Druckschrift 
Juchhe nach Italia! : 1. im Mai; 2. im Juli / [Ludwig Bamberger]
Entstehung
Seite
29
Einzelbild herunterladen
 

29

711 vgl ich nicht seine ganze Kraft diesem unseligen Treibenentgegensehen.

Die mächtigste Handbabc zur Aufwühlung desöffentlichen Geistes gegen den italienischen Feldzug hatdie östreichische und klcinstaatliche Partei allerdings inder persönlichen Geschichte Ludwig Napoleons gefunden,und es ist nicht zu läugnen, daß hier Stoff zu großenAnklagen und Befürchtungen gegeben sei, ja es muß zu-gestanden werden, daß die deßfallsige allgemeine Entrü-stung nicht wie so manche andere Manifestation zumgroßen Theil gemacht und künstlich angeblasen sei. Un-endlich fern weit ferner als den östreichischen Hof-zeitungen und dem schwäbischen Moniteur liegt unsder Gedanke, für die Lauterkeit der Triebfedern und dieUnschädlichkeit der Absichten dieses Mannes einzustehen.In unseren Augen war er ein ausgemachter Verächterder Menschenwürde und des Menschenrechts zur Zeit wosich die Wiener Hofskribcnteu noch mit seiner Ehrenlegionschmücken ließen und wo alle gekrönten Häupter Europa's in seinem theuren Haupt die einzige Bürgschaft für Er-haltung ihres Thrones, und erxo der Religion, der Fa-milie und des Eigenthums erhalten zu sehen beteten.Wir also dürfen diese Edlen jetzt mit gebührender Ver-achtung heimschicken, wenn sie uns das Schreckensbild seinerschwarzen Seele zu heilsamer Einschüchterung vor Augenführen möchten. Wir haben von seiner Freihcitslicbe undUneigennützigkeit einen solchen Begriff, daß wir ihn nichthöher schätzen, als jeglichen gnädigen Landesherr», welcherihn jetzt vogelfrei erklärt. Das ist aber auch Alles was