in die allgemeine Geschichte. Z55
kelt erscheinen wird, die Lebendigen und Todten zurichten. Die Schrift hat die Gewohnheit, und un-ter andern Mitteln/ die Geheimnisse dem Geiste derMenschen einzuprägen dieses Mittel, daß sie, zu unsermUnterrichte, die Vorbilder mit wirklichen Wahrheitenvermengt. Anfdiese Weifthat unser Heiland die Ge-schichte der Zerstörung der Stadt Jerusalem mit derGeschichte des Umerganges desWeltgebäudes vereinigt,und das sieht man in dieser Rede sehr deutlich.
Wir wollen unterdessen nicht glauben, daß diese bey-den Dinge so unter einander vermengt sind, daß wirnicht unterscheiden könnten, was das eine und das an-dre besonders angeht. Jesus Christus hat sie selbstdurch gewisse Merkmale von einander unterschieden,die ich sehr leicht angeben könnte, wenn hier die Rededavon wäre. Allein es ist iht genug, wenn ich ihnenzeige, Monseigncur, was den Untergang der StadtJerusalem und der Juden anbetrifft.
Die Apostel waren gegen die Zeit, da sich das Lei-den unsers Heilandes herbeynahte, um ihren Mei- .ster versammelt, und zeigten ihm den Tempel und dieherrlichen Gebäude, die um den Tempel lagen. Siebewunderten die Steine, die Ordnung, die Schönheit,und Festigkeit desselben. Jesus aber sprach zu ihnen:Sehet ihr nicht das alles? tVarlich ich sage Match,euch, es wird hier nicht ein Srein auf dem an-dem bleiben, der nicht zerbrochen werde. Sie i.erstaunten über dieses Wort, und fragten, wenn die- Lue.i6,se schreckliche Weißagung erfüllt werden sollte, under fing an, ihnen alle die unglücklichen Begebenhei-ten der Juden zu erzählen, wie sie aufeinander erfol-gen würden, weil er nicht haben wollte, daß die Sei-nigen in Jerusalem sollten angetroffen werden, wenn
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