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sich auf Abzahlungsksuf einlioss, in Zukunft seine Lebenshaltung auf-rechterhalten, so nuEs er, da er Einnehman vorweg nahm, mehr verdienenals bisher. In Amerika werden etwa aller Geschäfte des Kleinhandelsheute auf Abzahlung geschlossen. Indem sieh besondere Kreditorganisatio-nen für die Vermittlung dieser Geschäfte auftaten, welche mit Bankkreditarbeiten, wird ein Teil der in den Banken äch Bammelnden Ersparnissevon der produktiven Verwendung abgelenkt und zur Finanzierung des Ver-brauchs verwandeines Verbrauchs mittlerer Massonware, wie sie dergehobene Arb iter begehrt.
Den Siegeszug der Maschine hontit nidats so sehr, wie die vorkapi-talistische Bedürfnislosigkeit der Masse. Die Maschine bedarf einer demo-kratischen Einkommensverteilung? ihr widerstrebt der Luxus des Reichen,"der da haben will, was nicht jeder haben kann" (Franz Oppenheimer).
In dor Tab haben sich Hand in Hand mit fortschreitender Maschinn-anwondung die Bedürfnisse des amerikanischen Arbeiters ebenso auageglich*wie ausgeweitet. Hoben dem Auto steht im besseren Arbeiterhaushalt heu-te die larmwaacerbereitung mit Ladeeinrichtung, welche einen Wert von et-wa 500 Dollar repräsentiert. Hierzu kommt die Elektrisierung des Haus-halts für die breite Masse der mittleren Einkommen, in welche der Arbei-ter schrittweise einrückt: Staubsauger, Waschmaschine, Eismaschine. NeueIndustrien sind aus dem Nichts entstanden: d r Film und das Kino, dasGrammophon und das Radio haben für Millionen von Menschen Kaufkraft undArbeitsgelegenheit geschaffen. Trotz der enormen Arbeitserspamis, dieder Maschine verdankt wird, wurden die von der Maschine ausser Arbeitgesetzten Arbeiter von diesen neuen Industrien aü^esogen. Zu letzterenrechnet man auch das Erziehungswesen, das sich fortschreitend ausweitetund an drei Millionen überwiegend weibliche Arbeitskräfte beschäftigt.
Wenn es Amerika auf diesem Wege gelang, die Maschine der kapita-li tischen Wirtschaftsordnung einzubauen, so liegen die Einwände auf der