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den Menschen, die seiner bedürfen,ateht. Von Bähm Bawerk hat denWert unterscheiden wollen in subjektiven und objektiven und hat dabeiWert in subjektivem Sinn die Bedeutung genannt, die ein Gut für dieWohlfahrtszwecke eines Menschen besitzt; Wert im objektiven Sinn nennter die Kraft oder Tüchtigkeit eines Gutes in der Herbeiführung einesobjektiven Erfolges. Diese Unterscheidung ist nicht haltbar. Diesebeiden VortSHlungen sind insofern irrig, als sie den Begriff des Wer-tes mit einer Eigenschaft verknüpfen, die einem Gute wirklich zukommt.Beim subjektiven Wert redet Böhm B. von der Bedeutung eines Gutes fürdie Wohlfahrtszwecke eines Subjektes, also von einer Eigenschaft, dieeinem Qute wirklich zukommt,im anderen Falle ist es ebenso.
Der Wert hängt in verstärktem Masse von der subjektiven Meinung,die matT von der Bedeutung eines Gutes hat,ab; der Bedeutung nicht nurfür die Wohlfahrt,sondern auch für die Tauglichkeit zur Herbeiführungeines objektiven Erfolges. Beides steht nicht im Gegensatz,denn eswird geschätzt mit Rücksicht auf den objektiven Erfolg, den es für dasSubjekt hat.
Wir sagen also, aller Wert ist nur subjektiver Wert, er be-ruht auf einer Beziehung zu einem einzelnen wirtschaftenden Subjekt,er ist also weit verschieden von der technischen Tauglichkeit des Gu-tes. Man kann unterscheiden zwischen
Affections- und3) üblichem Wert.
Der Affectlonawert beruht auf der Deutung,die ein Einzelner in-folge rein individueller Beziehungen und Bedürfnisse für die Befriedi-gung seiner Bedürfnisse beilegt.
Im Gegensatz hiezu steht der übliche Wert. Er beruht auf derBedeutung,die die grosse Menge Masse der Menschen einer Zeit und einerKlasse mit Rücksicht auf ihre Bedürfnisse beizulegen pflegt. Man geht