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3) Auch eine dritte Streitfrage lässt sich nun spielend lösen: näm-lich die alte Streitfrage Ober die Produktivität dar verschiedehehErwerbstätigkeiten.
Mercantilisten: Adam Smith hat ihnen etwas Unrecht getan, wenn ersagt, sie hätten G&ld und Reichtum identifizirt,daher ihre grösseSchKtung der Ausfuhr zur Erreichung einer aktiven Handelsbilanz. Beiden Mercantilisten handelt es sich aber um Entstehung des modernenStaates der viel Celd braucht,um sein Vasallentum in ein mit Geldbesoldetes Beamtentum umzuwandeln. Daher ihre grosse Wertschätzungdes Geldes, das sie durch grosse Ausfuhr erwerben zu mUssen glaubten.Diese Lehre der Mercantilisten ist ganz irrig.
Da kamen die Physiokraten die in das Gegenteil verfielen;sie sagten,der Handel sei steril; allein produktiv sei Land- undBergbau und Steinbrucharbeit. Diese allein nämlich brächten Stoffehervor, alle anderen Tätigkeiten seien steril,auch das Gewerbe.Allerdings sei es wahr, dass durch gewerbliche Arbeit Brauchbarkeitendes Stoffes gesteigert wUrden, aber Brauchbarkeit sei nicht Reichtumund um das Mass, um das die Brauchbarkeit gesteigert werde, werde derStoff verringert. Der Gewerbetreibende kombinire nur vorhandenenStoff. Der Handel vermittle nur den Austausch, er gälte noch wenigerder Mehrung des Stoffes; sein Gewinn sei nur eine Steuer für die an-deren; es gelte daher, ihn möglichst einzuschränken.
Durch unsere bisherige Erörterung ist das schon widerlegt.
Der Mensch kann keinen Stoff schaffen, auch nicht der Landwirt oderBergbautreibende. Ebenso ist es mit dem Gewerbetreibenden. Der ein-zige Unterschied zwischen Landwirtschaftlicher und gewerblicher Tätig-keit dev ist,dass der Stoff durch die gewerbliche Tätigkeit der Formnäher gebracht, in der er unmittelbar gebraucht werden kann. Neuer-