t ' ^^^-^^ ^1-. >....... e l t e ß !'? icr ^» » t von a m b e r a, wo diese Kunst/ neben Mainz, vor allen übrigen Städten Deutschlands zuerst getrieben worden, aus der Dunkelkeit hervorgezogen und bis 1534 fortgeführt, auch mit ein Paar Abhandlungen versehen von P. Placidus Sprenger, Benediktiner und Bibliothekar der Abtey Ban,. Nürnberg, in der Graltenauerischen Buchhandlung. 1 g 0 y. Vorrede. > s ist i» Deutschland keine andere Stadt, die m Hinsicht auf die Erfindung der Buch, druckerkunst mehr Recht hat, der Stadt Mainz Eifersucht zu «r-gen, als Bamberg. Diefe manchen Ohren auffallende Wahrheit lag lange, mit so vielen andern noch zu entdeckenden Thatfachen, im Grabe der Verborgenheit. Bey der 1740 auch zu Bamberg festlich begangenen Jubelfeier dieser edlen Kunst entfprsng zwar ein Funke davon in das Publikum; es war aber auch weiter nichts, als ein plötzlich erscheinender, und eben so geschwind wieder verschwindender Funke. Die Jesuiten, als damalige Innhaber der öf« feiulichen jehrstühle fanden keinen Weschmack daran, der altern litteratur, besonders des Vaterlands , dergleichen sie n-cht hatten, mit einiger Aufmerksamkeit nachzuspüren. Es mußten Manner kommen, die ein Vaterland hatten, und es auch liebten, um die alten im Staube verborgenen Schatze der bambergischen Buchdruckerkunst aufzusuchen. Ich muß sie nennen, diefe würdigen Männer, die mich in der Bearbeitung diefer Geschichte so thätig unterstützt haben« Der erste davon Herr Joseph Maximilian Stang Vicarius im Stifte St. Gangolf zu Bamberg ist, leider! seinem Alter nach, viel zu früh gestorben. Er war, als lang er lebte, ein unverdrossener Sammler alles dessen, was auf feine vaterlandische Geschichte einigen Bezug hatte. Von ihm erhielt ich manche mir dienliche Nachricht. Der andere ist Herr P. Kilian N o ssa t Bibliothekar der Abtei) iangheim, von dem ich zu dcn A"- ZV Annalen, nebst sonstiger Beyhülfe, ein Paar neue Entdeckungen aus der Sensenschmidtschen Presse, mit der größten Bereitwilligkeit erhalten habe. Der dritte ist Herr P. Loniiacius A 3. LülÄeo, vorher Prior des Carmeliten Klosters zu Bamberg, und nun zum andern mals in Wirzburg. ?ln beyden Orten richtete er die zuvor ungeachteten Bibliotheken ein, und entdeckte dabey die seltensten Werke des ersten bambergifchen Druckers Albrecht PfisierS. Er theilte mir allemal ohne Verzug die gefälligsten Nachrichten mit, und ich habe bereits in der angefangenen Buchdruckergeschichte Bambergö im litterarischen Magazin dem Publikum die ersten Anzeigen davon abgeliefert. Mein vierter Gönner ist der Herr P. Exprovinzial der Kapuziner P. Alexander, der als O.uardian zu Kitzingen und Bamberg mich mit vielen interessanten Notizen beehret hat, ein Mann von eben so großer Bescheidenheit als Gelehr» samkeit, dem die Bibliothek seines Klosters zu Bamb--rg ihre gegenwärtige Ordnung und Einrichtung zu danken hat. Noch muß ich hier öffentlich anrühmen die ausgezeichnete Dienstwilligkeit des Herzoglichen Herrn Bibliothekars Langer zu Wolfenbüttel, der meine Hieher einschlagenden Anfragen mit so vieler Güte beantwortet hat. Diesen und allen andern guten Freunden, deren geneigte Zuthaten ich benutzt habe, zolle ich hier ein für allemal den ihnen schuldiget. Dank. Daß vieles, aber noch nicht alles entdeckt sey, wodurch meine Sammlung von Bambergs typographischen Alterthümern vermehrt, und manche sichtbare Lücke ausgefüllt werden könnte, versteht sich von selbst. Ich habe auch aus gedruckten Quellen, die immer angezeigt sind, vorzüglich aus des Herrn S'baffers Panzer Schriften, zusammen getragen, was aufzufinden war. Die Zukunft kann das Fehlende noch ergänzen, besonders wenn einmal die in Ritterfitzen, kleinen Konventen, und fönst noch auf dem Lande im Staube ruhenden alten Bücheischätze von Liebhabern durchwühlt we, c^n. Freilich darf man annehmen, daß manches Produkt der Wsterischen, Senfenschmidtischen und anderer Pressen unwiederbringlich verloren ist. Die ersten Buchdrucker verlegten ihre Werke selbst, und beschränkten ihre Auflagen nur auf einige hundert ExsmiMe; daher ihre Seltenheit, und auch die Leichtigseit ihres Untergangs. Wer w>? d glauben, Senfen sch midt habe nur einmal einen Calender sür Bamberg herausgegeben': Und doch wäre auch dieser für uns V uns dahin, wenn nicht der Besitzer eines eben so seltenen Mistals solchen an die innere Decke desselben angeklebt hätte. Ich will nun noch anzeigen, was ich geleistet habe, leisten konnte. Wa6 ich im litter. Magaz. (Koburg 1794 — 95) von dieser Geschichte geliefert habe, war Versuch und Aufforderung, mich, wo ich irrte, zu berichtigen, und mit neuen Beytragen zu um t.'rsiützen, damit ich das, was ich ihr thue, hatte früher thun können. Da nun diese meine Erwartung wenig eingebracht, wohl aber die unverhoffte Ehre mir zugezogen hat, daß ein gewisser bambergischcr Schriftsteller, besonders in Absicht auf die Reihe der Buchdrucker vom Pfister bis zum Erlinger, mich wörtlich ausschrieb, ohne die Quelle zu nennen; so gab ich mir Mühe, mich selbst, und die mir nachgeschriebenen Fehler, soviel möglich, zu berichtigen, und so wohl meine alte, als neue Arbeit in folgender Ordnung vorzubi ingen: I. theile ich einen neuen Versuch einer kurzen Gefchichte vom Ursprung und Fortpflanzung der Buchdruckerkunst mit, indem die alte Meinung, als hätte sich diese zuerst von Mainz aus in andere Städte Deutschlands verbreitet, durch Bamberg widerlegt wird. II. liefre ich die Geschichte der Buchdruckerkunst zu Bamberg bis 1528, wo ich mir freilich mehr Reichthum an Materialien gewünscht habe. I!I. folgen die Annalen der ältesten und ältern Buchdruckergeschichte Bambergs vom Anfange bis 15Z4. Da veroffeubaret sichs, daß Albrecht Pfister die erste lateirw sehe Bibel zu Bamberg, noch vor der Mainzer herausgegeben; daß er die ersten deutschen Bücher geliefert, und mit illuminirten Holzschnitten geziert; daß Johann Sensenschmidt sich fast einzig mit dem Druck liturgischer Werke abgegeben habe. Da dieses Fach für den Liebhaber der Kirchengeschichte nicht ohne Reiz und Nuhen ist, so hielt ich es für Pflicht, die solchen Werken beygefügten Bischöflichen Schreiben dem Leser vorzulegen, um daraus den Geist der Zeiten zu erkennen, und die Denkungöart der spätern damit zu vergleichen. Man wird finden, daß, ehe der Glaube an Hexen und Zauberer überband genommen, und unberuffcne Exorcisten den Teufel überall mit ins Spiel brachten, die Agenden sehr einfach waren. So z. V. in der Wirzburger Agend vom I. 14 8 2, wo die vor dem Genuß M Genuß des he!l. österlichen Abendmals vorzunehmende Proclamatlon der davon ausgeschlossen neu eingerückt ist, heißt es gleich hinter einander: ^urioli vulZsriter die tobenden Menschen. Osmoni^Li vsl ^lias ÄmenteZ. Mordum c^äueum x>ü- tiemes, niü xer cl^i-a wdorarem inte^v^IW; und erst weiter unten kommen die abergläubigen Dinge miteinander als Oiumkltoi'LZ, vulMriter warsager, ec c^ui ec>3 xro tali äiuinations kcceäum aä exc^uirsnäum f^u'wm er Kuiulmoäi. Lar- mmÄtoi'LL Kominum et pecorum et duiusmi. Laractei-Ls lecum poi-cames. Lomnia vul^Nntei' beschert dink. Dies eAiptwcoZ vulgancer verworfen tag tenentss. Lolem et lunsm Ä^orÄNtss. InL^nmuoi-eZ vulZarirer tzeuberer, ut qui msgica clli^uict supr^ iiciMram xroci-e^'L c^u erunt, liLM facere üliciium smoi-em, 6ilLoräi3m intei- amicos, vel sudri-akere liuiusmi. Dies war das ganze Register der damaligen Hez'- und Zauberey. Vian wird finden, daß jegliches Bisthum über seine eigne Tagzeiten, Messen und Kirchengebräuche gehalten habe, bis die deutsche Kirchenspaltung die Veranlassung gab, sich immer an Rom, auch in Disciplinar- sc.chen, enger anzuschließen, und endlich mit Verdrängung des einheimischen Cultus die Zanzs römische Liturgie einzuführen. Was die Rechtschreibung betrift, muß ich um Nachsicht bitten. Das öftere Unterbrechen dieser Arbeit seit mehreren Jahren, und die Auszüge ans andern Schriftstellern waren Schuld, daß ich mir in diesem Stücke nicht gleich blieb.' Ich hosse, der Druck werde correct aussallen. Banz den iten Hornung i?99- Neuer Versuch einer kurzen Geschichte vom Ursprung und Fortpflanzung der Buchdruckern, nst. ! !5 ^ l/' ««M KM «MM «-«M> «^^^ ------------------ - -'^^ > V < Neuer Versuch einer kurzen Geschichte vom Ursprung und Fortpflanzung der Buchdruckerkimst. 5. i. e?> ic Erfindung einer Kunst, welche ihrL)aseyn nicht dem Zufalle, sondern dem Nachdenken schuldig ist, entstehet nicht auf einmal. Sie braucht Veranlassung, und Versuche, die von der Kindheit ausgehen, ehe ein vollendeter Mann erscheint. So verhalt es sich mit der Erfindung der edlen Buchdruckerkunst. Die Xylographie, oder die Kunst, Bilder und Text in Holz zu schneiden, und auf Papier abzudrucken, war das Vorspiel. Diese Künstler nannte man Formschneider. Sie stammten von den Brief- oder Kartenmalern ab, und im Jahr 1442 war zu Antwerpen eine Bruderschaft odev Gilde der bildenden Künste, worunter in einer gleichzeitigen Urkunde auch Illuministen und Drucker (nicht Buch - sondern Vilderdru- cker) genannt werden. Anfangs verfertigten sie nur einzelne Stücke, mit Daruntersetzung des Namens des Heiligen, oft auch mit Beysetzung eines Schrifttextes, oder andern Denkspruchs. Dergleichen zur Seit noch ältester Holzschnitt ist ein heil. Christoph, in der Karthause Vuxheim, mit der Iahrzahl 142z- Die Färbung ist gut und haltbar, und kann nicht von der Schreibdinte herrühren. Nachher wurde der Text auf besondere Tafeln geschnitten, und den Bildern gegenüber gestellet; und so entstunden Bücher, dergleichen von Heinecken in den Nachrichten von Künstlern und Kunstsachen mehrere beschrieben hat. Die Bibliothek der Abtey Michelsberg bey Bamberg hat eine /^rs inemoi'gnäi notzbilis per ssZurzz Lvsn- zsIMsrum auf 28 Blattern in kl. Fol. (wovon aber zwey ausgerissen sind), ein höchst seltenes Werk der Xylographie; denn der Formschneider bediente sich zum Abdruck der genieinen Dinte, welche floß und durchschlug, daher auch nur eine Seite jeglichen Blatts bedrucket ist. Eine ganze in dieses Fach gehörige ^pocslypli^' besitzen die PP. Dominikaner zu Wirzburg. Diese Kunst ist durch die erfundene Buchdruckerey nicht ganz verdränget worden. Das Stift Ban; hat auf einem halben Bogen die Beschreibung eines geometrischen Instruments, IZgcuIuz Z->c.oIz genannt. Die eine Hälfte nimmt die Figur des angewandten Werkzeugs, die andere den Text ein, mit der Jahrzahl 1502 und den Anfangsbuchstaben des Künstlers (?. ^. Daß die Kunst der Formfchneider bey der Wiege der Buchdruckerey schon hoch gestiegen, ersehen wir nicht nur aus dem Mainzischen Psalter von i4S7, sondern auch aus einem A gleich- 2 gleichzeitigen Zeugnisse des Doktors der Philosophie und Medicin Paulus von Prag ^itzrij)gAus elt sitifex lculvenk lubtililer in laminiou!,' (//c) sureis, serreis ac NAneix 5o. lidi jiAni atcjue sliis imgAines, lciipluram et omne c^uvcllioet, vt ^rius !inj)rimat vajZ)'ro gut tZZrieti »ut afüeri munclo: lcinclit omne, c^uoä cupit et elt Iioino ssciens tglis cuin ^icIuris et temvore inei (meo?) c^uiägm sculpllt inteAram KiKIigin su^er I2- mellss et in czuatuor seotimznis tntam LiKIism in veiAgmeno iubtili vraeliA>,gvit sculotu- izm (tculvtuia?) In diesem, vermuthlich durch einen Abschreiber, noch mehr verhunzten Latein finden wir den Uebergang von der Holzschneidekunst zum Graviren in Metall, und von diesem zum Schneiden der Buchstaben, und dann zum Drucken, Daß sich der Verfasser, mit Uebergehung des Gusses der Lettern, nicht deutlicher ausgedrückt hat, rührt zum Theil daher, daß es ihm bey Beschreibung einer den Römern unbekannten Kunst an schicklichen Worten fehlte. Wie undeutlich ist nicht die Unterschrift des zu Mainz 1460 gedruckten Catholicons? Ivlirs vatron-uuin t"orn,arulncjue concor^is, provortions ac inoäulo ilnvrei^ux gtc^us con- fectu8! Man muß sich auch nicht irre machen lassen durch die lsmin-,5 suregx. Niemand wird jweifeln, daß man in Gold, welches seinen innerlichen Werth immer behalt, die Figuren am feinsten graben könne. In Meusels Miscellaneen artistischen Inhalts (itesHeft S.L.) ist folgendes zu lesen: Ein Bild der unglücklichen Maria, Königin von Schottland, welches in einem 2 Zoll und 4 Linien langen Ovale vorgestellt ist, und um welches unten folgende Worte in der Rundung angegeben sind: colleÄ: K. K4ea6 O. I^g. z^ot. KeZ. in Hurmn inci^it ;, wo ein« Copie davon mitgetheilt ist- c) Dieses wichtige Zeugniß ist im yten Heft der Polnischen Bibliothek «.Warschau 1788^ aus einem auf der Universitätsbibliothek zu Krikau befindliche» Mauuserivt vom I. 14;? Z»r Probe mitgcthcilt worden. Man findet solches auch in der allgem. Litteraturzeitung vom 2.1791- Kmn. -58. üzs. 1.c. S. Z4 und Z5. '.^v-^ §2. ..... Es ist mehr als wahrscheinlich, daß die Betrachtung eines Werks aus der Xylographie in dem Erfinder der Buchdruckerkunst den Gedanken erzeugt habe, die Vortheile zu berechnen, welche die Verwandlung der unbeweglichen Buchstaben in bewegliche hexvorbringen wurde. ' V-R»^ " - ^ > - ' '...... würde. Was ^mo1c?ux lZsr^eIIgnu8 -->) in seinem ?oemats vom Siegelringe sagt, halte ich für poetische Fiktion. Die Natur der Sache scheint es zu fordern diesen Gang der Erfindung anzunehmen. Denn das Wesentliche dieser neuen Kunst bestund in der Beweglichkeit der Lettern, indem man diese nach dem mehrfachen Abdruck eines Bogen für den folgenden eines Buchs immer wieder gebrauchen, und fo die Bücher auf die leichteste Art vervielfältigen konnte. Der Kölnische Chronikschreiber ^) laßt die in den Niederlanden auf Tafeln abge. druckten Donate, und der Abt Trithem-- das LstKoUcou auf ähnliche Art verfertiget, wiewohl zum Theil irrig, der Buchdruckerey vorangehen. Daß der Erfinder den ersten Versuch mit hölzernen Lettern gemacht habe, scheint mir der Analogie eben so gemäß zu seyn. In dem seltenen Buche: Txpvlitlo (ZeoiKü iupei' lum- nwlis KlüMri t>eni »ihzzm gr. 4. ohne Iahrzayl, von Johann Trechsel zu Lyon ge» druckt, befinden sich folgende Verfe: t^uicl inirnin vlc^ne aclvo, lil'sr nie 1^ mun<1ioi' sx!t? 1'^e5 sviceni ^»viino non ^ecst u^Ia Arsclu. Lvls rnlim i'gtö5 linc^neosnt littors: clcinec <ütiru^) und der Dichter hat gewiß nicht ohne seine Berathung die Buchstaben von Holz, als die ersten der neuen Kunst, angeführt. Ucber- bleibsel der Guttenbergischen hölzernen Typen will Daniel Specklein zu Straßburg «), und Paul Pater dergleichen von Burbaum aus der Fusiischen Offizin zu Mainz l>> gesehen haben. Wir wenden uns nunmehr zum ersten Erfinder der Buchdruckerkunst. A - -) Köh, s) Köhlers Ehrenttttmig Guttenbergs S. 5l. t>) l. c. E.^i. c) I, c. S- 46. ^) Ist i» cntüehmci! aus ?üiiTeri snnsl. ty^ossr. Vol.I. qit. I.u^äanum.. e) ScKciepMn Vinälc. t)po^rcipl,. x»^. z^. l) SitielKorl» cie snri^uiKm» dibliorum I^iiliaorum eäitions p. »4. n. ?. ,' - Dieser ist der sinnreiche Mainzisthe Edelmann, Johann von Sorgenloch, genannt Gans fleisch; von seines Vaters in Mainz gelegenen Hof zu Gudenberg aber insgemein Johann Guttenberg benamet.Er war zu Mainz gcbohren und erzogen; und obschon uns durck) Köhlers 1741 herausgegebene Ehrenrettung manche gute und sichere Nachrichten von ihm zugeflossen sind, so wissen wir doch nichts von seinem Alter, seiner Erziehung, und seinen vermuthlichen Reisen in der Jugend, woher uns mancher Funke mehr Aufhellung verschaffen konnte. Er verließ im Jahr 1430, da sein Vater gestorben war, Mainz, und ward Burger zu Straßburg, wo er unter den adelichen Einwohnern 1444 gelebt, und in geheim allerhand Künste in Gesellschaft mit andern ausgeübt hat. ^) Unter diesen Künsten waren auch die ersten Versuche der Buchdruckerkunst; allein niemand hat bisher «in daselbst gedrucktes Werk oder Werkgen vorzeigen können. Straßburg kann sich demnach die- Ehre der Erfindung nicht zueignen; denn versuchen und crfir.den sind so wenig einerley, als suchen und finden, wie Denis °' wohl angemerkt hat. Guttenberg verließ diese Stadt im Jahr !443 , und kehrte wieder in seine Vaterstadt zurück. Hier hat er in dem nämlichen Jahre von seinem Vetter Ort zum Jungen, dessen Hof in Mainz, zum Jungen genannt, auf drey Jahre um jahrliche zehn Goldgülden bestanden, und die Hälfte eines Jahrzinses den 2gsten Octob. vorausbezahlt. ^ 1445 ist er in einer Urkunde über ein gerichtliches Geschäft zu Mainz am Milwochen vor Ostern als Zeuge angeführt. <-) 1443 hat er das Gut Lauffenberg gekauft, wobey Johann Fust, als Zeuge vorkömmt. ^ 1450 den i2tcn Januar hat er eine jährliche bestimmte Weinabgabe von einem Weingarten zu Mainz an sich und die Scinigen erkauft, s) und in eben diesem Jahre mit Johann Fust, einem wohlhabenden Bürger daselbst, einen Gesellschaftsvertrag errichtet, vermöge dessen Fust sich verbindlich machte, Guttenbergen 8oo Gulden in Gold vorzuschießen, womit dieser das zum Druck vorhabende Werk vollbringen sollte. Es wird sich in der Folge zeigen, daß dieses abgezielte Werk kein anderes war, als ein Theil der Bibel, der Psalter, woraus nachher die Sage eine ganze Bibel gemacht hat. Diese Summe fand Guttenberg nicht hinlänglich, und erhielt daher vom Fust noch andere 800 Gulden, die dieser schlaue Mann so wenig, als die vorigen, von dem Seinigen herge- hergegeben, sondern bey Juden und Christen geborgt, und noch bey z6 Gulden Gesuchgeld m Ansatz gebracht hat. Alle vom Fusi vorgeschossene Verlagskosien, an Kapital, Zinsen und Gesuchgeld betrugen 2020 Gulden. Dieses alles erhellet aus dem 145? vom Fust gegen Guttenberg erhobenen Prozesse, den man samt der darüber ausgefertigten Urkunde bey Köhler >>) nachsehen kann. Mir genüget zu meiner Absicht zu bemerken, daß Fust hier nirgends als Buchdrucker oder Theilhaber au der Erfindung, sondern blos als Verleger erscheint, der damit umgieng, dem Guttenberg seine Kunst abzulernen, und samt allen Gerathschaften an sich zubringen; daß er zu diesem Ende für die ersten iZoo Goldgulden sich alles Druckerzeug zum Unterpfand habe verschreiben lassen; daß von dem Psalter schon ein Theil auf Papier sowohl als Pergament, bey Erhebung des Rechtsstreites abgedruckt gewesen, der für ihn einen so unseligen Lauf nah»,, daß er 1455 nm seine kostbare Erfindung und sein ganzes Druckergerath kam. Indeß bleibt ihm die Ehre, das erste 1464 ZU Mainz gedruckte Produkt aus seiner Presse geliefert, und sich als Erfinder Weser Kunst legitimirt zu haben. Es ist dies eine Ablaßbuile vom Pabst Rico laus dem V. für das Königreich Cypern gegen die Türken in Form eines Patents, wovon man in Zapfs Annalen " eine vollständige Nachricht findet. Wer war damals außer dem Guttenberg zu Mainz, von dem Fust und Schöffcr die Buchdruckerkunst hatten erlernen können? Köhlcr I. c. S 6 >!. folg. t>) S^iioex>Ä>n in äocumsnr. c^.^>'. r> 2. ^) Emlcilimg in die Vücherkundc, 1777- itcrTH. S>?i- 6) Köhlcr l> c. S. b?. I-i:> ^ ^)I.c. S-82, 5) I. c. S- 8- N»d 8Z. x) I. c. S. 8Z. K) 1^ S- -z lind 55- i) Annglcn der «»teilen Buchdrmkcrgcschichtc rci! Maittj, S. I u. folg. 4- ' Daß vor 1462 eine ganze Bibel zu Mainz gedruckt worden, ist eben so unerweislich, als alles das, was Guttenberg, nach Schöpflins Angeben, zu Straßburg sollte gedruckt haben. Der ganze Credit dieser eingebildeten Bibel haftet auf dem Zeugnisse des unbekannten Kölnischen Chronikschreibers " vom Jahr >499- Er führt zwar einen guten Gewährsmann, den Ulrich Zell von Hanau als ersten Buchdrucker zu Köln an; aber er bezeugt mehr nicht, als daß man 1450 zu Mainz begann die lateinische Bibel mit einer groben Kchrift zu drucken, womit man nun (1499) Missalbücher druckt. Dies ist und bleibt wahr durch den Psalter von 14S7. Von einer ganzen vollendeten Bibel steht da und A z anderstwo »»>--»« anderstwo keine Sylöe. Eben so verhalt cs sich mit dem Zeugnisse des Abts Trithemtus: ^ - ngln^ue lZiblism öcc. Das beweist gleichfalls nur den Anfang zum Druck der Bibel, und was er gleich hernach von der bessern Erfindung Schöffers meldet, giebt sattsam zu verstehen, die Kunst sey erst dadurch so weit gediehen, daß der Druck einer ganzen Bibel konnte vorgenommen werden. Von He in ecken, ein in diesem Fach ausgemachter Kenner, ist auf meiner Seite, da er davon ^ also schreibt: Dies würde vielleicht— Anleitung gegeben haben, die Stelle des Trithems: Impieizuri ngm^ue Ziizlisin, priu^ugln tertiuin com^Ielsem >u opers ejuskermuin, ^luücjuzm 4000 ilorenoium ex^oluerunt, wofern sich diese Stelle in allen Manuskripten befindet, auf den Psalter, der 1457 erschienen, zu deuten. Noch weit eher könnte man glauben, daß der Cölnische Chronikcnschrei- der, durch die Worte: und war das erste Buch, das man druckte, die lateinische Bibel, und ward gedruckt mit einer groben Schrift, wie die Schrift ist, womit nun die Meßbücher gedruckt sind, das erwähnte Psalterium verstanden habe. Es ist sehr wahrscheinlich, daß dieses wichtige Werk schon 14Z0 angefangen worden. Wenn man die verschiedenen Arten von Schriften, die dazu gebraucht sind, die Größe des Werks, das Pergament und andere Umstände, die bey dergleichen ersten Unternehmungen vor« ^ fallen, in Betracht ziehet: so ist wohl zu glauben, daß es eine so große Summe, als Tritt, em angiebt, ehe man die dritte Lage von vier Bogen vollendet, gekostet hat. — Ueberdein kömmt erwähnter Psalter auch vollkommen mit der Beschreibung, welche die Cölnische Chronik von der ersten Bibel macht, überein z denn er ist wirklich mit solchen Buchstaben gedruckt, wie die Meßbücher 1499/ und in den folgenden Jahren gedruckt wurden; dergleichen wir noch heutiges Tags in den Klöstern und Chören der Kirchen finden. Auch ist cs kein so großer Fehler, wenn beyde Schriftsteller den Psalter, wclcher ein Theil der Bibel ist, die Bibel genannt haben; und wer weiß, ob Guttenberg mit Faust anfangs nicht willens gewesen sind, die ganze Bibel so zu drucken, und nur durch die großen Kosten davon abgehalten worden sind. Wenigstens ist dies die beste Auslegung von dem, was wir bis jetzo . wissen und sehen." ' Im Jahr 1465 ward Guttenberg von seinem Churfürsten Adolf unter dieHofdiener aufgenommen, und da bey ihm die Liebe für seine erfundene Kunst nicht erlofchen war, ließ er sich von seinem Freunde Doktor Conrad Homer» einigen Drucker-Apparat anschaffen, den dieser nach dessen Tode 1468 als sein Eigenthum wieder zu sich genommen. Die Beweise dazu liefert Köhler; ^ zu denjenigen aber, die er für den Erfinder gesammelt hat, will ich noch ein Paar unbekannte beyfügen, welche aus einem geschriebenen alten Coder der Abtey Seligenstatr entnommen, und von mir zum erstenmale in dem ersten Bande des litterarischen Magazins für Katholiken ^) sind mitgetheilet worden, hier aber an ihrem rechten Orte stehen. /^2S - ««. ^ ^6se Vernuerl ?einsrenlls I?ane^ri8 sä loliannem (?e»!/?ci/c/i ^>,«'mum lilirorm» iin^isisoisin. viZin vrskantlor antsrs: IVmnsm c^ui nio^uit --.^Io8 liiuins iuelse causus. ^rcein is Isiusullt. vaüo tu conlulis ov1>» l^ui ls Is^icsiu non iilZA.it avts tu». LI coulsris ^,il>st. cüuins inuenta Q-Iiusrus (üum tua luectsntui-, cuncts uudvrs ru^su'.. ?istersa suctvies ovei'is iriiisl^ills omues Iv jsctizrs huilzus teculil ^irilca vo^uut Deualus iuASnü laudntus scumino cscliit I^t tllli c^ui inelicu- ^Vlcliiinctonts luit Z?olt ts viikei.- sr vrves ?eruet: et auctvism ts ^rolist slse luuni. Vive ^-/lcvtt-o, ^aüi iactanti» Ivsctet et clvlsst, t!>>1us liuios uns giulldiiis tciljito« «^uiil rsit!> äicst? iu^sutuu» sits notai» VitKin sjns ^lo^nno IV!.>Ln!^ue Il^uors r!iz?in ^>rc>luiit illgm «ua lsuts exulians ls cibat omnis tioinci, Innento ^.ilinain msruilli, nvc nsAKt vllus. ^eiuvanllm iiinsnluin c^uict valet ecce ^>ntst ?u iioltie >;z^zc:i^c> III nonas 6ris 1494. k) Wo Ellttenbcrg von 14Z6 bis 1464 sich aufgehalten/ womit er sich beschäftiget habe/ wer weis es? Zur Zeit niemand. Er kann zu Hartem, er kann zu Bamberg, er kann zu Nürnberg/ er kann anderstwo gewesen/ oder auch in Mainz geblieben seyn. Wenn wir die Zeit wüßten, da er neues Druckergerath durch den D. Home ry erhalten, ließ sich vielleicht sein Aufenthalt naher bestimmen; doch ist mir wahrscheinlich, der Churfürst habe ihn seine Landesverordnungen und andere dergleichen öffentliche Bekanntmachungen drucken lassen. Köhler I. c. i!t. 5. Diese Stelle scheint zwar eines mir entgegenstehenden Sinnes fähig zu sey»/ aber es scheint nur so, -und von Heinecken rechftrtigct meine Auslegung. b) I. c, S. 46. lit. v. c) In seinen neuen Nachrichten von Künstlern und Kunstsachen, S.-?5- ä) I.c. S. ??. t,') itcrB- S.-?«. k) Die Verfasser dieser Threngedichte waren öffentliche Lehrer zu Heidelberg- §. 6. Peter Schoffer von Gernsheim aus dem Darmstadtischen, der 1449 noch ein Schreiber zu Paris war, °) mag 1450 oder s i von Guttenberg und Fust unter die Mitarbeiter der neuen Kunst aufgenommen worden seyn. Er war ein Schönschrsiber und sinn« reicher Kopf, von dessen Zeichnung ohne Zweifel die zum Psalter gebrauchten Kapitalbuchsta« ben herrühren, die hernach von geschickten Formschneidern in Holz sind geschnitten worden. Aus eben diesem Grunde halte ich ihn auch für den Urheber der Unterschriften, worin am Ende Nachricht von der Vollendung eines Buchs ertheilet wird. Bey den Handschriften wurde dies vorher von manchen beobachtet. Also hat die Bibliothek zu Banz ein Manuscrivt in Fol. auf Pergament, dessen Titel ist : Die Gemehelschaft Cristi mit der geleu- bjgen andechtigen Sel. Und am Ende heißt es.