Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
26
Einzelbild herunterladen
 

26 Bischof Bossuets Einleitung

IMeder Allein dasjenige, was man in der heiligen Ge- JahreA^t. schichte bemerkt, ist weit merkwürdiger, beson- Chr- Gders die wunderbare Stärke, und die crstaunli-

2887. che Schwache Simsons: Eli, der wegen seiner 1177»Frömmigkeit so ehrwürdig, und wegen derVer-

2888. brechen seiner Kinder so unglücklich war; Sa- 1176.muel, dieser-untadelhafte Richter und Prophet,

2909» den Gott erwählt hatte, Könige einzuweihen; 1095»Saul, der erste König des Volkes Gottes ; sei-ne Siege, sein Hochmuth, da er ohne die Prie-ster opfern wollte; sein Ungehorsam, den er miteinem Verwände der Religion sehr schlecht ent-schuldigte ; seine Verwerfung, und sein trauri-ger Untergang. Um diese Zeit opferte sich Co-drus, der König ^von Athen , dem Tode für dasHeil seines Volkes auf, und gewann demselbendurch seinen Tod den Sieg über seine Feinde»Seine Kinder, Medon und Nileus, stritten miteinander wegen des Königreiches. Bey dieserGelegenheit schafften die Athcnicnser die kö-nigliche Regierung ab, und erklärten ihren Gott,Jupiter, für den einzigen König des atheniensi-schen Volkes. Sie erwählten sich beständigeStatthalter, die aber von ihrer Regierung Re-chenschaft ablegen mußten. Diese obrigkeitli-chen Personen hießen Archontes. Medon,ein Sohn des Codrus, war der erste, der diesesneue Amt verwaltete, und diese Würde blieblange bey seiner Familie. Die Athenienscrbreiteten ihre Colonicn in dem Theile von Klein-asien aus, welcher Ivnien genannt wurde. Umeben diese Zeit zogen äolische Völkerschaften da-hin, und ganz Kleinasien wurde mit griechischen

Städten