ZlVadstetner, oder Vadfteiner Druckercy verun- glückt. II. 13» VVactzcer, Joh. Ballhasar, Buchdrucker in Frf. am Mayn. II. 36 rvärli, Josias, Buchdr.inAugsvurg. II. 6 Wagemann, Abraham / seinJnsiane. II. 91 Wagner , Johann Christoph , Buchdrucker in Aug- spurg. II. 6 VVald, Peter Erich, Buchdr.zu Arosia. Il.izc» 1 - Peler.Un'versitätö-BuchdruckerjuAboa.ll.izs Wall, XOaü, Dariel, Buchdrucker tn Jönköping. II. 137 - - Lorentz. Buchdr. in Stockholm. II. 12z Walln, D. tormtz , Druckerey wer sie verwaltet? II. 130 XVallius, Johann iorentz , Buchdrucker zu Aboa. II. lz8 LValye.was? F.B.-zS VOantif, Nicol. wird Königlicher Buchdrucker in Stockholm. II. 125 XDapperi, was? II.223.sq. IlVascbbrer, was? F.B.2Z8 AVa-cbdürtie, worzu? ibid, t)Oa iefcfafj, was? ibid. XVayt'endäuser/ 0 b ihnen mit Recht Druckerey zukom« nun X R A. u. B. O no.XXlX. I l. Frage. XVtcJbzl, Andreas / Buchdrucker in Franckfurt am Mayn. U, ?5 XVehrmann, Gregorius, Buchdrucker in LcSpziq. K. E. so VOeidner, Johann, Buchdr. in Jena. K-E- «2. fdn Jnfii,ne. 11.67 » - , Ioh. Christoph, wird zum Leipziger Buch, drucker Iubilao eingeladen. K. E 8 2 XVanmamt; Nicoiaue, verunglücktmitseiner Dru« ckexey« I I. 56 XdOetß Johann Friedrich, Buchdrucker in Franckfurt am Mayn. I I. z 5 XVeMnburger, Johann, Priester, Buchdrucker in Nürnberg. 11.86 XDenD, Michael. Buchdrucker iuWittcnbcrg.K.E-79 rv^ndiscd Alphabet. F B 6z XVevbtn, wer davon ausgeschlossen? F.B. 238. sq. rversicn, was? F.B.2-Z Vl^erner, Johann Heinrich , wird DirectX über alle Schwedische Druckereyen. I I. 125. welche Druckerey er gekaufft ?1 1 126. druckt zu Upjal. 11.129 Vver- W ) o ( D VOmfytt, Johann, Buchdrucker in Jena. K- E. 82 * * Joh. David, t « , - 8Z * 1 i Christoph Dav. i , , 11.69. sq. MeM, Johann, kaufft die Frantzöstsche Hof.Buch- druckercy in Berlin. 11, 7 r^-irdcrdeuck was? F.B.239 Wlömann, Balthasar, Buchdrucker zu Streng- naS. II. 132 XVüda , Johann, Buchdrucker in Wlircnbecg. K- E- 80 T£tmpbelmct. Jacob hält Mänteln vor den ErGder der Buchdruck ? «Kunst. K, E- 34. h. schreibt Mayntz die Ehre der Ecfinbung zu. 4z TQindtUlOnideity w-'S? 5--8- 2 39- deren Ver, both. 2 z^. R. A. tf, 23. O. V. VII. VIII. XI. XVmckelhacken. w s? 5*^239 ZlVznckelmaaß, wae ? II.2.4 NÖittstrulNUS. Peter, Äifchoff in Schonen, warum er eine Druckcrev angelegt ? II. 136 XDintet Johann Carl, Königlicher Buchdruckec in Fimland. 11» 13 S XVinrer Robert richt mit Oporin eine Druck' rey auf. K-E 66. macht vi.l Schulden. ibid. Wütä, Martin , Buchdruckers in Erfurth In« signe. 1!. 20. lq. TPttitct.au Johann, feine Gcvurtl), Leben und 5od. K-L- 112.1'q. XVorrer Bucd , von meisten Kunst » Wörtern der B"chdrucker.yen und andern Profeßion- n, so somit verwund sind. S-^- röt.sqq» XX)o'ictb N-cölaus, wodurch er sich eine« Nahmen gemackk? K.E. 96 wie es ihm mttftmem Druck von Luth'riB'b le>ganzen?->6. seinJnstg-?e. yö.sq. XVo^stede!, FrisncrsVster-^tadr. Vor.3. legtci, M Äivtiotheck an. ibid. geht im Rauch auf. ibid. K.E. 86 Wmm, W ) o ( K __ tvlttM, was? F.B.2Z9 IpCHsf?, Valfhasar Christoph , Sen. tin&Jun. Buchdr. ^in Franckfurt am Mayn. 11. z6 ,. ?. SacHarias, teonhard, Buchdr. in Augspurg. 11.6 ? . David, , * * ibid. SapfliN/ David, Buchdr. in Franckfurt am Mayn. II. Z5> Wn Jssigm. 11.37 Zaiiicr, Küuttzcr, was aus seiner Presse kommen? 11.5 ZamosciuS/ Stephan, giebt die Scythen vor Erfinder der Buchdruckerey an. K- E. 13 Zange, deren unterschiedener Brauch» &B. 239,sq. -.un Puncturen» 240 Zapffen, was? ibid. Zinsen, was? 11. 224 Zeichen, dcrDcucker,was? 11.224. Mathematische. II. 224- Zeicdnee wer? F.B- -40 Keidler, Andreas, seine Geburth, Leben unv Tod. K-E.i2 2.5q. Zeidler, N..cin Skadt-SchreibcrzuWonsicdei, dessen Reime über dasigeBibUochec. Vor« 8 Zeilenravellc um wie viele eine Schriffr gegen der am dern unterschieden. F-B. '44 Zeissetmeycr, Luc-,«, Buchdrucker in Augsp. I I. 5 Z. rna-, Christoph, Buchdrucker zu Franckfurt an der Oder. I I. 4Z Zcirler. Christoph Andreas, Buchdrucker zu Franckf. an ?er Ot er. ibid. Zeirirtga-, Conrad, Buchdrucker inNürnb. II.85 Zeug- halber.F.B. 212. gantzcr. 212. was d >zu geyöret? 240 Zeuge, was ihn verwerfflich macht? F. B- 241 Z^ugkaftiN, was? F.B. 212 Zeugpr.rsche, ibid. Öl«' D )->( O Ztegenbatrt, Johaan Christian, Buchdr.in Mttenb. K. E. 8o Zierraehen , sollen sich zur Sache schicken. F. B. 24t Ziffern der Lolumnen, wie die erste eine« jeden Bo, q-n,ufinden? F.B. 24z.sqq. ZimmerMann, Johann, Buchdr. in Augsp. 11.6 Zinnober , wieviel-rley. F.V. 241. wo erju finden. 242. wie er vom Mercurio zu reinigen. 242. worzu ihn die Buchdr. brauchen. 24* Zschau, Ioh. Andreas , wessen Druckerey er erhol, ten> K-E.i2z.la. Zunckei, Christoph, seine Geburt, Ehe, Kinder, er, kauffte Druckerey undInsigne. K.E. izo Zuricdi-en, was?? F. W 242 Au^mmenKunffe. 11.224 Zuschuß, welcher erlaubt? F.B--4- I