- Item das puch hat geschriben C 0 n - rad rad Wernt. und ist coinplirt und volbracht worden An dem heiligen Oberst Abent. ^nno l^ni ^. eL<70. I.XII. § und ich Schwester Margret Ort! lbin habe das puch getzecht. zu lob und zu eren got den: Almechcigen und der wirdigen Iunkfrawen Marie u. s. w. Einige der ersten Drucker folgten dem Schösserischen Beyspiele, andere nicht, wie dies der Fall auch bey den Abschreibern gewesen war. Demnach war das erste mit einer solchen Unterschrift versehen-: Buch der Psalter, wie er in dem Chor zum singen gebraucht worden ist, und noch gebraucht wird. Er erschien 14Z7 den Tag vor Marien Himmelfahrt, und ist nach dem Zeugniße der Kenner ein Meisterstück der erst erfundenen Kunst, noch bis auf den heutigen Tag, das allein hinreichend gewesen wäre, die Namen Fust und Schvffer der Ewigkeit zu überliefern. ^) Letzterer hat auch das Verdienst, die Punzen und Matrizen zum Letternguße erfunden zu haben, wofür er Fusts einzige Tochter Christine als Belohnung zur Ehe bekam. Dieser kaufte nachher ein Haus in Mainz, zum Korb genannt, dem der Name des Druckerhauses zu Theil wurde. ^ Was Fust und Schoffer gemeinschaftlich, und dieser nach seines Schwiegervaters 1466 oder 67 erfolgten Tode allein gedruckt, haben Würdt« wein 6) und Zapf^ ausführlich beschrieben. ?>) ZcK'vxüiü in v!nci. r^p. ?!,b. VII. b) Eine genaue Beschreibung dieses Psalters smdtt man bey Zapf I. c, u. folg. c) L?bNc>r>iLc^ ZVIoguiit. p. 46. ü) I. mox e) I. . e. - ' ' - V''' ' ' - 5. 6. ' ^ ... ' ' - . Man hat zeicher als gewiß angenommen, die Buchdru.serluust habe sich erst 1462 von Mainz aus in andere Länder verbreitet. Dieser Angabe widerspricht aber die vor diesem Zeitpunkte in Vamberg schon vorhanden gewesene Druckerei) des Albrecht Pfisters. Es muß demnach angenommen werdcn, entweder dieser Pfister Ware früher, als Gutten- berg mit Fuftcn in Gesellschaft trat, aus dessen Schule ausgegangen, oder Guttenberg habe sich nach der Zurückziehung aus Ctraschurg einige Zeit bey diesem als einem berühmten HDlzbildcr-vielleicht auch Stempelschneider zu Bambcrg aufgehalten, und mit ihm über seine neue Erfindung Communication gcpstogen, oder Pfister habe durch einen dritten vonEut- tenbergs Versuchen, mit beweglichen Buchstaben zu drücken, Wind bekommen, und als ein geschickter Künstler sich selbst eine Bahn gebrochen, daß er nach 14Z0 im Staude war, an seiner lateinischen Bibel zu eben der Zeit -u arbnten, da Guttenberg, Fust und Schoffer an dem Psalter arbeiteten, ohne daß beide Theile etwas von einander wußten. Diese letztere Meinung wird erstens dadurch wahrscheinlich, was Brei tkopf von einem B ähnlichen ähnlichen Falle urtheilet. Seine Worte sind: die Unterschrift hinter der Vorrede dieses WerkeS (das Leben der heil. Katharine von Siena) — heißt: ?Ioreutige VII. Iciuz ^c>vem- bris ZvlL(-'LLI^XXI ^e/»^?-^/ L>nm?m^ ^uiitex on-nium judicio plsciisntiiliinus, ec O> eius k'. eAlSAige iucloliz sclolescsns s^?^e/?i ^>nte m//^-s ^a,-n5/e?Ätt/ , et ^e/??^e volumen Koc ii^preilerunt. /^'tt/ Lernar6i ejusclem t^Iius cjusntg potuitcuis et clillAeutia emen6svit: ut ceiniz; F7o?'e»/?'n/> !??Ae??/// i!?7 m-- e^?. Am Ende des Werkes sieht nach einer Wiederholung der ersten Worte, und einer Erzählung dessen, was Petrus dabey gethan habe: ^bsolutum opus l^onis Octobns Kl. Lecci^XXII. ?Ic>rentise. Keine Unterschrift der ersten Buchdrucker beschreibt so offen und so ordentlich die Wege der Kunst, als diese: durch stählerne, vorher eingeschlagene und hernach gegossene Buchstaben gedruckt — und wer weis, was die Worte primum und kloientiuis mAeniiz nil siclui ell, bey ihm für eine Deutung gelitten haben kann, da es nach der Meinung des Cennini unfehlbar nichts anders hat anzeigen sollen, als daß die Florentiner die Geschicklichkeit haben, die Künste so gut zu erforschen, als andere, und daß dieß die erste Probe davon sey? Es ist aber wohl möglich und wahrscheinlich, daß Cennini der Vater, als ein Goldschmidt, durch eine mit erhabenen Figuren oder einer Aufschrift geschnittene oder gegossene metallene Platte einen Versucht gemacht habe, die nun schon bekannt gewordene neue Buchdruckerkunst zu versuchen und nachzuahmen, und sich den Weg zu bahnen, dieselbe einzusehen und zu erlernen: so wie fast zu gleicher Zeit der Goldschmidt MasoFiniguerrazu Florenz die in Deutschland erfundene Kupferstcchcrkunst nachahmte, und sich den Ruf der Erfindung dadurch bey seinen Landsleuten zueignete" Zweytens ist aus dem oben angeführten Zeugniße des D. Paulus von Prag zu ersehen, daß der bambergische Künstler, von dem er 1469 schreibt, er habe zu seiner Zeit die ganze Bibel (nämlich die Lettern dazu) super lamellas auf Stempel, nicht auf Platten (luper Isminsz) wie ein Qrsveur, geschnitten, und (versteht sich von selbst) nach dem Guß binnen 4 Wochen auf Pergament? sudtili sculpturs (hier muß er den Satz haben andeuten wollen) abgedruckt, schon mehrere Jahre vorher, ehe er dieses niederschrieb, mit diesem Produkt seiner Kunst zum Ende gekommen sey. Man sieht es freilich dem Verf. an, wie sauer es ihm geworden, Worte für diese neue Kunst in der lateinischen Sprache, die von derselben nichts wußte, zu finden; auch wird man ihm eine genaue Einsicht in dieselbe eben nicht gegvnnet haben. Indeß ist diese Bibel vorhanden, der Drucker davon Albrecht Pfister zu Bamberg ist entdeckt, wie sich weiter unten zeigen wird. Es gebühret also der Stadt Bamberg die Ehre, neben Mainz als Miterfinderin der Buchdrucker- kunst zu glänzen. Geschichte Geschichte der Buchdruckerkunst zu Bamberg. 5- 2. I. dem ersten Jubeljahre nach erfundener Buchdruckerkunst war dies ju Bamberg vorher so thatige Gewerbe durch die Spaltungen der deutschen Kirche so tief gesunken, daß der Gedanke an eine Feier dieser schönen Erfindung in keines Bambergers Seele aufsteigen konnte. Sie verlor vielmehr wegen des Drucks so vieler beißender Zankschriften bey manchen an ihrem Kredit. Ein Jahrhundert spater wurde Frankenland noch von den Schweden durchstreift/ und mit Gelderpressungen heimgesucht. Da schwiegen Minervens Kinder und Klienten, und versteckten sich vor dem Geklirre feindlicher Waffen. Lauter unberechnete Folgen der Neligions» trennung, und des daher unter den deutschen Reichsständen erwachsenen Mißtrauens! Bamberg und Nürnberg waren zuvor wie zwei wohl einverstandene Schwestern. Was diese Stadt an Künstlern zu viel hatte, wanderte nach der erstem hin; und es war zum Sprüchworte geworden: Wenn Nürnberg mein wäre, wollt' ichs zu Bamberg verzehren. Ich bin sehr geneigt zu glauben, entweder der erste bambergische Buchdrucker Albrecht Pfister selbst, oder doch seine Eltern stammen aus Nürnberg ab. Wenigstens finde ich in den geschriebenen Banzer Annalen einen Johann Pfister von Nürnberg, dem auf sein Gesuch der damalige Abt Johann Schütz von Hache nbach 151z mulmn men!-e ertheilte. Allein die Schiebewand der Religion setzte sich der ehemaligen Verbindung in den Weg. Was Wunder also, wenn in diesen zwey Jahrhunderten das Andenken an den Ursprunz der bam« bergischen Buchdruckerey fast ganzlich erloschen ist? Endlich kam mit 1740 das dritte Jubeljahr dieser Kunst, welche unter dem wohlthatigen Schatten des Friedens zu Bamberg wieder aufgeblühet war. Georg Andreas Gertner, damaliger Buchdrucker des hohen Domkapituls, und der Universität, wirkte von diefer ein Dekret aus, die Jubelfeier am 12 Dec. von der hohen Schule auf das herrlichste begehen zu lassen. Zu dem Ende ward unter andern frohen Anstalten, in dem großen akademischen Sale, eine lateinische Rede von einem Jesuiten gehalten, und lateinische Verse zur Ehre der Kunst von sechs Studenten aus der rhetorischen Klasse rezitirt! in der akademischen Kirche B 2 trug trug Georg Michael Gert« er Pfarrer zu Bettstatt, des Hofbuchdruckers Sohn eine Lob - und Danfpredigt in deutscher Sprache vor; P. Kilian Jmmel Senior der Abtei) Michelsberg, ein ehemsliger Hofbuchdruckers Sohn fang das Hochamt, und Georg Christoph Gärtner, auch dasigen Hofbuchdruckers Sohn, beschrieb diese Feierlichkeil und begleitete sie mit deutschen Versen. Erwähnte Artikel kamen sämtlich im Drucke heraus *) !>. Dav Vecietum Universität!? unter dem N>UI eu Vsisntini I-Io^zleia c^llezii 5, 5< vpive>sit»t!s t)rrnnwno-I'i!^iicIzm->L Ivsütoris. kni. b. ^udUixum »rtiz 'l'^rin-rüpi-IcT inter 5süos Ilrsriiti orbis no^iii üxx!>rAM5 teitiv reäux — csie- dri t Uni erltt-iL Limidi.'!-gens>5. 5c>I. c. Feiierliche Bcgängnuß des dritten Jubelfestes der vor zc-o Jähren — glücklich cmmdene» cdlcit - Buchdrucker.-Krust — in einer Lob ^und Dank-Predigt — von Ls. Mci,. vc-rrner — 1740. t^I. ü) Das in seiner Hofnind Acadcmischen Buchdruck^rc» jul'ilircnde Baniberg, als die dritte Jubel-Feyer aus — Landes - Fürstlicher Bewilligung — kiiäerici L-nuli — celearircr worden, hat mit diesen wenigen Zeilen »xMuäiret lo. Ls. Lkri^ogii. LertQei — §. «. In den erst angezogenen Schriften und 6) wird gemeldet, daß diese edle Kunst von Mainz, bevor diese Stadt von Adolph eingenommen worden, schon nach Bamberg gekommen se», indem unter der Regierung des Fürsten Georg von Schaumberg im I. 1461 daselbst ein Fabel-oder Gleichnißbuch in Reimen gedruckt worden, wovon ein Exemplar in der herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbütcl anzutreffen sey. Ebendaselbst werden in den Anmerkungen noch angeführt ein Missal auf Pergament vom I. 1490, eine Kirchenagende gleichfalls auf Pergament von 1501, und die peinliche Halsgerichts-Ordnung von 1507, wovon die ersten 2 Stücke in dem Domkapillischen, das letztere im Hochfürstlichen Archive zu Bamberg befindlich seyn sollen. Noch wird in 6 bemerket, daß unter dem Bischöfe Wein.and von Nedwitz ein Epistel und Evangelien-Register 1Z2Z herausgekommen; wo es aber zu finden fey, wird nicht gemeldet. Und dies war alles, was man damals von der altchen Druckerey zu Bamberg wußte. Aber auch diese wenigen Notizen scheinen über die vaterländischen Gränzen nicht gekommen zn seyn. Ich wenigstens kenne keinen Bibliographen, welcher Gebrauch davon gemacht hätte; man muß aber auch bekennen, daß diese Nachrichten, wo nicht einmal ein Drucker genannt wird, sehr dürftig gewesen. Sie hatten gleichwol zur Kenntniß dienen können , daß Bamberg fein Recht auf das seiner Seltenheit wegen berühmte Fabelbuch und die für den Druck angegebene Jahrzahl be- hauple. Da in der Schlußformel dieses Buchs, welches an seinem Orte gehörig soll beschrieben werden werden , gesagt wird: es sey zu Bamberg geendet 1461 am St. Valentins Tag; so hielten viele, und unter diesen Denis ^ dafür, die Formel rühre vom Abschreiber her, und Mercier um seine Veränderung in der deutschen Sprache zu beurkunden, machte Va« lentin Tag zum Buchdrucker. Lessing wankte auf die Seite Ioh. Sauberts der das Fabelbuch für ein Werk hielt, das nicht mit beweglichen Buchstaben gesetzt, sondern von eingeschnittenen Tafeln abgedruckt worden. Allein diese Meinung behauptete sich nicht, sondern die gegentheilige, daß es mit gegossenen Buchstaben gedruckt worden, ward allgemein, von H ein ecken geHorte zu dieser Parthey, und obschon er anfangs in seinen Nachrichten von Künstlern !c. nicht ungeneigt'gewesen, ein Mißverständniß in der Unterschrift zu argwohnen, so bestünde er doch in seinem neueren franzosischen Werke °) auf seinem Argwohn nicht, sondern erklärte es für gar nich unmöglich, daß Bamberg eine von den ersten Städten, nach Mainz, gewesen, n denen die Dnckerey getrieben worden, von Murr ^ will dies nicht zugeben; er glaubt das Jahr 1461 bedeute die Zeit, da das Fabelbuch verfertiget worden, weil man doch bisher mehr in Bamberg gedruckte Bücher entdeckt haben müßte, wenn schon 1461 daselbst eine Druckerey gewesen wäre. Aber er hatte aus Lessing?' entnehmen können, daß die Fabeln weit älter seyen, indem dies viele Handschriften auf die nnwiderfprech- lichsie Art bezeug-n. Auch der Meister in diesem Fache, Herr Schasser Panzer ''^ war dieses Buchs wegen in Verlegenheit; er erklärte sowohl den Ort, als das Jahr des Drucks für ein Räthsel, weil bisher Bamberg kein älteres Buch, als ein Missal von 14?« habe aufweifen können. Doch führt er selbst nachher > ' auf das Jahr 14L1 das Leben der natürlichen Meister in Versen, wiewohl sehr zweifelhaft, als zu Bamberg gedruckt an. Zu verwundern war es eben nicht, daß die Litteratoren bey der wirklich zweydeutigen Unterschrift des Fabelbuchs stutzten, was sie daraus machen soltten. Wie gieng es nicht dem berühmten Professor Köhler in seiner Ehrenrettung Guttenbergs? Er kannte von Ulrich Sell dem ersten Drucker ZU Kölln kein älteres Buch, als Leiligrcii ^arciei-vicenlis cominsutgrinz in I^OAl. csm /vriüntt?Ii5 vom I. 1494, und nun weis man, daß er schon 1467 K. ^u^>isli,n librum cZs Linc-ul-irits (ülei-icLium gedruckt hat. Man hat jetzt eine große Liste seiner Produkte bey denen er aber seinen Namen verschwiegen hat. Zeit, Gelegenheit, Liebhaberei) wird in diesem Felde nach und nach noch manche Entdeckung zu Tage fördern. So gieng es auch mit dem ersten Bambergifchen Buchdrucker. i,) in Lnppismento V"IüiMnr> p. ;6i. i n Supplement ü 1'i4iK. äe I imprlm. äe protp. Ni»rc5innä p. m. c) im erstell BcM5gc zur Geschichte und Liittrattir- Vnumsch-V, I77Z. ä) in diKor. LldNotIisc»s reip, Xoi'imb. i6u,z> p, 209. e) läse LSner^Ie ä'nns coUeelion comxlette ä'eliilmpsL ^> VIsims 1771, x. 175. 5) Iour- s) Journal zur Kuiljwschichte u> Litteratur II B. S. l>7- l> c. S- i2. t>) Annalen der ältern deutschen Litterat. S. 4». i) I. c. S. 122. K) ?iinie? ^Vnnül. typoxr^xl,. vol. I. p. zz; tqq. z. z. Matthias Jacob Adam Steiner, Pfarrer bey St> Ulrich zu Augsburg schaffte 1792 kichtin diese Dunkelheit, indein er fast ju gleicher Zeit, als mein Freund zu Wirzburg, ein anderes bambergisches Produkt vom 1.1462, nämlich eine biblische Geschichte entdeckte, welche uns auch mit dem Namen des ersten dasigen Druckers, Albrecht Pfisiers, bekannt macht, und die ausdrückliche Nachricht enthalt, das Buch Ware von ihm im besagten Jahre nicht bloß geendet, sondern gedruckt worden. Er lieferte davon eine vollständige Be- schreibung in Herrn Meusels histor. litterarisch-bibliographischen Magazins VtenStuck S. 1 folg. Aber auch diese Entdeckung hatte manchen Skeptiker noch nicht bekehrt, wenn nicht mehrere Pfisterifche Werke wären aufgefunden worden. Man wird solche in den Annalen, vorgezählt finden; ich will aber vorher meine Leser mit den ersten bambergischen Buchdruckern, der Ordnung nach, bekannt machen, und mit den wenigen Nachrichten unterhalten, die ich aufzubringen im Stande war. Albrecht Pfister. Merkwürdig ist das bischöfliche Empfehlungsfchreiben, welches der Fürst Heinrich, ein gebohrner Gros von Trockau, dem Missal vomJ. 1490 vorsetzen ließ. Er rücket die Vielsagenden Worte ein: ln Iiac vrbs nolria, vlzi eius srti8 (im^reilonse) luiZuIgri Haött»- nisoiüerio. Hier wird nicht nur Geschicklichkeit, sondern auch Ucberfluß von Buchdruckern zu Bamberg angerühmet. Und dennoch sind um diese Zeit nur Johann Sensenschmidt und Heinrich Petzensteiner als gesellschaftliche bambergische Buchdrucker zeither bekannt gewesen. In der Folge wird es sich zeigen, wer die übrigen gewesen. Ob Pfister damals noch gelebt habe, ist nicht zu erweisen, und wenig wahrscheinlich. Diesen in allem Betracht merkwürdigen Künstler hat man in den bambergischen Bürger« listen vergebens gesucht. Vermuthlich hatte er keine Prozesse, wie Guttenberg, und setzte also keine gerichtliche Feder in Bewegung, wodurch sein Gedächtniß auf unser Zeitalter gekommen wäre. Allein Doktor Paul von Prag -> hat ihn gekannt, und sein Zeugniß ge- nüget uns , denselben als einen Mann kennen zu lernen, der nicht nur ein guter Formschneider, in der ganzen Ausdehnung des Worts, sondern auch ein Stempelschneider, Schriftgießer Zu Seite 15. öMM^SM^-LM NopÄkSZYL)^ abcdetohiKlmnopqH SLStvuxMWHMG omuÄj)ednsÄdn»v7E dims VMttsltMie de lowjüometMls tuus yuem chieMs gießer und Drucker der ersten lateinischen Bibel war; und wir kennen ihn noch in diesen Eigenschaften aus andern seinen Werken. Manche davon sind mit illuminirtcn Holzschnitten geziert/ worinn er unter den Buchdruckern keinen Vorgänger, wohl aber Nachahmer, besonders zu Nürnberg und Augsburg, hatte. Es ist nicht zu zweifeln, er habe vor der Erfindung der .Buchdruckern) xylographische Werke herausgegeben, von denen ihm der Uebergang zur Typs, graphie leicht war, wie schon vorhinein aus Breitkopfs Zeugniße ist bemerkt worden. Auch von He in ecken hat es " in Anregung gebracht, daß dergleichen Leute die Buchdrn- ckerlunst sehr bald erlernten; sie brauchten alsdann ihre Formen, und zierten damit die Bücher, welche aus ihrer Presse kamen. Dies ist, sagt er weiter, die wahre Ursache, warum die Buchdnickerey mit so unglaublicher Geschwindigkeit, fast in allen Städten von Europa sich ausbreitete, und warum die meisten ersten Bücher, entweder mit in Holz geschnittenen Figuren , oder wenigstens mit Anfangsbuchstaben gezierct sind." Dem sey, wie ihm wolle, Pfisters Werke sind fast alle auf schönes Papier mit'sehr schwarzen kleinen Missallettern gedruckt, und gewahren dem Auge einen Beyfall abnöthigenden Anblick. Zwey Alphabete, die aus seiner Bibel und der sogenannten Allegorie auf den Tod entnommen sind, nebst einigen kleinen Proben im Zusammenhang, hat Herr Joh. Georg Klietsch, Universitäts-Buchdrucker in Bamberg c), als er 50 Jahre Prinzipal seiner Offizin war, nach dieser am 9ten Nov. 1794 begangenen Jubelfeyerlichkeit in Holz geschnitten, wovon die Abdrücke hier beygelegt sind. Es verdient noch die Geschichte, wie Pfisters Werke nach und nach sind entdeckt worden, kurz zusammengestellt zu werden. Die Sammlung der B 0 nerischen Fabeln wurde zuerst bekannt. Nach Sauberts Angabe vom I. 164z befand sich damals ein Exemplar davon in der Stadtbibliothek zu Nürnberg; wo aber dieses hingekommen, weis niemand. Es ist dort schon lange nicht mehr. Dadurch wurde vorerst so viel hergestellt, daß das Werk zu Bamberg herausgekommen. Die dasige Universität behauptete 174^/ es wäre daselbst gedruckt worden; und sie hatte recht. Dem Eremplar zu Wolfenbütte! ist die Allegorie auf den Tod, ohne Bemerkung des Orts, aber mit denselben Lettern abgedruckt, beygcbunden; also schon zwey Werke aus einer bambergischen Presse. Steiner zu Augsburg machte im I. 1792 die biblische Geschichte von 1462 bekannt, wo nebst dem Orte des Drucks auch Albrecht Pfisier als Drucker unwidersprechlich dargestellt ist. Das schon angeführte Zeugniß des l). ?suluz c!e prsZa, daß zu Bamberg eine ganze Bibel schon einige Jahre vor 1459 gedruckt worden, kam durch die allgemeine Litteraturzcitung von Jena erst recht in Umlauf. So ward die Aufmerksamkeit der Littcratoreu geweckt, und so geschah es, daß ein Recensent unter der Chiffer Xm in der allgem. deutschen Bib iothek sich also herausließ: Noch hat Rez. keine lateinische Bibel aus dem iZten Jahrhunderte gesehen l6 - sehen (mit Ausnahme der 1476 zu Neapel, jedoch in viel kleinerm Format gedruckten) welche an Pracht, Sorgfalt, Schwarze, Papier u. dergl. diejenige überträfe, die ohne Zweifel schon zwischen 1452 und 55, und also grade die erste von allen, wo? ist noch nicht zur Gewißheit gebracht, (dies ist noch vor Steiners Entdeckung geschrieben) in drey groß Foliobanden zum Vorschein gekommen. — Bey der sich so schicklich dazu anbietenden Gelegenheit, will Nez. den Grabern nach dergleichen papiernen Schätzen, keineswegs die kleine Entdeckung vorenthalte«, daß die laut ihrer gedruckten Unterschrift zu Bamberg 1461 ge endigte Fabelsammlung des Boners, wovon die Wolfenbüttelfche Bibliothek das einzige bekannte Exempiar besitzt, durchaus mit denselben, wiewohl schon etwas abgenutzten Typen gedruckt ist, die zu dem Abdruck der fo eben erwähnten mit Recht berühmten lateinischen Bibel ohne Datum, gebraucht worden". Ein anderer, oder auch derselbe mit l. unterzeichnete Schriftsteller im Meiizelfchen-Magazin °) schreibt sie ohne Anstand unserm Pfisier zu. Dieser scheint selbst in der Unterschrift zur biblischen Geschichte auf seine lateinische Bibel anzuspielen, wo er sagt: So kni, wir all auch nit latcin. Darauf han ich ein teil gedacht. Und vier hisiory zu samen pracht. Zch habe dieser fo seltenen Bibel im Vambcrgischen sehr fleisig nachgespürt, und durch meine Gönner nachspüren lassen, und was wurde entdeckt? die traurige Erfahrung, daß man diese Bibel in ihrcm Vaterlande gar nicht geachtet habe. Die Ursache davon laßt sich nicht' leicht errathen, da man fo viele andere alte Drucksiücke in den bam! ergischen Bibliotheken erhallen hat. Einer meiner Freunde fand bey feiner Nachforschung daselbst eine alte von einem Buch abgeledigte Decke, sie war an den Decken aufgespalten, und Psisters Typen, welche ihm schon bekannt waren, schauten hervor. Er weichte die ihm überlassene Pastete ein, und erhielt i c> Blatter, wovon 9 die letzten Kapitel des Exodus, das zehnte aber den Anfang des Buchs ?eviticus enthalten. So gieng man im I. 1671 mit Pfisters Bibeln um; man zerriß sie, , kleisterte die Blatter zusammen und in dieser Gestalt brauchte man sie zum Einbund unbedeutender Rechnungen. Ich habe von diesem würdigen Manne das zehnte Blatt zum Geschenke erhalten, und davon 4 Zeilen in dem litterarischen Magazin diplomatisch genau mitgetheilt. In der Bibliothek der vortrefflichen Abtey Langhei m, welche einen zahlreichen Schatz von typographischen Alterthümern besitzt, sah ich ein Buch in 4: Oienongrium, qucx! Zemmz ßsimnNruni vnc^nt, uuver calliZJtuin, ^rAcntm-,0, iZiZ, per ^oli. Knudlsuelr im- xreilmn, Zur Bedeckung seines Rückens und eines Theils des übrigen Bandes ist ein Stück Pergament benutzet, auf welchem die letzten Verse des IX und die erfreu des X Cap. Judith aus » ' >. aus der Pfisterischen Bibel stehen. Es hat also Pfister wirklich, wie Paul von Prag berichtete, die ganze Bibel auch auf Pergament gedruckt. Allein welches dumme Ungeheuer muß diese prachtige Ausgabe auf Pergament .'crstört haben ? Auch von diesem aus dem Schiffbruche geretteten Fragment ließ ich (l. c.) sechs Zeilen zur Wcrgle'ichung abdrucken. Der Herzogliche Herr Bibliothekar Langer zu Wolscnbüttel hatte die Güte, diese Vsrgleichung mit dem dasigen vollständigen Exemplar anzustellen, und mir in einem sehr gefalligen Schreiben zu versichern, daß die von mir oben mitgetheilten Stellen vollkommen damit überein trafen. Sonderbar bleibt es immer, daß dieses Exemplar, welches noch so neu und frisch aussieht, als ob es erst aus der Presse gekommen, nicht etwa aus Bamberg oder doch aus Deutschland nach Braunschweig, und von da in die Herzogliche Bibliothek zu Wolfeubüttel gewandert ist, sondern daß es vor etwa so Iahren die durchlauchtigste Bibelsammlerin und damalige Frau Herzogin aus England, wo solches in der Bibliothek des Lord Harley gewesen, für 600 Reichsthaler angeschasst hat. Ein vor etlichen Iahren da durchreisender Buchhändler ans London hatte gern doppelt so viel dafür gegeben. Pfarrer Steiner hatte nebst der biblischen Geschichte auch die'Allegorie auf den Tod und eine deutsche Armenbibel vom Pfisterischen Drucke, die jener beugebunden waren/ zugleich beschrieben. Beyde befinden sich auch in der mehrbelobten Bibliothek zu Wol- ftnbüttel, mit dem berühmten Fabelbuch zusammen gebunden, wo aber auch noch eine andere, von der vorigen verschiedene Ausgabe, ohne Holzschnitte sich vorgefunden hat. Herr P. Priör Vonifa; entdeckte in der Bibliothek der PP. Carmeliten zu Wirzburg 1792 nebst den drey Steinerischen Werken eine lateinische Kidlia pauzZLium und den deutschen Velial, mit dem am Ende gedruckten Namen: Albrecht Pfister zu Bamberg. Es scheinet, er hatte damals keine Laune zum Verscmachcn. Ich habe Grund, zu vermuthen, er habe diese Uebersetzung aus dem Lateinischen selbst gemacht, weil er es für genug hielt, seinen Namen dar- nnter zu setzen; und ich stimme der Stcinerischen Meinung bey, wenn er ^ schreibt: Wenn der Drucker auch zugleich der Verfasser der deutschen Uebersetzung dieses Geschichtbuchs gewesen ist, so muß er wohl für seine Zeiten, ein sehr einsichtiger, verstandiger, und wenigstens in Ansehung des Uebcrsetzens, ein geschmackvoller Mann gewesen seyn. Daß er es aber gewesen sey, kommt mir darum sehr wahrscheinlich vor, weil er in der Schlußschrift sagt: er habe diese 4 Historien, aus dem Latein zusammen gebracht, welches doch wohl nach der Verbindung mit dem vorhergehenden, keinen natürlichern Sinn haben kann, als diesen: er habe zum Besten derer, die nicht Latein verstehen, diese 4 Historien aus dem Lattinischcn ins Deutsche übersetzt? welches ja auch um so eher von ihm geschehen seyn konnte, da bekannt genug ist, daß die ersten Drucker, häufig gelehrte Manner gewesen." Georg Herolt von Bamberg, welcher 1481 zu Rom druckte mag bey Pfistern in der Lehre gewesen seyn; und wenn man seine Verdienste zusammen rechnet, so war er gewisi . -n C Mann. Mann, der dem ersten Erfinder Guttenberg zur Seite stehen, dem Fust aber an Edel-- sinn, und dem Schvffer an Gelehrsamkeit vorgehen darf. Er war, mit jenen verglich.,,, mehr auf Gemeinnützigkeit, als feinen Vortheil bedacht. Ich bin nicht aus Bamberg, sondern aus Wirzburg gebürtig: habe also keine Partheylichkeit für jene Stadt; aber aus ganzem Herzen muß ich ihr glückwünschen, einen solchen Mann, wie Pfister war, besessen zu ha« bcn. Im fürstlichen Garten zum Geyerswehr verdiente er ein Ehrendenkmal. Ich habe im litterarischen Magazin geäußert, es mochten späterhin einige andere Werke von ihm mit andern Lettern, als die vorigen waren, gedruckt worden seyn; ich lasse aber nunmehr diese Vermuthung aus Mangel statthafter Gründe fahren. Kein Kenner wird zweifeln, Pfister habe mehr gedruckt, als wir nun entdeckt haben. Allein dies gilt von mehreren nicht nur ersten, sondern auch spätern Buchdruckern. Man muß seinen Nachkommen eine Nachlese übrig lassen. s) Sich oben § i. d) I. c. im -teil Th. S. 106. c) Er ist schon 1740 !in den Schriften über die Buchdruckers» zu Bamberg unter den Kmistvcwandteit mitgcnannt. ä) in der 2teu Abtheilung des Anhangs zu dem 5Z—86 B-mde S. lic-6. e) im Vllten St- S. 22. 