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Dann musste die Ersetzung von Lohnarbeit durch Arbeit ersparende Ar-beitsprozesse aufhHren. Nun istvea aber gerade umgekehrt. Gerade dieTextilindustrie zeigt, dass so lange die Verkürzung der Arbeitszeitdurch gesteigerte Intensität noch wett gemacht werden konnte,zu Ar-beit ersparenden Methoden noch nicht geschritten wird, sondern eratdann als der Ausfall an Arbeitszeit nicht mehr wett gemacht werdenkonnte durch gesteigerte "Intensität der Arbeit. Also trifft dieseMarx'sche Erklärung nicht einmal für die Textilindustrie,geschweigedenn für andere Industrien zu.
Kein Zweifel,dass der Zweck der Produktion ist, Mehrwert zu schaffen.Der Mensch äSdeert Form von Stoff und Kraft in der Erwartung,dass diespatere Form mehr Bedürfnissen entspricht als die frühere. Auch dieArbeit vermag in unserer Wirtschaftsordnung nur Brauchbarkeiten zuschaffen; Güter sind diese an sich noch nicht. Sie erhalten Wert erstdann, wenn sie von anderen als zur Bedürfnissbefriedigung geeigneterkannt sind und begehrt werden. Mag die Arbeit technisch noch so pro-
duktiv sein,sie vermag in unserer Wirtschaftsordnung allein keineWerte zu schaffen.
Nach all diesen negierenden Betrachtungen,kommen wir zur positibenBetrachtung. Wenn all das nicht haltbar ist, was istt denn das, was
den Wert schafft? Das sind die Verhältnisse,die Konjunktur. Vonltmen hängt es ab, in welchem Masse der Mensch einem Dinge,das ihmgegenüber tritt, Bedeutung beilegt. Diese Verhältnisse schafft abersehr selten der Mensch, meist werden sie durch die gesellschaftlichenZusammenhänge,wie sie eine auf Arbeitsteilung und Tausch beruhendeWirtschaftsordnung mit sich bringt. Von einem wertschaffenden Faktorkennen wir gar nicht reden.
Gibt es nun aber nichts, dem das Verdienst,das Ziel zu erreichen,dass die Formveränderung wirtschaftlich produktiv ist, zukommt?