Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
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2O Bischof Bossuets Einleitung

üZ-ihreder die schrecklichen Strafen, die ihm Gott zuschickt; Jahre"Welt, Feyerung des Osterlammes , und der den v.Chr.GebMorgen darauf erfolgte Uebergang über das ro-the Meer; Pharao und die Aegypter, welche inden Wassern ihr Grab finden, und die völligeBefreyung der Jftaeliten.Die ivEpo- Nunmehr fangen sich die Zeiten des ge- 1491.Moses ^ oder sihriebenen Geseyes an. Dieses Gesetz wur-daö gesthne-de dem Erretter des jüdischen Volkes 4ZO Jahredene Gesetz. ^ dem Berufe Abrahams , 856 Jahre nachder Sündfluth, und in eben dem Jahre gege-ben, da das hebräische Volk aus Aegypten gieng.Dieser Zeitpunkt ist merkwürdig, weil man sichdessen bedient, diejenige Zeit zu bemerken, wel-che seit den Zeiten Moses bis auf Jesum Chri-stum verflossen sind. Alle diese Zeit heißt dieZeit des geschriebnen Gesetzes, zum Unterschiededer vorhergehenden Zeit, die man die Zeit desGesetzes der Natur nennt. In dieser Zeit wur-den die Menschen durch keine andern Gesetze re-giert, als durch die natürliche Vernunft, unddie Saßungen ihrer Vorfahren.

Gott hatte also sein Volk von der Tyrannei)der Aegypter befreyet, um dasselbe in das Landzu führen, wo er von ihm verehrt und angebe-tet seyn wollte. Ehe er dasselbe daselbst ein-führt, schreibt er ihm das Gesetz vor, nach wel-chem es leben soll. Er schreibt mit seiner eige-nen Hand den Grund dieses Gesetzes, die zehnGebote, welche die ersten Grundsätze des Got-tesdienstes und der menschlichen Gesellschaft ent-halten, auf zwo Tafeln, die er seinem Knechte,Moses von der Höhe des Berges Sinai giebt.