5) I. c. S. 20. x) ^uäiürsäi c-ltsl. K,omim. eäit. 240. Johann Sensenschmidt und Heinrich Petzensteincr. Johann Sensenschmidt war von Eger gebürtig. Wie und wo er zur Erlernung Ser Buchdruckerkunst gelanget sey, ist nicht bekannt, nur so viel wissen wir aus Panzers ältesten Buchdruckergeschichte zu Nürnberg mit Gewißheit, daß sein Nahme 1473 das erstemal, und zwar allein, in der Schlnßanzeige der ^lsZarita xoenca des ^1- deiti von Eyv vorkomme, wo er sich imprellorias srtiz lNAAi'lllum und civem ^cniin- dergentem nennet. Indeß ist schon 1470 das erste Buch, welches Nürnberg als den Druckort angiebt, nämlich das Lamellsrium vitioium krauLi'sLi c!s I^et?!> aus seiner Presse gekommen; und dies veranlaßte Hrn. Panzer, ihn Seite 2 den ersten Nürubergischen Drucker zu nennen. Im I. 147z ward Heinrich Kefer von Mainz seine Gehülfe, wie aus der in diesem Jahr von ihm gedruckten kaiulieolczAig K^ucri cle kizis in der Schlnßanzeige zu ersehen ist. Dieser Heinrich Kefer stunde vormals in Guttenbergs Diensten, und wurde in der Streitsache desselben mit Johann Fust ->) als Zeuge gebraucht. Von 1474 an waren Sensen schmidt und Andreas Frießner von Wonsicdel in Gesellschaft, und druck:en bis 1478 verschiedene und meistens wichtige Werke. Nun ve^ ließen ließen beyde, aus uns unbekannten Ursachen, vielleicht weil sie neben Koüergern, nicht mehr bestehen konnten, Nürnberg. Frißner gieug nach Leipzig, und Sensenschmidt zog nach Bamberg. Bis Hieher sind wir dem Hrn. Panzer in seiner Buchdnickergeschichte gefolgct, bei) t»m man auch die von Sense nschmidt zu Nürnberg gedruckten Bück./ nachsehen muß. Nun wollen wir unsers eigenen Ganges gehen. Ob und was Senfe nschmidt in den Jahren 1479 und 3o gedruckt habe, ist zur Zeit unbekannt. Er scheint in der Absicht nach Bamberg gekommen zu seyn, sich ganz besonders auf den Druck liturgischer Werke zu verwenden. Seine erste Sorge war also wohl, die dazu nöthigen Leitern herbeyzu schaffen. Er wohnte, wenigstens anfanglich, in der Michelsbeeger Immunität , und druckte daselbst, wahrscheinlich von dem dasigen Abt Ulrich unterstül,i im I. 148 i ein Missal für Benediktiner. Im folgenden Jahr druckte er, in Gesellschaft des Heinrich Pctzenstei n er, ein Brevier für das Bißthum Freisingen. Im I. 1484 gab er mit demselben Gehülfen die Tagzeiten für den Chor zu Bamberg in 2 Foliobanden, und wiederum in 2 Octavbanden heraus. 148 s druck '. er zu Regenöburg ein Missal für dieses Hochstift in Gesellschaft des Johann Beckenhaub, den canonein aber zu Bamberg. Das Missal für Freisingen 1487 / und das für Olmütz 1437 druckte er allein, und zwar letzteres auf Anweisung und Kosten Peter Drachs von Speyer; das Bamberger Missal aber von 1490, wo er sich ^sAiliium und presste cmitat'8 incolsm, nicht civem nennt, hat er in Gesellschaft Petzensrciners gedruckt. Vor Vollendung des Drucks der 8t-ttutoruin L^noäsliuln 1491 muß Ioh. Sensenschmidt verstorben seyn, indem am soten Mai) kein Buchdrucker, am letzten August aber, bey Endigung der bambcrgischen Agend, Laurentius Senscnschmid t, (vermuthlich ein Sohn des verstorbenen) Johann Pfeyl und Heinrich Petzensieiner als Drucker angeführt werden. Der alte Senscnschmidt hat sein Zeichen (zwey Sensen) zu Bamberg nur selten beygesetzt. Petzensieiner erscheint zum letztenmale 1492 in einem Regcnsburger Missal. Der Nahmen laßt vermuthen/ daß, wo-- nicht er selbst, doch seine Voreltern aus dem Nürnb-rgischen abstammten. Weitere Nachricht ten von ihm werden wohl nie zum Vorschein kommen. S. das Instrument ill Köhlers Ehrenrettung S. 55. d) In Herrn Dechant Schubenhs Versuch über die Verfassung Bambergs, Erlang i/so und Pfeiffers Verträgen Vamberg 1791 findet man Aufklärungen darüber. - Hanns Briefmahler, auch Buchdrucker. Sein erster Nahmen bezeichnet die Profession eines Kartenmahlers. Hr. von Murr gedenket seiner und setzt S. 155 hinzu: die Briefmahler druckten/ malten und verlegten ganze Werke von Holzschnitten Er führt auch S. 1 ?4 im chronologischen Verzeichnisse der Nürnbcrgischen Formschneider einen Hanns Briefmaler vor dem I. 1474 an, wel- C 2 ches chsr gewiss der unsrige und nach der Hand von Nürnberg noch Vamberg gezogen ist, wie die Folge lehren wird. Er nannte sich auch Hanns Buchdrucker, und giebt in seinen mit Holzschnitten versehenen Verlagsartikeln, die gewöhnlich nur aus wenigen Bogen bestehen, und einen sehr kompenvivseu Apparat voraussetzen, seine Wohnung in der Frauengasse hinter der St. Martins Pfarrkirche an, wie aus der Aufzahlung der von ihm gedruckten und der Vergangenheit entrissenen Werklein zu ersehen seyn wird. Denis vermengt unsern Hanns Briefmaler mit Hannscn Bernecker, welcher seine Druckerei) nicht hinter St. Martin, sondern in dem noch heute sogenannten Zinkenwchr hatte. Dieser von den mannichfaltigen -Wohnungen herrührende Unterschied fallt freilich dem Auslander nicht fo auf, als jenem, der selbst lange an Ort und Stelle sich aufgehalten hat. Das erste, von unserm Vriefmaler gedruckte bekannte Stück, ein Fisirbuch- lein, ist vom I. 1487. Lorenz Frieß in der fränkischen Chronik-) erzahlt, daß im Frühlinge 1494 ein Mägdlein bey 14 Jahre alt gen Wirzburg ^gekommen, und etliche gedruckte Liederlein über das fthlgefchlagene ^Ansuchen Herzogs Albrecht von Sachsen, seinen Sohn Friedrich zum Loz^jutoi- von Wirzburg zu befördern, auf der sogenannten Grethen öffentlich feilgebothen habe? Bischof Nttdolph habe, als er solches erfahren, das Magdlein mit den Liedern'ergreisfen lassen, welches bekannte, von dem Buchdrucker zu Bamberg Ware sie damit herabgeschickt worden, um sie zu verkaufen. Darauf ward befohlen, die Lieder, so noch unverkauft waren, zu verbrennen, und der ^Hergang dem Bischof Veit zu Bamberg berichtet mit Bitte, den Buchdrucker darum zu strafen. Die deshalb vom Herzog Albrecht bey dem König Maximilian angebrachte Klage, und die Entschuldigung sowohl des Bischofs als des Domkapituls , muß, wer will, am angeführten Orte selbst nachlesen. B. Ru« dolph verweist den König, um den Dichter herauszubringen, an den Buchdrucker zu Bamberg lind an das Mägdlein, das ihm zustünde. Von dieser Zeit an kann man nichts mehr ans dieser ^bambergifchen Druckereh ausweisen. Vermuthlich hat unser Meister Hanns, der-Untersuchung zu entgehen, seinen Stab anderstwohin, und zwar^ nach Erfurt gewendet. Denn in den Panzerischen Annalen der deutschen Litteratur glaube ich ihn gefunden zu haben ü). 14115 von Sancta Anna — getruckt zu Erssort zu den Eynsydeln bey sant Veit vonHannsen Buchdrucker von nyrenberg. Hier hat er sein erstes Vaterland angezeigt, und die Gewohnheit beybehalten, seine Wohnung anzudeuten. -i> Journal zur Kunstgeschichte, 2. I,) in Supplcm. ^üitt. v. zo?. num. 2525 und an mehreren Orten, die bey R:z?nsinmg dzr Werke sclbst sollen bemerket werden, c) bey Ludewig in den Wir-b. Gcschichtschr- S. 861. ä) S. Lau- iaurcntius Sensenschmidt. Ganz zuvnläßig ein Sohn des verstorbenen Johann, muß entweder'seinen Vater bald ins Grab gefolget seyn, oder die Druckcrey, welches nicht so wahrscheinlich ist, aufge« geben haben. Denn er konnitt im I. 1491 in Gesellschaft Johann Pfeils und Heinrich Petzensteirers zum erstenmale, und 1492 in eben dieser Begleitung zum zweyten und letztenmal,.'vor; ja Gemeiner >) hat angemerkt, daß in einem Exemplar des Regensburger Missals vom gedachten Jahr, Sensensch midts Nahme gar weggeblieben sey. A) Nachrichten von der Rcgcusl'. Stadtbibl- S- iz5 i>- -'.ot-,. Johann Pfeil druckte in den Jahren 1491 und 92 mit Lorenz Senfenschmidt und Heinr. Petzensteiner. Nach dieser Zeit kommt er, ohne Gesellschaft, als der wichtigste Drucker zu Vamberg bis 151? vor; nachher aber findet man seinen N.ibmen in keinem gedruckten Buche mehr. Entweder hatte er eine Tochter des äüern Sensenschmidts geheyrathet, oder die Drucke- rey von den Erben erkauft, denn er fuhr fort liturgifche Werke nach dessen Formen zu drucken. Er nannte sich einmal in der Unterschrift eines Missals '->) 5i7/»-/ttM expenemcjue K4a»iliruiii; soll wohl heißen ciiscretum, wi>? F ust in der Vorrede sei »item c»'2ecIiLgnc?i 8. ^uAullini b) genannt wird. Aber dessen Enkel Johann Sch offer war für unsern Pfeil ein sehr indiskreter Mann, da er ihm seine ^emelin Lnin'oerZenlsm 1508 dreymal in einem Jahr, und so buchstäblich nachgedruckt hat, daß er so wenig als jener Custos und Signatur brauchte. .-^ S. uutcn III den Auue.leu 5>'um- 52. ' ' d) Nachricht davon habe ich in Ur Litteratur des K-tth. Deutsch!. VM. B- S. 477 u f. mitgetheilt, Johann Bernccker und Marx 7lyrcr. Vom erstern ist nur so viel bekannt, daß er mit seinem Gehülfen zu Bamberg im Zin- kenwehr znftmmenge-.vohni, und daselbst mit ihm die Vuchdruckerey ausgeübt habe. A yrer hatte schon zu Nürnberg im I. 1467 nicht mit hölzernen Lettern, wie Röder») wollte, sondern nach dem verständigen Urtheil des Zunftmeisters Heidegger ^) mit gegossenen den Bruder Claus, und noch etliche andere deutsche Wcrklein -) bis 1488 gedruckt, und mit Holzschnitten versehen, die für felbige Zeit gut gerathen sind. Hr. Panzer in der Buchdrucker- gefchichte Nürnbergs sagt von ihm imZ Vorbericht, seine Druckerei), wenn er anders eine eigne gehabt, müsse von geringer Bedeutung gewesen seyn. Zu Bamberg erscheint er zweymal im I. 149Z. Da er sich nur auf den Druck kleiner Schriften eingelassen hat, so ist sich nicht zu wundern, daß so wenig auf die Nachwelt gekommen ist. Im I. 1497 war er zu Jngolstadt, wo er in Gesellschaft des Jörg Wyrf- fels tlored le^um gut cvi^erie5 auctoritatum iuns ciuiliz ^ j,; g gedruckt har. u) in :>) ill c^ti,1>^o n. :?7. Mc»5 Mngaz. i St- S- 184. c) Panzer in den Anunl. S> iü6, 168 und 17-- 6) Oen!5 in Suxpl. p. 416. Georg Erlinger druckte im I. 1516 zu Augsburg auf anderthalb Bogen: In «halt des planetisehen Werks das aufsteigend zaichen all zeit und stund u. s. w. Panzer») glaubt, daß Er« linger der Verfertiger dieses Werks gewesen, und es in dieser kleinen Schrift beschrieben habe. Er war es zuverlasig, der im I. 1521 das /^umonuin gssrcmomicum in dem Hause Io« hann Schoners zu Bamberg gedruckt hat. Er druckte auch erweislich in gedachter Stadt in den Iahren 1523 und 24. Von nun an aber verfügte er sich der lutherischen Religion halber b) M andern nach Wertheim, wo er noch in dem nämlichen Jahre die von ihm selbst übersetzte Harmonie der Evangelisten druckte, und allen Liebhabern des Worts Gottes durch seine Vorrede zueignete. Niederer beschreibt diese Ausgabe am a. -O. sehr genau und umständlich; das Räthsel aber, welches er darinn findet, daß der erste Bogen dieser Harmonie wieder umgedruckt und statt Erlingers Vorrede eine andere vom Mclanchthon vorgesetzt worden, loset sich dadurch, weil Erlinger von der genommenen Parthey wieder abgetreten , und nach Bamberg zurückgekehrt ist, wo er in den Iahren 1527 und 23 polemische Werke gegen die Lutheraner gedruckt hat. Wir wollen nunmehr zu der umständlichen Beschreibung der Werke übergehen, welche uns diese Künstler geliefert haben, oder vielmehr das Wenige beschauen, was davon der Vergänglichkeit entschlüpft, und bis nun mit vieler Mühe entdeckt worden ist. Denn was sind 74 Produkte dieser Pressen für einen Zeitraum von 79 Iahren? Wie demüthigend ist diese Bemerkung für den vaterländischen Beobachter! Und gleichwohl ist das gesammelte baa- rer Gewinn, und Aufforderung an einheimische Litteratoren, ihn mit der Zeit zu vermehren. 5) I. c. S. ??7- d) Rikdercrs Nachrichten zur Kirchen-Gelchrten-und Büchcrzeschichte iv. B- S. 101. » Ä ' Annalen der ältesten Buchdruckergeschichte von B a m b e r g Vom Jahr 1455 ohngefehr bis auf das Jahr 1534. Zwischen 1453 und 55-' l) Liizlis 8scrs Istilis. kol, ^>err Masch ») fuhrt diese mit kleinen Missallettern gedruckte Bibel, als die erste und al« teste unter allen lateinischen Bibeln auf. Sie hat, sagt er, keine Eintheilung in Bande, füllt aber derselben gewöhnlich drey. Der erste enthalt 264, der zweyte 310, der dritte 296 V älter , und das ganze Werk besteht aus L70 Blattern. Der Text jeglichen Blatts ist j» 2 Columnen getheilt, wovon jede z6 Zeilen hat. Durch beyde Eigenheiten macht sich diese Ausgabe vor allen übrigen kennbar. Denn man trifft keine an, welche mehr Blatter und weniger Zeilen hatte, als diese. Das Papier ist ungemein weiß, und hat zum Zeichen entweder ein Kreuz im Zirkel, oder eine Wage, oder einen Ochsenkopf. Der Buchstaben i hat weder ein Strichlein, noch ein Punkt, sondern einen halben Zirkel auf sich. Eine weit« lauftigere Beschreibung kann man a, O. nachschlagen. Ilebrigens getraute sich Hr. Masch nicht, den Drucker dieser Bibel anzugeben, und verwirft einige irrige Meinungen seiner Vorgänger. Hr. Zapfb) giebt zu, daß gegenwartige Bibel weit alter sey als die Mainzer von 1462, will aber, sie sey auch zu Mainz gedruckt worden; nunmehr ist es aber entschieden, daß sie von Albrecht Pfister zu Bamberg zwischen 14ZZ und Z5, vielleicht auch noch frü« her aus der Presse gekommen. Die Beweist sind schon vorangegangen. Exemplare davon befinden sich 1) in der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel, wel. ches vorher zu Braunfchweig war. 2) Hr. Masch giebt eins zu Jena in der Danzischen Bibliothek an. z) Der alte Schelhorn zu Memmingen besaß den ersten und dritten Theil. 4) Das Panzerische Eremplar, welches nun in der Herzoglich Wurtembergischen Bibliothek ist, endiget sich mit dem Psalter, das übrige fehlt. 6) Fragmente davon sind in der Bibliothek zu Leipzig ^) und bey den PP. Kapuzinern zu Bamberg. ->) Itt 1s I.c>nZ et Loerneri LidiiotK. Sscrs ?. II vol x. 65, d) olrcste Buchdruckergeschichte von Mainz S. i-z. c) ?»l;'M memor->bili» LibliotK. ^seneii5. x. 156. 157. D 146 i. 26 - . ! i 4 6 i. 2) Sammlung der Bonerischen Fabeln. Kl. fol. mit Holzschnitten. G. E. Lessing ->) schreibt/ der Handschriften von diesen Fabeln kenne er wenigstens fechse, da er hingegen von der Bamberger gedruckten Ausgabe ein zweytes Exemplar, außer dem Wolfenbüttelschen / nicht nachzuweisen wüßte; und darum kann ihm zur Zeit niemand widersprechen. Wir müssen daher die Beschreibung dieses Buchs von ihm entlehnen. Ueber jeglicher Fabel steht ein Holzschnitt, dergleichen von Heinecken einen copirt, und sowohl in seinen Nachrichten b), alS der läöe Generale ä'uns collection complette cl'eüam- xes etc. c), worinn er die in den Nachrichten von Künstlern und Kunstsachen, ertheilte Beschreibung, mit einigen Zusätzen wiederholte, eingerückthat. Das Papier ist von ziemlicher Starke, aber nicht von besonderer Weiße, und hat zum Zeichen den Ochsenkopf. Der Blatter sind in allem 88, ohne Zahlen, Custos und Signaturen. Die Verse sind nicht abgesetzt, sondern laufen wie Prosa in einem fort, und machen der Zeilen auf jeglicher Seite, die durch keinen Holzschnitt unterbrochen ist, 25. Die Anfangsbuchstaben sind roth hineingefchrieben. Von Unterscheidungszeichen ist keines gebraucht, als das Punkt, und dies nicht allzeit nach Verstand , sondern am Ende eines jeden Verses. Die Fabeln selbst sind numerirt, und ohne «lle Anzeige des Jnnhalts. Titelblatt ist keines da. Die Endigungsformel lautet also: Zu bambcrg dies puchleyn geendet ist Nach der gepurt unsers Herren ihcsu «ist Do man znlt tausend unde vierhundert iar Und ym ein und sechzigsten das ist war An sant valentcinS tag Gott behüt uns vor seiner plag. Amen. Dies Buch enthalt 101 Figuren, wie von Heinecken versichert, und die erste Fabel saugt also an: Einsmal ein Affe kam gerat do es (er) viel guter mufe (Nüsse) fand u. s. w. Es hat die Ehre, das erste unter allen gedruckten deutschen, und noch oben drein mit Holzschnitten versehenen Büchern zu seyn. s) im 1. Beytrag zur Geschichte und Litteratur- Bramischw. 177Z S- 8. b) II Tb- S. 21. c) ii Visnae 1771 p. »75. z) Siechte- z) Rechtsstreit zwischen Tod und Menschen. Kl. fok. mit Holzschnitten. Dies kleine Werk, dessen Titel aus seinem Znnhalt entnommen ist, und von Hrn. von Heinecken eine Allegorie auf den Tod genannt worden, ist dem vorhin angezeigten Fabelbuch, aber auch der Steinerischen biblischen Geschichte von 1462 angebunden. Das Ganze besieht zusamt den 6 illuminirten, und jedesmal die ganze Seite einnehmenden Holzschnitten, die darinnen vorkommen, und wovon die drey letzten, auf der Rückseite bedruckt, die zwey ersten aber nicht bedruckt sind, aus 24 Blattern. Zuerst steht ein Holzschnitt, und dann nimmt auf dem folgenden Blatt, gleich das Werkgen selbst seinen Anfang. Es ist in XXXIIII Kapitel eingetheilt, die alle ihre besondere Ueberschriften haben, und mit den nämlichen Lettern, und wi- das Uebrige schwarz gedruckt sind. Nur das erste Kapitel macht hier eine Ausnahme, denn dasselbe allein, ist ohne Ueberschrift gelassen. Da dem Tod darinnen bitlere Vorwürfe gemacht werden, daß ev uns oft das Liebste entreißt; so heißt die Ueberschrift des zweyten Kapitels; Des tods wider red das ander capitel das nächst folgende Kapitel ist dann überschrieben: Des clagerö wider red das III capitel. Darauf das vierte: Des tods wider red das IIII capitel Und fo wechseln die Ucbcrschriften beständig auf die nämliche Weife, durch 32 Kapitel ab. DaS Z Z Kapitel aber ist überschrieben: In dem capitel spricht got auß das urtheil des KrigeS zwischc dem tod und dem claqer das XXXIII. capitel. Eben so das 34 oder letzte Kapitel, welches die Ueberschrift hat: Do pitt der clager für seiner frauen sele. Die großen roten puchstaben die nennen den clager u. s. w. Man erfährt weiter nichts, als daß der Kläger Johann geheißen, und die ihm so theure Ehche!fte Margareth. Das ganze Werkgen ist, wie die übrigen vom Pfister herrührenden deutschen Schriften, auf ein und eben dasselbe Papier, in ein und eben demselben Format, mit ein und eben denselben, sich besonders durch das kleine 8. und wenn sie am Ende einer Zeile vorkommen, auszeichnenden Lettern, auf ein und eben dieselbe Manier, in fortlaufenden Zeilen, wovon auf jeder vollgedruckten Seite, 23 stehen, mit ein und eben denselben Interpunktionszeichen, mit eben derselben Weise abzusetzen, gedruckt, und man darf es mir sehen, um bey sich die zweifelloseste Ueberzeugung zu haben, daß auch diese kleine D » Schrift, Schrift, ganz zuverlässig, bey Albrecht Pfister zu Bamberg, die Presse verlassen habe. Ich folgte hier größten Theils der mir vorgearbeiteten Beschreibung des nun verstorbenen Stadtpfarrers Steiner ^, und setze aus dem Wirzburgischen Exemplar, welches dem folgenden deutschen Vclial angebunden ist, die Bemerkung hinzu, daß dort alles so beschaffen sey, und die Ueberschrift des 2iten Kapitels nicht mit römischen Zahlen, sondern wörtlich, Wie oben bey dem zweyten Kapitel geschehen, ausgedrückt worden. Die Meinung, daß unter diesen z nunmehr bekannten Exemplaren, mehr als eine und eben dieselbe Auflage mögte befindlich seyn, ist durch genaue Vergleichung, dahin zu berichtigen, daß sie nur durch Druckfehler, und nicht völlig diplomatische Genauigkeit der gegenseitigen Mittheilungen entstanden sey. Sie machen alle drey eine einzige übereinstimmende Ausgabe aus; und daß das Wirzburgische Exemplar noch lebhafter aussieht als daS Wolfenbüt- Zelsche, kann auf sehr zufälligen Ursachen beruhen. In welchem Jahr dies Werigen gedruckt worden? kann so bestimmt nicht entschieden werden, als wenn wir wüßten, daß Pfister auß.r den nun bekannten acht Stücken sonst weiter nichts gedruckt hatte. Aber wer wird sich dies auch nur im Traume einfallen lassen? Mich dünkt, es thue wenig zur Sache, ob es vor oder im I. 1462 gedruckt worden. Ein Platz mußte ihm angewiesen werden , da in der gegenwartigen Lage die Absönderung der Bücher mit und ohne Jahrzahl einen auffallenden Uebelstand hervorgebracht hatte, s) Meuftl- M-igaz. V. St- S. 25 u. 26. 4) Der deutsche Belial. Kl. fol. Am Ende: Albrecht pfister zu Bamberg, ohne Iahrzahl. Dieses dermalen in seiner Art auch einzige Buch besteht aus 90 Blattern, und hat so wenig als die übrigen Pfisierischen Werke Custos, Signatur u. dergl. Es ist ohne Titel. Auf der ersten Seite stehet das Register oder der Innhalt des Buchs in 17 Zeilen, dessen Anfang ist: Von der Zeit der gedonten urteil. Ein ander brieff zu einem andern richter von got. , Ein Brieff von Kunig iosapha zu Kuuig salomon. Em clagbrief belials. belials listigkeit. Ein brieff vo des hinterqangö der sagt vo dem iugffen gcricbt vnd vo allen fünde wie sie gestrafft sint vnd wie sie gestrafft werd, n u. f. w. Auf der andern Seite wird Unterricht ertheilt, wie man die ve.schiedenen im Werke Vorkommenden Zeichen, Citaten und Buchstaben verstehen soll, z B. Iren- i^'. das ist enn p»cb 5,'as hcist Ollex. wo stet -ntli. das >st ein puch heist (^veli-x iullltuta u. s. w- Auf dem zweyten Blatt fo.gt die Vorrede des Uebersetzers: -' 29 In dem name der heilige vnd vngeteilte Driualtikeit vnd unser fraucn der ewige meidt. Ich gedacht hon ich wolle mich versuche ob ich zu teutsch mecht pringen das puchlein das do lbclrachtet ob ihesus marie sun das recht hab gehabt das er die helle vnd de teufel hab beraubt vnd dovon setzet ey langes kriegisch recht u. s. w. Diese schließt sich auf der Kehr, feite des dritten Blatts mit nachsiehenden Worten: also hat die vorrede ey ende. Gleich darauf folget: Hie hebt sich an die vorrede des Meisters der das puch aus; latein zu teutsch gemacht hat. Allein nun kommt die Vorrede des Verfassers ^scobi cle l'lieisino. Es ist hier ein Versehen von Seiten des Setzers untergelaufen. Erwähnter Titel sollte der ersten Vorrede vorgesetzt werden. Pfisier war vielleicht eben damals mit seiner Uebersetzung noch beschäftiget, und entdeckte den Fehler wohl, aber da es nicht mehr Zeit war, ihn zu verbessern. Der etwa io Jahre spätere Nachdruck dieses Werks "'durch Ginther Zeiner 147s scheint die Vorrede des Uebersetzers dem schwäbischen Dialekt näher gebracht, und mit einigen Zusätzen so, wie mit Holzschnitten vermehrt zu haben. Hier wird zur Vergleichung für den Leser, die obige Stelle nach der Zeinerifchen Lefeart, aus des Hrn. von Murr Journal b) «ngefugt: Ich hab gedacht ich woll mich versuchen ob ich ßu tewtsch mug bringen das buch das da trachtet, ob Ihesus marie Sun das recht hab gehebt, das er die Hell vnd die Tewfel hab berowbet, an dem tag da gott für alle menschen gelitten hat mit dem bitteren tod des crentzeö, vnd da von ist gesetzt eyn lannds vnd ein kriegisc!) recht, vnd das han ich mir darumb fürgesetzt in teutsch zu bringen u. s. w. Nach geendigter Vorrede des Verfassers, welche 19 Zeilen beträgt, fängt auf derselben Seite das Werk selbst an. Auch hicr hat jede volle Seite 20 Zeilen, wie im vorigen. Der Verfasser ^acobux cle l^rgmo, sonst auch ^acoduz cZe ^ncl,gisno genannt, und nachmals Erzbischof zuTaranto, schrieb dieses Buch in dem z zsten Jahr seines Alters, da er noch Diaconus und Canonicus zu Aversa war, im I. 1382. Was die Absicht und den Inn- halt dieses Buchs betrift, so woltte der Verfasser vermuthlich ein Muster geben, wie ein Proceß vor Gerichten, und zwar nach dem canonifchen Rechte soll geführt werden. Zum Grund ist die Ueberwindung des Teufels durch Christum gelegt. Jcfus ist der Beklagte; Kläger und Bevollmächtigter aus der Hölle, ist Ve ial. Moses ist Jesus Anwalt, und Salomon wird von Gott zum Richter als ju^lex cie1exstu8 geordnet. Daniel ist Notarius, und Azahel der Boche. Velial stellt zuerst eine Spolienklage an, in der Folge ändert er die Aetton, und fuhrt eine Klage wegen des eigenen Glttes. Der Proceß ward ganz durchgeführt bis zur Appellation Die Art der Uinerschrif, scheint mir den Buchdrucker und U-ber etzer zugleich anzukündigen; auch die Orthographie stimmt mit der des nachfolgenden Werks uberein. Der Encvecker und Innhabcr des Buchs Herr P. Prior Bonifacius in dem Konvent der H.Barbara zu Wirzburg hält dafür, es wäre noch vor der biblischen Geschichte von 1462 aus der Presse gekommen / weil weder in dieser, noch in einem andern deutschen Werke Pfisters die Buchstaben so vollkommen, schön und scharf ausgedruckt seyn. Da der Tag des h. Valentins auf den i4ten Februar fallt, so halte Pflister Zeit genug, nach vollcndeten Fabelbuch, den Streit mit dem Tod und den Belial noch in demselben Jahr zu drucken, besonders da letzterer keine Figuren bekam. Uebrigens ist dieser Band, der auch noch die lateinische Lidlla psuperum enthält, großer als der andere, indem er weniger beschnitten worden, somit breitere msi-Zines hat, und besser in das Aug fällt. ->) Paniers Annalen S. 6z. b) Journal zur Kunstgesch. II. Th. E. zzo zc. c) Panzer I. c. I462. s) Biblische Geschichte von Joseph, Daniel, Esther und Judith. Kl. fol. mit Holzschnitten. Fast zu gleicher Zeit/ als mein Freund und Gönner Hr. Pater Prior Bonifaz zu Wirzburg dieses und andere Werke aus Pfisters Druckerey von dem Staube hervorzog, beschrieb Hr. Stadtpfarrer Steiner die gegenwärtige zu Augsburg erhaltene Seltenheit in dem Meuselschen Magazin ganz umständlich. Hier folgt die Schlußanzeige aus dem Wirz- burger Exemplar: Ein ittlich mensch von herßen gert. Das er wer weisvnd wol gelert. An Meister vn schrisst das nit mag sein. So kuii wir all auch nit latein. Darauss han ich ein teil gedacht. Und vier histoni zu samen Pracht. Joseph Daniel vn auch iudith. Und hester auch mit gutem sich. Die vier het got in seiner Hut. Als er noch yede guten thut. Dar durch wir pesscrn unser lebe. De puchlein ist sein ende gebe, zu bambcrg in der selbe stat. Das albrecht pfister gedrucket hat. Do ma zalt tausend vn vierhudert iar. Im zwei vnd sechzigste das ist war. Nit lang nach fand walpurgen tag. Die uns wol gnad