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die Gewinn=und Verlustrechnung enge Grenzen. Der Soziallohn bleibtdann zurück, das Sozialprodukt ist nicht mehr voll verkäuflich -Wirtschaftsnot und Arbeitslosigkeit sind die unvermeidliche Folge.Nur wenn durch den Staat, wie Roseveit versuchte, eine allgemeineLohnerhöhung erzwungen würde, könnte diese durch Absatzsteigerungdie Generalkosten so senken, dass auch privatwirtschaftlich ein Ge=winn übrig bliebe, selbst die Ausfuhr nicht Schaden nähme. Wo dagegender privatwirtschaftliche Blickpunkt überwiegt, knian
#*gäa#-also auf^dem Boden der kapitalistischen Gesellschaft,bestehtkeine Gewähr dafür, dass der Ersatz der Arbeit^ä&x^Maschine die Gesamt^nachfrage nach Arbeit hebt. Die sog. "Resorptionsfähigkeit der Volks=Wirtschaft" ist frommer Wunsch oder schöne Phrase - kein Trost fürdie durch den technischen Fortschritt ausser Arbeit gesetzten Arbeiter.Zusammenfassend steht ausser Zweifel, dass die Maschine injder kapita =listischen Wirtschaftsordnung Arbeitslosigkeit als Dauererscheinunghervorrufen kann und in vielen Fällen hervorruft, - mit der Folge derÜberproduktion oder Unterkonsumption , verbunden mit Klassenkampf undimperialistischer Gewaltpolitik . Man hat in Amerika ausgerechnet: umdie Produktionsmenge des Jahres höchster Prosperität (1928) herzustel=len, brauchte in Folge der inzwischen gemachten technischen Fortschrittte nur die Hälfte der 1931 vorhandenen Arbeitslosen Hingestellt zuwerden. Ähnliches gilt vom deutschen Bergbau. Drohend klopft damitdie industrielle Reservearmee an die Pforten der kapitalistischen Welt.Das ganze System ruft nach Kontrolle . Wo Hoover und Brüning zauderten,haben Roosevelt und Hitler zugegriffen.
Von hier aus lockt ein verführerischer Spröng zum Wunschbildeder vollendeten Planwirtschaft - keiner Utopie, somdern einer Idee,d.h. einem Zielpunkte, der den Massstab für das Bestehende abgibt und