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Dagegen hat man eingewendet. Das Gesetz des abnehmenden Reizesgilt nicht allgemein. Es gibt Bedürfnisse,die alt zunehmender Mengeder Güter,die ihrer Befriedigung dienen und genossen werden, stattabzunehmen sogar zunehmen.Z.B. je mehr einer Musik höre, desto mehrsteige sein Bedürfnis,ebenso sei es mit vielen mit dem Besitz vonGeld und Ehren,vor allem gelte es aber für'das Streben nach Macht undHerrschaft.
Dieser Einwand ist nicht haltbar, da er beruht auf einerunzureichenden Analyse der Bedürfnisse, Der Musikliebhaber verlangtnicht mehr das Gehörte,es verlangt qulltativ mehr, nach Besserem,d.h. Neuem. Ebenso ist es mit Geldbesitz und Ehren.
3) Von der Zu- und Abnahme der Güter.Produktion und Spekulation.
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Wie findet in einer,wie bisher geschilderten Volkswirtschaft Zu-und Abnahme der Oüter statt? Um diese Frage zu beantworten, sind einpaar naturwissenschaftliche Wahrheiten vorauszuschicken. Die Welt be-steht aus Materie und Energie, oder mit anderen Worten, aus Stoff undKraft. Der Stoff tritt ups entgegen in Körpern, Körper nennen wirgedsn mit Stoff erfüllten Raum und dabei unterscheiden wir feste,flüssige und gasförmige Körper. Aller vorhandene Stoff, gleich ober uns in festen, flüssigen oder gasförmigen Körpern entgegentrAtt,ist von Anfang an vorhanden. Kein Atom Stoff iet seit die Welt be-steht verloren gegangen und ebenso ist kein Atom hinzugekommen. DerMensch^ vermag weder Stoff zu vernichten noch Stoff zu schaffen. Das^ einz ige,was am Stoff sich Bndem kann, ist die Form.
Solche Formveränderungen können ohemische und meehani-
sche sein.