erberben mag. Frid vn das ewig lebe. Das wolle uns got alle gebe. Amc. Die Abweichungen des augsburgischen Exemplars sind Druckfehler. Es ist wohl über- fiüsig anzumerken, daß auch dieses schöne Denkmal der Pfisterischen Kunst, ohne Titel, Signaturen u, s.w. sey. Es besteht aus 53 bedruckten Blättern. Den Anfang macht ein illu- minirter Holzschnitt, auf welchem vorgestellt wird, wie Joseph seinem Vater und den herum» stehenden Brüdern seinen Traum erzählt. Das Bild nimmt nach genauer Bemessung den Raum von 10 Zeilen ein. Unter diesem steht unmittelbar: Hie hebt sich an die hisiorii von joseph He» Alsdann fangt die Geschichte also an: Do der'ewig allmechtig got mit seinen gnaden den heiligen Patriarchen iacob begabt mit zwelff sunen dovon die zwclff geschlecht von isracl geboren sein. Unter den was ym ioseph in sunderhcit lieb. Do nu ioseph sechzchen iar alt was do hutt er der herte mit seinen brudern. Und cinömals sprach ioseph zu sey brudern mir hat geträumt wir wolten garb auf dem acker pinten u. s. w. Auf dieser ersten Seite, den Titel nicht mitgerechnet/ sind i z Zeilen gedruckt; eine volle Seite enthalt 2g. Josephs Geschichte ist 14 Blätter stark, und hat eben so viel Holzschnitte, wovon der ute und 14 die nemlichen, und in der Illumination nur wenig verschieden sind, der i z aber ist verkehrt aufgedruckt, und ohne Färbung geblieben. Die letzte halbe Seite ist leer. Mit dem folgenden iZten Blatt fangt die Historie Daniels an. Das vorgefetzte Bild zeigt den im Bette traumenden Konig, mit der Unterschrift: Hie hebt sich an die hisiorii damelis. Do der gewaltig kunig nabuchodonosor in dem andern iar seines reichs herrschet. Do träumt ym eins nachts u. s. w. Diese Geschichte enthält in ?Z Blättern i L Holzschnitte. Mit dem dritten Stuck hat es gleiche Bewandniß, und es zeiget auf 15 Blättern 14 Holzschnitte. Auf dem ersten erscheint Nabuchodonosor auf dem Thron sitzend, wie er mit den Großen seines Reichs Rath hält; darunter steht: Hie hebt sich an die hisiorii iudith. Do nabuchodonosor im het untcrthenig gemacht vil landt vnd stet. Do berufst er all sein fürsien vnd het mit in heimlich rech u. s. w. Unter den Holzschnitten dieser Parthie sind der 4te und 1 ite, dann der Lte und -?te die nämlichen, und durch Farben nur wenig von einander verschieden. Die vierte Geschichte hat auf 14 Blättern 15 Holzschnitte. Unter dem ersten, auf welchem der König und die Königin sich bey einen.: Gastmahle befinden, stehen die Worte: Hie hebt sich an die hisiorii hestcr. Der wirdig Kunig aßwerus reicht von indea pis zu ethiopia über hundert und siben und zweintzig land. Und do er aus dem siul seines reichs saß. Do was susa die stat ein anfanck seines reichs. Und in dem dritten iar seines reichs do macht er ein grosse wirtschasst allen fürsien und allen sein Kindcn u. s. w. Auf des letzten Blatts erster Seite endiget sich in 4 Zeilen diefe Geschichte, worauf die oben angeführte Schlußformel folget- Mehr davon kann, wer da will, bey Steiner am a> O. finden. ->) V. St. S- 6 u. f. : 6) Lit-Üa 6) IZidli-i pauperum Lstins. Kl. fol. mit Holzschnitten. Diese neue Entdeckung ist dem Belial angebunden, und obschon Pfi st er weder sich, noch die Stadt Bamberg, noch die Zeit des Drucks gencnnt hat, so bedarf es doch weiter nichts, als den Augenschein einzunehmen, und man findet sich überzeugt, daß auch dies seine Arbeit sey. Man glaubt insgemein, der Name Armenbibel rühre daher, weil es für sehr viele jtt kostbar war, sich das Manuskript einer vollständigen Bibel anzuschaffen; man habe also das wichtigste, nach dem Begriff damaliger Zeiten, aus dem alten und neuen Testament in einen solchen Auszug gebracht, anfänglich durch Handschriften vermehrt, hernach hatten Formschnei- dcr ihn auf ganze Tafeln geschnitten, und so gemeinnützig gemacht. Hei necken hat meh« rcre derselben vollständig beschrieben. Unserm Pfister gereicht es zum besondern Ruhm, daß er seine Aufmerksamkeit fo früh auf die Verbreitung biblischer Kenntnisse gerichtet, und auch die Arnienbibel, sowohl in lateinischer als deutscher Sprache, durch die neue Kunst zuerst vervielfältiget hat. Wir wollen nun an die Beschreibung der ersten gehen. Sie besteht aus 17 Blattern; jegliche Seite hat 5 Figuren, die obere in der Mitte z.B. auf der ersten Seite stellt die Verkündigung Mariens vor. An jeglichem unterem Eck steht das Brustbild eines Propheten, und darüber zur Linken: Vls!?5 VII. Lcce viiZo conci- piet ct vcuiet nliuin. L-cc^iel. XI^IIII. koeta I-ec clsnia eiit et non sperietur. Zur Rechten: DsuicIOelcenclct cZoininu8 sicut r>Iums in vellu5. ü-eremigz XXXI. Lreguit ävnn'nus normni luver terram feinina ciicuinciadit virc:m. Unter diesen Bildern steht dex Reim: VirAO sslutgtur. innupta mIiien8 Zeauiclstur. Darunter stehen zwey Figuren neben einander als Vorbilder der Hauptsache, nämlich s) Gott Vater und eine aufrecht stehende Schlange. K) Gideon mit dem Engel sprechend , und vor ihm das ausgebreitete Fell. Dann folgt der erklärende Tert in 8 Zeilen: I^eAirur in Aeueli. III. Lsr>. 6c>nnnu8 ciixit serventi suver vectuz tuum Ara- äieriL et Zolles idiciem le^itur cle iervente et inuliers i^>ss conteret cs^ut tuum et tu inl-äi-idei^ calcgneo civ8. Xsin iltue! in !>nnnnci2lion.e vegte insiie Zlorioss viiAini^ gcn'inj)Ietuni. I>s?ilur in Iil?rc) iuciicum. VI. csv. ^uocl Ae6eon vcciit s-Auum vi^tone in voliece ver iorat!onein iriiAiincis (/?^) c^uoci liZuiglzJt viiZinein in^iisin Zloriosgin line Loriu^zrione nnj)reAngnciam ex sjziiitu Isncti in5u° Iions. Und aus dergleichen eben so eingerichteten Z4 Vorstellungen , die ich bey dem deutschen Erem- pl.ir herzählen werde, und die in beyden, bis auf den Text, einerley und illuminirt sind, be, steht das ganze Welkgen. Daß die lateinische Ausgabe der deutschen vorangegangen, wird niemand niemand bezweifeln, und man wird außer dem von selbst auffallenden, noch einen Beweis in der nächsten Recension antreffen. i>) im II Th- Nachr. S. 117 u. f. 7) Deutsche Armenbibel. Kl. Fol. mit Holzschnitten. Sie ist mit denselben Lettern und Holzschnitten auf gleiches Papier, und eben so viel Blätter, wie die vorige gedruckt. Die Abbildungen haben diese Folge: 1. Die Verkündigung Mariens. 2. Die Geburt Christi. Z. Die Anbcthung der drey Weisen. 4. Die Darstellung im Tempel. 5. Die Flucht in Egypten. 6. Die Geburt Christi mit Text, völlig wie N. 2. In der lateinischen Ausgabe befindet sich hier die Ankunft in Egypten mit dem Reim darunter: ^elnla prcieMs c^riito eeciciere repents. Die Sinnbilder dazu aus dem alten Testament, sind Moses, wie er die Gesetztafeln und das güldene Kalb zertrümmert, und der im Angesicht der Arche zu Boden geworfene Dagon. Da Steiner in dem Augsburger Exemplar unter N. 6 die Ankunft in Egypten angiebt, so muß beym Abdruck des wirzburgischen Exemplars ein Fehler in der Manipulation vorgefallen seyn, welches aus Mangel der Signaturen um so leichter war. 7. Der bethlehemitische Kindcrmord. 8. Die Rückkehr aus Egypten. 9. Die Taufe des Herrn. 10. Die Versuchung in der Wüste. 11. Die Auferweckung des jazaruS. 12. Der Einzug des Herrn in Jerusalem, iz. Austreibung der Kaufte und Verkäufer aus dem Tempel. 14. Ein» -schung des heil. Abendmahls. 15. Die Verklärung des Herrn. ,6. Magdalena salbet die Füße des Herrn, 17. Judas unterhandelt mit den Hohenpriestern. 18. Er empfängt das Geld von ihnen. 19. Der Herr wird gefangen. 20. Christus vor dem Richter. 21. Dessen Krönung mit Dornen. 22, Er tragt fein Kreuz. 2z. Er hangt am Kreuze. 24, DieOefming seiner Seite mit einem Specr. 25. Sein Bcgräbniß. 26. Der Herr fährt als Sieger zur Holle. 27. Die Auferstehung. 28. Die heil. Franen bey dem lccrcn Grabe mit dem Engel. 29. Christus als Gärtner erscheinet der Magdalena. Zo. Er erscheinet seinen Jüngern, zi. Thomas wird gläubig. ZT. Seine Auffahrt, zz Die Sendung des h. Geistes. 34. Die Klönung der Mutter Gottes. Steiner hat die erste Seite dieser Armenbibel besonders abdrucken lassen, so weit es ohne Figuren geschehen konnte. Die Abweichungen, welche Herr L... aus dem Wolsen- büttelschen Ercmplar mitgetheilt, und solches fleisiger als Hei necken angesehen hat, sind wirklich nur Schreib-oder Druckfehler; denn ich finde es im wirzb. Exemplar eben so; und temerke noch einen: heslossen, und nicht beschlossen. E Von Von diesem Werkgen sind also zur Zeit ? Exemplare bekannt. Es liegt, meinem Vc- düicken nach, wenig daran, ob der Druck derselben vor 1461, oder nach 1462 junternom- men worden. ->) I- c. S< ??, d) VU. St- Mcu". Maz- S. 26. ^ 8) Rechtsstreit des Menschen mit dem Tode. Kl. Fcl. Es ist dieses eine andere, von der oben N. Z angezeigten, verschiedene Ausgabe, aber ebenfalls aus der Pfistcrischen Presse. Ein Eremplar davon muß sich in der Wolsenbüttel- sehen Bibliothek befinden, welches im Mensel. Mag. S. 23 also beschrieben wird: Diese Ausgabe unterscheidet sich 'von der ersten schon dadurch, daß im gegenwärtigen Eremplar wenig, siens, keine Holzschnitte vorhanden sind, und schwerlich vorhanden seyn konnten: eine Menge hingegen bald abgekürzter, bald anders gedruckter Worte, und das in ganz verändert abgesetzten Zeilen und Seiten. Auch mit einem, der ersten fehlenden Prolog, ist solche versehen. Dieser fangt folio recto, denn das Werkgen hat kein eignes Titelblatt, sogleich mit Anfang der Seite folgendermassen an: A>i (lic) dem buchlein ist beschribe» ein Krig wann einer dem sein libes wcib gestorben ist schildtet den todt So verantwort sich der todt also seht der Clager ein capitel und der todt das ander biß an das ende der capitcl sind XXXlII. dorine man hübsches fincs czetichtts behendikait wol vindct Der cl.'gcr hebt an über den todt zu clagen Das erst capitel.... G) Rimiger abtilger aller leut schedlicher cchttr vnd Verfolger all' welt u. s. w. Vollständig mußte, auch ohne Holzschnitte, diese Ausgabe 2? Platter haben. Allein es fehlen deren vier und darunter leider! das letzte. Data genug übrigens, um solche von der andern, die fünf Holzschnitte mit eingerechnet, aus 48 Seiten bestehenden, unterscheiden zu können. ->) Wenn hier nicht Druckfehler obwalten, so ist Pfistcrs Orthographie scl.r geändert. 1 4 8 1. 9) Das Laben der natürlichen Meister. Bamberg, i^r. In 4. Es ist dies die, so viel bekannt ist/ erste Uebersetzung ins Deutsche, und noch oben drein in Reimen der Vitse kliilvtopliormu et ?oetaium des Englanders Walter Vurley, der 1Z37 noch am Leben war Er hvrte zwar den S co tus, folgte aber feiner Lehre nicht. Er war Eduards II! Lehrer; aber gegenwärtiges Werk macht ihm nicht viel Ehre, weil er nicht beym Diogenes Laertius geblieben ist, sondern auch aus andern sehr trübcir Quellen Quollen geschöpft hat. Mehr Nachrichten davon findet man in Hambergers zuverl. Nachr. V. 4. S. 6zz, und in Denis Merkwürd, der garell. Bibl. S. 202. Ich kann über den ungenannten Buchdrucker nicht urtheilen, da ich das Werkgen eben so wenig gesehen habe, als Denis und Panzer, welche es nur aus 8amue!. L-iZel LiKIio- tlicc-z lelectü^morum lilzioruin Ijeiuzs 174Z. k'. H- j>. 2z kannten. Es muß Sensen- schmidt gewesen seyn, weil man um diese Zeit von keinem andern bambergifchen Drucker, außer ihm, etwas weis. io) M/^-z/e o?-e//m'5 ^ä?/cti Ke>?et//c//. AiN Ende: ^6 lionorem omnipotentiz c^si ^1»! iolillune^ue vi'rZims maiio et lsncti iniLliaeüs linit feliclter cliuinuin Iioc millgle lace-limi orc!iniz lsncti Leneciicti per io^mmM ^/e??/e?z/I-^?!//^c ?«o». /!/ ?/^?!«c/i!o>'?,?tt /?ene/ ??oö//em /^nuc> s partu virAiui^ 52lu jzz^a <^uglto pontilice rnsximo; Ijlulirisli» cxzue nodilillime clomuz suliris kriäerico impergtoie ^omanoruin^ue KeZe Zloriolillimo reZngnte. In 5c>!. Dieses ist, so viel zur Zeit bekannt ist, das erste Produkt der Sensenschmidtischen Presse zu Vamberg. Herr Panzer gedenkt dessen im Vorberichte zur ältesten Buchdrücke rge« schichte im Vorbeygehen, und genau in ^nnsl. t)'poZr. I. p. 142. Es gereichet dem danmllgrn Abt Ulrich dem dritten auf dem Michclsberg zur Ehre, daß er diesem Künstler in V.imbeig zuerst Aufenthalt und Verdienst gewahret hat. Den Anfang dieses Meßbuchs macht der bambergische Kirchcnkalendcr auf z Blattern aus. Ich habe ihn mit einem andern des hohcn Domstiftes vom I. 1484. (S. unren 12) verglichen und gefunden, wie jegl> ches Stift ganz ungebunden seinen eignen Weg gegangen ist. Das Domstift hatte einen Feiertag am Feste Kiligni, Michelsberg nicht; und was mir noch mehr auffiel, so findet sich zwar das Fest der heil. Kunegund als ein Feiertag in beyden Kalendern am ztenMärz, in jenem zwar mit der Ankündigung: LuneZun^ virZ., in diesem aber; OI)itu8 8. Kuue- Auiieiix v!lA. et imperatricis; allein vom Feste des heil. Kaisers Heinrich, obschon er früher als seine Gemahlin canoniz-rt worden, und die Benediktiner Abtey^Michclsberg eben so wohl, als das Domsiift mit dem Bistume gestiftet hat, findet sich in dem Kalender des Misses nichts. Bekanntlich hat Pabst Eugen III den K. Heinrich im I. 115^, und In- no'cenz III die K. Kunegund im Z. 1201 in die Liste der Heiligen eingetragen. Diese Schwierigkeit Hat sich durch mein Nachfragen gehoben. Noch heutiges Tages wohnen am Feste des heil K. Heinrichs sowohl, als an der Octav die sämtlichen Konventualen des Klosters Michelsberg der Predigt und dem Hochamte im Dom bey, und unterlassen diesen Gottesdienst an beyden Tagen in ihrer Kirche. Daher fehlt beydes im Kalender des Meßbuches. Ueberhaupt besieht aus dem Grunde, daß K. Heinrich das Kloster, wie das Hochstift, fundirt hat, E 2 noch 26 noch manche gegenseitige von alten Zeiten hergebrachte Handlung: Also wallet z. B. am Palmsonntage die Geistlichkeit des Domsiifts in die Klosterkirche, und verrichtet!da die Wcyhe der Palmen / indeß vorher die Benediktiner ihre Kirche räumen, und um eben dieser Ceremonie willen in ihre nahe Probsteykapelle zur heiligen Getreu (8. ?iciex) wallfahrten u. s. w. Nach dem Kalender folget auf -s? Blattern, welche mit rothen römischen Zahlen versehen sind, das ^ro^rium miisüniln c^e tew^ore vom ersten Adventssonntage an, das coin- mune- dann das proprium sgnctorum, nnd zuletzt das cominuno le^uentiaiuni 6c isuctis. Die Kapitalbuchstaben, und Choralnotcn sind mit der Feder gemacht. Das Papier ist weiß und stark, und der Druck schon. Exemplare davon besitzen die Abteycn Michels« berg und Ban;. Daß Sensenschmidt in der Unterschrift sagt: /?e»e,s — vlksm LsbsnK. rührt daher, weil damals diese Gegend noch nicht so, wie jetzt bebauet war, daß sie nunmehr mit der Stadt durch Gebäude völlig zusammenhängt. 1 4 8 2. Il) ^/iM/,/// i/?»At?^>. Am Schlüsse des ?roprii 6e temxore heißt e6: t'srs I^^emslis likioruiu nvrarum. LArsAium ^er cs^itulum l/riiui- ^en5e cc>rrec?orum. jzer //e?z»-/cttm ^etM?^/?e?ne^ et ^uno »- 1482. Ksl. vero ^Ouenidriz ld. iin^reüuiuin l^nit: in 4. Man konnte zwar die Abbreviaturen in der Unterschrift: caircctu und imjzssa zum Nachtheile der beyden Buchdrucker lesen; allein die Billigkeit scheint es zu fordern, so zu lesen, wie ich geschrieben habe, oder auch in Zenere ioeininino: corieälgluin - imjzrellgrum, indem so harte Abkürzungen zu jener Zeit zwar nicht allgemein, aber doch nicht ganz ungewöhnlich waren. Wo wohl der?srs sestivsl-z dieses Breviers noch vorhanden seyn mag? Bücher dieser Art gehen durch den Gebrauch oft völlig zu Grunde, wie es den Donaten ergangen ist; und man hielt sie nach der Abnutzung des Aufbewahrens gemeiniglich nicht werth. Der gegenwartige Wintertheil hat sich in der Universitätsbibliothek zu Jngolsiadt erhalten, »ind eine Beschreibung davon liefert Herr Seemiller ialc. II incunsK. «xpoZr. S. 112. Pctzensteiner schreibt sich sonst immer ^sinricu5. Vtelleicht ist ^enricu!,, wie die Jahrzahl 14Z1, ein Druckfehler. Daß er übrigens hier dem Senscnschmidt voransteht, mag darin» seinen Grund haben, baß er die Uebernahme dieses Druckes bey dem Domkapitel zu Frcisin- gen ausgewirket, oder die Vcrlagskosten vorgeschossen hat. Hr. Panzer I. c-> setzet dieses Buch ein Jahr früher. Denis hat den Druckfehler bey Scemillcr bemerkt, und bringt es S. «46 8uxp1. ^Icut. unter 1482. Ein gleiches ist nachher such von Herrn Panzer, ^uugj. t)-x>. Vol. IV. x. 25z. n. z. geschehen. 1 43 4. 1484. 12^) /Ä^M'UN La?/o?u'üi?)'ll?i/: ?!0tt5!M /m/?e?'»tt/:> ^cc/5/?e ^?K?)/5e!'A^?!/?^ »-L^/c-zm. Die Schlußanzeige lautet also: Lsnomcgrum Iiorüiuin über secunäum c>rä!nem noue rudrice im^engli« ecclelis IZsKenc>erAenli8. inäustiis et impeiiliü Zo» lisiuu'i 8culen5cluniclt etl^einiici pet^enlleiner iin^eellu5. o^tttum sä liuein perue- nit /^uno Lliriüi ^l.LLLLl^XXXIIII ^lenliz februsiii cZie vicciimox>l ilno. In fol. Die Seite des ersten Blatts, wo der Titel des ersten Buchs stehen konnte, ist nach damaliger Sitte weiß. Auf der Kehrseite steht in der ersten Kolumne: L-mon tsdule litere «Zommicslis et dilextilis, auf der zweyten: Lsnon aurei numeri et clsuium felloruin mo- diliul» roth g-druckt. Dann folgt auf sechs Blattern der Kirchenkalender, welcher mit dem bey 51.1 z / wo einige Anmerkungen darüber angebracht werden sollen/ vollkommen übereinstimmt. Eines darf ich nicht verschweigen, daß ich dort einen Feiertag zu wenig angegeben habe, welcher erst gegen Ende des I. 1484 aufgekommen ist, nämlich Maria Opferung am «i.Nov., denn eine gleichzeitige Hand hat bey diesem schwarz gedruckten Tage hinzugeschrieben: ,/Vuno 6iu 1484 c!nu5 H^ilco^ui ktiili^u! c!e I^euueuberK, initituit celebesri lioo feüum pe>- xugm ciiocelim. lind wirklich findet man ihn in dem Kalenders des Missals von 1490 roth gedruckt. Nach dem Kalender folgt ein ganz leeres Blatt/ nur daß auf der Rückseite ein Holzschnitt abgedruckt ist, auf welchem zur Rechten Heinrich und Kunegund das mit 4 Thürmen gezierte Domstift, auf dessen Mitte noch ein kleineres Thürmchen im go« thischen Geschmack zu sehen ist, auf ihren Handen tragen. Unter dem Dom sind das kaiserliche und bayersche Wappen aufgehängt. Linker Hand erhebt sich das bischöfliche Philipps von Henueberg. Unter diesem Holzschnitt sieht in einem runden Kreise eine Säule, und darauf eine Henne. Das Buch selbst fangt an: ^iber üoigruin etc. wie der obige Titel lautet. Nur die größten Kapitalbuchstaben sind hinein gemahlt, die übrigen auch größern Anfangsbuchstaben sind roth gedruckt. Die Vlattcrzahl kann ich» darum nicht angeben, weil das Exemplar, das ich vor mir habe, einige Defekte hat. Es versteht sich übrigens von selbst, daß dieses große Brevier für den Chor, wie das folgende für den Privatgcbrauch zu Hause und auf Reisen bestimmt war. Was dieses Produckt der Sensenschmidtschen Presse vor seinen übrigen zu Bamberg gedruckten Werken auszeichnet, ist, daß es am Ende mit seinem Zeichen, nämlich 2 Sensen in einem rothen Wappenschild, geziert ist. Auf dem Titelblatt von Herrn Panzers ältesten Buchdruckergeschichte Nürnbergs findet man eine Abbildung davon. Da dieses starke Werk am 21. Febr. vollendet worden, so ersieht man daraus, daß Censenschmidt einen guten Theil des vorhergegangen 148 ^tcn Jahrs darauf müße verwendet haben. Ucbrigens haben uns von diesem Buche schon vorhin Nachricht ertheilet l'IiLopKil. HüiLöt-us (Schwindel) in Neuen Nachrichten von lauter alten — Büchern 4. S. 157. 5l. 90. >Ic). 50. und Dcnis im Zuppl. !^g!tl-. r>ZA. 185. I^l. 1408 aus (deinem NiKIiotli- üi- üniiczue etL. ?. ls. ZY2 eciir. (Zöttil.A. Ein Exemplar davon bt.-fa.id sich vor dem französischen Ueberfall in der Dombibliothek zu Mainz. Herr Panzer, der selbst cm vollständiges Zzemplar besitzt, und solches /maal. typ. Vol. I. p. 14z. n. z beschrieben Hut, giebt die Blatterzahl auf Z57 ohne den Kalender an. iz) e/?/?.-n/// ^>«'e?^'a»-/i ?sm Ende: Lgncmlcarmn Iioiaium Iic>er secuncium oi'cliuem noue rukrice in^erialis ecLlelie KgIzen!)ei'Zenliz ittciuilriz et iii^enlis ^aliJnni's 8en5culc!nmc!t et I^siiu!ci pet^entleiner inijzreüuz optstum sä Knein psiuenit ^nno clirilti Ivl. OLLLI^XXXIIII. l^uzilo vero ^ciuz 8e^). temdi-8 ect. 8. Da der Wintertheil der Tagzeiten dem Sommertheile vorgehet, so ist kein Zweifel, daß jener nicht vor diesem wäre gedruckt worden. Doch der Geschichte gehst dadurch nichts ab, weil die Endunterschrift die Vollendung des Ganzen deutlich angezeigt. Der Sommertheil hat sich in der Bibliothek zu Vanz erhalten. Den Anfang macht der Kirchenkalender auf 7 Blattern. Dieser giebt mir zu einigen Bemerkungen Anlaß. Am 2 4ten Januar steht l'iuinotlie! ccumin, LstlisäiZe 8. ?etri, rju^rta c!iez ?a^^atl5 et ?ei'.tecol1ez, ^ogninz ante^or- tsin Liztingm, 8. Viti, 8. Xilisui et svLi'orum ejux, scl vincula ketri, 8. ^eAi'dii^ l'igns. jationiz 8. Xune^uncliz, 8. Ottoniz , 8. Oioi^lu sc>ciorurncjue ejus, et 8. ^icvlgj Il^is- copi. Es blieben also noch 41 übrig. Heut zu Tage, nachdem unter dem Fürst-Bischof Adam Friedrich von Seinsheim viele abgethan, andere auf die vorhergehenden Sonntage verlegt wurden, sind ihrer nur noch neunzehn, wozu jedoch der Charfreitag, welcher im bambergischen Kalender ganz roth gedruckt erscheint, nicht gerechnet ist. Im Koburgischen Kalender finde ich diesen Tag auch als einen Feiertag den Katholiken zugedacht, aber im Wirzburgischen Kalender ist er ganz schwarz. Man arbeitet an diesem Tage wie in dem einem, so auch in dem andern katholischen Lande; und welche Seele kann am Charfreitage eine Messe hören? Vielleicht ist das ganze Ding eine Buchdruckergrille! Dieser zweyte Theil hat 390 Blatter, welche ohne Zahlen sind. Titelblatt und eigentliche Kapitalbuchstaben fehlen. Kleinere Anfangsbuchstaben sind roth gedruckt/ wie die Rubriken ' 39 ken ihrem Nahmen gemäß. Herr Denis fuhrt diese Ausgabe in 8uppl. K^ltt. p. 165, >ium. 1227, ober auf das I. 148z an, vermuthlich ist in seinem Exemplar ein Strichlein in der Iahrzahl durch einen Zufall nicht ausgedruckt. Vaumgarten von merkw. Büchern I. B. S. 3 1. beschreibt dieses Brevier auch. Er hat etliche Lektionen aus dem Feste des H.5K. Heinrichs mitgetheilt, welche seine Stiftungsgeschichte des Hochstifts Bamberg ziemlich getreu erzählen. Er hat übrigens auch in der Endunterschrift K4LLLL!^XXXIIl gelesen, aber doch 1484 angegeben. Dieses letztere ist auch in Straußens Ivlouum. 17z und in den Panzerschen ^unal. y'x. Vol. I. x. 14z. n. 4. geschehen. 14) Obleczuisle ^lil-nZenle. LgdeiilzsiAAs j?er Hsnr. ket-enKeiner et ^so. 8en5en- sclni^iät 1484. In 4. Dieses Erzeugniß der bambergischen Druckcren hat erst Herr Dechant Hupfauer in seinem Buche: Drucksiücke aus dem XV. I. welche sich in der Bibliothek deS regu lirten Chorstifte Beucrberg befinden, bekannt gemacht; ein neuer Beweis, wie viel noch immer zu entdecken sey. Gedachter Hr. V. beschreibt sein Exemplar S. 67. also: Ist mit gothischen Lettern (vermuthlich mit Missalbuchstaben) in fortlaufenden Zeilen roth und fthwarz auf Pergament gedruckt. Kustoden und Signaturen mangeln. Die Blatter snd gezahlt. Das letzte Blatt hat die Zahl I.XIIII. Auf der ersten Seite dieses Blatts steht die Schlußschrift: Lidellus lldlec^uislimn Tcclesie In ilinon. Inc^uNliz et iin^eulis IlennLi j?et?enit?iner er ^olüinniz 8eii!ensc!un!6c I^benizei^e i-iz^ieilus. ciritstuni g6 /ineni cze» ventt. ^nno Llirisli -484 tem'a vero nonsz sjZiüis.^ Es ist demnach diese Agend noch vor dem kleinen bambergischen Brevier Num. 1 z aus der Presse gekommen. Da der H. De- chant vom Format zweifelhaft schreibt: In Quart oder Dctav, so hat das Buch vielleicht einen zweyten Einbund und neue Veschneidung, wie so manche andere Bücher dieses Alters, erlebt. Herr Panzer hat es in den ^unal. kv^ogr. Vol. lV. x. 2zz. b. angezeigt. 1 4 8 5. 1 ^) ///^?z'e ^r/-!/?ae Ka////>one,?^f. In gr. fos. Dieses erste Meßbuch der Rcgensburger Diöccß wurde zwar nicht ganz zu Bamberg, aber doch durch unsern Johann Sensenschmidt zu Regensburg gedruckt, welcher um deßwillen ausdrücklich dahin berufen worden, und mit Beyhülfe des Ioh> Beckenhaub liefe.Arbeit zur größten Zufriedenheit des Bischofs nud Kapilels vollzogen hat. Den Kanon jedoch hat er mit besonders großen Buchstaben zu Baiuberg gedruckt, wie am Schluß desselben zu ersehen ist, wo mit rothen Lettern ex bsbeulze^a steht. Die vorzüglichsten Stellen aus der vorgedruckten Bischöflichen Verordnung Heinrichs von Abcnsberg sind: Ojjicinzin i^itur a^tis uii^eello^ie sliuncie uoii niuciici^ sum^ciliuz . et 4» ......----------> et expenlis sä clnitst^m rstispon. trsnt^ul!uni8 stc^ue ex verilluniz et einenc^k!i^m!8 coäi'- cibu5 Innic lidruin nn'ilslein imvrinii — fecimus. Und: in c^uciium si^en, et evi^euz ^eitiinonium. nollri voiUilicstU8 sc Lspiku'i zrmis st mlionÜZ liuue lilziuin per viroz in6uln'!c)8 ^c>/ia»??e?tt et ^oliainiein Le/?ett/?m/ö cnVtuin ??z^tt?!//n»?/t o/^iF. ce/. iu/Iimuz et 5sc!mu8 impreiHons ciecorari. vstuin Katifpone c?is Quinta menfis Ivlarcii. ^nno clninini I^lLLLL nctciZeliino ouinto. Das Buch selbst besteht aus Z20 Bl., den Kirchenkalendcr, die Verordnung des Bischofs, ingleichen die pr^fstiyue^ und den Lsnon, welche zusainmen 40 Blätter betragen, nicht mitgerechnet. Es fehlen Titel, Custos nnd Signaturen, aber vomifche Blätterzahlen und rothe Anfangsbuchstaben sind vorhanden. Mochte doch Herr Gemeiner, dessen vortreflichen Nachrichten von der Regens b. S tadtbib lioth. ich diesen Auszug zu verdanken habe, und wo S. izz u. f. f. das mehrere nachzusehen ist, angemerkt haben, ob auch alle eigentliche Kapitalbuchstaben z. B. bcp dem Kanon gedruckt seyen; denn iu den vorhergehenden Werken ist das von ihm nicht geschehen. Uebrigens wenn Herr Gemeiner den Beckenhaub S. iZ5 für einen bambergischen Buchdrucker halt, so muß ich ihm widersprechen. Beckenhaub hat nichts Erweisliches zu Bamberg gedruckt. Er reiste von einer Stadt zur andern; und mir scheint es, er habe diese Arbeit zu Rcgensburg ausgewirkt, und dann den Sensenschmidt mit seinen Missallettern hcrbcygerufen. Noch muß ich den Preis dieses Missals hersetzen. Es kostete das Exemplar 5 fl. rheinisch. Herr Deni s in 8ur>vl. Ivlaitt. v. 20z führt es auch an; in^ gleichen Herr Panzer in ^nnsl. t^v. Vol. II. r>. Z91. n. 1. 