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Preußen ist Eine von den Monarchien, welche seit einem Jahrhunderte die öf-fentliche Aufmerksamkeit am meisten auf sich gezogen hat. Die hohen Geistesgabenseiner Beherrscher, die Größe und Stärke ihres Charakters, und ihre politischen undmilitairischen Einsichten neben der kräftigen Unterstützung ihrer Armee, die durch dkTalente ihrer Anführer, ihre Geschicklichkeit, ihre Mannszucht, ihre Treue, und ihreTapferkeit Eine der Ersten worden war; der Heldensinn der Bewohner diesesStaats, welche muthig mit dem Schicksale kämpften, alle ihre Feinde besiegten undEuropa den Frieden und die Freiheit wieder verschafften, hat die Bewunderung derganzen Welt auf sich gezogen und wird, dies auch auf immer bei der Nachwelt thun«
^5m Jahre 1273 wurde Friedrich III. Fürst von Hohen;ollern, aus Einemder ältesten regierenden Häuser Teutsch lands, das in Schwaben BesitzungenHatte, welcher sich mit Elisabeth, Erbin von Anspach und Culmbach, Vay-reu th vermählt hatte, vom Kaiser Nudulph von Habsburg mit dem Burg,grafthum Nürnberg wirklich belehnt, obschon sein Stammvater Conrad es schonim Jahre 1200 erhalten hatte. Sein Nachfolger war sein äkcster Sohn Johann,der Agnes von Hesse» heirathete und im Jahre 1293 sta-b..
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Die gelehrte» Werke, welche man über diese Monarchie geschrieben hat,lassen kaum noch etwas zu wünschen übrig, allein uns scheint noch ein historische«Atlas zu fehlen, wo man auf einen Blick die allmähligen Vergrößerungen diesesStaats und die verschiedenen in den neuesten Zeiten erfolgten Ereignisse übersehenkann. Diesen Zweck haben wir uns bei diesem kleinen Werke vorgesetzt, welches wirin zwölf Charten liefern. Die kurzen historischen Nachrichten haben wir des,halb beigefügt, um die wichtigen Ereignisse kennen zu lehren und den Zeitpunkt derErwerbungen und durch welch« Regenten sie gemacht worden sind u. f. w. zu be>merken.
Friedrich ^1., zehnter Burggraf von Nürnberg, legte 1415 durchAnkauf der Churmark Brandenburg den ersten Grund zur künftigen Größe seinesHauses und e-r.pfing von dem Kaiser Sigismuud die Velchnung über dieses Landund die Churwürde. Sein Sohn Friedrich als Churfürst von Brandenburgder Zweite trat sein Stammland in Franken an seincnBruder ab.
Auf der Charte Nv. I. sieht man den Umfang von Anspach und Culm,bach , Bay?euth, grün,, und das Churfürsten-und Ma^kgrafthum Branden«