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Organisation sich löste,trat an ihre Stelle die isolirte Wirtschafteinzelner Privater. Ein jeder wirtschaftet für sich und stellt Allesher, was er braucht und stellt nichts anderes her, als das,was erbraucht. Heute produtirt ein jeder nicht all das, was er braucht undverbraucht nicht Alles, was er produzirt hat. Er produzirt vielmehrdas, was die übrigen Mitglieder der Gesellschaft brauchen und die Gü-ter,die er selbst braucht, werden meist von anderen produzirt. Arbeits-teilung und Tausch verbinden dann die einzelnen Glieder zu einem ge-meinsamen Ganzen. Die Gesellschaft als Ganzes ist es, die in den durchArbeitsteilung un d Tausch verbundenen Sonderwirtschaften der Mit-glieder die Güter produzirt,alp Canaes für Alla.
^iZu einer zweiten Frage gibt die oben gegebene BegriffsbestimmungVeranlassung. Warum ist nicht gesagt, unsere Volkswirtschaft ist her-vorgegangen aus der Summe von mit einander durch Arbeitsteilung undTausch verbundenen Sonderwirtschaften " Einzelner" .sondern von"Volks-genossen" ?
Dies ist gebraucht im Gegensatz zu einer atomistischen Be-griffsbestimmung,die von jeder historischen Entwicklung absieht. Diekonkreten Grundbedingungen scheiden aber die Völker der verschiedenenNationen von einander.
Was soll das heissen, wenn die angegebenen Begriffsbestimmungsagt, unsere heutige Volkswirtschaft beruhe auf de r persönlichen Frei-heit,d.h. Alle zu diesem Verbände Gehörigen haben das Recht, alle ihreAnlagen und Fähigkeiten zur grösstmöglichen Entfaltung zu bringen.
Das iat eine der Rechtsgrundlagen unserer heutigen Gesellschaftsor-ganisation,d.h. indes nicht etwa Schrankenlosigkeit in der Nutzbar-machung der Kräfte: ein jeder hat das Recht,daher hat aber auch jedesRecht eine Grenze am Recht des Anderen. Alle Mitglieder des Verbandessind heute persönlich frei, ihre Rechte sind nicht im Interesse einesHerrn, nicht in dem eines privilegirten beschränkt. Es gilt heute kein