1 4 8 7. !L) ^l^n/e ^>///??A.?>-z/?/. Am Ende: I.i!)er in!iM!8 per mgAlÜiuin ^olian- nein 8en5enic!nn!c!t cle Kgbenbs!^. ^inio cioinini ^!L(.^(^^XXXVII. Lecuncltt vero LevteinKris iinprsll'uz. lniit seliciter; in gr. fol. Der erste Bibliograph, welcher dieses erste Missal des Frevsinger Bistums an den Tag gebracht hat, ist Herr Jos. Mar. Hclmschrott, Bibliothckarj des Venediktinerstists Fließen im Ver; eichniße alter Äruckdenkmale, wo es auch aufbewahret wird. Ich muß daher diese einzige O.uclle in gegenwartige Geschichte ganz fließen lassen. Den Anfang macht ein Brief des Bischofs von Freysing Sirtus (von Tannberg) in welchem er der Klerisey seines Kirchsprcngcls meldet, daß er wegen den vielen Schreibfehlern, die durch das Ab-und Umschreiben in dieselbe eingeschlich-n sind, gegenwärtiges Missale zum Dru'tt'o /?^^^/o?-/u8 !mviilnei^Ic>8 coiniinmix. — —^ ^oncn)U8 i^Ikur et vropeulius in ^oinino exlicntinnur Lt^ue re^u!riinu8 vo8 vmne^ et imZuIo;: ^uütemiz sä nc? con^grg!?6n5. emen6v5. st retlnen^nz Iidic)8 Iios inlllslez 5c>i!c!ts intenästig. neZoriuruin Aeliores seu vrocuratvrsz eccleli.n'um et csveüaruin veslrgruin cjili^entiuz iudilegtiz. c^uoz conAiuo precio voncli tsxguimux. l!I)ruin viVielicet in v^vira 2^1 c^uincjus tiorenoz rt.nenl^5. ct in cans bong (dadurch wird Pergament verstanden) aci Xllis.-- Dstu>n in ciuitats nvsiis ?risinZen. 6ie vltiin? mentiz /^uAulli. ^nnc> cloinin! ^lülirliino ^uncZnnZcntelilna «-.-tugAemno skvtimo. Dieser Brief endet sich auf der Halste der Kehrseite des ersten Blatts. Den übrigen Raum füllet ein Holzschnitt, auf welchem Maria mit dem Jesukindlein sitzend in der Mitte vorgestellt wird. Zur rechten Hand stehet der heilige Corbinian nebst dem Bären zu seinen Füßen, zur linken der Kaiser — vermuthlich der Kaiser Heinrich — mit dem Reichsapfel in der Hand, und dem Schein eines Heiligen umgeben. Bey den Füßen der Mutter Gottes liegen die Freysingischen Wappen (das Wappen des Bischofs ist sicher auch darunter). Alsdann folgt auf 6 Blattern der Kirchenkalender. Nach diesen Ineij?it oivl!) n^ssgli8 Lecuncluin brevisnuin climi ccclekis Fiilmvic> ^eunt!oni5 suANiento et cultux äiuini zii'openllori inci-elneiito con^ucuut — se^Iulius j)iolö^usmur. — 1«.Ici^co ^roui>.m j^alrulu inititutivue: oiclu eccli-li°l5ticus ec^ua- liter ab omriilzu5 eulrncZiri msnclgtur, utc^us clerici ecclelizrum unum et eun^em in 6i- «iniz Iguäibu? psglmocliiz rnoäuin tenesnt, roA»oue?-m/ c?^»a- et precivitur. ^uitum liquidem exiltit, ut incle unul^uis^ue reZula« n^Alilerii lumst, uuäs Iionoriz conlecrstionsrn accipit: c^uivris turvis csn5en6g ei! parz, «zue suo non conZruit uniuei5c>. Lertiores »utem erieLti liizros eos, c^uitiuz c^uotidie in 5sc-n5 niiüarum oK^iis utuntur sgLerclotes per Li'uitgtsm et ct^ocelin uoi^r-15 presztar vo! iLnKentium incun's vel teirioorum vetultate adeo äevrsugtoi! et c^uoä iutc)jersl)!liur clt, iuter 5s ciiuerios at^ue a vers ruoricg et omins eccletiL noltrs diulcientes. — lu'i» itsc^ue impulll ratinnidus, lidros miuarum c»/^??/! MAe»/o ac i?>"/i?-e^ö,'/a ^o//e??/i ex einenciaM'unis cociicivur imprimenelos commiiimuz. ()uoz tsndem don» 6iIiAent!2 et impreilos, et pro veteri noltre eccle/ie vbieivsntia emendstos cum sc- cepillemus, ne pro suturo inernors s capite prXter iu5 et ec^uum 5eiunAi cleprenencisutur — vot)>5 lincers cgritste participzre decrevimus —- In oiuini er^o oKcii tilsris niiz nouiz ^>ro snticzuis cgducis et incorrcctis utsmiiu: c^uc> oiuiniz Isucliizuz 6euot!n5 inlilientes: SL ut memdra cspiti con5onsnte! sniinsrurn cc>use^u2minj sslutem Lliriirc) cspiti noirro coniuncti pervetuo. Ost. in cwitste noltrs Olomucsn. die ultim» menliz mzitii. ^. O. millelimo c^ui>6rinZemelimo octuzZe5imo octsvo; ein Wappen des Hochstifts und Bischofs ist hier nicht zu sehen. Ist auch in den Panjerischen ^nnsl. t^v. Vol. I. p. 14z. n. 6. anze, zeigt worden. 1 4 8 9. 19) M^/e Fazi/öes-Fe?^. gr. Fol. Am Ende: Lider millsliz in ciuitste Ksdenber- Aen. impreüu5. /Xnno Lliriüi. X1LLLLLXXXIX. rinit keliciter; Dieses zeither völlig unbekannte Missal hat die Bibliothek der Abtei) Langheim ohnlangst aus einer Auktion zu Augsburg erstanden. Ich kannte kein älteres für Bamberg, als d«6 bald folgende von 1490. Senscnschmidt und Petzensteiner hatten bereits Meßbücher für die Bistümer Regensburg, Freising und Sllmütz zu Bamberg gedruckt, auch Breviere für letzteres Hochstift, aber noch kein Missal für dasselbe. Dicfes ist nun das erste; es scheint aber, Sensenschmidt habe diesen Druck aus eigenem Antrieb, ohne höhere Autorität, vorgenommen. Er nannte sich daher nicht und getraute sich nicht einmal, solches Werk für ein Bambergisches Missal anzugeben. Die Vergleichung mit dem folgenden Meßbuch giebt dieß alles deutlich zu erkennen. Indeß wird aus Vergleichung beyder offenbar, daß sie aus einerley Presse gekommen sind. Der in Holz geschnittene Anfangsbuchstabe ^ mit einem Hunde und dem Wort ^ve ju der ersten Messe im Advent'befindet sich in beyden, fo wie alle übrigen Lettern einerley smdz daß aber auch beyde verschiedene Ausgaben seyn, hat gleichfalls seine Richtigkeit. In F 2 der der gegenwärtigen hat jegliche Columne 29, in der spätern Zeilen; jene hat 14J, diese i z6 numerirte Blatter bis zu den Prafationen und dem Lsnon, welche ohne Zahlen sind. Hernach geht dieses von Fol. iZ 1 bis zz6 fort, jenes von 14» und schließt mit 237. Dieses hat fol. ^61 vor dem Anfang der Messe die Rubrik: Doininies prüna pvü vctnusz col'^oriz Lliril^i, jenes 141 Dominica vrima polt trinit^tiz» I 4 9 O. so) t7a/«»c/a/Fm»öK'Fe?j/e as. a. 1490. Dieser Calender betragt ein Blatt in fol. und ist an die innre Decke des vorhergehenden Missals angeleimt/ wodurch solcher dem Untergang entriss-n worden ist Da er eine wahre Seltenheit ist/ so folgt hier eine etwas umständliche Beschreibung davon. Der Calender ist mit einer in Holz geschnittenen Leiste eingefaßt, in deren Mitte oben die Worte zu lesen sind: Ein gut felig iar. Es folgen i c> Zeilen, die durch das ganze l ttc «uslaufen. Der in Holz geschnittene Anfangsbuchj^be ^ ist roth gedruckt: ^ci auumn ^Io- inmi ZvlLLL0X(7» cuiientem slmgugcli piesenx coniunciionum »spolitionuiriPie verarmn ÄL mnbilium fellorum in vi'elul^iila tz^niI^ei-Aen. eiuit-lte oreiil s'um. ?ro opeiuin illiciiz tenipoia ex conl!e!!->tinmlm8 olssseuancis pl,ilosop!wi uni tiaclit sutoiitas c^ui» Niun<^U8 ille infeiior conri^uu? e/I lLtionil>u8 lujzei'ion'^U5 vt tnka illms viitu8 incie AU- dernetur. 8ecl cum liominiz vi»m Lonleiuaii: gut a l^psu ivsum s?i.iuci polis slüz corporalil^uz ms^is notiils vieleatur. Lius mscleneli opelilzu!. clies l-mclabiles exacta iu- r^uilicione inf-s nntantui'. ^ malis tamen intcrci>.ieniil,u8 Iioiiz ^ucinän <^cnninu!> 6omv8 inoili8 viclelicet vel inllimitJtiz etc. peiiculum meclencli8 ininalur lerivlillime caven^um. czue ex euiuzlibet elects ciiei tranlusrio loeantur c^uilz!.!8 li punetus preponitui' ciees ^oia8 et parum snts ess ininulio nc>n s!st. cum vero vuncms illis vollponitur tuuc et polt ijzsgs vene incil!» paululum äislerenels siAN-itur. ^<>rbu8 li^uiclein presenz sut certg couiectura futuiu-,-. potii^imum ininuenäi teinpus electuin et eciam prolnbitutn inclicat. kiopteiea auiccnns clug8 ileubotlioinie lioiss clillinc^uit electsm seilicet et neeel". süiigin. Oenic^ie tempus le!enum tianczuilluni^ue turdielo r-Iuuiuio nee non vento5o eli. Aibiliu8 sore ucluerteu^uln elr maxiine: Den übrigen Raum nimmt der eigentliche Calender in drey Colunmen ein, wovon die erste die beweglichen Feste, dann die Vereinigungen und Enlgegenstellungen der Sonne und des Monds samt den Finsternissen, die andere die in allen Monaten zur Aderlaß schicklichen ?a,'e, die dritte die Zeichen des Thicrkreises, glückliche und unglückliche Tage bezeichnet. Von den damaligen Mondfinsternissen heißt es also: Lelipllz Tcll^siü ^nma ^olr norsm nonsin noctiz c^usrts ferie ^ent^ecoües. lung lumins ^rlunts lio in vinizra v^us sere sci vnäeLiinain lnoiülziiur. vl)i leinuniinari ineioiet. ^.V/^/ ://iZ k/tt/^o Tcü^uL leeuncia sgbl^sto zzoli Ivs- terins m^ns snts I^orsm sextsin tc>ts luna o^uuilzliits in Icuniniz ciesectn c>Lcicientom vei'sux cieseenclet vsczus vvlt Iiorsm sej'tiinam voi nvua incenlione lumen recoliiZet (.?oncc ne^6erit. t/tt^/e ^7! /.?a?'//c^?K?^/o Ä/?«// ?,-?^^c> tt///?sÄ»/e7^?/m. ^/e,-v-tt-//i'7t, ve?-o^F?-a?i^,/W K<-a/iiu- ^m^esii/// darunter sind 2 schwarze Kugeln, welche beyde Finsternisse vorstellen- Zur Seite ist das roth gedruckte Kunstzeichen Sensen, schmidts, nämlich 2 schragliegcnde Sensen. Diesen Kalender, wie das vorige Missal, hat noch kein Litterator angezeigt. 21) /^''^ ^erMi/?/m o.-c/mem ec/^/^s A7??«5e?^s??^/. Am Ende: ^nnc> incarnz- ti>>nix cioininics ^i^LLLX(^. !is zus» iges. Das vollständige Eremplar, welches ich vor mir habe, und noch ein Paar, die ich anzusehen Ge egeuheit hatte, haben dieses Blat nicht, sondern fangen gleich mit dem Kirchenkalender an. Die übrige umständliche Beschreibung kann, wem daran gelegen ist, am angef, O. nachschlagen. Meiner Nebenabsicht aber auf den Gang der fränkischen Liturgie finde ich es gemäß, das bischofliche Ermahnungsschreibcn an den Clerus, woraus jener nur einen Auszug geliefert hat, ganz mitzutheilen. EZ lautet also: 5Zeii',r!eux äei et a^o!lo!iee le^iz Aliit!^ evilL0^u5 LcnnveiAens!! I^niuerlis et Izn- Au!i? ecc.-!es!-,rum ^re!s!!i5. (anvnlcix. L?n>el?gm'5. l'!cb?.nix. krelbiteiis et eZeiieis nollraruin cim^uz et aivceliz Lalutsin in aoinino femviternzm. (^uain Zrtiii-.'iol» tl^ilitAte in^enii^ue 6ex!er!tats. srs imveelloiia nac nonca tcin^cl^ate. nc>n incxio clniliiani noiniuts^ vernin eti.nn ^eutüiuin guctores. tum in 52i.-r! elve^uü. tuin etiüin in ^inZnIüiuin s^cuIlLtuin coc!ie!l)us. in onnii Zensre IinAU!iruin et etoc^uencii illuuig. u^rit veoseeto ^Ait nem!n(.in. votiiumum cui'.: nieliil tsm diincile: tLin o!)!cui'Uin: l^nc^ne (/?c^ sneiit Ä^sc-onciitum. c^uoci iisc ciuiclem site ex^editi^'nnü. non lit in inznu oinnium. iü-i in re cum anims^uerteieinus ex tanta livrorum gflluentia init^llcz slkg- lis ln!nil1>.'rio in Iiac: nolirs cüocell vartnn vetuüste cc>u5uin^toz cieliceie. vsrtiin etünn / 46 etiam scii^torurn incuria äenrguztoz. » rec^o rutzrics ?cclelle nollre oräine clein'zre. Lx ^uil)u5 circa laciatillunum euksrillie misterium in äomc» c?ei pericula immiuere pel5^>icielUe5 vro uoilri ^Ältoralis oKcii clekitc» et ciiuini cultu5 auAmento. obuisn. äuni nuiu5ce vericulis ne eueniznt. Ivtoz in^usin millzlez vnsuimi venerskilix csnituli nolrri gcceäsnts voto. /?» »o/?^K vö/ e/?// //Kö?t?!c/am?t/ »'/o. säliit>iri5 czu!lzu5clZM eccleliallicis occulatiz viris in emenclatione exeri>p1arium exquisit!;, coinvertuin Iialzuimuz. cum original!, uouiter imorelloz iniilülez i^lvs ver omniz coucvrclürc. I^lortgrnur itg^ue in Domino vos IinAuIo; iu^rgci!cto5. czugtenuz sä cc)Mj)nrsnc!uni millglex iv5os. Quorum vnius non liZsti quatuor. IIZsti vero c^uin^us Aorenvrum taxgin ^retiuni exceciere nolurnu5. ton'cite intcnägtiz. stque neZotiarurn ^estorex eccleiisrum et cgr>e1Iarvmquibux preelle noicuntur: accurgtivz in6ucgt!5: quilzus luvrs Zrstilicationeiii nosirgm: etisin retrioutionis r^remig 6ec> vrc>j)itio volli- cemur. DüMiii in civilste nosira liabenizeiAu. ^nno incsrnationi! äonuuice. ^lillelimo quaäriiiAeiUetimonouaZeliino. ^ono vero Kai. anrilis; Lsrictorum tleinrici et KuneZun6i5 ecclelie nollre LgoenberZenllZ vatronorum: so nollri« inliAniis preseutivuz 5uvimore/Iiz; Dieser illuminirte Holzschnitt gleichet dem obern bey dem Brevier vom I. 1484 beschriebenen; nur daß hier statt des dorugen bischöflich-Henncbergischcn Wappens das bischöflich-Eroßische von Trockau zu sehen ist. In der Collckt an ?etri cgtliecii-i heißt es: Oeu8, qu! Ii. ?ctro a^ollolc» tuo callgtis claui!)us re^ni celeüiz mz/?//«/ li^sncli atc^ue l^lucnäi zzoiuiticium trsäiciilii etc. Als man das römische Meßbuch, wo Lmmss ausgelassen ist, nachher angenommen und eingeführt hat, scheint man auch diese unbeschrankte Schlüsselgewalt des Pabstes stillschweigend anerkannt zu haben. Exemplare von diesem Missal besitzen die Bibliotheken zu Gcubach, tangheim, bey den PP. Karmeliten zu Bamberg, zu Vanz, und zu Füeßcn in Tyrol. Auch besitzt Herr P a n. zer von demselben ein vollständiges Exemplar. S. ^nnsl. tvvoZr. Vol. I. p. 14z. n. 7. ^ - 49 / 22) Än/tt^a Ä/nostt/ia m 5?/?-or/o ^ekie^i???^//)?»/»»^ L7«-//?o M/^em //e//?»'^«?// De/ Ak-nc«? ^i,^o/?k/m ^7??/Se,-A5?5. /?/ 555/5/--? Am?/^- 55/5/,? ^. /er/a Am Ende: leider üüMtorum 8vnocisliuin Kz. KeuKerZe ^uno 6ni X. ^ILLLLXLI. ^leusis ^l-i)'. XII. Ivsl. )uii)' imureilus miit fei. Inkl. sol. Dieses Werk besteht aus 22 Blattern. Die vordere Seite des ersten ist leer, auf der Kehrseite ist derselbe Holzschnitt, wie bey Num. 12. schwarz abgedruckt zu scheu, doch ist er hier etwas größer a.s dort: auch fehlet hier das Eeschlechtswappen des Bischofs. Die Titel dieses Werts sind folgende: I. Oe 8z. I'rinitste ec licle Otlivlieg. II. Oe conliitutiom. Izu5. III. Oe Ke5cric)ti5 e- Lomin!iliom'l>u5. IV. Oe c^uglitats presi^iei^orum. V. Oe liicis I^nctioiiö. VI. Os Llericis xereZrini!. VII. Oe oKcio ^rcliicl^geoui. VIII. Oe oKcio Liiciilis, lX. Os oüicio ^icsri!. X. Os msiolitate et vdecZieutiz. Xl. Oe Kiis c^uo vi metulcjue causg liuut. Xll. Oe ^uciieüs. XIII. Oe sorc> comvetenti. XIV. Oe iicZe In- i^rumentorum. XV. Oe lureiurgnäo. XVI. Oe vita et lionellste Llericoium. XVII. Oe colialzitstione Ller corum et mulierum. XVIII. Oe clericiz non leilcieutiouz et clillriou- tionibuz ^uoticiiziiis. XIX. I)e viekenciiz et cc)ncel7!o»e egrunciem. XX. Os lusiitu- tlOniizus. XXI. Xe 5eäs vgcsnte üiic^uici innouetur. XXII. I^c beneticia eecleliZm'c!» Uns c^iminutloue con5ei2ntu>-. XIII. Oe 5s!>uz rccle/Is non slieiizn^is. XXIX. Oe sieimu- tatione ueiiesicinrum. XXV. Oe 'Oes-smeini.^ et executorivux eoiunclem. XXIV. Os 8e- siulturis. XXVII. I)s?!nrc)cI>vZ. XXVlII. Oe Oecimiz, ?rimiceliis et odlütiouilzux. XXlX. Oe KsZsIiKuz. XXX. Oe Juve ?->t.onstuz. XXXI. Oe Lenü'oux. XXXII. Oe c<'mlt!c-,.iliolie cccletie vel !>!lvri5. XXXIII. Oe ce!ebiI>!c>ne X-I-ll-iium et Hgerameuto xuc.lia.iNie. XXXI V. H>e K->pti5mo. XXXV. Oe cultoclig Luciiaii^is. XXXVI. Oe Ke- iiczuiiz et venerZtione liinctorum. XXXVII. Os c)biervzntis ieiuviorum. XXXVIII. Oe ec- cleluz ecZilicsQ(ji8. XXXIX. Oe Immunimte eccleliarum et Limiteriorum. XI.. Oe 8von- s-^idu!; et Xlgtnmouüx. X!.l. Oe coAnstione s^irituali. Xl.II. Oe conIsnAuinttate et gf- Imllste Hx eoucilio Vieimeuli. Xl.IlI. Oe 8xmom'a. Xl.IV. Oe ^judei!. XI.V. Oe I^ere- tlciz. XI.VI. Oe ^vollstiz. XI.VII. Oe I^^toiiduZ. XI.VIII. Oe ^su, i5. XI.IX. Oe Lri- miue s-illi. I>. Oe soitileviiz Ll. Oe Llerico percuÜore. I>II. Os Xlälecliciz et vlasvlie» miz. I.III. Oe Llerico exLomu'.vnicato miuilugnte. I^IV. Oe?iiuiIeAÜZ. LV. Oe (>ie. Itorivuz. I^VI. Oe Iniurii'x. I.VII. Oe xeni'entiiL et rcmillionivuz. I^Vlll. Lasu^ Uniscci. jzslex. I.IX. Oe fciueiuig excnmiuunicatiom'L, iusjzentillni'5, intei-clicti ex Louc. Vien- nenli. I.X. klx Loucilio Lonilzlttiensl. I.XI. Ls5uz excvmmuniLgtioui8 msivris a iure late Loijiouutur 23 ex ^uti^ux. Darauf folgt Oe re^ulis luris: Louüitutio Loueilii LizlilesuliZ c^s Z)'uo^ix. Au'etzt (Honclullo „ Datum in t:!n!tute ul>s!ia Ksmlze- i-n, .^.nno g n^tiuitats 6ni Ivlülc-lnno ^uu>irinAentes!mc> nonZAeilino ??o?/«. !'ei!3 Zeitig ^zolt clulni- in'csin c^us in ecelelia Oei LgntiZtistue O.^ciuni ^xüUvii. So stehet dieses Datum in dem Exemplar zu Scasselstein Der ehemalige Prof der Theologie zu Bamberg P> Ignaz Le ch- tter in seiner akademischen Abhandlung 6-> (^onnlüs, 8)'nc>ciid et Loniitiis 8gL!-8 K-nnder. ^entikuz (1770) fuhrt dieses Datum S. 5? auch an aus einem in der Jesuiten, nun sehr verschönerten Univcrsicats-Bibliothek befindlichen Exemplar; liest aber nonsoelnnu anstatt nono. Es muß freilich so heißen, sonst »rare die Synode acht Jahre früher gedruckt, als gehalten worden. Allein P. Lechner scheint den Diuckfthlcr bemerkt, und in der Stille verbessert zu haben^ Das Werk fangt auf dem zweyten Blatt mit den Worten an: Llntutg Lvno^üz etc. wie oben der Titel angegeben ist. Darauf folgt: ?Is!niicu5 (mit einem großen fchwarz gedruckten Anfangsbuchstaben) ciei et gpol^c-ÜLe i^äi» Aratis Hr,itcopu8 ZsinbeiAenlis ^>n!- uerliz et slnAuIiz in Llirilto nobiü cleuotis c!ilscti5 ^vvstitzux ?i i»ri0us ^revositiz Le- canix ^rclnc^^Louis LcolasiiLix Lantoeivuz Lullociiouz ^IielZurtirü^ 8ue<.'entc>iil)U8 Lgno- nicis LoüevÜ!. Lgj)!tui!z et Lonuentibu« ?arroLl'lisIiuirlcjNL ecclelisiiuin Kectoriliux I^ics- riix perpstuix Lgpeüsniz ?e!lnlllaiii8 ^lta^il^is ^i-eflivteriz curstis et non curzÜ5 Ovgcoi'.is 5utzc?vacoQis ^t tain 8eLulÄi>Izus c^usin c>e6!nuin ^uoruniLun^us KeAvIgri^us Llsiiciz l'oti^us l^ieio ciuitatiz et cl)^oceli8 noklrs KsinIzerZsii!^? Luiulcvn^ue et!-nn c!i^niti,t!z 8tstu« Ainclux oicliniz ae vieeminentis et excellencis exil^nt Lominunitee et cliuilun 8^. lutein in clomino Lemvitei'n?.n->. Hier hatten wir also die damalige Rangordnung der Geistlichkeit. Die bald hernach folgende venz exe-ommuni^-ttionix: !>5e siic^uo slic) ovuleulo r^rctee v^esens pio 8k3tut!s uoüris 8vncx!2lil)U8 vtsmini c^uo^uc) moclo^, mag auch den Buchdruckern zum Besten gemeint gewesen seyn. Sie haben sich in diesem Buch nicht gcnennet. Wahrscheinlich war damals Johann Sensenfchmidt entweder schon todt, oder doch seinem Lebensende sehr nahe. Denn im fo genden Werke, welches ein viertel Jahr später erschien, kommt der Sohn Lauren- tius Sensenschmidt anstatt des Vaters zum Vorschein. Indessen ist kein Zweifel, daß auch dieses Werk aus Senscnschm-dts und Petzensteiners Presse gekommen sey. Die Lettern des Textes sind zwar bis Hieher noch nicht vorgekommen; aber die der Titel sind dieselben, wie im MM von 1490. Dieses Buch hat Signaturen, aber keinen Custos, auch keine Blät- tcrzcihlcn. Ehe wir dieses Mcrklein verlassen, wollen wir noch etwas auszeichnen, vs odier- vinitl-, (nicht oblervstione, wie P. Lechner hat) ieiunivrum. Der Bischof ftgt, er habe vernommen, die Pfalzgraftn und Herzoge von Bayern Georg und Otto, nicht minder minder Bürgermeister und Rath zu Nürnberg hatten von dem päpstlichen Stuhle für ihre Unterthanen die Erlaubniß ausgewirket, in der 4ctagigen Fasten s» wohl/ als an anderen Fasttagen Butter und Milchspeisen zu genießen '-). Es walte in seinem übrigen Bistume die nämliche Uesach,'die jene vorgeschützt, daß nar-ilich das Baumol nicht gerathe, ob. Um daher eine Gleichförmigkeit einzuführen, erlaube cr aus päpstlicher Vollmacht, und mit Genehmigung feines Domkapitels allen und jeglichen Gläubigen feines Kirchsprcngels ohne Unterschied, sich der Butter und Milchspeisen zur erwehnten Zeit gleichfalls zu bedienen; jedoch daß wer mehr als 200 Gulden rhein. iin Vermögen hat, 3 Guldcn, wer weniger besitzt, S Zehner gangbarer Münze, statt einer heilsamen Buße, jährlich in gewiße Opferstöcke (g^i cer ^8 timi^cv« liue loca per no8 ^eputsncioz ime cleputann'g) einlegen solle. Gott lob! daß wir schon lange nicht mehr den Genuß von Butter und Milch der geistlichen Gerichtsbarkeit versteuern müßen, und die Kirchendiener des hier gedrohten Banns, wenn sie die Beitreibung dieses Löstgelds nicht eifrig auf den Kanzeln befördern, entübriget sind. Schließlich wenn Hr. P. Lechner sagt, diese Ltatma wären vom Bischof Weigand in einer Synode vom I. iZzZ (1534) bestättiget und abermals gedruckt worden, fo hat er die weiter unten vorkommende Ausgabe vom 1.1 s 09 nicht gekannt. Man findet sie auch in extenso in des Harz Heims Lone. Qerm. I'om. V. *) Da die Urkunden, welche diese Sache aufklären, mir von einem guten Frennde zugestellt, und solche meines Wissens noch nicht gdruckt worden, s» will ich sie am Schlüsse dieser Receiisioil milchcileu. /?/5i»//?,M n/e?i5/i> /-:c//c/?tt'^. eit coi^/iö«^ o/>/?/^t ^«'LZi^e^A ^i7^c/'Fi?->,Ä' 5/?/oc5/?/ /^e^??^ e/iam ex/?'^ aö W'/^e ^'c// co?//?i/?lt?/ /5?/!/io?'mill?tt ^o??^'»iIw8 I-iLticiüiorum us^x ad eecleNg proliilzitus elt I^ctie-nijz nulla super Imc g supeiiori'uu8 licentia et inclulAcntia sullulti utuntur non llne susrum periculo su!uti8 sni- G wsruin msrum et Ic-zn^glo vluriinoium. (^us pro vgits vieZictorum ^iZZit^rorum civium con- juluin et isctoium nobiz suit numiliter 5uvvlicstuin, ^ustenuz omnivu8 utriu5<^ue t^xus in5ra limites vgrncluAlIum eccletlsruin 5sncti Lebul^i et Z. I^gurentü cieZentiKu« ac in-i^i- Aiis ciuibuscon5ui!^uz et rectorious vreäictis etiam cxtrki muivs in tsinovi'i!li^u5 IuKjecN5 ut in c^uaclisAetims c»5e0 butirc» oui8 et lücts slijs jejunioruni et c^uibus ulu8 cginium ^>ro!iidituz ett temooriduz ^uiousui8 IsLticinijz etikun ouiz et 6e conlilio mecli^nrum et confenoruni anen5u csiuiduz ut! uZIeant^. coueecisre, sc slisx iz?ii8 ui viciniÜi8 c?^^or- tune vrouiclerö ae beniAnitZte gvoüvlica cji^ngrcmur. 1^08 ng^ue ^ui tinAuIoruin fiilutem naclillin 5vliclti5 l^ucjij« ex^uiii-nus et snimsruin veiieulix liosntev vvvi-nnuz, eoruna'em msZiitioium ciuium conzulum st rectvrum in ngc vsitc suv^ücgtiouibuz inclinati, omnivU8 utriuxc^ue sexuL vre5entiI)U8 et 5unuis insig liinite^ sccleti-zruin vre- 6ictgruin vrc> temvors contiitutiz, sc nigAitu!« ciuitiuz cc>n5u!i!,u8 et rectorilzuz ore^-ictiz in ten^vc>rsjiou8 ^djectiz ut c^us^r^Aemrigli, cs5eo ouriic) vuis et I-icte ciuncgxÄt el slijz jejuniorum et c^uiou8 e5u8 csrniuin vroliiuituz elt temvoritM8 vre^iicli8 czuivu^cun^ue jgctlcinijz etis ouiz, et cis me^icoruin et confenoruni tuoruin Quorum suver IivL con- fcientisin onersinuz, conlliio ct aÜ'en5u csrnious vreterc^ugm in Qel)6umscia ünicts iicits et liiere uti vosiint et usleant, ^enerslium concilioruin et slijz g^ftzstoticiz nec: nc>n nro» uinci-»Iit>u8 et 5^no^aliou8 concüijz eclitix constitutionibu8 et oi'6iuc!tionious cetcris^us contrgrijz ne^ugczuam obs!sntir>u8 auctorit!>te svoiiolit.-!, tenore vresentium, vervstulzsu- turiz temvorivus inciulAeinuz. Voivmuz gutem c^uoci oinnex lu^isciiLti cinui; ^inAuÜ8 in «jUgo'i'gAellms lemel cluntüxgt uninn li iri5i!i, II uero ultra nii^e noienoruin rcnen/iuin uslorein Iislzesut in reaaitiouz , l^uos gronoz monete in ^grtious illiz curientiz vro in- tirmi« no5v!csli8 j)auverum ssncti svnituz nomi ^eu slij8 Z)suveiilzu8 in elemolmnni ai» /tiiouere, osuveies uero c^uaium LzLuItZte8 s6 Ziuju8moc!i elemolingin ^cienclgin nan Luvvetent, sc etism omnes alij suvrs^icti elemo-linsm ultia lu^rgclictgn) miZuji^ cjie'ouz ij)liu5 ousäig^emne tring levetitione or^tioneni Dnminicsm eum ^ilutgtione snAe^ica s6 6ei jguclein et Alorism et vro ^elici iistu 8. ^LLlelis 6-Lere (jetiezut et te- nesntur. !>Iu1Ii eiZo Iiomini licegt iinnc vsZinani noltrs concenwiu8 et uvlmnutiz in- LrinZere »ut ei su5u temeraiio coutigiie Lic^uis suten^ Ii»L «ttemvtsrs viesumvscnt, in- Zionstionem omnivotentis Oei beatoium vetri ct vauli svoilolorum eiu8 5e nouerit incui5urum Ostum LgmvJZusui 8utrienti8 O^oceli8 ^uno inczlnJtic>n!8 cZoininice unjle. ilmo c^uilärinZentöllmo isvtugZelllu» 5exto tercio läus )unii jZoutiticstuz noüli ^nno ^uiuto. « /??Ä///tt??t /»^///tti» /?»-/o?-/> ckt/a?'a/o?'tttt?/» Zixtus evuz leruu5 seruorum Oei 26 ^oetuam rei memori-mi. Oecer roMSnum xontir>i.-em sä es likenter intenilere ver c^ue sus cleclzratiouiz gclminiculo 5ul)!asiz 6ud!» tZLioniKuz ciuibuxlitzet gvscjue conlcicncis lcrup^lo votiuum sortigntur ellectum, OucluM ^uiclem vro v^rte clilectorum siliorum maZillrorum ciuium con5u!um et rectorum ov- iviui l>Iuremt,eiAenli5 lj^mvei^ens. (l^oceleoz nolzix exvolito, 5 et vericulis et interclum vvter Zuerrsrum turoines commocls ligdere non votergnt et 5eve continAebst, c^uo^l plurimi utriux^ue 5exus ^uallrgZeilmsli et sliis temvoridus . c^uitzus lscticiniorum usus so ecclelis ^rolnl>itu5 erst, nulla 5uver Iioc g luverioriou8 licentia iurlulti utsogntulv, non lins luzrum animsrum vericulo et icsnclglo vlurimoium. l^os omnious utriuz^ue lexus vrelentiliuz et ^utun'z in5r» limite; karoclnslium 8. Lebslm' et 8. I>surentii ecclelisrum 6icti opviäi vro temvors conllitutiz, sc 6ictis msZimis ciuikuz conlulivu« et reetoririuz in temvorslilzuz lud» jcctiz, ut ^uaclrgAclimali csleo Kutiro ouiz et lscto 6untgxat, et alüz jejuniorum, et c^uiouz e5u8 cgrnium vrolnvituz erst temvorivu;, ^uiouzcunc^ue lsctlciuiiz et etism ouiz, et 6e modicorum et cvn5ellorum worum, Quorum luver I^oc con^cientig; onersmui consilio^ csrnilzuz vreterc^usm in majori dclzäomscla ^ugclrgAellMs sgncta nuneuvsta, vesci vollent, ver sliiiz nollraz litsrsz inclullimu! vrout in ilü'z vlenius continetur. Lum sutem liLUt cxlnvitanoviznuvervro vsrte 6ictorum mzAillrorum ciuium con^ulumet recto- rum petitio continevst, nonnulli intervretsri conentur verva vreclicts ^?tte ex- ^e??/?