— 648 —
nur auf die im Punkte des Silbers von Huskisson gemachtenVorschläge, deren Motivierung und Formulierung an vieles er-innert, was in den letzten Jahren wieder aufgetaucht ist. DerVerfasser der Denkschrift will nicht das effektiv umlaufendeSilbergeld, welches ja nur unterwertig ausgeprägte Scheide-münze ist, durch ein vollwertiges vermehren; er will Silber nurals Bürgschaft für umlaufendes Papier benutzen, wie dies aufverschiedene Weise seit zwanzig Jahren in Amerika geschah,auch in Europa vorgeschlagen worden ist. Dies sollte in derArt bewerkstelligt werden, dass die königliche Münze Silber-barren in Empfang nehme und Empfangsscheine dagegen aus-gäbe. Jeder Empfangsschein sollte in Unzen auf die Quantitätfeinen Silbers, für die er ausgestellt ist, lauten und ausserdemauf dessen Goldwert zu einem noch zu fixierenden Verhältnisvon Silber zu Gold. Das geringste Depositum sollte sich auf50 Pfund Sterling belaufen, der Empfangsschein auf Inhaberstehen, und diese Empfangsscheine sollten für alle Geschäfteals Geld passieren. Genauere Regulierung für die Einzelheitenvorbehaltend, betont er, dass vor allem wesentlich sei, das Ver-hältnis des Silbers zum Gold zu fixieren, und hier meint er,dass dies nur nach dem französischen Fuss von 15 1 / 2 : 1 durch-führbar wäre. Der Vorteil und der Erfolg des Planes würde inhohem Grade von der Identität des Verhältnisses mit Frankreich abhängen; dieses französische Verhältnis stehe dem auf demeffektiven Markt herrschenden am nächsten. Das Agio auf diefranzösischen Goldmünzen gehe, mit Ausnahme von Fällen grosserBeunruhigung, namentlich durch die Politik, niemals über ein-viertel Prozent hinaus, häufig sei es nur einachtel Prozent undmanchmal verschwinde es ganz. Frankreich besitze bei weitemdie grösste Quantität von Metallmünzen, verglichen zu allenanderen europäischen Ländern. Seinen Vorrat veranschlageman auf siebzig Millionen Pfund Sterling; der Hauptbestand-teil sei Silber, doch gebe es auch nicht wenig Gold. Beideheisst es, behaupten ihren Platz im Verkehr, ohne einanderzu stören, und es sei klar, dass ein Land, welches einen sogrossen Vorrat von metallischem Reichtum besitze, auch genugEinfluss auf den allgemeinen Metallmarkt in Europa habenwürde, damit das von ihm fixierte Verhältnis sich erhalte,vorausgesetzt jedoch, dass nicht der innere Wert des einen