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^wörtlich: " Die Dinge, die den grössten Gebrauchswert,haben häufig^nur einen geringen oder gar Keinen Tauschwert habem und umgekehrthaben Dinge, die den grössten Tauschwert haben, oft gar keinen Ge-brauchswert. Nichts ist nützlicher als Wasser,aber es 18sst sich da-mit kaum etwas kaufen, ein Diamant umgekehrt,hat kaum irgendeigenGebrauchswert, aber eine sehr grosse Menge Güter kann häufig darumjeingetauacht werden*. Der hier behauptete Widerspruch erscheint aufden ersten Blick unbestreitbar. Trotzdem beruht diese Ausführung aufJrrtum. Es laufen ihm nämlich zwei logische Fehler unter: Der Wider-spruch zwischen Gebrauchs- und Tauschwert beruht bei ihm darauf,dasser
1) da,wo er vom Gebrauchswert'spricht,andere Grössen im Auge hat,wieda, wo er vom Tauschwert spricht, und
2) dass er da, wo er vomxTaaHghwavt Gebrauchswert spricht,andere Be-dürfnisse vor Augen hat, als da, wo er vom Tauschwert spricht.
Da er also da, wo er vom Gebrauchswert spricht,andere Grossen undBedürfnisse setzt,als da, wo er vom Tauschwert spricht, ist es nichtzu wundern, dass er zu einem Widerspruch kommt. Dieser hört auf,wennman bei beiden gleiche Grossen und Bedürfnisse voraussetzt. Wenn manaber von Tauschwert von irgend etwas spricht,so hat man logisch not-wendig genau abgegrenzte Mengen vor Augen und zwar besteht die Ab-grenzung nach zwei Richtungen.
Wenn man vom Tauschwert eines Gutes spricht, so hat1) notwendig eine abgegrenzte Menge desselben vor Augen. Das Wort Tausdawert bezieht sich immer auf etwas Individuelles. Ohne das kann mannicht vom Tauschwert sprechen. Also um auf das Beispiel von AdamSmith zurückzukommen vom Wasser: Vom Tauschwert des Wassers kann manreden, wenn man 1 Liter Wasser vor Augen hat, man kann aber nichtsprechen vom Tauschwert des Wassers als Gattung, denn diese wird nieumgetauscht. Die Begrenzung bezieht sich
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