/ , «liier c^u^m iint intervreranäg slierentez eos Huv5 in^ultum liujuzmoäi inclui^it eixäem lacticinÜL Jvsc^ue tciupulo conscientie vesci non volle^ et s nonnul- Hz cgussü reuocetur in 6ul)ium. ^n nc>z noluerimus in incjulto et litten» vrecjictiz incluc!ers ei5clem nisZisttis ciuivus cvnsulilzuz et rectoriouz 5ul)ject08. kre^ictos äun> taxzt et non torenlez aäuenss et vereZrinc>8 z?ro temvors in ovviä» vie6icto 6e^en. tes. et sä illuä con^uentez, sc vroxterea ina^iüri ciuez conniles et rectorez et eis suvclit! sc sli^' vreisti, sdz^ue conscientias scruvulo, in 6uvio Iiuju5mc>c1i. uti volle Loimiäent. I^os mgZittlis ciuivus conlu?!ou5 rectorious et inlrz limitez clictsrum vs- rocliialium !ial)itsntilzu5 sc suväitis vre5sti5 suver Ins vrouiciers uolentez, eoium ms- Ziüroruin ciuium consulum et rectorum in !i»c varts luvvlicztioniouz inclinati suc- toritste snoltolicz, ex certZ nollra 5cientia cleclargmu« in litten; et inäulto orsäictiz, non lolum sudjectos, 5e6 etigm forenlez incolgz et veleZiinoz dospitez, sc slio; ^uoz- cunc^ue in5is limite; eeLlellslum vie^ictArum ut et gliiz lociz temvoisli 6ominio eo- ruuäem msZiürorum ciuium conüilum et rectorum 5ulzjecti5, tunc et vro temvors G 2 cle^entez «Zementes mclulciz 5uiz5e, ilc HUOPie nolirs rntentioniz tui^c extitidss et exiliere ÄL sanciinuz et iwctoritgte rireäicta volumus et eiziuein msZillriz cmil)u8 cou5uliduz et leetoiilzuz iircoji5 et ji»Izitgtoril)U5 et slijz j?rec?!cti« coneeäimu», auoä incjultuin et jittere ^reclicte 2 äsd'^ pieleutiuin valeant ^lenzm^ue roboriz lirmitstem odrlneaut in vmiukus et vsr sinnig, ^eriuäe se 11 ciicta veriz» e.^?^/ ^e^/r?5/-> in eis^ein litteri; ap^osita non e5lem uec s^vüreieut. r>Ion obsigntibuz vreinisiis ->c: cons!itutiiwit>u5 et oiciivationious s^sluIiciZ, uec uon omnibu5 ülis, cjue iu presstiz 1itte>i5 non obnsre voluimuz ceteiixc^ue controriiz c^uiduLcvnc^ue. >IuI!i eiAN Iic?,nini liccst nsnc r-ü^insm noltrs cieclgiütioinz vgluutc-tiz et concelnon!8 inti>i-Aei>?, vel ei su5u temeisrio coutrsire 8i c^uis gutem Iroo ^ttein^>tare riresiiui^serit iiicÜAnglionein omnijZNtem!« oei bestvrum petri et r>5ul! «^^Ivium eiuz 5e nvuerit incurturmn Datum Kt!um ^niio ini.k>rnZtic>ni8 c!<^r>iui!.s iniüesiin^ ^uscinn» ^eittelin)» se^tui>Aellmc> ss^'timo. c^uiiuo uvuss inarcij ^uutiUcstus noliri ^iu;c> se^tiino. 2z) /»c//?// ^e??^ ^/ms e^t-/^?» c/?/05L/?»/ ^aN- Die Unters!)rist am Ende lautet: I.ilzec gZencim'um llus deneclictic). num secunäum rit^in sline eLclelie kLinl?er^eul^8 iuäu^ris imjZeuu8 1^?«- »-e??5/i ^c>/^?»?// et /?s/Sf?//s/ttLi' IZninveiZe czu-un sccuratinune im^reuuz ^nn,^ 8Zlul!s IvILLLLXLI. vriäie ^1. Le^teinbriuin iinit ielicitsr; in 4. Die Seite, auf welcher der Titel stehen könnte, ist leer; auf der andern erscheint der klluminirte Holzschnitt, wie bey Num. 12, zum Beweise der Bischöflichen Eer-ehmlgung. Nur ist hier das Stammwappen des Bischofs zu sehen. Heinrich war aus der Freyherrli- chen Familie der Groß von Trockau. Signaturen sind vorhanden, aber kein Custos, auch keine Blatterzahlen. Da sehr viele Gesänge vorkommen, so findet man hier auf rothen Linien schwarz gedruckte Choralnoten. Der Anfang des Buches auf dem zweyten Blatt: lucioit (eigentlich sollte es heißen Iucij)iunt) g?cuc!a etc. wie oben, ist roth gedruckt, worauf der Lx«rLiunuü lÄi,>> et .iczue folgt. Merkwürdig ist der damals im Bistume Bam- berg übliche Gebrauch, die letzte Delung vor dem Genuß des heiligen Abendmals dem Kranken zu ertheilen, laut der Rubrik: vltiina arilierlione facta — jguet i!,Le.ä ^recej)ilii vt iiet äe tsrrs nattuitsliz sue. et veniret in toreain repi^miiHoniz czuam ci cigluism (iic) ^mlui!ciÄ8. nec non et vonnlum isr-il'.eliticuin in cleleno (-zcl) ts gc!c>ran» 6uin inultis p-rocli^iiz veniie secisli: c^uesuinus. vt Ii-xi s^nnuloz tuo« Lei lsnctorum worum. ^. vcllimin» /e (also nicht die Heilige) neeZentes: g oclicul!8 vmin- duz exug3 etc. Sonst kommen keine Keneuictionez vor, a!s die noch-jetzt an gewissen Festtagen in der ganzen Katholischen Kirche gebräuchlich sind, mit der Warnung: itn tamen, c^uoci oralittnes et cic^eecativnez iuxtg lituin ecclelie ^üinuerAeniiz ol'leruentui^ et nulIs extisnea a^inis^e-nttur. Ht Ii»L cÜctinn sius reZuIa in liuxiuüx /-eue^/5//v^?tL sttenciencl-i et odseru-anä-i elt. Es finden sich da keine Teufelsbcschwörungen, keine Segnungen der Donnerwetter, Viehstalle, Gefpensterwohnungen, Ehebette u. s. w. womit nachher die Exempte Geistlichkeit mancher Orden den Bischöfen eine Nase gedrehet hat, die noch auf dem heutigen Tage ihre gerade Richtung nicht überall echaltsn hat. Von dieser Agcnd kamen in den Iahren 1501 und -514 neue Auflagen heraus, welche, da sie in Absicht auf die Liturgie keine merkliche Veränderungen litten, unten nach der Zeitordnung angezeigt werden sollen. Es wird nicht am unrechten Orte seyn, die nachgefclgtcn Agenden hier mitzunehmen. Die Reformation scheint der vorher zu Bamberg so blühenden Buchdruckerkunst nicht günstig gewesen zu seyn, denn die ^Zencio Linn'osi'Aen. IIvc eil, Kituuin IIccje.^gs>!^c)t-uin Is- cuncium vlmn imvei'islix l^cele^se et TvÜcovgtu» liliinlzc-i^. ivliclg et Jc^urats 6e- s!.i!ntio, in ciuaz paitez teetz — ^uü'u et auctoritste ?veveienc!i!llnn in (,'Inistv ?a- tris, et ülul^rii^uni krinciniz ac I). O. Linest! ?.vlsenpi lZ-imbeic-. eiiitz ex nmmul^üiz in 4, mußte zu JngolstM bey David Sartorius im I. 1Z87. gedruckt werden. Die vorige Ageüd ist zum Grund gelegt. Die. Kehrseite des Titelblatts mmmt das alleinige in Kupfer gestochene Wappen des Bischofs ein. Es lohnt der Mü!)e, dessen voranstellendes Schreiben an die Seelsorger hier beizusetzen: Luin in eo clekeit niniilitiz curs votilllmum voc5-ni, nt lioi et uuivecso 5uo Zce»i ottennsu», es (ZiliZenter viocuiet, (ju^e et sä ulzeriuien» sönae (^oetiinae sruetum, et 2.! cliZn^m cieccntemc^ue saciamentvium sc!iniii!si?at!vneni peninenr: tuin Oei ßi.nia au I?,oilcov!ttU8 cii^nitatein vo>.gli, conlilig nnlira Nütiin cc> revvL3viinu!j, ne c^ulci urii^us liuic muneri nvlirc) äeelle voiltt. Loin^eiiinuz cc^ts noii < ' S4 ---- non sine insxiiuo (icinre j'iurilnum in ntl'Ocjue per communium temvnluin iniuriinn (iLu'cl'si-aii. in ^Iciis^us I)ioeLeIec>5 nosirsc lociz, tum ex sc!ic>!uium ^>snuria, tuin etiginenrum, c^ui iire verbi 6ivini seinen svsrZeie ^ebuergnt, neAli^eittig, ln»xi» inum clni/iisuge «.üici^Iinae ^etcctuin iuvenimus: l^uein c^iutius non eile terenduni sikitiati, cle remecüis maturs coevilnus coZitare. I^.e itqc^ue aci Ls^>itulum noüruin 6elstz, viotinu8 8ein!nzrium, aä ccnnmo^ioreni iuventuliz,'et in ^iet^ts et LIiMisus cloetiiua, et v»ni8 sitic>u5 et lcientns, eruoitionein erexiinu;: ex o^uo ^äeles, viv5 et e:uc!it»8 gnimai'uin ^»ltnies, Oei Z^iZtis covoerante, pro^ituros s^eiginus, c^ui cuin siuctu et ulilitgte Lcelelise Ortlioäoxüi:, iniruin in ino^uin sNictae, IÜ^usn^o nroäell'e «zueLnt. (^uoninm vero sgcicnum caerimanisrum, <^use et in 8acramenti8 tract^n^is, er gIÜ8 Lcclelise Lstnoliene ot?icÜ8, ^io tsnetorum ?-ztium inltituto, aciliidentur, non ungin oer Oioccesin nolli^^in v!)tervgri sonncnn, se6 earuin vsrietgtein, ^grtiin ?«ro- clioruin iiiLuria, vaitim lilzroruin essclsin continentiuln c^esectu irrcviitie Jniinz^veni- inu8: Ilsnc cuicnn 8ui?rgAi>neo nollro commilnnuz, ut oinnez ritux, et sgcias cgcriino- ni^rum observstiones, tue^?-e?« ^t?5c/^e «o^??^e ? et co??/ue/?^/??em äiÜZcnter revo» cüict, levocsrsz in unum consciivtsz nolii»' tisäeret: <)ug8 noizi5 traa'it^, I»AoIl1g6iuin jilziarici, tv^i^ lin^lil-iri siucü'tt ing»cjünc!g8 ?Zi8 ik-i^us, ut onuiez Dirioni noluse in s^nitualiku» sudiecti, g8 valumn?: et ne sligz cgeiimc>nig8 ex slüs üois- covaiitiu8 invelie^e, gut eiiliein liinvliu8 ut! viüsnnnant, seveie violnIzernuZ. Luin eniin una^ugc^ue vrovincia in suc» sensu suunclet, et cuiIeliKet sginijia suv8 inc>i e8, suoi^us 6ecentL5 Aeliuz ornamenta linA^!>!ria il!)i venciicet, tum etizm zec^uuin eil, nt in UMU5 Lj?!!cvvatu5 vens c»n/tituti oeconomig, 6t nnus con5eu5u5, nna eöciein^us lerum c^ivinüiuin tacies et con5uctu^c>, uns n'kuum in Lscisinentorum 2cilnini/?il>cions Kannonis. etc. Oatuin IZJlnoer^se, in ?.ejicjenti3 no/Iig I^v!5cc>vzli , i^>5v fel^c» 8. I(u- neAUnäi? Imj)siati ieiz, verae coniu^i8, ^inul^ue r)er^etuas virZiuis^, tertio niuutuiu Zvlsitii Anno 8aluti5eri t?3ltu8 1587. Hierbei) hatte es sein Bewenden bis 1724, da Hituals t^oingno-IZ-ZmdsrAense, live ca^eiie8 lituum ecclssiü^iclliuin c^ugalivsttita in 8gLllnnenta!e, Kerieciictivug^e, ?rocc5- slongle et InüruLtionale: concinnzta 2^ uuim Lleii RLln'o?lZenli8; ec'it» juilu et su» llioritate Lnn'nentiÜuni gc Lellilluni ?rinci^!8 ac O. O. I.otnsrii I'rcmcilLi, 8. 8ec^i8 ^1o- Auntinse ^rcln'el). 8. 1^. ^s. ver gmtierA!ie t)'v!5 ZIoiicon?.Iiou8^ ^0. (?erai-l.?. Kurt? 1^s?c?Ar. Ilpisc. in 4. erschien. Das Pastoraischrciben am Eingänge lautet also: Iiuer svllicitucii- i.e8 i!us!ig5 l'!>!lolu1eL, ^ug ^rcni'L^>!scovgIe8, c^us Lvilca^olez , c^uilzuz^ ^rgeter süss curss «urn5 I5l>zctoi-Jlez vro vuvlicz Imveiii t^oniZno-(Zei'n.snii-i iucolumltgte, luZuor! illa deü-iruin uneZe-ni-x^ue vreinentiuin tein^eslats cZeluclsviinus, et ncxlieämn inker sub- nubilo; vsci5 okteutze iaäio5 in Domino (!e5uuainus, Iisu^ nottrein?.m ells 6uxiinuz, secunduin Isuägtisiin.a I)!) ?lüecjecel!oruiu nsstrorum vesÜ^lg, so!oit! n^gnu tractars es, c^usö nc! Oiviui cuituz IvAineutuin, 5->Ll2mentoruin^ue et liSLigineiitsIium äeeen- tein L^iniinürationc-n, sc Oivinorun. Otiicioruin 5olen6oiem, et Zxeli^iou.8 exiuäe tuccrescentis gu^nientum veitinere c-iAnoilllutur. IiUelliAentez iZitur, relgtione I^ooiz 5scta, in Oioeceli notlia ?>innr>e5^enli ^ non tautuin in-?Ana>n eue veimliinn Kituslium seu ^Zenaoiuin, c^uge jain spinne: s ceutuin gL v1ui!I)ux snniZ, 5ul) verinliAu! Din Lnien!, oraeclece^oiix uotni v. in., Loi5(.-> in oiciiue c^uauisAesim! ^uiliti le^iinine, iinvrella, cliuturncz u5u sttiita^, atc^us gcico cültiscta fusi'uut, ut 5eie nunuin cun^Iiuz Lxein^lgr inlsZruin et ii.coiluv. tuin in l^olilo Viciliistu« ^rcl^'vin äetinestur; vsruin etiinn üla io5a Kitualig live ^Zen- 6s. utvKte vetuliis illix, stc^ue /?o^ ?tttt>'e?^z/em ^0Ma?zo.'?t?tt Lj-et,/^»/o/»?n ^??///?//o»^//?t?», -i?t/?m/ttkM^?te !?/^'o^tt^/o?!FW adroALtiz ^liils!iI)U8 SLcomocjatg, lonZs s R.itu I^.0MZU0 in 8ücrinnentorum, OKcioiuinczue I)ivinc>luin celelzratiuns cliscrevLre; laeii^ci 8usiisZgneo ^otirci, et Vicario ^enviali et luoseczuenter voit cjus c>!)itum Z^onrc» in soilitualikus ?lovicans c^einguuJviinuü, ut, r!i oi^eieret, tsuto vroveui-oi-em niz Isooriduz SL sumvti- dus gni.nuln Lcljieientes, c^usnlo leeuriuz ex Kul!» l'suli V. ?Lvae szwas i-ecorcZ^tioni» sud imuulo ^i5.!!nzl!oiie tet tautix^ue vrivilevüz gL vlüeic>Agtiv!s cuinulstki 5uit et exvrn2ta, ut öl) oinui aüo ^t^ceininsntiz ^'urii-clictioniz ^rclii-Lvisco^sliz clonnnio s vrima 5us oii^ine exsm^t-i, nonniii Z.oin2uae Lccleliae, sii-n-uin LeLleli2ium avitae Z^latrici^ t-ni^uzm inoii^crs k'ili'Ä, vsivetuo Iining^io innncciiüte nikgttliecur. (^are c>mnilzu5 Luinl^ei^eusi!! nvluas Dic?e<:elis Decsnis, pjeksnlz, ?aioc!ii5, 8a- cellsnis, ac c^uit)U5viz auiinartun Lurgtorivus, Isu LaeLU^-nivuz leu Ke^ulariduz, 6i» briete ^) M^i? ersieht hicr.'liS, daß nm» dann's zu Bamberg mit den eigenen Nrkundcii gar nicht bekannt war. Nunmehr ist bns Gegencheil selbst durch bambergische Schriststeüer erwiescn und anerkannt- /1i!?tL et in viltrits funetü? ol)e^!s7itige praeeipimuSj ut fepQiitix exincepz rx!tngI!!)llS snti^uiz^ novrnn Imc autllvritste nollra eelitum, novizc^ue 6iiuc!c!!itionie«.>ü et -niZ» inentlltioniI)U5 illuilratuni, atc^ue cuin P.omans k°r?.x!, ^uociel lieri potuit, ccinior- ln^tum, in eonferenciiz Lseriinientis, Lens6ict!c>nir>U5, aliiscins lullrgtionikuz et l^eranientaliliuz perlieuenciiz > ?rocellivnil)u5 orclinariis vel extruarciin^riiz 6el>ite c?ecenteripuc- inllituencliz iiellnbesnt^ e-> spe inelubitata freti, soie^ rit eorum, cjvi curi>e aniin^lum juratLM vel lpontünenni opsram navont, comninclitkiti Ii3L iLtinns consulatur, c^uzteuu5 süi«, ll velint. c^uibuscunc^ue libellis pro 8iier?.lnentoruln seiinini- ^illiione et iniirmoruin conlolatione ecütiz, et cum l^omano Kituali gppoltto (.-oncin- n^tiz, uti vülesnt; cum refervgtions tSnien pvensrunr l^oliis src>itrgriarum, cp^il>u8 in rigusAieü'nres, ^raevürieatorez, et l>lovutore5, slioruinczue rituum, c^ugnr in K.omsno ^livs nollro nnc Kituan' continentur, ulurpstvies per vism clenunciationi'5 ?>ut inc^ui- ^itivnix in vilit^'.ionibus turn orciinari!.-;, tum extrsorciinsriig, cietcctoz, irremisibiliter iiuimoclvertemuz. Ostum in rvsllelentis nollra 2c>. menliz ^oveml?ri5 anno 172 z. Endlich 5 o Jahre fpather gab Fürst-Bischof Adam Friedrich aus dem Geschlecht- der Grafen von Seinsheim das neueste lvitusle Komsno - LsmdciAenie heraus. In seinem vorgesetzten Pastoralschreibcn sagt er: .^udilsres exc^it annoz Kituciliz Kom-ino- I^smlier^enliz ecZitio ulllmz, c^use 5ub ms^ni /vuunculi nollr! l..ntI,Arii ^rüncile!, ^r- ck^iepis^opi et Tlsctcuiz ^loZuntini, 's^czue in HpilcopgM ZzmIzerZenli ^nteceiToris pientiilu^i, plllioraü lolieitucline i>l> k,r.ti^ui5 ciniku^iüm rilil?n5, ciui prinris süecull pia licet limplicilJte ciuüciom pr?.eter 8. ^-lütriz Lecleüüe mentern sernper illidglüm ir- repserant, cn'.enelalg^ inczue meliorem fonns.m ac orelineni (l!A-!llg, c>n. 1724 n^Ana Iri! cc,nnr>en6at!one proclicrat. I-Ioc teinporis intervsllo eum ^illr^etg 5nerinf omnia psllnn exeinplsri«, in>.!e^ue fgetum, ut pro noua eclitions cu:n inci-Aenis exterorum etiain voc-> c^ugil cleceiwrent; ^einuimus etc:. Die Veobachtung des Ganges dieser bischöflichen Verordnungen und der darum verof. fenbarten Gesinnungen kann dem Liebhaber der Kirchengeschichte und Nachforscher der bischöflichen Rechte nicht gleichgültig seyn. Der Verfasser der zweyten Agend legte die-, erste zum Grunde, urd glaubte die alten Gebrauche seiner Kirche beybehalten, erneuern, und gebieten zu müssen, daß sich keiner unterfange, aus andern Kirchenspreugeln Caremonien einzuführen, weil ihm genug dünkte, wenn in diesem Punkte nur jegliches Bistum mit und unter sich selbst einig wäre. Der Verf. der dritten Agend wirft feinen Vorgangern Gebrauche vor, die von dem achten Sinne der apostolischen Ueberlieferungen, und der heiligen Vater abwichen, und spricht von katholischer Einförmigkeit in Disciplin^fachen, und begünstiget die auch vom Benedikt XIV. so sehr behauptete papstliche Monarchie. Der Verfasser endlich der letzten nennt es gar eine heilige Einfalt, welche den allzeit unbefleckten Sinn der heiligen ' -5 heiligen Mutter der Kirche verfehlet hätte. Wenn diese sonst wi'rdigen Männer ihre Angaben, und alles, was sie in die Agend vom Neuen aufgenommen h bcn, aus den apostolischen Ueberlieferungen, und den heiligen Vater» hatten erweisen sollen, würde es ihnen sehr sauer geworden seyn; ja sie würden gesunden haben, daß man dießfalls nie an eine allgemeine Uebereinstimmung gedacht habe. Doch davon genug; und nur noch ein Paar Worte von der ersten Ausgabe. Sie ist bis hiehcr noch von Niemand unter den typographischen Alterthümern aufgezeschuct worden. Ein Exemplar davon befindet sich auf dem Michelsberg, und ein anderes zu Banz. 24) Ein wunderliche vnd erschröckenliche hystori von einem grossen wüttrich genant Dracole wayda Der do sogar vnkristenliche martter hat angelegt die menschen, als mit spissen. auch die leu5 zu tod geschlyffen zc. Gedruckt zu Bamberg in I.XXXXI jare. In 4. Ist in der Schwarzischen Sammlung in Altdorf. So viel und mehr nicht Herr Panzer in seinen deutschen Annalen S. 192. Er hat also diese Seltenheit so wenig als ich einzusehen Gelegenheit gehabt. Herr Denis, der sie in Lupplemento p. zog. 51. 2525 aus jenem anführt, halt Johann Bernecker für den Drucker, welcher aber ein paar Jahre spather zu Bamberg gedruckt hat. Vielmehr ist Hanns Vriefmaler dafür anzunehmen, wie die Folge zeigen wird. 1 4 9 2. 25) ^/ecMi/mtt 6?-ev/K^itt?tt c^o?'? ecc/^'s 7^/Ao»e»/Z>. ^e,- v/>o/ /Ä/?tt'ic?tm /'e/2c??/?e/tte»', La?/?'e?^itt??^ 6/ ^o^am/e/tt /^/ez// 0/?^«/. gr. fol. 1492. Herr Gemeiner beschreibt dieses Missal a. a. O. S. 203 Num. 162. Die Buchdrucker haben sich nicht selbst genennt, sondern der Bischof Heinrich von Abensberg führt die vbcngesetzten Nahmen in feiner Verordnung vom 2vten Januar an, die im übrigen mit der vom I. 143 5 gleichlautend ist. Wenn Herr Gemeiner anmerkt, daß da er drey Exemplare dieser Ausgabe vor sich habe, manchmal die Zeilen und Columnen im zweyten Exemplar mit andern Worten anfangen als im dritten; fo ist dieß ein Umstand, welchen ma« auch schon bey der lateinischen im I. 1462 zu Mainz gedruckten Bibel wahrgenommen hat, und daher rühret,-daß die Buchdrucker, nachdem sie schon.Bogcn abgezogen hatten, an dem Satz änderten, ehe sie den übrigen Abdruck vollendeten. Merkwürdiger für meine Absicht ist der Umstand, weichen Herr Ge- H meiner 53 ' meiner S. iz6 in der Note bemerkt, daß er ein Exemplar dieses Missals gesehen habe, wo Lorenj Sensenschmidt gar ausgelassen sey. Er muß entweder die Buchdruckerkunst aufgegeben haben, oder gar gestorben seyn, denn von nun an kommt er gar nicht mehr / . zum Vorschein. Uebrigens ist der Preis dieses Missals um einen Gulden gefallen. Das Exemplar auf Papier von der ersten Auflage kostete 5, von diefer nur 4, auf Pergament aber ungebunden i z Gulden. 26) Kaittö---AeK/e 7?,-«na?-uM. 1492. Fvo. Eine sehr seltene Ausgabe. Also führet diese Auflage Llemem in seiner KiKÜotliecjus curieuis l'. II. ^yi aus dem cÄk«I(>AU8 Z». ?etri cie l.ucie>v^ II»^e 1745. ?. II. p. 55Z. an und bemerkt, daß sie in der Versteigerung um zwey Thaler weggegangen sey. Ich finde um so weniger Anstand, ihm die Seltenheit dieses Breviers einzi.g. > -hcn,, als ich nicht? im Stande war, ein Exemplar dieser Ausgabe ausfindig zu machen. Sonderbar genug, da im I. 149L schon wieder eine ncue Auflage in demselben Format besorgt worden! 14 9?. 27) Wem der geprannt wein nutz sey oder schad, vnd wie er gerecht oder falschlich gemacht sey. Am Ende: Gedruckt Zu Bambergk Uou marxen Ayrer. Unnd Haussen Pernecker in dem Zinckenweid im LXXXXIII Jar. In Quart. ^) Also zeigte dicses Werkchen von z Blattern, Beck mann in den Beytragen zur Geschichte der Erfindungen I, Th. sr-ic. Vrandwein, S. 4- an; und äußerte zugleich den ^ Wunsch, daß dieses Gedicht aufs neue abgedruckt, und erkläret zu werden verdiente. Dieser Wunsch ist auch in der Quartalschrift, welche Canzler und Meißner, unter dem Titel: für ältere Litteratur und neue Lectüre herausgegeben, und zwar im I Hefte des dritten Quartals vom zweyten Jahrgange erfüllet worden. In der Folge hat solches Herr Beckmann seinen Betragen B. 2. S. 277 nebst den Anmerkungen einverleiben lassen. O Nur der Titel ist in Holz geschnitten. Der Anfang desselben ist folgender: Nachdem vn nun schir yderman gemeinillichcn sich nimet an zu trinckcn den geprantcn wein das doch manchem will Wider sein u. f. w. Ein Exemplar davon bandet sich in der Churfürsilichen Bibliothek zu Dresden. > 28) Von 28) Uon sant Sebalt dem hochwirdigen vnd hsyligen vnd hanbt- herrcn der keyser liehen stat Nürmberck. sein leben vnd mit vit wunderzeychen die er gethan hat. Am Ende: Gedruckt zu B Anno domiui ^.c(.'LL. XLIll. Jü 4. Abermals eine Arbeit eines Meistersangers. Das Lied ist in 41 Gesetze abgetheilt. Auf dem Titel ist ein Holschnitt, der sich auf die besungene Wallfart des Ritter Morgeners beziehet. Ist 6 Bl. stark. Ohne Seitenzahlen, Custos und Signa uren. zz) Ein trefflichs wuntertzeichen des heiligen 'zwelffpoten sant Tho- me in India. Wie er alle iar das Sacrament den leuten rei« chet. Am Ende: Diese liebliche hyston der mirackel— hat getruckt meister HannS Briefmaler zu Bamberg gesessen in der frawengassen hinder sant Mertein. Am abent des heiligen Pisschossö und nothelsscrs Sant Nickias. Im iar nach der gepurt Cristi vnftrö Herren Tausend vicrhui'.dert vud drü und neunzig. In 4. Dieses Lied ist nur 1 Bogen stark. Auf dem Titelblat ist ein Holzschnitt, welcher das besungene Mirakel vorstellet. z?)Vom. kunig. im. pad. dem. sein, gewast. genumen. war. Am Ende: Getruckt zu Bam berg Hinder. sanr Merty. von Hausen puochDrucker. Im. II), vud XL. Iare an. sant Lorcnßen. Abet. In 4. Ein gar erbauliches Lied von einem stolzen König, der "as cleemsuit potente !>e lecie, aus dem ^gZuil'icst, in seinem ganzen Reiche zu vertilgen befahl. Als er nun einmal in das Bad kam, war ein Engel da, der für den König gehalten wurde. Der Bader j> gt den rechten König, als einen Narren fort, und niemand will ihn mehr kennen. Endlich schließt ihm der Engel das Räthsel auf, und giebt ihm, nachdem er versprechen hatte, das clepoluit wieder singen zu lassen, und sich zu bessern, feine königlichen Kleider wieder zurück. Auf dem Titel ist ein Holzschnitt, und in dem Werkgen selbst sind vier kleinere. Ist 2 Bogen stark. Unter obiger Anzeige stehen nsch etliche gereimte Zeilen. Ist im teutschen Museum (1782. Octob.) wieder abgedruckt worden. z 4) Von dem man i in garten. Am Ende: Gedrnckt zuBamberg. Im XLII) Iare. In 4. Abermals ein tröstliches Lied, mit einem Holzschnitt auf dem Tite', wo der Herr, derdis Kleider seines Weibes angezogen hatte, von seinem Knecht gep- ügclt wird. Am Schlüsse hejst es: Das got all frawen vnd man behüt Das hat geeicht Hans Nosenblut Ist 1 Bogen stark. 5. Grat rs Bragnr 5. B. 1. Abth. S. 78 u. f. woselbst dieses Gedlch! abgeguckt und mit Anmerkungen erläutert worden ist. Zv) Die zz) Die erschöpfung des ersten menschen Adams. Mit einer grüntli- chen lere von der gepurt vnsers Herren Jesu Cristi. Am Ende: Getruckt zu Bamberg mi. XLIII iar. In 4. Enthalt auf 1 Bogen eine kurze Geschichte der Schöpfung, des Falls der ersten Menschen und ihrer Erlösung durch Christum. Unter obigem Titel ist ein Holzschnitt, der den Sündenfall vorstellet. Dieses Stück ist in Prosa abgefaßt, und von demselben Buchdrucker. z6) Lucifers mit seiner gesellschaft val. Vnd wie derselben geist einer sich Zu einem Ritter verdingt und ym wol dienete. Am Ende: Getruckt zu Bamberg von meyster Hannscn hinder sant Mertein. XLII). In 4 Ist in der Schwarzifchen Sammlung zu Altdorf. Herr Panzer scheint es nur a«6 dessen Catalog zu kennen, fönst würde er uns etwas mehr davon gesagt hüben. z?) Hierin vindet mein die vrsach wodurch alle hendell yeß in diser welt verkert und verderbt werden. Am Ende: Gedruckt und vo> lendct in der werden siat Bamberck Uon Marren anrer Und Hanssen Bernecker in der zinckenwerd Im I. X X X X l I l iar, In 4. Der Verfasser nennt sich Conz H as. Ist ebenfalls in der Schwarzifchen Sammlung zu Altdorf. Herr Denis in 8upplem. hat die oben 27, 29, zo und 2.4 angeführten Werkgen diesem Bernecker zugeeignet, und ist vermuthlich dazu von Herrn Panzer (deutsche Annalen S. 209) verleitet worden. Ich habe aber diesen Verstoß schon im Eingange dieser Geschichte berichtiget. 14 9 4- Z8) Ein Spot.tlied auf das schlc-cschlaqene Ansuchen^Herzog Albrechts von Sach sen, seinen Sohn Friedrich zum Coadjutor von Wuzburg wählen zu lassen, Bamberg 1494. Von diesem Lied habe ich schon Nachricht ertheilet, und es dürfte wohl kein Exemplar davon auf die Nachwelt gekommen seyn, weil so viel Lärmen darüber erregt worden ist. Wenn das vorhergegangene Stück in Reimen verfasset ist, wie es dem Inhalt nach scheinet, fo mengte Conz Has auch diefes und alle vorige Lieder gemacht haben, Ganz zuveriäsig hat das Lied Meister Hanns hinter fanct Martin gedruckt, indem das Magdlein zu Wirzburg aussagte, es wäre von dem Buchdrucker zu Bamberg, wie er sich selbst schlecht- schlechtweg zu nennen pflegte, hcrabgeschickt worden, die Lieder zu verkaufen. Wie viel muß nicht dieser Mann von 1487, wo er die kleine Schrift: Ein Fisierbü chlein, herausgegeben hat, bis 149 z gedruckt haben? Und nun wo ist das all-ö hingekommen? 14 9?. ^ ?4/>) FamS^Fae JoHa»»«» fc>!. Johann Pfeyl muß in den Jahren 149Z und 94 gar nicht zu Hause gewesen seyn. Denn in d.r Bibliothek zu Banz befindet sich eine Regensburger Agend, die im I. 1493 zu Nürnberg von Georg Stuchs, und was noch mehr ist, bey den Kapuzinern zu Wirz- burg ein bambergisches Diumsls, welches von eben demselben im besagten Jahr gedruckt worden. Nunmehr aber mit dem Jahr 149S geht die Presse Pfeils wieder ihren ordentlichen Gang für Regensburg und Bamberg. Das gegenwartige Brevier hat 4?o mit Zahlen versehene Blatter, ohne Cufios und Signaturen Die sehr schmeichelhafte Nachricht von dem Drucke dieses Werks steht auf der ersten Kehrseite lmd lautet also: Nominiz uuiuz vii-es , esg8, vits, aZilitcis, lador et dili'Zenti'g olim vix luKcisdant sä vc>Iumii-.i3 uniuz 8tuäi«sam completioncm. c^uiv^e inultos in volui^inis unluz exgra- tione rstivni5 utuin pei^i/lo gcceximu5 et in misetsbileln cZeueniüe ^emeneiam. l>lunL veio iocun6o ac ^iisi-i gnimo ins^ns cocueum inultitu^o dreui teinvoii» sji.ncio pcr -mprcj7.>rmm sitem iieri poteü. Vnc^e tsnti KenetiLÜ munus vc>ü viiium lwinsna- rum lleciescentisin ex viscer!lzu8 inisericorcZis äei scl uns us^us xeruenisse nenio am- viZeis clebet. 6emu8 i'Zitui Isu6cm, o>aci!>5^ue 2ZSlnu8 amxlioie8 sltimmo c!co, -.ti-nn ^ ex oie^-iro Lanonicaium opere cliliZenter cgsiiAato. c^noci ivls cjuz ürtii. -neciio 2L si,Z-,c.-i miniileiio F/^?/?,-/ ^mSe/'F?l. nodis tsm suvtili t?.mcjue lu^iäo et LvZuosLitzili csiactere. ommbus ad^ue ssltiäio expeclits IeZenc?uin coinmunicari vo- luit. ita ut neino librorum xenuria sut vel iiZurnrmn involutions kictain a^Zucere vsle-,t rationem. cjuorninu8 exvleto mattutinsli oKcio etigm peiuum vicZelicet viim-nn. terti-nn. sexttiw. nongin. vesveramc^ue. et coinpletorium leruitut!» oKcin veisoluzt. exvl-gmu8 ilÄ^ue nollio oKcio inLuindentia czuo 5emv!teni-nn un» cum uvliiz commiMs attinZers val^gmu8 oeatitucünem. czuam con^itor ipse rerum äeu8 no5cr nob!8 selicite,- ti loueie älAneiur amen. Impielilum cÜIiZenter lic tlnitum. anno clonnni Ivl. L(^LL. I^XXXXV. sexto veio vcju8 octntzriz: Dieser Aussatz muß, wo nicht von einem Vorsteher, doch gewiß von einem Stifteherrn in Regensburg herrühren. Das Complimcnt, welches hier der Buchdruckcrkunst gemacht wird, ist neu, daß nämlich nun Niemand mehr Ursach habe, durch Abschreiben zum Narrn zu zu werden, nachdem die Buchdrucker mit muntern und fröhlichen Gemüthe die Bucher vervielfältigen. Dem Herr Gemeiner ist, wie andern Bibliographen, dieses Buch unbekannt geblieben. Das mir bekannt gewordene Exemplar befindet sich in der wirklich merkwürdigen Bibliothek der PP. Kapuziner?zu Bamberg. Auch hat Herr Panzer ^uns!. t^poxr. Vol VI. p. 2zz. n. 10. b. emcs, das sich in der trefflichen Bibliothek des Klosters Rotten buch befindet, angezeigt. . - / i 4 9 7. 