Autograph 
MS 311 - Brentano I
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Die späteren konservativen Schriftsteller haben mit Ad. Wagner den

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Staat als Produktionsfakt&r genannt.

Jener soz. Lehre ist man begegnet,indem man darauf hinwies,wie die Natur mit allen ihren Gaben einen unleugbaren Einfluss aufdie Produktion übe. Die Sozialisten aber erwiderten,es fiele ihnengar nicht ein,das zu leugnen, die Natur schaffe nur Brauchbarkeitenaber keine Werte und Tauschgüter,diese schaffe allein die Arbeit.

Nach MareLsind Arbeitskraft und sachl. Produktio nsgüter diebeiden Elemente im Produktionsprozess; allein beide nähmen in ganzverschiedener Weise an der Wertbildung teil. Die Arbeit sei es allein,die den Wert der hergestellten Ware bestimmt; er wird bestimmt durchdie Menge gesellschaftlich notwendiger Arbeitszeit, die auf die Her-stellung verwendet worden i3t; die Sache ist nur die, dass derArbeiter nicht diesen Wert erhält in unserer auf Sondereigentum anden Produktionsmitteln beruhenden Wirtschaftsordnung; da gehörtvielmehr dam der Wert, der die Verfügung Uber die Produktionsmittelhat. Dem Arbeiter gibt er nur so viel, als an gesellschaftlich not-wendiger Arbeitszeit geleistet worden musste,um den Lebensunterhaltdes Arbeiters zu garantiren; den Mehrwert steckt der Unternehmer ein.Was dagegen die sachliche n Pr oduktionsmittel angeht, die der Kapi-talist liefert, so trügen sie nichts zum Wert des gewerblichen Pro-duktes bei. Gewiss trüge siebei zur Schaffung von Gebrauchswert,nicht aber von Tauschwert. Also auch der Wert der Ware, die mit Hil-

fe kapitalistischer Produktionsmittel herge3tellt wird, werde ledig-

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lieh geschaffen durch dis bei ihrer Produktion verwendeten Menge ge-sellschaftlich notwendiger Arbeitszeit. Diese Lehre leidet an eineminneren Widerspruch. Es ist klar, wenn der wert durch die Menge dergeseMschaftl. notwendigen Arbeitszeit,die auf die Produktion ver-wendet worden ist, bestimmt wird und der Mehrwert abhängig ist vonder Differenz von dem, was der Arbeiter erhält und der geleisteten