40^) ^iöc?' MA?/// /c5«»t/tt?tt c,^s//»^??/ ö^ev/an'«?» c/^o^i ecc/e/zs. ^^^'/^o?/^??/?/. AiN Ende: /Viino !uc!,rQ!>rluniz ciominiLe LLLL, XLVIl. tenio vero ^clu^ cleLem- Izriz. liker millsliz in ciultgte l?°>l:Li!l>srZsn. per ina^illiu ^oliannem p^le^l im- prellus l?nit i^sliciter. In 5ol. Das Format ist kleiner, als bey den vorhergegangenen Meßbüchern Num. 15 und 25. Die Einrichtung ist di^ nämliche. Ein Exemplar befindet sich in der Bibliothek der PP. Car- meliten zu Bamberg; ein anders aus der Stadtbibliothek zu Regenspurg hat Herr Gemeiner S. 254 Num. 244 und nach demselben Herr Panzer l. c. Vol. I. 144. u. n bekannt gemacht. 1 4 9 8. 4?) S?-MM-m»tt F. ///omi. ?lm Ende des Wintcrthcils lautet die Unterschrift also: ?sr5 Kreuisrii livemaliz iuxts moieni slme Külzc uder^en. I^cclells ^äi.li eineucZZta cuis. Inciulirig 2L impeulis /uuio inczrngtio- nis clc>m!ulcs 14^)8- ^ono vero Külencigz Oecemoriz l^beiilzei-Ae imprella. ?init 5eliciter; Nach dem gewöhnlichen Kalender steht ein Unterricht von Vetung der Kanonischen Tag- Zeiten, wo uncer andern auch diese Stelle vorkömmt: Imer cnsucluiu colloc^uis: ,i5uz sut Z0L08 non mischt l>lcc cjuici^uici o^sr!ü sacist guiku.?: cgmduz vel lzeiliis 5eu pecoiibuz (^uemüäincxlum iocieuoti vle>umq>.ie solent) inteieg noi, Intenclst etc. Lclixvinciel LiKIiotK. univ. Vol. IV. p^ 6. Der Wintertheil befindet sich in der Bibliothek j» Langheim. S. die Panzerischen ^misl. t/vvAr. Vol. I. 144. n. 12. 64 1 4 9 9- 42) filier iniilzll!. tecuncluiii oräi'ueiu ccclel^s ZiZdenbelZen. Am Ende: ^.mio inc-,t'- nstioni« ciominice, I^l. LLLL. XLIX. Quarto vero I?zttc/e ee?///?o?'/S-.v. cleuols scliicientibuz et cücentilzus ci^us^lSAinta clie^uln in6ulAcnt!g8 co^cedi- nwz et in clomino miseiiLNi-ciiter elürZImur. Es folgt derselbe Schluß nur mit geänderten Datum, und derselbe illuminirte Holzschnitt. Eine sehr vollständige Recension von diesem Meßbuch findet man in Mcusels histor. litterar. bibliogr. Magazin II. St. S. 137. Auch in l'lieoplnli 8inceii Nachrichten von alten Büchern in 8. S. 296 war schon eine Beschreibung vorhanden.. Exemplare davon sind in den Bibliotheken zu Langhcim, Theres und bey den Carmeliten zu Bamberg. Auch Herr Panzer besitzet ein vollständiges Exemplar. S. dessen ^.nu--!. tvvoZr. Vol. I. p. 144. u. ,z. I 5 O O. 4z) !vl,'5a!e ^.atisdonense^ Ksmd. lzoo. 5c»I. per ^soli. ?5ev!. Das ist die ganze Nachricht, welche Gemeiner I. c. S. 166 von diesem auf der Nathsbibliothek zu Regensburg vorhandenen Missal mitgetheilet hat. Ich will hier noch einige zu Bamberg gedruckte Werke mitnehmen, die zwar ohne Iahr> zahl, aber sicher noch im 15 ten Jahrhundert herausgekommen sind. 44) Der vciurn lob. Ohne Anzeige des Druckorts in 4. Herr Panzer in seinen Annalen S. 208. N. 369, von welchem diese Nachricht entlehnt ist, sagt davon, es sey vermuthlich zu Bamberg um 149? gedruckt worden. Ist 1 Bogen stark, und hat auf dem Titel einen Holzschnitt. Herr Panzer besitzet dieses Lied selbst. Es ist ohnfehlbar aus Hannß Buchdruckers WcchUtte hinter St. Mattin. 45) ?sis 4Z) ?2!'5 1?)-smali8 seLNN^uin moäornum izreviiU'ium scclelis Z.stis^onsnllS. 5ol. z6o Blätter. ?->5» esiiuali» c>o tsmpors Iioiarum LZnonicsium iuxta conlustucüuein slme cccle. sie I^atispon. ZZ8 Bl. Herr Gemeiner, der dieses Brevier zuerst bekannt gemacht hat, schreibt davon S. 276 also: Da in beeden Theilen keine Schlußformel befindlich ist, so laßt sich weder Ort, noch Zeit des Drucks zuverläßig bestimmen. Ich rathe unterdessen auf Bamberg, woselbst Johann Pfeyl liturgische Werke mit ahnlichen Charakteren gedruckt hat. Am Ende des Sommertheils steht eine chronologische Tabelle mit der Ueberschrift: Oracle) in lauclem Maximilian! rcun2n«rnin re^is continens iliterusllum eoclouiscigruin cum sliis lulztcriptis. Da in dieser chronologischen Tabelle vom Jahr 14L6 an gezahlt und die merkwürdigste Begebenheit dieses Jahrs, die Beherrung der Stadt Regensbnrg zum Grund gelegt wird, so glaube ich nicht zu irren , wenn ich auch den Drucb dieses Breviers in diese Zeiten setze". Allein dieser Beweis ist nicht hinlänglich, indem diese Orstio auch in der Ausgabe vom Jahr -493 eben so vorkömmt; aber Herr Gemeiner hat diese Edition nicht gesehen, und sie tragt zur Bestätigung bey, daß auch dieß Brevier von Johann Pfeyl 1499, gedruckt worden. 46) Kefnnnatio iuclicii clecznstus ecclelie l?amberc;enti5 per I^suerenäillunum ill LKrillo psti'em et clnu ^!iiu rA,'u I?pilL0puln lZanibei^en. sacta et orclinslz. 10 Blätter in sol. Ohne Anzeige des Orts, Druckers und der Iahrzahl. Das erste Blatt ist vorne leer, auf der Kehrseite das Wappen, wie bey den 8tzttttiz 8yn0ä?!il)uz 1491. Auf dem zweyten Blatt steht obiger Titel, mit Missallettern gedruckt, und der weitere Inhalt, wie solcher bey Ludcwig Lciipf. ZZamIzeiZ. S. n ü Z zn finden ist. Auf der Rückseite des achten Blatts folgt Orclingno et cleclaistio letormarion!; iuclicii cis. canstus per isnerencliilimum in Ol^rillc» ?atrem et cjnu cinu Z^eiui I u ilcopuin ?.air>. l>ei^ensem sacts. Die erste Reform ergieng 146z, die andere 1433, und b>yde sind wahr-« scheiulich 1491 nut den Ztatulis Lxnociiziilznz, aber chnstreitig zu Bamberg gedruckt worden: denn sie haben dasselbe Papier und die nämlichen Lettern gemein, doch fehlen hier Signaturen , vermuthlich weil eS nur aus Z Bogen besteht. Die Drucker waren also die drey damals noch in Verbindung gestandene Lorenz Senscnschmidt, Heinrich Pctzcnsteincr und Joh'.nn Pfeyl. E.remplare davon befinden sich zu Langheim u.id in Bamberg, Wir wollen die deutsche Ucbersetzung davon auch gleich mitnehmen. ? z?' Die 66 ' 47) Die Ilcformation des Gerichts der Dechaney des Thumstifts zu Bamberg durch den hochwirdigcn in got Vater und Herrn Herrn Georgen Bischof zu Bambcrg gemacht und geordnet von latcin in teutsch bracht. Kl. fol. Das Werkchcn besieht aus 12 Blattern. Die vordere Seite des ersten Blatts ist leer, und auf der andern ist der Holzschnitt, wie bey der lateinischen Ausgabe zu sehen. Daher ich auch kein Bedenken trage, dies Werkgen dem Joh. Pseyl zuzueignen, doch daß er solches einige Jahre spater, als das lateinische Exemplar gedruckt habe. Man erkennet ihn auch aus seinen Typen. I 5 O I. 48) Girier Iioiarum cgnomcsrum lecuncluin novsm im^erlsüs eccielie Lsmdei-Acn. inoricain. gr. sol. Au Ende des parti8 l^emslis steht: ?«rz ma!c>i i8 oi^eulgiii I^vemgl>'8 iuxts inoremgjins IZsIzenberAen. eeclelie il^Ieli einen^ta cmü. Indulnia gc im^enliz. IVl. ^uIiLnniü ?^e^I. ^nno incarnationi8 dominiLe. 1501, octauo vem )cjus »uAusii LsKerilzei-SS imprelTz. iiiiit keliciter. Am Ende des Sommertheils steht die nämliche Unterschrift außer dem Monatstag: pri^is^cius OLtoori'8. Nach dem Kircheukalender ist die vordere Seite des ersten Blatts leer, auf der andern Seite ist der Hirtenbrief des Bischofs Veit, eines geb. Truchses von Pommersfclden, und darunter sein und des Hochstifts Wappen. Er verdienet hier ganz eingerückt zu werden: Virus 6ei Arstig I^ilLovus Lsvent-eiZentis vniuei/is et llnAuÜs eLcleiigrum ?ielztis Oanonicis ?Ieosnis L-ipLÜgnis Vicarijs ?i'eliz)tteri8 et cIerie-8 nvsirüium Liuiistis et c^vo- cst^s. L^Iutein in eins ^enipiteinam. Luin ex oallnizlis om'cii nvsiri 6evirv: c^us g6 Isuäem oinniootent'8 clei: c^ecu8 ec-clelis nosire: vniueilj^us clsri clilioni n^>slie zukjecti leronnztionein vertinent: omni cura et 8vn'citticline vroui^eie leueamui .- et e:iilsu8 sxveiimento ljicjiceiimu8 non viulormem in nol^is 6^oceli^o//^M?lM zn Kori8 cgnnnie:!? ciieen^iz 0l6inen) 5ui5se teiustum. 01) ic! c^uivutciain vilis cc-clciia^i» ci8 i6 inunus vt co^ices Iioraium cgnonicarum scl rectuin re^i?erent vielinein 6einan» cjgtum. nil)ilominu8 ^oü exactum Isboiein eirores emc-lULM i'uille comoeitos: ct huecism obieingtioni cnori ecclssle nolrre Ksizenbci-Aen. n»n consentsnez co^ieivus Luille iinpiellg. iLeiiLv vt erroies iili ^siitor tollerentur et Iinre Lgnonii:e vro inore ecclelie iwilre ab oinniixis olzieiuaientur: curguiinu8 vt ea czue snrea ^ueiunt minus einengte politZ in inelius rejsulmnrentur. Lociices^ue Iwi'gruin (?anonicgru,n ^euno iln^iimerentur. (^ucnn iinpi imeiicli vrouinciüm ^/?m??«' L/^" ?/o/??-e L7tt//a/?> ^aöi>ttöe^e??. tt///)?'ö^ö/'^ no» «/e^/oc?'i/e/' /ie?'i/o cvmmililnus: ^?/i//i/a ^///^sn/itt Lol//ce^ o/?/i??/z/ c^'m/e^tte e?«e??^at/c??ze tt?//^?'^///!'. ^loitamur i^itur in c!no vos oinnss et linZuIoz supraclictoz c^uo Iicne Lsnonice om- nibuz per vinuerlzm uvocc^m nollram vniforlniter vt ciecet akleruentur: vt Lonice« Iiuiuinwc!! comjZZi-grs iiudeatls. Luin explorstum lir ci/tte?^s^e o5/t?-?^/ic>??!/?tt /.>/-e/?/?/^ c^?//c??//^5/,^/-?^«?,! ?«?//to? um ei'? 0? In Iioc tacictis rem not)!« AiZtani preiniuin ab omn!voteuti clec> condiZnuin vrocul ciubio 9ccei?tur!. Lt vt 6s !>uiu5. moui colnmiissoue nallca iinvi imenauruni Lodicum ^Icnior kidez nal^eatur iui?unu5 I^anc: naZin^ nvlliiz et e^clelie nvllre iuslvniis clscorari. Ogtuin in Liuitate noüis ?>al?en- vcrZen. ^nno incsrnLtionis civminicc. ^lillelimo (^in^entetinio prnno. (^uiuto nonss Oclobi!;. Der Bischof Veit/ welcher nur 2 Jahre regieret hat, scheint das oben angezeigte Brevier von 149g zu meinen. Es hat aber das gegenwärtige noch viel Eigenes, welches dermalen befremdet. Auf den zweyten und dritten Sonntag voll LnioKsnigm Dünnn! sind die Homilien aus dem Origines genommen. Die große Litanei) hat nach dem Xyiis: 8g!u2!vr muncli. ^ciiuus noz, und dann gleich: 8sncts mgrig. Ors vro nobi.^. Unter den Heiligen kommen viele wenig bekannte vor, z. B. 8. ^eiculi'gne. Lancie äulcinuns et cligii/sln>e, 8. (Zereon ll. f. w. So viel die Grammatik betrift, dachte man 1484 änderst als 1Z01. Dort heißt es 8gncte?v und hier t'ie , und doch in beyden gleich darauf 8. rZ!i Ljzilcnpi I sun.nn pont!lice5 Koine iiolpikali fiiiictoluin !^ic»!gi et!jern!igre!i conie!i>'i lii'.i >nonki>> ^ouiz or. 6iniz Lgncn ^uAuslini Lec!unens!!> cl/oeeliz inciul5sie. vb! j?er plui» nnlisna non erel^unt jiuctus neczue!nl'ore5. 3eci lcmpsr «lIcie! et niu!i> ^/?/^) iKI^ein exil^unt. acj cjuod vn^i- <^ue conttnit multituclo ^nininuin nsupeium pere^rinoruin ineic-ziviuin inliimai un, pse- cijzue leprainque Iii>I)entiu^ iniizi sltisliuntur et letinentur. Ouniuin pleric^ue f-ime pe. lirent II i^liz g LInilii Iic!el!vu5 non subueniretu!'. I^cirev Innocennuz tertius. (kleinen« c^uartus. lolisnnes vicelunu! lec-undus, ^Isitinu« <^uintU8. ljoiiisüciuz c^uüituz. Kene- <^!Ltuö> c^ugituz lumm! Ivvme vonliliees c^uilioet leptimüin parteiu iniuncts penitenrie re?axst omnious czui äicto liotjzitali 5uizuenerint. Lt in mm Innc-tüM srcitelnitAtem 5e colls^g5 sigtueriut eizaue sunuatiin lzen^llcig piesiiteiint. Item s czuincleciln j^ti igrclziz et c!>i'(jingl!^U8 g c^nolilzet L. <.ii^8 inclnlAen. relaxsntur. Itein s!> areliie^iscopiz et epi5- copis czuniuin tunt XXXIII. 2 c^uolioct XL.. c^ie8 inciulAen. relZXgntur. Itoin LULtoiitgce zeuerencWuni in einilln ^^riiz .^>c c!n! ^n! (Zeorii episcvpi lZglnbe^cn. XI. cllez in^ulAcn. relsxanwr. üt 5! inleicüct^in guctoritZte 5uz arclinsria vel iu^icu-n s!!zi fulzieetoinm po» Atum fuerit. Ll?ectus Iiuiusinucli inteiclicti per lex cüez (.Ivmiiiicoz et 5elliuo8 in XL. ^ ()ug^rgA'lim-i) re^x-itur. Tt lioc: in loeiz vl)i jzrelcntes c-ntule iuelul^en. Police ^usrint. I^o in 7>n^!z<)nil?ii8 ecclelluiuin üue loeorum vellioiuin pul'!iV.-et>8. In tel?.ui,kn. tis et cc)»felli(>ni!^u3 8luc!ioliu8 in^ucetix. It?ni v5u>e rc-pins snil-i !^ut alias res ni^ie iic- c>uis!t? c?um t-^men veri liereclez i^noriintur eis slli^nsnNir reniittuntui^ Itcin vnta srscts cium 26 re^ieiiut. peccsta ovu'ta cuin inciuv^eö susrint conlltesiuur. Ollen. swNLZ Kc,n?5 pzre-ntuin tme tainen encnm! lelione. ^suramenta non corrzorsüler 5ee! ex sniini leuitste vreüitz liiniliter in cloinino relgxzntur. I^emini cletur collectuia inli vilis inauäscis. Dies Blatchen besteht nur aus i3 Zeilen, und ist mit denselben Lettern, wie der Text in Ztatutiz 8yno^Iibu5 cle z. 1491, gedruckt. Da Bischof Georg, ein gcbohrner Marschall von Ebnet, von izoz nur bis izoz regiert hat, so fallt der Druck in diese Zeit. Zur Erklärung dieses Ablaßbriefes setze ich aus der neuen Europaischen Staats-und Reisegeographie X- B. S. 115 und 751 folgendes her: Der St. Bernhardtsberg, den man insgemein den großen St. Bernhardt nennet, Isiine ^lontem 8. Leingi-cii innrem, auch KZomsm ^ovix, liegt auf der Walltscr und Savoyschen Grenze, gegen das Thal Aosia zu, doch so, öaß er sich hoch hinein in Niederwall s erstrecket. Der Weg aus der Schweiz gehet über diesen Berg nach Italien, und findet man auf selbigem zur Bequemlichkeit der Reisenden ein Kloster oder Hospital. 1506. -Zs) 8pec!-,Ie inillgi'um secunäum cnorum ZIMvei^en. fol. Am Enbe: Filiale 8pe. cisle ciiuinoruin ntllciaiuin secunc!uin cltn>u sline et Iinpeiizliz eccletie^amlzer- Zx-enli5 A.v/?t!'/i-/?le ! /'/e«/ Incvle Liuttstis eiusäein in- clvsliia exzclgczue clilic-enkia iin^rslluin /^inic> natiuinniz äonn'nice iniüeinno c^uinAentelinio 5extc>. I^eicia 6is ^eorusrii. t^init feliciler. Dieses ist Pfeyls erstes Buch mit einem ordentlichen Titelblat. Es besteht aus 165 nu-- merirten Blättern, ohne den auf Pergament gedruckten Osnnn, welcher ohne Zahlen, aber mit einem saubern Holzschnitt, Christum am Creuze vorstellend, versehen ist. Nach dem Calender und Register steht nebst den gewöhnlichen Wappen das bischöfliche Schreiben. Bischof war damals Georg Schenk ein Freiherr von Limburg. (^eoi-ZIuL vei A-gris ^ilcopu- ZZüinbciAeuli!. Vniuern^ et sln^uüz preiatis ^re^lziteriz eccleslaslicizczue vei^nis ac 5ul)c!i- t>8 iwilii«. 8a1utem in Däninn leinpitinnzin. Lum lizcio!>n^ct!s!'tinnn) HucliüiisÜe 5s- crsmentum in inil^e icle^l^kicinein c-sn^secretur et c>l> iä iiodix ex püllorsli vlücic) in- cun^^zt vt s^Aeinus (/'c) c^nglenuz ipsuin tain lgluben iinum et 6iuinum mille o5- /Icium 3 pre5lz!teris riie ^ele-bietue a cete> is^ue Iue>c!iti!i noüsi'z clebtte venerctui'. I^uüz eniin in liuiu5 viecilzliliuni ossicii cele!?e2tic>ne opers c^ue sl'Minsin IüU(jeln Aluiisni et Lininü'.Iueilentiüiu onini vcinitnte stl^ue l^uvei^iciolttzte len^ota complecti cieciet. zul?i- ceie con^vrolzgmr — el^ c^uoc! cum nuper cli!ectu5 nolziz in d'lnilro ^vliüniüez ^se)! iinorelloi ie sitiz inn^isici' cls ccznniueuti i nnslis vt in ^osieruin nrelsti presl'iteri et ecclstisln'ci nolui scinil-nn vlansin et leuiZztsm sä iniüas ceje^>iLN(.üz Ii-ti)elent — cjuod. 7-- ^ «zuociclain inill'-iüuin lüzi'srum o^U! comjzencüosuin l^e^ig!« iwncuzzatiun elllborauerit et inZeuti lucudistione ^er5eLLiit. cjuoci cum ^illZeni! cu>» reuülnn ltt — vc>? — ex!ioitI>nur >—> c^uütel'UZ vol)!s oz.ius I^uiusinocii— czuo6 IlAZtuin ^10 c^ugim et vnius sloreni. illiAgtuin vero s^i vin'uz üvien! äuinwxat vsloi'sin elu'inguimu« com^^retix. — jull'imttz lisnc j?2Aiu!Zm nolliiz et ecclelie nvlire iuliAniis ciecoiini. Datum in Liuitsts nollia LsmbeiZ se^tiino Xsl> IvIsrLigz snno s ngtiuitüte Oni ^lülelinio ^uin^entelimo lexto. Diescö Missals gedenket Ludewig I. c. in pigefst. x>gZ. 15. ?I!lsc.-Ii willen-»-. III. x. z. Ein Exemplar befindet sich in der Carmelitenbibliothek z>! Bamberg. Herr Panzer, welcher ebenfalls ein Exemplar besitzet, hat solches 1. c. Vol. VI. 172. n. 1. angezeigt. 1507.^ 5Z) Imitier millglis secuucluin oreZinem ecclslie Kgbenbei'ßu. toi. Am Ende: ^nno incsinationiz cionn'uiLe Ivlillelnno cjuinAentelilno ie^timo. XIII vero Ksl, ^sgnua. rii Liber millgliz in lauäein — In ciuitZte KsbenberAenll ^er ^-l^Ailiruin ^olisnnem ?se)I. preist« ciuiwtis iucolgm c^uzin ciiliAei.tillune imoreü'uz tini't keliciter. Dieses Missal unterscheidet sich von dem vorhergehenden dadurch, daß es vollständig, und mit fenem 1490 und 1499 vollkommen übereinstimmend ist. Das bischöfliche Schreiben ist, mit Abänderung der Daten, Nahmen und Wappen, wörtlich dasselbe, als bei) den erwähnten. Pftyl hat in diesem, wie in dem unmittelbar vorhergehenden 8j?eci->Ii, neue schone in Hol; geschnittene und mit Figuren gezierte Anfangsbuchstaben, daß also hier dem Schvnschreiber nichts mehr zu thun übrig blieb. Von diesem Buche giebt Nachricht Schwindel (Linceri Nachrichten S. 294). Exemplare sind ^auf dem Michclsberg zu Bamberg, in Banz, auf dem Nathhause zu Kronach u. an m. O. S. Panzers ^nnnl. tvjzyZr. Vol. VI. 172. n. z. 54) Bambergische halßgerichts ordenung. fol. Am Ende: Und ist die also auß unserm beuelhe, jn vnser Stat Bamberg, durch vnsern Bürger, Haun, sen Pfeyll daselbst gedruckt, vnd in solchem druck volcnder, am Sambstag nach saudt Veyts tag Nach Crisii vnserö lieben Herren gepun sünsszchenhundert vnd im sibenden jare. Dieses seltene Werk hatte ich selbst vor mir in den Bibliotheken auf dem Michelsberg zu Bamberg und in Langheim; da aber Herr Schasser Panzer solches damals schon in seinen Annalen der älteren deutschen Litteratur S. 2Z0 meisterhaft recensirt hatte, so theile ich diese diese vollständige Nachricht zum Testen meiner Leser, welche jenes Werk nicht besitzen, mit. Dieses ist die erste, äußerst seltene Aufgabe eines, in aller Betrachtung, und besonders deswegen höchst merkwürdigen Buches, weil es die Quelle jener fürchterlichen Lsmliu^s ist, die seit 15z?, einer unzählbaren Menge Menschen in Deutschland Leib und Leben, Gut und Ehre — von Rechtswegen — abgesprochen, aber gewiß noch nie einen Schurken gebessert, oder Tugend und Rechtschaffenheit befördert hat. Sonderbar ist es, daß den Lehrern des peinlichen Rechtes diese allererste Ausgabe erst 1765 in den Gvttingi sehen Anzeigen von gelehrten Sachen izz durch den berühmten Herrn D. Koch, Kanzler in Giesen, bekannt gemacht werden mußte, da sie doch der aufmerksame Littcrator schon eher, und wenigstens seit 1749, aus Hirschens VMIsi^. IV, p. 4. n. 24 kannte.. Freylich wird oft eine Sache da am wenigsten gesucht, wo man sie doch am ersten finden konnte. Man wird von mir hier keine weitläuftige Ausführung des kläglichen Zustandes erwarten , in welchem sich das peinliche Recht, noch zu Anfang des fechszehenden Jahrhunderts befand. Wer mehr davon wissen will, dem wird Herrn Prof. Malblanks in Altdorf Geschichte der Peinlichen Gerichtsordnung Kayser Karls V Nürnb. 17SZ. 3. die gründlichste Belehrung geben. Kayser Maximilian I. w.^r daher ernstlich auf eine Verbesserung bedacht und 1498 und iZso wurde auf den Reichstagen beschlossen, daß eine allgemeine peinliche Gerichtsordnung gefertis-et werden sollte. Ohne allen Zweifel gab dieser Reichstagsschluß, dem zu seiner Zeit so berühmte» Freyherrn Johann von Schwarzenberg, damaligen bambergischen geheimen Rath, die nächste Veranlaßung, die Hand an ein so wichtiges Werk zu legen, und eine feste peinliche Gerichtsordnung zu entwerfen, die vermuthlich bestimmt war auf dem Reichstag vorgelegt zu werden. Ehe dieses noch geschehen konnte, riech er dem damaligen Bischof Georg zu Vamberg, den gemachten Aufsatz einstweilen in feinem Bisthum zu publicircn und rechtsgültig zu machen. Diefes geschah auch, und so wurde derselbe im Jahr 1S07, unter der Rubrik einer Bambergischen Halsgerichtsordnung in Druck gegeben und promulgirt. Hätte dieser große M nn sonst keine Verdienste, so würde dieses einzige Werk seinen Namen haben unsterblich machen können. Er hat sich aber auch sonst auf manche Art, vor vielen feiner Zutgenoßen, auf das rühmlichste ausgezeichnet. Gerne wollten wir von demselben auch hier nähere Nachricbren g^ben; wir müßten aber nur dasjenige wiederholen, was schon der verdiersivolle Herr Past. Strobel in^ seiner kurzen Nachricht von dessen Leben und Schriften, ingleichen Longolius in den sichern Nachrichten von Brandenburg Culmbach Th. 4. S. 53 u. f. und nach beyden, Hr. Prof Ma blank, in der schon angeführten Gesch ich te S. -12 u. f. von dem Leben, Charakter und Schriften dcss lben gesagt hat. Nur dieses wollen wir kürzlich von ihm bemerken, daß der Freyherr Johann von Schwarzenberg und Hohenlandsberg aus diesem uralten, nunmehr fürstlichen fürstlichen Hause i^6z gebohren worden ftp/ unter Kayser Marimilian etlichen Felbzügen beygewohnet habe, und vermuthlich frühzeitig in Bambergische Dienste getreten sey, wo er fünf Bischöfen nacheinander, und bey einem von Würzburg, die, nach den damaligen Lan- desverfassungen, oberste Stelle eines Hofmeisters versah. UngM)r im Jchr 1524 trat er Luthern bey, verließ deßwegen die Bambergischen Dienste, und begab sich zu dem Marg- gr.'fen Casimir von Brandenburg, bey welchem er Statthalter und Landhofmeister wurde. Er starb endlich zu Nürnberg den 20. Octob. 152L und liegt auch in der Gottesackcrkirche bey St Johannis begraben, woselbst ihm ein Monument mit folgender Grabfchrift errichtet worden ist: ^oanuez Ksio a Lcl^gr^enveiA uir cinctus oküt ^. 0. 1528 XI! Xnl. I>Ic>- uei^de. setgtii! 64 Wir werden nun diese so seltene Ausgabe, so genau, als möglich beschreiben. Auf dem ersten oder Titelblat stehet oben, über einem, die ganze Seite einnehmenden Holzschnitt auf einer Zeile, schwarz gedruckt: Bnnberjgische halßgerichts ordcnug. Auf dem Holzschnitt selbst sind die Torturinstrnmente, Galgen, Nad, Schwerd u. d. abgebildet. Die Rückseite eben dieses ersten Blats füllet ein Holzschnitt, welcher daS Familienwappen des Bischofs Georg Schenk, Freyherrn von Limburg, das von zween stehenden Löwen gehalten wird, vorstellet. Auf den folgenden sieben nicht foliirten Blattern sicher das Register mit der Ucbcrschrist: Hernach volgt das Register dits buch 6, vnd vmb eygentlicher anzeygung und findnng willen--als darinnen erfunden wirbt. Auf der ersten Seite des folgenden, eben mit der Zahl III bezeichneten Blats, siehet wieder ein Holzschnitt, welcher daS jüngste Gericht vorstellet. Ganz oben darüber liefet man: Gedenk allezeit der letzten ding. So Wirt dir rech tun gar gering. Darunter: Indem vrteil !t. Mathei am Vl^, und noch weiter unten: Der Herr thut Barmherczigkeir'zc. Ps.L.II.f. Auf der Kehrseite fangt die vorrede bis Buchs, oder das Mandat des Bischofs von Vamberg, worinn er die Ursachen dieser Ordnung anzeigt, mit folgenden Worten an: Wir Georg von gottes gnaden Bisch 0 u e zu Bamberg, rhun kunt :c. Dieses Mandat gehr auf der ersten Seite, des mit der Zahl IIII bezeichneten Blats in der Mitte zu Ende: Darunter stcht: Wir haben auch in dieser vnser ordnug vmb eigentlicher merkung vnd beheltniß willen des gemeinen mans, figur und reumen (nach gelegenheic der gefetz so darnach folgen) orden und drucken l äffen. Auf der Rückseite dieses Blats sicht wieder ein Holzschnitt, der den Moses mit seinem Schweher, dem Jethro vorstellet; und darunter zwo Schriftstellen aus Erod. 26. Mit dem folgenden, mir der Zahl V bezeichneten Blat folgen nun die Artikel selbst, deren mit der Vorrede und dem Beschluß, welche beyde mitgezählt sind, LLI.XXVill sind. Diese endigrn sich auf der ersten Seite des LXXXlen Blats, mit der obangezeigten Unterschrift. Die Rüc-ftite ist leer. Das ganze ist also nebst Tue! und Register LZ Blatter stark. Außer den bereits angezeigten, zahle ich noch 19 Holzschnitte > - ' 75 schnitte mit Reimen, die ich, um nicht gar zu weitlauftig zu werden, nicht habe beschreibe« wollen. Herr Kanzler Koch hat sie in seinem r'roZi-. c!e ^rimix conllit, ciiiuinsl. ligiulzs! cciitiünilzuz n samtlich abdrucken lassen. Die Zahlen der Artikel sind neben am Rand angezeigt. Die Blätterzahl fangt, wie schon gedacht worden, mit III an und endiget sich mit I.XXX. Cusios und Signaturen fehlen. Exemplare von dieser Seltenheit habe ich hier in den Ebneri sehen und Feuerli Nischen Bibliotheken angetroffen. Beyde habe ich vor mir gehabt und mit demjenigen Exemplar, das ich selbst besitze, verglichen. Auch die Universitätsbibliothek zu Jngolstadt besitzt sie." So weit Herr Panzer. Uebrigens ist diese Halsgerichtsordnung im I. 150g von Johann Schvffer zu Mainz dreymal nachgedruckt worden. S. Panzer I. c. S. 295. Ludewig m prgef. 26 8ci ie>t. Lgm!>. p. 15 redet von einer Mainzer Ausgabe vom I. > 5 1 c>, welche er für die erste angiebt, dann von einer zweyten cie sn. izzi und einer von 15L0. Erstere hat Herr Panzer !. c-. S. zsz recensirt, die zweyte lasse ich, da kein Druckort angegeben ist, dahin gestellt seyn. Die dritte , welche ich vor mir Habs, ist ein bambergisches Produkt in fol., wovon wir also etwas zu sagen haben. Es ist dieses kein bloßer Nachdruck der ersten Halsgerichtsordnung, wie das voranstellende Mandat des Bischoffs Johann Georg eines gebohrnen von Zobel ausweiset: Wir Johann Georg von Go/tcs Gnaden er- wehlter und vestcttigtcr zum Bischoff zu Bamberg. Nachdem Uns in angehender Unserer Regierung vielfaltig fürkommcn und angelangt, daß in vielen unsern Statten und Flecken, bey den Centen, an Weyland des Hochwürdigen Fürsten, unsers lieben Verfahrens, Bischoff Gcorgens, des Geschlechts von Limburg, seel. löbl Gedacht., ausgangencn peinlichen Reformation und Halsgcrichts-Ordnung, mangel soll erscheinen; Als haben Wir deswegen obgedachts unsers Verfahrens seel. Ha^sgerichts - Ordnung übersehen, in etlichen Artikeln, aus des heiligen Reichs peynlichcn Halsgerichrs-Ordnunge, und etlichen alten Rathschlägen, bessern, und die unsern Halsgcrichten, denen so dran zu thun, und memiiglich. 10 sich dem gebrauchen will, zum besten wiederumb in Truck verfertigen lassen u. f. w. Am Ende des 7 2ten und noch vor dem Register steht auf einem eigenen weißen Blat: Gedruckt zu » Bamberg, durch Johann Wagner, ^l. I). l^XXX. Die Holzschnitte sind die nämlichen, wie in der Originalausgabe, nur daß das Titelblat mit dem bischöflichen Gcschlechts- wappcn verzieret ist. Bildhausen besitzt ein Exemplar auf Pergament gedruckt. Dem unsterblichen Franz Ludwig war es vorbehalten, eine- menschlichere Criminal-Gesetzgebung einzuführen. K 1 509. I 5 O 9- 55) Die Wcysung vnd außruffung des Hochwirdigen Heilthumbs zu Bamberg nach dem rechten waren Heilthumb abgezeichnet. Am Ende: Gedruckt als man zahlt nach Christi gebnrc ^.L^L^(-' vnd IX Jahr. In 4. Obiges ist der ordentliche Titel, und unter ihm erscheinen in einem Holzschnitt K, Heinrich und K. Kunigund den Dom haltend, und unter diesen das Bischofliche und Domkavitlifche Wappen. Das Werk besieht aus 2 7, Blattern Tert und illuminirten Holzschnitten, welche die sogenannte Heiligthumer vorstellen. Der Anfang lautet also: Als von altem herkumen und löblicher gewonhcit das Köstperlich und löblich Heyltumb, dieß wirdigen Stissts hyc zu Bamberg ye über sieben iarc geweyst wirdet, darzu unns got anff heut das zu zeygen und zu sehen versammelt hat. Davon man gern ein hcrliche lobrcde gethan het, als wol pillich wer u. s w. - Sent still und dringt nit einander — Darauf werden sie ermahnt, sich nicht daran zu kehren, wenn wahrender Zeit Feuer ausgerufen wurde, indem man schon zum löschen vorbereitet sey. Nun folgen die Heiligthumer selbst, als 1. das Panier 8. (Ze»! AÜ und das ist von Himel kumen. 2. Das Panier und der Mantel Kaiser Heinrichs u. s. w. In dieser Monsiranizen ist von dem e c^uot nuiii» clie l6. ^ul., leci lins l-'Iemni j^c c!i ciun^tivue^ colltui'. Diese das Gepräge ihrer Zeit tragende Schrift hat Herr Panzer in seinen Annalen nicht. Ein Eremplar ist zu Langheim, und nach der Versicherung des Herrn Stang sel. Gcd. mehrere zu Bamberg. Daß der Druck von Ioh. Pfepl sey, ist kcincm Zweifel unterworfen. 6 6) Z^- 75 56) Ztstuta 8)'no^g!i!i ^n 8^noclc> publica per l^euerencliilimum jn Llnitlci pa> Nein et 6nm cinin (ZsoiZium cle! Zrstla episcc>j)uin Kambsi'Aeiilem in eccislia KsinIzeiAeliU celebrata et ^udiicata. Am Ende: ImjZieHum l'gmlzsi^e per riroviclu virum ^vliannem kseill, ^uno 1509. Die vltimz ^uAusii, 5c>I. Es ist dieses die zweyte Ausgabe von den 8tatmiz S^nocislibus. Ludew ig I. c. p. 15 hielt sie für die erste, und kannte jene von 149- nicht. Da beyde übereinkommen, so ist hier wenig nachzuholen. Bey Ludew ig I. e. p. 1196 5^ findet man sie abgedruckt, aber mit vielen Druckfehlern. Merkwürdig ists, daß von keiner pabstlichen Vestattigung Meldung geschieht, sondern der Bischof sich vielmehr auf das Concilium von Basel bricht. Bey den Vorschriften in Absicht auf clerikalische Kleidung kommen Ausdrücke vor, welche dermalen kaum zu verstehen sind; man müßte dann Portraits und andere Gemählde aus jenen Zeiten zu Hülfe nehmen. Der Titel ist mit Missallettern, die Endanzeige mit Monchsschrift gedruckt. Hirsch hat dies Werk Kli1Iei,-,r. l. p. 5 , aber, wie er gewohnt ist, nur sehr kurz angeführt. Exemplare davon befinden sich zu Langheim, und bey den Carmeliten zu Bamberg. S. auch Panzers ^nugl. t^v^i-. Vol. VI. ri. 72. n. z. I 5 I O. 57) ^li'ssüle K-Ui'zvonenls. LsinderAae 1510 xer ^oli. ?5ev1. ioi. Herr Gemeiner führt es S. 166 an, und ich habe ein Exemplar davon in der Bibliothek zu Langheim gesehen. Es stimmet mit den alteren schon rccensirten Ausgaben überein. I 5 1 I. 58) Dye le-gend vnd leben des heylige sandt Keyser Heinrichs der nach cristi vnferS Hern geburt Tausent vnd ein iar Römischer kunig erwelt worden ist. Vnd' nach cristi gcburt Tausend vnnd dreuzehen iar von babst benedicto zu keyser zu Rom gekronet worden ist, vn gestorben nach crist geburt Tausent vier vnd Zmeinhig iar. Am Ende: Nach Cristi vnnserö Herrn gepurt, Fünsshehen hundert vü iin Eylssten jare ist dycse Legend des lcbenö der heiligen patron und Stieffter des löblichen siieffts Bamberg, sant Keyser Heinrichs, vnd ftiner gemahel sant Kungundcn auß latein in Tewhsch, durch de geistliche Herrn Nonosiu Cusier des Closterö auff dem Mcmcbpcrg sant Benedicten ordens, gchogen, Vnnd durch mich Hanß PfeyU daselbst getrückt. In 4. Auf der ersten Seite ist ein Holzschnitt, welcher den Kaiser nebst seiner Gemahlin vorstellet, wie beyde den Dom (nicht, wie Herr Panzer in seinen Annalen S. 22L sagt, die Ctcffans- K 2 kirche) kirche) zu Bamberg halten. Auf der I?ückfeite stehet ebenfalls ein Holzschnitt, wie der Kaiser und ^ie Kaiserin unter einem Baum sitzen und den Bauleuten zusehen. Oben auf der ersten Seile siehet obiger Titel. Unmittelbar darauf fangt die Legende Heinrichs selbst an, die tn 2i Capitel getheilt ist. Hierauf folgen seine Wunderlichen, und eine Nachricht von seiner Heiligsprechung. Mit dem Bogen H fangt das leben vnd legend der heyligcn junckfrawen vnd Key serin sandt Kungunden an, welches bis zu Ende des Buches gehet, und sich mit obiger Anzeige schließet. Nun folgt noch ein Blat, mit den» Maas der Länge und Dicke der h. Kunegunden, auch mit der Anzeige, daß K- Heinrich noch mehr Kirchen, u. d. gesiisstet habe. Die Holzschnitte sind mittelmasig. Ist 70 Bl. stark. Es wurde auch angezeigt von Ludewig I. L. p. 11 et 12. und von Hirsch I. p. 6 Exemplare davon sind auf dem Michelsbcrg «nd bey den Carmeuten zu Bamberg,auch Herr Panzer besitzt eins. I 5 I 2. 59) Ztsturs OioLelanz liue 8)'nv^!ia K eueren^ i/Iimi in cluistc) tistilz. Ijlusln^ue ^)lincipi8 et cini clui ^ol^anniz <^ei et spol^olice 5säi!> Aiatia ^c>min^s!iatoiix.ecc!-zl'is Z.st!8j)onen. Lomitl8 Klieni K-iu»riec^uo clucis. nsuillinis innciu.itn et ^ulzlicstg. Am Ende: kuniunt Ztstutg L^noclLlia sine I)i»oe!^ua iiil!An>8 Ll.clous I^.gti5jZc>nen. c^ue ti lzene ^>er veilonas ecclc-llgslicgz ^»lgLti^gt!: tueiint piocul «äutzio tglentu g cino cum clu^IiV:i sonore rer>ortZ^ui>t. <^ne /?/^>i/////?^// ^?t?^?:öe?'Ae». ^o^?»^m M^//??-«??/. /.>?-/??^ »?^Z'^/^> /^nno 2 nstiuitate s^Iuütc>i!8 nollii. Ivlilleiuno c^uinAentelliDv ciuv^L- cimci. c^ie sgdksti pnli Oc>minic.gn, Ln?tt^>^ c^ue kuit XV. luenlis ^laij. in kl. sol. Bestehet aus 29 Blattern, die nur durch Signaturen bezeichnet sind. Unter dem oben «ngeführten Titel siehet das bischöfliche Wappen. Die Kehrseite ist leer. Dann folgt: In. Linoclalig 8t!Ztuta üj)iscIou leitet mulier peplo velllta nocenti. 8uli tecto cleii, clemoni'z sucta malis. Der Hirtenbrief selbst fangt also an: InteIIexiinu8 innuinersdilex eno^es tsm in cleri- e!x c^usm in laicis nol^ie iuiil>.Iictiuni 8ul>iecti8, uic>^t?r non vlum ei.'iunciem eon. Aitutionuin eueni^.e. Icieoc^ue Iiuiulinocli consiitutione8 cmi^clllinuz rejZiimenduin cvnatus nox!n8 2^ coiri^cnciun? exLetH>8 Aie^is nodi8 connuilii. l^esormsucluin^ue mo» re8, ^>er Iiumsne conciition!»' lmliein, cii.cuIui!>tO8, c^uLtenuz ^>urci corcle et ^«ll^ cnr- ^>oie, ^ie5c5tiiu cleruz nosier eicgtoii luo cjiZne m!»!llr«>e vslegt — 8t3tusi> 8>'uncia!ia ^>er sittecellores nollroz in ^iuerli8 8)^nuäi8 inatura clelilzeratione ^>tiu8 5gcts, et ^)t:r no; 6- ' 57 nouo coüectz — eiiÜZsiuer vt>5eru?.ie 5tuäeat!5. Die Lssuz ^j)!5cojZ0 reservsti sint sehr zahlreich. Am Ende sind beygefügt Lnnones s-em'tsntizle5, c^ugtenu; (sacer6otes) circ-i Zillen- sstionein ^snitsutiiZe (c>us licet Koäie iit gi!)!tiaiia) cautiu5 orditrencur. Exemplare sind zu Langhei>n und bey den Carmeliten zu Bamberg. .15 14- 60) ^^?u^a liue olzlec^uisle lecun^um Im^erlglem eccleliam et c^-oeellm KstzenKe» Aeu. Am Ende: I.ilzer gAen^oiuin ime bsue^ictionum lecuneium ritum alms eecletie lZambeiAen. iii^ullrig sc impenlis ^vl^i. ?ie)'I KamI^eiAs c^usin accu- lütillime im^retlus ^mio Isluti; VI. Iciuz lulii tinit teliciler-. In 4- Obiger Titel ist roth gedruckt. Auf der Kehrseite befinden sich die gewöhnlichen Wappen Heinrichs und Kunigunds, nebst jenem des Bifchofs Georg von Limburg. Auch diefe Ausgabe trift mit der ersten von 1491 und der zweyten von 1 zo 1 fast durchgehends überein. In der gegenwartigen lautet die Rubrik/ welche den Priester belehret, wie er den Kranken zur Nicßung der h. Wegzehrung vorbereiten soll, worrlich also: Lscercloz iurirmum oc>m- municin'e volenz. coulsllione ciu5 ciili^enter auciita scj versm corc^iz con^unctiouem. l^üjZÜcentiLM ne^Ii^eiuigium. et inzle scte vits. sc 36 bonum ^ivciolitum c!e suturo citet. sc in ii^e ii-met. Lunse^ueutcr aäliortetui'. vt omni'2 c^ue ssluti guime pro5unt non zbuugt. c^uin vmo velir et cleuoluz exo^'let. Deuic^ue intilino tunc beniZne i^er- fuz^czt cs-??.'M??/i?/^ Interim cjuin i^tio et 6euotio ^vi^et. le eze/^»//a l^ne/zo??« /?>'^^?'Äv?'/e ^?//^t/o?/!> exj)os!ulet. ns de ^o5i A'/suescente morbo. slisnato leulu cvmmvgr eum iu mnitix siemitu. s'os (^euonone et niinori ^>io- Lectu veluti truncum inuuAi. ^iout Iieu ie^>e lep!u8 euenille toimi^uclum etc. Uebrigens ist zu wundern, daß Pftyl dies Werk ohne Seiten -oder Vlatterzchlen gelassen hat, obschon er am Ende ein KeZiltrum coutentoium beygefügt hat. Er blieb also bey seinem Schlendrian, und wollte von den Zeitgenossen seiner Kunst nichts mehr lernen. Ein Exemplar dieser Agend befindet sich zu Schwarzach am Mayn, und ich habe noch eines gesehen, vermuthlich bey den Vätern Kapuzinern i" Bamberg. r-li». 7» i 5 i 8. 6,) X-ililsIe Katü'jzouenis. kol. rier ^ol^. ?5e)I Zaiub. 1518. Man sehe Gemeiners Nachricht, von der Stadtbibl. zu Regensburg S. 166. H^hp weis ich davon nicht. In seinen Plan geHorte es nicht, mehr davon zu sagen; und damals, als er mir diese Bibliothek mit so vieler Gefälligkeit zeigte, dachte ich noch nicht an eine Buch- druckergeschichte von Bamberg. 15 19. 62) Liber nnl-ii-um Lgnonicanun secunäuin nousm Impeiiüliz ^cclcl^e Lalzender- Zcn5lz lubliczm. Am Ende des Wintertheils: dieuisrii II)ems!i5 iuxts moiein slme ZsbenKeiAen. ccelcHs tlcieli emei^Zta curg. Insulin» !,c iiu- penliz pfevl. /^nnc> incsrliLtioniz clominics 15 19. (bis Hieher roth go druckt) I^iiliu vero Klgz Octvbiiz ünlzenberZe imr-rel^a tmit 5eIiVuter. Am Ende des Sommerthcils: I'grz bieuisiii Hliiu»Ii5 iuxts — lwug iiäeli einei^Zta curs Incluileig gL iinvenslx ver jirouiduin virum ^^//??/ .^onM// nse^j. sn. incsrn. 6vln. 15 19 Z^Iono vc> Ixlaz ^u^ulli I»atzLnIi. etc. II B- in 8« Unser fleisiger Pftyl giebt uns zum Abschied noch einen Schnitzer in seiner Unterschrift zum Besten. Der größte Schnitzer aber, den er gemacht hat, war wohl der, daß er in die. sem oder bald im folgenden Jahr Presse und Leben miteinander verlassen hat. Dieses Brevier muß seine letzte Arbeit gewesen seyn; wenigstens habe ich keine spatere entdecken können. Hirsch zeigt es Xlillen. III. p. 19 an. Exemplare davon finden sich bcy den Carmeliten zu Bamberg und bey den Kapuzinern zu Wirzburg. I 5 2 I. 6z) Acjugtonmn MronomiLum. Groß Fraktur. Hernach: ^6 ^ectorem 8^äer» A)rgto r>ns!un curreinis coelo Vvlust m sec^usto paniere cuncta poluz ilzre Agäum perlulliante^ Regal-Fol. Es ist dies eine prachtige, mit großen mathematischen Figuren versehene Ausgabe, von welcher Doppelmayr in seinen historischen Nachrichten von den Nürnbergischen ^akliemgticiz und Künstlern xsg. nulii 46 handelt, aber irrig das Druckjahr 1522 angiebt. Er bezeugt auch auch !. c. !I, es wäre 1524 wieder aufgelegt worden. Von dieser Ausgabe habe ich kein Exemplar gesehen/ aber die erste befindet sich zu Banz, Dieser Johann Schoner war 1477 den 16 Jan. zu Carlstadt im Hochstift Wirzburg gebohren, siudirte zu Erfurt neb,? der Philosophie und Theologie die Mathematik, gab hernach an der Kirche bey St. Jacob ,zu Bamberg einen Priester ab, und wurde 1526 zum ersten Professor der Mathesis an dem (?)-ini^!u> zu Nürnberg berufen, wo er mehrere mathematische Werke herausgab, 1523 einen Sohn Andreas zeugte, der ebenfalls ein guter Mathematiker geworden, und 1547 an seinem Geburtstage das Zeitliche verließ. Daß übrigens Georg Erlinger dieses Werk gedruckt habe, beweisen seine Lettern, welche dieselben sind, womit/r 1527 lateinische Wette gedruckt hat. I52Z. 64) Register der Epistel und Evcinqelien der Sonntag und Feycrtcg durch das ganH Jahr: wo die in dem Newenn Testament gefunden werden: wie sich die ansahen v»nd enden: V^XXIII. Solchs mirt auch durch dyß Register in den teutschen Biblien gefunden nach underricht: wie am nechsten Blatt cingezeygt wirbt Gedruckt durch Georg Erlinger zu Bamberg. fol. Dieser nur vier Bogen starken Schrift wird in Gertners jubilirenden Bamberg 1740 auf der vorletzten Seite gedieht. Ein Beweis, daß sich solche zu Bamberg damals noch vorgefunden habe, wo sie aber jetzt stecke, weis ich nicht. G. G. Zeltner in feinem VcKech'glmLtc cie l^auli Lautenfack lntiz S. 69 nennet dies 3c> gister s!l)u cocvo isrillZ. Niederer in den Nachrichten II! B. S. 16 - thut auch davon Meldung, und man ersieht aus der da gegebenen Nachricht, daß es auf Luthers neues Testament eingerichtet gewesen. Dieser Umstand ist zu Erlittgers Geschichte merkwürdig. Denn in diesem Jahr 1Z2Z hat Cheregatus Pabstlicher Legat zu Nürnberg, Ein ln^ve Adrians des VI. an den Rath zu Bam- betg abgeschickt, worinn er demselben mit ewigem Feuer drohet und ihn ernstlich ermahnet, LuthcrsBüchcr in ihrer Stadt uud Gcdiete weder verlausen, noch drucken zu lassen, sondern zu verbrennen. Luther hat dieses pabstliche Schreiben verdeutscht und mit Randglosen und einer Beurtheilung am Ende, 1Z2Z in 4 drucken lassen. Da ich diese Schrift vor mir habe, so finde ich eS schicklich, eine Hieher gehörige Stelle (nach heutiger Orthographie) mitzutheilen: „Aber weil wir sehen ls.nd die Worte des Pabstes) wie großen Schaden solcher vergift „tiger Bücher Drucken, Verkaufen und Lesen, dem rechten Glauben und Gottesdienst in die „Lange und Breite gechon hab, fo vermahnen wir euch in dem Herrn, welchen dieser berühm- „ten Stadt Obel'keit befohlen ist/ und in Kraft des heiligen Gehorsams, und bey Drohen des „göttlichen Gerichts, fordern wir, daß ihr gedenkt an euer gewohnte Eottsfürchtigkeit gegen „Gott und feinen Glauben, und an euer fürtrefliche Fürfichtigkeit, daß ihr in alle Weg verschafft, daß bey euch oder in euer Stadt Gebiet solche gedruckte Bücher hinfürt „nit verkauft, oder die noch nit gedruckt sind, Hinfurt nit gedruckt werden, „sondern wie viel ihr derselben in benannter eurer Stadt findet, verbrennen lasset, nach „dem Urtheil Pabs-liches Stuhls und Kaiserl. Gebot. Wo ihr aber nachlaßig scyn würdet „zu bessern euer verkehrten Tuchdrucker, welche, als zu glauben ist, mit ,,G eld durch die Lutherischen verruckt seind, (ists anders wahr, das wir gehört „habe») ufs willigst der Lutherischen Bücher drucken, und mit nichte „drucken ivöllen die Bücher die von den rechten Christen wider sie, für „die Wahrheit gefchrieben werden, so verkündigen wir euch, daß ihr der göttlichen „und schrecklichen Nach nit entgehen werdet u. s. w. Dies macht es begreiflich, warum die Buchdrucker aus dem Zinleuwehr verschwunden und Erlinger selbst mit seinem Druckergerath nach Wertheim zu dem dasigen Grafen Georg, einem eifrigen Verehrer Luthers und seiner Lehre, ausgewandert sey. Es ist glaubwürdig, daß obige Nachrichten durch den Bise-'of Weiga nd von Redwitz an den Pabst gelanget seyn. Uebrigens hat Erlinger in diesem Jahr auch folgende zwey Werke zu Vamberg gedruckt, die ich aber nicht selbst gesehen Habe, und nur aus den anzuführenden Schriftstellern kenne. 65) Der Türcken heymligkeyt. Ein New nützlich Küchlein von der Türcken vrsprung, pollicey, hofiytten vnd gebreuchen, in vnd ausser den zeitten des kriegs, mit vil andern, warhafftigen lustigen anzeygcnn, durch Theodorum, Spanduui« num Contacusinum von Coustantinopel, weylcmt bebstlichcr heilikeyt, ieoui dem ^. in welscher sprach beschribenn zugeschickt, vnnd in ncwligkeytt durch Casper vonn Aufscs in ein gemein teutsch gezogen. MD.xxiii. Am Ende: Gedruckt vnd volendt, durch Georg Erlinger zu Vamberg, am Freytag nach dem Auffarttag jin jar nach der gepurt vnserS erlösers, fünffzehenhunndert vnnd jm drey vundzweynhigsten jar. ze. In 4. Unter obigem Titel ein Holzschnitt, ein Lager vorstellend; voran steht ein großes Zelt, in welchem der türkische Kayfer, mit einer sonderbaren Krone auf dem Haupte, in der rechten Hand ein Schwerd, in der linken aber einen Negimentsstab haltend, sitzet. Zugeeignet hat diese Schrift der Ueberfetzer, Johannfen Herrn zu Schwarzen berg. Der Verfasser heißt eigentlich 8p2nciux,muz, und war ein griechischer Mönch im 15 ten Jahrhundert. Ist - 11 B. und Z Bl, stark. Ein Exemplar davon befindet sich in der Panzerischen Sammlung. 66) Vom --- x, 66) Vom Zutrinken. Neun lasier vnnd mifbreuch die Erfolg? aufi dem schantlichcn zuttinckenn, darmit jch gantz Teutsch nation befleckt vnnd v^rait ist. M. D.xxiii. ?lm Ende: Gedruckt durch Georg Erlinger zu Bamberg. In 4. Der Titel steht in einer Einfassung. Der Verfasser hat sich nickt genennt. Das ganze ist nur i Bcgen stark. Angezugt hat diese Kleinigkeit Hirsch Iv!il!enge^ IV. n. 579 Wie sehr man sch damals durch die Kunst, viei zu trinken, habe empfehlen, und fein Glück machen können, das sagt der Verfasser gegen das Ende zu sehr offenherzig. Es ist ie vor Augen, das iezo gar wenig freuntschafft, gestlschasst vnd gemcinsch.ifft gesucht werden mag, dann mit dem beschwerlichen last des zutrinckens vnd ie mcr einer trincken vnd vngeschickc werden kann, ye eerlicher choher vnd grosser wirdet er gehalten. Wie vil Personen seind durch über- massig zuirincken bey Fürsten vnd Herrn zu grossen sieubcn, cmptern vnd eeren gelangt, die um ih/er tugcnd, ftomkeit vnd redlikeit willen zu dergleichen eeren nymermer kommen waren u. s. w." 67) Ordnung der Tauff nach Bambergischer Rubricken von wort zu wort verteutscht. 4. 2 Bogen. Zuerst stehet eine kurze Vorrede und Vermanung die ein yeglicher Pfarrherr oder Caplon, dem Geuattern und andern fo das Kind zu tauffen begern soll fürhalten: Jr An. dechtigen in Christo unserm Herrn. Ich vermane-euch, das jr auff die wort, die ich über das Kind hie entgegen, würd sprechen, ein fleissig auffmercken wolt haben, und dieselben sampt andern das hie gehandelt würdet, wol zu Hertzen nemen. Dann jr auß demselben klerlich vermercken mügt, das ein yeglicher mensch, nach dem Fleysch geboren, von natur ein sündcr, ein Kind des zorns, der vermaledeyuug, des ewigen tods, der verdammnus, unnd under dem gewalt des teuffels ist. :c. 2) Zu unterrichten die ungetaufften. Sollen die Mendlein (nach Bambergischer Rubriken) zur rechten, und die Freulein zur linken Hand, gestellt werden u. s. w. Gegen das Ende steht diese Anmerkung: So dise Tauff in andern Bisiumben, gebraucht werden wolt, und dann in denselben bistumben (ausserhalb des wesentlichen Stuck) andere Loilecten oder gebette verordent, mag ein ygklicher Pfarherr oder Caplon, fo zu tauffen angesucht würdet, dieselbigen LolleLten oder gebette, vermöge der blstumbcn, Nubricken oder ordnm.g, darzu und sprechen, damit durch dise teutsche tauff, keinem bistumb Enderung oder eintrag geschehe. Diese Nachricht habe ich entlehnt aus Ili. Liucer! (Schwindel) neuen Nachr. von alt. Buch. I. B. S. 156. Daß dies Werkchen zu Bamberg gedruckt worden, finden wir in äs ^uäe-57iZ praeiat. »6 Lcri^t. Lsnil). 1 z. k 68) VI- 6g) Virietn Kurclisr^i 2 Laciiz Tpiicopi V/iZnno'i KsmIoerAen!. Oialo^ismuz lLuin et ^pollolicum — lola ll-ilicxt ki^Is coul!-^^ jukli^eationem — peilpicitur: (^usliter c^uoc^ue ki^ez eci^eni IL^iikilur, so c!s. n^um iiciein Iillbcns g non Iigbeure äiscellistur. La/.v^/Aae !). XXIII. 4. So führet Herr Panzer dieses Werkgen in Vol. VI ^nnzl. lvpoZr. an und bemerket, daß ein Exemplar davon sich in der Kirchenblibliothek zu Neustadt an der Aisch vorfinde. Eine deutsche Uebersetzung desselben erschien zu Bamberg in eben diesem Jahre, wie aus dem erhellet, was in der Geschichte der bamb. Buchdr. h 2 beygebracht ist, und eine neue Auflage davon -Z27 , welche sich auf dem M-chelsberg zu Bamberg erhalten hat. Einer lateinischer Ausgabe von 15 Z4 gedenket Jöcher im Gelehrten-l^exicou, und von dem Verf. sagt e.-,, er wäre bischoflich - bambergischer Hofprediger gewesen; ich glaube aber, daß er nur Hosiaplan war. In den Jahren 1624, 25 und 26 scheint keine Presse zu Bamberg thätig gewesen zu seyn. Erlinger befand sich zu Wertheim, bis er 1527 in Bamberg wieder zum Vorschein kömmt. Von ihm sind folgende Stücke. 1 5 2 7. 69) IübeIIu5 kratris Laitliolomaei VlinZsn ^uZulliniLni, cle clusr-us clifputatiolii» t)U5 I^.rp!iur6iain!. (^uai^um prior elt I^snZi et ^lecliieiii monsciioruin exincio» rum contis ecclelism catlivlicsm. koiterior eÜ Vlin^i ^uAultinilZiu pro e«.cle- tlg cstl'ulies, priori scivei 5a et contrsiig. ^.O. XXVII. Lontrs ^u5üopicai^os. Am Ende: Impielsum LsmberAL g (ZeoiZio UrliliAer oixjin»t!one et impeiitis Lernnsrcl! VueiZIe ciuiz I^elt)ipolenli5 et bililiopolc, ^uno virZinei partus Zvl. O. XXVII. Decima septims äie isnusrij. Kl. 8. 70) kurZatorium. I.ibe1Iu5 k'istriz LsrtKolomgei cZe VlinZen ^uZu/iinIgn!, I)e in» c^uiiitinne t'urZstorii, per leripturgm er rgtiunein. Lt i!e liberatione ani- ivsiuln ex eo per 8ui?igAia viuorum. Lontrz I^utliersnos ^luilop^csicioz l^cr- bipoli 1527. Am Ende: Impres-Miu Liunbet-Ae ete. ut luprs. (Zusrto ^lougz Xla/. Kl. 8. 1 5 2 8. 7?) Inuocstia ssnetyrum. Lil^elluz ^ratnx Kai-tlinlomsei Ze VxinAen ^u^ullini^ni c!e Iiiuocsrinne et venerstione 8^>nctoium. Lonfutgno Leimouiz Lutlieri, 6e I^stl- vitale v!^Aini°! ^2iii,e, et les^oniio sä ^uAscisin sliz, veuerütioni et mtorcelllcml 8-inctaruin ^etrslieutis. k^ei!,ij?oli. ^I,O. XXVIll. Am Ende: Impielllim KsmbeiAge s (ZeorAio LrliuZer etc. ut tu^r» O. XXVill. ^ridie Iciu« ^lsic/. Kl. 8- Die Titel der beyden ersten Werkgen haben saubere Einfassungen. In der ersten zeigt sich unttn das wirzburgische Stadtwappen, Auf dem dritten erscheinet das Marterthum des heil. Kilian und scincr Gesellen. Sie müssen sich sehr selten gemacht haben, da wenigstens die beyden ersten dem P. Ossing er in seiner Lidliockeca ^uAullmisns nicht angeführt werden; das dritte kann er auch nicht gesehen haben/ sonst würde die Citation richtiger seyn. Der Verfasser war z o Jahre Lehrer der Theologie auf der hohen Schule zu Erfurt und starb 1532 zu Wirzburg, wo ersuch in seiner Ordenskirche begraben liegt. Besagte drey Werkgen befinden sich zu Vanz. Das letzte hat Herr Panzer aus Versehen unter das Jahr 1527 gesetzt. 1 5 Z 1. 72) Verkündung etlicher Artickel: im Reichs Abschiede: unnd Ordnung jüngsigehaltens Reichstags zu Augspurg: das jars M. D- TTX. verleyht. Am Ende: Geben inn unser siat Bambcrg unter unnserm fürgcdrucktem Sccret Anno!c. in 4. Mit einer gleichzeitigen Feder ist beygeschrieben: vudli^stum in 6is sgncti l'lioins gnuo. ZI. Es ist dieses nur ein Auszug aus dem gedachten Reichsabschiede/ so viel nämlich Bischof Weigand als dienlich erachtete/ in seinem Hochsiifte Ruhe und Ordnung zu handhaben, wie selbst der Titel schon ausweiset. Da der Neichsabschied am 19 Nov. i5zc> unterzeichnet worden, so fallt der Bambergische Druck ins folgende Zahr. Ein Wmplar davon ist zu Banj. I 5 Z 4- 7z) 8tgtuts 8^no6slig in L^no^o r-ublica xer I^euerenc!iilimum in Lliristc» vz- l5em er 6c>miuum, 6nurn >VvZan6um ^ci Arstis Lpii'copum KginKerAeniem. In eccjeüs LstnberZen. celebrats, I.ectg et vnblicsts. Voran steht das bischöfliche L » Wappen «4 ' Wappen. In tine: Ostuir» in ciu!tgts KainIzerZon. ^nno s ^gl!u!tats ein! Ivl^Ieiuno c^uinAenteiimo l'iiceluno c^usrcc) ?eria teicis ^>oli cloinmicam (^us in eccleti» — cantskstur oKciuin Lxsuc!!. k'iniü ÄLlutoruir» 8)uo^i>!iuin LsinbeiAen. 5vl. Also zeigt Herr Panzer diese Ausgabe an in ^nngl. t^po^r. Vol. IV, p. 17z an, die er auch selbst besitzet. Derselbe besitzet auch einen mit eben diesen Typen erschienenen Nachdruck von der Kesormst 0 äsL-inams ecLlelie Külnoei-Aenlis; ingleichen die deutsche Ucbecse- tzung derselben. Ob beyde die nemlicheN/ oben N. 46 und N. 47 angezeigten Ausgaben sind, läßt sich hier nicht bestimmen. Ende. )4- Ver- V e r z e i ch n i ß der in den Annalen angezeigten Bücher. Die- Zahlen bedeuten die den Büchern vorgesetzte Numern. A. Adams Erschaffung. ?z. ^^uzrorium attronomicum. 6z. ^genäz LsinKergensia. 2Z. 45. 60. krilmss. 14. Armenbibel. 7. B. Bambergische Halsgerichtsordnung. 54. Des bambcrg. Landgerichts Reformation. 50. Larrliolomsei cie I7lingen oputculs s>oZemica- 69—71. der Bauern Lob. 44. Belial, der deutsche. 4. Lidliz IsrinA vom ersten Druck. !. Libljz pnuperu. 6. Biblische Geschichte. 5. Bonerisches Fabelbuch. 2. vom Brandwein. 27. Lrevwrwm LamberZense. 12. iz. 26. 41. 48. ?rilinZense. 11. kAtisdon. Zy. 4Z. KurcKsr^ 6e fiäs cnriltiZNZ. 68. C. Calender, der bambergische. 20. D. Dracole Wayda's Historie. 24. E. der Epistel und Evangelien, Register. 64. F. Fisierbüchlein. 17. G. der Graf im Pflug, zc,. H. Heiligthümer, bambergische. 5Z. Sr. Heinrichs Leben. 58. tlorsr. esnon. ÜLcles, Lzmb. 62. 3- In6ulgentise lZeorxii ZZ^isL. Lsmd. 51. Inclulcz kspaliz, circz el'um Izcc^Liniorum, I^orimberZen5lbu5 6»tZ. »2. K. K. Karls Recht. 29. der König im Bad. zz. L. Leben der Philosophen und Dichter. 9. Lucifers Fall. 36. M. der Mann im Garten. Z4. Klisssle Rzmber^nle. 19. 21. 4». 52. zz. Leneclictinum 10. krinnxenle. 16. Olomucenle. i3. I^acispvnense. iZ. 25. 40. 4Z. 57. 6l. Morgeners Wallfahrt, zi. R. KetnrmÄcio juäiLii OeLZii-icus LambsiA. 46. Dieselbe deutsch. 47. S. von St. Sebald. 28. Spottlicd auf den Herzog Zslbrccht. Zg. Lynoäzliz Lrztutz L-mdei-Zenl-z. 22. 56. ?Z. I^Ai^onLntis. 59- T. Taufordnung. 67. Tods Vertheidigung gegen die Klagen der Menschen. Z und g. St. Thomas im Indien. 52. der Türken.Heimlichkeit. 65. W. Welt, die verkehrte. 57. - Z. vom Zutrinken. 66. i>> »I»